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Original subtitles

Cissé Film zeigt

Hitze

erzeugt Feuer.

Und die beiden Welten, die Erde und der Himmel,

existieren durch das Licht.

LICHT

Der Komo, ein Männerbund in Westafrika, ist für die Bambara die Inkarnation

des göttlichen Wissens.

Seine Lehre basiert auf der Kenntnis der Zeichen, der Zeiten und der Welten.

Er umfasst alle Bereiche des Lebens und des Wissens.

Der Korê ist die siebte und letzte Initiationsgemeinschaft der Bambara.

Als Symbol hat er den heiligen Geier Mawla Duga,

den Vogel der grossen Räume der Jagd, des Krieges, des Wissens und des Todes.

Sein Emblem ist ein Holzpferd,

das Symbol des beflissenen menschlichen Geistes,

sein Zepter ist eine gebrochene Tafel, die Korê Kaman

oder Flügel des Korê genannt wird.

"Kolonkalanni" oder magischer Stössel dient dazu,

Verlorenes wiederzufinden und Betrüger, Räuber, Kriminelle,

Verräter und Eidbrüchige aufzuspüren und zu bestrafen.

Der Flügel des Korê und der magische Stössel werden in Mali

seit Jahrtausenden verwendet.

Oh Mari, für den Erfolg braucht es Verrat.

Dir, der alles sieht,

opfere ich dieses Huhn.

Gib mir Nyanankoro, wo immer er ist.

Versteckt er sich im fernen Busch, so verbrenne diesen.

Trockne die Teiche, entlaube die Bäume, damit ich dort suchen kann.

Zerstöre alles und gib mir Nyanankoro

Allmächtiger Mari, Gott des Busch

ich opfere dir dieses Huhn damit du mir Nyanankoro findest.

Ebne die Himmel, damit ich sie durchschreite.

Vernichte den Himmel, vernichte die Erde,

Zerstöre Städte und Häuser und finde mir Nyanankoro.

Männer und Frauen sollen ihn in meiner Gewalt sehen.

Entriss ihn dem Himmel oder der Erde und gib ihn mir.

Zerschlage den Himmel, zerschlage die Erde,

und sei ihr Herr.

Lass die Himmel beben! Lass die Erde zittern!

Zerstöre das Land und lass einen heiligen Wald wachsen.

Ich sehe Onkel Bafing mit seinem Pfahl ankommen.

Mutter!

Ich bin fertig.

Aber was ich sah gefällt mir nicht.

Was du sahst beunruhigt dich?

Mein Sohn, was hab ich dir gesagt?

Mein Vater kommt...

er folgt seinem Pfahl.

Nur noch zwei Dörfer trennen ihn von uns.

Wohin wir auch gehen, er wird uns finden.

Mein Sohn,

dein Vater ist furchtbar.

Du kennst ihn nicht, ich aber schon.

Niemand vermag der Macht seines Zaubergifts zu widerstehen.

Ich kenne ihn. Ihr seid verschieden.

Ich habe ungastliche Wälder durchquert,

die schlimmsten Erniedrigungen ertragen, um dich zu retten.

Aber ich bin in Sorge.

Mutter,

hören wir auf, so zu sprechen.

Ich bin jetzt ein Mann. Ich regle das.

Das ist lächerlich. Du kannst dich nicht mit deinem Vater messen.

Er ist furchtbar.

Du wurdest dir dein eigenes Grab graben.

Mit einer einzigen Geste macht er dich zu Asche.

Er ist furchtbar. Genug geredet. Gehen wir.

Verlassen wir dieses Land für immer.

Ich kann nicht mehr fliehen.

Sag das nicht. Eine Mutter will nur das Glück ihres Sohnes.

Gehen wir. Wir haben genug gelitten.

Wenn Vater mich nicht wollte, warum heiratete er dich dann?

Ah, mein Sohn.

Lade keinen Fluch auf dich.

Verzeih mir.

Ich wollte dir nicht wehtun.

Warum sprichst du von deinem Vater und mir?

Er heiratete mich, um dich zu zeugen!

Es gibt keine Geburt ohne Heirat.

Nur ein verfluchter Sohn spricht vom Verhältnis der Eltern.

Ich hätte diese Worte lieber nicht von dir gehört.

Wirst du eines Tages jemand sein?

Davor hatte dein Vater Angst.

Meine Flucht wird nutzlos gewesen sein,

wie meine Opfer und mein Leiden.

Mama,

verzeih mir.

Ich wollte dich nicht beleidigen.

Mein Kind,

Ich verzeihe dir gern.

Seit zehn Jahren fliehen wir, ohne Asyl zu finden.

Du bist mein einziger Trost.

Ich verstehe, dass du wissen willst, warum dein Vater deinen Tod will.

Ich vertraue deiner Weisheit.

Was soll ich jetzt tun?

Mein Sohn, das hör ich gern.

Folge meinem Rat.

Ich werde dir einen Fetisch geben.

Befestige ihn am Hals,

und trage ihn Tag und Nacht.

Ich werde dir noch einen Fetisch geben.

Durchquere das Land Peul und gib ihn Djigui.

Djigui ist dein Onkel väterlicherseits.

Ich gehe nach Mandé

Und bitte den Barden Kuyaté um Hilfe.

Wenn Djeli Kouyaté dich mit deinem Vater versöhnen könnte,

wäre ich die glücklichste aller Mütter.

Mari, magischer Pfahl! Schlag die Tür ein!

Wenn sich Nyanankoro in diesem Haus aufhält,

schlag die Tür ein.

Gib ihn mir, den Hund!

Versteckt er sich auf dem Grund der 7 Himmel, gib ihn mir!

Wo immer er sich versteckt, gib mir Nyanankoro!

Allmächtiger, allwissender Mari, suche ihn.

Versteckt er sich auf dem Grund der 7 Erden, gib ihn mir!

Nyanankoro, steh auf.

Das hier gibst du Djigui

von mir.

Geh nun,

und sag deinem Onkel, dass ich ihn grüsse.

Gott der Savanne!

Gott des Sandes, Gott der Felsen,

durchforste die Ebenen und die Berge!

Allmächtiger Mari,

trockne die Teiche aus!

Aus der Erde oder aus dem Himmel hol ihn hervor, zeig ihn allen,

magischer Pfahl!

Soma!

Du hier, heute?

Setzt euch.

Willkommen.

Wie geht's den Deinen?

Es geht allen gut.

Wohin gehst du?

Sag dem Chef des Dorfes, dass ich das Dorf

mit meinem magischen Pfahl durchquere.

Ich werde ihn warnen.

Chef des Dorfes! Soma und seine Begleiter.

Seid gegrüsst!

Eine Hyäne am hellen Tag! Ein schlechtes Zeichen!

In der Tat! Wie geht's den Deinen?

Sie grüssen dich alle. Was ist los?

Nichts irreparables. Aber meine Präsenz ist kein gutes Zeichen.

Mein Sohn Nyanankoro...

Die alten Fetische, die Mysterien des Bambara Wissens,

mein Sohn hat sie genommen und ist ausser Landes geflohen.

Ist er hier durchgekommen?

Ja, mit seiner Mutter.

Wohin sind sie gegangen?

Wohin läuft die ungehemmte Ziege?

Ich werde ihn finden, wohin er auch geht!

Sogar in einem Ameisenhaufen würde ich ihn suchen und töten!

Auf, magischer Pfahl! Hinter ihm her!

Ich wünsche dir eine gute Reise.

Mari, allmächtiger Gott, allwissender Gott,

durchforste die Ebenen und die Berge!

Nyanankoro!

Dein Weg wird gut sein,

dein Schicksal glücklich.

Nyanankoro, deine Zukunft ist prächtig,

dein Leben strahlend,

dein Ende voll Licht!

Kommt alle! Haltet den Dieb!

- Wo ist er? - Ich weiss nicht.

- Hast du ihn entkommen lassen? - Er ist verschwunden!

Ergreift ihn!

Fangt ihn! Er darf nicht entkommen!

Haltet ihn!

Fesselt ihn!

Hörst du mich, die arme Verlassene, die ich bin?

Göttin der Wasser!

Hörst du mich, Mutter der Mütter?

Hörst du die hilflose Mutter?

Rette meinen Sohn! Schütze ihn vor dem Unglück!

Rette dieses Land vor der Zerstörung!

Lass nicht Gras über das Haus der Diarra wachsen.

Hier ist Milch, trink.

Trink! Trink!!

Dieser Dieb ist in unser Land gekommen, um unser Vieh zu stehlen.

Schlagen wir ihm den Kopf ab.

- Versteht er Peul? - Nein.

Gueladjo! Übersetze.

Da du als Dieb zu uns gekommen bist, werden wir dich erwürgen.

Mich erwürgen?

Keiner von euch könnte das.

Ihr kennt mich nicht.

Wäre ich nicht abgelenkt gewesen, hätte ich euch alle getötet.

Er sagt, keiner habe

die Macht, ihn zu töten. Hätte er kein Mitleid mit uns,

würde er uns auf der Stelle töten!

Was ist los, Bama?

Ich habe mit den anderen das Dorf bewacht.

Krieger haben uns angegriffen. Nur ich blieb übrig.

Tu was, sonst werden sie das Dorf verwüsten.

Habt ihr gehört?

Du kannst gehen.

Was schlagt ihr vor?

Der junge Fremde

sagt, er habe grosse Macht.

Fragen wir ihn,

und sehen wir ob er uns helfen kann.

Das ist mein Rat.

Ich habe verstanden.

Gueladjo, frag ihn, wie er heißt.

Der König will deinen Namen wissen.

Nyanankoro.

Er sagt, er heisse Nyanankoro.

Nyanankoro, komm her.

Sag ihm, er solle die behexten Krieger befreien.

Junger Mann, komm her.

Nimm Platz.

Bitte ihn, uns im Kampf gegen unsere Feinde zu helfen,

die unser Land angreifen.

Er soll das Unmögliche wahrmachen.

Ich verstehe, was der König will.

Das ist keine einfache Arbeit.

Bringt mir das rechte Schienbein eines Pferdes,

und ich tue, was

in meiner Macht liegt.

Tufando!

Finde mir so ein Schienbein!

- Wo soll ich das finden? - Hinter den Weiden.

Bienen!

Die Bienen greifen uns an!

Feuer!

Sieg!

Was ist geschehen?

Die Bienen haben den Feind vertrieben,

und dank dem Feuer

haben wir gesiegt.

Das ist ein grosser Tag,

ein Tag der Freude.

Junger Mann, hab Dank.

Du warst hervorragend.

Komm.

Setz dich neben mich.

Deine Arbeit

ist ein voller Erfolg.

Danke.

König, ich möchte jetzt aufbrechen.

Bleibe bei mir, Freund.

Ich gebe dir eine Frau, du wirst wie mein Sohn sein.

Meine Pflicht ruft mich fort.

Wenn diese erfüllt ist, werde ich zurückkommen.

Dann werde ich bleiben.

Ich verstehe dich, junger Bambara.

Erweise mir einen letzten Dienst.

Es geht um meine jüngste Frau.

Sie ist steril.

Tue was in deiner Macht liegt, damit sie mir einen Sohn gebärt.

Das ist eine schwierige Aufgabe.

Der Erfolg ist nicht garantiert.

Ich bitte dich.

Ich werde es versuchen.

Sei gegrüsst, König.

Hier ist frische Milch.

Trink, Nyanankoro.

Du liessest mich rufen?

Dieser Mann wird versuchen, dich zu heilen.

Er wird mit dir darüber sprechen.

Nyanankoro, erkläre es ihr.

Königin, dein Herr bittet mich, dich zu heilen.

Aber das ist eine heikle Aufgabe.

Er sagt, die Behandlung wird schwierig werden.

Was meinst du, Attou?

Ich vertraue dir.

Mach dich bereit.

Nyanankoro, du verlässt uns morgen.

Mari des Sandes, Mari der Felsen,

trockne die Teiche aus, damit ich ihre Betten durchkämme!

Ich, Soma, rufe dich an.

Ich suche Nyanankoro.

Heute opfere ich

einen Albino und einen roten Hund an meinen magischen Pfahl.

Nach diesem Opfer wird mein Zaubergift

Nyanankoro vor den Augen aller töten.

Gott des Busch, allmächtiger Mari.

Gott des Busch, allmächtiger Mari.

Nimm.

Iss.

Guten Abend.

Heil dir, König.

Was ist geschehen?

Junger Mann,

was ist passiert?

König, ich muss dich sprechen.

Lasst uns allein.

Sprich.

Ich habe dich beleidigt.

Um die Ehre der Bambara zu retten,

gebührt mir der Tod.

Denn ich verletzte die Gesetze meines Landes.

Ich kam nicht, um um Gnade zu bitten,

sondern um den Tod durch deine Hand.

Was ist los? Sprich!

König...

im Namen der Götter,

des heiligen Holzes,

und der Ahnen,

habe ich geschworen, dir zu helfen,

deine Frau zu heilen.

Aber...

mein Geschlecht verriet mich.

Was heißt das?

Nyanankoro!

Was ist passiert?

Ich besass deine Frau.

Attou!

Du liessest es zu?

Komm her.

Hier.

Nimm!

Nimm sie.

Ich gebe sie dir. Geht fort.

König, ich bitte um Verzeihung.

Steh auf und geh fort.

Geh!

Ein fremder Mann ist mit zwei Dienern ins Dorf gekommen.

Wir konnten ihn nicht aufhalten, er kommt zu dir.

Wenn sie mich sehen wollen,

werden sie mich hier finden.

Bildet einen Kreis um sie!

Aber geht nicht zu nah ran!

Vielleicht sind sie gefährlich.

Wir müssen sie töten!

Umringt sie!

Lasst sie!

Guten Tag, kleiner Peul.

Wenn die Kröten fliegen, steht die Welt schief.

Ich suche meinen Neffen.

Versteckt er sich hier, so gib ihn raus,

sonst verbrenne ich das Dorf.

Ich heisse Uruma Bolly, ich bin der König.

Warum beleidigst du mich auf meinem Land? Entschuldige dich.

Ich, Bafing Diarra, mich entschuldigen? Niemals!

Ich werde dich strafen!

Dein Neffe war hier.

Aber ich werde dir nicht sagen, wohin er ging, denn er half uns.

Bambara, wenn dein Mund aus Feuer besteht, dann spucke Flammen.

Ich werde keinen verschonen.

Fasst sie!

Kleiner Peul!

Du kennst mich nicht!

Auf!

Gott des Wirbelwinds, der du berühmte Männer prüfst,

du, an dem niemand sich messen kann,

du bist im magischen Pfahl.

Du kennst die Geheimnisse

der Erde, des Himmels und der Tiefen.

Magischer Pfahl, auf!

Führ mich zu Nyanankoro!

Steh auf und finde den Bastard!

Das diene dir zur Lehre.

Tu das nie wieder, kleiner Peul!

Werde wieder du selbst!

- Heil der Maske! - Gruss dir, Meister!

Nalomafaga.

Schenk das Hirsebier ein und wir trinken auf den Komo!

Heil dem Komo, der die Geheimnisse kennt.

Geist der Wegkreuzungen!

Oh Nialé, Matrone des Komo, Göttin der Nacht,

Geist der Winde, hörst du die Lieder der Schmiede?

Stimmt die heiligen Lieder an.

König der Schmiede.

Wenn der alte Bock die Seele aushaucht, werden wir sterben.

Der Wasserstrudel ist trügerisch,

er zieht euch hinab, er verschlingt euch.

Soma!

Du, unter uns!

Ist das ein gutes Zeichen?

Meister, das ist kein gutes Zeichen.

Die Nachkommen des heilige Krokodils

haben nicht alle seine Qualitäten geerbt.

Es finden sich darunter Leguane, Warane und Schlangen.

Ich bin Soma, meine Ahnen starben für den Komo,

ich werde für den Komo sterben, aber mir ist ein Kind geboren,

das den Komo verraten hat.

Ich suche ihn. Wo er auch ist, ich werde ihn töten.

Meister.

Ein Eingeweihter seines Alters irrt nicht so umher.

Koké!

Hätten wir es gewusst,

wäre der Verräter schon tot.

Cena, du sagst die Wahrheit.

Wer versucht, die Gesetze des Komo zu verletzen, wird von uns beseitigt.

Soma, es ist eine Ehre,

dass du persönlich kommst, um uns

von einer so ernsten Sache bezüglich des Komo zu berichten.

Das ehrt uns.

Diese Sache berührt uns sehr.

Aber was die jungen Eingeweihten sagten,

stimmt vollkommen.

Die Kugel, die auf den Elefanten gerichtet ist,

wird nicht für den Hasen vergeudet.

Genauso muss man das Huhn für das Opfer erst fangen.

Das stimmt, Meister.

Dennoch, mein Sohn,

Nyanankoro,

ist nicht wie andere Kinder.

Mein Bruder Bafing

jagte ihn bis Djidjeni,

geführt von seinem magischen Pfahl,

aber Nyanankoro liess ihn

vor den Augen aller verschwinden.

Mögen uns die Fetische des Komo beschützen!

Deshalb

bin ich, Soma,

auf der Suche nach ihm.

Ob er sich in den sieben Erden versteckt,

oder in einem Ameisenhügel,

ich werde ihn mit meinem Gift töten.

Das hat mich hergeführt.

Mögen die Fetische uns beschützen!

Nicht jede Wolke bringt Regen.

Ich verstehe diese Lebensweisheit,

aber ein Bambara Sprichwort sagt,

wenn Nyanankoro die Klinge des Messers ist,

dann bin ich, Soma, der Griff.

Die Klinge schneidet nicht in ihren Griff.

Heil dem Adler, dem Königsvogel.

Aber ein Adler kann keinen Elefanten davontragen.

Du besitzt ein Mittel vom heiligen Feigenbaum.

Du kennst die Geheimnisse der Zeit.

Du kennst die bevorstehenden Ereignisse,

das Geschlecht des ungeborenen Kindes.

Sänger des Komo! Schrei wie der heilige Bock,

wie die göttliche Hyäne,

die die Sklaverei auf den zwei Flüssen verbannte,

als die Mütter ihre Kinder verliessen, um sich zu retten.

Heiliger Widder,

schreie, so dass ich dich höre.

Schrei wie der Komo Nango Djago.

Heiliges Raubtier von Bala,

schreie, so dass alle dich hören!

Himmlischer Herr!

Bitte mich nicht!

Heilige Wegkreuzung! Ich singe zu Ehren meiner geistigen Mutter.

Ich bin nur ein Eingeweihter. Die göttliche Mutter segnet dich.

Tanze ihren Tanz.

Der heilige Ort sei dir günstig.

Die Meister der Schmiede segnen dich.

Wir bitten die Schmiede um Schulz, Meister des Komo.

Sänger des Komo!

N'Djeli!

Verbanne die Qual aus deinem Herzen.

Verschone deine Gegner.

Du hast dich nach Osten und Westen gerichtet,

und beide sagten "ja".

Heiliger Widder mit dem schwarzen Hals.

Komo, der alle himmlischen Geheimnisse kennt!

Der alle Geheimnisse der Erde kennt!

Der das Geschlecht des ungeborenen Kindes kennt.

Meister der Schmiede von Kenyan!

Der die Geheimnisse der Monate und Jahre kennt.

Geist der Wegkreuzungen!

Der heilige Ort sei dir günstig.

Ich flehe Nialé an, die grosse Zauberin.

Sie hat dir nichts vorzuwerfen!

Ich flehe den schützenden Baum N'Tomos an.

Er beschützt dich.

Frag den Fremden, was er will.

Der Chef fragt, was du willst.

Ich suche meinen Onkel.

Lass mich vorher mich in der heiligen Quelle Bongos reinigen.

Ist das der Ort?

Dort kann man nur mit der Erlaubnis

des Chefs hin.

Téguélan!

Komm her.

Führe den Fremden zur Quelle.

Folge mir.

Attou!

Bade dich.

Woher kommt die Quelle des Bongo?

Wir durchquerten das Land Peul,

ohne jeglichen Fluss zu sehen.

Diese Quelle gab es schon vor

den Biandagara Bergen.

Sie quillt aus einer bodenlosen Grube hervor,

unversiegbar.

Ein unversiegbarer Brunnen?

Wir haben noch andere Mittel, um an Wasser zu kommen.

Andere Mittel?

Wir entzünden die heilige Pfeife,

indem wir den Feuergeist anflehen.

Ihr Rauch steigt auf.

Wenn wir Wasser brauchen, rufen wir den Gott im Himmel an,

und den Gott der Erde.

Ihre Kraft steigt in einem Wirbelsturm zum Himmel auf

und verwandelt sich zu Wolken, die sich ansammeln.

Ein heisser Wind erhebt sich,

der dann als Regen herunterfällt.

Werden eure Nachfahren auch Regen machen können?

Die Wissenschaft ist unerschöpflich und die Welt wird immer Wunder sehen.

Wer ist dein Onkel?

Djigui Diarra?

Einer unserer Weisen.

Ich bringe sie zu Djigui.

GrUss ihn von mir.

Nyanankoro!

Dein Kommen bringt mir

grenzenlose Freude.

Ich, Djigui,

danke den Göttern

für diese Gunst.

Ich danke ihnen

im Namen der Familie.

Selbst wenn ich heute sterben sollte,

und dasselbe gilt für dich,

unsere Familie

wird nicht mehr erlöschen.

Deine Frau ist schwanger.

Dieses Kind wird leuchten wie der Mond.

Es ist ein Junge,

ein prädestiniertes Kind.

Ein Stern erster Grösse.

Dennoch,

ich, Djigui

sehe nichts Gutes

für das Land der Bambaras.

Seine Zukunft hängt an einem Faden.

Höre gut zu, was ich dir sage,

und bewahre es wie eine heilige Formel.

Seit Urzeiten

ist die Familie der Diarra gleichzeitig Plazenta und Nabelschnur

des Volks der Bambara.

Sehr lange schon lastet

ein Fluch auf unserer Familie.

Ich kenne den Grund nicht.

Mein Geist ist gequält,

denn mein Ende naht,

und nach mir sehe ich keinen,

der diesen Fluch erklären könnte.

Das beängstigt mich.

Aber gestern abend

sah ich ein helles Licht, das durch den Himmel flog

und vor mir anhielt.

Es sprach: "Djigui,

die Gefahr, die über den Bambaras schwebt,

wird das Land treffen,

aber deine Familie verschonen."

Das gab mir wieder Hoffnung.

Im selben Traum

wurde mir auch gesagt:

"Deine Nachkommen werden eine tiefe Veränderung erfahren.

Als Sklaven werden sie

ihre Rasse und ihren Glauben verleugnen."

Jeder Umsturz

ist voller Hoffnung.

Und die Unruhen,

die ich im Traum sah, werden die Bambaras

zu ihrem Vorteil wenden. Ich sehe auch,

dass unser Land das Objekt von viel Gier werden wird.

Ich glaube, man kann sterben

und doch weiter existieren.

Das Leben und der Tod sind wie Schuppen

ineinander verschachtelt.

Weisst du, mein Kind,

warum man mich von Soma, meinem Zwillingsbruder, trennte?

Eines Tages bat ich meinen Vater,

uns die Geheimnisse des Komo

zu enthüllen,

damit alle von dem Wissen profitieren.

Auf diese Worte stürzte dein Grossvater wütend

in sein Zimmer

und kam mit dem Flügel des Korê zurück.

Der Flügel gab eine so starke Energie ab, dass sein Glanz mich blendete.

Seitdem sehe ich nur noch Schatten.

Seitdem sehe ich nur noch Schatten.

So verliess ich das Land, blind.

Nur deine Mutter kennt meine Geschichte.

Nun, da du gekommen bist, gebe ich dir den Flügel des Korê.

Ich weiß nicht, ob er seine Kraft bewahrt hat.

Onkel.

Meine Mutter gab mir dies für dich mit.

Das freut mich. Weisst du, was es ist?

Das magische Auge des Korê.

Hol mir den Flügel des Korê aus der Grotte.

Hier ist er, Onkel.

Das ist der Flügel des Korê.

Nimm die Hülle ab.

Setz das magische Auge ein.

Fertig.

Das ist der vollständige Flügel.

Geh deinem Vater entgegen.

Du wirst sehen, wie der Flügel reagiert.

Finde ihn, Gott der Ebenen und der Berge.

Durchforste Höhlen und Hochebenen.

Trockne die Teiche, entlaube die Bäume.

Steh auf und geh.

Warte auf mich.

Folge ihm nicht, es ist gefährlich!

Geh nicht mit ihm! Sei nicht leichtfertig!

Scheuche ihn auf!

Ich habe dir nicht befohlen, ihn fallen zu lassen!

Versteckt er sich im Himmel oder unter der Erde, hol ihn hervor.

Verlass mich nicht!

Lass mich gehen.

Ich muss diesen Kampf allein bestehen.

Gib das meinem Sohn, wenn er gross ist.

Bleib bei meinem Onkel.

Mari, ich rufe dich an.

Du, für den die sieben Himmel,

die sieben Erden, kein Geheimnis haben,

durchforste Höhlen und Ebenen.

Onkel.

Ich bin wieder da.

Ich freue mich, dass du meinem Rat gefolgt bist.

Lass uns Schutz suchen,

denn ein großes Unglück

wird über das Land kommen.

Mari, Erbe der Bambaras,

zeig mir den Weg!

Sie sollen ihn alle sehen.

Los! g

Eine wütende Katze bellt wie ein grosser Hund.

Mich, Soma, Herr der Fetische, wird nichts aufhalten,

wenn nicht der Tod.

Du hältst ein Messer an deine Kehle.

Vater, guten Tag.

Gestern lebtest du, heute bist du tot.

Selbst tot muss ich dich grüssen.

Es ist das erste Mal, dass wir uns sprechen,

wie Vater und Sohn.

Denn ich bin keines anderen Sohn.

Im Bauch deiner Mutter warst du mein Sohn, nun nicht mehr.

Ich befürchtete, du wurdest die Vaterschaft verleugnen.

Für einen Bambara ist das die grösste Furcht,

die Schande und die Demütigung.

Der Tod ist nur ein Messer am Gürtel.

Aber bevor du mich tätest, sag mir den Grund.

Hab keine Angst.

Du wirst ihn erfahren, wenn die Hyänen und Würmer dich fressen.

Dann wirst du wissen, warum ich dich tötete.

Ich möchte mich vorbereiten.

Die abgeworfene Haut der Schlange ist nicht mehr die Schlange.

Der Sohn der Python wächst und gleicht dem Vater.

Ich will sterben wie ein Diarra.

Mach dich fertig.

Soma, deine Ahnen waren grosse Priester des Komo,

aber über Jahrhunderte

haben sie meine Macht missbraucht.

Auf meinem Weg hinterliess ich nichts als Trümmer und Elend.

Ich war den Diarras völlig treu.

Heute ist Schluss damit!

Deine Rachsucht, deine Verachtung

und dein Menschenhass gehen zu weit.

Ich ziehe mich zurück.

Du aber, Soma, wirst nicht Überleben,

denn du gehörst zu denen,

die nur dem Bösen und dem Unrecht dienen.

Meine Augen! Meine Augen!

LICHT

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