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Original subtitles

TRIGGERWARNUNG: HÄUSLICHE GEWALT

EINE VON VIER FRAUEN IN DEN USA IST OPFER HÄUSLICHER GEWALT.

VON KÖRPERVERLETZUNG BIS HIN ZU MORD...

UND SCHLIMMER.

DIESE GESCHICHTE SCHILDERT EINEN SOLCHEN FALL.

Polizeiwache Franklin County, wie kann ich helfen?

Hallo?

Wie lautet die Adresse?

Hören Sie auf zu schreien, damit ich Sie verstehe.

Wie lautet die Adresse?

Was ist passiert?

Okay, ich möchte Sie zuerst nach Ihrem Namen fragen.

Ihr ganzer Name.

Judith Ann Malinowski.

Darf ich Sie Judy nennen?

Ja.

Kennen Sie einen Mann namens Michael Slager?

Ja.

Haben Sie im April 2015 eine Beziehung mit ihm begonnen?

Ja.

Ich möchte mit Ihnen über Sonntag, den 2. August 2015 sprechen.

Erinnern Sie sich an den Tag?

2. August 2015, ja, ich erinnere mich.

Waren Sie an dem Tag mit Mr. Slager zusammen?

Ja.

Ein Mann hat eben eine Frau angezündet!

Okay, schreien Sie nicht so, ich verstehe Sie nicht...

Sind Sie noch da? Ein Mann hat eine Frau angezündet!

Ein Mann hat was angezündet?

Ein Mann hat gerade eine Frau angezündet!

Los, puste alle Kerzen aus!

Puste weiter.

Kein Auto.

- Niemand kriegt ein Auto. - Ich kriege das Auto!

Das sind Scherzkerzen, ich hab's gewusst.

Ich habe lange versucht, Mutter zu werden, immer wieder.

Ich wollte Mutter werden.

Und dann, endlich...

Judy war mein erstes Kind.

Sie hat mich zur Mutter gemacht.

Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen.

Es war die schönste Zeit meines Lebens.

Sie war mein einfachstes Baby.

Und sie war meine beste Freundin.

Sie war laut, fröhlich...

Es gab niemanden, den Judy nicht gern hatte.

JUDYS BRUDER

Judy war die liebste Schwester, die ich in meinem ganzen Leben hatte.

Ich habe sie ganz doll lieb.

Wenn ich schwere Zeiten durchlebe

Kommt Schwester Judy zu mir

Und spricht weise Worte

Lass es geschehen

Ja.

Sie sagte: "Mom, ich will ein einfaches Leben.

Ich will Lehrerin werden

und in einer netten Gegend leben,

mit einem liebevollen Mann und zwei Kindern."

Manche Leute sagen "Ich liebe dich",

aber meinen es nicht ernst.

Aber bei meiner Mom wusste ich immer,

dass sie mich wirklich liebt.

Wenn sie mir den Rücken gekrault hat, das war das Beste.

Die halfen immer beim Einschlafen.

Als kleines Kind sah ich zu meiner Mom auf

und wollte später mal genau so sein wie sie.

Auch nach dem Feuer wollte ich so sein wie sie.

- Die Frau brennt! - Die Frau brennt?

- Die Feuerwehr ist auf dem Weg. - Wissen Sie, wer das getan hat?

So ein Typ, der bei ihr war. Er ist da immer noch.

Er kam in einem schwarzen Truck.

Er ist überall tätowiert. Er ist noch hier.

Was hat er gemacht? Hat er Benzin benutzt?

Die Frau saß auf dem Rasen.

Dann hat er etwas geworfen, und plötzlich stand sie in Flammen.

- Ist die Polizei da? - Ich glaube, die Polizei ist da.

Wie geht's? Lieutenant Cohagen, ich bin wegen des Slager-Falls hier.

Okay, kommen Sie rein.

Danke.

Ich war beim Grillen mit der Familie, als der Notruf einging.

An der Speedway-Tankstelle hatte jemand eine Frau angezündet.

Da gibt es Geschäfte, viel Verkehr. Es ist eine sehr belebte Tankstelle.

An einer Kreuzung zweier vielbefahrener Straßen.

Die Beamten nahmen an,

jemand hätte sich an einem kleinen Brand verletzt.

Aber als sie dort eintrafen, erkannten sie schnell,

dass es viel schlimmer war, als sie erwartet hatten.

MORD

BLUTIG

- Hier, diese drei Kisten. - Okay.

Michaels Geschichte war zu diesem Zeitpunkt:

Judy hätte den Truck aufgetankt und dabei etwas Benzin abbekommen.

Als er ihr eine Zigarette anzündete, habe sie Feuer gefangen.

Für unsere Beamten und alle Zeugen ergab diese Schilderung keinen Sinn,

aufgrund des Ausmaßes von Judys Verletzungen.

Das hier sind Judys Jeans.

Sie sehen hier, dass das Feuer bis runter zu ihrem Rücken reichte.

Es war überall, verbrannte 80% bis 90% ihres Körpers.

Das Benzin floss ihren Rücken hinab und über ihre Bluse,

bis hinunter in ihren... in ihren Gesäßbereich.

Sie sehen also, wie heiß dieses Feuer war.

Es schmolz diesen Rucksack, beziehungsweise die Handtasche.

Das ist Judys BH.

Das ist die eine Hälfte, und hier ist die andere.

Man hat ihn nicht zerschnitten, das Feuer hat ihn geschmolzen.

Das Feuerzeug und der Fingerabdruck vom Feuerzeug.

Ich schickte Detectives zur Heartland Bank,

um zu prüfen, ob sie Aufnahmen von dem Vorfall hatten.

Wir rechneten nicht damit, aber wir mussten es kontrollieren.

Die Detectives holten das Material und riefen mich per Video an.

Im Krankenhaus fanden wir ein Zimmer, oder eher eine Abstellkammer.

Dort sahen wir das Video zum ersten Mal.

Alle waren ganz still. Wir mussten das erst mal verarbeiten.

Es sah aus wie eine Szene aus einem Film.

Sogar über Facetime sah man ganz deutlich,

dass sie sich stritten

und dass Michael sie mit Benzin überschüttete.

Wir wussten also sofort,

dass Michaels Story erlogen war.

Es sah aus, als ob sie stritten. Sie warf ihren Rucksack hin.

Und dann ging er zu ihr,

mit einem Feuerzeug, als wollte er eine Zigarette anzünden.

Ich weiß nicht, was passiert war, sie war mit was getränkt.

Sie ging einfach in Flammen auf.

Ihr geht's sehr schlecht.

Diese Bilder haben mich zahllose Male bis in meine Träume verfolgt.

Ich hatte gerade erst mit Judy gesprochen, vielleicht...

Vielleicht 20 Minuten vorher, vielleicht eine halbe Stunde.

Nicht sehr lange her. Überhaupt nicht lange her.

Und...

Dann kriege ich diesen Anruf.

Ich nahm ab, und jemand am anderen Ende sagte:

"Sind Sie Judy Malinowskis Mutter?"

Und ich dachte: "Was für eine komische Frage."

Ich sagte: "Ja, ich bin Judys Mutter."

Es war das Krankenhaus, sie sagten, meine Tochter sei bei ihnen.

Ich soll sofort kommen.

Sie sagten, sie wäre verletzt, und sie müssten sie intubieren.

Meine Mom rief mich völlig aufgewühlt an.

Sie sagte, es habe ein Feuer an der Tankstelle gegeben.

Mehr wüsste sie nicht. Beide hätten Brandwunden.

Ich weiß noch, auf dem Highway dämmerte es mir.

Sie sagten, sie müssen intubieren.

Da wurde mir klar: Das sind lebenserhaltende Maßnahmen.

Ich habe viele Verbrennungen mit ihrem Schweregrad gesehen.

Aber nur wenige, die länger als ein paar Tage überlebt haben.

Ich kam dort an.

Ich lief durch dieses Labyrinth.

Ich kam in...

Ich wollte zur Notaufnahme.

Eine Schwester führte mich woanders hin.

Ich kam an Michaels Zimmer vorbei.

Ich ging einfach rein, ich suchte schließlich meine Tochter.

Ich ging rein und sagte: "Michael, wo ist Judy?"

Das werde ich niemals vergessen. Er sah mich an und sagte:

"Es war ein Unfall!"

Und noch ehe ich mich wieder fangen oder weitere Fragen stellen konnte,

drängten sie mich aus seinem Zimmer und sagten:

"Nein, folgen Sie uns bitte, Judy ist nicht hier."

Und ich verstand nicht, warum sie...

Warum die Polizisten und diese Leute

mich sofort rausführten, mich vom ihm trennen wollten.

Die ganze Familie ist von diesem Vorfall traumatisiert,

und es ist sehr seltsam,

wie wir uns alle ein wenig anders daran erinnern.

Ich weiß nur, dass ich anfing zu schreien:

"Sagen Sie mir, dass es Hoffnung gibt."

Mehr bekam ich nicht raus.

Sie sagten mir nichts von Hoffnung. Sie sagten gar nichts.

Sie sagten mir nur, dass sie sie operieren.

Nichts konnte einen auf diesen Zustand vorbereiten,

in dem sie sich befand.

Ich sah nur mein Kind. Ich sah nichts als mein Baby.

Ich sah nicht das, was ich heute auf Bildern sehe.

Aber als ich über meine Schulter blickte,

sah ich meine andere Tochter.

Sie saß mitten auf dem Flur auf einem Stuhl,

und Krankenschwestern rannten zu ihr, um sich um sie zu kümmern.

Ich weiß noch, was ich sah.

Sie übergab sich mitten auf dem Flur, überall hin.

Alles geschah irgendwie in Zeitlupe.

Sie sah einfach nicht, was ich gesehen habe.

Ich dachte, ich würde damit fertig, aber ich fiel beinahe in Ohnmacht.

Bei...

Verbrennungsopfern

haben wir eine Berechnungsmethode für die Sterblichkeit,

die auf dem Alter der Patienten und dem Verbrennungsanteil basiert.

Judy war zum Zeitpunkt der Verletzung 31 Jahre alt, soweit ich weiß,

und zu ungefähr 80% oder mehr verbrannt.

Ihre Sterbewahrscheinlichkeit lag damit bei 110%.

Wir fürchteten, dass Judy stirbt, ohne dass wir sie befragen könnten.

Die Verwertbarkeit vor Gericht war mir egal,

ich wollte etwas...

Judy sollte so schnell wie möglich zu Wort kommen.

Die Ärzte fragen skeptisch:

"Sie wollen die Patientin aufwecken lassen?"

Wir wussten, dass es sein musste.

Judy, hören Sie mich?

- Okay, Liebes. - Mommy ist hier!

Einen Moment.

Ich bin Ihre Krankenschwester.

Wir kümmern uns gut um Sie. Sie sind im Krankenhaus, okay?

Sie haben Verbrennungen.

Wir bemühen uns darum, es Ihnen möglichst angenehm zu machen, okay?

Haben Sie gerade Schmerzen?

Okay. Alles klar.

Darf Ihnen jemand ein paar Fragen stellen,

was Ihnen passiert ist?

Ganz ruhig, Jude. Bleib ganz ruhig, Baby.

Solche Verletzungen habe ich noch nie an einem Körper gesehen,

der nicht bereits tot war.

Ich lehnte mich herab, um mit ihr zu reden.

Sie hatte keine Ohren mehr, in die man sprechen konnte.

Ich wusste nicht, ob sie mich hören kann.

Judy, ich bin Detective Cohagen. Können Sie mich hören?

Sie können?

Judy, haben Sie sich mit Benzin übergossen?

Nein?

Hat Mike Sie mit Benzin übergossen?

Hat Mike Sie mit Benzin überschüttet?

Ja. Ja?

Okay. Danke.

Sie war aufnahmefähig.

Sie hat eindeutig... Sie hat verstanden...

Sie reagierte auf Bonnies Stimme,

auf meine Stimme und meine zwei Fragen.

Judy, du wirst wieder gesund, Baby.

Sie gab mir die nötigen Infos, um die Ermittlungen fortzuführen.

Hier ist Mommy. Kämpfe für Maddie, okay?

Die Polizisten sagten, sie würden Michael verhaften,

aber ich verstand nicht, warum.

"Nein, das kann nicht sein.

Da muss ein Irrtum vorliegen.

Vielleicht war sie ja verwirrt?"

- Mike. - Ja.

Alles klar.

Wir müssen darüber reden, was passiert ist.

Bin ich verhaftet, oder was?

- Im Moment ja, Sie sind verhaftet. - Was wird mir vorgeworfen?

Körperverletzung und schwere Brandstiftung.

Okay, ich will ganz offen mit Ihnen sein, Mike.

Da, wo Sie... Da, wo es passiert ist, steht ein Geldautomat, direkt dort.

Der Geldautomat filmt durchgehend.

Die Detectives haben das Material besorgt und ausgewertet.

Wir haben es alle gesehen. Wir wissen genau, was passiert ist.

Wir haben es genau gesehen.

Wie Sie Benzin über ihren Kopf gegossen haben.

Wie sie zu Boden stolpert, Sie sich vorbeugen und sie anzünden.

Wir haben gesehen, was passiert ist. Wir wissen, was los war.

Es ist nicht so, wie es aussieht. Ich möchte mit meinem Anwalt reden.

Wenn es anders war, würde ich gerne...

Dann würde ich gern wissen, was sonst gewesen ist.

Na ja...

Denn gerade sieht es so aus,

als hätten Sie sie mit Benzin angezündet.

Wenn da mehr vorgefallen ist, muss ich das wissen.

Mir ist... Uns geht es um die Wahrheit.

Die ganze Wahrheit dieser Situation.

Wir haben uns gestritten.

Sie hat mir Limo ins Gesicht geschüttet.

Dann ging es hin und her. Dann spuckte sie mir ins Gesicht.

Ich sagte: "Oh, so ist das also, du willst mir mein Zeug einsauen.

Da, zack, dann saue ich dir dein Zeug ein."

Ich wollte sie ja nicht abfackeln oder so, verstehen Sie?

- Nur ihre Sachen einsauen. - Ja.

"Du saust mein Zeug ein, also saue ich deins ein."

Sie ist nicht gestolpert. Sie hat sich bloß hingesetzt.

Und dann hat sie gesagt... Ich wollte gerade gehen.

Und dann sagt sie...

Ich dachte "Scheiß drauf" und wollte abhauen.

Da sagt sie: "Geh nicht.

Gibst du mir eine Zigarette?"

Sie wollte sich umziehen, sie hatte Kleidung zum Wechseln mit.

Und dann hat sie...

Ich... Ich wusste nicht... Das war halt...

- Ich habe mir nichts dabei gedacht. - Klar.

Ich kam rüber, um ihr Feuer zu geben.

- Mehr nicht. - Dann ist sie...

Als sie Feuer fing, war ich total baff.

Ich hätte nicht gedacht, dass das passieren würde.

Für uns hat es nie Sinn ergeben, dass er erst so wütend war,

dass er sie mit Benzin übergossen hat,

und 33 Sekunden später nett und entspannt genug war,

ihr eine Zigarette anzuzünden.

Das ergab überhaupt keinen Sinn.

Es war ein Unfall. Ich wollte nicht...

Verstehe.

Wenn Sie sich das Ding anschauen,

sieht das gleich völlig anders aus, verstehen Sie?

- Ich komme rein. - Das stimmt.

So sieht es ganz anders aus.

Das ist mein Anwalt.

- Hi. - Wie geht's?

Ich hatte nur wenig über den Fall gehört.

Ich war etwas überrascht.

Auf dem Foto, das ich von ihm sah,

sah er aus wie ein Schläger,

wie so ein gefährlicher Typ, aber so war er gar nicht.

Er kam sehr sanftmütig rüber,

intelligenter als ich gedacht hätte und etwas zurückhaltender.

Und er ist ein cleverer Kerl, keinesfalls ein Idiot, echt clever.

Aber er hatte verschiedene Angaben gemacht,

wie das Benzin auf Judy gekommen war.

Das war aus meiner Sicht unser größtes Problem.

Ich meine, ich erkannte die Lüge.

Aber die Lüge war, wie das Benzin auf ihr gelandet war.

Und darauf baute er den Rest auf.

"Okay, das war gelogen, ich hatte Angst, es war dumm von mir.

Aber sie hat ihren Pullover ausgezogen,

und ich hatte nicht bedacht, dass da noch Benzin sein könnte."

"Als sie sich beruhigt hatte und mich um Feuer bat,

hatte ich keinen Grund anzunehmen, dass sie in Flammen aufgehen würde."

Bei diesem Fall sah ich die Unklarheit darin,

ob er ihr wissentlich schwere Verletzungen zugefügt hatte.

Es fällt mir immer noch schwer zu verstehen,

wie jemand einem anderen Menschen so etwas antun kann.

Ich frage mich immer und immer wieder:

"Sicher, dass sie sich nicht einfach eine Zigarette angezündet hat?"

Ich habe Detective Cohagen mehr als einmal gebeten,

ins Krankenhaus zu kommen und zu wiederholen,

was er gesagt hat: "Erzählen Sie es mir noch mal."

Ich habe um 9:00 Uhr ein Treffen mit Detective Cohagen.

Mein Name ist Bonnie Bowes.

Okay, danke.

- Also, Judy ist hier. - Ich sehe sie.

Wie Sie sehen können, lief sie dort rüber.

- Jetzt... - Sie ist wütend.

- Sie gestikuliert. - Ich kenne...

Ich kenne mein Kind, sie ist sauer.

Sie fuchtelt herum, sie ist wütend auf etwas.

An dem Punkt hebt sie den Becher auf und wirft ihn...

Sie rückt immer weiter von ihm ab.

Sie will eindeutig nicht in seiner Nähe sein

und geht weg.

Ich spule hier ein wenig vor.

Hier kommt sie wieder ins Bild.

Man sieht ihn hier eindeutig

einen roten Kanister über ihr auskippen.

Oh mein Gott.

Da kommt sie. Hier geht sie zu Boden.

Ja.

Sie ist hier kurz im Bild,

aber dann sieht man sie aufstehen und davontaumeln.

Sie kommt nicht mehr ins Bild.

Er hat sich runtergebeugt und sie einfach angezündet?

Das hat er. Ja, definitiv.

Er hat sie damit überschüttet und sie dann sofort angezündet?

Nein, er ging weg,

zurück zum Truck, als wollte er wegfahren.

- Ja. - Er war dabei einzusteigen.

Dann, aus welchen Gründen auch immer, beschloss er:

"Nein, ich fahre nicht weg."

Laut Zeugen stapfte er auf sie zu, als wollte er sie schlagen,

beugte sich dann herunter und steckte sie in Brand.

Er hat es sich also überlegt.

Ja.

Dann holte er einen Feuerlöscher?

Er saß dort und sah zu, wie sie brannte,

bis ein Zeuge herbeieilte.

Der Zeuge hatte den Eindruck, sein Auftauchen dort war es,

was Michael dazu veranlasste, einen Feuerlöscher zu holen.

- Als die Leute kamen. - Genau.

Wir reden in unserem System darüber,

dass Angeklagte Fürsprecher verdienen.

Ich glaube, auch Opfer verdienen Fürsprecher.

Ich könnte wohl noch 20 Jahre arbeiten

und würde keinen Fall bekommen, wo die Todesstrafe angemessener wäre.

Tatsächlich haben wir während der ersten Monate

in diesem Fall auf Zeit gespielt.

Es klingt schrecklich, aber letztlich haben wir auf Judys Tod gewartet,

damit wir Mr. Slager wegen Mordes anklagen konnten.

Eines Tages bekamen wir den Anruf, dass sie wach sei,

womit ich niemals gerechnet hätte.

Mein erster Mordfall, in dem ich das Opfer kennenlernen durfte.

Worte können nicht beschreiben,

wie es sich anfühlt,

wenn dein ganzer Körper in Flammen steht.

Ich war sicher, ich würde sterben.

Ich habe zu Jesus gebetet,

dass er mir meine Sünden vergibt

und meine Kinder beschützt.

Dann wurde ich ohnmächtig und erinnere mich an nichts,

bis ich im Krankenhaus aufwachte.

So viele OPs und misslungene Transplantationen.

Und die Verbandswechsel

waren unglaublich qualvoll.

Ich glaube, damals wusste sie noch nicht,

dass es einen Prozess geben würde.

Man erklärte ihr, dass Mr. Slager im Gefängnis war.

Ich weiß noch, dass sie dies sehr mitgenommen hat.

Sie... Sie hatte zu dem Zeitpunkt sogar noch Mitleid mit Mike.

Aber gleichzeitig war da auch eine große Angst,

obwohl ich versprach, alles zu tun, damit er hinter Gittern blieb.

Dadurch wurde ich wahrscheinlich

zu der Person mit der engsten Bindung zu ihr.

Wissen Sie, wie viele OPs Sie hatten?

Mehr als 50.

Und ist Ihnen bewusst,

dass Ihr Herz sieben Mal stehengeblieben ist?

Ja.

Wie sind die Schmerzen, mit denen Sie leben müssen?

Ich...

Ich muss jeden Tag kämpfen

und mich daran erinnern, warum ich das tue.

Ich weiß, dass Judy mit Verbrennungen im Krankenhaus war.

Judy hat gesagt:

"Alles wird gut. Ich weiß, alles wird gut."

Sie wollte, dass ich sie umarme.

Ich habe gesagt: "Nein, du bist verletzt."

Ich wollte ihr nicht wehtun.

Man kann sich ja auch an einer Zigarette verbrennen.

Ich dachte eben, so würde es an manchen Körperstellen aussehen.

Als ich in ihr Zimmer kam, dachte ich:

"Das ist nicht meine Mom."

Man will den Leuten nicht glauben, die einem das sagen.

Hör auf und komm her.

- Okay, ich komme schon. - Gut. Du bist so bockig.

Eines meiner Probleme ist, und das ist auch dein Problem,

dass du dich nicht damit auseinandersetzen willst.

Denn ich kann dir nicht...

Ich kann nicht helfen, wenn du das nicht tust.

- Du sollst dich nicht aufregen. - Tue ich nicht.

Ich verstehe, dass du wütend bist. Dass du zornig bist.

Nichts wird je wieder okay, wegen dem, was er getan hat.

Aber wenn du jemals wieder glücklich sein willst,

versprich mir, dass du eine Therapie machst.

Okay.

- Ist das fair? - Ja.

Judys Arztrechnungen gingen in die Millionen.

Ich dachte, ich könnte Opferhilfe beantragen.

Sie schickten mir ein Standardformular.

Darin stand, es täte Ihnen leid, mir das mitteilen zu müssen,

aber wenn man illegale Substanzen in seinem Körper hat,

ist man in Ohio für Opferhilfe nicht qualifiziert.

Sie sagten, Gesetz wäre Gesetz, und sie würden mir keinen Cent geben.

Sie war nicht perfekt, aber sie war ein Mensch.

Und sie war auf dem Weg in die Suchtklinik, als es passierte.

Erhielten Sie eine Diagnose und wurden operiert,

als Sie 27 Jahre alt waren?

- Ja, Eierstockkrebs. - Okay.

Und Sie erlitten Komplikationen infolge dieser Operation, korrekt?

Ja.

Erzählen Sie mir, was die Folge dieser Komplikationen war.

Mir wurden Oxycodon und Percocet verschrieben.

Sie sagte: "Mom, ich werde süchtig nach diesem Schmerzmittel."

Und ich sagte zu ihr:

"Judy, ist schon gut." Das werde ich niemals vergessen.

Ich sagte: "Nimm so viele, wie der Arzt dir verschrieben hat.

Wenn du vier am Tag nehmen sollst, dann nimm sie. Ist schon gut."

Als meine Krankenversicherung endete

und ich vom Arzt nichts mehr bekam,

wurde aus meiner Sucht eine Heroinabhängigkeit.

Ich wusste nicht, was es war.

Ich wusste nicht, dass es Heroin war.

Jedenfalls wusste ich nicht, was genau sie nahm,

aber mit meiner Schwester, wie ich sie kannte,

ging es stetig bergab.

Mir wurde klar, dass sie süchtig war,

dass sie loszog und Heroin nahm

und Medikamente, wann immer sie wollte.

Wir wussten, dass meine Schwester sich während ihrer Drogensucht

nicht angemessen um ihre Töchter kümmern konnte.

Also half ich mit Maddie,

und meine Mom nahm Kaylee ganz zu sich.

Ich hatte das Gefühl...

Ich hatte das Gefühl, dass ich wirklich

Kaylee schaden würde, wenn ich da wäre,

und dass sie... dass sie ohne mich besser dran wäre.

Und dass Moms Gesundheit und der Stress

besser würden, wenn ich nicht da wäre.

Ich...

Ich habe mich gefühlt,

als wäre ich Abschaum.

ICH VERMISSE SIE

SIE VERMISSEN DICH AUCH

Wir brachten sie in eine Klinik namens Parkside.

Das war eine Privatklinik.

Die hat sehr viel Geld gekostet,

aber sie kam von den Drogen weg.

Und sie ging zu den Meetings,

drei, vier, fünf Meetings pro Woche.

Sie kam wieder zu sich und wohnte mit den Mädchen zusammen.

Ich glaube, zum ersten Mal seit Beginn ihrer Drogensucht,

hatte ich das Gefühl, meine Schwester zurückzuhaben.

Eine Sache, von der ich finde, ich hätte sie wissen sollen...

- Vorher... - Was?

Die ganze Drogengeschichte.

Okay, reden wir darüber, wenn du möchtest.

Ich glaube, es gab viele Geheimnisse, von denen ich nichts wusste.

Na ja, es war kein Geheimnis, Maddie.

Du solltest es erfahren, wenn du es verstehen würdest.

Kaylee kann immer noch nicht damit umgehen.

Ich habe es so verstanden, dass sie einen kleinen Fehler gemacht hat.

Okay, also, sie...

Ich weiß, sie wollte sie nicht nehmen.

Sie ist süchtig geworden.

Altersgemäß.

So rede ich immer mit dir und Kaylee, altersgerecht.

Wann wolltest du es mir sagen?

Wenn du reif genug bist.

Du hättest mit 12 reif sein können oder auch mit 16.

Du kannst dir nicht vorstellen, so jung wie deine Mom, Anfang 20,

zwei Kinder zu haben und dann auch noch...

Euer Vater hat sie verlassen und betrogen.

Sie war sehr krank durch den Eierstockkrebs.

Du bist zu jung, um zu verstehen, was es heißt,

eine Operation zu erdulden, die deinen Körper ausknockt.

Sie hatte große Schmerzen. Man gab ihr viele Schmerzmittel.

Ich wusste nicht, wie heftig die Opiatsucht werden würde.

Du weiß nicht mal, was Opiate sind, oder?

Es sind Schmerzmittel.

So wurde sie süchtig nach Schmerzmitteln.

Gibt einem der Arzt keine,

kauft man sie auf dem Schwarzmarkt auf der Straße.

Das solltest du erst erfahren, wenn du alt genug bist.

Schon gut, ich will es einfach vergessen,

bis ich alt genug dafür bin.

Sehr vernünftig.

Wir wussten auch nicht, dass sie unterwegs nach Parkside war,

bevor sie zu uns wollte.

Ist das die Suchtklinik?

Eine Klinik für Drogen, Alkohol, aber auch psychische Leiden.

Aber du hast uns nie gesagt, dass man sie nach Parkside brachte.

Vielleicht solltet ihr es nicht wissen.

Später hättest du es uns sagen müssen.

Sie haben gesagt, sie hätte sieben Stunden zu leben.

Du hättest es erwähnen können.

Ich dachte, sie wäre auf dem Weg von ihrer Wohnung zu uns gewesen,

aber so war's nicht.

Wegen Reaktionen wie dieser habe ich es dir nicht erzählt.

Du begreifst immer noch nicht, was deine Mom durchgemacht hat,

oder wie sie süchtig nach Opiaten wurde.

Das ist schon so lange her, dass, als sie süchtig wurde,

die Leichenhallen so voll waren, dass sie Zelte aufstellten,

weil so viele Leute an den Drogen starben.

Mütter, so wie eure.

- Habe ich nicht recht? - Ja.

Ich weiß, ihr seid wütend und könnt das nicht verarbeiten,

und ich versuche, mit euch zu fühlen,

aber eure Mutter kann nichts dafür, also haltet sie da raus.

Bevor sie mit Michael zusammenkam,

ging es ihr so gut wie noch nie zuvor.

Alles ging den Bach runter,

als Michael auf der Bildfläche erschien.

Mike schrieb mich auf Facebook an.

Er schrieb, er hätte schon immer etwas für mich empfunden,

und dass er in mich verliebt wäre.

Er fing also an...

Ich würde sagen, sie zu vergöttern. Er schrieb ihr Nachrichten...

BABY, ICH LIEBE DICH.

Alles, was ein Mädchen hören will,

gerade an dem Punkt im Leben, an dem Judy sich befand.

Ich sagte: "Der ist mir nicht geheuer, Judy."

Judy sagte, ich soll ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen.

Und so weiter und so weiter.

Ich sagte: "Ich will die Mädchen nicht in seine Nähe lassen.

Wenn ihr ein Paar werdet, halte ich die Mädchen fern von ihm."

Er kam bei mir zu Hause vorbei und parkte in meiner Einfahrt.

Er wollte mit mir sprechen.

Er sagte: "Nur weil ich Tattoos habe und so aussehe, wie ich aussehe,

bin ich kein übler Mensch."

"Wenn du Christin bist und Liebe in dir trägst,

warum verurteilst du mich dann wegen meiner Tattoos?"

Und ich dachte: "Wow, da hat er wohl recht."

Jesus würde nicht wollen, dass ich das tue.

Von dem Moment an habe ich eingelenkt:

"Okay, nimm dich zurück, Bonnie."

Er wusste, wie er mich packen musste, um mein Vertrauen zu gewinnen.

Und er wusste, wie er Judy anpacken musste,

damit sie auf ihn angewiesen wäre und ihn brauchen würde.

Da kamen die Drogen und das ganze Zeug ins Spiel.

Ab meinem ersten Date mit Michael

war er immer in meinem Haus und wich mir nicht von der Seite.

Das war eine toxische Beziehung,

die sich um Drogenkonsum drehte.

Michael hat sie abhängig gemacht.

Ich glaube nicht, dass Michael selbst

Drogen nahm.

Das ist ein interessanter Aspekt der ganzen Geschichte,

weil er es definitiv auf Frauen abgesehen hatte,

die Drogenprobleme hatten.

BRINGST DU MIR WAS VON DER STRASSE MIT?

ICH HABE MEIN GEHALT NOCH NICHT.

KANNST DU 20 VON MOM ODER VOM DEALER BESORGEN?

ICH WARTE AUF SEINE ANTWORT.

DU BIST DER BESTE.

DAS WILL ICH HOFFEN.

Ich habe ihren Rückfall erst nach einiger Zeit bemerkt,

als er anfing, mich gegen Judy auszuspielen.

Er wollte mir tatsächlich was vormachen.

"Sie ist auf Drogen.

Ich kriege sie nicht wach. Ruf besser den Notarzt."

Im Laufe der Zeit geschah das immer öfter.

Sie... Er rief mich an und meinte:

"Sie ist nicht zu Hause. Was fällt ihr ein?"

Also begann ich zu glauben: "Böse Judy."

"Michael, ich gebe dir 60 Dollar, um die Wasserrechnung zu zahlen",

ohne zu begreifen, dass ich ihm in die Falle ging.

Mit meinem Geld kaufte er ihr Drogen.

Wie dumm bin ich gewesen?

Die ersten Spuren, die ich sah, waren in ihrem Gesicht.

Er kaufte ihr Drogen, sie wurde rückfällig,

also hatte er die totale Kontrolle über sie.

Das war seine Methode, sie zu kontrollieren,

damit er sie missbrauchen und sich mächtig vorkommen konnte.

Wenn er ihr Drogen brachte, hatte er Macht über sie.

Judy hatte mich angerufen, als er sie mal gewürgt hatte.

Er hatte sie schon einmal gewürgt.

Ich erinnere mich, dass sie große Angst vor ihm hatte.

Die Polizei wurde oft gerufen.

Aber sie haben ihn nie mitgenommen.

Sie versteckte sich in Hotels, verließ ihr eigenes Zuhause.

WO BIST DU?

ICH VERSTECKE MICH.

BITTE SCHAFF MICHAEL AUS MEINER WOHNUNG.

WARUM, JUDY?

Es war eine angespannte Beziehung.

Ich weiß nicht, inwieweit es jemals gewalttätig wurde.

Sie haben sich viel gestritten, aber Michael behauptet,

es sei niemals zu Gewalt zwischen ihnen gekommen.

ICH BIN UNTERWEGS ZU DIR. WEHE, DU HAST MEIN GELD NICHT.

BLEIB BLOSS WEG.

...22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32.

Also 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38.

Der erste Zwischenfall, wo wir mit Michael und Judy zu tun hatten,

war im Mai 2015.

Michael und Judy hatten einen Streit, und Judy nahm sein Auto.

Michael wollte damals keine Anzeige erstatten.

Gleich am nächsten Tag meldete Michael Judy als vermisst.

Er habe länger nichts von ihr gehört.

Im Protokoll sind 13 Anrufe von Michael und Judy verzeichnet.

Bei den meisten Telefonaten war Mike der Anrufer.

Ich kann Ihnen aus Erfahrung sagen, dies ist ein Kontrollmechanismus.

Er nutzt die Polizei und das Drohen mit der Polizei,

um seine Macht zu wahren.

Er weiß, was er tut.

Er ist intelligent, er ist berechnend,

er weiß, dass er so den Anschein erweckt,

bloß der besorgte Partner zu sein.

Ende Mai 2015 hatte ich ein langes Gespräch mit Judy.

Sie war angehalten worden, als sie mit Michaels Auto herumfuhr.

Sie war überzeugt, dass Mike sogar während unseres Telefonats

jemanden auf sie angesetzt hätte.

Und dass er sie beobachten würde.

"Erzählen Sie, Judy. Was für Autos sehen Sie?"

"Nein, ich muss aufhören. Er hat jemanden auf mich angesetzt."

Sie sagte, wenn sie ihn verlässt

oder er von diesem Gespräch erfährt, bringt er sie um.

Danach wurde der Anruf beendet.

Ich habe unzählige Male versucht, sie zu erreichen.

Ich habe versucht, Bonnie mit Ratschlägen zu versorgen,

was sie meiner Erfahrung nach unternehmen sollte.

Aber manchmal ist ein Mensch einfach noch nicht bereit.

Bonnie hat oft, vermutlich öfter, als ich weiß,

versucht, sie aus der Beziehung zu retten.

ES REICHT MIT EUCH. ICH WEISS NICHT, WER RECHT HAT.

ABER BLEIB WEG VON IHR. GIB IHR KEINE DROGEN MEHR.

LASS SIE IN RUHE.

SONST SORGE ICH DAFÜR, DASS DU SIE IN RUHE LÄSST.

NEIN.

Was auch immer der Grund war, Judy hat ihn nicht verlassen.

Nennen wir es Liebe, ich weiß nicht,

ich konnte nicht in Judy hineinblicken.

Sie fragen mich echt, ob die Polizei irgendwas hätte besser machen können?

Sie sagte den Detectives oft genug: "Er wird mich umbringen."

Niemand...

Niemand hat ihn auch nur angehalten oder mit ihm gesprochen.

Sie stellten sich taub. "Vorbestraft wegen Drogen".

"Sie ist auf Drogen. Ich habe nichts gemacht."

Da weder Polizei noch Detectives ihr Glauben schenkten,

wusste Judy, dass sie sich nur vor Michael retten konnte,

nicht vor den Drogen, indem sie auf Entzug ging.

Das war ihr einziger Zufluchtsort von dem Missbrauch.

Traurig aber wahr.

Aus Parkside hieß es, sie hätten ein Bett frei.

Michael hat sie abgeholt und meinte: "Ich bringe dich hin."

Sie landeten bei dieser Tankstelle.

Ich weiß noch, dass ich dachte, er würde sie niemals dorthin bringen.

Ich dachte, es wäre wieder eine von seinen Lügen.

Und wissen Sie was?

So komisch es ist,

ich kann bis heute keine Tankstelle betreten.

Ich wollte der Frage auf den Grund gehen,

was für ein Mensch Slager war,

um zu verstehen,

wie und warum er meiner Schwester so etwas antun konnte.

Als Erstes habe ich mir also öffentliche Akten angesehen,

um zu sehen, was ihm früher zur Last gelegt worden ist.

Das ist Michaels kriminelle Laufbahn.

Sie ist ziemlich detailliert und umfassend.

Da gibt es Diebstahl, häusliche Gewalt, Bedrohung,

Tragen einer versteckten Waffe, schwere Bedrohung,

Falschaussage gegenüber Polizisten, häusliche Gewalt,

schwere Drohung, Körperverletzung, schwere Drohung,

Hetze, häusliche Gewalt, Körperverletzung,

häusliche Gewalt, Körperverletzung, häusliche Gewalt,

Vergewaltigung... runterplädiert auf sexuelle Nötigung.

Häusliche Gewalt, Widerstand gegen Staatsgewalt.

Er war eine Zeit lang registrierter Sexualstraftäter.

Bagatelldiebstahl, Gefährdung von Kindern,

häusliche Gewalt, Gefährdung von Kindern,

sexuelle Gewalt, Diebstahl,

Bedrohung, Belästigung der Allgemeinheit,

schwere Drohung, Nachstellung,

häusliche Gewalt, Körperverletzung,

Widerstand gegen Staatsgewalt, Sexualstraftäter, Meldung versäumt.

Schwerer Diebstahl,

Einbruch, Einbruch, Diebstahl, Diebstahl, Hehlerei,

kriminelle Aktivitäten,

Diebstahl, Scheckbetrug, Geschäftsbehinderung.

Schwere Brandstiftung und Körperverletzung.

Viele Geschworene würden denken: "Wer es einmal tut, tut es wieder."

Darum lassen wir solche Informationen zurückhalten.

Diese Zulässigkeitsregeln dienen dem Schutz des Angeklagten.

Von Michael Verurteilungen wegen Körperverletzung

oder häuslicher Gewalt hätten die Geschworenen nie erfahren.

Wir verzweifeln fast täglich an häuslicher Gewalt.

Wir geben unser Bestes.

Wir tun, was wir können, geben alle Fakten weiter.

Aber der Rest ist Aufgabe der Gerichte.

Man kann seine Frau zu Hause so hart schlagen, wie man nur kann,

solange sie keine OP braucht

oder dauerhaft entstellt ist, gilt das nur als leichtes Vergehen.

Und in solchen Fällen fallen Urteile normalerweise extrem milde aus.

Wir hatten ein Telefonat mit Warren Edwards.

Er hat uns erläutert, wenn Judy überleben würde,

würde Michael elf Jahre Haft plus zwei Jahre bekommen.

Das wäre die Höchststrafe, die in Ohio verhängt werden könnte.

Dass er einem Menschen derartiges Leid zufügen kann

und trotzdem rauskommen und noch mal Tageslicht sehen könnte,

das erschien mir verrückt.

Michael Slager erschien heute in Franklin County vor Gericht.

Ihm werden schwere Brandstiftung und Körperverletzung vorgeworfen.

RICHTERIN JULIE M. LYNCH

Dies ist 5CR3933 und 08CR3828,

der Bundesstaat Ohio gegen Michael Slager.

Bei einer Anklage wegen versuchten Mordes

hätte der Staat beweisen müssen, dass er mit Absicht handelte.

Dass es seine Absicht war, ihren Tod herbeizuführen.

Das ist schwer zu beweisen.

Zur Anklage wegen schwerer Brandstiftung, F1,

Aktenzeichen 3933, hat der Angeklagte...

Er hat sie zur Suchtklinik gefahren, damit sie eine stationäre Behandlung

für ihre Drogensucht bekommt.

Er wollte ihr Feuer geben.

Er wollte ihr nicht absichtlich schaden.

Das wäre sozusagen unsere Argumentation.

Und man darf auch nicht vergessen,

er holte sofort einen Feuerlöscher und löschte den Brand.

Wenn er sie verletzen wollte, warum löschte er sie dann?

Diese Behauptung von Mr. Slager, dass es ein Unfall war,

dass sie eine Zigarette herausgeholt habe

und sie sich in diesen 32 Sekunden, in denen er nicht im Bild ist,

irgendwie vertragen hätten und sie ihn um Feuer gebeten habe...

Ich sagte, das kann sie widerlegen.

Sie kann sie widerlegen, seine Vertei...

Er beharrt auf dieser Verteidigung, und sie kann sie widerlegen.

Mir würde kein anderes Beweismittel einfallen,

welches das tun könnte.

Es stellte sich dann die Frage,

ob sie uns als Zeugin zur Verfügung stehen könnte.

Wir gingen nicht davon aus, dass sie aussagen würde.

In ihrem Zustand hätte sie nicht aussagen können,

aber plötzlich besserte sich ihr Zustand.

Sie wollte ihre Geschichte erzählen.

Ich glaube, sie wollte, dass ihr endlich jemand zuhört.

An jenem Morgen waren wir auf die Verhandlung vorbereitet.

Judy sollte live via Video aussagen.

Das im TV zu sehen ist eine Sache.

Ich wusste, es sollte über Video laufen.

Aber zu wissen, dass das in Echtzeit passierte,

dass da eine Frau war, ein paar Meilen entfernt,

am anderen Ende dieser Videoschalte,

die durchmachen musste, was man dort sah...

Die Geschworenen würden wollen, dass jemand dafür geradesteht.

Ich ging zu Michael und sagte: "Michael, sie wird aussagen.

Und die Geschworenen werden Sie hassen.

Abgrundtief hassen."

Es war ein Bluff.

Wir wussten nicht, ob sie aussagen kann,

ob sie das umbringen würde.

Ich sagte zu Bob: "Wenn er sich heute schuldig bekennt,

bräuchte ich ihre Aussage nicht."

Und er sagte: "Ich frage ihn, ob er sich darauf einlässt."

Michael war klar, wenn sie aussagt und befragt wird

und später stirbt,

wird ihre unter Eid getätigte Aussage in seinem Mordprozess verwendet.

Also verzichtete er auf die Bestreitung der Straftat.

Wir werden aufzeigen,

dass genügend sachliche Grundlage dafür vorliegt.

Er musste das Wort "schuldig" nicht sagen.

Das war ihm wichtig, aber noch wichtiger war,

Judys Aussage aus einem potenziellen

und sehr wahrscheinlichen Mordprozess rauszuhalten.

Sie haben eingangs auf nicht schuldig plädiert,

und nun ziehen Sie die Bestreitung der Straftat zurück?

Korrekt, Euer Ehren.

Slager verzichtet nun auf Bestreitung der Straftat.

So umging er einen Prozess, und sie durfte nicht aussagen.

Er hat sie wieder mundtot gemacht.

Und wir konnten nichts tun. Was sollten wir tun?

Judy meinte: "Er macht es schon wieder.

Schau doch, er manipuliert mich und das System schon wieder.

Er zieht überall die Fäden, Mom.

Sogar bei den Staatsanwälten."

Die Frau aus Gahanna, die in Brand gesteckt wurde,

wird nie die Möglichkeit erhalten, gegen ihren Ex auszusagen.

Ihre Geschichte damals zu erzählen, hätte im Prozess nicht geholfen.

Das Vorliegen dieser Aussage, Monate oder gar Jahre vor ihrem Tod,

hätte deren Verteidigung die Gelegenheit gegeben,

eine Verteidigung gegen Judys Aussage vorzubereiten.

Die Strafe beträgt elf Jahre Haft.

Judy wurde lebenslänglich bestraft.

Und ihre Kinder sind lebenslänglich bestraft.

Häusliche Gewalt ist widerlich und grausam.

Jeder hier wurde lebenslänglich bestraft.

Mrs. Bowes hat recht mit ihrer Behauptung,

diese Frau wäre lebenslänglich bestraft.

Schmerzen, verursacht durch Verbrennungen...

Diese Schmerzen sind mit nichts zu vergleichen.

Sie haben das getan, und Sie bereuen es nicht.

Sie haben uns deutlich gezeigt,

was für ein widerlicher Mensch Sie sind.

Ich kenne Ihre Vorstrafen.

Ihre kriminelle Vorgeschichte in Sachen häuslicher Gewalt.

In Sachen Bedrohungen.

Richterin Julie war bestürzt.

Und sie blickte rüber zur Staatsanwaltschaft

und sagte: "Schuld ist der Gesetzgeber.

Der Gesetzgeber ist schuld,

dass ich ihn nicht härter verurteilen kann."

Sie scheinen mir ein seelenloser Mensch zu sein.

Sie gehören hinter Gitter.

Mehr habe ich nicht zu sagen.

Schaffen Sie ihn weg.

Das geht nicht.

Das ist nicht fair.

Manchmal...

Maddie braucht mich, Mom. Ich brauche sie.

Deine beiden Mädchen brauchen dich,

aber manchmal gibt es keine Antworten, Judy.

Ich kann nichts dagegen tun.

Ich will nicht zusammenbrechen, es tut mir leid.

Ich kämpfe so sehr, stark zu bleiben.

Aber es ist so schwer.

Es ist einfach so schwer,

weil es ihm überhaupt nicht leidtut.

Oh mein Gott.

Es bricht mir das Herz.

- Wie geht's dir? - Bestens.

Schwing die Hüften!

Los, Judy!

Nein, Judy. Mach das nicht, nein!

Sie war gar nicht glücklich, und das hat sie uns deutlich gemacht.

Judy war aufbrausend.

Sie sagte mir klar, was sie empfand, und an dem Tag war sie sehr wütend.

Ich war nicht fertig damit.

Ich habe vor Gericht gesagt,

dass das noch nicht alles war.

Es war ein Schachzug.

Der Prozess entwickelte sich für mich genau nach Plan.

Aber es gab einen Teil von ihr,

der es schaffen wollte, der überleben wollte,

um für alle Frauen zu kämpfen, die Ähnliches durchgemacht hatten.

Sie wollte unbedingt, dass das Gesetz geändert wird.

Und sie war bereit, alles zu tun, was nötig war,

um zu helfen, das Gesetz zu ändern.

Judy's Law wäre eine Erhöhung der Höchststrafe

für schwere Körperverletzung um 5 bis 10 Jahre,

bei absichtlicher Verstümmelung oder Entstellung von Personen.

Das Gesetz wäre nicht rückwirkend

und hätte keine Auswirkungen auf ihren Fall.

Dennoch kämpft Judy weiter für andere Opfer häuslicher Gewalt.

House Bill 63 sollte verabschiedet werden,

weil es mein Leben zerstört hat,

das Leben meiner Familie, meiner Kinder

und das Leben aller um uns herum.

Die Gesetzgebung ist einfach nicht fair.

Ärzte können sich nicht erklären,

warum sie noch am Leben ist, aber Judys Mutter, Bonnie Bowes,

glaubt, dass Judy weiterkämpft, um Judy's Law zum Erfolg zu führen.

Es ist ein Wunder,

dass sie das überlebt hat

mit einem klaren Geist.

Mit diesem starken Willen, anderen Menschen zu helfen.

Frauen sind stark.

Frauen sind stark.

Während wir hier stehen, liegt meine Mom im Krankenhaus,

wo sie sich seit 609 Tagen befindet.

Sie hat große Schmerzen, jeder Tag ist ein Überlebenskampf.

Für sein schreckliches Verbrechen erhielt Mike nur elf Jahre Haft.

Bitte ändern Sie das Gesetz,

denn zusammen können wir verhindern, dass so etwas anderen passiert.

Und mit diesem Hammerschlag

wird nach einstimmigem Votum dieses Gesetz dem Senat vorgelegt.

Danke, Senator Hughes.

Möchtest du etwas sagen?

Das ist schön.

Ein Mensch allein kann nicht endlos viel ertragen.

Ich glaube, ihr Körper gab eher nach als ihr Geist.

Prozesse werden manchmal durch Willen entschieden.

Man braucht Willen, um weiterzumachen.

Um sich nicht mit etwas abzufinden, das nicht Gerechtigkeit ist.

Sie wollte angehört werden, ihre Mutter wollte angehört werden,

und ich war mit elf Jahren keinesfalls zufrieden.

Die Staatsanwaltschaft hat Judy und mir erklärt,

dass in einem Mordprozess nur Michaels Story gelten würde.

Und da schlugen sie Judy vor,

in ihrem eigenen Mordfall als Zeugin auszusagen.

Es war völlig spekulativ, so was gab es noch nie.

Dass jemand als Zeuge

im eigenen Mordfall aussagt, gab es in den USA noch nie.

In Ohio gibt es keine Rechtsnorm

im Hinblick auf die Aufnahme der Aussage einer Person,

von der wir wussten, dass sie sterben würde,

zur Verwendung in künftiger Strafverfolgung.

Im Zivilrecht gibt es jedoch die Rule 27,

zur Sicherung von Aussagen von verletzten Personen

mit Versicherungsansprüchen, die später verstorben sind.

Versicherungsansprüche in Bezug auf Asbest oder Feuerschäden.

Sie konnte im Prozess nicht aussagen,

weil die Gegenseite auf Straftatbestreitung verzichtete.

Es kam nicht zur Aussage.

Ich fand, es war ein Geniestreich,

ihre Aussage vorsorglich aufzuzeichnen,

damit sie über den Tod hinaus

in ihrem Mordprozess aussagen konnte.

Dass Ron seinen professionellen Ruf aufs Spiel setzte,

seine Karriere, indem er dafür plädierte,

diesen Präzedenzfall zu schaffen, war umwerfend.

Der Mann ist eine Legende in Franklin County.

Wenn er etwas sagt, hören die Leute auf ihn.

Eine Frau, die in Brand gesteckt wurde

und seit 18 Monaten im Krankenhaus liegt,

darf bald vor Gericht aussagen.

Sie sagte:

"Mom, ich weiß, dass ich diese Schmerzen

nicht umsonst ertragen habe."

Ein Richter hat entschieden,

dass Malinowski via Video aussagen darf.

Die größte Sorge für uns als Anwälte war,

ob sie so massiv unter Schmerzmitteln steht,

dass sie nicht versteht, was vor Gericht passiert.

Eine Frage der Zurechnungsfähigkeit. Ist sie imstande, auszusagen?

Sie musste die Dosierung ihrer Schmerzmittel reduzieren,

um genug bei Bewusstsein zu sein,

um unter Eid aussagen zu können.

Es tut so weh.

Ich will das nicht tun.

Aber ich muss.

Ich weiß.

Selbst bei voller Dosierung litt sie Qualen.

Du kriegst fünf Milligramm Dolantin.

- Das ist nicht genug. - Ich weiß.

Es war hart, ihre Dosierung zu reduzieren.

Die meisten Brandopfer benötigen eine hohe Medikation.

Sie hatte eine hohe Wirkstofftoleranz,

was sehr üblich ist...

bei Drogensüchtigen.

Also...

Es war für sie eine große Herausforderung.

Als Mutter kennt man sein Kind gut.

Wo lagen ihre Grenzen?

Würde sie das schaffen, trotz bester Absichten,

dies zu tun, damit er so etwas keiner anderen antun könnte?

Ich finde, es war unglaublich tapfer von ihr.

Aber es hat mich auch nicht überrascht.

Ich glaube, Judy war immer so ein Mensch.

Am Abend, bevor ihre Aussage aufgenommen werden sollte,

fuhr ich bei Rons Büro vorbei, und er war nervös.

Er überlegte, die ganze Sache abzublasen.

Ich glaube, seine Sorge war,

dass wir, falls es schiefging, sie und andere blamieren würden.

Das hat mich wütend gemacht.

Ich stieg ins Auto, fuhr zur Klinik und nahm ein Video mit ihr auf.

Sagen Sie mir, dass Sie bereit sind auszusagen.

Hi, mein Name ist Judith Malinowski,

und ich bin bereit, am Donnerstag auszusagen.

Morgen. Alles klar.

Ich zeigte es Ron und sagte: "Sie ist bereit.

Ich weiß, was ich tue. Wir packen das."

Hier. Das hätten wir.

Erst verlangten sie, dass man Michael ins Krankenzimmer lassen sollte.

Das hielt ich für Einschüchterungstaktik.

Michael wollte dabei sein. Er sagte: "Das ist mein gutes Recht."

Das Recht auf Gegenüberstellung.

Er wollte Zeuge sein, wenn sie aussagte.

Und er wollte vor allem, dass sie sieht, dass er da war.

Seine Meinung war: "Sie lügt nicht, wenn ich dabei bin."

An diesem Punkt in der Debatte

wollte er sie sogar selbst ins Kreuzverhör nehmen.

Zum Glück hat der Richter den Antrag abgelehnt.

Niemand durfte während der Aussage das Krankenzimmer betreten.

Gut, fangen wir an.

Sie verriegelten die Tür.

Es war, als würde ich mein Kind mitten im Meer ertrinken lassen.

Ich bin Amtsfrau Elizabeth Waters.

Ich nehme Ihnen den Eid ab.

Würden Sie, soweit möglich, Ihre rechte Hand heben?

Schwören Sie,

dass die Aussage, die Sie hier tätigen werden,

die Wahrheit ist und nichts als die Wahrheit,

so wahr Ihnen Gott helfe, und unter Strafe für einen Meineid.

- Das tue ich. - Danke.

Danke, Euer Ehren.

Warren Edwards, Ron O'Brien, Casey Chapter

für den Bundesstaat Ohio.

Der Anwalt des Angeklagten?

Bob Krapence für Michael Slager.

Drücken Sie den Knopf, um zu sprechen.

Wir erheben Einspruch gegen diesen Vorgang,

einschließlich aller Irregularitäten,

von der Vereidigung der Zeugin bis zur Inkludierung ihrer Aussage.

Ich hielt es für unnötig.

Ich fand, der Staat hatte genug Beweise,

ohne ihr das zuzumuten.

Sonntag, 2. August 2015. Erinnern Sie sich an diesen Tag?

2. August 2015. Ja, ich erinnere mich.

Waren Sie an dem Tag mit Mr. Slager zusammen?

Ja.

Als Sie mit ihm unterwegs waren, machten Sie Halt an einer Tankstelle.

Warum haben Sie dort angehalten?

Für Zigaretten.

Sie rauchen Zigaretten, korrekt?

Ja, das habe ich damals.

Was passierte, als Sie an der Tankstelle waren?

Mike hat mich wüst beschimpft.

Wir haben fünf bis zehn Minuten gestritten.

Dann habe ich meine Limonade nach ihm geworfen.

Sie warfen mit Limonade nach ihm?

Ja.

Haben Sie ihn damit bespritzt oder den Becher nach ihm geworfen?

Ich warf den Becher nach ihm.

Wie hat er darauf reagiert?

Er war extrem aufgebracht.

Was hat er dann getan?

Er lief zur anderen Seite seines Trucks,

und da holte er

seinen Benzinkanister, den er hinten im Truck aufbewahrte.

Der war sehr groß und fasste viel Benzin.

Er lief um mich herum und fing an, mich mit Benzin zu übergießen,

erst über meinen Kopf und dann weiter unten.

Etwas davon lief in meinen Mund, während er das tat.

Das hat übel gebrannt.

Das Benzin in Ihrem Hals hat übel gebrannt?

Ja.

Wie wirkte er, während er das Benzin vergoss?

Böse, einfach nur böse.

Er hat nicht...

Er hat überhaupt nicht auf meine Hilferufe reagiert.

Er sagte nicht, warum er das tut. Er sagte so was wie:

"Was fällt dir ein, Sachen nach mir zu werfen?"

Oder: "Du wirfst Limo nach mir?

Pass auf, was ich mit dir mache, Schlampe.

Wie gefällt dir das?"

Nachdem er Sie mit Benzin übergossen hat...

Was geschah als Nächstes?

Er ging weg von mir,

etwa 30 Sekunden lang.

Ich flehte ihn an, mir zu helfen.

Ich rief "Stopp"

und "Ich steige in den Truck, ich fahre mit dir mit".

Wissen Sie...

"Warum? Warum tust du das?"

Ich sah zu ihm hin, er zog ein Feuerzeug aus der Tasche.

Dann kam er auf mich zu.

Haben Sie sich in den 30 Sekunden irgendwie mit ihm versöhnt?

Nachdem er Sie mit Benzin übergoss,

und bevor er das Feuerzeug zückte und Sie anzündete?

- Nein. - Hatten Sie eine Zigarette?

Nein.

- Haben Sie ihn um Feuer gebeten? - Nein.

War seine Annäherung mit dem Feuerzeug ein Unfall?

- Ist er gestolpert oder dergleichen? - Nein.

- Okay. - Nein.

Ich weiß nur noch, wie ich weinte und um Hilfe flehte,

und er hat mich in Brand gesteckt,

und der Ausdruck in seinen Augen...

Seine Augen waren schwarz.

Nachdem er mich angezündet hatte und zurückwich,

wurden seine Augen schwarz, während ich ihn um Hilfe anflehte.

- Okay... - Aber er tat nichts.

Okay.

Mike sah in den Medien Fotos von ihr,

wie hübsch sie war, vor vielen Jahren,

und dann die Fotos, wie sie nach dem Vorfall aussah,

immer gegenübergestellt.

Er sagte: "Die wissen nicht, wie sie dazwischen aussah.

Wissen die, dass sie Drogen nahm? Dass sie ein Junkie war?

Wissen die Medien, dass ich ihr nur helfen wollte?"

Im Schlussplädoyer will ich betonen,

dass sie lügt oder sich irrt, dass wir wissen, dass es anders war.

Ich bezichtige Leute nur ungern der Lüge,

aber egal ob gelogen oder einfach nur geirrt:

Es ist nicht verlässlich. Es ist unglaubwürdig.

Es ist bedauerlich, aber so ist es. So was in der Art.

Ms. Malinowski, können Sie mich sehen?

Ja, Sir.

Ich bin Bob Krapence. Wir haben noch nie miteinander geredet, oder?

Ja.

Ich habe einige Fragen, und ich will mich kurz fassen.

Tut mir leid, falls ich mich verheddere.

Das ist keine Absicht.

Wenn Sie Fragen haben oder meine Frage nicht verstehen,

bitten Sie mich, die Frage umzuformulieren.

In Ordnung?

Ja.

Haben Sie nach März 2015 Heroin konsumiert?

Ja, dank Mike, er hat es mir besorgt.

Haben Sie Mike Geld gestohlen?

Nein.

Gab Mike Ihnen Geld?

Mike hat es... Er hat mir jeden Tag welches gekauft.

Jeden Tag hat er mir ein Gramm Heroin gebracht.

Meine Frage war: Sie haben Mike Geld geklaut, korrekt?

Nein, habe ich nicht.

Haben Sie Ihrer Mutter Besitztümer oder Geld gestohlen?

Das habe ich früher getan, ja.

Als Michael im Mai die Polizei rief...

Ich glaube, es war der 29. Mai 2015, wegen Ihres Verhaltens...

Ja, das habe ich auch gemacht.

Ich rief die Polizei an und sagte: "Michael wird mich umbringen."

Und dass ich Hilfe brauchte.

Okay.

Aber die Detectives haben nichts unternommen.

Und jetzt bin ich hier.

Können Sie sagen, was Sie am Morgen des 2. August getragen haben?

- Ich weiß nicht mehr. - Verstehe.

Wissen Sie noch, wie Sie sich angezogen haben?

Nein, weiß ich nicht.

Sie wissen nicht, wo Sie Drogen nahmen,

aber erinnern sich, dass es eine Art Badezimmer war?

Ich habe so viel durchgemacht, Sir,

ich erinnere mich an vieles nicht, was ich noch gern wüsste.

Kann man sagen, dass Ihr Trauma ihr Erinnerungsvermögen beeinflusst?

Ja.

Dass es Ihre Fähigkeit mindert, sich genau an Ereignisse zu erinnern?

Tut mir leid, können Sie das anders ausdrücken?

Würden Sie zustimmen,

dass aufgrund des erlittenen Traumas

Ihre Fähigkeit, sich an Ereignisse genau zu erinnern,

beeinträchtigt wurde?

Ich erinnere mich an die Ereignisse,

aber an die winzigen Details

erinnere ich mich nur schwer.

Sie müssen verstehen, am 2. August wurde ich in Brand gesteckt

und zu Boden geworfen.

Dabei wurden 95% meines Körpers verbrannt.

Ich verstehe. Worauf ich hinaus will...

Es fällt mir schwer, mich an alles zu erinnern,

was in dieser schrecklichen Beziehung passiert ist.

Ich verstehe. Ma'am, ich...

Danach dachte ich nur: "Das war furchtbar."

Es war übel. Ich wollte es nicht tun.

Ich war froh, als es vorbei war.

Ich hatte von Anfang an Mitleid mit ihr.

Ich hatte großes Mitleid mit ihr.

Ich kenne keinen, dem es nicht so ging.

Ich rede später mit Ihnen, okay?

Okay, danke, Warren.

Drei Stunden Kreuzverhör. Ich durfte nicht eingreifen.

Ich konnte nicht klopfen und nachgucken...

Ob es ihr gut ging.

Und als ich danach dort reinkam,

trat ich an die Seite ihres Bettes,

und sie packte mich, soweit ihr Körper ihr das erlaubte,

und...

Ihr ganzer verbrannter Körper zitterte einfach nur.

Ich weiß noch, wie sie weinte und weinte und zitterte und weinte.

Ich glaube, Judy bekam wieder Zweifel.

"Habe ich das verdient?

Bin ich so ein schlechter Mensch?"

Medizinisch hat es ihr definitiv geschadet.

Ich glaube, Judy hat uns gezeigt,

dass sie die Kämpfe und die Schmerzen leid war.

Aber sie hätte nie gesagt "Mom, ich gebe auf.

Ich will aufhören", weil sie wusste...

Sie wusste, wie mir das zusetzen würde.

Manchmal dachte ich, es wäre egoistisch von meiner Mutter,

denn sie wollte nicht, dass meine Schwester von uns geht.

Aber ich hatte das Gefühl, genug ist genug.

Ich erinnere mich, dass ich meine Eltern fragte,

warum man Menschen nicht einschläfert,

so wie man es mit Hunden macht.

Und warum sie meiner Schwester nicht die Dosis erhöhen konnten,

wo wir doch wussten, dass sie sterben würde.

Und sie haben mir gesagt,

dass sie nicht an einer Überdosis von Medikamenten sterben darf,

weil das Folgen für den Mordprozess hätte.

Nach fast 60 Operationen und zwei Jahren im Krankenhaus

wird Judy in ein Hospiz verlegt

und nicht länger medizinisch behandelt.

Ich sollte das unterschreiben.

Ich sagte: "Nein, ich unterschreibe keine Hospizdokumente."

Und Judy, mit einem...

Ihr Arm war amputiert worden, weil er bis zum Knochen verbrannt war...

Sie sagte "Mom, dann mache ich es", und sie setzte ein Kreuz.

Ich kenne meine Judy, normalerweise hätte sie...

Sie hätte sonst immer versucht, ihren Namen zu schreiben,

aber sie machte nur ein Kreuz und gab es ihnen zurück.

HOSPIZ

Judy Malinowskis Familie sagt, sie befinden sich am Scheideweg.

Es geht langsam bergab mit ihr.

Entweder müssen wir die Entscheidung in Gottes Hände legen,

oder sie erholt sich hoffentlich noch einmal davon.

Und dann können wir weitermachen.

Ich sagte: "Okay, Judy.

Ich halte deine Hand und hoffe, dass Jesus die andere nimmt."

Und...

Ich stand auf, nur für eine Sekunde.

Ich drehte mich um, ich ließ Judys Hand los,

ich drehte mich um, Judy atmete ganz normal...

Ich ging zu ihr, nahm ihre Hand, sah zu ihr,

Beth sah auch hin, und...

Ich meine, ich rede von Sekunden, sie war einfach...

Sie war fort.

Ich wollte nicht, dass sie stirbt.

Aber Gott wollte, dass sie geht.

Sie musste Lebewohl sagen.

Zu allen.

Ich weiß nur, sie war etwas Besonderes.

Wenn sie hier wäre, wäre ich wieder glücklich.

Alles in Ordnung, Mads?

Ich liebe dich.

Du darfst traurig sein.

Ein neues Kapitel im Kampf einer Familie um Gerechtigkeit.

Der Mann, der eine Frau verbrannte, steht vor Gericht.

Dieses Mal des Mordes angeklagt.

Michael Slager droht die Todesstrafe.

Michael William Slager, 17CR5335

Zwei Anklagen wegen schweren Mordes mit Tötungsabsicht.

Michael beharrte auf seiner Unschuld.

Er wollte einen Prozess.

Also sagte der Bundesstaat:

"Okay, wir fordern die Todesstrafe."

Trotzdem gab er nicht nach. Er wollte einen Prozess.

Kann man im Prozess gegen die Person aussagen,

die einen getötet haben soll?

Eine historische Entscheidung.

Wir wussten, wie schlimm es war. Die Jury sollte es nicht sehen.

Staatsanwalt Ron O'Brien nennt diesen Fall "beispiellos".

Die Verteidiger werden

zu verhindern versuchen,

dass die Zeugenaussage des Opfers dem Geschworenengericht

gezeigt wird.

Ich ging zu jeder einzelnen Anhörung.

Es gab sogar eine Anhörung, um zu entscheiden,

ob er im Gerichtssaal einen Anzug tragen darf.

Er war immer dort,

also sorgte ich dafür, dass ich auch immer da war,

weil ich glaubte, ich müsse für Judy dort sitzen.

Euer Ehren, das ist eine äußerst schwerwiegende Komplikation.

Zu Prozessen um die Todesstrafe sagt der Surpreme Court,

dass Gerichtsverfahren fairer werden müssen,

dass Mr. Slager mehr Rechtsschutz, nicht weniger, zusteht.

Das Recht des Angeklagten auf Gegenüberstellung

ist von größter Bedeutung,

aber der Angeklagte dieses Falls

hatte bereits Gelegenheit zur Gegenüberstellung

und zur Durchführung eines Kreuzverhörs.

Zwei Drittel der Aussage bestehen aus Kreuzverhör.

Danke, Gott.

Eine emotionale Debatte endet in einem wegweisenden Beschluss.

Die Geschworenen werden die Aussage von Judy Malinowski hören.

Wie Sie wissen, verzichtet er auf die Bestreitung der Straftat.

Wir haben gesagt, er muss sich schuldig bekennen.

Ja, ich habe das Gefühl,

Michael übernimmt für nichts Verantwortung.

Wir werden dem Richter Ihre Haltung klar machen.

Wenn wir hier fertig sind, melde ich mich bei Ihnen.

Machen Sie's gut, ich melde mich später.

Hey, Kumpel. Bist du traurig?

Dein Herz ist gebrochen?

Warum ist dein Herz gebrochen?

Wegen Judy?

Vermisst du Judy?

Ich vermisse Judy auch, aber weißt du was?

Wenn Mommy vor Gericht war und der Böse bestraft wurde,

wird es dir dann besser gehen, Baby?

Wenn man jemanden vertritt, den der Staat hinrichten will,

dann denkt man jede wache Minute über diesen Fall nach.

Ich glaubte, wenn es zum Prozess käme,

könnte es auf ein Todesurteil hinauslaufen.

Wir hatten schon früh den Staatsanwalt gebeten:

"Geben Sie uns was, machen Sie uns ein Angebot."

Aber Mike sagte: "Ich will kein Geständnis machen.

Ich habe es nicht wissentlich getan. Das mache ich nicht."

Also fingen wir an, Michael zu bearbeiten,

es sich doch zu überlegen.

Er verstand sich gut mit seiner Tochter.

Wir brachten sie her und bekamen die Erlaubnis des Richters

und die der Sheriffs,

dass sie sich mit ihm unterhalten durfte.

Sie sollte ihm nur sagen: "Papa, bitte stirb nicht."

Dieser Typ, der etwas Schlimmes getan hat,

trifft hier eine Entscheidung, die auch seine Kinder betrifft.

Das ist eine schwere Entscheidung.

Ich rufe euren Opa an.

Ich stelle ihn auf Lautsprecher.

Hey, ich habe den Mädchen noch nichts gesagt.

Ich dachte, du solltest es zur gleichen Zeit erfahren.

Ron O'Brien hat mich kontaktiert und mir mitgeteilt,

dass Michael bereit ist, sich schuldig zu bekennen.

Dafür hat Ron die ganze Zeit gekämpft.

Er würde lebenslänglich ohne Bewährung ins Gefängnis gehen.

Im Gegenzug wäre die Todesstrafe vom Tisch.

Ihre Aussage wird freigegeben und der Familie übergeben.

Ich sagte Ron, ich möchte,

dass sie gezeigt wird, wenn er sich schuldig bekennt.

Aber ob er das tut? Ich weiß nicht. Was meinst du?

Ja, nur weil er es jetzt sagt, heißt nicht, dass er es macht.

Mr. O'Brien sagt, die Chancen stehen 50/50,

dass er sich doch nicht schuldig bekennt...

Oh, sicher.

- Ich habe noch eine Frage. - Okay.

Also, er bekommt dann lebenslänglich ohne Bewährung.

Dürfte er dann noch Briefe an seine Familie schreiben?

- Geht das? - Ich denke schon, ja.

Aber er darf niemanden sehen oder rausgehen.

- Er darf Briefe schreiben. - Und er darf Besuch bekommen.

Aber es ist ohne Bewährung.

Das heißt, er darf nicht raus.

Aber seine Familie darf ihn besuchen.

Ja, das ist mies, weil du Mommy nicht besuchen kannst.

Ja, genau, es ist nicht fair.

Wenn wir einen Teil unserer Familie nicht mehr haben,

darf er seine auch nicht mehr sehen.

Aber das bringt unsere Familie nicht zurück.

Ja, aber so wäre es fair.

Lebenslänglich Knast macht ihm nichts,

er war ja schon oft genug im Knast.

Du willst die Todesstrafe, weil du wütend bist?

Nein, er verdient die Todesstrafe.

Du findest die Todesstrafe also gut?

Nicht in allen Fällen, aber in diesem schon.

Wenn er es fertigbringt, jemandem so was anzutun,

sollte das auch jemand mit ihm machen.

- Wer erzählt dir so was? - Das habe ich mir überlegt.

Ich finde, wir sollten uns darüber nicht in die Haare kriegen,

denn wer weiß, was er tun wird, und es liegt eh alles in Gottes Hand.

Gott hat schon alles entschieden.

Morgen steht die Juryauswahl in Michael Slagers Mordprozess an...

Laut Richter Guy Reece kam gestern Bewegung in den Prozess...

Die Anhörung wurde völlig unerwartet auf morgen früh angesetzt.

Himmlischer Vater, Sohn und Heiliger Geist, Amen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

- Amen. - Amen.

Setzen Sie sich.

Der Bundesstaat Ohio gegen Michael Slager,

Fallnummer 17CR5335.

Ich möchte Sie nun bitten, das Video abzuspielen.

Judy, wie steht es mit den Schmerzen, mit denen Sie leben?

Einspruch.

Ich habe jeden Tag schreckliche Schmerzen.

Ich...

Sie sagen, es wird mit der Zeit ein wenig besser, aber...

Wenn eine Sache heilt, beginnt eine andere, wehzutun.

So etwas würde ich niemandem wünschen.

Und...

Es ist beängstigend, sich so zu fühlen.

Und es ist auch schrecklich,

auf solche Weise entstellt zu sein.

Mein ganzer Körper tut weh.

Nichts daran ist okay.

Ich will kein Auge um Auge.

Ich will keine Bosheit. Ich will ihm nicht wehtun.

Ich habe gehört, dass er es nicht bedauert.

Ich möchte einfach verstehen, warum,

und wie es sein kann, dass er es nicht bedauert.

Es soll ihm leidtun.

Es soll ihm leidtun, weil sie ein Mensch war.

Judy, ich hätte gern, dass Sie zu Protokoll geben,

falls Sie daran sterben sollten und Mr. Slager verurteilt würde...

Sagen Sie dem zukünftigen Richter,

was Ihr Wunsch wäre, was mit Mr. Slager geschehen soll.

Er soll des Mordes angeklagt werden und lebenslänglich ins Gefängnis.

Ich glaube, das hat er verdient.

Okay. Danke, Judy.

Sie war gegen die Todesstrafe.

Und obwohl ich überzeugt bin, dass Michael Slager den Tod verdient,

war es ihr Recht, dem zuständigen Richter mitzuteilen,

welche Strafe sie für ihn wollte.

Für Michael war es eigentlich das Beste,

dass sie in ihrer Aussage diese Forderung gestellt hatte.

Und all diese Beschlüsse, gegen die wir so hart vorgingen,

haben ihm letztlich im Zusammenspiel

das Leben gerettet.

Wir sind hier fertig. Sie können es abschalten.

- Sir, worauf plädieren Sie... - Schuldig...

...in diesem Mord mit besonderer Schwere der Schuld?

Schuldig.

Ihnen ist bewusst, dass dies ein umfassendes Schuldeingeständnis ist?

Ja, Euer Ehren.

Sie werden den Rest Ihres Lebens im Gefängnis verbringen.

Lebenslange Haft ohne Bewährung

lautet das Urteil für den Mörder von Judy Malinowski.

Meine Mom hat mir gezeigt, dass man mit jedem fertig wird.

Malinowskis Wunsch wird erfüllt.

Slager entgeht der Todesstrafe, bekommt aber lebenslänglich.

Ob ich glaube, dass er unschuldig ist?

Nein.

Das kaufe ich ihm nicht ab.

Und einem Geschworenengericht könnte ich das auch kaum verkaufen.

Wäre meiner Familie so was passiert, wäre mir das Urteil nicht genug.

Es wäre nicht genug. Aber was wäre schon genug?

Es gibt Leute in diesem System, im System selbst,

die für Menschen wie Judy kämpfen.

Menschen, die keine Heiligen sind, die Fehler gemacht haben.

Ich bin stolz, dass sie, egal ob wir es gebraucht haben,

um den Fall zu gewinnen,

ihre Geschichte erzählen konnte und ihre Gerechtigkeit bekommen hat.

Guten Tag.

War es das richtige Urteil?

Ja, es war das richtige Urteil,

weil es das ist, was Judy gewollt hätte.

Wie wichtig war es Ihnen, das Wort "schuldig" von ihm zu hören?

Das hat die Verhandlungen sehr zäh gemacht,

denn ich konnte nichts anderes außer einem Schuldbekenntnis akzeptieren.

Es gab nur schuldig oder nicht schuldig.

Dazwischen gab es nichts.

Wenn ich schwere Zeiten durchlebe

Kommt Schwester Judy zu mir

Und spricht weise Worte Lass es geschehen

In meiner dunkelsten Stunde

Steht sie direkt vor mir

Und flüstert weise Worte Oh, lass es einfach geschehen

Ruhe in Frieden, Judy.

Ich weiß, dass Judy noch weiter kämpfen wollte.

Und, wie ich immer sage,

Judy bleibt als Heldin in unserer Erinnerung.

Sie will als Heldin in unserer Erinnerung bleiben.

Was hat er gesagt?

Was hat er gesagt?

Er meinte, das geht noch zehn Stunden.

Okay, das ist jetzt auf Band.

Oh, hey, alle zusammen. Wie geht's?

- Hey, Judy! - Hallo, zusammen!

Wir lieben euch!

Ohios Gesetzgeber verabschiedeten Judy's Law am 7. September 2017.

Es erweitert Haftstrafen für Täter, die ihre Opfer mutwillig entstellen.

Judys Stiftung hofft, das Gesetz im Jahr 2022 landesweit einzuführen.

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