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Original subtitles

Etwa Mitte August vergangenen Jahres habe ich auf dem Hansaplatz in

Düsseldorf ein junges Mädchen kennengelernt. Das war die Hahn.

Wir fuhren dann ins Neandertal.

Und hier habe ich mit dem Einverständnis der Hahn Geschlechtsverkehr ausübt.

Da habe ich dann die Haare am Hals gefasst und heftig gewürgt.

Während dem Würgen trat eine starke sexuelle Erregung ein, die dadurch, dass

ich der Hahn noch schwere Verletzungen am Hals beigebracht habe, ihren

Höhepunkt erreichte.

Aus dieser Verletzung habe ich dann Blut in mich aufgenommen von der Hahn.

Größere Mengen.

Es ist morgens früh, der Mädrin wird so

bange, es wird ihr bleicht die Wange.

Ein junger Reiter fiel vom Ross, die

Kuppel ihm die Brust durchschoss.

Bis morgens früh.

Tja, dann bin ich ins Kino gegangen.

Fritz Lang am Set von Dimi Belungen.

Er ist der Schöpfer epochaler Stummfilme. Ein genialer Visionär, der

atemberaubende neue Welten für den Film schafft.

Auf dem Studiogelände von Babelsberg entstand der künstliche Wald.

Im Inneren des Lindwurms saßen 16 Männer, die die Gliedmaßen bewegten,

durch eine Telefonleitung mit dem Meister selbst verbunden.

Fritz Lang weiß genau, was er will und wie er es nicht will. Oder haben Sie

schon einmal einen Hunnen mit Armbanduhr gesehen?

In Metropolis, dem teuersten Film aller Zeiten, war er der Herr über

Menschenmassen und Maschinen.

Über 26.000 Statisten, darunter 750 Kinder und 5000 Arbeitslose,

die sich für einen einzigen Drehtag die Haare rasieren lassen mussten.

Gigantomanie in 360 Drehtagen.

In seinem aktuellen Film, Frau im Mond, weist uns Fritz Lang die Zukunft, führt

uns ins Raketenzeitalter.

Ein riesiger Publikumserfolg, aber noch immer ein Stummfilm.

Zahlreiche andere Regisseure haben bereits Tonfilme ins Kino gebracht.

Wird sich Fritz Lang auch in dieser neuen Kunstform beweisen können?

Letzter Regiekollege Papst.

Georg Friedrich Wilhelm. Als wenn ich einer dieser Vornamen gereicht hätte.

Riecht jetzt Todfilm. Hört, hört.

Und er lässt seine Darsteller singen, tanzen und schöpfen.

Und im Kino ist Nachhör bei dem Gepolterer kein Wort mehr zu verstehen.

Nicht Tönender, sondern Tösender. Das ist eine Erpressergeschichte. Ich habe

das Buch fast fertig.

Gute Skripte, meine Liebe.

werden immer benötigt. Ob nun stumm oder im Tonfilm. Bitte schön.

Dankeschön.

Schreiben Sie Fritz Lang wird den Tonfilm neu erfinden.

Herr Lang.

Oh, ein tolles Aufnehmen.

Ich habe eben über die Drei-Groschen-Oper gesprochen.

Ihr Regisseur Georg Friedrich Wilhelm Papst arbeitet da ja wirklich

bahnbrechend. Ja, danke.

Ich habe gute Neuigkeiten.

Mein Treffen mit der UFA, wollen Sie der gar nicht bitten? Doch, doch, natürlich.

Es war nicht einfach, aber wir bekommen die Kinos.

So, so.

Es ist also nicht einfach für einen Fritz Lang, für ihn Lichtspielhäuser zu

bekommen.

Sie haben eine Menge Kredit verspielt.

Aber sei es drum, jetzt fehlt nur noch das Drehbuch. Wann können Sie liefern?

Da werden Sie sich gedulden müssen, Nebensal.

Wie, das verstehe ich nicht, aber Ihre Frau, Frau von Habu, hat doch schon...

Tja.

Hier eines Tages, hier schreit Maschinengeklapp, wann ich immer höre,

muss sie gestorben sein.

Nein, Nebensal, nein.

Ich habe nichts, rein gar nichts.

Nehmen Sie sich was zu trinken.

Die übliche Nachtroutine, Herr Lang?

Ja, hast du was zu trinken, Willi?

Nur den Fusel aus der Kutscherkneipe. Gib mir.

Guten Abend. Ab hier ist Wende. Hier gibt's nämlich Krawall. Was ist denn

los, Herr Bachmeister? Der 1. Sturm 5 marschiert auf, unter Polizeischutz. Die

Roten sehen das nicht gerne hier in Ihnen.

Besser, Sie kehren um.

Was sucht da auch ein kleiner Herr wie Sie in dieser Gegend?

Danke, Willi.

Na Süße, steht die Panne hoch?

Bei mir kannst du es international haben.

Mach Französisch, Spanisch oder Englisch.

Wenn du mir wehtun willst, kostet extra.

Wie heißt du denn?

Dein Name spielt keine Rolle.

Na dann, komm mal mit nach oben.

Von hinten kostet aber Hundesteuer.

Schreie

Vermittlung?

Reichsbahnreservierungsstelle, bitte.

Hallo?

Wann fährt der nächste Express nach Düsseldorf?

Also in Freiland.

Na dann, gut gereicht.

Gepäck, Säge?

Gepäck, Säge?

Gepäck,

Säge?

Jetzt musst du aber schnell nach Hause gehen.

Wo wohnst du denn, mein Kind?

Sieht denn das Sie an, wo das Kind wohnt?

Was hören die denn wollen, Affe? Habt ihr mal nicht so?

Jetzt Kinder ans Watschen hauen, reden sie die Schnauze. Was hat er dir gesagt?

Dann nur noch kitzeln die an. Aber bitte lassen Sie mich doch los.

Ich habe das Kind doch gar nicht angesprochen.

Hat wohl die Träne was retten wollen, was? Ja, und den Umbruch wie die

anderen, was? Weißt du, das ist der Mörder.

Ihr, ne?

Nein, ich weiß nicht, wo er ist, Timo. Er hat keine Nachricht hinterlassen.

Er wird sich schon melden. Das hat er bisher immer getan.

Ja, sicher wird das Buch rechtzeitig fertig.

Gut.

Dann ruft keiner aus. Rechts durch die Tür.

Wiedersehen.

Alle mal herhören.

Kriminalpolizeirat Gennert wird jetzt Ihre Fragen beantworten. Wenn Sie mir

bitte folgen möchten.

Das wollen wir erst mal sehen, mein Lieber.

Wir haben recht, mein Lieber.

Kaffee, Kuchen und Flux ist alles Geständnis.

Aber ich habe mit den Morden wirklich nichts zu tun.

Ich glaube dir.

Du bist nicht unser Serienmörder.

Du bist einfach so in die...

Razzia-Geraden, das ist mein Pech.

Ach ja, nach dem Dalekler-Dialog.

Der nicht aufgeklärte Einbruch beim Pelz-Däterring.

Der geht alles auf deine Kappe, Rotte. Nicht mal wer seiner ehrlichen Arbeit

kann er nachgeben.

Jetzt fangt euch die Mann im Adern und lasst uns in Ruhe.

Aufhören, den Mann.

Nur wenn ihr vor der Polente nicht fasst.

Dann fangen halt wir Organisierten hin. Und dann Gnade in Gott.

Ja, ja.

Wie kann das passieren?

Ich bin

doch

nicht so aufgeregt.

Kommt jeder dran.

Konopke, Berliner Zeitung. Herr Gennert, mir interessiert doch nur eines.

Ein einzelner Täter tyrannisiert eine ganze Stadt.

Zwölf Mordversuche, fünf Morde.

Warum gelingt es der Polizei nicht, den Mörder endlich zu fassen?

Sie nun wieder können abgehören. Ich sage Ihnen, Herr Eilert, ich weiß ganz

genau, wie sich die BZ den Mörder vorstellt.

Buschige Augenbrauen, eine breite, wulstige Stirn, ungepflegter Hauer und

Kommunist.

Oder Jude, stimmt's?

Unsere Leser haben ein Recht darauf, Bescheid zu wissen.

Ich will Ihnen mal sagen, der normale Mann auf der Straße hat im Allgemeinen

nicht die geringste Vorstellung von den ungeheuren Schwierigkeiten, mit denen

die Kriminalpolizei bei ihren Ermittlungen zu tun hat. Hört, hört!

Und dabei sind Sie von der Journalie natürlich auch keine Hilfe.

Die Kriminalpolizei muss

täglich dem Strom von Männern und Frauen nachgehen, die schrecken.

Möchten Sie, dass ich warte?

Nein, danke.

Untertitelung. BR 2018

Kennt also.

Ja, Sie können ja nachfahren. Da hätte ich viel zu tun. Aber erwarten Sie keine

Schönheit. Frau Hornbach drei Monate unter der Erde. Da bleibt nur noch

organisches Material übrig.

Bitte.

Möchten Sie?

Was ist das?

Heterische Öle.

Unter die Nase.

Ich ziehe mich zurück und möchte die innige Zweisamkeit nicht stören.

Wieder. Wie gut, dass Sie da sind.

Wie gut.

Gestern haben Sie mich noch Fräulein Rosenthal genannt, Herr Leutnant.

Mit nur einem Auge schätzt man die Entfernung falsch ein.

Aber die Wunde hält gut.

Dann werden Sie auch bald wieder zeichnen können.

Bitte sagen Sie Fritz zu mir.

Warum wollte ich das?

Es geht mir nur besser, wenn Sie da sind.

Vor allem Lisa.

Ach was.

So, so, ich habe Ihnen also erlaubt, die Tote zu sehen.

Kleine Gefälligkeit unter alten Freunden, was?

Wo ist die junge Frau hin?

Die junge Frau ist draußen und köpft sich die Seele aus dem Leib.

Der Mörder hat sie begraben.

Geradezu aufgebahrt.

Wir fanden sie in der Grube. Die ausgezogenen Schuhe hatte er fein

säuberlich nebeneinander dazugelegt.

Ja, mit inszenieren können Sie sich ja aus, Herr Lang.

Aber ob diese Mördergeschichte sich für den Kind habe eignet?

Was wollen Sie eigentlich von der jungen Frau?

Ich meine, die lebendig.

Wer ist sie?

Anna Kohn.

Eine Freundin der ermordeten Maria Hahn.

Sie hat das Opfer und den Täter zuletzt an der alten Mühle bei Pappendell

gesehen.

Irgendwo dort muss es dann auch passiert sein.

Wer ist solcher grausamen Taten fähig?

Sagen Sie mir das.

Schon gut.

Haben Sie eigentlich noch Ihre alte Leutnantspistole?

Die D3, Modell 1907.

So eine Waffe ist doch wie ein Freund, von der trennt man sich ja nicht.

Wie lange ist das jetzt her?

Zehn Jahre.

Ich muss dieses Mädchen, diese Anna Kuhn, unbedingt sprechen.

Bitte helfen Sie mir.

Ich bin schon überrascht, dass Sie meine Nähe suchen.

Meine Aufklärungsquote liegt bei 94 Prozent.

Und Sie gehören zu meinen schmerzlichen Sechsen.

Von Herrn Kohn geht es jetzt besser. Sie lässt ansprachen, ob sie noch benötigt

wird.

Sie wird noch benötigt.

Danke.

Wo genau war es?

Nein, rechts daneben.

Und wenn nicht woanders, es spielt doch wirklich keine Rolle. Doch, doch, doch,

es spielt es.

Entschuldigen Sie mich bitte für einen Augenblick.

Guten Tag.

Ich

benötige

dringend diesen Tisch.

Sofort. Was hast du da eben gesagt?

Heil Hitler, Herr Sturmbandführer!

Der Sturmbandführer wird vom Gäuleiter am Telefon verlangt.

Vier Bier für die Herren im Stehen, da drüben.

Danke, Herr Sturmbandführer. Wegtreten.

Kommen Sie, Frau Lanko.

Sie

sind

doch kein Polizist.

Ich bin auch kein Sturmbandführer.

Was darf ich Ihnen bringen?

Was aß Maria mit ihrem Mörder?

Bitte nicht.

Sagen wir.

Leberwurst mit Kartoffelsalat. Zweimal und Bier.

Sehr wohl.

Sitzen wir so richtig.

Am Tag des Mordes haben die beiden so gesessen.

Ja, ich auf Marias Platz und Sie auf deinem.

Wer sind Sie und was wollen Sie von mir?

Ich möchte wissen, was mit Ihrer Freundin passiert ist.

Wie sah der Mörder aus?

Danke.

Zum Wohl.

Dieser Mann war fein gekleidet, zuvorkommend.

Gerade so wie Sie.

Maria sah so glücklich aus.

Das soll schlimm sein.

einen Menschen zu verlieren, den man so gern gehabt hat.

Wie war sie, Maria?

Sie war lebenslustig.

Sie war sehr frei im Umgang mit Männern.

Hat sie damit ihr Geld verdient? Was glauben Sie denn?

Nein.

Sie war Hausangestellte, so wie ich.

Aber... Aber?

Sie hatte eben viele Männerbekanntschaften. Auch

gleichzeitig.

Und wenn sie was getrunken hatte, wurde sie lustig.

Und war ganz schnell... Rumzukriegen.

Was wissen Sie denn?

Man will halt auch mal was erleben.

Mal raus.

Ins Kino.

Aber für die paar Mark...

Das geht dann eben nur, wenn man eine Bekanntschaft hat, die für einen zahlt.

Oder eine freundliche Herrschaft.

Man darf halt nur nicht schwanger werden.

Es ist sehr schwer, in diesen Zeiten anständig zu bleiben.

Warum warst du gerade an jenem Sonntag am Hansaplatz?

Da wohnen die Herrschaften, in deren Haushalt Maria gearbeitet hat.

Viele von uns sind da in dieser Gegend angestellt.

Aber wir wohnen alle im Jammertal oder Grafenberg.

Sie auch?

Ja.

Es ist zwar ein bisschen weit draußen, wo die Stadt aufhört, aber es ist

billig.

Man darf halt nach dem Kino nur nicht die letzte Tramp verpassen.

Bleiben Sie.

Es tut mir leid, dass ich Sie in diese Situation gebracht habe.

Hab ich einen Hunger.

Zweimal heiße Bockwürste für Frau Lang?

Ich stelle mir vor, der Bus mag seine Ecke schon schreiben lassen.

Vergründet.

Habe ich ja eine Hunger.

Wann geben die dir eigentlich dein erstes Geld?

Die Verlieren.

Oma ist ein anständiger Kerl.

Und er hat was zu sagen bei der Opa.

Ja, aber er zahlt schlecht und unschuldig, wenn er zahlt.

Noch.

Jetzt noch.

Aber es ändert sich.

Und deine Küsse, die werden mich erwecken.

Mit deiner Liebe trau' ich selbst den Tod.

Meine Mutter ist auch Jüdin.

Als ich noch ein Kind war, sahen sie mir abends Lieder aus meiner Heimat vor.

Die waren schwer und dunkel, so wie ihre geliebte litauische Ehre.

Und wunderschön.

Es ist mir egal.

Du hättest nicht herkommen sollen. Wir haben ein Buch zu schreiben.

Das ist doch der einzige Grund, weshalb wir uns noch nicht haben scheiden

lassen. Weil wir von lauter Arbeit keine Zeit dazu haben. Das ist jetzt seit zehn

Jahren.

Was suchst du überhaupt hier?

Das ist diese Mördergeschichte aus der BZ.

Ja.

Aber es geht um mehr.

Wie mehr?

Das weiß ich selber nicht.

Hast du Gennart schon getroffen?

Die Frage muss eher lauten, ob Gennart mich schon getroffen hat.

Wir schlafen da als Fritz.

Zusammen.

Wie damals.

Wie immer.

Du wirst sehen.

Ich habe mit Lebenshaar gesprochen. Natürlich läuft ihm die Zeit davon. Aber

trotzdem hält er still, weil er uns vertraut.

Wir sollten auch auf uns vertrauen.

Auf unsere Kraft.

Es ist spät her.

Ich habe die 212.

Geh du schon mal hoch. Ich bleibe noch ein wenig hier.

Fritz, was ist denn nun los mit dir?

Es war der falsche Weg.

Menschenmaßen und Maschinen.

In jedem Film.

Ich will das nicht mehr.

Mir geht es nur noch um den Menschen. Um einen Menschen.

Es kann doch nicht alles, was damals gut war, heute schlecht sein.

Doch.

Sagen Sie die Innenstadtkinos.

Da ist doch jetzt gleich die letzte Vorstellung zu Ende, richtig?

Ja, gleich ab 12.

Dann fahren Sie mich Grafenberg, Jammertal.

Was haben Sie denn da eben gemacht?

Die Kollegen sollen wissen, wo ich um diese Uhrzeit hinfahre.

Sie wissen ja, was hier los ist.

Ja.

Also, wenn Sie mich fragen, die Polizei sucht seit acht Monaten den Mörder.

Jetzt schnappen Sie ihn nur noch durch Zufall.

Ja, möglich.

Es muss doch ein Wahnsinniger sein.

Wenn einer so oft mit der Schere zusicht, bis die Spitze abbricht, oder

mit dem Hammer zuschlägt, bis der Stiel in zwei geht, der muss doch töten.

Der ist doch krank.

So was muss man einem doch ansehen können.

Kann sein.

More Mail.

Ich glaube, ich habe schon ein Auge...

Lotti!

Lotti!

Ich hab dir doch gesagt, ich muss... Da ist einer.

Da hinter mir. Wo?

Sind. Doch, ganz sicher.

Du wartest hier.

Hallo?

Hallo?

Ist hier wer?

Hier ist doch niemand.

Müller!

Müller! Hier, die muss mit.

Hey!

Absperrbänder! Ich habe Absperrbänder gesagt zum Sonnenwetter!

Und schafft mir das Publikum vom Leib, dass mir keiner von den Kollegen in

Tatort latscht!

Das Opfer hieß übrigens Elisabeth Durier, 22 Jahre alt.

Ohne festen Wohnsitz.

Sie stellten sich im Zirkus als goldene Dame zur Schau.

Kam dann irgendwann vom Lande in die Stadt. Sie befiel auf Männerjagd.

Hey!

Den Mann da reinlassen. Zu mir.

Sie wurde dann gestern Abend von einem Zeugen noch in der Straßenbahn gesehen

und gefunden wurde sie heute früh von den Brüdern Wilhelm und Johannes Ems.

Drahtwerkzeug? Hammer.

Morgen, Herr Lang.

Morgen, Herr Gennert.

Vielen Dank.

Hat wieder zugeschlagen und wie.

Wo?

Sie ist schon weg.

Herr Gennert, die hier wurde gerade gefunden.

Ach, eine Klinikkarte, Herr Lang.

Das ist doch was für Sie.

Datum von gestern.

Alhambra.

Friedrichstraße 13 bis 15.

Seitenloge.

Da läuft meine Frau im Mond.

Na ja?

Nun, fragen Sie mich noch mal, Herr Lang, was der Mörder beim Morden

empfindet.

Sie nimmt einem Opfer, eine Frau im Mond, sie legt noch ihren Kopf an seine

Schulter und dann... Wo ist Mahlzeit?

Herr Wachtmeister? Ja?

Da hinten liegen Kleidungsstücke.

Was genau?

Du Schlüpfer, Strümpfe, Gleit, vielleicht gehören sie dir ermordeten.

Vom Opfer etwa?

Ich gehe mal gucken und Sie bleiben hier.

Hier bleiben.

Herr Gennert, wie wollen Sie dieses Monster finden?

Was kann ich Ihnen sagen, Herr Lang?

Elisabeth Durie, das Opfer von heute Nacht, lebt.

Sie hat zwar schwere Kopfwunden davon getragen und ist bis jetzt noch nicht zu

Bewusstsein gekommen.

Aber sie liegt jetzt in den städtischen Kliniken bei Dr. Kraft unter

Polizeischutz.

Sobald sie die Augen aufmacht, ist das satanische Glück des Mörders vorbei.

Satanisch? Ja.

Ich sag Ihnen was, Herr Lang.

Ich bin mir sicher, ich war schon ganz dicht an ihm dran. Mehr als einmal.

Es ist nur so ein Gefühl.

Gerade jetzt habe ich das wieder.

Wahrscheinlich steht er jetzt da drüben, findet sich eine Arresterin an und

schaut uns bei der Arbeit zu.

Er freut sich an unserem Erschrecken und an dem des Publikums.

Dieser Mann, Herr Gerhard, der war da gerade eben noch.

Wie?

Jetzt zeigen Sie ihn mir, schnell!

Wachtmeister!

Hier stand eben noch ein Mann im schwarzen Mantel. Richtig, Herr

Kriminalpolizeirand. Er hat sachdienliche Hinweise auf

Kleidungsstücke des Opfert gemacht.

Alles absuchen nach dem Kerl, meinetwegen nehmen Sie Ihren Hasso mit.

Sagen Sie, wie sah der Mann aus?

Ja, irgendwie...

Normal.

So ein Stück aus dem Tollhaus.

Ein Augenmensch und kann kein Gesicht beschreiben.

Tölle, wie geht es unserem Opfer?

Ist sie aufgebracht, vernehmungsfähig?

Dann schießen Sie los!

Roland Dörrier ist schon zehn Minuten verschieden.

Ohne das Bewusstsein wieder zu verlangen.

Scheibenklöster.

Jetzt weiß ich, was Sie mit satanischem Glück gemeint haben.

Ja.

Herr Müller, diese Frau lässt mir keine Ruhe. Sie will mit einem Beamten

sprechen. Ja, das wollen viele. Soll draußen warten, bis sie dran kommt.

Irgendwann reißt er schon ein.

Es ist dringlich, Herr Müller.

Ja, ich habe keine Zeit.

Sehen Sie das nicht?

Und wenn ich die Ehefrau des Mörders bin?

Mein Mann hat mir gestern Abend alles gestanden.

Die Morde an den Frauen und Kindern, die Mordanschläge.

Er ist jetzt in Panik.

Irgendeine Frau muss ihn wohl wiedererkannt haben.

Er will jetzt die Stadt verlassen.

Das muss ein Ende haben. Sie müssen mich anhören.

Kommen Sie.

Setzen Sie sich hin.

Holen Sie Gennart. So schnell.

Und was Sie angeht, ich gnade Ihnen Gott, wenn Sie nur wichtig tun.

Vielen Dank, dass man mich holen ließ. Auf besonderem Wunsch des

Kriminalpolizeirats.

Er legt sehr großen Wert darauf, dass Sie informiert werden, Herr Lang.

Haben Sie Geburtstag?

So gesehen jeden Tag.

Danke verbindlich, Herr Kriminalpolizeirat.

Fühlen Sie ja gerne an.

Darf ich mir Zucker?

Selbstverständlich.

Milch? Bitte schön.

Einen Augenblick noch.

Herr Köken, ist es nicht so weit?

Echter Bohnenkaffee.

Wie alt war denn die, kleiner Gertrud?

Fünf Jahre.

Und wie sind Sie auf das Mädchen gekommen?

Reiner Zufall.

Herr Kriminal, Herr Gennert.

Noch einen Kaffee?

Herzlichen Dank.

Nun erzählen Sie doch mal den Hergang.

Wie ist es denn zu dem Mord gekommen?

Das ist aber viel zu erzählen.

Lassen Sie sich Zeit.

Ausgezeichnet. Ja, freut mich.

Den lasse ich mir immer vom Hafner bringen.

Du kannst in der Nähe von ihrem Tatort.

Tschüss.

Um 6.30 Uhr, es begann schon dunkel zu werden.

Da habe ich die Gertrud vor dem Hause Ackermannstraße 196 spielen sehen.

In dem Hause hatte eine Tante von der Gertrud ein Lasengeschäft.

Ich sprach das Kind freundlich an und redete ihm zu, mit mir zu gehen.

Du hast aber einen schönen Ball.

Wie heißt du denn?

Elby Beckmann.

Was sie vertrauensvoll tat.

Ich weiß, wie man Vertrauen von Kindern gewinnt.

Ja,

ich ging die Kleine an der Hand.

Ruhig weiter, ohne Hast.

Ich bog mit dir von der Grafenallee kommend in die stillere Hans

-Sachs-Straße.

Dort begegneten wir zwei Männern.

Einem davon sind wir anscheinend aufgefallen und ich hörte ihn dem

anderen sagen, das könnte der Düsseldorfer Mörder sein.

Hast du den Mann gesehen, der hier pippen hat?

Ja, ich sehe ihn noch.

Heinrich, es spricht ein Kind an.

Dankeschön.

Ich habe verstanden, Gertrud in diesem Augenblick zum Lachen zu bringen.

Und ich hörte, wie der andere sagte, du bist verrückt, das ist der Vater.

Ich bog mit dem Kind zu den Schrebergärten ein und führte zu der

Umfassungsmauer der Fabrik Haniel und Lueck und dann weiter in das anstoßende

Ackergelände.

Jetzt fasste ich die Kleine an der Kehle und würgte sie.

Sie wurde ohnmächtig. Ich ließ sie zur Erde gleiten, kniete nieder und

versetzte ihr mit dem spitzen Scherenschenkel.

Zwei Stiche in die linke Schläfe.

Ich beugte mich hinunter und versuchte, das aus der Schläfe schließende Blut zu

trinken. In beiloser Reihenfolge stach ich so dann von neuem auf das Kind ein.

Nunmehr fühlte ich mich befriedigt, stand auf und trug das inzwischen

verstorbene Kind an die Fabrikmauer zurück.

Dort verbarg ich es, das Kind.

tief in einem Brennnesselgebüsch.

Das ist dann alles, Herr Gennert.

Entschuldigen Sie, darf ich Sie um ein Taschentuch bitten?

Bitte.

F.L.

Oh, König Wasser.

Sie sind doch kein Polizist.

Das ist mir unangenehm.

Ich bin Fritz Lang.

So, Frau Ranko, und jetzt schauen Sie sich diesen Mann da mal genau an.

Haben Sie den schon mal gesehen?

Dann müssen Sie sich ruhig zahlen.

Ich kann nicht glauben, als ihr der Mann im Morde gestanden hat.

Ist nicht für möglich gehalten.

Schon gar nicht die Kindermorde.

Aber es muss doch Spuren geben.

Ja, Blutflecken auf dem Hemd.

Von Nasenbluten hat er gesagt.

Und seine Auguste hat zu ihm geglaubt.

Und wenn dann die Wirklichkeit um die Ecke kommt, dann knallt es.

Das muss ich Ihnen ja nicht erzählen.

Wie ist es?

Sind Sie sicher?

Ganz sicher.

Danke.

Danke, Frau Lankoni.

Sie können jetzt gehen.

Sie haben ihn.

Das ist meine Frau, Thea von der Buhr.

Frau Lankon.

Bitte treten Sie ein.

Ich zeige Ihnen alles.

Da hinten.

Das Schlafzimmer.

Schön weich.

Geben Sie mir Ihren Mantel.

Danke.

Und da drüben?

Das Badezimmer.

Möchten Sie was trinken?

Ich lasse uns was bringen.

Eine Flasche Champagner, bitte.

Und Sainz geht einmal die Woche in die öffentliche Badeanzahl, um sich richtig

zu waschen.

Sie dürfen gerne ein Bad nehmen, wenn Sie möchten.

Fühlen Sie sich wie zu Hause?

Nein, eben nicht.

Fühlen Sie sich nicht wie zu Hause?

Danke.

Ritz?

Ich habe dir deinen Taschentuch mitgebracht.

Für meine Handtasche.

Vorhin haben Sie noch Sie zu mir gesagt.

Ja, vorhin.

Willst du es nicht behalten?

Komm doch rein, Fritz.

Ich bitte dich.

Ihr Knacken! Ich bitte dich, bleib bei mir. Bleib doch bei mir.

Sie gehen nicht zu ihr.

Sie gehen nur zur Arbeit.

Diese Frau macht alles kaputt zwischen uns.

Dabei ist sie selbst verheiratet.

Meine Filme haben nichts mit meinem Privatleben zu tun.

Du bist lächerlich.

Fritz?

Willst du mir nicht ein Glas bringen?

Lisa? Lisa?

Lisa?

Die Luft ist rein.

Das Liebespaar kommt nicht mehr zusammen.

Jede Mühe ist vergeben.

Der müde Tod bleibt sieger.

Das ist das Beste, was ich je geschrieben habe.

Was wir geschrieben haben, lieber Fritz.

Was wir geschrieben haben. Frau von Harburg, Sie sind das Beste, was mir je

passiert ist.

Vielen Dank.

Oh!

So, so.

Sie waren beide in der Wohnung, als der Schuss fiel. Wir haben gemeinsam in

einer Drehbuchszene geschrieben.

Tatwaffe sind Reisepistole aus dem Krieg, schau an.

So ein Ding benutzt man doch nur, wenn man darauf eingeschossen ist.

Warum haben Sie beide denn die Ambulanz und Polizei so spät verständigt, Herr

Lang? Frau von Habu.

Ich war im Krieg.

Ich weiß, wenn man keine Ambulanz mehr braucht, Herr Gellert.

Für Sie immer noch, Herr Oberkommissar.

Frau Lang war labil.

Aber sie kann deshalb doch nicht die Karriere ihres Mannes zerstören.

Sawicki. Herr Oberkommissar. Formular.

Tote Elisabeth Lang.

Todesursache.

Brustschuss.

Sie beide haben wirklich einen guten Draht nach oben.

Der Polizeipräsident ruft mich selten morgens zwei Uhr an, um mir zu sagen,

ich solle den Fall nicht verkomplizieren.

Sawicki, schreiben Sie.

Unglücksfall.

Aber das eine kann ich Ihnen sagen.

Nur aus Mangel an Beweisen.

Das ganze Zeug hier rein, verstanden?

Alles.

Ich bin Besucher, werde nicht inhaftiert.

Eine Routine, der Herr.

Straßmann, ich bin der Direktor hier.

Wollt ihr mir schon mal anschauen, den prominenten Besucher?

Ich frage mich nur, was Sie von Kürten wollen.

Das kann ich Ihnen gerne sagen. So einer ist doch eine entartete Kreatur.

Eine Bestie in Menschengestalt.

Bei dem heutigen Strafgesetz muss ich sogar fürchten, dass er mit Paragraf 51

durchkommt und er noch nicht mal seinen Kopf verliert.

Jeder Tag, den ich ihn hier durchfüttern muss, ist doch eine Verschwendung von

Volksvermögen.

Genau.

Unbefristetes Besuchsrecht.

Kann ich jetzt zu Ihnen.

Bitte besuchen Sie.

Unbefristet.

Aber beeilen Sie sich.

Denn eines sage ich Ihnen, die Zeiten ändern sich.

Und dann hat sich dieses kranke System mit seiner jüdisch verzippten Justiz

erledigt.

Die Leute von der Zeitung dürfen nicht mit mir sprechen.

Sie sind etwas besonders, Herr Lang.

Vielleicht könnten Sie veranlassen, dass mir die Handschellen abgenommen werden?

Vergiss es, 457.

Hm, 457, das ist meine Nummer hier.

Wie ist das Essen?

Ganz gut.

Heute gab es saure Bohnen mit Kartoffelbrei.

Wie werden Sie behandelt?

Ganz gut.

Gemessen an früher.

Was meinen Sie damit?

Tja, ich habe mehr als die Hälfte meines Lebens im Gefängnis verbracht.

Am Anfang waren das kleine Sachen.

Diebstahl, Brandstiftung. Aber im Gefängnis haben sie mich wie einen

Schwerverbrecher behandelt.

Blutig geprügelt haben sie mich.

Tagelang einfach so in der Zelle liegen lassen.

Die Hände haben sie mir gebunden.

Einmal hat man mich gefestigt, sich ganz Düsseldorf geführt und zur Schau

gestellt. So eine Erniedrigung.

Während des Krieges hätten Sie mich fast verhungern lassen.

So etwas würde man heute nicht mehr mit Ihnen machen.

Sie sind eine Berühmtheit.

Haben Sie deshalb getötet, um berühmt zu

werden?

Nein.

Als ich die Mädchen würgte, habe ich gedacht, so, das haben die jetzt davon.

Wer?

Die Mädchen?

Ach, wo.

Die, die mich gequält haben im Gefängnis.

Frauen und Kinder.

Dafür.

Gerade Kinder.

Weil Sie so unschuldig sind.

Die Leute draußen denken, Sie sind ein Monster.

54.7 muss jetzt gehen.

Tja, vielleicht hat es gut gemeint mit Ihnen.

Herr Lang, Sie konnten Gott sei Dank ein anständiger Mensch werden.

Guten Tag, Herr Lang.

Wir

waren

zehn Kinder daheim.

Als junger Kerl habe ich für einen Hundefänger gearbeitet.

Das Töten von Hunden ging mir leicht von der Hand.

Eigentlich wollte ich einen zeichnerischen Beruf erlernen.

Aber mein Vater zwang mich in die Eisengießerei, in der er selbst

arbeitete. Und da wird ja bekanntlich viel Alkohol konsumiert, hauptsächlich

Schnaps.

Ich wurde stark misshandelt als Lehrling.

Schläge über Schläge.

Nicht nur von dem Vater.

Die Not war sehr groß.

Vater versofft das ganze Geld.

Und im Rausch war er zu allem fähig.

Er ging mit dem Brotmesser auf mich los.

Wollte mir die Kehle durchschneiden.

Ich habe mich ganze Nächte in Koks versteckt.

Währenddessen hat er meine Schwester...

kam

es zu Blutschande.

Ich habe mich dann immer im Wald herumgetrieben, als das wieder geschah.

Was hat Ihre Mutter da getan?

Später hat sie ihn angezeigt.

Dann musste er ins Zuchthaus für zwei Jahre.

Da haben wir schrecklich gehungert.

Ich war in der Zeit oft bei meiner Freundin.

Ihr Bruder hat ausgesagt, dass Sie mehrere Bekanntschaften hatten.

Und als sie einmal eine mit nach Hause brachten, hätte ihre Mutter gesagt, das

verbiete ich dir, du hast doch schon zwei Freundinnen.

Und da hätten sie voller Wut durch das geöffnete Fenster von außen einen

Ziegelstein nach ihrer Mutter geworfen und sie um ein Haar am Kopf getroffen.

Ich habe meine Mutter sehr geliebt.

Sie nicht?

Auch ich habe meine Mutter sehr geliebt.

Als Kind war ich auch krank.

Im Fieber kehrte dieser Traum immer wieder.

Der Tod kommt zu mir ans Bett, streckt seine Hand nach mir aus.

kam dann meine Mutter zu mir.

Obwohl ich nicht geschrien hatte, sie hatte wohl gespürt, dass ich sie

brauche.

Und sie kam an mein Bett.

Ich musste keine Angst haben.

Unser Vater im Himmel würde über mich wachen.

Mir würde kein Leid geschehen.

Als sie im Sterben lag, konnte ich nicht bei ihr sein.

Warum?

Ich drehte gerade einen Film.

Aber Ihre Mutter ist an Ihr Bett gekommen, als Sie sie brauchten.

Als sie beerdigt wurde, war der Film immer noch nicht abgedreht.

Aber Sie sind trotzdem zur Beerdigung.

Nein.

Ich konnte nicht weg.

Und das werden sie sich niemals verzeihen, oder?

Bitte nicht!

Ich werde dir Gott sein! Bitte lass mich nicht!

Willst du beten? Dann nimm den Kopf hoch! Nimm deinen Kopf hoch und bete!

Hilf mich!

Hilf mich!

Es gibt keinen Gott!

Siehst du, Fritz? Es gibt keinen Gott!

Herr Langmann, ist dort Hamburg, die Redaktion?

Sehr gut, notieren Sie.

Kürtenprozess angelaufen.

Im Exerzierseil der Kaserne der ehemaligen 73er Fusiliere, der für die

kommenden Verhandlungswochen zum Gerichtssaal umfunktioniert wurde,

findet sich die große internationale Presse ein. Die Welt will wissen, wie

das heutige Deutschland mit einem Massenleiter wie Kürten umgeht.

Der Angeklagte hat gesagt, dass er nicht anders kann.

Das heißt also, dass er morden muss.

Damit hat er sich selber seinen Todesurteil besprochen.

Dieser Mensch muss ausgelöscht werden wie ein Schaffeuer.

Dieser Mensch muss ausgerottet werden. Dieser Mensch muss weg.

Ruhe, Ruhe, oder ich lasse den Saal räumen.

Sollen Sie mich doch zum Tode verurteilen?

Das Urteil wird sowieso nicht vollstreckt.

Ja, habe ich nachgelesen.

Wir leben schließlich in einer Demokratie.

Von den 96 verhängten Todesurteilen seit 1919 ist in den vergangenen 12

Jahren nur ein einziges auch vollstreckt worden. Das sind doch meine Chancen gar

nicht so schlecht.

Bekomme ich auch einen?

Nein.

Was ist denn mit dir?

Du sagst dem Richter und der ganzen Welt, dass die Frauen, die du

bestialisch ermordet hast, selber schuld sind.

So von wegen, wenn das Weib zum Mann will.

Aber so war es auch.

Ich hatte schon immer einen starken Geschlechtstrieb. Aber die Frauen

wollten auch unbedingt.

Es gibt zu wenig Männer.

Die haben.

nahm ohne Aufforderung mein Glied in ihre Hände und rieb. Aber du hast sie

getötet.

Und wenn du da draußen beim Manne kein Verständnis für deine Taten wecken

kannst, was dich zu Morden getrieben hat, welcher Wahn dich ritt, dass du an

allem gar nicht schuld bist,

dann wirst du für alle der Vampir aus Düsseldorf bleiben.

Und sie werden dich vernichten.

Schon allein aus gesundem Volksempfinden.

Hast du mal mit Gennart gesprochen?

Bekommt meine Frau die 15.000 Belohnung für meine Entreifung?

Was?

Dann wüsste ich wenigstens, sie ist versorgt.

Was ist denn?

Ich gehe.

mit deinem Vater sprechen.

Nein, nein, geh nicht.

Du kannst auch alles sagen, was du hören willst.

Bitte tu das. Geh nicht zu meinem Vater.

Viel besser als die Erpresser-Geschichte.

Möchtest du dich nicht setzen, Zimmer?

Keine Zeit. Ich bin gekommen, um mit Fitz zu sprechen.

Ich bekomme ihn nicht mehr zu Gesicht. Er schiebt mir seine Notizen unter der

Tür durch und ich schreibe dann die Szenen nieder.

Alles steht bereit, Thea.

In Staaten werden die letzten Kulissen errichtet. Stab und Besetzung steht.

Alles nach seinen Wünschen.

Unser größter Trumpf ist die E-Kollision.

Ich lebe nur mit sechs Drehwochen.

So lange wird der Kürtenprozess wohl allemal dauern.

Und dann gilt es, Kürtens Verurteilung, womöglich die Hinrichtung, mit der

Herausbringung des Films zu synchronisieren.

Es ist wahrlich Konjunkturausnutzung.

Natürlich, für einen guten Film.

Der neue Fritz Lang Film kann der absolute Kassenschlager der

bevorstehenden Kinosaison 1931 werden, wenn... Wenn wir im Zeitplan bleiben.

Ja, aber dafür brauchen wir ein fertiges Buch, der Schluss fehlt.

Kannst du mir sagen, wie der Film enden soll?

Das kann nur er.

Hattest du kein Mitgefühl?

Keine Gewissensbisse?

Das Mitgefühl hat man mir ausgetrieben.

Hätte ich Mitleid mit meinem Vater haben müssen, wenn er meine ältere Schwester

prügelte oder mich im Suff hernahm?

Dein Vater sagt, du seist ein guter Junge gewesen.

Und es wäre seine Schuld.

Ja, dir gesagt.

Ich war 25 Jahre alt und Leutnant

in einem österreichischen...

Viel Glück.

Danke. Ich sollte die feindliche Stellung brauchen,

damit meine Feldbatterie

gezielt Feuer aufnehmen konnte.

Ich habe etwas gehört, ich habe sicher etwas gehört.

Es ist nichts da.

Vielen Dank.

Meine grausamen Taten haben immer vor meinem geistigen Auge gestanden und

mich gequält.

Jeden Tag haben sie mich hinausgetrieben.

Keine Ruhe gegeben.

Keine Ruhe.

Nach irgendeiner Erleichterung.

Verlangt nach Blut. Egal, ob von einer Frau oder einem Kind.

Ich wollte Söhne.

Für all das, was mir angetan wurde.

Der Tarn war so stark, dass

ich... Mir war es egal,

was ich hier tue oder mache.

Ich habe blindlings und wahllos auf einen Opfer losgestochen.

Immer, immer muss ich durch Straßen gehen.

Und immer spüre ich, da ist einer hinter mir her.

Das bin ich selber.

Und verfolgt mich.

Mutlos.

Aber ich höre es doch.

Ja, manchmal ist mir, als ob ich selber hinter mir herliefe.

Ich will davon, von mir selber davonlaufen.

Aber ich kann nicht, kann mir nicht entkommen.

Muss, muss den Weg gehen, den es mich jagt.

Muss rennen, rennen, endlose Straßen.

Ich will weg, ich will weg.

Und mit mir rennen die Gespenster und Müttern und Kindern.

Die gehen nie mehr weg.

Die sind immer da.

nicht, wenn ich's tue.

Wer weiß denn, wie sie mir aussieht, wie es schreit und brüllt bei ihnen,

wie ich's tun muss, will nicht, muss, will nicht.

Im Feld des Morgens früh, ehe noch die

Nebel sanken, die Halme fallen und

wanken, es denkt die junge Mädelin an

ihren Schatz.

Diva.

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