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Original subtitles

(Handy)

Ah!

(Handy)

Guten Morgen, Mama.

Ja, ich bin in der Uni.

Du musst mir keine Lebensmittel schicken.

Nee, Mama, das ist mir nicht peinlich...

Ich frage heute Abend in der WG mal nach der Postleitzahl, okay?

Ja. (Hupen)

Mama, ich muss zur Vorlesung. Die gehen alle rein.

Ich leg jetzt auf, Mama. Ja!

Okay, ja. Ja, tschüs.

Steht ihr alle wegen der Einzimmerwohnung an?

Willkommen in der Arena.

Danke.

Student? Ja, Jura im ersten Semester.

Und du? - Deutsche Literatur, 14. Semester.

Aha...

(Quietschende Reifen)

Ich ruf dich gleich noch mal an.

Guten Tag, einmal herhören.

Danke, dass Sie gekommen sind, die Wohnung ist schon vermietet.

(Alle schreien empört durcheinander.)

(Mann) Warte mal!

Hier unten. Was, hallo?

Suchst du 'ne Wohnung? Ja, wieso?

Vielleicht kann ich dir helfen, Jungchen.

(keucht) Aber versprechen kann ich dir nichts.

Frau Bader ist äußerst anspruchsvoll.

Wer wohnt hier jetzt?

Auch so ein Student. Robert Huber. Aber der ist verschwunden.

Verschwunden? - Ja, spurlos verschwunden.

Echt?

Am Anfang schien der ganz brav zu sein.

Und dann hat er nur noch Ärger gemacht.

Du machst hoffentlich keinen Ärger, hm?

Nee.

Bist du so ein Partytyp?

Hast du 'ne Freundin? Nee.

(Klappern)

(Hausmeister hustet stark.)

Was ist denn hier passiert?

Da musst du Robert fragen.

Irgendwann hat er die Wohnung nicht mehr verlassen.

Na ja, muss das alles noch ausmisten.

Bin zur Zeit nur so schwach auf der Brust.

Das ist schlimm.

Das war mal eine Wohnung. Frau Bader hat sie geteilt.

Vermietet jetzt diesen kleinen Palast hier.

Mir gefällt's, ich würde sie nehmen wie sie ist.

Ich mach hier alles.

Na ja.

Hallo, Frau Bader. Horn hier.

Ein junger Mann ist interessiert an Ihrer Wohnung nebenan.

(Herr Horn lacht.)

(Eine Frau räuspert sich.)

(Die Tür wird geöffnet.)

Ist Frau Bader nebenan, ich könnte mich ja...

Sie will ein Foto von dir sehen. Geh mal näher ans Fenster.

Okay.

Vielleicht würde es helfen, wenn du deinen Pullover ausziehst.

Ja, gut.

Zieh das Hemd auch aus. Nee, lieber nicht.

Na, so nötig brauchst du die Wohnung doch nicht, hm?

Ja, so wird's ein Foto.

Da freut sich die Frau.

Achtung! Jetzt lächeln.

Ja!

So, abgeschickt.

Was ist denn los?

Wo kommst du überhaupt her? Aus Finnich, so ein Kaff.

Hätte ich gewusst, dass es so schwer ist,

wäre ich früher nach Berlin gekommen.

Jetzt wohne und lerne ich im Auto, das ist zum Kotzen.

(Handy) Ja?

Hab ich doch gesagt.

Ach so.

Gut.

Ja, ich sag's ihm.

Und? - Tja...

Du hast die Wohnung. Kannst gleich einziehen.

Nee!

Danke.

(S-Bahn-Signal)

Scheiße.

Lutscher.

Scheiße.

(Spannende Musik)

Hallo?

(Eine Uhr tickt laut.)

(Handy)

(Anrufton)

(Das Telefon klingelt hinter der Wand.)

(Frau) "Schaffrat."

"Robert?" (Martin legt auf.)

(Hund bellt.)

(Eine Frau schluchzt.)

(Die Frau weint.)

(Die Frau stöhnt.)

(Das Stöhnen ist lauter zu hören.)

(Schritte)

(Eine Tür öffnet sich.)

(Handy)

Hallo. "Simone Bader."

"Bist du gut angekommen?"

Äh, ja. Ja, sehr gut.

Ich bin sehr zufrieden.

"Wann bringst du mir den Vertrag?" Jetzt?

"Mhm, warum nicht."

Eine Pause von den Büchern könnte mir bestimmt guttun.

(Simone lacht.) "Du bist lustig."

(Aufgelegt) Bis gleich.

Hallo? Guten Abend.

(Es läuft Musik: Frau singt mit verruchter Stimme.)

Guten Abend.

Hi. Trau dich ruhig schon rein, ich komme gleich.

Guten Abend.

Gefällt dir das?

Ist das ein Regal oder Kunst?

Willst du sterben?

Das ist 'ne Arbeit von mir.

Dann sind Sie so was wie eine Bildhauerin?

(Macht die Musik aus.)

Ich...

Ich wollte mich bedanken, dass Sie mich genommen haben.

Genommen?

Das war auch ein ausgesprochen hübsches Foto von dir.

Ich bin froh, so eine günstige Wohnung gefunden zu haben.

Sehe ich aus wie eine Ausbeuterin, wie ein Schwein?

Ich hoffe, als Anwalt stehst du ein für die Armen und Schwachen.

Oder bist du ein Schwein?

Grunz mal bitte.

Grunz mal bitte, dass ich sicher sein kann.

(Grunzt)

Nein, kein Schwein.

Vielleicht doch.

Zieh dich aus!

(Es klingelt.)

Wer ist das? Mein Freund.

Zieh dich an, beeil dich.

(Es klingelt Sturm.) Mach die Tür auf!

Gleich, einen Moment.

Liebster. Du kleine Schlampe!

Hast du dich wieder eingekriegt, oder sabotierst du das Projekt?

Sebastian. Du verschwendest meine Zeit!

Ich muss ans Telefon gehen, wenn ein Agent anruft.

Willst du ernsthaft Musik machen oder nur Sängerin spielen?

Dann sing unter der Dusche oder geh in 'ne Karaoke-Bar.

Ich werde verkokst. Was ist los, bist du betrunken?

(laut) Was ist? Psst, es ist jemand da.

Was soll denn das heißen? Ich will dir jemanden vorstellen.

Martin, mein Untermieter. Das ist...

Sebastian.

Mein Freund.

Und Sie sind also der Klavierspieler von gegenüber?

Spielst du auch? Nee.

Ich höre Ihnen nur gern zu, wenn Sie spielen.

Ein Genießer also, ja? So könnte man das sagen, ja.

Genießer kann man nicht ernstnehmen, als Musiker.

Martin...

Ich hoffe, wir konnten einiges klären.

Gut, dann gehe ich jetzt.

Martin? Hm?

Du kannst natürlich deine Wäsche bei mir waschen.

(Es läuft Musik: Frau singt mit verruchter Stimme.)

(Schritte und Summen)

(Lautes Weckgeräusch)

(Weckgeräusch hält an.)

(Wecker wird ausgeschaltet.)

(Türklingel nebenan)

(Tür wird geöffnet.) (schwer verständlich) Hallo.

(Unverständlich)

Was machen wir jetzt mit Robert?

Ich muss dir mal was zeigen.

(Eine Tür schlägt ins Schloss.)

(Lautes Knistern)

"11:17 Uhr. Guten Morgen, Simone."

"Warum stellst du deinen Wecker auf neun,

wenn du ihn eh nicht hörst."

"Aber ich bin dir nicht böse, ich liebe dich."

"Deine Augen, deine Haare, dein Po,

aber am meisten liebe ich deinen Geruch."

"Du bist meine Medizin, meine Droge."

"Ich warte auf dein Kommen."

(Telefon)

Frau Schaffrat, guten Tag. - "Robert?"

Robert hier, guten Tag. - "Du?"

Ist alles gut bei Ihnen?

"Ich freu mich, deine Stimme zu hören."

Ich freue mich auch.

Wann haben wir uns zuletzt... - "Ich dachte, du wärst tot."

Wieso tot?

(Unverständlich)

Ja.

Der Rest ist für dich.

Wie immer.

(Klavierspiel)

Warum glaubten Sie, ich sei tot?

(Klavierspiel)

Der Teufel, er lauert hinter der Wand.

Ach, der Pianist?

Sieh dich vor.

Vor dem Bösen.

Frau Schaffrat?

Ich hab dich gewarnt.

Robert.

(Klavierspiel)

(Tür öffnet sich laut.)

(Aufzug klingelt.)

Wiederschauen.

Super.

Hallo.

Oh...

Das Letztens tut mir leid.

Ich bin normalerweise nicht so.

Schau an... Du hast die falsche Eistorte.

Du kaufst für die Schaffrat ein? Ja.

Sie mag nur Mandarinensahne.

Okay... Es stand aber nicht... äh... auf dem Zettel.

Vielleicht musst du noch lernen,

die Wünsche einer Frau von ihren Augen abzulesen.

Warte mal kurz, bitte.

Willst du mich wiedersehen?

Du willst mich wiedersehen.

Du willst mich wiedersehen.

Bleib dran.

Dann kannst du was erleben.

(Handy)

Hallo, Mama. Ja, alles gut.

Mhm. Ja...

Mhm.

Nee, nee.

(abwesend) Ja.

Wie, was ist mit meiner Stimme? Wieso fremd?

Ich hab keine Drogen genommen.

Ja. Mama, bitte lass mich einfach mal in Ruhe!

Bitte lass mich einfach mal in Ruhe, ich...

(Freizeichen) Mama?

(Es klingelt an der Tür.)

Kuckuck.

Bitte.

Ich komm gleich.

(Ihr Handy vibriert.)

Was ist das?

Du wolltest doch was erleben?

Ist das so was wie MDMA? Besser.

Also...

Darfst du das nicht als angehender Richter?

Hm? Eigentlich habe ich morgen Uni.

Wie nimmt man das?

Wow...

Zu viel?

(Stöhnen)

Simone? Hm?

Machst du das mit all deinen Untermietern?

Was?

Hast du auch mit Robert geschlafen?

Mit Robert?

Nein, leider nicht.

Warum leider?

Mir wurde gesagt, er hat einen sehr großen Schwanz.

Weißt du, was mit ihm passiert ist?

Nein. Warum fragst du?

Robert war ein krankes Arschloch und es ist gut, dass er weg ist.

Ich könnte mir vorstellen, dass Sebastian was damit zu tun hat.

Weißt du, was ich glaube?

Du willst wissen, warum ich mit dir schlafe,

wenn ich mit Sebastian zusammen bin.

Weil ich dich mag.

Simone?

(Gewitter)

(Bedrohliche Musik)

(beide) Aaah!

Willst du mich umbringen, oder was? Wie kommen Sie in meine Wohnung?

Ich hab geklingelt, bist du taub? Ich hab geduscht!

Und außerdem ist die Badewanne verstopft.

Wie redest du denn mit mir?

Da ist ein Paket für dich angekommen.

Von Mutti.

Was hast'n du mit Frau Bader?

Wie bitte?

Du hast mich schon verstanden.

(Drehorgel-Musik)

Das war mal ich.

Nastrovje. Nastrovje.

Robert.

(Laute Musik und Partygeräusche)

"Tanzen?"

Komm rein, du Traumtänzer.

Wo ist Simone? Nicht da.

Du hast dich verliebt, hm?

Wir sind nicht mehr zusammen.

Das ist aber kein Grund, dich an sie ranzumachen.

Hast du verstanden? (gequält) Ja.

Weißt du, was mit Robert passiert ist?

Mit dem hat sie mich verrückt gemacht, der Bastard.

Ich kann dich riechen, und deshalb warn ich dich.

Lass die Finger von ihr, solange ich noch da bin.

Du willst weg? Was?

Willst du weg?

Ja.

Ich geh zurück nach Kapstadt.

Dann kannst du mit ihr glücklich werden, oder auch nicht.

Dein Untermieter, wir haben uns zufällig getroffen.

Viel Spaß auf der Party, Martin. Okay.

Willst du zum Essen bleiben?

Keine Widerrede.

Da geht noch was rein.

Und auf die Liebe.

Okay, warte, ich hab's.

Ich hab's.

Hab ich 'nen großen Schwanz? Bin ich Robert?

Ich bin Robert. Ich hab's gewusst.

Ich hab's gewusst. Ich muss mit dir reden, Simone.

Sebastian? Wann gehst du nach Kapstadt?

Wenn du in Kapstadt bist, kann ich in deine Wohnung ziehen.

Das würde total gut passen. Die kannst du nicht mieten.

Du Depp.

Kapstadt?

(Musik: Frau singt mit verruchter Stimme.)

Tanz mit mir.

Tanz mit mir.

Aber du tanzt mit mir.

Ich kann nicht tanzen. Natürlich, ich zeig's dir.

Komm schon. Okay.

Liebster.

Ich hasse dich.

Ich reise ab.

Ich muss duschen.

(Spannende Musik)

Scheißdreck!

"Du musst mich hassen."

"Ich kann nicht mehr."

"Was haben du und Horn vor?"

(Es klingelt an der Tür.)

(Es klingelt.)

(Keuchen)

(Starkes Husten)

(Herr Horn lacht.)

Robert.

Ja? Frau Schaffrat?

Ich bin's, lassen Sie mich rein?

Wer ist da? Ich bin's.

Robert. - Du bist nicht Robert!

Mich kannst du nicht täuschen. Du bist der Teufel!

Bleib mir vom Leib. Geh weg!

Weiche!

Was willst du hier?

Kann ich kurz mit dir reden? Ich brech dir die Nase.

Vorher beantwortest du mir 'ne Frage.

Simone ist in was Schlimmes reingeraten.

Wie oft hast du mit ihr geschlafen? Das ist doch scheißegal.

Ich glaube, Simone und Horn halten Robert gefangen.

Robert ist ein mit LSD verballerter Bekloppter.

Eben nicht, der ist... Beantworte meine Frage.

Wie oft hast du sie gefickt, hm?

Wenn ich's dir verrate, hilfst du mir dann?

Zwei, drei Mal vielleicht. Und wann zum ersten Mal?

Als wir uns das erste Mal gesehen haben.

Diese Schlampe!

Diese Schlampe. Ich hab's gewusst!

Ich bring sie um.

Und was ist jetzt mit Robert? Was? Robert?

Sag mal, spinnst du?

Ich brauch 'nen Cognac.

Kuckuck.

Freust du dich nicht, mich zu sehen?

Doch.

Hast du mich vermisst?

Was machst du mit dem Brecheisen?

Ich musste was holen, was mir gehört.

Willst du mich nicht hineinbitten?

Ich bin müde.

Müde?

Na dann.

Du bist so jämmerlich.

(Unverständlich)

Martin?

(Sebastian und Simone streiten sich.)

(schreit) Komm her! Du sollst mich nicht anfassen!

Es ist einfach aus. Ich liebe dich.

Ich liebe dich. Ich hau heute noch ab.

Wo sind meine Festplatten? Mach die Tür auf!

Niemals!

(Unverständlich) ... was ich besitze.

(Bedrohliche Musik)

(Simone schreit.)

Simone?

(Lautes Krachen)

(Röcheln)

Leb wohl.

Mein Liebchen.

(Es klingelt an der Tür.)

(Klopfen)

Wer bist du?

Robert?

Ich bin der neue Mieter.

Und? Merkst du's schon?

Was?

Genau.

Am Anfang, da merkt man gar nichts, ne?

Aber hör mal tief in dich rein.

Hörst du's? Spürst du's?

Diese Stadt fühlt sich nicht gesund an.

Diese Stadt ist krank.

Sie ist alt und sie ist schmutzig.

Ich...

Ich war in Indien, mein Freund.

Und da ist es hier,

und hier,

und hier

unglaublich rein geworden.

Scheiße.

Da war eine Tüte.

Wie bitte?

Da war eine zugeklebte Tüte. Eine Tüte?

Hast du sie aufgemacht, Freund? Nee.

Lügst du mich an, mein Freund? Du lügst mich nicht an, ja?

Ich hab dein Scheiß-Tagebuch nicht.

Wenn du die Tüte nicht aufgemacht hast, woher weiß du dann,

dass da ein Tagebuch drin war?

Ich hab die Tüte aufgerissen und hab dein Tagebuch gelesen.

Du bist verflucht.

Du bist verflucht!

Ihr seid alle verflucht. (Knallt die Tür zu.)

(Maschinengeräusch)

(Lautes Weinen) Simone.

(Lautes Hämmern.) (Handy)

Hallo, Papa.

Gut geht's mir, richtig gut.

Mhm. Ich hab frei heute.

Was sagst du?

Genau. (Hämmern)

(Maschinengeräusch) Ich bin noch dran.

Echt?

Und was für eine Wohnung wäre das?

(Autotür geht auf.)

Was machst du hier? Das frage ich dich.

Entschuldige den Krach.

Darf ich dir was zeigen?

Du bist der Erste, der es sieht.

Na komm.

Du hast dich verletzt?

Nicht schlimm.

Ich hab mich geschnitten.

Du musst hier kurz warten.

Komm.

Und?

Was ist das?

Ein Selbstportrait.

Wie findest du's?

(hysterisch) Nicht! Es ist noch nicht trocken.

Also sag, wie findest du's?

Es ist noch nicht fertig.

(Knistern)

Was hast du?

Komm in mir.

(Martin atmet schwer.) Ruhig.

Weißt du, wo Sebastian ist?

Kapstadt?

Ist mir egal.

Wieso hast du ihm das gesagt mit unserem ersten Mal?

Das war das einzige Mal, dass ich ihn betrogen hab.

Und Robert?

Verzeih.

Vielleicht ist es gut, dass Sebastian mich jetzt hasst.

Es ist schwer sich zu trennen, wenn jemand so leidet wie er.

Wie läuft eigentlich dein Studium?

Na ja...

Ich hab 'ne Anmeldung für 'ne wichtige Probeklausur verpasst.

Das wird schon. Alles wird gut.

Fick mich.

Pass auf.

Na komm. (Vogel piept.)

Ich würde dir gern was zeigen. Psst.

Du musst leise sein.

Schau mal.

Was ist das für ein Anhänger?

Der gehörte meiner Großmutter. Meine Mutter hat ihn mir geschenkt.

Der ist schön.

Ich würde gern, dass du ihn trägst.

Ich kann das nicht annehmen. Du darfst ihn nicht verlieren.

Er ist viel wert.

Komm.

Siehst du.

Unsichtbar.

(Vogel kreischt.) Was soll ich machen?

Du zerdrückst ihn, Simone.

Quatsch.

Flieg und werde.

Ich bin unfähig!

Ist alles okay bei dir? (wütend) Nein, nichts ist okay!

Ich hab alles falsch gemacht. Alles falsch gemacht!

Wenn ich dir helfen kann, dann sag Bescheid.

(Handy)

Papa. Hallo, Papa.

Die brauche ich jetzt nicht mehr.

Wart mal ganz kurz, ähm...

Nee, Papa, ich hab doch 'ne Wohnung.

(Spannende Musik)

Warum soll ich da hingehen, wenn ich sie gar nicht will.

Ja.

Ja.

Okay, dann geh ich da halt hin und schau sie mir an.

(Vater) "Ich zahle..." Gut, versprochen.

(Fliege summt.)

Oh.

Na? Alles gut?

(Bedrohliche Musik)

(Mann) Da kommen noch Heizkosten drauf.

Aber wenn ich richtig verstehe, zahlt Ihr Vater die Wohnung?

Ja, dann überlegen Sie es sich.

Aber warten Sie nicht so lange. Das ist eine Gelegenheit.

Sie gefällt mir richtig gut. - Schön, freut mich.

(flüstert) "Sie gefällt mir richtig gut."

"Sie gefällt mir richtig gut."

(Dramatische Musik)

(Summen)

Na komm.

Ah, Scheiße.

(Er atmet tief durch.)

(Bedrohliche Musik)

(Fliegen summen.) Boah!

(Bedrohliche Musik)

(Er riecht.) Boah!

(Angstlaute)

Fuck!

Schlüssel!

(hysterisch) Du Schwein!

(Simone stößt Wutschrei aus.)

(Hämmern)

(Spannende Musik)

(Unverständlich)

Simone.

Ich bin sicher, das war ein Unfall, Simone.

Was war ein Unfall?

Sebastian. Was ist mit Sebastian?

Er ist in Kapstadt.

Simone, bitte. Ist ihm was passiert?

Bitte. Ihm geht's doch gut in Kapstadt.

Oder etwa nicht? Sag!

(stottert) Ihm geht's gut.

Hast du Angst vor mir?

Leg das Messer bitte weg.

(flüstert) Ich wollte das nicht.

Komm. Essen.

Kommst du bitte?

Setz dich.

Du könntest schon mal Kartoffeln schälen.

Magst du überhaupt Schnitzel?

Ich kann nämlich nur Schnitzel.

Meine Mutter sagt, es wäre unschicklich,

kochen zu können, wenn man Geld hat.

Na komm.

Aber wenn ich dir immer nur Schnitzel koche,

bleibst du dann für immer bei mir?

Versprochen?

Ja, versprochen.

Versprochen.

Was ist mit deiner neuen Wohnung? Hast du schon 'ne Waschmaschine?

Oder willst du deine Wäsche weiter bei mir waschen, hm?

Du verlogenes Schwein.

Ah! Ah...

Ah!

(Dramatische Musik)

Ha, komm schon!

(Schritte)

(schreit) Aah!

Geh weg.

Geh weg!

(brüllt) Geh weg!

Ich kann nicht mehr.

Simone...

Liebster.

Simone.

Sebastian.

(Fliege summt.)

(Schritte und Stimmen)

Martin?

Martin?

(Traurige Musik)

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