All language subtitles for The.Tenant.of.Wildfell.Hall.1996.Part.01.DVDRip.XviD-SFM

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Original subtitles

Schnell, öffne das Tor, Arthur!

Wir gehen zweimal. - Gut.

Wenigstens fällt hier Licht herein.

Darf ich nach draußen? - Wir gehen nachher.

Bitte! - Nein!

Ich verlaufe mich schon nicht.

Arthur!

Wo sind meine Kegel?

Wir konnten nicht alles mit hierher nehmen.

Farben und Pinsel hast du eingesteckt.

Die ist kein Spielzeug, Liebster.

Sind wir jetzt arme Leute?

Na los, sag es schon, Junge!

Geben Sie mir das Kind!

Ich hab dem Kind nichts getan, Madam. Es hing oben in den Ästen.

Hätte sich aufhängen können.

Ich bitte um Verzeihung, Sir. Ich habe Sie nicht erkannt. Ich dachte...

Sie dachten was?

Ich bin in Ihrer Schuld, Mister.

Markham.

Wann fahren wir wieder zurück?

Geben Sie ihm Zeit! Er wird sich hier wohl fühlen!

Oh Herr, lass deine Gnade walten über uns, denn wir hoffen auf dich.

Oh Herr, auf dich habe ich gehofft. Lass mich niemals daran zweifeln.

Und so beginnt der zweite Abschnitt des Evangeliums nach dem Heiligen Johannes,

Kapitel 2, Vers 1: Und am dritten Tag war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa,

und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger

wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach,

sprach die Mutter Jesu zu ihm: sie haben keinen Wein mehr.

Und Jesus erwiderte ihr: Oh Weib.

Was habe ich damit zu tun? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.

Als der Herr des Festmahls vom Wasser kostete, der zu Wein geworden war,

da wusste er nicht, woher er kam.

Wohl aber die Diener, die die das Wasser geschöpft hatten.

Und der Herr des Festmahls ließ den Bräutigam rufen und sprach zu ihm:

Jedermann setzt den Gästen zuerst vom guten Wein vor.

Mrs. Graham! Wie schön, dass Sie den Gottesdienst mit uns feiern konnten.

Unsere Gemeinde ist wie eine kleine Familie, wissen Sie?

Kennen Sie meine Tochter Eliza? - Mrs. Graham.

Miss Millward.

Dürfen wir hoffen, dass Sie uns mit einem Besuch beehren werden?

Vielleicht heute Nachmittag?

Oh nein. Das ist leider nicht möglich. Verzeihen Sie!

Mrs. Graham, darf ich Ihnen Mrs. Wilson vorstellen?

Mr. Richard Wilson und Miss Jane Wilson.

Das ist die neue Herrin von Wildfell.

Ach, Mrs. Graham. Ich bin Mrs. Markham von der Brook-Farm.

Wir geben am Freitag ein kleines Fest. Wir dachten, ob...

Ach, sagen Sie, dass Sie kommen! - Danke, aber ich gehe nicht auf Feste.

Aber es ist in familiärem Rahmen. Nichts Großes.

Es tut mir leid. - Mrs. Graham.

Ich hoffe, Wildfell ist nicht zu unbehaglich für Sie.

Keineswegs.

Das Haus ist alt und zugig. Bitte lassen Sie mich wissen, falls Ihnen etwas fehlt.

Sie sind sehr freundlich.

Mr. Lawrence. Ich habe versucht, Mrs. Graham zu überreden,

am Freitag zu unserer Feier zu kommen. Vielleicht können Sie sie ermuntern?

Nun, ich fürchte, das übersteigt die Befugnisse eines Hauswirts.

Ihre Gastfreundschaft wird gerühmt, Mrs. Markham.

Sie bedarf keiner Empfehlung meinerseits.

Es tut mir leid. Es geht um meinen Sohn. Weil ich ihn nicht allein lassen möchte.

Sie haben doch gewiss ein Dienstmädchen?

Rachel ist zu beschäftigt, um einem lebhaften Jungen nachzulaufen.

Bist du wirklich so ein neckischer Bursche?

Nein, nein. Er ist nur mein einziger Schatz und hat nur mich als Freund.

Wir sind nicht gerne getrennt. - Das habe ich bemerkt.

Mein Gott, das nenne ich Liebe! Er muss nicht immer an Mamas Rockzipfel hängen.

Er sollte lernen, sich dafür zu schämen.

Mrs. Markham, ich hoffe, mein Sohn wird sich nie dafür schämen,

seine Mutter zu lieben. Guten Tag.

Markham!

Lawrence.

Ach, Mrs. Graham!

Sie scheinen entschlossen, uns fremd bleiben zu wollen.

Ich nehme an, Sie finden uns alle sehr langweilig.

Keineswegs.

Sie müssen sich nicht rechtfertigen. Wenn ich etwas liebe, dann Geheimnisse.

Entschuldigen Sie mich!

Rose, sag Betty, sie soll das Bier für Reverend Millward holen!

Aber Mutter, ich bin beschäftigt. - Ich gehe.

Ach, Fergus!

Sie hassen sicher Katzen, Mr. Markham. Wie die meisten Herren.

Ja, aber weil die Damen sie mit so vielen Liebkosungen überhäufen.

Frecher, kleiner Liebling!

Das ist die Krönung! Es gibt nichts Vergleichbares, Mrs. Markham.

Die erste Pflicht der Frau ist es, den Herren eine gute Tafel anzubieten.

Aber nicht, ihre Sklavin zu sein.

Denk daran! Ich hatte den besten Mann, den es nur geben kann.

Er hat meinem Essen stets zugesprochen und es kaum einmal verderben lassen,

weil er unpünktlich war. Mehr kann eine Frau wohl von keinem Mann erwarten.

Mrs. Graham!

Kommen Sie, kommen Sie!

Nein. Danke. Ich bevorzuge Wasser.

Abstinenzlerin? Nun, dann für den Jungen. Das wärmt ihn auf.

Keine Angst, Arthur. Er wird dich nicht dazu zwingen.

Noch ein Abstinenzler? Du bist doch kein Weichling, oder, mein Junge?

Wenn er Wein schon sieht, wird ihm schlecht. Und von dem Geruch allemal.

Irgendwann wird er ihn schon mögen.

Ich glaube nicht. Als er krank war, gab ich ihm einmal welchen als Medizin.

Eine drollige Idee.

Das war nicht beabsichtigt.

So habe ich ihn zumindest vor einem schädlichen Laster bewahrt, denke ich.

Laster, Mrs. Graham?

Aber er ist ein Junge, meine Gute. Sie wollen ihm doch nicht den Mut nehmen

und einen Schwächling aus ihm machen.

Wahre Tugend, meine Liebe, besteht darin, der Versuchung bewusst zu widerstehen,

anstatt nichts über sie wissen zu wollen.

Bringen Sie ihm bei, zu kämpfen und nicht wegzulaufen.

Wenn Sie wollen, dass er ehrenvoll durch die Welt geht,

dürfen Sie ihm nicht alle Steine aus dem Weg räumen.

Ich werde ihn an meiner Hand führen, bis er alleine gehen kann.

Wieso sollte er der eine von tausend Männern sein,

der diese Tugend schon von Geburt an besitzt?

Dann halten Sie nicht sehr viel von uns?

Sie meine ich nicht. Ich kenne Sie nicht. Ich meine nur die, die ich kenne.

Ist es nicht besser, Sie wappnen Ihren Helden,

als dass Sie ihn durch Fürsorge schwächen?

Würden Sie das auch für ein Mädchen wollen?

Muss sie ihre Tugenden in der Schlacht beweisen?

Ich meine nicht. Die Tugend einer Frau ist ihre Bescheidenheit.

Beim Mann ist es die Willenskraft.

Ich wünschte mir, man könnte die Tugend einer Frau von der Versuchung fernhalten.

Wieso? Sie wollen, dass wir unsere Söhne dazu ermutigen,

ihre eigenen Erfahrungen zu machen.

Aber unsere Töchter sollen unwissend bleiben, bis es irgendwann zu spät ist!

Zu spät?

Ich sage Ihnen, Mr. Markham. Wenn ich zusehen müsste, wie mein Sohn zu dem wird,

was Sie einen Mann von Welt nennen, dann wünschte ich eher, er stürbe morgen!

Verzeihen Sie!

Komm, Arthur!

Müssen Sie schon?

Anscheinend beanspruchen die Damen immer das letzte Wort.

Von mir aus können Sie es haben. Ich kann nur nicht bleiben und es mir anhören.

Arthur gehört längst ins Bett. Mrs. Markham. Rose. Reverend.

Sie ist von ihrer Meinung nicht abzubringen. Sie hat ihren eigenen Kopf.

Und sie lebt da ganz allein in diesem düsteren Haus.

Ich bedaure den armen Mr. Graham, wer es auch sein mag.

Was halten Sie von Mrs. Graham?

Ich wollte sie nicht verärgern, aber ich finde, sie hat Unrecht.

Unrecht? Ich würde es nicht Unrecht nennen, meine liebe Mrs. Markham,

sondern eher ein Verbrechen. Nicht nur, dass Sie aus dem Jungen

einen Narren macht, sie bringt ihm außerdem bei,

die himmlischen Segnungen zu verachten. Ich werde für sie beten.

Und für den Kleinen. - In der Tat. Auch für ihn.

Und, Gilbert? Was halten Sie von unserem Neuankömmling?

Ich kann nicht sagen, dass ich sie mag.

Zu hart, zu schroff, zu verbittert für meinen Geschmack.

Mrs. Markham, Ihre Gastfreundschaft und Ihr Bier waren wie immer ganz vorzüglich.

Mr. Millward, zu freundlich.

Komm, Eliza!

Es ist mir unklar, was du von ihr willst, dem schlauen, kleinen Stück.

Mutter!

Wenn du sie heiratest, brichst du mir das Herz.

Willst du mir wirklich das Herz brechen?

Schwarz ist so eine unschöne Farbe.

Scheint zu ihrer Stimmung zu passen.

Hoffentlich wird sie bei deiner Hochzeit nicht mehr Trauer tragen, Eliza.

Das wäre so ein düsterer Anblick.

Jane!

Hat er dich immer noch nicht gefragt? Jetzt guck nicht so, Eliza!

Du darfst ihn nicht entwischen lassen.

Ich habe in London schon Seidenstoff bestellt.

Und, was haben Sie beide Interessantes zu betuscheln?

Wir sprachen darüber, dass der Frühling

eine bezaubernde Jahreszeit für Hochzeiten ist.

Arthur!

Arthur, was machst du da?

Lass ihn in Ruhe!

Das ist es.

Dann wird die Nabelschnur abgebunden und mit einer Schere durchtrennt.

Steht die Schafherde schon auf dem Long Hill?

Ja, Sir.

Den pflügen wir kommendes Jahr um.

Der Boden hier oben ist nicht besonders, Sir.

Du wirst schon sehen. Jetzt, da die Schafe zweimal darauf gelammt haben,

wird er so viel Weizen tragen, wie der im Tal.

Was führt dich hier herauf?

Ich bin nicht nur fürs Kochen und Sticken da, falls du es noch nicht weißt.

Was für ein trostloser Fleck.

Wie erträgt man es nur, dort zu leben?

Ob es drinnen ebenso düster wie draußen ist?

Du bist wie alle anderen. Du schnüffelst nur herum.

Gar nicht wahr! Mutter sagt, wir sollen Neuankömmlinge freundlich aufnehmen,

egal, wie sie sind.

Ja, Gilbert. Ich glaube, du fürchtest dich vor ihr.

Ist er es?

Nein, Madam. Es ist Mr. Markham mit seiner Schwester.

Warum lassen diese Menschen mich nicht in Ruhe?

Wir haben heute leider kein Feuer gemacht. Ich hatte keinen Besuch erwartet.

Danke, Rachel. Ich muss weitermachen. Verzeihen Sie!

Es wundert mich, dass Sie sich so ein klappriges, altes Haus

zum Wohnen ausgesucht haben. Und nicht ein schönes, gepflegtes Cottage.

Wird Ihnen nicht einsam, so alleine hier oben?

Ich bin mir nicht sicher, ob in der Einsamkeit dieses Ortes

nicht gerade sein größter Reiz liegt.

Zwei Meilen entfernt von Ihren nächsten Nachbarn. Mich würde das verrückt machen.

Wo haben Sie vorher gelebt, Mrs. Graham?

Wie hübsch Sie unsere raue Landschaft verschönert haben. Wirklich sehr malerisch!

Sie scheinen überrascht zu sein.

Keineswegs. Wieso nennen Sie es Fernley Manor,

wenn es offensichtlich dieses Haus darstellt?

Ich habe meine Gründe.

Und die Initialen? R.S.?

Nennen wir es einen Firmennamen?

Ach, Arthur! Dein Freund ist zu Besuch gekommen.

Hallo, junger Mann. Wie geht es dir? - Wo ist dein Hund?

Jetzt weiß ich, was dich an mir reizt, Arthur. Er ist daheim.

Du siehst ihn beim nächsten Mal.

Sie haben also nicht vor, es zu behalten? Das Gemälde?

Ich kann es mir nicht erlauben, nur zum Vergnügen zu malen.

Mama schickt ihre Bilder nach London. Und die schicken uns Geld.

Sie müssen sich mal die Windley Bay ansehen.

Die wunderbare Aussicht wird Sie sicher inspirieren.

Ach ja?

Wir wollen einen Ausflug dorthin machen. Sie müssen uns begleiten!

Entschuldigen Sie mich!

Ein Freund von Mama.

Sieh dir das an! Ein richtiger Geck, nicht wahr? Wer dieser Mann wohl ist?

Es kam jemand wegen der Bilder. Ich bat ihn...

Wäre es unverschämt zu fragen, ob...

Ich fürchte, das wäre es. Entschuldigen Sie mich! Ich habe zu tun.

Rachel führt Sie hinaus.

Auf bald, junger Mann.

Seien Sie nicht böse, Mr. Markham.

Es tut mir aufrichtig leid, Sie gekränkt zu haben.

Sie kommen doch trotzdem mit zur Windley Bay?

Wir machen dort ein großes Picknick, wenn das Wetter wieder schön ist.

Auf bald, Mrs. Graham.

Es schmerzt mich, dich in so einer elender Umgebung zu sehen.

Ich habe, was ich brauche.

Ich habe wieder einen Brief bekommen.

Werde ich denn niemals frei sein?

Nicht.

Frederick, wenn ich dich nicht hätte. Aber du musst dich vorsehen.

Wir beide haben wachsame Nachbarn.

Ihre Stiefel! Wie erträgt man es, darin gesehen zu werden?

Sie ist auch noch Künstler! Ein Jammer, dass Mr. Lawrence nicht mitkommen konnte.

Er hat in der Stadt zu tun.

Mr. Markham scheint sein Fehlen nicht zu bedauern.

Noch ein Stück, Gilbert? - Soll ich eins abschneiden?

Gilbert.

Verzeihung. - Soll ich Ihnen noch eins abschneiden?

Nein.

Los! Zeig es doch mal Mr. Markham.

Ich gehe ein Stückchen.

Sie müssen vor ungefähr 2.000 Jahren hergekommen sein.

Leg das Buch weg. - In Booten aus Fellen.

Ein feiner Kuchen. Das Rezept müssen Sie mir geben.

Sie haben mich erschreckt.

Es tut mir leid.

Wo ist Arthur? Alles in Ordnung?

Bei Miss Millward.

Was wollen Sie? Wollen alle kommen?

Nein. Ich komme allein.

Gut. Ich bin das Geplauder leid.

Ich werde still sein. Ihnen nur beim Zeichnen zusehen.

Ich werde nicht gerne dabei beobachtet.

Dann werde ich die zauberhafte Aussicht genießen.

Sind Sie noch da? Warum wollen Sie sich nicht mit Ihren Freunden unterhalten?

Die bin ich genauso leid. Wie Sie.

Arthur!

Nein!

Arthur!

Arthur! Oh mein Gott! - Still! Nicht erschrecken!

Arthur? Sieh her zu mir, Arthur!

Ja, gut so, Junge. Brav.

Hab keine Angst! Du bist gleich in Sicherheit.

Gib mir deine Hand!

Komm her!

Gib mir deine Hand! Gut so!

Ja, gut so! Gut so!

Ich habe mich nur kurz umgedreht. Nur einen kurzen Moment!

Es war nicht Ihre Schuld, Eliza. Keine Bange!

Hierher!

Ja, Gilbert, hierher! Hierher!

Tut dir etwas weh?

Was hast du dir dabei gedacht?

Wie konntest du so töricht sein? - Ihm fehlt doch nichts.

Nichts gebrochen.

Die Klippen überlassen wir den Möwen, ja?

Wird Ihre Farm so gut geführt, dass man ohne Sie auskommt, Mr. Markham?

Wieso fragen Sie?

Wieso? Wann immer Arthur und ich aus dem Haus gehen, sind Sie da.

Wer war zuerst da? Ich könnte Sie dasselbe fragen, Mrs. Graham.

Arthur, geh nicht zu weit weg!

Hier ist keine Gefahr.

Aber eine Frage. Wie schätzen Sie die Entfernung zwischen dem Vordergrund

und dem Hintergrund ab?

Eine Kombination aus Geometrie und Erfahrungswerten, nehme ich an.

Nun, die Mathematik hat gewiss keinen Platz in den Mooren.

Ihnen gefällt meine Malerei nicht, Mr. Markham.

Das hab ich nicht gesagt. Nur... - Keine Ausreden.

Das ist der Publikumsgeschmack. Hübsche Bilder, frei von Gefühlen.

Vergessen Sie nicht, ich verdiene damit meinen Lebensunterhalt.

Dann will ich Sie nicht aufhalten. Sonst könnte es sein, dass Sie mit dem Mischen

der Farbe nicht schnell genug nachkommen.

Schon wieder versteckte Kritik an meiner Arbeit?

Ich weiß nicht mal, wie man einen Pinsel hält. Aber ich weiß, wenn die Sonne

von den Wolken verdeckt wird, wird das blaue Heidekraut mit einem Mal lila.

Und dann, nur für einen Moment, bevor die Sonne hinter dem Hügel untergeht,

wird das Moor zu einem Meer aus funkelndem Gold.

Das würde ich gerne sehen.

Ich sage immer Armengold dazu.

Selbst der reichste Mensch kann so etwas Schönes nie besitzen.

Warst du wieder ewig weg? Seit einer dreiviertel Stunde wartet dein Tee auf dich.

Rose, gieß Gilbert Tee ein.

Verzeih mir, Mutter! Ich war mit dem Farmer auf dem Barrow Hill.

Da soll man eine schöne Aussicht auf Wildfell Hall haben, vom Barrow Hill.

Woher sind sie?

Hat Fergus mitgebracht. Von Schäfer Carters Hündin.

Ist er zu stark? - Es geht schon.

"Es geht schon" gibt es in diesem Haus nicht. Rose, mach Gilbert frischen Tee.

Mutter! - Mach es, Rose!

Ich hätte nicht einmal Tee bekommen.

Und Fergus hätte den starken Tee trinken müssen. Und müsste dankbar sein.

Aber du! Oh nein, für dich ist nichts gut genug.

Hör schon auf zu murren, Rose!

Immer geht es darum, was die Männer wollen.

Sehr guter Grundsatz, wie ich finde! - Ein sehr praktischer auf jeden Fall.

Ich wüsste nicht, wie viel ich dir zu verdanken habe, liebe Mutter,

würde Rose es mir nicht immer wieder vor Augen führen.

Warte ab, bis du verheiratet bist. Wenn du ein launenhaftes Etwas

wie diese Millward heiratest, merkst du den Unterschied.

Das wird mir gut tun, Mutter. Ich erwarte nicht, verwöhnt zu werden.

Ha, nicht die Spur!

Anstatt von meiner Frau bedient zu werden,

will ich sie lieber glücklich machen. - Jungs-Gerede! Warte nur ab!

Mr. Markham! - Oh, hallo, Arthur!

Was ist es? Was ist es?

Danke.

Für Sie habe ich auch etwas.

Sie sagten, Sie mögen Wordsworth.

Ich kann keine Geschenke annehmen.

Bitte! Machen Sie es auf!

Es tut mir furchtbar leid, Mr. Markham. Ich kann es unmöglich annehmen.

Es sei denn, Sie ließen es mich bezahlen.

Warum nicht?

Ich wäre Ihnen verpflichtet. Das möchte ich nicht.

Sie tun schon so viel für meinen Sohn. - Unsinn.

Sie wollen es nicht?

Doch, sehr gerne. Wenn Sie es mich bezahlen lassen.

Gut. Zufrieden?

Zwei Guineas ganz genau.

Hinzu kommen drei Schilling und vier Pence für den Versand.

Sie empfinden das als Kränkung. Versuchen Sie, es zu verstehen.

Ich verstehe schon. Sie glauben, ich nutze es später aus,

wenn Sie diese Kleinigkeit von mir entgegennehmen.

Seien Sie versichert, dass dem nicht so sein wird.

Gut.

Ich werde Sie beim Wort nehmen.

Aber erinnern Sie sich daran.

Das werde ich.

Markham. - Lawrence.

Was hat Markham gewollt?

Er hat dem Jungen einen Welpen als Geschenk gebracht.

Mehr wollte er hier nicht?

Jeden Tag?

So heißt es. Und nachts auch. Mein Vater hat sein Pferd vor ihrer Tür stehen sehen.

Oh ja. - Genau.

Miss Millward. Störe ich euch beide? - Nein, ganz und gar nicht.

Wo hält sich Fergus, der faule Halunke, versteckt?

Keine Ahnung. Gilbert. Hast du die schockierenden Gerüchte

über Mrs. Graham und Mr. Lawrence gehört?

Gerüchte? Welche?

Du hast nichts gehört? - Nein.

Es wird wahrscheinlich bloß reines Geschwätz sein.

Und nichts als das.

Ich muss jetzt gehen. Papa erwartet mich.

Du kommst doch am Freitag? - Ja, das will mir nicht entgehen lassen.

Bis bald, Gilbert. - Bis bald, Eliza.

Du warst sehr grob zu Eliza Millward. - Eine bösartige Klatschbase.

Du hast nicht immer so gedacht.

Schaffst du es noch mal, sie zu fangen?

Ich bin kein großer Freund von Tee. Der gluckert nur im Magen herum.

Haben Sie den gebacken?

He! Sieh mal, Gilbert und Eliza!

So eine Heimlichtuerei. Als ob sie sich völlig fremd wären.

Wer?

Mrs. Graham und Mr. Lawrence.

Was?

Ach, Gilbert, tun Sie doch nicht so unwissend.

Unwissend? Inwiefern? - Nicht so laut.

Und?

Ist Ihnen nicht aufgefallen, welche Ähnlichkeit besteht,

zwischen ihrem Kind und...

Wenn ich wüsste, womit ich Sie gekränkt habe.

Trinken Sie Ihren Tee, Eliza! Seien Sie nicht töricht!

Das ist mein Vater.

Ist er gut getroffen?

Das muss er. Mein verstorbener Mann hat 50 Guineas bezahlt. Rose, komm her!

Und sie malen auch, Miss Wilson?

Ausschließlich zu meinem Vergnügen. Ich verkaufe nichts.

Wären Sie so gut, den Platz mit mir zu tauschen, Miss Markham?

Ich sitze nicht gerne bei Mrs. Graham.

Wenn Ihre Mama es angemessen findet, solche Personen einzuladen,

wird sie nichts dagegen haben, wenn ihre Tochter ihnen Gesellschaft leistet.

Sie sind auch geflohen.

Ich bin das Geplauder entsetzlich müde. Verzeihung.

Es richtet sich nicht gegen Ihre Mutter. Oder Ihre Schwester.

Ich weiß. Wäre es Ihnen lieber, ich ließe Sie allein?

Nein, nein. Ich bin kein völliger Eremit.

Ich fürchte, Ihre Freunde empfinden mich als sehr langweiligen Gast.

Keineswegs.

Ich habe mich an meine eigene Gesellschaft gewöhnt.

Ich habe wohl die Fähigkeit, mich an der Gesellschaft derjenigen zu erfreuen,

die meine Freunde sind. Sowohl schweigend, als auch ins Gespräch vertieft.

Ich weiß nicht, ob ich Ihnen glaube.

Aber wenn dem so wäre, wären Sie genau die richtige Gesellschaft für mich.

Haben Sie das auch in anderer Hinsicht gemeint?

Nein, das habe ich nicht.

Was für ein Mensch ist Jane Wilson?

Vollendet. Kultiviert.

Ich finde sie ein wenig kalt. Und ziemlich arrogant.

Ihnen gegenüber vielleicht. Ich glaube, sie betrachtet Sie als eine Art Rivalin.

Mich? Wieso?

Ach, ich weiß nichts darüber.

Helen, wovor haben Sie Angst?

Wieso können Sie nicht wenigstens mit mir frei sprechen, Helen?

Bitte fragen Sie mich nicht! Ich kann es nicht erklären.

Helen, vertrauen Sie mir!

Es wird jetzt kühl.

Darf ich Sie nach Hause bringen? - Nein, nicht nötig.

Macht keine Umstände. - Nein. Wirklich nicht. Arthur!

Wiedersehen, Markham.

Auf Wiedersehen, Markham.

Was haben Sie? Schmollen Sie, weil sie sich nicht von Ihnen nach Hause bringen lässt?

Ich wüsste nicht, was Sie das angeht, Lawrence.

Überhaupt nichts. Aber ich warne Sie, Markham. Falls Sie irgendwelche Absichten

in dieser Richtung haben, verschwenden Sie nur Zeit.

Scheinheiliger Heuchler!

Wiedersehen, Eliza.

Wohin gehst du, Gilbert?

Nur spazieren.

So fein herausgeputzt?

Wenn du dort nur nicht hinaufgehen würdest...

Wo?

Ihr zuliebe und genauso dir zuliebe, sei bitte vorsichtiger!

Wovon sprichst du?

Rose!

Man meint, deine Besuche auf Wildfell beweisen nur ihre Verdorbenheit.

Ich bin mit ihr befreundet. Rose. Mit ihr befreundet!

Ich wollte nicht von vornherein Farmer werden.

Meine Mutter hat immer gesagt, ich sei zu allem fähig.

Haben Sie ihr nicht geglaubt?

Mein Vater dachte, Ehrgeiz führe ins sichere Verderben,

und Veränderung sei nur ein anderes Wort für Zerstörung.

Und Sie? Was haben Sie gedacht?

Dass ich ein gehorsamer Sohn sein und tun sollte, was er mir aufgetragen hat.

Wie war das bei Ihnen?

Was hat er Ihnen aufgetragen?

In seine Fußstapfen zu treten, weder nach rechts noch nach links zu schauen

und das väterliche Land in so gutem Zustand an meine Kinder weiterzugeben,

wie er es mir überließ.

Jedenfalls ein ehrenvoller Wunsch.

Ja. Daran versuche ich immer zu denken,

wenn ich an einem eisigen Januarmorgen im kalten Stall arbeite.

Danke, Betty.

Herr Pfarrer! Bei diesem schlimmen Wetter unterwegs?

Mein Weg hat hier vorbeigeführt, Madam.

Ich dachte, ich dürfte vielleicht ein Glas

Ihres vorzüglichen Bieres zu mir nehmen.

Natürlich, Herr Pfarrer, natürlich. Betty!

Ich komme von einem Besuch.

Bei Mrs. Graham.

Nun, ich dachte, es sei meine Amtspflicht.

Vielen Dank.

Also, ich hielt es für meine Amtspflicht. Als ihr Pfarrer.

So? Und warum?

"Mrs. Graham", habe ich gesagt, "es ist meine schmerzliche Pflicht,

Ihnen zu sagen, dass ich aufs schärfte verurteile, wie Sie sich benehmen."

Wie hat sie es aufgenommen?

Sehr verstockt, Madam. Sehr verstockt. Dann ist sie wild geworden.

Rose!

Ihr Gesicht wurde bleich. Sie stieß die Atemluft wie eine Wilde durch die Zähne.

Wie können Sie es wagen, so über sie zu sprechen?

Gilbert!

Es war schockierend, das bei einer so jungen Frau mit anzusehen.

Ich habe beschlossen, Madam, dass meine Tochter solch einem unheilvollen Einfluss

nicht länger aussetzt sein soll. Ihre Kinder sollten es auch nicht.

Gilbert!

Und dann noch drei Zwiebeln.

Sie hat sich der Verderbnis hingegeben.

Ich bete nur, dass kein anderer der Sünde verfällt.

Und sie gibt sich so ehrfurchtsvoll und mütterlich!

Oh, ihr bösen, bösen Kinder! Hört auf, zu...

Gib es schon her! Kinder?

Ja!

Oh nein! Das kriegst du nicht, Kasper!

Gilbert!

Ich weiß, was passiert ist, Helen. Und ich muss Sie sprechen.

Sind Sie der Held, der einer Frau beisteht,

die alle anderen nur suspekt finden und verachten?

Wen kümmert es, was die Leute sagen? Solange wir wenigstens uns haben.

Ich habe mich geirrt.

Nein.

Ich dachte, Ihre Gefühle für mich seien kühl und brüderlich.

Sind Ihre das?

Ich wollte Sie nicht ermutigen.

Sie hätten mich nicht noch weniger ermutigen und strenger zu mir sein können.

Helen, wissen Sie nicht, dass mir Ihre Freundschaft lieber wäre,

als die Liebe jeder anderen Frau auf der Welt?

Gilbert.

Sagen Sie mir doch, was es ist! Es bedrückt Sie dann nicht mehr so.

Wenn ich es tue, verachten Sie mich vielleicht auch.

Nein, ich könnte Sie niemals verachten.

Lieben Sie mich?

Wissen Sie denn, was Liebe ist?

Wahre Liebe?

Liebe, die einem die Seele zerreißt?

Glauben Sie, Liebe bringt einem Glück? Tut sie nicht.

Warten Sie!

Kommen Sie morgen Mittag zum Fuß des Longhill.

Dort, wo der Felsen beginnt. Dann werde ich Ihnen alles erzählen.

Das ist nur Arthur. Sie müssen gehen.

Komm nach draußen! Ich will den Mond sehen und die Abendluft atmen.

Das Einzige, das mir hier noch gut tut.

Du darfst dich nicht verrückt machen lassen.

Ich werde in Zukunft vorsichtiger sein.

Aber ich muss von hier weg, Frederick. Hier kann ich nie glücklich werden.

Was wäre ein besserer Ort als dieser? So abgeschieden, so nah bei mir?

Nein, nein, ich kann nicht zustimmen, dich zu verlieren, Helen.

Ich muss bei dir sein oder zu dir kommen können, wo auch immer du bist.

Warum lassen diese Menschen mich nicht in Ruhe?

Es gibt überall Narren, die sich einmischen, Helen.

Gilbert, ich muss mit Ihnen reden.

Bitte! Nur einen Moment.

Warum sind Sie nicht zum Longhill gekommen?

Weil ich selbst hinter Ihr Geheimnis gekommen bin.

Absolut unmöglich.

Ja, das hätte ich auch gesagt, hätte ich es nicht eigenen Augen gesehen.

Was?

Ich hätte Ihnen alles erzählt. Jetzt sehe ich, dass Sie dessen nicht würdig sind.

Denken Sie von mir, was Sie wollen.

Lawrence! Halt, mein Freund!

Markham! Was wollen Sie von mir? Was soll dieser Streit zwischen uns?

Wohin reiten Sie?

Ich habe Sie gewarnt. Sie...

Ihnen werde ich zeigen...

Lassen Sie ihn!

Hören Sie auf!

Ich wollte es Ihnen sagen. Er ist mein Bruder!

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