All language subtitles for Twice-Told.Tales.1963.1080p.BluRay.x265-RARBG

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Original subtitles

Seit Menschengedenken

entladen die himmlischen Mächte ihren Zorn,

um die Menschen im Angesicht des Unbekannten zittern zu lassen.

Und seit der Mensch die Kraft der Elemente kennt,

haben Menschen immer wieder verzweifelt versucht, angesichts dieser Kraft,

ein Geheimnis zu enträtseln. Warum wurden sie geboren, warum sterben sie?

Doch der Grund, auf dem sie wandeln,

die Erde, die sie begraben wird,

spottet seit jeher ihrer dürftigen Existenz.

- Mein lieber Carl, nur die Wechselfälle eines langen Menschenlebens,

die wir beide geteilt haben, als wären wir Brüder,

haben mich in einer so schauerlichen Nacht zu dir gebracht,

um mit dir auf deinen Geburtstag anstoßen zu können.

Natürlich, wenn du etwas rücksichtsvoller gewesen wärst,

wärst du bei besserem Wetter zur Welt gekommen.

- Weißt du, vielleicht, wenn ich das nächste Mal geboren werde, Alex,

dann wähle ich vielleicht dafür einen Tag im Frühling,

eine Zeit, in der alles Andere auch geboren wird.

- Dann trinken wir auf unser beider nächsten Geburtstage,

sodass wir sie auch in Zukunft freundschaftlich

verbunden erleben mögen.

Ein ausgezeichneter Port, Carl.

Ausgezeichnet.

Würdig eines Mannes, der sein Leben gelebt

und in 79 Jahren vollkommen ausgeschöpft hat.

- Ausgeschöpft?

Oh, wie einsam wären alle diese Jahre ohne dich gewesen, Alex.

Außer dir hätte nur noch eine einzige Person die

Einsamkeit verbannen können.

Aber was geschieht, geschieht.

Alex?

„Ja?

- Mein alter Freund, könntest du mir einen Gefallen tun?

- Selbstverständlich, Carl.

- Sollte ich nicht hier sein, zu meinem Rendezvous

mit meinem 80ten Geburtstag, dann begrabe dies bitte mit mir.

- Eine verwelkte Rose?

- Nun, du magst denken, das wäre nicht vorzeigbar

nach all diesen Jahren, oder?

Aber für mich bedeutet diese Rose mehr

als alle Schätze dieser Welt.

Sylvia schenkte sie mir vor fast 40 Jahren.

Ich sollte sie tragen am Tag meiner Hochzeit.

Entschuldige bitte, es gibt noch etwas zu tun.

Sylvia, es ist mal wieder soweit.

Einen weiteren Meilenstein haben wir erreicht.

Ich trinke auf deine unendliche Geduld.

Warte auf mich, Sylvia.

Der Tag lässt nicht mehr lange auf sich warten,

bis ich dir folgen werde.

- Oh, Carl, Carl, wie falsch es war, nur mit Erinnerungen

zu leben und niemals zu heiraten!

- Mein lieber Alex, vielleicht ist es so, dass ich nur ein Mal lieben konnte.

Das Schicksal hat entschieden, dass Sylvia am Abend

vor unsere Hochzeit starb.

Alex, konnte je ein Mann dem Schicksal trotzen?

- Wieso nicht?

Nichts hat mich je abgehalten,

das Leben zu führen, das ich wollte.

- Es hängt wohl davon ab, was man davon erwartet.

Alex, du hast immer nur lachende Menschen, Fröhlichkeit

und Musik um dich herum gebraucht.

- Musik ist Trost für die Seele.

Nichts hat je das Herz einer Dame schneller zum Schmelzen gebracht

als das Seufzen einer Violine.

Oh, Carl, Carl, welche Verschwendung.

Viele Frauen außer Sylvia hätten dich geliebt,

und du hättest auch...

- Nein, nein, Sylvia hat alles mit mir geteilt.

Ihr Gesicht hat meine Träume erfüllt.

Ihre Wärme gab mir Zuversicht.

Sie war das Leben schlechthin für mich.

Glaubst du, ich wollte eine Andere?

- Aber es ist nicht richtig, mit einem Gespenst zu leben.

Das war knapp.

- Das warst du, mit deinem Gespenstergerede.

- Oh, Entschuldigung.

Ich werde es nicht mehr so blitzen lassen.

- Der Regen hört auf.

- Vermutlich gibst du mir auch dafür die Schuld.

- Alex, sieh doch.

Die Gruft.

Diese Tür war 38 Jahre lang verschlossen.

Komm, mein Freund, schauen wir nach.

- Carl, meinst du wirklich, wir sollten das tun?

- Angst vor Staub und alten Knochen?

- Du als Arzt bist solche Dinge sicher gewohnt.

- Nun, als Arzt kann ich dir sagen, dass du

von Staub und alten Knochen selbst nicht gefeit bist.

Alex, zünde bitte die Kerzen an.

- Carl.

Zwei Särge?

- Ja, dieser hier ist Sylvias.

Dieser ist meiner.

- Erinnerungen bis hin in das Grab.

- Dort tropft Wasser herunter,

der Sturm muss die Decke beschädigt haben.

Hilf mir bitte mit dem Sarg.

Sylvia!

- Oh nein, Carl, das kann nicht sein, nicht nach den ganzen Jahren.

Sie wäre Staub,

mehr wäre nicht von ihr übrig.

- Ja, ich weiß.

Aber es ist Sylvia.

Wir beide wissen das.

Noch genauso schön.

- Oh, Carl, Carl, schließen wir den Sarg wieder

- und verschwinden. - Aber ich bin Arzt, Alex.

Ich muss wissen, was sie so konserviert hat.

- Ein Sakrileg!

- Vollkommen.

Makellos.

Das Fleisch ist fest, keine Verwesung ist zu erkennen.

Aber wieso?

Es ist nicht die Luft,

dieses Gewölbe ist kein Vakuum.

- Carl, bitte...

- Alex.

„Ja?

- Alex, sieh doch.

Der Deckel ist nass, als wäre Wasser darauf getropft.

- Aber natürlich.

Es hat stark geregnet,

das Wasser muss durch die Decke gesickert sein.

- Nein, nein, Alex.

Um den Deckel zu durchdringen,

muss das Wasser schon

seit Jahren getropft sein.

38 Jahre, möglicherweise.

- Du meinst, vielleicht schon, seit Sylvia hier liegt?

- Ja.

Der Sarg ist von innen feucht.

Das Wasser muss durch dieses Loch gekommen sein

und ihn feucht gehalten haben.

- Oh Carl, es ist unmöglich, dass reines Wasser

Sylvia so...

- Das sagte ich auch nicht.

- Dein Alter macht sich bemerkbar.

Gehen wir rein und trinken wir aus.

Bitte.

- Oh, Alex, ich habe bis zu diesem Zeitpunkt geglaubt,

dass mein Forscherdrang erloschen sei.

Und nun ist hier eine Herausforderung, bei der ich spüre,

dass ich lebendig genug bin, um neugierig zu sein.

Unmöglich.

Nicht zu glauben.

Diese Flüssigkeit entzieht sich jeglicher Analyse.

Sie sieht aus wie Wasser.

Schmeckt wie Wasser, ist aber kein Wasser.

Nicht, wie uns bekannt.

- Trink ruhig, wenn du magst.

Ich brauche etwas Vertrautes wie Whiskey.

- Außergewöhnlich hoher Mineralanteil.

Schwefel, und praktisch ohne jede Bakterien.

Könnte es sein, dass diese Flüssigkeit stark

keimtötend ist?

Und selbst wenn, was ist in der Erde darüber,

das dies bewirkt?

Alex, was, wenn dies eine Art Lebenselixier wäre?

Eine Flüssigkeit so rein und unberührt, weshalb sie

unbekannt blieb?

- Falls du wirklich etwas derart Reines in dieser

sündhaften Welt gefunden hast, bist du ein Genie.

- Bisher habe ich nur ein Mal so etwas Reines erlebt.

Bei Sylvia.

Diese Reinheit war wohl nötig,

damit ein Mann alle andere Frauen vergessen kann.

- Nun, Carl, da wir nun wissen,

was wir nicht darüber wissen,

sollten wir diesen unheilvollen Raum verlassen.

- Warte, einen Moment.

Einen Test habe ich noch zu machen.

- Was hast du damit vor?

- Wir haben gesehen, dass der Anschein des Lebens

erhalten bleibt.

Sehen wir, ob sie es zurück bringen kann.

- Das Leben?

- Ja.

- Nicht dein Ernst.

- Es ist nur ein Experiment, Alex.

Bist du zu alt für Neugier?

Alex, sieh mal.

Sie ist erblüht.

Sie duftet so süß wie an dem Tag, an dem Sylvia sie mir schenkte.

Verstehst du das?

- Nein.

Und ich bin mir nicht sicher, ob ich es will.

Carl, das ist das Werk des Teufels.

- Des Teufels?

Damit kann der alte Schuft

nichts zu tun haben.

- Was meinst du damit?

- Alex, angenommen, ich würde etwas davon trinken,

wäre ich wieder jung.

- Carl, du bist nicht bei Sinnen.

- Verstehst du nicht?

Wenn du auch trinkst,

haben wir ein weiteres Leben voller Freundschaft.

Ich nenne das kaum das Werk des Teufels, Alex.

- Denkst du, das wäre möglich?

- Nun, ich probiere es zuerst.

- Nein.

Was ist, wenn es sich als Gift erweist?

- Du hast doch den zweiten Sarg in der Gruft gesehen.

Mein alter Freund, ich hoffe,

du veranlasst alles Notwendige.

- Ich bete für dich.

- Auf Sylvia, die uns entweder die ewige Jugend brachte,

oder die Ewigkeit.

- Fühlst du etwas?

- Nein.

- Carl, vielleicht funktioniert es nur bei Dingen wie Blumen.

Carl?

Carl, was ist los?

- Alex, ich fühle mich schwach, fiebrig.

- Carl.

- Alex, Alex, sieh nur.

Mein Gesicht!

Alex!

Sag mir, was du siehst.

- Carl, kaum zu glauben!

Du könntest dein eigener Sohn sein!

- Ich kann es kaum erwarten, dich zu sehen.

Komm, trinke es, Alex!

Beeilung!

Hurtig!

- Ja, hurtig.

- Weißt du noch,

wie hervorragend du früher ausgesehen hast?

Groß und attraktiv.

Mein alter Freund, du hattest die Anmut eines Panthers.

- Ist lange her.

- Nun bekommst du es wieder.

Trink, trink!

Du bist damals nicht eingetreten, sondern hinein geschwebt.

Und wenn du Schal und Mantel um dich geworfen hast,

dachte ich immer,

was für ein Mannsbild.

- Wirklich?

Oh, ich spüre es schon.

- Das Fieber?

Gut, du eilst zurück durch die Jahre.

- Oh, oh, es dreht sich alles.

Oh, Carl, vielleicht verträgt sich das nicht mit Whiskey.

- Oh, Unsinn, Unsinn!

Du kehrst einfach zurück

in deine Jugend, randvoll mit Whiskey.

Die Flüssigkeit wirkt.

- Ich bin wieder jung!

Ich bin jung!

- Alex, du hast es geschafft.

Lass mich deinen Händedruck spüren.

- Hier!

- Hart wie Eisen!

Was ist das bloß für eine wundersame Nacht?

- Und wenn es nachlässt, Carl?

Was, wenn wir keine ewige Jugend haben?

- Dann trinken wir eben noch mehr.

Es tropft schon

seit fast 40 Jahren,

also tropft es wohl ewig.

- Welch wunderbare Art, sich zu verjüngen.

Wir müssen nur durstig bleiben.

- Die durstigen alten Käuze.

- Die durstigsten jungen Käuze!

- Ich kann kaum die Gesichter der Leute erwarten,

wenn sie uns begegnen.

Sylvia.

Wenn Sylvia uns doch sehen könnte.

- Sylvia?

Ah, ich verstehe.

- Alex, Alex, vielleicht wird sie uns sehen.

- Was?

Carl, was sagst du da?

- Warum sollte sie nicht an diesem Wunder

teilhaben?

- Wie willst du das machen?

Eine Tote kann nicht trinken.

- Natürlich nicht, aber es gibt Wege.

- Carl, Carl, ich flehe dich an,

versuche nicht, die Toten aufzuwecken!

- Alex, du hast selbst gesagt,

dass wir noch eine Chance bekommen haben.

Vielleicht habe ich die Chance, Sylvia

- doch zu heiraten. - Heiraten?

Carl, das kannst du nicht.

- Alex, ich habe Sylvia bereits ein Leben geopfert,

ich bin bereit, ihr ein weiteres zu opfern.

- Wie willst du es tun?

- Scheint, als würden uns die Schicksalsgötter helfen.

Vor zwei Jahren erfand ein gewisser Dr. Pravaz, ein Franzose,

ein einzigartiges Instrument.

- Was tut es?

- Meine Patienten lassen sich nicht gerne stechen,

aber ich finde es äußerst wirksam.

- Carl, warte.

Ich weiß nicht, ob ich damit etwas zu tun haben möchte.

- Alex, wir Drei waren unzertrennlich.

Und sollte Sylvia zurück- kehren, möchte sie dich

sicher auch sehen.

Du bleibst.

- Gehst du nicht doch etwas zu weit?

Ich meine, Menschen müssen alt werden und sterben.

- Sylvia hatte keine Chance, alt zu werden.

Vielleicht tut es das hier.

Ich glaube, ihr Finger hat sich bewegt.

- Nein, ich habe nichts gesehen.

- Sieh doch, sie versucht zu atmen.

Sylvia, komm zurück.

Atme.

Sie atmet völlig normal.

Sylvia.

Sylvia, ich bin es, Carl.

Carl Heidegger.

Ich bin hier.

Ich habe auf dich gewartet.

- Carl?

- Oh, Alex, Alex, sie lebt wieder

und weiß noch meinen Namen.

Ihre Augen, sie öffnen sich.

Sie sieht wieder, dank Gott und seiner überwältigenden Gnade.

- Carl, ist alles bereit für die Hochzeit?

- Hochzeit?

- Du bist und bleibst zerstreut.

Hast du vergessen, dass wir morgen heiraten werden?

- Eure Hochzeit vor 38 Jahren,

das ist ihre erste Erinnerung.

- Was hast du gesagt?

38 Jahre?

- Sylvia, es ist schwer zu erklären.

- Was meint er mit "Hochzeit vor 38 Jahren"?

- Sylvia.

- Und diese Fetzen?

Warum trage ich das?

- Sylvia, beruhige dich.

Bitte hör mir zu.

- Wenn das ein Scherz sein soll...

- Nein, Sylvia, nein.

Es ist nur etwas sehr Seltsames geschehen.

- Sylvia, erinnerst du dich nicht mehr an diese seltsame Krankheit,

die dich am Vorabend unserer Hochzeit befiel?

- Das war vor ein paar Stunden.

Ich fühlte mich schwach und müde, aber jetzt geht es mir wieder gut.

- Du bist gestorben, Sylvia.

Du warst 38 Jahre lang tot.

- Tot?

38 Jahre?

Er ist verrückt!

- Du bist gestorben, Sylvia.

38 Jahre warst du tot.

- 1859?

Alex, sag mir, dass er verrückt ist.

- Nein, Sylvia, es ist wahr.

- Ich habe mich nicht verändert.

Und euch haben die Jahre wohl auch nichts anhaben können.

- Das verdanken wir einem Wunder,

das wir heute entdeckt haben.

- Ich verstehe nicht.

- Sylvia, bitte, setz dich.

Heute Abend fanden wir eine seltsame Flüssigkeit,

die von der Decke deiner Gruft tropfte.

Wir haben sie ausprobiert und festgestellt,

dass sie ewige Jugend verleihen kann.

Und da sie dich konserviert hatte,

konnten wir dich ins Leben zurück holen.

- Carl, ist das wahr?

- Oh, so wahr wie Himmel und Erde, meine Liebe.

- Dann leben wir ewig?

Für immer?

- Oh, für immer.

Oh Geliebte, wenn du wüsstest,

wie sehr ich dich geliebt habe.

Nie träumte ich von einer Anderen,

immer nur von dir.

- Du hast nie geheiratet?

- Es gab nie eine andere Frau.

- Dann können wir heiraten, als wäre nichts geschehen.

- Nichts kann uns daran hindern.

Geliebte, ich habe dein Hochzeitskleid aufbewahrt.

- Oh, tatsächlich?

- Ich hole es dir.

- Darf ich dir etwas anbieten?

Vielleicht etwas Wein?

- Ist es guter Wein, Alex?

Wie wir ihn gestern getrunken haben?

Gestern vor 38 Jahren, natürlich.

- Bitte, Sylvia.

- Als wir uns zum letzten Mal gestritten haben.

- Sylvia, bitte, er könnte dich hören.

Wenn er das jemals erfährt, bricht es ihm das Herz.

- Und was ist mit meinem, Alex?

Darauf hast du damals keine Rücksicht genommen.

- Ich habe dich geliebt, das weißt du.

- Geliebt?

Einer Frau alles zu nehmen, was sie zu bieten hat,

und sich dann weigern, sie zu heiraten.

Ist das deine Vorstellung von Liebe?

- Wie ich zur Ehe stehe, wusstest du von Anfang an.

Ich habe dich geliebt, wollte aber frei sein.

Du hast dich mir hingegeben,

oder willst du behaupten, ich hätte dich verführt?

Wärst du glücklich,

ihn nur aus Trotz zu heiraten?

- Ich wollte deine Ehefrau sein, keine von vielen.

Hättest du nur genug geliebt....

- Ist es keine Liebe, wenn ein Mann einen Mord begeht?

- Mord?

- Weißt du, warum du vor deiner Hochzeit so plötzlich

krank geworden bist?

Ich habe dich vergiftet.

Glaubst du, ich wollte dich in den Armen eines Anderen sehen?

Aber du musstest mich demütigen,

indem du weiterhin Carl heiraten wolltest.

Ich musste es somit tun.

- Na gut, Alex.

Vielleicht war es falscher Stolz,

aber jetzt können wir heiraten.

Jetzt haben wir eine neue Chance.

Machen wir nicht erneut diesen Fehler.

- Wie könnte ich es Carl sagen?

Er hat jahrelang wie ein Mönch gelebt,

er hat dein Andenken geehrt, als wäre es ein Heiligtum.

Ich wollte ihm diese Illusion nie zerstören.

Und auch jetzt kann ich es nicht.

- Ich weiß nur, dass ich nicht leben möchte,

wenn ich dich nicht bekomme.

Sag ihm die Wahrheit.

Du musst es tun, Alex.

Bitte!

- Ich will es versuchen.

- Sylvia, sieh doch, Sylvia!

Hier.

So weiß und rein wie am Tag deiner ersten Anprobe.

- Carl.

- Zieh es an, Geliebte.

Heute Abend beginnt für uns eine neue Zukunft.

Geh nur, meine Liebe.

- Carl, kann das denn nicht bis morgen warten?

- Ich habe doch ewig nur gewartet.

Nein, nein, verschwenden wir keine Jahre mehr,

auch keine Minuten.

Das Leben ist zu kostbar.

Geh, meine Liebe, zieh es an.

Ich möchte dich so schön und strahlend sehen wie nur möglich.

Und dann verbrennen wir dieses Kleid im Feuer,

zusammen mit allen Erinnerungen an die Vergangenheit.

Als mein bester Freund, Alex, musst du morgen die Braut

an mich übergeben.

- Es ist spät geworden,

muss das jetzt sein?

- Weißt du, du wirkst nicht besonders begeistert.

- Was hast du erwartet?

Ich muss das alles erst verarbeiten.

Carl.

„Ja?

- Ich muss dir unbedingt etwas sagen.

„Ja?

- Es geht um Sylvia.

- Was hast du denn auf dem Herzen, alter Freund?

Dass du mein Leben zerstört hast?

Und es jetzt wieder tun willst?

- Du hast uns gehört?

- Oder willst du mir erzählen,

dass du Sylvia seinerzeit zur Hure gemacht hast?

- Carl!

Carl!

Carl, nicht.

Sei vernünftig.

Carl?

Carl?

Carl.

Carl.

Vergib mir.

Carl.

Carl, wir waren so gute Freunde.

Das Wasser wirkt nicht mehr!

Sylvia!

Oh nein.

Es hat aufgehört.

Mach weiter, verdammt!

Hör nicht auf, ich brauche dich!

Du hast mir Carl und Sylvia genommen.

Nichts hast du mir gelassen,

nichts hast du mir gelassen!

Nichts.

- Des Menschen Traum von der ewigen Jugend.

Eine Illusion, die mit dem ersten Erwachen seines Verstandes beginnt

und ihn nicht verlässt, bis er sich zur ewigen Ruhe bettet.

Nur ein Traum, vielleicht.

Aber was wäre das Leben ohne unsere Träume?

Zu den schönsten und wundersamsten Schöpfungen

des Herrn zählt alles, was die Erde

hervorbringt.

So gesehen ist es befremdlich,

dass das saftige Grün von Baum und Blatt,

die unzähligen Düfte und Farben von Blumen,

die eigentlich die Seele des Menschen trösten sollen,

so verändert und entstellt werden können,

dass sie zum Bösen schlechthin werden.

- Signora Rappaccini.

Ich habe Sie nicht erschrecken wollen.

Nachdem ich Sie drei Tage

dort unten gesehen habe, war ich verloren.

Ich musste Ihren Namen herausfinden.

Zum Glück ist meine Vermieterin verständnisvoll.

Ich bin Giovanni Guasconti.

- Es freut mich, Mr. Guasconti.

Entschuldigen Sie mich bitte.

- Oh, warten Sie.

Ich wollte mit Ihnen reden.

- Worüber möchten Sie denn reden, Mr. Guasconti?

- Nun...

Ich bin zum ersten Mal in Padua.

Ich gehe hier zur Universität,

ich komme aus Neapel.

- Ich habe über Neapel gelesen.

- Es ist prächtiger als Padua

und hat eine schöne Bucht.

In der Sonne glitzert sie wie eine Halskette,

gelegt um den Hals eines schönen Mädchens.

Darf ich hinunter und mehr darüber erzählen?

- Nein!

Nein, es tut mir leid.

Ich muss diese Sachen sofort ins Haus bringen.

- Wann sehe ich Sie wieder?

- Entschuldigen Sie, ich bringe frische Bettwäsche.

- Auch als Vermieterin

sollten Sie nicht spionieren.

- Ich fühle mich verantwortlich.

Schließlich habe ich Ihnen ihren Namen gesagt.

- Warum gibt sie sich so spröde und ängstlich?

- Ich sage Ihnen, was ich weiß.

In den 20 Jahren, in denen sie mir erlaubten, hier zu wohnen,

habe ich keinen einzigen Besucher dieses Hauses gesehen.

- Wieso?

- Glauben Sie, was Sie wollen.

- Studieren Sie Kapitel 3, 4 und 5.

Strengen Sie sich an.

Und nun raus.

- Professor.

- Ah, mein junger Freund Giovanni.

Von Tag zu Tag werden Sie Ihrem Vater ähnlicher.

Haben Sie Fragen zum Stoff?

- Nein, es ist ziemlich privat.

Es geht um ein Mädchen.

- So?

- Erst denke ich, verliebt zu sein,

dann sage ich zu mir selbst,

wie kann das sein, Giovanni?

Nicht einmal ihre Hand konntest du halten.

- Und Sie glauben,

ein alter Professor kann das Problem lösen?

- Sie leben schon ewig in Padua.

Vielleicht kennen Sie die Familie.

Ihr Name ist Rappaccini.

- Heißt dieses Mädchen Beatrice?

- Sie kennen sie also.

- Ich habe sie nie gesehen.

Niemand hat das.

Mit einer Ausnahme, wie es scheint.

- Das ist verrückt.

- Vor 20 Jahren lehrte ihr Vater, Giacomo Rappaccini,

hier Naturwissenschaften.

Es gab viele, die glaubten, dieser Mann

würde der größte Wissenschaftler des Jahrhunderts werden.

Und plötzlich gab er seine Karriere auf, einfach alles.

Er schloss sich in sein Haus ein

und niemand hat ihn seitdem gesehen.

- Und Beatrice?

Sicher...

- Sie mag der Grund gewesen sein,

das weiß niemand wirklich.

Die Leute in Padua wissen nur,

dass nach der Geburt des Mädchens

Rappaccini von seiner Frau verlassen wurde.

Sie brannte durch.

Dann verließ er die Universität

und verschloss die Tür vor aller Welt.

Kommen Sie, es gibt viele andere Mädchen in Padua.

- Vielen Dank, Professor.

Sie waren sehr freundlich.

- Was hast du, Vater?

Ist es zu stark für dich?

- Die Strahlung der Säure

ist stärker, als ich es erwartet habe.

Ich könnte sie trotzdem zerstören,

wenn ich es wollte.

- Aber das wäre mein Tod.

Du willst doch nicht uns beide verlieren,

nicht wahr?

- Beatrice.

- Das amüsiert dich nicht?

- Ich brauche für die Infusion drei Blüten.

Pflück sie.

- Wir führen dasselbe Leben, mein Freund,

nur hast du mehr Glück.

Du musst nicht denken.

- Lisabetta hat sich Mühe gegeben.

Das sind feine Exemplare.

- Genauso fein wie deine Tochter, was?

Ein Exemplar der tödlichsten Art,

die je geboren wurde.

- Der Tag deiner Dankbarkeit wird kommen.

- Wie lange würde es bis zu meinem Tod dauern,

würde ich diese Infusionen nicht bekommen?

- Meine einzige Sorge gilt deinem Leben.

- Das ist egal.

Der einzige Unterschied zum Tod ist,

dass dieses Haus größer als ein Grab ist.

- 10 Sekunden, die Mischung stimmt.

- Wollen wir die arme Kreatur nicht beerdigen?

Wir könnten auf den Grabstein schreiben,

dass es starb, damit Beatrice Rappaccini weiterleben konnte.

- Begreifst du nicht, wie viel Glück du hast,

dass keine Sünde dieser Welt dich beflecken kann?

- So wie sie meine....

- Wag nicht, ihren Namen zu nennen!

- Natürlich nicht.

Verbanne ihn aus deinem Sinn, so wie du uns aus der Welt verbannst.

- Der Welt?

Woher stammt dein plötzliches Bild davon?

Von diesem dummen Jungen?

Steht danach dein Sinn?

- Ich sehe ein lachendes, menschliches Wesen,

das in mir eine Frau sieht, nicht den Tod.

- Guten Morgen.

- Morgen.

- Welch wunderbare Art,

den Tag zu begrüßen.

- Reden wir am besten nicht zu lange.

Sonst kommen Sie wieder zu spät zur Vorlesung.

- Das ist mir egal.

Seit einem guten Monat diskutieren wir über Philosophie,

Geschichte und Weltereignisse, alles von meinem Fenster aus.

Wissen Sie, was ich geträumt habe?

Sie haben mich hinunter gebeten

und ich dachte, ich wäre tot und im Himmel.

Dann wachte ich auf.

- Es ist bestimmt himmlisch,

zur Universität gehen zu können.

Giovanni, Sie müssen gehen.

Und zwar jetzt.

- Gut, meine unnahbare Prinzessin, ich gehe.

Behalten Sie das bis zu unserem Wiedersehen.

- Oh, Signore.

- Das brauche ich.

- Oh nein,

niemand darf dort hinein.

Niemand.

- Ich werde niemandem verraten,

dass Sie es öffneten.

Ich sage, ich bin vom Himmel gesegelt

wie ein Racheengel.

- Das dürfen Sie nicht tun!

- Giovanni!

Nicht anfassen!

Er hat sicher noch Gift an sich.

- Gift?

Ich sah ihn sterben, er verbrannte.

Was ist das?

Was geschieht hier?

- Giovanni, Sie haben kein Recht, den Garten zu betreten.

- Ich warf dir einen Kuss zu,

heute Morgen, also nahm ich mir das Recht einfach heraus.

Hier, die sind für dich.

- Danke, Giovanni, aber das kann ich nicht.

- Je näher ich dir komme, umso schöner bist du.

- Komm nicht näher.

Komm mir nie zu nahe.

- Niemals?

- Bitte.

Leg deine Blumen auf die Bank.

Nun verlass den Garten.

Mein Vater wünscht nicht...

- Aber wieso nicht, Liebes?

Habe ich dich je davon abgehalten, Gäste zu empfangen?

- Vater.

- Stelle mich deinem jungen Freund vor.

- Ich bin Ihr Nachbar,

Giovanni Guasconti.

- Sehr erfreut.

Wie ich sehe, finden Sie meinen Garten äußerst attraktiv.

- Oh, Ihr Garten hat viele Reize.

- Giovanni, bitte.

Bitte geh jetzt.

- Aber morgen ist Ostersonntag,

da kannst du sicher mit mir zur Kirche gehen.

- Nein, das habe ich doch gesagt.

- Natürlich kannst du mit ihm in die Kirche,

warum nicht?

- Habe ich sie gekränkt?

- Junge Mädchen sind oftmals

schwer zu verstehen, Mr. Guasconti.

- Vielleicht ist sie...

- Ja, vielleicht.

Guten Tag.

- Guten Tag.

- Du hast dich wohl sehr überlegen gefühlt,

als du uns lächerlich gemacht hast.

- Unter diesen Umständen war ich freundlich.

Siehst du,

selbst Blumen habe ich gebracht.

- Es ist seltsam, nicht tödliche Blumen zu sehen.

- Hier, nimm sie, meine Liebe.

Liebende Hände wollten sie dir geben.

Er hielt sie,

jetzt halte du sie.

Ein hübscher, wenn auch ein wenig sentimentaler Gedanke.

- Giovanni!

Giovanni!

Giovanni, ich muss mit dir reden.

Komm bitte runter.

Ich mache auf.

Ich muss unbedingt mit dir sprechen.

- Gehen wir in die Stadt,

überall wird gefeiert.

- Nein, nein, ich kann nicht.

Ich kann nirgendwo hin.

Hast du das inzwischen verstanden?

- Das hier ist kein Gefängnis, Beatrice.

Das Tor ist offen.

- Oh Giovanni, ich wünschte, es wäre so.

Deswegen müssen wir reden.

Vergiss mich, Giovanni.

Vergiss mich für alle Zeit.

- Deshalb bin ich hier unten?

Damit du mir das sagst?

Wie denn?

Ich kann es nicht.

- Wir müssen einander vergessen, Giovanni.

- Beatrice, ich kann nicht...

- Nicht.

Hör mir zu.

Du musst es.

Du hast doch den Schmetterling sterben sehen, als er die Pflanze berührte.

- Ja.

- Das würde dir auch passieren, würdest du mich berühren.

- Was ist das für ein Unsinn?

Wie könnten du und die...

- Das musst du verstehen.

- Erwartest du von mir, ich würde...

- Es ist die Wahrheit.

- Lass mich deine Hand berühren.

Wäre das mein Tod?

Willst du mir sagen, wenn ich dich küsste,

sterbe ich wie der Schmetterling?

- Ja.

So wie Luft dein Leben ist, ist Gift das meine.

So bin ich seit dem Tag meiner Geburt.

Seit mein Vater dies aus mir machte.

- Vater?

- Wir sind beide seine Schöpfungen, die Pflanze und ich.

Er hat mit ihrem Gift die Zusammensetzung meines Blutes verändert.

- Ich glaube das nicht...

- Oh.

Wie verstehst du es?

Warte.

Warte.

Siehst du die Eidechse, Giovanni?

Schau her.

Sieh diese arme Kreatur sterben.

Willst du mich immer noch, Giovanni?

Willst du mich immer noch in deine Arme nehmen?

- In Gottes Namen, warum hat dein Vater das getan?

- Damit ich niemals sündigen kann, wie meine Mutter es tat.

Damit mich kein Mann mit Sünde beflecken kann.

Nun weißt du es.

- Beatrice?

Beatrice?

Beatrice, Beatrice.

Beatrice?

Du hast versucht, dich umzubringen?

Du wolltest dir das Leben nehmen?

- Oh, ich will sterben.

Lass mich bitte sterben!

- Beatrice, Kind, alles, was ich will,

ist, dich vor Unglück zu bewahren.

Dir sollte nie Leid widerfahren.

- Hast du nie bedacht, dass ich mich je nach Liebe

und Stärke eines Mannes sehne?

- All die Jahre, die wir zusammen hatten,

sollten nicht wegen ihm enden.

- Du beschimpfst ihn?

Bist du so verblendet, dass du nicht siehst, was du getan hast?

- Aber sich wegen ihm gleich das Leben nehmen?

- Denkst du, ich versuche es nicht erneut?

Du wirst mich nicht immer aufhalten können.

- Es war richtig, mich aufzuwecken, Giovanni.

Noch nie habe ich Derartiges gesehen.

Die Säure hat quasi jedes Organ der Eidechse verätzt.

Welch ein Monster ist dieser Rappaccini?

Versteht er das etwa unter Wissenschaft?

- Sie hat mich von Anfang an ferngehalten.

Wie kann man ihr helfen?

Unmöglich!

- Geduld, Giovanni.

Ich kann einiges probieren.

Aber es wird Zeit brauchen.

Gehen Sie nach Hause.

- Nein.

- Bitte, Sie können jetzt nichts tun.

- Wenn es Hoffnung gibt...

- Ich lasse Sie es wissen.

- Danke.

- Und so, Sie verstehen sicher, kann Beatrice nicht bei uns sein.

Sie war zuletzt sehr verwirrt.

Ich musste ihr etwas zum Schlafen geben.

Vielleicht ist es sogar besser,

wenn wir beide allein miteinander sprechen.

Als mir klar wurde, wie ernst die Sache

zwischen ihnen beiden war,

wusste ich, ich müsste Ihnen gewisse Dinge erklären.

- Erklären oder verzweifelt versuchen,

zu rechtfertigen?

- Denken Sie etwa,

ich könnte das nicht rückgängig machen?

Hätte ich Sie geholt,

um Ihnen die Hand meiner Tochter anzubieten, wenn ich nicht wüsste,

dass sie beide heiraten könnten?

- Wenn das wahr ist...

- Beatrice will sie.

Ich möchte nur, dass sie glücklich wird.

- Ich auch.

- Gut,

trinken wir darauf.

- Sie glauben, sie wird wieder normal?

- Ja.

- Ich kenne Ihre Arbeit nicht,

aber wenn Sie sie immun gegen Gift gemacht haben...

- Seien Sie unbesorgt.

Das größere Kunststück wäre gewesen, den menschlichen Geist

gegen das Gift des Bösen immun zu machen, anstatt

gegen das chemische Gift.

Trinken wir auf die beiden einzigen Männer im Leben meiner Tochter.

- Danke, vor einer Stunde fühlte ich mich noch,

als würde ich den Halt verlieren.

Jetzt ist alles wieder in Ordnung.

- Was Ihnen auch noch begegnet, Giovanni,

merken Sie sich: Es gibt keine stärkere Kraft,

nichts treibt einen Mann schneller oder gewaltsamer

zum Erfolg oder in den Untergang, als die Liebe einer Frau.

- Ich glaube...

Ich habe zu wenig geschlafen.

Was ist dieses Ding?

Was haben Sie vor?

- Es ist schon geschehen.

- Was?

- Sie wollten Beatrice, nicht wahr?

Nun gehört sie Ihnen.

Haben Sie verstanden, Giovanni?

So lange ihr beide lebt,

wird es nie einen anderen für euch geben.

Nie wird es das Böse oder die Sünde in eurem Leben geben.

- Wovon reden Sie?

- Gehen Sie zu ihr, Giovanni.

Berühren Sie sie,

nehmen Sie sie in die Arme,

küssen Sie sie.

Machen Sie sie zu Ihrer Frau,

sie gehört ganz Ihnen,

nichts kann Ihnen passieren.

- Sie haben mich verwandelt.

- Ihr beide werdet standhaft sein,

gegenüber dem Bösen und allem Übel dieser Welt.

Warum kein Dank, Giovanni?

Oder sind Sie stumm vor Freude?

- Sie haben uns angeglichen.

- Das wollten Sie doch, oder?

Heilige Liebesbande, die niemand mehr lösen kann.

- Sie sind doch vollkommen verrückt.

Sie haben kein Recht!

Sie hatten kein Recht dazu!

- Sie kommen wieder, Giovanni.

Sie können nirgendwohin,

Sie müssen zurück, Giovanni!

Nirgendwohin können Sie!

Sie kommen wieder!

- Das Furchtbare, das Rappaccini

Ihnen und seiner Tochter angetan hat,

nun, das ist sehr komplex, Giovanni.

- Sie können uns also nicht helfen?

- Ich weiß nicht.

Ich sagte, es ist sehr komplex.

Rappaccini ist es gelungen,

den giftigen Chinabaum aus Indien zu verändern,

sodass der Saft der Pflanze eine seltsame

Mischung aus Zyan-Wasserstoffsäure erzeugt.

- Die habe ich in meinem Blut?

- Ich hoffe es zumindest.

- Wie meinen Sie das?

- Wir wissen, dass die Berührung den Tod bedeutet.

Mir ist es gelungen, ein Gegengift zu entwickeln,

das die Wirkung der Säure aufheben könnte.

- Professor!

- Unter einem Mikroskop.

Aber wie weiß ich, ob es bei Ihnen klappt, Giovanni?

In jahrelangen Versuchen

müsste ich die Wirkung erforschen.

- Jahrelang?

Jede Stunde ist wie Tausend Jahre.

Beatrice und ich haben keine Zeit.

Geben Sie es mir.

- Giovanni, kann ich verantworten, dass Sie es mitnehmen?

- Können Sie es einfach verweigern?

Nein, bitte, dorthin.

Was immer auch passiert, wir stehen immer in Ihrer Schuld.

- Möge Gott euch beistehen.

- Beatrice!

Beatrice!

Beatrice.

Du musst mir nicht mehr ausweichen, Beatrice.

- Was sagst du da?

- Du weißt nicht, was letzte Nacht passiert ist?

Du siehst, ich lebe noch.

- Giovanni.

- Das war seine Lösung für uns.

Er konnte dich nicht verwandeln, also nahm er mich.

- Oh, nein.

Giovanni, das wollte ich nicht.

Hätte ich das gewusst...

Nun sind wir beide eingeschlossen.

Wir sind beide Gefangene.

- Nein, wir können entkommen.

Professor Baglioni hat das gemacht.

Es ist ein Gegengift.

Es sollte das Gift neutralisieren.

- Wenn es wirklich funktioniert.

- Bete, Beatrice.

- Nein!

Schnell, gib es mir.

- Nein, warte.

- Giovanni!

- Beatrice!

- Giovanni.

Oh, Giovanni!

Oh!

Oh!

- Dieser Narr.

Gift war sein Leben, wie bei dir.

Es musste so passieren.

- Du hast ihn umgebracht.

- Du wolltest ihn doch.

Ich gab ihn dir,

ihr hättet zusammen sein können.

- Das werden wir auch!

- Beatrice.

Beatrice!

Beatrice!

Beatrice, Beatrice, Kind,

ich wollte nur, dass du glücklich bist.

- Wie konntest du mir etwas geben, das du selbst nicht hast?

Alles, was du geben konntest, war Hass.

Giovanni.

Giovanni.

Warte auf mich, Giovanni.

- Ich werde dich immer lieben, wo auch immer...

- Giovanni.

- Wo fängt das Böse an, wo hört es auf?

Kann das menschliche Auge wirklich die feine Linie erkennen,

die Vernunft und Wahnsinn trennt?

Wenn nicht, kann es je einen so weisen Richter geben,

der ermessen könnte, warum ein Mensch seine Sünden begeht?

Die Geschichte des Hauses der sieben Giebel

reicht zurück bis ins Jahr 1691.

Eine Massenhysterie in New England griff um sich

und viele Unschuldige wurden als Hexen hingerichtet.

Ja, es war eine Zeit voller Blut und Schrecken,

die auch an diesem Haus ihr Mal hinterließ,

an das man sich noch mehr als 150 Jahren erinnern sollte.

- So hast du es doch gewagt, heimzukommen.

- Das ist meine Frau Alice.

Meine Schwester Hannah.

- Gerald, haben wir das Recht, einzudringen?

- Einzudringen?

Es ist ebenso mein wie ihr Haus.

Ist es nicht so, Hannah?

- 17 Jahre Abwesenheit lassen das fraglich erscheinen.

- Bringen Sie das Gepäck bitte nach oben?

- Meine Füße haben mich bis hier getragen,

aber sicher keinen Schritt weiter in dieses Haus.

- Wieso sagt er das? - Er ist ein Idiot.

Es bedeutet nichts.

- Sei dir nicht so sicher, Gerald.

Die ganze Stadt weiß bereits,

dass ein männlicher Pyncheon zurück ist.

- Dann werden wir es selbst tragen müssen.

- Bewohnst du dein altes Zimmer?

- Ja.

- Zwei Zimmer wären besser, falls möglich.

Gerald hat einen leichten Schlaf

und will mich nicht stören.

- Sehr wohl.

Nehmen Sie das Gästezimmer, neben meinem.

- Hannah, wenn unsere Anwesenheit

Ihnen große Unannehmlichkeiten...

- Ich sage nur, es war ein großer Fehler,

dass er zurückgekehrt ist.

- Hannah?

„Ja?

- Darf ich fragen, weshalb?

- Sie wissen es wirklich nicht?

- Was immer ihn bewogen hat,

es war seine Entscheidung.

Es ist nicht sein erster Fehler, den ich akzeptieren muss.

- Was haben Sie?

- Mir ist auf einmal so kalt.

- Hier zieht es aber nicht.

- Es ist eine merkwürdige Art von Kälte.

Sicher geht es mir morgen früh schon besser,

wenn ich aus dem Fenster den Garten sehe,

das Spalierobst und den alten Brunnen.

- Woher wissen Sie, was dort vor dem Fenster ist?

- Der Garten ist dort, oder?

- Ja, er ist da.

- Ich weiß nicht, woher das kommt,

Gerald hat nie etwas erzählt.

Hannah, wie konnte ich...

- Angst vor einem blutbefleckten Stuhl, Gerald?

Oder erinnert er dich zu sehr

an unsere männlichen Vorfahren, die darin starben?

- Hoffe nicht auf meinen frühen Tod, Hannah.

Ich habe nicht vor, diesen Stuhl mit meiner Leiche zu beehren.

- Er auch nicht.

Du Dummkopf.

Starb ein Mann in unserer Familie auf andere Weise?

- Dann bin ich eben der Erste.

Ich lasse mich nicht einschüchtern, Hannah.

Wenn ich habe, was ich haben will,

gehe ich, und nicht früher.

- Denkst du, du kannst einen Geist überlisten?

Bist du so erhaben, dass du einem Fluch trotzt,

dem alle Pyncheons erlegen sind?

- Ich bleibe so lange wie notwendig am Leben.

- Das bestimmst du nicht.

Der Mann, der unter diesem Haus begraben liegt, wird nicht warten.

- Geh du zurück zu deinen Büchern über Dämonen und Hexen.

Ein passender Umgang.

- Wieso auch nicht?

Nicht die Toten haben unser Vermögen verprasst.

Du ruinierst uns

und willst dir dann nehmen, was mir gehört?

- Ach?

Irre dich lieber nicht, Schwesterherz.

- Du findest dieses Gewölbe auch nicht, Gerald.

Ich habe alles auf den Kopf gestellt,

so wie vor mir jeder Pyncheon, seit 150 Jahren.

Der Geist wird es nicht zulassen.

- Es geht nicht darum, wo man sucht, Hannah,

sondern wie.

Sehen wir mal, ob ein Toter mich abhalten kann.

- Wo will Gerald hin?

- Das sagte er nicht.

Aber wenn Sie wollen, dass er am Leben bleibt, gehen Sie von hier weg.

- Am Leben?

- Sehen Sie diese Blutflecken?

Das war sein Blut.

Es rann von seinen Lippen.

Das Datum steht auf seinem Grabstein, 17. März 1691.

Die allererste Nacht in diesem Haus.

Die Pyncheons sind verflucht,

jedes männliche Familienmitglied starb auf die gleiche Weise.

Und wenn Gerald nicht geht,

wird er auch mit Blut auf den Lippen sterben.

Da wir hier gemeinsam wohnen,

sag mir, wen du erwartest.

- Das siehst du, wenn er da ist.

- Was verbirgst du, Gerald?

Ich sah dich heute Nachmittag aus dem Haus laufen.

Wenn es um das Gewölbe geht,

möchte ich das erfahren!

- Auch, wenn du dich in mein Privatleben einmischt?

Du hattest kein Recht, ihr von den

Blutflecken auf dem Stuhl zu erzählen.

- Wie lange kannst du wohl die Wahrheit vor ihr verbergen?

Vielleicht kommt ja auch kein Gast.

Es ist lange her, dass die Pyncheons etwas anordneten

und jeder zu befolgen hatte.

- Endlich gesellst du dich zu uns.

Ist dein leeres Zimmer eine bessere Gesellschaft?

- Es kommt jemand.

- Was sagst du da?

Draußen ist niemand.

- Sein Name ist Jonathan Maule.

- Jonathan Maule?

Erwartest du ihn etwa?

- Ja, und solltest du Einwände haben,

will ich sie nicht hören.

Wer hat dir gesagt, dass Jonathan Maule heute Abend kommt?

- Niemand.

Er ist hier.

Jonathan Maule ist gekommen.

- Sie hat Recht, er ist da.

- Wie konnten Sie etwas von einem Jonathan Maule wissen?

Haben Sie ihn gesehen?

- Nein.

Hannah, wie konnte ich das wissen?

Woher?

- Sie konnten es nicht wissen, es sei denn,

das Haus hat es Sie wissen lassen.

- Mr. Pyncheon?

- Ja, Sie haben meine Nachricht erhalten?

- Ich kam spät vom Geschäft nach Hause,

da hörte ich draußen Musik.

- Ja, meine Frau spielte Klavier.

Gehen wir ins Arbeitszimmer, Mr. Maule.

- Mrs. Pyncheon, diese Melodie, wo haben Sie die gelernt?

- Ich habe sie noch nie zuvor gespielt.

Nicht einmal gehört hatte ich sie.

- Mr. Maule?

- Es tut mir leid.

Ich wollte nicht aufdringlich sein.

Ich war einfach überrascht.

- Gehen wir, Mr. Maule.

- Miss Pyncheon.

- Ich hätte Sie niemals in diesem Haus erwartet.

- Ich hätte keine Einladung erwartet.

- Nehmen Sie Platz, Mr. Maule.

Ich muss sagen, dass ich nicht die Unstimmigkeiten, die so lange

zwischen unseren Familien herrschen, ignoriere.

Aber ich sage auch immer, Whiskey ist besser als Öl,

um die Wogen zu glätten.

Also, auf Ihr Wohl, Sir.

- Ungewohnt, dass ein Pyncheon einen Maule

um das Vergessen bittet.

- Nein, nicht, wenn man bedenkt,

dass es beiden Vorteile bringt.

- Unser Vorfahren würden sagen, Vorteile hatten immer die Pyncheons.

- Wir leben in aufgeklärten Zeiten, Mr. Maule.

Eine Familienfehde, die 1690 begann, kann uns nichts mehr angehen.

- Was wollen Sie, Pyncheon?

- Ich möchte Ihnen einen Tausch anbieten.

Seit Generationen hütet

Ihre Familie gewisse Informationen.

- Sie meinen das Gewölbe,

das versteckt sein soll?

- In der Tat, Sir.

Einer Ihrer Ahnen hat dieses Haus gebaut,

er muss gewusst haben, wo es sich befindet.

- Hat Ihre Schwester Ihnen nicht gesagt, dass sie

schon vor 10 Jahren mein Wissen verlangte?

- Das nahm ich an.

Aber ich mache Ihnen einen besseren Vorschlag.

Das Haus der sieben Giebel für Ihre Informationen.

- Was bieten Sie mir da an, Pyncheon?

Eine verfallene Gruft, gebaut auf jenem Land,

das meinen Vorfahren gestohlen wurde?

- Die Richter haben das bereits vor 150 Jahren beigelegt.

- Richter, von den Pyncheons unterdrückt.

Selbst, wenn ich wüsste, wo die Gruft ist,

würden Sie es auf keinen Fall von mir erfahren.

- Meine Familie hat lange unter dem Fluch

der Maules leiden müssen.

- Haben Sie das demjenigen erklärt,

der unter dem Haus begraben wurde?

- Ich sage, der Fluch wirkt nicht mehr.

Was vorbei ist, ist vorbei.

- Ist das so?

Der Fluch besagt, dass die Pyncheons ihr eigenes Blut trinken würden.

Sind Sie sich mit dem Fluch vollkommen sicher?

Mrs. Pyncheon.

- Mr. Maule, bitte.

Sie schienen

etwas über die Musik zu wissen,

mehr, als ich weiß.

- Diese Musik ist sehr alt.

Ich hörte sie auch nur einmal, als Kind,

meine Großmutter spielte sie.

- Und doch habe ich sie gekannt.

Mir scheint, als wüsste ich immer mehr, als ich sollte,

dann überfällt mich ein merkwürdiges Schaudern,

das von mir Besitz ergreift.

Ich wusste Ihren Namen bereits.

Ich spürte bereits, dass Sie vor der Tür standen.

- Und nun erwarten Sie eine Erklärung von mir.

- Mr. Maule, wenn es eine gibt, dann muss ich sie wissen.

- Wie soll ich erklären, was in mir vorging?

Ich wollte nicht herkommen, als ich die Nachricht bekam.

Aber etwas trieb mich und hat mich hierher gebracht.

Mrs. Pyncheon, ich schwöre, als ich

noch zuhause war,

sah ich Sie schon am Klavier sitzen.

Ich sah Ihr Gesicht, Ihr Kleid,

wie Ihre Hände über die Tasten glitten.

Ich kannte Sie, als würde ich Sie seit meiner Geburt kennen,

oder sogar noch davor.

- Ja, ich hatte dasselbe Gefühl.

Wir kennen uns aber nicht.

Was geschieht mit uns, Mr. Maule?

- Sie wissen, dieses Haus ist verflucht.

- Hannah sagte mir so etwas.

- Sagte sie auch, dass der Mann, der diesen Fluch

aussprach, Matthew Maule,

unter dem Haus begraben wurde?

- Letzte Nacht öffnete sich meine Tür, aber es war niemand da.

Jemand oder etwas kam in mein Zimmer,

ich konnte es spüren.

Es verschwand dann und ich fand dies hier, einen Anhänger.

- Dieses Bild, ist es von Ihnen?

- Nein.

Ich weiß nicht, wer sie ist,

oder was der Anhänger bedeutet.

Ich hatte nicht vor, mit Ihnen hier zu reden,

aber etwas drängte mich dazu, es Ihnen zu geben.

- Es ist vielleicht unsere Antwort.

- Ich weiß sie nicht.

Oder ob ich sie hören möchte.

Ich werde gehen.

Ich will vergessen,

dass das Haus der sieben Giebel existiert.

- Alice!

Alice?

Alice!

Alice, ich muss mit dir reden.

- Gerald, wir haben nichts zu bereden.

Ich will bloß weg aus diesem Haus.

- Erst, wenn ich es dir sage.

- Gerald, ich halte es nicht mehr aus.

Ich drehe durch!

Halte mich nicht auf.

Gleich morgen früh reise ich ab.

- Alice, du bist meine Frau!

Du tust, was ich...

- Nora.

Nora.

Nora.

Nora.

- Matthew, du bist gekommen, nach den vielen Jahren des Wartens.

- Nora.

- Sie nannten mich Matthew.

- Es war auch ein anderer Mann hier.

Er trug die Lederschürze eines Hufschmieds.

- Matthew Maules Hufschmiede stand damals hier,

beim Brunnen, bevor das Haus

der sieben Giebel gebaut wurde.

- Was wollte er von mir?

Wieso rief er mich in den Garten?

- Vielleicht wusste er von mir.

Ich sagte Ihnen, ich kenne Sie,

bevor ich geboren wurde.

Ich denke jetzt, es war lange vorher.

Vielleicht hat das, was wir spüren, schon vor 150 Jahren begonnen.

- Und der Anhänger wollte uns das sagen?

- Ich glaube es.

Alice, hieß Ihre Großmutter zufällig Holbrook,

Deborah Holbrook?

- Woher wissen Sie das?

- Ich ging viele alte Papiere durch,

nachdem Sie mir das gegeben hatten.

Alice, die Frau in dem Anhänger ist Nora Holbrook.

- Matthew nannte mich Nora.

- Nora Holbrook war das Mädchen, das Matthew

heiraten wollte, bevor man ihn hängte.

Wegen Hexerei verurteilt von Colonel Jeffrey Pyncheon,

denn Pyncheon wollte dieses Land,

das Land, auf dem wir stehen.

- Aber wieso ist dann Matthews Grab dort?

- Als Pyncheon das Haus bauen wollte,

gab es nur einen Baumeister, den er anstellen konnte,

Matthews Bruder.

Oh, das waren abergläubische Zeiten, Alice.

Pyncheon ignorierte Matthews Fluch,

aber der tote Bruder wollte die Erfüllung.

- Er ging in Erfüllung.

- Und diese Melodie...

„Ja?

- Nora Holbrook schrieb sie damals für Matthew.

Verstehen Sie?

Matthew wurde gehängt, bevor

sie ihre Liebe verwirklichen konnten.

Aber sie erlosch nicht mit Matthew.

Er will, dass sie wieder erblüht, durch uns.

- Jonathan, wir können diese Liebe nicht leben.

- Warum wurden wir dann zusammen gebracht,

wenn wir uns nicht lieben sollen?

- Planst du etwas, das du bereuen würdest, Gerald?

- Misch dich nicht ein, Hannah.

- Ich sah sie von meinem Fenster aus.

- Dann weißt du, warum ich ihn umbringen werde.

- Er ist deine einzige Chance, das Gewölbe zu finden.

Siehst du nicht, dass die beiden der Schlüssel

zu allem sind?

- Die?

Du bist verrückt.

- Ich will meinen Anteil.

Das verdirbst du mir nicht.

- Soll ich mir meine Frau wegnehmen lassen?

- Stolz kann man nicht essen.

Hast du es gefunden,

tu, was du willst.

Aber nicht jetzt.

- Ich bin noch Geralds Frau.

Bitte geh jetzt.

- Alice...

- Wir werden uns nie wiedersehen.

- Also gut.

Ich wünschte nur, ich hätte das Recht gehabt,

für meine eigene Liebe zu sprechen, nicht für Matthews.

- Nora.

Nora.

Nora.

- Warum bist du hier?

- Ich weiß es nicht.

- Wieso?

Hat Jonathan Maule dich hergeschickt?

- Nein.

- Lüg nicht.

Er sagte dir, wo das Gewölbe ist.

- Nein, das ist nicht wahr.

- Soll ich dich zwingen, es mir zu sagen, Alice?

Was ist hier los?

Bist du bereit, Jonathan Türen zu öffnen,

die du vor mir verschlossen hältst?

- Gerald!

Ah!

- Wer kann das sein?

- Was ist das, Alice?

Der Geist von Matthew Maule?

Warum?

Ist er etwa von Jonathan beschworen,

damit er zwischen dich und mich tritt?

Will er das?

- Ich bat dich darum, zu gehen.

Du brachtest Matthew Maule zurück, du allein.

- Wenn du mich haben willst, Maule, hier bin ich!

Ich warte.

Vernichte mich doch!

Falls nicht, bekomme ich, was ich will,

und du hast für immer verloren!

- Hol etwas Wasser, Gerald.

- Es ist Blut.

- Wasser!

Was hast du erwartet, Gerald?

Das Wasser ist von Maules Brunnen.

Der Mörtel in den Wänden wurde damit angerührt.

Was erwartest du außer Blut von Matthew Maule?

- Aber ich bin noch da, Hannah.

Und ich schmecke auch noch kein Blut.

Wenn das das ganze Ausmaß von Maules Rache ist,

hält er mich nicht von meiner Suche ab.

Es bewegt sich.

- Kann ich zusehen, Gerald?

Dann kann ich mir meines Teils sicher sein.

Wenn die Urkunde über das alte Land in Maine hier ist,

dann sind wir Millionäre.

- Mehr als genug für uns beide.

- Der halbe Arm fehlt.

- Matthew Maule war Hufschmied, mit zwei gesunden Armen.

- Jonathan schickte Alice hier runter.

Das Geheimnis des Gewölbes muss in diesem Grab sein.

Das Porträt im Arbeitszimmer

und dieser Pfeil, ein Hebel müsste dort versteckt sein.

Du hattest Recht, Hannah.

Maule und meine Frau waren der Schlüssel,

sie wollten die Urkunde selbst.

Jetzt zufrieden, Hannah?

Ein Pyncheon überlistet die Maules.

- Und du bist dieser Pyncheon?

- Das sagt das hier.

Oder bewegt dich gar ein eigener Anreiz?

- Die Macht des Fluchs hat bisher nie eine Frau

unserer Familie getroffen.

Ich bin zufrieden damit, das neue Vermögen zu teilen,

so lange du lebst.

- Du scheinst zuversichtlich, Schwester.

- Du behauptest doch, ich gebe mich nur mit Hexen

und Dämonen ab.

Was habe ich zu fürchten?

Wollen wir hinauf und unseren Sieg feiern?

- Warum nicht?

Es ist eine Nacht zum Feiern.

Aber ich habe die Absicht, allein zu feiern.

- Du hast sie getötet!

Deine eigene Schwester, in Gottes Namen!

- Wohin so schnell, Alice, zur Polizei?

Du willst mich hängen sehen,

damit du zu deinem Jonathan kannst, was?

- Er sagte mir, geh nicht zurück.

Er wusste von dem Fluch,

er hat mir alles erzählt.

Lass mich los, Gerald, lass los!

- Natürlich, geliebte Frau.

Ich lasse dich zu Jonathan gehen.

Aber, wie wäre es denn mit einem Kompromiss,

einem anderen Maule?

- Gerald!

Gerald!

Alice.

- Alice!

Alice!

Alice!

Alice!

Alice!

Alice!

Alice!

Alice!

Der letzte Pyncheon ist tot, Alice.

Der Fluch ist erfüllt.

- Und so fand das Haus der sieben Giebel

sein Ende, zerstört durch die Fäulnis, die Gier und des Hasses,

die schon die Grundmauern zerfressen hatten.

Jetzt endlich konnte Matthew Maule Frieden finden.

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