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Hilfe! Bitte helft mir!
Hilfe!
Der Held ist nicht mehr lange durch.
Wir gehen jetzt rein.
Auf gar keinen Fall.
Der Sprengmeister ist in ein paar Minuten da.
Was heißt das genau?
Ich weiß es nicht.
15.20 Uhr.
Der Mann sitzt da oben ganz allein.
Ja. Wenn ihr eine Panikattacke bekommt und aufsteht, dann fetzt es uns das
ganze Gebäude weg. Und genau deswegen bleiben wir hier, Max.
Weil das viel zu gefährlich ist.
Was soll ich machen? Was?
Blöder Hund!
Mach, mach, komm.
Wollen wir jetzt auf?
Nein, auf keinen Fall.
Bleiben Sie ganz ruhig. Ich bin Polizist. Ja?
Max Steiner und das ist der Rex.
Und wie ist Ihr Name?
Richard.
Richard. Okay, Richard. Wir holen Sie hier raus, ja?
Ein schönes Tier.
Wir sind Partner seit drei Jahren.
Was?
Was heißt das?
Scheiße.
Die Bombe ist echt.
Mein Gott.
Hören Sie, Richard.
Sie sind nicht alleine. Wir stehen das zusammen durch.
Schritt für Schritt. Aber Sie können uns hier alle retten, wenn Sie jetzt einfach
ganz ruhig sitzen bleiben. Okay?
Wie viele Minuten denn noch?
Der Entschärfungsdienst, der ist jeden Moment da.
Okay, okay, ich versuch's. Hey, ich versuch's. Wie ist der Drink? Was? Wie
der Drink ist. Ist gut?
Gut.
Wenn es mein letzter war, hat es sich gelohnt.
Gut, Sie haben Ihren Humor behalten.
Wer waren Ihre Begleitung?
Lisa, eine Freundin.
Sie wollte nicht, dass ich...
Sie ist verheiratet.
Wenn das hier schiefläuft, können Sie Lisa finden und ihr sagen, dass ich sie
geliebt habe?
Klar, nein.
Das machen Sie ein paar Stunden selber.
Wer hat Ihnen eigentlich den Zettel gegeben?
Einer der Kellner. Ich habe das gar nicht richtig mitbekommen.
Ich will nicht sterben. Sie werden nicht sterben, okay?
Solange Sie ruhig sitzen, bleibt alles stabil. Aber hier die kleine
Gewichtsveränderung. Ich kann das Ganze zur Explosion bringen, okay?
Ich weiß nicht, wie lange ich das noch schaffe.
Meine Finger kribbeln. Nein, Richard.
Sie sollen sich nicht bewegen. Ich habe so ein Stechen in der Brust. Ich glaube,
ich bekomme keine Luft mehr.
Wie schwer sind Sie?
Wie viel Sie wiegen?
72 Kilo.
Okay.
Wir tauschen jetzt die Plätze. Was?
Wechsel. Abmarsch.
Merkst du, so ist es gehen.
Ach, so ein Scheiß, du lässt mich nicht im Stich. Geh, das ist ein Befehl.
Ich stecke dich ins Tierheim.
Okay.
Ich setze mich jetzt da hin.
Und sie stehen ganz langsam auf. Aber ihr müsst es sehr vorsichtig machen.
Wie, wie?
Woher wissen wir, wie viel Druck es braucht?
Wenn es zu viel ist oder zu wenig, werden wir das relativ schnell merken.
Okay.
Okay.
Ganz vorsichtig.
Okay.
Wir sind ja... ...im Zeit.
Und jetzt?
Meine Kollegen warten auf Sie.
Rex, bring ihn runter.
Danke.
Rex, bring ihn runter.
Servus, Max.
Warum wundert mich das jetzt nicht?
Du mich auch.
Würdet ihr bitte?
Alter,
das war knapp.
Du hattest dienstliche Anweisung, nicht raufzugehen.
Mach sowas nie wieder.
Nein, ich mach sowas nie wieder.
Ist alles okay bei dir?
Ja, alles dran.
Okay, wo stehen wir?
Ich hab mir die Überwachungsvideos der letzten Stunden besorgt.
Laut Kellner ist die bei mir am Tisch gesessen.
Eine gewisse Lisa.
Beim Blind Date?
Ja, das wissen wir nicht. Fragen wir ihn. Wo ist er denn?
Beim Rettungswagen.
Unser Bombenleger ist da nicht zufällig drauf.
Nein, nein, nein.
Vermutlich ist aber ein Lieferanteneingang rein und wieder raus.
Dort gibt's keine Kamera und direkt im Lokal alles.
Schade eigentlich.
Hey,
wo ist der Patient?
Gerade war er noch da.
Was soll denn das heißen?
Ihre Kollegen wollten seine Personalien aufnehmen.
Hey, Kollege!
Wo ist denn der Mann, der hier saß?
Weiß nicht.
Keine Ahnung.
Dein Ernst? Der ist jetzt einfach abmarschiert?
Wenn Sie mich fragen, der hatte Angst.
Verständlich. Der wollte auch gerade jemanden in die Luft sprengen.
Hat er noch was gesagt?
Ja, dass es bis jetzt sein aufregendstes Date war.
Ja, Humor hatte der.
Wer bist du denn?
Hallo. Mein Hund Maxi.
Rex, also. Hallo.
Eigentlich Reginald.
Reginald.
Reginald von Ravenhorst der Achte.
Aber Rex passt schon. Nicht, dass ihm der Titel zu Kopf steigt.
Rex klingt eh gut.
Falls Ihnen noch was einfällt.
Kann ich Sie jederzeit anrufen?
Max.
Julia.
Julia. Nix.
Der Engels ist weg.
Okay, check mal, ob wir irgendwas über ihn haben.
Und gib mir eine Suchmeinung raus. Nach ihm und dieser Lisa, okay? Okay.
Nix, komm.
Jetzt hat die Zentrale für den Burger gekommen.
Schütz up through the stony ground, someone you could lend a hand
in return for grace.
It's a beautiful day.
Sky falls, you feel like it's a beautiful day.
So let it get away, you're on the road.
Rex? Anna!
Hallo, Papa.
Was machst denn du hier? Ich dachte, du bist in Uruguay.
Paraguay.
Paraguay.
Ja.
Ist was passiert?
Erzähl ich dir später, ja?
Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.
Waren wir mal wieder eine Ehre.
Hallo?
Alles in Ordnung?
Hier ist es, Maria.
Ich räum das morgen gleich weg, dann wird's gemütlicher. Danke, Papa.
Ich hab Wien voll vermisst.
Und dich auch.
Hast du Hunger?
Ich mach Pfannkuchen. Papa, wie viele Jahre lebst du jetzt schon in Wien?
Palatsching. Ja, Palatsching.
Du, kann ich vielleicht wirklich länger bei dir bleiben?
Die Mama ist ja noch in Namibia.
Ja, klar.
Natürlich. Bis ich weiß, wie es weitergeht.
Ich freue mich.
Und der freut sich auch.
Machst du bitte die Tür auf?
Ja.
Hi.
Hi. Morgen, Felix.
Morgen.
Komm ich ungelegen?
Nein, das ist die Anna.
Meine Tochter.
Ah, tatsächlich.
Die Ähnlichkeit ist auch... Entschuldigen wir doch das.
Wurscht. Anna, das ist der Felix, mein neuer Kollege.
Wobei, so ganz neu ist er nicht mehr.
Angenehm. Ja, voll.
Felix?
Ja, warum ich da bin?
Wir haben ein Leich in einem Fiaker.
Felix?
Reden Sie bitte, ja?
Passt. Pass auf dich auf, ja? Ja.
Du natürlich auch.
Mach ich.
Der Tote im Fiaker ist der Richard Engels.
Ah, Scheiße.
Gibt so ihm absolut nichts in unserem System.
Hey. Hi, deine Ex. Störe ich? Nein, nein. Passt schon. Lass mich raten.
Wieder mal ein wichtiger Fall?
Also, falls du wegen der Anna anrufst, die ist bei mir, ja?
Oh, Gott sei Dank.
Irgendwas ist mit ihr und Jonas passiert auf der Reise.
Sie braucht dringend jemanden zum Reden. Ich mach mir echt Sorgen.
Also, wenn sie reden will, ich bin da.
Danke.
Okay, ich merk schon, ich störe.
Nein, nein, nein, das tut mir leid. Gib unserer Tochter einen Kuss von mir, ja?
Mach's gut.
Ja, mach ich. Bis dann.
Was meint der Wammel?
Die Suche nach der Herkunft des Sprengstoff läuft, aber simples TNT, das
ist schwer zurückzuverfolgen.
Allerdings, der Zünder war tatsächlich ähnlich gebaut wie bei einer Mine.
Oh, das klingt nach einem Profi.
Und dieser mysteriöse Lisa?
Fand er nachher läuft, aber bislang nichts.
Hat er damit was zu tun?
Nein.
Ich fürchte, sie ist auch in Gefahr.
Grüß euch.
Grüß euch. Servus.
Servus, Tom.
Servus, Max.
Servus. Darf ich vorstellen?
Richard Engels. Wir hatten schon das Vergnügen.
Mitarbeiterausweis der UNO.
Kannst du uns schon was sagen?
Laut Erstbeschau Vergiftung.
Atemstillstand, zack, bumm, ging schnell.
Es gibt schlimmere Arten aus der Welt zu gehen.
Wehen, Sehen und Sterben.
Klingt wie ein Filmtitel. Hier wurde das Gift vermutlich aufgebracht. Aber
belastbar ist natürlich nach der Toxikologischen. Ich tippe auf ein
Kontaktgift. Wenn das so schnell wirkt, dann...
Muss es ja während der Fahrt verabreicht worden sein, oder? Ja, durchaus
schlüssig.
Ja, für dich riecht das Gift sicher sehr intensiv. Aber keine Sorge, für Tiere
harmlos, sicher.
Die Bombe gibt mir auch noch. Die schöne Fremde, die sieht wie bei James Bond.
Bitte bitte, der Ausweis ist weg und der Name auch.
Das ist ein Wahnsinn.
17 Jahre fahre ich jetzt Fiaker.
Aber einen Toten habe ich noch nie gehabt.
Wann ist Ihnen aufgefallen, dass etwas nicht stimmt?
Erst am Ende, also wie wir stehen geblieben sind.
Und vorher ist Ihnen nichts aufgefallen? Ich meine, der ist ja direkt hinter
Ihnen gesessen. Nein, alles war wie immer.
Was wie immer?
Naja, der Herr Flemming war Stammgast. Immer die gleiche Route.
Flemming? Ja.
Jan Flemming. Was, wie Ian Flemming?
Wer soll das sein?
Der Flinder von James Bond?
Ich kenne nur den Jean Connery.
Hören Sie mal, ein Stammgast, das ist ja eher ungewöhnlich.
Sie fahren doch bestimmt hauptsächlich eher Touristen. Stimmt, aber der Fleming
ist meistens mit einer Frau gefahren. Also eigentlich mit wechselnden Frauen.
Aber diesen Mann nicht?
Nein.
Haben Sie die schon mal bei ihm gesehen?
Ja, möglich.
Weiß nicht so genau.
Ich muss ja nach vorne schauen.
Also auf den Verkehr achten, auf die Pferde.
Außerdem Diskretion.
Haben Sie irgendwo angehalten?
Ja, einmal habe ich langsam erfahren müssen.
Wegen der Demo vorhin. Wo war das?
Vorne, gleich ums Eck.
Danke.
Rex, du bist einfach unglaublich.
Immer wieder faszinierend.
Glaubst du, dass das Gift hier verabreicht worden ist?
Das ist bestimmt kein Zufall, dass der Rex ausgerechnet dort anschlägt, wo die
Kutsche verlangsamt hat.
Die Spuse soll sich das mal genauer anschauen.
Und wir?
Na ja, ich fahr jetzt zur UNO.
Du jagst mir die Fingerabdrücke von einem Toten durchs System.
Vielleicht kriegen wir mal einen echten Namen für Herrn Engels, alias...
Flaming.
Junge, keine Hunde bitte.
Ach, das ist ein Diensthund.
Ich brauche Informationen zu einem ihrer Mitarbeiter.
Danke. Na komm.
Guten Tag.
Steiner, Ecker, Wien.
Sagen Sie, arbeitet dieser Mann hier?
Nicht, dass ich wüsste.
Naja, vielleicht weiß der das.
Steht auch nicht in unserem System.
Aber warum hat er dann einen Ausweis von Ihnen?
Nein, der Ausweis wurde nicht von uns ausgestellt.
Das muss ich melden.
Schauen Sie sich trotzdem noch mal das Foto an, ja?
Bitte.
Nie gesehen?
Ich habe zwar kein fotografisches Gedächtnis, aber ich weiß, dass ich ihn
noch nie gesehen habe. Ja?
Danke für die Mitarbeit.
Den Ausweis bräuchte ich wieder. Ist ein Beweismittel.
Ah, falls sich noch jemand anders nach ihm erkundigt oder ihm noch was
einfällt, dann melden Sie sich bitte, ja?
Alter, dieser Steffner.
Ich bin gleich wieder da.
Lass bleiben, ja?
Servus. Hallo.
Giftbombe, falscher Unausweis, das ist alles wie in einem schlechten
Agentenfilm. Ah, da hörst du dich schon an wie der Felix.
Was? Wien ist die Hauptstadt der Spionage.
Also weißt du, immer wenn ich denke, bunter kann es nicht werden.
Setzt du noch einen drauf?
Ja, bei so viel Tod braucht es mehr Leben.
Haben wir jetzt schon seinen richtigen Namen?
Seine Fingerabdrücke haben ein Mensch in unserem System ergeben.
Sascha Trautmann.
Warum ist er in unserem System?
Er war Gebäudemanager. Nach einem Einbruch in einem der Objekte, die er
betreut hat, ist er erkennungsdienstlich erfasst worden, um seine Fingerabdrücke
auszuschließen.
Also, das Gift wurde tatsächlich hier über die Haut aufgenommen.
Ich tippe auf den Baumsteigerfrosch, der lebt im südamerikanischen Regenwald.
Feingift? Nicht ganz.
Feingift wirkt auf die Blutbahn, wird also nicht durch den Magen-Darm-Trakt
aufgenommen. Daher kann das damit erlegte Tier bedenkenlos verzehrt
werden, logischerweise. Das hier ist ein Krampfgift, wirkt auf das zentrale
Nervensystem, Atemstillstand, Ende.
Ich tippe auf ein basisches Alkaloid.
Alles klar.
Es gibt 200 Sorten davon.
Und wie kommt so ein Baumsteigerfrosch in die Wiener Altstadt?
Ah, zu handeln mit Jacken.
Fun Fact, der Baumsteigerfrosch produziert das Gift nicht selbst,
sondern frisst giftige Beutetiere und wandelt deren Gift um.
Sprich, in Gefangenschaft gehaltene Frösche sind irgendwann einmal nicht
mehr giftig.
Außer man füttert sie weiter mit giftigen Tieren.
Okay, gut. Ja dann, konzentrieren wir uns jetzt weiter auf die Lisa.
Wollen ja nicht, dass sie als nächstes tot im Fiaker sitzt.
Ich habe mir gedacht, wegen der Demo ist bestimmt reichlich Bildmaterial im Netz.
Und wer weiß, vielleicht ist da irgendwo unser Fiaker zu sehen.
Tja, es wäre ein Sechser im Lotto.
Aber wie willst du nur bitte all diese Bilder... Nein, nicht alle.
Nur die, wo ein Standort markiert ist oder ein Hashtag gesetzt, der auf die
Demo verweist. Aber bitte nicht auf die klassischen Überwachungskameras
vergessen, ja? Gut.
Wo ist denn der Max?
Bei der Mutter vom Trautmann, weil der dort meldet ist.
Guten Tag, Steiner, LKA Wien.
Dürfen wir reinkommen?
Es geht um Ihren Sohn Sascha.
Ja, natürlich.
Danke. Bitte.
Vielleicht sollten Sie sich lieber setzen.
Es tut mir wahnsinnig leid, Ihnen das sagen zu müssen, aber Ihr Sohn ist tot.
Gibt es vielleicht jemanden, den Sie gerne anrufen würden?
Das ist doch die falsche Reihenfolge.
wenn das Kind zuerst geht.
Was ist ihm denn passiert?
Das wissen wir selber nicht so genau.
Wann haben Sie Ihren Sohn das letzte Mal gesehen?
Gestern Nachmittag.
Er hat mir Kuchen gebracht.
Dann hat er zu einer Verabredung müssen.
Er war ganz aufgeregt.
Wissen Sie, mit wem?
Mit einer Frau.
Das habe ich gleich gespürt.
Die Frauen haben ihn mögen.
Immer schon.
Das kann ich mir vorstellen.
Haben Sie die Frau kennengelernt?
Nein, aber er hat einmal was erzählt von seiner Chefin.
Haben Sie einen Namen oder einen Namen von dem Arbeitgeber?
Ja, das habe ich da irgendwo.
Wunderbar. Hat Ihr Sohn hier eigentlich gewohnt?
Nein, ich habe nur seine Post angenommen.
Gewohnt hat er auf seinem Boot.
Wie ein Abenteurer.
Wo liegt das?
Bei der Nussdorfer Schleuse.
Ich habe noch ein paar Sachen hier vom Sascha. Wollen Sie mal schauen?
Ja, gern.
Der Sascha hat als kleiner Bub davon geträumt, ein Geheimagent zu sein.
Sein Vater hat bei der Botschaft gearbeitet.
Lass sie in meine Karte, falls ihnen noch was einfällt. Ja.
Oder wenn sie reden wollen.
Jederzeit.
Vielleicht solltest du dir einen Hund holen, Mama.
Hat der Sascha immer gesagt.
Kann ich nur empfehlen.
Ich werde rausfinden, wer für den Tod von Sascha verantwortlich ist.
Das verspreche ich Ihnen.
Na komm, Rex.
Keine Angst, Rex. Du musst nicht schwimmen.
Max? Du Felix, der Trautmann hat ein Hausboot laut seiner Mutter, auf dem er
lebt, aber das ist nicht da.
Also entweder hat er es umgesetzt oder... Oder es ist gestohlen worden.
Ich gebe es an die Wasserpolizei weiter, ja?
Ja, ich schicke dir noch den Kontakt von Trautmanns Firma.
Sag der Leiter, ich muss mit der Chefin dort sprechen, ja?
Mhm, gut, mache ich. Danke dir, bis morgen.
Ciao.
Ja,
langer Tag, hm?
Komm, wir fahren nach Hause.
Stuck in reverse.
And the tears come streaming.
Geht's dir besser?
Ja, danke. Sorry, ich bin gestern einfach eingeschlafen. Ah, kein Problem.
Bei mir war's auch schwer.
Manche Dinge ändern sich halt nie.
Du hast eingekauft. Habe ich gesehen. Danke.
Nur Eier und Bier, das ist ja kein Zustand.
Du willst ja mal was Mittagessen gehen. In der Stadt?
Ja.
Voll gern. Ich such was raus, ja?
Okay.
Schick mir das aufs Handy. Du bist so modern.
Das höre ich ständig.
Bis gleich. Ciao.
Na, Privatgespräche im Dienst?
Nein, nicht was du denkst. Was denke ich denn?
Anna, sie wohnt bei mir.
Ach, schon fertig gereist? Na, eher abgebrochen.
Dahinter steckt bestimmt ein Mann.
Hat sie mir noch nicht erzählt.
Ja, siehst du, also ein Mann.
Warum bist du mit dieser Spürnase nur in der Chefetage gelandet?
Weil ich nicht den Rest meines Lebens mit Rex und den Dienstwagen verbringen
wollte. Sei mal schuld.
Ah, die wartet auf mich.
Frau Baumsteger, danke, dass Sie so schnell kommen konnten.
Ja, natürlich.
Sie haben am Telefon gesagt, es geht um einen meiner Mitarbeiter.
Genau. Um den Herrn Trautmann.
Wie kommen Sie jetzt auf den?
Er ist heute nicht zur Arbeit erschienen, das kenne ich so nicht von
ihm.
Was ist denn mit ihm?
Was hat er denn gemacht?
Äh, dazu komme ich noch. Er ist...
Gebäudemanager, richtig?
Ja.
Was macht man da so genau?
Unsere Firma kümmert sich um die Liegenschaften unserer Kunden.
Und der Gebäudemanager ist die Person vor Ort. Er überwacht
Instandsetzungsmaßnahmen, kommuniziert mit Dienstleistern, überprüft den
Energieverbrauch etc.
Ich bräuchte eine Liste der Objekte, die er betreut. Ja.
Sascha, also Herr Trautmann, ist für die Immobilien der Kaiser Kredit AG
zuständig. Sie kennen sich näher? Sascha und Sie?
Wie meinen Sie das?
Wir waren einmal essen.
Ich weiß, es ist nicht sehr professionell.
Und?
Es war nett.
Bis... Bis?
Er hat wildes Zeug erzählt.
Das habe ich nicht durchglauben können.
Wahrscheinlich wollte er mich beeindrucken. Was für Zeug?
Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll.
Es ging um Observationen, Verstecke, Geheimbotschaften.
Es war mir irgendwie zu albern.
Damit wollte ich nichts zu tun haben. Und warum wollten Sie nichts damit zu
tun haben?
Naja, ich hatte irgendwie den Eindruck, er wollte, dass ich da mitmache.
Okay.
Zuerst fand ich das alles aufregend.
Wissen Sie, mein Job ist nicht gerade prickelnd und meine Ehe, naja, das klang
alles nach einem Abenteuer.
Sascha hat so eine Art, wir haben auch ein bisschen was getrunken, wie das halt
so ist.
Was genau sollten Sie machen?
Es ging um einen toten Briefkasten in der Innenstadt.
Da hätte ich was abholen sollen für ihn. Ich habe ihm gesagt, sowas wird doch
seit dem Kalten Krieg nicht mehr gemacht.
Er hat gemeint, doch.
Heutzutage erst recht, wo alles digital nachzuverfolgen ist.
Ich habe ihm gesagt, er soll mich in Ruhe lassen. Das hat er dann auch.
Ich weiß, das klingt alles irgendwie hu.
Aber damit das klar ist, Sascha ist ein guter Mitarbeiter.
Wissen Sie, ob er anderen Frauen Ähnliches erzählt hat?
Der hier zum Beispiel?
Ich habe die beiden mal zusammen gesehen.
Frinke heißt die, glaube ich.
Arbeitet für die Kaiser Kredit AG.
Äh, eins noch, wo waren Sie gestern Vormittag?
In der Firma?
Fragen Sie meine Mitarbeiter.
Wieso wollen Sie das wissen?
Wir haben Sascha Trautmann tot aufgefangen.
Felix? Du, servus Max.
Die Lisa Frenker hat vorgestern das gemeinsame Konto von ihr und ihrem Mann
leergeräumt. 50.000.
Alles klar. Danke.
Ciao.
Ja, bitte?
Steiner, LKA Wien.
Sind Sie der Ehemann von Lisa Frenke? Ja.
Ist sie da?
Nein.
Darf ich reinkommen?
Ähm... Er stummt rein.
Ah. Ja.
Bitte.
Was,
äh... Was hat er denn? Ach, der riecht alles Mögliche.
Aha.
Zum Beispiel?
Verwesung, Banknoten, Sprengstoff, Angstschweiß.
Wo genau ist jetzt eigentlich Ihre Frau?
Das weiß ich nicht.
Ist das normal, dass Sie das nicht... Worum geht es denn eigentlich?
Wir wissen, dass Ihre Frau mit einem gewissen Sascha Trautmann
zusammenarbeitet.
Sascha Trautmann.
Ja?
Sagt mir nichts.
Wann haben Sie Ihre Frau das letzte Mal gesehen?
Gestern, glaube ich.
Vorgestern. Welche Art Kontakt war das? Haben Sie telefoniert? Sagen Sie, ich
verstehe nicht genau, was das hier wird.
Ist meine Frau in Schwierigkeiten oder in Gefahr oder was?
Ich habe gehofft, Sie könnten uns weiterhelfen.
Ist Ihnen in letzter Zeit irgendwas aufgefahren? Irgendwas Ungewöhnliches?
Meine Frau hat sich von mir getrennt.
Vor etwa zwei Wochen.
Oh, es tut mir leid.
Dürfte ich fragen?
Es gibt jemand anderen?
Glaube ich zumindest.
Reicht Ihnen das?
Ja, danke.
Eins noch.
Wissen Sie eigentlich, dass Ihre Frau Ihr gemeinsames Konto leergeräumt hat?
Ich habe es online gesehen, ja.
Wo waren Sie gestern Vormittag?
Wieso?
Beantworten Sie doch einfach die Frage.
Gestern? Ja.
War ich um 7.30 Uhr im Büro.
Das können Sie gerne überprüfen.
Oh, Entschuldigung.
Ja, Felix?
Und zwar hat die Lisa Frenker in der Nähe vom Tatort dem Sascha Trautmann
eine Geldtasche überreicht. Da wir die Tasche aber wieder beim Tatort noch beim
Opfer gefunden haben.
Scheiße, der Kutscher.
Okay, wir treffen uns gleich dort.
Felix, also kannst du ein Alibi für mich überprüfen?
Von Frenker natürlich.
Ja, mache ich. Ja, danke.
Hallo? Herr Sobotek? Polizei?
Bleib stehen!
Stopp!
Stopp!
Braves Hundchen.
Sie sind vorläufig festgenommen.
Was? Warum?
Minimum Diebstahl.
Maximum Diebstahl und Mordverdacht.
Na los, gehen wir.
Ich schwöre, ich habe nichts gemacht.
Deswegen rennen Sie davon, wenn die Polizei vor der Tür steht, oder? Ich
kenne meine Rechte.
Rex, such das Geld.
Geld?
Was für ein Geld?
Isst mit, ja?
Ich habe nichts zu sagen.
Dann sage ich mal was.
Wir wissen, dass Ihrem Fahrgast kurz vor seinem Tod eine Tasche ausgehändigt
wurde.
In den Fiaker hinein.
Von einer brünetten Frau.
Da weiß ich nichts davon.
Was wollen Sie jetzt von mir hören?
Wo die Tasche ist.
Vielleicht hat der Mörder die einfach mitgenommen?
Ja, oder vielleicht sind Sie der Mörder.
Kann der Hund wirklich Geld riechen?
Zeigen Sie mir mal Ihre Hände.
So, na komm.
Soll ich die wegmachen, Rix?
Hat das eigentlich gebrannt, als Sie die Tasche angefasst haben?
Da war eigentlich Gift drauf, das Ihren Vorgast umgebracht hat.
Was?
Gift? Das dringt durch die Haut ein.
Das ist ein Blödsinn. Das geht mir doch gut.
Ja, noch.
Ich könnte meinen Kollegen in der Pathologie fragen, was für
Langzeitfolgen das Gift hat.
Ein Anruf und Sie kriegen ein Gegenmittel. Aber dafür müssten Sie mir
halt auch was geben.
Okay, okay, gut.
Ich habe die Tasche genommen, als der so da lag.
Da war Bargeld drin.
Ich meine, er hat es ja nicht mehr gebraucht, oder?
Aber ich habe ihn nicht vergiftet oder sonst was.
Und wo ist die Tasche?
Unter der Regentonne.
Nein,
da ist sie nicht.
Was? Ich schwöre, ich habe es da versteckt.
Den Rest zumindest.
Und vorher haben sie sich noch einen neuen Fernseher gegönnt.
Ach, übrigens, auf der Tasche, da war überhaupt kein Gift.
Glaubst du ihm?
Naja, Rex hat bei dem Versteck angeschlagen.
Das heißt, die Geldtasche war da.
Und was den Mord angeht...
Der hat richtig Angst vor dem Gift.
Also Diebstahl ja, beim Mord sagt mein Gefühl eher nein.
Dein Gefühl, Max?
Das zählt für Gerichte ein bisschen wenig.
Ach. Wo ist das Geld denn jetzt?
Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt.
Wir waren zum Mittagessen verabredet.
Sorry. Hi Felix. Hi.
Schön dich wiederzusehen.
Ich kann jetzt leider nicht weg.
Dachte ich mir.
Darum habe ich was mitgebracht.
Perfekt.
Da willst du reden.
Ja.
Schisswurf?
Ja.
Wegen Jonas.
Ich... Ach, ich weiß auch nicht.
Okay, du musst mir nicht erzählen, was passiert ist.
Aber eine sehr weise, junge Frau hat mir einmal gesagt, dass es gut ist, über
schlechte Gefühle zu reden.
Es ist einfach so mega peinlich, wie dumm ich war.
Warum habe ich es nicht kommen sehen?
Was passiert dem Besten?
Ich habe halt gedacht, der Jonas wäre anders.
Hat er dich sitzen lassen?
Wir waren auf der Kaffee-Plantage.
Habe ich dir doch erzählt.
Darum war ich dort, wegen der Kooperation mit der Plantage.
Fair gehandelter Kaffee.
Ja. Ja, genau. Das weiß ich wieder.
Ist ja auch egal.
Jedenfalls war es dem Jonas offensichtlich ziemlich egal.
Ich war ihm egal.
Anna, was ist passiert?
Ich dachte, dass ich mich auf ihn verlassen kann, wenn es darauf ankommt.
Ich meine, das ganze Projekt war seine Idee.
Kaum waren wir da, ist er mit der Leiterin der Plantage ins Bett
gestiegen.
Und dann habe ich herausgefunden...
Er hat schon Wochen vorher angefangen, mit dir zu chatten.
Wahrscheinlich war diese ganze Reise nur dazu da, dass er sie...
Du hast mich gewarnt,
dass er... Du hattest recht, okay?
Zufrieden?
Das ist mir doch wurscht, ob ich recht habe oder nicht.
Mir geht's darum, dass es dir gut geht.
Mir geht's aber beschissen, okay?
Ich habe das alles geplant. Ich habe mein Grundstudium geschmissen dafür.
Gott, ich bin so wütend auf mich selbst.
Nein, sei auf ihn wütend. Der hat missgebaut.
Entschuldigung.
Hallo?
Trautmann hier.
Frau Trautmann?
Hören Sie, Sie müssen lauter sprechen. Ich verstehe Sie nicht.
Bleiben Sie ganz ruhig, ich bin gleich da, ja?
Das tut mir jetzt echt leid.
Rex, komm!
Okay, cool, gutes Gespräch.
Du passt hier auf, Hutton.
Frau Trautmann, alles okay?
Ja, da ist er raus.
Mach dir nichts draus.
Wir kriegen dir Schwein.
Ja.
Na komm.
Du bist dir sicher, dass wir jetzt nach dem Martin Frenker fahnden sollen?
Ja.
Weil er bei der Suche nach seinem Geld bei Sascha Trautmanns Mutter
eingebrochen ist.
Ist trotzdem merkwürdig.
Seine Kollegen im Büro haben sein Alibi bestätigt. Er war zum Tatzeitpunkt dort.
Ja, dann hat er ja den Alibi.
Aber wir haben Sascha Trautmanns Namen nicht veröffentlicht.
Ich, Trottl, habe es ihm erzählt, als ich ihn besucht habe.
Seine Frau hat eine Affäre mit Sascha Trottl.
Ich meine, der fängt jetzt raus, geht ihr nach und legt die Bombe.
Er ist Verwaltungsfachangestellter. So weiß er sich mit Bomben auskennen.
Keine Ahnung, YouTube.
Okay, also angenommen, er hat die Bombe gelegt.
Dann hätte er riskiert, dass er seine Frau umbringt. Oder zumindest verletzt.
Das wäre leider nicht der erste Femizid, oder?
Die Hemden.
Die Hemden auf seinem Bett.
Die waren so akkurat zusammengelegt.
Die hätten auf den DIN A4-Blatt gepasst.
Und wo lernt man das?
Beim Militär.
Tatsächlich. Da.
Martin Frenker war vorher bei der Bundeswehr.
Dann könnte er sich mit Sprengstoff auskennen.
Sag ich doch.
Aber was sagt das über unseren Giftmord? Weil es ist nicht so militärisch.
Und außerdem hat er ein Alibi.
Hast du die Zuhandlung im Budget?
Nix. Das ist ein Baumsteigerfrost, den kriegst du für 60 Euro im Internet.
Also vielleicht waren es zwei Täter.
Ich meine, es sind zwei Anschläge auf den Sascha Trautmann, die von außen
aussehen wie ein Fall.
Lisa Frenker und Sascha Trautmann wollten abhauen. Sie haben das Konto
leer geräumt.
Weißt du, wahrscheinlich hätte er den gleichen Agentenquatsch erzählt wie
seine Chefin. Nur die Lisa hat es geglaubt.
Ich glaube, die Lisa ist wirklich in Gefahr.
Steht irgendwas in seiner Akte, was uns weiterhilft?
Das ist ja komisch.
Was?
Keine Berechtigung.
Evelyn, wir können auf Martin Rankins Personalakte beim Herrn nicht zugreifen.
Sag mal, kannst du deine Kontakte spielen lassen?
Stellst du dir das vor? Es geht nicht so einfach.
Evelyn, der ist richtig gefährlich. Ja und? Was willst du jetzt machen?
Na, der Rex und ich, wir fahren jetzt streamen.
Max, wir haben nur Theorien. Und eine alte Frau, die einen maskierten
Einbrecher gesehen hat. Damit bekomme ich nicht mal einen
Durchsuchungsbeschluss. Ich feige dann einen Haftbefehl.
Ja, wir fragen halt ganz freundlich. Aber Max!
Hereinspaziert. Hausfriedensbruch gilt nicht für Hunde. Na?
Was? Ja,
ich weiß auch nicht, was wir suchen.
Du bist fürs Finden zuständig.
Keine Ahnung.
Sprengstoff wäre gut oder Gift.
Alter.
Rex, wir haben's!
Felix,
ja? Du, ich habe das Hausboot gefunden.
Also besser gesagt, die Kollegen von der Wasserpolizei. Auf einem illegalen
Liegeplatz. Ich schicke dir gleich den Standort.
Und bei dir?
Kein Gift, kein Sprengstoff.
Aber ich habe Fotos gefunden, die der Franker von Lisa und Sascha gemacht hat.
Aha, und was hat er dazu gesagt?
Keine Ahnung, der war nicht da.
Wenn er nicht da war, wie bist du denn da ins Haus gekommen?
Bis gleich.
Max?
Das ist das Boot.
Was?
Nein, das schaffst du schon. Halt einfach dich bei mir.
Von außen sieht das irgendwie größer aus.
Blutdruckmedikamente.
Ja, Geheimniskrämerei ist auf die Dauer stressig.
Nein, Rex, was hast du denn?
Nicht schlecht ausgestattet. Und völlig abhörsicher.
Kannst du das lesen?
Das ist der Code.
Super.
Der Code ist knackbar.
Weißt du, ich mag deine Einstellung.
Na, was hast du denn?
Nix. Was ist denn?
Ja, gut.
Sehr gut.
Wo
bist
du? Alles okay?
Hm. Die Cäsar-Verschlüsselung ist es schon mal nicht.
Wäre auch zu einfach gewesen.
Ja genau, es wäre viel zu einfach gewesen.
Der einfache Cäsar ist ein Verschiebeschiff, bei dem ein Buchstabe
beispielsweise dem vierten Buchstaben danach entspricht. Also A ist gleich D,
B ist gleich E und so weiter.
Es ergibt aber hier keinen Sinn. Also die Stimme, diese Zeugnis.
Es muss was anderes sein.
Okay, der Trautmann hat das Hausboot umgesetzt, nachdem er fast von der Bombe
erwischt worden wäre.
Ich meine, das ist nachvollziehbar. Der hatte Angst.
Grüße von der Spurensicherung.
Im Hausboot sind Fingerabdrücke von insgesamt drei Personen gefunden worden.
Das erste Set Abdrücke passt zu dem Sascha Trautmann und das zweite zu dem
am Glas, das wir in der Bar sichergestellt haben.
Also die Person, die Trautmann gegenüber gesessen ist.
Lisa Brenker.
Am Stoffwetzen befinden sich Hautschuppen mit weiblicher DNA, die wir
nicht zuordnen können.
Lass mich raten, kein Match in der Datenmarke. Korrekt. Die Dame hat sich
zumindest offiziell noch nicht strafbar gemacht.
Danke. Bitte.
So,
jetzt haben wir in unserer Gleichung neben Lisa Wrenke noch eine zweite Frau,
die auf dem Hausboot war und die verdeckten Dokumente gefunden hat.
Vielleicht die Chefin vom Sascha.
Diese Tanja.
Glaube ich zwar nicht, aber wir sollten sie trotzdem überprüfen lassen.
Hör mal.
Dein Ehrgeiz in allen Ehren, aber das dauert zu lang.
Da brauchen wir einen Experten.
Komm Rex, ich lade dich auf ein Würstel ein.
Ja, dich natürlich auch.
und eine Spezial ungewürzt von Herrn Kommissar.
Irgendwann verlierst du deine Finger bei dem Spiegel.
Ist dir klar, oder?
Würdest du doch niemals machen, oder?
Und? Hast du schon was erreichen können?
So sehr ich es hasse, den Einfluss zu nutzen, den mein lieber Herr Papadis im
Apparat mal hatte, ich habe tatsächlich die Akte von Martin Frenker bekommen.
Und? Er hat an geheimen Spezialoperationen hinter feindlichen
Linien gearbeitet.
Das ist alles schon ein paar Jahre her, aber ich schätze, das ist wie Radfahren.
Die Grundlagen verlernt man nicht.
Das heißt, Lisa Frenker hat sich in einen Fake James Bond verliebt, obwohl
sie zu Hause einen echten hatte?
Ja, meinst du, sie hat davon gewusst?
Keine Ahnung. Also laut Geheimhaltungsstufe dürfte der Frank ja
natürlich mit niemandem drüber reden.
Vielleicht denkt er sogar, dass der Trautmann sich seinetwegen an seine Frau
herangemacht hat, wegen irgendeiner Operation, an der er beteiligt war. Ja,
so ein Doppelleben macht Paranoid.
Jedenfalls ist der Typ total gefährlich. Und er läuft ja irgendwo draußen rum auf
der Suche nach seiner untreuen Gattin.
Wir müssen diese Notizen entschlüsseln. Vielleicht finden wir dann raus, wo Lisa
sich befindet. Ich schaue, dass ich jemanden finde, der sich damit auskennt.
Okay.
Ich kenn diesen Blick.
Hab ich irgendwas übersehen?
Stuck in my head, stuck in my head, stuck in my head
Something
said, something said, something said
Stuck in my head, stuck in my head, stuck in
my head
Morgen. Morgen.
Ein Teil von Trautmanns Notizen konnte dechiffriert werden.
Okay. Das sind Pläne für seine Agentenspielchen.
Da, tote Briefkästen, Ideen für Missionen, für Tests, die er seine
Agentinnen hat machen lassen, Übungen zum Beschatten. Der Typ hat das echt
ernst genommen.
Das ist so verrückt.
Ja, aber er hat niemandem was getan.
Er hat die Lisa Wrenker dazu gebracht, ihr Konto leer zu räumen.
Und er hat dir die ganze Zeit was vorgespielt, nur um sie ins Bett zu
kriegen. Also bitte, wer sowas nötig hat.
Naja, wenn sie nicht gerade unglaublich naiv ist, dann hat sie es glauben
wollen.
Lust auf Abenteuer. Vielleicht war sie ja wirklich in ihn verliebt.
Liebe macht bekanntlich blind.
Okay, wir schauen nochmal alles durch, was wir haben, okay?
Okay.
Lässt man jetzt sagen, dass das gleich riecht?
Ja, das kann aber nicht sein, du Genie.
Auf dem Stofffetzen ist weibliche DNA und auf dem Ausweis ist...
Moment mal.
Die Frau am Empfang bei der UNO.
Was ist mit der?
Die hatte den Ausweis in der Hand, deswegen riecht er nach ihr.
Und der Stofffetzen?
Die mysteriöse Fremde im Hausboot. Ich meine, vielleicht wird die auch mit dem
Trautmann abhauen.
Vielleicht hat die auch ihr Konto leer geräumt.
Dann hat sie gemerkt, dass er mehrgleisig fährt. War das Liebe.
Rix, ich glaube, du hast den Fall gelöst.
Echt.
Respekt. Ja, ja.
Rea Wanger.
Ich habe ihr Adress.
Sie arbeiteten seit sieben Jahren bei der UNO. Eine Auffälligkeit in Ihrer
Personalakte. Vielleicht hat sie einen Ausweis für ihn gekostet.
Sie kennen sich daher.
Frau Wanger?
Moment.
Frau Wanger?
Frau Wanger?
Steiner, LKW.
Wir kennen uns vom Empfang bei der UNO. Wir hätten noch ein paar Fragen zu
Sascha Trautmann oder Richard Engels.
Felix!
Ist das das Gift, das Sie dem Drahtmann in den Nacken gesprüht haben?
Hören Sie, Sie können mich jetzt ansprühen, vielleicht noch meinen
Kollegen.
Aber dem Hund, dem macht das nichts aus.
Das Zeug trinkt nicht durch sein Pferd.
Nicht bis er sie hat.
Und wenn er sie hat, dann wird es hässlich.
Rex!
Baumsteigerfrösche. Und direkt daneben giftige Ameisen, nehme ich an. Sein
Futter.
Und daraus macht der kleine Kollege dann sowas.
Wir haben die Kappe von der Flasche. Hat der Rex gefunden.
Dann da dort.
Dort, wo sie Trautmann ermordet haben.
Sie haben seine Notizen auf dem Hausboot gefunden, oder?
Und Sie haben das hier getragen, als Sie dort waren.
Wir haben einen Fetzen davon gefunden mit weiblicher DNA. Und ein Abgleich
wird bestätigen, dass es Ihre ist.
Er hat wirklich alles genau geplant, ihr Genspielchen, sein Doppelleben.
Aber er wollte aufhören damit und weggehen mit mir. Das hat er mir
versprochen.
Ich fürchte, das hat der Lisa Frenker genauso auch erzählt.
Ich dachte, er meinte es ernst.
Und dann hat er einfach eine andere.
So unglaublich dumm und gutgläubig.
Sie kannten die Strecke vom Fiaker?
Er ist hier mit mir immer gefahren.
Offensichtlich nicht nur mit mir.
Die Demo kam mir gelegen.
Die Kutsche hat langsamer fahren müssen.
Ich bin ganz nah ran und dann...
Hab ich ihm das Gift einfach an den Nacken gesprüht.
Ging ganz leicht.
Sie haben die Tasche mit dem Geld aus dem Garten vom Kutscher gestohlen.
Ja, na und?
Quid pro quo.
Meiner Sparte habe ich Sascha gegeben.
Wenigstens das wollte ich mir zurückholen.
Und die andere Frau?
Lisa Frenk? Wissen Sie, wo die ist?
Nein, warum?
Sie hat ihm alles kaputt gemacht.
Keine Rache gelöst er.
Wahrscheinlich hat er sie genauso verarscht wie mich. Sie kann ja nichts
dafür. Er ist der Betrüger.
Und darum hat er gekriegt, was er verdient.
Die Giftmütterin haben wir.
Aber der Bombenleger, das muss Martin Brenker sein.
Und der sucht fieberhaft nach seiner Frau.
Ein Freizeitagent hingegen, ein Ex-Mitglied einer Spezialangst.
Das kann nicht lang genug gehen.
Weißt du was, vielleicht sollte man selber ein bisschen Agent spielen.
Was meinst, Agent Brax?
Meint ihr, sie schluckt den Köder?
Na ja, Lisa Frenker hat sich seit dem Bombenattentat versteckt.
Wahrscheinlich weiß sie noch gar nicht, dass Trautmann ermordet wurde. Wir haben
sie nicht öffentlich gemacht.
Ich weiß gar nicht, gegen wie viele Vorschriften wir hierbei verstoßen. Na
ja, vielleicht kriegen wir ja Rabatt.
Jetzt im Ernst, Max. Wenn die Frau wirklich glaubt, Teil einer Verschwörung
zu sein, dann macht sie das unberechenbar, von dem Gatten ganz zu
schweigen.
Vertrau mir.
Ich hasse es, wenn du das sagst. Wir müssen Lisa Frenker finden, bevor Martin
Frenker sie findet. Der Typ ist eine tickende Zeitbombe.
Okay, Felix, du musst mit Rex im Park spazieren gehen.
Mich hat sie vielleicht im Haashaus gesehen.
Das kriegen wir hin, oder?
Das ist gut.
Felix? Ich hab sie.
Brauner Mantel, schwarze Tasche. Bei der Treppe.
Sie geht jetzt zur Brücke.
Wir folgen ihr.
Komm, Rex.
Sascha?
Ganz ruhig, ganz ruhig.
Lassen Sie die Waffe fallen.
Alle wegbleiben.
Herr Brenker, bitte bleiben Sie ganz ruhig, ja?
Halten Sie den verdammten Töter fest.
Letzte Warnung.
Alles okay.
Tun Sie nichts Unüberlegtes.
Felix, da ist eine Rex von der Leine.
Lauf!
Was, wir müssen zum Auto kommen?
Seit wann hast du eine Waffe?
Du wolltest noch Abenteuer.
Oder nicht?
Wie hast du mich gefunden?
Musst du nur der Polizei folgen.
Du hattest deinen Spaß.
Mit diesem Typen.
Du hast mir nachspioniert? Du bist meine Frau.
Soll ich da etwa tatenlos zusehen, wie dich so ein Blender mit irgendwelchen
Agentenspielchen reinlegt?
Das hat sich jetzt erledigt.
Du kommst hier zu mir.
Was meinst du mit erledigt?
Was hast du getan?
Die Bombe.
Das warst du?
Kannst du Lisa das Handy atmen?
Ja, Packing läuft.
Hoffentlich ist es mit dem Exhaust in Ordnung.
Das Signal ist weg.
Scheiße!
Jetzt ist es wieder da, aber es bewegt sich nicht. Ja, wo sind Sie?
Reichsbrücke.
Wo ist das Geld?
Ich weiß es nicht.
Wo?
Was hat der jetzt vor?
Ich mein, der hat's für seine Frau, aber das Geld haben wir.
Ja, aber das weiß er nicht.
Und seine Frau weiß nicht, dass der Kutscher das Geld hatte.
Also wenn sie schlau ist, führt sie ihn dorthin, wo sie denkt, dass Trautmann
das Geld versteckt hat. Die Objekte der Kaiserkredit-AG, aber da kommen sie
nicht rein.
Warte mal, da war doch eins auf den Beobachtungsfotos vom Brenker.
Stimmt. Der ehemalige Firmensitz der Kaiserkredit-AG, der leer steht.
Und?
Ganz in der Nähe.
Klasse.
Also, wo ist das Geld?
Oben am Dach.
Da ist ein Metallkasten.
Da hat er meistens Sachen gewonnen, ja.
Oben auf dem Dach?
Hey, dich kenn ich doch!
Scheiße!
Na komm!
Komm schon, steh bei mir!
Bleib stehen!
Sonst was?
Willst du mich erschießen?
Lass mich einfach gehen.
Nein.
Niemals.
Wir bleiben zusammen.
die waffe weg vorher lässt sich los
Fast hätte ich mir Sorgen um dich gemacht.
Ja. Ja. Nein. Nein. So war das eigentlich.
Danke. Ich mag dich auch.
Wie konnte ich das nicht sehen?
Ich tu mir wirklich leid für Sie.
Danke.
Gerne.
Dir auch danke.
Alles Gute.
Jetzt hast du doch noch deine Agentenverschwörung bekommen.
Ich sag das ja, Wien war immer eine Drehscheibe für Geheimagenten.
Hallo Rex.
So sieht man sich wieder.
Vielleicht schaffen wir es mal ohne Blaulicht.
Ich hätte nichts dagegen.
Hast du jetzt Feierabend?
Nicht ganz.
Oft lasse ich mich aber nicht vertrösten.
Ist klar.
Grüß Gott, Herr Steiner.
Frau Trautmann. Ich würde gerne auf Ihr Angebot zurückkommen und mit Ihnen ein
bisschen plaudern.
Sie haben das wirklich gemacht?
Das ist die Käthe.
Ex, komm, wir gehen Gassi.
Ja.
Hey. Ja, ich habe den nächstmöglichen Flieger genommen.
Familie geht vor, oder?
Du hättest mich vorbauen können.
Ich dachte, du hast einen wichtigen Fall.
Hatte ich auch.
Ich habe was zum Essen mitgebracht.
Allerdings nur für zwei.
Du, Anna und ich haben gekocht.
Aber für drei.
Komm, wird kalt.
Gar sicher nicht.
Vielen Dank.
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