All language subtitles for L.A.Confidential.1997.1080p.BluRay.REMUX.AVC.DTS-HD.MA.5.1-FGT.comm.de

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Original subtitles

KOMMENTAR: Curtis und ich aßen zusammen, wir telefonierten...

trafen uns ein paar Mal...

und fanden eine gemeinsame Basis, wie der Film aussehen könnte.

Wir besprachen das Potenzial einer anderen Besetzung...

einer jungen Besetzung...

und obwohl alles in den 50er Jahren spielte...

sollte der Film hip sein, mit schnellen Dialogen.

Er sollte hell sein, farbenfroh, obwohl alles im Schatten lag.

Er sollte sehr sexy werden.

Und die drei Hauptfiguren sahen alles durch die Augen der damaligen Zeit.

Das Leben ist herrlich in Los Angeles!

Ein Paradies auf Erden.

(SID LACHT)

Jedenfalls wird das immer behauptet.

Es muss ja ein bestimmtes Image verkauft werden

im Film, Radio und Fernsehen.

KOMMENTAR: Ich war der Meinung, dass der Film am besten durchkam...

wenn Arnon das Drehbuch nicht las.

Am besten war es, den Film zu beschreiben...

am wichtigsten war es, dass Curtis ihn beschrieb...

denn Curtis war der Film. Der Film war Curtis.

genau wie sein Leibwächter,

Johnny Stompanato.

KOMMENTAR: Arnon hat einen fabelhaften Instinkt und entscheidet sehr intuitiv.

Es war ganz klar, dass wir ihn nur so dazu bekommen würden...

bei dem Film mitzumachen.

Und wir wussten, dass wir so zuschlagen mussten...

damit er bei dem Film mitmachte.

Und er kapierte es.

organisiertes Verbrechen überhaupt existieren?

Dagegen muss man etwas tun!

Es muss nicht mal originell sein, denn wir sind in Hollywood!

Was bei Capone funktioniert hat, klappt bestimmt auch bei Mickey!

KOMMENTAR: In gewisser Weise stellt L.A. auf sehr grausige Art und Weise...

die letzte Grenze des amerikanischen Verbrechens dar.

Und als Ort hat es seine eigene, unverwechselbare...

Persönlichkeit.

KOMMENTAR: Es ist eine Stadt, wo jedermann lange Strecken fährt...

um andere Leute zu treffen, nehme ich an.

und

streng vertraulich.

Ihr Hush-Hush-Magazin.

IM KNAST MIT MICKEY C.

KOMMENTAR: Man weiß über mich...

dass meine Eltern sich scheiden ließen und meine Mutter 1958 ermordet wurde.

Der Fall ist bis heute nicht aufgeklärt. Durch sie kam ich zum Verbrechen.

Verflixt, wenn ich keine Fixierung auf L.A. in den 50er Jahren entwickelt habe...

mein vom Smog durchzogenes Vaterland.

Und als ich Kriminalschriftsteller wurde...

hatte ich diese Idee, vier Romane zu schreiben...

die sich von 1947, dem Jahr vor meiner Geburt...

bis 1959 erstrecken sollten, als ich noch nicht ganz elf war.

Beginnen sollte alles mit Blaok Dahlia. Das ist Nummer eins.

Dann ein Roman über Kommunisten, The Big Nowhere.

Und dann der Schlüssel zu allem...

der dickste Band des Quartetts, L.A. Confidential...

der den längsten Zeitabschnitt abdeckte...

1950 bis Ende 1958.

Der letzte Band, White Jazz, deckte 1959 ab.

Bud ist sehr stark durch James EIIroy beeinflusst...

weil EIIroy der Figur des Bud White sehr zugetan ist.

Und alle paar Tage fand ich...

eine neue Nachricht auf meinem Anrufbeantworter:

[BARSCHE STIMME] "Wuff, sagt der Dämonenhund...

mit dem 30 Zentimeter langen, leuchtenden SchniedeI."

[NORMALE STIMME] Und dann kam etwas über Kansas City...

oder ein Detail über Bud White...

das er mich wissen lassen wollte.

Interessante Einzelheiten: Bud White trinkt nie Bier.

Denn Bier trinkt man in Gesellschaft.

Und wenn Bud White trinkt, dann trinkt er Scotch, und zwar allein.

Denn er will nicht, dass sich ihm jemand...

durch das Trinken annähern kann, verstehen Sie?

Diese kleinen Edelsteine ließ er einfach fallen...

wodurch er meine Gedanken quasi anfeuerte.

Machen Sie sich erst ein bisschen zurecht.

FRAU: Frohe Weihnachten.

BUD: Frohe Weihnachten, Ma'am. STENSLAND: Komm jetzt, Bud.

STENSLAND: Die warten alle auf uns.

KOMMENTAR: Der letzte Teil war, zeitlich gesehen, Kevin Spaceys Teil.

Ganz offen gesagt, das war der schwerste.

Während alle drei Schauspieler im Film Hauptrollen spielen...

finde ich, dass diese Rolle die kürzeste Präsenz auf der Leinwand hat...

aber dabei am kniffligsten zu spielen ist...

weil die Zuschauer ihn zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht unbedingt mögen.

Und wer die Rolle spielte, musste als diese Figur Entscheidungen treffen...

damit die Zuschauer merken, dass er sich am Ende des Films verändert hat.

Alle Darsteller, alle Figuren, verändern sich, aber seine Veränderung war die gravierendste.

Er musste ernsthaft wirken. Seine Figur war eine leere Hülse.

Was war das denn?

Ein Artikel über Lesben in Hollywood. Dabei fiel ihr Name.

SID: Ein Freund von mir hat Matt Reynolds mit Gras versorgt.

SID: Jetzt macht er sich einen schönen Lenz mit Tammy Jordan.

Entschuldige, ich war nicht ganz bei der Sache.

KOMMENTAR: Kevin hatte schon mit New Regency gearbeitet, in Die Jury...

mit Warner Bros. ebenfalls.

Er kam an Bord und wir hatten die wichtigsten Darsteller.

Nein, ist es nicht.

Es ist strafbarer Besitz von Marihuana.

KOMMENTAR: Ich las das Buch, nachdem ich den Film sah.

Die Scharfsinnigkeit der Adaption war erstaunlich.

KOMMENTAR: Ich mochte das Buch. Man konnte es nicht weglegen.

Es beschäftigte sich mit einer Welt, die ich nur aus zweiter Hand erlebt hatte.

Ich fand, dass das Buch sehr viel dieser psychologischen Komplexität einfing.

Vieles drehte sich um die Entscheidungen, die wir fast alle im Leben treffen müssen.

Hier fallen die Entscheidungen unter allerhöchstem Druck:

In den Schatten lauert die Gefahr des Todes.

- Guter Aufhänger für die Story. FOTOGRAF: Sicher.

KOMMENTAR: Das Vorsprechen in den Staaten...

läuft anders als in Australien.

Denn in den Staaten gibt es mehr Schauspieler...

man muss sich durch mehr hindurcharbeiten.

In Australien geht man zum Vorsprechen...

und bekommt die Rolle oder auch nicht.

In Amerika kommt ein Treffen...

dann liest man auf Video vor...

wo nicht erwartet wird, dass man den Text kann...

was ich seltsam finde.

Und dann macht man eventuell einen Test auf Video.

Eventuell kommen dann richtige Probeaufnahmen auf Film.

Es ist also ein recht langer Prozess.

Und das war für mich wirklich überraschend.

Witzig war... Als es dann endlich soweit war...

und die Probeaufnahmen anstanden...

war das wie ein normaler Arbeitstag, mit einem kompletten Kamerateam...

vollem Make-up, und es kam mir nicht vor, als würde man mich bewerten.

Es fühlte sich an, als würden wir alle zusammen eine Szene drehen.

ED: Sie irren sich, Sir.

KOMMENTAR: Leute reden davon, nach L.A. zu gehen, wo ihre Gebete erhört werden...

ihre Träume in Erfüllung gehen...

als ließen sie alles Schlechte hinter sich...

als fänden sie alles Gute im Leben hier in L.A.

Und das ist so eine unsichere Existenz...

oder so ein heikler Tanz auf dem Drahtseil...

denn für die wenigen, die damit Erfolg haben, prima, fantastisch.

Aber falls es nicht klappt, dann gerät man ins Hintertreffen.

Denn damit geht ein Gefühl der Unbeständigkeit einher.

Und dass sie auf einer Verwerfungslinie steht, sagt doch einiges aus.

In L.A. gibt es eine bestimmte Frequenz, ein bestimmtes Vibrieren, das wirklich...

Es ist so überhöht. Entweder fantastisch positiv...

oder deprimierend negativ.

VERKÄUFER: Ich hoffe, ihr seid da, wenn ich in der Klemme stecke.

KOMMENTAR: Der Film ist so gut gemacht, von A bis Z stimmt einfach alles.

VERKÄUFER: Klingt ja nach einer Wahnsinnsparty. Moment, bitte.

KOMMENTAR: Curtis Hanson war sehr mutig...

die Rollen mit Guy Pearce und Russell Crowe zu besetzen...

zwei in den Staaten fast unbekannte Schauspieler...

sehr amerikanische Rollen spielen zu lassen.

Genau genommen fand ich ihre Akzente richtig gut.

Frohe Weihnachten.

Frohe Weihnachten, Officer.

Ist es so offensichtlich?

Man kann es förmlich auf Ihrer Stirn lesen.

VERKÄUFER: Bitte schön.

KOMMENTAR: Die Zuschauer konnten einen Film sehen...

den man nicht in modernen Zeiten ansiedeln kann.

Er muss in einer anderen Ära spielen...

wegen des Rassismus, der Ausdrucksweise, der Engstirnigkeit...

einiger Figuren im Film.

Und das ist auch faszinierend...

weil es so scheint, als seien es die modernen Zeiten. Aber das stimmt nicht.

Ich glaube nicht, dass man über die heutige soziale Lage einen Film...

wie L.A. Confidential drehen könnte.

Es war einfach ein sehr gut gemachter Film.

Verzieh dich lieber!

KOMMENTAR: Der Film ist ein kalkuliertes Risiko...

weil keiner der Hauptdarsteller...

zur damaligen Zeit ein großer Star war.

Obwohl Spacey gute Theaterkritiken hat...

und als sehr versierter Schauspieler gilt.

Dadurch ist dieser Film weniger ein Studiofilm...

er gleicht mehr einem Independent-Film, als es normalerweise der Fall wäre...

eben wegen der Besetzung.

Mit Sicherheit ist der Film so klassisch...

und dabei neu und unabhängig...

wie man es sich nur wünschen kann.

Ich glaube, er wollte ein Ungleichgewicht.

Hätte zum Beispiel George Clooney einen der Detectives gespielt...

wäre das Drehbuch im Hinblick auf die Figur...

die George Clooney spielte, geschrieben worden.

Da er jedoch diese drei quasi anonymen Schauspieler einsetzte...

hatte er die Freiheit, ihnen gleichwertige Rollen zu geben...

wobei man gespannt war, was aus jedem der drei werden würde.

Wohingegen es bei Clooney nie Spannung gibt.

Egal wie, zum Schluss gewinnt er immer.

Aber im Verlauf des Films wurde einem klar...

dass er für nur einen Hauptdarsteller viel zu komplex ist.

Curtis Hanson und seine Mitarbeiter hielten sich an Ellroys Buch...

indem sie nicht eine Figur auf Kosten der anderen vorzogen.

KOMMENTAR: Wenn man Danny kennt, dann weiß man...

dass Danny wie ein Hydrant aussieht.

Ein lebender Hydrant.

Ich glaube, er weiß genau, was er will.

SID: Ok, es geht los! Duckt euch.

KOMMENTAR: Danny hat gute Instinkte als...

Als Schauspieler und als Filmemacher.

Er versteht die Figur, die er spielt, seine Persönlichkeit, wirklich gut.

Daher denke ich, dass er ihn etwas überhöhte, etwas überlebensgroß anlegte.

Aber zu dem Mann passte das, weil:

[BARSCHE STIMME] "Hey, das war einer dieser Typen, verstehen Sie?

Die laufen so herum."

[NORMALE STIMME] Ha, ha. So...

KOMMENTAR: Ich hörte durch Curtis Hanson...

zum ersten Mal von L.A. Confidential.

Ich las das Drehbuch, dann trafen wir uns im Formosa Cafe.

Ich fand das Drehbuch absolut außergewöhnlich.

Den Roman hatte ich noch nicht gelesen, den las ich dann später.

Ich war fasziniert, wie sie ihn umgebaut hatten...

wie viele Handlungsstränge des Buches sie geschnitten hatten.

Und trotzdem blieb der Kern erhalten und dieses unglaubliche Noir-Gefühl...

die komplizierten Handlungsstränge, Figuren, die auftauchen und verschwinden.

POLIZIST: Warum kommt ihr so spät?

KOMMENTAR: Und ich sagte zu ihm: "Gut. Wenn das wirklich die 50er Jahre wären...

und Sie wirklich Regie führen würden...

mit wem würden Sie den Jack Vincennes besetzen?"

Ich hatte erwartet, dass er einen Namen wie William Holden nennen würde, dass er...

Das tat er nicht. Er sagte: "Dean Martin."

Ich dachte: "Dean Martin."

Und er sagte: "Sehen Sie sich Verdammt sind sie alle an.

Schauen Sie sich noch einmal Rio Bravo an.

Dann sehen Sie, was ich meine.

Das ist ein Mann, der oberflächlich aufregend wirkt...

er ist clever und cool und immer obenauf.

Aber unter der Oberfläche verbirgt sich ein Mann, der Veränderungen durchmacht...

der von Moralgedanken überwältigt wird, die ihn letztendlich soweit bringen...

dass ihm klar wird, dass er sich nicht weiter wie bisher benehmen kann."

Ich sah mir die beiden Filme an.

Was ich an Jack Vincennes so interessant fand, war, dass er...

in einer Welt lebte, wo er fast derjenige war, der das Sagen hatte.

Alle kannten ihn.

Man kannte ihn in der Film- und der Fernsehbranche...

und in dieser grässlichen Fernsehserie, wo er als Berater fungierte.

Er war amüsant, aber ich glaube...

dass seine Figur irgendwie die Unterströmung repräsentiert...

den widerwärtigen Teil seiner selbst...

der ihm erlaubt, Teil von etwas zu sein, dem er fernbleiben sollte.

Letztendlich führt das dazu, dass ein Unschuldiger ums Leben kommt.

Das wiederum bring ihn zu der Erkenntnis: "Mann.

Diese Grenze kann ich nicht überschreiten."

Natürlich kommt er zum Schluss um...

weil weder er noch die Zuschauer wissen...

wer wie tief in diesem Sumpf aus Korruption und Skandal steckt.

ED: Ihr gehört hier nicht her.

Hinterher!

Nimm deinen Partner an die Leine, bevor er jemanden umbringt.

POLIZIST 2: Mach ihn fertig, Stens! Gib's ihm!

KOMMENTAR: James EIIroy schrieb das Buch, auf dem der Film basiert.

Er übertreibt nichts um der Effekthascherei willen.

Er sagte: "So ist es. So ist das passiert."

Ich bezeichnete ihn als modernen Balzac, der beschreibt, wie die Menschen...

Wie die Menschen wirklich leben und was sie...

Was sie motiviert, was sie antreibt.

Das ist ihm beim Schreiben sehr wirkungsvoll gelungen.

Zurück!

Fick doch deine Mutter!

KOMMENTAR: Ich wollte den anspruchsvollsten Kriminalroman...

mit historischem Hintergrund aller Zeiten schreiben.

Das klappte wohl.

Ich hatte ein Thema: L.A. in den 50er Jahren.

Das ist es.

Ich verstand die Ikonografie. Die drei korrupten Polizisten...

William Parkers System der Reformen...

Rassenfragen, Liebe über Rassenschranken hinweg...

Sex, Skandalblatt-Journalismus...

der allgegenwärtige und aufdringliche Einfluss Hollywoods...

Prostituierte, die operiert wurden, um Stars zu gleichen...

Kriege zwischen jüdischen und italienischen Gangstern.

Dieser Roman enthält alles.

Es wird eine Untersuchung geben. Es kann zu Anklagen kommen.

Sagen Sie aus?

Nein, Sir.

KOMMENTAR: Polizisten und Schriftsteller haben Klatsch und Geschichtenerzählen...

zur allerhöchsten Kunst entwickelt.

Das sind Männer, die gern Blödsinn reden.

Schriftsteller hören gern Blödsinn über Verbrechen.

Polizisten reden gern über Verbrechen.

Sie mögen mich, weil ich sie mag.

KOMMENTAR: Ordnung bedeutet mir alles.

Ich bin autoritär.

Ich würde lieber in einer Welt leben, in der es zu autoritär zugeht...

als in einer Welt, die zu tolerant ist.

Es gibt nicht viele Menschen, vor allem nicht unter Künstlern...

die da zustimmen würden.

Unter den Polizisten sind jedoch viele dieser Meinung...

vor allem deswegen, weil ihr Privatleben oft chaotisch aussieht.

Sie sehen es gern, wenn im Rest der Welt Ordnung herrscht.

Ich mag das auch.

Schön, dass Sie das so sehen. Die meisten sind anderer Meinung.

Für sie ist Stillschweigen und Integrität dasselbe.

POLIZEICHEF: Nicht gerade der Eindruck,

KOMMENTAR: Guy Pearce ist... Er ist geradeheraus.

Hier wächst er zur Autoritätsperson heran...

weil seine Integrität unerschütterlich ist.

Aber er ist ein Bücherwurm. Er ist unbeugsam in seiner Ernsthaftigkeit.

Manchmal ist seine Intelligenz ein Handicap.

Aber jemand muss den Kopf hinhalten.

KOMMENTAR: Ich finde, dass das Drehbuch eine fantastische Adaption ist.

Alles wird komprimiert, aber ebenfalls... Es hat seine eigene Art, sich mitzuteilen.

Das merkt man durch die drei Hauptpersonen.

Durch sie kann man immer von einem zum anderen schwenken...

von einem Handlungsstrang zum anderen...

von einer Konfrontation zur nächsten.

Ein unbeherrschter Schläger!

Nein, Edmund.

Er ist nurjemand, der die Fragen, die ich Ihnen stellte, mit "Ja" beantwortet.

POLIZEICHEF: Polizei und Öffentlichkeit brauchen Vorbilder!

KOMMENTAR: Witzig war dabei... Ausgerechnet, als man mich auswählte...

Nachdem ich erfuhr, dass ich die Rolle hatte...

flog ich zurück nach Australien und EIIroy war auf Welttournee.

zufälligerweise kam er auch nach Melbourne, daheL„

Es war eine dieser Ein-Mann...

eine Ein-Mann-Show, wo er aus den Büchern vorliest...

und mit seiner Band etwas vorführt.

Es ist eine interessante Show.

Er trat in einem Theater in St. Kilda auf. Ich ging hin...

und ich saß hinten und am Ende der Show...

konnten die Zuschauer Fragen stellen.

Jemand fragte ihn wegen der Idee, seine Bücher zu verfilmen...

und was er davon hielte. Er sagte:

"Witzigerweise wird L.A. Confidential bald verfilmt...

und ich glaube, die Rollen werden von Guy Pearce und Russell Crowe...

gespielt."

Und die eingefleischten Ellroy-Fans im Zuschauerraum lachten und johlten...

weil sie glaubten, EIIroy mache Witze und habe...

ein paar örtliche Namen ausgesucht, damit es lächerlich klang.

Und ich schämte mich so...

bei dem Gedanken, dass diese Ellroy-Fans über uns lachten, weil wir...

Vor allem, weil ich die Rolle spielen sollte.

Die Fans, die den Film später sahen, sagten bestimmt:

"Er hat wirklich die Wahrheit gesagt."

Ich denke, ja, Sir!

Wie Sie meinen!

KOMMENTAR: Ich war überrascht, dass Curtis mich engagierte.

Es war mehr eine Überraschung, dass ich die Chance bekam...

so eine wichtige Rolle in so einem guten Film zu spielen.

dass Sie zuerst angegriffen wurden.

KOMMENTAR: In Australien drehte ich drei oder vier Jahre eine Fernsehserie.

So von 1985 bis 1989.

Die Serie hieß Nachbarn, eine Seifenoper.

Die lief in Großbritannien, in England...

und in Australien und wurde ausgesprochen beliebt.

Jeder, der in dieser Serie auftrat, wurde schon ein bisschen berühmt.

Nachdem ich in der Serie auftrat, änderte sich mein Leben dramatisch...

da ich überall erkannt wurde.

Ich glaube, dass mich jeder aus dieser Serie kannte...

aber witzigerweise drehte ich einige Jahre später...

den Film Priscilla - Königin der Wüste...

der... Das wurde wirklich ein großer Erfolg für...

Vor allem im Verhältnis zum Budget des Films.

Ich glaube, das war es, was mir die Möglichkeit eröffnete...

mir einen Agenten in den Staaten zu suchen...

und mich in Besetzungsbüros vorzustellen und...

Sie verbinden einen gern mit etwas, ja?

KOMMENTAR: Witzigerweise kannte Curtis Hanson Priscilla - Königin der Wüste nicht.

Er wollte Priscilla - Königin der Wüste auch nicht sehen.

Er wollte sich seine Vorstellung von mir nicht dadurch verderben lassen...

dass er mich in Frauenkleidern sah, glaube ich.

Also sah er sich Priscilla nicht an, was ziemlich lustig war...

weil alle wussten, dass es Priscilla war, wodurch ich in den Staaten arbeiten konnte...

aber die erste Rolle, die in L.A. Confidential...

Das war der eine Regisseur, der Priscilla nie gesehen hatte.

Rausspringen?

Ja, was für Sie dabei rausspringt.

Da sind Sie der Experte. Ich tue nur meine Pflicht.

Sie spielen doch Ihre eigenen Spielchen

und gehen damit Kollegen aus dem Weg,

die Sie wegen Ihrer Petzerei hassen werden!

Falls man Sie zum Detective gemacht hat, Vorsicht!

KOMMENTAR: Als Schauspieler...

Ich zumindest will vielseitig sein.

Mich faszinieren unterschiedliche Figuren

unterschiedliche Charaktere. Mir leuchtet das ein.

Und ich habe sehr viel Theater gespielt...

daher war ich es wirklich gewohnt...

von einem Extrem ins andere zu fallen, denke ich.

ab jetzt haben Sie Bud White am Hals. Er wird sich rächen.

Was kann ich für Sie tun, Captain?

Sie können mich Dudley nennen.

Dudley.

Was wollen Sie von mir?

KOMMENTAR: Das war eine ziemlich aufregende Zeit.

Ich hatte gerade die Nominierung für Ein Schweinchen namens Babe erhalten...

und fiel aus allen Wolken.

Dann rief mein Agent an und schickte mich ins Studio an der Santa Monica...

um mich mit dem Regisseur Curtis Hanson zu treffen, den ich nicht kannte.

Es ging um den Film und... Sie schickten mir das Drehbuch.

Das war noch nie vorgekommen. Ich war der...

Ich war der Mann mit... Ich bekam nur Blätter, saß auf dem Korridor.

Man bekam kein ganzes Drehbuch. Jetzt erhielt ich das komplette Drehbuch.

Sie haben ihre Meinung geändert.

Was ist mit Stensland?

Ihr Partner ist fertig.

Er wird offiziell zum Sündenbock gemacht.

KOMMENTAR: Ich ging rein. Curtis sagte:

"Ich freue mich so sehr, dass Sie hier sind."

Ich fühlte mich so toll, dass ich beim Lesen nicht aufpasste.

Ich war... Er sagte: "Würden Sie bitte vorlesen?"

Ich sagte: "Himmel." Es war ok. Ich fühlte mich toll.

wie Sie es sind.

KOMMENTAR: Mein bester Freund ist Ire.

Ich war in Irland, ich besuchte seine Großmutter...

die ausgerechnet in Drogheda lebte, wo es natürlich...

Hier fand das Massaker unter Cromwell statt und es war einfach...

Irgendwie musste ich durch eine Art Osmose aus der damaligen Zeit...

Schuldgefühle aufgesogen haben.

Eine wunderbare irische Schauspielerin sagte einmal zu mir:

"Das nennen Sie irischen Dialekt?

Ein Wort klingt nach Cork, dann kommt ein Ausdruck aus Dublin, Sie...

Die Hälfte stamme aus GaIway." Es ist nicht... Es ist einfach...

Was mir so einfällt. Ich mag es. Weil mir gefällt, wie es klingt.

Und ich kenne meine Figur.

Ich weiß, wer er ist, um ihn muss ich mir keine Sorgen machen.

Ich kann mir Dinge im Dialekt ausdenken und komme nie durcheinander.

Das andere ist, dass man herausbekommen muss, woher die schwere...

Woher kam die Wendung dieser Figur?

Wie rechtfertige ich das? Wie lege ich das real an?

Es ist eine wunderbare Figur. Die Figur ist wunderschön geschrieben.

Versucht er, das organisierte Verbrechen an sich zu reißen?

Ich glaube nicht.

KOMMENTAR: Die Musik war toll.

Curtis gab mir ein Band, das jetzt hin ist...

weil es so oft bei mir im Wagen lief.

Als Bestandteil des Films war sie ausgesprochen hilfreich.

Außerdem spürte man genau Curtis’ Einfluss...

auf den Film.

Ich weiß, dass er die Musik jener Zeit mag.

KOMMENTAR: Curtis mit seiner hohen Konzentration...

konnte etwas kreieren, nach einer Filmmusik verlangen...

die zu den Einsätzen passte.

Jerry Goldsmith schrieb die Musik.

Und die Musikeinsätze erscheinen mir... Während die Musik fantastisch war...

Ich höre mir die CD immer wieder an, spiele sie ständig.

Wenn andere Leute das hören, wird immer gefragt: "Woher ist die Musik?"

Und es war einfach so, dass sie ebenfalls zeitlos war.

Sie scheint nicht dem Film zu entstammen. Sie kam aus der damaligen Zeit...

und sie erweckt Gefühle...

Und wer damals noch nicht lebte...

interessiert sich für die Musik und findet sie echt cool und zeitlos.

Man würde sie heute hören. Und das...

Das betrifft den gesamten Film, er ist genau auf diese Art zeitlos.

KOMMENTAR: Als Kind hatte ich ein Foto des Rathauses von L.A..

Für ein Rathaus hatte es eine ziemlich merkwürdige Form.

Und das Vergnügen, einen Film über die damalige Zeit zu drehen...

hatte auch etwas mit Fotografie zu tun.

Fotografien von früher haben etwas Großartiges an sich.

Es sind Sammlerstücke und es ist ein intensives Gefühl...

weil noch etwas anderes aus der Vergangenheit aufgeweckt wird.

Man erforscht eine Welt, die ganz anders war...

aber ich glaube, es ging vor allem um das Drama, das sich auf den Seiten abspielte.

Denn ich glaube, dass der Film hier wirklich seine Sprache findet.

Die Wahl, die Suche nach der Sprache beginnt mit dem ersten Wort...

des Drehbuchs.

Damit beginnt man, die Bilder zu erschaffen.

Ich sah mir L.A. Confidentialwieder an...

weil wir darüber reden wollten, und...

Und ich schaute erneut ganz ehrfürchtig zu, wie...

Wirklich, was Kevin da tut, wirkt wie eine wundervolle Choreografie.

In dieser wunderbaren Szene in seinem Büro.

Ich hätte gern eine Lieferung nach Beverly Hills.

Ich kenne Sie nicht.

Ein Freund gab mir Ihre Nummer.

KOMMENTAR: Seine fließenden Bewegungen nehmen einen gefangen.

Man schaut fasziniert zu, was gut zu der Figur passt...

denn man sieht eine Figur, diesen Jack Vincennes...

der zu Hollywood gehört und Polizist ist.

Alle bei der Fernsehserie wenden sich an ihn und daher ist er schon irgendwie wichtig.

Sid, hier ist Vincennes.

Bist du wieder da? Ich brauche Material!

Ich habe etwas von der Sitte.

KOMMENTAR: Wir engagierten Danny DeVito für den Sid Hudgens...

weil er ein Star war und weil ihn jeder wiedererkannte.

Seine Figur trug den Namen Sid Hudgens...

aber wir unter uns, Produzenten, Regisseure, das Team...

nannten ihn Hush-Hush...

wegen dem "auf dem aufsteigenden Ast und pssst-pssst".

Er war eben ein Schundblatt-Reporter...

der mit den Gerüchten und dem Dreck der damaligen Zeit Geschäfte machte.

Er brachte einen gewissen Humor in den Film ein und Ironie.

Und er ist so samtzart, dass die Zuschauer ihn mögen wollen...

obwohl er bewiesen hat, dass er eine gewisse teuflische Seite hat.

POLIZIST 3: Wir werden dich vermissen.

POLIZIST 4: Scheißspiel, Stensland.

KOMMENTAR: Ich wünsche mir, ich hätte mehr mit dem L.A. Confidential-Ensemble...

zu tun gehabt, als es der Fall war, weil...

Es war ein unglaubliches Schauspieler-Ensemble.

Tolle Besetzung. Tolle Handlung.

Und ja, es ist...

Es geschieht selten, dass man so viele talentierte Künstler zusammen in einem...

In einem ganz bestimmten Genre-Film sieht, wobei alle...

dazu beitragen... Zum letztendlichen Ergebnis beitragen.

Es gibt einen gewissen Gleichmut bei den Beiträgen, der...

Dadurch wird L.A. Confidential so komplex und gehaltvoll.

Aber in meinem Fall war es so, ich hatte nur drei, vier Tage.

Ich tauchte auf und verschwand und so... Aber ich arbeitete mit Russell Crowe...

ich saß mit Kim Basinger in einem Wagen und...

Und ich arbeitete mit Kevin und Guy Pearce, daher...

Mit Kevin Spacey und Guy Pearce an einem Tag.

Und dann, zack...

wieder weg.

POLIZIST 2: Ich komme gleich mit.

POLIZIST 2: Idiot! Bei wem will der Eindruck schinden?

POLIZIST 1: Gute Frage.

POLIZIST 2: Der will Karriere machen.

KOMMENTAR: Ich glaube, es gibt Schlüsselelemente, um Exley zu verstehen.

Als wir ihn im Film kennenlernen...

sitzt er ein bisschen in der Patsche.

Und wegen seiner Ambitionen...

durch die er eine Art gehobene Position bekommt...

als leitender Detective, obwohl er wirklich noch rechtjung ist...

KOMMENTAR: Aber er ist fest entschlossen. Emotionell gehemmt.

Es geht also um eine Figur, die... Er glaubt, er habe alles im Griff.

Aber sehr schnell hat er nichts mehr im Griff...

und versucht...

in einem System zu überleben, das er nicht wirklich versteht.

Sein Vater war offensichtlich...

ein hochdekorierter Polizist, der ermordet wurde...

und er versucht, ihm Ehre zu machen.

Er ist also jemand, der mit vorgefasster Meinung über bestimmte Dinge...

in ein Zimmer geschossen kommt, um dann zu entdecken...

dass alles ganz anders ist.

Ich glaube, das war der Kern dessen, was ich versuchte zu verstehen.

Das Schöne an dem Film ist, dass diese Eigenschaften...

umgesetzt werden können.

Es ist einer der Filme, wo Details, die Konzentration...

auf solche psychologischen Elemente...

ein großer Teil dessen ist, was den Film ausmacht.

Der Film fokussierte sich mehr auf die Charaktere als auf die Geschichte selbst.

I mochte die Filmmusik sehr und ich wusste

bescheid über die Vielzahl an Stücken die

Curtis im Film verwenden würde.

Als wir dann Goldsmith's Stück hörten, wussten wir das es das richtige war.

Das eine großartige Stück

gespielt von einem Orchester das wirkIich--

Es fasst den Stiel und die Klasse

aber auch die Einsamkeit des Ortes zusammen.

Ich war wirklich begeistert, ich liebte es.

Ich liebe dieses Stück immer noch.

Ich nahm die Durchsage entgegen. Es ist mein Fall.

Sie wollen ihn nicht und Sie bekommen ihn nicht.

Ich nahm die Durchsage entgegen.

Er gehört mir.

KOMMENTATOR: Ich wollte auch einen Hut haben.

Das war auch so eines dieser Dinge. In jeder Szene versuchte ich einen zu--

"Leute trugen Hüte zu der Zeit", sagte ich andauernd.

Ich hatte endlich einen Hut bekommen der mir aber garnicht gut gefiel.

Ich mochte sehr gerne Hüte tragen aber dieser Hut sah wirklich blöd aus.

Ich glaube das hatte er mit Absicht gemacht.

[KOMMENTATOR LACHT]

Jedesmal wenn ich den Hut sah. Jedesmal wenn ich ihn sah sagte ich:

"Er hatte recht, ich sollte den Hut nicht benutzen".

Mein Vater hat immer solche Hüte getragen, ich wusste Bescheid.

Uhm... Eine interessante Tatsache was diese Zeitperiode betrifft, eben weil wir keine trugen.

Uhm... Wir wussten nicht wie man damit umgeht, es verändert das Gesicht...

...und wie man sich mit dem Körper ausdrückt. Das war eines der schwierigsten Dinge.

Ich glaube Curtis wollte damit ein Zeichen setzen

um sich von anderen Filmen der 50er Jahre abzugrenzen.

Hüte waren ein weit verbreitetes cliche der Filme aus den 50er.

Uhm, ich denke das es viele Referenzen aus den 50er gibt...

...wo Hüte getragen werden...

...aber hier haben nicht alle einen Hut auf.

Das war eine der Entscheidungen von Curtis...

...weil er sich unbedingt abgrenzen wollte.

Curtis hat sich gut vorbereitet dafür und hatte sehr gute Ideen um das umzusetzen.

Er hat mir Postkarten gezeigt und alle möglichen Referenzen...

„gleich nachdem ich den Job bekam...

...kam eine Vielzahl von B-Filmen aus den 50er auf den Markt...

...das hat sehr viel Spaß gemacht, weil...

...wir die Nachmittage damit verbracht diese anzuschauen, hätte ich sonst nicht gemacht.

Seine große Leidenschaft waren die 50er...

...und er brachte uns richtige schätze der Filmkunst zum anschauen.

GERICHTSMEDIZINER 1: Mrs. Lefferts,

KOMMENTAR: Das hat wirklich enorm geholfen...

...wir konnten noch im Anfangsstadium der Produktion...

...uns auf alles einstellen und Visuell wahrnehmen...

...wie wir vorgehen würden und das noch vor den Zeichnungen...

...um die Farbpaletten und alles weitere anzupassen.

I habe sehr eng mit Jeannine Oppewall gearbeitet...

...das war wirklich Toll. Uhm, wir hatten eine sehr gute Verbindung...

...denn Sie hatte schon einmal mit meinem verstorbenen Ehemann gearbeitet.

Captain Smith und ich, wieso?

DUDLEY: "Das Nite OwI-Massaker."

Von der Übertreibung mal abgesehen,

KOMMENTAR: Ich glaube man merkt wenn man den Film sieht...

...das alle Abteilungsleiter...

...die zum größten Teil für den Stil und Inhalt des Filmes verantwortlich waren...

...aIIe auf der selben Wellenlänge fuhren und sich gegenseitig Ideen gaben...

...was sich sehr positiv auswirkte. Ich habe wirklich sehr gerne mit Ruth

gearbeitet weil Sie auch so wie ich sehr enthusiastisch war was den Film betraf.

Wir haben täglich Telefoniert...

...am Morgen oder am Abend um darüber zu reden--

Ich habe Ihr meine Neuigkeiten erzählt und welche Farben ich benutzen wollte.

Sie erzählte mir von den neuen Stoffen die Sie gefunden hatte...

...ein neues Seidenkrawattenmaterial das Sie gefunden hatte...

...das Sie dann benutzen wollte und--

Wir haben ständig miteinander kommuniziert, auch wenn es um kleine Dinge ging...

...über die Umgebung die wir damit erschaffen wollten...

...und wie wir die verschiedenen Charaktere in diese Umgebungen einsetzen wollten...

...um diese hervorzuheben aus der Umgebung und damit den Film zum Leben erwecken.

Die Bevölkerung von Los Angeles erwartet das.

Sie können gehen.

KOMMENTAR: Ich erinnere mich noch daran als ich den Film sah...

...das mir auffiel wie gut die Musik dazu passte...

...die einzelnen Kompositionen als gesamtes.

KOMMENTAR: Diese änderten sich auch je nach Schauspieler...

...das war wirklich Ausschlaggebend.

Ich fand die Titelmusik eine sehr gelungene Kombination...

...sehr Erfrischend da man so etwas schon lange nicht mehr gehört hat...

...der Einfluss der Zeitperiode...

...war immer zu Spüren.

ED: Wir übernehmen ab hier.

POLIZIST 2: Nehmt doch gleich einen Fotografen mit.

Ich brauche die Adresse von einer Ihrer Kundinnen. Sie heißt Lynn.

- Ist das alles, was Sie wissen? - Ja.

Sie wissen sowieso, wen ich meine.

VERKÄUFER: Ich habe eine Rechnungs- und eine Lieferadresse.

KOMMETAR: Curtis war einfach im Umgang...

...seine Art war durchdringend aber auch einfühlsam und ich dachte--

Hier bin ich in guten Händen.

Er wusste um die Welt des Filmemachens bescheid

und hat mich da hindurchgeführt.

Kommen Sie zur Einfahrt, wir unterhalten uns dort.

KOMMENTAR: Curtis hat unglaublich viel recherchiert...

...und deshalb bin-- Sie wissen schon, sein--

Ich folgte seinen Anweisungen sehr genau.

PIERCE: Was kann ich für Sie tun?

KOMMENTAR: Die Szene mit Russell hat drei oder vier Stunden an einem Morgen gedauert...

...da oben im Haus.

Officer White.

Kennen Sie Sue Lefferts?

Was soll die Frage? Sie haben uns doch gesehen.

Wie haben Sie mich gefunden?

KOMMENTAR: Er war sehr konzentriert und intensiv bei der Sache.

Er hat die Szene wirklich erfrischt mit seiner Persönlichkeit, man konnte das spüren.

Uhm, ausgezeichnet war es, die Rolle und seine Person, beides.

Er war allgegenwärtig.

Er hatte etwas, das machte einem die Knie weich.

Was ist aus dem anderen geworden? Buzz?

PIERCE: Buzz Meeks arbeitet nicht mehr für mich.

Wieso sah Sue Lefferts Weihnachten verprügelt aus?

Vielleicht hat sie beim Tennis einen Schläger ins Gesicht bekommen.

Sie mochte gemischte Doppel besonders gern.

Sie standen in engem Kontakt zum Opfer eines Massenmordes.

KOMMENTAR: Ich habe so eine Rolle wie die von

Pierce Patchett noch nie vorher gespielt.

Auch war mir die Zeitperiode eher unbekannt...

...aber Curtis beschrieb uns alles...

...und meinte das es keine Probleme geben wird, darauf habe ich vertraut.

Ich habe ein paar schöne Sachen zum anziehen bekommen und lerne Golf spielen.

Ich musste da etwas dazulernen, er schickte mich zu einem Golf-Profi

der in einem renommierten Club in L.A. arbeitet an einem Sonntagnachmittag oder morgen.

Ich spiele kein Golf und vergesse schnell was ich gelernt habe.

Trotzdem hat es gereicht.

Manchmal ist dazu ein Schönheitschirurg nötig.

Nach so einer Operation haben Sie uns gesehen.

Deswegen hat ihre Mutter sie erst nicht erkannt.

Großer Gott.

Nein, Pierce Morehouse Patchett.

Sie benehmen sich zwar gut, aber mehr sage ich trotzdem nicht.

KOMMENTAR: Er ist so eine Art Katalysator.

Bei ihm geht es um Geld und seinen Dienstleistungen.

Es ging um die Schönheit...

...oder zumindest was man als schön in dieser Welt bezeichnen konnte.

Die Schönheit der Berühmtheiten, uhm-- Berühmte Frauen um genau zu sein.

Der Wunsch, schön zu sein...

...in einer Welt wo Schönheit geachtet wird.

Er nutzte diesen Wunsch...

...berühmt zu sein, die Vergötterung und den Glanz sich selbst neu zu erfinden...

...so wie einen die Welt dann sehen soll.

Er benutzte die Wünsche und Träume der Leute...

...und all das was einen verletzbar macht.

Ich mach's wieder gut!

Ich verspreche es.

(KLOPFEN AN DER TÜR)

KOMMENTAR: Ich glaube der Film hat sehr viele Aspekte...

...das sind manchmal zuviele.

Einer davon ist Realität und Illusion.

KOMMENTAR: Ein anderer Aspekt ist die...

...Gute und Böse Seite von Menschen.

Wollen Sie mir drohen?

Da kommen Sie nicht weit.

Verpiss dich. Sonst sorge ich dafür, dass deine Frau dich hier abholt.

Die Tatsache das Ihr Erscheinungsbild nicht zu dem passt was sie wirklich sind...

...wer Sie wirklich sind oder wer Sie sein könnten.

Das öffnet einem Tür und Tor zu einer anderen Realität...

...neue Welten werden damit entdeckt, wenn auch nur für einen kurzen Moment...

...der Umgang mit exzentrischen Leuten.

Die Rolle von Kim Basinger ist faszinierend

weil Sie hergerichtet wurde um wie Veronica Lake auszusehen...

KOMMENTAR: ...aber Sie wurde Ihr Leben lang manipuliert...

...man hat Sie zu etwas gemacht was Sie nicht ist...

...und in dieser Szene, beginnt Sie allmählich zu begreifen...

...wer Sie wirklich ist. Eine großartige Rolle für eine Schauspielerin.

Aber natürlich.

Was soll die Frage?

LYNN: Wissen Sie, warum Pierce Ihnen so schön tut?

Wenn Sie so reden, kann ich unangenehm werden.

Wissen Sie's oder nicht?

Klar weiß ich's.

Patchett macht Geld mit Huren...

...die aussehen wie Filmstars.

Aber wenn ich mir sein Haus ansehe, läuft da noch was Größeres.

Deshalb will er kein Aufsehen.

KOMMENTAR: Ich hatte Curtis Hanson mal in einem kleinen Cafe getroffen...

...einem sehr bekannten Cafe in L.A., genannt: The Formosa Cafe--

Ich da schon sehr, sehr lange hin, wahrscheinlich seit--

Ich denke ich war da schon in den 40er, 50er.

--da haben sich meistens die Filmschauspieler getroffen.

Ich errinere mich an eine lustige Geschichte, eines Nachmittags...

...fuhr ich auf den Parkplatz...

...und sah das Plätze frei sind...

...und die waren mit Namen versehen von Berühmtheiten aus der Vergangenheit. Ok?

Ich schaute mich um und da waren keine anderen Autos geparkt.

Ich wählte eine Parklücke aus und dachte mir: "Will ich hier Parken?

Bei Humphrey Bogart? Oder soll ich-- Bei Spencer Tracy"? Ha, ha, Sie wissen schon.

Ich fuhr eine Lücke nach der anderen ab und sagte zu mir:

"Vielleicht bring mir der hier mehr Glück"? Was ich mir damals gedacht hatte, unglaublich.

Am Ende ging es nur noch um Bogart's oder Spencer Tracy's Parkplatz...

...die Zwei waren sehr gut, da kann man nichts falsch machen. So hat das alles angefangen.

KOMMENTAR: Ich parkte den Wagen und ging hinein...

...es war ein bizarres Erlebnis. Keiner war da. Ok?

Es fühlte sich an als wäre ich durch die Zeit gereist, in die 40er.

Ich saß da mit Curtis und diese Bedienung tauchte plötzlich auf--

Sie sah aus als ob sie frisch aus den 40er angekommen ist, ha, ha. Und ich dachte nur--

Ich dachte später darüber nach: "Ich wurde reingeIegt".

Das war etwas das ich Curtis zutrauen würde, wissen Sie?...

...ich kenne Ihn jetzt ziemlich gut, das ist sehr lustig--

Nun, da ich Ihn kenne.

So bin ich da reingekommen.

Die Pressekonferenz ist beendet.

War nett, Sie kennenzulernen.

KOMMENTAR: Die meisten Szenen wurden in diesem einen Haus gedreht.

Lynn Bracken's Existenz spielt sich größtenteils in diesem Haus ab.

Als Lynn Bracken Veronica Lake spielte...

...unten, mit Ihren Liebhabern, Sie wissen schon, den Freunden...

...genau das war Sie auch in dem Moment, Sie hat es auch nie verheimlicht.

Dann geht Sie nach oben...

...wo Sie eine Szene mit Bud White spielt...

...wusste Sie genau wer Sie war, das verletzbare Mädchen....

...aus der Kleinstadt die nur ein kleines Bekleidungsgeschäft aufmachen will...

...irgendwann in der Zukunft-- Ich glaube Curtis hat das so gewollt.

Wir haben nie darüber gesprochen, aber ich denke das es so war.

Meine Rolle hatte zwei Stockwerke.

Ich sah Ihren Kampf gegen Kid Gavlin.

Ich mag Ihren Stil.

Was will denn mein Freund und Helfer?

Ihr Bruder sitzt in Folsom. Ich weiß es, denn ich habe ihn eingebuchtet.

Bis 1970.

Wie wäre es, wenn wir es bis 1960 verkürzen?

Ich kenne den Richter, und Lieutenant Exley

ist mit dem Staatsanwalt gut befreundet.

COMMENTARY: Wir hatten nur ein paar Rollen für Schwarze Schauspieler in diesem Film...

...das war sehr charakteristisch für das LAPD...

...das bis vor kurzen...

...mehrheitIich aus Weißen Polizeibeamten bestand.

Das ist auch ein Teil des Films.

Er ist schlecht. Deswegen helfe ich Ihnen.

Sugar Ray Collins.

Fährt ein braunes 49er Coup.

Ein Wahnsinnsschlitten.

Man muss sich mich als 10-jährigen vorstellen: Einen stämmigen, hochgewachsenen Streber...

...auf einmal konnte ich eine komplett neue, teilweise auch schlechte Welt sehen...

...eine co-existierende und mitlaufende Welt...

in der L.A. wächst, langsam von innen nach außen.

Ich habe dieses Geheimnis bewahrt in meiner Rolle,

denn sie gibt dem Film eine andere Richtung, die es so im Buch nicht gab.

Das Buch handelt von: "Das ist L.A.", acht Jahre lang.

Der Film hingegen ist wunderbar chronologisch komprimiert.

Die Geschichte ist auch komprimiert.

Genau das ist auch Curtis Hanson und Brian Helgeland's Thematik:

der abstand zwischen Illusion und Wahrheit in Los Angeles.

- ED: So was Blödes! - Was?

Meine Brille!

JACK: Ist nicht Ihr Ernst.

Hauptsache, Sie erschießen mich nicht.

KOMMENTAR: Manchmal passieren dinge wenn man eine Maske aufzieht.

Etwas verändert sich. Ich glaube ich fing an...

...zu erkennen das Requisiten, Schauspieler

...das Studio nicht länger nur ein Konzept sind.

Es ist nun in Fleisch und Blut übergegangen und damit muss man sich auseinandersetzen.

Es passieren alle möglichen Dinge...

...und das ständig, was ich am meisten Liebte während des Drehs...

...war die Magie die am Bildschirm entstand während der Dreharbeiten.

Das war für mich-- Wenn man nicht voll vorbereitet erscheint...

...und nur eine vage Vorstellung hat von dem was passieren soll...

...kommt die Magie wenn die Kamera aufnimmt.

Nur einen. Die Treppe hoch.

(FLÜSTERND) Er nimmt alles sehr ernst.

KOMMENTAR: Da gibt es noch Exley. Er ist so eine Art Brücke zwischen den anderen beiden.

Er hat seine eigenen EIemente-- Man sollte ihn nicht als zögerlichen Kriminellen sehen...

...wenn die anderen sagen: "Würdest du jemand in den Rücken schießen?

Würdest du das wirklich machen"? "Nein, nein, nein".

Er hat so etwas wie ein Gewissen, keiner soll glauben das er Dumm ist deswegen...

...er wird vielmehr als jemand gesehen der nicht bis zum äußersten geht...

...wann das auch immer erforderlich ist.

JACK: Hiergeblieben!

KOMMENTAR: Gleichzeitig aber hat er einen inneren drang...

...zur Korruption hin wenn es darum geht alle Optionen auszureizen.

In eine komische Art und Weise sind die anderen seine zwei Engel...

...und er versucht Elemente von den beiden zu benutzen.

Wie ist das, wenn man mal nicht am Schreibtisch sitzt?

KOMMENTAR: Da er den Film überlebt...

...länger als die anderen zwei——

Bud ist zwar am Leben aber trotzdem überlebt er den Film nicht.

--Ich denke es ist Exley der komischerweise...

...der Mittelpunkt all dieser Ideen ist.

Die haben Stensland umgelegt.

(LOUIS WEINT)

KOMMENTAR: Diese besonderen Momente,

die sich durch den ganzen Film ziehen, zeigen auf

das jede Person die Reflektion der anderen darstellt.

KOMMENTAR: Der Pearce Charakter ist so ein Spiegelbild...

...für beide anderen, Spacey und Crowe.

Ich kriege sie klein, Sir.

KOMMENTAR: Die ausschlaggebenden Charaktere

am Ende des Films haben Integrität

und die meiste Seriosität gezeigt.

L.A. Confidential zeigt eine Seite--

Sogar James EIIroz ist auf der moralisch vertretbaren Seite...

...Gut gegen Böse, so gut es geht auf der Guten Seite.

Sie werden noch überrascht sein, wozu er fähig ist.

ED: Du bist 22, oder, Ray?

KOMMENTAR: Curtis hat eine spezielle Qualität

was seine Intuition betrifft,

er ist sensibel, aufmerksam, und hat die Fähigkeit mit einem Blick

in dein Innerstes zu schauen um dann zu erkennen

war du brauchst, um seinem Wunschbild zu entsprechen.

Uhm....

Ich hatte schon Regisseure die Anweisungen gaben wie: "Denk an die Farbe Blau",

worauf ich dann erwiderte: "Soll ich es schnell oder langsamen machen"? Ha, ha.

"Das ist alles was ich wissen muss".

Curtis weiss auch wann er dich alleine lassen muss.

Er kann dich in einer Form manipulieren sodass du genau das sagst wie er es hören möchte.

Das ist sehr verschieden von Schauspieler zu Schauspieler.

Er hat die richtige Intuition und er ist auch sensibel genug.

Er ist sich dessen genau bewusst wie er bei jedem einzelnen vorgehen muss.

Wir sind wirklich alle sehr verschieden und das macht dem Regisseur zu schaffen

wenn der eine seinen Text gut übt

aber der andere garkeine Lust hatte ihn zu proben.

Wie kriegt man da eine Balance hin?

Er ist wirklich gut darin.

Und Menschen?

Was soll das heißen?

Wir haben die Flinten.

Ich habe keine Flinten.

Warum hast du deine Kleider verbrannt?

Was habe ich?

Eine Nachbarin sagt, sie hätte gesehen, wie du Kleider verbrannt hast.

Die eine Sache, an die ich mich erinnere, was Curtis betrifft

und die wir oft ausgiebig diskutierten

war weniger über die Rollen selber...

...es ging mehr um das Schauspielern selber.

Wir gingen wieder in die Schule, so hat sich das angefühlt...

„Schauspielschule mit einem großartigen Lehrer.

dass Sugar Ray nicht so blöd ist wie seine tuntigen Partner.

Er hat mir einiges beigebracht über das Schauspielern.

Die Proben waren recht lustig. Ich, Russel...

...Curtis und Brian Helgeland, sitzen da in dieser Kirche...

...in der Nähe von Highland in Hollywood sieben Wochen lang...

„während Curtis weitere Rollen vergibt.

Wir saßen an einem Tisch und sprachen über die Rollen und Figuren...

...um die Verknüpfungen der Charaktere untereinander auszuloten...

...dann verschwand Curtis für den Nachmittag oder den ganzen Tag...

...manchmaI auch für ein paar Tage, um dann mit Kevin Spacey wieder aufzutauchen...

...oder wer auch immer der neue Schauspieler war...

...er hatte noch nicht alle Rollen vergeben während der Proben.

Es war-- Wir hatten wirklich sehr lange Proben...

...es hat uns jedesmal überrascht, da taucht plötzlich James Cromwell auf...

...dann Danny DeVito und ich sagte mir: "Wow, das wird immer besser und besser".

Gebt Jones die Zeitung.

DUDLEY: Nehmt ihm die Handschellen ab, damit er sie lesen kann.

ED: Ray Collins hat dich verpfiffen. Sagte, Nite Owl wäre deine Idee gewesen.

Ich glaube, es war seine. Wenn du redest, kann ich dir vielleicht helfen.

Es geht um 6 Tote und jemand muss dafür bezahlen.

So wie es aussieht, bist du das. Entweder du, oder Ray.

Er sagt, du seist eine Tunte.

- Hättest allen den Arsch hingehalten. - Ich habe niemanden umgebracht!

Junge„.

Meine erste Reaktion, als ich das Script zum ersten Mal sah...

...da war ich etwas durcheinander, erstmal, die Geschichte war wirklich tiefgreifend...

...das Script war toll, der Film, die Geschichte...

...denn es war nicht alles glasklar, wie in so vielen anderen Filmen...

...wo man genau weise, wer der Gute und wer der Böse ist, in der Geschichte.

Dieser Film war nicht so, er hatte viele Grauzonen...

...wie beispielsweise die Tatsache das die Guten auch mal etwas Böses tun...

...und umgekehrt die Bösen auch mal was Gutes tun...

...und das ist genau das, was diesen Film so besonders macht.

Ich musste mir das erst einige Male durchlesen...

...um ein Verständnis und ein Gefühl für diese Polizeicharakteren zu bekommen...

...Captain Dudley Smith und Kevin Spacey's Charakter, et cetera...

...Sie wissen schon was ich meine, er hatte einen etwas verruchten Plan.

Ich brauchte eine Weile um das Konzept des ganzen zu begreifen.

Ich merkte das alles sehr Schlau geschrieben war.

Es war clever geschrieben und sehr Inspirierend.

ED‘. Wo ist sie? Antworte!

TY: Was soll das, Mann?

Nicht!

White!

Eine ist drin.

Wo ist das Mädchen?

Ich habe es unter Kontrolle!

Wo ist das Mädchen?

KOMMENTAR: Bei meiner Freundschaft mit Curtis geht es um Filme und Musik.

Er hat mir einiges neues gezeigt damals--

Sie wissen schon, in 1996. Sachen, die ich noch nicht kannte.

Beispielweise Stanley Kubrick's The Ki/Iing, wissen Sie? Ein echt toller Film.

Ein effizienter, toller Film...

...der in der Mitte der 50er gemacht wurde.

Arbeit von Schauspielern wie Sterling Hayden, der ein Charakterdarsteller ist...

Und, uhm...

Sehr unterbewertet, wissen Sie?...

...die Arbeit von Sterling Hayden wurde missverstanden...

...einige Zuschauer konnten die Emotionen nicht einfangen...

...man muss nur genauer hinschauen, dann kann man die Emotionen fühlen.

Wenn wir uns treffen...

...ist das meistens weil wir gemeinsam auf ein Konzert gehen wollen...

...oder eine 70 mm Version von dem Film The Great Escape.

Uhm... Das ist unser Ding.

In den letzten 10 Jahren waren wir nahe dran

wieder etwas zusammen zu produzieren aber das klappte nicht ganz. Aber das kommt noch.

KOMMENTAR: Ich denke das L.A. Confidential eine spezielle Nische bedient.

Es ist ein Klassiker, er hat die Größe und Reichweite eines Klassikers.

Der beste in seinem Genre, ich schrieb in meiner Kritik...

...das ich drauf und dran war ihn als den Citizen Kane der Noir Filme zu nennen...

...einen American Noir, aufjeden Fall ein L.A. Noir.

Der Grund, warum ich Citizen Kane als Vergleich benutzte...

...war weil uns Citizen Kane in eine neue Ära des Filmens brachte...

...in eine neue Form des Filmemachens.

KOMMENTAR: Es gibt eine Zeit vor Citizen Kane und eine danach...

...und ich glaube das der Hollywood, oder L.A. Noir, auf jeden fall

...nach-L.A. Confidential und vor-L.A. Confidential spielte.

Ein Noir Film beschäftigt sich meistens mit der dunklen Seite des Lebens.

Das ist Französisch aus einer Serie von Büchern

die sich mit der dunklen Seite der Existenz beschäftigen.

POLIZIST: Er ist hintenrum gegangen.

Ein paar Französische Kritiker haben das dann

auf eine Reihe von Hollywood Filmen der 40er und 50er angewandt...

...und nichtbeachtet von anderen Kritikern dieser Zeit...

...war die Gruppe der Filme die wie üblich...

...den Bösen bestrafen muss wenn er etwas Böses tat.

Noir Filme wurden damals nicht sehr beachtet und geschätzt.

Diese Filme waren dunkel. Die Charaktere waren meist raffgierig, materialistisch...

...keine sympathischen Hollywood Helden.

Menschen haben auch eine dunkle Seite

was man in dieser Szene sehr gut erkennen kann.

Wenn jemand auf 180 ist, muss man ihn nicht noch reizen.

Er ist ständig gereizt.

An Ihrer Stelle würde ich ihm aus dem Weg gehen!

(FUNKSPRUCH) Raymond Collins, Ty Jones und Louis Fontaine.

KOMMENTAR: Curtis ist ein Filmliebhaber, an der UCLA

spielte er ab und zu Noir Filme

der SOer-Jahre.

Er sprach darüber wie manch einer

die Story nicht für voll nahm, nicht so sehr wie er es haben wollte.

Man bekam nach einer Weile einen Spürsinn

wie man sich am besten im Noir Genre bewegen muss.

"Roland Navarette hat ein Versteck in Bunker HiII..."

Hat jemand Jack Vincennes gesehen?

KOMMENTAR: Ich mag Noir Filme sehr gerne, und I--

Da gibt es einige Noir Filme die ich sehr Liebe.

Ich Liebe auch Polizeifilme aus den 70er. So sah ich auch diesen Film.

Er spielte in den 50er-jahren aber die Grundhaltung und Gewalt

hat sich wie ein Polizeifilm aus den 70er-Jahren angefühlt.

Das ist wie wenn Bud White ein Popeye Doyle wird, in einer anderen Welt.

Ich kann nicht für Ihn sprechen, aber sogar EIIroy's würde sagen--

Das war nicht seine Absicht.

Fakt ist das er dem sogenannten L.A. Quartett

sehr viel Detektiv potenzial gab

um sicherzustellen das keine Einzelheit ausgelassen wird

damit man spürt das es wirklich um etwas echtes geht.

Das minimalistische vom Noir war immer sehr wichtig.

Man überlastet einen nicht dabei.

Man macht ihnen wirklich glauben--

Dass sie alles im Griff haben.

Und dann gibt es einen Knall der alles umdreht, das ist der Witz bei der Sache.

Stehen bleiben!

ED: Du bist verhaftet! - Nicht schießen!

Bitte schießen Sie nicht!

Nicht bewegen!

(FLASCHE ZERBRICHT)

KOMMENTAR: Ich denke schon das es ein Film Noir ist, er könnte--

Er könnte locker mit den großartigen Bogart Filmen mithalten. Uh...

Das hat er gemacht.

KOMMENTAR: Ich denke das L.A. Confidential eine Variation, oder ein Teil davon Film Noir ist.

Es ist kein Klassischer Film Noir. Er unterscheidet sich glasklar.

Er ist nicht weitreichend Dunkel...

...aber auch nicht super Fröhlich.

Aber er hat einen unterschwelligen Ton,

ein unterschwelliges verlangen das Dunkle zu erkunden...

...wenn jeder Denkt das die Sonne jetzt scheint.

Total Sonnig.

Wenn man etwas weiterschaut, merkt man das die Sonne

auch absolut Dunkel sein kann...

...Menschen die böse Absichten haben aber auch schlampig in der Ausführung sind.

DUDLEY: Wischt ihm mal das Blut ab.

POLIZIST 1: Komm mit.

KOMMENTAR: Wenn sich Heute jemand L.A. Confidential anschauen würde...

...könnte er einen Geschmack davon bekommen wie die 50er-Jahre waren.

...einen klareren Eindruck von den 50er-Jahren als jeder andere Film.

Es zeigt die Quintessential der Zeit auf...

...und das ohne dabei groß zu übertreiben.

Es zeigt uns ein mehr "normales" Los Angeles.

Eine Art Liebe für L.A.

Nicht viele Filme zeigen diese Zuneigung für L.A.

Es wird meistens ignoriert oder niedergemacht--

Mach es Grau und regnerisch.

KOMMENTAR: Jeannine hat ein Auge dafür

um alles einzufangen was

die 50er ausmacht.

Teilen Sie Mr. Patchett mit, dass ich meinen Standpunkt nicht ändere.

KOMMENTAR: Es ist nicht ganz normal das wir die Filmmusik

schon bei den Aufnahmen zu hören bekommen.

Es ist aber sehr gut um die Stimmung einzufangen, ich finde es toll.

Aber es ist-- Meiner Erfahrung nach ist es unüblich.

Manchmal wird Musik gespielt--

Meistens vor einer Szene und dann wird die abgeschaltet

um einem die Stimmung und Atmosphäre zu vermitteln.

Das ist eher selten aber auch sehr gut--

Es gibt einem einfach mehr Material zum Arbeiten.

Die Musik kann spezifisch für den jeweiligen Charakter oder die Szene zugeschnitten sein.

Für den Film selbst ist die Musik sehr wichtig--

Es hilft einem ungemein und gibt Informationen über die Stimmung.

Curtis hatte immer ein Dutzend alte Fotos dabei

die er irgendwo her hatte.

Da waren kostümierte Leute abgebildet

und manche dieser Leute

waren aus der Zeit wo es noch reisende Händler gab.

Er zeigte sie allen wenn er versuchte den Film zu verkaufen.

Wir redeten über die Fotos die er sammelte

und welche Inspiration er von diesen Fotos bekam.

Danach stiegen wir in das Auto

und fuhren an die Orte auf den Fotos.

Ich glaube ich habe 6-8 Wochen im Auto verbracht. Ha, ha.

Ich fuhr auch selber raus an Wochenenden.

Wir hatten fünf oder sechs Orte

die selten waren und ein Problem.

Die Orte die wir brauchten waren sehr Spezifisch.

Ich hatte Aufkleber mit den Orten die ich auf mein Armaturenbrett klebte.

Ich hatte so um die sechs Aufkleber.

Den Namen vom Set, was gespielt wurde und einige wichtige Elemente die auch dabei waren

von der Story, dem Buch oder dem Skript.

So wusste ich genau woraus ich achten muss

wenn ich die Straße entlang fahre und dann etwas sehe was passen könnte.

Man merkt das dann automatisch wenn man etwas passendes entdeckt.

Das habe ich mehrmals gemacht.

Ich habe mich schon gefragt, wann ich Sie wohl wiedersehe, Officer White.

Bud reicht.

Bud.

KOMMENTAR: Lynn Brackens Haus-- Sollte ein Haus im Spanischen Stil sein...

...mit Palmen in Hintergrund.

Wir haben uns umgeschaut

und nach diesen Typischen Spanischen

Hollywood Wohnungen Ausschau gehalten.

Wir haben eine Ablehnung nach der anderen erhalten

weil die schon alle von der Industrie vergrault wurden.

Keiner wollte etwas damit zu tun haben, solange Sie Leben.

Als wir mit unserem Latein am Ende waren

haben wir weitergesucht um etwas passendes zu finden

das in etwa passen würde.

Einer unsere Kundschafter

war für fast 3 Monate unterwegs

um die passenden Drehorte zu finden.

Am Ende hatten wir was wir brauchen.

Wir haben echt Glück gehabt damit.

BRETT: Diese Wahl entscheidet,

ob in Zukunft in Los Angeles das Gesetz gilt!

Dass es wieder gilt, dafür bürgt Stadtrat Rogers!

KOMMENTAR: Jeder war voll mit dabei.

Jeder, auch die Abteilungsleiter.

Jeder hat sich extra angestrengt

und mehr Zeit als üblich reingesteckt um alles perfekt zu machen.

Sehr viel von dieser Motivation kam von Curtis...

...der genau wusste wie der Film auszusehen hatte,

...wie er-- In welchem Glanz er erscheinen sollte...

...in welcher Form auch immer.

Es gab diese Weltkriegsstimmung die überall zu spüren war.

Historiker die viel Zeit in den 50er-Jahren verbringen wissen das--

Die wissen das zu schätzen--

Was Curtis und alle Mitarbeiter...

...taten um den Film so zu gestalten wie Curtis es wollte.

So langsam spielte sich das Team ein

und alle waren sehr vorsichtig bei allem was gemacht wurde...

auch alle Abteilungsleiter und die Direktoren.

Das war einzigartig während des Drehs.

Ich glaube wir haben an 80 Drehorten in 65 Tagen gearbeitet.

Um den dreh herum.

Das alles fand im Großraum von Los Angeles statt.

Wir haben sehr viel in der Nacht gearbeitet.

Wir mussten schlechtes Wetter herstellen ein paar mal

und manchmal hatten wir auch wirklich schlechtes Wetter

was wir natürlich für den Film nutzten.

Wir haben von Baldwin HiIIs...

...zu Pasadena, zu Santa Monica, und in Zentrum von Los Angeles gedreht.

Viele von uns haben Filme in aller Herren Länder gemacht,

aber die Idee einen Film in Los Angeles zu machen

und gleichzeitig bei deiner Familie zu sein hat vielen Leuten sehr gefallen.

Curtis hat einen Ort nach dem anderen gefunden

und steckte diese mit Nadeln ab, an eine Karte, und die wurden immer mehr,

verschiedene Orte, überall...

Wir mussten diese vorbereiten-- Am Drehtag der für den Ort bestimmt war.

Es war wirklich viel Arbeit alles von einem Ort zum anderen zu schaffen,

Die Innenausstattung vom Formosa Cafe zu

dem nächsten Außenaufnahmen in sechs Stunden am Griffith Park.

Er ist ziemlich nett.

Aber...

...er macht mir auch Angst.

Ehrlich?

Wieso?

KOMMENTAR: Ich fand es wirklich Toll denn ich lernte so einiges von Los Angeles...

...Sachen die ich vorher nicht wusste...

...das hat geholfen L.A. und den Film besser zu verstehen.

Ich glaube vieles davon existiert heute nicht mehr.

Es gab vor 10 Jahren einen kleinen Zwischenfall wegen dem Formosa Cafe,

denn die wollten es abreißen aber glücklicherweise ist das nicht passiert.

Es war ein recht komplexes Unterfangen, mit ungefähr 80 Drehorten

und das in dieser kurzen Zeitspanne war sehr schwierig.

Viele Szenen-- In viele der Nacht-Szenen

waren die drei Schauspieler selten zusammen zu sehen.

Trotzdem waren alle Schauspieler irgendwie verbunden und was der eine machte

hatte Auswirkungen auf den nächsten Schauspieler und die nächste Szene.

Das verband alles, emotional und physisch.

Es braucht sehr viel Zeit und Energie

den Schauspielern zu vermitteln was gerade geschieht,

was eine enorme Geduld erfordert.

Ich sagte es schonmal, der Film ist Curtis und Curtis ist der Film.

Er war der Kleber der alles zusammenhielt.

Die Komplexität des ganzen

kombiniert mit der Physischen Präsenz des Films

benötigte eine 100 %ige Leistung von allen und an jedem Drehort.

Curtis hat das alles geschafft.

Wir treffen uns um Mitternacht zur Fotosession!

Vielleicht kriegen wir die "HoIIywood"-Buchstaben ins Bild.

Was weißt du über Pierce Patchett?

Genauso viel wie du.

Er ist reich, investiert in die neuen Freeways und wird noch reicher. Warum?

Ich habe Gerüchte gehört.

Edelpornos, Drogen und Nutten, die aussehen wie Filmstars.

Patchett bleibt unauffällig. Er ist weder schwul noch rot.

Dieser Typ liefert mir einfach keine Schlagzeilen!

KOMMENTAR: Wenn man bedenkt, dass es damals eine Klatschpresse gab...

das ist heute ganz anders...

in gewisser Weise ist es sogar ungesund.

Es ist schwer einzuschätzen, wie die Leute Hollywood wahrnehmen...

aber das geht schon so lange so. Und... Und...

Damals wurde die Presse so sehr von den Filmfirmen kontrolliert.

Und ich glaube, dass die Presse heutzutage...

nicht mehr einer solch starken Kontrolle unterliegt...

besonders im Internetzeitalter.

Heutzutage kann jeder online gehen...

und schreiben, was er will.

Und Fünf Minuten später ist es eine Story in der Zeitung.

Wir sind jedoch an die Idee gewöhnt...

dass man drei verlässliche Quellen braucht...

bevor man eine Story schreibt.

Heute kann eine Bedienung behaupten...

etwas sei passiert und ehe man sich versieht...

ist es zu einer Story geworden, wenn es interessant ist.

Und ich denke, das Ergebnis davon ist...

dass viele Dinge anonym gesagt werden.

Blogger und so was...

die es nicht stört, die wildesten Dinge zu sagen...

weil es anonym bleibt. Wenn sie ihren Namen darunter setzen müssten...

würden sie es sich gut überlegen, was sie da sagen.

Meine Güte, ich bin mit der Bibel groß geworden...

und mit der Klatschpresse.

Hush-Hush, Transom, Confidential, On the QT...

das sind alles gute Zeitschriften.

Low-Down.... Die gefallen mir alle.

Ich habe einen Stil für das Hush-Hush Magazine in L.A. Confidential entworfen...

schwülstiger Stil und Alliterationen...

und viele abfällige rassistische Bemerkungen...

die ich in meinen kurzen Storys übernommen habe.

Ich schrieb diese ganzen Artikel in diesem alliterierenden Stil.

Der Stil war wild.

Ich mochte es im Moment.

Es ist einfach die Unverfrorenheit dieser Sprache.

Ich hatte diese Unverfrorenheit dieser Sprache...

schon als Kind verinnerlicht.

INEZ: Danke, dass Sie das für mich getan haben.

Dass Sie diese Bestien töteten, die mich vergewaltigt haben.

KOMMENTAR: Guy hatte eine Rolle bei der Fernsehserie Nachbarn.

Er war eine wiederkehrende Figur.

Die Serie war eine der erfolgreichsten Seifenopern im australischen Fernsehen.

Er erhielt die Rolle, als er noch sehrjung war.

Ich bin wahrscheinlich zehn Jahre älter als Guy, oder?

Ich muss sieben oder zehn Jahre älter sein.

Ich spielte in Melbourne im Theater...

als mir eine Charakterrolle in der Serie angeboten wurde.

Und bei Nachbarn gab es vier Stars.

Kylie Minogue, Jason Donovan, Craig McLachIan und Guy Pearce.

Und ich konnte mit den ersten dreien arbeiten.

Zu diesem Zeitpunkt dachte ich...

Ich hatte noch keine Serien oder Filme gemacht.

Und ich dachte, vielleicht...

Immerhin könnte ich es meinen Enkelkindern zeigen...

wenn ich älter bin.

Und für die drei Folgen, was ungefähr vier Tage Arbeit waren...

bekam ich mehr Geld...

als für acht Wochen...

Als für ein achtwöchiges Theaterstück.

Also sagt ich: "Ok, gut."

Ich traf Guy im Aufenthaltsraum am ersten Morgen.

Er hätte in einer meiner Szenen gewesen sein können.

Aber wir haben nicht viel miteinander geredet.

Wir hatten keinen gemeinsamen Dialog.

Später spielte ich in anderen Filmen und Jahre später...

sah ich ihn in anderen Filmen.

Filme wie Priscilla — Königin der Wüste.

Und als ich ihn sah, war es mir ein Anliegen...

ihm zu sagen, dass ich seine Arbeit bewundere.

Es war interessant, als erwähnt wurde...

dass Curtis Guy wollte.

Ich weiß, dass Arnon Milchan irgendwann zu Curtis sagte:

"Gibt es in diesem Film auch amerikanische Stars?

Oder wie ist das?"

Curtis sorgte dafür, dass mein Vorsprechen gut lief...

und dass er glücklich damit war und es gerne zeigte.

- Entschuldige, es geht mich nichts an. - Er band mich an die Heizung.

Ich musste zusehen, wie er meine Mutter totgeschlagen hat.

Dann ging er weg und ließ mich einfach da.

3 Tage hat's gedauert, bis man uns gefunden hat.

KOMMENTAR: Man denkt, Lynn ist nur eine Prostituierte, die wie ein Filmstar aussieht.

Sie hat dieses Innenleben, und es dauert sehr lange, das aufzuzeigen...

wenn sie sich Bud gegenüber öffnet.

Um dich zu rächen?

Schon möglich.

Und macht es dir Spaß?

KOMMENTAR: Er hat gewalttätige Tendenzen...

aber die Tatsache, dass es auf Männer gemünzt ist, die Frauen schlagen, mildert es ab.

Und man hat auch das Gefühl, dass es in seiner Kindheit verwurzelt ist.

Das ist keine willkürliche Sache, die er zum Ausdruck bringen will.

Nichts ist, wie es scheint, was auch einer der Sprüche...

auf dem Poster ist, oder so was in der Richtung.

Der Typ, von dem man denkt, dass er alles tun würde...

wenn das Geld stimmt, tut es letztendlich nicht.

Und der dumm wirkende Typ ist gar nicht so dumm.

Ich bin zu dumm dafür.

Ich bin bloß dazu da, den anderen Angst einzujagen.

Stimmt doch gar nicht.

Du hast Patchett gefunden und mich auch.

Du bist doch nicht dumm!

KOMMENTAR: Alles wird hier in gewisser Weise auf den Kopf gestellt.

Ich habe mich immer mehr für diese Typen interessiert...

besonders für Buds Figur.

Es hat mich angesprochen, weil er denkt, ein Detective sein zu können...

aber keiner daran glaubt.

Als Drehbuchautor... Ich stamme aus dem Arbeitermilieu...

und zog nach L.A., um in der Filmbranche zu arbeiten.

Ich hatte immer das Gefühl, dass man...

Keiner hatte allzu große Erwartungen von mir.

Ich konnte mich mit der Figur identifizieren, die beweisen will...

Ich war wohl ein besserer Drehbuchautor, als angenommen wurde.

Das ist nur ein Element des Films, aber es hat mich fasziniert.

Was wollen Sie mehr?

KOMMENTAR: Dante hatte die Epoche recherchiert.

Er war begeistert, was man mit den neusten Filmtechnologien...

tun konnte, um der Sache diesen Look zu geben...

und um es authentischer aussehen zu lassen.

Seine Arbeit spricht für sich selbst.

Er hat einen genialen Film gemacht.

Wenn man Dantes Lebensfreude kennt und sein Talent, mit Menschen zu arbeiten...

dann weiß man, warum die Atmosphäre am Set so angenehm war.

Sein Team und seine Leute... Da war einfach dieser Zusammenhalt.

Keiner wusste, wie erfolgreich der Film werden würde, aus kreativer...

und kommerzieller Sicht gesehen.

Wir wussten das nicht, aber wir fühlten alle...

dass wir da etwas Besonderes produzieren.

Und Dante war einer der Hauptgründe dafür.

Gern geschehen!

(TÜRKLINGELN)

KOMMENTAR: Dante hat den Film zum Leben erweckt.

Alle haben ihren Job richtig gemacht, das denke ich wirklich.

Die Kamera, die Schauspieler, die Kostüme, die Sets...

Das macht diesen Film so toll...

dass jeder seinen Job gut gemacht hat.

Um diese Atmosphäre zu schaffen, die nicht nur für den Film richtig ist...

sondern... Es ist ein solches Klischee, das zu sagen, aber er wird selbst zu einer Figur.

Diese Welt zu erschaffen, ist so wichtig, und es ist wunderbar.

Mal abgesehen von den technischen Schwierigkeiten...

eine 40 Jahre alte Geschichte in der Stadt zu drehen...

und Autos und Sendemasten zu vermeiden und all so was...

Die Atmosphäre der Stadt richtig hinzukriegen, das war es...

was Curtis gemeint hatte, als er uns diese Fotos zeigte.

Und auch was er meinte, wenn es um den Stil von Ellroys Buch ging.

L.A. hat etwas Surreales an sich.

War der draußen?

Oder drinnen?

Der war draußen.

Und dann sollen sie unters Haus gekrochen sein.

MRS. LEFFERTS: Jetzt müssen Sie aber gehen!

- Wo geht's hier hin? - Da drin liegt nur Gerümpel.

MRS. LEFFERTS: Lassen Sie das liegen!

KOMMENTAR: Dante Spinotti und ich...

hatten uns einen Fotoband von einem Fotografen...

mit dem Nachnamen Frank angesehen und mussten daran denken.

Er hat in den 50ern fotografiert...

und Dante und ich haben auf seine Arbeit reagiert.

Leute im Dunkeln, Leute im Licht, im Schatten.

Es kam mir einfach so vor, als hätte man die Amerikaner damals...

in einem besonderen Licht gesehen.

Und aus irgendeinem Grund hat es uns ein gutes Gefühl vermittelt...

wie wir den Film beleuchten und angehen wollten.

KOMMENTAR: Er hatte dieses Talent den Bildern den Realismus zu nehmen...

Er benutzte Hilfsmittel wie...

durch reflektierendes Material zu filmen, oder die Kamera leicht zu berühren.

Als würde er zu dir sagen: "Das ist die Realität, die ich wegnehme...

und ich gebe euch meine Realität.

Schaut euch die Elemente an, die ich euch aufzeige."

KOMMENTAR: Ich habe damals ein Buch von John Alton...

für meine italienischen Kollegen übersetzt.

Er war zu der Zeit der Vorreiter für Kameramänner...

im Film noir.

Aber ansonsten war ich nicht wirklich ein Film-noir-Experte...

was Curtis Hanson sehr glücklich gemacht hat.

KOMMENTAR: Ich denke, dass die Inspiration...

von Robert Frank...

und diese alten Fotos zu sehen...

und von der Arbeit mit Jeannine und natürlich Curtis...

Eines Tages sagte ich zu Curtis: "Hey, Curtis...

vielleicht wäre es eine gute Idee, sich vorzustellen, eine Fotokamera zu halten...

wie eine Leica oder eine Nikon, und wenn die Szene soweit ist, drehen wir uns um...

und machen klick in diese Richtung."

Wir haben recht viel Zeit damit verbracht, das Drehbuch durchzugehen...

und zu besprechen, wie wir den Film beleuchten wollen.

Aber es ist im Grunde eine Routine, die bei anderen Filmen auch stattfindet...

mit der Ausnahme, dass jeder Film anders wird.

Hat er gesagt, wo er von hier aus hinwollte?

MRS. LEFFERTS: Lasst meine Tochter endlich in Frieden ruhen!

KOMMENTAR: Irgendwann haben wir mal entschieden...

Es hat sich irgendwie natürlich so entwickelt...

dass wir nicht wollten, dass der Film...

wie ein hochstilisierter Kostümfilm rüberkommt.

Man ist sich nie ganz sicher...

ob man das auch wirklich hinkriegen würde.

Ich habe zu tun. Fragen Sie Ihre Jungs von der Mordkommission.

KOMMENTAR: Es war ein sehr interessanter und organischer Prozess.

Panzarella und ich haben ein ganzen Tag in diesem Gebäude verbracht...

Ich glaube, es hieß Pacific Electric Building.

Das sind jetzt Wohnungen.

Es stand fast völlig leer und stand uns damals für Dreharbeiten zur Verfügung.

Es war an der Main Street, Ecke 6th oder 5th.

Jedenfalls sind wir vom obersten Stockwerk... Es gab acht Stockwerke.

...bis in den Keller gekrochen, nur um uns mit dem gesamten Umfeld...

dieses Gebäudes vertraut zu machen.

Und danach haben wir entschieden, dass es sich als Polizeirevier eignen würde...

und dass wir eines der Polizei-Sets...

in der Sporthalle im obersten Stock bauen würden.

Wir wollten die Flure einsetzen.

Ein Flur würde sich für die Staatsanwaltschaft eigenen...

und ein anderer für die Kanzlei.

Wir haben praktisch versucht, so viele Bürodrehs wie möglich...

in diesem Gebäude unterzubringen.

Und alles nutzen, was es uns bieten konnte.

Wir haben Wände gebaut und Farbe angebracht und so was.

Es war viel Arbeit, aber es war auch aufregend und hat Spaß gemacht.

Es ging mir um Gerechtigkeit.

Irgendwann verlor ich diesen Gedanken aus den Augen.

KOMMENTAR: Der Roman hat mehr Zeit, um auf Exleys Vorgeschichte einzugehen.

Er hat eine Familie, einen Vater und einen Bruder.

Sein Bruder wurde im Polizeidienst getötet...

Aber das musste einfacher gehalten werden...

und das Wichtige ist, dass seine Familie Einfluss auf ihn hatte.

Er kam aus einer Polizei-Familie.

Das wollten wir intakt lassen, weil es wichtig war...

wer er war und woher diese Motivation kam.

Ob sein Vater am Leben ist oder nicht, er tut, was er tut...

weil er seinen Vater beeindrucken will.

Na gut, Junge. Ich werde dir helfen.

Aber es gibt einen Fall, um den sich deine Abteilung nicht kümmert.

KOMMENTAR: Wir hatten nicht die Freiheit, diese Figur einzuführen...

also mussten wir es reduzieren.

Und da diese Geschichte vor dem Beginn des Films stattfand...

wollten wir nicht zu viele Geschichten...

über etwas hören, das man im Film nicht sieht.

Wir brauchten die einfachste Version, und kombinierten...

Es war dann also der Vater, der im Dienst gestorben ist...

und dann versuchen wir, den Einfluss auf seinen Sohn rüberzubringen.

Aber so reduziert, dass wir keine großen Reden...

über seine Vorgeschichte zeigen müssen.

BUD: Johnny Stompanato.

Officer Wendell White. Wie geht's, Landsmann?

Ich bin nicht dein Landsmann.

Und ich verpfeife niemanden mehr.

Kennst du einen Buzz Meeks?

KOMMENTAR: Ich mag die 50er Jahre sehr.

Ich wurde in den Kriegsjahren in England geboren...

und meine Erinnerungen...

Ich habe wunderbare Kindheitserinnerungen. Ich hatte mich unglaublich gefreut...

als wir eine Ausgabe des Seventeen-Magazins in die Hände bekamen.

Meine Mutter wollte mich unbedingt wie ein amerikanischer Teenager anziehen.

Und das ist eine alte Kindheitserinnerung, die ich nie vergessen habe.

KOMMENTAR: Ich glaube nicht, dass ich viele Filme über Hollywood gesehen habe.

Es war nur ein Traum.

Ich wollte schon mit fünf oder sechs Jahren Kostümbildnerin werden.

Meine Eltern nahmen mich mit ins Manchester Opera House...

um Brigadoon zu sehen.

Und es war so farbenfroh und Manchester war so grau.

Ich weiß noch, wie ich gedacht habe: "Das möchte ich machen."

Und ich glaube, dass ich schon immer von Hollywood geträumt habe.

Es war einfach der Gedanke an Hollywood-Filme.

Du hast recht.

Wahrscheinlich ist es Blödsinn.

KOMMENTAR: Ruth ist eine Künstlerin, wenn es ums Kostümbild geht.

Es ist immer was Besonders, wenn man endlich sein Kostüm anhat.

Es vermittelt dir dieses Gefühl und hilft dir, die Figur zu verkörpern.

Und bei L.A. Confidential war das auf jeden Fall so.

Die Kostüme sind etwas Wesentliches...

um eine Figur zu erschaffen.

Die Kleidung, die Patchett trug, vermittelten das Gefühl...

dass er weiß, was er will. Er war irgendwie elitär...

und ein Mensch mit einer starken Präsenz.

Und diese egoistischen Charakterzüge wurden in seinem Kostüm widergespiegelt.

Wenn man Pearce und Spacey zusammen sieht, Zwillingskrieger sozusagen...

dann bekommt man das Gefühl vermittelt...

dass da Qualität und Kameradschaft entsteht.

Das wäre nicht so effektiv...

wenn man zwei Stars hätte...

oder einen Star und einen unbekannten Schauspieler, die sich so ansehen würden.

KOMMENTAR: Ich kannte Guy nicht. Ich habe ihn vielleicht einmal getroffen.

Und wir haben uns nach den Dreharbeiten angefreundet.

Wir hatten so viel Spaß.

Ich halte ihn für einen Schauspieler...

der sich faszinierende, sehr gute und sehr komplexe Rollen sucht.

Er lässt es nicht zu, als männlicher Hauptdarsteller abgestempelt zu werden...

was er leicht hätte tun können.

Als Resultat dessen, hatte er eine interessantere und facettenreichere Karriere.

Und viele Herausforderungen. Guy ist einfach klasse.

Ja, den sollten wir uns mal vornehmen.

Erst kümmere ich mich um Stompanato.

KOMMENTAR: Ich erinnere mich an eine Szene...

bei der ich echt viel Spaß...

mit Guy hatte.

Da war diese Szene, in der wir lachen mussten...

Das war nachdem er zu der Frau im Formosa Cafe...

irrtümlicherweise sagt, dass sie nicht Lana Turner sei.

Aber es ist Lana Turner. Und das war...

Diese Szene machte so viel Spaß.

Danach hatten wir einen Dreh im Auto...

wir stiegen ein und fingen an loszulachen.

Ich erinnere mich an diesen Dreh, wir haben uns totgelacht.

Ich weiß nicht mehr, welchen Take Curtis benutzt hat.

Nutte bleibt Nutte, auch wenn sie wie Lana Turner aussieht.

ED: Sieht aus wie Lana Turner. JACK: Das ist Lana Turner.

- Was? - Das ist Lana Turner.

KOMMENTAR: Das war ein lustiges Aufeinanderprallen von Realität und Illusion.

In Hollywood ist es anscheinend üblich...

dass unbekannte Leute für Stars gehalten werden.

Hier haben wir einen Star, der für eine unbekannte Person gehalten wird.

KOMMENTAR: Es hat mich echt mitgerissen. Meine Rolle war so klein...

ich musste mir keine Sorgen machen.

Ich konnte mich zurücklehnen und von diesem Film vereinnahmen lassen.

Es war eine große Leistung...

denn es gab so viele Handlungsstränge, Ecken und Figuren.

Und diese Welt in L.A...

der vertrauliche Charakter der Sache...

die Verhältnisse, die Abgründe.

Es war einfach eine sehr komplexe Handlung.

Und faszinierend. Eine wirklich üppige Welt und sehr greifbar.

Es war ein tolles Abenteuer, ein toller Krimi, ein toller Action-Film.

Und die einzelnen Figuren...

Deren Geschichten hatten auch viel Substanz.

Russells Figur und Guys Figur...

und deren Beziehung zu Kims Figur.

Man hätte einen Film nur darüber machen können.

Das war sehr unterhaltsam und fesselnd.

- Ich bringe dich zum Wagen. - Wo fährst du hin?

Zu Lynn Bracken.

Ich muss wissen, was Patchett mit ihr und White vorhat.

Wir treffen uns im Frolic Room.

Großartig! Für dich das Mädchen, für mich die Leiche.

KOMMENTAR: Kim Basinger war eine der schönsten Schauspielerinnen damals.

Und ihr schauspielerisches Talent überzeugte uns davon...

dass sie die Richtige war.

Es war sehr wichtig...

dass der Kern dieser Figur ihre Rechtschaffenheit war.

Und dass ihre Taten eine Notwendigkeit waren.

Dass es ein Mittel zum Zweck für sie war.

Curtis war sehr geduldig bei seiner Arbeit mit ihr.

Wir haben das Drehbuch angepasst, damit es authentischer wirkt...

weil sie letzten Endes nur Dinge tun würde, weil sie das Richtige waren.

Ich glaube nicht...

dass jemand der Frau ihre Entscheidungen nicht abnehmen würde...

die sie als Figur in diesem Film trifft.

ED: Miss Bracken,

KOMMENTAR: Ich bin sehr schüchtern, wenn ich...

Selbst bei den Proben...

Ich will mich einfach nur anziehen, rausgehen, es durchziehen...

und dann will ich es niemals wiedersehen, wissen Sie?

Jemand soll "Action" sagen und das war's.

"Hoffentlich muss ich es nie wieder sehen." Das habe ich mir oft gewünscht.

Das Ergebnis ist beeindruckend.

Die Szene mit mir und Guy war sehr lang.

Es dauerte die ganze Nacht. Es war eine sehr kraftvolle Szene.

Es gab viel zu sagen, viel Text.

Ich erinnere mich an den Kameramann.

Das Licht, in das man reinläuft...

hatte den Look der 40er Jahre. Und dein Beauty Light.

Viele dieser Dinge macht man heute nicht mehr so.

Das war so spezifisch und so...

Man ist so umgeben von dieser ehrfürchtigen Herangehensweise...

des Kameramanns.

Und sonst hat man...

Normalerweise hat man all diese Momente nicht in einem Film.

So, wie es heute gemacht wird. Das allein war spektakulär.

Ich treffe mich mit Bud, weil ich will.

Ich treffe mich mit Bud, weil ich sehen kann, dass er gut ist.

Ich treffe mich mit Bud, weil er in mir Lynn Bracken sieht

und nicht die Veronica Lake-Kopie, die für Geld fickt.

KOMMENTAR: Guy Pearce... Ich erinnere mich, als ich im Wohnwagen wartete...

um zu sehen, wer diese Rolle spielen wird. Ich vergaß.

Und da sah ich ihn das erste Mal.

Und ich erinnerte mich an das Einzige, was ich je von ihm gesehen hatte...

und das war Priscilla - Königin der Wüste.

Und ich dachte: "Oh, das ist ja furchtbar.

Das ist das schlimmste Casting überhaupt. Oh mein Gott."

[KOMMENTATORIN LACHT]

Er hat diese Rolle so überzeugend gespielt...

und ich dachte: "Er wird diesen knallharten Typen niemals spielen können...

den Cop."

Und ich dachte: "Er muss ein Genie sein oder so etwas.

Etwas muss... Ein Wunder wird geschehen müssen."

Ich konnte mich glücklich schätzen, solch eine Besetzung gehabt zu haben.

Es waren unglaublich talentierte Leute.

Aber er war großartig.

Scheiße!

Ich wollte meine Vorgeschichte wirklich haben.

Alle anderen hatten eine Vorgeschichte. Man wusste, wo sie herkamen.

Bei mir wusste man nichts.

Es ist fast Mitternacht, Jack.

Ich brauche nur 2 Minuten.

Es ist wichtig.

KOMMENTAR: Ich wollte etwas haben, auch wenn es nirgends geschrieben stand...

was seine Armut andeutete und seine Reaktion dazu...

und warum er übers Ziel hinausschießt.

Warum sollte ein erfolgreicher Mann im Los Angeles Police Department...

mit einem Zuhause und drei Kindern und einer Familie...

Kokain nehmen?

Jedenfalls wurde die Anklage aus Mangel an Beweisen fallen gelassen.

Sie leiteten die Ermittlungen. Erinnern Sie sich noch an was?

Was sind das für komische Geschichten?

Es gibt eine Verbindung zu einem Mord, an dem ich mit Exley arbeite.

Sie sind für Drogen zuständig, nicht für Mord.

Und seit wann arbeiten Sie mit Exley?

Es ist eine private Untersuchung.

KOMMENTAR: Noir wurde von der Ära definiert, in der es entwickelt wurde...

in einer Zeit, als solche Anliegen gerne gemieden wurde.

Das Machtgeflecht in der Stadt...

Hollywood war nicht an der Realität interessiert.

Der einzige Unterschied war...

Ein Film noir muss da spielen, wo die Sonne scheint.

Außerdem hinterlässt der Film im Gegensatz zu den meisten Hollywood-Filmen...

aus dieser Ära beim Zuschauer den Eindruck...

dass die Dinge nicht so nett sind, wie sie scheinen.

Dass sich unter...

Dass sich unter den Palmen, den Cabriolets und den hübschen Frauen...

Maden befinden. Es sind Maden.

Es gibt sogar welche im Film.

Wie wär's mit einem Schlusswort, mein Junge?

Rollo...

...Tomasi.

KOMMENTAR: Ich habe meinen Vater am Set besucht.

Ich wusste nicht, wie der Prozess funktionierte...

aber mir war bewusst, dass es zusammengesetzt wurde...

und dass es Fiktion war.

Aber in diesem Alter ist deine ganze Welt Fiktion.

Ich war mehr von der Schauspielerei fasziniert.

Dem theatralischen Teil, der schauspielerischen Darbietung.

Das ist Magie. Jemand anderes zu sein, denn das ist nicht echt.

Natürlich ist das die Illusion, aber genau das hat mich fasziniert.

Der Gerechtigkeit muss schnell

und gnadenlos Genüge getan werden.

Das wär's.

KOMMENTAR: Guy ist so versiert.

Ich konnte nicht glauben, dass er in Priscilla — Königin der Wüste war.

Ich dachte: "Das kann nicht derselbe Mann sein."

Und ich denke, dass er im Laufe der Zeit...

anfing, richtig darin aufzugehen...

und dachte: "Hey, das kriege ich hin."

Und das muss Curtis gesehen haben.

Er wollte, dass er etwas unausgeglichener ist.

Im Buch ist er sehr unausgeglichen...

weil er den Erwartungen seines Vaters nie gerecht wird.

Sein Vater...

hat seine Liebe seinem Bruder gegeben, und dann kam dieser um.

Er weiß, dass er immer als Nichtsnutz angesehen wird.

BUD: Es ist unwahrscheinlich, aber nimm mal an,

jemand hat viel Heroin. Zu wem würde er damit gehen?

White, in mein Büro!

Captain. Geben Sie mir nur einen Namen!

KOMMENTAR: L.A. Confidential... Ich hatte andere Filme gemacht...

wie Proof — Der Beweis und Romper Stomper‚ aber L.A. Confidential war was anderes.

Guy und ich...

haben damals viel darüber geredet.

Da ich mehr Filme in Amerika gemacht hatte, sagte ich:

"Ich werde mir Zeit nehmen, bis ich entscheide, was ich danach tun werde."

Und er sagte: "Ich werde einfach weiterarbeiten.

Ich werde weitermachen und sehen, was passiert."

Und ich habe im Jahr 1997...

überhaupt nicht mehr gearbeitet.

Keinen Film gemacht.

Denn mir wurden nur Cop-Rollen angeboten...

weil ich in L.A. Confidential einen Cop gespielt hatte.

Jeder andere Filmstar, mit dem ich gearbeitet habe...

ob es Michael Mann ist oder Ridley Scott...

oder Peter Weir, sie haben alle L.A. Confidential gesehen.

Das hat mir einen gewissen Ruf beschert.

Es hat mich in eine Elitegruppe befördert.

Danach musste ich bei Vorsprechen nicht mehr mit einem Haufen Kerlen...

zusammensitzen, die ich nicht kannte. Sondern in einem Raum...

mit drei oder vier Typen, die...

Die meiner Meinung nach alle Filmstars waren.

Und wir hatten ein Vorsprechen für dieselbe Rolle.

Das war eine riesige Veränderung.

Fangen Sie mit der Leiche an.

Ein Ex-Polizist.

Leland "Buzz" Meeks.

Einer von uns?

Kannten sich die beiden?

Jack kannte nur den Namen.

DUDLEY: Wendell, das ist Sid Hudgens.

Ich mache gern den Mund auf. Fesseln Sie mich nicht!

KOMMENTAR: Curtis war sehr gut vorbereitet. Er wusste, was er wollte.

Hollywood-Jack? Big Vince?

Der reitet gerade in die ewigen Jagdgründe.

KOMMENTAR: Als ich ihn kennenlernte, hatte er all die Fotos...

und all die Infos ausgelegt, die uns zeigten, wie der Film aussehen sollte.

Er gab uns...

sehr viele Informationen dazu.

Ich brachte ihm erstklassige Fälle und er mir Storys. Wir waren Freunde!

DUDLEY: Darauf kommen wir später zurück.

Was halten Sie von Pierce Patchett?

KOMMENTAR: Er hat darauf vertraut, dass er Leute castete...

die seinen Anforderungen gerecht werden konnten.

Es war überhaupt nicht pingelig mit uns...

oder so was.

Er hat uns einfach machen lassen.

Und das war gut so. Es war eine gute Arbeitsmethode.

Und ich habe noch was für Sie.

Er soll Heroin schnüffeln.

Auf alle Fälle zieht er im Hintergrund die Fäden.

- Und? - Und was?

KOMMENTAR: Vieles bei L.A. Confidential...

hat viel Lesen miteingeschlossen.

Curtis hatte eine Liste mit Filmen...

von denen er dachte, dass sie mich positiv beeinflussen würden.

Er hatte viele Fotos aus dieser Ära.

Also nahm ich mir das alles vor...

hinzu zu der körperlichen Vorbereitung.

So ist das einfach, wenn man sich vorbereitet.

Wenn man später zurückblickt...

denkt man, dass manches davon echt verrückt war.

Aber im Moment reagiert man nur...

auf all die Reize und ein kleiner Spalt tut sich auf, dem man folgt ihm...

und sieht, wo es dich hinführt.

Und oftmals führt es dich nirgendwohin...

aber manchmal...

findet man etwas Unerwartetes...

neue Informationen.

KOMMENTAR: Emotional gesehen, hat es Schärfe.

Wir erwähnten Sterling Hayden kurz...

und diese Art von...

Diese maskierten Emotionen, die man in Filmen...

mit den knallharten Typen aus den 40ern und 50ern oft sieht.

Aber das sollte anders werden.

In diesem Film sollte man die rohen Emotionen sehen.

Ich würde nicht mit Exley tauschen, nicht für den gesamten irischen Whiskey.

KOMMENTAR: Ich finde diese Figuren ungewöhnlich komplex.

Sie sind viel komplexer als gewöhnliche Cops in Filmen.

Sie haben ein Innenleben...

und das macht diesen Film zu einem Klassiker.

Das ist meine Wahrnehmung:

Alle Filme sind auf eine Handlung und auf Figuren angewiesen...

und auf deren wechselseitige Beziehung. Ohne die Figuren...

hat man keine Handlung.

Und hier haben die Figuren viele Tests...

viele Torturen zu überstehen...

viele Stressmomente...

Und doch...

gibt es da draußen eine Welt, der das egal ist...

die sogar feindselig ist.

Das war eine schwere Szene für uns.

Für uns beide.

Ich war zu diesem Zeitpunkt so sehr in meine Rolle vertieft...

und stand hinter Bud White...

Und ich wusste genau, warum ich es getan hatte.

Ich war mir so sicher.

Aber dann kam da dieser... ...an die Tür, wissen Sie.

Es war ein elektrisierender Moment.

Ich werde niemals diesen Ausdruck in Russells Gesicht vergessen.

Was auch immer man im Film sieht...

aber man wird niemals sehen können...

was ich in ihm sah, was in seinem Inneren los war.

Jetzt!

Aber das war eine wahre und ehrliche...

emotionale und...

Es war auch ein körperlich gewalttätiger Moment.

Und es musste auch so sein.

Wir drehen nur einen Film, wir wollen niemanden verletzen.

Aber körperlich gesehen, haben wir es so echt wie möglich gespielt.

Ich habe nie körperlicher gespielt.

Hochachtungsvoll Meeks und Stensland

Eines der Dinge, die wir im Archiv...

des Polizeireviers getan haben, war, es total vollzustopfen.

Mit vielen Kisten und vielen andere Dingen...

Chaos und Unordnung.

Es war teilweise, um das Gefühl zu vermitteln...

dass diese Kerle nicht wussten, wie man Dinge dokumentiert.

Aber es war auch teilweise um...

Um Leuten das Gefühl zu vermitteln...

dass es etwas Natürliches war.

Es war nicht unbedingt authentisch.

Warte.

KOMMENTAR: Guy kam wirklich wie ein engstirniger, korrekter Cop rüber...

mehr als ich es mir vorgestellt hatte.

Und die Sache mit Russell war...

diese tolle körperliche Natur, die einem ins Gesicht sprang.

Und es war so wichtig...

für den Film und für die Macht von diesem Kerl...

von dem man glaubte...

dass er sich niemals von etwas abbringen lassen würde...

wenn er sich mal entschieden hat.

Das Foto hast du von ihm, stimmt's?

Oder nicht?

Denk mal nach!

BUD: Verpisst euch!

KOMMENTAR: Als wir gesehen hatten, zu was er fähig war...

war es total aufregend für uns, wenn diese Momente beim Dreh drankamen.

Bei den Dreharbeiten zu sehen...

wie Russel es umsetzen würde.

Es gab nicht wirklich viele Stunts in diesem Film...

Aber es gab viel Action, es wurde geboxt und gesprungen.

Russell hat das alles selbstgemacht und man hat kein Problem, ihm es abzukaufen.

Die Glaubwürdigkeit, die er diesem Aspekt des Films verleiht.

Und auch seiner Karriere bei vielen größeren Filmen...

die er gemacht hat. Das stand immer im Vordergrund.

Ich kenne nicht viele Schauspieler, die das so gut können.

Stensland und Meeks.

Was hatten sie vor?

Ich weiß nicht genau. Stens hat Meeks wohl wegen des Heroins umgelegt.

Was für Heroin?

Johnny Stompanato sagte mir, dass Meeks Heroin verkaufen wollte.

Meeks wird ermordet.

Stensland stirbt im Nite Owl.

Es waren nicht die Schwarzen.

KOMMENTAR: Es gab Momente in manchen Szenen...

die schwieriger waren, als ich es erwartet hatte.

Das sind Dudleys Leute.

Die haben die Schrotflinten ins Auto gelegt.

KOMMENTAR: Die Szene mit Russell, in der er mich verprügelt...

und in der eine Verbindung entsteht...

Dieser Übergang war eine Herausforderung für mich...

weil es ein klares Motiv für uns gab...

uns zusammenzutun.

Es war eine Notwendigkeit, dass wir uns zusammentun. Das war klar.

Es ist wahrscheinlich dasselbe für Russells Figur...

und auch für Russell, zu wissen, dass unsere Figuren...

wirklich so extrem gegenteilig sind.

Und dass wir uns so hassen.

Er mich, wegen meinen politischen Absichten...

und weil er gerade erst entdeckt hat, dassich„.

mit seiner Freundin fotografiert wurde.

Dass unsere Figuren sich zusammentun...

war schwierig für mich.

Der körperliche Teil, als Russell mich verprügelt hat, war nicht so schwer.

sicherzustellen, dass es ehrlich bleibt...

wenn diese zwei Figuren zusammenkommen...

war echt, es war eine Gratwanderung.

Kann ich...?

SEKRETÄRIN: Da dürfen Sie nicht rein!

SEKRETÄRIN: Soll ich die Polizei rufen? ED: Fragen Sie nach Captain Dudley Smith.

ED: Es geht um den Tod eines arbeitslosen Schauspielers.

Die Polizei ist schon hier.

KOMMENTAR: Er ist noch relevant.

Er hat sich bewährt.

Er hat sich bewährt...

weil die Situationen im Film immer noch relevant...

in der heutigen Welt sind.

Ich verlange Einsicht in Ihre Bankkonten.

Wie ist die Beweislage?

Nennen Sie's eine Ahnung.

Kommt gar nicht in Frage.

Smith ist ein hochdekorierter Beamter unserer Polizeikräfte.

Ich beschmutze seinen und Patchetts Namen nicht, ohne...

ED: Ohne was?

Wollen Sie erst selbst beschmutzt werden?

KOMMENTAR: Ich denke, dass sich heutzutage viele Leute unschlüssig sind...

wenn es um Terror und Folter geht.

Ich sah, wie unterschiedlich damit umgegangen wurde.

Darf der Zweck wirklich immer die Mittel heiligen?

Wenn die Mittel brutal sind?

KOMMENTAR: Ich halte das für eine schwierige Frage.

Ich glaube nicht, dass die Brutalität...

die von Russell Crowes Figur dargestellt wird...

seine Figur entkräftet.

Ich muss mir den ganzen Menschen ansehen...

und das Umfeld, in dem er sich befindet.

Vor mir müssen Sie nicht das Spiel "Guter Bulle, böser Bulle" spielen.

Wen kümmert schon der Tod eines schwulen Schauspielers?

Von denen steigen in L.A. jeden Tag 10 aus dem Bus.

Sagen Sie ihm, er soll aufhören, Exley!

Ich weiß nicht, wie.

Du denkst, du bist der Allergrößte, aber rate mal was?

KOMMENTAR: Für mich persönlich...

Wenn ich bei den Dreharbeiten bin...

dann fällt es mir nicht leicht, den Film zu genießen.

Ich kann mir eine Szene ansehen und denken: "An diesem Tag...

ist das und das am Set passiert und ich musste dies oder das tun.

Als wir das gedreht haben, hing ich am Fenster runter, an der Wand."

Das bleibt mir in Erinnerung.

Dudley und Patchett, die haben...

KOMMENTAR: Die Ironie ist, dass man einen Film dreht...

den man sich nicht ansieht und Spaß dabei hat.

Aus diesem Grund...

sind die Dreharbeiten wichtig für mich.

Und wie man sich verhält und...

Was man erschafft. Welche Welt man während der Dreharbeiten kreiert.

Beziehungen, die man zueinander hat, Leute, die man kennenlernt.

Und wie man zusammen arbeitet und alle...

Man wird Teil von etwas...

das größer ist als man selbst.

Wenn alles gut läuft.

Als der Film im Kino anlief und nur gute Kritiken erhielt...

hat mich das Ganze...

einfach nur verdattert.

Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte, selbst als...

Wir waren auf einer Award-Tour...

und wir waren überall...

Egal wo wir waren, man gab uns immer etwas.

Und es wurde so surreal...

aber was ich dabei gelernt habe, war...

Ich erkläre das etwas zu umständlich.

Ich habe gelernt... Wir haben unsere Arbeit gemacht...

und versucht, einen guten Film zu machen.

Wir waren einfach nur Leute, die sich angestrengt haben...

und ihr Bestes gegeben haben.

Dann erfährt man, dass man die Fähigkeit hat, über sich hinauszuwachsen.

Abschiedsbrief.

Angeblich hat er Jack umgebracht, weil der zu viel über die Pornos wusste.

Die Idee mit den Pulsadern stammte nicht von ihm.

2 Finger sind gebrochen.

Das ging nur mit Gewalt.

Oder Drogen.

KOMMENTAR: Als L.A. Confidential immer bekannter wurde...

und als Curtis und ich...

wegen L.A. Confidential von einer Veranstaltung zur nächsten gingen...

Ich erinnere mich... Einer meiner Lieblingsmomente war...

Curtis dabei in die Augen zu sehen.

Ob auf der anderen Seite des Raums, oder im Flur des Four Seasons...

oder wo auch immer wir die Interviews gegeben haben.

Wir kamen raus, sahen uns an und sagten:

"Da muss was im Wasser sein. Ich weiß nicht."

Denn jeder hat diesen Film geliebt.

Die Leute sagten zu uns, dass sie den Film lieben.

Das ist meine schönste Erinnerung.

Sie sagt aber nicht, wer.

SHERIFF: Bis später, Exley!

Wir sollten mit Lynn reden.

Mach du das.

Was willst du tun?

KOMMENTAR: Egal wie oft man den Film sieht...

man erfährt jedes Mal was Neues, oder man hat zuvor was verpasst...

und dann erkennt man, warum es passiert ist.

Und das Tolle daran ist, dass die Figuren sich weiterentwickeln.

Sie werden am Ende zu Helden.

Sie überwinden die Hindernisse, die ihnen in den Weg gestellt wurden.

Sie trotzen allen Widrigkeiten...

und sie tun es, weil sie sich zusammentun.

Und wenn man an die Anfänge denkt...

als Curtis und ich es Arnon vorgestellt haben...

das war der Kern des Films.

Sie tun sich zusammen und überwältigen die Bösen in diesem Film.

Es war nicht nur eine Person alleine. Sie hätten es nicht alleine geschafft.

Wenn wir das in dem Meeting vermitteln konnten, dann hätten wir einen Film...

und wir konnten es vermitteln.

Wenn wir das im Film vermitteln konnten, dann hätten wir einen guten Film.

Und wir konnten es im Film vermitteln...

Ich denke, dass das den Film bis zum Ende hochgehalten hat.

Er kam im September in die Kinos und war bei allen Preisverleihungen dabei...

und bei den Academy Awards.

Und all das wurde letzten Endes durch Teamwork

Stolz und Ethik ermöglicht.

AII das, was die Figuren am Ende verkörpern.

Das hat die Zuschauer inspiriert.

Was ist passiert?

Jemand hat ihn totgeschlagen und Akten mitgenommen.

Dabei kam jede Menge anderer Müll mit hoch.

Es gibt 1.000 Verdächtige.

POLIZIST 3: Sergeant White!

KOMMENTAR: Der Film nimmt ein triumphierendes Ende.

Aber bei allem, was ans Licht gekommen ist...

über die Korruption in Los Angeles...

braucht man diesen letzten Kampf...

diesen abschließenden, erlösenden Kampf.

Die Schießerei im Victory Motel...

was wirklich die letzte Filmsequenz ist...

war recht intensiv.

Russell und ich saßen zwei Wochen...

in einem Billigmotel fest...

das nach und nach durch Schusslöcher zerstört wurde.

KOMMENTAR: Curtis hat sich wirklich Zeit gelassen.

Er wollte, dass alles richtig läuft. Man kann unsere Zusammenarbeit sehen.

Unsere Doppelschläge, sozusagen.

Was lief nochmal schief?

Ach ja, ich musste auf eine Art Terrasse am Fenster springen...

und aus dem Fenster schießen.

Und als ich auf die Terrasse sprang...

hielt ich mich mit der Hand fest.

Es war die falsche Hand und ich habe die Waffe...

dreimal in diesem Motel abgefeuert. Glücklicherweise...

waren es Platzpatronen und keine echte Munition.

Ich glaube nicht, dass ich jemanden getötet habe.

Die Stunts waren wirklich alle sehr gut inszeniert.

Und das Schöne daran war, dass Curtis...

mir und Russell viel Freiraum gelassen hat.

Es war nicht völlig durchchoreografiert, uns wurde nichts vorgeschrieben.

Es hat eine solch tolle Energie und die Klangqualität...

macht offensichtlich einen großen Unterschied.

Sie gibt dem Ganzen eine Spannung, die sonst nur schwer umsetzbar ist.

Es ist so nackt und sauber wie der Rest des Films.

Es ist nicht überflüssig. Es ist...

Es vermittelt ein realistisches Gefühl.

Wenn man dort wäre, dann würde es so aussehen.

Die Abruptheit und die...

Bei Gewalt ist es oft... Bei Kämpfen heutzutage...

Sie wissen nicht, was sie damit tun sollen. Sie lassen es immer zu lange anhalten.

Ich habe immer versucht, so gut zu sein wie mein Vater.

Jetzt ist deine Chance.

Er ist doch im Dienst gestorben, oder?

KOMMENTAR: Früher konnte ich immer etwas schreiben, nachdem ein Film ins Kino kam.

So erhielt ich ein Gefühl für die Kritik.

Jetzt kann ich das nicht mehr tun.

Ich muss es schreiben, bevor er rauskommt.

Bei diesem Film hatte ich das Gefühl, dass die allgemeine Reaktion...

positiv war.

KOMMENTAR: Generell gesehen will ich nicht wissen, was andere Leute denken.

Es geht mir eher darum, zu wissen, was ich dagegenhalten kann...

wenn ich die Meinung der anderen Leute höre.

Hier musste ich nicht viel dagegenhalten...

weil fast jeder von dem Film beeindruckt war.

KOMMENTAR: Aber ich versuchte, zu erklären...

warum ich solche Filme interessant finde.

Ich suche immer Filme, die...

Die etwas zeigen, was ich noch nicht gesehen habe.

Ich suche immer nach neuen Facetten derselben Sache.

Neue Varianten derselben Sache.

Oder Updates derselben Sache.

Denn letzten Endes gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Handlungen...

und an Figuren und an Drahtziehern, und so weiter.

Und normalerweise finde ich Variationen in den besten Dingen.

Ich finde Neues.

Ich finde neue Dinge, über die ich schreiben kann.

Hier... Ich habe Los Angeles noch nie so dargestellt gesehen.

Es ist vorrangig noir.

Und hier findet der Höhepunkt in der Nacht statt.

Es ist...

Es ist ein völlig brutaler, blutiger Höhepunkt.

Es ist kein malerischer Film mit Sonnenaufgängen und Sonnenuntergängen.

Es ist kein Film mit schönen Landschaften.

Es ist ein schmuddeliger Schauplatz...

mit schummrigen, dunklen Stellen.

Buchstäblich und im übertragenen Sinne.

Und deswegen halte ich es für einen klassischen Film noir.

Ich benutze den Begriff ungeniert. Vielleicht unangemessen... Ich meine es...

im Sinne von, dass es um die dunklere Seite des Lebens geht.

Und er hat auch ein gewisses Maß an Gewalt.

Das sind die zwei wesentlichen Aspekte.

Wenn L.A. Confidential kein Film noir ist...

dann gibt es so etwas wie einen Film noir nicht.

Es ist einer der großen Filme, das ist alles. Und Teil davon zu sein...

Und dann der glückliche Zufall, dass es nach Ein Schweinchen namens Babe kam.

Und nachdem ich so lange gewartet hatte...

Ich nenne es eine Careen, denn eine Karriere war es nicht.

Es war einfach...

Egal auf welches Hindernis ich damals gestoßen war...

Aber dass ich Ein Schweinchen namens Babe getan hatte...

und dann nicht gleich wieder einen Farmer danach spielen musste...

oder einen Bauerntölpel oder...

sondern diese völlig andere Figur, das machte einen großen Unterschied.

Und ich habe viel dabei gelernt. Viel als Schauspieler gelernt.

Wann man nachhaltig sein muss...

wann man mit dem Strom schwimmen muss.

Jack hat's gewusst.

Und jetzt weiß ich es.

KOMMENTAR: Die Besetzung verdient besonders viel Anerkennung.

Ich war damals besonders...

von David Strathairns...

und von Danny DeVitos Leistung beeindruckt. Und natürlich von James Cromwell...

der das absolut Böse verkörpert hat.

Wo er doch in so vielen Filmen das absolut Gute verkörpert hat.

Und die drei Hauptrollen sind ungeheuerlich.

Ich kann an keine drei anderen Protagonisten denken...

die so effektiv sind wie die drei in diesem Film.

Danach machen sie dich zum Chef des Morddezernats.

KOMMENTAR: Hier kann sich das Böse nicht mehr verstecken.

Es ist da und es muss überwältigt werden.

Was man am Ende sieht, ist, wie weit sich das Böse ausgedehnt hat...

wie viele Menschen involviert waren.

damit sie wissen, dass du Polizist bist.

KOMMENTAR: Man hat endlich das Gefühl, dass er sich befreit hat.

Dass er sich geweigert hat, der Versuchung zu erliegen...

die ihm vom aalglatten Police Chief angeboten wurde.

Es hat mir viel Vergnügen bereitet, es noch einmal zu sehen...

und noch einmal seine verborgenen Werte zu bewundern:

Die wunderbare Kameraarbeit von Dante Spinotti...

auf der Suche nach den dunklen Schatten unserer Existenz.

Man bat mich, den New York Film Critics Preis zu verleihen...

ich glaube, für beste Regie an Curtis Hanson.

Und ich habe ihn da kennengelernt.

Ich habe seine Arbeit schon immer bewundert. Wenn ich je...

ein weiteres Buch schreiben würde, dann wäre es einer der bevorzugten Filmemacher.

ED: Nein.

Aber ich kann die Wahrheit erzählen.

ED: Im Zuge unserer Untersuchungen...

KOMMENTAR: Die Chance, bei diesem Film dabei gewesen zu sein...

ist etwas, das ich immer sehr hochhalten werde.

Zum Glück hatte Curtis einen unbekannten Schauspieler gesucht.

Er wollte keinen Star für die Rolle.

Er brauchte jemandem, bei dem der Zuschauer nicht wusste...

ob er am Ende als Held hervorgehen oder sterben würde.

Er wollte, dass es ungewiss bleibt. Also hatte ich viel Glück.

Vorn kreativen Standpunkt her, mit Curtis arbeiten zu können...

und zu lernen, was ich dabei übers Schauspielern gelernt habe...

wird mir immer sehr viel bedeuten.

Mit diesen Schauspielern zusammengearbeitet zu haben...

wird immer eine schöne Erinnerung bleiben, das kann dir keiner wegnehmen.

Und vom Ego her, vom Karriere-Standpunkt her...

es war wirklich eine unglaubliche Chance...

und Erfahrung, wirklich. Es ist solch ein solider Film.

Er ist einer dieser Filme, in dem keiner schlecht rüberkommt.

Und ich... Für mich...

Ich kam nach L.A., und die Leute hatten Priscilla gesehen.

Ich ging zu Vorsprechen und Meetings.

Und alle sagten zu mir: "Ja, Sie waren in Priscilla.

Aber können Sie den australischen Akzent ablegen?"

Nach L.A. Confidential war ich nicht mehr so besorgt.

Nicht dass ich versucht hätte, mich zu beweisen...

aber man ist da draußen, und bietet sich an...

versucht, einen Job zu kriegen.

Ich hatte das Gefühl...

Und mit der Zeit bekommt man mehr Selbstvertrauen.

Man hat mehr gefilmt, mehr gemacht...

und wird selbstsicherer, nehme ich an.

L.A. Confidential war diesbezüglich ein großer Schritt für mich.

Ich hatte eine Fernsehserie in Australien gemacht.

Ich war am Versuchen...

Ich war auf der Suche nach Arbeit in Australien.

Und die Chance zu haben...

bei einem Film wie L.A. Confidential gecastet zu werden, war einfach...

Das ist etwas, das ich nicht für selbstverständlich hinnehme.

Ich werde es niemals für selbstverständlich hinnehmen.

Das werde ich Curtis immer schuldig sein.

(POLIZEICHEF AUS LAUTSPRECHER) Warum lächeln Sie?

Ein Held.

KOMMENTAR: Ich bin kein Visualist.

Ich sehe Dinge, wenn ich sie schreibe.

Ich habe Filme geschrieben, und ich mache das sehr gut.

Aber ich kann keine Regie führen. Und das weiß ich.

Deswegen will ich es auch nicht versuchen.

Es ist wie beim Hören...

Und das ist ein großer, leidenschaftlicher Film...

„Beethoven oder Bruckner...

oder Schubert oder Mahler...

Zu wissen, dass es groß und toll ist, aber dass man es nicht alleine machen kann.

KOMMENTAR: Curtis kennt L.A. wie seine Westentasche.

Er hat das ein wenig bekanntgemacht.

Ich habe...

Ich habe diesen Teil von L.A. nie angenommen...

Die Geschichte von L.A. und all das.

Aber alles, was er mir gesagt hat...

Ich liebe es, Geschichten zu hören, und die Dinge, die die Leute wissen.

Er ist solch ein interessanter Mann...

und als er diesen Film gemacht hat, haben wir uns nebenbei unterhalten.

Und das hat mir geholfen...

das L.A. aus dieser Zeit besser verstehen zu können...

und was es fürjemanden wie Lynn Bracken bedeutet haben muss...

aus diesem Bus zu steigen...

Er hat die Fantasie möglich gemacht. Er hat es zum Leben erweckt.

Das muss ich Curtis hoch anrechnen.

Ich meine, es war...

Es hat die Vision angekurbelt.

Man hatte das Gefühl, dass das Schiff einen Kapitän hatte...

der wusste, wohin er will.

Und alle sind seiner Vision gefolgt.

Auch die Schauspieler.

Die Produktionsleiter...

taten in der Tat, was Curtis sah.

Ja.

KOMMENTAR: Ich bin so stolz, es getan zu haben.

Ich bin so stolz, dass der Film sich bewährt hat.

Ich freue mich unglaublich für Curtis, weil es so viel für seine Karriere getan hat.

Und Brians Arbeit am Drehbuch.

Und Dantes Arbeit und was Ruth mit den Kostümen getan hat...

die ich für Beyond the Sea — Musik war sein Leben angeheuert habe...

weil ich fand, dass sie diese Ära toll umgesetzt hat.

Ich glaube, dass dieser Film noch lange relevant bleiben wird.

Und wenn ich auf meine Karriere zurückblicke...

dann bin ich sehr erfreut, dass man mich bat, bei diesem Film mitzuspielen.

MORDDEZERNAT

In Erinnerung an SGT. JACK VINCENNES

Übersetzung: Petra Caulfield

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