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Original subtitles

Sonja Schadt

Louis Adlon

Friedrich Loewe

Alma Schadt

Uhurufe

Männer ächzen.

Frau schreit im Hintergrund.

War das Alma? Erneuter Schrei

Komm nicht auf dumme Gedanken.

Beeilt euch. Wir müssen weg. Macht voran.

Pass kurz auf, Margarete. Ich bin gleich wieder da.

Hundegebell

(Sonja erzählt) Meine Geschichte beginnt im Jahr 1904.

Die Zeit vor den Weltkriegen,

als die Menschen noch mit Zuversicht darauf warteten,

was das 20. Jahrhundert für sie bereithalten würde.

Bist du verrückt? Wenn man uns sieht...

Wie geht's ihr? Dauert nicht mehr lange.

Denk an das Lichtzeichen.

(erzählt) Ich kam in einer kalten Frühlingsnacht zur Welt.

Meine Geburt ging ganz heimlich vonstatten,

denn meine Großmutter war fest entschlossen,

einen Skandal zu verhindern.

Alma, los, noch mal. Na los.

Alma schreit. Ja!

(Mutter) Streng dich an.

Alma, bald hast du es geschafft. Atmen nicht vergessen.

Los. Alma schreit laut.

(erzählt) Mein Vater war damals gerade 15.

Er schreit auf. Du bringst uns nur Unglück.

Zurück zum Wagen.

Wie gern hätte er meiner Mutter beigestanden,

aber er hatte keine Chance.

Baby schreit.

Baby gluckst.

Alma atmet erleichtert.

Huf- und Fahrgeräusche

Sie dürfen nicht gehen.

Schick Friedrich nicht weg. Es war nicht seine Schuld.

Bitte, Mutter.

(Vater) Hopp!

(Vater) Und brr.

Tor fällt laut zu.

Es ist ein Mädchen. (Vater) Und hopp.

Pferdewiehern

Baby gluckst im Hintergrund.

Hundegebell in der Ferne

Baby quietscht.

Baby beginnt zu schreien.

Mutter. Mutter, nein!

Wohin bringst du sie? Morgen reden wir weiter.

(schreiend) Gib mir mein Kind zurück!

Mutter!

Mutter!

Sch. Alles wird gut werden.

Musik wird dramatisch.

Alma schluchzt.

(erzählt) Das war in demselben Jahr,

als Lorenz Adlon mit dem Bau

seines legendären Hauses in Berlin begann.

Das Hotel Adlon.

Wer hätte damals gedacht,

dass dieser Ort bis heute

mit meinem Leben verbunden bleiben würde?

Wir haben die Genehmigung für die 4. Etage des Hotels bekommen.

Seine Majestät machte vom Fassadenrecht Gebrauch

und starkte uns den Rücken.

Schau doch mal, Schatzerl, was für ein Prachtbau das ist.

Warum willst du auch das Nachbargrundstück bebauen?

Ich plane dort weitere 102 Zimmer. Und wie willst du sie finanzieren?

Bei mehr Zimmern steigen doch die Einnahmen.

Was du nicht sagst, Tilly.

Ein zusätzlicher Bau verschlingt weitere Millionen.

Und wir werden Millionen damit verdienen.

Ich stellte die mögliche Auslastung des Hotels gegen die Kreditsumme

und ich bin sicher, dass wir mit einem Drittel mehr Zimmern

die Kredite sinnvoller tilgen.

Deine Zimmerpreise wird niemand bezahlen, Vater.

Mir liegen die Zahlen sämtlicher Berliner Hotels vor.

Niemand macht nennenswerte Gewinne.

Die Leute wollen so billig wie möglich übernachten.

So treibst du die Gäste zur Konkurrenz.

Aber dafür kümmere ich mich um die Bedürfnisse meiner Gäste.

Im Adlon wird man nicht nur übernachten.

Im Adlon wird man sein.

Tilly, wir gehen.

Die Amme ist da, gnädige Frau. Kommen Sie bitte.

Das ist meine Tochter.

Sie werden sie alle zwei Stunden stillen.

Wenn mein Mann zurück ist, möchte ich kein Geschrei im Haus.

Und denken Sie nur über das nach, was mein Kind betrifft.

Rosa wird Sie in allem einweisen.

Alma kann sehr eifersüchtig auf ihr Schwesterchen sein.

Ich wünsche nicht, dass sie mit ihr zusammen ist.

Wie heißt denn das Kind?

Sonja. Sonja Schadt.

Telefon klingelt.

Taxifunk im Hintergrund

Sonja Schadt hier. (Frau) "Mutter, wo bist du?"

(lachend) Ich komme gerade an. (Tochter) "Wir verspäten uns."

Keine Sorge, mein Kind.

Ich langweile mich schon nicht. Dazu bin ich viel zu aufgeregt.

(Hotelpage) Willkommen im Adlon. Danke.

Frau Schadt? Ja, das bin ich.

Aber Sie sind ja ein Mädchen.

Ja. Sind Sie überrascht?

Zu meiner Zeit gab es nur Pagenjungen.

Mein Vater hat einmal als Page im Adlon angefangen.

Aber das ist lange her.

Herzlich willkommen im neuen Adlon. Danke.

Nach so vielen Jahren.

Ihr Tisch ist dort drüben für Sie reserviert. Mhm.

Mein Mann und meine Tochter werden sich etwas verspäten.

Ach.

Zauberhafte Klänge

Mir ist, als käme ich wieder nach Hause.

Der gleiche Brunnen stand einmal in meinem Elternhaus,

bevor er ins Adlon kam.

Mein Großvater brachte ihn von einer seiner Handelsreisen

aus den Kolonien mit.

Der Herr ist zurück. Der Herr ist zurück. Kommt schnell.

Schnell, schnell. Beeilt euch!

Kein Wort von dir zu Papa.

(Kutscher) Brr.

(Ottilie) Willkommen, Gustaf.

Mein Flämmchen. - Ach, Gustaf.

Du wunderbares...

Mausebär!

Willkommen zurück, Papa.

Du bist ja noch hübscher geworden.

Die jungen Männer stehen bestimmt schon Schlange, was?

Was ist los mit ihr?

Lass uns reingehen. Das Bad ist schon gerichtet.

(Gustaf) Der Sohn vom Kutscher!

Dass der schon kann.

Ich habe die Familie entlassen. - Das waren nette Leute.

Wer weiß noch davon?

Alle.

"Die glückliche Geburt unserer Tochter, Sonja Schadt"?

Und keiner hat das spitzbekommen? - Ich bin nicht zu alt für ein Kind.

Ich habe mich ein Mal, es war schon sehr peinlich,

mit einem Kissen zu unserem Frauenvereinstreff fahren lassen.

Du hättest ihre Gesichter sehen sollen.

Es hatte seine Wirkung. Sie glaubten mir die Schwangerschaft.

Baby schreit. (Ottilie) Gundel!

Unsere Sonja ist hungrig.

Uhurufe

Ich warte hier.

Hundegebell in der Ferne

Ruhige Klavierklänge

Alma. Friedrich.

Wann kann ich sie endlich sehen?

Es ist schrecklich. Mutter lässt mich mein Kind nicht mal anfassen.

Wir müssen mit Sonja weggehen. Bitte.

Irgendwohin, wo uns keiner findet.

Wo soll das sein? Amerika.

Amerika? Mhm.

Das ist doch viel zu weit.

Ich habe mich erkundigt. Ab Hamburg geht jede Woche ein Schiff.

In der 3. Klasse kostet es für jeden von uns nur 200 Mark.

Ich verdiene jetzt sechs Mark am Tag auf dem Kohlenhof.

Ich kann das Geld nicht behalten, Alma. Mutter braucht es.

Vater hat immer noch keine Arbeit.

Und ich bin schuld, dass alles so gekommen ist.

Und wenn ich mich mit Sonja erst mal bei euch verstecke?

Am Ostbahnhof?

Wir haben nur ein Zimmer. Für euch alle?

Mhm.

Na . . . mir fällt schon was ein, wie wir das machen

mit den 400 Mark.

Ich habe schon etwas zusammen. Papas Geldbörse liegt immer herum.

Du darfst deine Eltern nicht bestehlen wegen uns.

Sie haben uns doch unser Kind gestohlen.

Ruhige Klavierklänge

Ich muss endlich Sonja sehen. Ich muss.

Die Amme schläft bei ihr.

Und ich darf ihr Zimmer nicht betreten.

Aber Sonntagabend hat die Amme frei.

Da könnte es gehen. Mhm.

Hufgetrappel

Pferd schnaubt.

Herr Kommerzienrat Koppel, welche Ehre.

Herr Adlon junior reitet ganz vorzüglich.

So wie ihr Vater ein Nobelhotel am Pariser Platz begründet.

Sagt das die Konkurrenz?

Der rechte Vorderhuf muss neu beschlagen werden.

Meine Partner und ich schauen interessiert auf diese Unternehmung.

Drei Millionen Goldmark soll ihr Vater dafür im Sparstrumpf haben.

Was wollen Sie?

Im Vertrauen, Herr Adlon,

ich komme von der Vorstandssitzung unserer Bankvereinigung.

Ihr Vater hat die Bausumme inzwischen verzehnfacht.

Mein Vater weiß stets genau, was er tut.

Da wäre ich mir an Ihrer Stelle nicht so sicher.

Wer kommt für die Schulden Ihres Vaters auf?

Im Zweifelsfall bittet man Sie zur Kasse, Herr Adlon.

Bitte verstehen Sie diese Unterhaltung

als eine vertrauensvolle unter Geschäftsleuten.

Und lassen Sie mich noch einen Schritt weiter gehen.

Unsere Hotelbetriebs-AG

möchte die Stelle des Generaldirektors neu besetzen.

Unsere Wahl ist auf Sie gefallen.

Was halten Sie davon, einer Kette der besten Hotels vorzustehen?

Wir wissen doch, wie unterfordert Sie im Hause Adlon sind.

Ihr Angebot weist mich darauf hin,

dass Sie die Unternehmung meines Vaters als Bedrohung empfinden.

Spannungsvolle Klänge

Überlegen Sie es sich.

Unsere Hotelbetriebs-AG steht auf sehr soliden Füßen.

Ich darf mich empfehlen und ihnen einen schönen Tag wünschen.

Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.

Ebenholz und Mahagoni für die Wandverkleidung.

Dann will ich kleine luxuriöse Besonderheiten:

Elfenbein, Schildpatt für Intarsien.

Wie lange sind die Lieferzeiten aus den Kolonien?

Sechs bis acht Monate. - Das wird knapp.

Seine Majestät erwartet eine schnelle Eröffnung.

Ich verlasse mich auf dich, Gustaf.

Seit fast 40 Jahren trage ich das Adlon im Kopf herum.

Da gibt es keine Kompromisse. - Die sind auch nicht nötig.

Das Adlon wird Berlin zur Weltstadt machen,

wird Paris, Rom, Monte Carlo die Stirn bieten.

Ich werde es zum ersten Hotel Europas machen.

(rufend) Vater, die von Tennens sind da!

(Gustaf) Wir kommen, Alma!

Du bist ein Glückspilz mit deiner Ottilie und den Töchtern.

Seit dem Tode meiner Frau

fühle ich mich manchmal doch ein wenig einsam.

Lorenz...

Ottilie und ich würden uns glücklich schätzen,

wenn du für unsere Sonja die Patenschaft übernehmen würdest.

Das soll mir eine große Ehre sein.

Mein Freund,

ein Wort noch zu der kleinen Sonja.

Ich möchte, dass du die Wahrheit kennst.

Hufgeräusche und Schnauben

(Kutscher) Brr.

Mit der Pünktlichkeit steht mein Herr Sohn auf Kriegsfuß.

Wir schätzen Ihre Einladung.

Das Vergnügen ist ganz meinerseits. Frau Adlon.

Ihr Vater ist nicht nur ein großer Visionär, Louis,

er weiß seine Visionen auch tatkräftig umzusetzen.

Louis hilft mir dabei auch gelegentlich.

Ist er nicht gerade auf der Rennbahn.

Du hast deine Leidenschaften, und ich meine, Vater.

Louis kümmert sich um Papas Weinhandlung und die Restaurants.

(Gustaf) Man hört darüber viel Gutes. Darf ich bitten?

Der Papa meint es nicht so. Er weiß schon, was er an dir hat.

Schatzerl.

Wasser plätschert.

(Gustaf) Bitte schön.

Das ist eine wunderbare Handwerksarbeit.

(etwas schwermütig) Ja.

Von allen Dingen, die ich aus der Welt heranschaffte,

ist das mein schönstes Stück.

Spannungsvolle Klänge

(Ottilie) Oh, welche Freude.

Meine Verehrung. Unsere Sonja.

(Ottilie) Frau von Tennen. Gnädige Frau.

Ihre Kinder, Gefreiter Siegfried und Sebastian.

Baby quietscht.

Entschuldige, Schatz.

(Frau von Tennen) Freust du dich über deine Schwester? Äh, ja...

(Frau von Tennen) Sie wird bestimmt mal so hübsch wie du.

(Ottilie) Unterhaltet ihr euch gut?

(Ottilie) Tee? - Ja, bitte.

(Gustaf) Der Stabsarzt in Windhuk ist ein guter Freund von mir.

Das ist auf meiner Plantage.

Sie kennen unsere Kolonien dort aus erster Hand?

Ich pflege gute Handelsbeziehungen mit ihnen, Herr von Tennen.

(Von Tennen) Dann wissen Sie, welchen Beitrag

wir zur Bildung und Erziehung leisten.

Oh ja. Wir unternahmen zuletzt viel zur Zivilisation der Schwarzen.

Im Augenblick unternehmen wir eher einiges zu ihrer Vernichtung.

Die Revolte in Deutsch-Südwest? - Die Hereros.

Unsere Truppen versuchen dort Schlimmstes zu verhindern.

Indem sie unter den Hereros ein Blutbad anrichten.

Louis, Sie sind doch nicht etwa ein Sozialist?

Sie lachen laut. Ich bitte zu Tisch, meine Herren.

Dürfte ich Sie zu einem Spaziergang einladen, Alma?

Aber Sie kennen mich doch gar nicht.

Das können wir ja andern.

(zögerlich) Ähm . . . ja.

"Alma von Tennen".

Ein sehr passabler Name. Findest du nicht auch?

Sie wollen mein Geld

und haben nur ihren blassen Sohn zu bieten.

Ihr Adelstitel reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück.

Und 20.000 Hektar in Westpreußen.

(Gustaf) So viel fruchtbares Land.

(Ottilie) Der Junge ist sich über seine Zukunft noch nicht im Klaren.

Du kannst ihn dir ja heranziehen. Wie deinen eigenen Sohn.

Ruhige Klavierklänge setzen ein.

(flüsternd) Friedrich.

Sie atmet tief durch.

In wenigen Minuten ist es so weit.

Ich weiß nicht, was du meinst, Flämmchen. Hilf mir.

Gustaf, du hast es schon wieder vergessen.

Ruhige Klavierklänge halten an.

Zauberhafte Harfenklänge

Sie staunt.

Den Stein habe ich einem Neger abgeschwatzt

und ihn dann in Amsterdam schleifen lassen.

13 Karat.

Du glaubst doch nicht, dass ich unseren Hochzeitstag vergesse.

Die Uhr schlägt Mitternacht. (hauchend) Gustafchen.

Sie seufzt zufrieden.

Ruhige Klänge

Ruhige Klänge halten an.

(flüsternd) Ich bin dein Vater, Sonja.

Ja.

Sonja gluckst.

(flüsternd) Wir schaffen das, Friedrich.

Wir drei werden zusammen von hier fortgehen.

(hauchend) Ja.

(zögernd) Du. . . Du musst jetzt gehen.

Sonja quietscht.

(leise) Mach's gut . . . mein Kind.

(erzählt) Ich glaube, meine eitern wussten nur zu gut,

dass unsere Zukunft nicht in ihren Händen lag.

Die Generation der Gründerväter und Patriarchen

herrschte Göttern gleich über die Schicksale der Familien.

Die wenigsten besaßen den Mut,

mit den starren Regeln der Gesellschaft zu brechen.

Sie schreit. Bis auf Weiteres Hausarrest.

Sie schluchzt.

Und wenn sich Friedrich wieder in mein Haus schleicht,

dann werde ich ihn der Polizei übergeben.

Alma weint.

Ich werde deiner Mutter nichts von heute Nacht sagen.

Du kannst ja dankbar sein,

dass sie so klug einen riesigen Skandal verhindert hat.

Und du wirst jetzt eine gute Partie machen.

Frau Graf in werden.

Mit diesem Siegfried? Das will ich nicht.

Will nicht, will nicht...

(aufgebracht) Ich will auch manches nicht.

Also Schluss mit dem Theater.

Du trägst Verantwortung und bist uns Gehorsam schuldig.

Traurige Streicherklänge

Eine verheiratete Frau hat viele Möglichkeiten. Sehr viele.

Auch ...

...ein wenig mehr mit dem Schwesterchen zusammen zu sein.

Mach dir keine Sorgen um Friedrich. Ich kümmere mich darum.

Na? Mausebär...

Musik verklingt langsam.

(Mann) Vorsicht!

Aufpassen, die Säule.

Lasst mir den Kaiser um Himmels willen nicht fallen.

Mein Vater würde das nicht überleben.

Der Stoff ist zu schwer. Nicht strapazierfähig genug.

Friedrich! Fahr zu mir und hol die Stoffproben für die Polster.

Sehr wohl, Herr Adlon.

Die Firma Precht bittet um die Begleichung der Rechnung.

Und Friedrich!

Denk an die Entwürfe für die Sitzmöbel.

Ich soll den Scheck gleich mitnehmen.

Herr Precht wird sein Geld 14 Tage nach Erhalt der Rechnung bekommen,

wie üblich.

(Koppel) Herr Adlon, ich grüße Sie.

Alles vom Feinsten und mit Geschmack ausgewählt.

Sie haben Ihr Handwerk von der Pieke auf gelernt.

Herr Koppel, ich habe zu tun. - Ein kurzes Wort, Herr Adlon.

Unter vier Augen.

Herr Adlon, ich bin voller Respekt, wir alle sind das.

Drei Jahre lang schuften Sie Tag und Nacht, um den Palast hier zu bauen.

Aber jetzt werden die Mittel eng, nicht wahr?

Im Namen meiner Gesellschaft würden wir die Lücke gerne schließen.

Ich kann jede Lücke noch selbst schließen.

(Koppel) Sie haben Erfahrung und Durchsetzungskraft.

So einen wünscht sich meine Aktiengesellschaft.

Ich biete ihnen hier die Position des Generaldirektors an.

Und die Hotelbetriebs-AG springt in all Ihre Verbindlichkeiten ein.

Mein Adlon soll ein Hotel in ihrer Kette werden?

In unserer Kette, Herr Adlon. Das schönste und beste.

Herr Koppel, Sie machen meinem Vater das gleiche Angebot wie mir

vor nicht allzu langer Zeit.

Warten Sie mit der Entscheidung nicht zu lang, Herr Adlon.

Irgendwann ist es zu spät. Dann ist das alles hier nichts mehr wert.

Du verhandelst hinter meinem Rücken mit der Konkurrenz?

Koppel hatte mich angesprochen, ja, und ich erteilte ihm eine Abfuhr.

Woher wissen die, dass die Mittel knapp werden?

(flüsternd) Vater, das ist Stadtgespräch.

Es ist an der Zeit, die Kosten offenzulegen.

Es kostet, was es kosten muss.

Ich will wissen, wo wir stehen. Wir stehen kurz vor der Vollendung.

Die Konkurrenz will mich stoppen, aber das wird ihr nicht gelingen.

Ich werde dieses Hotel mit eiserner Hand vollenden, Louis.

Ein Sohn, der hinter meinem Rücken mit der Konkurrenz verhandelt,

ist mir ein Dorn im Auge.

Schuss fällt.

(erzählt) Der Bau des teuersten Hotels im Reich

zog sich über Jahre hin.

Man stelle sich vor...

(erzählt) Währenddessen wuchs ich behütet heran, in dem Glauben,

Ottilie sei meine Mutter

und Alma meine große Schwester.

Meine Familie ist bereit, Sie als Bürgerliche willkommen zu heißen.

Mein Vater sagt, ihr Titel und unser Geld...

Ganz Berlin wird sich den Hals verrenken.

Er meint, dass unser Arrangement gesellschaftlich vorteilhaft ist.

Und wenn ich ihnen etwas sagte, was kein gutes Licht auf mich wirft?

Kein gutes Licht auf Sie? Es könnte Ihr Bild nur vervollkommnen.

Schütten Sie mir Ihr Herz aus.

Dann darf ich es auch tun. Sie zuerst.

Dass Ihr Vater mich nach der Hochzeit im Geschäft lehren möchte,

ehrt mich.

Aber ich bin mit Leib und Seele Offizier.

Ich will danach in den Kolonien für Zucht und Ordnung sorgen.

Für Zucht und Ordnung?

Die Negerstämme sind impertinent. Sie fangen an zu revoltieren.

Sie werden anmaßend gegenüber dem Weißen,

dem sie doch gehorchen müssen.

Das ist Männersache. Eine Frau gehört nicht ins schwarze Afrika.

Wir machen es nach unserer Hochzeit so, wie es auch ihr Vater tut:

Ein halbes Jahr Trennung, Dienst in der Truppe,

bis wir etwas älter sind, und dann richten wir uns neu ein.

Sie werden also nur sehr selten zu Hause sein, ja?

Wären Sie einverstanden?

Ich werde mich schon zu beschäftigen wissen.

Jetzt sind Sie dran. Womit?

Mit Ihrem Geheimnis.

Ach, was sollte ich denn für ein Geheimnis haben?

Mama schaut schon nach uns.

Donnergrollen

Mehrere Blitzschläge

Wenn Siegfried in den Kolonien ist, kommt Friedrich her.

Wir geben dem Personal frei, niemand bemerkt was.

Gute Nacht.

Galla?

Bleibst du noch bei mir, bis ich eingeschlafen bin?

Du musst auch mit mir kommen, Galla.

Wenn deine Mutter es erlaubt. Sie muss es.

Das wird meine Bedingung sein.

Vielleicht...

Vielleicht kommt Siegfried bei einem Gefecht um.

Papa hat mir erzählt, dass es dort dauernd zu Kämpfen kommt.

Ich weiß, man darf einem Menschen nicht den Tod wünschen, aber ...

...es wäre ja dann Schicksal.

Dann kann ich...

Dann kann Friedrich bei mir bleiben.

Und Sonja wird unser Kind sein. Lautes Donnern

Galla summt eine Melodie.

Sie summt weiter.

Das Summen wird leiser.

Lautes Donnern

Gustaf, das Hotel wird nicht fertig.

Die ausstehenden Rechnungen belaufen sich auf Hunderttausende.

Ja, Koppel hat die Banken hinter sich und versucht,

dich zu erpressen.

Weil du ihm eine echte Konkurrenz bist.

Du bist auf dem richtigen Weg, Lorenz.

Dein Sohn Louis hat mich besucht

und einen sehr schlauen Vorschlag gemacht:

unsere finanzkräftigsten Freunde bei der Lust auf Rendite zu packen.

Hat er das?

Du unterschätzt Louis.

Er hat nie gelernt, hart zu arbeiten wie wir,

für ein Ziel zu kämpfen und dabei alles auf eine Karte zu setzen.

Sei glücklich, einen Sohn zu haben,

der weiterführen wird, was du erbaust.

Ich habe unsere Freunde Sonntag zu mir eingeladen.

Du musst sie überzeugen, ihnen das Geld abknöpfen.

Das kann ich dir nicht ersparen.

Louis glaubt fest an das Hotel.

Genauso wie du.

Feierliche Musik

(Lorenz) Im Wettstreit der Städte erringt Berlin einen Sieg.

Mein Hotel als Wahrzeichen deutschen Unternehmergeistes.

Seine Kaiserliche Hoheit hat sich für dieses Bauwerk eingesetzt.

Ein Haus, gebaut für das 20. Jahrhundert.

Ein Hotel, das Berlin endlich zum ersten Gastgeber der Welt macht.

Die Zukunft von Verkehr, Industrie, Politik wird im Adlon entschieden.

Hier wird sich unsere Selbstbestimmung inkarnieren.

Ich brauche Ihren Kredit für zwei Jahre.

Dann ist Zeit für die Kasse, mit Zins und Zinseszins.

Wohlwollendes Gemurmel (Gast) Wunderbar!

Mit Eis hat Adlon sein Geld gemacht, auf den Zooterrassen.

(Gustaf) Wir brauchen weiße Wasche mit Monogramm,

Tafelsilber, Silberbestecke, Porzellankaraffen,

Bronzekrüge, Kristallleuchter und so weiter.

Sie flüstern unverständlich.

Sanfte Klaviermusik, sich nähernde Schritte

Vater sagt, dass du Page im Adlon wirst.

Und du wirst Frau Gräfin.

Friedrich.

Ich liebe Siegfried nicht.

Aber wenn ich ihn heirate, werde ich viel freier sein als jetzt.

Ich hole Sonja, und wir sehen uns, so viel wir wollen.

Du willst von Tennen heiraten, damit wir uns sehen können?

Ich heirate nur für uns, damit wir zusammen sein können.

Sonja, du und ich.

Mein lieber Lorenz,

als Zeichen unserer Freundschaft

will ich dir diesen Brunnen zum Geschenk machen.

Vielleicht findet er einen würdigen Platz in deinem Hotel.

Auf dass das Glück deines Hauses nie versiegen möge.

Gustaf, das ist großartig.

Ich danke dir.

Fantastisch.

Erhabene Orchesterklänge

Zum Teufel, ich bin schon da.

(Wilhelm l l .) Da hat sich Lorenz Adlon einen Palast gebaut.

Ich werde meine Residenz hierher verlegen müssen.

Tipptopp.

Eine kleine Armee hat er sich da zusammengestellt, der Adlon.

Wie ein General.

Ja, das ist er.

Der General unter den Hoteliers.

Ah, wir bekommen überraschend Besuch.

Man hört, dass der Junior vortrefflich reitet.

Pünktlich ist er nicht.

Ich bitte das zu entschuldigen,

ich bin gerade Vater geworden.

Ich gratuliere ihnen. Danke.

Ein Sohn? Zwei Söhne, Carl und Louis junior.

(Wilhelm l l . ) Die Adlons!

Das Hotel kaum eröffnet und schon zwei Stammhalter.

Famos! Fröhliches Gelächter

(Lorenz) Carrara-Marmor aus Italien, französische Bleiverglasung.

Böhmische Wandspiegel. - Donnerwetter.

Bestellungen gehen per Rohrpost in die Küche.

Das nenne ich Fortschritt.

(Lorenz) Es gibt eine Apparatur zur Eisgewinnung.

Gefiltertes Quellwasser kommt aus unserem Tiefbrunnen.

Das Adlon hat eine eigene Stromversorgung.

(Wilhelm l l . ) Gut in Kriegszeiten.

Der Fahrstuhl führt in jedes Stockwerk. Bitte.

Hm.

Er ist sich hoffentlich darüber im Klaren,

dass das Schicksal des Reiches in Seiner Hand liegt.

Jawohl, Euer Majestät.

Feierliche Musik

Hier haben wir die Fürstensuite,

für unsere ehrenwertesten Gäste.

Sapperlot!

(Lorenz) Für die Teppichreinigung

wurde extra eine Staubsaugeranlage aus Amerika importiert.

Ich darf mit Stolz melden, dass von den 350 Zimmern im Adlon

die Hälfte mit einem eigenen Baderaum ausgestattet ist.

(Wilhelm l l .) Sapperlot!

Das ist eine Kulturtat, mein Lieber.

Ich werde mich fürs wöchentliche Bad hierher bequemen.

Fass Er das mal an.

Kein Wunder, dass man sich im Stadtschloss die Grippe holt.

Stumme Szene

(Gustaf) Ein 1889er aus der Bourgogne.

Einen Franzosen will Er mir zumuten?

Oh, ein formidabler Tropfen.

Das Einzige, was der Franzose uns Deutschen voraushat.

Er hat alles getan,

um mein Stadtschloss in den Schatten zu stellen.

Ihr Haus hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen.

Ich habe ein Haus versprochen,

das Berlin zum Ziel für ein erstklassiges Publikum macht.

Aber ohne Eure Majestät würde heute kein Korken knallen.

Mein lieber Adlon.

Ein Landesvater muss die Visionäre unter seinen Untertanen

erkennen und fördern.

Ich danke Eurer Majestät.

Aber ich habe eine Sorge, die ich besprechen muss.

Spann Er mich nicht auf die Folter.

Wenn Eure Majestät das Adlon für Staatsempfänge buchen will,

dann kann ich nicht garantieren, dass ich genügend Zimmer frei habe.

Er ist schon ein Fuchs.

Die Staatskasse wird einen festen Betrag

für meine Gäste an Sein Haus abführen.

Majestät sind zu gütig.

Bedanke Er sich mit guten Taten.

Man hat mir zugetragen,

dass meine Freundin Madame La Belle Otero Logis nimmt.

Majestät sind gut informiert. Sie tritt im Wintergarten auf.

Richte Er uns ein kleines Fest aus, nur für zwei, versteht sich.

Er knurrt genüsslich. Hmm.

(Berliner:) Weißt du, was ich in diesen Händen gehalten habe?

Da bin ich mal gespannt. Das Schicksal des ganzen Reiches.

Das hat Seine Majestät zu mir, Janus Potolsky, persönlich gesagt.

Deine Verlobte?

Ein hübsches Kind. Hatte ich dir nicht zugetraut.

Erzähl ihr, dass der Kaiser mit uns spricht,

dann heiratet die dich vom Fleck weg.

Das Schicksal vom ganzen Deutschen Reich.

Fröhliche Musik

(erzählt) Es war immer ein besonderer Tag,

wenn ich zum Einkaufen in die Stadt mitkommen durfte.

Das geschäftige Treiben dort war so viel aufregender

als unser ruhiges Leben auf dem Lande.

Aber einer der schönsten Tage war,

als wir zum ersten Mal das Adlon besuchten.

Es war gerade erst eröffnet worden.

Dass einer der Hotelpagen mein Vater war,

das ahnte ich natürlich nicht.

Fröhliche Musik setzt sich fort.

Du bist ja mit dem eigenen Pferdchen da.

Reitest du schon? Sie verneint.

(Ottilie) Behalten Sie meine Tochter im Auge. Ja, gnädige Frau.

Was ist das für ein Hut?

Das ist eine Pagenmütze. Die ist aber hübsch.

Gefällt sie dir, ja? Mhm.

Sie atmet tief durch.

Herzlich willkommen im Adlon. Thank you.

Darf ich bitten?

Sie sind sicher erschöpft von der Reise, Mrs Adams.

Miss Adams.

But Call me Undine. Die geheimnisvolle Meerjungfrau.

Jungfrau schmeichelt sehr, Herr. . . Adlon, Louis Adlon.

Oh, auf dem Schiff hieß es nur: "Adlon, Adlon, Adlon.

Das beste Hotel der Welt." Freut mich zu hören.

Ich muss Sie in eine Suite verbannen, Fräulein Undine.

Sonst stehlen Sie anderen die Show. Thank you, Honey.

Einen angenehmen Aufenthalt. Danke.

(Gustaf) Undine, willkommen. - Gustaf! Nice to See you again.

Louis. Herr Schadt.

Undine, darf ich ihnen meine Familie vorstellen?

Undine Adams.

Sie hat all diese Fotos in den Kolonien gemacht.

Das ist meine Frau Ottilie.

Das sind meine Töchter, Alma und...

Sonja, wo ist die jetzt?

Sonja!

Sie sind Amerikanerin?

Meine Familie ist mal aus Deutschland ausgewandert.

(Gustaf) Friedrich. Zufrieden mit der neuen Stellung?

Ja, danke, gnädiger Herr.

Eine bessere wirst du nicht finden.

So, Sonjakind, und jetzt fahren wir mit dem Fahrstuhl.

Ottilie? - Ohne mich.

Ich werde mit Lorenz einen Kaffee trinken.

Sehr schön.

Stimmengewirr Mr Edison!

(Undine) Ich bin nicht die Einzige aus Amerika hier.

Ohne diesen Mann würden wir noch bei Kerzenlicht sitzen.

(Lorenz) Lassen Sie ihn durch.

(Gustaf) Dieses Hotel wird der Olymp,

in dem die Götter die neue Weltordnung bestimmen.

Du hast doch nicht etwa Angst? Oder doch ein kleines bisschen?

Sieh mal, Papa traut sich ja auch.

Vierter Stock.

Viele Herrschaften meiden den Fahrstuhl.

Oft muss ich erklären, wie er funktioniert.

Ein harter Beruf, Junge. - Das kann man so sagen.

Wissen Sie, was das Beste ist? - Du wirst es mir gleich sagen.

Im Hotel funktioniert alles über Lichtsignale:

rote, gelbe, grüne Lampen.

Nur wir vom Adlon wissen, was das heißt.

Möchtest du auch mal an so einem schönen Ort wohnen?

Sie bejaht. Vierter Stock, bitte aussteigen.

Mann singt sich ein.

(Undine) Wer ist das? - Pscht. Caruso.

Gesang setzt sich fort.

Kellner räuspert sich.

(mit Akzent) Meine Pasta ist Salbe auf Stimme von die Maestro.

Gesang setzt sich fort.

Giuseppe ist der persönliche Leibkoch des Maestro.

Gesang bricht ab.

Jetzt speist er.

(Undine) Oh my God. Es ist alles so wichtig hier.

Wichtiger als draußen.

Ottilie, meine Empfehlung.

Getragene Musik

Graf Zeppelin will bald mit seinem Luftschiff

Passagiere nach New York fliegen.

Wir brauchen einen Bahnhof auf dem Adlon-Dach.

Dann gucken wir den Amerikanerinnen unter den Rock.

Die haben doch Hosen an. Wie diese amerikanische Fotografin.

Wie hieß die gleich noch? Undine Adams.

Weißt du den Namen von der flotten anderen?

Ich habe das hübsche Gesicht schon mal gesehen.

Die würde ich auch nicht von der Bettkante schubsen.

Aber in der Liga hat ja unsereiner keine Chance.

Ach du heiliges Lottchen.

Ruhige Klaviertöne

Mensch, Fritz, wenn du mir jetzt eine in die Fresse hauen willst,

würde ich dir das nicht übel nehmen.

Come on, ihr beiden. Das ist ein Verlobungsfoto!

Und keine Trauerfeier.

Alma. Easy!

Zeig dein schönes Gesicht. Der Apparat frisst niemanden auf.

Und jetzt ganz ruhig halten.

Don't move.

Relax.

Warte. Darf ich auch mal durchschauen?

(Undine) Natürlich, Alma.

(Undine) Um zu sehen, musst du hier runter.

So geht das, Kinder.

Das. . . Warum ist das auf dem Kopf?

Das macht die Linse.

Das macht die Linse. Sie dreht alles um. Ah.

Beide lachen.

Siegfried, du bekommst dein ganz privates Foto. Stillgestanden.

Siegfried, stell dich gerade hin! Beide lachen.

Ein bisschen so. Die Hüfte mehr so.

Und das Bein absetzen.

Und die Heldenbrust rausstrecken. Ähm, lächeln.

(Undine) Gut, bleib so.

Siegfried, was ist mit deinem Säbel?

Beide lachen.

Papa, schau doch, ein großer Luftballon.

(Gustaf) Da oben! - (Undine) Oh my God, was ist das?

Hilf mir, Alma. Hurry up. Den Koffer.

Gustaf, schau mal.

Das ist das Luftschiff des Grafen Zeppelin.

Der Kaiser lässt diese Schiffe auf ihre Kriegstauglichkeit testen.

(Gustaf) Hinten ist die Antriebsschraube.

In der Gondel sind die Passagiere.

Undine ist außer Atem.

Es klopft. Herein.

Herr Patron, Sie haben mich rufen lassen?

Sie kennen die Regeln in meinem Haus, Rudolf? - Selbstverständlich.

Was ist die wichtigste Regel?

Was im Adlon geschieht, bleibt im Adlon.

Ich muss mich auf Sie verlassen können.

Ehrensache, Herr Patron.

Ich habe hier einen Spezialauftrag für Sie.

Sie wissen, wer Madame Otero ist?

Suite 230, tanzt zurzeit im Wintergarten.

Exzellent, Rudolf.

Aber heute Abend logiert sie in der Fürstensuite.

Diese Bestellung muss umgehend serviert werden.

Ist schon in Arbeit, Patron.

Rudolf?

Diskretion.

Spannungsvolle Klänge

(Otero) Entrez!

Spannungsvolle Klänge setzen sich fort.

Otero summt eine Melodie.

Sie summt weiter.

Vielen Dank.

Merci. Sie können gehen.

(Otero) Stinkerchen!

(auf Französisch) Der Champagner ist da.

Eure Majestät. - Stinkerchen?

Fiffi!

Nicht so schnell!

Leidenschaftliche Musik

Gib deine Hand.

Stumme Szene

Stumme Szene

Komm!

Come here!

Alma, come here!

Komm!

Komm!

Leidenschaftliche Musik setzt sich fort.

Beide lachen ausgelassen.

Sitz gerade, Sonja.

Ein selbstbewusstes Fräulein, diese Undine.

Reist alleine durch Afrika für ihre Fotos.

Das musst du dir vorstellen, Flämmchen, alleine.

Ein verrücktes Frauenzimmer, durch und durch.

Der Kranz sticht mir in die Kopfhaut.

Dafür siehst du wunderschön aus, wie ein Engel.

Ich habe noch zwei Kostüme bestellt für die Flitterwochen.

Wenn wir wiederkommen, werde ich Sonja einige Zeit zu mir nehmen.

Danke, Berta.

Du sagst einfach, dass sie Abwechslung bekommen soll.

Und nach und nach wächst Sonja zu mir und Siegfried.

Bist du verrückt?

Du gehst als Jungfrau in die Ehe. Alles andere ruiniert uns.

Ich will Sonja haben.

Das ist der einzige Grund zu heiraten.

Ach, die Dame braucht nicht versorgt zu sein.

Sie will ihren Eltern ewig auf der Tasche liegen.

Ich heirate nur, wenn du mir schwörst, dass ich Sonja kriege.

Sonja gehört mir, ich bin ihre Mutter.

Und niemand in der Stadt wird je etwas anderes erfahren.

(drohend) Dein Leben wird in geordneten Bahnen laufen.

Ich hoffe, du hast mich verstanden.

Dynamische, heitere Musik

(lacht) Ich weiß nicht.

Die Schlüssel, bitte.

Danke, der Herr.

Miss Adams. Fräulein Schadt.

Come on. Einen schönen Abend noch.

Miss Adams. Fräulein Schadt. Guten Tag.

(auf Englisch) Welch Vergnügen, Sie hier zu haben.

(auf Englisch) Sehr charmant.

Ist er nicht verheiratet?

Er hat drei Kinder. Seine Frau Tilly ist wieder schwanger.

Stumme Szene

Sie lachen ausgelassen.

(Undine) Vierter Stock.

Irgendwann verrätst du mir, was mit dir und diesem Mann unten ist.

(sich räuspernd) Was meinst du damit?

Ich bin nicht blind. Da ist doch etwas zwischen euch, hm?

Stellen Sie es einfach hin.

Alma seufzt ungläubig.

Danke schön.

Leiser Walzer

Es klopft.

Die Tür ist offen.

Tür wird geöffnet.

Eine Aufmerksamkeit uns...

Eine Aufmerksamkeit unseres Hauses.

Lassen Sie es einfach stehen.

Die Münzen dort sind für Sie.

Und sagen Sie Louis ...

...(auf Englisch) er ist ein Schatz.

Er wünscht ihnen einen besonders schönen Abend.

Den haben wir.

Undine lacht.

Meine Herren.

Friedrich und ich kennen uns, seit wir Kinder waren.

Wir haben zusammen gespielt.

Mutter sah nicht gern, dass ich mit den Kindern vom Kutscher spielte.

Papa hatte nichts dagegen,

aber er war auch kaum zu Hause.

Und dann bist du schwanger geworden, my Darling.

Undine. Mhm.

Du darfst das keiner Menschenseele erzählen.

Ich verspreche es dir, okay?

Und? Liebst du deinen Friedrich noch?

Immer wenn er mich in den Arm genommen hat,

dann habe ich mir gewünscht, dass er mich nie mehr loslässt.

Die Liebe kann man nicht festhalten.

Und warum willst du diesen Leutnant heiraten?

Ich will weg von zu Hause. Endlich machen, was ich will.

Und was willst du?

Frei sein.

Sonja sagen dürfen, dass ich ihre Mutter bin.

Warte nicht, bis jemand dir diese Freiheit gibt.

Freiheit, die geschenkt wird, ist nichts wert.

Du musst sie dir selber nehmen.

Komm mit mir. Nach New York.

Nach Amerika? Mhm.

Mein Gott.

Amerika.

Da wollte ich schon mit Friedrich und Sonja hin.

Überlege es dir, Alma.

Es klopft.

Guten Tag, ich würde gerne mit Friedrich sprechen.

Ähm . . . unter vier Augen, wenn das möglich wäre.

Meine Schicht beginnt sowieso gleich.

Ich wollte, dass du es als Erster weißt.

Was soll ich als Erster wissen? Ich werde Siegfried nicht heiraten.

Deshalb muss ich auch mit dir reden, Friedrich.

Setz dich.

Ich...

Ich werde nach Amerika gehen.

Mit Undine Adams?

Als du mit ihr die Treppe hinaufgegangen bist

und sich alle nach euch umgedreht haben...

Du warst . . . so anders. So habe ich dich noch nie gesehen.

Ich. . . Ich will Fotografin werden.

Und mein eigenes Geld verdienen, wie Undine.

Dann werde ich Sonja holen. Und du musst auch kommen.

Das haben wir doch immer gewollt. Dass Sonja mit uns aufwachsen kann.

Ja. Das wäre schön, Alma.

Ach, Friedrich. Mein Friedrich.

Ich wusste, du würdest mich verstehen.

Deine eitern werden es dir nie erlauben.

Du stürzt mich nicht in so einen Skandal!

Wir werden zum Gespött von Berlin! Es geht immer nur um euch.

Wir sind deine Eltern! Und wir müssen dich beschützen!

Ich verabscheue diesen Mann!

Freu dich besser über so eine Partie!

Ich werde mit Undine weggehen. Das zwischen euch ist unnatürlich.

Du nahmst mir mein Kind, das ist unnatürlich.

(zischt) Untersteh dich. - Was erlaubst du dir in dem Ton?

Ich gehe nach Amerika. Sonja hole ich nach.

Du wirst Sonja nie bekommen. Niemals!

Ich bin ihre Mutter. Das bist du nicht. Das weißt du.

Schlag zu. Das ändert nichts an meinem Entschluss.

Ich lasse jetzt die Polizei holen. Ich sage, wessen Kind Sonja ist.

Dann habt ihr euren Skandal. Du bist enterbt.

Ich werde sowieso mein eigenes Geld verdienen.

Du bist nicht mehr meine Tochter.

Sonja!

Traurige Musik

Du musst mir über Sonja schreiben.

Galla wird dich immer unterrichten, auch, ob es ihr wirklich gut geht.

Das Fräulein Schadt. Dann ist es also wahr.

Ich wollte es selbst sehen. Da wird man an der Nase herumgeführt...

Lassen Sie die Dame in Frieden.

"Die Dame". Das habe ich auch geglaubt.

Sie ist eine. . . Halten Sie sich zurück!

Fass mich nicht an!

Fast hätte ich sie geheiratet. Schlampe!

(Undine) Alma.

Das hat ein Nachspiel. Verschwinden Sie.

Eine, die es mit Frauen treibt. Abartig! Pervers!

(Undine) It's okay.

Danke, Friedrich.

(Kutscher) Und!

Dramatische Musik

(erzählt) Als Alma zu Undine in die Kutsche stieg,

ahnte sie nicht, wie lange es dauern würde,

bis sie ihre Tochter wiedersah.

Für Alma war es sehr schwer, denke ich,

in diesem fremden Land Fuß zu fassen.

Und dann kam der Erste Weltkrieg

und machte ihr eine Reise nach Europa unmöglich.

Ich war zehn Jahre alt,

als sie durchs Brandenburger Tor marschierten.

Als siegessichere Helden

zogen sie jubelnd an die Front.

"Weihnachten sind wir wieder daheim", riefen sie.

Doch der Krieg dauerte vier schreckliche Jahre.

Wer das Glück hatte, ihn zu überleben,

kehrte körperlich und seelisch verkrüppelt zurück.

Der Krieg war verloren, der Kaiser im Exil.

Die Welt meines Großvaters gab es nicht mehr.

Man sah das Elend an jeder Straßenecke.

Arbeitslosigkeit und Hunger machten die Menschen immer zorniger.

Schuldige wurden gesucht, und jeder fand sie woanders.

Die Juden, die Kapitalisten.

Die Sozialisten, das Militär, die Arbeiter.

Die Arbeitslosen, die Politiker und nochmals die Juden.

In Russland brachte die Revolution die Kommunisten an die Macht,

die auch bei uns viele Anhänger fanden.

Der Krieg ging auf den Straßen weiter.

Mein Vater Friedrich erzählte mir später,

wie bei einer Schießerei zwischen den Kommunisten und Freikorps

eine Spartakistin ins Adlon floh.

Wir brauchen Hilfe!

Es war seine Schwester Margarete. Raus hier!

Ich bin's. Margarete.

Warum hast du dich nie gemeldet?

Draußen ist Revolution. Hast du das nicht mitbekommen?

Daniel braucht Hilfe! - (Lorenz) Holen Sie einen Arzt.

Beeilung! Friedrich, bringen Sie ihn in den Keller.

Jawohl, Herr Patron.

Bringt die Leute runter. Folgen Sie mir.

Schmerzenslaute

Dramatische Musik

Bringt Decken und Verbandszeug!

Wohin? Wohin?

Und stellt die Bänke zusammen, schnell.

Er schreit vor Schmerzen.

(Margarete) Ich bin da. Gib mir deine Hand.

Schmerzenslaute

(Mann) Hilfe, Hilfe!

Gib mir deine Hand, gib mir deine Hand.

Er schreit vor Schmerzen.

Pscht. Es kommt gleich Hilfe. Es kommt gleich Hilfe.

Pscht.

Er stöhnt vor Schmerzen.

Es tut mir leid. Was? Kein Arzt?

Solange die Schießereien anhalten, wagt sich niemand auf die Straße.

Es tut mir leid.

Nein.

Nein.

Nein. Nein.

(stotternd) Wir wollten ein anderes Leben.

Margarete schluchzt.

Er hat es mir versprochen! Gretchen . . . ist gut.

(erzählt) Draußen auf dem Lande spürten wir von den Kämpfen nichts.

Melancholisches Klavierspiel

Gustaf war in die Kolonien gereist,

um zu retten, was zu retten war.

Lange Zeit war das Einzige, was ich von ihm zu sehen bekam,

die Fotos, die er uns schickte

und die Ottilie rahmen ließ.

Laute Klaviertöne

Wiederholte laute Klaviertöne

Der Herr ist zurück. Papa?

Mama, wach auf.

Mama, beeil dich.

Willkommen, Herr.

Er stöhnt erschöpft.

Flämmchen, das Sonjakind...

Ich umarme euch besser nicht.

Ich will erst wissen, was ich mir da eingefangen habe.

Großer Gott, Gustäfchen.

Ich lasse gleich Dr. Weinstein rufen.

Gustaf...

(Ottilie) Dr. Weinstein sagt, sie wissen nicht genug

über diese Krankheiten aus den Tropen.

Trotzdem sollte Gustaf sich in die Charité einliefern lassen.

Ach, du kennst doch seinen Dicksehadel.

Unkraut vergeht nicht, sagt er.

"Ottilie, ich komme sobald es geht zu euch raus,

wenn die Aufständischen das Feuer eingestellt haben."

Was ist das für ein Lärm? Wird bei euch geschossen?

"Ottilie, grüß den alten Zwölfender.

Ich melde mich morgen wieder, ja?" Lorenz legt auf.

Hast du was von Alma gehört? Sie verneint.

(Gustaf) Drei Wochen schon.

Vielleicht hat sie das Telegramm nicht erhalten.

Sie ist bestimmt schon auf dem Schiff hierher.

Ja.

Das hoffe ich auch.

Flämmchen. . . - Hm?

Wir müssen es dem Sonjakind jetzt sagen.

(flüsternd) Was denn, Gustaf?

(Gustaf) Die Wahrheit. Er atmet schwer.

Nein.

Ich will, dass sie es von uns erfährt.

Nein. Wir dürfen das nicht tun.

Wenn wir es nicht tun,

dann wird es Alma ihr sagen.

Was wird mir Alma sagen?

Sonjakind, schließ bitte die Tür und komm zu uns.

Gustaf, tu das nicht!

Ich werde nicht mit einer Lüge gehen.

Sonjakind.

Du warst immer das schönste Geschenk...

Du darfst dich nicht anstrengen.

Das schönste Geschenk ...

...das uns der Himmel im Leben gegeben hat.

Deine Mutter war noch sehr jung, damals.

Fast ein Kind. - Nein.

(Gustaf) Alma ...

...konnte nicht für dich sorgen.

Wir haben dich lieb gehabt, wie unser eigenes Kind.

Beklemmende Musik

Sie schluchzt.

Galla wiederholt flüsternd etwas Unverständliches.

Du hast es gewusst. Du hast es auch gewusst!

Du hast es gewusst, du Lügnerin!

Ihr habt mich alle angelogen!

Ich konnte es dir nicht sagen. Die Herrin hätte mich rausgeworfen.

Wer ist mein Vater? Galla, du musst es mir jetzt sagen!

Dramatische Musik

Sag es mir.

Fröhliche Musik

Stumme Szene

Stumme Szene

Musik spielt weiter.

Stumme Szene

Musik spielt weiter.

Stumme Szene

(Mann) Feuer!

(erzählt) Mein Großvater starb,

ohne dass die Ärzte herausgefunden hatten,

welche Krankheit er aus den Kolonien mitgebracht hatte.

Am Tage seiner Beerdigung

kehrte Alma nach Berlin zurück.

Fahrzeug nähert sich und hält an.

Sie schluchzt schmerzerfüllt.

Sie schluchzt leise weiter.

Verzeih mir, Vater. Bitte verzeih mir.

Alma.

Getragene Klänge

Waldhornklänge

(Ottilie) Die Firma eures Vaters existiert nicht mehr.

Der Kaiser hat mit dem Krieg alle deutschen Kolonien verloren,

und Gustaf damit seine Handelsbasis.

Ihr beide werdet, was übrig ist, einmal zu gleichen Teilen erben.

Es gibt noch ausstehende Kredite,

die Gustaf seinem Freund Lorenz Adlon vorgestreckt hatte.

Euer Vater ist immer sehr großzügig gewesen.

Ich brauche jetzt meine Ruhe.

Groß bist du geworden.

Stell dir vor, ich wäre klein geblieben.

Zwölf Jahre hast du dir Zeit gelassen,

dein kleines Schwesterchen wiederzusehen.

Mutter!

Und jetzt bist du auch nur hier, um dir dein Erbe abzuholen.

Wer hat es dir gesagt?

Galla war es nicht.

Du hast dich nicht um mich gekümmert.

Dein Erfolg als Fotografin war dir wichtiger.

Und diese . . . Undine.

Du weißt nicht, wie es mich quälte,

dich nicht in den Armen halten zu dürfen.

Du hättest nicht wegzugehen brauchen!

Und einen Mann heiraten, der mir nichts bedeutete?

Du wärst bei mir gewesen

und hättest mir irgendwann die Wahrheit sagen können!

Ich hatte immer geplant, dich zu mir zu holen, Sonja.

Du hast es aber nicht getan!

Mutter.

Bitte sag Sonja, dass ich sie zu mir holen wollte.

Mutter, bitte!

Die Frauen in unserer Familie taugen nichts.

Das Hotel Adlon, bitte.

Telefon klingelt.

(Margarete) Guten Tag, hier ist das Hotel Adlon.

Hier ist Alma Schadt. Ich möchte bitte Friedrich Loewe sprechen.

Entschuldigung, wie war ihr Name? "Alma Schadt."

Hallo?

Hallo, hören Sie mich? Natürlich höre ich Sie, Alma.

Hier ist Margarete Loewe. (lachend) Margaretchen.

Ich bin längst nicht mehr ihr Margaretchen. Ich verbinde.

(Telefonistin) Welche Zimmernummer? Sofort.

(Rezeptionist) Herr Loewe, für Sie. Danke.

Concierge.

Friedrich?

Guten Tag, Friedrich.

Guten Tag, Alma.

Mein herzliches Beileid.

Danke, dass du gleich kommen konntest.

Wie geht's dir?

Stumme Szene

Meine Arbeit im Adlon hält mich auf Trab.

Ich bis seit zwei Jahren Concierge.

Erinnerst du dich noch an meinen Freund Janus? Der Liftboy?

Ja, natürlich, ihr habt das Zimmer geteilt.

Er ist im Krieg geblieben.

Das tut mir leid, Friedrich.

Wie geht's deiner Familie?

Mit Margarete hatte ich ja schon das Vergnügen.

Sie hatte ein paar wilde Jahre.

Bei den Spartakisten.

Herr Adlon hat sie dann eingestellt.

Der Patron zahlt sogar ihre Englischstunden.

Dann hast du sie sozusagen unter die Haube bekommen,

den Wirbelwind.

Und deine eitern?

Mein Vater lebt schon lange nicht mehr.

Ich unterstütze Mutter.

Hast du geheiratet?

Einmal habe ich mich in ein Mädchen verliebt und wollte sie heiraten.

Aber sie ist weggegangen, mit jemand anderem.

Ist schon lange her.

Trotzdem konnte ich sie nie vergessen.

Hätte ich damals bleiben sollen?

Ich habe mir diese Frage jeden Tag gestellt.

Du hast dir die Freiheit genommen, so wie du es immer wolltest.

Um den Preis, dass ich unser Kind zurückgelassen habe.

Den Vorwurf muss ich mir genauso machen.

Du? Nein.

Nein.

Wie lange wirst du bleiben?

Ich weiß es noch nicht.

Aber wenn ich zurückgehe, möchte ich gerne Sonja mitnehmen.

Sie weiß, dass ich ihre Mutter bin.

Ich möchte, dass sie jetzt auch erfährt, wer ihr Vater ist.

Ich habe das Problem mit der Reservierung geklärt.

Wenn ich Sie einstweilen an die Rezeption bitten darf.

Undine, die Meerjungfrau.

Sie waren schon lange nicht mehr bei uns.

Alles zu Ihrer Zufriedenheit? Immer noch der alte Charmeur.

Aber eins muss ich ihnen lassen:

Dass Sie nach zwölf Jahren noch meinen Namen wissen,

als wäre ich gestern abgereist.

Ich bitte Sie.

Ah, da ist Hedda.

Wir sind zusammen auf dem Schiff gereist,

und ich hatte viel Zeit, ihr alles über das Adlon zu erzählen.

Nun ist sie sehr neugierig.

Hedda, Darling. - Was für ein zauberhafter Ort.

Sie haben mir nicht alles erzählt.

Hedda, darf ich ihnen Louis Adlon,

den Juniorchef des Hauses, vorstellen?

Louis, Hedda Bürger aus San Francisco.

Das Paradies könnte nicht schöner sein.

Sagen Sie das bitte meinem Vater. Genau davon hat er geträumt.

Und Sie? Wovon träumen Sie?

(Mann) Herr Adlon.

Ich komme.

Ich wünsche den Damen eine schöne Zeit bei uns.

(Undine) Danke, Louis.

Darf ich?

Zimmerschlüssel klimpert.

Ich glaube, den werde ich heiraten. - Louis Adlon ist schon verheiratet.

Ich auch. Undine stöhnt genervt.

(Undine) Come on, come on!

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