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Original subtitles

DIE VERACHTUNG

Dieser Film entstand nach dem Roman von Alberto Moravia.

In den Hauptrollen: Brigitte Bardot und Michel Piccoli...

Jack Palance und Giorgia Moll...

sowie Fritz Lang.

Die Kameraf�hrung hatte Raoul Coutard.

Georges Delerue hat die Musik geschrieben.

F�r den Ton war William Sivel verantwortlich.

Den Schnitt �bernahm Agn�s Guillemot.

Die Aufnahmeleitung hatten Philippe Dussart und Carlo Lastricatti.

Dies ist ein Film von Jean-Luc Godard.

Er wurde in Scope gedreht und von GTC in Joinville entwickelt.

Georges de Beauregard und Carlo Ponti produzierten ihn...

f�r Rome-Paris Films, Concordia, C.C. Champion in Rom.

Bazin sagte: "Das Kino schafft f�r unseren Blick eine Welt...

die auf unser Begehren zugeschnitten ist."

"Die Verachtung ist die Geschichte dieser Welt."

Ich wei� nicht. Ich glaube, ich gehe zu Mutter.

Was danach ist, wei� ich nicht.

Du kannst mich abholen, wenn du willst. Um vier Uhr in Cinecitt�.

Ich habe eine Unterredung mit dem Amerikaner.

Ja, vielleicht.

- Siehst du meine F��e im Spiegel? - Ja.

- Findest du sie sch�n? - Ja, sehr sch�n.

- Und meine Kn�chel, magst du sie? - Ja.

Gefallen dir auch meine Knie?

Ja, ich mag deine Knie sehr.

Und meine Schenkel?

Die auch.

Siehst du meinen Hintern im Spiegel?

Ja.

Findest du meine Pobacken sch�n?

Ja, sehr.

Soll ich mich hinknien?

Nein, es ist gut so.

Und meine Br�ste, magst du sie?

Ja, sehr.

- Ganz sanft, Paul, nicht so rau. - Entschuldige, Camille.

Was gef�llt dir besser, meine Br�ste oder meine Nippel?

Ich wei� nicht, beide gleich.

- Und meine Schultern, magst du sie? - Ja.

- Ich finde sie nicht rund genug. - Ich schon.

Und meine Arme, gefallen sie dir?

Ja.

Und mein Gesicht?

Das auch.

Alles? Mein Mund, meine Augen, meine Nase, meine Ohren?

Ja, alles.

- Du liebst mich also total? - Ja.

Ich liebe dich total, mit aller Z�rtlichkeit, mit aller Tragik.

Ich dich auch, Paul.

Guten Tag. Wie geht es? Was ist los? Wo sind sie denn alle?

Jerry hat alle weggeschickt. Es steht schlecht um den italienischen Film.

- Wo ist er? - Dort dr�ben.

Wo?

Jerry?

Jerry?

Jerry?

Jerry?

Gestern noch waren K�nige hier.

Gestern waren K�nige hier.

K�nige und K�niginnen, Krieger und Liebende...

Prinzessinnen, Verliebte...

...alles wahrhaftige Menschen.

Alle menschlichen Gef�hle.

Sie durchlebten die wahren Gef�hle. Gestern habe ich das Land verkauft.

Gestern hat er alles verkauft.

Jetzt wird hier ein Ramschladen gebaut.

Sie bauen einen Ramschladen.

Hier, in meinem letzten K�nigreich.

- Es ist das Ende des Films. - Den Film wird es immer geben.

Sie schrieben das Drehbuch zu "Toto gegen Herkules".

Sie schrieben "Toto gegen Herkules".

- In New York kommt es an. - Ja, mehr oder weniger.

Nicht so bescheiden. Ich glaube an den Stolz, gute Filme zu machen.

- Seien Sie nicht so bescheiden. - Kennen Sie "Die Odyssee"?

- Kennen Sie "Die Odyssee"? - Das drehen Sie doch mit Fritz Lang?

Mein Studio hab ich schon verloren, nun verlier ich alles wegen ihm.

- Es l�uft sehr schlecht. - Warum haben Sie ihn engagiert?

Ein Deutscher soll Regie f�hren. Ein Deutscher entdeckte Troja.

Die Regie soll ein Deutscher f�hren. Ein Deutscher entdeckte Troja.

Und was soll ich tun?

Was soll er tun, Jerry?

Schreiben Sie neue Szenen f�r "Die Odyssee". Nicht nur Sex.

Aber mehr... mehr.

Er braucht neue Szenen. Aber nicht mit mehr Sex, sondern mit mehr...

Die Produzenten sind alle gleich, sie wissen es nicht.

Sie wissen es eigentlich nicht.

"Zu wissen, was man nicht wei�, ist die Gabe des h�heren Geistes."

Zu wissen, was man nicht wei�, ist die Gabe des h�heren Geistes.

"Nichts zu wissen und zu glauben, dass man wei�, ist falsch."

Nichts zu wissen und zu glauben, dass man wei�, ist ein Fehler.

"Zu wissen, dass es falsch ist, h�lt einen davon ab."

Zu wissen, dass es falsch ist, h�lt einen davon ab.

Mein Wissen liegt hier.

Lang wird dies nicht akzeptieren.

- Lang wird dies nicht akzeptieren. - Das ist mein Geld.

1933 bat Goebbels Lang, die deutsche Filmindustrie zu leiten. Lang floh.

- 1933 hat Goebbels angeboten... - Dies ist nicht 1933, sondern 1963.

Er nimmt alles Geschriebene in Angriff, Sie werden es schreiben.

Dies ist nicht 1933. Und Mr. Prokosch wei�, dass Sie den Auftrag annehmen.

Warum?

Warum?

Ich sage es Ihnen im Vorf�hrraum.

Er wird es Ihnen bei der Vorf�hrung sagen. Hier entlang.

Und warum?

- Er will wissen warum. - Weil Sie das Geld brauchen.

- Weil Sie das Geld brauchen. - Woher will er das wissen?

Woher wollen Sie das wissen, Jerry?

Jemand hat mir gesagt, dass Sie eine sehr sch�ne Frau haben.

Jemand hat ihm gesagt, dass Sie eine sehr sch�ne Frau haben.

Was f�r tolle Sachen sehen wir heute, Fritz?

Jeder Film sollte einen Standpunkt haben, Jerry.

Jeder Film soll einen Standpunkt vertreten.

Hier geht es um den Kampf des Individuums gegen die Umst�nde.

Das ewige Problem der alten Griechen.

Hier ist es das ewige Problem der alten Griechen.

Ich wei� nicht, ob Sie verstehen, aber ich hoffe es, Jerry.

Es ist der Kampf gegen die G�tter, der von Prometheus und Odysseus.

Es ist der Kampf gegen die G�tter. Der Kampf von Odysseus.

Ist das nicht Minerva?

Sie ist die Besch�tzerin von Odysseus.

Das ist Neptun, sein Todfeind.

Die Zweite.

"Die Odyssee" 700, die Erste!

Oh G�tter.

Ich mag G�tter. Ich mag sie sehr.

Mr. Prokosch mag die G�tter.

Ich wei�, wie ihnen zumute ist.

Er versteht sie sehr gut.

Genau.

Vergessen Sie nicht, die G�tter schufen den Menschen nicht.

Der Mensch schuf die G�tter.

Das ist Homer.

Nicht die G�tter schufen den Menschen, sondern umgekehrt.

- Francesca, was ist das? - Eine Meerjungfrau, Jerry.

Es ist eine Meerjungfrau.

Fritz, f�r Sie und mich ist es gut, aber verstehen es die Zuschauer?

Es ist Kunst, aber verstehen es die Zuschauer?

- Wer ist das? - Penelope.

Ich habe da eine Theorie. Ich glaube, Penelope war untreu.

Mr. Prokosch hat da eine Theorie.

Er glaubt, die Frau des Odysseus sei untreu gewesen.

"Oh meine Br�der, wenn ihr nach vielen Gefahren...

die Grenzen des Okzidents erreicht habt...

z�gert nicht, dem Weg der Sonne folgend, die Welten zu ergr�nden."

"Nehmt zur Kenntnis, dass ihr nicht hier seid, um zu sein...

sondern um Wissenschaft und Tugend zu ergr�nden."

Danke.

- Kennen Sie das? - Ja, das stammt von Dante.

"Schon blickt die Nacht zu den Sternen."

"Und unsere Freude geht in Tr�nen �ber."

"Bis die See uns eingeschlossen hat."

"Die Odyssee", 701, die Dritte.

Ich bin Paul Javal, Mr. Prokosch hat es wohl...

Ich wei�.

Es ist klasse. Ich mag Kino.

Es ist nicht f�r die Leute, sondern f�r Schlangen und Begr�bnisse.

Das halte ich von dem Zeug da oben, Fritz.

- M�chten Sie es umschreiben? - Sie haben mich reingelegt.

- So stand das nicht im Drehbuch. - Doch!

- Nein! - Das Drehbuch, Francesca.

Was ist denn? Streiten sie sich wegen des Drehbuchs?

Ja, es steht da, aber es ist nicht das, was auf der Leinwand war.

Nat�rlich, da es ein Drehbuch ist, ist es geschrieben.

Auf der Leinwand sind es Bilder. Film nennt man das.

Er sagt, zwischen Papier und Film g�be es einen Unterschied.

Jerry!

Sie entwickeln ein Gesp�r f�r griechische Kultur.

Ich muss jetzt zu meiner Frau.

Bleiben Sie stehen.

Beim Wort Kultur z�cke ich mein Scheckbuch. Kommen Sie her.

Vor einigen furchtbaren Jahren...

sagten die Anh�nger Hitlers "Revolver" statt "Scheckbuch".

Schreiben Sie das jetzt um? Ja oder nein?

Akzeptieren Sie den Auftrag? Ja oder nein?

Furchtlos bleibt aber, so er muss, der Mann einsam vor Gott.

Seine Einfalt sch�tzt ihn.

Er braucht weder Waffen noch Listen...

bis Gottes Fehlen ihm zu Hilfe kommt.

- Sehr gut. - Das ist H�lderlin, oder, Mr. Lang?

Ja, "Dichterberuf".

Der letzte Vers ist merkw�rdig. H�lderlin schrieb erst:

Solange Gott nicht erscheint.

Ja und dann schrieb er:

Solang Gott in unserer N�he ist.

Die letzte Fassung widerspricht den anderen beiden.

Es ist nicht mehr die Gegenwart Gottes...

sondern dessen Abwesenheit, die den Menschen beruhigt.

Es ist merkw�rdig, aber wahr.

- Wie hei�t das auf Italienisch? - Strano.

Nach Ihnen.

Bitte.

Miss Francesca Vanini!

In f�nf Minuten bin ich wieder da.

Paul!

Das ist Mr. Prokosch. Meine Frau, Camille.

Darf ich vorstellen, meine Frau Camille, Fritz Lang.

Er hat den Western mit der Dietrich gedreht, den wir Freitag sahen.

- Er war gro�artig. - Ich ziehe "M" vor.

Den sah ich letztens im Fernsehen. Er hat mir gut gefallen.

Danke. Sie sind sehr liebensw�rdig.

Die Aufnahmen von Mel Ferrer in "Engel der Gejagten" sind sehr gut.

Danke. Wenn ich "Die Odyssee" fertig gestellt habe...

Trinken wir was bei mir? Ja oder nein?

Mr. Prokosch l�dt Sie auf ein Glas bei ihm ein. Ja oder nein?

Ich wei� nicht.

- Sie wei� nicht. - Sie wei� es ganz genau.

- Er sagt, dass Sie es wissen. - Ich?

- Paul? - Ich trinke gerne etwas.

Einschlie�lich ohne mich, wie der Produzent Goldwyn einmal sagte.

- Auf Wiedersehen. - Meine Dame.

Dann gehen wir, wenn du m�chtest.

Steigen Sie ein.

Nehmen Sie Platz.

Paul, das wird ein wenig eng. Nehmen Sie ein Taxi.

- Gut. - Mr. Prokosch kommt Sie holen.

- Ich nehme ein Taxi. - Wir nehmen beide ein Taxi.

Gehen wir.

- Entscheiden Sie sich. - Steig ein.

Na los, ich komme nach.

- Paul! - Camille!

Camille.

- Ciao. - Ciao.

Wie lautet die Adresse?

Hallo, Paul.

M�chten Sie einen Drink, Paul?

Wir dachten, Sie w�rden nie kommen.

Was ist geschehen, Paul?

- Was sagt er? - Ich kann auch kaum Englisch.

Wir sind schon eine halbe Stunde hier. Wo bist du nur geblieben?

Ich hatte einen Unfall.

Ich sa� in einem Taxi und auf der Ecke der Via Charelli...

fuhr ein anderes Auto in uns hinein. Der Kotfl�gel war hin�ber.

Die beiden Fahrer haben sich angeschrien.

Ich musste mir ein anderes Taxi suchen und das ist warum...

Was warum?

Warum ich so sp�t komme.

Ich musste zur Piazza Venezia gehen bis ich ein Taxi fand.

Ein langer Weg, lang, lang.

Es dauerte seine Zeit.

Deine Geschichte interessiert mich sowieso nicht.

Ich musste 20 Minuten laufen.

- Glaubst du mir nicht? - Wir besprechen das sp�ter.

Ich sehe mich ein bisschen um.

Francesca.

Sagen Sie Paul, dass er morgen seinen Vertrag unterschreiben soll.

Mr. Prokosch sagt, dass Sie morgen lhren Vertrag unterschreiben sollen.

Was ist, Camille?

Jerry, ein Anruf aus London.

Jerry, London!

Freitag drehen wir auf Capri. Kommen Sie doch mit.

Antworte, wenn man mit dir spricht. Warum bist du so still?

- Was war, bevor ich kam? - Nichts Besonderes.

Hat er dir den Hof gemacht?

- Warum fragst du das? - Nur so.

Ich gehe mir die H�nde waschen.

- Wo kann ich mir die H�nde waschen? - Oben rechts.

Was ist?

Nichts.

- Haben Sie geweint? - Nein.

Er ist streng, lhr Chef.

Ja.

Kennen Sie ihn schon lange?

Was hat er fr�her gemacht?

- Ich will nicht dar�ber sprechen. - Ich wollte nur plaudern.

Es ist ein Jammer, so h�bsch und doch so traurig zu sein.

F�llt Ihnen nichts Witzigeres ein?

Witzig?

Eine komische Geschichte, aber welche?

Die Geschichte von Ramakrischna und seinem Sch�ler.

Ramakrischna war ein weiser Hindu.

Er hatte einen Sch�ler...

der nicht mehr an die Lehre seines Meisters glaubte.

Der Sch�ler zog alleine los.

Nach 15 Jahren kehrte er zur�ck und sagte: "Ich habe es gefunden."

Was gefunden?

Er sagte Ramakrischna, er w�rde es erkl�ren und f�hrte ihn zum Fluss.

Und der Sch�ler lief �ber das Wasser, vom einen zum anderen Ufer.

Er sagte: "Ich �berquere den Fluss, ohne nasse F��e zu bekommen."

Ramakrischna sagte: "Narr."

"Ich bekomme nie nasse F��e, das Boot kostet nur eine Rupie."

Hat Sie das etwas erheitert? Gut.

Paul.

- W�schst du dir so die H�nde? - Wie du siehst.

- Ich habe von Ramakrischna erz�hlt. - Das glaube ich gern.

Du bist total verr�ckt.

- Wo kann ich pinkeln? - Da oben.

Hier ist ein Buch mit r�mischen Fresken. Die k�nnten n�tzlich sein.

Ein Buch mit r�mischen Fresken. Es k�nnte n�tzlich sein.

"Die Odyssee" ist griechisch.

- "Die Odyssee" ist griechisch. - Ja, ich wei�.

Das wei� er.

Ich hatte also Recht.

Womit? Womit?

Womit?

Mit dem Geld und seiner Frau.

Mit dem Geld und lhrer Frau.

Bleiben Sie zum Essen? Ja oder nein?

Mr. Prokosch l�dt Sie zum Essen ein. Ja oder nein?

Ich bin m�de. Ich gehe lieber nach Hause.

Sie ist m�de.

Sag ihnen, dass wir gehen.

- Paul. - Gut, wir gehen.

Sie m�ssen gehen, Jerry.

Wenn Sie f�r Capri sind, sagen Sie heute Abend Bescheid.

Wenn Sie f�r Capri sind, sagen Sie heute Abend Bescheid.

Paul ruft Sie an.

- Paul ruft Sie an. - Was ist mit Ihnen?

- Und Sie, Madame? - Mein Mann entscheidet.

Was interessiert Sie an "Die Odyssee"?

Was interessiert Sie an "Die Odyssee"?

Das wei� ich noch nicht.

Vielleicht weil er anders werden kann als die schlechten modernen Filme.

Wir m�ssen zur�ck zu Griffith und Chaplin...

zu den glorreichen Zeiten von United Artists.

"Der Weise unterdr�ckt die anderen nicht mit seiner �berlegenheit."

Der Weise unterdr�ckt die anderen nicht mit �berlegenheit.

"Er erniedrigt sie nicht wegen ihrer Unf�higkeit."

Er erniedrigt sie nicht wegen ihrer Unf�higkeit.

Er ist verr�ckt. Hast du gesehen, dass er sie getreten hat?

Du �nderst deine Meinung schnell. Am Montag fandest du ihn noch toll.

Jetzt halte ich ihn f�r einen Idioten.

Ich darf doch wohl meine Meinung �ndern.

- Was ist denn in dich gefahren? - Nichts.

Wenn du gl�cklich bist, bin ich es auch.

"Rio Bravo" l�uft im Regina.

Nicholas Rays "Gr��er als im Leben" l�uft auch.

- Du hast den Schl�ssel. - Ich wei�.

Ich habe bei deiner Mutter angerufen, du warst nicht da.

Wir haben hier gegessen. Ich wollte nicht weggehen.

Es gef�llt mir hier. Es ist besser als im Hotel.

Ich hatte also Recht.

Wie viel kriegst du f�r das Drehbuch?

10.000 Dollar. Das sind 6 Millionen Lire.

Wir k�nnen die Wohnung abbezahlen. Das ist toll, oder?

Wann redest du mit deinem Freund wegen der Vorh�nge?

Wenn er aus Spanien zur�ck ist. Roberto sagt, er k�me Freitag.

- Ich will roten Samt oder nichts. - In Ordnung.

- Deckst du den Tisch? Ich bade. - Ich will auch baden.

Dann bade, ich arbeite noch ein wenig.

Nein, ich gehe sp�ter, w�hrend das hier kocht.

- Wieder Bohnen? - Auch wenn es dir nicht passt.

- Ich kann den Tisch decken. - Ich bin schon dabei.

Ich habe heute Morgen etwas gekauft. Sag mir, was du davon h�ltst.

Was denn?

- Was denn? - Noch nicht gucken.

Hast du Lust, nach Capri zu gehen?

Camille!

- Was denn? - Hast du Lust, nach Capri zu gehen?

- Ja und nein. - Es w�re ein netter Urlaub.

- Mich hat er nicht eingeladen. - Was?

Er hat dich eingeladen und nicht mich.

Wo ist denn der Spiegel? Ach ja, hier.

Nein, er hat uns beide eingeladen.

Schau.

- Schau. Es steht mir gut, was? - Blond gef�llst du mir besser.

Und du gef�llst mir ohne Hut und Zigarre besser.

Ich bin Dean Martin in "Verdammt sind sie alle".

Ich lache mich kaputt.

Du scheinst mir eher Esel Martin zu sein.

- Wer ist das? - Kennst du den Esel Martin nicht?

Er ging nach Bagdad, um fliegende Teppiche zu kaufen.

Er fand einen sehr sch�nen...

und hat sich draufgesetzt, aber der Teppich flog nicht.

Der Verk�ufer sagte: "Das wundert mich nicht." H�rst du mir zu?

Ja.

"Der Teppich fliegt nicht, wenn du an einen Esel denkst."

Martin sagte: "Gut, dann denke ich nicht an einen Esel."

Und nat�rlich dachte er daran und der Teppich hob nicht ab.

Was hat das mit mir zu tun?

- Genau das meinte ich. - Ich verstehe es nicht.

Schon gut. Bist du fertig?

Ja, du kannst dasselbe Wasser benutzen, es ist noch sauber.

Du bist so komisch. Was ist denn los?

Nichts. Ich wusste, dass du mir das sagen w�rdest.

Ist es wegen dieses M�dchens?

Es ist nichts. Ich habe nur gesagt, dass du ein Esel bist.

Es klingt nicht �berall gleich.

Warum m�chtest du nicht, dass wir nach Capri gehen?

Weil du ein Esel bist.

Du machst mir Angst, Paul.

Das ist auch nicht das erste Mal.

Warum gibst du mir nicht einfach eine Antwort?

Warum habe ich blo� eine 28-j�hrige Tippse geheiratet?

Du hast Recht. Ich bitte dich um Verzeihung.

Und ich dich auch.

Fahr du nur nach Capri. Ich habe keine Lust.

Und wie gesagt, mir gef�llt dieser Prokosch nicht.

Warum nicht? Hat er dir was getan?

�berhaupt nichts.

- Warum bist du abwesend? - Weil ich �ber etwas nachdenke.

- Erstaunt dich das? - Nein, wor�ber denkst du nach?

- �ber eine Idee. - Komm mit. Ich gehe nicht allein.

Du bist so seltsam, seitdem wir auf diesen Typen gesto�en sind.

Nein, ich bin nicht seltsam.

- Ich frage mich, warum du das sagst. - Heute Morgen war alles in Ordnung.

Und jetzt streiten wir uns um nichts. Was ist, mein Schatz?

Ich will mich am�sieren. Nichts ist, Paul.

Ich bef�rchte, dass ich mich dort langweile. Ich gehe nicht hin.

Ich gehe nicht hin. Ich gehe nicht hin.

Ich gehe nicht hin. Ich gehe nicht hin.

Ich gehe nicht hin. Ich gehe nicht hin.

Hast du das Haus gesehen, das sie hier gegen�ber bauen?

Es ist scheu�lich.

Wenn du mich liebst, Paul, h�ltst du jetzt den Mund.

Ein Mann hat das Recht zu wissen, warum seine Frau sauer ist.

Es ist sicher wegen des M�dchens.

Du kannst mich mal.

Ja bitte? Nein, Camille ist nicht da.

Ich dachte, ihr w�rdet in der Stadt essen und einkaufen gehen.

Sie kommt gerade rein. Es ist deine Mutter.

Spinnst du! Warum hast du meiner Mutter gesagt, ich sei nicht da?

- Ich wei� nicht warum. - Ich wei� es.

Du wolltest wissen, ob ich dich vielleicht angelogen habe.

Ja.

Wenn das wieder losgeht, lasse ich mich scheiden.

- Steht auf. - Was machst du da?

- Ich schlafe auf dem Sofa. - Heute Nacht?

Nein, von nun an jede Nacht.

Reg dich nicht auf. Ich kann nicht bei offenem Fenster schlafen.

Gut, dann machen wir es zu.

Du findest es dann zu stickig. So ist es besser.

Viele Paare schlafen getrennt und verstehen sich trotzdem.

Was habe ich getan? Sag es mir.

Es tut mir Leid, dass ich gesagt habe, du seist nicht da.

Lass mich vorbei.

- Bist du deshalb w�tend? - Ich bin nicht mehr w�tend dar�ber.

Hier werde ich gut liegen.

Was habe ich getan?

Du bist auf einmal so boshaft.

Ich? Ich bin immer dieselbe.

Du hast dich ver�ndert, Paul.

Seitdem du diese Filmleute kennst.

Fr�her hast du Krimis geschrieben.

Du hattest nicht viel Geld, aber trotzdem war es gut.

Was ist das?

Kommunistische Partei Italiens. Du bist ihr beigetreten?

Ja, vor zwei Monaten in Paris.

- Gib her. - Lass los.

- Red nicht so mit mir! - Das gilt auch f�r dich.

Ich arbeite f�r dich. Diese Wohnung hier ist f�r dich.

Bitte, Paul. Ich will mich jetzt nicht streiten.

Und ich will auch nicht nach Capri.

Warum? Sei nicht dumm. Du gehst.

- Paul, komm her. - Warum?

Der Auftrag interessiert mich nicht mehr.

Ruf du Prokosch an. Ich will nicht mit ihm reden.

Paul, komm her.

Warum willst du das Drehbuch nicht mehr schreiben?

Ich wollte es nur aus Liebe zu dir machen.

Du liebst mich nicht mehr, also ist es unn�tig geworden.

Das istja ganz was Neues.

"Ich sollte sagen, wer von den drei Sch�nheiten das beste Ges�� hatte."

"Sie hatten mich zum Richter erkoren."

"Sie offenbarten mir ihre berauschende Nacktheit."

"Die Erste zeigte mir die wei�e Sanftheit ihres R�ckens."

"Die Zweite spreizte ihre Beine und ihr Fleisch schimmerte rosig rot."

"Die Dritte stand still und war wie die ruhige See."

"Ganz leichte Wogen zeichneten sich auf ihrer zarten Haut ab."

Wir nehmen eine Hypothek auf die Wohnung auf, wenn wir pleite sind.

Brachte dich etwas auf den Gedanken, dass ich dich nicht mehr liebe?

Ja.

Was?

- Was? - Alles.

Was denn zum Beispiel?

- Sag mir nur, ob es stimmt. - Nein, zuerst antwortest du mir.

Was mich auf den Gedanken gebracht hat, dass du mich nicht liebst?

Die Art, wie du seit heute Nachmittag redest.

Heute Morgen warst du noch nicht so.

Und gestern auch nicht.

Und auch die Art, wie du mich ansiehst.

"Das Problem meiner Ansicht nach...

liegt darin, wie wir die Welt sehen."

"Entweder sehen wir sie positiv oder negativ."

"Die klassische Trag�die war negativ...

denn sie machen den Menschen zum Opfer des Schicksals."

"Sie geben sich ohne jegliche Hoffnung ihrem Los hin."

Warum sagst du, es sei das offene Fenster? Es gibt noch andere Dinge.

Ich glaube es.

"Der Mensch kann sich schlechten Dingen widersetzen."

"Man muss rebellieren, wenn die Umst�nde zum Gef�ngnis werden."

"Aber ich glaube nicht, dass Mord eine L�sung darstellt."

"Mord aus Eifersucht ist sinnlos."

"Wenn die Frau, die ich liebe, mich betr�gt, bringe ich sie um."

"Was bleibt mir dann? Meine Liebe ist gestorben."

"Wenn ich ihren Liebhaber t�te, hasst sie mich und ich verliere sie."

"Morden kann nie eine L�sung darstellen."

- H�r mir zu, Camille. - Das tue ich, wirklich.

Ich kann nicht bei offenem Fenster schlafen.

Ich brauche Ruhe, Dunkelheit.

Das schw�re ich.

Und du schl�fst so unruhig. Ab jetzt m�chte ich alleine schlafen.

Du willst nicht mehr mit mir schlafen.

Was f�r ein Gerede.

War das ein sp�ttisches oder ein z�rtliches L�cheln?

Ein z�rtliches.

Dann antworte mir.

Wenn es stimmt, w�rde ich es sagen. Eine Frau findet immer Ausreden.

- Aber manchmal bist du ein Arsch. - Schimpfw�rter passen nicht zu dir.

Wirklich nicht?

Dann h�r mal zu.

Arschloch, verflucht, Schei�e.

Verdammt, dumme Sau.

Rindvieh, zum Teufel.

Findest du noch immer, dass es nicht zu mir passt?

Warum willst du nicht mehr mit mir schlafen?

Gut, dann schlafen wir miteinander, aber mach schnell.

Die Vorstellung, Camille w�rde mich verlassen, hat mir Angst gemacht.

Und jetzt geschah es.

Einst verlief alles unbewusst, wir teilten die Begeisterung.

Da war eine Ungezwungenheit. Alles war verr�ckt und unbek�mmert.

Ich lag in Pauls Armen ohne zu wissen, wie es dazu gekommen war.

Diese Ungezwungenheit hatte sie verlassen und auch mich.

K�nnte ich selbst in der Erregung...

den kalten Blick erwidern, den sie mir entgegenbrachte?

Ich hatte diese Worte mit tiefer Rache ausgesprochen.

Es schien ihr bewusst zu sein, dass eine L�ge alles einrenken k�nnte.

Einen Moment lang wollte sie l�gen, doch dann besann sie sich.

Paul hatte mir Leid zugef�gt.

Nun qu�lte ich ihn, indem ich andeutete, was ich gesehen hatte.

Sie war mir nicht untreu, so schien es zumindest.

Die Wahrheit hinter ihrem Verhalten musste noch ans Licht kommen.

Je mehr man zweifelt, desto st�rker glaubt man, klar zu sehen...

und hofft, mit der Vernunft zu erhellen, was das Gef�hl tr�bt.

Die Vorstellung, Camille w�rde mich verlassen, hat mir Angst gemacht.

Und jetzt geschah es.

Einst verlief alles unbewusst, wir teilten die Begeisterung.

Benimm dich nicht so.

- Wie benehme ich mich denn? - Das wei�t du genau.

Es ist deine Schuld.

Du schaust so, als ob du an meinem Gesichtsausdruck ablesen willst...

wie du dich am besten aufzuf�hren hast.

"Das Privatflugzeug schwebte im blauen Himmel."

"Rex entdeckte an Paula einen ihm bekannten Ausdruck."

"Paulas Unschl�ssigkeit verzerrte...

ihr harmonisches Gesicht."

"Rex kannte diesen Ausdruck, derjedes Mal auftauchte...

wenn Paula eine Entscheidung treffen musste...

die ihrer Natur widersprach."

Was hast du nur, Paul? Ich liebe dich so wie immer.

Was w�rdest du wirklich tun, wenn ich dich nicht mehr lieben w�rde?

- Das habe ich dir schon gesagt. - Ich erinnere mich nicht mehr.

Dann schreibe ich das Drehbuch nicht und wir verkaufen die Wohnung.

Aber ich liebte dich. Ich finde das alles Unsinn.

Wenn Prokosch anruft, sagst du, dass du mit nach Capri gehst.

Und du?

Ich liebe dich, lass es mich nicht wiederholen.

Ich will die Wohnung behalten.

Wenn du das Drehbuch nicht schreiben willst, lass es.

Wenn du meinst, du seist mir nicht mehr wichtig, irrst du dich.

K�ss mich.

Wir sprachen gerade �ber Sie.

Wir sprachen �ber Sie.

Und �ber lhren Film.

Ja, "Die Odyssee", �ber den Mann auf Reisen.

Nach Capri?

Kann man da schwimmen?

Ich wei� nicht.

Da ist Paul, einen Augenblick.

Hallo, Mr. Prokosch.

Ja.

- Essen wir nicht hier? - Ich will nicht einkaufen gehen.

Gut, dann gehen wir mit Prokosch und Lang ins Kino.

Sie wollen eine S�ngerin sehen. Danach gehen wir etwas essen.

Dann wird es aber sp�t mit dem Essen.

Ich will den Film sehen, das bringt mich auf Ideen.

Du solltest auf eigene Ideen kommen, statt sie von anderen zu klauen.

Warum sagst du so was? Camille.

Lass, wir m�ssen los.

Jetzt, wo ich Prokosch zugesagt habe, ist es vorbei mit der Z�rtlichkeit.

Vorbei mit den Streicheleinheiten. Was hat er am Telefon gesagt?

- Ob wir nach Capri fahren. - Und was hast du gesagt?

- Dass es von dir abh�ngt. - Bist du verr�ckt?

Du wei�t, es h�ngt von dir ab und nicht von mir.

- Dann komm mit nach Capri. - Nein.

Gibt es da etwas zwischen dir und Prokosch?

Du tust mir so Leid.

- Setz dich, wir reden. - Wir gehen doch ins Kino.

Ich muss mit dir reden, Camille.

Gut, ich h�re zu.

Ich muss mit dir reden.

Vorhin, bevor das Telefon klingelte, sagte ich...

ich n�hme den Auftrag nicht an, weil ich nicht wei�, ob du mich liebst.

Du sagtest, dass du mich liebst und dass ich ihn annehmen soll.

Ja.

Ich bin sicher, dass du gelogen hast. Ich wei� nicht warum.

Aus Mitleid? Eigennutz?

- Was meinst du mit Eigennutz? - Du willst die Wohnung behalten.

Wie kannst du wissen, was ich denke? Es ist mir egal.

Verkaufe die Wohnung ruhig. Sie kann mir gestohlen bleiben.

Vorhin sagtest du, sie sei viel besser als ein Hotel.

Ich sagte das, um dir eine Freude zu machen.

Das istjetzt unwesentlich. Ich will wissen, warum du gelogen hast.

- Ich habe gar nicht gelogen. - Aber du liebst mich nicht mehr.

Was bringt es dir, die Wahrheit zu erfahren?

- Du gibst es also zu. - Ich gebe nichts zu. H�r auf.

Es stimmt. Ich liebe dich nicht mehr.

- Es gibt nichts zu erkl�ren. - Gestern hast du mich noch geliebt.

Ja, sehr.

Jetzt ist es vorbei.

Es muss einen Grund geben.

- Ja, bestimmt. - Und der w�re?

Ich wei� nicht. Ich wei� nur, dass ich dich nicht mehr liebe.

War es bei Prokosch? Als du mich mit Francesca gesehen hast?

Ja, gehen wir mal davon aus, dass es das war. Und jetzt genug.

Seit heute Morgen ist etwas vorgefallen...

das dein Bild von mir und deine Liebe f�r mich ge�ndert hat.

- Du bist verr�ckt, aber klug. - Dann stimmt es also.

Das habe ich nicht gesagt. Ich habe gesagt, du seist klug.

Hast du etwas missverstanden, was ich gesagt habe? Ist es das?

Schon m�glich.

Rede nicht so mit mir!

Camille.

Camille.

Ich verachte dich. Das ist der Grund, warum ich dich nicht mehr liebe.

Ich verachte dich. Es ekelt mich, wenn du mich ber�hrst.

Camille!

Warte. Jetzt �bertreibst du aber.

Vergiss, was ich gesagt habe, Paul. Tu so, als h�tte ich nichts gesagt.

- Guten Abend. - Guten Abend.

Fahren Sie auch nach Capri?

- Fahren Sie auch nach Capri? - Vielleicht.

Vielleicht.

Geht's?

Ich habe "Die Odyssee" nochmals gelesen.

Mr. Prokosch hat Homer nochmals gelesen.

Ich bin auf etwas gesto�en, wonach ich gesucht habe.

Er hat etwas gefunden, das er schon lange sucht.

Etwas, was im Film so unentbehrlich ist wie im wahren Leben.

Etwas, was im Film und im wahren Leben unentbehrlich ist.

Dichtung.

Dichtung.

Wissen Sie noch, was ich am Telefon sagte?

- Wissen Sie noch... - Ja.

Man redet immer davon, dass Odysseus zu Penelope zur�ckkehrt.

Aber vielleicht hatte er genug von ihr und zog deshalb in den Krieg.

Weil er nicht zur�ckkehren wollte, zog sich seine Reise in die L�nge.

Halten Sie das f�r eine Idee von ihm oder...

- Warum verachtest du mich? - Lass mich!

- Was halten Sie davon, Fritz? - Vom M�dchen oder von ihm?

Vom M�dchen, von Nausikaa.

Sie w�re f�r S�daustralien sehr geeignet, zusammen mit K�ngurus.

Kommen Sie auch mit uns nach Capri, Mr. Lang?

"Jeden Morgen mein Brot zu verdienen...

fahre ich zum Markt, wo L�gen verkauft werden."

"Hoffnungsvoll reihe ich mich ein unter die Verk�ufer."

- Was ist das? - Hollywood.

Ein Auszug aus einer Ballade von B.B.

- Bertolt Brecht? - Ja. Danke.

Sie willigt ein, sich um 8 Uhr morgens am Stand auszuziehen.

Was halten Sie von ihm?

Homers Welt ist eine wirkliche Welt.

Aber der Dichter geh�rte einer Zivilisation an...

die sich in Harmonie und nicht in Feindschaft zur Natur entwickelte.

Und die Sch�nheit von "Die Odyssee"...

liegt genau in diesem Glauben an die Wirklichkeit, so wie sie ist.

Also eine Realit�t, wie sie objektiv erscheint?

Genau, eine Form, die sich nicht zergliedern l�sst.

Sie ist, wie sie ist. Man nimmt sie an oder man l�sst es sein.

Warum sagen Sie nichts?

Ich schweige, weil ich nichts zu sagen habe.

Ich wei� nicht, ob ich Lust auf Capri habe. Wo werden wir wohnen?

- Wo wird sie wohnen, Jerry? - In meiner Villa.

In Mr. Prokoschs Villa.

Mit lhrem Mann.

- Mit lhrem Mann. - Kommt Mr. Lang auch mit?

Mr. Lang auch?

Wie er w�nscht.

Auf einen Produzenten k�nnte ich gerne verzichten.

Gute Nacht.

Wenn du nicht willst, werde ich dich nicht zwingen.

Nicht du zwingst mich, sondern das Leben.

- Welche Szene ist das? - Die Zyklopen-Episode.

Was machst du da?

- Was machst du da? - Ich gucke nur.

Komm doch zu uns.

- Wor�ber redet ihr? - �ber "Die Odyssee".

- Ich verteidige Prokoschs Theorie. - Und die w�re?

Dass Odysseus seine Frau liebt, aber sie liebt ihn nicht.

Das glaubst du wirklich? Ich bin anderer Ansicht.

Ruhe bitte. Gehen Sie da weg.

Sie stehen im Weg.

Alle auf ihre Pl�tze.

- Alfredo, Musik. - Musik und die M�dchen.

Beeilung!

Beeilung, M�dchen.

- Nein, Odysseus! - Gehen Sie da weg, Odysseus!

Und Klappe!

705, die Erste!

- Ziehen sie sich aus? - Offenbar.

Wunderbar, das Kino.

Sobald Frauen im Film mitspielen, lassen sie die H�llen fallen.

Jerry. Ein Anruf von Joe Levine aus New York.

Kommen Sie mit zur Villa. Lassen Sie die anderen hier reden.

Kommen Sie mit uns, wir lassen die anderen hier reden.

Nein, ich komme sp�ter mit meinem Mann nach.

Sie geht mit ihrem Mann mit.

Kommen Sie schon, Sie verbringen den ganzen Tag mit ihm.

Mr. Prokosch sagt, Sie verbringen den ganzen Tag mit ihm.

Darf lhre Frau mit mir mitgehen?

Haben Sie etwas dagegen, dass lhre Frau mit uns mitgeht?

Nein, geh nur, Camille. Geh.

Geh schon, Camille.

Geh.

Ich gehe mit Mr. Lang und wir werden �ber "Die Odyssee" reden.

Mr. Lang, die M�dchen sind im Wasser.

Ich h�tte eine Er�ffnungsszene machen sollen...

in der die G�tter �ber das Los der Menschheit im Allgemeinen reden...

und �ber das von Odysseus im Besonderen.

Der Produzent kann mit einem Regisseur befreundet sein.

Aber Prokosch ist kein echter Produzent, er ist ein Diktator.

Ich halte es f�r dumm, die Figur des Odysseus zu �ndern.

Er ist kein moderner Neurotiker.

Er ist ein einfacher, schlauer und k�hner Mann.

Ich finde die Idee interessant.

Odysseus braucht f�r die R�ckkehr zehn Jahre...

weil er nicht zur�ckkehren will. Das ist logisch.

"Es ist logisch, dass das Unlogische der Logik widerspricht."

Corneille, im Vorwort zu "Surena".

Odysseus eilt nicht nach lthaka...

weil er nicht gl�cklich ist mit Penelope.

Das Ungl�ck begann, bevor er in den Trojanischen Krieg zog.

Wenn er gl�cklich gewesen w�re, w�re er nicht gegangen.

Der Trojanische Krieg war ein Vorwand f�r sein Gehen.

Aber die Anw�rter hat er umgebracht, nicht wahr?

Das l�sst sich rechtfertigen.

Anfangs verlangte Odysseus von Penelope, sich umwerben zu lassen.

Er sah sie nicht als ernsthafte Rivalen.

Er wollte sie nicht verjagen aus Angst vor einem Skandal.

Er wusste, dass Penelope treu war, und bat sie, nett zu ihnen zu sein.

Von diesem Moment an begann Penelope, eine einfache Frau...

ihn zu verachten.

Sie merkte, dass sie ihn wegen seines Verhaltens nicht mehr liebte...

und sie sagte es ihm.

Odysseus merkte zu sp�t, dass er ihre Liebe verloren hatte...

weil er zu vorsichtig gewesen war.

Die einzige Art, sie zur�ckzuerobern, war, die Anw�rter zu t�ten.

Der Tod ist keine L�sung.

Camille.

Camille!

Das habe ich auf dem Boot gefunden.

Kinder sollten nicht mit Waffen spielen.

Oh, was m�chten Sie trinken?

- Trinken. - Ich war da, drau�en.

Nichts.

Camille, kommen Sie. Ich m�chte Ihnen etwas zeigen.

Wie sch�n. Das Meer, die B�ume, die Felsen, die Boote...

Ich werde das Drehbuch nicht schreiben.

- Er schreibt das Drehbuch nicht. - Warum?

- Warum? - Darf ich offen sein?

- Darf er offen sein? - Sie k�nnen immer offen sein.

Nat�rlich.

Ich schreibe Theaterst�cke und nicht f�rs Kino.

Egal, wie gut ein Drehbuch ist, ich mache es nur des Geldes wegen.

Darum bin ich schlechter Laune.

Mein Ideal ist, f�r das Theater zu schreiben. Aber es geht nicht.

Sein Ideal ist, f�r die B�hne zu schreiben.

In dieser modernen Welt m�ssen wir akzeptieren, was andere wollen.

Warum ist Geld so wichtig f�r das, was wir sind und was wir werden?

Warum ist Geld so wichtig?

Sogar f�r unsere Beziehungen.

Sogar f�r unsere Beziehungen.

Er hat Recht.

Mister Lang hatte Recht.

Entweder wir machen Homers Odyssee oder nicht.

Entweder Sie machen Homers Odyssee oder lassen es sein.

Mr. Prokosch hat Ihnen schon gesagt, dass Sie sich irren.

Sie tr�umen von der Welt Homers, aber diese Welt gibt es leider nicht.

Warum sollte es sie nicht geben?

Nein!

Vielleicht haben Sie Recht...

aber f�r das Schaffen eines Films gen�gen Tr�ume nicht.

Wann gibt es Essen?

- Wann essen wir? - In einer Stunde.

- In einer Stunde. - Dann sehe ich mich ein bisschen um.

Mister Lang.

- Mr. Prokosch will Sie sprechen. - Bringen Sie mir meine Schuhe.

- Ist das ein Befehl oder eine Bitte? - Eine Bitte.

Man muss leiden.

Oh ja.

Camille!

Camille!

Camille.

Ich bin's, Paul.

Ich habe das Gef�hl, dich zum ersten Mal zu sehen.

Kann ich bleiben?

Wenn du willst.

Warum hast du gerade nichts gesagt?

Ich verstehe dich nicht. Mir hast du gesagt, dir gefiele das Drehbuch.

Jetzt geht es dir nur um Geld und du willst nur Theaterst�cke schreiben.

Er ist nicht dumm. Prokosch wird dich nie mehr engagieren.

Seltsam, dass du so etwas Einfaches nicht verstehst.

- Ich bin sicher, du tust es doch. - Nein.

Doch, du wirst sehen. Ich kenne dich.

Ich kenne dich.

Wenn ich es mache, dann nur f�r dich, um die Wohnung zu bezahlen.

Gut, entscheide du, ob ich das Drehbuch schreiben soll.

Wenn du nein sagst, gehen wir.

- Das ist ganz sch�n hinterh�ltig. - Nein, wieso?

Dann kannst du mir hinterher die Schuld geben.

Gar nicht, denn ich frage dich.

- Ich soll sagen, was du tun sollst? - Ja.

Schreib es. Du hast einen Vertrag unterschrieben und nervst.

- Ich sah, wie du ihn gek�sst hast. - Ich wei�.

- Warum liebst du mich nicht mehr? - So ist das Leben.

Wieso verachtest du mich?

Das sage ich dir nie, nicht mal, wenn ich sterbe.

- Sag es oder ich tue dir weh. - Willst du mir noch mehr wehtun?

Ich will wissen, warum du mich verachtest. Das ergibt keinen Sinn.

- Warum soll ich es annehmen? - Wir brauchen das Geld.

- Ich will nicht wieder ins B�ro. - Ich kann es nicht annehmen.

Kein Wunder, dass du mich verachtest.

Ich habe ihn gek�sst und du h�ttest deine Meinung doch noch ge�ndert.

Ich habe abgelehnt, damit du deine Meinung �ber mich �nderst.

Fass mich nicht an. Ich liebe dich nicht mehr.

Ich werde dich nie mehr lieben k�nnen.

Wirst du mich verachten, auch wenn ich ablehne?

- Ja. - Warum? Es muss einen Grund geben.

- Du bist der Grund. - Wieso ich?

Ich wei� es nicht. Du bist kein Mann.

Jetzt ist es sowieso zu sp�t. Ich habe eine anderes Bild von dir.

Ich wei�, warum du mich verachtest.

Du meinst, ich h�tte ein Taxi genommen, damit du mit ihm f�hrst.

Vorhin auf dem Boot hast du das auch gemeint. So was w�rde ich nie tun.

Ich werde es dir niemals verzeihen.

Ich habe dich so sehr geliebt.

Jetzt ist es unm�glich. Ich verachte dich, weil du mich kalt l�sst.

Aber du bist den Tr�nen nah.

- Gut, wir gehen. Pack deine Sachen. - Ich bleibe. Geh, wenn du willst.

Komm, Camille.

- Nein. - Dann bleibe ich auch.

- Prokosch wird uns wohl fortjagen. - Fang nicht schon wieder an.

Lieber Paul, ich fand den Revolver und nahm die Kugeln raus.

Da du nicht gehen willst, reise ich ab.

Prokosch muss nach Rom und ich kann mit ihm mitfahren.

Dort werde ich mir wohl ein Hotel suchen.

Ich k�sse dich zum Abschied. Camille.

Hallo. Voll.

Was werden Sie in Rom machen?

- Was werden Sie in Rom machen? - Oh!

Tippen.

Sie sind verr�ckt. Sie haben sie nicht alle.

Ich?

Nein, tippen.

Camille.

Was denken Sie von mir?

Steigen Sie in lhren Alfa, Romeo. Das sehen wir sp�ter.

ICH K�SSE DICH

ZUM ABSCHIED

Ein Anruf aus Rom, sie sind tot.

Dann auf Wiedersehen.

Ich m�chte mich von Ihnen verabschieden, Mr. Lang.

Auf Wiedersehen. Was werden Sie machen?

Ich gehe zur�ck nach Rom und schreibe mein St�ck zu Ende.

Und Sie?

Ich schlie�e den Film ab. Man soll vollenden, was man angefangen hat.

Welche Aufnahme ist das?

Odysseus erblickt seine Heimat wieder.

Ithaka?

- Auf Wiedersehen. - Hoffentlich bis bald.

Odysseus, Richtung Meer bitte.

Wir sind so weit, Mr. Lang.

Ruhe. Die Kamera l�uft.

- Kamera. - Motor.

- Klappe. - "Die Odyssee", 702, die Erste.

Und Action!

Fahraufnahme.

Ruhe!

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