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München heute.
Stadt der Kunst, der Wissenschaft, der Industrie.
Studentenstadt.
Olympiastadt.
Stadt, in der die Zukunft schon begonnen hat.
Das Millionendorf, sagen die einen, Weltstadt mit Herz, die anderen.
In München pulsiert das Leben wie in keiner anderen Stadt.
Hier ist die Lebenslust das Thema Nummer 1.
Die gute alte Bavaria.
Gut über 100 Jahre schaut sie auf ihre Stadt darunter. Mit ihrer weltberühmten
Oper, mit ihren Denkmälern und Bauten, für die bayerische Könige die
geplündert haben.
Und dafür, Gott sei Dank, das Militär vernachlässigten.
Räufen wollten halt nie werden, die Bayern.
Mit ihren herrlichen Kirchen und ihren Flössern.
Du bist ein schönes Münchner Mädel. Was zu denken von Küssen, Tanzen, Amore.
München zieht die Menschen an wie ein Magnet. Die Künstler, die Studenten
und junge Mädchen.
Mädchen, Mädchen, Mädchen. Eine hübscher und knackiger als die andere.
Von allen Seiten strömen sie nach München. Mit dem Flugzeug oder per
Über 15 .000 sind allein im letzten Jahr zugezogen.
Aber nur 8 .000 haben sich polizeilich angemeldet.
Wo sind die anderen?
Was tun sie?
Wie leben sie?
Wir wissen es und werden es Ihnen zeigen.
Hier hat das berühmte Fußballspiel Deutschland -Russland stattgefunden. Die
Deutschen haben 4 zu 1 gewonnen. Oh, indeed?
Da gehen wir weiter.
Die Zeltdächer sind die größten freihängenden Dächer der Welt.
Sie bestehen aus Stahlseilen und Plastikglas.
Das da vor uns ist die Mehrzweckhalle. Gleich daneben die Schwimmhalle. So,
jetzt müsste man das Partyzeug mithaben.
Terrific.
Gigantic.
Der Olympiaturm ist 290 Meter hoch.
Und das Restaurant da oben kann sich in dreiviertelgeschwindigkeiten drehen. Da
möchte ich mal rauf. Da muss man einen herrlichen Blick haben.
Hallo, meine Damen und Herren.
Ich heiße Cécile Baron und ich bin Französin. Sie wollen wissen, wie ich
geworden bin, Fremdenführerin in München. Oh, das ist eine sehr komische
Geschichte. Sie wollen hören?
Also. Eigentlich bin ich gekommen, um die deutsche Sprache zu lernen, zur
Familie Kasbauer, als Au -pair -Mädchen. Au -pair, das heißt Freikost und
Wohnung. Man hilft ihm aus, hält und bekommt ein wenig Taschengeld. Aber ich
erzähle lieber der Reihe nach, was mir da Lustiges passiert ist.
Na, was ist denn? Hast du keine Französin gesehen?
Trink es erst einmal.
Prost! Prost!
Mich schlägt's am Arsch.
So sagt man in Bayern für a votre santé.
Die Hausarbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Aber so viel war da nichts zu tun. Denn Pepi, der Sohn von Familie Kasbauer, war
immer um mich herum. Es wäscht.
Es wäscht.
Wir waschen. Ihr wascht.
Sie waschen.
Ich bügele, du bügelst, er bügelt, es bügelt,
wir bügeln, er bügelt, sie bügeln.
Ah, aber Peppi!
Da legst du nieder und stehst mir mal auf.
hat die ein Fotz und hat die Dudeln.
Und das ganze hier ist das Eicherlaut.
Sie fickst doch heute mit dem Langdruck.
Da bricht's aus.
Da geht's los.
Da werde ich ein ganzer Wider.
Mademoiselle Cécile!
Mademoiselle Cécile!
Mademoiselle Cécile!
Oh, Mademoiselle Cecil, ich wollte Sie fragen, wie dieses Wort heißt.
Mein Französisch ist in die Hosen gerutscht.
Darf ich hereinkommen? Non, non, Monsieur Kasbauer, ich gebe kein
die Nacht.
Morgen, Monsieur Kasbauer, wenn Madame dabei ist.
Ah, meine Oide.
Na, servus.
Glaubst du doch selber nicht, in 24 Minuten... Bonjour.
So, dann möchte ich direkt mal in die Kammer steigen. Bin ich schon.
Und die hat dich gelassen?
Blöde Frage.
Die ist doch Französin. Und Französinnen lassen immer.
Wie hast du das gemacht, dass sie dich reingelassen hat?
Ich habe gesagt, sie soll mir was erklären.
Was Französisches.
Und dann? Dann hat sie mich eben reingelassen.
Und weiter?
Dann hat sie mich rangelassen.
Mann, wie war das?
Weihnachten ist nichts dagegen.
Erzähl doch mal, was hat sie denn alles gemacht?
Mensch, frag doch nicht so dämlich. Der Kavalier genießt und schweigt.
Probier es doch selber mal, dann wisst ihr es.
Mensch, das ist die Idee.
Und wie hast du das geschafft, dass sie dich eingelassen hat?
Depp, ich hab halt gesagt, sie möchte mir bitte was erklären.
Was Französisches.
Und dann?
Dann hat sie mich eben... Was hat sie dich dann?
Reingelassen.
Ja, da legst du dich nieder.
Und verkaufst dein Festtagsgewand. Und was war mit der Technik?
Der Französischen?
Aber geht, probiert es doch selber aus, ihr Deppen, wenn ihr noch einen Schuss
im Rohr habt.
Ach, schlechte Idee.
Oh, ich weiß schon, wie die Deutschen über uns Französinnen denken.
Für sie ist die Französin eine Frau, die die Liebeskunst perfekt beherrscht und
alles tut, wovon ein Mann träumt. Und wenn eine Frau den stolzesten Teil des
Mannes küsst, dann sagen die Deutschen, jetzt machen sie es auf Französisch.
Dann habe ich auch gehört, dass die Dinger die Männer manchmal nehmen, auf
Deutsch Pariser heißen. Das ist sehr drohlich.
Cécile, machen Sie mir doch auf. Bitte.
Guten Abend.
Oh, Monsieur Charles, was wollen Sie?
Ich wollte nur was fragen.
Was Französisches.
Aber bitte kommen Sie herein, Monsieur Charles.
So ist das so unbequem.
Also, Sie wollen wissen, was heißt Liebe auf Französisch?
Alors, Charles, du musst dich erst ausziehen, mon cher.
So kann ich dir nicht sagen, was Liebe heißt auf Französisch.
Also, was heißt Liebe auf Französisch? Das ist nicht gut, wenn man das erklärt.
Das muss man machen.
Das muss man ganz einfach. Das ist genug.
Komm mit, wir gehen in ein Versteck.
Warum nicht hier?
Hier ist nicht sicher genug.
Das Bauchspionieren immer hinter mir her.
Verstehst du? Und zu erklären, was Liebe auf Französisch heißt, da brauchen wir
sehr viel Zeit und müssen ganz ungestört sein.
Verstehe, alles gut.
Schnell, schau.
Warte hier drin auf mich, ich komme gleich.
Wo willst du denn hin? Ich muss mich doch vorbereiten auf die Liebeschar.
Ach, Pille und so, verstehe. Ja.
Hallo, Cecile. Cecile, was willst du denn hier?
Ich habe alles mit angesehen.
Und nun?
Also, ich finde das prima, wie du das gemacht hast.
Und wie soll es jetzt weitergehen?
Oh, ich weiß nicht. Vielleicht, wie sagt man in Deutsch?
Lassen wir hier eine Nacht braten?
Pass auf, da war sowas besser.
Da steckt er drin, der Mörder. Ich habe die Tür gesperrt, dass er nicht raus
kann. Wie groß ist er denn?
Mindestens. Dann ist er üttes oder wildkotzen. Ist doch wurscht.
erwischst ihn. Den erwische ich.
Nein,
das wirst du ja mindestens fünf sein, wenn nur mehr Vogelschrot reicht.
Aberer Elendiger.
Nicht schießen.
Wir sind ganz friedlich.
Ja, was ist denn das?
Was? Das ist ja mein Kind.
Nein, bloß du bist ja auch ganz hübsch. Was? Dir gebe ich ein Französisch.
Ja,
wo ist das aus denn? Ihr habt ihm echt sowas zu trinken. Heu, was macht ihr?
Ja, doch sagt das heilige Donnerwetter.
Pippi, was willst du?
Mit aus dem Fenster zuschauen, was die Deppen da treiben.
Das
war
doch nicht so. Das war doch nur seine Wette.
Und du, alter Bock, wolltest sie aufrabbeln.
Was heißt das, Ramellen?
Ramellen, ja, das ist... Ich werde jetzt rübergehen.
Ich will aber wissen, was sind denn Ramellen?
Ramellen, das ist... Das hat mehrere Bedeutungen.
Deutsch ist schwere Sprache. Ist das so?
Du mich warm machen, mein Liebling.
Ich hoffe, du seist ein starker Münchner Mann.
Das weiß ich nicht.
Witt, witt, weg mit Hosen.
Und was sei das für ein Ding in Deutsch?
Das? Das ist mein Zipfel. Zipfel sagen wir für das.
Also, das heißt Zipfel.
Zipfel, das ist ein komischer Name für so eine süße Sache.
Und was ist das auf Bayrisch?
Das ist die Milchfabrik. Und das heißt in Paris das Kätzchen.
Was ist das, das Kätzchen? Mir leckt am Arsch, das wird bei uns auch.
Ich weiß, a votre santé.
Und jetzt musst du zu der kleinen Katze ganz lieb sein.
Ah, ist das Ramell.
Naja, das kann man schon sagen.
Mon dieu, das ist komisch, sehr komisch. Und ich habe immer gedacht, das heißt
auf Deutsch ficken.
Ah, tu un amour.
Oh, ich liebe Menschen.
Oh, ich liebe München. Oh, ich liebe München.
Da schlagt Cecil.
In München kannst du das erleben.
Voilà. Deshalb bin ich hängen geblieben in München.
Grüß Gott.
Zum Abschluss unserer Führung werden wir jetzt auf den Olympiaturm fahren.
Ich heiße Ina Tauchmann. Ich bin vor etwa zweieinhalb Jahren nach München
gekommen. Damals war ich gerade 17 geworden. Ich wollte endlich raus aus
Ruhrgebiet. Und außerdem hatte meine Mutter inzwischen wieder geheiratet. Und
mit meinem Stiefvater, da bin ich nicht so recht klar gekommen. Naja, Sie
verstehen schon.
Es ist für jedes Mädchen leicht, in München Arbeit zu finden. Wenn man nur
arbeiten will. Ich bin gelernte Kinderschwester.
Da reicht ein Blick in die Zeitung und man kann sich den Arbeitsplatz
Ich habe ihn mir auch kundlich ausgesucht.
Das heißt, das glaubte ich damals.
Drei Personenhaushalt, steinreiche Leute, die sich mir gegenüber benahmen,
ob ich schon lange zur Familie gehören würde.
Sie waren wirklich ungewöhnlich freundlich, Herr und Frau Brückemann in
Bogenhausen. Und die kleine Sylvie. Wir beide hatten uns sofort ins Herz
geschlossen.
Jetzt ist aber Schluss, Sylvie. Tante Ina muss sich auch mal ein bisschen
ausruhen. Ach, wir spielen doch gerade so schön.
Nein, jetzt spielst du für dich allein. Ich möchte Tante Ina etwas zeigen.
Ina, kommen Sie doch mal bitte.
Ja?
Was sagen Sie dazu, Ina?
Ist das ein schicker Bikini oder nicht?
Wirklich sehr hübsch. Der müsste Ihnen doch ausgezeichnet stehen.
Sie haben die richtige Figur dafür.
Das ist bestimmt sindhaft teuer. Und wann komme ich denn schon mal an den
Strand? Den können Sie genauso gut hier im Garten tragen.
Sie wollen doch wohl nicht den ganzen Sommer über in Ihrer Tracht herumrennen.
Ich weiß nicht, Frau Brückemann. Das ist sicher Ihrem Mann nicht recht.
Unsinn.
Der sieht sowas sehr gern.
So, das reicht mir für heute.
Außerdem spiele ich viel zu schlecht für Sie. Kommen Sie, holen wir uns ein
bisschen aus.
Eine furchtbare Erfindung. Ich fühle mich wie eingeschmiert.
Na, was ist? Wollen Sie sich nicht auch hinlegen?
Und ziehen Sie sich ruhig auch Ihren Bikini aus.
Niemand sieht uns. Ich hasse diese schrecklichen Streifen vom Sonnenbaden.
Na, kommen Sie schon. Wir sind doch unter uns Frauen.
Wenn Sie meinen.
Das stimmt schon. Ich habe auch etwas gegen diese weißen Streifen. Und
bin ich furchtbar gern in der Sonne.
Aber irgendwie kam mir die Sache komisch vor. Die eigenartigen Blicke von Frau
Brückemann, ihre übergroße Hilfsbereitschaft und vor allem ihre
machten mich stutzig.
Einen Bikini hätte ich auch selber ausziehen können.
Kommen Sie.
Es hat mir Spaß gemacht.
Sie sind sehr freundlich.
Jetzt vergessen wir mal, dass Sie bei uns angestellt sind.
Geben Sie sich so, wie Sie sich benehmen, wenn Sie mit Ihren Freundinnen
zusammen sind.
Sie gefallen mir, Ina.
Sie sind sehr lieb.
Sie haben einen süßen Körper, Ina.
Sie war ein bisschen lieb zu mir.
Zuerst war ich wie erstarrt.
War diese Frau bisher zu mir nur so nett gewesen, weil sie mich verführen
wollte? Warum war sie lesbisch? Wie konnte das möglich sein?
Sie hatte doch einen Mann. Ja, sie hatte einen ganz außergewöhnlich netten Mann.
Und sie hatte ein Kind.
Mir schossen alle möglichen Gedanken durch den Kopf.
Aber dann riefen mich Frau Brückemanns widerliche Berührungen in die
Wirklichkeit zurück.
Hören Sie sofort auf!
Ich bin bei Ihnen als Kinderschwester angestellt und nicht als Betthäschen.
Versuchen Sie das bitte nie wieder.
Dann muss ich kündigen.
Einverstanden.
Guten Abend.
Wir spielen, Sylvie.
Du kommst aber heute früh. Ich habe mir gedacht, bei dem schönen Wetter, mach
mal ein bisschen früher Schluss.
Spielst du mit mir? Nein, ich bin müde.
Ina! Ja, gnädige Frau?
Soll ich für Ihre Frau spielen?
Wollen wir mal sehen, wer besser ist.
Fertig? Fertig.
Und das ist Herr Brückemann. Er sah glänzend aus. Er hat mich nie fühlen
dass er reich war. Er war ein richtiger großer Junge.
Romantisch und immer zu Späßen aufgelegt.
Als unsere Hände sich berührten, war ich wie elektrisiert. Ich hatte mich doch
nicht etwa in ihn verliebt. Na, ist das Spielchen schon vorbei?
Es streckt mich heute zu sehr an. Du bist eben aus der Übung, das ist es.
Weißt du, worauf ich jetzt Lust hätte? Wir fahren auf einen Sprung in die Stadt
und mischen uns unters Volk.
Na, wie wär's damit?
Ach nein, ich bin zu kaputt.
Aber wenn dir danach ist, dann nimm doch Ina mit. Die freut sich bestimmt, wenn
sie mal rauskommt.
Nicht wahr, Ina?
Frau Brückemann war zu mir wieder so freundlich wie vorher.
Oder war das nur geheuchelt?
An diesem Abend habe ich mich so wohl gefühlt wie eigentlich noch nie.
Ja, ich war richtig glücklich.
Herr Brückemann benahm sich, als wäre er in mich verliebt. Und ich, ich habe das
Spiel mitgespielt.
Ich merkte gar nicht, dass es von ihm und von mir schon längst ernst war.
Ja, ich hatte mich in einen verheirateten Mann verliebt, in den Mann
Chefin. Ich habe versucht, ihn zu vergessen, aber ich sah ihn ja jeden
jeden Tag hat er mich spüren lassen, dass er von mir mehr haben wollte als
seinen Kuss.
Und dann kam der Donnerstag, an dem Frau Brückemann ihren Pritschabend hatte.
Ich war früh in mein Zimmer gegangen.
Herr Brückemann war mir nachgekommen.
Er war sehr zärtlich zu mir.
Und so bin ich seine Geliebte geworden.
Ich hatte ein sehr schlechtes Gewissen, bestimmt.
Aber ich habe ihn auch von ganzem Herzen geliebt.
doch gewusst.
Kaum dreht man den Rücken, schon stürzt sich der Herr Gemahl auf das
Dienstpersonal. Und dieses Unschuldslämpchen fällt auch prompt auf
Bitte, Katja, nicht hier.
Keine Angst, ich streite mich nicht mit dir, verdummen Mädchen, aber wir
sprechen uns noch. Katja, lass dir doch erklären.
Was gibt es da noch zu erklären?
Aber ich werde mich in Zukunft danach richten, das schwöre ich dir.
Wie dumm war ich gewesen.
Ich hätte wissen müssen, dass es für ihn nur ein Abenteuer war.
Er hatte kein Wort mehr für mich übrig.
Und ich hatte wirklich geglaubt, er liebt mich.
Am nächsten Morgen habe ich gewartet, bis er aus dem Haus war.
Und für Frau Brückemann kam jeden Freitag der Friseur. Und da konnte ich
unbemerkt davon schleichen.
Tante Ina, willst du weg? Aber du kannst mich doch nicht allein lassen.
Es muss sein, Sylvie.
Und allein bleibst du bestimmt nicht. Du wirst ja bald eine neue Kinderschwester
bekommen. Und außerdem hast du deine Mutti.
Ach die, die hat ja nicht Zeit für mich. Außerdem hat sie gesagt, ich soll
rausgehen. Sie muss mit dem Friseur allein sprechen.
Mach mir noch mal.
So, so.
Das ist doch mein Mann, das hab ich hingekriegt. Du kannst jetzt jeden Tag
kommen, wenn du willst.
Weck mich.
Es war gut, dass die kleine Sylvie mich aufgehalten hatte. Auf einmal fiel mir
siebenteils ein. Frau Brückemann hatte ja noch meine Papiere.
Du machst mich ja so geil.
Was erlauben Sie sich, Sie unverschämtes Ding? Können Sie nicht anklopfen?
Ich habe angeklopft, Frau Brückemann, aber Sie waren zu sehr beschäftigt. Ich
wollte meine Papiere.
Warten Sie draußen.
Ich komme gleich.
Diese blöde Kuh, ausgerechnet jetzt.
Aber wie kommen Sie bloß dazu zu kündigen, Ina? Wir sind doch mit Ihnen
zufrieden.
Wissen Sie, Ina, in unserer Ehe läuft sowieso nichts mehr.
Und ich habe überhaupt nichts dagegen, dass Sie mit meinem Mann schlafen. Da
weiß ich wenigstens, woran ich bin. Und was mich angeht, ich nehme mir schon
mein Recht. Das wäre doch die beste Regelung für alle Beteiligten.
Außerdem leben wir in einer modernen Welt, in die Sie anscheinend ganz gut
hineinpassen.
Wer weiß?
Vielleicht lieben wir uns demnächst mal zu drinnen. Wenn Sie wüssten, wie mies
Sie sind, am liebsten würde ich Sie anspucken. Mir tut nur die kleine Silvi
leid. Guten Tag.
Wissen Sie, was Sie sind?
Sie sind eine unverschämte, dumme Gans.
Wenn Sie glauben, Sie können so weitermachen, dann werden Sie es nie zu
bringen. Ich habe es trotzdem zu etwas gebracht.
Sehen Sie?
Ich bin inzwischen sehr glücklich verheiratet.
Mein Mann ist bei der Stadt.
Er macht gerade seine Inspektorprüfung.
Ich bin sehr froh, dass ich nach München gekommen bin.
Aber bitte entschuldigen Sie mich. Da drüben kommt mein Mann. Der große
Auf Wiedersehen.
Hallo, Ina. Na, hast du lange auf mich gewartet?
Danke. Danke schön, Russell.
Jetzt bringst du mir noch ein Radio und ein paar Brezen.
Wenn Sie ein bisschen warten, Herr Gretl, dann bringe ich Ihnen eine. Ist
nicht. Oh, die schaut so gut aus. Die wird gleich weg.
Sie können sich schon trauen. Kommen Sie ruhig ein bisschen näher.
Hier können Sie lesen, was in einer seriösen Münchner Zeitung so alles
drinsteht.
Freizeitgirl, Massage bei Carla, Dominique aus Paris, Suvon, Jet -Set
Ja, mei, die Damen wollen halt auch leben. Was ein Massagesalon ist, das
Sie ja. Ja, so wie man redet. Ich war auch einmal in so einem Salon. Nein.
Nicht, was Sie denken. Das war streng dienstlich. Ich bin nämlich
Gerichtsvollzieher. Ja, kommen Sie mal ganz nah heran. Ja.
Ich werde Ihnen mal was erzählen.
Schauen Sie, das ist der Justizpalast, da wo die großen Sachen verhandelt
werden. Mord, Totschlag und die Staatsverbrechen.
Gerechtigkeit muss ja schließlich sein.
Ich arbeite ein paar Häuser weiter in der Gerichtsvollzieherei.
Da hat mir mal eine, das war eine Preußin.
Also wie oft soll ich Ihnen noch sagen, dass ich keine Preußin bin? Ich bin
Hamburgerin, Herr Gröndl, und Hamburg hat mit Bestimmtheit nie zu Preußen
gehört. Ist schon recht, Frau Nelly, nur wir Bayern sind ja auch ein freier
Freistaat. Ich meine ja nur, alles, was von drüber der Donau ist, sind eben
Preise. Dann ist das, was Sie meinen, eben verkehrt, Herr Gründl.
Und für die Preise sind wir gescheite. Und wissen Sie, warum wir zu den Preisen
gescheite sind?
Das muss Ihnen auch werden. Peter, Herr Gründl, Peter, ich muss jetzt erst meine
Arbeit erledigen, sonst taucht mich der Herr Oberinspektor noch zusammen, nicht?
Ein sauberes Mädel, aber ein Preis.
Das sind die Offenbarungseidprotokolle. Steiner und Hintersdösel. Und die
Zwangsvorstreckungssache, Herrn Leitner.
Danke, Frau Legrönewold.
Sauber wie immer.
Aber das hatte doch noch Zeit. Was in der Arbeitszeit erledigt wird, erspart
Überstunden, Herr Oberinspektor.
Lassen Sie doch einmal den blöden Oberinspektor, Frau Elinor.
Sagen Sie mal, sind Sie wirklich eine so unnahbare, kühle Blonde aus dem hohen
Norden? Oder tun Sie nur so?
Das möchten Sie wohl gerne wissen.
Offengestanden, ja.
Sagen Sie mal, was machen Sie eigentlich immer so nach Dienstschluss?
Das frage ich Sie ja auch nicht.
Wollen Sie nicht einmal vielleicht mit mir ausgehen? Was sagt denn Ihre Frau
dazu?
Nichts. Die ist schon ein paar Tage weg.
Nach Mittenwald zu ihrer Nichte.
Aber Herr Oberinspektor... Lassen Sie doch einmal die Fakten. Ich habe schon
lange auch auf Sie. ...der sexuelle Notstand ausgebrochen. Und wenn schon,
Schnucki. Ja, wie lacht der Marsch.
Aber Herr Oberinspektor, das ist ja eine halbe Vergewaltigung. Nein, man sieht
nur meine Überschäume. Das Fleisch ist los.
Wie sollten wir zur Massage gehen? Sind Sie entspannt? Mein Kind, wenn ich dich
vertrete, brauche ich Obst.
Herr Obenspeck.
In diesem Sinne werden wir Zwangsfall strecken, ja?
Ist was?
Es ist nichts zu holen, Herr Obenspeck. Wie meinst du denn das, Gründl? Ich
meine heute, es ist ein armer Hund hier, der Niedermayer Josef, bei dem ihr
heute penden sollt. Ja, es ist wirklich nichts zu holen. Bitte, bitte, nicht mal
vor Amt zerdauen, macht sie halt.
Ja, mein, das Mauerl, die Preissin, die Eleanor, hat nun mal nichts von ihrem
Witzen wollen.
Vom Herrn Ovenspektor.
Die Eleanor ist immer pünktlich nach dem Dienst verschwunden und auch mittags
war sie weg, in der Pause.
Niemand hat nichts gewusst, wo die hin ist und ob sie ein bayerisches oder ein
preußisches Verhältnis gehabt hat.
Aber einmal ist der Ovenspektor gekommen, gerade als die Mittagspause
die Eleanor hat weggehen wollen.
Störe ich?
Nein, Herr Ovenspektor.
Wir machen gerade Mittag, es ist eh schon fünf Minuten drüber. Bei mir waren
erst drei.
So, dann gehe ich zum Essen.
Oh, da steht noch was an. Nein, Frau Elinor, es steht nichts an.
Tja, dann bitte nachher nicht. Guten Appetit und kommen Sie gerechtigt
Herr Gründl, Sie haben doch immer die Abendzeitung. Ja, Frau Ehrlich.
Könnte ich vielleicht nur einen Augenblick... Aber Frau Ehrlich...
Hier. Danke, danke.
Suchen Sie was Bestimmtes?
Nein, nein, ich wollte nur... Ach, könnten Sie mir die Zeitung nicht
Gründel? Ich bezahle sie Ihnen gern.
Nein, nein, das ist nicht nötig. Ich habe schon gelesen, ich brauche sie
mehr. Dankeschön, ja.
Vielen Dank, Gründel.
Der Radi und die Brezen, Herr Gründel.
Lassen Sie es Ihnen kurz schmecken.
Kurz ist heute spät, ist dann der Herr Obinspektor gegangen. Ich habe es
gemerkt, rein zufällig, weil ich ihn habe etwas fragen wollen wegen einer
Versteigerung. Ich bin in sein Zimmer rein.
Es ist nicht meine Art, Leute auszuspionieren, bestimmt nicht. Aber
nicht, irgendwie hat es mich doch gedrückt. Also bin ich in sein Zimmer,
die Zeitung, die ich ihm geschenkt habe, die lag noch da, aufgeschlagen und es
war was rot angestrichen.
Versuchen Sie es einmal mit Körperpflege beim Mause.
Wunschmassage.
Ja.
Gestatten Sie, mein Name ist Huber. Ich hatte mich telefonisch... Telefonisch?
Sind Sie die... die Mausi?
Wenn Sie der Herr Huber sind, dann bin ich für Sie die Mausi, Herr
Oberinspektor.
Kommen Sie herein.
Auf Ihre Verantwortung.
Ach, wissen Sie, Namen sind eh Schall und Rauch. Wie soll ich sagen?
Ich habe da seit Tagen was an meiner Bandscheibe.
Sie wissen ja.
Ja, hat Ihre Frau in Mittenwald jetzt, nicht?
Und da dachte ich, eine Massage oder auch mehrere Massagen.
Entspannungsmassagen. Ganz recht.
Also die könnten auf keinen Fall was schaden.
Aber sagen Sie mal, Frau Eleanor, wie kommen denn Sie überhaupt hierher?
Tja.
Glück muss man haben, nicht?
Na, da kommen Sie mal rein, Herr Oberinspektor.
Lassen Sie doch den Oberinspektor endlich weg, Frau Elendor.
Mausi. Ah ja, Mausi.
Machen Sie sich bequem, Herr Huber.
Sie kennen ja wohl die Preise unseres Instituts.
Ja, 60 Mark, wenn ich am Telefon richtig verstanden habe.
Für unsere einfache Entspannungsmassage.
Und 100 für die Ausführung von unserer Spezialmassage. Wie habe ich mir immer
gewünscht.
Aber was ist jetzt, Herr Ober, Herr Huber?
Jetzt habe ich doch meine Brieftasche vergessen.
Aber das ist doch nicht so schlimm.
Sie können mir das Geld ja nachher im Büro geben, Herr Oberinspektor. Ja,
Ex -Mirmosch.
Also, dann wollen wir mal anfangen.
Also ganz ehrlich, Frau Nellenor, das war immer mein größter Wunsch.
Mein Tiefster, da zieht man von ganz allein die Stocken aus.
Da rührt sich bei mir etwas.
Und wenn Sie das doch anrühren... Na denn, dann fuhren wir mal.
Von Teufel bin ich scharf.
Wie gesagt, es liegt mir nicht leid, nachzuspionieren.
Aber an dem Tag, da habe ich einfach müssen.
Naja. Es freut mich ja bloß, wenn man feststellt, dass auch ein Ovi -Inspektor
manchmal allzu menschliche Züge hat.
Also dann mal ran an den Speck.
Bitte legen Sie sich mit dem Bauch aufs Massagebett.
Ich? Mit dem Bauch?
So was. Mit dem Bauch.
Was soll denn das werden?
Also die Hosen müssen runter, sonst kann ich nicht auf Sie einwirken.
Wie du meinst, Mausi.
Du bist ja ein Gewaltsmensch.
War nur ein Routinegriff.
Also, gegen Griffe habe ich ja gar nichts.
Aber einem in die Schulter zwicken, wo ist denn da die Entspannung?
Wo ist denn da der Nutzeffekt?
Den Nutzeffekt werden Sie gleich haben.
Nur nicht umdrehen.
Hinten sehe ich aber so schlecht.
Was wird denn das jetzt?
Ich habe ja nichts gegen das Besteigen, aber...
Völlig entspannt.
Völlig entspannt.
Sie treten mich aufs Kreuz ein. Da rührt sich bei mir verdammt gleich gar nichts
mehr. Dann müssen wir eben auf Handbetrieb übergehen. Aber das kostet
mehr. Lass kosten, Mausi.
Na, dann legen Sie sich mal auf den Rücken und denken an was Wunderschönes.
glaubst du an, was ich denke, wenn ich dich so anschaue?
Ui, was schockt denn da auf mich?
Konzentrieren.
Ach du, Mausi.
So konzentriert war ich noch nie.
Das ist
eine Aussicht.
Pfundiges. Ach, Mausi, Mausi.
Mausilein. Mausi, du.
Oh, Mausi.
Es rührt dich.
Es rührt dich.
Nur nicht aufhören, Maudie. Nicht aufhören.
Spüren Sie schon was, Herr Oberinspektor?
Du sei vorsichtig. Um so ein Handtuch bin ich Regierungspräsident.
Mach weiter, Maudie.
Langsam.
Noch langsamer.
Das ist jetzt nicht ganz gewaltig.
Ich spüre was.
Ich spüre was.
Ich spüre was.
Ich spüre was.
Langsam, sonst passiert's, Mausi. Ah, es passiert!
Mausi! Schon passiert.
Siehst du, schon ist er da.
Ganz geknickt ist er.
Jetzt ist er wieder der kleine Oberinspektor.
Wollen wir ihn nicht wieder zum Regierungspräsidenten machen?
Ja, gern. Aber das kostet 50 Mark mehr.
Das ist mir wurscht.
Was sein muss, muss sein, Mausi.
Mausi, du bist bombig.
Wollen wir das Beste hoffen? Die Mittagspause ist bald um.
Ach Quatsch, ich gebe dir Urlaub. Na gut, fahren wir ein anderes Geschütz
Ja, verrückt.
Heute verpumse ich mein Gehalt.
Sie sind ja richtig wild.
Wild ist gar kein Ausdruck.
Ich bin der Wildere von Oberammergau.
Das ist ein Arschl.
Das ist eine Brotzeit. Da muss man ja direkt reinbeißen.
Es fängt wieder an.
Es geht wieder los.
Es bricht wieder durch.
Lieb Vaterland, magst ruhig sein, solange Bayern solche Männer hat.
Mach es dir leid. Mach ihn.
Ja.
So, jetzt hast du ihn erschlagen.
Jetzt ist er platt wie ein Pfannkuchen. Jetzt habe ich nur noch die
Entspannungsmassagen. Jawohl.
Was sind Massagen? Sind die besten?
Herr Nobenspektor, den habe ich schon alle bei ihm verdacht gehabt, dass er
Wälder ist.
Ja, gibt es denn das auch, dass Frau Elinor aus dem Büro... Ja, die Preisen,
Mäul, die haben 70.
Wir sehen uns ja noch. Ja, bis gleich im Büro, ne? Tschüss.
Das Marl, die Preußen aus Hamburg, hat sich einen ganz schönen Nebenverdienst
geschafft. Habe sie auch bald drauf gekündigt. Und jetzt ist sie
massöse.
Da steht die Telefonnummer.
Ah, schau an, der Herr O -Inspektor und Frau Gemahlin.
Da drüben sitzt der Gründer.
Wo schaust denn du hin, du geiler Bock? Die ausgeschaumten Marl stehen
heutzutage halt mit dem hinteren Kreis. Du hast ja zu Recht, Marl. Die Unmoral
heutzutage.
Also, Pepperti.
Gut, Gründl. Gut, Herr Obinspektor, gnädigste.
Ja, mei, bei dem Drachen hat der Obinspektor eine Massage nötig.
Ja, ja, die Mädle in München sind schon gefährlich. Aber, ja.
Ja, seht, Fräulein, das ist der Stachels. Der verkehrtreichte Platz
müssen die Fußgänger schon unten drunter durch.
Verlauter Autos.
Der Bayerische Hof, das Hotel für die ganz Reichen.
Die Großkoppen, wie wir sagen in München.
Hier haben wir den Sissertor, da haben wir das Karl -Pfalz -Museum drin.
Und hier haben wir die Wolkenkratzer.
Unser Amerika auf Münchnerisch.
Ich heiße Anja.
Der Nachname tut nichts zur Sache.
Ich bin ein Dreivierteljahr in München, aber was ich hier schon erlebt habe,
darüber könnte ich Bücher schreiben.
Ich komme aus einer Kleinstadt bei Hannover.
Nach München gekommen bin ich aufgrund einer Annonce.
Ein Immobilienbüro suchte Stenotypistinnen.
Die brauchen schon lange keine Stähle, die bist du nicht mehr. Die wohnen jetzt
in Stadelheim und atmen eine gefilterte Luft.
Erst am Steilflüssen, am 200 -Fuß -Tasenmangel, die Häuser abschneiden und
werden schon Vater Staat ernährt.
Sieh, Frau Leyen, da brauchen Sie doch nicht gleich verzweifeln.
So eine Madel, so ein Blitzsauber, sind doch überall eine Arbeit.
Sieh, da fällt mir was ein.
Geheil bei uns im Haus, im dritten Stock. Da hat so ein neumodisches
-Institut aufgemacht. Wer weiß, vielleicht können die ihn erbrauchen.
Die haben mehrere so hübsche, saure Mädchen wie Sie. Ich werde mal
Ja, bitte.
Ja, das ist wirklich ein echter Zufall.
Also, Frau Lanania, ich bin bereit, Sie zunächst proberweise auf einen Monat in
unsere Hostessen -Agentur aufzunehmen.
Vielen Dank, Herr Weigert, aber wollen Sie denn nicht erstmal meine Zeugnisse
sehen? Aber was soll denn der Papierkrieg?
Ich bin Menschenkenner.
Ich sehe durch Sie hindurch.
Ich sehe so, woran ich mit Ihnen bin.
Ja, aber zum Beispiel meine Sprachkenntnisse. Oh, die reichen
Hauptsache, Sie haben nichts gegen Französisch.
Ja, nur ein kleiner Scherz. Bitte?
So, Ihre Unterschrift.
Das ist unser Normalvertrag.
Darf ich Sie noch was fragen, Herr Weigand?
Übernehme ich mit meiner Unterschrift auch keine irgendwie anrühchigen
Verpflichtungen? Aber ich bitte Sie, wir sind ein seriöses Unternehmen.
Sie begleiten den Kunden durch München und zeigen ihm Ihre Sehenswürdigkeiten.
Ich meine die Sehenswürdigkeiten.
Dann führen Sie den Gast in die entsprechenden Lokale, reiten ihm
bei einem Glädchen Wein, Sekt, Whisky.
Und von allem Übrigen steht in unserem Vertrag nichts drin.
So, also für jeden Auftrag bekommen Sie 40 Mark.
Da sind drei Stunden Service eben begriffen. Für jede weitere angebrochene
Stunde zahlen wir nochmal einen 20 -Mark -Schein. Ist das gar nicht?
Dafür muss eine alte Frau lange stricken.
Das wäre nur ein kleiner Scherz von mir.
So, ich nehme an, dass Sie einen Vorschuss brauchen.
Na ja, Sie müssen sich ja wohl ein bisschen einkleiden für Ihren neuen
Ja.
Hier haben Sie erstmal 1 .000 Mark.
Wenn Sie mir bitte quittieren wollen.
Mein erster Kunde war ein gewisser Herr Brettschneider aus Berlin. Der wollte
unbedingt die Kleptothek sehen. Weiß der Teufel, was er an den antiken
Standbildern gefressen hatte.
Möchten Sie jetzt vielleicht irgendwo essen gehen? Nee, weil ich jetzt brauche
eine Molle.
Wie wäre es mit einem Hofpreis? Ja, das dürfte er nicht machen.
Wissen Sie, die antiken Ärsche, die da drin rumstehen, sind ja ganz hübsch.
jetzt möchte ich mal ein paar anständige nackte Weiber sehen.
Bis die Bar auf hatte, habe ich mit Herrn Brettschneider meine liebe Not
Er hatte nur ein Gesprächsthema, Frauen.
Ich musste mit ihm von einem Lokal ins andere.
Als wir dann endlich in der Bar waren, war er schon ziemlich betrunken.
Geh schon her, Puppe.
Ja, was ist jetzt denn?
Der ganze Läuse draufknackt.
Ja, komm schon her.
Komm her.
Haben wir Sie ja nicht möglich.
Ich fand es widerlich, wie er sich benahm.
Typischer alter geiler Bock, habe ich mir gedacht.
Weg mit dem Fummel.
Ich will deine Muschi sehen.
Ich bin noch ein paar Mal bei dem abgründigen Herrn gewesen.
Neulich hat er mir erzählt, dass er sein Haus in München verkauft hat und dass
er nach Holstein gegangen ist.
Und jetzt zeigen sie sich fest.
Er will mich doch tatsächlich heiraten.
Ich war die Frau, die ihm im Leben das meiste Glück gebracht hat, hat er
Heute Morgen hat er mir aus Hamburg das Ticket geschickt. Was meinen Sie wohl,
was ich damit mache?
Sie wünschen? Bitte, ich möchte den Flugschein zurückgeben. Kann ich das
dafür wiederhaben?
Geht das?
Wozu soll ich da hin?
Ich fühle mich in München sauwohl.
Wie ich nach München gekommen bin?
Ja, das ist eigentlich ein Witz. Ich wollte nämlich nur ein paar Stunden
hierbleiben.
Ich bin aus Hessen.
Ich habe im Büro gearbeitet.
Ich hatte schon immer mal in die Berge fahren wollen.
Zugspitze, Wettersteinmassiv und so weiter.
In die Gegend von Garmisch.
Als ich dann Urlaub kriegte, bin ich prompt los.
Ich glaube, in meiner Aufmachung habe ich wie ein richtiger Sonntagspiroler
ausgesehen.
In München musste ich umsteigen.
Und in München wohnte eine alte Schulfreundin von mir, Annette.
Ich muss um 22 Uhr im Hotel sein, sonst vermieten die das Zimmer weiter.
Wenn ich den Zug 20 .04 Uhr nehme, das würde reichen.
Also, warum soll ich sie nicht schnell besuchen?
Ich habe mich sehr darauf gefreut, Annette mal wiederzusehen.
Wir beide waren in der Schule unzertrennlich gewesen.
Dabei waren wir grundverschieden.
Sie war sehr romantisch, sehr verspielt.
Immer ein bisschen, es wird schon gehen.
Und ich?
Naja, ich bin in vielen Dingen immer ein bisschen zu korrekt gewesen.
Sie wird Annette in München vorangekommen sein.
Ah, Menschenskind, wo kommst du denn her?
Na, das ist ein Ding.
Los, rein mit dir.
Grüß dich.
Fabelhaft. Dich schickt wirklich der liebe Gott.
Aber wieso denn? Frag nicht so viel, pump mir deine Klamotten. Pumpst du die
mal kurz?
Meinen Kletteranzug?
Genau, aber tu mir einen Gefallen und beeil dich ein bisschen.
Mein Dampfer ist nämlich sonst weg.
Dampfer? Ich verstehe kein Wort.
Ich werde es dir schon noch erklären.
So, jetzt packe ich's. Du kannst dich in mein Bett legen, wenn du willst.
Überhaupt alles tote und lebende Inventar hier gehört dir.
Mach's dir bequem. Tschüss. Ich muss nach Garmisch, wenn ich nicht bis 10
Bis dahin bin ich tausendmal wieder da. Mach's gut.
Was machen Sie denn hier?
Zauber. Echt sauber.
Wie bitte?
Na, ich habe gesagt, echt sauber.
Hast du schon mal posiert?
Na, sag bloß, du warst bei der Heilsarmee in der Sonntagsschule.
Hast du schon mal gesessen?
Gesessen? Nein, ganz bestimmt nicht.
Schade, schade, schade.
Na,
probieren wir es mal.
Na, komm schon.
Nicht! Was fällt Ihnen ein? Ich habe nichts an.
Und außerdem... Was soll denn das? Sie loslassen!
Sind Sie verrückt? Was wollen Sie von mir? Lassen Sie mich los! Ich schreibe
Hilfe!
Verbrecher! Streu!
Wenn Sie mich nicht sofort loslassen! Du weißt gar nicht, was du für ein
dufter... Hilfe!
Kannst du nicht mal den Hahn abstellen?
Will ja doch gar nichts tun.
Nein? Nein.
Wirklich nicht?
Wirklich nicht.
Was wollen Sie dann von mir?
Malen will ich dich.
Für meine Collage brauche ich genauso eine Priemel wie dich.
Verklemmte Sinnlichkeit, weißt du?
Verklemmte was?
Sinnlichkeit.
Okay,
so. Kopf ein bisschen nach links.
Gut.
Wirst du wohl sitzen bleiben? Oder soll ich meinen Bruder holen? Das ist der
Bulle von Schwarzwald.
Hilfe! Der Verrückte!
Schwärmchen, jetzt wird gefeiert. Guck mal, was ich alles aufgerissen habe.
Was soll das?
Willst du mir nicht endlich sagen, was... Ja, ja, das habe ich dir mit zwei
Worten erklärt.
Ich habe einen Tipp gekriegt. Wir brauchen Statisterie beim Fernsehen,
17 Tage für einen Film mit Touristen in den Bergen. War eine einmalige
Gelegenheit. Was?
Und das hast du in ein paar Stunden verdient? Du hast keine Ahnung. Heute
wir erst ausgesucht worden.
Gedreht wird erst ab 7.
Übermorgen. Und wovon... Wovon hast du das angekauft?
Also pass auf.
Aber du musst ganz ruhig bleiben, ja?
Also da in dem Anorak, da fass ich rein und was find ich? 300 Mark.
Na ja, und da hab ich gedacht, das müssen wir feiern, ne?
Mein Gott.
Das war mein ganzes Geld.
Hilfe, ich kipp's dir aus.
Jetzt hör mir mal gut zu, mein Mäuschen. Ich muss dir ganz was Wichtiges sagen.
Was?
Weißt du, du bist eigentlich ein ganz duster Typ.
Unter all diesen halb intellektuellen Scheißern bist du für mich der einzige
Charakter, ganz ehrlich.
Wieso bin ich der einzige Charakter?
Zum Beispiel siehst du dich noch individuell an. Wir sehen alle gleich
vergammelt aus. Aber du?
Du riskierst sogar, dass dich einer auslacht. Siehst du?
Und das ist Charakter.
Ich will doch nicht bergen.
Sag bloß, die machen es wirklich?
So wie es aussieht.
Aber deshalb brauchst du doch keinen roten Kopf zu bekommen.
Morgen. Was ist denn los? Gibt es heute keinen Kaffee?
Hey, du bist doch ein ganz mieser, kaputter Heini.
Zieh deine Schau woanders ab.
Hier den Gockel spielen, was? Du spinnst wohl.
Happy Mott kriegt einen Hängebusen, ist ja alles gut.
Komm mal mit, ich muss eine Studie machen.
Aber verzupfst du nicht, sonst fällst du vom Dach. Deine Eifersucht zieht dem
letzten Neandertaler den Stift dran.
Dann mach dir mal den Kopf nah.
Komm.
Und bring mir ja die Tasse wieder.
Nein, nein, nein, so wird das nicht.
So kriegen wir keine Herzlichkeit hinein.
Das ist nicht das Mädchen, das man lieben kann.
Ich wollte sie nie mehr wiedersehen.
Dabei habe ich es ganz ehrlich gemeint. Ich gehöre auch nicht zu den Typen von
gestern Abend.
Irgendwo bin ich genauso ein Typ wie du.
Ich meine es wirklich so.
Ich denke, ich soll gemalt werden.
Natürlich, aber ich möchte ein glückliches Mädchen malen.
Glücklich?
Aber ich bin doch glücklich. Nicht so viel reden.
Ich mal dich und schreib drunter meine große Liebe.
Große Liebe.
Dumme Kuh aus der Provinz.
Dummes Kleines.
Ich hab schon geglaubt, sowas wie dich gibt's gar nicht mehr.
Weißt du, ich möchte gern, dass wir uns verstehen.
Dass wir mehr werden als gute Freunde.
Kannst du nicht in München bleiben?
Ich muss doch in die Berge.
In die Berge können wir immer noch fahren.
Die laufen uns erst in 30 Millionen Jahren davon.
Wenn du mich kennengelernt hast, hast du bestimmt gedacht, ich bin ein Spinner.
Das war so eine blöde Masche von mir.
Ich hab manchmal unheimlich blöde Sprüche auf der Palette.
So bin ich eben in München hängen geblieben, wie so viele schon vor mir.
Und der da kommt, ist längst mein Mann.
Sehen Sie, und ich wollte bloß ein paar Stunden in München bleiben.
Zu Herrn Hartwig, bitte.
Zimmer 102, erster Stock links. Danke.
Klinik Verlag, guten Tag. Moment, bitte.
Warum ich nach München gekommen bin? Mein Gott, ich habe nicht viel zu
Das war alles ganz einfach.
Aber bei meiner Freundin Betty, da war das was anderes.
Wissen Sie, Betty ist eine frühere Klassenkameradin von mir.
Eines Tages tauchte sie hier auf, wie ein Blitz aus heiterem Himmel.
Ilse, Schatz, Mensch, siehst du gut aus. Wie geht's denn immer so?
Hast du dich rausgemacht. Du hast ja einen tollen Job hier. Immer was
Also wirklich ein Traumjob.
Und noch dazu in München. Also darum beneide dich halb Steinbach. Ach,
ich soll dich auch grüßen. Du glaubst nicht von wem alles. Von Maria Gerdes,
Luise Hausmann. Die ist übrigens schon wieder geschieden. Oh, mein Dankeschön,
Betty. Aber können wir das nicht später? Weil ich bin noch im Dienst.
Wieso? Darfst du denn kein privates Wort wechseln?
Klinsch Verlag, guten Tag.
Lokales Moment, bitte.
Sag mal, ist denn schon was Spannendes passiert heute? Irgendein Mord oder ein
Banküberfall? Ihr erfahrt doch sowas immer als Erste. Herrn Birnbacher,
bitte. Moment bitte, ich gebe weiter an die Filmredaktion.
Sag mal, Betty.
Was hat dich eigentlich hierher nach München getrieben? Kann ich was für dich
tun? Jede Menge, Ilse, Schatz, aber darüber reden wir später.
Kannst du mir erst mal 10 Mark pumpen? Draußen warte nämlich mein Taxi, weißt
du? Du kriegst hier natürlich wieder Ehrensache.
Du, Ilse, wer ist denn der Mann da?
Das ist Knut Bergedorf, ein Fotoreporter.
Mensch, der gehört mir, danke.
Oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,
oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,
Nicht in die Ferne schweifen. Ich bin doch schon da. Bitte bedienen Sie sich.
Komm, Baby, lass die Faxen. Kein Bedarf heute. Verstanden? Was ist denn los, Big
Boss? Hast du keine Augen im Kopf? Komm, sei kein Frosch. So einen kleinen
Appetitmacher könnt ihr doch immer in eure Spalten rücken. Ich will ja auch
Honorar dafür, wenn ihr so knickrig seid.
Hier, schau mal.
Wäre das kein Schnappschuss für die Sonntagsausgabe?
Sieh da, Fräulein. Ich kriege noch sechs Mark von Ihnen.
So, Ihre sechs Mark hier.
Ach, verhalten Sie es. Fahren Sie mal ins Grüne. Ciao.
Warum denn so eilig, Big Boss?
Es fängt doch erst an.
Hör mal zu, Baby, jetzt reicht's. Ende der Kletterstange.
Zieh ab, bevor ich unhöflich werde.
Bis jetzt habe ich da noch gar nicht reingebüßelt. Warum bist du eigentlich
nervös? Fahr schon los.
Wenn du mich vor die Linse kriegst, dein Glück. Wenn nicht, bist du selber
schuld.
Also, spuck schon aus. Was willst du?
Geld? Neuen Fummel?
Oder eine Einladung zu irgendeiner Party?
Papplisitil will ich. Weiter nicht.
Sonst geht jeden Tag ein hübsches Bildchen von mir in eurem Käseblatt.
muss er zu machen sein.
Wenn ich das unserem Chef vorschlage, hält er mich für gemütskrank.
Langsam, langsam.
Ich habe schon was zu verschießen.
Das bezweifle ich ja gar nicht. Aber ich mache keinen Sex. Ich schieße eine
Serie über Umweltverschmutzung. Das ist doch herrlich. Du fotografierst die
vergammelten Konservendosen und ich schmeiße mein lockeres Luftkörperchen
dazwischen. Klar? Du bist eine Marke.
So, und jetzt den Kopf nach links. Linke Schulter hoch.
Mach eine Karpfenschnute.
Linke Schulter zurück.
Und jetzt wieg dich ein bisschen.
Denk, dein Liebster käme von hinten.
Ja, und jetzt das Gewicht verlagern.
Ja. Puh.
Das war ein Tag.
Aber ich glaube, der Start ist gelungen.
Was hält du eigentlich vor?
Was bezweckst du mit dem ganzen Theater?
Aber Herzchen, das ist doch ganz einfach.
Fürs Büro eigne ich mich nicht.
Geld liebe ich, besonders die größeren Scheine. Auf die Straße mag ich nicht
gehen, also was bleibt mir übrig?
Na was? Der Film natürlich.
Und dazu muss man vor allem eins haben. Talent.
Quatsch. Bekannt muss man sein. Berühmt. Für alle Leute ein Begriff, verstehst
du?
die Angebote ganz von selber.
Und dazu hast du den Bergedorf rangekriegt. Und was hat er denn davon?
Der kann sich als letzter beklagen. Wieso? Hast du mit ihm geschlafen?
Blödsinn. Wenn man von Männern was will, darf man erst als letztes mit ihnen
schlafen gehen. Merkt ihr das mal fürs Leben?
Hinterher ist nämlich bei ihnen der Ofen aus. Dann hat er doch bis jetzt gar
nichts von dir.
Mit mir oder mit meinen Busen oder was ich sonst noch zu bieten habe, macht er
inzwischen ein Bombengeschäft.
Das hat er begriffen, der Süße.
Jetzt was Besonderes. Ja, gut.
Jetzt ein bisschen drehen und ein bisschen bücken. Gut. Ein bisschen
Zeig ihm schon her, dein Süßenfroh. Ja.
So, jetzt die Brust ein bisschen in den Apparat drehen.
Ja, ausgezeichnet.
So, jetzt kommt die andere Hand.
Na, deck's nicht ganz zu. Komm, komm, komm, komm. Etwas ahnen müssen die Leute
schon.
Ja, das ist klasse.
So, und falls du schwimmst, das Ganze von hinten. So?
Jawohl. Und jetzt dreh dich wieder um.
Komm, wir haben Platz schon.
Mensch Mädchen, du haltest ja ganze Völkerstimme auf. Danke.
Nimm die Schenkel zusammen.
Reiß ihn kaputt.
Ja, und das unter deiner Formel.
Mensch, das ist ja engstens.
Fertig? Schulter, Hosen, Kopf ein bisschen höher.
Ja, einmalig.
Einmalig. Mitten in München, das gibt einen Knüller.
Mach ruhig die Beine breit.
Das geht wohl nicht.
Da kriege ich auf nüchternem Magen gleich einen Blutrausch.
Schauen Sie denn nicht aus, wie wir da rumkommen. Ja, was ist denn das?
Was ist denn das?
So ein ausgeschammtes Weißbild.
Warte mal, ich hole Sie schon runter.
Ja, was ist denn das?
Na, greifen Sie zu.
Aber ich habe jetzt alles. Wenn du noch was von mir findest, kannst du mir es
dazuschicken oder behältst es einfach.
Was wertvoll ist, habe ich sowieso nicht gehabt.
Mach's gut fertig.
Du auch herzlich.
Meine Adresse hast du ja. Besuch mich doch mal in meiner neuen Wohnung.
Das störe ich doch nur.
Na ja, vielleicht gehen wir mal zusammen bummeln, wenn es sich ergibt. Tschüss.
Tschüss. Jetzt geht's hinein ins wilde Leben.
Da bist du ja endlich.
Wenn ihr Weiber anfangt zu plaudern, dann steht der strammste Mann im Freien.
Ich habe dir auch was Schönes mitgebracht. Eine Wundertitel.
Ach, bist du ein Schatz. Ganz schöne Menge, was?
Und wo bleiben meine Prozente?
Du kannst mich doch nicht länger aufs Schonkost setzen. Da kriege ich ja einen
Koller. Und wenn ich durchdrehe, hast du mich auf dem Gewissen. Kannst du das
verantworten?
Wohin wollen wir? Zu dir.
Bist du in Stimmung?
Du siehst ja, ich schaukle mich langsam rein.
Na hör mal, mit Lips, da komme ich ja gar nicht ans Motiv.
Was hast du denn für eine Linse?
Eine kurze Bringweite oder das lange Rohr?
Selbst bei den Stativ verwackelt bestimmt nichts.
Du bist eine tolle Nudel. Die Lichtung stimmt.
Und jetzt die Schärfe.
Die Tiefenschärfe. Die ganz tiefe Tiefenschärfe.
Spezialmarkt.
Schlitzverschluss.
Wann drückst du den auf den Auslöter?
Ruhig, die spannen ja gerade erst.
So, jetzt bitte recht voll.
Wo ist denn das kleine Vögelchen? Wo ist denn das kleine Vögelchen?
Ich habe gehört, die Stahlfotografen können es besonders gut. Die vernaschen
alles, was ihnen vor die Optik kommt.
Ja.
Da würde ich bald auf dem Zahnfleisch laufen.
So, und jetzt halt mal deinen füßen Schnabel. Jetzt kommt mein Teleobjektiv.
Gestorben, scharf.
So, jetzt drück ich drauf.
Hallo?
Du, Knut? Ich denke, du kommst zum Essen.
Jetzt noch?
Und dringend?
Schade.
Naja, da kann man nichts machen.
Klar sehe ich das ein.
Tschüss.
Was ist los mit dir, Knut?
Warum machst du keine Fotos mehr von mir? Seit wir miteinander geschlafen
ist es aus. Dabei werde ich jeden Tag hübscher.
Okay, Baby, ich will es dir sagen. Wir haben es übertrieben mit dir. Wir haben
zu viel von dir gebracht.
Die Leute haben dich satt. Du stehst denen bis hier.
Du bist einfach nicht mehr zu verkaufen.
Na ja, das gibt es.
Du musst mal eine Weile Pause machen. Das ist alles.
Aber du kannst mich doch nicht einfach so abservieren.
Nun bleib kein Trauermarsch, Mädchen. Es kommt auch wieder anders.
Geh mal zu einem anderen Fotografen. Vielleicht passt du dem in den Stil.
Falscher Hund, aber ich schaffe es auch ohne dich.
Das wirst du erleben.
Ich kam eh.
Erinnerst du dich noch an den Tipp, den ich dir damals gab?
Dass man mit Männern, von denen man was will, nicht zu früh schlafen darf?
Genau. Und ich dumme Kuh hab mich selbst nicht dran gehalten.
Und jetzt steh ich da.
Nein, du liegst.
Was willst du jetzt anfangen?
Ich hab noch ein Eisen im Feuer.
Ja und?
Ich könnte zum Beispiel heiraten.
Ja, aber Betty, fühlst du dich denn wohl hier in dem Kuhstall?
Weißt du, was dieser Kuhstall samt Misthaufen und allem Drum und Dran wert
Keine Ahnung.
Ja, ja.
Glaub mir, eine kleine Million kommt schon zusammen. Vom Ideellen ganz zu
schweigen. Donnerwetter.
Übrigens soll ich dich von deinem ehemaligen Fotografen schön grüßen. Du
doch mal was von dir hören lassen.
Knut. Mein Gott, Knut Bergedorf. Weißt du, was der und seine ganze Zeitung für
mich ist?
Wenn du da bist, hab ich dich schon überall gesehen.
Schnucki, gut, dass du kommst. Zeig doch Ilse noch schnell ihr Zimmer, bevor wir
in die Stadt fahren.
Ich muss mischen. Bis nachher.
Bitte. Dann werde ich Ihnen ihr Zimmer zeigen.
Und mit meiner Betty da habe ich eine ganz wundervolle Erfahrung erwischt.
Ich weiß gar nicht, was du an dem Kühlstein gefunden hast. Da geht es
nicht mehr raus.
Auf geht's, packen wir es.
Na, dann wollen wir mal wieder das Feld bestellen.
Ja, weil dieses Acker, der braucht einen kräftigen Flug.
Ja, das habe ich meinem Mann auch immer gesagt, aber bei ihm bricht er immer ab.
Das kann doch bei mir nicht passieren.
Meiner will sich durch jede Wiesn. Die letzte Bayern, die da backt haben, liegt
heim im Krankenhaus.
Du, dein Knie weg.
Ich hab doch nie, das ist er.
Du, du, der hört ja überhaupt nicht auf.
Der wird wohl länger.
Die dicke wäre auch noch.
Siehst du, das ist er.
Fünf Jahre Landwirtschaft, tschüss.
Spürst du es?
So, und jetzt pflügen wir den Hügel auf.
Mei.
Dieser Wulche.
Rast mich, rast mich.
Gut, Sie Türken, jetzt ist Manuel Strohhalm mit eingerutscht.
Ja, ja, die Mädchen und München, sie gehören zusammen.
Beide sind hübsch, lebenslustig, einfach liebenswert.
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