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Ich bin immer noch lauter.
Jungs?
Wartet auf mich.
Ihr habt beide keinen Korb.
Cal?
Jetzt dein Bruder.
"Einige der Männer, die…" Ich weiß nicht mehr, wo ich war.
Wahrscheinlich hier.
"Je mehr wir hören…"
-Sind die noch essbar? -Ja.
Was heißt "Reis" auf Chinesisch?
Ich darf euch doch kein Kantonesisch mehr beibringen.
-Er muss es nicht wissen. -Cal.
Aron ist dran.
-Warum waschen wir den Reis? -Damit er nicht klebt.
Wer lehrte dich kochen?
Der Mann, der mich aufzog.
Er war Koch, wie ich.
Und deine Mutter?
Meine Mutter starb, als ich sehr jung war, wie eure.
Haben die sich verfahren?
Plötzlich fing es an zu regnen und unser Dach war auf.
Wir waren so froh, Ihre Ranch zu finden.
Kommt ihr Hallo sagen?
Ich bin Mr Bacon und das ist Mrs Bacon.
Meine Tochter heißt Abra und wir wohnen in Salinas.
-Kinder, geht doch spielen. -Geh schon, Schatz.
Achte auf dein Kleid.
Beeilt euch. Los.
Los, beeilt euch.
Haben Sie Ihr Land etwa nie bewirtschaftet?
Nun, ich bin wohl ein bequemer Mann.
Mein Vater hinterließ mir so viel, dass ich nie arbeiten musste.
Ein reicher Mann, der nicht arbeitet, ist nicht bequem, sondern schlau.
Sind Sie ganz allein hier?
Wer kümmert sich um die lieben Jungen?
Lee ist ihr Erzieher und ihr Lehrer.
Ein Chinese ersetzt doch keine Mutter oder eine anständige Schule.
Kann er lesen?
Lee geben sein Bestes, Missus.
Sehr schwere Sprache, Englisch.
Ziehen Sie doch nach Salinas.
Dann könnten sie unsere gute Schule besuchen.
Wenn Sie nicht anbauen, können Sie doch vom Land profitieren.
Meine Firma findet gern einen zuverlässigen Pächter.
Ich könnte es selbst regeln.
Aron, tun wir so, als wären wir groß und das unser Haus.
Du bist mein Mann und ich deine Frau.
Spielen wir was anderes?
Was denn?
Du könntest meine Mutter sein.
Komm her, liebes Kind. Leg deinen Kopf auf Mutters Schoß.
-Hättest du gern eine Mutter? -Jeder will eine Mutter haben.
Wo ist eure begraben?
In Salinas, schätze ich.
Ihr solltet es herausfinden und Blumen auf ihr Grab legen.
-Ich kenne ein Geheimnis. -Welches?
Aron verrät es nur.
-Er verrät immer alles. -Nicht, wenn du es sagst.
Unsere Mutter soll nicht tot sein, sondern nur weggerannt sein.
Sagt wer?
Männer im Postamt in King City.
Sie sahen mich nicht.
Ich finde sie und bringe sie zurück.
Vater sagt, Mutter ist tot.
-Vielleicht hat er gelogen. -Du lügst!
-Warum sollte sie wegrennen? -Weil sie uns nicht mag.
Aron!
Aron!
Sind sie weg?
Ich mochte sie nicht.
Du etwa?
Lee hat mir doch diesen Stern gezeigt.
Er sagte,
er sei unsere Mutter
und sie würde uns lieben, solange das Licht da ist.
Denkst du, Lee ist ein Lügner?
Ich habe nur gescherzt, Aron.
Es war wirklich nur ein Scherz.
TEIL FÜNF AUFBRUCH
Samuel.
Adam.
Lee.
Es ist immer noch ein schönes Haus.
Es wäre schade, es nicht fertigzustellen.
Das ist meine Entscheidung.
All die Jahre hast du rumgesessen und an Verlorenem festgehalten.
Bist du stolz auf deinen Schmerz?
Fühlst du dich durch ihn groß und tragisch?
Ich wollte keine Predigt, Samuel.
Lee sagt,
du sprichst kaum mit deinen Söhnen.
Deine Frau hat sie im Stich gelassen.
Lass du sie nicht auch im Stich.
Das tue ich nicht.
Nur weil du nicht gegangen bist, bist du nicht gleich hier, Adam.
Hast du je ein Gerücht gehört, dass Cathy in Salinas ist?
Ach, hör doch endlich damit auf, um deiner Kinder willen.
Ich sag dir, was du tust, damit du nicht denkst, du wärst der Erste.
Wenn du abends zu Bett gehst, steht sie in der Tür
und das Licht lässt durch ihr Nachthemd blicken.
Und sie kommt zu deinem Bett und du riechst ihre Haut.
-Und sie riecht wie keine andere. -Hör auf, verdammt noch mal!
Auch zu mir kam eine Frau so.
Nacht für Nacht, Monat für Monat, Jahr für Jahr.
Und Liza zuliebe hätte ich ihr mein Herz verschließen sollen, aber…
…das tat ich nicht.
Ich habe mein Gedächtnis durchforstet, so wie…
…Männer den Dreck unter ödem Boden nach Goldstaub durchkämmen.
Du bist zu jung, um in Erinnerungen zu schwelgen.
Du solltest neue schaffen.
Wolltest du mir etwa nur Poesie vortragen?
Nein.
Wollte ich nicht.
Ich…
Ich möchte mich verabschieden.
Meine Tochter Olive hat uns gebeten, zu ihr nach Salinas zu ziehen.
Also verlassen wir unseren Hof.
Und wann kommt ihr zurück?
Vermutliche nie.
Jungs, geht zu Bett. Wascht euch hinter den Ohren.
Gute Nacht, Vater.
Mr Hamilton.
Gute Nacht, Aron.
Nacht, Caleb. Cal.
Sie wirken älter als elf.
Ohne eine Frau, die Wert auf Babys legt, mussten sie sich nie wie welche benehmen.
Ich habe ein Abschiedsgeschenk für dich. Ich habe es seit Jahren.
-Ein Geschenk? -Eine Geschichte.
Als wir den Zwillingen Namen gaben, hast du aus der Genesis gelesen.
-Ja, Kain und Abel. -Ja.
Stimmt.
Es gab eine Stelle, die mich störte.
Als Gott Kain für seinen Zorn rügt.
In der King-James-Bibel sagt Gott zu Kain: "Du wirst über die Sünde herrschen."
Es ist eine Verheißung.
Aber dann las ich die American-Standard-Bibel
und in dieser Version sagt Gott: "Du sollst über sie herrschen."
-Eher ein Befehl. -Ganz genau.
Was waren also die ursprünglichen Wörter,
die so unterschiedliche Bedeutungen hervorriefen?
Hast du etwa Hebräisch gelernt?
Mit etwas Hilfe.
-Adam, wusstest du davon? -Er spricht mit mir nicht wie mit dir.
Weil du nicht zuhörst.
Mein Freund kennt Juden in San Francisco.
Sie fanden das hebräische Wort heraus:
Timshel.
Es bedeutet "du kannst".
Du kannst über die Sünde triumphieren.
Und du denkst, das wäre wichtig?
Es ist das wichtigste aller Wörter.
Es ermöglicht eine Wahl.
Nicht Gott oder unsere Vergangenheit bestimmen über unsere Zukunft.
Selbst Kain kann,
trotz seiner Schwäche und des Mordes an seinem Bruder,
immer noch seinen Weg wählen.
Wegen Timshel.
"Du kannst."
Du hast das Pferd schon ewig. Es war schon alt, als wir uns trafen.
Ja, er ist 33.
Ich füttere ihm Brei aus der Hand.
Manchmal weint er im Schlaf.
Du solltest ihn erlösen.
Würdest du ihn erschießen?
Warum nicht?
Seine Zeit ist längst vorüber.
Du würdest ihn erschießen, weil der Tod angenehmer wäre?
Ja, ich denke, das würde ich.
Hey.
Gefällt dir dein Leben?
Natürlich nicht.
Wenn ich ein Mittel hätte, das dich heilen könnte,
dich aber auch töten könnte, sollte ich es dir geben?
-Welches Mittel? -Sam.
Was auch passiert, Lee, ich übernehme die Verantwortung.
Willst du das Mittel, Adam?
Ja.
Cathy ist in Salinas.
Man kennt sie dort als Kate Albey.
Sie war eine Hure und nun besitzt sie das Hurenhaus.
Und das Haus, das sie führt, ist das lasterhafteste und verdorbenste
auf dieser Seite des Landes.
Du bist ein Lügner.
Bin ich nicht.
Dein Mittel wirkt wie Gift.
Das "kann" sein, Lee.
Aus Wissen
ergibt sich eine Wahl.
Und…
…um eine Chance zu haben,
musste er es wissen.
SECHS MONATE SPÄTER
Ich lasse einen Kranz schicken
und eine Karte an Mrs Hamilton von uns allen.
Kennst du da jemanden?
Louis Lippo vielleicht. Rabbit Holman. Sie waren beide Freunde von uns.
Besuchst du Mutter?
Auf dem Friedhof.
In Salinas.
-Ihr Grab ist am anderen Endes des Landes. -Wie kam es da hin?
Wir schickten sie per Zug.
Das ist nicht unüblich.
Fast jeder Chinese wird nach dem Tod zurück nach China geschickt.
Samuel Hamilton war ein Tausendsassa.
Erfinder, Philosoph, Spaßvogel, Vertrauter,
Freund.
Vor allem aber Ehemann und Vater, denn seine Familie bedeutete ihm alles.
Sam sagte immer,
ein wahrer Mann dürfe sich nicht von Trauer zerstören lassen.
Möge sie uns nicht zerstören.
Kalt da draußen.
Ein Rum, um die Kälte zu vertreiben?
Ja, danke.
Wir haben Zimmer frei, falls Sie übernachten.
-Nein, mein Zug ist nur verspätet. -Wohin?
Nach King City.
-Sind Sie schone lang in dieser Stadt? -Schon bevor es eine Stadt war.
Was wissen Sie über Kate's?
Halten Sie sich fern.
Ja?
Ich möchte zu Kate.
Kommen Sie später. Wir haben noch zu.
Sag ihr, Adam Trask ist hier.
Mister.
Sie können jetzt zu ihr.
Herein.
Hallo, Adam.
Joe, geh ruhig.
Noch einen Drink?
Dem Geruch nach hast du Rum getrunken.
Wie eigenartig.
Ich habe dich lange erwartet, und…
…als du nicht kamst, habe ich dich…
…na ja, wohl vergessen.
Ich habe dich nicht vergessen.
Danke.
Lebst du noch auf der staubigen Ranch?
Ja.
Du bist also nur meinetwegen hier?
Nein.
Nein, ich bin in der Stadt, weil Sam Hamilton bestattet wurde.
Gut, dass er tot ist.
Warum?
Er war ein guter Mann.
Sein Blick gefiel mir nicht.
-Mir hat er geholfen. -Ihr seid beide Narren.
-Komm schon, Cathy. -Kate.
Warst du etwa immer so?
-Niemand bleibt 19. -Nicht das.
-Du bist auch älter. -Nein, mein Gott.
Ich will die Frau verstehen, die ich geliebt habe.
Das hast du nie.
Mehr als alles.
Wie kannst du jemanden lieben, den du kaum kennst?
Na gut, dann sag es mir.
Was denn?
Sag mir, wer du bist.
Bitte.
Bitte.
Ich wusste schon immer,
dass sie alle dumme, verlogene Narren waren.
Wer?
Meine Mutter.
Mein Vater, unsere Nachbarn, alle.
Sie taten so, als wären sie gut, aber… sie kannten mich nicht.
"Ist sie nicht lieb?", sagten sie. "Ist sie nicht hübsch?"
Ich konnte tun, was ich wollte, und niemand hat was gesehen.
Was denn? Was haben sie nicht gesehen?
Ich…
Ich trieb einen Mann in den Selbstmord, als ich 14 war.
Er gab sich als nett, aber das war er nicht.
Er wollte nur mit mir schlafen.
Und ich war nur ein Kind.
Wolltest du das etwa hören?
Wolltest du das etwa wissen?
Gibt es auf der Welt nur Bosheit und Dummheit?
-Glaubst du das? -Ich weiß es.
-Ich kann es beweisen. -Beweisen?
Ganz genau.
Das ist ein Senator. Er will für den Kongress kandidieren.
Diesem Stadtrat gehört das halbe County.
Dieser Professor reist extra an, um sein Gesicht ins Klo drücken zu lassen.
Das ist ein Arzt.
Das ist ein Richter.
Und das ist ein Prediger.
Da ist dein Beweis, wer diese Männer wirklich sind.
Und wenn sie mir je drohen,
landen die Umschläge da, wo sie am meisten Schaden anrichten.
Diese Männer sind also böse.
Und ich bin ein Narr.
Und was ist mit dir?
Was ist mit mir?
Was für eine Mutter lässt ihre Kinder zurück?
Ist es eine böse oder eine närrische Mutter?
Ich bin zwar ihre Mutter, aber…
…bist du wirklich ihr Vater?
Wie oft ließ ich dich nah genug ran, um Kinder zu zeugen?
Charles dagegen…
Ihn hätte ich lieben können.
Er war mir ähnlich, findest du nicht?
Hast du nichts zu sagen?
Du tust mir leid.
Ich tue dir leid?
Du kennst die Hässlichkeit der Menschen,
aber du siehst den Rest nicht.
Du siehst nur eine Seite.
Du glaubst nicht, dass ich dich wirklich geliebt habe.
Du glaubst nicht, dass diese Männer gut sein könnten.
-Du denkst, es gäbe nur diese eine Seite. -Ich sehe die Wahrheit.
Vielleicht erahnst du sie.
Eine Güte.
Überall.
Aber wie schrecklich wäre es zu wissen,
dass sie existiert,
und sie nicht zu erreichen.
Wovon zur Hölle redest du?
Leb wohl, Cathy.
Adam, denkst du etwa, du wärst frei?
Ich könnte dich ohne Mühe um den Finger wickeln.
Adam!
Du kommst zurückgekrochen!
Du wirst mich anbetteln!
Aron.
Cal. Kommt her.
Kommt her.
Was haltet ihr Jungs davon, wenn wir nach Salinas ziehen?
-Ihr könntet mit anderen zur Schule gehen. -Wir ziehen weg?
Ja, wir finden ein neues Zuhause in der Stadt.
-Gehen wir zu einem Baseballspiel? -Natürlich. Warum nicht?
Wir tun, wonach uns ist.
Jungs, ihr habt eure Aufgaben.
-Wir reden später. -Das kann warten.
Die Pferde brauchen Futter. Jungs, los.
Los. Kommt.
Na gut.
Du hast sie also gesehen.
Ich kannte sie nie, Lee.
Die Frau, die ich hatte, hab ich erfunden.
Ich fühle mich jetzt frei.
Ich kann diesen Ort verlassen, bei meinen Jungen sein.
Ein neues Leben beginnen.
Nun, wenn du frei bist,
könntest du mich entlassen.
Du willst gehen?
Bist du nicht glücklich hier?
Ich wusste wohl nie, was Glück ist.
Es ist schwer, zufrieden zu sein, wenn so vieles unerledigt ist.
Was denn?
Für eine Sache ist es zu spät.
Eine Frau.
Meine eigenen Söhne.
Du hast doch sicher noch Zeit.
Da ist etwas anderes.
Ich hätte gern ein eigenes Geschäft.
-Eine Wäscherei. -Es gibt genug chinesische Wäschereien.
Nein, ich würde gern eine Buchhandlung haben.
In San Francisco, mit englischen und chinesischen Büchern.
-Ich kann dir Geld leihen. -Ich habe das Geld schon.
Was hält dich ab?
Gebraucht zu werden ist gut für einen einsamen Mann.
Könntest du warten?
Bis wir in Salinas angekommen sind.
Hilf uns durch den Wandel.
Lieber Bruder Charles,
du wirst überrascht sein, nach all der Zeit von mir zu hören.
Ich habe Zwillingssöhne.
Ihre Mutter ist nicht mehr bei uns.
Viele Jahre war ich in schlechter Verfassung.
Doch jetzt geht es mir endlich gut.
Wir lebten auf einer Ranch im Tal, ziehen nun aber nach Salinas.
Besuch uns doch.
-Es ist ein tolles Land. -Das nehme ich. Danke.
Du findest vielleicht auch ein Zuhause.
Es gibt vieles, was ich nicht aufschreiben kann.
Schreib bald und komm uns besuchen.
Dein Bruder, Adam.
P.S.: Charles, ich habe dich nie gehasst.
Egal, was war.
Ich hab dich immer als meinen Bruder geliebt.
Warum hängt das in Vaters Zimmer?
Er hasste ihn doch.
Menschen haben mehr als eine Seite. Hör auf. Strom ist teuer.
Lee?
Das ist sie,
oder?
Ja.
Wer?
Unsere Mutter.
Sie war wunderschön.
Ist das eine Narbe?
Jungs, macht doch euer Zimmer fertig.
Auf.
Du solltest ihnen die Wahrheit über ihre Mutter sagen.
Sie sollten es von dir hören.
Vielleicht. Wenn sie älter sind.
Sie ist auf der anderen Seite der Gleise. Zehn Minuten von hier.
Sie verdienen gute Erinnerungen an sie und ich nehme sie ihnen nicht.
Wusstest du, dass meine Mutter sehr jung starb?
Nein.
Weil du dich in all der Zeit nie nach meiner Familie erkundigt hast.
Der Mann, der mich großzog, war ein Koch namens Lau.
Er konnte seine Schulden nicht bezahlen, also meldete er sich für den Eisenbahnbau.
Lau entdeckte meine Mutter auf See.
Sie war als Mann verkleidet.
Sie versteckte ihr Geschlecht. Sie mochten einander.
Er erzählte ihr Geschichten.
Sie erzählte ihm ihr Geheimnis.
Sie war schwanger.
Er versprach zu helfen.
In San Francisco wurden sie in Wagen gepfercht
und in die Sierra Nevada gebracht, um Tunnel zu graben.
Meine Mutter tat ihr Bestes, um ihren Zustand zu verbergen.
Warum gingen sie nicht zu den Chefs?
Sie hätten ihr geholfen.
Weißt du, warum sie nur Männer aus China holten?
Damit wir uns nicht vermehren.
Weiß Gott, was sie ihr angetan hätten.
Sie planten also die Flucht.
Wenige Tage, bevor sie fliehen wollten,
löste sich ein Fels und brach meinem Vater das Bein.
Ob durch Arbeit oder Sorge, meine Mutter bekam vorzeitige Wehen.
Als mein Vater den Schrei hörte,
"Frau",
wusste er es.
Diese zur Arbeit verpflichteten Männer
waren halb verrückt vor Hunger, Erschöpfung und Einsamkeit,
vor unmenschlicher Behandlung.
Die vielen Verbrechen, die an diesen Männern begangen wurden,
brachen in eine Art Wahnsinn aus.
Als mein Vater bei ihr ankam,
hatte meine Mutter keine Augen mehr, mit denen sie hätte sehen können.
Sie starb auf…
…auf einem Haufen Schiefer…
…in der Nachmittagssonne.
Mein Vater konnte mich aus ihr herauszerren.
Lebendig.
Mein Vater erzählte es mir immer wieder,
schon als ich klein war.
Ich bin froh, dass er es tat.
In der Wahrheit liegt Schönheit.
Selbst wenn sie schrecklich ist.
-Lee. -Adam.
Wenn du deinen Söhnen weiterhin diese Lüge über ihre Mutter erzählst,
wird sie alles vergiften.
Wenn sie die Wahrheit erfahren, verlieren sie das Vertrauen in dich.
Du wirst sie verlieren.
Und was soll ich ihnen sagen?
Dass ihre Mutter eine Hure ist? Eine Hurenherrin?
Dass sie mich töten wollte? Dass sie sie im Stich ließ?
Was genau soll ich ihnen sagen?
Du hast mir verboten, ihnen Kantonesisch beizubringen.
Du hast sie monatelang nicht einmal angeschaut.
Ich sagte nichts.
In dieser Sache muss ich darauf bestehen.
Sag ihnen genug, damit ihr alle später nicht leidet.
Ich überlege es mir.
Du verschwendest meine Zeit.
-Vorsicht. -Du lügst dich selbst an.
-Halt's Maul! -Dein Pfad ist besiegelt, Adam.
Du wirst deiner Konditionierung folgen.
Was du Denken oder Liebe nennst, ändert das nicht.
Nichts ändert etwas daran. Du kannst dich nicht ändern.
Dessie Hamilton übernimmt die Wäsche.
Ich habe Rezepte für einfache Mahlzeiten dagelassen.
Die Jungs können helfen. Sie kennen sich in der Küche aus.
Sie können mir an das Lee Tong schreiben.
Das ist eine Art Verein.
Meine Bücher sind in Kisten.
Schick sie mir bitte nach, wenn ich eine Wohnung gefunden habe.
Du verpasst noch deinen Zug.
Cal, Aron.
-Wir sehen uns. -Komm uns besuchen.
Hey, Jungs! Lasst uns ein Automobil kaufen gehen!
Wirklich?
Warum nicht?
Los, macht euch fertig! Beeilt euch!
Los.
Beeilt euch.
Onkel.
Verlaufen?
Kennst du das Lee Tong?
Ich war sicher, dass es hier ist.
Das gibt es nicht mehr.
Es wurde von den Bränden zerstört.
Nach dem Erdbeben.
Kennst du einen Gelehrten namens Lau?
Er war beim Lee Tong.
Lucky Lau?
Keine Sorge, er ist gesund und munter.
Und er spielt immer noch Baccarat.
Steigen Sie ein?
Du musst dich irren.
Er ist ein gelehrter Mann,
ein Mann mit Prinzipien.
Onkel.
Suchen Sie eine Unterkunft?
Wie viele teilen sich das Zimmer?
Das hängt davon ab,
wie viele heute noch kommen.
-Prost. -Prost.
Mein Kantonesisch ist nicht so gut.
Ich habe es lange nicht gesprochen.
Zum Glück spreche ich sehr gut Englisch.
-Woher kommen Sie? -Von hier. Ich bin in Kalifornien geboren.
Ein amerikanischer Onkel.
Was führt Sie nach San Francisco?
Ich will eine Buchhandlung eröffnen.
-Sie brauchen Schutz. -Ich passe auf mich selbst auf.
Wie verhandeln Sie mit den Tongs?
Haben Sie Geld, um die Polizei zu bestechen?
Die schwarze Hand?
Was ist Ihr Plan?
Es ist eigenartig.
Ich war immer derjenige, der sich auf alles vorbereitet,
aber jetzt scheint mein Traum mich mir selbst entfremdet zu haben.
Ich glaube, das tun alle Träume.
Es war ein Traum, den Lau und ich teilten:
unser Buchhandel.
Wir wollten einen Ort erschaffen, der der Gemeinde dient.
Lau dient der Gemeinde.
Er nimmt ihr Geld.
Selbst wenn sie verlieren,
kriegen alle Spieler bei Lucky Lau was zu essen.
Es muss einsam gewesen sein,
in der Welt der Weißen.
Wie haben Sie das überlebt?
Ich hatte eine imaginäre Ehefrau.
Ich habe ihr alles erzählt, was ich getan hab.
All meine Sorgen.
-Hat sie gesprochen? -Sie war nicht sehr gesprächig.
Aber eine tolle Zuhörerin.
Und dann habe ich…
…aufgehört, mit ihr zu reden.
Warum?
Ich war wohl zu beschäftigt.
Meine Arbeit umfasste viele Aufgaben. Koch, Haushälter, Buchhalter.
Krankenpfleger.
Lehrer.
Klingt so, als wären Sie die imaginäre Frau gewesen.
Früher zünden, weniger Gas geben.
-Puh. -Das sagte er.
Es geht nicht.
-Vielleicht ist der Motor zu heiß. -Gebt mir nur eine Minute.
Also gut.
Soll ich den Mechaniker holen? Er zeigt es uns.
Wir brauchen ihn nicht.
-Mr Trask. -Was?
Brief für Sie.
-Donnerwetter! Ist das Ihres? -Ja.
-Wenn es anspringt. -Haben Sie auf Batterie umgestellt?
Das vergisst mein Bruder immer.
-Ja! -Na also, seht ihr?
-Hat lang genug gedauert. -Ihr Bruder kann mich mal.
Ich bin gleich zurück.
LEIDER MÜSSEN WIR IHNEN MITTEILEN,
DASS IHR BRUDER CHARLES TRASK AN EINER LUNGENERKRANKUNG STARB.
SEIN BETRÄCHTLICHES VERMÖGEN ÜBER 100.000 $
VERMACHTE ER ZU GLEICHEN TEILEN IHNEN UND IHRER EHEFRAU.
Vater?
Kommt her.
Mir geht's gut.
Mir geht's gut.
Ich hatte einen Bruder.
Genau wie ihr.
Er hieß Charles.
Wir hatten lange nicht gesprochen.
Ich habe erfahren, dass er tot ist.
Schon gut. Oh, schon gut. Danke.
Danke.
Cal?
Neulich klang es so, als würden Lee und Vater streiten.
Glaubst du, Lee ist deshalb gegangen?
Nein.
Du bist aufgestanden, nicht wahr?
Ich war wach und du warst weg.
Konntest du hören, worüber sie stritten?
Sie…
Sie haben nicht gestritten.
Sie waren nur aufgebracht.
Weshalb?
Vater schickt unserer Mutter einen Kranz.
Für ihr Grab.
Ein großer Kranz aus Nelken.
Wie kommt er dahin?
Mit dem Zug. Sprich nicht so laut.
Aber wie hält er ihn frisch?
Sie packen Eis drum herum.
Braucht man da nicht viel Eis?
Verdammt viel Eis.
Ein großer Kranz.
Wie schön.
Ich hoffe, dass er frisch ankommt.
Lieber Gott, bitte lass mich wie Aron sein.
Lass mich nicht gemein sein.
Ich will nicht einsam sein.
Ich will nicht gemein sein.
Ich will nicht gemein sein.
Lass mich nicht gemein sein.
Lass mich nicht gemein sein.
DU SOLLTEST DAS HABEN
Cathy.
Untertitel von: Benjamin Weidelener
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