Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Czech
Danish
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovenian
Somali
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
G�tz von Berlichingen mit der eisernen Hand dTV - MDR - 5. April 2013
Was macht der Kerl?
Er kundschaftet die Furt aus. Los!
Ah!
Los, komm schon!
Er kommt vom Berlichingen.
Macht Platz! Wir kommen nicht durch. - Eine sch�ne Hochzeit!
Das Essen ist christlich bemessen.
Der G�tz! - Der G�tz kommt.
Gott zum Gru�, Leute!
Gott gr��e Euch! Nimm das Pferd!
Gn�diger Herr, welche Freude! Euer Zwist endet durch eine Heirat.
Das war klug. Wie lange habt Ihr prozessiert?
Fast acht Jahre. Ihr h�ttet Euch eher f�gen sollen.
Ja. Aber zu sp�t war es nicht.
Ich habe Ruhe mit dem Nachbarn und eine Tochter versorgt.
Und ich habe den Acker und den h�bschesten Backfisch im Dorf.
Vor acht Jahren war sie zu jung. - Nehmt Platz!
Setz dich zu mir!
Nehmt alle wieder Platz!
Aber prozessieren werde ich niemals wieder. Dieses unerh�rte Blechen!
Wie meint Ihr das? Bei Gericht will jeder Geld.
Der Richter nahm mir 18 Goldgulden ab.
18? Sch�ndlich! Der Richter?
Ja, Gott verzeih ihm! - Der Teufel soll ihn holen!
Ich gab ihm auch 18 Goldgulden. Dieser R�uber!
Wenn ich ihm �ber die Ohren d�rfte! Ihr sollt das Geld wiederbekommen.
Ich zog schon um viel weniger los. Das w�re ...
Das danke ich Euch ewig, Ritter Berlichingen.
Hanne, k�sse unseren Wohlt�ter! Ihr Leute, der G�tz soll leben!
Er soll leben! Hoch, G�tz!
(alle) Hoch! Hoch! Hoch!
Danke!
Tanzmusik
Lasst mich durch! Herr! Weg da! Herr!
Warum so aufgeregt? Feiere mit uns! Ein Fuhrmann sagte es uns:
Die Bamberger haben den Wilfried gefangen. Die Reiter vom Bischof!
Das sollen er und Weislingen b��en!
Kommst du vom Berlichingen?
Wie ist dein Name? Das sage ich nicht.
Was wolltest du in der Furt? Ich schweige.
Wassertiefen pr�fen? Ich schweige.
Peinliches Verh�r! Bringt ihn zur Folter!
Dann wei� er wieder, wer er ist.
Will der Kaiser all diese Gesetze als Recht durchsetzen im Deutschen Reich?
Er muss es tun. Die T�rken belagern die Reichsgrenzen.
Vor einem Krieg muss der Kaiser das Land im Inneren beruhigen.
Daher gleiches Recht f�r alle seine V�lker und alle Untertanen.
Das wird Schwierigkeiten geben. Und uns �rgern die �berm�tigen Ritter.
Sickingen, Selbitz und Berlichingen mit der eisernen Faust.
Weislingen, warum esst Ihr nicht mit uns?
Verzeihung! Wir haben einen Gefangenen gemacht.
Oh, wen? Einen Kundschafter von Ritter G�tz.
Oder gegen die N�rnberger und uns! Er wollte nicht sprechen.
Er wird gefoltert. W�nscht Ihr ... Ich will nicht anwesend sein.
Aber danach berichtet mir sofort!
Berlichingen! Wir haben Frieden und er schickt Kundschafter!
Der Kaiser muss handeln. Sonst steckt uns der Kerl noch in die Tasche.
Wenn ich ihn erwische, bringe ich ihn mit.
Der Weislingen ist m�chtig und reist mit gro�er Bewachung.
Sei achtsam! Ein Wolf bezwingt viele Schafe.
Und wir sind vier W�lfe.
Lachen
Bist du fertig mit allem? Ja, f�r ein paar Tage reicht es.
Keine Angst! Wir sind bald zur�ck. Ihr W�lfe, nun wollen wir heulen.
Jedes Mal wieder! Mein Herz hat schon so viele Narben.
Elisabeth, Marie, Karl. Weidmannsheil!
Weidmannsdank! Dann los!
Wenn mein Mann sich immer in Gefahr beg�be, dann w�rde ich sterben.
Muss Vater ausreiten, wenn es gef�hrlich ist?
Ja. Es gibt viele b�se Menschen. Da muss er den guten helfen.
Wenn du mal Ritter bist, machst du das auch?
Nein. Da muss man durch einen Wald mit Hexen drin.
Der Bursche f�rchtet sich vor Hexen!
Das m�ssen sie sein. Nur drei M�nner begleiten ihn.
Das ist Weislingen.
Eine leichte Aufgabe! - Zur�ck!
Sie kommen: Weislingen mit Knappe und zwei Reitknechten.
Ihr nehmt Weislingen, ich die Reiter.
Vorw�rts! - Komm! Schnell!
Der G�tz!
Ergebt Euch! Wir sind Berlichinger!
Ah!
�ffne das Visier!
Seid Ihr Weislingens Knappe? Ja, Franz von Tautenberg.
Reitet nach Bamberg und meldet dem Bischof Weislingens Gefangennahme!
Trompete wird geblasen.
Vater kommt! Vater kommt! - Vielleicht bringt er Beute.
Den Weislingen! Sie haben bestimmt Hunger.
Ich hole Wein. - Ich komme mit.
Bring das Pferd in den Stall!
Macht das Tor zu! Bring mir einen Wams! Zieh mir den Panzer aus!
Mach schon! Und du, zieh deinen Prunkharnisch aus!
Er bekam wohl nie einen Kratzer.
Erkennst du alles wieder? Marie ist nun erwachsen.
Ich habe einen Sohn. Wo ist dein Gep�ck?
Da dr�ben. Komm! Nimm sein Gep�ck!
Hier sind zwei Kr�ge Wein. Den vom Vorjahr?
Ja. - Das ist schwer!
Wie viele sind wir mehr? (Mann) Vier Mann.
Hast du Weislingen gesehen?
Nur kurz. Er sieht traurig aus. Er ist nicht zu entschuldigen.
Erkennst du es wieder? Wie lange warst du nicht hier?
Komm zu mir! Ich wollte, ihr lie�et mich allein.
Warum? Du bist in meiner Gewalt. Aber ich missbrauche sie nicht.
Das ist deine Ritterpflicht. Du solltest nicht so reden.
Deine F�rsten w�rden dich daf�r an Ketten aufh�ngen.
Guten Abend, Vater! Gr�� dich, Karl!
Hast du mir etwas mitgebracht? Diesmal nicht. Nur den Weislingen!
Er bleibt bei uns. Wo ist die Mutter?
In der K�che. Sie kocht R�ben und Lammbraten.
Ich bin gleich zur�ck. Wer ist der Mann?
Gr��e ihn! Bitte ihn, er soll lustig sein! So wie fr�her.
Da hast du meine Hand! Sei lustig! Es gibt bald Essen.
Das Kind kennt kein gro�es �bel. Gott gib dir viel Freude an ihm!
Wo viel Licht ist, da ist Schatten. Doch w�re es mir willkommen.
Wir wollen sehen, was es gibt. Schnell zur Mutter!
Ich ertrage es nicht. Seine ewige �berlegenheit ertrage ich nicht.
Elisabeth, da bin ich!
Hat er sich gewehrt? Nein, ein K�mpfer war er nie.
Das gef�llt mir. Ach, Marie! Du bist auch da.
Danke!
Hier sa� immer dein Vater. Wei�t du das noch?
Vor dem Essen wollen wir etwas trinken. Setz dich!
Die alten Zeiten sind vorbei. Warum, Adalbert?
Bist du nicht frei und unabh�ngig geboren wie ich?
Nur dem Kaiser Untertan wie ich?
Als junge Knappen wollten wir beide f�r Gerechtigkeit k�mpfen.
Warum machst du dich zum Diener eines eitlen Bischofs?
Er will nur seine L�nder vermehren.
Du siehst die F�rsten wie der Wolf den Hirten.
Du hast Kaufleute �berfallen, L�segeld erpresst.
Richter des Kaisers festgehalten? Sie lie�en sich bestechen!
Sie sprachen Unrecht. Reiche St�dte bezahlten ihre Schulden nicht.
Das sagt ihr! Du, dein Freund Sickingen und der Selbitz.
Ihr sagt, was Unrecht ist! Aber die F�rsten m�ssen f�r Frieden sorgen.
Frieden! Das w�nscht der Raubvogel, um seine Beute bequem zu verzehren.
Warum nahm der Bischof meinen Reiter gefangen?
Er hat Furten ausspioniert. Die Furten kennt jeder Fuhrmann.
Ihr wollt mich aus dem Weg haben.
Weil ich fest entschlossen bin:
Ich will Luft und Freiheit nur Gott und dem Kaiser verdanken.
Sie sind meine Herren und Richter, nicht die eigenn�tzigen F�rsten.
Darum wollen sie mich vernichten.
Und du bist ihr Werkzeug! G�tz!
Aber ich bin dein Gefangener. Ich darf nichts sagen.
Vater! Zu Tisch bitte! Ja, Karl.
Fr�hliche Botschaft! Wir m�ssen ein andermal weiterreden. Komm!
Meine Weibsleute machen dich munter. Du hast immer gern scharwenzelt.
Die M�dchen wussten von dir zu erz�hlen.
Das Leben der Menschen ist kurz und ihre Meinung schwankend.
Das f�hrt zu Verwirrung und Ungerechtigkeit.
Aber Gesetze bleiben und sind un�berwindbar.
Ja. Das ist besser als der jetzige Zustand ... Liebetraut!
Gibt es neue Nachrichten? - Ich bringe sie ungern.
Weislingen ist gefangen. - Von wem?
Von Berlichingen. Er hat Tautenberg mit der Botschaft hergeschickt.
Es tut mir leid, Eminenz. - Ich will ihn selbst sprechen.
Gefangen von diesem ... Teufel!
Es ist wie im Himmel hier!
Ihr gleicht einem Engel, Marie. Bis dahin ist noch Zeit.
Aber man ist hier dem Himmel n�her als am Hof eines Bischofs.
In Gesellschaft eines Engels ist �berall Himmel.
Seht die Burg meines Bruders! Auch er liebt die Freiheit.
Am liebsten ist er auf seiner Burg. Zusammen mit Euch w�re ich es auch.
An den F�rstenh�fen f�hle ich mich eingeengt. Was liebt Ihr so daran?
Tanzmusik
Onkel, Ihr seid nicht bei unserem Spiel.
Schach dem K�nig und matt!
Ich wei� noch Rat.
Dieses Spiel lie�e ich verbieten, wenn ich ein gro�er Herr w�re.
Ist es Euch zu intelligent?
Schach und ... - Matt!
Ja, junge Witwen sind gef�hrlich. Vor allem, wenn sie klug sind.
Und sch�n!
Dann sind wir ... - ... hilflos!
Ich wei�, woran Ihr gedacht habt. - Wirklich? Woran?
An seine rechte Hand: Weislingen.
Ja, m�glich. Dann h�tte Ritter G�tz jetzt zwei rechte H�nde:
Die aus Eisen und die des Bischofs. - Ja, er ist mein weltlicher Arm.
Wenn er da w�re, h�ttest du die Erb- schaft verbrieft und w�rst daheim.
M�ge er noch lange fortbleiben!
Auch mir ist sie ein Trost.
Wie wird es mir werden ohne Euch? Ein bisschen eng! So wie mir.
Dein Knappe ist zur�ck. Er isst gerade etwas.
Der Bischof will meinen Reiter nicht herausgeben.
Die Sache kommt vor eine kaiserliche Kommission.
Sei es, wie es wolle. Adalbert, du bist frei.
Gib mir dein Wort, dass du meinen Feinden keinen Vorschub leistest!
Ich fasse deine Hand. Bitte erlaube mir, auch Maries Hand zu fassen!
F�r immer, G�tz.
Darf ich Ja sagen? Wenn du es mir erlaubst.
Gebt euch die H�nde!
Und so spreche ich. Amen!
Mein Freund und Bruder!
Ist es wahr? Heiratet Ihr? Ja. Was sagte der Bischof?
Er will Euch nicht verlieren. Er will alles vor den Kaiser bringen.
Ich will ihn nicht mehr sehen! Wir gehen nach Hause.
Nicht nach Bamberg? Aber ein Engel ist dort erschienen.
Wer ist sie? Gr�fin Walldorff.
Sie soll sch�n sein. Pack zusammen! Wir reiten heim.
Aber Sie haben noch Sachen in Bamberg.
Du kannst mich nicht allein lassen! Ich breche nicht meinen Eid.
Du h�ttest ihn nicht schw�ren sollen. Ich h�tte dich befreien k�nnen.
Wir haben Berlichingens Reiter. Ich h�tte L�segeld gegeben.
Ihr habt nichts dergleichen getan. Weil ich ohne dich hilflos bin.
Frau Adelheid Gr�fin von Walldorff.
Ja, ja. Er will uns wirklich verlassen. Was sagst du?
Ich hoffe, das ist nicht sein letztes Wort.
M�nner streiten manchmal gern.
Aber wie ich geh�rt habe, seid Ihr friedfertig und den Damen zugetan.
Ich hoffe, Euch nicht zu entt�uschen, Gr�fin.
Ich wusste den Ritter Adalbert hier am Hofe. Nur deshalb bin ich hier.
Man sagt, Ihr seid klug und geschickt.
Ich bitte Euch um Beistand und Rat.
Ich brauche ihn, auch wenn Ihr Euch nicht mit dem Bischof einigt.
Sch�nheit und Geist zu dienen, ist mir eine Ehre.
Meinen Dank, Ritter.
Ich will Eure Gesch�fte nicht st�ren. Sie sind zu bedeutend.
Ich darf den Ritter aber sicher heute Abend bei mir empfangen.
Um dann in Ruhe alle Sorgen auszubreiten, ja?
Gott gr��e Euch, Herr! Georg! Hans, kennst du Georg?
Freilich, der Bub vom Waldh�ter! Er ist mein Reitknecht. Was ist?
Ich traf Weislingen nicht an. Er war nach Bamberg geritten.
Was soll das geben? Eure Vers�hnung war wohl zu schnell.
Glaubst du, er bricht sein Wort? Ja.
Das glaube ich nicht.
Der Bischof schuldet ihm noch Geld. Auch hat er vieles zu ordnen.
Georg! Gestrenger Herr!
Wir haben noch des Bamberger Reiters erbeuteten Kittel.
Lass ihn dir von meiner Frau geben!
Und bring morgen einen Brief nach Bamberg und sieh, wie es steht!
Aber Vorsicht! Feindesland! Auf so etwas hoffte ich.
Ich k�nnte mit ihm leben, aber ihn nicht heiraten.
Die Haare nach hinten? - Nein.
Ihr habt sein Herz geangelt. - Du kannst ihn haben.
Es klopft. �berp�nktlich!
Dass Ihr noch kommt! Ich h�rte, Ihr verlasst uns.
Wenn Ihr in mein Herz sehen k�nntet. Ich s�he sch�ne Sachen!
Euer Bild!
Ihr wollt Abschied nehmen. Ich muss. Ich gab mein Ritterwort.
Geht! Geht! Erz�hlt das den M�dchen, die sich so einen Mann w�nschen!
Ihr denkt nicht so. Wem habt Ihr Euer Wort gegeben?
Einem Mann, der durch Eure Gefangennahme ge�chtet ist.
Er verkennt seine Pflicht gegen den Kaiser. Der Eid war erzwungen.
Unsere Gesetze entbinden davon. Dahinter steckt etwas anderes.
Weislingen, Ihr wollt bestimmt kein Feind des Kaisers werden.
Kumpan eines R�ubers. Ein Mann wie Ihr!
Er ist nicht so. Wenn Ihr ihn kennen w�rdet ...
Glaubt mir! Er ist nicht zu b�ndigen.
Aber du ... du bist ein gef�lliger Mann, den alle Frauen lieben.
Ich wei�, du k�nntest ein Herr von F�rsten sein.
Doch du willst Sklave eines Ritters werden.
F�rstinnen k�nnten dich verehren.
Aber du glaubst mir nicht. Ihr redet vom Feind.
Ich rede von dir und deiner Freiheit!
Ich wei� nicht, warum ich Anteil an Euch nehme.
Wir wollten von Gesch�ften reden.
Erlaubt noch einen Augenblick! Wollt Ihr mir noch etwas sagen?
Seht mich nicht so an! Ihr werdet unser Feind sein.
Und ich soll Euch anl�cheln? Adelheid!
Feierliche Orgelmusik und Glockenl�uten
Ein sch�nes Paar! - Wer sind sie?
Weislingen mit seiner Braut, der Gr�fin von Walldorff.
Was?
Herr, ich soll Euch von Berlichingen fragen, warum Ihr ...
Komm morgen fr�h zu mir!
Diesen Brief schickt mir Berlichingen durch Euch.
Wer seid Ihr? Ein Adeliger?
Es gibt nur zweierlei Leute: gute und b�se. Ich diene G�tz.
Wann gebt Ihr Wilfried heraus, den Ihr gefangen haltet?
Wir lieferten ihn den N�rnbergern aus, f�r die wir ihn fingen.
Sei froh, dass ich dich laufen lasse, in unserem Kittel!
Nun habe ich genug!
Die arme Marie! Wie soll ich es ihr nur beibringen?
Zum Gl�ck ist sie fromm. Sie wird es als Pr�fung von Gott nehmen.
Aber diese N�rnberger! Meine Gegner!
Hans, ihre Kaufleute kommen bald von der Messe zur�ck.
Mit gro�em Geleit. Bist du dabei?
Ja. Wir werden ein paar davon fangen.
Und ich halte sie so lange fest, bis mein Reiter vor mir steht!
Los! Wir greifen an!
Ja!
Ah!
Ah!
Los!
Ah!
Jetzt kommt, ihr Pfeffers�cke!
Bist du es oder bist du es nicht? Wilfried!
Wilfried! Du bist wieder da!
Woher kommst du? Wie siehst du aus! G�tz!
Wilfried ist wieder da!
Musstest du viel aushalten? Ja.
Wir werden dich pflegen. Wo warst du?
In Bamberg, in N�rnberg und im Turm. Im Turm?
Wilfried! Lie�en Sie dich frei? Was ist mit deinen F��en?
Wie siehst du aus! Wo ist dein Pferd?
Haben sie dich rausgeworfen? Rausgeworfen? Ich bin geflohen.
Was? Geflohen?
Dann bist du ein Held!
Wir nahmen zwei Kaufleute gefangen, um dich auszutauschen.
Ihre Waren haben wir noch.
Wir geben sie zur�ck f�r dein Pferd und 100 Gulden Schmerzensgeld.
Die N�rnberger sind verzweifelt, Majest�t.
Wir m�ssen etwas tun! Ja, ja.
Die Kaufleute fordern die Hilfe des ganzen Reiches.
Aber im Krieg sollen die Ritter alle sch�tzen.
Und die St�dte zahlen keine Kriegskosten.
Was sollen wir tun? Wir schaffen Berlichingen beiseite.
Und seine beiden Kumpane: Hans von Selbitz und Franz von Sickingen.
Er auch? Er ist der M�chtigste!
Das �brige zerf�llt dann von selbst. Ich will diese edlen M�nner schonen.
Im Krieg m�ssen sie mit mir k�mpfen. Sie sind erfahren.
Beschlie�t eine Reichsexekution!
Erst gegen Berlichingen, dann ... Ja, ja.
Aber ich will ihnen nichts zuleide tun. Ich will sie gefangen haben.
Und sie m�ssen schw�ren, ruhig zu bleiben, bis ich sie rufe.
Zum Gl�ck ist auf die Eide der Ritter Verlass!
Also zuerst gegen Berlichingen.
Marschmusik
Ihre Worte sind nicht zu verstehen.
Ich wusste, dass sie hier ist. Sie betet und weint nur noch.
Franz, w�rst du nur fr�her gekommen! Was ist geschehen?
Meine Augen hingen lange schon an ihr.
Und sie sah mich auch nicht ungern.
Weislingen hielt w�hrend seiner Gefangenschaft um sie an.
Ich habe sie ihm zugesagt.
Es macht euch Ehre, von ihm betrogen worden zu sein. Ich bleibe dabei:
Sie soll meine K�nigin werden.
Ich verjage Weislingens Schatten. Lass mich mit ihr reden!
Zu Feinden des Reichs erkl�rt!
Der Kaiser verordnete eine Reichs- exekution. Soldaten kommen.
Ich bin zur richtigen Zeit hier.
Nein. Deine Pl�ne f�r die Reform des Reiches w�ren gef�hrdet.
Du darfst kein Feind des Reiches werden.
Du n�tzt mir mehr, wenn du neutral zu sein scheinst.
Und was ist mit Marie? Alles nach Wunsch.
Mein Antrag best�rzte sie etwas.
Ich wette, sie verglich mich mit ihrem Weisfisch.
Ich darf mich vergleichen lassen. Und wir sind uralte Freunde.
Wir haben oft miteinander getanzt.
Und wann wird geheiratet? Heute oder morgen?
Hier ist kein Aufenthalt mehr f�r Weiber.
Karl kommt in die Klosterschule, bis alles vorbei ist.
Marschmusik
Lerse, was bringt Ihr Neues? Herr von Selbitz l�sst gr��en.
Er kommt mit allen seinen Leuten. Gut.
Marschmusik
Ich traue mich nicht fort. K�nnen wir nicht bleiben?
Kommt in die Kirche! Ihr m�sst heiraten und dann fort.
G�tz! Was ist?
Komm! - G�tz!
Marie, du bist ein Ritterkind. Und der Reichshauptmann ist nicht dumm.
Sie werden uns mit dem ganzen Haufen belagern.
Kleine Gefechte wird er ... Ach, Franz erkl�rt dir das!
Komm!
Selbitz! Gut, dass du da bist! Eben angekommen.
Kommt schnell in die Kirche!
Die Reichsexekution haben wir Weislingen zu verdanken.
Er hat den Kaiser beschwatzt. Komm!
Maria von Berlichingen!
Willst du dem Reichsritter Franz von Sickingen in die Ehe folgen?
Und willst du geloben, ihm treu zu bleiben, bis der Tod euch scheidet?
Ja.
Wo ist der Herr? - Dort in der Kirche.
Gott segne euch! Er gebe euch gl�ckliche Tage!
Und die er abzieht, hebe er f�r eure Kinder auf!
Und die Kinder lasse er so sein, wie ihr seid: rechtschaffen.
Lasst sie werden, wie sie wollen!
Ich danke euch und danke dir, Marie.
Ich f�hrte dich zum Altar. F�hre du mich zum Gl�ck!
Gehen wir zusammen auf Pilgerschaft zu diesem gelobten Land!
Lasst mich durch! Herr, ein Heer ist auf dem Marsch! Sie sind bald hier.
Wie viele sind es? Viele. Tausend vielleicht!
Noch �ber dem Fluss? Was jetzt?
Wir zwingen sie zur Teilung und schlagen sie.
Wie willst du sie zwingen?
Wir m�ssen die Br�cke von Sch�ntal abbrennen.
Haben wir Fackeln? Ja.
Dann nimm zwei Kisten. Und wenn es misslingt?
Dann lassen wir uns belagern. Und du redest mit dem Kaiser.
Bleibst du bei mir? Was hast du gedacht? Bis in den Tod.
Wen Gott lieb hat, dem gibt er so eine Frau.
Marschmusik
Hier auch noch. Das reicht.
Das Holz wird brennen wie Zunder. - Hoffentlich!
Wir sollen Berlichingen und Selbitz lebend fangen.
Gebt das vor jedem Gefecht bekannt!
Er wird sich wehren wie ein wildes Schwein.
Und er tat uns nie etwas zuleide. - Ach, er soll uns nicht auskommen.
Hoffentlich!
Das war der G�tz!
Hier kommen sie nicht mehr durch. Der Fluss ist zu tief.
Sie m�ssen vier Meilen bis zur Furt reiten.
Ohne das Fu�volk!
Wo ist die n�chste Br�cke? - Acht Meilen.
Und eine Furt? - Vier Meilen.
Aber der Tross kommt da nicht durch. - Das Fu�volk baut hier eine Br�cke.
Ich gehe mit den Reitern durch die Furt. Los!
Ha! Sie teilen sich. Der Plan geht auf.
Lagern! Wir bleiben hier! B�ume f�llen zum Br�ckenbau!
Spannende Musik
Sie bauen eine Br�cke und der Haupt- mann reitet zu ihrem Schutz zur�ck.
Tats�chlich. Uns erwartet er nicht.
Fangen wir sie ab!
Halt!
Spannende Musik
Flankenangriff! Selbitz' Leute nach rechts, meine Leute nach links!
Halt!
Ich fordere den G�tz zum Zweikampf heraus.
Macht euch bereit! Signal!
Trompetensignal
Gebt mir die Lanze! - �berlasst mir den G�tz!
Nein. - Wir brauchen Euch.
Ihr d�rft nicht ausfallen. - Gut. Greift an!
Mein Schild! - Werft ihn vom Pferd!
Kampfgeschrei
Legt mich dahin! Und dann helft G�tz! Lehnt mich an den Baum!
Ah!
Steig auf den Hochsitz und sieh, wie es geht! Danke, M�nner!
K�mpft! Jeder Mann wird gebraucht. Lasst mein Schwert da!
Der Teufel wei�, wie es kommt.
Los!
Siehst du G�tz? - Die schwarzen Federn, ja!
Er wird angegriffen. - Und ich sitze hier!
Wilfried hat die Fahne erobert!
Der Hauptmann liegt am Boden! Seine Reiter sind um ihn herum.
Sie setzen ihn aufs Pferd. Sie fliehen. Sie fliehen!
Sieg! Sie fliehen vor G�tz! Und er reitet hinterdrein! Sieg! Sieg!
Wo ist Selbitz? Dort. Er ist verwundet.
Selbitz st�hnt.
Selbitz! Wir haben gesiegt!
Sieg ...
Leg dich hin! Die Wunde blutet wie verr�ckt.
Er braucht einen Verband. Gib dein Hemd!
Hans!
Hans! H�rst du mich noch?
Schnell, das Hemd! Beeil dich! Press es in die Wunde!
Von beiden Seiten zusammenpressen.
Aus!
Er ist auf und davon.
Ja, ja, so sieht die Freiheit aus. Und der Sieg!
Wie viele Siege haben wir heute?
Wenn er sich nicht ergibt, greifen wir ihn an.
Wir m�ssen ihn fangen.
40 Fass Mehl und 32 Scheffel Hirse. Daran erkenne ich meine Elisabeth.
Trompeten werden geblasen.
Was ist das?
Das bisschen Freiheit wird uns sauer gemacht. Die Burg ist bald umringt.
Wir verteidigen uns. Vielleicht wollen sie verhandeln.
Fanfaren erklingen.
Geh zur Seite!
Was ist?
Ihr rebelliert gegen den Kaiser. Einen Strick um deinen Hals!
Ihr habt des Reiches Majest�t schwer beleidigt.
Beleidiger der Majest�t? Ich?
An Euch wird die Reichs- exekution vollzogen.
Ergebt Euch dem Hauptmann auf Gnade und Ungnade!
Mich ergeben? Auf Gnade und Ungnade? Bin ich ein R�uber?
Sage deinem Hauptmann, vor Ihro Majest�t habe ich immer Respekt.
Er aber, sagt es ihm, kann mich im Arsch lecken!
Spannende Musik
Sch�sse
Schnell! - Da!
Ah!
Du kannst es aber gut! - Ich war J�ger beim Selbitz.
Bravo, Lerse! Jetzt heize ich ihnen noch mehr ein. Pass auf!
Gib her!
Geschrei
Die wollen uns mit einer Kanone Angst machen.
Die Burg wurde gebaut, bevor es Kanonen gab. Wir m�ssen handeln!
Jetzt! Gott befohlen! Und leise! Los!
Alarm! �berfall! Der G�tz ist da! - Der G�tz ist da!
Ah!
Ich bin fertig. Z�nde an! Schnell! Beeilt euch!
Fertig! Los! Schnell weg!
Los, hinterher!
Frau Elisabeth, haben wir Kohlen? Ja, Holzkohlen. Wof�r?
Wir m�ssen neue Kugeln gie�en. Habt ihr Pulver?
Ja, nur kein Blei.
Lerse, sieh dir das an!
Sie haben Zelte aufgebaut. Sie bereiten etwas vor.
Lerse, schie�! - Zu weit weg!
Ziele auf den Hauptmann! - Wir m�ssen Kugeln sparen.
Schade! - Man muss das Wild kommen lassen.
Du hast viel Arbeit!
Hoffentlich noch lange!
Wir m�ssen durchhalten, bis sie uns Abzug gew�hren.
Wir tun ihnen viel Abbruch und werden es auch weiter tun.
Gott vergelte dir deine Liebe und Treue!
Spannende Musik
Knall
Was ist?
Seht ihr etwas? - Da unten brennt es.
Vielleicht �berf�llt Sickingen die Kaiserlichen.
Das ist ihr Pulverlager. Es muss explodiert sein. Bleib du hier!
An eure Pl�tze zur�ck! Seid ihr verr�ckt?
Die Kaiserlichen sind in der Burg! Alarm! Alarm! �berfall!
Kappt ihre Seile! Lasst nicht noch mehr in die Burg!
Ah!
Ah!
Wo ist der G�tz? Sucht den G�tz!
Hier! Jetzt zeigt mir, was ihr gelernt habt!
Der G�tz!
Vor euch ist mir nicht b�nger als der Katze vor den M�usen!
Hier!
Ja! Und hier!
Hier! - Ah!
Ah!
Ergebt euch! Oder ihr sterbt!
Schont uns! Keiner darf entwischen!
Traurige Musik
F�r mich!
Ihr holt Euch nichts als Beulen. Geht nach Hause!
Der Mann ist aus Eisen. Wie seine Faust!
Lebend kriegt Ihr mich nie!
Fanfaren
Was ist?
Wir bieten freien Abzug f�r Euch und Eure Leute.
Ihr gebt uns unsere Gefangenen und geht ohne Waffen!
Ihr k�nnt die Gefangenen haben, aber wir ziehen mit Waffen ab!
Sonst gibt es noch mehr K�mpfe.
Sagt Eure Antwort meinem Hauptmann!
Zur�ck!
Hans! Ja, Herr.
Wir verhandeln �ber einen Vertrag. Zieht die Wachen ab!
Kommt alle in die Halle zum Feiern!
D�rfen wir gehen? - Sie verhandeln.
Kommt! Setzt euch! Lasst es euch schmecken! Greift zu!
Hoch die Becher!
Ist das unser letzter Wein? Nein.
Gib alles heraus! Jeder soll essen und trinken, so viel er will.
Denn ihr setzt euch f�r meine Sache ein.
Kinder!
Ich bin lange nicht so vergn�gt gewesen.
Es lebe der Kaiser! (alle) Es lebe der Kaiser!
Das soll unser vorletztes Wort sein, wenn wir sterben.
Und was soll unser letztes sein?
Georg, du bist der J�ngste. Du hast von uns das l�ngste Leben vor dir.
Sag du es! Es lebe die Freiheit!
Ja.
Es lebe die Freiheit! (alle) Es lebe die Freiheit!
Wenn die Freiheit uns �berlebt hat, k�nnen wir ruhig sterben.
(von drau�en) Freiheit! - Freiheit! Freiheit!
Wir d�rfen abziehen! Mit allen Waffen!
G�tz! Wo seid Ihr? H�rt Ihr mich? Der Vertrag ist besiegelt!
Lasst mich ans Fenster! Macht Platz! Wir d�rfen alle abziehen! Alle!
Mit freiem Geleit! Wohin wir wollen! - Freiheit!
(alle) Freiheit! Freiheit! H�rt zu! Das danke ich euch allen.
Das ist euer Werk. Elisabeth!
Packt ein, was ihr mitnehmen wollt! Und dann auf zu Sickingen!
Los, jetzt!
Festhalten! Nicht nachlassen!
Wir brauchen nur ihn. - Er ist stark!
Lasst mich los!
Du meineidiger L�gner! Du Verr�ter! Judas!
Ihr seid in der Gewalt des Kaisers, der Euch seine Huld verk�nden l�sst.
Er verzeiht Euch und spricht Euch von der Acht und aller Strafe los.
Daf�r werdet Ihr schw�ren, niemals wieder das Schwert zu ziehen.
Es sei denn auf kaiserlichen Befehl. Verlest die Urkunde!
"Ich, G�tz von Berlichingen, lehnte mich gegen den Kaiser auf ..."
L�ge! Ich bin ein freier Ritter! Nur ein Schurke w�rde das unterzeichnen.
Wir sollen Euch in der G�te �berreden oder Euch in den Turm werfen.
In den Turm? Mich?
Mich zu t�uschen, freien Abzug zu geloben und Euer Wort zu brechen!
Einem R�uber schulden wir keine Treue.
Nur des Kaisers Bild an deiner Kette h�lt mich davon ab, dich zu packen!
Was soll das? Ihr wollt nicht h�ren.
Ist das die Meinung? Wer kein Ochse ist, der komme mir nicht zu nah!
Er soll von meiner eisernen Hand eine Ohrfeige bekommen.
Sie soll ihm alles Weh der Erde aus dem Grund kurieren!
Fasst ihn! Kommt nur her!
Ich will den Tapfersten von euch kennenlernen.
Bindet ihn!
Berlichingen! Ergebt Euch! Mit dem Schwert in der Hand?
Ergreift ihn! Habt ihr nicht mehr Mut?
Nicht mehr, als Ihr ihnen Pflaster gebt, um ihre Wunden zu heilen!
G�tz! Franz!
Schwager Sickingen! Was machst du hier?
Ich h�rte von dem Verrat. Nun haben wir sie.
Was machen wir? - Er hat kein Mitleid.
Dieser Sickingen wird uns alle umbringen!
Was machen wir mit ihnen? Nichts.
Doch! Sie missbrauchten des Kaisers Befehle.
Ich verlange nur ritterliche Haft. Sehr bescheiden!
Du sollst schw�ren, Frieden zu halten.
Und sie sollen dich und deine Leute heimgehen lassen.
Der Kaiser wird zustimmen. Wei�t du das Neueste?
�bers Jahr werde ich Kurf�rst und ich brauche dann deine eiserne Faust.
Ich glaube bald an nichts mehr in dieser Welt.
Dieser Weislingen ...
Wir vernichten seine Anschl�ge! Ich gehe zum Kaiser.
Da!
Ein so sch�ner Plan! Und so gl�cklich ausgef�hrt!
Und dann lassen sie ihn gehen. Was meinte der Kaiser dazu?
Sickingen war bei ihm. Der Kaiser meint, G�tz sei ein treuer Diener.
Dieser verdammte Sickingen! Ein Bild von Mann.
Soll er wirklich Kurf�rst werden?
Der Kaiser ist alt und f�hlt sich auch so.
Ja. Sonst h�tte er auch nicht seinen Sohn aus Burgund kommen lassen.
Er wird den sch�nen Philipp bald zum Nachfolger kr�nen.
Er ist sch�n und wird eine wunder- volle Majest�t werden.
Die Damen w�nschen es sich. Herein!
Unten wartet ein Kurier auf Euch. Mit einem Brief des Kaisers.
Das brachte der Kurier f�r Euch. Vom Prinzen Philipp.
Danke. Du siehst traurig aus, Franz.
Mein ganzes Sinnen ist es, Euch zu lieben und zu dienen.
Guter Junge! - Ihr schmeichelt mir.
Doch Ihr denkt nur an den Prinzen. - Du vergisst dich!
Ihr opfert mich und meinen Herren. - Bitte, verrate mich!
Geh zu deinem Herren!
Verzeiht mir, liebe gn�dige Frau! Mein Herz zerspringt.
Franz! Du gl�hst.
Schritte
O Gott! Er ist zur�ck. Versteck dich! Hinter die T�r, schnell!
Wir sind zum Kaiser geladen.
Die Bauern wollen ihre Freiheiten wiedererlangen, ihre alten Rechte.
Aber sie begehen dabei Untaten.
Diese gellen der Gerechtigkeit so lange ins Ohr, bis sie taub wird.
Der Schw�bische Bund wird das beenden.
Ein Kommissar soll unseren Willen dabei durchsetzen.
Mein Sohn f�hrte die Verhandlungen. Seid ihr einig geworden?
Ja, der Herzog stimmte Weislingens Ernennung zu und erwartet ihn.
In Stuttgart.
Weislingen, Ihr seid ein gro�er Organisator.
Hier k�nnt Ihr Euch Kriegsruhm erwerben.
Ihr habt mein Vertrauen und deshalb sollt Ihr schon morgen reisen.
Ich wollte, ich k�nnte glauben, Ruhe sei angenehm.
Zuerst schreib deine Lebens- geschichte zu Ende!
Schreiben ist M��iggang.
Klopfen
Herein! Weidmannsheil, tapferer J�ger!
Das wurden wir aus tapferen Reitern. Wir werden noch zu tapferen Essern.
Schlimme Nachrichten! - Ein Bauernaufstand.
Wegen der Gesetze! - Das Herrenrecht.
Neue Steuern an F�rsten und Kl�ster. - Sie brandschatzen und t�ten.
G�tz! Unser Karl ist auf der Klosterschule!
Ja, das war lange zu erwarten.
Die Ritter achteten die Bauern nicht als Menschen und christliche Br�der.
Viele von unseren Freunden werden leiden.
Schuldige und Unschuldige!
Was ist? Werdet unser Hauptmann!
Was? Ich gab dem Kaiser mein Wort, die Burg nicht zu verlassen.
Wollt ihr, dass ich es breche? Das ist keine Entschuldigung!
Ich soll euch helfen bei eurem sch�ndlichen, rasenden Wesen?
Eher sollt ihr mich totschlagen!
Schlimm ist, dass sie keinen F�hrer hatten.
Keinen, der ihrer Wut Einhalt tun k�nnte.
Nimm die Hauptmannschaft an, G�tz!
Der Kaiser wird dir danken, ganz Deutschland.
Es nutzt allen. Menschen und L�nder werden geschont.
G�tz, sei unser Hauptmann!
Du hast zwei Stunden Bedenkzeit. Wir warten hier.
Wozu seid ihr aufgestanden? Recht und Freiheit wiederzuerlangen?
Das kann ich verstehen. Aber warum brennt und w�tet und mordet ihr?
Lasst die �beltaten und handelt wie Leute, die wissen, was sie wollen!
Dann helfe ich euch und bin auf acht Tage euer Hauptmann.
Vier Wochen! Dann seid ihr beide zufrieden.
Meinetwegen. Eure Hand!
Gelobt mir, unseren Vertrag an alle Bauernhaufen zu senden!
Und meinen Befehlen bei Strafe streng nachzukommen!
Es soll geschehen!
So verbinde ich mich euch auf vier Wochen.
Ich komme gleich zur�ck. Ich hole die Pferde.
Unser Herr ist Feldhauptmann. Wir reiten gleich los.
Lerse, hab auf meine Frau acht und bleibe bei ihr! Komm!
Seid auf der Hut! Immer Tor zu und Br�cke hoch! Wer wei�, was kommt.
Habt ihr den Vertrag abgeschrieben? Sie warten �berall darauf.
Gib her! - Nimm! Wechsle das Pferd!
Die Bedingungen vom G�tz: Er allein befiehlt! Keine Ausschreitungen!
Auf Pl�ndern, Brandschatzen und Vergewaltigung steht die Todesstrafe.
Ja, das muss sein. - Was ist das?
Ein Vertrag? Ein Vertrag mit dem G�tz?
Ein Vertrag mit einem Ritter ist sch�ndlich!
Das Rasen, Brennen und Morden muss aufh�ren, wenn wir k�mpfen wollen!
Wir m�ssen ein Heer werden! Und der G�tz ist ein ber�hmter Hauptmann.
Du sprichst wie einer von diesen Schei�feldhauptm�nnern! Verr�ter!
Wir wollen Rache nehmen f�r unsere V�ter, Br�der, Frauen und M�tter!
Ich will die adligen Ausbeuter verbluten sehen!
Sie haben meinen Bruder get�tet! - Er ist wie ein Vieh.
Nein, er ist krank und verzweifelt.
"Mein ist die Rache!", redet Gott.
Wir sagen den anderen, die B�rger von Miltenberg h�tten Adelige versteckt.
Ja? Dann machen alle mit, wenn wir die Stadt niederbrennen!
Hier ist der Befehl f�r den Angriff heute. Die Bauern haben Zwist.
Komm zu mir, Franz!
Reite zu meiner Frau und gib ihr diesen Brief!
Sie soll vom Kaiserhof abreisen. Sofort!
Bleibe bei ihr, bis sie abgereist ist! Dann berichtest du mir.
Wie Ihr befehlt! Aber was ist, wenn sie nicht will?
Dann sag ihr, sie soll wollen! Ich will es!
Nun reite, Franz! Heute gibt es ein Blutbad. Da sollst du nicht da sein.
Danke.
Alles friedlich. Unsere Bauern halten zu Euch.
Sie danken es dem Herrn, dass er zu ihnen h�lt.
Und doch ... Sonst freute ich mich auf seine R�ckkehr.
Aber diesmal ...
Seine Feinde werden ihn anklagen, verurteilen, vernichten.
Ach! Ich bin die Frau eines Dieners, eines F�rstendieners.
Und er will mir den Weg zu Philipp verstellen.
Zu Philipp, der bald Kaiser sein wird!
Nein!
Er muss in den Boden.
In den Boden!
Ins Grab!
Und ich schreite dar�ber hinweg.
Klopfen
Ja? - Macht mir auf!
Wer ist drau�en? - Ich, Franz.
Nein.
Franz!
Liebe gn�dige Frau! - Wenn dich jemand gesehen hat!
Alles schl�ft. - Was willst du?
Weislingens Drohungen machen mir Sorge.
Ihr sollt auf sein Schloss. - Dort w�re ich seine Gefangene.
Niemals! - Tust du etwas f�r mich?
Alles. F�r Euch tue ich alles! - Gut, dann rette uns beide!
Ich schreibe ihm, dass ich gehorche. - Ja.
Und dieses Fl�schchen gie�t du ihm in ein Getr�nk.
Ja. Ihr sollt frei sein.
Frei! Dann musst du nie mehr heimlich zu mir schleichen.
Und ich muss niemals zu dir sagen: "Es ist Morgen. Du musst gehen."
Wer hat die Stadt angez�ndet? Wer gab den Befehl?
Wollt Ihr Umst�nde machen? Man wird Euch weisen, wie man keine macht.
Drohst du deinem Hauptmann?
Ich f�rchte dich nicht, nur weil du gemordet hast.
Berlichingen! Ich muss mich nicht sch�men!
F�rstendiener! Verr�ter!
Seid Ihr rasend? Der Feind r�ckt an und Ihr hadert!
Wurde der Vertrag gehalten? Nein! Meine Befehle befolgt? Nein!
Wir reiten in die Stadt und helfen. Ich bin nicht mehr euer Hauptmann!
Georg, bleib hinter mir!
Halt! Halt! Haltet ihn auf! Sperrt die Stra�e!
Lanzen runter! Halt oder wir schie�en!
Georg, reite weiter!
Das ist der G�tz. Wir m�ssen es Weislingen melden.
Los!
Jetzt habe ich dich.
Wer hat nun gesiegt?
Die Freiheit oder das Gesetz?
Herrin, Marie von Sickingen ist da. Gott sei Dank!
Aber was wird sie sagen?
Er ist verwundet, gefangen, im Kerker.
Als Schwerverbrecher! Ja.
Weislingen befahl Exekutionen unter den Bauern.
Das Land gleicht einer Metzgerei. Weislingen?
Ja, er ist der Kommissarius. Ein Strahl von Hoffnung!
Ihr glaubt ... Ja. Marie muss zu ihm.
Ihr kann er nichts abschlagen. Du rettender Engel!
Er st�hnt und ringt nach Luft.
Jesus Maria!
O Gott!
Marie!
Ich flehe um meines Bruders Leben. Er ist unschuldig. Das wei�t du.
Marie!
Verlass mich, Marie!
Meine Kraft schwindet und du kommst, mich in Verzweiflung zu st�rzen.
Genug, Marie!
Ja, Herr.
Die Akten!
Die Urteile!
Das Todesurteil, unter- schrieben und gesiegelt.
Gott im Himmel!
Er lebt. Sag ihm, er soll mir verzeihen!
Ich ertrug es nicht, dass er immer der Erste war.
Gott sei mit dir!
Herr. Ja.
Ihr m�sst sterben. Ich muss ...
Gift.
Gift von Eurem Weib!
Ich ...
Ich! Marie, lauf ihm nach!
Franz!
Wof�r das alles?
Wof�r?
Die heilige Feme straft den, den die irdische Gerechtigkeit nicht trifft.
Wie lautet das Urteil �ber Adelheid von Weislingen?
Schuldig!
Nein! Zu Hilfe! Hilfe! - Du rufst den Tod.
Du bist verurteilt. Du musst sterben.
Zu Hilfe! - Du musst sterben.
Lass mich leben! Was habe ich dir getan?
Ich bin unschuldig!
Ich will nicht sterben. Ich will leben. Leben! Um jeden Preis.
Jeden! Komm!
Komm! Komm her!
Ah!
G�tz, ich bitte dich. Sag etwas!
Macht dir das Reden Schmerzen?
Lass mich nach deinen Wunden sehen! Sie haben sich um vieles gebessert.
Ach G�tz!
Sie weint.
Du suchst deinen G�tz.
Aber es gibt ihn nicht mehr.
Sie haben mich nach und nach verst�mmelt.
Erst meinen Arm!
Meine Freiheit!
Meine G�ter!
Und schlie�lich meinen guten Namen!
Jetzt wollen sie meinen Kopf.
Was liegt an ihm? Richte dich auf!
Es kann sich alles wenden.
Wen Gott niederschl�gt, der richtet sich von selbst nicht auf.
Aber ...
Sein Wille geschehe!
Willst du etwas essen? Nein, nein. Ich brauche nichts.
Sieh!
Elisabeth, wie sch�n die Sonne scheint!
K�nntest du den W�chter bereden, dass ich in sein G�rtchen darf?
Au!
Nur eine Viertelstunde. Dass ich die Sonne genie�en k�nnte.
Den Himmel!
Und die reine Luft!
Er wird es tun.
Schritte
Ich komme gleich wieder.
Marie!
Was bringst du? Meines Bruders Sicherheit.
Allm�chtiger Gott!
Wie wohl ist mir unter deinem Himmel!
Marie, liebe Schwester!
Kommst du, deinem Bruder Lebewohl zu sagen?
Du wirst leben. Weislingen ist tot. Er hob das Urteil noch auf.
Ja?
Durch dich!
Hab Dank!
Dank euch allen! Soll Lerse unseren Sohn holen?
Nein, lass ihn!
Er ist heiliger als ich und braucht meinen Segen nicht.
Gib mir einen Schluck Wasser!
Vogel schreit.
L�se meine Seele nun!
Himmlische Luft!
Freiheit!
Freiheit!
Freiheit?
Nur da droben.
Er �chzt.
Die Welt ist ein Gef�ngnis.
Sie schluchzt.
Untertitel: zeile 21 / Frank H. Richter
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.