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FRILAND pr�sentiert

Einen Film von JENS LIEN

Nach dem Roman von Nikolaj Frobenius

In Eidsvold, im Jahr 1814,

entstand die Grundlage f�r Privilegien, die f�r uns selbstverst�ndlich sind

im modernen Norwegen.

Unsere M�glichkeiten, unsere Rechte,

unsere Unabh�ngigkeit und unsere Ehre.

Unser Charakter wurde gemei�elt von mutigen, vision�ren M�nnern.

Wenn diese M�nner durch die Zeit reisen k�nnten,

und heute diese phantastische Versammlung sehen k�nnten,

die wehenden Fahnen, die B�nder,

die Kinder mit erwartungsvollen Gesichtern

und ihre stolzen Eltern.

Sie w�ren �berw�ltigt und dem Bersten nahe...

Schei�e!

S�HNE VON NORWEGEN

5 Monate fr�her

Rykkinn, Weihnachten 1978

Ich z�hl bis drei, dann kommen sie.

Wollen Sie alle Bananen? - Klar, es ist Weihnachten.

Hallo, der Herr Nachbar!

Frohe Weihnachten!

Gibt's Lamm oder Dorsch?

Lammrippen. - Fiesta!

Ihr seht hungrig aus, M�dchen. Nehmt eine Banane.

Sie auch, Svendsen? - Nein danke.

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

Was ist das? - Bananen.

Aus Ecuador. - Ecuador?

Ist das eine Republik?

Kein Jesus-Krimskrams...

wie letztes Jahr bei Tante Vera.

Dieses Jahr feiern wir mit Bananen!

Was f�r ein reizender Baum.

Hallo, Ivan! - Hi, Jungs.

Bananen-Menu

Hallo, mein Junge.

Wie steht's in London? - Es regnet.

Bleibst du lange? - Am ersten Feiertag geh ich zu Mutter.

Toll, dann feierst du Heiligabend mit uns.

Versucht, wie eine normale Familie zu gucken.

Nimmst du alle?

Nein! Was machst du? - Was ist denn?

Die Bananen kommen nicht in den Ofen! Stell es zur�ck!

Du ruinierst das Essen, du Rabauke! Alles wird nach Banane schmecken.

Geh weg! Mach was anderes.

Willkommen! Herein!

Hier lebt also die Familie ihre Trabantenstadt-Idylle!

Von Papa selbst gezeichnet! - Es ist kosteneffektiver Hausbau.

Jeder kann sich hier eine Wohnung leisten.

Aber kein Reihenhaus - Wir m�gen es sehr.

Viele Kinder in der Umgebung, eine gute Schule...

Denk daran: Deine Lehrer vertreten unwissentlich den Kapitalismus.

Ich zeig dir was.

Das sind die ersten Bl�cke, die wir hier gebaut haben.

Das kann nicht billig sein.

Sie halten sich f�r m�chtig.

Nieder mit dem Patriarchat!

Du kannst nicht abstreiten, dass Baerum eine rechte Bastion ist.

Rykkinn ist anders. - Gibt es schon eine Rote Zelle?

Unabh�ngigkeit von den Erwachsenen! Wir k�mpfen f�r Selbst�ndigkeit!

Unabh�ngigkeit von den Erwachsenen! Nieder mit dem Patriarchat!

Nieder mit dem Patriarchat...

Toll! - Nieder mit dem Patriarchat...

Denkt daran, was Nietzsche �ber den Gott der Christen sagte:

"Er ist nichts als Zerst�rung, Vernichtung,

der ganze Hass des Lebens in einer schrecklichen Einheit."

Jesus sagt, der Mensch ist klein, s�ndig und muss vor ihm selbst errettet werden.

Aber, liebe G�ste, wir sind Affen!

Wir sind Affen und brauchen uns f�r nichts zu sch�men.

Affen waren g�ttlich. Deshalb essen wir immer noch Bananen.

An diesem Tag, an dem Christus uns rettete,

k�nnen wir ganz nat�rlich sein, das Leben genie�en und Affenfutter essen.

Genie�en Affen das Leben?

Ja, im Dschungel. - Auf die Bananen!

Frohe Weihnachten!

Ist das auch Banane?

Reicht die Teller her, wir teilen aus.

V�lker, h�rt die Signale

Auf zum letzten Gefecht

Die Internationale

erk�mpft das Menschenrecht...

Nikolaj? Wo bist du?

Gib mir einen Tipp!

Hallo, Jungs.

Wollt ihr einen tollen Fick sehen? - Nikolaj?

Mach die T�r zu!

Lass sie doch zuschauen. - Sie sind noch zu klein.

Ist das unser Haus?

Das ist unser Haus, junger Herr.

"Junger Herr"?

Was bist du, der alte Herr? - Nein.

Ich bin kein Herr, du schon.

Ich bin der Herr? - Ich bin der Diener.

Ich kann dich "mein junger Herr" nennen.

Dann bist du "mein alter Diener". - Was w�nscht der junge Herr?

Eine Cola.

Cola?! Das schwarze Blut des Kapitalismus?

Ich hab 1000 Kronen zum Geburtstag gekriegt.

Schei�e!

Erwachsene kann man leicht t�uschen.

Warum soll man sie t�uschen? - Sie verdienen es.

Hallo, M�dels!

Lass mich mal dein Haar f�hlen.

Kommst du mit uns in den Bunker?

Lass mich mal deine Titten f�hlen. - Wir sind leider nicht schwul!

Kommt zur�ck, ihr Feiglinge! Ich bin noch nicht fertig mit euch!

Schau!

H�ttest du die gerne? - Ja.

Schon neugierig?

Lust for Life!

Nichts.

Trink das.

Augen zu.

Ich gehe jetzt besser.

Bis morgen!

Anton ist ein echter Punk. - Wo liegt der Unterschied?

Zwischen was? - Echten und unechten Punks.

Einem echten Punk ist es schei�egal.

Was?

Alles. - Alles?

Offenbar. Die Schule, Eltern,

Lehrer und Gesellschaft.

Hier ist es.

Hallo, Jungs. - Hallo. Ist Anton da?

Aber klopft vorher an!

KLOPF ODER FAHR ZUR H�LLE!

Setzt euch.

Kennt ihr die "Pistols"? - Spiel mal...

Nein, ihr seid noch Pimpfe.

Es geht um die englische K�nigin...

und dass sie kein Mensch ist.

Was denn dann?

Ein historisches Monster, ein Schei� Faschist.

Ja und? - Sie hat die Zukunft get�tet.

Zum Gl�ck, das ist vorbei.

Alles ist vorbei.

Keine Zukunft Keine Zukunft f�r dich!

Keine Zukunft, keine Zukunft...

Auch wenn wir manchmal Schlechtes tun,

sind wir noch keine schlechten Menschen.

Sie k�nnen nichts mehr tun.

Liebe, liebe G�ste! Fr�hliche Weihnachten!

Ich m�chte nur ein paar Worte �ber das Familienleben sagen.

Damit ein M�dchen aus Kopenhagen und ein norwegischer Rabauke

gl�cklich zusammen leben, nun...

vor allem an Weihnachten muss man dann kompromissf�hig sein.

Ich bekomme das Lieblingsessen meiner Kindheit, Truthahn.

Und Magnus pflegt seine neueste, gro�e Leidenschaft: Bananen.

Unsinn. Du bist meine gr��te Leidenschaft.

Ich schalte jetzt das Beatmungsger�t aus.

Nehmt jetzt Abschied.

Sie wird gleich aufh�ren zu atmen.

Sie hat keine Schmerzen.

Spielt Kevin Keegan nicht f�r Liverpool?

Nicht mehr.

Wo spielt er jetzt? - Beim Hamburger Sportverein.

Ist das nicht in Deutschland?

Ich hab dir Gr�tze gemacht.

Stell es dahin.

Bringst du mir Saft?

Magnus!

Papa!

Du hast deinen Stiefel verloren.

Was soll ich tun?

Ich kann nicht mal meine Stiefel anbehalten.

Hier. - Danke.

Nur wir zwei, wir m�ssen es selber schaffen.

Was meinst du? - Wir zwei.

Und Peter? - Nein.

Nein, nur du und ich...

im selben Boot.

Im selben Boot...

Wir schaffen es.

Ich versteh das nicht. Seine Temperatur ist 34 Grad.

Ist Ihnen... kalt?

Ruf mich an, wenn er nicht w�rmer wird in ein paar Tagen.

Ich geh rein.

Hallo. - Tag.

Meine Mutter wurde hier �berfahren.

Noch nicht lange her. - Noch nicht?

Nein.

Wurde sie verletzt?

Ja, sie ist tot.

Ist das etwa 10 Tage her?

Ich muss gehen.

Ich hab heute ein Haar von ihr gefunden.

Im Bett, als ich aufwachte.

Als w�re sie noch hier...

Ich kann sie sp�ren.

Das muss schrecklich f�r euch sein. - Ein Verkehrsrowdy.

Wahrscheinlich in einem geklauten Auto.

Hallo, Tante Vera! - Hallo, Peter.

Es gibt so viel Jugendkriminalit�t hier.

Sie klauen Autos, nehmen Drogen, fahren ohne F�hrerschein.

Was denken sie nur?!

Magnus und ich haben besprochen, dass Peter eine Weile zu uns kommt.

Eine kleine Weile, bis das alles vor�ber ist.

Soll ich bei euch wohnen? - Nur wenn du magst.

Bis es Papa besser geht. Onkel Theo f�hrt dich zur Schule.

Willst du das?

Ich wei� nicht, vielleicht.

Und du stimmst zu? - Ja, vielleicht ist es das Beste.

Hure. - "Prostituierte:

Eine Frau, die Dienste sexueller Natur verkauft.

Meistens an M�nner." - Ich steh auf diese alten W�rter.

"Ihr s�ndiges Leben f�hrt zur Verdammnis durch die b�rgerliche Gesellschaft."

Dann will ich Prostituierte sein!

Glas-Haus

Was macht er? - Zeichnen.

Ist das ein neues Haus? - Ja, ein Glashaus.

�berall offen.

So etwas wurde noch nie gebaut. Ich werde der Erste.

Gehst du aus? - Ja.

Essen um 5. Lamm-Eintopf.

Mein Lieblingsessen. - Du kannst mit essen.

Ich hab mir deine Platte angeh�rt. - Welche Platte?

Wo hast du sie her?

Wor�ber singt Johnny Rotten?

Zeug.

Er mag nicht viel. - Er ist Anarchist.

Anarchist? Es klingt, als w�re er gegen alles.

Er hasst die K�nigin, verst�ndlich. Aber er hasst auch Abtreibungsgegner.

Und Kommunisten, Politiker,

Arbeitslose, Hobbymaler, Hippies, Jazz-Musiker.

Wof�r steht er eigentlich?

Warum will er alles niederrei�en?

Weil man Schei�e niederrei�en soll.

Was ist Schei�e? - Fast alles.

Abba, Morgen-Radio, Abendnachrichten, Schule, Lehrer,

Sportlehrer, Thorbjoern Egner...

Was ist so schlecht an ihm? - "Die R�uber von Kardemomme".

Warum? - Es ist eine Riesenl�ge.

"Plage andere nicht, sei fair und freundlich, ansonsten tu, was du willst."

Ist das nicht eine Form von Anarchismus? - F�r Trottel vielleicht.

Die Welt ist nicht gut. Nicht jeder hat ein gutes Herz.

Nicht?

Sie sind sehr ber�hmt, nicht? - Ja, vermutlich schon.

Wie kam das? - Wei� nicht, wir sind ehrlich.

Sind Sie ehrlich? - Ja. Sehr.

Ich denke, Sie wollen schockieren. - Mir schei�egal, was Sie denken.

Ich denke, und nur das z�hlt.

Ich will niemanden beeindrucken, nur mich selbst.

Also lassen Sie mich in Ruhe, klar?

Ich wei�, was ich will. - Was wollen Sie?

Freiheit nannten es die Hippies!

Es gibt sicher ein besseres Wort daf�r. - Welches?

Das kenne ich noch nicht.

Wir nennen uns "Dirt". Wir spielen nicht gut, sondern Schei�e!

Schnauze!

Punk soll nicht gut klingen. Wir werden nicht gut spielen.

Wir werden so laut und krank spielen, dass man denkt, es w�re Satan,

der aus unseren Eingeweiden schwappt!

Warum nennen wir uns nicht "Schei�e"?

Weil das ein Schei�name ist. - Und "Dirt" nicht?

Wisst ihr, worum es bei Punk geht, Doofk�ppe?

Das Wort kommt aus Shakespeares "Lustige Weiber von Windsor".

Eine Figur mit dem Namen Pistol benutzt das Wort "Punk".

Shakespeare?

Niemand wei� sicher, was das Wort "Punk" bedeutet.

Experten meinen, es bedeutet "M�ll" oder "P�bel".

Oder "Schei�e". - Man braucht auch neue Namen.

Tor Idiot.

Feiger Niko.

Elender Viggo.

Und du, Anton? - Nennt mich...

Anton ist tot. - Was?

Anton ist tot. - Ist das ein Name?

Der beste bis jetzt.

Okay, wir machen's noch mal. Eins, zwei, drei...

Ja? Gut.

Wo endest du, Gunnar, wenn du nie was Neues probierst?

Willst du ewig diese unmenschlichen, fantasielosen Formen reproduzieren?

Willst du, dass jedes Haus, jede Stadt gleich aussieht,

gem�� deiner perfekten Norm? Ist dir klar, wie schrecklich das ist?

Denk mal eine Sekunde nicht ans Geld, verdammt!

Wir m�ssen das Auto verkaufen.

Warum macht ihr es kaputt? - Wir verkaufen es.

Warum? - Papa hat gek�ndigt, wir brauchen Geld.

Sie w�ren �berw�ltigt und dem Bersten nahe...

Die T�r!

Ich brauche nicht zu erkl�ren, wie aufgebracht wir alle sind.

Lehrer.

Eltern.

Das 17. Mai-Komitee. Der Elternbeirat.

Was am Nationalfeiertag geschehen ist,

w�rde ich pers�nlich am liebsten so schnell wie m�glich vergessen, aber...

zuerst m�ssen wir die ungesunde Haltung identifizieren...

und vernichten,

die zu diesem Benehmen gef�hrt hat.

Sch�mt euch!

H�rt ihr mich?! Sch�mt euch!

Was am Nationalfeiertag geschehen ist, ist unakzeptabel!

Die niedrigste Form der Kommunikation! Eine Flasche werfen,

auf jemanden, der eine Rede h�lt?

Mir fehlen die Worte!

Wer das getan hat, muss die Konsequenzen tragen!

Das gilt sicher auch f�r die V�ter?

Wie bitte? - Kritisieren Sie ihre rebellische Haltung.

Sie sind zu weit gegangen, sicher.

Aber um ehrlich zu sein, das ist eine kleine Sache.

Das wichtigste Thema heute sollte der grobe �berfall

auf diese Schulkinder vom Mob der V�ter sein,

die sie sinnlos und auf barbarische Weise verpr�gelt haben.

Sehen Sie, was ihm angetan wurde!

Ich habe geh�rt, dass der Hausmeister auch zu dem Mob geh�rte.

Wenn das stimmt, sind Sie pers�nlich f�r diese Misshandlungen verantwortlich.

Es wird Anzeige bei der Polizei erstattet. - Polizei?

Dann kann der Rektor froh sein, wenn er noch jemals

irgendwo eine Stelle kriegt!

Und all das gewaltt�tige, destruktive Benehmen

wegen einer klitzekleinen Schramme auf dem Kopf eines erwachsenen Mannes?!

Eine Bierflasche am Kopf ist ein kleiner Preis

f�r die gesunde, rebellische Haltung dieser Kinder.

Ich sage "Hurra" zu ihnen, das sollten Sie auch!

Sie sollten sie eigenst�ndiges, rebellisches Denken lehren!

Wenn die Jugend nicht mehr protestiert, steht die Welt still!

Aber das wissen Sie nicht.

Komm, Junge, weg hier.

Zuerst h�rte ich nur h�llischen L�rm.

Aber es ist gro�e musikalische Expression, was f�r eine Energie!

Es erinnert mich an den dadaistischen Aufruhr gegen die Pariser B�rger, 1919.

Tristan Tzara und die wilde Bande. Sie wollten alles niederrei�en.

Sie waren genau wie Johnny Ratten.

Rotten. Eigentlich hei�t er Lydon. - Ja, ja.

Ja, komm.

Was sagst du?

Beinahe Sommerferien. Es ist f�r zwei zugelassen.

Wo ist der Beifahrersitz? - Hier.

Bring mir die Werkzeugkiste.

Dieses Jahr, Nikolaj, werden wir die besten Sommerferien haben!

Geht's dir gut, Niko?

Schwedische Grenze

Hi! - Alter Freund!

Gut, dich zu sehen! - Ebenso.

Und das ist Nikolaj, der zweit�lteste.

Ich bin Arne Dahlgren. Ich kenne diesen Spinner noch vom Studium.

Wie die M�dchen damals hinter ihm her waren!

Also, zieht euch aus und ich f�hre euch herum.

Auf keinen Fall! - Sei nicht feige, Nikolaj.

M�chtest du Dahlgrens neuen Schrank sehen?

Schrank? - Dahlgren hat einen Schrank gebaut, um...

Es ist ganz harmlos - Na klar.

Ich geh kurz zu ihnen.

Wir haben Dinge in uns. - Dinge?

Kr�fte.

Unsere Gesellschaft ist k�rperfeindlich.

Sie sch�mt sich f�r Nacktheit und Sexualit�t.

Ich habe erforscht, wie man den K�rper befreien kann.

Ich habe meine eigene Version von Reichs Orgon-Akkumulator gebaut.

Ein paar Minuten hier drin befreien deine Energie.

Alles flie�t frei.

Sitz still, Nikolaj. Du wirst ein leichtes Beben im K�rper sp�ren.

Es ist das erste Erwachen deiner Lebensenergie.

All die Energie strahlt von deinem K�rper aus.

Sie wird aufgenommen, versammelt und reflektiert.

Dann wirst du dich kr�ftiger f�hlen,

lebendiger, dynamischer und...

Hallo!

Lass mich raus!

Warum tr�gst du eine Hose?

Warum bist du nackt? - Weil wir in einem Nudistencamp sind.

Hippies halten sich f�r schei� ehrlich!

Und Punks? Sind die so ehrlich?

Findest du mich h�bsch?

Ist das so schwer zu sagen?

Ich wei� nicht.

Wenn du ehrlich bist, solltest du antworten k�nnen.

Schwer, ehrlich zu sein, wenn man nicht wei�, was man meint.

Wer zur H�lle bist du eigentlich?

Nur ein Kind in Badehosen!

Nikolaj! Aufwachen! Schwimmen! Das Wasser ist herrlich!

Komm! Nikolaj!

Hallo, das ist die Polizei!

Guten Tag! Die Polizei ist drau�en in der Sonne?

Haben Sie vielleicht einen Fahrzeugschein?

Er m�sste in Ordnung sein.

Haben Sie das selbst gebaut? - Ja.

Hat mich etliche Stunden in der Garage gekostet, es zu bauen.

Das ist f�r die Stra�enlage.

Wissen Sie,

wenn Sie heimgehen und Hosen anziehen, k�nnen Sie weiterf�hren.

Halt dich fest!

Was soll der Schei�?

Wir kriegen nie einen Gig, wenn du dich nicht konzentrierst, Niko!

Hast du noch was, Viggo?

Keine Sorge, ist nur Di�tpulver.

Punks m�ssen d�nn und wach sein.

Los geht's!

Es hat lange gedauert, es zu entdecken.

Was? - Den geheimen Plan.

Welchen Plan?

So ist Rykkin konstruiert:

Wie ein Trichter, der zum Einkaufscenter f�hrt.

Es wurde nicht gebaut, um billigen Wohnraum zu bieten.

Oder f�r eine harmonische Gemeinschaft. - Warum wurde es dann gebaut?

Um seinen Einwohnern Geld abzukn�pfen im Einkaufscenter.

Das ist der geheime Plan der Trabantenstadt, ihr eigentliches Herz.

All das wurde nur gemacht, damit die Gemeinde Konsumenten hat.

Ja und? - "Ja und?!"

Siehst du die Verschw�rung nicht? Die Gemeinde ist ein Kannibale!

Ihr werdet gegessen!

Jeden verdammten Tag lebendig gegessen!

Versteht ihr das nicht? Ihr werdet gegessen!

Beruhig dich.

Alles in Ordnung?

Ich bin etwas besorgt �ber seine Abwesenheiten.

In vielen F�chern geht es gut, aber so viele Fehltage...

Ist er bei irgendeiner Gang? Im Einkaufscenter sind...

Nein, tut mir leid, das ist alles mein Fehler.

Ich h�tte den Rektor benachrichtigen m�ssen.

Ich habe entschieden, Nikolaj eine Weile aus der Schule zu nehmen.

Ihn zu Hause zu unterrichten. - Zu Hause?

Ja, er studiert jetzt Musik.

Er hat bis sp�t in die Nacht geprobt.

Musik ist die Basis meiner Erziehung, andere F�cher eingeschlossen:

Architektur, Literatur, Philosophie...

Ich hab mit dem Typen vom Club geredet, er hat sich unser Demo angeh�rt und...

Wir haben einen Gig im Pileon!

Ihr rockt, Jungs! Bravo!

Hallo! Hast du Speed?

F�r 250.

Du kannst gehen. - Bis sp�ter, Junge.

Viggo?

Viggo! - Schei�e!

Was hat er? - Nur eine Grippe.

Geht grade rum.

Schei�e, Viggo! Das ist die letzte Nummer!

Geh jetzt.

Ich kann auch spielen. - Du bist kein Punk!

Bei Punk geht's nicht ums Alter oder Klamotten. Sondern...

Was denn? - Den Mut, Schei�e zu sein.

Er kann gar nicht spielen! - Ich hab gespielt...

im Schulorchester.

Wird schon gehen.

Geehrte Mit-Punker, liebe Schweine!

Zeigt uns, dass ihr Schei�e seid! Spuckt!

Spuckt, spuckt, spuckt...

Verdammte Schei�e! Punks haben keine Manieren!

Wo ist dein Vater? Magnus!

Hat dir das schon jemand gesagt, Niko? - Was?

Du hast Katzenaugen. - Was hei�t das?

Jeder h�lt Katzen f�r wertlos, faule Biester, die sich kraulen lassen.

Aber sie sind Killermaschinen. Lass eine Hauskatze raus,

und die Bestie erwacht.

F�ngt an zu qu�len und zu t�ten. Die Natur ist nicht gut und...

Bist du fertig? - Willst du was sagen?

Ich verlasse die Band.

Ihr habt mich geh�rt.

Wir haben noch nie beschissener gespielt als heute!

Wir haben kein Talent!

Feiger kleiner Niko.

Wenn mein Vater mitgespielt h�tte, w�r ich vor Scham gestorben.

Was machst du?

Ich verlasse die Band.

Wir haben einen Brief von der Polizei.

"Die Untersuchung des Todes Ihrer Frau ist eingestellt."

Magst du Kuchen?

Ich habe ihn gleich gekauft, nach dem Brief.

Komisch, ich wei�, aber ich dachte: "Das ist ein Wendepunkt."

Wir m�ssen weiter leben, Mama h�tte das gewollt.

Das Leben feiern, das wir haben.

Hier.

Mit Erdbeercreme, genauso, wie sie es mochte.

Kannst du mir nichts erz�hlen?

Was soll ich sagen?

Ich wei� nicht.

Kannst du mir nicht mehr... vertrauen?

Hilf mir, Nikolaj.

Ich dringe nicht zu dir durch.

Zum Vertrauen braucht man zwei.

Mama h�tte das geliebt.

Nimm noch was. Nimm noch was von Mama!

Nimm ein ordentliches St�ck Mama!

Adresse?

Wei� dein Vater, dass du so sp�t noch drau�en bist?

Antworte, verdammt!

Er hat schwere Kopfverletzungen.

Wir k�nnen nichts mehr tun.

Es muss etwas geben! - Ich wei�, das ist schwer zu verstehen.

Wir k�nnen nichts mehr tun.

Nichts mehr?

Wir m�ssen abwarten.

Schau dir's an!

Schau dir alles an!

Es ist verdammter Bl�dsinn!

Aber ich mag's! Es ist saukomisch!

Was? - Das.

Das ist die Welt, gemacht aus ganz kleinen St�cken Exkrement.

Exkrement?

Kacke.

Chaos ist Kacke.

Pers�nlichkeit ist Kacke, alles ist Kacke.

Aber wenn du das verstehst, merkst du,

dass im Leben alles m�glich ist.

Freiheit ist Schei�e, Schei�e ist Freiheit.

Wenn du das verstehst, ist alles m�glich!

Setzt eure M�tzen auf, Jungs!

Warte, Peter.

Vergiss nichts!

Kommt, Jungs.

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten, mein Junge. - Vorsicht, sein Genick!

Verdammt, bin ich froh, all meine Jungs wieder zu sehen!

Pfefferkuchen? Pfefferkuchen f�r alle?

Komm. Tor hat ein Geschenk f�r dich.

Nur eine Kleinigkeit.

Danke, Kumpel.

Wei�t du, dass Anton tot ist? Dein Freund...

Anton? - Ja.

Sie haben ihn zu Hause gefunden, vor 2 Wochen.

Ertrunken in seiner eigenen Kotze.

Verzeiht mir, Jungs.

Ich war nicht ich selbst.

Ich war so verwirrt.

Ich war verloren in all dem...

So v�llig verwirrt...

Reiben wir Tor ein!

Zeit zu gehen, Jungs.

Tsch�s, Sohn!

Tsch�s.

�bersetzung: Sabine Dornblut NCP Holland

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