All language subtitles for Zwei.Missionare.1974.German.1080p.BluRay.x264-DETAiLS

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Original subtitles

HEILIGE KONGREGATION DER MISSIONEN

Eminenzen, Hochwürden,

ich beklage das Benehmen zweier Missionare Ihres Ordens,

die das Werk der Kirche in Südamerika zunichte machen.

Pater Pedro und ein gewisser Pater Blauauge

treiben im Schutz ihrer Kutte illegalen Handel.

- Der eine ist immer bewaffnet,... - Wer kann so über die Kirche reden?

Der Autor ist Marquis de Gonzaga.

- Wer ist das? - Der Gouverneur von Marakaibo.

- Ein Anhänger des Ordens? - Ein sehr großzügiger Spender.

Fahren Sie fort mit dem Verlesen des Schreibens.

- Gewiss greifen Sie alsbald ein. - Es muss wohl stimmen.

In Ihrer Mission werden Papageien gezüchtet und dann verkauft.

- Bitte? - Ich habe schon von ihnen gehört.

Mit gleicher Post habe ich Ihnen 100.000 Pesos überwiesen,

die Sie bitte zur Verbreitung des Glaubens verwenden.

Ich hoffe, der Name unserer Kirche wird nicht noch mehr besudelt.

Corpus Domini nostri Jesu Christi custodiat animam tuam in vitam eternam.

Verzeihung, Keule.

Corpus Domini nostri Jesu Christi custodiat animam tuam in vitam eternam.

Pst! He, Pater Pedro!

He, hör uns zu!

Was ist denn?

Hier, halt mal.

Steh auf, mein Sohn!

Das ist doch die Uhr des Professors!

Im siebten Gebot heißt es: Du sollst nicht stehlen!

In nomine patri et filii et Spiritu Sanctu, Amen.

Kann der seiern!

Sehen Sie mal, Professor.

- Das sollen offenbar wir sein. - Meinen Sie?

- Das bin ich. - Und der mit dem Bart ist er.

Ich sehe ohne Frage viel sympathischer aus.

Träum bloß nicht von dir, das wäre ein Schock.

Sehr witzig. Mit dem Segen der Götter können wir ja abreisen.

Diese heidnischen Riten sind toll.

Besonders zur Ehrung zweier katholischer Priester.

Ich werd' sie mal alle unter dem Wasserfall taufen.

Tauf deinen Bart gleich mit, der stinkt nämlich!

Ich habe...

- Kannst du schreiben? - Nie gelernt, Vater.

- Deine Zuchthaus-Nummer? - 7822.

- Zahlen kennst du, gut! - Wirklich?

Ich will wissen, wie viele Schäfchen ich in meiner Herde habe.

- Soll ich mich dazuzählen? - Wenn es sein muss.

- Als schwarzes Schäfchen! - Ist gut, Vater.

Nenn mich nicht Vater. Ich würde mich schämen. Mein Sohn und Klauen!

Er ist nur sauer, weil er zum Klauen zu dämlich ist.

Deine Knastnummer, 7822, war das alles?

Nein, ich behalte aber nur vierstellige Zahlen.

Na ja, sollst ja kein Professor werden.

- Warum nicht? - Weiß nicht.

- Das ist für Schatten, für Schatten. - Ein Sonnenschirm.

- Hau, hau. - Ja, hau. Haut hin.

- Macheta Chulima. - Mucheta Chulima, fünf Stück.

Ihr wollt sicher Bonbons!

Du brauchst dich nicht zu fürchten.

Wir sind bald wieder da.

Na, dann wollen wir mal.

- Ist das hier gut für Halsschmerzen? - Hau, hau.

Und das?

- Humanasuga. - Aha.

- Für Witterung. - Ach so.

- Ist ja toll. - Coca?

Coca?

Nein, nicht Coca. Nicht gut.

- Professor, sind Sie da drin? - Ja.

Sollen wir was aus der Stadt mitbringen?

Nein. Nur, wenn euch zufällig mein Traumfisch ins Boot springt.

Ich versuch's mal auf dem Fischmarkt.

Bis bald, ihr Lieben! Seid schön artig, sonst gibt's Haue!

Und Haue regiert die Welt! So ist es doch!

Schwer, der Lümmel, der heilige.

- Für Euch, gegen die Sonne. - Danke, das ist lieb von dir.

- Adios! - Auf Wiedersehen!

Adios, meine Lieben!

Adios!

Pst! Du verscheuchst seinen Urfisch!

- Gute Fahrt! Bleibt gesund! - Auf Wiedersehen!

Hört auf zu winken, sonst bricht der Arm ab!

Seit zig Jahren angelt der nun vergeblich nach diesem Fisch.

Glaubst du an seine Theorie,

dass aus diesem Fisch auch der Affe und der Mensch entstanden?

Na, sieh mal in den Spiegel.

- Ja? - Na, sicher.

Erlös aus Pfeffer und Papageien: 750.

- 750 durch 3 macht... - 30 Tage auf dem Meere,

man schläft nicht und betet nicht.

Und was macht man? Man läutet dem Glöckelein ein.

Könntest du mal mit deinem Gesülze aufhören?

Ich versuche uns beide in Stimmung zu bringen.

Aber wenn ich dir zuhöre, wird mir nur schlecht!

Das ist der Seegang, wir kriegen einen Sandsturm.

- Schnauze! Ich bin doch kein Komputa. - Das heißt Computer, Merkwürden!

Donnerwetter! So etwas sollte man auf Büchsen ziehen.

Hat dich ein wilder Affe gebissen?

Was hast du hier zu suchen?

Bist du irre? Runter mit dir, versteck dich!

- Schickt mich nicht fort. - Wo kommt denn der her?

- Weiß nicht. - Warum nicht?

- Bist du von den Briten getürmt? - Ja.

- Das fehlt uns noch. - Scheiße.

- Die suchen dich jetzt. - Ja, Meister.

Na, ist das nicht herrlich?

- Ich bin Pater G, und du? - Ich heiße Oleander.

Oleander, das sind doch Blumen.

- Bist du getauft? - Nein... ja.

Dann taufen wir dich eben noch mal.

- Ja, ich. - Ich habe gesagt, ich taufe ihn.

- Ich möchte auch mal. - Ich bin hier der Boss.

Dir ist wohl dein Heiligenschein zu eng geworden. Ich hab Nachtdienst.

- Versteck dich. - Danke, Massa.

Ich bin ein ehrwürdiger Vater. Kein Massa. Wo sind deine Eltern?

- Kenn ich nicht. - Hunger? Kriegst gleich was.

Erst brauchst du einen anderen Namen.

- Amadeo! Jawohl. - Amadeo?

Warum nennst du ihn nicht G, wie mich?

Das fehlte mir noch. Herrgott, vielleicht als Doppelnamen.

Ich find noch raus, was das G bedeutet.

Gurke, Gammler, Gustav...

Amadeo, ich taufe dich im Namen des Vaters

und des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.

Amadeo kommt aus dem Lateinischen

und bedeutet: Einer, der Gott liebt.

Nicht Gottlieb, versteh das nicht miss.

- Hier. - Danke, Massa... Danke, Pater.

So, Buchführung muss ja sein.

Eheschließungen, letzte Ölungen. Da sind sie ja: Taufen an Bord.

Ich taufe dich mit Wasser, sagte Johannes der Täufer.

Aber der, der da wird nach mir Unwürdigem kommen,

der wird sie mit Feuer taufen.

- Nun staunst du, was? - Aha!

Im Namen Ihrer britischen Majestät: Halten Sie an!

Scheiße! Wach auf!

- Stellen Sie sofort die Fahrt ein! - Versteck dich!

Antworten Sie! Haben Sie verstanden?

- He, wach auf! - Was ist denn los?

- Eine englische Patrouille. - Auch das noch.

Was hat der Lappen zu bedeuten?

Nirgends kann man auspennen.

Gott schütze die Königin!

- Ist sie krank? - Nein, es geht ihr ausgezeichnet.

Warum soll sie Gott dann schützen?

- Wer seid ihr? - Handelsreisende.

- Wohin fahrt ihr? - Nach Marakaibo.

- Ist noch jemand an Bord? - Nein, wieso?

Von Oberst Morrisons Plantage ist ein Junge geflohen.

Na, der Satz fiel aber schwer.

Immer dasselbe. Je jünger, desto fauler.

- Habt ihr ihn an Bord? - Wen? Oberst Morrison?

- Den geflohenen Negerjungen! - Ach so, den Kleinen.

- Hast du ihn in der Pfeife geraucht? - Ich rauche nicht mehr.

Ich hab ihn auch nicht in der Tasche.

Seid ihr zufällig zwei Priestern begegnet?

Ist der eine so ein blonder Pfeifenwichs?

Der andere fett und doof, wie 'n kranker Gorilla?

Nie gesehen.

- Ich komme an Bord. - Aber die gelbe Flagge!

- Wir haben die Cholera an Bord. - Die Cholera?

Wer sollen denn die Kranken sein?

- Gucken Sie uns doch mal an! - Genau, der sieht schlimm aus!

- Dabei war er früher so hübsch! - Ablegen!

Die Riemen ein!

Und eins und zwei!

Und eins und zwei! Und eins...

Fahren Sie weiter, aber bleiben Sie unseren Kolonien fern!

Ist ja gut!

- Halt die Schnauze, Lore! - Schnauze!

Da kann ich ja wohl weiterpennen!

Oje, oje.

Auspinseln mit heiligem Öl und beten, dann bist du wieder gesund.

Mach's gut, mein Kleiner. Schieb los.

Was hast du? Aha, ein prächtiges Gerstenkorn.

Da kenn ich ein altes Eingeborenenrezept.

Das haben wir gleich. Pass mal auf.

Das habe ich von einem Medizinmann.

- Reiben, bis es heiß ist. Schon warm? - Ja.

Jetzt legst du den Finger auf das Korn, aber so herum! Tut gut, oder?

- Ja. - Gut.

- Das täglich zehn Mal, dann geht's weg. - Danke.

Der Nächste!

Komm zu mir! Da kriegst du einen Wattebausch mit heiligem Essig.

So...

Den lässt du drauf, bis er trocken ist. Dann bist du gesund.

Und dir juckt die Birne? Du hast Untermieter, was?

Da roden wir den ganzen Urwald ab, dann hört auch das Jucken auf.

Und du?

- Eine Ruine. Der ist entzündet. - Böser Zahn.

Da brauchen wir eine kleine Betäubung.

Mittelleichte Anästhesie würde ich sagen. Mittelleicht reicht.

So...

- Jetzt zähl mal bis 10! - Eins...

- Da ist er. - Kennt ihr die göttlichen Hände?

Hier, sie spenden Trost, Freude, aber auch Dunkelheit.

"Die zentralamerikanische Handelsgesellschaft,

vertreten durch mich, Don Alfonso Felipe Gonzaga,

hat mich mit der Wahrnehmung der Staatsinteressen betraut."

Sie kennen das. Weiter:

"Für die Exportgesellschaft der britischen Kolonien:

Sir Lionel Steam.

Für die Gewürzgesellschaft der Holländer: Mynheer Christensen.

Für die Transatlantique Française: Monsieur Calderom.

Für die Sociedad d'Espagne: Señor Fernandez.

Die hier Versammelten setzen hiermit die neuen Preise

für alle Handelsgüter im Hafen von Marakaibo wie folgt fest:

Pfeffer, Kakao und Kaffee

sinken von bisher 200 auf 100 Pesos pro Sack.

Nelken, Muskatnuss und Vanille

sinken von 200 auf 100 Pesos pro Pfund.

Kobra sinkt von 15 auf 5 Pesos für die 10-Gallonen-Flasche etc."

Wenn wir uns einig sind, bitte ich Sie zu unterschreiben.

- Einverstanden, Sir Lionel? - Yes.

- Christensen? - D'accord.

- Signor Fernandez? - Si, naturalmente.

Also, beschlossene Sache.

Wir sind zurück in Marakaibo, im Reich der Sünde und Korruption.

Das ist kein passender Ort für dich. Ich decke dich mal besser zu.

Wäre nett, wenn du uns trotzdem beschützt.

- Und dass wir die Ware gut verhökern! - Sicher.

Das ist feiner Pfeffer, wir zahlen 100 Pesos.

Was, nur hundert Pesos?

Wir haben Monate gearbeitet!

Ab heute 100 Pesos! Das ist nur zu eurem Besten!

Gouverneur Gonzaga sorgt für niedrige Lebenshaltungskosten!

Daher kauft er jeden Pfeffer, aber nur für 100 Pesos pro Sack.

Habt ihr verstanden? Ich wiederhole:

Ab heute zahlen wir nur noch 100 Pesos pro Sack. Seht her:

Auf Befehl seiner Exzellenz de Gonzaga.

- Die fehlen mir noch! - Wer?

Die beiden Pfaffen! Ich hol unsere Leute.

Die beiden da waren lange weg. Ich hatte gehofft, sie wären ersoffen.

Du hältst die Schnauze. Ich nehme sie mir vor.

- Ehrwürdige Väter, willkommen! - Ich begrüße dich, mein Sohn!

Was bringt Ihr uns Schönes mit, ehrwürdiger Vater?

Ist Marquis de Gonzaga unter die Großkaufleute gegangen?

- Stimmt das? - Ja, Pater.

Was verkauft ihr? Pfeffer? Zimt?

Wie steht der Preis für Pfeffer?

- 100 Pesos pro Sack. - Pro Korn?

Unter uns: Es gibt neue Preise, aber für Euch werden wir 150 zahlen.

Hört, 150 pro Sack!

Das erste Gebot ist 150! Wer bietet 200?

- 200! - Der Mann versteht was davon!

- 300! - Und da sind die 300!

300 für den Herrn mit der versoffenen Stimme!

400 will ich jetzt hören! Ich will jetzt 400!

400 für den besten Pfeffer der Welt! Da muss man zugreifen!

- Ich biete 400! - So was klingt doch!

400 für die Qualle da hinten. Zum Ersten! 500!

600!

Und 700!

Und zugeschlagen!

Das Foto ist gemacht...

Herrlich: 2 Ehrwürdige Väter, die gern scherzen!

Arbeitet!

1000 Pesos wäre sogar für Gold zu viel!

Dann verkaufe ich an die Holländer!

Die zahlen nicht mehr. Heute wurde ein Monopol gebildet.

Von England, Spanien, Holland und Frankreich. Gleiche Preise überall.

Dann an die Chinesen.

Die Chinesen sind alle verreckt. Die Malaria hat sie hingerafft.

Dann verschenken wir es an die Armen.

- Wie Ihr wollt. Gehabt Euch wohl! - Du mich auch.

Dann zieh los zum Vogelmarkt!

Nein. Ich verkaufe sie bei dem alten Chinesen.

- Dann komm ohne Schlitzaugen wieder. - Du bist mir nämlich zu dämlich dafür.

- Ach, du meinst wegen der... - Du hast verstanden!

Und führ keinen in Versuchung!

- Was bringen die Adler? - 32 Papageien sind 272 Pesos.

- Nicht doch, kein Geld! - Was wollt Ihr dann, Vater?

Pater, wo ist heute der hübsche junge Pater?

Ich bin doch der junge hübsche Pater!

50 Ellen Seide und 30 Sonnenschirme und 200 Kerzen.

2 Stempel heißt 200 Pesos.

- Was willst du? - Wie soll meine Familie davon leben?

Das ist schließlich deine Familie und nicht meine!

Brüder und Schwestern, lesen wir das Evangelium nach Matthäus!

"Wer ist der Mächtigste im Himmelreich?

Jesus rief ein Kindlein..."

Ich sagte, ich werde das Evangelium nach Kapitel 18...

Los, weiterarbeiten!

Das wäre ja wohl noch schöner!

- Geh runter! - Ich hab schon Plattfüße!

Wo ist Ihr Freund, Pater?

Der hat Sülze im Kniegelenk.

Meine Tochter tut mir so Leid. Seit Monaten wartet sie auf ihn.

Sie isst nicht, und sie schläft nicht.

Wir Priester dürfen leider nicht. Gehört leider dazu - Berufsrisiko...

Die Apostel fragten Jesus:

Wer ist der Mächtigste im Himmelreich?

Die Worte Christi sind Ermahnung.

Denkt daran, auch du, du schmieriger Sünder!

Also, Jesus rief ein Kindlein und sagte:

Werdet wie die Kinder, und ihr geht ins Himmelreich ein.

Donnerwetter!

Lass mich oben, ich will bei dir bleiben.

Nur die kommen nicht in den Himmel,

die die Armen bestehlen und es an die Reichen geben.

Ein mieses Beispiel kennt ihr! Ihr habt ihn vor der Tür!

- Den Marquis de Gonzaga? - Deine Worte, schmieriges Söhnlein!

Würdest du dein Gewand ausziehen und diese Worte wiederholen?

Meine Kutte zieh ich nie aus. Die war teuer, mein Sohn.

Es wäre besser, wenn du in der Kirche predigst.

Die Kirche ist dort, wo das Wort Christi Not tut.

Matthäus, Kapitel 18, Vers 49. Jesus sagte:

Die Engel werden Böse und Gute trennen.

Die Bösen werden... Sie werden... Dazu gehörst du auch, mein Sohn.

Die Bösen kommen ins lodernde Fegefeuer.

Dort wird ein Heulen und Zähneklappern sein.

Du hast noch alle Zähne, mein Sohn.

Aber das kann sich schnell ändern.

Ihr miesen Stinker betrügt die Armen!

Es heißt auch: "Wenn dir dein Bruder nicht zuhört,

dann nimm andere und überrede sie dazu!"

Halt mal den Gebetsknüppel vom Onkel fest, aber nicht losballern.

- Ihr seid Diebe... - Steck deine Nase in deine Sachen.

Gottes Nase ist überall!

Ihr seht, dass sie sich Gottes Wort verschließen!

Ich schlag dir gleich die Schnauze ein!

Gott wird ihnen das Kainszeichen auf die Stirn drücken.

Er kennt jedes Lästermaul und alle, die da böse sind.

Hesel!

Das Wort Jesu: Die der Herr liebet, die strafet er!

Der Finger Gottes erreicht jedes Herz.

Das 5-fache an Masse braucht das 10-fache an Kainszeichen.

Oh Herr, gib mir Kraft!

Du fette kleine Nudel, du kleine Nudel!

Zickenbock! Auch du kriegst ein Zeichen.

Und noch eins! Hier! Da! Noch eins! Da! Und hier!

Und das Doppelzeichen!

Und das Gnadenzeichen!

Noch einer?

- Habt ihr diesmal Pfeffer dabei? - Ja, 8 Säcke zu 500 pro Sack.

- Heute Nacht wie immer. - Ist gut.

- Pater Pedro, der andere Pater... - Jetzt nicht. Ich brauch Bonbons.

Ich möchte ein Autogramm auf das Bild von eurem Freund.

Zeig mal. Das ist nicht mein Freund, der Pater.

Das ist Jesus Christus.

- Ist das auch ein Pater? - Das ist der Sohn Gottes.

Da ist ein Pfaffe, der Gonzagas Leute aufmischt.

Kommt mit, vielleicht können wir helfen!

Bist du des Teufels? Was ist los?

Sie wollten mir das Ohr nicht leihen.

- Belehr sie wie ein Christ! - Quatsch dich aus!

Erinnere dich, was im Evangelium steht.

Halte die andere Wange hin!

Ach ja. Verzeih, Bruder.

- Nun kannst du's nachholen. - Danke.

- Ich habe nicht getroffen! - Aber ich treffe!

- Warum schlägst du ihn? - Es war die falsche Wange.

Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten.

So, auf die Säcke mit euch, ihr Säcke!

Und jetzt ich, als Engel gedacht!

- Nicht auf die Niere! - 2 Pfaffen erledigt ihr doch!

Los, hinterher! Schnappt sie! Macht sie fertig!

Man soll nicht mit den eigenen Händen richten!

Herr, bestrafe sie nicht zu hart!

Mahlzeit.

Donnerwetter, ich hab's!

Hier fängt's an!

Bleibt hier! Hier bin ich!

So, damit endlich mal eine gesunde Farbe ins Gesicht kommt!

Nicht doch! Sag mal!

Was soll denn das?

Da ist er ja!

- Stopf dem Pfaffen das Maul! - Kommt nicht in Frage!

Weißt du, was das Evangelium über einen wie dich schreibt?

- Keule! Pass auf die Silberpappel auf! - Moment!

Versuch's noch mal, na los!

- Nun mach schon! - Danke.

Gelobt sei Jesus Christus!

Nein, was soll denn das?

Ich taufe euch im Namen Jesu Christi!

Das sieht ja richtig eklig aus.

Hast du einen Jungen mit meiner Flinte gesehen? Etwa 4 Jahre alt.

Deine Schrotflinte ist schon 4 Jahre alt?

Du willst mich wohl verscheißern.

Junge, dich mit Schleier halt ich nicht aus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,

nimm die Versuchung von mir, dir diesen Irren hochzuschicken.

- Wunderbar, Padre. - Danke.

Komm zum Schiff!

Jedes Mal bringst du uns in unwürdige Situationen.

- Der Bischof... Wo willst du hin? - Mein Gewehr!

Gelobt sei Jesus Christus!

- Über dich sagt das Evangelium... - Macht ihn fertig!

Mach keinen Quatsch!

Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

In der Bibel steht: Geben ist seliger denn nehmen!

So nimm denn! Wer hoch steigt, fällt tief.

Wo bin ich?

Nicht doch!

Pater Pedro! Hilf mir doch!

- Hilf deinem Bruder! - Ich höre nichts! Einfach ignorieren.

- Hast du Lacherbsen gefressen? - Ist doch schön!

Ich sehe nichts!

Himmel, Kreuz, wo steckst du denn da unten?

Halt! Der Bursche, den ihr sucht, ist da!

Ihr seid schlimmer als die Fliegen! Seid ihr überhaupt getauft?

- Das hast du dir so gedacht! - Das hab ich.

Olé!

Komm schon!

Kommt her! Und ihr verschwindet!

Rüber!

Und jetzt der Kalkstopper!

Wieder er!

Geh dahin mit einem Halle... wie hieß es noch?

- Luja! - Halleluja!

Na, los schon! Macht doch! Beeilt euch!

Mal sehen, wie stark die Wand ist!

Hinsetzen! Eins! Zwei! Jetzt ganz Platz!

Ja, ich komme!

Pater Pedro! Sie haben das Schiff angezündet.

- Das Schiff brennt! - Was war das? Mein Schiff brennt?

Das gibt's doch nicht!

- Mein Schiff! Unser Schiff! - Das gibt Haue!

Ich bin ein guter Christ, Pater.

Dann wirst du einem Gottesmann vergeben.

- Ehrwürdiger Vater, die Bullen. - Polizei? Nichts wie weg.

Amadeo, das Äffchen!

Viva de Gonzaga!

- Pater, ein Segen! - Später, später.

Gut, dass wir den alten Kahn los sind.

- Und wie kommen wir zurück? - Die Vorsehung wird uns helfen.

Die ganze Ladung hätte der Chinese genommen.

Er wird die nächste Lieferung kaufen.

- Halt! Vorsicht, Baustelle! - Na schön.

Dicker, als ich dachte.

Nicht doch! Klopfe, so wird dir aufgetan.

- Geh weg! - Wenn du willst.

- Sind Sie der neue Schauspieler? - Was?

- Der Hamlet? - Wo ist hier ein Ausgang?

- Zum Bühnenausgang links. - Hamlet oder Romeo?

- Warum laufen Sie weg? - Wer will hier schon spielen?

Wie werden Sie ihn anlegen?

Gar nicht, ich will ablegen!

- Wir renovieren ja. - So lange kann ich nicht warten!

Gott segne euch!

Eins und zwei, und wechseln.

Was will denn die dicke Schwester da im Nachthemd?

Was hüpfen Sie in die Probe?

- Meinst du mich? - Wen sonst?

Ich soll als Solist den Rasputin tanzen.

Ich lasse Sie dann rufen, Schwester. Nein!

Nanu, das ist doch...

Das kann doch nicht wahr sein!

Komm, pack an, hier auf dem Steg!

Sag mal, ist das dein Ernst?

Aber sicher, alles geregelt, der Blechhaufen gehört uns.

Warum guckt die Zwergpygmäe so?

Das ist der Reeder, Aristoteles.

Sag noch Onassis, dann beiß ich mir in die Kutte!

Bei der Probefahrt lief er 100 Meter pro Stunde.

- Da hätten wir schwimmen können. - Dafür ist es billig.

Der Konstrukteur ist im Irrenhaus. Die Schüssel heißt Grüner Elefant.

Mit dem Motor können wir später aus Zuckerrohr Schnaps brennen.

Es ist gekauft? Wie sollen wir es bezahlen?

Pater, wie sieht's denn mit einer kleinen Kaution aus?

- Was ist? - Eine kleine Anzahlung.

Ach so, na ja...

Was lassen Sie mir als Kaution?

Ihn hier, mit seinem Bruder.

Gut, aber nicht mehr als 24 Stunden.

Nein, wir sind in ein paar Stunden wieder hier.

Vom Sklavenhandel sind wir doch schon 'ne Weile weg.

Wir nehmen ihn ja wieder mit, samt Affen.

Sag nicht, wir haben kein Geld.

- Der Herr wird uns helfen. - Der hat anderes zu tun.

Ach was, außerdem hat er seine Leute.

Hier ist doch sein irdischer Vertreter!

Eminenz haben angeblich den Löffel abgegeben.

Oder stehen halb im Grabe. Dabei seid Ihr das blühende Leben!

- Euer Trank, Eminenz. - Danke.

- Wie geht es Eurer Geschwulst? - Mal kommt es, mal geht es.

- Nehmen Sie mir das bitte ab. - Auch das.

Ein Tee um diese Stunde wirkt Wunder.

- Er entspannt und macht müde. - Hat Tee so an sich.

- Und Sie? Was machen Ihre Wilden? - Die hat er etwas gezähmt.

Wir bringen christliche Zahlen.

- Hol deinen Schmierzettel raus. - Schöne Zahlen.

77 Taufen und Kommunionen, 32 letzte Ölungen, 8 Eheschließungen.

Nur 8 Eheschließungen? Wie kommt das?

Dafür hatten wir aber 183 Taufen, Eminenz!

183? So viele Taufen bei so wenigen Eheschließungen?

Es werden doch keine unehelichen Kinder sein?

Nein, unsere apostolische Tätigkeit macht sie ungeheuer fruchtbar.

- 10, 15 Kinder sind nicht selten. - Oder über 20.

Fazit: Die lieben Padres wollen Kohle von Keule Eminenz.

Viele Gläubige müssen draußen im Regen stehen.

Da werden sie nass.

Deshalb bauen wir eine größere Kirche mit einer Glocke, einer Orgel

und dem ganzen Kram, der dazugehört.

- Aber woher nehmt ihr das Geld? - Das hat er doch schon gesagt.

Wir dachten dabei an Sie, Eminenz.

Wir wollten nicht, dass sie mauern. Sie sollten nur das Geld geben.

- Nein, nichts? - Gar nichts?

- Wenigstens das Geld für die Glocke. - Nein.

- Und für ein kleines Glöckchen? - Nein.

Für einen Strauß Maiglöckchen?

- Es ist Zeit zu ruhen, Eminenz. - Ich muss leider gehen, meine Söhne.

Begnügt Euch mit meinem Segen und meinem Rat.

Beides gebe ich gern und reichlich.

Auch fern der Väter Eures Ordens verfolgen wir Eure Schritte.

Geht dann wieder hinaus in die Welt.

- Seid stolz auf Eure Armut. - Es reicht, Keule.

Eine Stimme von oben sagte mir:

Der Ring sei dein! Also komm mit!

Ein echter Rubin mit Brillanten. Ich gebe Ihnen 2000 Pesos.

Danke. Nimm du die Quittung, sie ist mir zu heiß.

Die lösen wir doch gleich wieder ein.

Wir müssen auch den Jungen von dem abgebrochenen Griechen einlösen.

Und die Leihgebühr für die Anzüge wird fällig.

Rien ne va plus.

- Sieh dir alles an, ich spiele. - Nein, ich bin der Missionsleiter.

Heiliger Josef, denke nicht, ich rufe dich nur in äußerster Not.

Aber die jetzige Lage ist so verzweifelt,

du musst mir einfach helfen.

Ich bitte dich, lieber heiliger Josef.

Ich danke dir, heiliger Josef. Du hast mich erhört.

- Meine tiefe Verehrung, Senator. - Guten Abend.

- Der Senator ist schon wieder hier. - Er ist also knapp bei Kasse.

- Soll ich auf die 12 setzen, Senator? - Tun sie das.

- Auf die 12 für den Senator. - Für den Senator die gewöhnliche 12.

Auf die 12!

Rien ne va plus. Nichts geht mehr.

Die 12! Rouge et paire marquent.

Ha!

- Bitte, wieder das Spiel zu machen. - Gehen wir ein bisschen an die Bar.

Wenn die 12 eine Glückszahl ist, setze ich auch darauf!

Ich brauche nämlich das Geld.

Hören Sie mal, das Geld gehört mir.

- Nichts geht mehr! - Und gleich krieg ich mehr!

- 23, rouge, impaire passe. - 23, das war ich.

- Wie denn, warum krieg' ich nichts? - Die 23 kam.

Faites vos jeux, bitte, das Spiel zu machen!

Moment mal, das geht doch nicht, das ist doch...

Rien ne va plus.

Und das ist die 17! Impaire, noire marquent.

Mein Geld! Und den anderen gibt's der Herr im Schlaf.

Mein Geld!

Meine Verehrung, Herr Generaldirektor!

Mich trifft der Schlag! Wie kommst du hierher, alter Junge?

- Das frag' ich mich selbst. Und du? - Das ist hier mein Laden.

Wurdest du freigesprochen oder bist du wieder getürmt?

Sie haben mich fast freiwillig rausgelassen.

Und jetzt?

Ich hab' mich mit dem Gorilla da zusammengeschmissen.

Ich bin viel auf Achse, bei dir geht's ja wohl auch.

- Besser als im Zuchthaus. - War 'ne gnadenreiche Zeit.

Rien ne va plus!

- Zéro! - Schon wieder!

- Wer ist das, Zéro? - Null ist auch eine Zahl.

- Null ist nichts! - Verlieren Sie nicht die Ruhe.

Ich bin hier, um zu gewinnen!

Gefällt sie dir? Das neueste Modell.

Eine doppelläufige 6-35er. Woher hast du die?

- Die hat mich ein Vermögen gekostet. - Verkauf sie mir, die muss ich haben.

Ich schenk' sie dir, aber du musst mir einen kleinen Gefallen tun.

- Was? Nun äußere dich schon! - Eine Kleinigkeit!

Mein Partner vertraut allein auf seinen Glauben.

Aber er braucht dringend Geld.

Nun bitte ich dich, dass du für ihn ein paar Mal die 12 kommen lässt.

- Darauf habe ich keinen Einfluss. - Tatsächlich?

Dann muss ich dich überreden, dass du es versuchst.

Wie soll ich das machen? Ich kann doch nicht...

Dieser Volksvertreter hat aber satt abgesahnt.

Nicht so laut, das war völlig reell.

Ich komm selten, und du kannst es als Werbungskosten absetzen.

Gib deinem Steinherzen einen Stoß!

Und die wolltest du doch auch haben!

Zwölf, rot, Sir.

Sie haben gewonnen, es war die 12.

Ich habe gewonnen! Hast du gehört, Keule?

Hab' ich ein Schwein heute! Was sagst du dazu, Keule?

Siehst du, wie glücklich du ihn gemacht hast?

36-mal soviel.

Ist das alles für mich? Haben Sie sich nicht verzählt?

Das ist für den Bischofsring, das ist für ein neues Schiff.

Und das ist für die Ladung.

Noch einmal, Herr, ich bitte darum.

- Ich bitte darum. - Das ist nicht dein Ernst.

- Die ist gefüllt, die Spritze hier. - Na schön.

- Und wieder die 12! - Ich hab' schon wieder gewonnen!

Er hat aber auch ein Glück.

Und wieder die 12!

Für Chinin, Sonnenschirme, Dauerlutscher, Nähmaschine...

Die restliche Kohle schenk ich dir!

- Was soll ich damit? - Schenke ich Ihnen, mir reicht's.

Na komm, Vater, ich will gehen! Mein Sohn, meine ich. Wo bist du?

- Guck dir das mal an! - Gratuliere!

Gib mir den Schein für den Bischofsring.

Na, dann lös ihn mal ein.

Rien ne va plus! Nichts geht mehr!

- Was ist nun mit meinem Ballermann? - Ach ja! Draußen.

Bist du verrückt geworden?

Jeder beißt mal ins Gras. Also beiß rein!

Mach schon!

Die hast du im Knast gemacht, aus Brotkrümeln und Kaffee!

Statt schwarzem Kaffee ist jetzt Haarfestiger und Kameldreck drin.

Wer ist denn das?

Im Knast hat er mich 127-mal beim Pokern geschlagen.

Den Gewinn hat er sich nun auf ein Mal abgeholt.

Hör mal, ich will beichten.

- Um diese Zeit? Du spinnst. - Ich muss. Es ist dringend.

Zu dieser Zeit sind die Kirchen zu, und die Priester schlafen.

Du bist wach, also kannst du mir die Beichte abnehmen.

Wenn's sein muss.

- Ego te absolvo in nomine... - Nicht so, lass mich mal anfangen.

- Fang an, mein Sohn. - Ich habe gestohlen.

- Hat sich's gelohnt? - Das hier habe ich gestohlen.

Gewonnen, nicht gestohlen.

Ja, aber durch die Mithilfe zweier befreundeter Diebe.

Der eine betreibt eine Spielhölle, die nur von Dieben besucht wird.

Wer ist der Verbrecher, mit dem du geredet hast?

- Wer nimmt hier die Beichte ab? - Eigentlich du, aber hör mal zu.

Du wusstest, dass ein Kumpel von dir im Spielkasino ist.

Nein, der heilige Josef hat mir geholfen.

Lass den aus dem Spiel! Warum hast du mir nichts gesagt?

- Ich... - Halt die Luft an!

Entweder du hast mir nichts gesagt, weil du mir nie etwas sagst.

Hast du mir je erzählt, was du vor deiner Priesterzeit gemacht hast?

Hab' ich dich je gefragt, weshalb du an meine Tür klopftest?

- Eine Tür gab es bei dir gar nicht. - Halt die Klappe!

Du hast nur gesagt: Mein Leben ist wie ein Roman.

- Ich kann dir ja etwas erzählen. - Romane lese ich lieber!

- Ich gebe dir jetzt die Absolution. - Ich bin noch nicht fertig.

Die zweite Möglichkeit ist, dass du mir nichts gesagt hast,

der blöde Hund merkt sowieso nichts. Stimmt's oder hab ich Recht?

- Nein, du hast Unrecht. - Dann bin ich zufrieden.

Denn ich bin kein blöder Hund. Und jetzt erwarte ich die Strafe.

Du bringst das Geld zurück ins Kasino!

- Nein, ich mache das lieber! - Die Strafe habe ich auszubaden!

Aber du bringst den Ring zum Bischof zurück!

Zur Strafe wirst du alle unsere Einkäufe erledigen!

- Hier ist die Liste. - Gib her, den Lappen!

Es wurde von einem Straßenfotografen aufgenommen.

Man fasst es nicht.

Das hab ich nicht erwartet.

Sieh an, sie an, unsere Freunde. Die Missionare reisen leider schon ab.

Was ist?

- Wo habt ihr das schöne Schiff her? - Auf dem Rummel gewonnen!

Ich hoffe, ihr könnt ein paar Passagiere mitnehmen.

Nein!

Wir sind froh, dass wir keine Ratten an Bord haben.

Ihr habt eine ungezogene Art, mit mir zu reden.

Zwei harmlose Priester bedroht ihr mit Waffen?

Sieht nur so aus.

Priester bedrohen wir nicht. Los, an Bord!

- Wir kommen doch ins Geschäft. - Ich blick nicht durch.

- Amadeo. - Ja?

- Übernimm mal das Ruder. - Ja.

Na, wie sehe ich denn das? Krieg ich denn gar nichts zu essen?

Sie haben aber auch ein Pech. Die Kombüse ist geschlossen.

Dann machen wir sie wieder auf. Los, Teller her!

- Ja, gern. - Fasten ist gut für Leib und Seele.

- Und man behält die Linie. - Die Linie.

Heiliger Kamillus, ich fleh' dich an. Mach mit dem Ärger Schluss.

Gib mir die Kraft, mich in Geduld zu üben, sonst krieg ich 'n Blutrausch.

- Hör mal zu, Steuermann. - Gern.

- Du legst an diesem Steg an. - Ich hab da schon mal angelegt.

Der Steg ist morsch.

Ich hab ihn bereits machen lassen. Gesundheit.

Danke. Ich guck ihn mir mal an.

Amadeo, lass den Kessel nicht ausgehen. Wir kommen gleich wieder.

Ist gut.

- Wartet hier, ich lass euch holen. - Aber nicht so lange machen.

Nanu?

- Hoher Herr. - Was sagt er?

Versteh ich auch nicht. Muss ich mir mal genauer ansehen.

Los, raus hier auf den Hof!

Na wird's bald!

An die Wand mit euch! Mistpack!

Hau ab hier!

Wer soll das sein? Napoleon?

Der junge Marquis Louisito Miguelito Gonzaga.

Ah, Louis, bist du es.

- Das ist der Sohn seiner Exzellenz. - Na und!

Warum malen Sie ihn nicht so fett, wie er tatsächlich ist?

Ich sehe ihn so.

Dann lassen Sie sich mal die Pupille schärfen.

Dieses Gesindel! Ein Pack ist das!

Dreht euch um! Mit dem Gesicht zur Wand! Los!

Die beiden Missionare, von denen mir mein Sohn so viel erzählt hat.

- Gestatten Sie. - Das ist gut. Danke.

Diesen Tee hat mein Sohn aus China importiert.

Er hätte lieber eine Sauer-Scharf-Suppe importieren sollen.

- Mit Eierstich. - Schnauze!

Ich trink ihn sehr stark. Falls er Ihnen zu bitter ist, nehmen Sie Zucker.

Bitte, bitte, bedienen Sie sich.

- Na, na, na. - 31, 32... für dich eins.

Das mit dem Tee macht den Chinesen keiner nach.

- Und den Rest. - Frisst einem ja die Lippe weg.

Du sollst gerade stehen!

- Möchten sie noch eine Tasse? - Nein, danke. Nimm mir das ab.

- Sind Sie nicht begeistert? - Schmeckt 'n bisschen nach Fisch.

Schellfisch. Wenn ich Tee trinke, denk ich an einen englischen Freund.

Jeden Tag um fünf steckte er den Kopf aus dem Fenster und sagte:

Jetzt ein Schälchen Tee, dafür würde ich alles tun.

Sogar einen bewaffneten Gefangenenwärter umbringen.

Donnerwetter, der Engländer hatte Mut.

- Seine Exzellenz erwartet Sie. - Wir kommen noch mal vorbei, Oma.

Meine ehrwürdigen Väter...

- Lass hier, ich rauch sie später. - Meine Freunde...

Meine Freunde, glaubt ihr an die Zeichen des Himmels?

Ich schon.

Der Himmel hat mich in einer Entscheidung bestärkt, die euch betrifft.

- So was gibt's? - Er hat mir ein Zeichen gegeben.

Für meine Entscheidung.

- Was für 'ne Entscheidung? - Und was für'n Zeichen?

- Das hier. - Josef.

- Sie ist euch bekannt? - Ja.

Sie wurde im Wrack eures Schiffes gefunden,

das einem Feuer zum Opfer fiel.

- Von wem habt ihr sie? - Von der See, der nassen.

Vor vier Jahren wurde sie bei uns an Land gespült.

- Ein echtes Wunder. - Würd' ich auch sagen.

Merkwürdig. Vor vier Jahren sank eines meiner Schiffe.

Eines meiner besten. An Bord war diese Figur.

Außerdem befanden sich 40 meiner Sklaven auf diesem Schiff,

die für eine meiner Plantagen bestimmt waren.

- Sklaven? - Ja, ehemalige Sklaven. Sklavensöhne.

Bauern, Arbeiter, nennt sie, wie ihr wollt. Die gehörten also mir.

Aber seit vier Jahren ist mein Eigentum verschwunden.

- Vielleicht 'ne Windhose. - Zu der Zeit war die See spiegelglatt.

Oder jemand hat sie in der Pfeife geraucht.

Eine Meuterei ist auch möglich.

Es waren alles Neger. Ein mieses Pack.

Sie hassten mich, obwohl ich gut zu ihnen war.

Fluchtversuche hatten sie schon vorher unternommen.

Sie können das Schiff in Brand gesteckt haben,

aber sie können sich doch nicht in Luft auflösen.

- Ja, fein bemerkt. - Vielleicht war es Gottes Wille.

In secula secolorum.

Amen.

Möglich ist alles.

Ihr habt nie zufällig was von einem Aufstand gehört?

So viel, wie ihr die Küsten befahrt.

- Da steht was zu essen? - Siehst du was?

Das hätte er doch alles schreiben können.

Ihr habt einen schlechten Ruf und dass ihr die Figur habt,

lenkte mich auf etwas, das ich verdrängt habe.

Das mit dem Josef ist ein Zufall

und das Missverständnis haben wir aus der Welt geschafft.

- Wir gehen. Ich habe einen Hunger... - Nein.

- Ihr leistet mir weiterhin Gesellschaft. - Nanu, wer will den so was?

Ihr werdet meinem Kloster von Mont Signore Chimenez zugeordnet.

Es wurde von meiner Mutter gegründet.

Eine Oase des Friedens, die euch Not tut.

Ihr braucht eine lange zeitgeistige Besinnung.

Wir nehmen solche Befehle nur von höchster kirchlicher Stelle entgegen.

Sicher.

Signore Chimenez, das sind die ehrwürdigen Väter,

von denen ich Ihnen erzählt habe.

Zeigen Sie ihnen den Brief des Bischofs,

in dem er uns ermächtigt, sie bei uns zu behalten.

- Wer hat den höheren Rang? - Er hier, Keule.

Ich weiß nicht, was ihr dem Bischof angetan habt,

aber allem Anschein nach war er nicht erfreut darüber.

- Wir sind uns keiner Schuld bewusst. - So sieht's aus.

Ihr werdet hier viel Zeit zum Nachdenken finden.

Es wäre möglich, dass euch beim Nachsinnen

gewisse Zufälle wieder einfallen.

Ich vertraue Sie Ihnen an, Monsignore Chimenez.

Leonceo, nimm dem Pater Pedro die Zigarren wieder ab.

Er kann sie nicht gebrauchen. Bei mir herrscht striktes Rauchverbot.

Auch sein Gewand muss desinfiziert werden.

Alles in seinen Taschen wird verschlossen.

Eine Garnspule, ein Korkenzieher, zwei Kerzen und ein kleines Buch.

- Den Bart etwas stutzen. - Ich stutz dir deinen Riechkolben.

- Was ist dieses speckige Heft? - Kannst du nicht lesen?

- Das Evangelium. - Ach, das Evangelium. So speckig!

- Dreckig, Seiten fehlen. - Kotzmittel, der Bursche.

Sieht die Schwester gut aus in dunkel.

Ist doch der Fummel von Vater Vinzenzio.

- War genau so mager wie Sie. - Ich will auch so 'n Kittel!

Den Truthahn schickt Marquis Gonzaga,

um die Ankunft der beiden neuen Brüder zu feiern.

Die neuen Brüder sind wir, also bleibt das hier.

Pfote weg!

Bevor wir beginnen, muss ich eine traurige Mitteilung machen.

Heute wurden drei Eingeborene zum Tode verurteilt.

Da wir uns dem Gesetz nicht widersetzen können,

müssen wir das akzeptieren.

Unsere Herzen sind voller Anteilnahme für die Sünder.

Ich habe um Gnade für die drei Leben gefleht,

indem ich mich dem Marquis vor die Füße warf.

Nicht um ihn als Richter zu beeinflussen,

sondern an sein Christenherz hab' ich appelliert.

Wir werden, bis Gott das Herz des Gouverneurs erhellt,

die Nacht mit Fasten und Beten verbringen.

Bis die Nachricht der Begnadigung eintrifft.

Ich hab' Hunger!

- Was haben die drei gemacht? - Nun, ja...

Was heißt "nun ja"?

Sie begingen die Sträflichkeit,

Plantagenarbeitern zur Flucht zu verhelfen.

- Was ist mit denen? - Die bleiben hier bis sie dran sind.

Dann scheuch die anderen zurück.

- Los, haut ab hier. - Wird's bald!

Zurück! Weiter! Wird's bald!

Schmatzt nicht so!

Sag mal, hast du'n Knall?

- Nein, aber ich hatte 'ne Erscheinung. - So?

Was denn für 'ne Erscheinung?

Der heilige Josef. Weißt du, was er gesagt hat?

Mein Sohn, man hat die drei begnadigt.

Sie sind außer Gefahr, also kannst du essen.

Seit zwei Tagen hab' ich nichts gegessen.

Solche Scherze vertrag' ich nicht, also leg die Keule zurück!

- Wieso? - Pack die Keule auf 'n Teller!

- Nee, Keule. - War das wirklich der Heilige Josef?

Selbstverständlich. Ich kenn' ihn doch. Er hat mir guten Appetit gewünscht.

Ich kann mich also auf deine Erscheinung verlassen?

Würde ich sonst essen?

- Ich trau dir's zu. - So ist es auch.

Klasse...

...der Wellensittich.

Gut.

Meine Brüder, ich höre eben, dass die Begnadigung abgelehnt ist.

Die drei werden morgen früh hingerichtet.

Lasst uns für ihre Seelen beten,

so dass sie wenigstens in Gottes Gnaden sterben.

- Komm mal mit raus. - Ich bin sowieso satt.

Ich will mit dir ein paar Takte über den Heiligen Josef reden.

Wohin geht ihr, Brüder?

- Den drei Todgeweihten Trost spenden. - Aha.

- Sind sie das? - Ja, Pater.

- Wann werden Sie hingerichtet? - Morgen.

- Haben sie schon gebeichtet? - Weiß nicht.

- Das solltet ihr aber wissen. - Ich bitte um Verzeihung, Pater.

Das ist der neue Beichtvater. Ein Spanier. Er ist streng.

Unbestechlich und fanatisch.

Wenn ihr am Leben bleiben wollt, sagt nur nein.

- Euch kenn ich nicht. Wer seid ihr? - Ich bin bei ihm in der Ausbildung.

Noch im Seminar.

Unglaublich! Großer Gott, nein! Die sind ja nicht mal getauft worden!

- Heiliger Himmel! - Sie sind nicht mal getauft!

- Bist du nicht getauft? Ihr auch nicht? - Jetzt gerät er außer sich.

Ihr wollt doch mit reinem Gewissen sterben.

- Nein. - Der sagt nein.

Das sind keine Heiden, das sind Bestien! Teufel! Eine Taufe ist von Not!

- Steht auf, Bestien! Weihwasser her! - Von den guten Priestern?

Einen betenden Pater stört man nicht.

- Alles Gute für sonntags. - Heut' ist Donnerstag.

- Was mach' ich mit denen? - Richtig, heute ist Donnerstag.

Hier ist doch das Meer in der Nähe. Sergente!

Treibt sie zum Ufer runter, ohne dass man euch sieht!

- Ja, Hochwürden. - Los!

Bevor es der Marquis erfährt. Es ist so schändlich. Wird's bald!

Ave, Maria, gratia plena, Dominus tecum, benedicta tu in mulieribus...

Ave, Maria, gratia plena, Dominus tecum, benedicta tu in mulieribus...

Ah, ja. Zerschneiden.

Los geht's!

- Gib mal die Kerze! - Bitte.

Nicht so laut!

- Danke, Pater. - Verschwindet.

Ja, schon gut.

- Komm, wir hauen ab. - Die Bleispritze nehm' ich.

Ich will mich vom Gouverneur verabschieden.

Was mach' ich, wenn die wach werden?

Anästhetisieren mit deinem 7-Sekunden-Narkose-Hammer.

Eure Kameraden sind gerettet. Die drei, die man umbringen wollte.

- Ist das wahr? - Danke.

Gelobt sei der Herr.

Den Hut behältst du auf.

Ja, schlaf weiter.

- Pater, da ist wieder einer wach! - Der schläft noch. Tritt mal beiseite.

Nicht schon wieder, bitte.

Na schön, dann komm wenigstens mit.

Hinlegen!

- Meinen Job übernimmst du. - Ja.

- Darf ich? - Los, Cäsar, es zerreißt mich hier!

- Treten Sie ein. - Danke.

Eine Waffe habe ich.

Hier ist auch niemand.

Ich könnte ihm die Birne wegblasen.

Wollen wir erst mal sehen, was er zu vermelden hat.

Wie gefällt es Ihnen bei uns, Pater?

Danke, man isst ausgezeichnet und mein Gedächtnis ist auch wieder da.

Ich meine was die 40 Neger betrifft, Ihre Sklaven.

Freut mich für Sie. Nehmen Sie sich Champagner.

So was sollte gefeiert werden.

Wie darf ich das verstehen? Wollen Sie etwas wegzaubern?

Nein, nein, aber ich kann richtig zaubern.

- Fahren Sie fort. - Wohin denn?

Erzählen Sie mir von denen, die mit meinem Schiff untergegangen sind.

Die 40 haben sich im Dschungel versteckt.

In diesem Gebiet gibt es viel Dschungel.

- Könnten Sie deutlicher werden? - Mach ich 's oder nicht?

Soll ich ihn umlegen? Was bedeuten die Trommeln?

Eine Totenfeier für die drei Verbrecher, die morgen hingerichtet werden.

Hat man Ihnen nichts erzählt?

Oh, ja, doch, doch.

Könnte man die nicht begnadigen?

Für mich sind sie schon tot. Das geht nicht.

- Ist ja interessant. - Also, bitte, reden Sie.

Wo halten sich meine Schwarzen versteckt?

Mein Gehirn ist von den drei Leichen völlig blockiert.

Dann kommen Sie wieder, wenn es nicht mehr blockiert ist.

Auch recht, gut. Mach ich glatt.

Was soll denn das werden?

Schade. Ich wollte die Decke wegzaubern.

Sie sollen hier nur beten.

Wenn Sie zaubern können, zaubern Sie sich weg.

Ich zaubere Ihnen lieber Ihr Glas aus der Hand.

Die Wachen zu mir!

Wo sind meine Wachen? Wachen hierher!

Kommt bewaffnet zu mir!

- Er hier. - Ja.

So, nicht übertreiben.

Der Gouverneur scheint sie umgebracht zu haben, ihr seid frei.

Da ist er ja!

Die kannst du behalten.

- Hast du dich gut unterhalten? - Ja, wir haben sogar angestoßen.

1541 trat er...

dem Orden der dunklen Brüder bei,

mit dem Versprechen, sich Gott zu widmen

in Unschuld und Entsagung.

Ah...

1520,

1541, das ist doch...

- Er war doch... - Leg die Schwarte weg und hör zu.

Bilder sind ja doch keine drin in der Bibel.

Ja.

Ich will nichts hören.

- Die Geschichte mit Clementino... - Ich will nichts hören!

Also schön, dann leg ich jetzt mal 'ne gepflegte Beichte ab.

Wer war das, der Clementino?

Das war ein Kaplan aus Cayenne, ein heißer Typ.

- Gefängnis von Cayenne... - Im Zuchthaus.

Den hast du dort kennen gelernt, weil du selbst dort warst.

- Hab ich mir gedacht. - Durch ihn bin ich rausgekommen.

- Und das war 'n Priester? - Mhm.

- Dann bist du auch Priester geworden? - Falsch, da war ich bereits Priester.

Wieso? Du hast 'n Gelübde abgelegt?

Als du noch im Knast warst?

Nein, ich hab Pater Clementino kräftig eins über die Birne gehauen.

Ich zog seine Sutane an und bin rausspaziert. Das war alles.

Draußen merkte ich, wie hilfreich so 'ne Kutte ist. Alle hatten Achtung.

Viele haben mir auch die Hand geküsst. Tja, dann weißt du ja alles.

Seitdem habe ich die Kutte nicht mehr abgelegt.

Sie ist ein wärmend' Kleidungsstück und schmückt ungemein.

Müsste nur mal gereinigt werden der Kaftan.

Warum sagst du nichts?

Zieh die Kutte aus, die brauchst du sowieso nicht mehr.

Na bitte, wenn ich dir damit 'ne Freude machen kann...

Du bist ein Hirsch.

Hau ab, du Schurke!

Aber Pater, was ist denn?

Meine neue Adresse steckt in der Sektflasche drin!

Die Krokodile sollen dich fressen!

Pater, holen wir ihn nicht zurück?

Nein, der Pater gehört nicht mehr zu unserer Mission.

Pater Blauauge!

Habt ihr uns alles mitgebracht? Ja?

Habt ihr das Garn?

Ja, ich hab ja alles mitgebracht... auch die Nähmaschine und das Garn.

Ja, ja, geht zum Schiff.

Holt euch die Sachen.

Holt euch die Sachen vom Schiff! Ja, geht schon!

- Und? - Viele Priester kamen mit Gewehren.

- Bewaffnet? - Sie durchstreifen hier alles.

Sie suchen dich und irgendwelche Neger.

Na, das gehört alles dazu, verstehe.

- Und was ist das? - Hütten der früheren Stammesfürsten.

- Du da, komm mal her! - Hier lebt der Medizinmann.

Sag mir mal, wie du heißt, Kleiner.

Amadeo! Komm hier her!

- Meine Ehrerbietung, Bruder. - Meine auch!

Hör mal zu: Lass dich von keinem anquatschen!

Was ist denn das?

Ist das hier katholisch oder heidnisch? Nicht zu fassen.

Das sind der Gott des Regens, der Fruchtbarkeitsgott...

Ja, ja...

Ich sah noch nie eine so organisierte heidnische Kultur.

Sieh mein Bruder: Die Kirche hat euch aufgezogen und geschult.

Dann schickte sie euch hinaus,

um diese wilden Völker zum Katholizismus zu bekehren.

Es wäre falsch, ihr Heidentum anzunehmen

und erst recht, ihre Zauberkulte auszuüben.

Ihr solltet die Wilden taufen, diese armen Geschöpfe.

Aber ihr dachtet nur an eure antimaterielle Seite.

Ihr habt ihren Hunger gestillt und ihr Leben verbessert.

Ich habe mit den Wilden gesprochen und erfahren, dass sie euch lieben.

Das ist schlecht: Ihr gebt ihnen nicht das Gefühl, über ihnen zu stehen.

Ihr macht euch gleich.

Barmherziger Gott!

Ich weiß nicht... Ich weiß nicht, wessen Schuld es ist:

Ihre oder die Ihres Ordensbruders,

der Ihren Worten zufolge in der See umkam.

Ich weiß nicht, wem von euch beiden dieses Experiment einfiel.

Lobenswert. Nur darf man die Religion nicht vergessen.

Die Pflichten der Weißen gegenüber den Wilden.

Ich weiß nicht, wer verantwortlich ist, oder, wer den Geldumlauf verboten hat.

Oder, wer den absurden Grundsatz prägte, dass hier alles Allgemeingut sei.

Das ist, lieber Bruder, nicht nur Utopie,

das ist Wahnsinn oder auch Anarchismus.

- Gedanken des Teufels. - Gut, ich leite die Mission.

- Dann bin ich eben der Teufel. - Falsch, Sie haben die Mission geleitet.

Es kommt bald Ersatz, echte Missionare, die des Namens auch würdig sind.

Die Götzenbilder werden zerstört. Eine richtige Kirche wird gebaut.

Nicht die Kirche ist der Gast, sondern die Gastgeberin.

Man fasst das alles nicht! Dieser Altar da draußen: Schmucklos.

Mitten im Dschungel.

Zusammengeflickt aus Resten. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein.

Nein, Bruder.

So können Sie Wilde nicht bekehren im Sinne der Kirche.

Das müssen wir auf jeden Fall ändern.

Und das werden wir: Sie können überzeugt sein,

dass diese Wilden in Kürze zu Christen werden.

Und deshalb berufen wir Sie ab.

Was mich anbelangt: Ich bin nie hier gewesen,

und ich habe auch nichts Anstößiges gesehen.

Ich erfuhr zufällig, dass der eine von euch ertrunken sein soll

und der andere aufgefressen worden ist.

Denn sie werden beide verschwunden sein.

Und die Kirche hat eine gläubige Gemeinde mehr.

- So, nun ich! - Bitte?

Genug geplappert. Jetzt lasse ich mal 'n Wort ab.

Sie werden alles aufschreiben.

Hier hatte niemand Angst vor Gott oder der Kirche.

Wir sind keine Steuereintreiber!

Man kann nur beten, wenn man auch satt ist. Notieren Sie das.

Schweigen Sie! Ich befehle es Ihnen im Namen des Gewands, das Sie tragen!

Nun sind Sie es, der sich irrt.

Ich ziehe die Kutte aus.

Ich werde den Leuten empfehlen...

sich wieder einen Häuptling zu suchen und bei ihrem Heidentum zu bleiben.

Und nun soll sich die Kirche mal was einfallen lassen.

Meine neue Adresse steckt in der Sektflasche drin!

- Was hast du hier zu suchen? - Ich such' den Besitzer von der Mütze.

- Den Monsignore? - Hm...

- Er muss sich verbessert haben. - Kommt mit.

Monsignore... Ist mir schlecht!

- Meine Flaschenpost angekommen? - Nein, ganz zufällig hier.

Monsignore...

Hier hast du mehr Erfolg als im Knast.

Ich bin 20 Jahre Priester, und du, falscher Priester,

bist inzwischen Monsignore. Ein Hammer!

- Hm! - Hm!

Wie gefällt dir die neue Kuh?

- Mit Garantie, oder was heißt das "G"? - Dass sie grün ist.

Nur für dich, weil du doch farbenblind bist.

Tja, Keule...

Wie gefällt's dir hier an der frischen Luft?

Nette Menschen. Guck sie dir mal genau an.

Sind übrigens 40. Sagt dir die Zahl was?

Hier ist ein Schälchen Kuhmilch. Hast du auch Durst?

- Ich will auch! - Ja, keine Angst. Jeder kriegt was.

Eine Kuh ist zwar keine Brauerei, aber es reicht.

- Krieg ich noch was? - Ich hab auch noch keine.

Für uns Erwachsene wäre es schöner, wenn hier Bier drin wäre,

aber eine Kuh gibt weder Schnaps noch Bier.

Darum bauen wir eine eigene Brennerei.

- Ich will auch was. - Ich hör' wohl nicht recht!

Was?

Ich sagte: Schnapsbrennerei. Und eigenes Bier brauen wir auch.

Das verkaufen wir in der Stadt,

bauen alles aus und holen uns Aristoteles, als Geschäftsführer.

Da mach ich nicht mit!

Reich mal die Milch weiter, mit dem Alkohol dauert es noch.

Wir brauchen dich zum Affen vertreiben,

und so, wie du aussiehst, schaffst du das wohl!

Einen Moment!

Junge, Junge.

Habt ihr die Kelle gesehen, die er hier schlägt?

Geht auch härter.

Das Beste ist, man trifft die Gurke.

Schnell rauf, und zwar, haste was, kannste.

Du, das lass sein, ja? Das ist link!

Sonst denken meine Freunde noch, es sei ernst.

Leichte Schläge auf den Hinterkopf schaden nicht.

Mich hält ja keine Leiter aus, sonst würde ich jetzt kommen.

Das ist eine Drohung. Da geh' ich lieber 'nen Stock höher.

Den Dicken sollte man jetzt besser nicht zum Tanz auffordern.

Der tritt mir sonst auf die Füße, so dass ich Schwimmflossen krieg'

Komm ruhig, ich hau ab.

Aber ich kriege dich noch, und dann mach ich dich zur Flunder.

Einen so netten Menschen lässt man nicht so gehen.

Wir überreden ihn besser. Wir brauchen noch einen Aufpasser.

Und wir wollen ja in die Stadt zum lieben Marquis de Gonzaga.

Das Fest der Eroberer ist bald. Reizt dich das nicht?

- Nein. - Sein Söhnchen, die fette Wanze,

ist auch da und Soldaten. - Nein.

Da musst du dir schon was anderes einfallen lassen. Adios, Amigo.

Dann gibt's nur noch eins, ein Gesetz, das hier bei uns beachtet werden muss.

Da bin ich aber gespannt.

Nun sag bloß, das Ding mit der Kokosnuss.

Oh!

Bei uns sagt man, dass eine Kokosnuss nur den Guten in die Hand fällt,

den Bösen aber auf den Kopf. Ich bitte dich: Bleib bei uns!

Ich dachte, sie fällt dir auf die Birne.

Hm.

- Du kannst mich mal. - Halt dich zurück.

Versau meine Freunde nicht!

Viva! Gonzaga!

Viva!

Viva Gonzaga!

Viva Gonzaga!

- Pater noster, qui es in caelis. - Herr, erbarme dich unser.

- Sanctificetur nomen tuum. - Christus, erbarme dich unser.

- Adveniat regnum tuum. - Herr, erbarme dich unser.

- Fiat voluntas tua, - Christus, erbarme dich unser.

- Sicut in caelo et in terra. - Herr, erbarme dich unser.

- Panem nostrum quotidianum. - Christus, erbarme dich unser.

Da nobis hodie.

- Wo ist Pater Blauauge? - Weiß nicht.

Wehrte Gläubige, mit Bewegung begehen wir heute

den Jahrestag der Ankunft der ersten weißen Eroberer

auf diesem Subkontinent.

Es ist 400 Jahre her.

Diesen Tag begehen in Anwesenheit des hiesigen Gouverneurs,

Marquis de Gonzaga,

der ein Nachkomme dieser Eroberer ist.

Ich spreche zu euch, Marquis und zu seinen Untertanen,

weil ich heute eine Erscheinung hatte:

Der heilige Josef sprach zu mir:

"Mein Sohn, heute auf dem Fest der Eroberer

musst du vor allen Menschen meine Worte wiederholen.

Man sagt, dass die Kirche, ob arm oder reich, gering oder mächtig

alle gleich behandelt, denn die Kirche nimmt sich der Seelen an.

Die Seele eines Armen ist ebenso viel wert, wie die eines Reichen.

Weiter!

Aber etwas Wichtiges muss klar gestellt werden:

Nämlich, dass es der Seele des Armen schlecht und der des Reichen gut geht.

Ich will, dass es allen Seelen gut geht.

Ich glaube, der Gouverneur schließt sich dem an.

Ich bitte euch, liebe Gläubige,

zögert nicht, zu verlangen, was ihr für euer Seelenwohl braucht.

Wir gehen.

Verlangt frisches Fleisch, wenn ihr braucht.

Pökelfleisch, Mehl, Kartoffeln, Bohnen, Geflügel, Zucker.

Verehrte Gläubige, im Namen des Gouverneurs

habe ich heute die Ehre, an diesem großen Freudentag für alle

- Soll ich weiterlesen? - Ja, Opa.

Sonst klaue ich dir die Mütze.

Was ihm gehört, dem Gouverneur, das gehört heute auch euch allen!

Nehmt, was ihr wollt! Mehl und Milch sind rechts.

Fleisch und Eier sind links.

Die Vorratshäuser sind heute alle für euch geöffnet!

- Füllt euch die Taschen! - Das ist Diebstahl!

Kommt! Wir müssen mit den Soldaten aufräumen.

- Da ist er doch. - Lass ihn ruhig da.

Pater Pedro, wo bist du?

Nuss auf Nuss!

Los, hinterher aufs Dach!

Nicht doch. Juhu!

Lasst ihn los!

Na denn.

Das reicht! Werft den Pater in die Festung!

- Pater, sie haben ihn gefasst! - Ich weiß.

Und jetzt werden sie ihn aufhängen.

Schade, dass es diesmal auch schiefgegangen ist!

Ich verabschiede mich besser.

Tu, was ich dir gesagt habe. Verschwinde!

- Pater Pedro, wo bist du? - Ich komm ja schon!

Gestatten? Ich leih' mir das mal kurz aus.

Das wär' was.

Jetzt hauen sich auch die Dicken. Nein.

Los, hinterher!

Uah, Mann du! Mach das gleich noch mal.

- Du, dein Chef ruft nach dir. - Ah ja?

Na sicher doch, warum auch nicht?

Hört zu.

Ihr habt mich zu eurem neuen Häuptling gewählt. Danke.

Nennt mich Häuptling Pedro.

Merkt euch das. Nun steht mal auf, dass ich euch Prachtkerle sehe.

Ich bin auch Medizinmann, weil ich mit Pillen gut umgehen kann.

Wir brauchen Geld. Darum machen wir aus den Bäumen Holz für Streichhölzer.

Eure Apartments bauen wir woanders wieder auf.

Erst bauen wir 'ne Schnapsbrennerei.

Das macht 'n schmalen Fuß.

Dann werden wir Weizen anbauen

und daraus machen wir Oblaten. Die verkaufen wir der Kirche.

Holt euer Werkzeug. Und dann an die Arbeit!

- Er will niemals raufkommen. - Dafür ist er viel zu fett.

Wir nehmen einen Flaschenzug wie mit den Elefanten.

Er ist zwar schwerer...

- Was sind da oben für Tiere? - Das hat damals 2 Stunden gedauert.

Bei ihm brauchen wir 4.

Gibt's hier blonde Affen?

Blonde Affen, die sprechen.

Allmächtiger Regengott, verschone mich vor dem!

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