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Wahlabend, 24. März 1994
Wer von euch wettet mit mir um die Prozente. Ich gehe jede Wette ein,...
... dass wir diesmal siebzig Prozent kriegen. - Halt doch deine Klappe.
Wer wettet, verliert auch schnell. - Verlieren werden die Sozialisten.
Du wirst sehen, diesmal gewinnen wir. - Wir werden euch in den Arsch treten.
Die ersten Hochrechnungen bestätigen: An 1. Stelle steht die Polo delle Libertá.
Der neue Senat sieht wie folgt aus: Die Progressisten 32,6 Prozent,...
... Pakt für Italien 15,2 Prozent, Partei...
Schöne Bescherung!
Kaum zu fassen.
Und ihr verbündet euch noch mit diesen christdemokratischen Aasfressern.
Für so ein Ergebnis, ja? Der ist wirklich toll, dieser Orchetto!
Klar. Jetzt ist es Orchetto. Ich wusste es. Ihr könnt nur kritisieren, ihr Spinner.
Mir wird von dem Gesülze ganz schlecht. Dir wird gleich richtig schlecht werden.
Ich hau dir eins in die Fresse, dass dir die Zähne zum Arsch rauskommen.
Versuch's doch. Ich würde dir auch gern die Nase polieren.
Komm, wenn du dich traust, roter Idiot! - Der Typ redet ja schon wie ein Faschist.
Faschist? Komm her! Das lass ich mir nicht gefallen!
Gleich gibt's eine gebrochene Nase, Blut, blaue Augen und ausgeschlagene Zähne.
Das wird dir leid tun! - In den Straßen feiern sie alle bestimmt schon ihren Sieg!
Lasst euch nicht provozieren. - Das können wir uns nicht bieten lassen.
Den zeigen wir, wer hier Gewinner der Wahl ist!
Wo willst du hin? - Ich komme mit! Wir sind doch die immerhin zweitbeste Partei.
Komm, wir versauen den Legisten mit unseren Karren ihr Fest.
Was denken die? Dass wir Angst haben vor denen? Die sollen uns kennenlernen!
Du kannst was erleben! - Aus dem Weg! - Ich zieh dir ein's über! Wo wollt ihr hin?
Wie die kleinen Jungs. - Wo fahrt ihr hin? - Es lebe Italien. - Lasst euch verprügeln!
Pass doch auf! - Du mieses Kommunistenschwein!
Willst du uns umbringen? Halt an, du Scheiß-Progressist! Mörder!
Dreckige Kommunisten! Ich verbeul euch die beschissenen Karren. Das ist für...
... euch! - Anhalten, verdammt noch mal! Anitina, bist du völlig übergeschnappt?
Wer war's? - Das Kommunistenschwein! - Sie ist ohnmächtig. - Ist sie verletzt?
Anitina! Was ist mit dir? Was haben sie dir angetan? Das hat sie nicht verdient.
Wir reißen euch den Arsch auf, Legistenpenner! - Scheiß-Roter!
Das darf nicht wahr sein! Ihr habt die Scheinwerfer kaputtgemacht!
Jetzt geht's weiter! Komm her, du kannst noch mehr kriegen!
Schluss jetzt, du Schlampe! Dir werde ich's zeigen! - Lass los oder ich beiße!
Ich reiß dich in Stücke, kapiert?!
Die L's sind nicht hart!
Lass los! Lass mich runter! - Ich zeig dir, wo's langgeht. Lasst mich durch. Platz!
Weg da, hab ich gesagt!
Du brauchst erst mal eine Abkühlung. Dreckige Schlampe!
Packt ihn! Werft ihn auch rein! Der braucht kaltes Wasser nötiger als ich.
Nein, nicht mich! Nein! Lasst mich in Ruhe! Nein!
Ist das kalt. So viele gegen einen. - Nein! Hört auf! Ihr Schweine!
Ihr Schweine! Jetzt ist mein Parteiausweis nass!
Und alles wegen dieser Rothaarigen!
Verdammt, was ist denn jetzt los?
Meinst du die Rothaarige, die den Friseursalon am Turm hat? - Ja, genau.
Ehrlich? - Ja. - Nur, weil du sie gesehen hast?
Wenn ich's sage! - Du meinst, im selben Moment, wo du sie gesehen hast?
Ich kam nahe. Sie schlug mehrmals mit einer Stange auf mich ein, als ich...
... vor dem Auto hockte. Ich wollte sie in Stücke reißen. Als ich sie hatte, oh!
Ich hatte ihre Titte im Gesicht. Ich sag dir, 'ne gute Hand voll Fleisch.
Direkt vor den Augen! Sie ist zierlich, aber die Titten sind prall.
Und dann ist es plötzlich geschehen.
Da ist was geschehen, ja? Dann kam das sexuelle Erwachen.
Von wegen. Bei mir und Palmina läuft es immer noch leidenschaftlich.
Aber die ist zum verrückt werden. Die schlägt ein wie eine Bombe, 'ne echte...!
Das dumme ist, politisch gesehen, sie ist ausgerechnet Legistin und ich..., na ja!
Das wäre mir auch peinlich. Ich dachte, du bist ein harter Kommunist. Und nun?
Oberhalb der Gürtellinie ein Linker, da unten aber bist du ein rechtes Arschloch!
Quatsch keinen Unsinn. Beim Vögeln habe ich bisher immer an Lenin gedacht.
Und hast trotzdem einen hochgekriegt? - Oh, ja!
Ach, du Scheiße!
Wirklich wahr? - Ja, ehrlich.
Er hat wirklich einen...? - Natürlich! Zum Glück musste er auch ins Wasser.
Weißt du, wie er heißt? - Nein, nur dass er ein Kommunist ist. Er war mit...
... einem Freund da war. Sie riefen irgendwelche kommunistischen Parolen.
Wohl ein richtig harter Kerl! - Hart? Und wie! Das ist der richtige Ausdruck.
Ich war richtig wütend auf ihn und wollte ihm das Ohr abbeißen.
Und wie ich so vor ihm stehe, merke ich seinen Zustand.
Schade! Immer wenn es spannend wird, falle ich in Ohnmacht.
Weißt du was, Rosella? Die Flugblätter sind da.
Sind die nicht schön geworden? "Beauty forever". Lasst euer Gesicht...
... im Schönheitssalon stylen und trainiert euren Körper im Dance Centre.
Besondere Spezialität ist der Tango und natürlich der Bauchtanz.
Ist das dein Ernst? - Ja, sicher.
Für die Frauen aus dieser Gegend genau das richtige. Es ist so erotisch!
Ich kann das gut. Ich bin Expertin.
Ich hatte mal 'ne Affäre mit 'nem Scheich. - Meinst du, im Pauschalurlaub...
... in Algerien für 500, alles inklusive? Du willst mir schon wieder was erzählen?!
Eine Frage: für die Flugblattaktion. Wie viel brauchen wir für 'ne gute Kampagne?
Wie 1500? Um Himmels Willen! Wir dachten an mindestens dreitausend.
Hallo Nevio! - Hey Tunin! Wie viel hast du mitgebracht?
50, wie bestellt. Aber was ist los? Ist jemand gestorben?
Die Linken!
Hey Nicola, wen hast du diesmal gewählt? - Berlusconi. Na und?
Nicola! Früher hast du doch immer die Feste der Linken organisiert.
Es geht bergab. Ich hab es gewusst!
Phantastisch, nicht? Eine super Maschine ist das. Ein Meisterwerk!
Von vorne bis hinten handgemacht. - Was du nicht sagst.
Was soll das heißen? - Bald wird nichts mehr von Hand gemacht.
Dann übernehmen Roboter das alles. - Dein Gequatsche bringt uns nur Unglück.
Das wäre keine Tragödie. Das Hauptproblem wäre nicht mehr...
... die Arbeit, sondern die Freizeit. - Jetzt fang nicht wieder davon an.
Lass dir lieber mal den Hintern mit einem Bambusrohr durchpusten.
Was? - Er soll sich den Hintern durch- pusten lassen, mit 'nem Bambusrohr.
Das meinte er nicht wörtlich. Das Bam- busrohr ist 'ne Metapher. Unterschreib!
Guten Morgen. - Guten Morgen. - Guten Morgen. - Guten Morgen, Irpidio.
Zeig dem da mal die Zukunft des Proletariats.
Arbeitet denn hier niemand? - Ja, warum denn...
Arbeiter werden heutzutage nicht mehr gebraucht.
Verdammt, die Arbeiterklasse ist wirklich tot.
Stimmt, sogar mausetot. - So kann man das auch sagen.
Los Volga, bring uns den Nachtisch!
400 v. Christi hatte jeder freie Bürger durchschnittlich acht Sklaven.
So konnten sie sich ausschließlich und intensiv den Studien,...
... den Komödien, den Tragödien und der Poesie widmen.
Typisch Prof. De Masi. - Heute gibt es praktisch 33 Sklaven für jede Frau.
Fritöse, Gefriertruhen, Geschirrspüler sind so was wie mechanische Sklaven.
Das könnte uns ermöglichen, wie die alten Griechen leben zu können.
Ja! Die Maschinen arbeiten für uns und wir wenden uns Höherem zu.
Der Kunst, der Musik, der Malerei. - Tazio, hilfst du mir mal?!
Kunst? Klar, die Kunst zu essen, zu trinken und zu faulenzen.
Was beschwerst du dich? Ihr habt doch auch mindestens 30 Sklaven.
Sieh dich um! Vor dir stehen doch schon fast 5 Sklaven.
5 Sklaven zum Abwaschen. Das ich nicht lache! - Ja, Signora.
Waschmaschine sind 5 und der Staubsauger sind noch 6 oder 7 Sklaven.
Auch der Mixer ist einer, vielleicht sogar anderthalb Sklaven.
Und wer ist Sklave der 30 Sklaven? Das ist diese arme, geplagte Frau hier.
30 Sklaven! Wer staubsaugt durchs Haus und schaltet die Waschmaschine ein?
Wäsche rein, raus, polieren, desinfizieren, Wasch -, Bleichmittel, Weichspüler,...
Das Bleichmittel könntet ihr ja weglassen, oder?
Statt hier zu quatschen, könntet ihr mal einen Tag lang unsere Arbeit machen.
Ich hab's kapiert. Die Arbeiterklasse ist demnach ausgestorben.
Wo bleibt jetzt Marx? - Aaah!
Marx, oh Mann! - Das Problem müsst Ihr Kommunisten in den Griff kriegen.
Verstehe, verstehe. Dann frage ich mal anders.
Die Arbeiterklasse feiert hemmungslos.
Wenn die Frau der Arbeiterklasse Geld für einen Braten braucht.
Wer zahlt ihn? - Agnelli.
Agnelli. - Ja, Agnelli. Weil vom Mehrwert, den die Maschinen produzieren,...
... während sie produzieren, kriegt er fünfzig Prozent. Das ist doch genug.
Die anderen 50 gehen an uns. Ist doch klar.
Er wird sich freuen, alles mit uns zu teilen.
Besser, er zahlt uns was. Sonst zerstören wir seine Fabrik.
Außerdem können wir ohne sein Geld keins seiner fantastischen Autos kaufen.
So geht's allen Industriellen. Das will ich wirklich mal sehen.
Agnelli, Benedetti, Berlusconi. Wie sie dafür zahlen, damit wir zu Hause sind,...
... den ganzen Tag im Bett liegen und das Leben genießen können?
Was sollen die fürs Wundliegen zahlen? - Das sagt Prof. Di Masi.
Ich sage dir, der hat darin Erfahrung. - Mann, das hat ja keinen Wert.
Lass uns fernsehen. Das ist unterhaltsamer.
Oh, Madonna, nein! Die Goretti!
Weißt du, Tunin? Die würde ich gern mal flachlegen.
In ihrer Partei hat sie schon alle durch. - Alle Männer sind Schweine.
Tazio Nuvolari ist einer der Großen. Seine Legende bewegt uns immer noch.
Deswegen nannte ich meinen Sohn Tazio.
Wenn du so über Novolari sprichst, fühle ich mich wie ein Arschloch.
Du bist ja auch ein Arschloch.
Wir sollten wie er Auto fahren. Fahren wie er, mit dieser Begeisterung.
Was ist denn das?
Wo kommt das denn her?
Hey, wer ist das? - Die Rothaarige.
Da ist der harte Kerl aus der Wahlnacht.
Hat sich wohl nach mir erkundigt und mich auch gefunden.
Du bist nicht schwer zu finden, wenn dein Foto auf mehr als 2000 Flugblättern ist.
Bist du verrückt. Du guckst ihm hinterher.
Ist doch nicht verboten. - Oje, die Männer können mir gestohlen bleiben.
Ich wär jetzt lieber lesbisch. Die letzte Affäre war zu extravagant und exotisch.
Extravagant und exotisch! Du machst, als ob du mit Sean Connery auf Hawaii warst.
Er ist doch nur ein Hühneraugen- auskratzer. - Du bist unausstehlich!
Das nennt sich Fußkosmetiker. - Für mich ist er ein Hühneraugenauskratzer.
Immer machst du meine Typen nieder. Warum Auskratzer?
Bei der Arbeit nanntest du ihn immer Fußpfleger. Du willst mich ärgern!
Da ist er wieder, Vorsicht! - Ah, das ist ja interessant.
Ein gewöhnlicher Arbeiter auf einem Fahrrad. Was für ne Eroberung!
Was für eine Eroberung! Ein Arbeiter auf dem Fahrrad.
Ich wette mit dir, dass ich ihn bis zur nächsten Wahl auf unseren Wagen kriege.
Einen von den harten Kommunisten? Niemals! Das wär ein starkes Stück!
Ja. Einen von den Reformisten. Das wäre ein gefundenes Fressen für den Senator.
Ein waschechter, bekehrter Reformist, als Geschenk für die nächsten Wahlen.
Damit die Sache interessant wird. Um was wetten wir? Um einhundert?
Schlag ein!
Wir sind schon zum dritten Mal vorbeigefahren. - Scheißlegisten!
Oh Gott!
Oh Gott, oh Gott, oh Gott! - Was ist, Tunin?
Halt die Klappe. - Wie, geht es wieder los?
Genau! - Sogar auf diese Distanz?
Verdammt noch mal!
Es ist wirklich ernst, nicht? - Ich bringe ihn lieber nach Hause, ja?
Ciao. - Ciao. Wir sehen uns nachher.
Schämst du dich gar nicht?
Die hat dich schon so verhext, dass du Luftsprünge machst, wenn du sie siehst.
Jetzt entspann dich. Schluss jetzt! Streck dich!
Nein, nicht strecken. Sei ganz locker, aber...
Guten Tag.
Wie soll ich sie dir frisieren? - Füllig, Unten lockig und etwas durcheinander.
Wird gemacht. Bin gleich da. Ein Momentchen.
Einmal waschen!
Bitte schön.
Und was für ein Shampoo hat sich der werte Herr vorgestellt.
Kaktusextrakt? - Das Selbe wie deine Genossen Faschisten. Rizinusölextrakt.
Ihr Genossen! Unser Senator wird's euch allen zeigen.
So, wie er es euch am 27. März gezeigt hat.
Wir werden es euch allen zeigen, weil er immer noch der Stock an der Waage ist.
Heißt das nicht Zünglein? - Zünglein? Nicht beim Senator.
Nein, er bleibt der Stock.
So, nun gibt's Rizinusöl.
So was gefällt wohl auch den Herren Genossen, sich verwöhnen zu lassen.
Warum lässt sich so ein harter Kerl die Haare von 'ner Reaktionärin durchspülen?
Ein Experiment.
Politisch oder? - Oder.
Oder! Wunderbar.
Und wie fühlen Sie sich?
Was soll das? Das lass ich mir nicht gefallen!
Das ist ja das Letzte!
Aber...
So eine Scheiße!
Was ist los, Tunin? - Ach, nichts.
Morgen. Was machst du hier? - Wollte fragen, ob ihr auch nen Brief von...
... der Firma gekriegt habt? - Glaub schon. Warum? - Ein Desaster!
Die Tragödie in Würfelform. Einerseits. Andererseits,...
... könnte es auch der Sonnenaufgang des Proletariats sein.
Sagst du es mir nun? - Sind alle gekündigt.
Alle gekündigt? - Ja, ja, genau. Sie sind alle gekündigt.
Spinnst du? Mit solchen Dingen scherzt man nicht. Du meine Güte!
Verdammt. Wie, nur du und Tunin? - Sechs.
Jetzt mal langsam. Ihr zwei wart doch so was wie Spezialisten?
Die Besten. - Waren wir auch. Aber was sollen wir tun? Niemand weiß,...
... ob sie gelost haben, große Familien bevorzugt haben oder ob es...
... politische Gründe sind. - Aber, was bedeutet das für uns genau.
Was kriegen wir am Monatsende? - Mehr oder weniger 70% des Einkommens.
Aber man arbeitet nicht und hat immer frei! - Ach, hör doch auf!
Das ist doch ein Unglück für uns. Das ist nicht wahr! - Aber Palmina, Palmina!
Ich wollte dir was zeigen, Palmina. - Gott im Himmel, wo soll das nur enden!
Zur Hölle mit denen, verdammt sollen sie alle sein, diese Verfluchten.
Oh! - Was heißt hier oh!? - Erinnerst du dich noch?
Ist ja alles so unwichtig. 600 000 Lire weniger im Monat.
Als hätte ich nicht genug Sorgen. Zeig her, was ist das?
Weißt du noch? Das haben wir 1975 gemacht, als wir in Orvieto waren.
Das war doch der Kongress von Prof. Di Masi.
Mariolina hat es gefunden und ist vor Eifersucht in die Luft gegangen.
Du schmeißt es besser weg! - Ach nein, es ist eine Erinnerung.
Du kannst es haben. Tunin ist es egal. - Guck mal, wie dünn du früher warst.
Was für eine Eroberung das für mich war! So ein knackiger Junge wie du.
Aber egal. Dick oder mager. Du bist jetzt trotzdem arbeitslos.
Höre ich richtig? Sie haben dich heute gekündigt?
Dich haben sie gekündigt. Sie haben heute allen gekündigt?
Ja, hier ist ein brauner Brief aus der Firma gekommen.
Genau wie meiner.
Junge, Junge, auch das noch. - Was hast du mit deinen Haaren angestellt?
Lass mich in Ruhe. Nerv mich nicht. - Mensch! Fahr doch zur Hölle!
Du mieser Pflegel! Du Ungeheuer! Du Schwachkopf! Und dazu arbeitslos!
Und jetzt? - Nichts.
Sie haben mir gekündigt, blöde Ziege.
Wo sind die Million Arbeitsplätze, die ihr uns versprochen habt?
Sie sind also gekündigt. Aber keine Sorge.
Wir werden Sie unterstützen, da wir noch Beitragzahler sind.
Wenn Agnelli & Co die Wahl gewinnen, verdienen sie. Wenn nicht, zahlen wir.
Daher fördern wir auch Ihr Parteijournal.
Was sagst du da, blöde Ziege? - Die Wahrheit, Arschloch.
Ist was? - Jetzt fang du nicht auch noch an!
Scheiße. Wir sind gekündigt.
Was sollen wir jetzt machen? - Ich werde mir jetzt die Haare waschen gehen.
Zvanin! Zvanin!
Moment noch! - Papa schläft noch.
Zvanin! Beweg dich! Es ist schon spät!
Wach auf, beweg dich, mach schon!
Wach endlich auf, nutzloser Penner! Es ist schon zehn Uhr! Du Schlafmütze!
Was soll das? Etwas vorsichtiger, bitte. Willst du mir den Hals brechen?
Soll ich um 10 Uhr hier reinschleichen, ja?
Ja, vorsichtig. Du bist wie meine Mutter. Die machte das Bett, da schlief ich noch.
Papa hat etwas Pipi im Laken.
Nur ein Samenerguss in der Nacht. - Ferkel!
Ich habe an deine Schenkel gedacht. Da passierte es.
Dein Problem ist: Du bist ein Trottel!
Komm her. - Volga, wechsel dem Ferkel, was dein Vater ist, sein dreckiges Laken.
Ich hoffe, du wirst nicht wie deine Mutter.
Was ist? - Was machst du gerade? - Ich habe geschlafen. Und du?
Ich könnte mich umbringen. Ohne arbeiten kriege ich Depressionen.
D'Alema! Sie haben D'Alema gewählt! - D'Alema und nicht Veltroni?
D'Alema? Das geht nicht. Die wollten doch Veltroni.
Wann kapierst du's endlich. Die fragen doch nicht die Basis.
Es ist ihre Pflicht, uns zu fragen. - Die fragen doch keinen Holzkopf wie dich!
Was wir denken, spielt doch keine Rolle.
Die fragen doch keine dämlichen Sozialdemokraten, wie es weitergeht.
Sie sind gewählt und es fragt keiner mehr. - Seid ihr etwa anders?
Stalin mit seinem Bart war auch nicht besser. - Viel Glück mit eurem Bärtchen.
Egal, ich bringe mich sowieso gleich um. - Warte noch, ich komme runter.
Liest du was Besonderes. - Poesie. Junger Mann. Ich liebe Poesie.
Signor Ungaretti. Hör mal zu!
Mich inspiriert die Imagination.
Weiter? - Fertig! Das war's schon.
Und was soll das? - Das war poetisch. - Ach was! Das kann nicht wahr sein.
Nur zwei Wörter und poetisch.
Ich dachte Divina Commedia von Dante wäre es. Warum bringst du mich hierher?
Zum Reiten. Pferde sind wunderbar, wenn man Depressionen hat.
Genau richtig für dich. Du hast nicht umsonst Depressionen.
Du sehnst dich nach einer Tätigkeit. Kannst der Poesie nichts abgewinnen.
Reiten ist einfach. Weißt du eigentlich, für wen die Pferde hier sind.
Sie sind dressiert, um Arbeitslose zu tragen. Sie fühlen dich auf ihrem Rücken.
Das beruhigt dich. Erholung! Sich besser fühlen!
Es hat einen irren Blick. - Du hast einen irren Blick, sonst keiner.
Und dazu neurotisch. Erst die Geschichte mit der Rothaarigen,...
... arbeitslos. So ein Dickschädel, der nicht kapiert, wie wichtig Freizeit ist.
Du bist ein Ignorant. Das hier ist sinnvolle Freizeitbeschäftigung.
Du solltest versuchen, es zu genießen.
Sieh nur, wie schön sie sind.
Ich kann dem nichts abgewinnen. Und auch politisch betrachtet:...
So was machen nur englische Lords. - Was redest du nur für einen Unsinn.
Der da ist zum Beispiel einfacher Arbeiter.
Der hat keinen Tropfen englischen Blutes. Ein Angestellter von Pirelli.
Siehst du, wie er sich amüsiert?
Verdammter Mist!
Seine Freude kennt keine Grenzen!
4 Stunden. Ich sollte dir in den Arsch treten.
Es war wirklich lang. Es war Tannhäuser von Wagner.
Ein Meisterwerk der Romantik. - Leck mich am Arsch, du und dein Wagner.
Nächstes Mal gehen wir besser in eine Operette oder in ein Musical.
Vergiss es, ich scheiß auf Wagner und dein Musical. - Vielleicht hast du recht.
... da seh ich ein Mädchen, ca. 4 Jahre in einem Buggy mit Schnuller im Mund.
"Warum der Schnuller im Mund?" Sie nimmt den Schnuller raus und sagt:...
"Fick dich ins Knie, alter Sack." Und nuckelt wieder an dem Schnuller.
Was ist die Moral der Geschichte? - Hätten die Eltern weniger zu tun,...
... könnten sie das Kind besser erziehen.
Halt an, Schnullerpsychologe. - Wegfall von Arbeit ist eine große Chance für alle.
Anhalten, sag ich! Ich will raus und frische Luft schnappen.
Du wolltest doch jetzt schlafen, oder?
Morgen wollten wir doch Pinsel und Farbe kaufen.
Vielleicht schlummern Maler in uns und wir wissen es nicht.
Du Boccioni und ich Balla. Wir werden dann berühmter als Picasso.
Hör auf mit deinem Kulturtrip! - Tu ich nicht, weil ich nicht will, dass man...
... meinen Freund für nen Vollidioten hält. - Lass mich in Ruhe.
Das ist der Anschluss von Rosella Giacometti. Ich bin nicht zu Hause.
Nachrichten nach dem Piepton. Danke. - Ich habe von diesem Theater genug!
Mit diesem Kleidchen sind Sie die reinste Provokation.
Du bist wirklich total verrückt. Kapierst du nicht, dass sie nen anderen hat?
Mach dich nicht lächerlich!
5 Minuten. Wirklich nur 5 Minuten.
Ich habe was gesehen. Leider konnte ich nicht viel tun,...
... aber der Alarm ging und er rannte weg. - Toll.
Üble Gegend hier. Ich rate, damit es nicht geklaut wird, es wegzubringen.
Ist mir egal. Ich bin versichert. - Aber diese Rennereien, oder?
Drinnen wartet 'ne tolle Frau. Das will ich einfach nicht verpassen.
Ich würd's nicht riskieren. - Ich schon.
Eleonore und Pucci warten auf dich.
Nun? Herr Direktor, geben Sie mir den Kredit für die Tanzschule? Ja oder nein?
Natürlich, Signorina Giacometti. Sie bekommen ihn.
Ja? Wer?
Mein Signor Direktor, das ist für Enrico.
Eleonore und Pucci wissen noch nichts.
Geh sofort nach Hause, sonst...
Was sonst? Sonst, sagt der Armleuchter! Sonst, sagt der!
Verdammte Scheiße.
Ich habe von diesem Theater genug!
Ich weiß, du bist hier. Wo versteckst du dich?
Du traust dich wohl nicht, mit mir zu sprechen.
Sieh mal einer an.
Sag schon, was willst du von mir? - Ich? Ich von dir?
Du spinnst jetzt vollkommen, oder?
Wer ist verheiratet und hat Kinder? Schäm dich!
Was ich von dir will! Wart ihr nicht die Moralisten?
Wir waren die mit der freien Liebe.
Aber von 'ner Schlampe lass ich mich nicht kritisieren. Klar?
Vielleicht hilft ne kleine Abkühlung. Du feige Sau.
Kommst her und redest dummes Zeug. Lass mich in Ruhe, Affe.
Hau ab! Lass mich in Ruhe!
Ich hol die Polizei. Verschwinde! Ich werde die Polizei holen!
Bist du völlig irre, mich dauernd zu belästigen. Ich hab die Schnauze voll!
Jetzt komm ich, du kleine Schlampe! Gib her. so nun hab ich dich!
Tag und Nacht rennst du mir hinterher.
Lass mich los! Du machst mir Angst!
Du hast den Bankdirektor verscheucht. Der sollte uns einen Kredit geben.
Wer gibt mir den jetzt? Verrate mir das.
Der Direktor der Bank Mantovano? Für den Kredit schläfst du mit ihm?!
Was bist du für ne Schlampe! Ekelhaft!
Wie ekelhaft. - Ekelhaft?
Du bist doch total in mich verschossen.
Nicht verschossen. Du ekelst mich an!
Das ist der pure Sex - nichts weiter.
Hör auf! - Nein, ich hör nicht auf!
Bist du verletzt?
Lebst du noch?
Geb mir ein Zeichen!
Jämmerlicher Simulant!
Schlaf weiter. - Wie spät ist es?
Keine Ahnung. Mitternacht oder so.
Mitternacht? Aber der Hahn kräht. - Der kann sich ja auch mal irren, oder?
Er hat immer schlechte Laune. Aber was soll ich dir sagen,...
... er will momentan ständig mit mir schlafen.
Weißt du, wie er um meine Hand angehalten hat?
Hey blöde Ziege, willst du mich heiraten?
Letzte Nacht wollte er, dass ich sage: Ich liebe dich.
Es ist wirklich das Beste, dass wir beide alles in die Hand nehmen.
Wir sind zwar nur zwei Frauen, doch werden wir uns trauen.
Wir haben geschickte Zungen, damit ist uns bisher alles gelungen.
Hast du verstanden? Wir übernehmen das Lokal.
Wir machen alles neu. Alles wird renoviert, modernisiert und schön.
Dann eröffnen wir das Restaurant. - Wir machen also die Arbeit,...
... und du kannst zu Hause bleiben.
Und du bekommst 30 Prozent. - Abgemacht waren 38 Prozent.
Wunderbar! Beim Geld kannst du wieder gut hören.
Abgemacht, 38. - Vorher geben wir dir keine einzige Lira.
Besser als nichts, ich habe euer Wort.
Wieso gar nichts? - Jetzt, wo der Vertrag perfekt ist, werd ich was verraten.
Hier gibt's nichts zu holen. Seht, das ist der einzige Kunde seit ewig.
Er bestellt ne Vorspeise und bezahlt einen Monat lang nichts.
Dann ist der Vertrag geschlossen? Das heißt dann, der Vertrag gilt!
Ja, abgemacht. - Und ab jetzt ist der Herr da drüben unser Kunde, ok?
Ja, viel Glück. - Mariolina, wir übernehmen das jetzt.
Was wollt ihr? Wer seid ihr? - Die neue Geschäftsleitung.
Ein paar Monate nach der Geschäftseröffnung
Nein. Ihr habt es uns verheimlicht und uns angelogen.
Ich hab's dir immer wieder gesagt. keiner ist tauber, als der, der nicht hören will.
Du wolltest nur Teller kaufen. Von mir war nicht die Rede.
Die Teller, die Zvanin gleich fallenlässt, weil der Idiot Hände wie Waschlappen hat.
Was soll's? Was ich fallen lasse, bezahle ich schon, kapiert?
Mach den Scheiß allein! - Schluss jetzt!
Hilf mir beim Tische decken! - Bist du schwerhörig. Ich sagte nein!
Ein spezialisierter Supermechaniker kann doch keinen Küchenjungen spielen!
Der feine Herr will bedient werden. Wie immer. Aber damit ist es vorbei!
Ich hatte nein gesagt. Was machst du denn da?
Bist du verrückt? Rennst wie ein Weib in Schürze rum.
Hast du keine Ehre mehr? - Hey, was machst du?
Hände weg von Zvanin! Das ist immer noch mein Mann!
Zieh sie wieder an, du Versager!
Beeil dich! - Willst du wohl aufhören! Weichei!
Miesmacher und Taugenichts! Willst du dich aushalten lassen?
Ich? Ich bring euch alle um!
Nein, nicht die Tagliatelle. Nein!
Die Gäste Mami! Die Gäste kommen!
Tazio, da kommen sogar welche vom Fluss! - Da ist Gino!
Papa! Gino mit der ganzen Familie kommt!
Und die Genossen von den "Berlinguer" sind da!
Ich hab nichts damit zu tun. Ich bin Gast und zahle hier!
Ich bin auch nur Gast. - Willst du wohl mal helfen!
Ich mach ja schon. - Prima! In die Küche!
Kompliment, das habt ihr toll gemacht. - Da ist ein Tisch für Dr. Brivio reserviert.
Tunin! Das ist der Direktor der Bank von Mantovano! Der Kerl ist bei der Lega!
Der Bankdirektor. Wir bedienen hier keine Kapitalistenschweine! Verstanden?
Ich werde alles kurz und klein schlagen. - Was willst du?
Der Herr ist Gast wie jeder andere. Hör mir gut zu, Tunin.
Was du hier siehst, gehört dir nicht und geht dich einen Scheißdreck an.
Hier gibt's Essen und keine Politik!
Schluss mit dem Gequatsche! Bring das zu den Plätzen und sei still!
Guten Abend, die Herrschaften! - Oh, wie schön das hier ist!
Was für ein romantisches Plätzchen! - Ich spiel hier keinen Aushilfskellner!
So schlimm ist das auch nicht. Das sind doch unsere Frauen.
Bedienung!
Bedienung! So ne Scheiße!
Ich und Bedienung!
Habe ich eine Spitzenfachkraft beleidigt?
Doktor Brivio? - Ja. - Kommen Sie, das hier ist Ihr Tisch.
Da rechts! Weiter rechts! Extrem rechts!
Fängt gut an. - Das Buffet mit den Vorspeisen ist drüben.
Bedienen Sie sich. - Was habe ich gesagt?
Wir sind in der Bolschewistenhöhle. - Sind doch nur vier arme Genossen,...
... die den Untergang der Linken somit versuchen zu ertragen.
Segnen wir dieses Haus! - Vorsicht. Segnen Sie, was Sie wollen.
Ich würde ihm lieber Tagliatelle an den Kopf werfen. Mit roter Soße.
Schön, dann bekommen Sie den Dessert in weiß, rot und grün ab.
Vorsicht, sonst... .- Genug! Die Tagliatelle sind fertig.
Es gibt zwei gute Sorten von Mortadella. Aus Bologna und Modena.
Ich hab mal welche aus Eselsfleisch gesehen, sie aber nicht gegessen.
Igitt, Eselsfleisch, ehrlich? - Wenn ich es doch sage?!
Man sieht, wie sie dir schmeckt.
Ich geb's ja zu, sie ist schön.
Sie ist wirklich hübsch, sehr hübsch!
Entschuldige. Wir haben sie drei Monate nicht gesehen.
Du bist wirklich sexbesessen. Ein Erotomane.
Ich weiß gar nicht, was ich mit so einem gierigen Ding wie dir tun soll.
Du isst ja gleich alles! - Aber, entschuldige.
Du bist ganz schön vulgär.
Bloß, weil ich wieder so ein Gefühl kriege,...
... fängst du gleich wieder so an.
Du sollst jetzt aufhören!
Wenn du nicht aufhörst, werde ich dir mal zeigen, wer hier der Herr ist.
Du denkst wohl, du kannst alles mit mir machen?
Ich trag dich überall hin und du blamierst mich immer.
Jetzt kriegst du 'ne Erfrischung. Wer nicht hören will, muss fühlen.
Rechts, links, schnell, schnell, schnell. Rechts, links, schnell, schnell, schnell.
Diese Schule ist viel besser, weil die Lehrerinnen richtige Tangokleider tragen.
Und keine Jogginganzüge.
Anitina! Jetzt bin ich gespannt, ob was hängengeblieben ist.
Pierantino mit Sperlanzani, Signora Rossi mit Mezza Pugnetta, Franchino...
... mit Maria Rosa. Entschuldigung. Es sind alle verteilt.
Tanzen Sie mit ihm! - Nein danke.
Ich habe nichts gegen Matrosen. Ich möchte mit Ihnen sprechen.
Worum geht's? - Etwas Privates.
Ausgerechnet jetzt? - Nur einen Augenblick.
Es geht um Leben und Tod. - Auch das noch!
Anitina! Machst du alleine weiter? Er hat etwas Dringendes.
Um was geht es? - Erinnern Sie sich noch an mich?
Wir haben uns in der Wahlnacht kennengelernt. Mit Tunin.
Wir sind in den Brunnen gefallen und Sie haben uns mit der Stange verprügelt.
Daran erinnern Sie sich doch. Sie sahen wunderbar aus.
Eine peinliche Sache, denn mein Freund Tunin, hat sich total verliebt.
Sie haben ihm den Kopf verdreht.
Nur hat er Frau und Kinder. - Ich habe schon verstanden.
Wie Alfredo in Traviata: Misch dich nicht in die Familie ein. Lass ihn in Ruhe!
Nein. Ich wollte das Gegenteil mit Ihnen besprechen.
Wissen Sie, es ist hoffnungslos. Und was tut man da am Besten?
Er redet schon mit sich selber.
Er fängt an durchzudrehen, weil er keine Kontrolle mehr über sich hat.
Tragisch, nicht? - Verstehe. Aber was heißt denn das Gegenteil?
Wenn einer verschossen ist, dann...
... hilft nur eine winzige Affäre.
Dann lässt er's bleiben und ist geheilt. - Was?
Das ist meine Idee. Er ahnt nichts.
Wenn Sie also ein wenig freundlich zu ihm wären.
Sie könnten doch ein wenig freundlich zu ihm sein, oder?
Wir wollen freundlich zu ihm sein. Anitina!
Kommst du einen Moment her?
Entschuldigung. Herr Polizist, seien Sie so nett und tanzen mit ihm den "Casque."
Ganz sinnlich, theatralisch und erotisch.
Stell dir vor, ich soll dem Signore helfen, eine Familie zu retten.
Ich soll mit dem harten Kerl schlafen.
So habe ich das nicht gesagt. - Aber so ist es, oder?
Ungefähr so, ja. Psychologisch gesehen ist es anders.
Es wäre eine gute Tat. Ein solidarischer Pakt. Freiwillig.
Ich werde dir und deinem Freund freiwillig in den Arsch treten.
Ich wollte sie nicht beleidigen. - Nichts zu machen.
So ist sie eben. Machen Sie sich keine Sorgen.
Entschuldigen Sie. Vielleicht können Sie mir helfen.
Haben Sie Zeit für mich? - Unmöglich, ich gebe Unterricht.
Dann mach ich mit und bezahle. - Na dann! Dann geht's los!
Und wie es losgeht.
Mal ehrlich, ist es Liebe oder eine Affäre?
Ich glaube, abgöttische Liebe.
Aber ebenso denke ich, dass eine kleine Affäre helfen kann.
Ich frage dich immer wieder. Und wie und wo und wann?
Und du antwortest mir immer:... - Vielleicht, vielleicht, vielleicht.
So sinnlich wie Sie tanzt hier niemand.
Das liegt an Ihnen. Ihr Körper fühlt sich so wunderbar an.
Oh, was ist passiert?
Vorsicht! Der neue Computer. Er ist nur geleast.
Ich stoß ihn weg, den Computer und hau ihn zu Brei!
Ich mach ihn alle, nichts kann mich halten. Ich zerstöre ihn!
Ich reiß dich in Stücke!
Mörder!
Anitina! Anitina!
Bist du da drin? Gibst du jetzt im Büro Sambaunterricht?
Und nun weint sie wieder.
Das ist verrückt. Das ist verrückt.
Jetzt denkst du schlecht von mir, nicht? Du denkst jetzt,...
Ich schwöre, ich und die Männer, das war zu Ende. Fertig, beendet, vorbei!
Aber du bist wie ein Orkan. Ein unwiderstehlicher Tiger!
Ich bin keine von denen, die sofort ihr Höschen fallen lässt.
Dabei bin ich so sentimental. Ich muss immer weinen.
Glaub nicht, dass... Ich bin glücklich. Ich bin sehr glücklich.
Diesmal, ich schwöre, niemals the first time, auch nicht the second time...
... auch nicht the third time. Do you speak english?
Warum sagst du nichts? Nun sag doch was!
Wieso sagst du nichts? Ich werde verrückt, wenn du schweigst.
Sag irgendwas! Egal was!
Ich bin erleuchtet. Unermesslich.
What? - I'm enlightened of immensity.
Nein, verdammt noch mal! Nein, nein!
Was mischt du dich in meine Angelegenheiten? Wie steh ich jetzt da?
Ich wollte dir als Freund helfen.
Von wegen helfen! Schwachsinn! Habe ich noch nie gehört. Helfen! Helfen!
Nein. Das hättest du nicht tun dürfen. Ohne mich zu fragen. Das gibt's nicht!
Außerdem interessiert mich die Rothaarige gar nicht.
Was hat sie gesagt? - Was hat sie gesagt, was hat sie gesagt.
Sauer ist sie geworden. Beschimpft hat sie mich wie 'ne Furie! Aber sonst...
Was sonst? - Ihre kleine Freundin. Diese süße Kleine. Die Anitina.
Diese blonde, schnuckelige. Deren Augen so leuchten. Anitina aus Mantua.
Ihre Titten weisen in den Himmel, wie Knospen der blühenden Kastanie.
Drehst du jetzt völlig durch? - Das ist Poesie! Pitigrilli.
Pitigrilli? - Pittigrilli. Der Penner unter den Dichtern.
Aber Titten beschreibt er immer so. - Jetzt ist aber genug, ja?
Durch die Freizeit weiß ich jetzt, dass es auch anderes gibt.
Außer der Ehefrau gibt es noch eine Geliebte. Meine ist aus Mantua, kapiert?
Du redest immer von der Mantovanerin.
Die Fregatte, die rothaarige Legistin, die meine ich. Was sagt sie?
Auf den ersten Blick ist nichts zu machen. Aber diese Mantovanerin...
Lass die Mantovanerin! - Hör zu. Anitina meinte, es gebe eine Möglichkeit.
Aber das interessiert dich ja nicht, oder?
Die Braut ist mir egal, aber erzähl schon!
Damit das klar ist, der Überbringer der Nachricht geht straffrei aus.
Und sei ja nicht sauer auf mich!
Ich werd nicht sauer. Nun red schon!
Anitina meint, Rosella hat einen bestimmten Wunsch.
Wie das mit Salomé und Johannes dem Täufer.
Auf dem Präsentierteller liegt der Kopf von Tunin und sie bringt ihn dem Boss.
Hab ich nicht kapiert. Wiederhol es!
Es würde ihr eine große Freude sein, würdest du zur Lega wechseln.
Das kann nicht wahr sein! Ich bring dich um! Ich, und ein Legist! Was fällt dir ein?
Du hast versprochen, du wirst nicht sauer. - Du bist verrückt nach der Tante...
Ich soll Legist werden?! Ich, der harte Kommunist?
Du hast es versprochen! - Ich bring dich um! Was denkst du dir dabei?!
Waschen! - Ich wollte gerade schließen. Egal. Kaktus oder Rizinus?
Letztes Mal hast du nicht bezahlt!
Schreib es an. - Nein, tue ich nicht.
Du erinnerst dich ja auch so. - Also dann Rizinus, oder?
Hör zu, Schatzi. Nun zur Sache. Ich halt's nicht mehr aus.
Aber dein Haar ist doch gesund. - Ich will nicht warten. Ich will dich!
Darum geht's dir also.
Du meinst, ich bin einfach zu haben? - Ich bin zu allem bereit.
Wir könnten heiraten. Ich verlasse meine Frau und heirate dich!
Ich bin wohl eine gute Partie für dich.
2 gutgehende Läden, 1 Frisiersalon und die Tangoschule. Ganz schön ausgebufft!
Du willst dich ins gemachte Nest setzen. Taugenichts, du! - Du kennst mich nicht.
Ich schenke dir alles, was du willst. - Wen willst du beeindrucken?
Schlag dir das aus deinem verwirrten Kopf!
Bei uns ist Tradition, dass so was nie mit Geld zu bekommen ist, klar?
Wenn, dann aus Liebe! - So ist das. Und der Schnösel von der Bank?
Da ist nichts gelaufen. Der stellt mir schon seit 6 Wochen nach.
Und in dieser Nacht? - Ein Küsschen und stopp.
Das ist doch gelogen. Wie geht's mit uns weiter?
Ich drehe bald durch. Ich denke nur noch an dich.
Los, sag mir den Preis.
Jeden Wunsch erfülle ich. Auch politisch.
Was höre ich da?
Auch politisch gesehen.
Das klingt interessant. - So was gefällt dir, nicht?
Das ich dir alles gebe, was heilig ist. Als Beweis.
Das wäre doch das Mindeste. Alles andere ist doch kein Beweis, oder?
Also los! Ich, der Unterzeichnende trete der Lega Nord bei...
... und unterstütze die Bewegung der Legisten. - Du Miststück!
Keiner zwingt dich. Überleg es dir.
Das Essen ist bald fertig.
Es riecht schon sehr lecker.
In der Partei ist Tunin nicht. Soll ich die Bar anrufen?
Soll er bleiben, wo er ist. Klar ist,...
...... Tunin und Zvanin haben Arbeit nicht erfunden. - Sie hassen es hier.
Sie sagen, sie müssten von der Arbeit hier kotzen. - Sie nützen keinem.
Weder uns noch irgendwem. Sie nerven nur. Karo.
Harter Kerl!
Et voilá!
Was für eine Erscheinung!
Dabei hätte es sich vor dem Essen mehr gelohnt.
Was soll das? Ist das der zweite Gang?
Politische Arbeit ist das. Liebster Verräter der Kommunisten.
Noch ein Schlückchen? Über was haben wir geredet?
Über die erste Liebe. - Ich war 16, da kam dieser Marokkaner.
Ein Marokkaner? - Na ja, er kam aus Kalabrien.
Liebe, Verlangen. Als ich schwanger war, ist er in die Schweiz abgehauen.
Kommunist! - Kommunist?
Wie du. - Ich verstehe langsam.
Daher bist du eine Rassistin und Föderalistin.
Schätzchen, das war ein harter Brocken.
Ich musste das Kind abtreiben. Dann wurde ich Friseurin.
Und dann Legistin. Bravo! - Bravo an den treuen Marxisten und Leninisten.
Beifall an euch Kommunisten. Denk an die Berliner Mauer. - Weißt du was?
Sie ist gar nicht gefallen. - Mach dich nicht lächerlich.
Der Kommunismus ist vorbei. Schluss! - Ja! Weil die Armen nicht mehr arm sind.
Du kümmerst dich um sie. Daher stellst du auch Ferraris her.
Die sind ja auch für die Armen.
Das ist doch die Ungerechtigkeit des Systems.
Das ist doch völlig unlogisch.
Die Unterschrift ist nicht nur ein Beweis deiner Liebe, sondern deiner Intelligenz.
Es reicht. Du bist nicht auszuhalten.
Du bist süß, wenn du dich ärgerst.
Wir haben nun gegessen, Wein getrunken. Jetzt ist die Bedenkzeit aus.
Deine Augen sind grün wie der Wald. Mir kamen sie braun vor.
Ich habe mich auch geirrt. Ich dachte, deine wären mausgrau.
Stattdessen sind sie...
... rabenschwarz...
... wie die Hölle.
Weißt du eigentlich, wie verführerisch du aussiehst?
Nein! Erst ist noch eine Kleinigkeit zu erledigen.
Na gut, du hast gewonnen.
Ja! Komm her!
Halt! Erst will ich was wissen. - Was denn?
Über die Liebe. - Im Allgemeinen?
Nein, im Besonderen. Wie viele Male hast du mit deiner Frau geschlafen?
Du bist lustig. Ich bin 20 Jahre verheiratet.
Und vorher? - Nix. Ich schwöre. - Du schwörst?
Los dann. Wir rechnen mal nach.. Sagen wir,...
... drei Jahre jede Nacht. - So geht's nicht. Jede Nacht?
Du musst die Menstruation abziehen.
Mach ich. Die Tage mal 12 sind 48.
Multipliziert mit drei, 144. 1095 minus 144...
Bist du Buchhalterin? - Ja. Ich bin nicht sehr intelligent, aber rechnen kann ich.
Was? 951! - Das kann nicht stimmen.
Du musst Streit und "Reisen abziehen; und Krankheiten."
Dann die sexuelle Krise. Danach war es vielleicht einmal die Woche.
In den nächsten zehn Jahren dann einmal im Monat.
Siehst du? Fertig. Macht also mehr als tausend Mal.
Mehr als tausend Mal?
Wenn ich mir vorstelle, dass du mehr als 1000 Mal mit einer anderen...
Komm. Du kannst doch nicht nachträglich eifersüchtig sein. - Nein.
Jetzt aber. - Jetzt schlafen wir miteinander. - Nein, ich meine deine Frau.
Da ist nichts. Ehrlich. Nichts. Du machst mich wahnsinnig.
Muss es immer auf dem Computer sein? - Ja. Wie beim 1. Mal.
Es ist so romantisch.
Welch ein Fandango, Muchacho.
Komisch. Du redest lauter dummes Zeug und gefällt's mir immer besser.
So einen Fandango hatte ich nicht, seit der Invasion der Tschechoslowakei.
Der Tschechoslowakei? - Ja, genau.
Schade, dass du so schwer von Begriff bist. - Warum?
Du hättest mir auch so gefallen. Deine Unterschrift war also umsonst.
Vielleicht habe ich's kapiert. Aber dir war's so wichtig.
Deinen Senator wird es freuen. - Er wird sich nicht mehr einkriegen.
Pass auf, dass er sich nicht totlacht. - Es wird ihm gefallen, das ich einen...
... so hübschen Kommunisten bringe, mit Auge so grün wie der Wald..
Karl Marx! Du hast mit Karl Marx unterschrieben!
Er ist doch viel interessanter als ich. - Mistkerl, verschwinde aus meinem Bett!
Du Schwein! Elender Betrüger! Hau ab! Ich will dich nie mehr sehen!
Hör auf! Es war nur ein Scherz! - Ein Scherz, ja? Geh jetzt!
Bist du verrückt geworden? Mein Hintern! - Hau ab! Raus hier! Komm nie wieder!
Warte, das kannst du nicht machen! Gib mir meine Hose! Warte!
Zvanin!
Aua, verdammt noch mal!
Mist, geschlossen. Auch das noch!
Zvanin! Zvanin!
Was ist da los? - Oh nein, jetzt ist Mariolina wach.
Wer ist da? - Ich bin's nur, Tunin.
Sei so nett und hol Zvanin. - Ist das dein Ernst? Weißt du, wie spät es ist?
Wieso versteckst du dich? - Sei so gut, sag ihm Bescheid.
Weck ihn, bitte! Es ist wichtig! Dringend! Politisch!
Politisch, ja?
Etwas Politisches. Zvanin, wach auf! Tunin will was von dir. Was Politisches!
Er ist nicht im Bett. Da ist was faul! - Oh, Scheiße.
Der Teufel soll dich holen. - Er wollte doch zu dir?
Ich denke, ihr wart zusammen weg? - Wir waren auch zusammen weg.
Was ist denn mit dir los? - Ich dachte, dass du dich erschrickst.
Wir waren zusammen, bis die Legisten kamen. - Tatsächlich?
Cirka 10 oder 13. Sie schmissen uns in den Fluss.
Und klauten meine Sachen. Aber sie verloren ihre Fahne. Siehst du?
Verstehe. - Zvanin konnte abhauen.
Ich dachte, er wäre hier. Ich hoffe, dass nichts passiert ist.
Ich nicht! Ihr seid völlig irre und denkt ich wäre verblödet, ihr Saufköpfe!
Ihr zwei solltet euch schämen.
Zvanin, Zvanin, halt an!
Was ist? - Die absolute Katastrophe!
Ich wollte eine Hose von dir. Mariolina hat gemerkt, dass du nicht da bist.
Ich habe dich überall gesucht, konnte dich nicht finden. Dann kam ich her.
Mist! Jetzt bin ich auch dran! - Aber ich habe extra hier auf dich gewartet!
Sag, dass die Legisten uns unten am Fluss angegriffen haben.
Dann wird alles gut. - Das glaubt sie nie. Was die jetzt mit mir anstellt...!
Ganz ruhig. Das geht schon klar. - Was ist denn wirklich passiert?
Wieso siehst du so aus? - Ich habe sie erlegt. Sie massakriert.
Phantastisch! Einfach wahnsinnig! - So?
Und jetzt bist du Fahnenträger. - Nein, das war anders.
Wir stritten uns. Ich erzähl es ein anderes Mal. Leih mir deine Hose.
Bist du irre? - So kann ich nicht nach Hause. Du kriegst sie wieder.
Du spinnst wohl! Sie bringt mich um! Sie macht mich kalt!
Was hat sie gesagt? - Sie bringt dich um.
Sie macht mich kalt! Sie bringt mich um!
Schmeiß mir doch eine runter!
Sie bringt mich um!
Erzähl mir nichts von den Legisten. Spar dir das, sonst werfe ich dich in den Fluss.
Es waren die Legisten! - Und zwar vom Fenster aus. Komm her!
Was ist los? Was hast du an? - Alberto da Giussano.
Ich wette, dass es ihr gefallen hat. Was will sie sonst mit meiner Hose.
Aber so was nennt man Fetischismus.
Ist das schlimm? - Ja, sie hat deine Klamotten als Ersatz für dich.
Sie legt sich drauf und hat Geschlechtsverkehr mit der Hose.
Du und deine schmutzige Fantasie! Das ist Fetisch.
Tunin! Tunin!
Wir haben's geschafft! - Die Rote? - Ja.
Sie erwartet dich um 3. An der Yacht ihres Onkels. - Großartig.
Woher weißt du das? - Kenne ich den Termin, kann ich dich rechtzeitig...
... hinschicken. - Öffne und lies meine Post nicht!
Kapiert? - Ja.
Sieh an, das ist also deine Yacht?
Ja, mein Herr. Schön, nicht? - Was hat dieser Name zu bedeuten?
"Kriegswagen". Namen sind Schall und Rauch. Wie gefällt dir der Senator?
Die Wende war doch ein schönes Salto Mortale, oder nicht? - Sicher. Verstehe.
Man kann ihm vertrauen, ja? Du magst Lug und Betrug, Kehrtwendungen und so.
Natürlich! Das gefällt einem Luder wie dir! - So galant wie immer.
Komm schon, Karl Marx. Leg die Lumpen ab.
Tut mir leid, dass ich deswegen so ausgerastet bin.
Besser wäre es gewesen, hätte ich gelacht. Aber ich war dumm.
Du hast gewonnen. Kannst doch froh sein, oder?
Von wegen froh! Du jagst mich nackt auf die Straße,...
... und kaum pfeift das Vögelchen, komm ich geflogen.
Bist du eine Hexe? Daher die roten Haare. Du hast mich verzaubert.
Ich dich? Du hast mich doch verzaubert.
Auge des Waldes. Machen wir unsere eigene Kehrtwende.
Was ist das? Ist das die Überraschung? Eine Freundin. Was für eine Freundin.
Eine Überraschung kommt über den Fluss.
NEIIIIN!
Geh runter von mir! - Signora Palmina, nicht wahr?
Sie Ärmste sind die Frau dieses alten Ferkels hier.
Ich bring ihn dir nach Hause.
Seien Sie nicht besorgt. Manchmal ist es anders als man denkt.
Das hier ist rein politisch.
Palmina! Palmina!
Ja, renn ihr nur hinterher! Tunin! Tunin!
Halt! Nicht das Tischtuch. Wir wollen gerade decken.
Du, dreh dich um. Schau da ja nicht hin!
Ist wohl deine neue Masche, die Hosen zu verlieren?!
Es wird immer schlimmer. Ihr seid zu nichts zu gebrauchen!
Warum der Koffer? Was bedeutet das?
Was soll der Koffer hier? Palmina!
Es war das 1. Mal in all den Jahren!
Das kann doch nicht sein! Palmina!
Ich weiß, dass du da bist. Du hörst mich doch!
Aufmachen!
Palmina! Hör doch zu! Bitte mach mir auf! Mach schon!
Glaub mir doch! Das war eine Aktion der... der Guerilla!
Eine gemeine Verschwörung, 'ne Falle.
Ich bin nicht so'n Typ! Ich habe dich niemals betrogen. Du kennst mich doch!
Du weißt, Zwiebelchen, dass ich dich gerne hab, nicht wahr?
Komm schon. Wenn ich wütend werde, komm ich nie wieder zurück!
Du bist doch eine intelligente Frau, oder?
Schick mich ruhig zum Teufel, los!
Wir haben uns doch immer versöhnt. Die Geschichte hier zählt nicht.
Es war nur eine kurze Geschichte, mehr nicht.
Klar, eine kurze Geschichte. Die zählt überhaupt nicht. - Ja, nein.
Nichts, sie zählt überhaupt nichts. - Nichts. Nichts, nichts.
Wenn sie nichts zählt, dann sage ich dir was, was mir auf der Seele liegt.
Seit zwanzig Jahren.
Zwanzig Jahren. Was willst du damit sagen?
Wie alt ist Tazio? - Tazio?
Was hat Tazio damit zu tun? - Tazio hat damit zu tun.
Er ist nämlich nicht dein Sohn. Er ist der Sohn einer kurzen Geschichte.
Du machst doch Scherze, oder?
Mit dem Gesicht machst du keinen Spaß.
Von wem ist er? - Ist das noch wichtig?
Sag, von wem? - Du hast ein kurzes Gedächtnis, wie?
Erinnerst du dich nicht mehr an die Zeit damals?
Wer war denn vor dir mein Freund?
Zvanin! Er ist das Aas!
Ja, bravo, mach auch noch diese Familie kaputt!
Mariolina, die nur für ihren Mann lebt. Mach 'ne Szene, dann erschießt...
... sie uns noch alle und hängt sich selber auf.
Tunin! Tunin!
Tunin! Was ist los?
Was geht hier vor? Was habe ich dir getan?
Bist du völlig durchgedreht?
Dieser Scheißkerl!
Ich will sofort einen Sohn von dir. - Einen Sohn von mir!
Du bist ein richtiges Aas, nicht? Diese Geschichte mit dem anonymen Brief.
Jetzt sind wir quitt und du lernst, dich zu benehmen.
Dir geht es doch auch gut in diesem Bett?!
Was für eine verdammte Liebe ist das mit uns? - Küsse und Schläge.
Ich hoffe nur, dass deine Frau nicht so leidet. - Warum denn?
Sie muss leiden! Wen kümmert es, wenn sie leidet!
Wie lange müssen wir warten wegen der Tage, meine ich.
Magst du mich wirklich? - Ich mach dir doch einen Sohn.
Jetzt mal Klartext. Ohne Spirale läuft's bei mir sowieso nicht.
Ich will, dass du einen Sohn kriegst! - Ich kann mir kein Kind leisten.
Ich kandidiere nämlich bei den Kommunalwahlen.
Auf eurer kommunalen Liste? - Ja, und ich bin bald Stadträtin!
Die Pivetti ist schließlich auch Präsidentin der Kammer.
Ich glaub, du spinnst. Du willst da oben mitregieren. So ein Quatsch!
Was ist bloß mit euch Frauen los?
Was ist denn mit dir los, Auge des Waldes?
Warum willst du einen Sohn von mir? Du hast doch einen.
Was ist denn?
Heilige Madonna! Es ist nicht deiner?!
Es ist nicht deiner!
Jetzt hab ich kapiert. Ich soll für dich ein Kind kriegen, weil sie eine Hure ist.
Nenn mein Frau nicht so! Wenn du auch nur ein Wort darüber verlierst,...
... dass er nicht mein Sohn ist, dann erwürge ich dich.
Wie bitte? Was willst du? - Ich will in die Liste für die Stadträte. Sport,...
... Tourismus oder Kultur. - Du, in die Kultur?!
Ja, Kultur! - Wenn ich Kultur höre, greife ich sofort nach der Waffe.
Was sagst du? Die Nazis sagten so was! - Die Nazis?
Ja! - Sicher? - Nein, nicht wirklich.
Die Lega stellt die Stadträte und das nervt mich. - Wieso? - Weil Bossi nervt.
Durch die Lega haben wir mehr als die Rechten. Sie haben sie verjagt.
Und jetzt... - Alles klar! Guten Tag, Arschkriecher!
Wo bleibt die kommunistische Weltan- schauung? Wir könnten ja zu den...
... Pfadfindern! - Fertig? Hör zu, du solltest mal in Behandlung.
Politik kann dir nicht helfen. Du säufst, redest zuviel,...
... benimmst dich schlecht, wirst aus- fallend, rennst nackt durch die Straßen.
Hau ab, und komm nicht so bald wieder! - Ihr wollt, dass ich gehe?
Wunderbar!
Ich verliere die Arbeit, die Frau und jetzt noch die Partei.
Alles Scheiße! Ich sag euch, ihr kriegt als Stadträtin nicht mehr als 'ne Friseuse.
Ihr könnt mich alle! Ich schließ' mich in die Garage ein und ihr könnt mich mal!
Nun eröffnet die Stadträtin Rosella Giacometti das Frühlingsrennen!
Es freut mich, dass diese schöne Veran- staltung dieses Jahr hier in Padania ist.
Sie wird Schule machen, denn es wird damit ein Zeichen gesetzt.
Von solchen Veranstaltungen profitieren auch Tourismus, Sport und Kultur.
Was soll der Käse. Blöde Ziege. Stadträtin!
Dieses erste Frühlingsrennen ist den Oldtimern gewidmet. Aufgrund...
Ach, wen haben wir denn da? - Darüber wird sich Papa aber ärgern.
Komm her, Tazio. Bring das zur Garage. Da ist sein Arbeitslosengeld drin.
Sag ihm, das Geschäft läuft bestens und wir haben keine Almosen nötig.
Er soll wie ein Vagabund hausen. Vielleicht redet er mit dir. Er soll...
... was für sein Aussehen tun. - Ich versuch's. Wenn er auf mich hört.
Letztes Mal ließ er mich nicht rein. Warum ist er böse auf mich?
Ist er nicht. Er ist auf alles sauer.
Bring ihm Geschnetzeltes. Er trinkt, aber er isst ja nichts.
Ich bin stolz, an den Erzbischof zu über- geben. - Ja, darauf sind wir also stolz, ja?
Er gibt den Autos und den Fahrern den Segen. - Du glaubst, du kannst...
.. alles machen. Lass die Finger von den...
Was ist das denn? Was soll das schon wieder?
Nun ist wirklich gut.
Das ist ja der Verräter!
Wer ist die Hure? Ich werde den Taugenichts umbringen!
Sie hat ihn geküsst.
Sie sind wie große Jungs, die immer Unsinn anstellen.
Verbrennen sie sich, müssen sie dafür bezahlen.
Oft ein bisschen zu viel. - Soll das jetzt der Dank sein? Ich war doch gut zu ihm.
Abgesehen davon, dass du ihn dauernd anschreist und schlägst.
Ich dachte, dass heißt, dass du ihn sehr lieb hast?!
Hast du ferngesehen? - Nein! - Gib' dir einen Ruck!
Das Rennen beginnt gleich. Du schaffst es noch.
Ich sagte nein. - Ich habe doch alles nur für dich organisiert.
Ist mir egal. - Blödsinn! Sei nicht so störrisch!
Du Spinner!
Verzeih mir Tazio.
Als Bankdirektor von Mantua bin ich sehr stolz, am Rennen teilnehmen zu können.
Ich werde das Rennen gewinnen. Mein Auto ist gut in Schuss und wir sind...
... bestens vorbereitet. - Leckt mich alle am Arsch!
Ich bin es, Tazio!
Entschuldige, aber hau bitte ab. Ich will keinen sehen.
Papa, ich will dir das Geld geben. - Geb es der Mama.
Sie sagt, es ist deins. - Nein!
Mach auf! Was soll das! Außerdem schickt sie dir Spezzatino!
Spezzatino nach Nutella? Warum nicht nach Nutella? Wieso auch nicht?
Hallo, es ist noch warm. - Ist es mit Kartoffeln?
Ja. - Und zuviel Pfeffer, wie immer. Sieh dir mal diesen Idioten an.
Hast du so was schon gesehen?
Zwischen den Sponsoren der Lega. Da gehört er hin.
Da kann er sich aufplustern wie ein Pfau.
Er verliert und blamiert sich bis auf die Knochen, der Arschkriecher.
Ein Arschkriecher mit Verdienstorden. Jederzeit einsatzbereit.
Hör auf, Papa! Was hast du gegen Onkel Zvanin?
Ein Arschloch ist ein Arschloch und bleibt auch eins!
Aber er ist der Vater von Volga. Und ich und Volga wollen bald heiraten!
Du willst Volga heiraten? - Ja.
Du willst Volga heiraten?! - Ja!
Das kommt nicht in Frage! - Warum nicht? Wir lieben uns doch.
Nur weil du mit Zvanin gestritten hast? - Nicht deshalb!
Natürlich deshalb! Soll ich darunter leiden, dass du auf ihn sauer bist?
Dann sag mir den Grund. Sag ihn mir. Papa? Wo willst du hin?
Hör endlich auf mit dem Papa! - Wo willst du denn hin? Papa!
Moment, da kommt noch einer.
Darf der noch? - Natürlich. Er ist doch der Mister X. Schnell zur Seite!
Halte deinen Sohn auf, bevor er deine Tochter heiratet!
Meinen Sohn? Welchen Sohn?
Palmina hat mir alles gesagt. - Was denn alles?
Das Tazio nicht von mir sondern von dir ist. - Was erzählst du da?
Versuch sie aufzuhalten, bevor sie Inzest treiben. Wenn's nicht zu spät ist.
Was für'n Dreck erzählst du? Zwischen Palmina und mir war nichts.
Sie hat mich immer vertröstet. Als ich nach Deutschland ging, hast du sie mir...
... ausgespannt. Du Arschloch hast mir gesagt, dass sie noch Jungfrau war.
Was sagst du? - Was ich sage? Jungfrau!
Arschloch! Palmina hat doch gemerkt, dass Tazio und Volga sich lieben.
Du Trottel! Du meinst wohl, sie würde das mitansehen? Du Vollidiot, du!
Scheiße! Gut, dass du mir das sagst.
Natürlich war sie Jungfrau.
Ich Arschloch! Ich Arschloch! Oh nein!
Sieh nur! Nun überholen uns alle.
Scheiße! Was hast du nur mit meinem Auto gemacht?
Wir fahren mit meinem. Los! Den zeigen wir's! Komm!
Als Stadträtin ist es mir eine Ehre, den Sieger zu küssen.
Der Alberto da Giussano aus Gold.
Ich widme dieses Rennen Karl Marx, Lenin und Nuvolari! - Ja!
Mir ist es scheißegal, ob die Mauer in Berlin fiel oder nicht!
Auch wenn alle umsatteln. Ich aber nicht!
Viva Stalin! Viva Lenin! - Viva Marx! - Es lebe auch Togliatti!
Und es lebe Nuvolari, ihr Pfeifen!
Sag mir nur das Eine. Warst du unter ihrer Decke? - Muss das jetzt sein?
Sag die Wahrheit! Warst du unter ihrer Decke? - Es war ein PC.
Ein PC? - Ja, ein Personal Computer. Nur geleast, aber gemütlich.
Bist du zurück, böser Streuner.
Sieh nur, wie du aussiehst. Aber, na klar.
Du bist nachts weg und hast irgendeine räudige Katze besucht.
Sie hat feines Fell, wie sie maunzt, wie sie schnurrt; aber hast du Durst...
... und Hunger, kommst du zurück. Du bist mein Gauner.
Gut! So ist es gut! Weißt du was?
Da kam was für dich. Diese Post hier.
Wir sind eingestellt. - Das muss gefeiert werden.
Wir könnten Tango tanzen gehen?! Nur du und ich. - Hey Zvanin!
Wir können wieder arbeiten. - Was? Wann denn?
Nächste Woche!
Jetzt ist die Faulenzerei zu Ende! - Und was ist mit Freizeit?
Lasst uns feiern! - Aber meine Freizeit! - Es lebe die Freizeit!
Wahlnacht, 21. April 1996
... Die Ergebnisse der Wahl werden sicherlich viel diskutiert werden.
Gewonnen hat Ulivio. Die genaue Ver- teilung der Sitze geben wir noch bekannt.
Schau dir den Platz an!
Ich warte seit 20 Jahren, dass auf dem Platz die roten Fahnen wehen. Und...
... jetzt sind sie grün.
Alberto da Giussano wird euch Kommunisten verjagen.
Wir lassen uns nicht mehr bestehlen, da helfen euch auch keine Klagen.
Uns stinkt euer Italia. Es lebe das freie Padania.
Freiheit für unsere Nation. Wir ziehen eine Grenze zwischen Mailand und Rom.
Freiheit für unsere neue Nation! Wir treiben die Diebe nach Rom.
Padania, jag die Diebe nach Haus... - Legistenschweine!
Wollen die uns provozieren? - Das ist eine Provokation!
Es lebe unsere neue Nation! Diebe haut ab, wir kommen schon!
Die Einheit Italiens ist uns heilig. - Viva Italia! - Si. - Si.
Viva Mazzini! Viva Cavour! Viva Vittorio Emanuele der Zweite!
Ja! Es lebe das einige Italien! Viva Trient, Triest, Catania, Caltanisetta!
O sole mio, sta in fronte a te...
Lass mich los! - Nimm die Hände von ihren Titten!
Verdammter Mist! Auch das noch!
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