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Eine Myung-Film-Produktion
Ein Film von Park Chan-wook
Drei Tage ist es nun her, seit in Panmunjom Schüsse gefallen sind.
Seither verhandeln Nord- und Südkorea über die Durchführung gemeinsamer Ermittlungen.
Nun wurde der entscheidende Durchbruch erzielt
und eine Lösung gefunden, die Nord- und Südkorea zufriedenstellt.
Die beiden Seiten kamen überein, unter Aufsicht der Waffenstillstandskommission
der Neutralen Staaten, der NNSC, zusammenzuarbeiten.
Das Misstrauen im Zusammenhang mit der atomaren Entwicklung Nordkoreas
und dem Einsatz amerikanischer Flugzeugträger im Pazifik
hatte zu erhöhten Spannungen geführt.
Damit daraus kein Krieg entsteht, erkannten beide Seiten die Notwendigkeit
einer objektiven und neutralen Lösung.
Dazu soll die NNSC angerufen werden. Die Schweizer und die schwedische Armee
wollen entsprechend dieser Vereinbarung juristische Berater schicken.
Willkommen bei der Überwachungskommission der Neutralen Staaten, NNSC.
Sie sind die erste Frau
die man seit 1953 in die gemeinsame Sicherheitszone schickt. - Wirklich?
Mademoiselle. War die Reise angenehm? - Ja, Sir.
Nehmen Sie Platz, Frau Major.
General Botta ist auch Anthropologe.
Er erforscht das Gebiet von Polynesien.
Dann sind Sie ein Lehnstuhl-Anthropologe.
Dieser Lehnstuhl ist seit diesem schlimmen Zwischenfall gar nicht mehr so bequem.
Scheiße!
Sagen Sie,
wie alt waren Sie, als Sie in die Schweiz zogen?
Mein Vater ist Koreaner.
Ich bin in Genf geboren und aufgewachsen.
Sie hat zwar da Koreanisch gelernt, aber sie ist zum ersten Mal in Korea.
Das hier ist ein ganz sonderbarer Fall
Der Täter wurde nämlich bereits verhaftet. Der Mann hat auch schon gestanden.
Es geht also nicht darum, wer es getan hat, sondern warum?
Entsprechend interessieren wir uns nicht für das Ergebnis, sondern den Ablauf.
Die koreanische Halbinsel ist wie ein großer Schalter
zwischen Spannung und Entspannung.
Während in Peking und Panmunjom tagtäglich Gespräche stattfinden,
geht die Auseinandersetzung hier weiter.
Anders ausgedrückt:
Die Diskussionen zwischen Süden und Norden finden gewissermaßen
in einem dürren Wald statt.
Ein kleiner Funke genügt,
damit der ganze Wald in Flammen steht.
Ihre Aufgabe besteht darin, absolut neutral zu sein
und weder den Norden noch den Süden zu provozieren.
Verstanden?
Das heißt, ich soll an der Grenze stehen und fragen:
'Warum, bitte, schießen Sie scharf?'
Wenn die Schlacht beginnt, hast du zu kämpfen und zu siegen!
Nennst dich Soldat.
und erwischst keinen einzigen Kommunisten?
Ich dachte, wir sollten den Obergefreiten Lee retten, des... - Deshalb ...
Deshalb hast du einfach in die Landschaft geschossen?
Was war dein Befehl? Bäume erschießen? - Deckung geben und den Feind abschrecken!
Ach ja? War es nicht eher so, dass du die Hosen voll hattest?
Ich wollte verhindern, dass es zu einem Krieg kommt.
Ein Soldat, der sich vorm Krieg fürchtet? Du Idiot!
Was ist?
Herr General!
So leicht bricht kein Krieg aus. Jetzt hau ab!
Zu Befehl!
Für mich
ist der Fall klar.
Die Kommunisten entführen einen von uns und tun so, als wäre er ein Überläufer.
Ist es nicht so?
So ist es!
Unser Mann ... Wie heißt du noch gleich?
Obergefreiter Lee Su-Hyuk. -Ach ja, Su-Hyuk!
Beeilen wir uns, damit er in Urlaub gehen kann.
Ein großartiger Junge. Hm? Hat zwei Kommunisten erschossen, der Held.
Ein großer Held. Nicht wahr, Frau Major?
Ich nehme Ihre Äußerungen in die Ermittlungsakten auf.
Von nun an nimmt die NNSC den Verdächtigen in Gewahrsam.
Kein südkoreanischer Militärangehöriger betritt diesen Raum ohne meine Erlaubnis.
Überwachungskommission der Neutralen Staaten.
Es gibt zwei Arten von Menschen auf der Welt: Kommunisten
und die Feinde von Kommunisten.
Da kann man nicht einfach neutral sein.
Da muss man sich entscheiden.
Sie sind Juristin, nicht wahr?
Ich hoffe, Sie treffen eine kluge Entscheidung.
Ich bin Major Sophie Jean von der Schweizer Armee.
Und das ist Hauptmann Persson aus Schweden.
Er steht unter Schock. Verletzung mit einem stumpfen Gegenstand.
Die vom Norden haben ihn wohl niedergeschlagen,
bevor sie ihn entführt haben.
PROTOKOLL
Deckung! Geh runter, Mann!
Na los, schnell, mach schon! - Hab ihn!
SCHWEIZER BÜRO
Erstaunlich, die beiden Seiten liegen viel näher beieinander, als ich dachte.
Oh ja. Die können sich gegenseitig furzen hören.
Nach dem Krieg wurden die meisten nordkoreanischen Gefangenen
über diese Brücke nach Hause geschickt, kehrten aber nie heim.
Deshalb nennt man sie Brücke ohne Wiederkehr".
Von dem "Axt-Mord-Zwischenfall' haben Sie gehört?
US-Soldaten wurden mit Äxten erschlagen,
als sie Arbeiten an diesem Baum dort durchführten.
Genau auf der Demarkationslinie.
Sieht das nicht sehr gestellt aus?
An der Stelle lag Leutnant Chois Leiche.
Und dort ist der Schütze Jung Woo-Jin zu Boden gegangen.
Hier gibt es einen Kellerbunker.
Schütze Jung Woo-Jin konnte so gut zeichnen, dass er einen Wettbewerb gewann:
Kampf und ein freies Heimatland
Bei seinen Kameraden war er beliebt,
weil er ihre Freundinnen porträtiert hat.
Nachdem Lee Su-Hyuk unsere Wachstation verlassen hatte,
eröffneten die aus dem Süden das Feuer auf uns, als hätten sie nur darauf gewartet.
Zum Glück überlebte Unteroffizier Oh seine Verletzungen.
Sonst hätte die Propaganda des Südens nur wieder unverschämte Lügen verbreitet
und es als nordkoreanische Provokation hingestellt.
Genau das wird im Süden behauptet.
Ach, und wer glaubt das?
Immerhin gibt es ja einen Zeugen.
Bleiben Sie ruhig liegen.
Sie haben Besuch von der NNSC. Frau Major Jean.
Wie geht es Ihnen?
Schon viel besser. Es war halb so schlimm.
In Libyen hab ich im Kampf gegen Terroristen einen Messerstich abbekommen.
In Ägypten musste ich mir selbst Splitter von einer Mine aus dem Körper schneiden.
Ach ja?
Darf ich mal sehen?
Schön, dass es Ihnen besser geht.
Was genau ist an diesem Tag passiert?
Das steht alles im Protokoll.
Das, was Sie halb bewusstlos ausgesagt und unterschrieben haben?
Du kannst mich mal.
Was haben Sie da eben gesagt?
Wieso haben alle eine schriftliche Aussage gemacht, wollen aber nicht darüber reden?
Genosse Leutnant, wie war der Urlaub?
Ach, genau wie immer. Da gibt's nichts zu erzählen.
Deckung!
Holt ihn euch!
Die wollen sie verunsichern. Nur deshalb haben sie die Familie kommen lassen.
Bei ihm sind es zwei Einschüsse. Der erste Schuss traf die rechte Brust,
zersplitterte die fünfte Rippe und durchbohrte glatt die Lunge.
Der war aber auf keinen Fall tödlich.
Der zweite Schuss war tödlich.
Dem Winkel nach wurde er auf kurze Distanz von vorn erschossen.
Das sind stark belastende Indizien gegen den Süden.
Und warum?
Auf ihn wurde erneut geschossen, als er schon am Boden lag.
Dieser Mord wurde wie eine Hinrichtung durchgeführt.
Für gewöhnlich geht es dabei um Rache.
Sehen wir uns den anderen an.
Er hat insgesamt acht Einschüsse.
ungiaüblich!
Er wurde aus kurzer Distanz erschossen, Die Kugeln gingen glatt durch.
Der erste Schuss hat ihn vermutlich in die Stirn getroffen. Er war sofort tot.
Die anderen Schüsse wurden dann aufseine Leiche abgefeuert. Bitte.
Der tödliche Schuss war gezielt mit der Absicht, ihn zu töten.
Aber die weiteren Schüsse wurden impulsiv abgefeuert.
Ein bemerkenswerter Unterschied.
Lee Su-Hyuk.
Er hat Mut. Ein tapferer Mann.
Das weiß ich, aber... - Einmal hatte er Wache.
Die Kommunisten drüben haben unseren Präsidenten verunglimpft.
Er hörte das, nahm einen Stein und warf ihn nach drüben.
Er traf das Fenster der Wachstation.
Ich rief meine Leute zusammen und sagte zu ihnen bloß:
"Jawohl! So macht man das!"
Einmal war er auf Erkundungsgang. Er kam vom Weg ab und verlief sich.
Mann, war der Trupp da in Panik!
Und dann, so ungefähr vier Stunden später,
war er auf einmal wieder da.
Er meinte bloß,
er sei an den Draht einer Sprengfalle gekommen
und habe sie entschärft.
Verdammt! Da wusste ich
Der Mann ist außergewöhnlich, absolut kaltblütig.
Mit einem fast übermenschlich starken Willen.
Soldat Nam Sung-Shik,
Sie hatten doch an dem fraglichen Abend die gleiche Schicht wie Lee Su-Hyuk.
Nicht wahr? - Jawohl, Frau Major!
Ich bin nicht taub.
Warum war der Obergefreite Lee allein draußen?
Er musste dringend aufs Klo.
Darf ein Soldat deshalb seinen Posten verlassen?
Er sah es als militärische Pflicht an
bei Verstopfung sofort scheißen zu gehen.
Wie viele Kugeln waren noch in der Beretta des Obergefreiten Lee?
Fünf.
Und wie viele Einschüsse hatten die Toten?
Insgesamt elf, Unteroffizier Oh mitgerechnet.
Wie viele fasst das Magazin?
Fünfzehn.
Aber.
So bekommt man noch eine sechzehnte rein.
Gut.
Wie viele man lädt,
ist reine Gewohnheit.
Das sind Leerpatronen. Laden Sie bitte Ihre Waffe wie gewohnt.
Wollen Sie weiter schweigen?
Ich war in Kaesung und hab die Leichen gesehen.
Wenn Sie tatsächlich nur fliehen wollten, warum haben Sie achtmal geschossen?
Wollen Sie Fotos der Leichen sehen?
Nein, danke.
Lieber nicht.
Ihre Stimme klingt sympathisch.
Es heißt überall, Sie wären ein hervorragender Schütze.
Sind Sie wirklich so schnell? Würden Sie es mir zeigen?
Es ist nicht so wichtig, mit der Pistole schnell zu sein.
Wichtiger ist, schnell und besonnen die Lage zu beurteilen.
Nur das zählt.
Na gut. Dann zeigen Sie mir noch mal, was Sie gerade gemacht haben.
Sind Sie wirklich bei der Schweizer Armee?
Hat der Obergefreite Lee viel über das Leben beim Militär erzählt?
Das hätte er gern, aber ich hab ihn nicht gelassen.
Hat er Ihnen vielleicht mal erzählt, sagen wir,
dass er ein Sonderkommando geführt hat oder eine Spezialausbildung machen musste?
Spezialausbildung?
Können Sie das mal zumachen?
Su-Jung, machen Sie sich gar keine Sorgen um den Obergefreiten Lee.
Ach, das mit uns beiden ist keine so ernste Sache.
Aber sagen Sie, was ist er eigentlich für ein Mensch?
Na ja, wenn ich mir überlege, wie er zu meinem Bruder ist...
Mein Bruder hat als Kind nur mit mir gespielt und hatte kaum Freunde.
Beim Militär hat er sich positiv verändert.
Das verdanken wir Su-Hyuk. Er ist ein sehr warmherziger Mensch.
Er kommt wie wir aus ärmlichen Verhältnissen und versteht uns.
Augenblick, sagten Sie Ihr Bruder?
Wussten Sie das nicht?
Der Soldat Nam Sung-Shik, sie sind in derselben Einheit.
Er wollte unbedingt, dass ich Su-Hyuk kennenlerne.
Was ist?
Stimmt was nicht.
mit meinem Gesicht?
Nein.
Es waren insgesamt 11 Projektile, die die 3 Nordkoreaner trafen.
Zehn wurden am Tatort gefunden. Nur eine Kugel wurde nie gefunden.
Es fehlt also eine.
Hier sind die fünf übrigen Patronen.
Das macht insgesamt fünfzehn.
Da Sie für gewöhnlich keine zusätzlich Patrone in den Lauf tun,
sind das genau die 15 Projektile, die Sie am Anfang in Ihrer Pistole hatten.
Fragt sich
was mit dieser übrigen Kugel ist?
Die haben Sie nicht abgefeuert, am Tatort war sie auch nicht.
Trotzdem wurde zweifelsfrei jemand durch sie verletzt.
Wenn jemand diese Kugel hat verschwinden lassen, befürchtet er,
dass herauskommt, aus welcher Waffe diese Kugel abgefeuert worden ist.
Ich fasse zusammen: Am Tatort hat sich eine fünfte Person befunden.
Was sagen Sie zu dieser Theorie?
Manchmal machen wir an der Grenze Feuer, um besser zu sehen.
Einmal haben wir nachts ein verschilftes Gebiet niedergebrannt.
Und dabei gingen die Landminen hoch. Das war wie ein gigantisches Feuerwerk.
Ein andermal... - War damals der Soldat Nam auch dabei?
Das ist die Beretta, die Sie bei Ihrer Rettung dabei hatten.
Niemand hat bezweifelt, dass das Ihre Waffe war.
Ich hab die Seriennummer überprüfen lassen, und siehe da,
sie gehört dem Soldaten Nam.
Nam sagt, seine Waffe ging bei der Aktion kaputt, und er konnte nur einmal schießen.
Die Beretta M9 ist eine automatische Waffe.
Der Verschluss spannt sich nach jedem Schuss von selbst.
Dabei hat sich der Schlitten verklemmt.
Aber Sie als Waffenexperte wissen das sicher.
Wir haben die auf Sie registrierte Waffe, die uns der Soldat Nam gab, untersucht.
Dabei hat der Antimon-Barium-Test darauf nicht nur Schmauchspuren nachgewiesen.
Sondern auch Blutspuren.
Nach dem ersten Schuss glitt der Schlitten zurück und blieb blockiert.
So gelangten winzige Blutspritzer bis hier in die Ladekammer hinein.
Das Blut spritzte durch die Öffnung.
Das Blut stammt von dem Schützen Jung Woo-Jin.
Die Blutspritzer waren nicht sichtbar,
als der Schlitten wieder vorne war, deshalb hat man sie auch nicht entfernt.
Obergefreiter Lee, haben Sie vom "Keeler Polygraphen" gehört?
Allgemein bekannt als Lügendetektor.
Keine Bewegung! - Nicht! Sie ist nicht geladen!
Fallen lassen! Waffe runter!
Ja?
Was ist denn los?
Rufen Sie einen Krankenwagen. - Mist!
Warten Sie bitte. Vorsicht Stufe.
Das Fotografieren ist in diesem Bereich nicht gestattet.
Vielen Dank.
Hier ist Kontrollpunkt 2 und hier Kontrollpunkt 3.
Ja? - Ja. Sag mal, wo sind wir hier?
Wenn wir hier wären, wären wir am Kontrollpunkt 3.
Das stimmt aber nicht mit den Koordinaten überein.
Sind wir jetzt etwa drüben?
Mal sehen.
Wir sind im Arsch.
Sofortiger Rückzug Richtung 5 Uhr.
Unteroffizier Hwang!
Unteroffizier Hwang!
Hilfe!
Snow base, snow base.
3-2, 3-2.
3-1, 3-2.
Kannst du den Köter nicht zu Hause lassen? - Das ist nicht meiner.
Schnauze! - Ich steh an einer Sprengfalle.
Wir könnten alle draufgehen.
Vorsicht, da ist die Mine.
Nicht näher kommen!
Einen Schritt näher und ich nehme meinen Fuß weg.
Vorsicht!
He, ihr Schweine!
Wollt ihr mich hier stehen lassen?
Du hast doch gesagt, wir sollen gehen.
Keinen Schritt näher, hab ich gesagt, nicht, dass ihr gehen sollt.
Helft mir.
Na so was, ein erwachsener Mann und weint.
Genosse Oh!
Was passiert, wenn
Lass uns lieber gehen.
Ja?
Hier, nimm, schenk ich dir.
Gehen wir. - Du solltest auch gehen.
Pass auf dich auf, Bruder.
Vorhin, als du die Mine... - Du wolltest einfach abhauen.
Was? - Du wolltest nur deinen Arsch retten.
Gar nicht. - Erzähl keinem, was passiert ist.
Ein Karnickel?
Sag.
Hier ist das Kaninchen!
Dein Schatten ist auf unserer Seite.
Pass lieber auf.
Schreibst du an Su-Jung?
Ja.
Tut mir Leid, dass ich mich neulich nicht mal bei dir bedanken konnte.
Ich schulde dir was, Bruder. Darf ich dich Bruder nennen?
Wenn man jeden Tag nur Genosse hört, tut es gut, mal Bruder genannt zu werden.
Mein Hobby ist Baseball. An der Schule war ich Pitcher.
Die Kassette, die du mir geschickt hast, höre ich oft.
Sänger wie Han Dae-Su fand ich erst blöd, aber je öfter ich ihn höre,
desto besser finde ich ihn.
Hyun Kim-Shik gefällt mir auch.
Aber sag mal, gibt es bei euch eigentlich keine Sängerinnen?
Ich hab gesehen,
wie du ihm schreibst und ihm aus Jux auch einen Brief geschickt.
Aber dass du das mit dem Wiedersehen wörtlich nimmst und hier auftauchst?!
Dann auf Wiedersehen.
Das heißt doch nicht, dass du gleich wieder gehen musst!
Herzlich willkommen bei uns!
Ich bewundere deinen Mut.
Nach einem halben Jahrhundert der Demütigung setzt du dich über
die Geschichte hinweg und machst den ersten Schritt zur Wiedervereinigung.
Willkommen bei uns!
Tut mir Leid.
Wir feiern meine Beförderung! Und weil ich dich gerettet habe, kannst du mitfeiern.
Sonst hätte man mich als Helden gefeiert.
Denn ihr wärt mit in die Luft geflogen.
Also bin ich der Lebensretter.
Du nimmst den Mund aber ziemlich voll.
Eure Armee sollte uns mal den Weg freimachen,
damit wir was gegen diese verfluchten Japaner unternehmen können.
Drei Jahre und zwei Monate bist du erst dabei?
Mann, wir sind schon 13 Jahre dabei!
Dafür kann ich sehr schnell ziehen.
Das übe ich immer, wenn mir langweilig ist.
Mit deiner Wasserpistole? Ja, ja, ja, und dann bepinkelst du dich im Minenfeld.
Stimmt,
du bist ziemlich schnell.
Lass mich mal durch.
Hast du schon mal auf einen Menschen geschossen?
Nein, noch nicht.
Ich schon öfter. - Schon gut.
Schon gut.
Ich hab's kapiert.
Unser Genosse war nämlich als Ausbilder in Afrika und im Nahen Osten.
Über 10 Jahre!
Das hättest du Anfänger wohl nicht gedacht. Stimmt doch.
He, Obergefreiter Lee.
Das wichtigste im Gefecht ist nicht, dass man schnell zieht.
Auch die Kampftechnik ist nicht entscheidend.
Man muss schnell und besonnen
die Lage beurteilen und Entscheidungen treffen.
Nur das zählt.
Wenn du wirklich so gut bist,
warum schiebst du dann in deinem Alter hier Wache, wenn auch schnell und besonnen?
Hast du eigentlich noch den Zünder von der Mine?
Verlier ihn ja nicht.
Mit dem in der Tasche haben sogar die Kugeln Angst, dich zu treffen.
Meine Güte.
Genosse Oh, warum bist du nur so wild auf amerikanische Sachen?
Probier sie aus, dann siehst du selbst, wie gut sie sind.
Das war sicher teuer.
Man kann es auch als Spiegel für die Zähne benutzen, nach dem Essen.
Platz!
Platz, hab ich gesagt!
Ich sag doch
amerikanische Sachen sind gut.
Warum seid ihr nicht hier oben auf Posten?
Sind wir ja. Es ist nämlich so, da... - Mistkerl!
Du hältst dich wohl für was Besseres, weil du mal im Ausland warst, was?
Sind wir im Kindergarten?
Du verteidigst die Friedensgrenze gegen das imperialistische Ausland!
Und deinen Köter bringst du in die Küche, den gibt's morgen zu Mittag.
Was?
Wir tragen Verantwortung, das Volk vertraut uns.
Also passt auf, passt gut auf. Verstanden?
Pass auf dich auf.
Und jetzt lauf.
Nimm dich vor den Minen in acht.
Lauf!
Lauf schon!
Lauf! Lauf! Lauf!
Die da drüben sind so irre.
Du, sag mal...
Du wirkst in letzter Zeit so glücklich.
Und du, was bedrückt dich?
Spuck's aus
ich bin kein Hellseher, sag schon, was du auf dem Herzen hast.
Du hast es gut, du hast nur noch drei Monate zu dienen.
Nicht ganz, 87 Tage.
Ich weiß nicht, wie ich den Rest meiner Dienstzeit überstehen soll.
Das wird schon.
Soll ich dir ein paar Freunde vorstellen?
Wen denn?
Nein.
Nein, nein.
Kann ich nicht hier bleiben?
Was?
Mann, du bist dabei,
den ersten Schritt zu einer Versöhnung zu machen.
Komm, lass uns die Zeit der Demütigung überwinden und einen Schritt
in Richtung Wiedervereinigung tun.
Können wir das nicht ein andermal machen?
Ich hab schon viel von dir gehört.
Ich bin Oh Kyung-Pil.
Los, gib ihm die Hand.
Fühlt sich warm an.
Ah! "Fühlt sich warm an
Obergefreiter Lee.
Was hast du denn? Wenn Leute, die zum selben Volk gehören,
miteinander plaudern, Karten spielen oder einfach Quatsch machen,
kann das so schlimm sein? Haben wir ein Verbrechen begangen,
oder militärische Geheimnisse verraten?
Wir kennen doch gar keine Geheimnisse. - Eben!
Südkoreaner aus dem Weg, wir gewinnen.
Gewonnen, gewonnen
Mist! Ich hab doch gesagt, lass uns lieber Steinchen nehmen.
Ich weiß nicht, was daran so schwer ist.
Hui, die steht.
Wir haben gewonnen.
Etwa nicht?
Mein Vater ist sehr früh gestorben. Deshalb bin ich der einzige Mann im Haus.
Die ist hübsch.
Ist das auch wirklich deine?
Ja und, hast du keine? Hey, komm schon, zeig sie uns!
Das gibt's nicht!
Was erzählst du da? So ein Blödsinn!
Weißt du nicht mehr? Was der Überläufer zur Strategie der Nordkoreaner gesagt hat?
Die haben geschulte Leute, die uns dazu bringen sollen überzulaufen.
Das ist doch Quatsch!
Die haben mir das Leben gerettet.
Na? Noch mal? Also gut.
Bruder.
Ich weiß nicht, warum man bei uns nicht auch solchen Kuchen produzieren kann.
Bruder.
Ich hab da mal eine Frage.
Willst du rüberkommen?
Bei uns im Süden bekommst du Kuchen, bis du platzt.
Wenn nicht, ist's auch okay.
Lee Su-Hyuk,
hör zu und pass gut auf, denn was ich jetzt sage,
sag ich nur einmal
Mein Traum ist es, dass wir den besten Kuchen produzieren.
Und bis es soweit ist, werde ich ganz einfach darauf verzichten müssen.
Ist das klar?
Dann werde ich eben auf diese Schokokuchen verzichten müssen.
Ich meinte ja nur. Aber wenn du nicht willst.
Lass das. Hey, lass das!
Los, Sung-Shik, halt mir diese Kommunisten vom Hals.
Lass los, das ist gemein.
Nicht reiben, nur ganz dünn auftragen. Zieh sie mal aus.
Vorher gut schütteln, dann brauchst du sie nur ganz dünn aufzutragen.
Alarm! Alarm!
Los, aufsitzen! Los, los, los! Schneller, schneller!
Bewegt euch gefälligst, ihr Lahmärsche!
Schlaft nicht ein!
Rein mit dem Zeug und aufsitzen! Na los! Schneller, schneller! Abfahren!
Es ist fünf Sekunden vor 4 Uhr. Um 2 Uhr 35 haben wir erfahren,
dass der Norden an der gesamten Grenze seine Truppen verstärkt.
Es gilt Plan DEFCON 3.
Zitterst du? Bleib ruhig.
He, stellt euch vor, wir fahren zu einem Übungsschießen, klar?
Denkt euch das einfach.
Sung-Shik.
Wir gehen lieber nicht mehr rüber.
Aber bald ist Woo-Jins Geburtstag, und du wirst doch auch bald entlassen.
Wir müssen uns doch wenigstens verabschieden.
Geh ja nicht allein rüber, ist zu gefährlich.
Ich meine, nach meiner Entlassung.
Verstanden?
Bruder, sag mal,
wollte der Norden uns echt überfallen? - Woher soll ich das wissen?
Aber es hieß, die Amerikaner greifen an, da konnten wir doch nicht stillhalten.
Dann hört auf, Atomwaffen und Raketen und so was zu bauen.
Bau ich die etwa?
Warum bist du denn so sauer?
Lasst uns aufhören, vom Krieg zu reden.
Schreibt lieber euren Eltern,
und du auch an Su-Jung.
Aber wenn wirklich Krieg ausbricht,
dann müssen wir aufeinander schießen.
Wie wär's, wenn wir uns schriftliche Bestätigungen ausstellen, zum Beispiel:
"Genosse Nam Sung-Shik leistete große Verdienste für die Volksrepublik.
Gezeichnet Unteroffizier Oh Kyung-Pil und Schütze Jung Woo-Jin."
Und dass wir alle dafür sind, dass es nur noch ein Korea gibt.
Gute Idee. - Was für ein Mist!
Wenn die Amerikaner anfangen, hier Krieg zu spielen, wird nach drei Minuten
von der Bevölkerung hier nichts mehr übrig sein.
Nord- und Südkorea werden innerhalb weniger Minuten vollkommen zerstört.
Es bliebe ein einziges Feld der Verwüstung. Begreifst du noch nicht?
Ach so, na ja ...
Dieses Lied erinnert mich an meine Mutter.
Warum musste der Sänger Kwang Suk-In so früh sterben?
Passt auf!
Lasst uns auf den pazifistischen Sänger Kwang Suk-In anstoßen.
Er ist da,
der Neuanfang
für die Träume der Jugend.
Was ist?
Rückt etwas zusammen.
Bitte noch was näher.
Ja, so ist gut.
Wenn die Abfahrtzeit
des Zuges naht,
zeigt sich die Hitze der Jugend
im Händedruck.
Als das Zuggeräusch sich entfernt.
Müsst ihr nicht gehen?
Ja, das sollten wir.
Gehen wir.
Du Trottel.
Wie oft hab ich dir schon gezeigt, wie du dir deine Stiefel putzen sollst?
Ich kann machen, was ich will, bei mir glänzen sie einfach nicht.
Lass mal sehen.
Ein Soldat muss das beherrschen.
Ich kann das nicht immer für dich machen.
Sung-Shik!
Herzlichen Glückwunsch.
Danke, Genosse,
Bruder.
Ach, Scheiße.
Der Bruder weint ja richtig. - Geht schon wieder, Bruder.
Ich hab übrigens auch was für euch vorbereitet.
Was?
Wo ist es denn?
Was ist es denn?
Sag mal, was hast du gegessen?
Mach schnell die Tür auf!
Ja?
Was?
Und warum wollen Sie die Gegenüberstellung verschieben?
Richten Sie General Pyo Folgendes aus
Ob Nam Sung-Shik aus dem Fester springt oder Lee Su-Hyuk ausrastet, ist mir egal.
Ich kann auf ihre Befindlichkeiten keine Rücksicht nehmen. Haben Sie verstanden?
Hier sind Ihre Aussagen.
Lesen Sie sie durch und sagen Sie, ob Sie Änderungen wünschen.
Oh! Entschuldigen Sie bitte.
Es stimmt alles.
Ja.
Erkennen Sie das wieder? Es ist der Tatort.
Das ist Leutnant Choi,
Unteroffizier Oh Kyung-Pil
und der Schütze Jung Woo-Jin.
Wie viele Soldaten haben Ihre Wachstation überfallen?
Nur ein Mann.
Sind Sie sicher?
Vollkommen.
Na fein.
Das ist der Obergefreite Lee Su-Hyuk.
Erkennen Sie den Mann wieder?
Eine Marionette des Südens.
Nicht schießen! Waffe runter.
Sie ist nicht geladen.
Ganz ruhig.
Wir werden eine Lösung finden.
Was bedeutet das? - Was soll das?
Wir vermuten, ein zweiter südkoreanischer Soldat war an der Tat beteiligt.
Er kann nicht hier sein, da er im Koma liegt.
Sie vermuten? Was soll das? Wo sind Ihre Beweise?
Als wir beim Verhör von Nam Sung-Shik über den Lügendetektor gesprochen haben,
hat er sich aus dem Fenster gestürzt.
Ich sehe das als Schuldgeständnis und schlage vor,
dass wir mit den Ermittlungen in diesem Fall
noch mal von vorn beginnen. - Müssen wir uns Vermutungen anhören?
Aufhören!
Verdammtes Schwein!
Auf diesen Moment hab ich gewartet! Du elendes Kapitalistenschwein!
Dir zeig ich, wo unsere Stärke liegt! Imperialistische Drecksau!
Hurensohn! Lasst mich, ihr Scheißkapitalisten!
Schweine!
Scheißkapitalistenknechte, zum Teufel mit euch!
Oh Kyung-Pil!
Lang lebe die Arbeiterpartei!
Und Ihr Generalsekretär, unser hochverehrter Führer Kim Hung-Il
lebe hoch!
Was ist das?
Sie haben gesagt, Sie seien zum ersten Mal in Korea.
Wie ist es, in die Heimat des Vaters zu kommen?
Während des Korea-Krieges gab es ein Lager für nordkoreanische Kriegsgefangene
auf der Insel Goje.
Man teilte die Gefangenen in zwei Gruppen:
Kommunisten und Anti-Kommunisten, die diesen Krieg unfreiwillig kämpften.
Auf beiden Seiten gab es viele Tote.
Eine Art Bürgerkrieg im Bürgerkrieg.
Nach dem Krieg durften die Gefangenen wählen, wo sie leben wollten.
Im kapitalistischen Süden
oder wieder im kommunistischen Norden.
76 von insgesamt 170.000 Gefangenen lehnten beide Seiten ab.
Sie wurden über die ganze Welt verstreut.
Von vielen fehlt bis heute jede Spur.
Ihr Vater, Ja-Wu Jean, war einer von ihnen.
Er hatte das Glück, in Argentinien zu landen
und dort eine Schweizerin zu heiraten.
General Pyo hat Ihre Familiengeschichte sehr gut recherchiert.
Selbst das Verteidigungsund Außenministerium waren beteiligt.
Die indische, brasilianische, argentinische und die Schweizer Botschaft
halfen mit Informationen.
General Pyo konnte nicht die Tochter eines nordkoreanischen Ex-Offiziers
diese Ermittlungen leiten lassen.
Wie sollte das gehen?
Ich brauche noch drei Tage!
Ich bin zuversichtlich, dass ich dann das Geständnis von Lee Su-Hyuk habe.
Geständnis.
Sie haben schon den Gefreiten Nam zu einem Selbstmordversuch getrieben.
Schon allein deshalb könnte man Sie suspendieren.
Sie haben nicht verstanden, was hier in Panmunjom wirklich los ist.
Hier wird der Frieden bewahrt,
indem man die Wahrheit verschweigt.
Denn beide Seiten wollen
dass diese Ermittlungen letztlich nichts ergeben.
Haben Sie sich etwa deshalb so schnell darauf geeinigt, eine Untersuchung
durch die jämmerliche Kommission der Neutralen Staaten zu beantragen?
Die Gefangenen, die sich damals für keine Seite entschieden,
wollten eigentlich nach Schweden oder zu uns in die Schweiz.
Aber die beiden Länder, die die NNSC gegründet haben,
um das geteilte Korea zu überwachen,
ließen sie nicht rein. Sie wurden abgewiesen.
Wann immer ich an diese 76 Gefangenen denke,
frage ich mich, wie humanitär
diese beiden "neutralen" Staaten wirklich agieren.
Adieu, Mademoiselle.
Grüßen Sie mir die Schweiz, Genf und den schönen Genfer See.
Machen Sie das Licht aus.
Tut mir Leid, dass ich Sie herbestellt habe.
Ich bin ab morgen nicht mehr für die Ermittlungen zuständig.
Ich weiß, wegen Ihrem Vater.
Und?
Was sagen Sie dazu, dass ich die Tochter eines nordkoreanischen Offiziers bin?
Ich hab damit kein Problem.
Ich habe immer noch blauen Fleck hier.
Aber Ihnen scheint es sehr gut zu gehen.
Offenbar sind Sie stärker als Oh.
Tja, die Sache wird wirklich immer interessanter. Fangen wir noch mal an.
Als ich Su-Jung befragt habe, wusste ich, das Gesicht habe ich schon mal gesehen.
Es war nicht schwer herauszufinden, wo? Auf einer Zeichnung von Jung Woo-Jin.
Das hier ist sie.
Dieses Foto
wurde dann bei seiner Leiche gefunden.
Ich fasse zusammen: Die verschwundene Kugel macht Ihr Alibi zunichte.
Und dieses zerfetzte Foto beweist
dass Sie und die anderen drei beteiligten Soldaten offensichtlich Freunde waren.
Na und?
Das sind zwei völlig verschiedene Untersuchungsberichte.
Welchen ich offiziell vorlege, hängt allein von Ihnen ab.
Wenn Sie mir die Wahrheit sagen,
hinterlasse ich meinem Nachfolger keine der eben erwähnten Informationen.
Wollen Sie mir drohen?
Machen wir einen Deal.
Mich interessiert nicht, ob ich eingesperrt oder belohnt werde.
Was können Sie mir also anbieten
wenn ich Ihnen sage, was wirklich passiert ist?
Der falsche Bericht garantiert die Sicherheit von Oh Kyung-Pil,
den Sie bis zuletzt gedeckt haben.
Genosse Leutnant, beruhigen Sie sich. Ich werde es Ihnen erklären. - Was?
Was hat das zu bedeuten? - Legen Sie die Waffe weg.
Du auch, Su-Hyuk!
Du Dreckskerl! Du solltest Wache schieben.
Stattdessen treibst du dich mit diesen Schweinen herum. Nehmt sie sofort fest!
Sie sind hier, weil sie auf unsere Seite überlaufen wollen.
Ich kann das erklären. - Jung Woo-Jin, nimm sie fest.
Das ist ein Befehl! Das sind Feinde, die müssen unschädlich gemacht werden.
Erschieß sie!
Ich übernehme die Verantwortung. Bleib, wo du bist.
Wenn du meine Befehle befolgst, bin ich bereit,
deinen Verrat zu vergessen.
Na los!
Tut mir Leid, Genosse Oh.
Soo-Hyuk.
Leg die Pistole hin.
Du kannst doch nichts mehr machen.
Nein.
Ich verbürge mich für euch.
Ihr seid freiwillig hier, um in unserer Republik zu leben.
Ist das nicht gut?
Wenn er die Waffe wegsteckt, können wir reden. - Scheiße!
Du weißt, wir können ihm nicht vertrauen!
Du hast selbst gesagt, dass er für seine Beförderung alles tun würde.
Er wird uns abknallen und dann behaupten, dass wir uns angeschlichen
und geschossen hätten.
Ich verspreche, ich rette euch.
Sung-Shik, vertraust du mir? Sag's ihm!
Ist das alles eine Falle? - Bruder Su-Hyuk,
erinnerst du dich, wie unser Genosse damals die Mine entschärft hat?
Weißt du noch?
Leg die Pistole hin, ja?
Verfluchte Scheiße!
Ich brauch keinen Bruder. Das alles brauch ich nicht!
Wir sind halt doch Feinde.
Du hast gesagt, ich bin ein Feigling.
Dann pass mal auf, ob ich dieses verdammte Schwein hier umlegen kann.
Lee Su-Hyuk.
Wenn du das wirklich machst, werden wir alle sterben.
Komm. Fangen wir noch mal von vorn an.
Stecken wir alle die Waffen weg, Woo-Jin, du auch!
Runter damit.
Runter.
Da stimmt was nicht.
Hört genau zu! Sag, dass du entführt wurdest und entkommen bist.
Und du bist nie hier gewesen, verstanden? Los jetzt, haut ab!
Geh jetzt!
Su-Hyuk.
He, da ist einer! Sieht aus wie einer von uns!
Geh in Deckung, Mann! Bleib unten! Los, holt ihn!
Wachstation sichern!
Gebt uns Deckung, wir holen ihn!
Runter! Bleib unten, Mann!
Ihr verdammten Schweine!
Gebt ihnen Feuerschutz!
Wir haben ihn. - Bleib unten!
In den Wagen mit ihm! Und wieder auf Posten!
Feuer einstellen! Nicht mehr schießen!
Feuer einstellen!
So ist also Woo-Jin an seinem Geburtstag gestorben.
Ich denke nicht an Verstorbene.
Glauben Sie, dass Sie Nam Sung-Shik und Lee Su-Hyuk verzeihen können?
Darf ich auch eine haben?
Wäre uns das auf deren Wachstation passiert,
hätte ich wohl auch zuerst geschossen.
Wie ich gehört habe, gehen Sie von hier weg.
Was für ein Gefühl ist es, Panmunjom zu verlassen?
Lee Su-Hyuk wird heute ins Militärkrankenhaus verlegt.
Gibt es nichts, was Sie ihm sagen wollen?
Er hat es gut gebrauchen können, will sich aber das Rauchen abgewöhnen.
Die fehlende Kugel steckte übrigens im Kassettenrecorder,
den Oh Kyung-Pil in den Teich geworfen hat.
Meinetwegen hat Ihre Karriere jetzt wohl einen Knick bekommen.
Ach, das macht nichts, dass ich offiziell versagt habe, nehme ich gerne in Kauf.
Ach ja, ein Punkt in Oh Kyung-Pils Aussage ist übrigens anders:
Jung sei nicht durch Nams Pistole, sondern durch ihre Waffe umgekommen.
Aber es ging ja alles so schnell. Vielleicht haben Sie sich getäuscht.
Oder Oh Kyung-Pil hat sich geirrt.
Wer eine Sekunde früher oder später geschossen hat, ist letztlich auch egal.
Ich hoffe, Sie erholen sich bald und genießen Ihre Heimkehr.
Vielen Dank.
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