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„... und dann ein plötzlicher, heftiger Schlag...
...der einen tiefen Eindruck im Verstand hinterließ...
...und ihn für immer schädigte...“
Er weicht auf die Felder aus. Er hat uns abgehängt.
Er ist wieder auf der Straße. Fahren wir zurück!
Er hat sich im Park verschanzt! Er sitzt in der Falle!
Madame, bitte.
Gewähren Sie uns einen Einblick. Wir verfolgen einen Ausbrecher.
Er hat sich vom Strand kommend hier verschanzt.
- Er ist gefährlich. Er ist ein Mörder. - Ich habe niemanden gesehen.
Aber versuchen Sie ruhig Ihr Glück. Treten Sie ein.
Danke.
Sein Motorrad!
Er wird sich doch nicht unter der Erde versteckt haben?
Sie haben nichts gesehen?
Da ist er! Richtung Meer!
Stehen geblieben! Halt, oder ich schieße!
Dumm gelaufen für dich, Pascal. Es geht zurück ins Kittchen.
Du musst deinen Urlaub beenden: 10 Jahre plus ein Ausbruch.
Und was passiert ist...
...bleibt...
Bleibt!
...im Gehirn verankert, eingebettet in den Falten des Fleisches.
Verzerrt.
Es beeinflusst und plagt dich im Unterbewusstsein.
Adieu, Alex.
- Viel Glück. - Danke.
- Wir sehen uns morgen. - Okay.
- Hol mich um 10 wieder ab. - Bis morgen.
Komm her, Buck.
Buck!
Na, sieh mal einer an.
Die treue Lucille. Wir haben uns ewig nicht mehr gesehen.
Ich bin Michel. Ich dürfte mich nicht all zu sehr verändert haben.
Michel... Ich hätte Sie fast nicht wiedererkannt.
Wir haben uns seit Onkel Andrés Unglück nicht mehr gesehen.
Aber Sie sehen gut aus. Kompliment.
- Und wer ist das? - Das ist Monsieur Andrés Tochter.
Falesse.
Hallo!
Welch Freude, dich wiederzusehen. Ich bin Michel, dein Cousin.
Ich wette, du erinnerst dich nicht an mich. Wie auch? Du warst noch sehr klein.
Es sind fast 13 Jahre vergangen, erinnerst du dich?
- Nein? - Ist ja auch egal.
Ein Cousin ist immer willkommen.
- Was führt Sie hierher? - Ach, ich bin auf der Durchreise.
Ich reise viel, sowohl geschäftlich als auch zum Spaß.
Und wenn man älter wird, kommen familiäre Erinnerungen wieder hoch.
Guten Tag. Ihr Hund scheint sich bereits heimisch zu fühlen.
Er ist ungehörig.
Er ist unglückseliger als sein Herrchen. Das sagt schon alles aus.
Kommen Sie, Michel. Ah, das ist mein Neffe.
Ach, Collin? Er ist ein Mann geworden.
Auf dein Wohl, André.
Onkel André war wirklich ein großartiger Mensch.
Ach ja? Auf seine Art aber.
Du wirst dich kaum an ihn erinnern.
Du warst zu jung, als das Unglück passierte.
Du dürftest fünf oder sechs gewesen sein, oder unwesentlich älter.
Zu der Zeit war er acht Jahre alt.
Ja, stimmt. Der kleine Collin war acht Jahre alt.
Sehr jung, aber alt genug, um sich daran zu erinnern...
...wie Monsieur André, der Stürme von gigantischen Ausmaß überstanden hatte...
...am Ende wie ein Anfänger untergegangen ist.
Collin!
Ich erlaube dir nicht, so über meinen Vater zu reden.
Du bist sensibel, Schlossfrau.
Was zählt, ist, dass er dir sein gesamtes Vermögen hinterlassen hat.
Und wir... wir sind stets bereit, dir die Füße zu küssen.
Collin!
Armer André.
Ich habe ihm gesagt, dass das Meer ihn früher oder später verschlungen hätte.
Ja...
Er mochte es, es herauszufordern und zu beherrschen.
Er war sportlich.
Und wir bewunderten ihn.
Vor allem seine Tochter, Falesse.
Aber an jenem traurigen Morgen sichtete ein Schnellboot das führerlose Motorboot.
Vielleicht ein Motorschaden.
Vielleicht der verzweifelte Versuch, schwimmend das Ufer zu erreichen.
Das Meer war seine Leidenschaft.
Und es wurde sein Grab.
- Requiescant in pace. - Amen.
Auf den Reisen im Laufe meines Lebens habe ich lauter Skurrilitäten gesammelt.
Sieh dir das an. Das habe ich in Kopenhagen gekauft.
Auf der Sexmesse, inmitten einer Kollektion von erotischem Fetisch-Kram und Reizmitteln.
Das ist lebendiger Schmuck.
Probier's mal. Es kitzelt einen ein wenig.
Es regt den Appetit an.
Eine kleine Freundin von mir war begeistert davon.
Ja, so ist brav.
Leg ihn hier drauf. Er wird Kikis Appetit anregen.
- Kiki? - Wir haben zwei Geier in der Familie:
Kiki und Kyoka.
Und Collin hat seine liebe Mühe, sie satt zu kriegen.
Sie saugen Karkassen, Wirbel und Kreuzbeine aus.
Sie sind Feinschmecker.
Nicht schlecht. Um genügend Knochen zu finden...
...damit diese Mäuler satt werden, bedarf es eines Friedhofs.
In der Tat gibt es einen.
Ich wäre neugierig, ihn zu sehen.
Wenn du unbedingt willst, lässt sich das sofort einrichten.
Wie nett.
Es gab römische Gräber rund um die Villa.
- Und kein Gold? - Nein, das wurde bereits geplündert.
- Es ist immer so. - Stimmt.
Ich werde mich nackt begraben lassen.
Ich glaube, den da kenne ich.
Was ist? Hast du heute Abend keinen Appetit?
Was ist das, ein Protest? Ein Hungerstreik?
Was ist los?
Wieso willst du nicht essen?
Vielleicht ist es ein Vorfahre?
Das ist ja dein Hund. Hört sich an wie ein Luststöhner.
- Er hat wohl eine Freundin gefunden. - Er hat viel Erfolg bei Frauen.
Wenn ich das nur von mir behaupten könnte.
Nicht die Hoffnung verlieren, Michel.
Die Nacht ist lang. Du könntest auch noch zum Zug kommen.
Nächtliches Geplänkel bei Mondschein?
Romantisch.
Vielleicht habe ich eure Vertraulichkeiten gestört.
Aber ich ziehe mich zurück.
Gute Nacht.
„Lieber Derek, alles okay. Die Luft ist rein. Komm schnell.“
Okay.
Hotel...
...Hilton.
London.
„Lieber Derek, alles okay. Die Luft ist rein. Komm schnell.“
Was bedeutet das?
Wer soll dieser Derek sein?
„Alles okay“. Träumer...
Derek...
Noch nie von ihm gehört.
- Aber es könnte vielleicht... - Wer?
Niemand. Eine absurde Idee.
Gib ihn Kyoka. Der verschlingt auch Papier.
Er ist ein Intellektueller.
Nein.
Wir müssen ihn abschicken. Das ist besser.
Dieser Derek weiß, dass Michel hergekommen ist.
Wenn er den Zettel erhält, wird er sich ohne Verdacht herbegeben.
So werden wir erfahren, wer er ist und was er will.
Und dann...
Ein weiteres Festmahl für Kiki.
Ich werde ihn abschicken.
Hallo, ihr Biester.
Willst du etwa auch?
Dummkopf.
Ist jemand da?
- Wen suchen Sie? - Sind Sie hier die Hausherrin?
- Und wer sind Sie? - Zigaretten?
- Ja, und? - Ich bin Alex.
Alex Bodelaine.
Eine wundervolle Villa. Michel hatte Recht damit, sie zu rühmen.
Wo steckt er? Wir waren um 10 verabredet. Er hat mich versetzt.
Haben Sie ihn etwa versteckt? Vielleicht in Ihrem Bett?
- Von wem reden Sie eigentlich? - Von Michel.
Und seinem Hund.
Ist das nicht Bucks Halsband?
Da Michel und ich Freunde sind und Michel Ihr Cousin ist...
...sind wir gewissermaßen auch verwandt, nicht wahr?
Das ergibt keinen Sinn. Michel hat einen Anruf aus London erhalten.
- Er musste dringend aufbrechen. - Und hat mich sitzen lassen.
Wir haben ihm ein Taxi besorgt.
Aber er hat uns vorgewarnt, dass ein Freund von ihm kommen würde.
Und er hat uns gebeten, ihn zu beherbergen. Sie brauchen sicher Feuer, oder?
Nein, ich rauche nicht.
- Aber Sie sammeln Zigaretten? - Eine Manie. Es ist wie mit den Frauen.
- Machen Sie es sich derweil bequem. - Es ist mir eine wahre Freude.
Aber seien Sie auf der Hut. Ich bin ein Casanova.
Ein schrecklicher Don Juan. Keine kann mir widerstehen.
Vor einer schönen Frau tobe ich mich aus. Ich bin zu allem fähig.
Aber ich hab's drauf. Ich bin begabt, Sie werden sehen.
- Machen Sie das immer so? - Es ist stärker als ich. Ich bin offenherzig.
- Raus hier! - Collin!
Wir wollen keine Gecken um uns herum haben.
Der Kleine ist eifersüchtig, was?
Monsieur Bodelaine bleibt bei uns.
Er ist mein Gast, klar?
Auch wenn die Dienerschaft das nicht gutheißt.
- Kompliment. - Prost.
- Sie wissen, was Sie wollen. - Immer.
Ein starker Appetit zeichnet einen Mann aus, sagte der Sonnenkönig.
Was für eine Bildung. Sind Sie Journalist?
Nein, ich beschränke mich darauf, zu leben. Das ist genug der Anstrengung.
Er ist ein Genie. Der Prototyp eines Künstlers.
Er schreibt, bildhauert, malt. Das hier ist von ihm.
Das hier auch. Und das da. Und das auch.
Er übersetzt und interpretiert García Lorca wie kein anderer. Stimmt's, Lucille?
Meiner Meinung nach sollte er sich schämen.
Es handelt sich also um pikante Dinge.
- Genau. Möchten Sie es hören? - Liebend gern.
- Na los. - Sie haben mich neugierig gemacht.
Die gestrige Aufnahme.
Sie haben einen Weg gefunden, sich nicht zu langweilen.
Ja...
Liebster...
Dein Mund. Dein Mund, Liebster...
Es ist ein sehr sensibles Gerät.
Es nimmt auch das Rascheln der Blätter auf.
Liebster, berühre mich.
Meine Güte, was für Blätter.
Wenn dich eine reizende Frau dazu einlädt, verrückte Dinge zu tun...
...und heimlich nackt im Zimmer umherläuft...
Eine bezaubernde Frau und sanfte Musik, wie eine liebliche Wolke.
In dir drin, in deinem Fleisch, meine Liebe, welch ein Taumel.
- Was für Arme. - Ein grenzenloser Himmel.
Liebes, was für ein Himmel.
Garten meiner Agonie.
Von deinen Adern fließt das Blut in meinen Mund.
Und es stillt meinen Durst, für immer.
Dich nackt zu sehen, ist Erinnerung an die Erde.
Die glatte Erde, von Pferden leergefegt.
- Dein Bauch ist ein Sturm von Wurzeln. - Deine Lippen Morgenröte.
Unter den lauen Rosen auf dem Bett...
...stöhnen die Toten und warten vergebens auf den warmen Hauch der Liebe.
Du wirfst die Decken hinfort...
...liegst da und bietest dich an.
Darauf wartend, dass die Nacht dich enthüllt.
Die tausend schamlosen Herzschläge, mit denen du deine Seele nährst.
Madame...
Den Schwung der Kunst abzubrechen, ist eine Hinterlist.
Jetzt braucht es das.
Fragen Sie ihn, ob das hier reicht, um den Durst zu stillen.
Worauf wartet ihr? Ihr seid hier fertig.
Zieht euch zurück.
Ich begleite Sie auf Ihr Zimmer.
Was möchten Sie haben, um einzuschlafen? Musik? Ein Buch?
Es gibt eine wirksamere Methode. Ich zeige sie Ihnen.
Bodelaine?
Kennen Sie auch die Methode der Gottesanbeterin?
Wenn Ihnen Ihre Gesundheit wichtig ist, stehen Sie auf und verschwinden Sie.
- Ansonsten wird Falesse Sie vernichten. - Raus hier!
- Ich habe ihn gewarnt. - Angenehme Träume.
Halt, du Hexe!
Du stehst auf Blut und Gewalt, was? Bei Michel...
...ist es dir gelungen.
Du hast ihn kaltgemacht, was?
Was ist das?
Du darfst meine Haare nicht anfassen! Nur Papa darf das.
Eine unechte Blondine, die nur schlank wirkt.
Wieso diese Maskerade, Prinzessin mit dem goldenen Haar?
Nicht so, Papa.
Aua, meine Haare!
Du tust mir weh!
Meine Haare...
Meine süße Falesse mit dem Haar, das wie Gold glänzt.
Weich und fein wie Seide.
Papa! Papa, was machst du mit Lucille? Lass sie los.
Nein...
Du hältst mich zu fest. Du erdrückst mich. Nein!
Nein...
Wieso, Papa?
Was tust du, Papa?
Ich bin dein Mädchen. Erkennst du mich nicht?
Nein...
Nein, du erdrückst mich!
Warum?
Warum?
Was tust du da, Papa? Sag es mir.
Sag es mir.
Was ist diese Leere um mich herum? Ich höre dich nicht mehr.
Hast du mich wieder verlassen?
Buchen Sie für mich bitte einen Flug London-Zürich.
- Ja, Mister Derek. - Danke.
- Madame? - Meinen Schlüssel, bitte.
Wo Hass ist, möge Gott Liebe bringen.
Wo Kränkung ist, möge Gott Vergebung bringen.
Wo Zwietracht ist, möge Gott Eintracht bringen.
Wo Zweifel ist, möge Gott Glauben bringen.
Wo Irrtum ist, möge Gott Wahrheit bringen.
Wo Verzweiflung ist, möge Gott Freude bringen.
Wo Finsternis ist, möge Gott Licht bringen.
Die Nacht ist so geduldig und der Tag rastlos.
Die Nacht ist tot und finster und der Tag lebendig und bunt.
Die Nacht ist über den Sternen und der Tag unterhalb des Himmels.
Die Nacht ist sehr geduldig und der Tag rastlos.
Wo Hass ist, möge Gott Liebe bringen.
Wo Kränkung ist, möge Gott Vergebung bringen.
Wo Zwietracht ist...
- Kann sie reisen? - Bei allem Respekt, ich denke schon.
Emotionen sind unvorhersehbar.
Ein Schock könnte es verschlimmern, aber die Alteration auch wieder beheben.
- Da ist sie. - Selig sind die, die reinen Herzens sind...
Die Nacht ist über den Sternen und der Tag unterhalb des Himmels.
- Die Nacht ist sehr geduldig... - Selig sind die, die weinen...
...denn sie werden getröstet werden.
Selig sind die, die verfolgt werden, denn das Himmelreich ist ihr.
Selig sind die Barmherzigen...
Sie blühen dreimal im Jahr.
Aber nur in dieser Vase.
Wieso? Das ist seltsam.
Pflanzen sind sensibel, wie die Menschen.
- Sie sind denjenigen dankbar, die sie pflegen. - Und welch ein Duft.
- Er erinnert an den von Michel. - Michel wiedergeboren als Chrysantheme...
- Es ist viel zu früh, Baby. - Was?
- Metempsychose braucht ihre Zeit. - Was meinst du damit?
- Glaubst du etwa, er kommt nicht her? - Was meinst du?
Alex' Pullover.
- Ja, er hat ihn mir... vererbt. - Zieh ihn aus.
Lügner!
Wenn er wiederkommt, wird er ihn suchen. Zieh ihn aus!
Aufhören! Das ist reine Fantasie! Es existiert kein Alex!
Lass, ich geh ran.
- Hallo Knallkopf. - Was willst du?
So, ihr seid also zu Hause? Das ist schon mal gut.
Bereitet eine kleine Feier vor. Ich bin auf dem Weg.
Mach, dass du weiterkommst, und fahr zur Hölle, du Wichser!
Was passiert mit mir?
Ich spüre einen auflösenden Nebel aus der Vergangenheit und die Finger...
...drängen darauf, zu kratzen.
Es ist so, als würde man sich auf dem Boden wälzen...
...und schreien.
Was ist das?
Eine Gedächtnislücke?
Ein Schwindelgefühl? Kannst du es mir sagen?
Hallo Knallkopf. Ich hatte dir gesagt, eine Feier vorzubereiten.
Beweg dich!
Da rein! Und keine Spielchen, okay?
Stör ich, Madame? Ich hatte meinen Besuch angekündigt.
Gestattest du?
Komm!
Raus hier!
Oh, wen haben wir denn hier? Eine Mieze.
- Hilfe! - Du bist also da?
Falesse!
Alle, bis auf dein Väterchen.
Collin!
Du blöder Mistkerl...
Knallkopf, ich werde dir ein anderes Gesicht verpassen.
Ich bin ein Spezialist darin. 13 Jahre Knast...
Ihr könnt euch nicht vorstellen, was man im Internat so alles zu hören kriegt.
Über André Gardere etwa habe ich wundersame Dinge gehört.
Monsieur war fürwahr eine große Nummer.
Wenn Sie hier sind, um zu stehlen, sage ich Ihnen, Sie werden nichts finden.
Hältst du mich für einen Hühnerdieb, du Knallkopf?
Was wollen Sie eigentlich?
Was wollen Sie? Sagen Sie es!
Du hast dich gut gehalten in all den Jahren.
Ich weiß noch, wie du im Garten, zu den Füßen der Statue, gegraben hast.
Und zwar in jener Nacht, in der die Polizei mir auf die Pelle gerückt ist.
Was ist das für eine Geschichte? Ich erinnere mich an nichts.
Ich frische dein Gedächtnis mal auf.
Sie haben mich geschnappt, aber ich hatte die Zeit, alles zu sehen.
Ich habe alles im Kopf behalten: Ein leeres Motorboot...
...die Statue...
...den Zug und eine hübsche Frau, die gräbt, um einen Menschen zu begraben.
Und zwar André Gardere.
Aber jedes Schweigen hat seinen Preis.
100.000 Dollar sind nichts für 13 Jahre Schweigen.
Sagen wir 200.000 plus ein kleines Präsent.
- Nein, lassen Sie sie los! - Sei brav, Miezekätzchen!
Wir zwei werden uns schon noch verstehen, du wirst sehen.
Trink was, das hebt die Laune. Heiter dich etwas an.
Zurück zum Geschäft.
Ich habe viele Jahre über meinen Mund gehalten.
Das macht, sagen wir, 100.000 Dollar.
Ich kann für weitere 100.000 auch weiterhin schweigen...
...und Monsieur wird bis in alle Ewigkeit im Garten verrotten.
Hören Sie auf damit! Denken Sie doch mal nach.
Ich habe lang genug nachgedacht, du Frechdachs!
200.000 Dollar.
Oder die Polizei kommt her, um die Leiche zu suchen...
...und ihr wandert lebenslänglich in den Knast.
Ihr drei könnt aber auch, wenn ihr es vorzieht, Monsieur unter der Erde Gesellschaft leisten.
- Monsieur, wie war Ihr Name? - Pascal. Der wiedergeborene Philosoph.
Könnte es sich bei dieser Leiche im Garten nicht um einen Irrtum handeln?
Ihr Gedächtnis spielt Ihnen vielleicht einen Streich?
Gehen wir nachsehen, Madame. Vielleicht war ich an jenem Abend betrunken.
Bitte.
Schauen wir es uns an. Na los!
Du bist es ja gewohnt, nachts zu graben, was?
Na komm, etwas körperliche Ertüchtigung.
Gib mal Gas, Knallkopf.
Beeil dich!
Gib her!
Hab ein wenig Spaß, Püppchen. Reib dir die Hände auf.
Hier, nimm! Sachte! Sei vernünftig.
Eure Viecher wittern schon den Leichengeruch.
Na los, Jungspund! Wollen wir mal sehen, wie viele Knochen noch da sind.
Haben Sie den hier gesucht?
Michels Hund?
200.000 Dollar für dieses Aas?
- Lassen Sie's gut sein und verschwinden Sie! - Schnauze, ihr Drecksviecher!
Es war hier, zu den Füßen der Statue. Ich bin nicht blöd.
Ich scheiß auf euch. Ihr habt ihn verlegt. Glaubt nicht, mich verarschen zu können!
Gehen Sie jemand anderen erpressen, Sie Ganove!
Ich hab's nicht eilig, zu verduften, Milady.
Ihr werdet überall so lange graben, bis die Leiche auftaucht!
Ich habe genug von euch!
Kyoka!
Kyoka!
Du dreckiger Mistkerl! Ich bringe dich um!
Vorsicht! Vorsicht!
Collin! Vorsicht! Vorsicht, Collin!
Du widerlicher Wurm!
Wage es nochmal, und ich mach dich kalt, wie diesen hässlichen Vogel.
Gehen wir wieder rein!
Garçon, servier uns einen Whisky.
Erst wird getrunken und dann grabt ihr alle weiter.
André wird schon noch auftauchen, ihr werdet sehen.
Zuerst die Damen.
Etwas Galanterie, bitte.
Los, du Schnecke. Mein Hals trocknet schon aus.
Trinken wir auf die Freiheit!
Nach 13 Jahren im Knast steht mir das wohl zu.
Da gibt es keine Knallköpfe, die einen bedienen.
Na ja, das ist passé.
Ich schmeiß etwas Musik an.
Hallo, Polizei?
Teufel nochmal! Bleibt da stehen!
Versucht nicht, clever zu sein, denn das klappt bei mir nicht.
Noch so ein Scherz, und ich hänge dich auf.
Na los!
Schwein!
Fessle sie!
Alle beide!
Fessle sie aneinander auf den Boden.
13 Jahre Abstinenz.
Tag und Nacht habe ich von einem weiblichen Körper geträumt.
Und hier habe ich jetzt zwei.
Zwei wirklich prachtvolle Exemplare.
Ich werde meine Lust befriedigen.
Mit wem soll ich anfangen?
Die Blondine...
Versuchst du es schon wieder, Knallkopf? Spielst du mit dem Feuer?
Hast du nicht begriffen, wer ich bin? Ich töte ohne Skrupel.
Hör gut zu, ich will es nicht nochmal wiederholen, verstanden?
Noch ein Mätzchen und du darfst die Engel grüßen.
Wenn du dagegen vernünftig bist, bekommst du gratis ein Spektakel geboten.
Schwein! Nein...
Falesse, Falesse, nein...
Du hattest heute Nacht auch deinen Spaß, was?
Wir gönnen uns eine Zugabe. Hey, sind wir etwa abweisend, Püppchen?
Sag ihm, dass es dir gefallen hat! Das tut hin und wieder gut.
Weißt du, das macht dich schöner.
Eine Zabaione, Madame.
Wir gehen raus und machen etwas Sport in der Sonne.
Kommt raus.
Beeilung.
Na los.
Er ist verschwunden, verflixt nochmal.
Ihr werdet ihn doch nicht in der Hölle begraben haben?
Verdammt! Verdammt noch mal! Ich bin nicht verrückt!
Find ihn gefälligst, bevor es dunkel wird, wenn du an deinem Leben hängst!
Hast du verstanden, du Weichei? Grab schon!
Finde die Knochen des werten André oder du wirst den Tag deiner Geburt verfluchen!
Ah, das Frühstück.
Isst du was mit mir, mein Spatz?
Du warst heute Nacht aktiv, du musst dich stärken.
Ich brauche dich noch!
Ich sagte, sechs Eier, Madame.
Sind auch so viele drin?
Nach dir.
Schmeckt's?
Sehr gut.
Na los.
Magst du etwa nicht, du Bananenmund?
200.000 Dollar, was?
Sie hoffen wirklich darauf? Und wo wollen Sie die hintun?
Diese Klapperkiste nehme ich auch mit. Ich tue euch damit einen Gefallen, oder?
- Was ist das hier für ein Loch? - Der Thronsaal.
Ich wollte es nicht sagen.
- Was für eine Kollektion... - Es ist ein archäologisches Gebiet:
Überreste der bretonisch- romanischen Zivilisation.
Sind hier irgendwo nicht auch die Überreste von deinem Vater André?
Diese Knochen sind mehrere Jahrhunderte alt.
- Das sieht man, oder? - Keine Ahnung, ich war damals nicht dabei.
Glauben Sie wirklich, ein Mörder würde sein Opfer derart zur Schau stellen?
Ich rechne mit allem.
Und was macht ihr hier?
- Da stellen wir Seife her. - Wie, Seife?
Das ist eine Waschküche. Es wird Wäsche gewaschen.
Reinlichkeit ist ja nicht so Ihr Ding. Davon haben Sie keine Ahnung.
Du bringst mich da auf etwas. Ich bin völlig verkrustet.
Ja, ich wasche mich seit Jahren nicht mehr.
Wasser ist schädlich, aber ich gehe das Risiko ein.
Lass mir ein Bad ein, Knallkopf.
- Na los. - Mit großem Vergnügen, mein Herr.
Nein, nicht hier im Stall.
Oben, in der Badewanne vom Püppchen, mit Düften, Salzen und einem Schwamm.
- Im großen Stil. - Ich nehme keine Befehle von Rüpeln an!
Geh doch ruhig zur Polizei und erzähl denen das Märchen von der Leiche.
Wenn die kommen, finden sie ja vielleicht deine, okay?
Hast du Gedächtnisschwund, Knallkopf?
Reiz mich lieber nicht, wenn ich eine Pistole unter deiner Nase halte.
Das Bad!
Ich breche dir die Knochen.
Provozier ihn nicht, Collin.
Er hat uns an die Kandare genommen, Tante. Wir müssen etwas unternehmen.
Die Pistole entschärfen.
Mit Zyanid zum Beispiel.
Ein Andenken aus dem Gefängnis. Ich hätte eigentlich sterben sollen.
Wenn die Deutschen uns zu den Duschen brachten...
...bedeutete das das Ende.
Es war eine Zyaniddusche.
Auf diese Weise wurden meine Mutter und meine Kameradinnen vergast.
Für mich dagegen...
Hey du, warte! Du bist zu schade zum Wegwerfen.
Vorwärts.
Du schickst sie ein andermal zum Duschen.
- Ob früher oder später... - Nein!
- ...was macht es für einen Unterschied? - Nein! Nein! Lass mich los!
Du wirst noch gebraucht.
Lasst mich los! Ich will mit ihnen sterben!
Mama!
Mama!
Durch das Panzerglas hindurch habe ich sie sterben sehen...
...aufgrund des ausströmenden Zyanids.
Ich will auch sterben!
Das Gas ließ sie sofort tot zusammenbrechen.
Ich will auch sterben!
Auch du kommst noch dran, wenn das Schicksal es will.
Warte noch ein wenig.
Es löst sich im Nu im Wasser auf.
Eine Gaswolke und alles ist vorbei, bevor er es merkt.
Die Badewanne vom Püppchen.
Richtig schön viel Schaum.
So, jetzt schrubbe ich meinen Nacken.
Lasst mich los!
Lasst mich los!
Mama! Mama!
Jetzt kehrt wieder Frieden ein, Falesse. Dein Gast hat sich beruhigt.
Und er bittet dich, hochzugehen. Komm mit.
Stell ihn zufrieden.
Wie kann dir nur zum Scherzen zumute sein?
Dir wird es gleich genauso gehen.
Bitte.
Collin!
Wer hat ihn getötet? Habt ihr ihn getötet?
Aber nein, das Wasser ist ihm nicht bekommen.
Du warst eifersüchtig, weil er stärker war und mir gefallen hat.
Er war ein Mann, und kein Schlappschwanz... so wie du.
Du bist ein Wurm!
- Du bist ein Wurm... - Nette Art, danke zu sagen.
Wir liefen Gefahr, im Gefängnis oder unter der Erde zu landen.
Ist dir das bewusst?
Wieso im Gefängnis?
Du hast ihn umgebracht!
Du bist ein Mörder!
Du findest Gefallen am Töten. Du bist ein Sadist, Collin!
Ja, genauso wie du.
- Na los, ich bin dein Sklave. Tritt mich! - Ja, mein Sklave.
- Ja, deiner. Ja, deiner. - Du bist mein Sklave!
Aufhören jetzt. Es reicht!
Sie auch, Falesse. Wir haben schon genug Ärger.
Was machen wir jetzt mit ihm? Wir können ihn nicht hier lassen.
Er wird verschwinden wie die anderen, weißt du das nicht, Täubchen?
Du vergnügst dich ein wenig und dann - zack - erleiden alle dasselbe Schicksal.
Eine Gottesanbeterin.
Du säst Leichen und die Alchemisten lösen sie auf.
Das ist unsere Aufgabe.
Willst du uns helfen?
Nein...
Papa! Nein!
Das ist doch Pascal, siehst du das nicht?
Papa!
Papa...
Lucille!
Ich bin's, André.
Monsieur André...
- Das ist unmöglich. - Es ist so. Ich bin kein Geist.
Aber Sie sind ein anderer.
Ich habe eine Plastik machen lassen und es hat mich verändert.
Eine Plastik?
Ja.
Es ist wenig vom alten André übrig. Ja, er ist sogar gestorben, wie jeder glaubt.
Vor 13 Jahren. Auf dem Grund des Meeres.
Es sind dieselben Augen.
Ich bin gealtert aufgrund vieler Probleme, aber...
Kommen Sie rein, Monsieur. Sie sind der Hausherr.
Die Sache mit dem Schiffbruch war ein großartiger Einfall.
Das hast du toll gemacht.
Es war das Beste, das man tun konnte, nach jener Nacht.
Auch die hohen Tiere der Gang haben es geschluckt.
Und als Toten hat man mich in Ruhe gelassen.
Keiner hat je daran gezweifelt.
Als der Priester die Begräbnisfeier auf dem Meer abhielt, haben sogar wir geweint.
Als ob Sie wirklich gestorben wären.
Kiki!
Du erkennst mich auch verändert wieder. Cleveres Biest.
Steig ab. Ein weiterer Auserwählter.
- Was ist mit Kyoka? - Liegt unter der Erde. Seit Jahren.
- Wieso haben Sie sich nie blicken lassen? - Ich durfte kein Risiko eingehen.
Die Polizei oder die Gang hätten mich ausfindig machen können.
Doch durch die 13 Jahre und diesen Eingriffen... ist alles archiviert.
Ich bin zu Derek geworden.
So bin ich auf der sicheren Seite und niemand wird mich je wiedererkennen.
Michel hat mir grünes Licht gegeben. Darum bin ich hier.
Ich bin froh.
Wirklich froh.
Ich habe gespürt, Sie würden wiederkehren.
Ich habe nie an deiner Ergebenheit gezweifelt.
Und Falesse?
Ich bin ganz gespannt darauf, sie wiederzusehen.
Ich rufe sie sofort.
Falesse! Falesse!
Falesse!
Sie ist kein kleines Mädchen mehr. Sie ist eine Frau geworden, und wunderschön.
- Ich gehe voraus. - Danke.
Der Hausherr ist zurück, Collin. Sie erinnern sich doch an meinen Neffen?
- Das ist Monsieur André. - Welch Vergnügen.
Der kleine Collin. Du bist kräftig geworden.
Es schien, als würde er nie wachsen.
Falesse!
Falesse... Dein Vater.
Mein Mädchen...
Nein...
Ich bin dein Vater.
- Das ist nicht wahr. - Du hast mir sehr gefehlt.
Ich kenne Sie nicht. Er ist vor vielen Jahren gestorben.
Wieso sagst du das, Falesse?
Papa ist tot! Ich habe ihn getötet!
- Es ist wahr. Ich wollte es nicht. - Was sagst du da?
- Ich wollte es nicht. - Ich bin hier.
Siehst du mich nicht? Ich lebe.
Nein...
Nein! Es ist nicht möglich, dass du lebst.
Du bist tot!
Tot!
Tot!
Was wollen Sie? Wer sind Sie? Verschwinden Sie von hier!
Collin! Wie redest du mit dem Hausherrn?
Lucille! Was geht hier vor sich?
Erklärst du mir das mal?
Es geschah in jener Nacht.
Der Killer, den die Gang geschickt hatte, um Sie zu töten...
Ihnen gelang es zu fliehen, doch dieser Mann ging auf mich los.
Es versuchte, mich zu erwürgen.
Dann eilte Falesse herbei, die durch die Schüsse wach geworden war.
Papa! Was tust du, Papa?
Nein...
Was willst du? Nein! Nein!
Sie geriet in die Klauen dieser Bestie im Zimmer des Vaters und hielt ihn für Sie.
- Du tust mir weh! - Das Mädchen wurde vergewaltigt.
Es gelang mir, sie zu befreien und sie nahm das Schwert in Ihrem Zimmer...
Und sie tötete ihn.
Sie glaubte, ihren Vater getötet zu haben.
Der Versuch, sie vom Gegenteil zu überzeugen und sie daran erinnern zu lassen...
...löst eine Krise bei ihr aus.
Die Ärzte raten, nicht in der Wunde zu bohren.
Ansonsten ist sie normal. Sie ist heiter.
Was hätte ich tun sollen?
- Es ist schrecklich, aber wahr. - Das ist alles so fürchterlich.
Und du willst Monsieur André sein? Widerling! Sie ist deine Tochter! Wie kannst du nur?
Schäm dich! Du bist ein Unmensch!
Lass ihn los! Was mischst du dich ein?
Du würdest es sogar mit deinem Vater tun.
Du bist ein Flittchen, ein dreckiges Flittchen!
Von wegen Vater und Tochter. Wo ist deine Cousine Ester?
Die Tochter von Lucille? Antworte!
Ester? Was hat sie damit zu tun?
Sie ist gestorben.
- Sag es ihm, Tante. - Ganz ruhig, Collin.
Er hing sehr an meiner Tochter.
Sie ist gestorben?
Einige Monate nach Ihrer Flucht.
Sie wurde von einem Auto überfahren, vor dem Gittertor.
Ein Wagen, der von der Straße abkam, hat sie vor meinen Augen zerquetscht.
Sie und das Fahrrad.
Wir wollten hier weg, aber wir dachten, Sie würden eines Tages zurückkehren.
Ich nehme an, ihr habt sie im Dorf beerdigt.
Ja.
Auf dem Hügel.
Wir bringen oftmals Blumen zu ihr.
Gehen wir zusammen hin?
Zu gütig, Monsieur.
Ja.
Ich will sie sehen.
Ester Radiguet, Grabnische 213, autorisierte Exhumierung.
Die Überreste gehen an das städtische Ossarium.
Eine Unterschrift, bitte.
Das ist die Mutter.
Apropos, ich erkenne Michels Auto wieder. Wo ist er abgeblieben?
Nun, er ist vor einigen Tagen gegangen. Zusammen mit dem anderen Gecken.
- Aber er kommt wieder. - Das hoffe ich.
Ihre Tochter Falesse ist sehr sensibel.
Hätten Sie ihr das nicht ersparen können?
Ja, ich habe gesehen, dass sie ein edles Gemüt hat.
Oder haben Sie nicht geglaubt, dass Ester tot ist?
Weißt du, nun glaube ich es noch weniger.
Das Familienalbum, der Grabstein...
...eine Perücke, ein Muttermal.
Sogar das Friedhofsregister wurde geändert. Tja, wer überprüft das schon?
Eine perfekte Komödie.
Was wollen Sie damit sagen, Monsieur?
Dass du jetzt mal endlich reden sollst.
- Was soll ich denn sagen? - Wo ist meine Tochter Falesse?
Das wird dir auf die Sprünge helfen. Ist dein Gedächtnis wieder da? Antworte!
Was soll diese Maskerade? Wo ist Falesse?
Ich habe gefragt, wo meine Tochter ist. Antworte!
Interniert. Wegen dem Schock von jener Nacht.
Du meinst, in der Irrenanstalt?
Monsieur, ich habe alles Mögliche für sie getan.
Wie geht es ihr?
Sie hat ihr Gedächtnis vollkommen verloren.
- Lass sie herkommen. - Nein, nein, das ist nicht möglich.
Wenn Sie wollen, gehen wir hin. Ich begleite Sie.
Mach dir keine Umstände. Sie wird herkommen.
- Du wirst sehen, es ist möglich. - Hierher...
- Nein... - Doch, denn sie ist die Hausherrin.
Und sie kommt zurück.
Nein.
Auf diese Weise kann ich es nicht.
Das macht zu viel Lärm und ist schäbig.
Das macht man diskret.
Mit der Eleganz eines Künstlers.
Ich verspreche dir, dass ich dich heute Nacht von ihm befreie.
Falesse! Mein Mädchen...
Monsieur, keine Emotionen. Lassen Sie mich das machen.
Liebes, erkennst du diesen Herrn nicht? Er ist ein Freund.
Das ist dein Vater. Freust du dich nicht, ihn zu sehen?
Mein Vater...
Er streichelte mich und sang dabei.
Ich darf nicht angefasst werden. Entschuldigt mich.
Oh, die Schaukel.
Ester, wollen wir spielen?
Schieben wir uns abwechselnd an.
Papa schiebt nie an. Er spielt nicht mit uns.
Antoine...
Er schubste mich an.
Er ist sehr stark, doch zu mir ist er nett.
Er mag meine Haare und er küsst sie.
Er sagt, sie seien golden.
Aber die Hausdame stört sich daran.
Niemand hat mir mehr die Haare gestreichelt.
Ich habe ihn nicht mehr gesehen.
- Wo ist er? - Keiner hat ihn mehr gesehen.
Wir auch nicht.
Kiki...
Kiki.
Wo warst du denn? Ich konnte dich nicht finden.
Was ist mit Kyoka?
Collin und ich haben auch mit dir gespielt.
Stimmt's?
Versuch dich zu erinnern.
Rede!
Du sollst reden.
Papa...
Oh, Papa...
Wo bist du?
Lass sie los!
Er ist niemandes Vater.
Das ist eine absurde Farce. Verschwinde.
Verschwindet alle!
Tochter, Vater...
Unmöglich.
Sag du es ihr, Lucille.
Sag ihr, dass das nicht ihr Vater ist.
Schick sie fort.
Wieso antwortest du nicht? Wieso siehst du mich nicht an?
Ist sie seine Tochter?
Und wer bin ich dann?
Sag schon.
- Sag mir, wer ich bin. - Sie, Fräulein...
Du bist Ester, meine Tochter.
Verzeih mir.
Du bist nicht Falesse.
Die adlige Schlossfrau, Milady, ist die Tochter der Hausdame.
Eine Plebejerin...
Und wir sind Cousins.
Eine Bluts- und Liebesbande.
Ester, was für ein schönes Cousinpaar.
Wieso dieser Schwindel, Lucille?
Ich will die Wahrheit hören, Lucille. Hör auf mit dieser Farce!
Habe ich meinen Vater...
...in jener Nacht getötet oder nicht? Sag es mir! Sag es mir!
Wer war er? Ich habe das Recht, es zu erfahren.
Wenn ich ihn nicht getötet habe, wen dann? Antworte!
Ich weiß nicht. Ich weiß es nicht. Ich weiß gar nichts mehr.
Ich habe es für dich getan.
Warte!
Raus mit der Wahrheit. Die ganze Wahrheit.
- Oder ich bringe mich um. - Nein!
Nein...
Du bist wie ein Sohn für mich.
Du bist jung und wenn es sein muss, werde ich alles sagen.
Er ist es. Ich erkenne ihn wieder.
Antoine war's, der mich vergewaltigt hat!
Tolles Schlafmittel, du Hexe.
Er sollte niemals aufwachen, nicht wahr?
Du bist nur zu einem gut, du Flittchen!
Papa!
Papa!
Antoine...
Was willst du, Antoine?
Hilfe, Papa!
Hilfe, Lucille!
Hilfe, Ester!
Falesse! Lass sie los!
Antoine!
Lass sie in Ruhe!
Rühr sie nicht an!
Lass sie los!
Lass sie los!
Lass sie los!
Falesse...
Hab keine Angst.
Jetzt siehst du alles klar, nicht wahr?
Es geschah alles wegen jener Nacht.
Jetzt ist es vorbei.
Du bist hier in Sicherheit. In deinem Haus.
Lösche diese scheußlichen Erinnerungen.
Dann...
Dann habe ich ja... niemanden getötet?
Und ich bin nie vergewaltigt worden? Sag es, Lucille.
Du hast stets geglaubt, die andere zu sein.
Der Schock hat in ihrem Kopf eine Persönlichkeitsveränderung hervorgerufen.
Sie war überzeugt, selbst das erlebt zu haben, was ihrer Freundin widerfahren ist.
Das ist eine schwer heilbare Alteration, aber sie hat Glück.
Sie wird wieder sie selbst sein.
Falesse, ich habe deinen Platz eingenommen, ohne dass ich mir dessen bewusst war.
Es war alles so verworren. Verzeih mir.
Es ist noch nicht Zeit, den Vorhang fallen zu lassen.
Weißt du was, Lucille?
Als ich flüchtete, war ich überzeugt davon, dass die Gang mich verurteilt hatte.
Aber dann kam in mir der Verdacht hoch...
...dass man niemanden geschickt hatte, um mich zu töten.
Und ich habe angefangen, Untersuchungen anzustellen.
Nein, Antoine hat nicht das Grinsen eines Killers.
Mir wurde klar, dass ihr ein Techtelmechtel miteinander hattet.
Ich hatte euch gesehen. Ihr seid heimlich zum Strand gegangen.
Bei Sonnenuntergang, zu einer verlassenen Bucht.
Du hast dich im Wirbel der Leidenschaft gewälzt.
Beschmutzt mit Sand und Küssen gabst du dich seinem Körper hin.
Und seinen Absichten.
Im Liebesrausch hast du dein Fleisch und deine Seele verkauft.
Ihr hattet einen Plan ausgetüftelt.
Monsieur fühlt sich gehetzt, er glaubt, man will ihn umbringen...
...wieso ihn also nicht um die Ecke bringen...
...und die Schuld auf die Gang abwälzen?
Euch wäre die Villa geblieben und ein großes Vermögen.
Ihr hättet das Leben genießen können.
Stattdessen tötest du deinen Liebhaber!
- Um die Mädchen zu retten. - Ach ja?
Du schickst Falesse in die Klinik und manipulierst Esters Persönlichkeit.
- Nein! Nein! - Für Verbrechen bezahlt man.
Jetzt bist du dran.
Auch du kommst noch dran, wenn das Schicksal es will.
Du bist jetzt dran.
Du bist zu jung zum Sterben.
Ich will mit meiner Mutter sterben! Mama...
Mama... Mama!
Tante! Nein...
Lucille!
Lucille...
Mama!
Wieso, Mama?
Oh, Collin, auch sie hat uns verlassen.
- War's das, Inspektor? - Es ist alles vorbei.
Was ist mit Alex und Michel? Irgendeine Spur von ihnen?
Die stehen auf der Liste der Helden. Das ist unser Schicksal.
Die Untersuchung ist beendet. Sie können gern nach oben.
Fräulein Falesse, verzeihen Sie mir diese Komödie.
Die Rolle Ihres Vaters war nicht leicht, aber ich habe sie für Sie angenommen.
Für die Gerechtigkeit.
Monsieur André ist vor Jahren im Gefängnis gestorben.
Aber er hat uns gebeten, Sie im Auge zu behalten.
Ich überlasse Sie Ihrem Haus, der Jugend und Heiterkeit.
Und ich wünsche Ihnen alles Glück der Welt.
Auf Wiedersehen.
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