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Original subtitles

Hilfe!

Zu Hilfe!

Hilfe!

WOMEN IN BLUE

Als der Beschuldigte eine Schusswaffe zog,

sah ich keinen anderen Ausweg, als zu schießen. Aus Notwehr.

Die Schüsse waren tödlich.

Comandante! Und Valentina Camacho?

- Wir wissen noch nicht, wo sie ist. - Lebt sie noch?

Hat das Programm der weiblichen Polizei sie in Lebensgefahr gebracht?

Schon gut, schon gut. Vielen Dank, Comandante Herrera.

Was denn? Ich bitte Sie...

Es ist für uns alle ein schwerer Tag.

Wir arbeiten daran.

Wir setzen jedes erforderliche Mittel ein.

Ich verspreche, ich werde nicht ruhen, bis unsere Kollegin wieder zu Hause ist.

Keine weiteren Fragen. Danke.

Wir müssen unsere Kollegin lebend finden. Die Beamtin Valentina Camacho.

Achten Sie besonders auf Parks, Flüsse und Abwasserkanäle, Gewässer...

Auf alles, was den Fundorten der übrigen Opfer ähnelt.

Informieren Sie Detective Lozano, Detective Díaz oder mich.

Na los! Beeilung!

Keine Sorge, María. Wir ruhen nicht, bis wir sie finden.

- Ist das seine leibliche Mutter? - Benitos Mutter, ja.

Diese Ermittlung hat euch zum Haus der Pflegemutter geführt?

Zum Teil. Der Rest ist im Keller.

Der Rest?

Das ist ja unglaublich.

Unglaublich.

Der Undresser hat Artikel 169 als Drohung gegen arbeitende Frauen eingesetzt.

- Also sind die Arbeitsstellen wichtig. - Davon sind wir überzeugt.

- Deshalb zog er ihnen die Uniformen aus. - Als Strafe.

- Genau. - Wie heißt du?

- Ich heiße Ángeles Cruz. - Gute Arbeit, Ángeles.

Guten Morgen.

- Haben Sie sie gefunden? - Wir arbeiten daran.

Ist Ihnen klar, was es bedeutet, wenn wir die junge Frau nicht finden?

Verstehen Sie, dass dann alle, die das Programm für einen Fehler hielten,

recht hätten?

Der Undresser hat gesagt, sie lebt. Ich werde...

Heldinnen wollten wir. Keine Opfer.

Das war Ihre Aufgabe, Emilio.

Ich will Ihnen etwas sagen:

Mein Vermächtnis soll nicht das gescheiterte Programm sein.

- Das wird es nicht. Ich sorge dafür... - Hören Sie gut zu.

Wird Valentina Camacho tot aufgefunden, klebt ihr Blut an Ihren Händen.

Und ich sorge höchstpersönlich dafür, dass alle Welt davon erfährt.

Er wirkte so normal.

Gabina, hör zu.

Du warst nicht die Erste, die dieses Schwein getäuscht hat.

Er folgte einem Muster, das er perfekt beherrschte.

Das Wasser.

Das Seil.

Die Uniformen.

Damals im Bus...

dachte ich:

"Was für ein Zufall.

Wie romantisch."

Aber es war alles geplant.

Sicher gehörte auch das zu seinem Muster.

Ich hab ihn dreimal im Bus gesehen. Aber er musste ihn nicht nehmen.

Er hätte ein Auto stehlen können,

wie das mit dem weißen Dach und den Kleinbus.

Aber er nahm den Bus, um mich und die anderen anzusprechen.

Das Revier ist hier. In der Nähe der Haltestelle.

Das könnte das Muster sein.

Vielleicht gibt es ein Muster, aber... Tut mir leid, ich sehe es nicht.

Zu viele Informationen. Wir müssen sie filtern.

Wohnorte der Opfer: raus.

Orte, wo sie öfter waren: raus.

Angehörige und Freunde: raus.

Die Arbeitsstellen der Opfer liegen alle an einer Haltestelle der Buslinie.

Der Undresser legte die Leichen nahe der Arbeit des nächsten Opfers ab.

Lucy lag beim Schwimmbad, in dem Nora arbeitete.

Nora war in der Nähe des Cafés, in dem Paola arbeitete.

Paola lag nahe bei Almas Schuhgeschäft...

und Alma ein paar Blocks vom Revier entfernt.

Ihm fehlten noch zwölf Stationen. Zwölf Opfer.

Die nächste Haltestelle ist Tacuba.

Díaz, Lozano. Wir suchen in der Umgebung von Tacuba.

Kommt.

Alle mal herhören!

Ab jetzt bringt ihr jede neue Information, jeden eingehenden Telefonanruf,

alles, was euch wichtig erscheint,

direkt zu den Polizistinnen. Capitán Romandía und sie sind zuständig.

- Verstanden? - Ja, Señor!

An die Arbeit!

María.

Da will dich jemand sprechen. Dringend.

Gehen wir. Wer denn?

Warum wolltet ihr zur Polizei?

Warum habt ihr nicht gehört?

Die beiden sind nicht schuld.

Könnt ihr nicht ein normales Leben führen?

Ein... Ein ruhiges Leben?

Ist das so schwer?

Schon gut, Luz.

Was unternehmt ihr, um sie zu finden?

Das ganze Revier sucht nach ihr.

Bevor er starb...

hat er gesagt...

Valentina sei am Leben.

Glaubst du einem Mörder?

Ich habe keine Wahl.

Wir werden sie finden.

Schwöre es mir.

Du bist...

die große Schwester.

Schwöre es mir.

Ich schwöre es.

Im Osten ist ein Brunnen. Ein Park mit einem Abflusskanal.

- Im Westen ist ein Hotel. Kommen. - Verstanden. Ihr habt sie gehört.

Díaz, zum Brunnen.

Du in den Park, ich ins Hotel. Bis gleich. Kommt!

Ihr sucht im Westen.

Wir suchen südlich des Sees.

Jedes Gewässer kann entscheidend sein, um unsere Kollegin zu finden. Los!

- Valentina! - Valentina!

Valentina!

Und?

Nichts, Señor.

Sucht weiter.

- Weitersuchen! - Kommt.

Tacuba ist nicht der einzige Halt.

Sie könnte woanders sein.

Der Logik nach müsste Valentina an der nächsten Haltestelle sein.

Denn er hatte ein Muster und ist nie davon abgewichen.

- Aber wir haben es durchkreuzt. - Und daraufhin hat er improvisiert.

Er hat Dinge plötzlich anders gemacht.

Er hat das Seil gekauft und nicht geknüpft.

Sie haben die Gegend abgesucht. Keine Spur von Valentina.

Wir könnten woanders suchen.

Es wäre logisch, gründlich bei einem Halt zu suchen,

bevor wir zum nächsten übergehen.

Tacuba, Girasol, Chinampas, José María Mata,

Melchor Ocampo, De la Viga, Virginia, Azcapotzalco.

Azcapotzalco.

Den Halt kenne ich.

Dort fand Benito die Leiche seiner Mutter.

- Da ist das Wasserwerk. - Wovon redet ihr?

Dort wurde Jacinta ermordet und dort fand Morales den Jungen.

Das kann kein Zufall sein.

Wir waren ihm auf der Spur. Ob er sein Muster geändert hat?

Selbst wenn er unter Druck war, warum sollte er sein Muster ändern?

- Das ergibt keinen Sinn. - Es ist eine emotionale Reaktion.

Er war verzweifelt.

Vielleicht wollte er seinem Vater nacheifern.

Seine Mutter am selben Ort töten

und sein Werk vollenden.

Hilfe! Zu Hilfe!

Zu Hilfe!

Hilfe!

Hilfe!

Gemach! Wartet!

Verdammt.

Valentina muss hier sein.

Valentina!

- Valentina! - Valentina!

Wenn er sein Muster durchbrochen hat, um den Mord an seiner Mutter zu kopieren,

könnte Valentina im Tank sein, in dem sie starb.

Verdammt, und welcher ist das?

37.

Tank 37!

- Sie ist hier. - Ja?

Sie ist gefesselt.

Ein Werkzeug oder irgendwas, um das Wasser abzulassen!

Valentina. He, aufwachen!

- Valentina! Valentina! - Hey!

- Wach auf! Valentina! - Valentina, rede mit mir!

Lasst mich mal, ich kann Erste Hilfe. María.

Bist du sicher?

Ganz sicher. Ich muss allein sein.

Aber...

Wenn was ist, bin ich für dich da. Ich bin in der Nähe.

- Sag einfach Bescheid, dann komme ich. - Danke.

Mach dir keine Sorgen. Wenn sie dich braucht, meldet sie sich.

Du wirst sehen, sie ruft an.

Danke, lass nur. Und wie geht es dir?

Ich wurde entlassen.

Was?

Cabos hat mich gestern Abend gefeuert.

Warum?

Das ist unwichtig. Entscheidend ist, was er mir gesagt hat.

An dem Abend, an dem wir bei ihm zum Essen waren,

hat seine Frau ihm nichts gesagt. Kein Wort davon, dass du Polizistin bist.

- Was? - Ja.

Nicht deshalb wurde ich nicht befördert. Der Grund war ich.

Im Ernst?

Ich habe es dir angelastet.

Ich habe dir die Schuld gegeben, Liebes.

Ich bereue nicht, was ich ihm gesagt habe.

Denn als er mir eröffnet hat, dass ich entlassen bin,

fühlte ich mich frei. Endlich wieder.

Ich hatte das Gefühl, ich könnte neu anfangen.

So wie du.

Oder?

Was ist?

Du warst so sicher, dass ich schuld war. So sicher, dass du...

- Ich weiß, ich hab schlimme Dinge gesagt. - Nicht nur gesagt.

Du solltest lieber gehen. Es ist schon spät.

Val.

"Unterschlagung amtlicher Dokumente,

Amtsanmaßung,

missbräuchliche Verwendung von Dienstmarken,

Behinderung der Justiz,

Zeugenbefragung ohne Genehmigung,

Fälschung eines Presseausweises,

Hausfriedensbruch,

Befehlsverweigerung gegenüber einem Vorgesetzten."

Diebstahl,

Lügen,

Manipulation,

Amtsmissbrauch.

Wir wollten niemanden hintergehen.

Aber uns wollten sie suspendieren, während sie selbst untätig waren.

- Wie sollten wir da unsere Arbeit machen? - Arbeit?

Was soll das denn heißen? Welche Arbeit? Ihr solltet nicht ermitteln.

Eure Aufgabe war es zu lächeln.

Für Fotos zu posieren, Touristen zu begrüßen.

Was ist daran so schwer zu verstehen?

Ich muss zugeben...

ihr habt Resultate erzielt, wenn auch unrechtmäßig.

Aber wie sollen uns die Leute vertrauen,

wenn nicht mal die ersten Polizistinnen arbeiten, ohne das Gesetz zu brechen?

Ich hab mit dem Staatsanwalt geredet.

Er will ein Exempel an euch statuieren.

- Vier Jahre Haft. - Was?

Aber ich bin ein Mensch, der an zweite Chancen glaubt.

Ich habe ihn davon überzeugt, euch nicht anzuklagen.

Nur eins noch.

Ich brauche eure Unterschriften...

auf diesem Dokument.

Damit bestätigt ihr, dass ihr nicht beteiligt wart an der Ermittlung

oder der Festnahme des Undressers von Tlalpan.

Wenn eine von euch etwas sagt, das gegen dieses Dokument verstößt,

landet ihr alle vier...

im Gefängnis.

Verdammte Scheiße! Die können uns am Arsch lecken!

Die Leute müssen das doch erfahren. Kämpfen wir dafür.

Wir könnten uns an die Medien wenden.

Nein.

Wieso nicht, Valentina?

Du hattest recht. Die Polizei ist korrupt! Widerlich!

Sie werden das ganze Land belügen.

Wir müssen kämpfen. Sie müssen die Wahrheit sagen.

Marías Kinder dürfen ihre Mutter nicht verlieren.

Die haben schon vor Langem gewonnen.

Unterschreib einfach.

Wir unternehmen gar nichts?

Wofür habt ihr so viel riskiert? Soll es keiner erfahren?

Wir haben es getan, damit der Undresser aufhört.

Das ist uns gelungen.

Begonnen hat alles an unserem ersten Tag im Santiago-Park.

Als wir einen vermissten Hund suchten, fanden wir die Leiche von Paola Machado.

Das Opfer Nummer sechs des Undressers von Tlalpan.

Es ist idiotisch, was sie ihnen antun.

- Dachtest du, die unternehmen nichts? - Nein.

Aber du hast es doch auch gesehen.

Hast du je eine bessere Ermittlungstafel gesehen?

- Nein, ehrlich gesagt nicht. - Ja und? Es ist doch so.

- Ohne sie liefe das Schwein noch rum. - Es könnte schlechter für sie laufen.

Escobedo weiß, was sie geleistet haben.

Deshalb weist er ihnen einen Ausweg und klagt sie nicht an.

- Ich finde das nicht gut. - Ich auch nicht.

Aber was soll ich tun, verdammt?

Bleibst du da stehen oder kommst du rein?

Papa.

- Ich will den Dienst quittieren. - Lass die blöden Scherze.

Ich hätte nie Polizist werden dürfen.

Das weißt du.

Ich habe nie was gesagt.

Ich kam her und dachte, ich gewöhne mich daran.

Aber so war's nicht.

In den letzten Wochen habe ich beobachtet, wie Gabina um die Gunst der Familie rang.

Einer Familie, die sie abstraft, weil sie froh ist, Polizistin zu sein.

Du verdienst diese Ehre nicht. Es ist eine Schande, was hier vorgeht.

Gabina hatte schon immer mehr Mumm als du.

Es fällt mir nicht leicht, euch das zu sagen.

Die weibliche Polizeieinheit wird offiziell aufgelöst.

- Wie? - Warum?

- Befehl von oben. - Nein, hören Sie? Nein.

Wir haben alle Ihre Forderungen erfüllt, und noch mehr.

Wir gehen zur Frau des Präsidenten und sagen es ihr.

Sie hat es angeordnet.

Morgen Mittag werden wir es der Presse bekannt geben.

Es tut mir wirklich leid.

An die Arbeit, Leute. Kommt.

Val.

- Wie spät ist es? - Es ist noch früh.

Ich hätte sie retten können.

Wen?

Natalia.

Was wird man über Mama sagen?

Über Papa?

- Oder über mich? - Aber es hat doch nichts mit euch zu tun.

Denk an Valentina. Sie ist 12.

- Was für ein Vorbild bist du? - Nein.

Lass Valentina aus dem Spiel. Sie ist viel klüger, als du denkst.

Ich will nur das Beste für dich. Auch wenn du das nicht siehst.

Aber du bekommst kein uneheliches Kind.

Nein.

- Ich werde gar kein Kind bekommen, basta. - Bist du verrückt?

Ich kann frei entscheiden, was ich tun will.

Wenn du das nicht verstehst, ist es dein Problem.

Du willst frei sein?

Okay.

Steig aus meinem Auto aus. Raus.

- Ich hasse dich! - Ich dich auch.

Ich konnte sie nicht verstehen.

Sie wirklich verstehen.

Das soll mir mit dir nicht wieder so gehen.

Ich will nicht, dass du dich änderst.

Du bist perfekt.

Ich hab dich lieb, Valita.

Ich hab dich lieb.

Wir waren im Lecumberri-Gefängnis, um mit Goyo Cadenas zu sprechen.

Vielleicht konnte ein Mörder die Psyche eines anderen Mörders verstehen?

Und?

Das wird nicht nur das Image der Polizei verändern, Herr Präsident,

sondern das gesamte Justizsystem von Mexiko.

Heute ist ein neuer Tag für Mexico City,

denn der Undresser von Tlalpan ist tot

und Valentina Camacho ist wieder bei ihrer Familie.

Wem ist das zu verdanken?

Den tapferen Männern in Blau,

die unter meiner Leitung eine Ermittlung durchgeführt haben,

die einem hochkarätigen Kriminalroman entstammen könnte.

Ich möchte einem Menschen meinen ganz besonderen Dank aussprechen,

ohne den der Undresser von Tlalpan noch immer erbarmungslos morden würde.

Es handelt sich um den Bürger Goyo Cadenas,

der uns aus seiner Zelle im Schwarzen Palast von Lecumberri

entscheidend geholfen hat, Valentina Camachos Leben zu retten.

Während seiner Haft erwarb er die Zulassung als Rechtsanwalt.

Er wurde Ehemann und Vater von drei Kindern

und seit Neuestem auch Polizeibeamter ehrenhalber.

Zum Dank wurde er vom Präsidenten begnadigt.

Heute vor 30 Jahren kam er als Krimineller ins Lecumberri-Gefängnis.

Und heute verlässt er es als Held.

Meine Freilassung sagt viel über das Land aus, in dem ich lebe.

Sie zeigt, dass Menschen wie ich die Chance verdienen,

sich zu ändern.

Zu guter Letzt kann ich nicht Platz nehmen,

ohne einem wichtigen Menschen zu danken,

der diese grundlegende Veränderung in meinem Leben ermöglicht hat.

Ich meine...

den Präsidenten der Republik Mexiko, Luis Echeverría Álvarez.

Die bejubeln lieber einen Mörder als eine Frau.

Na ja, es könnte schlimmer sein.

Wir könnten in der Zelle sitzen, die er verlassen hat.

Gleich hab ich dich!

- Alejandro. - Hallo.

Wir waren uns doch einig, dass du...

Entschuldige. Ich weiß, dass ich vorher anrufen muss.

- Papa! - Nur zwei Minuten.

Hallo! Alles in Ordnung? Wie geht es dir?

- Hallo! - Papa.

Das ist für dich.

- Danke. - Lass es mich aufmachen.

DIE ABENTEUER DES DETEKTIVS MURRIETA

Schau dir die erste Seite an.

"Für Detective María.

Hören Sie nie auf, die Wahrheit zu suchen. Herzlich, Daniel Jacobos".

- Sind das nur Bücher? - Nein, Schatz.

Viel mehr als das.

- Darf ich eins lesen? - Natürlich, du kannst sie alle lesen.

Lasst ihr euren Vater und mich kurz allein? Verabschiedet euch.

- Hab dich lieb. - Tschüss.

Das Programm der weiblichen Polizei wurde eingestellt.

- Nach allem, was ihr geleistet habt? - Genau deshalb.

Ehrlich gesagt... Ich weiß nicht, was ich tun werde.

Aber ich weiß, ich will allein sein.

Danke hierfür.

Das war sehr aufmerksam von dir.

Aber es ist nicht nötig, dass du mir Geschenke machst, Alejandro, oder...

versuchst, mich zurückzuerobern.

Ich brauche Zeit.

Ich werde herausfinden, wie es für mich weitergeht.

Aber allein.

Das verstehe ich.

Und...

Und das respektiere ich.

Nimm dir Zeit.

Ich werde dich nicht belästigen.

Sicher nicht.

Und jetzt gehe ich.

Danke, Schwesterherz.

Dein Mittagessen.

- Danke. - Gabriel hat es gekocht.

Dann ist es bestimmt lecker, oder?

Ja.

Ángeles, meine Liebe, ist dein Freund schon da?

Don Lule, das ist Gabriel, von dem ich Ihnen erzählt habe.

- Wir waren neulich zum Essen hier. - Ich erinnere mich. Hallo.

- Hallo, wie geht's? - Freut mich.

Hol dir eine Schürze, damit wir anfangen können.

- Was? - Hast du nichts gesagt?

Ich wusste nicht, wann ich ihn damit überraschen sollte.

Was für eine Überraschung?

Don Lule gibt dir Arbeit in der Küche. Das war die Überraschung.

Überraschung.

Im Ernst?

Ich gehe mal, dann könnt ihr das klären.

- Sehen wir uns in der Küche? - Ja, Señor.

Das hast du für mich getan?

Das tun Freundinnen für ihre Freunde. Sie helfen ihnen.

Wir könnten uns auch küssen.

Gabriel, bist du so weit?

Don Lule wartet auf mich.

- Hier, deine Schürze. - Danke.

Dann fangen wir da drüben an.

Konntet ihr Verbrecher fangen, Tante?

Eigentlich nur einen.

- War er sehr böse? - Ja, sehr.

Aber ihr wart zu viert und er war nur einer, oder?

Genau.

Wenn der Mann so böse war und ihr ihn geschnappt habt,

- warum seid ihr keine Polizistinnen mehr? - Die Regierung braucht uns nicht mehr.

Aber das ist nicht fair.

Nein, ist es nicht.

Warum machst du nicht eine deiner Demos?

Weil es damit nicht getan ist.

Die Regierung will nur gut dastehen.

Um fair oder unfair haben sie sich noch nie geschert.

Sie wollen nur fotografiert werden und hören, dass sie unglaublich toll sind.

Tante?

Danke für die freundlichen Worte, Compañera Castellanos.

Es stimmt, der Undresser ist tot

und das Land kann ruhiger schlafen.

Aber was passiert morgen?

Sind wir als Regierung bereit dazu,

unsere Töchter, Schwestern, unsere Mütter auf die Straße zu schicken,

um es mit Ungeheuern wie dem Undresser aufzunehmen?

In Momenten wie diesem

müssen wir uns fragen, was das Beste für unsere Bürger ist,

und entsprechend handeln.

Deshalb möchte ich Ihnen mitteilen...

- Denk dran, ihr habt unterschrieben. - Das ist mir bewusst.

Compañeros...

es ist mir eine große Ehre, Ihnen Valentina Camacho vorzustellen.

Vielen Dank, Compañera María Esther.

Ich möchte zuerst allen danken, die an meiner Rettung beteiligt waren.

Ich verdanke ihnen mein Leben.

Und nun möchte ich mich an all jene wenden, die denken,

weil ich in Gefahr war, müsse das Programm der weiblichen Polizei verschwinden.

Was mir passiert ist, hätte jeder passieren können.

Aber das darf kein Vorwand sein, um Frauen von der Polizei fernzuhalten.

Wir haben viel geopfert, um hier vor Ihnen zu stehen und diese Chance zu haben.

Viele von uns haben die Unterstützung ihrer Familien verloren.

Wenn wir sie je hatten.

Wir haben wichtige Momente mit unseren Liebsten geopfert,

mit unseren Partnern, unseren Kindern.

Und wissen Sie was?

Das war es wert, denn das ist der Preis dafür,

die Ehre zu haben, eine Polizeimarke zu tragen und unserem Land zu dienen.

Nach unserer Prüfung haben Sie gesagt, wir gehörten zum Besten dieser Stadt.

Sie haben sich nicht geirrt.

Ich könnte das nie über mich sagen, aber ganz gewiss

über diese 15 Frauen, die vor Ihnen stehen.

Im Namen der 16 Polizistinnen

möchte ich Ihnen danken, weil Sie sich nie von uns abgewendet haben.

Ich versichere Ihnen, Ihren Einsatz für uns wird man nie vergessen.

Wir werden Sie nie enttäuschen.

Vielen Dank.

Auch ich enttäusche Sie nicht.

Beamtin Camacho.

Danke.

Ich hatte die andere Tür nicht überprüft, die war offen.

Der Täter schlich fort, machte die Tür auf und rannte einfach davon.

Also dann...

Ich muss gehen, aber...

aber bevor ich mich verabschiede, möchte ich um einen Moment Ruhe bitten.

- María, stehst du bitte auf? - Na, da schau her!

Steh auf.

María de la Torre,

du hast gelernt, mit Führungsstärke, Ehre und Tapferkeit

deine Aufgabe zu erfüllen. Ich überreiche dir...

Herzlichen Glückwunsch, Leutnant María de la Torre.

- Bravo! - Bravo!

- Danke, Capitán. - Ich gratuliere.

- Dann eine gute Nacht. - Danke.

- Gute Nacht. - Gute Nacht.

Ihr habt euch wieder seltsam verhalten, aber ich glaube, ich weiß jetzt, warum.

Ich glaube, das wissen wir alle.

Ich hab mit ihm geredet. Er ist ein toller Mann, aber ich will keine Beziehung.

Welche Frau braucht einen Mann, wenn sie solche Kolleginnen hat?

- Das verdanken wir dir. - Was?

Wie "was"? Du hast so viel für uns getan.

Und vor allem, wie, Val.

Ich habe dich noch nie so reden gehört...

Ich weiß nicht, mit so viel Überzeugung.

Ich kriege noch immer Gänsehaut.

- Ich habe einen Freund. - Was?

Entschuldigt, ich wollte nicht vom Thema ablenken.

Ich wollte es sagen, aber ich wusste nicht, wann.

Sieh mal an.

Ein stilles Wasser, aber angelt sich einen Freund.

Ich hab mir 'nen Freund geangelt.

Und Freundinnen.

Ich hab Freundinnen.

Guten Morgen.

Es ist schön, in den Himmel zu schauen, was?

Ich hatte mich daran gewöhnt...

ihn mir an der Decke meiner Zelle vorzustellen.

Man gewöhnt sich an fast alles. Es ist unglaublich.

Jetzt etwa daran, ein Familienvater zu sein.

Meine Frau schnarcht wie ein krankes Tier.

Was tun Sie hier?

Ich bin gekommen, um Ihnen persönlich zu gratulieren.

Sie haben ihn erwischt.

Na ja, und ihn getötet.

Aber egal.

Und die Polizei hat Sie alle nie erwähnt. Nicht ein einziges Mal.

Wir wissen, was wir getan haben. Das reicht.

Die Polizei in diesem Land

wird nie zulassen, dass Sie Ihr wahres Potenzial entfalten, María.

Glauben Sie mir. Die haben mir 30 Jahre meines Lebens genommen.

Und ohne Sie wären es noch mehr gewesen.

Nein, ich habe nicht...

- Doch. - Nein, ich habe nichts getan.

Die Frage ist nun...

Wie geht es für uns weiter?

Wissen Sie...

All die Jahre, die ich in Lecumberri eingesperrt war,

was habe ich da Geschichten gelesen!

Tausende von Geschichten.

Und da ist vor allem eine, die mir immer wieder durch den Kopf geht,

jetzt, da ich draußen bin.

Die Geschichte handelt von einem jungen Mann, der voller Wut ist,

weil ihm schreckliches Unrecht angetan wurde.

Er geht zu seinem Großvater und fragt ihn, was er tun und wie er reagieren soll.

Da sagt der Großvater:

"Weißt du, mein Junge,

in jedem Menschen leben zwei Wölfe.

Ein Wolf steht für das Böse, für Hass, Eifersucht und Zorn.

Der andere Wolf steht für Frieden, Liebe und Großzügigkeit.

Und sie führen unaufhörlich einen erbitterten Krieg gegeneinander."

Da fragt der Enkel seinen Großvater:

"Wer gewinnt?"

Wissen Sie, was er geantwortet hat?

Nein.

"Der, den du fütterst."

Wissen Sie, ich fühle mich wie dieser Junge.

Einerseits ist es eine große Genugtuung für mich, Ihnen geholfen zu haben.

Gleichzeitig empfinde ich aber auch solchen Hass.

Ich spüre eine tiefe Dunkelheit...

die mich ruft.

Die mich mitreißt.

Was davon soll ich nähren, María?

Das, was Ihnen Ihre Freiheit gebracht hat.

Das, was einen Mörder gestellt und meine Schwester gerettet hat.

Ob das die beste Version von mir ist?

Die Zeit wird es zeigen.

WOMEN IN BLUE

Untertitel: Ursula Bachhausen

FFS-Subtitling GmbH

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