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Diterjemahkan oleh FaislanK untuk @SHeJUa Channel
Sam!
Sam?
Keine Sorge, Kleine.
Alles in Ordnung.
Sam, hörst du mich?
Sam.Kannst du mich verstehen?
Sam, du bist jetzt in Sicherheit.
Sam, verstehst du, was ich sage?
Ist das besser?
Sam, hast du eine Ahnung,was dir passiert ist?
Aber du weißt, wer du bist,
oder?
Sam?
Das weißt du doch, oder?
Du weißt, wer...
Das ist alles ein Spiel.
Tut mir leid,
keine Ahnung, was du da redest.
Ich bin Dr. Green.
Und ich bin hier, um dir dabei zu helfen,dich zu erinnern.
Weißt du, du...
hast eine Menge durchgemacht.
Und...
dir wurden
ziemlich starkePsychopharmaka verabreicht.
Und deshalb bist du verwirrt.
Aber die Ärzte hier
haben dir Medikamente gegeben,
eine Art Gegenmittel,wenn du so willst,
um deine Erinnerung zurückzubringen.
Unglaublich, wie viel Glück du hattest.
Du hast nur ein gebrochenes Bein.
Alles wird wieder gut werden.
Du musst dir keine Sorgen machen.
Das ist alles ein Spiel.
Okay.
Versuchen wir mal was anderes.
Wo, denkst du, bist du gerade?
Im Labyrinth.
Wir sind im Santa Caterina.
Im Krankenhaus.
Also sind Sie ein Arzt?
So in der Art.
Mein Job ist es, böse Männerwie den Kidnapper zu finden,
der dich in ein Gefängnis gesteckt hat,
das du "Labyrinth" nennst?
Ich wurde gekidnappt.
Wer bin ich?
Dein Name?
Dein Name ist Samantha Andretti.
Du bist an einem kaltenFebruar-Morgen verschwunden,
als du auf dem Weg zur Schule warst.
Gestern Abend
hat dich eine Polizeistreife aufgesammelt.
Und du
standest unter Schock.
Sie fanden dich auf einer Straßemitten in einem Sumpfgebiet.
Der Kidnapper...
hat dich vielleicht gehen lassen.
Oder du konntest fliehen.Das wissen wir nicht.
Hinter diesem Spiegel
sitzen Polizeibeamte und lauschen jedem
unserer Worte.
Es gibt keine Spiegel im Labyrinth.Spiegel sind verboten.
Na, siehst du? Da hast du es ja.
Also, du bist hierund da hängt ein Spiegel.
Dann kannst du doch nicht mehrim Labyrinth sein, richtig?
Sam, weißt du, leider
können wir nicht warten, bis das...
Gegenmittelzu den Psychopharmaka wirkt.
Wir müssen jetzt rausfinden,woran du dich erinnerst.
Du willst doch nicht,
dass einem anderen Mädchen passiert,was dir widerfahren ist, oder?
Nein.
Dann musst du mir helfen,dieses Monster zu fangen.
Denn das ist er.
Ich?
Noch kennen wir nicht mal seinen Namen.
Aber wir werden ihn finden.
Du und ich. Wir zusammen.
Sieh mal...
Das weiß er wahrscheinlich nicht,
aber es gibt einen Ort,
von dem keiner entkommen kann.
Und genau dort werden wir ihn aufspüren.
Weißt du, er ist
nicht nur hier draußen.
Er lebt auch in deinem Geist.
Das ist alles ein Spiel.
Nein, nein.
Meine liebe Sam, du wurdest gerettet.
Gerettet?
Ja.
Sam, ich weiß, wieso der Kidnapperkeine Spiegel im Labyrinth haben wollte.
Er wollte nicht, dass du weißt...
Was?
Na ja, dass die Zeit vergeht.
Sam, du wurdest vor 15 Jahren entführt.
VERMISST
15 Jahre ohne jede Spur.Ohne Hinweise. 15 Jahre Stille.
Ein langer Albtraum, der endlich...
Ich verlange doch nicht zu viel, oder?
Nur etwas mehr Zeit...
Mehr Zeit...
Wir wissen zwar bislang nicht,wie Samantha Andretti heute aussieht,
aber wir erinnern uns wohl alle
an das damals 13-jährige Mädchen,
das auf dem Weg zur Schuleverschwunden ist.
Ich suche nicht nach Mädchen.
Ich treibe Schulden ein.Bargeld.
Samantha Andretti wurdeunter Aufsicht
in das KrankenhausSanta Caterina eingeliefert.
Im Moment können wir nichtsweiter dazu sagen. Danke.
Das am schwierigsten zu jagende Tier
ist der Mensch.
Seit 30 Jahren jage ich Schuldner,
untreue Partner, Diebe aller Art...
Irgendeiner stiehlt jemandemGeld und verschwindet.
Dieser Jemand ruft mich anund bezahlt mich dafür,
sein Geld wiederzubekommen.
Bis jetzt habe ich mich nie gefragt,warum ich tue, was ich tue.
Es ist meine Arbeit.
Aber heute...
Heute ist es was anderes.
Weil ich heute weiß,dass ich sterben werde.
Ein Ende der derzeitigen Hitzewelle
ist leider nicht in Sicht.
Die Behörden haben inzwischenden Notstand ausgerufen.
Viele Menschen verlassen ihre Häuseraufgrund der hohen Temperaturen
nur noch in den Abendstunden.
Bei der Hitze kommst du extra hierher?
Du hättest anrufen können.
Du weißt, ich mag keine Telefone.Also?
Wie ist es gelaufen?
Er ist nicht so lange geblieben wie sonst.
Und er hat erst nach ein paarGläsern angefangen, zu erzählen.
Du siehst wirklich ziemlichscheiße aus. Und du stinkst.
Tja, tut mir leid. Rede weiter.
Sieht wohl so aus, als wäreein Profiler bei dem Mädchen.
Ein Profiler?
Ja.
Ein Spezialist aus dem Ausland.
Sein Name ist Green.
Bauer sagt,er wäre sehr gut.
Ja, aber was will ein Profilervon Samantha Andretti?
Die versuchen, in ihren Kopf zugelangen.
- Mein Gott...- Du sagst es.
Was dagegen, wennich mich einen Moment hinlege?
Bis mein nächster Kunde kommt, gerne.
Gib mir dein Jackett.
Ich stecke es in den Trockner.Dann riecht es wieder besser.
Konntest du sonst noch wasaus dem Arschloch rauskriegen?
Dass das Mädchen von einer Streifeaufgegriffen wurde,
ist erfunden.
Die Polizei wurde informiert.
Ein anonymer Anruf?
Diese verfluchten Mistkerle...
Jetzt suchen sie nach dem Anrufer.
Falls ich einschlafen sollte,wecke mich bitte.
Was soll das bedeuten?
Wieso lachst du, Genko?
Hier steht, dass du sterben wirst.
Ich habe eine Art Infektion am Herz.
Keine Ahnung, woher.Nicht mal die Ärzte wissen es.
Das Gute ist, dass esplötzlich passieren wird.
Ich werde praktisch nicht mal merken,dass ich sterbe.
Wie lange?
Zwei Monate.
Und wie lange weißt du es schon?
Seit zwei Monaten.
Sie sind unsere letzte Hoffnung.
Gestern Nacht starrte ich an die Decke.
Wartete auf Mitternacht.
Darauf, dass irgendwas passiert.So wie Aschenputtel.
Und dann sprechen sieheute Morgen im Fernsehen
über dieses Mädchen, das aus demNichts wieder aufgetaucht ist.
Also sage ich zu mir "Bruno,
vielleicht ist noch etwas Zeit.Vielleicht...
kannst du noch was tun."
Was hast du mit Samantha Andretti zu tun?
Dein Leben lang hast du dichnicht um Menschen gekümmert.
Ich habe dich kennengelernt,als du ein scheues kleines Mädchen warst.
Ich gehe jetzt besser.
Nein, bleib hier.Ich sage den Termin ab.
Nein, lieber nicht.
Ich weiß, du hasst Telefone.Aber ruf mich später an.
Ja, mache ich.
Also, Sam,
ich will, dass du mit mir
zurück ins Labyrinth gehst.
Keine Sorge.
Diesmal bin ich bei dir.
Bist du bereit?
Was ist deine erste Erinnerungan das Labyrinth?
Grau.
Die Wände sind grau.
Nein.
Sie verändern ihre Farbe.
Sie sind lebendig.
Wo ich bin,gibt es kein Ende und keinen Anfang.
Wenn das stimmt,
wie bist du dann dort hingekommen?
Ich weiß es nicht.
Bist du allein?
Nein.
Kannst duirgendjemanden sehen oder hören?
Nein.
Tja, wie kannst du dann sagen,
dass du nicht allein bist?
Da ist der Würfel.
Der Würfel?
Das erste Spiel war der Würfel.
Ich bin aufgewacht und er war da.
Wieso?
Warum war er da?Wer hat ihn da platziert?
Ich weiß es nicht.
Zuerst jagt er mir Angst ein.
Aber ich habe Hunger.
Ich habe solchen Hunger.
Ich will nichtüber meinen Hunger nachdenken.
Deshalb hebe ich ihn aufund fange an, zu spielen.
Ich habe das Essen verdient.
Und hast du weitergespielt?
Und ich habe ein Bett gekriegt.
Schon bald hatte ich festgestellt,
dass das Spiel immer schwieriger wurde...
je länger ich spielte.
Ich kriegte keine weitere Belohnung.
Und ich wurde wieder hungrig.
Aber das war nicht das Problem.
Denn ich bekam auch Durst.
Niemand sagt einem das, aber
durstig zu sein
ist viel schlimmer als Hunger zu haben.
Nur, um irgendetwas
trinken zu können, würde man
sich die Pulsadern aufschneiden.
Ich habe es sofort bereut.
Und ich wollte es wieder gut machen.
Es tut mir leid. Es tut mir...
Es tut mir so leid.
Das werde ich nie wieder tun.
Vergib mir.Ich werde es nie wieder tun.
Jedes Mal,wenn ich etwas gebraucht habe,
Essen,
eine Zahnbürste,
frische Kleidung...
war alles, was ich tun musste,das erste Labyrinth zu beenden.
Ich verstand nicht, wo der Witz war,mich dazu zu zwingen,
dieses dämliche Spiel zu spielen.
Ich meine,
das erste zu beenden,war noch ziemlich leicht.
Aber dann kapierte ich.
Wenn ich alle Labyrinthebeendet hätte,
dann würde er mich gehen lassen.
Er?
Wer ist "Er"?
Das Labyrinth.
Und war es so?
Du hast den Würfel
komplett gelöst,
und dann
hat das Labyrinth dich gehen lassen?
Die vierte Seite habe ich nie gelöst.
Und der Vierte gossseinen Becher über die Sonne.
Ich bat die Sonne,die Menschen mit Feuer zu verbrennen.
Und die Menschen wurdendurch große Hitze verbrannt,
aber sie lästerten den Namen Gottes.
Und was soll das bedeuten?
Das Dokument belegt, dass ichfür den Fall verantwortlich bin.
Der Vertrag ist 15 Jahre alt.
Und mittlerweilesind Samanthas Eltern tot.
Soll das ein Scherz sein?Deshalb verjährt er ja nicht.
Was hast du ihnen damals gesagt,als sie dich angefleht haben,
ihre einzige Tochter zu finden?
Dass sie damit nur ihr Geld verschwenden.
Dass sich die Polizei darum kümmert.Warum hat sie das nicht?
Ich weiß schon, was du vorhast.
Du willst an der Sache verdienen, was?
Das ist erbärmlich.
Da Samantha Andretti nun gefunden wurde,
hast du hier nichts mehr zu suchen.Gehen wir.
Darf ich fragen, wie die Suchenach dem anonymen Anrufer läuft?
Scheiße nochmal, was weißt duvon dem Anrufer?
- Sag schon!- Ruhig, Mensch.
Also, sag schon. Was willst du?
Ich will nur den Anruf hören.
Kommt gar nicht in Frage.
Man wird denken,ihr wollt die Lorbeeren dafür einheimsen,
dass das Mädchen wieder da ist.
Hey, hey. Auseinander!
Du wartest hier!
Komm mit.
Na, los.
Notrufzentrale?
Ich will mit der Polizei sprechen.
Signore, was ist Ihr Notfall?
Da ist eine Frau.
Sie braucht Hilfe.Sie hat ein gebrochenes Bein.
Hatte sie einen Unfall?
Sie ist nackt.
Ich weiß nicht,was mit ihr passiert ist.
Ist sie bei Bewusstsein?
Kennen Sie die Frau?Sind Sie verwandt?
Nein.
Wissen Sie ihren Namen?
Nein.
Wo befindet sie sich gerade?
Auf der Dreiundzwanzigdurch den Sumpf.
Ich schicke sofort jemanden hin.
Können Sie mirIhre Personalien geben?
Ich habe es gemeldet.
Jetzt geht mich das nichts mehr an.
Wie kommt es, dass ihr ihnnoch nicht gefunden habt?
Er hat seine Stimme verstelltund ein gestohlenes Handy benutzt,
das er danach weggeworfen hat.
Und jetzt verpiss dich gefälligst.
Hast du wenigstens gegessen?
Noch nicht. Aber das werde ich.Versprochen.
Verausgabe dich nicht zu sehr.
Weißt du, ich habe etwas nachgedacht.
Du hast gesagt, ich kümmeremich nicht um Menschen...
Nein, ich wollte nicht...
Nein, schon gut. Hör zu.
Ich habe etwas Geld gespart.Das könntest du haben.
Was ist los? Hast du Schuldgefühle?
Ich brauche dein verdammtes Geld nicht.
Damals konntest duSamantha Andretti nicht retten.
Und jetzt versuchst du es mit mir?
Hör zu,ich muss jetzt auflegen.
Gut, aber ruf mich später an.
Ja, mache ich.
Tequila und ein Glas Milch, bitte.
Noch ein Bier,
bitte.
Kennen wir uns?
Sie werden dich verhaften.
Sie werden dich wegen Mittäterschaft ander Entführung der Frau einlochen.
Das ist dir klar, oder?
Wer zum Teufel bist du?
Die Spezialeinheitenda draußen werden bald
den Laden stürmenund alles durchsuchen. Danke.
Gestern Abend warst du doch im Sumpf.
Du hast das Mädchen gesehen.
Du hast angehalten und Hilfe gerufen.
Du hast nicht gewartet,bis die Polizei da war.
Bist abgehauen.
Ich habe eine Vorgeschichte.
Wollte keinen Ärger.
Weißt du, ich habe diesen Anruf gehört.
Du hast irgendwie verängstigt geklungen.
Das Mädchen war nicht allein,
oder?
Irgendjemand hat sie verfolgt.
Nach meinem Anruf
habe ich gewartet,bis die Polizei eingetroffen ist.
Das ist mir doch scheißegal,ob du da gewartet hast.
Wen hast du gesehen?
Ja, da war jemand im Wald.
Hast du dem Mann ins Gesicht gesehen?
Kannst du ihn beschreiben?
Es war kein Mann.
Willst du mich verarschen?
Das glaubt mir sowieso niemand.
Deshalb habe icham Telefon nichts gesagt.
Was soll ich dir nicht glauben?
Verflucht, rede doch.Sprich. Na los.
Er stand einfach daund beobachtete uns. Dieses...
Hatte er irgendwas bei sich?
Bist du hier, um mir zu helfen?
Es war ein Kaninchen.
Wie bitte?
Er hatte einen Kaninchenkopf.
Und rote,herzförmige Augen.
Ein Kaninchen...So ein Arschloch.
So ein Arschloch...
Vermisstenagentur Vasquez.
Hinterlassen Sie eine Nachrichtoder rufen Sie im Limbus an.
Scheiße.
Wenn wir in glücklichen MomentenBilder von uns machen,
denken wir sicher nicht daran,
dass wir einmal an einer dieser Wändehier landen könnten.
Auf jeder Schublade
ist das letzte Fotovermisster Personen,
bevor die Dunkelheit sie verschluckte.
Willkommen in unserembescheidenen Vermisstenbüro.
Wir
nennen es kurz den Limbus.
Ich habe versucht, anzurufen.Mein Name ist Bruno Genko.
Ich bin Privatdetektiv.
Simon Berish.
Wem verdanken wir IhrenBesuch, Signor Genko?
Normalerweise kümmere ich mich darum,
Schulden einzutreiben.
Ich habe nur einenVermisstenfall angenommen.
Samantha Andretti.
Die haben heute Morgen im Basislagervon ihr gesprochen. Drüben im Sumpf.
Ich habe mich gefragt, ob es in IhremArchiv auch Fälle von Kindern gibt,
die mit... Wie soll ich sagen?
...Kaninchen zu tun haben?
Ja, Kaninchen.Oder sowas in der Art.
Kaninchen?
In all den Jahren habe ich gelernt,jeder Spur nachzugehen.
Nun ja, Signor Genko,
das hier ist genau der Ortfür Merkwürdigkeiten.
Umso besser.
Es gibt nicht viele Polizisten,die hier arbeiten wollen, oder?
Ich nehme an,der Grund dafür ist,
dass nur die wenigstenVermisstenfälle jemals aufgeklärt werden.
Habe ich Recht?
Im Moment sind nur wir beide hier.
Meine Kolleginist schon eine Weile weg.
Sie ist an einem Fall dran.
Alice.
Wieso gehst dunicht wieder nach hinten?
Es wird nicht mehr lange dauern.
- Ich glaube, ich habe da was gefunden.- Ach ja?
Ist allerdings schon ziemlich lange her.
Robin Basso, zehn Jahre alt.
Ist am zwölften Juni 1983 verschwunden.
Taucht am 15. Juninach drei Tagen wieder auf
und steht unter Schock.
Der Junge war nicht in der Lage,zu erzählen,
was mit ihm in diesen 62 Stundengeschehen war.
Und wieso nicht?
Kurz nach diesem Ereignis
haben Mutter und Vater das elterlicheSorgerecht für den Jungen abgegeben.
Und so landete Robin Basso
in einem sogenannten Familienhaus.
Es war so eine Art Bauernhof.
Schlimme Sache.
Nur, was hat dasmit Kaninchen zu tun?
Hier steht weiter, dass die
Leiterin des Familienhauses später
um eine psychiatrische Beurteilungdes Knaben gebeten hat,
nachdem sie
nicht weit hinter dem Haus einenKaninchenfriedhof gefunden hatten.
Robin hat die Tieredort lebendig begraben.
Denkt ihr, das sind Zufälle? Sünderglauben nicht an die Macht Gottes.
Nun verfolge ich also ein Kaninchen.
Ich verfolge ein verdammtes Kaninchen.
Wenn es sein muss,bis ans Ende der Hölle.
Die Sündigen habenseine Warnungen ignoriert.
Und jetzt flüchten sie sich in die Nacht,weil sie keine andere Wahl haben.
Das Sonnenlicht blendet sie.Es verbrennt sie!
Wer sind Sie,so spät noch?
Mein Name ist Muster.
Ich bin Sozialarbeiter.
Natürlich erinnern wir unsnoch an Robin Basso.
Das Familienhaus
existiert nicht mehr.
Aber selbstverständlichhaben wir trotzdem
keines unserer besonderenKinder vergessen.
Inwiefern
waren Ihre Kinder
was Besonderes?
Haben Sie denn schon
jemals von den Kindern derFinsternis gehört, Signor Muster?
Nein. Ehrlich gesagt, nicht.
Das sind
vermisste Kinder,
die auf unerklärliche Weise
irgendwann wieder auftauchen.
Nach ein paar Tagenoder nach ein paar Jahren.
So wie
Robin Basso?
Oder wie
Samantha Andretti.
Sie haben vorhin gesagt,das sind
Kinder der Finsternis.
Wieso?
Weil sie
sehr oft in dunklen, unterirdischenHöhlen eingesperrt sind.
Lebendig begraben.
Und wenn sie dannwieder ans Tageslicht gelangen,
ist das für sie, als wären siezum zweiten Mal geboren worden.
Aber sie sind nicht mehr
die selben wie zuvor.
Robin Basso.
Hat er denn gar nichts gesagt,als er wieder hier war?
Die Finsternis
hatte ihn infiziert.
Was soll das heißen?
Dass Robin vor seinem Verschwinden
ein normaler Junge war?
Ja, ja, ja, ist schon gut, verflucht.
Ich gebe dir gleich was.
Das kommt ganz darauf an,was Sie unter normal verstehen.
In den drei Tagen,die er verschwunden war,
hatte sich Robin stark verändert.
Inwiefern? Ich verstehe nicht.
Als seine Eltern ihn hierherzu uns ins Familienhaus brachten,
hatten sie unbeschreibliche Angst
vor ihm.
Robin war ein einsamer Junge.
Und schüchtern.
Zuerst sah er aus wie jedesandere x-beliebige traurige Kind.
Aber dann tötete er diese Kaninchen.
Genau.
Wir wissen, warum Sie noch so spätin der Nacht hierhergekommen sind,
Signor Muster.
Vielleicht ist es an der Zeit,Ihnen jemanden vorzustellen.
Bunny.
Passen Sie auf, wo Sie hintreten.
Dieses Haus fällt auseinander.
Genau wie ich.
Und niemand kann irgendwas dagegen tun.
Signora,
wer ist Bunny?
Haben Sie doch nochein wenig Geduld, Signor Muster,
und Sie werden esmit eigenen Augen sehen.
Wir haben stets die Kofferder neu ankommenden Kinder überprüft,
um sicherzustellen, dass sie keine
Feuerwerkskörper, Messer
oder ähnliches dabei haben.
Wir wollten nicht,dass hier irgendjemand verletzt wird.
So... Irgendwo hier müsste doch...
Nein...Kann doch...
Da ist er ja.
Bunny.
Er ist damalsmit Robin hierhergekommen.
Er war in seinem Gepäck.
Kann ich das mal durchblättern?
Natürlich.
Lassen Sie sich ruhig Zeit.
DIE ABENTEUER VON BUNNY
Wir hatten
viele Tiere hier auf dem Hof.
Aber Robin
hat sich entschieden,die Kaninchen umzubringen.
Darum habe ich den Comic einbehalten.
Vielleicht hat das nichts zu bedeuten.Vielleicht
ist das
nur ein merkwürdiger Zufall.
Er dachte, er kann uns überlisten,dieser Bastard.
Aber wir haben es ihm gezeigt.Nicht wahr, Jungs?
Ja. Genau so.
"Mein Name ist Muster.Ich bin Sozialarbeiter."
Lügner!
Er ist nur ein neugieriges Arschloch.
Er heißt Bruno Genko.
Ich habe seine Papiere überprüft.
Und ich habe sein Handyund seine Autoschlüssel einbehalten.
Er wird nicht mehr von hier fortkommen.
Ich habe ihm einenguten Schlag verpasst.
Aber
vielleicht ist er schon wieder beiBewusstsein und denkt sich irgendwas aus.
Wir können ihm nicht vertrauen.
Kannst du mir vielleicht mal verraten,
warum überhaupt einPrivatdetektiv nach dir sucht?
Was hast du angestellt?
Sam?
Würdest du gern jemanden anrufen?
Darf ich?
Natürlich darfst du.
Alles in Ordnung, Sam?
Ich weiß nicht, wen ich anrufen soll.
Ich kann mich an niemanden erinnern.
Naja, nach 15 Jahren
ist das normal.
Die haben mich auchalle vergessen, oder?
Oh, das solltest du nicht sagen.
Das ist nicht wahr.
Doch, ist es.
Zu viel Zeit ist vergangen.
Sam,
sobald das
Gegenmittel
dein Blut reingewaschenhat von den Drogen,
willst du vielleichteinen Freund anrufen.
Ich war nicht allein in dem Labyrinth.
Da war eine Tür.
Erzähl mir von der Tür, Sam.
Wo bin ich hier bloß?
Hey.
Hörst du mich?
Bist du da?
Hab keine Angst.Ich will dir nichts tun.
Er will nur seineSpielchen mit uns spielen.
Ich will aber nicht spielen.
Wenn du nicht spielst,gibt es kein Essen.
Wenn du nicht spielst,dann wirst du verhungern.
Es ist ganz leicht.Ich kann es dir erklären.
Hi.
Hi.
Geht es dir gut soweit?
Hast du Hunger?
Ich habe was zu essen nebenan.
Du kannst abspülen,wenn du willst.
Du musst essen.
Und auch schlafen. Sonst wirstdu nicht bereit sein.
Du kannst nie wissen,wann ein neues Spiel beginnt.
Ich weiß über alles Bescheid.
Ich selbst bin das Spiel.
Er hat mir versprochen,
er wird mich danach gehen lassen.
Ich weiß nicht,wie lange das so weiterging.
Was genau meinst du?
Es waren vielleicht Tage oder Wochen.
Sie hat mich angefleht.
Und manchmal hat sie mich auch verflucht.
Du Miststück!Lass mich raus!
Lass mich hier raus!
Verdammte Hure!
Und dann
hat sie mich umEssen und Wasser gebeten.
Und dann
nichts mehr.
Und als ich den üblen
Gestank roch,
da wusste ich, das Spiel war vorbei.
Und ich hatte gewonnen.
Robin Basso wurde mitzehn Jahren entführt.
Er war drei Tage lang verschwunden.
Niemand weiß,was in der Zeit mit ihm passiert ist.
Zuvor ist er einsanftmütiger Junge gewesen.
Doch als er wieder auftauchte,war er irgendwie gewalttätig.
Wie hat die Alte es genannt?
Ich weiß. Ach, ja.
"Die Finsternis hatte ihn infiziert."
Und so nannte er ihn.Sohn der Finsternis.
Er ist der Kerl, nach dem ihr sucht.
Der Entführer von Samantha.
Werden Kinder schweren Formenvon Gewalt ausgesetzt,
verändert dasihre Persönlichkeit.
Umso mehr, wenn sie vonihrer Familie abgelehnt werden.
Das heißt, Robin Basso existiert
also bereits seit langer Zeit nicht mehr.
Und das ist genug,um nicht nach ihm zu suchen?
Falls ihr einen Anreiz braucht:
Auf dem Bauernhofwartet eine Leiche.
Ja. Wir haben eine Streife losgeschickt.
Aber wegen der Brände ist das Gebietim Moment leider nicht zu erreichen.
Dafür haben wirdas Narbengesicht gefunden.
Den anonymen Anrufer.
Und weißt du,was er gesagt hat?
Dass ihm ein stinkenderalter Mann mit Halbglatze
- ziemlich viele Fragen gestellt hat.- Ach, ja?
Und hat er euch auchvon dem Kaninchenmann erzählt?
Weißt du eigentlich, was einsadistischer Tröster ist, Genko?
Nein, das weiß ich nicht.
Erklär es mir. Was ist das?
Dr. Green sagt, dass,
im Gegensatz zu einem Serienkiller,
der Tod für einensadistischen Tröster etwas...
sehr Nebensächliches ist.
Er tötet dich nicht.
Tot nützt du ihm nichts mehr.
Dann kann er nicht mehr tun,was er sich für dich vorgestellt hat.
Seine vielen kleinen Spielchen...
Und willst du wissen,wieso man sie Tröster nennt?
Weil es ihr Ziel ist,
einen dazu zu bringen,diese Bestien zu lieben.
Und am Ende wirst du sie auch lieben...
weil du keine andere Wahl hast.
Wenn man also in den Fängeneines solchen Monsters landet,
kann man nicht mal darauf hoffen,schnell zu sterben.
Konzentriere dich wiederauf die Schuldeneintreibung, Genko.
Und nochmal werden wirdir das nicht sagen. Klar?
Warum macht ihr nichts?
Weil keine Kameras oderReporter hier sind?
Du nervst, Berish.Geh wieder nach Hause.
Auch eine eurer Kolleginnen
wird seit 24 Stunden vermisst.Aber nichts.
Bist du hier, um Ärger zu machen?
Ich bin hier, um zu erfahren,
- warum ihr nichts tut.- Fass mich nicht an!
Du kleiner Scheißer.
Die Hitzewelle ist erst der Anfang.
Das Feuer ist bereitsvor den Toren der Stadt.
Und während ihr euch noch fragt,was das bedeuten soll,
hat der Herr längstfür alle entschieden.
Der Strom kommt und geht.Tut mir leid.
Es sind zu viele Klimaanlagen an.
Ich weiß nicht, ob die Hitze
wirklich Anzeicheneiner drohenden Apokalypse ist.
Finden Sie nicht auch,dass die Predigerbeiträge im Radio
der Pfingstbewegung äußerst
entspannend sind?
Sie erwähnten einen Gefallen,um den Sie mich bitten wollen.
Ja, richtig.
Können Sie mir hierüber etwas sagen?
Bunny, das Kaninchen?
Ich habe immer gedacht,es wäre nur eine Legende.
Einen Augenblick mal.
Eine Legende?
Was meinen Sie damit?
Damit meine ich, dass dieser Comicgar nicht existieren sollte.
Wieso sollte er nicht existieren?
Und wer hat ihn entworfen?
Es steht kein Autor drin.
Es ist ein apokryphes Werk.
Aber was viel größere Bedeutung hat,
als dass uns der Autor nicht bekannt ist:
Es gibt keine Seriennummer.
Das heißt? Ist es ein Unikat?
Also ist es ein wertvolles Sammlerstück?
Aber was heißt das?Ich verstehe nicht.
Das Außergewöhnlichean diesem Comicbuch
ist nicht seine Einzigartigkeit,Signor Genko.
Sondern seine Bestimmung.
Das Prinzip der Spiegelgeschichten
ist bereits seit demneunzehnten Jahrhundert bekannt.
Mit dieser Technik konnte man
blasphemische Bilder
in scheinbar unschuldigenZeichnungen verbergen.
Aber wer konnteso etwas Teuflisches kreieren?
Und vor allem, zu welchem Zweck?
Ich werde oft vonKunstsammlern um Rat gefragt,
bevor sie sich ein neues Objekt kaufen.
Aber letztendlich
suchen sie nur nach etwas,das sie wieder zum Kind werden lässt.
Deshalb sind Comicbücherin meinen Augen auch
Werke der Freude.
Aber was Sie mir heute Abendgebracht haben, ist keine Freude.
Wie auch immer.
Mehr möchte ich gar nichthierüber erfahren, Signor Genko.
Und wenn ich Ihnen einenfreundschaftlichen Rat geben darf:
Schmeißen Sie es weg.
Der Tod ist wie ein Segelboot,
das in der Zeichnung eines Kindesauf dem blauen Ozean treibt.
Ich habe keine Angst.
Aber es reicht nicht,sich irgendwas zu wünschen.
Man kann sich nichtnur etwas vorstellen.
Man muss es sich verdienen.
Das am schwierigstenzu jagende Tier ist der Mensch.
Seit 30 Jahren
jage ich Schuldner,
untreue Partner und jede Artvon Dieben, die es gibt.
Irgendeiner stiehlt jemandem Geld und...
verschwindet.
Dieser Jemand bezahlt mich dafür,sein Geld zurückzuholen.
Naja, bis jetzt
habe ich mich nie gefragt,warum ich tue, was ich tue.
Es ist meine Arbeit.
Aber heute...
Heute ist es was anderes.
Weil ich bald sterben werde.
Also, weiß ich nicht,
ob ich die Aufgabe, mit der michdas Schicksal betraut hat, erfüllen kann.
Mein Name ist Bruno Genko.
Und mein Fachgebiet ist die Jagd.
Aber dieses Mal...
jage ich ein Kaninchen.
Nimm sofortdie verdammte Maske runter.
Lass sie...
Lass sie gehen.
Wen meinst du?
Ich flehe dich an.
Ich habe getan, was du gesagt hast.
Jetzt lass...
sie gehen.
Wer zur Hölle bist du?
Hat dich jemand hierhergeschickt?
Er ist ins Haus eingebrochen,
während wir geschlafen haben.
Er hatte eine Pistole.
Meine Frau...
Die... Die Mädchen...
Er hat gesagt,er würde sie alle töten.
Wo ist deine Wohnung?
Notrufzentrale?
Ich brauche einen Rettungswagen.Für einen schwer verletzten Mann.
Er wurde in den Bauch gestochenund hat viel Blut verloren.
Wir schicken einen Notarzt.Die Adresse?
Ich... Ich kenne ihn.
Einen Moment, bitte.
Was hast du gesagt?
Er hatte zwar
eine Maske auf, aber
ich
weiß, wer er ist.
Sam,
gab es in dem Labyrinth jemals eine Zeit,
in der du...
glücklich warst?
Was soll denn das für eine Frage sein?
Glauben Sie denn im Ernst,dass ich im Labyrinth glücklich war?
Nun, du hättest nicht überlebt,15 Jahre lang, wenn du
ununterbrochen nur Angstgehabt hättest.
Ich glaube, Angst ist dasideale Versteck für Monster.
Denn wenn du...
Wenn du sehr starke Empfindungen hast,
dann werden die echten Erinnerungendavon leicht überdeckt.
Wenn wir etwas über deinenKidnapper herausfinden wollen,
dann, glaube ich, müssen wir
anderswo suchen.
Eine Katze?
Ja. Sie hatten völlig Recht.
Oh... Ich...
Ich kann...
Ich kann nochimmer spüren, wie sein...
Sein kleines Herz schlägt,während ich ihn streichle.
Weißt du was, Sam?
Es ist gut,dass du dich daran erinnerst.
Weißt du?
- Wirklich?- Oh, ja.
Ich bin neugierig.Was denkst du, wie die Katze
in das Labyrinth gelangt ist?
Das ist doch nicht so eingemeines Spiel, oder?
Nein.
Nein...
Nein.
Das Kätzchen war kein Spiel.
Es war ein Geschenk.
Warum sollte dein
Kidnapper direin Flauschekätzchen schenken?
Tut mir leid,aber das verstehe ich nicht.
Ich weiß nicht.
Sam, bist du dir auch sicher,dass da wirklich eine...
Katze bei dir war?
Glauben Sie etwa,dass ich mir das ausgedacht habe?
Sie glauben mir nicht?
Wieso glauben Sie mir nicht?
Ich denke mir das nicht aus.Ich erinnere mich.
Ficken Sie sich!Ich bin doch nicht verrückt!
Ich habe nicht gesagt,ich glaube dir nicht.
Ich frage ja nur:
"Bist du dir auch sicher,
dass es wirklich
eine echte Katze war?"
Das ist eine legitime Frage.
Sam,
könntest du dein...
Nachthemd
hier aufknöpfen? Ich...
Ist schon gut. Keine Sorge.Ich gebe dir deine Privatsphäre.
Es ist wichtig.
Wie konnte ich das vergessen?
Ich glaube nicht,dass du es vergessen hast, Sam.
Es liegt wohl eher an den Drogen,die dir dein Entführer gegeben hat,
um dein Gedächtnis zu beeinflussen.
Was, denken Sie, ist mitdem Baby passiert?
Oh Gott, ich weiß es nicht, Sam.
Aber vielleicht finden wir esgemeinsam raus.
Weißt du?
Eigentlich dachte ich, dass für michdie Zeit abgelaufen wäre.
Aber stattdessen...
Tut mir leidmit deiner kleinen Freundin.
Aber sie hat sich kräftig gewehrt.
Er hat die Wahrheit gesagt.
Sein Name ist Peter Lai.
Er ist Zahnarzt.
Frau, zwei kleine Töchter...
Vor wenigen Minuten ist eineSpezialeinheit in Lais Haus angekommen.
Sie fanden alle in ihren Betten.
Wurden im Schlaf betäubt.
Wahrscheinlich mitirgendeinem Betäubungsspray.
Wie geht es ihnen?
Sie wurden nicht angerührt.
Bevor er ohnmächtig wurde,hat mir Peter Lai gesagt,
dass er den Einbrecher kennt.
Wusste er den Namen?
Den werde ich nur Signora Lai sagen.
Sie kennt ihn nämlich auch.
Aber vielleicht verrätihn euch der Zahnarzt.
Sobald er wieder gesund ist.
Das heißt, falls er überhaupt überlebt.
Dreckiger Mistkerl.Ich werde dich verknacken.
Magst du Einhörner? Bauer?
Na gut, Bruno. Von mir aus.
Wir werden dir Lais Ehefrau vorstellen.
Signora Lai,
das ist Bruno Genko.
Signora Lai, was können Sie mir
über Ihren Gärtner erzählen?
Unseren Gärtner?
Ich weiß nicht.Er kommt einmal im Monat.
Naja, Peter regelt das alles mit ihm.
Er hat ihn auch eingestellt.Man müsste Peter fragen.
Hat sich der Gärtner
jemals ungewöhnlich verhalten?
Ich weiß nicht, ist Ihnen vielleichtirgendetwas Seltsames aufgefallen?
Er hat uns angestarrt.
Könnten Sie das bitte noch ein wenigpräzisieren?
Manchmal drehte ich mich um und...
Und sah, wie er uns beobachtete.
Meistens, wenn wir alle zusammen waren.
Wenn Peter gerademit den Mädchen im Pool spielte.
Ich weiß nicht, wie ich eserklären soll.
Es war, als hätte er gerneall das, was wir hatten.
Aber unsere Mädchen haben denMann immer gemocht.
Und wissen Sie, wie er heißt?
- Nein.- Aber beschreiben können Sie ihn?
Ich hatte Mitleid mit ihm.
Wieso?
Er hatte ein verflucht großes Muttermal.
Und zwar
mitten im Gesicht.
Gib es an die Streifen raus.Und an die Phantombildzeichner.
Signora,
Ihr Ehemann
hat mir gesagt, der Mann,der gestern in Ihr Haus eingedrungen ist,
das war Ihr Gärtner.
Nein.
Es war ein Kaninchen.
Sieht er so aus?
Vielleicht trägt Robin Bassodeshalb jetzt eine Kaninchenmaske.
Wer weiß, wie oft er wegenseines Aussehens gehänselt
und gedemütigt wurde.
Und all die aufgestaute Wutdarüber hat ihn schließlich
zu dem werden lassen,was er heute ist.
Nein, nein...
In Robin Bassoschlummerte kein Monster.
Jemand hat ihn dazu gemacht.
In den drei Tagen, die er als Kind
entführt war, müssen einigegrausame Dinge passiert sein.
Dinge, die ihn geprägt haben
und ihn nochals Erwachsenen verfolgen.
Ich muss herausfinden, was.
Die Finsternis hat ihn infiziert.
Wieso denken Sie,Sie finden die Antwort hier im Limbus?
Ich bräuchte nur ein Fotovon ihm, bevor er verschwand.
Dieser Fall wurde in nur drei Tagengeöffnet und abgeschlossen.
Zu kurz für Robin,um in einer dieser Schubladen zu landen.
Dieser Dr. Green, der Profiler,
sucht nach einem erwachsenen Mann.
Doch ich weiß,dass ich einen Jungen aufspüren muss.
Und zwar möglichst, bevor er es tut.
Wieso?
Mal sehen, was wir für Sie tun können.
Ihrer Kollegin ist etwas zugestoßen,nicht wahr?
Sie machen sich Sorgen um sie,habe ich Recht?
Wir haben seit über 24 Stundennichts von ihr gehört.
Aber für sie
ist das typisch.
Sie war auf der Jagd nach jemandem,als sie verschwunden ist.
Suchen Sie nach einemKaninchen, Signor Genko?
Tja, meine Kollegin jagt auch Monster.
Seien Sie vorsichtig.
Ich will mir nicht auch nochum Sie Sorgen machen müssen.
Bevor er für drei Tage verschwand,
hat man Robin Bassoin der Nähe einer Kirche gesehen.
Damals gab es seltsame Gerüchteüber diese Kirche.
Sie sind tatsächlich hier aufgewachsen?
Ja.
Wir sind weggezogenals ich ein Teenager war,
aber ich habe noch viele Erinnerungenan die Gegend hier.
Auch an das Oratorium.
Ich bin vorübergehend in der Stadt undwollte meine alten Freunde wiedersehen.
Ich glaube nicht,dass ich Ihnen da helfen kann.
Damals gab es hier janoch einen anderen Priester.
Ja, natürlich.
Es gab damals einen Jungen.Robin Basso. Er...
Er hatte ein ziemlich großes Muttermal
im Gesicht.
Kennen Sie ihn?
Ich glaube,er hat hier Fußball gespielt.
Ja, richtig.
Da drüben ist eine Vitrine mit Trophäenund Fotos der Kirchenmannschaft.
Vielleicht finden Sie ihn ja.
Da hinten?
Ja. In dem Korridor.
Danke.
Und, fündig geworden?
Leider hatte ich nicht viel Glück.
Ich höre mich weiter um.Danke.
Waren Sie denn schon bei Bunny?
Bunny?
Ja, ist mir vorhin eingefallen.
Der alte Messdiener.
Sein echter Name ist Sebastian,aber alle hier nennen ihn Bunny.
Ist schon ewig hier.
Kennen Sie ihn etwa nicht mehr?
Doch, klar.
Bunny.
Ihm geht es nicht sehr gut.
Wir haben ihn dahin gebracht,wo ihm besser geholfen werden kann.
Deshalb bleiben alleReparaturen allein an mir hängen.
Und wo hat Bunny vorher gewohnt?
Hier unten im Keller.
Sein Zimmer wargleich neben dem Heizungsraum.
...weil ihr nicht wissen könnt,wann der Herr der Finsternis
sich entscheiden wird, euch zu prüfen.
Ihr müsst wachsam bleiben.
Er nimmt die Form des Schattens an
und versteckt sich dort,wo wir ihn am wenigsten vermuten.
Er hört uns.Er sieht uns.
Und während die Weltin diesem Augenblick erlebt,
wie mächtig der Zorn des Gottesder Heerscharen sein kann,
verlieren wir uns weiterhin in der Sünde.
Doch die Hölle ist bereits da, Brüder.
Was wir momentan erleben,ist nur ein Vorgeschmack auf das,
was uns noch erwarten wird.
Schlaf weiter, Süße.
Du musst dich ausruhen.
Schlaf ruhig weiter.
Schlaf weiter.
Ruh dich aus.
Sam. Geht es dir besser?
Habe ich das Babyins Labyrinth gebracht?
Ich glaube nicht,dass du schon schwanger warst,
als du entführt wurdest.
Du etwa?
Nein.
Nein, das...
Das ist nicht möglich.
Es muss eine andere Erklärungdafür geben.
Ich wünschte, esgäbe eine, aber tut es nicht.
Nein, es muss aber...
Es muss...
Sam.
- Nein.- Komm schon.
Du hast gesagt,dass du niemals, niemals, niemals,
niemals das Gesicht deines Kidnappersgesehen hast. Richtig?
Wie soll das möglich sein?
Ganz genau.
Ich habe niemals sein Gesicht gesehen.
Deine Tochter ist vielleichtimmer noch im Labyrinth.
- Und wartet auf dich.- Nein.
Nein. Nein.
Sie wartet darauf,dass ihre Mutter kommt
- und sie rettet.- Nein, ficken Sie sich, Dr. Green!
Nein.
Komm schon, Sam.
- Nein.- Komm schon.
- Nein!- Na, los. Komm schon. Raus damit.
Sag es doch.
Zu dir selbst und auch zu mir.
Dein Kidnapper ist dich manchmalim Labyrinth besuchen gekommen.
Du solltest versuchen, ehrlich zu sein.
Zu dir selbst. Das ist alles.
Die Dunkelheit.
Ich nannte es das Spiel der Dunkelheit.
Sie wollten es unbedingt wissen,nicht wahr, Dr. Green?
Sind Sie jetzt zufrieden,Sie Arschloch?
Nein. Natürlich nicht.
Ich habe nie das Gesicht von demSchweinehund gesehen.
Hallo, Bunny.
Was dagegen, wenn wir uns kurzunterhalten?
Ich habe auf dich gewartet.
Ach, ja?
Auf mich?
Du oder jemand wie du.Wen juckt es?
Ich habe euch alle reingelegt.
Als ich vor langer Zeit als Kindauf der Straße spielte,
kam ein Mann und sagte,er will mir etwas schenken.
Plötzlich zeigt er mir ein Comicheft.
Der Protagonist war
ein Kaninchen.
Aber er sagt, es gibt auch ein Geheimnis.Und er verrät mir, was ich tun müsste.
"Nimm einen Spiegel
und wenn dir gefällt,was du siehst, komm wieder zu mir."
Und was ist dann geschehen?
Ich war neugierigund bin zu ihm zurückgegangen.
Er nahm mich mit und sperrte michin ein tiefes, finsteres Loch.
Er hat mich im Dunkeln zurückgelassen.
Ich war nur ein kleiner Junge,der große Angst hatte.
Ich weiß nicht,wie laut ich geschrien habe.
Und auch nicht, wie lange.
Tage oder vielleicht Monate.
Aber dann öffnete sich die Tür und jemandstreckte seine Hand nach mir aus.
Es war ein Polizist.
Er sagte: "Jetzt bist du in Sicherheit".
Er wusste nicht, dass ich nichtmehr gerettet werden konnte.
Ich war verloren.
Und wie war der Name deines Entführers?
Bunny. Wie denn sonst?
Zumindest hat er mir das gesagt. Abervon anderen wurde er anders genannt.
Das ist doch
nicht etwa das Endeder Geschichte?
Die Finsternis hat dich infiziert.
Bunny
hat mich auserwählt.
Und dann hast duRobin Basso auserwählt.
Wer ist der andere Junge auf dem Foto?
Der neben Robin Basso,der mit der Brille?
Wer ist das?
Meinst du den mit der Brille?
Ich will seinen Namen hören.
Paul.
Paul Macinsky, glaube ich.
Ciao, Bunny.
Auf bald.
Als Nächstes werde ichPaul Macinsky besuchen,
den Jugendfreund von Robin Basso.
Vielleicht kann er michauf eine Fährte bringen.
Aber ehrlich gesagt,
habe ich wenig Hoffnung.
Signor Macinsky?
Paul?
Paul Macinsky?
Es machte mir nichts mehr aus,dass ich sterben würde.
Aber ich wünschte mir noch einmaleinen meiner vergangenen Tage zurück.
Einen Tag wie jeder andere, denman gleich wieder vergessen hat.
Einen ganz gewöhnlichen Tag,an dem man vergisst, dass man lebt.
Gott,
wie viele von solchen Tagen hatte ich?
Tage, die man vergisst, ohne sichzu fragen, ob sie von Nutzen waren.
Und jetzt wünsche ichmir nichts mehr als das.
Deshalb würde ich, wenn ich nureinen Tag nochmal erleben dürfte,
nicht den schönsten wählen,
sondern den normalsten.
Wer ist der andere Junge auf dem Foto?
Der mit der Brille?
Paul Macinsky, glaube ich.
Bist du Paul Macinsky?
Und wer zur Hölle bist du?Und was hast du hier verloren?
Erzähl mir von dem Bild,das da hängt.
Du bist ein Bulle?
Scheiße.
Ist von der Tochter eines Typen,bei dem ich Gärtner bin.
Ist das ein Verbrechen?
Wie ist sein Name?
Lai.
Er ist Zahnarzt.
Aber damals ist das nichtsein Name gewesen.
Wir waren als Kinder oft zusammen.
Als er eines Tages zu mir gekommen istund mir einen Job anbot,
hat er wohl gedacht,ich würde ihn nicht erkennen.
Doch ich wusste sofort, wer er ist.
Basso hieß das verfluchte Arschloch.
Robin Basso.
Freundchen?
Freundchen?
Er ist auf dem Weg zu ihr.
Samantha Andretti wurdeunter strenger Aufsicht
in das KrankenhausSanta Caterina eingeliefert.
Er will sie sich wieder holen.
Sam,
ich dachte, du hast Hunger.
Thunfisch oder Hühnchensalat.
Hühnchensalat?
Vortreffliche Wahl.
Das Essen hier,
im Santa Caterina,
ist widerlich.
Aber ich sage dir,
niemand
macht besserenHühnchensalat als meine Frau.
Nein!
Verdammt. Ich werde nie erfahren,wie es ausging.
Meine Frau wird mich umbringen.
Dienstag war Pizzatag.
Woher wusstest du,dass Dienstag war?
Das wusste ich nicht.
Ich habe es so entschieden.
Wenn Pizza gekommen ist,war es Dienstag.
Ich habe mich immer gefragt,wer die Pizza gemacht hat.
Ich habe mir einenjungen Mann vorgestellt.
Und er...
Er unterstütztmit dem Job seine Familie.
Und eines Tages
will er ein Motorrad kaufenund seine Freundin ausführen.
Die Pizza war mein einziger Kontaktzur Außenwelt. Die Pizza war...
der Beweis,
dass die Menschheitnoch existierte. Dass...
Dass die Welt da draußennicht am Ende war.
Noch nicht.
Weißt du was?
Jetzt, da du frei bist,
kannst du nach deiner Entlassung
deinen Pizzaboten ja
vielleicht ausfindig machen.
Entschuldige mich bitteeinen Moment.
Hallo?
Sie haben die Adresse vergessen.
Hallo? Hallo?
Tut mir leid,ich verstehe nicht ganz.
Hallo?
Ich brauche Ihre Bestelladresse.
Ihre Pizza.
Wohin sollen wir sie liefern?
Bereit!
Nochmal! Aufladen!
Willkommen im Santa Caterina.
Wir haben ihn gerade noch wiederbelebt.
Ja, aber nicht für lange.
Das hier hatte er eingesteckt.
Ich bin es.
Ich wollte dir nur
sagen, dass ich dir verzeihe.
Auch, wenn du weggelaufen bist.
Wir werden alleswieder in Ordnung bringen.
Da bin ich mir absolut sicher.
Jetzt bringe ich dicherstmal fort von hier.
Lass uns nach Hause gehen, Liebling.
Keine Bewegung, Basso.
Vermisstenagentur Vasquez.
Hinterlassen Sie eine Nachrichtoder rufen Sie im Limbus an.
Keine Ahnung,wieso ich es nicht aufgebe.
Oder ob du diese Nachricht hören wirst.
Heute hast du dich offiziell seitzwei Tagen nicht gemeldet. Gratuliere.
Alice fragt nach dir.
Ruf sie doch wenigstens mal an.
Und vollkommen gleich,an welchem Fall du dran bist:
Er ist es nicht wert. Glaube mir.
Verdammtes Arschloch!
So lasse ich mich nicht übergehen!Du hättest uns anrufen sollen!
Er hat bereits alles zugegeben.
Auf dem Band nannte Genko meinen Namen.Deshalb haben sie mich gerufen.
- Du hättest uns anrufen sollen.- Tut mir leid, Jungs.
- Aber die Zeit war knapp.- Woher kennt ihr euch?
- War er bei dir?- Hast du Informationen rausgegeben?
Er war doch zuerst bei euch, soweit ichweiß? Ihr habt ihm nicht geglaubt.
- Willst du uns beschuldigen?- Nein.
Wenn es ihm besser geht,solltet ihr euch bei ihm bedanken.
Immerhin hat er euren Fall gelöst.
Er ist verstorben.
Vor zwanzig Minuten.
Es war nicht für uns.
Es war für sie.
Er hat es für Samantha Andretti getan.
Das wird leider nichts nützen.
Wieso nicht?
In einer halben Stunde werden wireine Pressekonferenz abhalten.
Eine Meldung hatten wirbisher noch nicht veröffentlicht.
Und sie betrifft Samantha Andretti.
Sie nennen euch "Kinder der Finsternis".
Hey.
Denn jedes Mal,wenn einer von euch befreit wird...
Hey!
Ist das wie eine zweite Geburt.
Du hattest Glück.
Wer weiß, wie viele Kinderder Finsternis noch da draußen sind.
Als Gefangene eines Monsters.
Ich weiß nicht, ob Samantha Glück hatte.
Vor einiger Zeit entdeckten sie dasGefängnis, aus dem sie entkommen ist.
Es war ein Fischerboot,mitten in den Sümpfen.
Dann stimmt es,was die Ärzte sagen?
Sie wird sich nie wieder erholen?
Sie spricht kein Wort.
Sie ist für immer in einemAlbtraum gefangen.
Berish.
Green.
Ich habe schon viel von Ihnen gehört,Dr. Green.
Ich hatte nur nicht erwartet,dass Sie noch so jung sind.
Ich brauche jetzt wirklich einen Kaffee.
Dr. Chang, bitte in die Kardiologie.
Dr. Chang in die Kardiologie, bitte.
Was ist deine erste Erinnerungan das Labyrinth?
Grau.
Die Wände sind grau.
Nein.
Sie verändern ihre Farbe.
Sie sind lebendig.
Wo ich bin, gibt es kein Endeund keinen Anfang.
Wenn das stimmt,
wie bist du dann dorthingekommen?
Ich weiß es nicht.
Sam,
ich habe Wahnsinns-Neuigkeiten.Rate mal.
Wir haben ihn gefunden.
Dein Kidnapper wurde verhaftet.
Das hätten wir ohne dich nicht geschafft.
Du kannst wirklich stolz auf dich sein.
Dann sind wir hier fertig?
Ja, meine liebe Sam.
Wo werden Sie jetzt hingehen,Dr. Green?
Oh, jetzt gehe ich wieder nach Hause.
Aber ich besuche dich bald. Versprochen.
Haben Sie ein schönes Haus?
Ja.
Und eine schöne Hypothekhabe ich auch dazu.
Wie ist der Name Ihrer Frau?
Adriana.
Und haben Sie auch Kinder?
Ja.
Wie heißen Ihre Kinder?
Warum interessiert dichmein Leben so sehr?
Mein Leben ist nicht sehr interessant.
Ich will es einfach wissen.
Johanna ist meine Älteste.Sie ist 36.
Dann ist da George, 34,und schließlich Marco,
der 23 Jahre alt ist.
Was machen sie so?
Marco ist an der Universitätund studiert Jura, George
gründet gerade seineeigene Computerprogrammierungs-
Firma mit ein paar Freunden und...
Johanna hat im letzten Jahr geheiratet
und ist Immobilienmaklerin.
Wo haben Sie Ihre Fraukennengelernt?
College.
Wir sind seit über 50 Jahren zusammen.
War es schwer,ihr Herz zu gewinnen?
Ich stand zuerst auf ihrebeste Freundin.
Sie hatte uns vorgestellt.
Und dann konnte ich nicht aufhören,an sie zu denken,
also habe ich ihr so lange zugesetzt,bis sie sich irgendwann
bereiterklärt hat,mit mir auszugehen.
Haben Sie ihr sofort einen Antrag gemacht?
Erst nachetwa einem Monat.
Mit einem Ring?
Konnte ich mir nicht leisten.
Also habe ich sie einfach gefragt.
Und damit hatte es sich.
Ist das ein Gegengift in meiner Infusion?
Nein.
Was ist dann da drin?
Ein Psychopharmakon.
Sind meine Erinnerungen echt?
Ein paar.
Der Rest:
Selbstinduzierte Halluzinationen.
Ist mein Bein gebrochen?
Ich würde dir niemals weh tun.
Wann wurde die echteSamantha Andretti gefunden?
Vor einem Jahr.
Und wie lange bin ich bereits hier?
367 Tage.
Wieso haben Sie mich glauben lassen,ich wäre Samantha?
Das ist ein Spiel.
Ja...
Wer sind Sie?
Wer bin ich?
Tut mir leid.
Diese Rundehabe ich gewonnen.
Da gratuliere ich dir.
Du hast wirklich gut gespielt.
Was wird jetzt passieren?
Das, was jedes Mal passiert.
Du wirst friedlich einschlafen
und wenn du aufwachst,
wirst du dich an nichts mehr erinnern.
Wie oft haben wir diesesSpiel denn schon gespielt?
Schon unsagbar oft.
Es ist dein Lieblingsspiel.
Du wurdest gerettet.
Geht es dir besser?
Deine Tochter ist vielleichtimmer noch im Labyrinth.
Erzähl mir von diesem Mann im Labyrinth.
Das ist ein Spiel.
Wer bist du?
Und wer bin ich?
Alice...
15 Jahre ohne jede Spur.Ohne Hinweise. 15 Jahre Stille.
Ein langer Albtraum,der nun unerwarteterweise
ein glückliches Ende nimmt.
Samantha Andretti wurde unter Aufsicht
in das KrankenhausSanta Caterina eingeliefert.
Im Moment können wir nichtsweiter dazu sagen. Danke.
Vermutlich ausermittlungstaktischen...
Beeinflusst die Gedanken anderer.
Sanfter Manipulator.
Dompteur.
Wie bitte?
Kreuzworträtsel.
Neun Buchstaben.
Souffleur?
Ganz genau.
Was machen Sie?
Schuldeneintreibung.
Ah, interessant.
Ich?
Ich bin im Ruhestand.
Was machen Sie zum Zeitvertreib?
Ich erfinde Spiele.
Und manchmal,
entwerfe ich Labyrinthe.
Labyrinthe?
Labyrinthe. Ja.
Danke.
Danke für das soufflierte Wort.
Danke für die Unterhaltung.
Inzwischen wächst die Sorgeum das Schicksal der Agentin Mila Vasquez,
die seit fast 24 Stundenvermisst wird.
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