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[verspielte, melancholische Musik]
[Musik spitzt sich zu und verklingt]
[anklagend] Dad!
Willst du wissen, wie man jedes Spiel gewinnt, James?
Idiotensicher?
Man muss kein Genie sein, um beim Schach zu dominieren.
Man muss nur dem anderen die Chance geben, Fehler zu machen und sie ausnutzen.
Dem Gegner das Gefühl geben, dass ihm nur eine Handlungsoption übrig bleibt.
Im Leben ist es ganz genauso.
Wer dominiert, entscheidet sich danach.
Wer handelt, wer die Waffen streckt, geht unter.
[er lacht]
[melancholische Popmusik]
[Vater kichert]
[er knurrt]
[James] Stolz ist die erste der sieben Todsünden.
Dabei ist es eine der nützlichsten Emotionen überhaupt.
Stolz signalisiert Status.
Und wenn Menschen auf irgendwas reagieren, dann darauf.
Jeder auf dieser Welt hat seinen Platz, wie Figuren auf einem Schachbrett.
Bauern können ihr Leben lang darum kämpfen, Könige zu werden.
Aber nur wer als König geboren wurde,
weiß, was diese Position wirklich bedeutet.
Man ist mächtig. Das Ziel des ganzen Spiels.
Aber angreifbar wie keine andere Figur auf dem Brett.
Wer seine Stellung halten will, der führt seine Figuren aggressiv nach vorne.
Ein Beaufort lässt sich nicht herumkommandieren.
Nicht vom Rektor und schon gar nicht von jemandem wie Ruby Bell.
[Musik verklingt]
-Und, neue Musik auf Lager, Percy? -Wie wär's mit ein bisschen Klassik?
[♪ Blur: "Song 2"]
[Lied verklingt]
Wir alle wissen, dass die Begrüßungsfeier nicht so gelaufen ist wie gewünscht.
Understatement.
-Wofür wir absolut nichts konnten. -Ist ganz egal.
Wichtig ist, dass wir 'ne perfekte Spendengala über die Bühne bringen.
-Ohne Zwischenfälle. -Apropos, sollte James nicht hier sein?
[alle kichern]
Je ferner James Beaufort sich diesem Meeting hält, desto besser.
Also, sollen wir anfangen?
Sehr gut! Rechts außen, rechts außen!
Pick and roll!
Wer will, kann mal an den Boden passen!
Sehr gut! Richtiger Swing! Sehr gut, sehr gut.
Und wir wechseln auf rechts innen!
[Coach] Beaufort! Was machen Sie hier?
Wenn man das nicht sieht, mach ich wohl was falsch.
Sie haben sich mit Ihrer Aktion bei der Begrüßungsfeier ins Aus geschossen.
Schon vergessen?
Was will Lexington machen? Mich rausschmeißen?
Sie nicht, aber mich vielleicht.
Wenn Sie nicht bei Ihrer Strafarbeit auftauchen,
macht er mich einen Kopf kürzer.
Sie haben Scheiße gebaut, Beaufort.
Diesen Term kommen Sie nicht mehr aufs Feld.
[bedrohliche Musik]
Das ist nicht Ihr Ernst?
Tut mir leid, James. Ich kann da nichts machen.
Meine Familie finanziert den Laden.
Von den Uniformen bis zur Miete für das Grundstück.
Lexington kann es sich nicht leisten, mich anzufassen.
James, die Order für die Suspendierung...
...kam von Ihrem Vater.
[James] Wer die Welt um sich kontrollieren will, muss eine Sache verstehen.
Wenn man es zulässt, kann Kontrolle einem so schnell
aus der Hand genommen werden, wie man sie ergriffen hat.
Okay, auf geht's Jungs! Alle auf Position. Wir machen weiter.
[James] Und wie man mit einer solchen Situation umgeht, definiert,
ob man auf die Gewinner- oder Verliererseite gehört.
[Lydia] Was hast du erwartet? Das war sogar für dich 'ne dreiste Aktion.
Bislang hat ihn nie interessiert, was ich mache, solange ich außerhalb funktioniere.
Hat dich keiner gezwungen, die Feier zu sprengen.
Sie hat mich gezwungen. Dieser Niemand. Was denkt sie, wer sie ist?
Red mit Dad. Der biegt das wieder gerade. Du bist doch sein Goldjunge.
Ich red mit ihm und sorg dafür,
dass Ruby Bell sich wünscht, sie hätte diese Schule nie betreten.
Provozier sie nicht. Dass sie bis jetzt dichtgehalten hat, ist reines Glück.
Sie denkt, sie hat gewonnen. Erwartet, dass ich aus der Offensive gehe.
Aber sie hat keine Ahnung, mit wem sie sich anlegt.
Dieses Spiel gewinnt sie nicht.
Dad wäre stolz auf dich.
"Man muss dem Gegner das Gefühl geben, dass ihm nur eine Handlungsoption bleibt."
Richtig?
Pass auf, was du machst. Du kennst das Mädchen nicht.
Ich kenn sie gut genug, um zu wissen,
dass sie sich ein Bein ausreißen würde für Oxford.
Und dieses dämliche Komitee ist ihr Weg dahin.
Wir haben letztes Mal viel über Eleganz und Schlichtheit geredet.
Für mich steckt aber noch viel mehr in dem Motto "Black and White".
Licht und Schatten.
Wahrheit und Lüge. Gut und Böse. Ich saß also gestern bis 03:00 am Laptop.
Und... das ist jetzt mein Entwurf für unser Plakat.
[Geflüster]
Wow. Äh...
Danke für die viele Arbeit.
Ernsthaft?
Euer Motto für die Spendengala ist "Black and White"?
Hast du ein Problem damit, Beaufort?
Euer Begräbnis. Nicht meins.
Du musst richtig Eindruck bei Lexington machen, wegen des Empfehlungsschreibens.
Wenn du schon zu spät kommst, halt wenigstens die Klappe.
Lexington wünscht sich so, dass ich mich in eure Arbeit einbringe.
Waren für ihn die Stripper auch der spannendste Teil der Party?
-Dafür brauchen wir keine Prostituierten. -Wenigstens wird über die Party geredet.
Hast du auch was Produktives beizutragen, oder können wir dich jetzt ausblenden?
Vielleicht, wenn ihr mich mal fragen würdet.
Das habe ich gerade.
Bin mir nicht sicher, ob mir dein Ton gefällt.
Mein Ton ist normal, aber dich höre ich nur meckern.
Ihr solltet froh sein,
dass wenigstens einer die Courage hat, euch die Wahrheit zu sagen.
Und wir sind dir so dankbar.
Okay, wer hat noch Input für Kierans Plakat?
Die große Halle wäre das perfekte Setting für 'ne viktorianische Party.
Dresscode entsprechend nobel und dekadent.
Wir besorgen Geschirr aus der Zeit, Servietten mit Spitze, Kerzenlicht.
Und 'n Orchester, das viktorianische Stücke draufhat.
Wir diskutieren keine neuen Mottos.
-Wir haben ein Motto. -Was, das da?
Stellt euch vor, viktorianische Kleider, Anzüge, Kerzenlicht.
Wir haben keine Zeit, umzuplanen.
Wir haben Dekomuster angefordert, uns auf 'n Menü geeinigt...
-Das Plakat muss in drei Tagen in Druck. -Sorry, mein Fehler.
Ich dachte, hier geht's darum, die bestmöglichste Party zu organisieren.
Hast du dann auch einen Plakatentwurf dabei?
Darf ich?
[ruhige Klaviermusik]
[erstauntes Geflüster]
Was soll das sein?
Eine Dame im viktorianischen Kostüm, um den Dresscode zu setten.
Drumherum können wir 'ne Collage bauen.
Ich würde nur die Hitchcock-Energie runterfahren.
Bist verdächtig still, Ruby Bell.
Okay.
Wer von euch ist für die viktorianische Idee?
[Musik wird angespannter]
Sollen wir noch mal gegenzählen?
[Musik verklingt]
Was ist mit dem Kostümverleih in Haddington?
In deren Kleid sah ich aus wie Elsa aus Frozen nach 'ner Flutkatastrophe.
So ein Polyesterzeug setzen wir nicht aufs Plakat.
Was?
Beaufort ist eine der ältesten Luxusmarken Englands.
Und deren Sammlung geht über hunderte von Jahren zurück.
-Ich war zuerst. -Quatsch, ich war.
-Ich war 'ne halbe Sekunde schneller. -Lin, bitte.
Wer die Kappe zieht...
...redet mit Beaufort.
[Tür öffnet sich]
Respekt für die Arbeit da drin. Tolle Führungskompetenz.
Habt ihr etwas im viktorianischen Stil in eurer Sammlung?
Ja, ich glaub schon. Ziemlich schöne Stücke. Wertvoll.
Wir würden gern ein paar Fotos davon machen. Fürs Plakat.
Das klingt nach 'ner richtig guten Idee.
Könntest du deine Eltern fragen, ob wir dafür in die Sammlung dürfen?
Hm...
...Tut mir leid, das kann ich leider nicht.
-Du meinst, du willst nicht? -Egal ob können oder wollen, Ruby Bell.
Meine Antwort bleibt die gleiche.
Aber eine kompetente Teamchefin wie du findet dafür 'ne Lösung.
[Ember] Das zweite ist ganz gut, das mit dem Lächeln.
Du lächelst auf jedem.
Ja, aber es gibt Lächeln. Und es gibt Lächeln.
Das wüsstest du, wenn du einmal in deinem Leben geflirtet hättest.
Sind gut geworden, danke.
Also, was ist das für 'ne Geschichte mit dem viktorianischen Kleid?
Deine Schule ist echt fancy.
Wir brauchen ein richtig viktorianisches Traumkleid für unser Plakat.
Bis übermorgen. Ich hatte gehofft, dass du vielleicht 'nen Laden kennst, der...
...viktorianische Traumkleider verkauft? In Gormsey?
Na ja, du bist ein Modegenie. Ich dachte...
Ich wiederhole: viktorianische Traumkleider in Gormsey?
Du hast recht.
Das wird nie was.
Wenn ich nur jemanden kennen würde, der ein Schneider-Supertalent ist.
Ja, mach ich dir. Zwei Tage Zeit, das wird ein Spaziergang.
Wirklich?
Nee. Auf keinen Fall.
Das ist nicht machbar, never ever.
Vor allem nicht bis übermorgen.
Hier.
Bei null anfangen, wäre crazy.
Ich meine, wenn man ein Kleid hätte,
was man ausbauen könnte.
Ein Mieder einnähen, die Röcke ausfallender machen,
'ne Schleppe, wenn ich noch irgendwo 'ne Bahn Tüll finde.
Die könnte ich in die Taille einnähen. Das Mieder.
Ach, ich hab doch irgendwo so 'nen abgefahrenen silbernen Faden.
Der sähe total gut aus mit dem...
[melancholische Gitarrenmusik]
Du wusstest, ich kann nicht widerstehen.
Ich hab gar nichts gesagt.
[Ember] Ich hole die Nähmaschine. Du den Kaffee.
Das wird 'ne Nachtschicht.
[melancholische Musik setzt sich fort]
Wie bitte?
Mein Sohn so früh auf den Beinen?
Ich hab gedacht, ich mach mal Sport vor der Schule, so wie du immer sagst.
Ah ja.
Ziel ist die Bank.
Ja! Yes!
-Ich hab dich gewinnen lassen. -Ja-ha. Woo.
Hab dich gewinnen lassen.
Ja, Bluffen ist schön und gut,
aber sieh zu, dass es beim nächsten Mal auch stimmt, ja?
Wuh.
[seufzt erschöpft] Wuh.
Ich muss zurück aufs Lacrossefeld, Dad.
Wir alle haben die Hände voll damit, uns auf den Investorenempfang heute Abend
und die Präsentation der neuen Linie vorzubereiten.
Und du ganz besonders, als Aushängeschild für Young Beaufort.
Wir sind kurz davor, den dritten Titel in Folge zu holen.
Das gab's noch nie in Maxton Halls Geschichte.
Wundert mich nicht bei dem Mädchensport.
Redest du mit Lexington, oder soll ich?
[angespannte Musik]
Bitte, Dad.
Das ist mein letztes Jahr.
Alles, was einem das Leben in den Weg stellt,
sollte man als Training für die wirklich wichtigen Momente sehen.
Die Momente, von denen die Zukunft abhängt.
Und der erste dieser Momente ist der Empfang.
Du wirst dich voll konzentrieren und da einen perfekten Auftritt hinlegen.
Das Image der Firma hängt davon ab. Das Image unserer ganzen Familie.
Außerdem glaube ich,
wir haben gerade eine neue sportliche Betätigung gefunden,
an der du dich abarbeiten kannst.
Das nächste Mal will ich, dass du gewinnst.
[Musik verklingt]
[fröhliche Popmusik]
Nein.
[Musik setzt sich fort]
Nein!
[Musik verklingt]
[♪ Johann Sebastian Bach: "Wohl mir, daß ich Jesum habe"]
Äh, wir gucken uns grade noch... Danke.
Wir gucken uns grade noch... [unverständliches Stimmengewirr]
Aus dieser Position sieht alles sehr solide aus.
-Ich freu mich auf die neue Position. -Das wird ganz ruhig.
[Gespräche verstummen]
Verehrte Gäste, liebe Freunde,
diese Uhr hat meinem Ur-Ur-Urgroßvater gehört,
der Beaufort vor 125 Jahren gegründet hat.
Ich glaube, er wäre stolz, wenn er sehen könnte, wo wir heute stehen.
Aus einer einfachen Näherei
ist ein weltweit operierendes Traditionsunternehmen erwachsen,
das die Luxusmodelandschaft seit Jahrzehnten tonangebend mitbestimmt.
Nicht nur durch die ikonischen Kleidungsstücke, die wir produzieren,
sondern auch durch die branchenführenden Nachhaltigkeitsprojekte,
auf die wir besonders stolz sind.
Aber Beaufort ist und bleibt eine Familienangelegenheit.
Bis heute.
Und daher macht es mich besonders stolz,
das Wort nun an meinen wundervollen Sohn James weiterzureichen,
der Ihnen allen verraten wird, warum wir heute Abend hier sind.
James.
[dramatische Streichmusik]
Wir sind alle heute Zeuge eines großen Moments.
Beaufort erweitert sein Herrschaftsgebiet.
Wir kleiden Könige, Präsidenten
und die erfolgreichsten Businessmänner der Welt ein.
Und nun ist es an der Zeit,
die nächste Generation in diesen Kreis mit einzuschließen.
Vor allem in einer Zeit, in der die Welt sich so schnell verändert.
In der die Jugend immer jünger Verantwortung
für ihr eigenes Schicksal übernimmt.
Hier sehen Sie die Zukunft von Beaufort.
Na, gefällt sie Ihnen?
[alle lachen vergnügt]
Stoßen wir an.
Auf eine neue Generation von Beaufort.
Modern. Edel. Dynamisch.
[Musik wird düsterer]
[düstere Musik verklingt]
Oh mein Gott, das ist wunderschön!
Ich wusste, du kriegst es hin.
Wenn ihr mit eurer Plakatgeschichte durch seid, stelle ich's auf den Blog.
Ich glaub, es wird 'n Hit.
Kannst du das mit dem Bügeln übernehmen?
Ich würd jetzt gerne für acht bis zehn Stunden in Ohnmacht fallen.
Na klar, schlaf dich aus.
Gute Nacht.
Danke, Em.
[ruhige Jazzmusik]
[Handy vibriert]
[Musik wird düster]
[Klingelton]
[ruhige Musik]
[Musik wird dramatischer]
Du widerlicher, arroganter...
Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein!
[spannungsgeladene Musik]
[Musik ebbt ab]
[bedrohliche Musik]
Ember, ich... Es...
Es... Es war ein Unfall, es tut mir leid.
Meinst du, ihr könnt das noch benutzen?
[Musik wird hoffnungsvoller]
[Schluchzen wird zu Gekicher]
[Musik klingt aus]
Auf...
[sich nähernde Schritte]
Hallo zusammen, mein Name ist Philippa Winfield,
aber Sie dürfen mich gern Pippa nennen.
[flüstert] Wie du willst, Baby.
Mir hat es damals in der Vorbereitung auf meine Bewerbung in Oxford geholfen,
konkrete Fragen mit anderen zu diskutieren.
Und genau das werden wir in diesem Kurs tun.
So, wenn Sie einmal die Bögen bitte nach hinten durchreichen. Danke.
-Bock auf Nachsitzstunde. -Du willst das.
[sie lachen lautstark]
Dann lesen Sie uns doch, bitte, gleich mal die erste Frage laut vor, ja?
Ja.
"Wenn Sie Gründe für Ihre Handlungen nennen können,
heißt das, Ihre Handlungen sind rational?"
Gefühle können auch der Grund für eine Handlung sein.
Wie viele Entscheidungen treffen wir am Tag aus Emotionen heraus?
Eigentlich komisch,
dass man zwischen Emotionalität und Rationalität unterscheidet.
Als ob Kopf und Herz einander zwangsläufig ausschließen.
Wenn ich nach Grundsätzen handele, die ich vernünftig finde,
aber darunter leide, sind meine Taten dann rational?
[bejahend] Mh-hm.
Daran wird deutlich, was für unterschiedliche Grundsätze
verschiedene Menschen haben.
Ich würde keine Tat,
die mich oder jemand anderen leiden lässt, als vernünftig bezeichnen.
Es gibt gewisse Grundsätze, die immer und überall gelten.
Nennt sich Axiome.
[er kichert]
Wenn du zwei Jobangebote hast und bei dem einen verdienst du mehr,
aber bei der weniger bezahlten Stelle wärst du glücklicher,
wär die rationale Entscheidung, sich für den besser bezahlten zu entscheiden.
Wenn man nach einem monetären Grundsatz handelt, was bei dir keine Überraschung...
Okay, erstens, du kennst mich nicht.
Zweitens, weiß jeder, dass sich niemand für dich interessiert,
wenn du kein Geld hast.
Wenn man dir das von klein auf einredet,
ist klar, dass du nach einer Vernunft handelst, bei der nichts anderes zählt.
Ziemlich armselig.
Leidenschaftlich diskutieren ist gut, aber versuchen Sie, nicht verletzend zu werden.
Dünne Luft in deinem Elfenbeinturm der moralischen Überlegenheit.
Wenigstens denk ich nicht, ich wäre was Besseres
und könnte Menschen wie Dreck behandeln, nur weil ich ein dickes Konto habe.
Du versuchst alle Menschen ganz ohne Kohle zu kontrollieren.
-Wie läuft das so bisher? -Du tust mir leid.
Leute, bitte!
Du wirst für den Rest deines Lebens
einen Wohlstand repräsentieren, zu dem du gar nichts beigetragen hast.
Bei so viel Geld gibt's keinen Bedarf für eigene Ideen oder Ideale.
Dein Name, dein Erbe, deine dummen Streiche,
das zeigt doch nur, wie leer du bist.
Und deswegen wird sich nie jemand für dich interessieren,
sondern nur für dein Geld.
[traurige Musik]
[Musik setzt sich fort]
[Musik setzt sich im Hintergrund fort]
Wir müssen überlegen, was wir machen, wenn Ruby redet.
Ich glaub nicht, dass sie redet.
Was wir machen sollten...
...wissen wir beide eigentlich schon lange.
Hä?
Wenn dieser Ausfall zu irgendetwas gut war,
dann dafür, uns zu zeigen, dass es so nicht weitergehen kann.
-Hör auf. -Wir sind zu weit gegangen, Lyd.
Früher oder später wird es rauskommen. Auf die eine oder andere Art.
Wir halten die Füße still, bis die Sache vergessen ist.
Ich bin bald raus aus der Schule.
-Und dann... -Und dann?
Glaubst du, deine Eltern nehmen mich in die Familie auf?
Den Lehrer ihrer Tochter?
Ich will nicht, dass du meinetwegen
deine Chancen auf eine Zukunft bei Beaufort wegschmeißt.
Ich hab schon lang keine Chance mehr bei Dad.
Ich hab mich von 'nem Journalisten einwickeln und ausquetschen lassen.
Du hattest die Idee zu Young Beaufort.
Du hast das Konzept für den ganzen Launch erarbeitet.
Mortimer ist vielleicht 'n beschissener Vater,
aber er ist 'n cleverer Geschäftsmann.
Ein Talent wie deins lässt er sich nicht durch die Lappen gehen. Hm?
Du kriegst deine Chance, Lydia, das weiß ich.
Nur wir kriegen keine.
[traurige Musik setzt sich fort]
Wenn du's sagst.
[traurige Musik verklingt]
[Motorengeräusche]
[laute Partymusik]
[lautes Grölen und Rufen]
[treibender Beat mit Klaschen]
Let's go! Let's go!
[mehrere grölen und jubeln]
Wie würdest du mich in drei Worten beschreiben?
Jetzt grade?
Wie wär's mit... "übermäßig geiler Stecher"?
Das wär korrekt.
Aber mit falscher Bescheidenheit kommt man im Leben normalerweise weiter.
Alles okay?
Mein aktueller Boyfriend macht Probleme, also seh ich mich anderweitig um.
Aber das ist ja wohl nichts im Vergleich zu deinem persönlichen Drama.
Oder tun wir immer noch so, als wär's normal,
was im Oxford-Vorbereitungskurs zwischen dir und Ruby abgegangen ist?
Da ist nichts abgegangen.
Der Kurs ist eine Zeitverschwendung und ich hatte keinen Bock mehr.
Ah ja.
Was?
Sie hat einen ziemlichen Treffer gelandet, was?
Okay, okay, ich lass dich in Ruhe.
Sie hab ich vorher aber auch noch nie so außer Kontrolle gesehen.
Zufall?
[Partymusik verklingt]
Ruby!
Warum so nachdenklich? Alles in Ordnung, Schatz?
Es ist nichts... Wichtiges.
Mach dir keine Sorgen.
Aber du machst dir Sorgen.
Und in meinem Vatervertrag auf Lebenszeit steht,
dass ich mir dann auch welche machen muss.
Hast du schon mal jemanden so sehr verletzt, dass er den Raum verlassen hat?
Klar.
Weißt du, Ruby, ich...
Ich bin jetzt fast 50.
Ich hab schon viele Fehler gemacht und Leute verletzt.
Da kommt man nicht drum herum, aber...
...Gott sei Dank macht das einen nicht zum schlechten Menschen.
-Nein? -Nein.
Es kommt darauf an, dass du aus deinen Fehlern lernst und...
...dass man dafür einsteht.
Warum ist es manchmal so verdammt schwer, das Richtige zu tun?
Na ja... es heißt ja auch "das Richtige".
Nicht "das Einfache".
[sanfte Klaviermusik]
[sie holt tief Luft]
[sanfte Musik setzt sich fort]
Willst du Lexington auch noch über meine Freizeit Bericht erstatten?
Ich wollte dir sagen, dass du recht hattest.
Ich kenn dich nicht.
Ich hab mich absolut daneben benommen im Oxford-Kurs.
Keine Ahnung, was mich geritten hat, aber...
...es tut mir leid.
Die viktorianische Party war wirklich die bessere Idee.
Natürlich ist sie das.
[zögerlich] Wie läuft's mit dem Kleid?
Nicht so ganz wie geplant.
Was ist passiert?
Es ist verbrannt.
-Verbrannt? -Verbrannt.
Das Plakat wird wahrscheinlich nicht unser bestes, aber na ja.
Man kann eben nicht immer gewinnen.
Okay, dann...
Bis Montag.
Ah, und... schönen Gruß an Lexington.
[Musik intensiviert sich]
[Musik verklingt]
Hi.
Lust, ein paar Bälle zu schlagen, um den Kopf frei zu kriegen?
Ich brauch noch einen Partner, und ich dachte,
danach gehen wir schön zum Lunch.
-Okay. -Okay.
Braucht ihr noch Verstärkung?
Wir spielen einen Zweier.
Ein andermal vielleicht.
Ja?
[Mortimer] Kommst du?
[leise flüsternd] Geh einfach.
[antreibende, melancholische Musik]
-[Hupen] -Hey!
[Musik setzt sich fort]
Ah, da sind sie.
Wer?
Unsere Spielpartner.
Harold Ellington überlegt, mit einer nicht unerheblichen Summe
bei Young Beaufort einzusteigen.
[Musik wird angespannt]
Er ist der letzte Investor, der uns noch fehlt.
Was macht Elaine hier?
Wenn du nur halb so sehr auf sie stehst, wie sie auf dich,
schlagen wir heute zwei Fliegen mit einer Klappe.
Der Beaufort Junior CEO braucht eine angemessene Partnerin an seiner Seite.
Und die Schwester deines besten Freundes wäre doch perfekt.
Ein wunderschöner Anblick, wie immer.
Du alter Charmeur.
-[Mortimer] Schön, dich zu sehen, Harold. -[Harold] Schön, dich zu sehen.
Perfekter Tag für eine Partie, oder nicht?
-Hallo. -Hey.
-Zwei, ne? -Immer zwei.
-[Mortimer] Hm. -[Elaine lacht]
Ein so reiner Adelstitel, wie ihn die Ellingtons haben,
ist schwer zu finden.
Elaine ist dir völlig verfallen, du musst gar nichts dafür tun.
Ich kümmere mich um Harold und du,
genieß die Show.
[James] Ich dachte, in meinem Leben gibt es
genau zwei Arten, auf die ein Kampf enden kann.
Sieg oder Niederlage. Entweder der König steht oder fällt.
Und ein Beaufort wird immer bis zum Letzten kämpfen, um stehen zu bleiben.
Ich habe bisher noch nie einen Gedanken an die dritte Option verschwendet.
Remis. Unentschieden.
Und dass es vielleicht dieser Moment ist,
wenn zwei Könige sich voreinander verbeugen,
der wahre Größe zeigt.
[TV] Das jüngste Familienmitglied, Alson, wagt sich nun auch an die Quelle.
Ganz vorsichtig tastet er sich mit seinem Rüssel vor.
Und wird dabei von seiner Mutter unbemerkt beobachtet.
Wüstenelefanten können bis zu 200 Liter Wasser pro Tag trinken.
[Handy klingelt und vibriert]
[TV] ...in den Rüssel eines ausgewachsenen Dickhäuters passen...
Was?
Ich muss mal.
...müssen die grauen Riesen unter erschwerten Bedingungen täglich
mehr als 70 Kilometer zurücklegen. Da ist der Fund...
[ruhige Gitarrenmusik]
[Musik setzt sich melancholisch fort]
[lautes Hupen]
[Musik klingt aus]
[melancholische Popmusik]
Can't find what you're looking for?
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