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Du übst schon wieder, Claire. Du vergisst wohl, dass wir hier Ferien
wollen. Komm, lass uns Tennis spielen gehen.
Ich kann es doch nicht. Außerdem muss ich für mein nächstes Konzert üben. Bis
deinem nächsten Konzert hast du noch drei Wochen Zeit.
Also schön, ich komme mit.
Aber du musst viel Geduld mit mir haben, ja? Ich werde mir große Mühe geben.
Ich kann es einfach nicht. Ich schlage jeden Ball ins Auge. Und du gibst viel
leicht auf.
Aber schön, machen wir Schluss für heute.
Also ich finde, dass Sie gar nicht so schlecht spielen.
Aber Ihre Lehrerin ist nicht sehr geduldig mit Ihnen.
Gestatten Sie, dass ich mich vorstelle? Adelmo Belli.
Mütterlicherseits bin ich Italiener, väterlicherseits Franzose.
Ich heiße Clara Sass und das ist meine Cousine Stefanie. Wir machen hier
Clara Sass? Die berühmte Pianistin?
Wir haben doch letztes Jahr den Chopin -Preis erhalten.
Ja, stimmt, Monsieur. Woher sind Sie so gut informiert über mich?
Ich weiß es eben.
Sie sind vorhin mit dem Taxi gekommen.
Darf ich Sie jetzt mit meinem Wagen nach Hause bringen? Das ist wirklich nicht
schön. Aber mit Vergnügen, Monsieur.
Sie bereiten mir eine große Freude. Bitte.
Ich bin ein fanatischer Liebhaber klassischer Musik.
Und ich habe viele Konzertabende von Ihnen besucht. Das erinnert mich. Wer
Ihr Lieblingskomponist? Chopin.
Besonders, wenn er von Ihnen gespielt wird, Mademoiselle.
Ich habe Ihr Gastspiel in London besucht.
Seinerzeit hatte ich dort beruflich zu tun und ich wollte mir die Gelegenheit
nicht entgehen lassen.
Ich beneide Sie um Ihr Leben.
Ja.
Manchmal habe ich selbst das Gefühl, dass es wirklich beneidenswert ist.
Wissen Sie, es ist ein großes Glück, dass mir von unserem Schöpfer so viel
Talent in die Wiege gelegt wurde.
Kunst kommt von Können und Sie können verdammt viel. Sie übt täglich viele
Stunden. Sind Sie auch Pianistin, mademoiselle? Ich spiele nur für den
Hausgebrauch. Trotzdem würde ich Sie gerne mal spielen hören.
Wenn Sie sich ein Gehörschaden zuziehen wollen.
Wissen Sie, mir schwebt ein ganz anderes Leben vor als das meiner Cousine.
Möchte vielleicht noch jemand an den Nachttisch? Ja, gerne.
Meine Desserts sind berühmt. Und in ihrer Herstellung liegt meine Begabung.
du übertreibst schamlos.
Sie ist wirklich kein Hausmütterchen. Stefanie hat Literatur und Philosophie
studiert und mit Auszeichnung promoviert. Sie ist hochbegabt.
ist sie wirklich eine glänzende Köchin.
Stefanie, ihr Cordon Bleu war hervorragend. Danke für das Kompliment.
Sollen Sie jetzt bitte das Dessert servieren?
Na, ab in die Küche.
Wieder gnädige Herbes hin.
Hoffentlich ist sie erst nicht beleidigt.
Stephanie hat viel Humor.
Wissen Sie, dass ich Sie bezaubernd finde, Claire?
Sie bringen mich in Verlegenheit.
Das liegt nicht in meiner Absicht.
Ich glaube, ich verzichte auf das Dessert. Ich gehe ein bisschen
Ganz wie Sie wollen.
Ich hätte große Lust, sie zu küssen.
Dann tun Sie es doch, Adelmo.
So, meine Herrschaften, hier kommt das Dessert.
Die Küsse haben mir den Atem erteilt. Ich liebe dich, Claire. Du bedeutest mir
alles. Ja, nämlich.
Mach mit mir, was du willst.
Mach mich glücklich, Adelmo. Ich seh mich so danach.
Komm.
Ja.
Ja, hallo? Hier ist Stephanie Dupré.
Ein Moment, bitte.
Claire, Telefon für dich.
Claire, Telefon für dich.
Geh nicht ran, Liebling.
Du musst, Claire. Der Anrufer hat gesagt, es ist wichtig.
Wer ist es denn?
Er hat seinen Namen nicht gesagt.
Vielleicht solltest du doch angehen.
Also schön.
Ach, du bist es, Eddie.
Nein, ich möchte während meiner Ferien kein Konzert geben.
Was? Wladimir Haselowitz ist krank?
Und ich soll für ihn auftreten?
Ja, aber er hat doch ein ganz anderes Repertoire als ich.
Entschuldige, das kann ich nicht.
Natürlich ist das eine große Chance für mich.
Also ehrlich gesagt, ich habe Angst, da aufzutreten.
Das Pariser Publikum ist sehr kritisch. Und wenn ich nicht optimal vorbereitet
bin, kann das meinem Ruf schaden.
Also schön.
Ich nehme die nächste Maschine, Eddie.
Salut.
Wladimir Haselowitz ist krank geworden.
Und ich muss an seiner Stelle auftreten.
Ich kann meinen Agenten nicht im Stich lassen.
Du musst es bitte verstehen, Adelmo.
Sie konnte sich vergessen, dass du in erster Linie Künstlerin bist.
Wollen Sie sie nicht begleiten?
Nein.
Ich habe da nichts.
Du warst wunderbar, Claire. Ich danke dir, Eddie.
Dieses Konzert war der Höhepunkt in einer Karriere.
Ich bezweifle sogar, dass Haslowitz einen so triumphalen Erfolg gehabt
Claire!
Bitte, Madame Belli.
Danke, Monsieur Belli.
Irgendwie bin ich sogar glücklich, dass Claire zu unserer Hochzeit nicht kommen
konnte. Ja, ich auch.
Ich finde es sehr nobel von Claire, dass sie uns ihre Villa zur Hochzeit
geschenkt hat. Ich habe allerdings einiges hier verändert.
Wirst du dich hier trotzdem wohlfühlen, Liebling?
Ja, natürlich.
Du hast alles sehr geschmackvoll eingerichtet.
Ich bin so glücklich, Antelmo.
Liebst du mich auch wirklich?
Ich habe dich sehr gern, mein Schatz.
Seid vorsichtig.
Nein.
Ruhig, mein Liebling.
Es ist schön, dich wieder zu sehen.
Wir haben uns immerhin über ein Jahr nicht gesehen.
Wie geht es Adelmo und dem Baby?
Danke, gut.
Bist du glücklich mit Adelmo? Ja.
Ihr dürft mir nicht böse sein, dass ich im Hotel abgestiegen bin.
War Adelmo enttäuscht darüber? Ja.
Warum hat er mich nicht abgeholt? Er ist sehr beschäftigt. In letzter Zeit hat
er sein Arbeitszimmer kaum verlassen.
Freust du dich, ihn wiederzusehen?
Mhm. Wirklich? Wie auf einen alten Freund.
Bist du sicher, dass er dir nichts mehr bedeutet?
Was soll die Frage?
Adelmo war für mich damals nichts mehr als ein Flirt. Sieh mich nicht so
unglaublich an.
Glaub mir, ich wäre für ihn nicht die richtige Frau gewesen.
Warum nicht?
Ich hätte Adelmo nur unglücklich gemacht.
Du bist die Idealfrau für ihn, Stephanie.
Zu Anfang habe ich das auch geglaubt, aber langsam fange ich an, daran zu
zweifeln.
Im Augenblick spielen wir nicht miteinander, sondern gegeneinander.
Also Stephanie, du musst im Takt bleiben.
Oh, ich habe es völlig verlernt.
Ach was, dir fehlt lediglich die Routine.
Also nochmal.
Eins, zwei.
Warum hast du denn ausgehört zu spielen?
Guten Tag, Claire.
Salü, Adelmo.
Mach uns die Freude und schlaf heute Nacht bei uns.
Ich mich auch.
Ja.
Ja.
Nein.
Ja. Stefania.
Bitte verzeih mir, mein Schatz.
Geh nicht weg, Adelmo.
Ich möchte nicht, dass du jetzt mir gegenüber ein Schuldgefühl hast.
Es war mir immer klar, dass du von Claire nie loskommen würdest.
Sie ist deine große Liebe.
Nicht ich.
Oh, Adelmo.
Ich wollte, ich hätte dich nie wieder gesehen.
Ihr habt euch aber wieder gesehen. Und es ist geschehen, was geschehen musste.
Es tut mir leid.
Aber ich liebe euch beide.
Oh! Oh!
Na, was macht denn unser kleiner Sonnenschein?
Marie -José schläft sich gut.
Salut Claire, ich hoffe, du hast dich gut erholt.
Hallo Eddie, was machst du hier nitzer?
Dich besuchen. Das Leben zu dritt scheint dir ja gut zu bekommen.
Und was hast du dagegen einzuwenden?
Na, lassen wir das.
Es geht mich ja schließlich nichts an, mit wem du deine Nächte verbringst. Ich
bin ja nur dein Manager.
Aber ich bin für die Verträge verantwortlich.
Und seit zwei Monaten hast du jedes Engagement abgelehnt, Claire.
Na und?
Du weißt genau, wie lange es dauert, so berühmt zu werden wie du. Und du weißt
ebenso genau, wie schnell man vergessen werden kann.
Ich finde es rührend, lieber Eddie, wie besorgt du um meine Karriere bist.
Aber du vergisst anscheinend, dass du mich in den vergangenen fünf Jahren von
einem Konzertsaal in den anderen gehetzt hast.
Schätzchen, du hast die ganze Welt gesehen. Ja, ich kenne jeden Flughafen
jeden verdammten Konzertsaal. Und ich habe eine Menge Geld verdient. Aber ich
bin seit meiner Kindheit immer ein Sklave der Musik gewesen. Und jetzt
mir vor, dass ich endlich einmal leben will.
Dein Leben, Claire, ist die Musik.
Und darum habe ich einen Vertrag mit der Carnegie Hall in New York
abgeschlossen.
Wir werden morgen früh mit der ersten Maschine fliegen.
Eine Künstlerin wie du braucht den Kontakt zu ihrem Publikum.
Wahrscheinlich hast du recht, Eddie.
Unser kleiner Liebling schläft schon wieder.
Also gut, fangen wir.
Es tut mir aufrichtig leid, Claire.
Aber ich bin der Meinung, du solltest etwas Abstand von Adelmo gewinnen.
Dieses Dreiecksverhältnis kann und darf in deinem eigenen Interesse keine
Zukunft haben.
Deine Worte tun mir sehr weh, Eddie.
Aber du bist ein guter Freund und wolltest immer nur weh.
Du warst so gut wie noch nie, Claire.
Es war ein überwältigender Erfolg.
Ich habe es hier noch nie erlebt, dass eine Künstlerin so gefeiert wurde wie
Du warst einfach fabelhaft. Die Kritiker werden sich überschlagen vor
Begeisterung.
Habe ich dir nicht prophezeit, dass dir die ganze Welt zu Füßen liegen wird?
Und wem hast du das zu verdanken?
Dir, Eddie.
Dir ganz allein.
Aber ich merke leider immer mehr, wie das Leben an mir vorbeigeht.
Das muss es nicht.
Weißt du, dass ich dich begehre, Claire?
So.
Claire, wir haben fast alles miteinander erlebt.
Außer der Liebe.
Aber vielleicht ist es jetzt nicht der beste Zeitpunkt, mich dir zu erklären.
Entschuldige, ich kann nicht anders.
Ich liebe dich, Claire.
Schon seit langem.
Viel Glück heute Abend, Adelmo, Stefanie.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft ich davon geträumt habe, mit dir zu
schlafen.
Ich habe noch nie für eine Frau so viel empfunden wie für dich, Claire.
Wie du lernst, ja.
Ja, schön.
Es ist toll mit dir.
Du kommst gleich, nicht? Ja.
Ja, komm mal.
Ich möchte, dass du ganz glücklich bist.
Ich bin auch kurz davor.
Oh, mein Schatz.
Bravo! Bravo!
Bravo!
Bravo! Bravo!
Bravo! Bravo!
Bravo! Bravo!
Bravo! Bravo! Bravo! Bravo! Bravo! Bravo! Bravo! Bravo! Bravo! Bravo!
Bravo!
Guten Abend.
Die Herren sind Konzertmanager aus Buenos Aires. Sie sind begeistert von
Geh bitte in deine Garderobe und zieh dich um. Ich gehe mit den beiden schon
voraus in Charlies Bar, um alles zu besprechen. Also bis nachher. Ja, bis
nachher. Kommen Sie, meine Herren. Madame, das Hass wird in einer halben
bei uns sein.
Ich hatte schreckliche Sehnsucht nach dir.
Ich liebe dich.
Ich werde dich nie mehr verlassen.
Wir bleiben für immer zusammen.
Nimm nicht ab, liebe.
Doch, ich muss rangehen.
Es ist bestimmt Eddie.
Ich kann doch böse sein, dass ich nicht gekommen bin.
Sie kann doch böse sein.
Ja, hallo?
Ach, du bist Eddie.
Tut mir leid, mein Schatz. Ich habe mich kurz hingelegt und bin eingeschlafen.
Und jetzt bin ich auch zu müde, um noch in Charlies Bar zu kommen.
Entschuldige mich bei den Herren, aber sag ihnen, dass ich mich sehr auf die
Tournee durch Südamerika freue.
Schließ ruhig den Vertrag mit ihnen ab.
Ja, das ist eine gute Gage.
Aber ich will einen Arm frei pro Woche. Salut.
So schließt du also deine Verträge ab.
Du bist wunderbar.
Oh, Liebling.
Du machst mich wahnsinnig erdämmt.
Jetzt bist du glücklicher, Elmo. Du darfst mich nie mehr verlassen. Nie
meine Geliebte.
Ja, lieblich.
Schlaf gut, mein kleiner Liebling. Wenn du morgen früh aufwachst, ist Papa
wieder da.
Gute Nacht.
Oh, Monsieur Jarreau, was wünschen Sie?
Entschuldigen Sie die Störung, darf ich einen Moment reinkommen? Meinetwegen.
Mir ist versehentlich ein Telegramm für Sie zugestellt worden.
Ich habe es erst bemerkt, nachdem ich es geöffnet hatte, Madame.
Es tut mir schrecklich leid.
Schon gut.
Vielen Dank.
Bin leider verhindert, morgen zu kommen. Stopp. Wichtige Geschäfte zwingen mich,
nach Südamerika zu fliegen. Stopp. Ich umarme dich und Marie -José Adelmo.
Triumphaler Erfolg von Claire Dessas vor ihrer Abreise nach Brasilien.
Sie sehen plötzlich so deprimiert aus, Madame Belli.
Trinken Sie einen Schluck.
Nein, danke.
Trinken Sie euch einen.
Es wird Ihnen schon nicht schlecht darauf.
Nun, erzählen Sie sich nicht so.
Aber... So ein Schluck hat schon Wunder bewirkt.
Na dann eben nicht. Ich habe es ja nur gut gemeint.
Tut mir wirklich leid, dass jemand verhindert ist zu kommen.
Ich wüsste nicht, was Sie das angeht.
Natürlich geht es mich nichts an.
Kommen Sie mal her.
Fühlen Sie sich nicht ein bisschen einsam ohne Ihren Mann?
Ich muss sagen, dass Sie eine Frau sind, die mich sehr reizen würde. Aber ich
habe auf normalen Wege bestimmt keine Chance bei Ihnen.
Oder vielleicht doch?
Na, was ist, Madame?
Ich würde sehr gerne mit Ihnen. Sie sind meine Kragenweite.
Und einen griffigen Körper haben Sie auch.
Und eine schöne Brust, oh ja.
Hören Sie auf, mich zu betatschen.
Ach, was.
Gehen Sie, oder ich rufe die Polizei.
Aus welchem Grund denn? Ich habe Ihnen doch nichts getan.
Wer sind Sie?
Das spielt keine Rolle.
Jedenfalls bin ich da.
Was wollen Sie von mir? Ein bisschen Zärtlichkeit.
Mit Ihnen allein würde ich schon schlafen, aber... Hören Sie, die zwei
Sozialfälle, die wollen auch weh.
Los, lass!
Seien Sie vernünftig, es ist das Beste für uns.
Hören Sie auf.
Oh, wir haben ja noch gar nicht angefangen.
Sie sind schön.
Es würde uns eine große Freude machen, wenn Sie sich mit uns einlassen.
Es tut auch gar nicht weh und vielleicht macht es sogar Spaß.
Also schön, ich werde euch drei bedienen.
Alle drei?
Warum nicht?
Das haut mich ja dumm.
Was sagt ihr dazu, Jungs? Hättet ihr das der feinen Lady zugetraut?
Nein.
Ich wollte schon immer mal mit drei Männern gleichzeitig.
Das gibt's doch gar nicht.
Also dann los, Jungs.
Und ich Idiot hab sie verbrüde gehalten.
Dann will ich mal.
Ja,
schön.
Und bedienen wir uns zwei Freunde auch kurz.
Du bist ganz schön ausgehungert.
So, und jetzt machen wir einen kleinen Stellungswechsel, Jungs.
Kommen Sie schon, Madame. Kommen Sie, kommen Sie.
Es ist eine Genugtuung für mich.
dass eine so feine Dame auf mir reitet.
Du bist aber auch eine Wucht, Schätzchen.
Mit dir macht es so richtig Spaß.
Ich
bin
gleich soweit.
Mach es den Jungs schön.
So schlimm war es doch für dich, oder?
Schönen Tag.
Es war wirklich nett mit dir, Schatz.
Morgen schauen wir wieder bei dir rein.
Ist dort die Polizei?
Kommen Sie schnell in die Villa d 'Assas.
Es ist etwas passiert.
Du rief bezaubernd auf.
Bist du glücklich?
Ja, sehr glücklich.
Oh, Jerry.
Telefon, mein Liebling.
Hallo?
Spreche ich mit Madame Dassas?
Ja, am Apparat.
Hier spricht Inspektor Lucas aus Nizza.
Ich habe Ihnen eine traurige Nachricht mitzuteilen, Madame.
Ihre Cousine Stephanie wurde gestern Nacht tot aufgefunden. Sie hat
offensichtlich Selbstmord verübt.
Hier spricht Berlin.
Was ist mit meiner Tochter?
Ihrer Tochter geht es gut. Sie weiß es noch nicht.
Eine Polizistin kümmert sich um Sie.
Sie sollten so schnell wie möglich nach Nizza kommen, Monsieur Berlin.
Ich nehme die nächste Maschine.
Ja, in Ordnung, Monsieur.
Wir dürfen uns jetzt nicht mit Selbstverwürfen quälen.
Was geschehen ist, ist geschehen.
Ich halte es für das Beste, wenn ich erst mal alleine runterfliege, um alles
regeln. Komm du in zwei bis drei Tagen nach, Claire.
Ich weiß, das ist ein schwerer Schlag.
Nur mich allein trifft die Schuld.
Ich hätte Stefanie nicht allein lassen dürfen.
nicht, Mademoiselle.
Lassen Sie mich los. Ich will nicht mehr leben.
Seien Sie vernünftig, Mademoiselle.
Nichts, was es wert wäre, sein Leben sinnlos wegzuwerfen.
Lassen Sie mir.
Ich habe das alles auch schon einmal durchgemacht.
Kommen Sie mit mir in meine Wohnung.
Wir werden dort über alles reden, ja?
Kann ich bitte, Mademoiselle, da saß sprechen?
Was sagen Sie, sie hat die Wohnung aufgegeben?
Ja, ja, ich verstehe schon.
Wie bitte?
Aber sie hat keine Adresse hinterlassen.
Das verstehe ich nicht.
Vielen Dank.
Ich fühle mich völlig leer und ausgebrannt.
Ich wünschte, dass ich auch tot wäre.
Sie dürfen sich nicht quälen. Alles im Leben ist vorausbestimmt. Sie trifft
keine Schuld.
Ich habe sie in den Tod getrieben.
Das ist Unsinn.
Wenn überhaupt jemand die Schuld trifft, dann ihren geliebten Adelmo.
Er hat Stefanie verlassen. Sie brauchen jetzt viel Ruhe.
um vergessen zu können.
Ich weiß nicht, ob ich das je kann.
Ich
bringe
dich schon auf andere Gedanken, mein Kind. Wir werden ein neues Leben
Weit weg von all dem Rummel.
Ich mache dich glücklich.
Versuchen Sie es.
Ich sehne mich nach Zärtlichkeit und Geborgenheit.
Du bist sehr schön, mein Kind, und für einen Mann viel zu schade.
Männer sind viel zu egoistisch.
Ganz lieb.
So zärtlich wie du war kaum ein Mann zu lieben.
mich glücklich.
Adelmo! Guten Tag, Adelmo. Guten Tag, Eddie.
Trinken wir einen Kaffee zusammen?
Tut mir leid, ich habe wenig Zeit. Ich muss mir heute Abend eine Pianistin
anhören. Doch nicht etwa Claire? Nein, unsere Claire ist immer noch spurlos
verschwunden. Und seit damals bin ich vergeblich auf der Suche nach einem so
großen Talent. Ich muss jetzt gehen. Gibt es gar keine Spur von Claire?
Leider nicht.
Ich wurde damals von einer Frau angerufen, die ihren Namen nicht nennen
Sie sagte mir in Claire's Namen, ich solle alle Verträge annullieren.
Und Claire aus meinem Gedächtnis streichen.
Und haben Sie sie aus Ihrem Gedächtnis gestrichen?
Nein, ich habe in ganz Frankreich nach ihr suchen lassen, aber vergeblich. Die
gesamte Konzertwelt steht vor einem Rätsel. Vermutlich hat sie sogar ihren
geändert. Wenn Sie etwas von ihr hören, verständigen Sie mich bitte.
Wiedersehen.
Was soll ich hören?
Ist das ein Bumsladen?
Komm mal, Schatz.
Danke.
Ich bin ja sehr gespannt, was hier für eine große Künstlerin auftreten soll.
Hauptsache, wir beide amüsieren uns.
Die habe ich mich doch noch nie gelangweilt.
Du bist ein unverschämter Lügen, aber du machst reizende Komplimente. So
empfindest du mich, mein Schatz. Aber, François, deine Hand macht sich ja schon
wieder selbstständig. Oh, entschuldige.
Bei bestimmten Gelegenheiten habe ich ja nichts dagegen.
Glaubst du, in dem Schiff hier schaut jemand an? Die Darbietung beginnt jetzt,
François. Ja, schon gut.
Glaubst du wirklich, dass du hier ein neues Talent entdecken kannst?
Vielleicht spielt sie wirklich ganz nett, aber so eine Person hat doch nie
Zeug für eine Konzertpianistin. Hör doch mal hin.
Dieses Bargeklimper geht mir persönlich unheimlich auf den Geist.
Die Tante da kannst du höchstens Amomatra in einer Cachemme auftreten
Ich finde die nicht begabt.
Weißt du, worauf ich jetzt Lust hätte?
Hey, wo gehst du denn hin, Eddie?
Du spielst immer noch hervorragend, Claire.
Aber du wirfst die Perlen vor die Säue.
Ist nicht zu fassen, die berühmte Claire de Sasse in diesem Bumslokal.
Claire de Sasse existiert nicht mehr.
Das sehe ich.
Hör zu, Claire.
Zwei Jahre lang habe ich nach dir gesucht. Und ich werde nicht zulassen,
hier verkommst.
Zwei Jahre ist das schon hier. Wieder hat die Zeit vergehen.
Claire und ich, wir sind sehr glücklich hier.
Sie sollten sie endlich aus ihrem Gedächtnis schweigen. Meinen Sie?
Ah, ich verstehe. Sie waren die Unbekannte damals am Telefon.
Ich kann es nicht leidnen.
Ich habe ihr das Leben gerettet.
Ich glaube es einfach nicht, dass Claire freiwillig hier ist. Sie wird von Ihnen
dazu gezwungen.
Fragen Sie sie doch.
Claire, ich muss dich unbedingt sprechen. Aber nicht hier. Ich
Claire, ohne dein Einverständnis, nichts zu unternehmen.
Gut, komm wieder her, wenn der Laden geschlossen ist.
Du wirst eine Überraschung erleben. Und bringen Sie Ihre nette Freundin mit.
Hast du mich ganz vergessen, Eddie? Ich lasse mich nicht einfach abschieben. Wir
gehen ja schon.
Und nicht vergessen, um drei Uhr schließen wir. Wir werden pünktlich da
Bis nachher, Claire.
Und denk mal über meine Worte nach. Das hier ist wirklich kein Leben für dich.
Ich bin erschüttert, Claire.
Ich hätte es nie für möglich gehalten, dich so tief in der Gosse
Ich bin nicht den Moral erforscht, Lady.
Du hast einen fantastischen Busen. Früher war ich berühmt. Das Leben ist an
vorbeigegangen. Heute habe ich endlich die Möglichkeit, mich aufzuleben. Nur
einfach ist das.
Also, Claire, wenn du mir versprichst, dass wir morgen doch mal über alles
reden. Bin ich bereit, diesen Abend in deinem Sinne zu verbringen.
Schließlich bin ich auch nur ein Mann aus Fleisch und Blut.
Und ich begehre dich heute mehr denn je.
Du bist immer noch sehr schön, Pierre.
Ja, klar.
Schluss mit dem Leben, das du bisher geführt hast. Ich helfe dir und baue dir
eine neue Karriere auf. Ich will nie wieder in einem Konzertsaal auftreten.
begehst einen großen Fehler. Und das ist sehr schade.
Von was willst du denn leben? Von den paar Kröten, die du in dieser Tingelbar
verdienst?
Übrigens, ich soll dich von Adelmo grüßen. Er vermisst dich sehr.
Ja, ich habe in der vergangenen Zeit auch viel an ihn gedacht.
Soll ich zu ihm zurückkehren?
Das wäre das Beste.
Und zwar für euch beide.
Das kann ich nicht, Eddie.
Es ist zu viel geschehen.
Du darfst nicht an die Vergangenheit denken. Schaff dir eine neue Zukunft.
Ich bin nicht die Frau, die sich einen Mann angelt, nur damit sie versorgt ist.
So habe ich das auch nicht gemeint.
Wie dann, Eddie?
Geh wieder zu Adelmo zurück und nach einiger Zeit baue ich dir eine neue
glänzende Karriere auf.
Ich weiß gar nicht, ob mir was daran liegt.
Ich bin im Augenblick völlig durcheinander.
Du fängst dich schon wieder.
Geh jetzt zu Adelmo und sprich dich mit ihm aus.
Wenn du willst, begleite ich dich.
Nein. Wenn, dann gehe ich alleine.
Wie spät?
Gleich fünf.
Er ist bestimmt zu Hause.
Rufst du mich heute Abend an?
Ja, vielleicht.
Aber ich kann es dir nicht versprechen.
Über die Stelle komme ich nie hinweg.
C, G, E, F, C.
Woher weißt du das ohne Noten?
Ich habe dieses Stück oft gespielt.
Dann sei so gut und bring es mir bei. Meine Lehrerin ist schon sehr wütend auf
mich, weil ich es nicht kann.
Komm, tu mir den Gefallen, bitte.
Setz dich da hin. Wie heißt du? Claire.
Ich heiße Marie -José. Ja, ich weiß.
Ein hübscher Name.
Diese Seite muss ich bis heute Nachmittag um vier Uhr können.
Dann kommt meine Klavierlehrerin. Ist sie denn so streng mit dir? Das muss sie
sein. Es soll nämlich eine Überraschung für Papa werden. Aha.
Ich beginne mit der linken Hand.
Gut. Und nachher wechseln wir. Einverstanden? Ja.
Eins, zwei, drei.
Sie spielt fantastisch, Papa, nicht wahr?
Adelmo.
Warte, Claire.
Ich habe immer gehofft, dass du zurückkommst.
Wir beide brauchen dich.
Bleib bei uns, Claire.
Ich weiß alles über dich, Claire. Mein Papa hat mir viel erzählt.
Willkommen zu Hause.
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