All language subtitles for Der.Vierer.2024.German.EAC3.1080p.WEB.H265-ZeroTwo

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Original subtitles

(lebhafte Musik)

-(Sophie) Was sagt die Uhr? -(Paul) Fünf nach.

Scheiße. Und wo treffen wir die beiden?

-Paloma-Bar. -Wie ist das Licht da?

-Äh... schummrig. -Gut.

(hustet) Wo ist das Tonic? Ich dachte, du hast Tonic gekauft.

-Wo's hingehört? Im Kühlschrank? -Da ist nichts.

Bring nicht alles durcheinander, ich schau gleich.

Hier liegt 'n Pimmel im Essen.

Ein Pimmel? Die Phalli sind Glücksbringer aus Pompeji.

Die Kekse sind die Venus von Willendorf und die Servierten sind ausm Kamasutra.

-Ist ja süß von dir. -Oder? Quasi als Icebreaker.

-Motto macht das Ganze persönlicher. -Und den Vierer zum Telekolleg.

-Hm? -Nichts.

-Ich hab dir was rein... -(Plätschern)

-Paul, echt. -Was denn?

Zum tausendsten Mal: Tür, bitte.

-Nichts, was du noch nicht gesehen hast. -Leider wahr.

Ich wusste gar nicht, dass wir Fetisch machen, ist sexy.

-Hm? -Deine Kühlbrille.

-Lustig. -Und ich dachte, ich bin nervös.

-Ich hab mich gar nicht bedankt, oder? -Hm?

Ich weiß, was das für 'ne Überwindung für dich ist.

-Ähm... -Und ich weiß es sehr zu schätzen.

-Pass auf, wegen heute... -Was stinkt denn hier so nach Gully?

Ich hab Denis die Spülmaschine angeschlossen.

-Die haben Umzugsparty. -Der Junge ist grad ausgezogen.

-Lass ihn mal selber machen. -Die haben nicht so viele Gläser.

Außerdem wird es doch nie sauber mit der Hand.

Duschen, jetzt. Und ich hab dir was reingelegt.

Was denn?

"Amaryllis, easy glide, super smooth." Ey, was die für bescheuerte Namen haben.

-Und was soll ich mit dem machen? -Stutzen, in Form bringen.

Präsentabel machen für die Gelegenheit.

Als wär ich 'ne Brombeerhecke.

Andi stutzt sicher.

Mann! Der Andi immer!

Je kleiner die Krone, desto länger der Stamm.

Na denn.

(Summen)

Fuck! Nein! Scheiße!

-Hast du dich geschnitten? -Nein, ich hab mir eine Seite abrasiert.

-Dann rasier die andere Seite auch ab. -Sieht aus wie ein Hitler-Bärtchen.

-Dann rasier's ganz ab. -Dann seh ich aus wie 15.

Paul!

(lebhafte Musik)

(lebhafte Musik läuft weiter)

Äh...

-Nein? -Doch, doch.

-Sieht scheiße aus. -Nee, nee.

Sieht fantastisch aus, halt... nur nicht wie du.

Ach so, das muss ja nicht schlecht sein. Heute wollen wir ja was anderes, oder?

-Was ist denn hier passiert? -Schnitzel.

Ah, Schnitzel.

Und wo kommen plötzlich die ganzen Wimpern her?

-Von DM. -Von DM?

-(leise) Sexy. -Sexy?

-(Signalton) -Ah, Gazpacho.

(lockere Musik)

Äh, das gibt's doch nicht.

-Was ist denn? -Ich bin doch nicht bescheuert.

Dann eben pur.

-Was sagt die Uhr? -Ähm... 20 vor.

Zehn Minuten haben wir noch. Dann stoßen wir jetzt einfach so an.

-Nee, ich trink nicht. Du weißt, wie... -Heute trinkst du.

Auf unser Abenteuer.

-Ja, auf unser Abenteuer. -Wir tun's wirklich.

-Prost. -Ahoi.

-Du... -Einen spanischen Abend hingezaubert.

Ach so, ja, ist 'ne Hommage an Mia, unsere Ideengeberin.

-Kleine Küchenfee, hm? -With a little help from my friend.

-Oh, ist das das Gazpacho? -Äh, ja.

-Das ist aber noch nicht kalt gerührt. -Mhm.

Ich hab da 'n ganz traditionelles Rezept genommen.

-Ist das mit Knoblauch? -Gazpacho halt, drei, vier, Zehen.

-Bist du meschugge? -Wir essen das alle.

Momentan hab's nur ich gegessen. Scheiße, scheiße, scheiße.

Wir küssen die anderen aber doch eh nicht aufn Mund, oder?

(dynamische Musik)

Madre mía, qué frío.

Eisig, ich bin fast festgefroren an der Türklinke.

Hola.

Hallo.

(Mia) Mhm.

-Kommst du immer so früh? -Hm?

Äh, weil dann wird das ein kurzer Abend heute.

-Bitte? -Spanischer Humor.

Ich freu mich sehr auf gleich.

Pass auf, ähm...

-Mia. -Mia.

Ich schreib dir jetzt meine Telefonnummer auf.

Deine Nummer? Wieso deine Nummer?

-In ein paar Minuten kommt meine... -Andi, ich brauche nicht deine Nummer.

Wer ist Andi?

Hier, das hilft.

Sag mal, brauchen wir... Brauchen wir Regeln?

Ah. Regeln?

Ja, wer mit wem. Da gibt's ja nicht so viele Optionen.

Wieso? Andi, Mia, du und ich.

Das sind rein rechnerisch sechs Zweierkombinationen.

-Diverse Dreier und halt ein Vierer. -Rein rechnerisch, aber...

Komm, du Spießer. Ich glaub, Andi ist da superoffen.

Der wirkt nur so tough, ist der Dialekt.

-Du, wegen Andi. -Mhm.

-Ich wollte dir... -Ich glaub, du bist genau sein Ding.

Der freut sich schon auf deinen blassen Archäologenpo.

-Das ist nicht lustig. -(lachend) Und Mia?

-Hm? -Ja, was ist dein Gefühl?

Äh, ich glaube, psychoanalytisch korrekt ausgedrückt wäre der Begriff Lustangst.

Lustangst?

Ich finde sie 'n bisschen scharf. Sie macht mir ein bisschen Angst.

-Zu Recht. -Was?

Ich weiß, dass sie meganeugierig ist auf dich.

Äh, ja, ich hatte ihre Hand ziemlich weit nördlich auf meinem Oberschenkel.

-Echt? -Mhm.

Na ja... Ich habe ihr auch von dir erzählt.

Wie? Was... Was hast du ihr erzählt?

Ihr habt über meinen... meinen Pimmel geredet?

Und was hast du ihr gesagt?

Findest du?

Und dass er meiner ist und sie ihn nur für eine Nacht geliehen bekommt.

-Das... Das hast du nicht. -Mhm.

Was ist denn hier los?

Kannst du mal sehen, wie ich mich freue, wenn du mich mal lobst.

Was sagt die Uhr?

Hm, in... In drei Minuten müssen wir los.

-Schaff ich. -Spinnst du?

(lebhafte Musik)

(Tür)

(Schritte)

-(Paul) Äh... -Kuckuck.

-Was machst du denn hier? -Papa, die Gulaschsuppe.

Ach so. Fuck, ja.

Aber die Frage ist doch eher: Was machst du so, Papa?

Ich... Ich, hm, wir haben...

(Geschirrklappern)

So, ah, Gläser hol ich auch gleich.

Hey, Schatz.

-Was ist denn hier los? -Was meinst du?

Na ja, jetzt... Das hier.

-Kommen Gäste. -Gäste?

-Spieleabend. -Spieleabend?

Gott, kaum verlässt man das Haus, geht's bergab.

-In der Wäschekammer. -Aha.

Du siehst aus wie Cher, Mama.

-Woher weiß er, wer Cher ist? -Die war 80, als er geboren wurde.

-Ist er schwul? -Das weiß man heute nicht so genau.

Ich hab das Tonic mitgenommen, ne?

Klar. Unser Kühlschrank ist deiner, für immer.

-Guck mal. -Danke.

-Warte, ich wollte dir noch ganz kurz... -Paul.

Was?

Meine Güte, es ist eine Erektion. Ohne die Erektion wäre er gar nicht da.

(Denis) Stimmt.

Für den Heimweg.

-Boah, ist aber gut Knoblauch, ne? -Wem sagst du das?

Krieg ich ja keinen mehr ins Bett.

Fuck it. Man kann ja nicht alles haben, ne?

-Freust du dich? -Klar, mega.

Was du in der ersten Nacht träumst, wird wahr.

-Ab fünf Promille träumt man nicht mehr. -Sag so was nicht vor Papa.

-Okay, gut, ich mach mich. -Okay.

-Viel Spaß. -Ja.

Äh, warte mal, ich hab dir...

Das sind alle Bilder, die du seit dem Kindergarten gemalt hast.

Wow.

-Ja, ich tu sie in dein Zimmer. -Okay, voll.

-Hab 'nen schönen Abend. Okay? -Ja... Ja.

-Soll ich dir was runtertragen? -Paul, wir kommen zu spät.

-Und Ostern gehen wir nach Venedig, hm? -Ja.

-Vater und Sohn, sieben Gipfel. -Yes, das wird geil.

-Ja. -Ja.

Oh, warte, warte. Vorsicht, warte.

-Alles gut? -(Denis) Ja.

Kein Wunder, dass der immer noch Klettverschlüsse trägt.

(dynamische Musik)

-Hi, Schatz. -Hallo, Maus.

(dynamische Musik läuft weiter)

(Vibration)

Ich nehme 'nen Gin Tonic, bitte.

-Kommt sofort. -Danke.

(Auslöser)

(Nachrichtenton)

Fuck, das ist Mia. Die ist wahrscheinlich schon dort.

-Was? Die ist doch sonst eher zu spät. -Die ist direkt von der Arbeit hin.

Für die ist 'n Vierer so 'n Downgrade, die zieht sich nicht mal um.

-Äh, Paul? -Was denn?

Was macht Lukas in der gleichen Bar, in der wir Andi und Mia treffen?

Äh, fuck.

-Das will ich dir die ganze Zeit sagen. -Was wolltest du mir sagen?

Hm, Andi hat Noro, dem kommt's vorne und hinten gleichzeitig raus.

Was?

Ja, das fand ich keine gute Option für unseren ersten Vierer.

-Das sagst du mir jetzt? -Ich... Ich hab's ja probiert.

-Seit wann weißt du das? -Keine Ahnung, seit... heute Nachmittag.

Und warum rufst du mich nicht an?

-Weil du in 'ner wichtigen Telko warst. -War ich?

Ja, und weil du mir deutlich gemacht hast,

wie traurig du wärst, wenn das ins Wasser fallen würde.

-Und deshalb lädst du Lukas ein? -Lukas war in der Stadt.

-Ist 'n Bombenzufall, ist doch super. -Ha.

(dynamische Musik läuft weiter)

Hola.

Was?

Hey, du bist ja hübsch.

Äh... Bist du Mia?

-Ja. -Hi.

Ähm, endlich.

-Hm? -Ach, nichts.

Was ist denn jetzt das Problem?

-Das Problem? -Mhm.

Lass mich überlegen, Paul.

Das Problem ist, dass du, ohne mich zu fragen,

einfach irgendwen zu unserem Vierer einlädst.

-Eben nicht irgendwen, sondern Lukas. -Da hab ich 'n Wörtchen mitzureden.

-Aber natürlich, klar. -Wie hast du dir das so vorgestellt?

"Hey, Andi. Ups, Lukas, du bist es. Ach, egal, immer rein damit."

Findest du Lukas so scheiße?

Das ist ein intimer Akt. Das ist nicht x-beliebig.

Ich dachte, 'n Vierer ist per Definition beliebig.

-Ich dachte, genau das ist der Punkt. -Eben nicht.

-Es geht also nicht um Rudelbums? -Nein.

Es geht um... Vertrauen?

(leise) Ja.

Du kennst Lukas viel besser als Andi.

Ähm...

Encantada, Andi.

Äh, ich bin Lukas.

-Wieso Lukas? -Wieso Andi?

-Du bist auch nicht Andi? -Wieso auch?

Wo ist Andi?

Wer ist Andi?

Fuck, du findest ihn doch scheiße.

Aber n... nicht superhot.

Ey, du wirst es nicht glauben,

aber alle Mädels, seit wir klein sind, stehen auf Lukas.

"Mhm, Lukas mit den traurigen Augen, mit dem dunklen Geheimnis,

'ne treue Seele, hängt noch an seiner Freundin,

den müssen wir retten."

Was ist los? Du schwitzt ja richtig. Ich hab's für dich gemacht.

(Nachrichtenton)

-Das ist jetzt lustig. -Wieso? Wer ist es?

-Andi. -Ha.

Ja.

Ich wusste gar nicht, dass du seine Nummer hast.

Mal sehen. Was sagt er denn so Schönes?

(Andi) Hey, grüß dich, servus. Du, echt schade.

Na ja, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, pfiat di.

(Paul) Hm.

-(Sophie) Hm. -(Paul) Hm.

Zurück zu meiner Frage. Ähm, warum hast du seine...

(Nachrichtenton)

(Andi) Oh, ich hab vergessen: Gute Besserung an Paul.

-Wieso gute Besserung? -Mhm.

Das, ähm... Das versteh ich jetzt... Ich versteh's auch nicht.

-Ich glaub, der hat... Ich... -Du hast ihn ausgeladen.

-(Handy) -Mia ruft an.

Nada.

-Was mach ich hier? -Ja, was machst du hier?

Paul hat mich quasi überredet und der hat auch gesagt,

dass Sophie darauf besteht, dass ich es bin.

Dann ist es so.

Fuck Andi.

Nee, dann ist das alles keine gute Idee.

Nee, warte, sie kommen ja gleich, dann erklären sie es.

Andi Schmandi.

Weißt du, was? Wir beide trinken jetzt einen Chupito.

Bitte zwei Schnaps.

Hast du ihn ausgeladen?

Ich... hab vielleicht minimal in die Abläufe eingegriffen.

Du hast Andi erzählt, du hast die Scheißerei,

und mir, dass er sie hat,

und hast deinen besten Freund eingeladen.

-Du hast nahezu maximal eingegriffen. -Okay, bisschen.

-Du hast das für mich gemacht. -Ja.

-(leise) Ist klar. -Ja, gut, für uns.

Okay, ja, gut, für mich. Für mich, okay?

Ich weiß nicht, ob du dir vorgestellt hast, wie das abläuft.

Ich krieg die Bilder nicht ausm Kopf, wie Andi sich auf dich drauflegt

mit seinen Bergsteigerschenkeln und Hansi-Hinterseer-Strähnchen.

-Mit mir und Lukas ist das kein Problem? -Lukas ist mein ältester Kumpel.

-Ach. -Wir haben Mädels abgezogen.

Da waren wir 16, keine Ahnung. Lukas ist nicht das Problem.

Das Problem ist, dass du seit Tagen von Andi redest.

Quatsch.

Ich hab dich mit Mia telefonieren gehört.

-Hast du vor der Tür gesessen? -Das spielt keine Rolle.

Bist du so scharf auf Andi, dass du 'nen Vierer inszenierst?

Bist du so eifersüchtig, dass du so 'ne Nummer abziehen musst?

-Ja, und offenbar zu Recht. -Bitte?

-Warum hast du seine Nummer? -Du hast ihn in die Chatgruppe gestellt.

-Hab ich? -Ja.

-Bist du scharf auf Andi? -Ja, ich bin scharf auf Andi!

Warum sollte ich sonst 'nen Vierer mit ihm wollen? Ich find ihn hot, ja.

-Danke. -Bitte.

Mann, ey!

Grade der Andi, der kann keinen grammatikalisch korrekten Satz sagen.

(lacht) Wir treffen uns hier nicht zum literarischen Quartett.

Der ist in allem das Gegenteil von dem, was ich bin, und du findest ihn scharf.

Es wär der Zeitpunkt, wo du sagst:

"Nein, mein Schatz, du bist mein Mann, dich find ich scharf."

Oh, wow.

Wow, je... Mhm, jetzt wird's richtig spannend.

-Chin-chin. -Jup.

Bist du aufgeregt?

Wie kommst du darauf?

Ja... Gut, heute ist... Ja, ist alles 'n bisschen viel für mich.

Dein erster Vierer.

Auch.

Ja, es ist seltsam, mit jemandem zu sprechen und zu wissen,

heute landen wir ja noch im Bett.

Mhm, ja.

-Und es ist auch dein erster... -Nein.

Dachte ich mir.

Wir hätten gern noch mal zwei Gin Tonic.

Paul, bitte, tu nicht so superüberrascht.

Ich verrate dir doch kein Geheimnis, dass wir erotisch kein...

-Sag bitte nicht Feuerwerk. -Wir sind nicht mal 'n Tischfeuerwerk.

-Feuchte Wunderkerze vielleicht. -Ich hab die Metapher verstanden.

Mann, das grad an der Küchenplatte, das war das Geilste seit...

(er seufzt, sie lacht)

(lacht) Ich muss echt nachdenken.

-Ewigkeiten. -Ja! Findest du doch auch.

-Ja! -Also!

Ja, jetzt wissen wir ja endlich, warum bei uns im Bett nichts mehr passiert.

Warum?

Weil ich offenbar so wahnsinnig ungeil bin.

Schön, dass das mal ausgesprochen ist.

-Weißt du, was ungeil ist? Das hier. -Was?

-Dein Verhalten. -Mein Verhalten?

Ein Typ, der seinen besten Freund zum Vierer einlädt,

der sich die Schnürsenkel doppelt bindet.

Ein Typ, der sich in der Waschanlage anschnallt, ist nicht sexy, ja.

Okay.

(dramatische Musik)

(er hustet, stößt auf und stöhnt)

Gin Tonic ohne Tonic. Auch nicht geil, hm.

Was soll das?

Du hast recht, komm, wir gehen.

Ähm...

Und Paul ist dein bester Freund?

Ja, mein ältester, seit dem Sandkasten.

Aber weißt ja, unterschiedliche Städte, und da sieht man sich nicht so oft.

Aber für so einen Anlass kommst du... mit deine kleine Rollkoffer.

Ja, wie gesagt, Paul war sehr überzeugend.

Und du und Sophie?

Sie ist meine Anwältin.

-Du schläfst mit deiner Anwältin? -Bezahlen kann ich sie nicht.

(lacht) No, ich habe mit ihr ein Semester Jura studiert.

-Und du? Was, ähm... -Werbepsychologie.

-Uff. -Wieso? Was?

Ist das nicht für Leute, die zu faul sind für echte Psychologie?

-Oh, boah. -No, ich weiß, wovon ich rede.

Ich habe drei Studien erfolgreich abgebrochen.

-Bist du single? -Ja, klar.

-Wieso klar? -Sonst macht man doch so was nicht.

Was? Wieso? Was ist denn so lustig?

Guten Abend. Seid ihr die kuschelige Ecke?

Ruhiges Plätzchen, diskret, nicht zu nah bei den Toiletten?

Wurde so bestellt.

-Paul. -Mhm.

Die wär jetzt frei.

(Paul) So wie ich Mia einschätze, sind die kurz vorm Petting. Kommst du?

-Was? -Komm.

Glaubst du, wir können so rüber?

-Meine Stimmung ist toll. -Ach, lass gut sein.

-Echt, der Drops ist gelutscht. -Was?

Warte mal, jetzt versteh ich die Welt nicht mehr.

Wenn ich nicht mitmache, ist scheiße. Und wenn ich mitmache, jetzt auch?

Ich weiß nicht, ob du's mitbekommst.

Alles, was ich unternehme, um hier frischen Wind reinzubringen,

sabotierst du.

Ich hab mir die Schamhaare abrasiert. Ich hab Mottoservietten gekauft.

-Ich hab ein Erotikmenü aufgefahren. -Mit drei Zehen Knoblauch.

Vielleicht ist es unbewusst, macht nichts.

Ich geh jetzt ins Bad, schmink mich ab, dann nehm ich die Schnitzel raus

und dann leg ich mich mit dem restlichen Gin ins Bett

und guck "Fifty Shades of Grey".

-Und du? -Was?

-Bist du single? -(lacht) Sí, claro.

15 Jahre.

Siehst du?

Das ist der Blick, den man bekommt.

Als wäre man amputiert.

22 Millionen Singles. Sind die bescheuert?

Warum bist du nur ein ganzer Mensch,

wenn du die Hälfte von einem Pärchen bist?

No, ah, wenn man sich umsieht, ist die Frage doch eher:

-Warum bleiben die Leute zusammen? -Das ist total klar.

-Was? -Liebe.

-(lacht) Liebe? -Ja.

Ist es das, was du siehst?

Liebe ist kurz, der Rest ist Gewohnheit und Schiss.

Basta de... de filosofía. Dazu sind wir heute nicht da.

-Nee, warte, das will ich genau wissen. -Was?

Wenn du nicht an die Liebe glaubst, was glaubst du denn dann?

Ich glaube gar nicht. Ich versuche, hier zu sein, jetzt.

Alles andere ist nicht real.

Ja, und was ist schon real?

Das hier ist real.

(Mia) Das hier.

-(Mia) Das hier. -Au.

Alles andere ist hier, Lukas.

Vergangenheit: hier. Zukunft: hier.

Ja, du bist gut.

Gracias.

Okay, aber ohne Sehnsucht, Wünsche, Ideen,

Liebe, sind alles Dinge, die hier stattfinden,

wär das Leben doch langweilig, oder?

-Für dich also kein Leben ohne Liebe? -Nee.

Und ohne Liebe kein Sex?

Genau.

Was genau machst du dann heute hier, bei einem Vierer?

-Was hab ich je sabotiert? -Ah, lass mal gucken.

Mit den Hurtigruten zu den Nordlichtern.

Ja, Kreuzfahrtschiffe.

-Mhm. -Mitten im Klimawandel.

-Ja, kein Neuseeland, Indien, Thailand. -Ja, alles so 'n Luxusscheiß.

Steigt halt der Meeresspiegel, ist doch super.

Absolut! Du hast mich gefragt.

Tauchkurs, Tandemflug, Cage Diving mit den Haien.

Wenn alles tödlich ist oder den Planeten ruiniert, hab ich 'n Problem, ja.

Wir sind 'ne schmutzige Spezies, Leben macht Dreck!

Aber wie soll man das jemandem erklären, der seit Ewigkeiten keins mehr hat?

-Was? -Nix.

Hast du grade gesagt, ich hab kein eigenes Leben?

Nein.

-Na, sag doch. -Ach, komm, ist doch egal.

Ey... Wer ist jetzt feige, hm?

Also gut.

Sagen wir so, du hast die Tendenz, dein Leben eher...

Ja...

...durch andere zu leben.

Bisher durch Denis und... jetzt eben durch mich.

(er lacht auf)

(beide lachen)

(lacht) Als Namen.

Also, was machst du jetzt konkret als Küchenpsychologe?

Boah, das ist 'ne Unverschämtheit.

Werbepsychologe natürlich.

-Danke. -Hm, was mach ich den ganzen Tag? Ähm...

-Ich analysiere Leute. -Okay.

Aber das, was sie nicht von sich wissen. Darauf zielt ja Werbung.

Okay, mach's mir.

Bitte?

-Lass mal sehen, was du kannst. -(lacht) Okay, ähm...

Also, ich sehe jemanden, der in jeder Hinsicht eigen ist.

Wenn du 'nen Raum betrittst, wird sich jeder an dich erinnern.

Das wirkt zufällig, aber ich glaube,

nichts an dir ist Zufall, nicht mal die Nachlässigkeit.

Hast 'n relativ teures Handy, aber keine Schutzhülle.

Aber nicht, weil du schlampig bist, sondern weil du's spießig findest.

-Du bist gut. -Danke.

Aber du wolltest mir etwas sagen, das ich nicht weiß.

Okay... Du tust stark, bist es aber nicht.

-Also nicht so stark, wie du tust. -Wie meinst du?

Na ja, du sagst, alle sind Schisser, weil sie Angst vor Einsamkeit haben.

Sí.

Dabei gehört Mut dazu, zusammen zu sein.

Also, du denkst, ich bin der Schisser?

Das größere Risiko ist, sich jemandem zu öffnen.

Das kann man nicht kontrollieren.

Bueno, den Beweis werden wir schuldig bleiben.

Nähe kann man ja schlecht, äh, anrühren

wie, ja, eine Tasse Instantkaffee.

Lustig, dass du das sagst.

Es gab mal diesen Versuch, dass man mit 36 Fragen 'ne Nähe herstellen kann

wie mit Menschen, die sich schon ewig kennen.

-Kennst du das? -Mh-hm.

Ah, hier, ich hab's. Lust?

Okay.

Klopf, klopf.

-Paul, ich muss das erklären. -Nee, es ist ja nicht so kompliziert.

Ich bin 'ne Art von Loser-Vampir.

Ich putze und koche und ernähre mich vom Leben meines Kindes.

Paul.

Ha, da ist er.

Mir hat er erzählt, er hat sie verloren. Der ist einfach nur zu faul zum Suchen.

Die braucht er für Venedig.

By the way, ein gemeinsames Erlebnis,

auf das interessanterweise meine lebenshungrige Frau keine Lust hat.

Paul, glaubst du wirklich, dass Denis mit dir von München nach Venedig läuft?

-Ja. -Hast du dir dein Kind mal angeguckt?

-Was meinst du? -Der hat bei Unterhaching kaputte Knie.

-Was willst du denn damit sagen? -Paul, du bist ein großartiger Vater.

-Danke. -Aber das Kind ist jetzt weg.

-Du wolltest dir wieder Arbeit suchen. -Ich arbeite. Ich gebe Nachhilfe.

-Fünf Stunden die Woche. -Plus Vorbereitung.

Ich rede von 'nem Job in deinem Beruf.

Warte mal, ich geh mal kurz auf LinkedIn

und browse durch die 1000 Stellen als Archäologe in München.

Nee, ich sehe dich am Computer immer nur abhängen und Fortnite spielen.

Mann, Paul, du brauchst mal wieder 'ne Idee, 'ne Aufgabe.

Äh, die Idee war, dass du kürzertrittst und wir mehr gemeinsame Zeit haben.

Und nicht mehr machen und das getrennt voneinander.

Stattdessen rennst du so viel in die Kanzlei wie nie zuvor

und lässt dich von diesen Arschgeigen ausbeuten,

die dich sowieso nie zur Partnerin machen werden.

-Was? -Ich wollte es dir sagen, ehrlich.

Nicht dein Ernst?

Ich kann noch mal so richtig was wuppen. Endlich geht's los.

Seit wann weißt du das?

Vier Monate.

Ah, ja, logisch.

Okay, so viel zu unserem gemeinsamen Plan.

-Der Plan ist 15 Jahre alt. -Weg damit, hinter meinem Rücken.

Ist ja nicht nur meine Spezialität!

Unser Lebensplan ist vielleicht wichtiger als 'n verkackter Vierer!

-Frage vier. -Okay.

Hier, hm.

"Was machst du nur, wenn keiner dich sieht?"

Ähm, es gibt viele Sachen, die ich nicht vor Publikum machen möchte.

Ja. Zum Beispiel?

Jeden Morgen.

Das Erste... nach meinem Kaffee.

Oh ja. Logisch, da will man alleine sein.

Auf jeden Fall.

-Und du? -Ich, ähm...

-Ich beobachte Vögel. -Was?

Ich geh in den Wald mit Fernglas und beobachte Vögel,

wenn mir alles zu viel wird.

Ist gut, sich zu erinnern,

dass neben uns andere Arten 'n anderes Leben führen.

-Einfach so? -Nein, mit Logbuch, da kreuz ich ab.

Ist wie so 'n Sammelalbum für Kinder.

-Wow. -Mhm, ja.

Ja, ich habe mich schon gefragt, was das ist.

Ah ja.

Schön aber.

Also, ich bin dran.

-Du könntest dich auch für mich freuen. -(lacht) Ich freue mich.

-Mhm. -Ich fühle mich nämlich so jung wie nie.

Als wär ich wieder am Anfang. Wie mit 20, nur mit mehr Geld.

Du bist aber nicht mehr 20.

Und sorry, aber das hier ist kein typischer Move für 'ne 20-Jährige.

Und das mit deiner Bandscheibe, das geht nie mehr ganz weg.

Und das mit dem Halslifting lässt du bleiben.

-Was heißt Halslifting? -Ich sehe auch, was du recherchierst.

Wir werden älter, oh Gott, vielleicht werden wir sogar alt.

-Am Ende holt's dich ein. -Ich bin aber noch nicht tot.

Ich will was fühlen! Ich spüre gar nichts mehr! Nichts!

Das kannst du nicht dadurch lösen, dass du den Reiz hochsetzt.

-Hier ist der Reiz schon lange zu klein! -Ey.

Hättest du mal öfter deinem Kind den Arsch abgewischt

und die Tränen auf deinem Pulli gehabt,

dann würdest du vielleicht in den kleinen Dingen was fühlen.

"Wann hast du dich das letzte Mal verliebt und wie?"

Vor eineinhalb Jahren.

-Was ist passiert? -Nichts.

-Warum? -War 'ne Beziehung im Weg.

-Welches? -Ihre.

Cuéntame.

Okay... Also, wir waren in so 'nem Ferienhaus,

also 'ne Schulfreundin und ich,

wir waren mit 'nem Pärchen ein Wochenende dort.

-Mhm. -Und die haben nur gestritten.

Und ich hab mich dann abgeseilt, an so 'nen Bach im Wald.

-Ähm... -Ja, genau.

Ich hab da nichts Besonderes gesehen, das war irgendwie seltsam... leer.

Und dann plötzlich war sie da, vollkommen aufgelöst.

Und ich hab... sie dann in den Arm genommen und, ähm...

Und sie getröstet.

Ja, also nein, das war... Das war nicht so, die...

Es ist einfach, ähm, ja, passiert.

Und... das war unglaublich.

Auch für sie?

Ich glaube schon.

-Und dann war da plötzlich 'n Eisvogel. -Ein...

-Ein Eisvogel? -Ein was?

Ist wirklich wie 'n kleines Wunder. Stahlblaue Federn, orangener Bauch.

Aha. Ah, claro.

Ah ja, die hat sie gefunden.

-Und dir gegeben. -Mhm.

Ja, und seitdem denkst du an sie, oder?

Mhm.

Wieso lachst du?

Ich bin alleine, weil ich nicht an die große Liebe glaube.

Du bist allein, weil du an sie glaubst.

(Paul) Komm, Sophie.

Was wird denn das jetzt?

Ich geh ins Hotel. Für heute Nacht reicht's mir.

Okay. Sorry, es... Das war unfair. Es... Es... Es tut mir leid.

Es ist ein Ding, von draußen Dresche zu bekommen. Aber vom eigenen Mann?

Ja, du hast recht.

-Wir wollten's anders machen! -Ich... Ich weiß.

Glaubst du, mir ist nicht klar, was ich verpasst hab?

-Wie oft ich alles hinschmeißen wollte. -Wolltest du?

Dann hab ich gedacht, ist doch nicht okay,

dass wir Frauen bei diesem Drecksspiel immer den Kürzeren ziehen.

Mir ist schmerzhaft bewusst, was ich aufgegeben habe.

Bullshit. Das Leben hier ist dir zu langweilig.

Du tust nicht unbedingt was dafür, um spannend zu sein!

Vielleicht mal hingucken: Denis hat sich die Fingernägel geschnitten.

Oder: Mein Gatte stand in der Küche, um mir was Aufregendes hinzulegen.

Was erwartest du von mir?

Hm, lass mich überlegen, ähm...

"Danke" oder "Mhm, lecker".

Ich hab dir den Thermomix geschenkt.

Besser kann man's nicht zusammenfassen.

Ich wünsche mir Anerkennung, du schenkst mir 'nen Thermomix.

Du hast dich über zu viel Arbeit beklagt.

Nein, dass du mich gar nicht mehr siehst.

Weil ich alles schon gesehen habe!

Ich weiß, was du als Nächstes sagen wirst.

Nein, noch schlimmer.

Ich weiß auch, was ich sage. Und was du dann sagst und so weiter.

Wenn ich mich reinsteigere, hab ich das Gefühl, ich komm da nie wieder raus.

Ich hab das Gefühl, ich bin in einem Eimer voll Beton.

(leise) Und er wird langsam fest.

Es ist... alles so schrecklich berechenbar.

Ich hab dich betrogen.

Was?

"Teilen Sie ein Geheimnis, das Ihnen Vergnügen bereitet."

Okay, ähm...

(leise) Komm.

Dass ich dich heute noch bumsen werde.

Ja, gut, momentan sieht's nicht so aus, als würde der Vierer heute stattfinden.

-Also, sollen wir die vielleicht... -Ich rede nicht vom Vierer.

Und du weißt es.

Tut mir leid, ich hab dich betrogen.

Wie? Mit wem?

Nachhilfe.

-Die ist 14. -Oh Mann. Mit der Mutter, verdammt.

-Ach so. -Mhm.

Ähm...

Siehst du, dir fehlt auch was.

Das... Das ist jetzt nicht die Reaktion, mit... mit der ich gerechnet hatte.

-(er lacht) -Okay, nächste Frage.

Gibt keine Frage mehr, nur noch 'ne Aufgabe.

Vertrauen und Liebe in 36 Fragen und 'ne kleine Aufgabe?

Mhm.

-Auf keinen Fall. -Wieso?

Wenn du nicht an Liebe glaubst, hast du doch nichts zu verlieren.

Okay, was für eine Aufgabe?

"Blicken Sie sich vier Minuten lang in die Augen."

¿Ya está?

Okay. Los geht's.

(Lukas) Vier Minuten.

(spanische Gitarrenmusik)

-Ach Gott, ey. -Äh...

Das ist alles, was du dazu zu sagen hast?

-Ah, what a night. -Hallo?

Kannst du dich bitte mal aufregen? Ich hab dich betrogen.

(spanische Gitarrenmusik läuft weiter)

Siehst du? Das ist der Beweis.

Äh, Beweis wofür?

Ich könnte mit 'nem Tintenfisch aufm Kopf Einhörner ficken.

-Was ist jetzt wieder? -Es ist dir scheißegal.

Wie ernst du es nimmst.

Du schaffst es nicht, oder?

"Na klar, Paul. Ja, geh raus. Fick, wen du willst."

Es geht wieder los. Wir kommen da nie raus.

Ich glaube, ich muss gehen, ich schrei sonst in zwei Minuten alle Fenster raus.

"Deiner Frau ist es Bockwurst mit Senf und Pommes Schranke, was du machst."

(Sophie) Dieses Teil, Mann! Ah, besser.

(Sophie) Warum nicht gleich so?

Es ist ein bisschen lang...

Langweilig.

Also, ich rufe jetzt Sophie an.

-Entschuldigung. -(Timer)

Ich nehme mir jetzt 'n Zimmer und dann kill ich die Minibar.

Na klar, hau ab. Wie immer.

Warte mal, ich... Ich helfe dir. Hier ist dein... dein Laptop.

Den brauchst du für die Arbeit, falls sie dich noch mal befördern.

Und dein... dein Tablet und dein Scheiß...

Hey, Vorsicht!

-Ups. -Hast ja nicht dafür gearbeitet.

-Natürlich ist es dir scheißegal. -Ach so.

Du meinst, so gesehen ist ja... alles deins.

-Warte, äh... -Bist du bescheuert?

Hier. Da, nimm mit, ist deins, bitte schön.

Das hier auch, oder? Ich hab ja nicht dafür bezahlt.

Ich kann ja auch nicht mit Geld umgehen. Ich geb's ja immer nur aus.

(Lukas) Na?

Ähm, keine Ahnung, sie geht nicht ran.

Ist gar nicht mal so leicht, im Moment zu sein, oder?

-Wenn da noch jemand anderes ist. -Genug Blabla.

(Paul) Ist alles deins. Nimm mit, meine Unterhosen, Schuhe.

Die Decke.

Willst du die mitnehmen? Sonst stopf ich sie ins Klo und zieh die Spülung.

Mich kannst du damit nicht beeindrucken. Ich brauch das nicht.

"Mhm, Kaschmir, die ist ihr Geld wert, die ist so leicht und auch so warm."

-Die Decke war im Angebot. -600 Euro ist kein Angebot!

Das Foto, guck mal. Affe auf Schleifstein, hm?

-"Steigt hundertpro im Wert." -Sag mal, spinnst du?

Ach ja, die Kaffeemühle. "Keramikmahlwerk, Schweizer Manufaktur."

Aber deinen Kaffee möchtest du haben für die Arbeit, oder?

-"Bitte mit Crema, mein Schatz." -Wenn's wenigstens 'ne richtige wär.

(Toilettenspülung)

(sie stöhnen)

Dieser Drecksfernsehsessel! "So bequem."

"Mit hochklappbarem Fußteil und Massagefunktion!"

Als Nächstes hast du

'n Hämorrhoidenkissen und 'nen Nachttopf!

(sie stöhnen)

(Sophie) Ah, die Fußrolle. Die Fußrolle!

Ah! Spinnst du?

Mia, guck mir in die Augen.

Mia.

-Oder bist du 'n Schisser? -Was?

"Schatz, bitte, einmal LSD oder Pilze oder... oder wenigstens Haschkekse.

Das Leben ist so fucking langweilig mit dir."

Wo sind die Drogen nach drei Jahren? In 'ner Schachtel.

Die Gutscheine für Bauch, Beine, Po.

Tantra-Workshops und sexy Unterwäsche und diese ganzen subtilen Pseudo...

Was... Was ist das?

(Signalton)

-(leise) Der Thermomix. -Nein. Paul.

(Sophie) Nein, nein, nein, nein, nein, nein! Nein!

Hey, bleib bei mir, bleib bei mir.

Lass ihn los! Der kostet so viel wie ein Kleinwagen!

(sie stöhnen)

-Los! Jetzt lass los! -Niemals! Au!

Ah, ah, ah!

Hör auf!

(er stöhnt)

(sie schnauft)

-Spinnst du? -(knatterndes Mixgeräusch)

(leise) Fuck.

-(Paul pfeift fröhlich) -Oh fuck, fuck, fuck, fuck.

"Rezepte." Wo ist denn hier das scheißverkackte simple Aus?

Du bist in den Rezepten.

(der Thermomix geht aus)

(Paul) Kuckuck.

Paul, es reicht.

-Hm. -Es reicht.

Schluss jetzt.

Es reicht! Schluss jetzt!

(Klingelton)

(Mia) Ey, Sophie, wo seid ihr?

-Sophie? -(leise) Ist für dich.

(Mia) Ich hab mit Lukas gebumst. Sophie?

-Äh, ist alles okay? -Mhm, alles gut.

Paul hat grade mein Handy im Thermomix geschreddert, aber sonst wie immer.

Superlustig. Aber jetzt im Ernst. Wann kommt ihr?

(Sophie) Wir kommen nicht.

-Sie kommen nicht. -(leise) Warum?

-Wir hatten 'nen superlustigen Abend. -(Mia) Aha.

Aber, hey, die Nacht ist ja noch jung. Ich mein, wir...

Oh, ja, schade. Ähm, ich rufe dich morgen an.

Okay? Ja, tschüss.

(Sophie) Ja.

Hat sie brennend interessiert.

Die zwei verstehen sich blendend.

Lass mich kurz, ich muss mal kurz...

Ich brauche einen Moment für mich.

-Hab ich dich... -Was?

-Gewonnen. -(lacht) Nee.

Da... Das hast du falsch verstanden. Ich meine... Ich muss auf die Toilette.

Oh, sorry.

-Na, kein Problem. -Natürlich.

-Ich geh dann mal. -Okay.

(Tür)

(leise) Oh, was ist los mit mir?

(emotionale Musik)

-Danke für den Abend. -Ich fand's auch schön.

So spannend warst du seit Jahren nicht.

Koks dir doch die Nase weg mit deinen Office-Leuten.

Vielleicht mach ich das.

(sie stöhnt)

Danke.

-Soll ich dir was runtertragen? -Fuck off, Paul.

Äh... (räuspert sich) Deine Schnürsenkel sind offen.

(Sophie) Nicht dein Problem.

Er kann's einfach nicht lassen.

(Schritte)

(Paul) Brich dir halt die Beine.

-(Poltern) -(Sophie) Au!

(Paul) Sophie? Sophie!

(Sophie) Aua! Ah.

-Sophie. -Au!

-Sorry. Alles gut? -Oh Gott, ich spür meine Beine nicht.

-Du spürst deine Beine nicht? -Au!

Komm, lass mich liegen, ich komm klar. Ich bin ja nicht aus Zucker.

Vielleicht ist irgendwas passiert.

Oh mein Gott!

(leise) Okay.

(Tür)

-Hey. -Hey.

Na?

Selber "na".

Geht's dir gut?

Was meinst du?

Ich weiß nicht, du... Du warst so...

Ein bisschen schwermütiges Augengucken, und du glaubst, du hast mich?

¿En serio? (sie lacht)

Da musst du früher aufstehen, mein deutscher Romantiker.

(Mia) Zahlen, bitte.

(Schritte)

Ich hatte mir heute irgendwie anders vorgestellt.

Es tut mir leid, dich zu enttäuschen.

Nein, ich meine, ich hatte andere Pläne.

Siehst du? Deshalb mache ich keine Pläne.

-Du verstehst mich, glaub ich, nicht. -Es ist nicht so schlimm.

Du bist auch nur ein Viertel von dem, was mir heute versprochen wurde.

(sie lacht) Wie du guckst.

Hab ich dich.

Wer hat jetzt gewonnen?

(Mia) Danke.

Komm.

Wie? Was? Wohin?

-Zu dir? -Nee.

Wir klingeln die jetzt raus.

-Nicht dein Ernst. -Na klar.

Wir mischen die Langweiler jetzt auf. Die Nacht hat grade erst angefangen.

(Spray)

(sie stöhnt vor Schmerzen)

Komm, ich muss drücken, dass da Blut rauskommt.

-Ah, ich kann da nicht hingucken. -Ja, gut, dann schau nicht hin.

-Ist es 'ne Fleischwunde? -(er lacht auf)

Ich kann den Knochen nur 'n bisschen sehen.

-Was? -Fertig.

Musst noch pusten.

(leise) Besser?

(einzelner Piepton)

Und?

Leider gut.

-Oh. -(er lacht)

Mia, vielleicht...

-Hey, schau mal. -Was ist?

Wir brauchen Alkohol.

-Hab ich mir verdient. -Mhm.

-Ist 'n Notfall. -Mhm, dafür liegen sie im Schrank.

Ich hab nie aufgehört, im Büro hab ich durchgeraucht.

Hab ich gerochen.

Echt?

Darf ich mal?

Vierer war 'ne Scheißidee.

Eigentlich hab ich nur Scheißideen.

Ich glaube, manchmal siehst du Sachen, die ich einfach nicht mitkriege.

Aber ja, du hast viele Scheißideen.

Es ist übrigens nicht so, dass ich keine Angebote hatte.

-Hm? -So jobmäßig.

Die wollten mich in Petra.

-In Petra? -Mhm.

Da sind 70 Prozent noch unausgegraben.

Warum hast du nie was erzählt?

Puh. Was soll ich in Jordanien?

Du bist hier.

(gefühlvolle Musik)

(Paul) Hm.

-Knoblauch. -Arsch.

Hm, Nacht der Wahrheit.

(Paul) Hm.

Hm.

(gefühlvolle Musik läuft weiter)

(Paul) Hm.

-Ey, vielleicht ist das alles was Gutes. -Hm.

(lacht) Kommt der ganze Scheiß mal raus.

-(leise) Ja. -Äh...

Pass auf. (er räuspert sich)

Ich will nicht gleich wieder mit 'ner Lüge anfangen.

(Sophie) Mhm.

Ich hab dich nie betrogen.

Was?

Ich dachte, vielleicht macht's mich interessant.

(lachend) Was ist?

Aber ich dich.

Äh... mit wem?

Was macht das für 'nen Unterschied?

Das überlass mal mir. Mir wem?

Niemand. Das war so lächerlich, dass ich's fast vergessen hab.

Es war völlig beliebig, es hätte irgendwer sein können.

-Hätte? -Hm?

Es war also nicht irgendwer?

Sophie, ich... Ich kenne ihn?

(Mia singt auf Spanisch)

(Mia) Tada, tada, tada, tadi, tadam

Papadi, pada, padi, papam

Ich hol mir mal 'nen Drink.

-Wer? -Du tust dir doch nur selbst weh.

Nee, den Teil erledigst du grade ziemlich gut.

-Bitte. -Sag jetzt, komm.

Paul.

Komm, sag jetzt!

Na klar, jetzt kapier ich es.

Es war Andi.

Es war Skihütten-Andi, und deswegen inszenierst du die ganze Nummer hier?

Es war nicht Andi!

Was? Wer dann? Wer?

Der... Der... Der Knackarsch? Der... Dings, der Staatsanwalt?

-Wie heißt der? Bernd. -Es war niemand von der Arbeit.

Den habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen.

Es war nicht vor J...

Das heißt, es war vor Kurzem?

Äh, ich... Also, nein, so kurz jetzt auch wieder nicht.

-Komm, sag. Pack aus, Mann! -Letzten Sommer.

-Jetzt glücklich? -Letzten Sommer? Was war letzten Sommer?

Denis war Au-pair bei der Konditorfamilie in Davos.

Du hast durchgearbeitet.

Ähm, aber sonst war ja nichts außer das Wochenende im Zillertal.

Auf der Hütte?

Es gibt ja nicht so wahnsinnig viele Optionen.

Wir waren ja nur vier. Du, ich, Anna und...

(gefühlvolle Musik)

(Mia) Was ist? Siehst du? Doch Schisser.

(sie lacht)

Lukas?

Paul, bitte.

Hm.

Äh, ich komm grad 'nen Moment nicht klar, warte kurz.

-Darf ich ganz kurz nur was... -Ähm...

Was hast du dir denn jetzt gedacht?

Er spaziert hier rein und du wolltest einfach nur mal nett mit ihm vögeln?

Ich wollte gar nichts! Du hast ihn angerufen!

Ich wollte Andi vögeln!

Ist auch wieder wahr.

Okay.

-Joa, ich gehe jetzt. -Paul.

Äh, und nur um das klarzumachen, ich, äh, geh... nicht nur ins Hotel.

Bitte, lass uns...

Wenn du in der Arbeit bist, komm ich und hol meine Sachen.

(Türklingel)

-Ja? -(Mia) Chicos, wir sind's!

Aufmachen, bitte.

-Sie sind's. -Mia und Lukas?

(Paul lacht)

Um Gottes willen. Wimmel sie ab. Wimmel sie ab.

Hi. Ja, kommt doch hoch.

Was machst du? Paul.

Paul. Paul, bitte. Mach jetzt bitte keine Szene.

Warum sollte ich? Hä? Wir haben sie eingeladen, hier sind sie.

Pass auf, geh nach hinten, mach irgendwas kaputt.

Ich kümmer mich um sie und schick sie nach Hause. Okay?

(leise) Sei doch nicht so langweilig.

(leise) Mach uns nicht unglücklich.

-Kuckuck. -Ey, ihr Party Pooper.

Je später der Abend, desto heißer die Gäste.

Hm, hallo.

-(Lukas) Hey, Paule-Meister. Na? -Na?

Na, alles fit?

-Topfit. -Äh, wir fangen schon an?

-Wir waren kurz bei der Tanke. -Habt ihr Tonic mitgebracht?

-Mir geht's nicht so richtig gut. -Ach, scheißegal, immer rein mit euch.

Äh, was ist denn hier los?

Ah, wir haben schon mal losgelegt. War 'n wilder Abend.

-Ohne uns? -Vorspiel.

Ja, ach so, ich helfe dir.

Hey, das geht ja kaum über die Arme. Hast du... Hast du trainiert?

Mh, wow, sexy.

-Miau. -Ähm...

-Äh, und mit dem Vögeln? -Bitte?

Mit den Vögeln? (pfeift) Immer schön am Gucken?

Weiß man nie, was einem so... so reinzwitschert.

-Jemand was zu trinken? -(Mia) Ja.

-Äh, ja. -(Sophie) Ja.

Paul, hilfst du mir bei der Flasche, bitte?

-Beim Schraubverschluss? -Ganz genau.

-Paul, bitte, ich beschwöre dich. -Was denn?

Lass uns jetzt hier aufhören.

-Irgendwas stimmt hier nicht. -Vielleicht haben sie nur gut gebumst.

-Guck dich mal um, niemand bumst so. -In Deutschland.

Bitte, Paul. Bitte tu mir das nicht an.

Ich weiß nicht, was du jetzt machst. Ich mache jetzt 'nen Vierer.

Und zwar... so richtig.

Was?

-Ich glaub, ich sollte besser gehen. -Und was?

In deinem Hotelzimmer mit deiner Feder spielen?

Lukas, du steckst dadrin fest.

Jetzt machen wir einen Vierer.

Das ist deine Chance, deine heilige Maria zu vergessen.

Fu, weg mit ihr. Sei im Moment, vergiss sie.

Ist vermutlich sowieso eine blöde Kuh... und hässlich.

Su puta madre, ich mache das Gleiche.

Was meinst du?

Bitte?

(Lukas) Was willst du vergessen?

Nada. Da hast du dich verhört.

Sophie hat mir interessante Sachen von Paul erzählt.

Da geh ich mal nachgucken.

(Mia) Hey...

Soll ich dich mit den Zitronen helfen?

-Ja, vielen Dank. -Äh...

Also... Sophie hat mir ja schon erzählt, dass ihr's gemacht habt.

-Äh, Paul, bitte... -Du und Mia.

-Ah, das. -Mhm.

-Ja. -Meine Herren, du.

Sonst müssen sie sich immer wochenlang über deine Ex zuquatschen lassen.

-Und jetzt hab ich dich unterschätzt. -Ich war auch überrascht.

-(lacht) Ja. -Mhm.

-Ihr müsst gehen. -Bitte?

-Nimm Lukas und geh nach Hause, bitte. -Was?

Der Vierer ist abgeblasen.

-Darf ich dich mal was fragen? -Alles, mein Schatz.

-Wer ist denn Andi? -Gott, Andi.

Skihütten-Andi aus meinem Wanderklub. Nicht der Einzige, der Skihütten mag.

Die Sache ist, Sophie findet ihn 'n bisschen zu sexy.

Ich wollte lieber dich für den Rudelbums.

Meinen ältesten Freund. Da weiß ich, was ich kriege.

Madre mía, was ist denn los? Haben alle einen Stock im Arsch?

Niemand hat was im Arsch.

Stimmt, sonst wären alle vielleicht ein bisschen entspannter.

(Mia) Für dich.

Danke.

-Für dich. -Danke.

Na denn.

-Auf einen sexy Abend. -Ja.

(Klirren)

Meiner könnte 'n bisschen mehr Tonic vertragen.

-Was ist das? -Gin Tonic. Ohne Tonic.

Aber ich dachte, wir können's gebrauchen.

(lockere Musik)

(Paul) Oh.

Ja, da sind wir... alle hier.

(lockere Musik läuft weiter)

-Hola. -Hola.

(Mia) Hm.

-Du machst aber auch Sport, oder? -Nee, Getränkekisten.

-Aha. -Fünfter Stock ohne Aufzug.

(Mia lacht)

-(Mia) Hm. -(Paul leise) Wow, okay.

-Okay. -(Paul hustet)

Sch, tranquilo, tranquilo.

(sie stöhnt)

-Öh. -(Mia, lachend) Was machst du für Augen?

-Was sagt mir das Gesicht? -(leise) Äh...

-Lustangst. -"Lust" was?

Lust... Ah, fuck it.

(Klirren und Stöhnen)

-(Paul) Was? Okay. -(Mia) Moment, Moment. Okay.

-Ja, jetzt schon. -(Paul) Geht's wieder? Geil, ah.

-(Mia) Mira. -(Paul) Es ist... Okay.

-(Mia) Zu viel? Okay? -Nein. Toll.

-Ähm, irgendwas ist... Habt ihr... -Gestrichen.

-Ist 'ne tolle Farbe. -Mhm. Paul.

(Lukas) Ja, das kann er, der Paul.

(Paul und Mia stöhnen)

-Alexa! -Was?

Nichts. Mach Musik!

(Alexa) Ich setze deine Playlist "Spanischer Abend" fort.

Para bailar la bamba...

-Alexa, was anderes. -(Alexa) Was möchtest du hören?

-Scheißegal. -Okay, "Scheißegal" von den Donots.

-Scheißegal, einfach scheißegal -Nein. Nein, Alexa, sexy Musik.

(Alexa) Okay.

-I'm too sexy for my love -Nein, stopp, halt.

-Aus! Aus! Alexa! -Too sexy for my love

(Mia) Du geile Sau.

(Alexa) Danke schön. Was für ein Kompliment.

Das kann doch nicht wahr sein. Hier ist doch...

Warte, ich... Ich helfe dir.

(Sophie) Irgendwo ist doch... Aus!

-Alexa, aus! -(die Musik geht aus)

-(Mia lacht) Ah. -(Paul) Ah.

(sie stöhnen)

Ähm, ist alles okay?

-(stöhnt) Ja, alles okay. -(Paul stöhnt) Ja.

Mir geht's auch gut. Vielen Dank der Nachfrage.

Weißt du, Paul ist sehr... leidenschaftlich.

Sie aber auch.

-(Mia) Sexy. -(Paul) Mhm, mega.

-Okay. -Wow.

Warte mal.

Da hat sich aber jemand fein gemacht für uns.

Ja, für... für unsere Gäste n... nur das Beste.

-Hä? -Er ist rasiert.

Du hast gesagt, ich darf ihn mir heute ausleihen.

Er steht neben dir, du musst ihn selber fragen.

-Warte 'nen Moment. -Hm.

(Mia leise) Ho.

Ich glaube, er sagt Ja.

Ja, ziemlich deutlich.

Und sehr laut, äh, lang... groß.

Äh, ich hab ihn schon nackt gesehen, ja.

-Du musst jetzt hier nicht... -Vorspiel zu Ende.

Uh.

(leise) Fuck.

(Rascheln und Quietschen)

-Äh... -Was ist das denn?

Das ist, ähm...

Das ist, äh, nur 'ne Art Hygieneunterlage.

-Du Schwein. -Nein, ich...

-Was hast du denn heute noch alles vor? -(Paul lacht) Nein.

Sophie, ich wollte sagen, also, ich lauf seit 17 Monaten mit 'ner Frage rum.

Ist nicht der richtige Zeitpunkt, aber...

(Mia) Olé.

Wow!

Das wollte ich tatsächlich immer schon mal machen.

Sophie?

Erinnerst du dich an die?

Sollte ich?

(Mia lacht im Hintergrund)

Nein, ähm...

Ich... Ich glaub, ich, ähm, ha... ha... hab mich getäuscht.

(Mia und Paul stöhnen)

(Mia und Paul seufzen wohlig)

(Mia) Wow.

(Mia stöhnt)

(leise) Ist was?

Ähm, nein, nichts.

(leise) Gut. Gut.

(sinnliche Musik)

(sie stöhnen)

(sinnliche Musik läuft weiter)

(Stöhnen und Lachen)

(sinnliche Musik läuft weiter)

(sinnliche Musik setzt aus)

(gefühlvolle Musik)

(Wechsel von gefühlvoller zu sinnlicher Musik)

(sinnliche Musik setzt aus)

Das ist alles?

Jetzt komm, jetzt sei mal nicht so spießig.

Komm, küss mich mal, als ob du's richtig meinst.

Das interessiert mich.

(Mia) Venga, chicos.

Das Leben ist kurz.

Oder traust du dich nicht?

(Paul) Hm.

(Paul) Hm.

(leise) Ah, ja, boah. Okay. Das, äh... Voll...

-Das war richtig gut. -(Lukas lacht)

(Mia lacht)

-Hast du so auch meine Frau geküsst? -(Lukas) Hm?

Hm... Weil wenn der Sex das hält, was der Kuss verspricht,

dann versteh ich nicht, warum's nicht weitergelaufen ist.

-(Sophie) Paul. -Oder läuft's noch?

-Er weiß es. -(Paul) Yo.

(leise) Er weiß es.

Er weiß was?

Dass er ein Ehezerstörer ist,

ein Bruderschwein, ein Freundschaftsverräter.

-Ich verstehe nicht. -Er hat Sophie gebumst.

Wie denn? Wir sind nicht mal ausgezogen.

Nicht jetzt, letzten Sommer.

Äh...

-Sie ist deine... -Paul, mir tut's unfassbar...

Den ganzen Abend machst du mir schöne Augen.

Und dieses kleine Detail vergisst du?

-Was ist dein Problem? -Halt die Klappe!

-Du hast davon auch gesagt keinen Ton! -Ich wusste nicht mal, dass er hier ist!

-Flittchen. -Was? Spinnst du?

-Was regst du dich denn jetzt so auf? -Ich rege mich nicht auf!

Können wir uns dem eigentlichen Problem zuwenden?

-Du bist verknallt. -Was?

Das ist mit deinem verkackten Stolz nicht vereinbar.

-Hast du 'ne Meise? -Hallo?

Ich... Ich wurde hier betrogen!

Ich bin nicht verliebt! Kann man ja sehen, wohin das führt!

-Der Einzige, der verliebt ist, ist er! -(Lukas) Äh...

-(Mia) Stimmt das oder nicht? -Ähm... schon.

-Pues... -Äh, in wen jetzt?

Na, in sie.

-Was? -Stimmt das?

-Bist du? -Nein!

Jetzt hast du dich eingeschlichen, um mir meine Frau auszuspannen?

-Was? -Stimmt das?

-Hast du? -Nein!

-Was machst du dann hier? -Du hast mich eingeladen.

Ich habe gedacht, ihr habt geredet. Ich wollte mir klar werden, ob ich...

Ich musste das mit mir selber ausmachen.

Der Lukas, das macht er mit sich aus, der ist ja kein Schwein.

Der bumst meine Frau nicht. Nee, der verliebt sich.

Ist ja moralisch viel besser!

Mann, es ist mein Problem.

Ja, ich würde sagen, 'n bisschen ist es auch meins und ihrs.

-Und ein bisschen auch meins. -Äh...

(Sophie) Also bist du doch verliebt?

-Äh... -Bist du?

-Lass mich in Ruhe. -Sag doch einfach.

-Na, bist du? -Ja.

-Also doch! -Aber nicht in Sophie!

In wen dann? In mich wohl kaum.

-(leise) Ach. -Ach.

Geil, wie toll.

Jeder ist in jeden verliebt.

Außer meine Frau in mich.

-(leise) Paul. -Paul, bitte, ich...

-Das hätte nicht passieren dürfen. -Stimmt, hab ich vergessen.

Oh! Ah.

Sorry, äh, Kühlpack ist im Eisfach unter den Erbsen.

Sophie brauchst du nicht fragen, die hat keine Ahnung.

(Sophie) Paul. Oh, äh, Paul!

Paul?

Paul!

-Warte. -(lacht) Hast du zufällig den Schlüssel?

-Ähm, nee. -Ja, fuck it.

Ist eh deins.

Paul, warte, das kann jetzt nicht so zu Ende gehen.

Hör mir bitte drei Sätze lang zu.

Ey, Sophie, ich hab überhaupt keine Frage.

Ich versteh dich. Ich hab übrigens alles verstanden, was du gesagt hast.

Ich verstehe sogar, dass es Lukas sein musste,

obwohl's egal ist, weil er ist ja nur das Symptom.

Du hast recht mit allem.

Hier ist das Problem. Hm? Genau, wie du sagst.

Da ist einfach... schon lange nichts mehr.

Das stimmt nicht.

Nein?

Als wir da oben grad... Als wir... Als... Äh, wir lagen da.

Ich hab dich angeschaut. Wir haben uns ange...

Mann, du warst doch dabei.

(sie weint)

-Hast du's nicht gespürt? -(leise) Doch.

Also...

Ich...

Ich glaub, ich hab... Ich hab dich...

Ich...

Ich hab...

Ich fand dich...

Sexy?

Auch.

(lacht) Jetzt? So?

Sophie, ähm... Das da oben, das bin nicht ich.

Ich bin der mit dem platt gesessenen Archäologenpo,

der jeden Tag auf dich gewartet hat, der seinen Kopf nicht ausm Arsch kriegt.

Das bin ich.

Ich will mich nicht auf links drehen, damit du mich sexy findest.

Sophie, geh hoch, du erkältest dich.

(gefühlvolle Musik)

-(Mia) Also gut, ähm... -Hm?

Du hast mich.

Du hast gewonnen.

Oder du, je nachdem, wie man rechnet.

Wieso?

Ja, du hast mich auch.

-Joder. -(lacht) Scheiße.

Es un desastre.

-(sie seufzt) -Was machen wir denn jetzt?

(ruhige Musik)

(Klingel)

(ruhige Musik läuft weiter)

(Wortfetzen und Lachen)

Danke.

(ruhige Musik läuft weiter)

Oh, danke.

(ruhige Musik überlagert die Szenen)

(die ruhige Musik verklingt)

(Gesprächsfetzen)

(Paul) Ihr könnt eure Blöcke einsammeln, die könnt ihr abgeben an der Garderobe.

Und wenn jemand 'ne 150-kg-Goldmünze in der Tasche hat, rollt er die rüber.

Wir haben kein Geld für 'ne Alarmanlage.

Ihr lacht, ich muss hier nachts putzen, wir haben kein Geld.

-(Paul) Danke euch, tschüss. -(Gruppe) Tschüss.

(Lukas) Seltsames Körperbild.

Körper wie 'n Bodybuilder, aber Pimmel so klein wie 'ne Erbse.

Das kommt noch von den alten Griechen, das soll symbolisieren,

dass 'n wahrer Mann seine Triebe unter Kontrolle hat.

Pass auf, ähm...

Wenn du gekommen bist, um dich zu entschuldigen...

-Bin ich nicht. -Sonst müsste ich dich boxen.

Ich bin nicht gekommen, um mich zu entschuldigen, weil das nicht geht.

Das kann man nicht verzeihen, vollkommen klar.

-Ich komm für dich. -Ach. Boah, du hast so gut angefangen.

Ey, Paul, ihr wart schon 'n Paar, da hatten wir noch die WG.

Wie lang ist das her? Weiß ich nicht. Keine Ahnung. 300 Jahre?

In der Zeit hatte ich fünf unglückliche Lieben.

Und du weißt, wie lange jede davon geht.

Ey... Ihr seid die einzige Konstante in meinem Leben.

Das, was mir Hoffnung gibt, dass es irgendwann noch mal klappen kann,

wenn man nur dranbleibt.

Mach das bitte nicht kaputt, weil ich's verschissen hab.

Damit komm ich nicht klar.

Lukas, du bist nicht das Problem.

Warst du, aber du bist es nicht.

-Sondern? -Ah, komm, vergiss es. Alles gut.

-Wieso siehst du dann so beschissen aus? -Ach, was weiß ich, Phantomschmerzen.

-Hä? -Man spürt was, was nicht mehr da ist.

Obwohl, bei Sophie war's andersrum.

Die hat nichts mehr gespürt, obwohl ich noch da war.

Okay, wahrscheinlich boxt du mich, es ist vermutlich 'ne verquere Logik,

aber ich wollt's dir sagen, gleich nachdem es passiert ist.

Aber Sophie hatte 'ne absolute Panikattacke.

Kein Wort, alles vergessen, ist nie passiert, Kontaktabbruch, was weiß ich.

Aber wenn's ihr so egal war,

wenn sie schon lange nicht mehr mit dem Herzen in der Beziehung war:

Warum... Warum die Panik?

(sie seufzt)

(sie seufzt noch mal)

Hey.

-Hey. -Hey.

Ähm, wie geht es dir?

Blendend, danke.

Echt? Weil es so aussieht, als ob du schläfst in diesem Misthaufen.

Sophie.

Hast du Hunger?

(Sophie) Es geht nicht, ich halt die Wohnung nicht aus.

Schreit mich von allen Wänden an.

-Was? -Die Leere.

Ah.

Hm, mittwochs kommt Denis immer und hilft mir bei der Wäsche.

Manchmal übernachtet er, dann geht's.

-Und bei euch? Siehst du ihn? -Ja.

So, ja, wir fangen mit zwei Städten an.

Dann vielleicht zwei Wohnungen in derselben Stadt.

Wer weiß, vielleicht irgendwann zwei Zimmer in einer Wohnung.

(Sophie seufzt)

Ich schaff das nicht.

(sie weint)

Ich kann nicht ohne ihn leben.

Das sagt man immer so, aber ich mein das ganz faktisch.

Ich kann nicht, ich... Ich kann nicht.

Ich beherrsche das nicht.

Als ob mir ein Bein ausgerissen wurde und ich versuche, stehen zu bleiben.

Simple Sache, aber ich... Ich...

(leise) Ich schaff's nicht.

Und... was machst du jetzt?

Was soll ich denn machen? Er will nicht mit mir reden.

Vielleicht es geht gar nicht ums Reden.

(ruhige Musik)

(harmonische Musik)

(Frau) Oh nein, oh nein, oh nein.

Oh Scheiße. Fuck.

(Frau) Ah.

Ich, äh, ich hab hier 'n Erste-Hilfe-Kit, wenn Sie...

Geh weg. Geh weg.

Mann, es war ja klar, dass du jetzt kommst, oder?

Woher weißt du...

Wie hast du mich gefunden?

Denis?

Hey, das gibt's doch nicht. Die kleine Ratte.

Ich wollte warten, bis du kurz vor Venedig bist.

Aber es wäre ziemlich sinnfrei, weil der Weg ist ja das... Dings.

Ich hatte schon 300 Meter nach der Bergstation zwei Blasen.

-Du bist mit dem Lift hier hoch? -Was denkst du denn?

Und die Stiefel, die wiegen fünf Kilo und sind bockhart.

Du hast dir Hochgebirgsstiefel andrehen lassen.

Was heißt das?

Mit denen kannst du aufn Annapurna, aber nicht nach Venedig.

Siehst du mal. Wenn du mal nicht da bist.

-Ich hab 'ne Suppe gekocht. -Du?

Ey, komm, das Ding ist ja deppensicher.

Sagt dir bei jedem Pups, was du machen musst. Hunger?

Sophie, ähm... Was machst du hier?

Ich will eine Sache loswerden.

Als ich gesagt hab, ich fand dich sexy,

da... da meinte ich nicht sexy, weil du so anders warst, ja?

So wild, so unberechenbar, was weiß ich. Ich meinte was anderes.

Ich hab uns plötzlich wieder gesehen.

Uns. Das sind nicht die Rollen, die wir über die Jahre angehäuft haben.

"Du bist so, ich bin so."

Plötzlich waren die Vorhänge weg, und ich hab...

ich hab dich wieder gesehen.

Dich, ganz nackt, also...

Und das, was ich gesehen habe, das...

Das war sexy.

Und viel mehr noch, ich hab plötzlich gemerkt, ich bin verliebt.

Nee, ich bin richtig verknallt wie 'n fucking Teenager, ja?

Mehr noch als vor 100 Jahren, als... als das alles angefangen hat.

(ruhige Musik)

Darf ich mal?

-(er spuckt es aus) -Was?

Ist offenbar nicht ganz deppensicher.

Und jetzt?

Hast du Turnschuhe?

Klar, für abends im Hotel.

Wie? Du... Du denkst, es... es geht ins Hotel?

Nach 'nem Tag in der Wildnis hab ich mir 'ne warme Dusche verdient.

Oder 'nen 500-Quadratmeter-Wellnessbereich.

Schuldig.

(Sophie) Ah.

-Und? -Geht.

Gut.

Fuck, ist das noch weit.

Ja, wir haben noch 'n bisschen was vor uns.

Wollen wir 'n Stück zusammen gehen?

(ruhige Musik)

(harmonische Musik)

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