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* düstere Klänge *
(Jan) Nur er wurde wegen der Entführung verurteilt.
Als Auftraggeber vermutet man diesen Hintermann: Emilian Mazer-Pavic,
auch Kum genannt.
Das ist zu viel. Er ist tot.
Wieso tun Sie das?
Das Haus wird zwangsversteigert.
Ihre Privatinsolvenz können wir nicht ignorieren.
Du konntest nicht warten. Aber ich bin draußen.
Mama?
(TV) "Der Geldtransporter wurde heute Morgen in Akalla,
nördlich von Stockholm, ausgeraubt."
"Die Tatverdächtigen lieferten sich eine Verfolgungsjagd
mit der Polizei."
"Dabei ist ein Polizeiwagen verunglückt."
"Ein Beamter wurde ins Krankenhaus geflogen."
"Zurzeit liegen keine Angaben über seinen Zustand vor."
"Die Ermittler haben mittlerweile drei Personen verhört,
aber laut Polizeisprecherin
zählt keiner von ihnen zum Kreis der Verdächtigen,
die weiter gesucht werden."
"Nahe der E4 wurden Nagelsperren ausgelegt."
"Einige Autos haben dadurch Reifenpannen erlitten."
* getragene Klänge *
Emily Jansson Teddy
Was ist das?
Click-Kippen mit Minzgeschmack.
Wieso Minze? Ich will 'ne normale.
Hast du auch, wenn du sie nicht klickst.
Ey, seht mal.
Schon wieder neue Wärterinnen.
* Radio läuft im Hintergrund *
Papa!
Du hast dran gedacht.
Woran?
Mein Examen, natürlich.
Ach, äh. Na ja.
Ich komm heute spät, aber Jonas hat versprochen zu bleiben.
Bitte sehr.
So.
Na, komm her. Komm her, trink ein bisschen.
Merkwürdig. Ob ihr jemand anderes auch was gibt? Was meinst du?
Nein, sie ist tot.
Äh, was?
Wir haben sie am Baum begraben. Letzten Sommer.
Du bist aber schick.
Gibt's einen besonderen Grund?
Mein Examen ist der Grund. Ach ja, hast du ja gesagt.
Bist du nervös? Hm?
Nein. Ich weiß ja, was für Fragen kommen.
Na ja, etwas.
Du schaffst das.
Don't worry.
(Frau) Ihre Loyalität gilt also den alten Besitzern
und nicht Ihrem neuen Mandanten.
Die neuen Besitzer müssen meine Schweigepflicht
gegenüber dem früheren Klienten akzeptieren.
Ich verweise auf Paragraf 10 des Verhaltenskodex der Anwaltskammer.
Ja, der ist uns bekannt, aber ...
Wenn Unternehmen einen neuen Vorsitz bekommen,
hat der vorherige Anspruch darauf,
dass sich der Anwalt an seine Schweigepflicht hält,
insbesondere, was geschäftliche Überlegungen betrifft.
Sie bewegen sich auf dünnem Eis, worauf ich Sie freundlich hinweise.
Das ist mir klar. Es können auch andere Umstände vorliegen,
dass man die Schweigepflicht zugunsten Dritter
gegenüber dem Unternehmen einhalten muss.
Der Oberste Gerichtshof entscheidet heute einen solchen Fall.
Ach ja? Welchen denn?
Wayfare & Sons gegen Hansson. Wissen Sie, wie es ausging?
Nein, wie denn? Ich bin ja gerade hier.
Aber es würde mich wundern,
wenn Sie dieser Meinung nicht folgen.
Langweilen wir Sie irgendwie?
Sie scheinen das für Zeitverschwendung zu halten
und sich für zu gut, um hier zu sitzen.
Da bin ich nicht die Einzige.
Nein, ich bin nicht gelangweilt.
Aber ich finde reale Fälle interessanter
als hypothetische Fragen, die in Büchern aus den Achtzigern stehen.
Dann sollten wir Ihnen das nicht zumuten.
War es das? Sind wir fertig?
Ja, wir sind fertig.
Und von der Realität haben wir genug für heute.
(Frau) Danke.
Danke.
Aus dem Kraftraum ist er weggerannt. Zum Pokern kam er auch nicht.
Den sehen wir nie wieder.
Ich rede mit ihm. Sag ihm, wir warten.
(Wärterin) Sara, komm her! Was ist da los?
Vigo sagt, sie haben ihn gestern gesehen.
Echt? - (Sara) Alarm auslösen!
Sanitäter zu Abteilung C! * Alarm *
(Sara) Helfen Sie mir, ich brauche ein Handtuch.
(Häftling) Sieht ja übel aus.
Helfen Sie mir!
Stehen Sie nicht rum, holen Sie ein Handtuch!
Da draufdrücken.
Kräftig zudrücken.
(Mann) Platz machen, aus dem Weg!
Los, weg hier! Stellt euch an die Wand, macht schon.
Was ist passiert? - Schnitt in die Halsschlagader.
* spannungsgeladene Musik *
Ihr Besuch ist da. Okay.
Ich weiß nicht, ob sich's rumgesprochen hat,
doch er wird durchkommen, nur damit Sie es wissen.
Okay.
Sie wissen, warum er sitzt, oder? Mhm.
Trotzdem zögern Sie auch als Frau nicht, ihn zu retten.
Das spielt doch keine Rolle.
Ich weiß, warum ihr hier seid.
Aber Gefängnisse müssen einem die Möglichkeit geben,
sich zu ändern. Ach, deswegen sind wir hier.
* Sie seufzt und räuspert sich. *
* anschwellendes Dröhnen *
Ist der Besuch Ihr Vater? Ja.
* Türsummer * Stattliche Erscheinung.
(Kum) Wie geht's dir? Du wirkst abwesend.
Nein, alles gut. Ich, ich bin okay.
Das letzte Jahr, Teddy - ich weiß, es ist schwer,
denn jetzt beginnst du, die Tage zu zählen.
Weißt du, ich spüre das Alter,
werde 60.
Ich brauche einen, der Kraft hat. Du siehst aus wie 40.
* Kum lacht. * Danke.
Kannst du mir einen kleinen Gefallen tun?
Hier gibt's 'nen Insassen, der heißt Liam Rosell. Kennst du den?
Der kam vor drei Wochen, ist aber in Einzelhaft.
Er und sein Bruder machen sich breit in der Gegend.
Kannst du rausfinden, mit wem sie Geschäfte machen?
Ja, natürlich, ja. Das mach ich. Gut.
Wir sehen uns dann wieder draußen.
Ich bin sehr stolz auf dich, Teddy.
(flüsternd) Ja.
* Jazzmusik *
Hey. Viktor Lilja. - Oh.
Wir haben uns während des Examens getroffen.
Ja, genau. - Ich wusste nicht,
dass Leijon Juristen hinterherjagt. - Tun wir ja auch nicht.
Hallo. Hallo.
Na, herzlichen Glückwunsch. Danke.
Ich dachte, ich fall durch bei Ihnen.
Ich dachte, Sie hätten höhere Ambitionen
als Engström und Wall.
Na ja, man muss irgendwo anfangen.
Ich hab eine Frage: ein hochgeistiger Kopf,
scharfsinnig, extrem sorgfältig und nur mittelmäßige Noten.
War das die Frage?
Wollen Sie bei Leijon arbeiten?
Man wird zwar hier nicht über Nacht Partner,
aber man muss ja irgendwo anfangen.
Glauben Sie, das ist mein Ziel?
Hm. Etwa nicht?
Es dauert sieben Jahre für Begabte und fünf für die Besonderen.
Krieg ich 'ne Bedenkzeit? Nein.
Es ist kein Dauerangebot. Ja oder nein?
Nein, eher nicht. Hm.
Ich kann nicht.
Dann hab ich mich wohl geirrt.
Alles Gute.
* getragene Musik *
* Seufzen *
Papa.
Papa!
Warum ist Jonas nicht da? * Er stöhnt. *
Welcher Jonas?
Der Pfleger, ihr wolltet zur Apotheke.
* Er seufzt. * Papa!
Du kannst ihn nicht dauernd wegschicken.
Ich hab zu wenig Zeit, um das alles zu schaffen.
Kapierst du das denn nicht? * Er seufzt. *
* ernste Musik *
* Freizeichen *
* Stimmengewirr *
Hast du mittlerweile ein bisschen Routine bekommen?
(Sara) Ja, natürlich. - Super.
Wenn irgendwas ist, ruf einfach an.
Ich bin noch länger wach. - Ja.
* Türsummer, Tür fällt zu. *
* Sie räuspert sich. * Die Zeit ist um.
Ich brauch noch 'ne Minute. Sie hängen immer hinterher, Maksumic.
"Ich bin noch länger wach." Idiot. * Sara lacht. *
Vorsicht, Sie reden über einen Kollegen von mir.
Was macht der wohl, wenn er so lange wach ist?
Das will ich gar nicht wissen. Der wohnt noch bei Mami,
da wett ich 'nen Hunderter.
Sie wollen wirklich einen ganzen Monatslohn setzen?
Autsch.
Sind Sie nicht überqualifiziert für diesen Job?
Nein, dieser Job ist Teil meiner Ausbildung.
Ah, Sie werden 'ne richtige Polizistin.
Ja, das hab ich jedenfalls vor.
Das find ich gut. Wir brauchen Polizisten wie Sie.
Wieso sagen Sie das?
* Er seufzt. *
Und warum machen Sie diesen Job?
Etwas Abwechslung.
In zwei Minuten sind Sie in Ihrer Zelle.
* Er pfeift vor sich hin. *
* Die Tür wird geöffnet. * (Frau) Emily?
Hier. Danke.
Ich hätte nicht gedacht, dass du dich meldest.
Ja, ich auch nicht.
Und seit wann seid ihr zurück in Schweden?
Wir sind vor einem Jahr wieder hergezogen.
Wir leben allerdings mittlerweile in Scheidung.
Also sehen wir mal, wie alles wird.
Also war es deswegen?
Dass du dich gemeldet hast?
Er hat dich verlassen, also passt es jetzt.
Nein, ich wollte die Scheidung.
Und außerdem wollte ich dich sehr gerne wiedersehen.
Emily? Sehen wir uns wieder?
Ich denke nicht.
Danke, dass du da warst.
Danke, Emily.
Habt ihr mal mit dem Vietnamesen auf der vier gezockt?
Hab gehört, der bescheißt wie Sau.
Ist angeblich nur Glück.
Ich so: "Hey, du hast fett Glück, Alter." Was sagt er?
"Ist Technik." * Sie lachen. *
* ruhige Musik *
* Seufzen *
Vermisst du dein Zuhause? Jetzt gerade nicht.
Was machst du zuerst, wenn du rauskommst?
Mit Niko Ball spielen.
Wer ist Niko? Mein Neffe.
(Mann) Die Maßnahme kenn ich, halt ich nichts von.
Ich sag's dir, ist nicht so schlecht.
Wie war der Besuch? Hat sie dich flachgelegt?
Hey, Vorsicht, du redest von meiner Babymama.
* lautes Lachen * (Mann) Ist noch jemand zu Hause?
Teddy, hast du gesehen, dass Liam aus dem Loch raus ist?
Na, immer noch hier? * Die beiden lachen. *
Bist du braun.
Wegen der vielen Sonne. Hab Farbe gekriegt.
Was machen wir? - (Liam) Tja, Leute.
Und ganz umsonst.
* spannungsgeladene Musik *
Opa hatte so einen. Weißt du noch?
Nein, aber der ist schön.
Ja, dann gehört er dir. Ah, nein, danke.
Warum willst du alles so schnell loswerden?
Tja, das muss ich, wegen der Scheidung.
* Sie seufzt. *
Ich habe jahrelang dieses Unternehmen aufgebaut.
Jetzt versucht mein Ex-Mann, sich alles unter den Nagel zu reißen.
Allerdings kann er Rokoko nicht von Retro unterscheiden.
Die ist schön.
Ja, das ist eine Vicke Lindstrand.
Die kannst du für ein paar Tausend auf dem Flohmarkt verkaufen.
Im Ausland kriege ich dafür 50.000 bis 60.000.
Hast du denn die hier noch?
Die hab ich dir zur Konfirmation geschickt.
Nein, nicht, dass ich wüsste. Doch. Ich schwör's dir.
Ich nehme an, dein Vater hat sie versteckt, frag ihn mal.
Er wollte wohl nichts rumstehen haben, was an mich erinnert.
Die Briefe hast du aber gekriegt.
Ja, die habe ich gekriegt.
Auch wenn es lächerlich klingt,
ich war schon damals an eurem Leben nicht so beteiligt.
Irgendwie fühlte ich mich ausgeschlossen,
denn du warst immer Papas Mädchen,
hast immer zu ihm gehalten.
Dass du abgehauen bist, war meine Schuld?
Du hast mich gehen lassen. Wolltest lieber bei Papa bleiben.
Ja, da war ich elf Jahre alt. Ich weiß.
Ich hätte stärker um dich kämpfen müssen.
* traurige Musik *
Das war mein größter Fehler.
* Von oben ist laute Musik zu hören. *
Was machst du denn da für einen Unsinn?
Wir sagten, wir streichen die Wände neu,
und das mache ich jetzt.
Jetzt ist es aber elf Uhr abends.
Ich habe die Betten im Dachboden vorbereitet.
Die Luft ist da viel besser.
Wo sind die Briefe von Mama?
Äh, was? Die Briefe.
Sie hat mir Geschenke geschickt. Wo hast du sie hingetan?
Nein, sie hat nichts geschickt. Doch, Papa, jetzt denk nach.
Hast du sie weggeworfen oder sie hier irgendwo weggepackt?
* Seufzen * Du vermisst Mama.
Wir bauen 'ne Höhle oben auf dem Dachboden, wenn du willst.
* Er lacht kurz. *
* getragene Musik *
Sara.
Sara. Sara.
Wo bist du gewesen?
Ich hab gedacht, dass du aufgehört hast.
Nein. Ich hab dich vermisst.
Ich lasse mich versetzen. Warum denn?
Was ist los? Ich bin schwanger.
Ich werd's wegmachen lassen.
Nur, damit du es weißt. Nein, behalte es.
In 'nem knappen Jahr komm ich raus, gib uns 'ne Chance.
Das würde nicht funktionieren.
Ich lass das hinter mir, Sara. Ich will nur bei dir sein.
Willst du's nicht doch behalten? Ich weiß es nicht.
Ich weiß gar nichts.
Ich liebe dich, Sara.
Ja, ich liebe dich.
Ich hatte ganz vergessen, dass Feiertag ist,
also fuhren auch keine Busse. * Lachen *
Da hätte ich wohl besser nicht die Stadt verlassen.
Das war sehr lecker.
Was hast du in die Soße getan?
Ähm, etwas, etwas Soja und etwas ...
Ach, es ist geliefert worden. Ich wollte, dass es perfekt wird.
Ich kann nämlich so gar nicht kochen.
* Die beiden lachen. * Entschuldige bitte.
Möchtest du denn noch ein Dessert aus der Konditorei?
Ja, sehr gerne.
* Sie lacht leise. *
Wo ist er denn jetzt?
Du meinst William? Ja.
Er ist in Nizza.
Er ist wieder da hingezogen? Nein, wir ziehen beide da hin.
Es wird keine Scheidung geben.
Er droht, mit seinem Zugewinn
sonst meine ganze Firma zu zerstückeln.
Das kann er doch nicht tun. Doch.
Wenn er will, dann kann er das.
Meine Arbeit ist das Einzige, was ich richtig gut kann,
und das will ich nicht riskieren.
Aber gibt es denn dafür keine Lösung?
Ich hab alles versucht, glaub mir.
Wir könnten die Firma auf mich übertragen.
Natürlich nur vorübergehend,
nach der Scheidung kriegst du sie zurück.
Ja, aber geht das denn so einfach?
Ich will nicht, dass du weggehst.
Ach, Schätzchen.
Wir können einkaufen fahren. Kindersachen kaufen.
"Möchtest du den letzten Freigang in Geschäften verbringen?"
Ja, das möchte ich. "Ja, okay."
"Selber schuld."
Und wann sieht man, ob es ein Mädchen oder Junge ist?
"Dauert noch. Aber ich bin sicher, es wird ein Mädchen."
"Ich hoffe, sie sieht dir ähnlich." * Die beiden lachen. *
"Du fehlst mir."
Aber ich verlass mich drauf,
dass ich sie danach wieder zurückbekomme.
Ich hab so eine schlaue Tochter.
Das müssen wir feiern. Am Wochenende. Was?
Ach, nichts. Ich verspreche,
dass ich nicht selber kochen werde.
Ich werd dich einladen. Du darfst aussuchen, wo.
* Klopfen, Tür wird geöffnet. * Maksumic.
* Freizeichen * (Kum) "Gratuliere zum Geburtstag!"
Ich danke dir, Kum. Ist wirklich ein schönes Geschenk.
"Es ist bei dir gut aufgehoben, ist ein Erbstück."
Hab es von meinem Vater. Damit das Feuer weiterbrennt.
Danke. "Sag mal, dieser Liam -
warum passiert da nichts?" Ich hatte noch keine Gelegenheit.
Ich bin in einer etwas schwierigen Lage.
Okay, ich verstehe.
"Ich war neulich bei Linda und Niko."
"Sie lassen dich herzlich grüßen."
"Hm. Wie geht's ihnen?"
In ihrer Firma reduzieren sie gerade Personal,
sie arbeitet nur noch Teilzeit.
Aber keine Sorge, sie werden alles bekommen,
was sie brauchen, das versprech ich dir.
Danke. Das bedeutet mir 'ne Menge.
Du musst mir nicht danken, ist doch selbstverständlich.
Wir sind ja füreinander da.
"Pass auf dich auf, Teddy." Mach ich.
* bedrückende Musik *
Hey. Ich hab was mit dir zu bequatschen.
* Liam zieht die Nase hoch. * Ach, und worum geht's?
Sag bloß, die Kinder sind gemein zu dir.
Was soll der Scheiß? Hör zu, dein Bruder und du,
mit wem dealt ihr?
* Er zieht die Nase erneut hoch. * Du gehst nicht weg.
Was willst du dagegen tun?
Dir zum Beispiel den Schädel einschlagen.
Ja, nur zu.
Mach schon.
Nein, genau, du willst ja bald entlassen werden
und musst ein artiger, lieber Junge sein.
* Er lacht laut. * Du hast doch Putzdienst, oder?
Und grüß Küm von mir. Wenn er was will,
dann soll er doch selber fragen.
* Er lacht. *
Das heißt Kum, du blöder Wichser.
* Sie seufzt. *
* Besetztzeichen *
Wollen Sie jetzt bestellen? Ich warte noch, danke.
Die Plätze sind reserviert für Gäste, die auch essen.
Ja, klar, ich warte noch auf jemanden.
Okay.
Entschuldigung? Ja?
Ob ich noch einen Wein will, interessiert Sie nicht?
Äh, doch. Ja, also noch ein Glas, danke.
Einen weißen? Ja.
* Die Kellnerin schenkt nach. *
* traurige Musik *
* Geschirr klappert. *
Ja ...
Bitte setz dich.
Es gibt indisches Essen, das magst du doch, hm?
* Er lacht verunsichert. *
Ich habe auch mit dem Pfleger geredet.
Er, er kommt jetzt am Montagmorgen wieder, also ...
Danke, dass du es mit mir aushältst.
* Sie schluchzt. *
Was denn?
Bist du traurig?
Nein. * Schniefen *
Es ist alles gut.
Komm, Schatz.
* Er seufzt. * Na?
Ja. Ich geb dir was.
Du sagst "Stopp". * kurzes Lachen *
* entfernte Sirene *
* Er wechselt den Sender. *
(TV-Sprecher) "Nach dem Sieg am letzten Spieltag ..."
(Wachmann) Maksumic, Telefon.
"Die Qualifikation zur Champions League scheint aber schon sicher."
Hallo, ich bin's. (Sara) "Hallo."
Hej, schon wieder Sehnsucht nach mir?
* Er seufzt. * "Ich hab über uns nachgedacht."
Okay. Lass uns beim Freigang reden.
Ich hab 72 Stunden gekriegt.
"Najdan, wir können uns nicht mehr sehen."
Wovon sprichst du?
Sara ...
Ähm, ich werd's wegmachen lassen.
* geschocktes Lachen * Aber wieso? Es ist unser Kind.
"Ich glaube nicht an uns."
Sara, ich bitte dich.
Tu das nicht. Sara ...
* Sie atmet laut. *
Sara, ich liebe dich.
"Aber ich liebe dich nicht."
"Mach's gut." * Sie legt auf. *
* leise dröhnende Musik *
* Dröhnende Musik schwillt an. *
* angestrengtes Stöhnen *
* Alarm *
(Wachmann) Hinlegen!
Na los!
Los, hinlegen!
* Dröhnende Musik verklingt. *
(Frau) Keiner der Lieferanten wurde bezahlt.
Dann die ganzen Investoren.
Das Guthaben auf dem Firmenkonto wurde am 23. komplett abgehoben.
Wenn Sie eine Firma kaufen, haben Sie eine Prüfungspflicht.
Wussten Sie das nicht?
Ein Prozess bleibt Ihnen erspart. Aber die Schulden ...
... sind wie hoch? Ungefähr neun Millionen.
Stellen Sie sich auf eine Gehaltspfändung ein.
Diese Info bekommt auch Ihr Arbeitgeber.
Das können Sie nicht machen.
Als Anwältin werde ich dann gefeuert.
Dann suchen Sie sich einen anderen Job - ohne Auflagen.
Und niedrigerem Lohn. Wie soll ich dann meine Schulden bezahlen?
In fünf Jahren Partner. Das hatten Sie gesagt.
Aber ich hatte auch gesagt, das ist kein Dauerangebot,
wie Sie wissen. Klar.
Aber ich hatte Zeit, nachzudenken, und nehme es an,
unter einer Bedingung.
Sie sind nicht gerade in einer guten Position für Bedingungen.
Das hier dürfen nur Sie wissen.
Ich arbeite härter als jeder andere.
Ich stehe immer zur Verfügung und kann selbst nicht kündigen.
Ich kann keinen Juristen in Privatinsolvenz beschäftigen. Hier.
Verstehen Sie, was Sie ablehnen? Sie können mich jederzeit feuern.
Sie haben nichts zu verlieren. Ich kann nicht.
Dann hab ich mich wohl in Ihnen getäuscht.
* Ein Mann spricht Serbisch. *
Tu bloß nicht so, als hättest du kein Blut an den Händen, okay?
Ja, ich bin kein Held wie du.
Weitere vier Jahre?
* Seufzen *
* lauter Alarm *
* Seufzen *
* Sie atmet laut. *
* düstere Klänge, Alarm *
* Sie schaltet den Alarm aus. *
* spannende Klänge *
Ihr habt mich zehn Jahre angelogen.
Das hat niemand geahnt oder gewollt.
Das war ein Versehen. Ach, ein Versehen?
So lange im Knast. Und dann ist er gar nicht tot.
Warum? Ich weiß es nicht.
Du musst dich damit abfinden, und zwar deinetwegen.
Vergiss es einfach.
* hektische Klänge *
* heller, anhaltender Ton *
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020
Can't find what you're looking for?
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