All language subtitles for Perfume.S01E03.Synthese.720p.NF.WEB-DL.DDP5.1.x264-MZABI_ger

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Original subtitles

[Moritz] Manche Stoffe vermischt man miteinander,

ohne dass etwas passiert.

Und es gibt Stoffe, die wahrhaft aufeinander reagieren,

wenn sie zusammenkommen.

Nach der chemischen Synthese ist es unmöglich,

die Stoffe in ihrer Ursprungsform

durch physikalische Methoden wiederzugewinnen.

[Mädchenstimme von drinnen]

"Es gibt Männer mit riesigen Penissen, die sehr schlechte Liebhaber sind,

während andere mit kleinem Penis eine Frau sehr gut sexuell befriedigen können."

-Äh... -Dreh mal um einmal.

Lies mal...

...das mit dem Kitzler.

"Kitzler stimulieren, wie geht das?

Alexander, 15:

'Ich möchte gerne den Kitzler meiner Freundin stimulieren,

weiß aber nicht, wie das geht.'"

Und wie geht das?

"Lieber Alexander,

der Kitzler liegt unterhalb des Schambeins.

Für ein Mädchen kann es sehr angenehm sein, wenn du..."

Ich weiß, wie das geht.

Alter, nicht abgucken.

[Moritz] Synthese ist die Zusammenfügung von etwas,

was nicht zusammengehört,

zu etwas ganz Neuem.

Es ist die Schöpfung.

Synthese ist das Wesen der Liebe.

Was wäre ein Parfum ohne Synthese?

[dumpfes Dröhnen]

[düster-monotones Dröhnen]

[Brettschneider] Was ist mit dem Köter da?

Holy fucking shit.

Sind das dieselben Schnitte wie beim Mordopfer?

Erst der Hund, dann vielleicht der Junge und jetzt eine Frau.

Nach 20 Jahren?

Warum die lange Pause?

Wenn es keiner von den fünfen war,

war's vielleicht jemand, der länger gesessen hat.

Totschlag, schwere Vergewaltigung, so was.

Oder es gibt weitere Opfer, von denen wir nichts wissen.

Wir brauchen eine Liste von allen entlassenen Straftätern,

die in den 90ern gesessen haben, NRW und darüber hinaus.

Nadja.

Auch wenn du recht hattest, reiß dich zusammen.

Was glaubst du, sagen die Kollegen, wenn ich all deine Alleingänge durchwinke?

Dass wir eine Affäre haben.

Und was meinst du, wie das meine Position schwächt?

Auf der Arbeit oder zu Hause?

Nur die paar Jahre, bis die Kinder alt genug sind,

die müssen wir noch durchhalten.

Und wenn sie wieder schwanger wird?

[ernste Musik]

Hey.

Roman.

Ich hab's falsch gemacht.

Hast du verstanden, dass jemand wie du niemals das Sorgerecht für Magda bekäme?

Ja.

Gut.

[bedrückende Musik]

[Hubschrauberlärm]

[Radio] Es ist eine Tat, die schockiert.

Ob der Täter aus dem persönlichen Umfeld der Sängerin kam,

lässt die Polizei weiterhin offen.

Zur Stunde wird mit einem Hubschrauber und einem Großaufgebot

ein weitläufiges Gebiet zwischen Kleve, Nijmegen und Goch

von der Polizei durchkämmt.

"Wir befragen mögliche Kontaktpersonen

und gehen einigen Hinweisen aus der Bevölkerung nach",

sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion auf Anfrage.

"Aktuell gibt es keine konkreten Hinweise, die Suche läuft aber weiter",

fasst sie den Ermittlungsstand zusammen.

[K] ♪ Ich sag, die Scham wird gehen ♪

♪ Also zieh dich endlich aus ♪

♪ Fang an, zu dem zu stehen ♪

♪ Was du willst und heimlich brauchst ♪

♪ Treib es bunt, leb die Ekstase ♪

♪ Aber laber nicht ♪

♪ Ich weiß, die Angst wird gehen ♪

♪ Wenn du erst richtig blutest ♪

♪ Vergiss, wo Grenzen stehen ♪

♪ Es bleiben keine Skrupel ♪

♪ Also springen und versagen ♪

♪ Lass die Füße Von der Erde nicht mehr zwingen ♪

♪ Kein Verzagen Schlag die Grenzen weg und werde ♪

♪ Schlag die Grenzen weg und werde ♪

♪ Schlag die Grenzen weg und werde ♪

-[Junge] Bravo! -[Jubel]

[Popmusik]

[Mann] Katharina kam immer zum Internat.

Nicht dass ich sie groß beachtet hätte.

Ich habe nie mit ihr gesprochen.

Das war eine spontane Entscheidung, zu der Beerdigung zu fahren,

als ich es gehört hatte.

Das hübsche Mädchen, das ich in der Erinnerung hatte,

und dann dieser brutale Tod.

Sie haben da was.

Die Katze.

-Bitte schön. -Danke.

Schwangere Katzen, die...

...werden zu Tigerinnen.

-Geben Sie mir das. -Ja.

Hatten Sie später Kontakt zu Katharina?

Ich bin ein verheirateter Mann.

Leiter eines katholischen Internats. Warum sollte ich?

Ja, warum?

[Köhler] Erinnern Sie sich an einen Schüler Merten Brodmann?

Ja, natürlich. Das mit Merten, das war eine schreckliche Sache.

Das hat mich fast die Karriere gekostet.

Aber dann war man doch gnädig.

Warum?

Wegen meiner Erkrankung.

Krebs.

Ich hatte zehn Jahre damit zu tun.

Rückfälle.

Aber dann hat man mir doch meinen Posten wiedergegeben.

Und jetzt sind Sie wieder ganz gesund?

Hm... ja,

die letzten Jahre ging es mir gut.

Ein schöner Hund.

Ja, ich habe immer nur diese Rasse.

Ist mal einer Ihrer Hunde verschwunden?

Ja.

Woher wissen Sie das?

[monotone Musik]

Hey.

Was suchst du denn hier?

Lass mich in Ruhe, du Arschloch.

Bist du allein?

Brauchst du Hilfe?

Nö.

Wie heißt du?

Angelina Jolie.

Ein Star wie du verschwindet hier mal besser.

Kauf mir 'nen Döner, wenn du ein Fan bist.

Was hängst du denn hier so alleine rum?

Geht dich nichts an.

[Zahnlos] Wenn Butsche sich was in den Kopf setzt…

Natürlich will ich mal mit einer Frau schlafen.

-Aber es klappt sowieso nicht. -[Therapeutin] "Es klappt sowieso nicht."

-Ist dieser Gedanke hilfreich für Sie? -Nein, natürlich nicht, aber...

Das Schlimme ist, wie sie mich verachten wird,

wenn sie merkt, dass ich nicht mal dazu in der Lage bin.

Nun, ich weiß ebenso von Ihren Erektionsstörungen.

Und verachte ich Sie deswegen?

Nein.

Aber Sie sind ja keine richtige Frau.

Ich meine, natürlich sind Sie eine, aber...

...ich kann Sie ja noch nicht mal sehen.

Butsche hat es schon mal versucht.

Mit Katharina, vor 20 Jahren.

Da haben sie mich alle ausgelacht.

Das will ich nie wieder.

Dann gehen Sie nicht.

Ich will Elena sehen.

Und dann ist da noch diese...

...kleine dumme Hoffnung,

dass Butsche es diesmal hinkriegt mit mir.

Dass Sie es hinkriegen, meinen Sie.

Das klingt doch schon viel besser.

Es könnte sein,

dass Sie es hinkriegen.

Es könnte sein, dass ich es hinkriege.

Es könnte sein, dass Sie es hinkriegen. Wiederholen Sie das ruhig.

Es könnte sein,

dass ich es hinkriege.

Es könnte sein,

dass ich es hinkriege.

Es könnte sein...

[Schlagermusik]

♪ Der merkt, wenn dich der Teufel reitet Bist du erst in deinem Element ♪

♪ Du gehst mit andern Freunden aus Und rufst um vier bei mir zu Hause an ♪

♪ Du weißt, dass ich vor Eifersucht ♪

♪ Den Rest der Nacht Nicht weiterschlafen kann ♪

♪ Wie der Teufel es will Ich bin so verliebt ♪

-♪ Maria Magdalena ♪ -[Zuschauer singen mit]

♪ Ich hab niemals geglaubt Dass es so was gibt, mmh ♪

♪ Maria Magdalena ♪

♪ Wie der Teufel es will Ich bin so verliebt ♪

Komm mal mit.

♪ Maria Magdalena ♪

♪ Alles an dir, einfach alles an dir ♪

♪ Passt so gut zu mir ♪

♪ Die Launen, die du hast ♪

♪ Die hat ansonsten nur Ein wirklich großer Star ♪

♪ Was du von mir am Abend willst Ist morgens noch ganz unberechenbar ♪

♪ Und weil du einfach anders bist Als all die anderen Mädchen auf der Welt ♪

[Musik übertönt das Gespräch]

♪ Hab ich mich notgedrungen Mittlerweile auf den Zufall eingestellt ♪

Jetzt alle!

[alle] ♪ Wie der Teufel es will Ich bin so verliebt ♪

♪ Maria Magdalena ♪

♪ Ich hab niemals geglaubt Dass es so was gibt, mmh ♪

♪ Maria Magdalena ♪

♪ Wie der Teufel es will Du bist ganz mein Typ ♪

[heiser] ♪ Maria Magdalena ♪

♪ Alles an dir, einfach alles an dir ♪

♪ Passt so gut zu mir ♪

♪ Maria Magdalena ♪ Huh!

Es tut mir leid, Roman.

Alles gut.

[melancholische Musik]

Wie siehst du aus?

Lippenstift.

Habt ihr irgendwo meine Uhr gefunden? Golden, echt teuer.

Ich kann mal nachsehen.

Habt ihr schon mit der Polizei gesprochen, denen von früher erzählt?

Ja, ich erzähle denen alles, was die wissen wollen, Roman.

Ich erzähle ihnen von dieser Scheißidee, die du damals hattest.

Hast du das gar nicht erzählt, Roman?

Ich dachte, wegen der Art, wie K ermordet wurde,

hattest du der Polizei erzählt...

Aber das... muss man ja vielleicht auch gar nicht sagen.

-Wenn's keiner von uns war. -Wenn's keiner von uns war.

Sie werden jeden von uns verdächtigen.

Na und, Roman? Ich verdächtige auch jeden von euch.

-[Butsche] Auch Zahni? -[Moritz] Auch Zahni, ja.

Am besten erzählen wir alles.

[Moritz] Ach. Wirklich?

Alles?

Elena.

-Hm? -Was sagst denn du dazu?

Ich sage, ich... ich möchte jetzt tanzen.

-Die Dame will tanzen. Los. -[Elena] Los.

-Ich kann nicht tanzen. -Zahnlos, du tanzt jetzt!

[Rockmusik]

Wow.

Ich werde niemals von Roman wegkommen.

Außer er stirbt.

Ja.

Das kann man ja nicht mit ansehen.

[Rockmusik]

-[Moritz] Locker machen. -[Butsche] Lockern.

-Und so, jetzt, eins... zwei... drei. -Mann.

-Das hättest du wissen müssen. -Was ist los?

Was ist los mit dir?

Hey, ihr verpasst eine Entjungferungszeremonie.

-[Roman] Habe ich genug mitbekommen. -Butsche versteht das nicht.

-Wir machen das nach traditioneller Weise. -Tschüss.

Lass meine Frau in Ruhe, oder ich mache dich fertig!

Was willst du machen, hm?

Glaub mir, ist ganz einfach.

Komm.

Ganz einfach.

Lass dich nicht unterkriegen von dem Wichser.

So, und wir drei?

Wie?

[Lounge-Musik]

[Zahnlos] Butsche. Nein! In dem Moment... Ich... Nach K kann ich nicht.

Das hat doch keinen Zweck.

Du hast noch nicht meine beste Stute ausprobiert.

-[Zahnlos] Ich will keine Stute. -Sei doch nicht so ein Spielverderber.

-[Butsche] Perle! -Butsche!

-Hier ist ein Lover! -Ich sage alles der Polizei!

Komm.

Ah... [er lacht]

[Tür wird abgeschlossen]

Guten Tag, äh...

Tut mir leid, meine Freunde denken wohl, ich feiere eine Art Junggesellenabschied.

Dabei habe ich heute nur Geburtstag.

Aber das wissen die nicht. Das weiß keiner.

Wissen Sie,

wenn Sie wollen, könnten wir auch einfach nur was trinken.

Die haben doch Champagner in so Häusern.

Irrsinnig teuren Champagner, den trinken wir, ich bezahle das,

und dann lasse ich Sie allein.

Sie haben doch sicher genug von alldem.

Du hast ja schon jetzt einen Ständer.

-Ja, aber der geht auch gleich wieder weg. -Aha.

Und... des...wegen...

Das sieht ja ekelhaft aus.

Wie die Beine von meinem Opa, bevor ihm die Krampfadern gezogen wurden.

Mach das weg.

Entschuldigung, aber es geht nicht weg.

Ich könnte auch hier allein...

Wichs mir ja nicht mein schönes Bett voll, Gartenzwerg.

Wenn Sie ihn in sich aufnehmen, dann wird es wahrscheinlich weggehen.

Das ist immer so.

Das kann man ja nicht ansehen.

-Das ist ja immer noch da. -Ah.

Ah... Nein.

Ah. Ah! [stöhnt]

-Das, das geht schon von selbst. -Ich werde dir gleich "von selbst".

[stöhnt zunehmend lauter]

Entschuldigen Sie bitte.

[seufzt befriedigt]

Huh...

[Köhler] Was ist mit dem?

Impotenz, Lustlosigkeit.

Das sind ganz normale Folgen einer Krebserkrankung

und einer chemotherapeutischen Behandlung.

Brettschneider,

lassen Sie das mal.

Wenn es der Direktor war, dann würde das die lange Pause erklären.

Und sein Hund verschwand in dem Sommer, kurz bevor Merten vermisst wurde.

Gibt's noch was?

Ja.

Die Fotos haben wir gefunden in Katharina Läufers Haus.

Alte, neue, nichts Besonderes.

[Handysignal]

Ein Foto von Elena aus der Internatszeit, auf dem sie in ein Buch schreibt.

-Vielleicht hat sie ja Tagebuch geführt. -Gut, darum kümmern wir uns morgen früh.

Gute Nacht.

[Gitarrenmusik]

Hast du heute noch eine Verhaftung geplant?

Wieso hast du eigentlich keinen Rock an?

Lass das.

Das klappt so nicht.

Es ist eine lange Fahrt bis ans Meer.

Gib mal deine Hand.

-[Klicken] -Und die andere.

Und die andere... und die andere

auf den Rücken.

Du weißt doch, wie das geht. So.

Die Staatsanwaltschaft ist Herrin des Verfahrens.

Bist du jetzt total übergeschnappt?

Bin gespannt, wie lange du das durchhältst.

Bin gespannt, bei wie viel Kilometern du aufgibst.

[Gitarrenmusik]

[sie atmet erregt]

[sie atmet heftiger]

Ich habe mir oft vorgestellt, wie er sein könnte.

Reich, klug, schön.

Ein Vater, der zu jedem Elternabend kommt,

der streng ist, wenn man keine Hausaufgaben macht.

Du weißt nicht einmal, wer er ist?

Ich hab's später über die Geburtsurkunde rausgekriegt.

Habe ihm geschrieben, ein Treffen vorgeschlagen.

Und?

Er kam nicht. Er war wohl zu beschäftigt.

Darüber reden wir dann noch mal

in 1000 Kilometern.

Komm, schlaf in meinem Arm.

[Klopfen]

[er lacht]

-Wie hat er sich angestellt? -Pff...

Was ist das?

Ein Ausrutscher von vor 12 Jahren.

Das ist deine Tochter?

Komm mal her, Elsie.

Ich kann Elsie nicht den ganzen Tag allein lassen.

Die macht Unsinn.

Deswegen sperrst du sie in den Schrank?

Ja, letzte Woche hat sie zweimal im Kaufhaus geklaut.

Es gibt nur Ärger, wenn sie erwischt wird, mit dem Jugendamt.

Dann muss sie halt bleiben, wo ich sie sehe.

Du stellst sie auf die Straße, zehn Stunden am Tag.

-Und jetzt hört sie dir beim Ficken zu? -Äh...

Komm mit.

Komm mit.

Hey.

Elsie.

Ich will Pizza.

Frutti di Mare.

[Butsche] Jetzt wird geschlafen.

Komm.

Leg dich ins Bett.

Mama und ihr Freund finden, ich tanze gut.

-[Glas klirrt] -Soll ich mal?

Hier wird nicht getanzt.

Hier wird geschlafen.

Morgen kümmere ich mich um alles.

Ich mache gleich den Nächsten, ja? Dein Freund ist so e...

Hey, Thomas, was soll das?

Raus mit dir!

Was, raus?

-Hau ab! -Ah!

Hau ab! Raus mit dir!

Raus!

Raus!

Bloß weil ich sie beaufsichtige, oder was?

-[er schreit] -Bist du... Papst?

[schreit] Was soll denn das, Mann?

Elsie!

Elsie!

Sie war so gut.

Und so schön.

Sie hatte so wunderschöne Haare.

Ihr Name ist Perle.

Perle, die mein Leben veränderte.

Perle der Liebe.

Perle, die schönste aller Frauen.

[er seufzt]

Herr Sluiter, haben Sie gestern Nacht geschlafen?

Werden Sie manisch?

Typisch.

Da geht es mir einmal gut, und dann ist es gleich eine Krankheit.

Wie sieht es denn aus, nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig?

Da steht drauf, die machen sexuelle Probleme.

Ich bin bei Ihnen wegen sexueller Probleme

und bekomme was, was sexuelle Probleme macht.

Sie... Lustkiller.

Herr Sluiter,

Sie sind bei mir in Behandlung wegen einer Depression,

einer posttraumatischen Belastungsstörung

und ganz peripher auch wegen sexueller Probleme.

Aber das ist mein Hauptproblem.

Und das ist jetzt gelöst.

"Es könnte sein, dass ich das hinkriege."

Was ist denn das für ein Scheißsatz, den Sie mir da sagten?

"Ich kriege alles hin" ist ab jetzt mein Mantra.

Sie klingen manisch.

Und Sie sind das Gegenteil von manisch.

Von wann bis wann sitzen Sie hier jeden Tag?

Von morgens sieben bis abends um neun?

Hören sich alles an, und man sieht Sie nicht mal dabei?

Haben Sie eigentlich Sex?

Dachte ich's mir.

Du kannst mich am Internat absetzen.

Köhler und ich sind dort verabredet.

Damit er was merkt?

Der ist doch nicht blöd.

Weiß der was?

Hast du ihm was gesagt?

Natürlich nicht.

Wenn meine Frau vorher davon erfährt, dann dreht die durch.

Sie wird mir die Kinder vorenthalten, und ich bin für alle der Buhmann.

Dann lass mich einfach hier raus.

Was soll das denn jetzt?

[triste Musik]

Das Kind trägt löchrige Unterwäsche.

Sie wissen, wie ihre Unterwäsche aussieht?

Sie hat bei mir geschlafen.

-Bei Ihnen zu Hause? -Auf der Arbeit.

-Da haben Sie Betten? -Ich bin Hotelier.

Also die Mutter nahm das Mädchen mit zur Arbeit.

Das ist doch nicht schlimm.

Aber warum wissen Sie, wie ihre Unterwäsche aussieht?

Ich habe 'nen Puff, okay?

Die Mutter ist Nutte.

Wenn sie ihre Kunden fickt, sperrt sie ihr Kind in den Schrank.

Das ist definitiv eine Kindeswohlgefährdung.

Wir werden die Mutter kontaktieren.

Ist das alles?

Kontaktieren?

-Wo ist das Mädchen jetzt? -Nicht mehr im Schrank.

-Wo? -Im Puff, verdammt.

-Sie können doch nicht ein Kind... -Was glauben Sie, was ich mache?

Dass ich sie aufn Strich schicke?

Sie sind sehr aggressiv.

Klar.

Wenn's gegen die Mutter geht, ist man aggressiv.

Für Sie sind alle Mütter unschuldig, hm?

Egal, ob sie ihr Kind schlagen oder es sich von ihm besorgen lassen.

Ich sage Ihnen mal was.

Sie vom Jugendamt,

Sie sind für mich die Oberfotzen.

Gut, das reicht jetzt. Raus.

Ja, okay.

Macht doch euren Dreck alleine.

Wissen Sie, wo sie ihr Tagebuch aufbewahrt hat?

Durchsuchen Sie ruhig alles.

Die Tochter war hier seit 20 Jahren nicht mehr.

Damit muss sie leben.

[Butsche] Was lesen wir heute?

Das Parfum.

"Zu der Zeit, von der wir reden,

herrschte in den Städten

ein für uns moderne Menschen kaum vorstellbarer Gestank.

Es stanken die Straßen nach Mist, es stanken die Hinterhöfe nach Urin...

[Nadja und Elena] ...es stanken die Treppenhäuser nach fauligem Holz

und nach Rattendreck,

die Küchen nach verdorbenem Kohl und Hammelfett;

die ungelüfteten Stuben stanken nach Staub,

die Schlafzimmer nach fettigen Laken,

nach feuchten Federbetten und nach dem stechend süßen...

-Merten! -...Duft der Nachttöpfe."

[Köhler] Das kennt man doch, die Geschichte von Grenouille,

der sich ein Parfum baut aus Frauen, die er ermordet hat.

Ein Parfum, das macht, dass einen jeder liebt.

Wo haben Sie das gefunden?

Unter der Matratze.

[Köhler] Er hat ihnen die Haare abgeschoren.

Das ist jetzt vielleicht Blödsinn,

aber der Hund hat doch nur an der einen Stelle angeschlagen, oder?

Was, wenn der Junge unter dem Hund vergraben liegt?

[düstere Musik]

[bedrückende Musik]

[Frau] Merten!

Mein Herz.

"...nach dem stechend süßen Duft der Nachttöpfe."

Geht gut? Ja?

Lies weiter.

[traurig-sanfte Musik]

[Musik überlagert Elenas Stimme]

Alle fünf vorladen.

Aber hiervon sagen wir nichts.

Worum geht es in dem Buch Das Parfum?

Es ist ein Buch über die Sinnenfreude des Riechens.

Grenouille, die Hauptfigur, ermordet Frauen,

um daraus ein Parfüm herzustellen.

Äh, das Parfüm soll ihm Macht verleihen, weil er Angst hat vor Menschen.

Es geht um Liebe.

Grenouille will geliebt werden.

Er ist jemand, den man nicht lieben kann.

Ein Monster.

Der Grenouille...

...der riecht selber ja nicht.

Der hat keinen Körpergeruch.

Und, ähm...

...er ist auch ein Nichts und ein Niemand.

Und jetzt, paff...

...will er mit dem Parfüm endlich... jemand werden.

In dem Buch geht's um eine ziemlich schlechte Mutter.

-[Nadja] Eine Mutter? -Mhm.

Ein Fischweib.

Wirft ihr Kind nach der Geburt auf den Müll.

Weiter habe ich nicht gelesen.

[Moritz] Man kann seinen Geruchssinn durch Übung sehr trainieren.

Es ist natürlich auch Begabung, aber vor allem Übung.

Die Sehnsucht der Frauen,

verstanden und wahrgenommen zu werden, ist unendlich.

Und wenn Sie wirklich gut riechen können,

können Sie einer Frau genau ihren Charakter beschreiben,

auf eine sehr... sinnliche Art.

Sie können ihre Gefühle besser wahrnehmen als jeder andere Mensch.

Dann halten Sie den Schlüssel.

[leise, mysteriöse Musik]

Wir haben trainiert.

Und das war der Anfang einer... glorreichen Zeit.

[entspannte Musik]

-[Butsche] Bist du drin? -Ja.

[ächzt]

-Hast du's? -Ja.

[wehmütige Musik]

Jedenfalls hatte jemand die Idee, dass wir werden könnten wie Grenouille.

Ja, wir haben auch versucht, Gerüche einzufangen.

Guck mal hier.

Moritz konnte es am besten.

Riechen.

Der hatte die besten Ideen, wie man den Geruch einfangen kann.

[wehmütige Musik]

Wie war es mit menschlichem Geruch?

Enfleurage à froid.

[Elena] Kennen Sie das, wenn Sie Butter im Kühlschrank neben ein Gericht stellen,

und die Butter riecht dann nach dem Essen?

Fett fängt Gerüche ein,

und ganz genau so funktioniert die Enfleurage.

[Zahnlos] Ja, also... das klappte nicht.

Wir hatten den Geruch von K schon in der Flasche, aber...

...Butsche zum Beispiel, mit all seinem Testosteron,

wenn der sich das auftrug,

der roch schon nach fünf Minuten nur noch nach sich selbst.

Haben Sie weitergeforscht?

[dumpfe Musik]

Und der Junge Merten Brodmann?

Für uns war der Luft.

Ein Mitschüler verschwindet, und Sie überlegten nicht, warum und wieso?

Ja.

Ach...

Egozentrik der Jugend.

Sie machten ein Parfüm aus Katharina,

das man nicht tragen konnte, weil der Eigengeruch stärker war.

Im Achselgewebe sind Duft- und Schweißdrüsen,

ebenfalls im Intimbereich.

Richtig.

Man könnte diese Drüsen extrahieren, damit ein viel stärkeres Parfüm erzeugen.

[angespannte Musik]

Sie wirken so gestresst.

Viel Cortisol im Körper.

Keine Sorge, das ist ganz normal, wenn man schwanger ist.

-Ich bin nicht schwanger. -Ups.

Testen Sie's.

Glauben Sie, ich falle auf den Mist rein?

Dann erzählen Sie mir von Ihrer Kopfverletzung.

Kohlefaser.

Die Platte in Ihrer Stirn.

Entschuldigen Sie mich.

[Tür fällt krachend zu]

[dumpfes Dröhnen]

[weint]

[düstere Klänge]

[düstere Klänge]

[düstere Klänge]

[düstere Klänge]

[dröhnende Musik]

Mama?

[dumpfes Dröhnen]

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