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Bisher bei "Babylon Berlin".
Ein Wahlbündnis der beiden linksgerichteten Parteien
ist die letzte Möglichkeit, Hitler bei der Wahl zu verhindern.
Korrekt. - Aber die Herren Vorsitzenden
bestehen auf ihren Standpunkten der Vergangenheit.
Nur eine vereinte Linke ... - Die geborenen Verräter.
Ich sagte nein! - Hören Sie doch auf.
Dann müssen Sie mit anderen Personen in den Parteien sprechen.
Mit wem? - Mit den Frauen.
Sie halten also auch, angesichts dieser Notlage unserer Demokratie,
einen Zusammenschluss für die nächste Wahl für ausgeschlossen?
Nein.
Ach so?
Bei einem bedingungslosen Anschluss Ihrer Partei an unsere KPD
können wir uns ein Zusammengehen durchaus vorstellen.
Wenn Ihnen etwas an der Zukunft Deutschlands gelegen ist,
wir haben keine Zeit zu verlieren.
Wenn Sie irgendetwas über seine illegalen Aktivitäten wissen
und mir verschweigen, machen Sie sich strafbar.
Und dann bin ich es, der Sie verfolgt.
Dann erlaube ich mir, unsere Flucht hier zu organisieren.
Gegenstimmen? - *Alle verneinen.*
Kurz und schnell zustechen.
Ich mach's.
*unheimliche Musik*
*Musik wird unruhiger.*
So.
*SA-Männer reden und lachen.*
*Gefangener hustet.*
*lauter Schuss* *SA-Männer lachen.*
*unruhiges Gemurmel*
Na? - Was ist los?
*Mehrere Schüsse fallen.* *Mann schreit auf.*
Was machen die? - Gleich sind sie hier.
*Schuss fällt.*
Machen Sie sich unsichtbar. - Warum?
Eine für mich!
Na los! - Ich mach ja!
*Schuss*
Noch mal!
*Mann ächzt schmerzerfüllt.*
*SA-Männer lachen.* *Mann röchelt.*
Den schaffst du! - Sauber!
*Mann ächzt weiter.*
Brock? Es ist Brock! - Es ist Brock.
Ich muss näher ran. Halt durch, Genosse.
Brock, wir brauchen Sie. - Licht!
*Brock atmet hektisch.*
Ich muss die Blutung stoppen. Ruhig. Ganz ruhig.
Fest drücken. Fester. - Halt durch!
Hey, der verblutet uns sonst. - Fester.
*unheimliche Musik*
*rhythmische Musik*
*Türklingel*
Frau Helfers, welche Freude.
Frau Luxemburg. - Kommen Sie rein.
*Sie räuspert sich.* Ist sie da?
Nein, aber ich denke, Dr. Völcker wird bald eintreffen.
Ah.
Ich habe Krapfen gebacken.
Rezept meiner Schwester.
Doch, N, wie Nordpol,
Natalia und natürlich "Luxenburg".
Aha, wirklich?
Das wusste ich nicht. - Ist ja auch nicht wichtig.
Nur, unser Großvater, väterlicherseits,
einer der wohlhabendsten Kaufleute im polnischen Königreich,
der dreht sich heut noch im Grab um, weil sein Name nicht mehr stimmt.
*Uhrenticken*
Ich gieß noch einen auf.
*Tür öffnet und schließt.*
*unverständliches Geflüster*
Ich kann sie nicht stundenlang festhalten.
Erzählen Sie von der Familie oder von Liebknecht.
Ich weiß nichts über ihn,
außer dass er ein Draufgänger war. *Türklingel*
Das ist sie, das muss sie sein.
*Litten schreit auf.*
Herr Katelbach? Herr Litten?
Was ist das hier für eine Veranstaltung?
Wer sind Sie? *Türklingel*
Das ist sicher Dr. Völcker.
Kommen Sie, Frau Helfers, wir erwarten Sie in der Stube.
Ich möchte unter keinen Umständen Teil dieser Posse sein.
Lassen Sie uns erklären. - Das war die einzige Möglichkeit.
Sie sind zwei Persönlichkeiten mit großem Einfluss.
Und offenem Geist. - Ruhe jetzt!
*Klopfen*
Hallo?
Bitte.
Bitte. Kommen Sie. - Lassen Sie mich, bitte.
Ja. - Nach Ihnen.
Frau Völcker, so eine Freude.
Genossin, wenn ich bitten darf.
Genossin Völcker, selbstverständlich.
Ist Frau Helfers da? - Ja.
Bitte, kommen Sie rein.
Darf ich? - Nein.
Wo ist die Helfers?
Ich geh ... Da ist sie schon.
Die ist keine Luxemburg.
Ich weiß.
Na gut.
Aber ich bin Elisabeth Behnke.
*schwermütige Musik*
Sie können mich beschimpfen und verdammen,
aber alles, was ich tue und getan habe,
geschieht mit reinem Herzen und wahrhaftiger Absicht.
Uns eint doch das gleiche Ziel.
Der Feind steht vor seinem größten Sieg.
Nur durch Ihren Zusammenschluss wird er noch aufzuhalten sein.
Sie können das Schicksal dieses Landes jetzt lenken
oder unser geliebtes Land aus falschem Stolz
seinem Verderben überlassen.
"Die Menschen machen ihre Geschichte nicht aus freien Stücken,
aber sie machen sie selbst."
Einmalig!
Mit Luxemburg-Zitat.
Weltklasse! Sie sollten eine Partei gründen.
Die reden miteinander.
Verdammt. Haben Sie noch eine? - Nein, meine sind auch alle.
Das übernehme ich.
Moment, wenn Sie schon gehen, schreibe ich einen Einkaufszettel.
Das da drin kann ja dauern.
Sie diktieren, ich schreibe.
Berliner Morgenpost! Berliner Morgenpost!
*Schreibmaschinenklappern, Gemurmel*
Herr Kriminalrat, Sie wollten mich sprechen?
Ja, Fräulein Ritter.
Erwarte Ihren Bericht zur Mittagspause.
Welchen Bericht? - Den Bericht zum Fall Forster
und dem Verschwinden des suspendierten Kommissars Rath.
Geben Sie mir den Erkennungsdienst.
Wir sollten den Fall schnell zu den Akten legen.
Ja, Gennat am Apparat.
Einen Moment. Entschuldigen Sie mich.
*bedächtige Musik*
*Tür öffnet.*
*Gefangene husten.*
Rath!
Rath, Gereon!
Melden! - Hier, nehmen Sie das.
Hier.
Mitkommen.
*Musik wird finsterer.*
*Zellentür wird abgeschlossen.*
Schätze, Sie und ich müssen jetzt die Drecksarbeit machen.
*Musik schwillt dramatisch an.*
*Er ächzt angestrengt.*
*Lampe surrt.*
*unheilvolle Musik*
*Klingeln, Ratschen*
Herein.
*Musik klingt dramatisch aus.*
Mein Bericht, Herr Kriminalrat.
*Er räuspert sich.*
Wie können Sie dieses Verfahren einfach einstellen?
Sie brachten mir bei, dass wir uns von niemandem reinpfuschen lassen
in der Ausübung unseres Berufes.
Sie haben uns eingehämmert, keine Unterschiede zu machen
zwischen einem Direktor und einem Obdachlosen.
Sie sprachen von der Würde des Menschen, die unantastbar ist.
Jetzt sitzen Sie hinter Ihrem Schreibtisch
und lassen einen Ihrer besten Mitarbeiter fallen?
Gleichzeitig setzt man Böhm unter Druck,
weil seine Ermittlungen den Kanzler gefährden.
Was ist denn los mit Ihnen, verdammt noch mal?
Was ist das?
Ein Staatsanwalt Dresse hat sich wegen der Krankenakte gemeldet.
Er ist in Berlin.
Offenbar versucht er, ein Visum für die Vereinigten Staaten zu bekommen.
Sie haben mit ihm ...
Ich habe nur telefoniert, mehr nicht.
Er wird Sie treffen. Ort und Zeitpunkt habe ich notiert.
Wenn Sie mich jetzt entschuldigen, ich habe zu tun.
*geheimnisvolle Musik*
Danke.
*Schleuder klackt.*
*hallender Schuss*
Sie sehen doch ein, dass Sie aufs falsche Pferd gesetzt haben.
Noch sehe ich nur, wie Sie versuchen,
mich wieder in Ihr Boot zu holen, lieber Herr Schleicher.
Aber Hitler ist nicht zu kontrollieren.
Ja, das kommt einem so vor,
aber mit Geld kann man jeden kontrollieren.
Diesem Trugschluss sind schon andere aufgesessen.
Hitler ist ein Feind des Kapitals.
Sie waren schon mal Reichskanzler. Sie hatten Ihre Chance.
Diesmal ist Hindenburg Hitler gefolgt und nicht Ihnen.
So ist das in der Demokratie.
Demokratie. Nyssen, jetzt hören Sie mal.
Was wir brauchen, ist ein rechtsnationaler Pakt gegen Hitler
mit Ihnen und den führenden Industriellen,
mit den Deutschnationalen, vernünftigen Männern aus der NSDAP,
mit dem Militär.
Und mit meinem Geld? - Ja, mit Ihrem Geld.
Ich verspreche Ihnen, das ist die beste Investition.
Das klingt interessant.
*Schleuder klackt.*
*hallender Schuss*
Gratuliere, Herr Direktor, ein Volltreffer.
Herr Reichskanzler a.D.
Was gibt's? - Ihre Frau bittet Sie, zu ihr kommen.
Sie hat Nachrichten von größter Wichtigkeit.
Sie entschuldigen mich.
*Tür öffnet.*
*Schritte*
Was gibt's?
Ich hab Minister Göring erreicht.
Und?
Es klappt.
Wann? - Am 27. Februar. Fest zugesagt.
Wenn er wieder nicht kommt, uns wieder versetzt?
Das ist die erste private Einladung, die er annimmt,
seit er Reichskanzler ist.
*Er atmet zischend ein.*
Wie hat der olle Papen gesagt?
"Den drücke ich an die Wand, bis er quietscht."
*ferner Schuss*
Armer Schleicher.
Ich fürchte, aus uns wird nichts.
*spannungsvoll pochende Musik*
*Stimmengewirr*
Was hat sie mir denn da ...
Aha. Kartoffeln.
Können wir uns nicht einigen?
Nein, diesen Kandidaten hatten wir bereits besprochen.
Hatten wir nicht besprochen. - Doch!
Nein, wir sind Sozialistinnen. Wir können Kompromisse eingehen.
So wird das alles nichts!
Wir vertagen den Punkt der Kandidatenliste
und machen weiter mit? - Römisch Vier.
Maßnahmen zur Stabilisierung der Demokratie.
Danke.
Wir stellen uns vor, dass eine gemeinsame Regierung
aus SPD und KPD ... - Moment.
Wir sind dran mit dem Erstvorschlagsrecht.
Abwechselnd war vereinbart. - Richtig.
Gut. Also, Punkt eins.
Verbotsantrag der NSDAP als verfassungsfeindliche Partei.
Ist auch unser Punkt eins. - Sehen Sie, es geht doch.
*Sie zischt.* - Punkt zwei.
Verstaatlichung aller die NSDAP unterstützenden Konzerne.
Die Quandts, die Krupps, die Nyssens.
Fahren Sie fort.
Punkt drei.
Umbau des Wirtschaftssystems und der politischen Ordnung
nach sowjetischem Vorbild. - Niemals!
Wir setzen auf ein demokratisches Wirtschaftsmodell.
Das niemand will, weil niemand dran glaubt!
Darum verlieren Sie mit jeder Wahl Stimmen!
Weil Regierungsarbeit anstrengender ist als Opposition!
Ah! - Man muss Kompromisse machen.
Sie treiben die Menschen in die Hände der NSDAP!
Unverschämtheit!
Ruhe, meine Damen und Herren, so geht es doch nicht weiter.
*chaotisches Stimmengewirr*
Jetzt reißen Sie sich zusammen!
Hören Sie auf zu lamentieren! Das ist doch zum Kotzen hier!
So geht das nicht weiter.
Wenn Sie Ihre Partikularinteressen vor das große Ganze stellen,
werden Sie untergehen.
Und zwar zurecht.
Man wird sagen, die Linke hat es nicht geschafft,
Hitler zu verhindern, als sie die Chance dazu hatte!
Weil Sie genauso verbohrt sind wie ihre Parteiführer.
Sie beide!
Aber ich ... - Wenn Sie jetzt etwas sagen,
geben Sie mir Recht.
Wo waren wir? - Drei.
Punkt vier.
*Turmglocke, Stuhlrücken*
Herr Reichskanzler.
Mein Führer.
Herr Hitler,
schön, dass Sie es doch noch in unser Haus geschafft haben.
Wir haben viel zu besprechen.
Sie hat ihn angerufen.
Wir haben viel zu besprechen,
mein lieber Freund und Kupferstecher.
Deine Frau hat diesen neuen Herren angerufen.
Du lässt dir die Zügel aus der Hand nehmen.
Im Gegenteil, ich nehme sie wieder auf, das siehst du doch.
Helga unterstützt mich und ich bin ihr dafür sehr dankbar.
Lieber Adolf ...
Lieber Adolf Hitler, wir haben viel zu besprechen.
*metallisches Klappern*
*Tür öffnet knarzend.*
*Lampen surren.*
*Tür schließt.*
Ganz ruhig.
Trinken Sie.
*Er schluckt keuchend.*
*Er atmet entkräftet.*
Was wollen Sie von mir? - Das kann ich Ihnen genau sagen.
Ich will die Krankenakte des gefreiten Hitler
von seinem Aufenthalt in Pasewalk im November 1918.
*düstere Musik*
Ich weiß nichts davon.
Das bezweifle ich.
Ich habe Dr. Forster nach Paris gebracht.
Nicht wegen einer Akte, sondern weil er Schutz brauchte.
Vor Menschen wie Ihnen.
Sie können Ihre Zeit vergeuden
und irgendwas aus mir rausprügeln.
Aber das, wonach Sie suchen, werden Sie bei mir nicht finden.
*unruhige, angespannte Musik*
Gut.
Dann wünsche ich Ihnen viel Glück im neuen Deutschen Reich,
als persönlichen Feind des Reichskanzlers Adolf Hitler.
*Schritte entfernen sich.*
*aufgeregtes Stimmengewirr*
*SA-Männer rufen unverständlich.*
Langenberger! Lager Nord!
Neuankömmlinge, hier aufstellen! - Noch zwei Zelle 12.
Alle anwesend.
In einer Reihe aufstellen! - Raus jetzt!
Na los! - Der Heymann?
Jakob! - Zelle acht, los.
Katelbach, Spurenwechsel. Jetzt mit uns gehen. Kommen Sie.
Schneller.
Los!
Alle Mann!
Was mache ich jetzt bei Ihnen? - Abhauen.
Bleiben Sie bei mir und warten Sie auf mein Zeichen.
Brock!
Los! - Ja.
Zügig!
Mandel!
Eckert!
Müllensiefen!
Heymann!
Heymann.
Ich nehme den Älteren, Sie den Jungen mit dem Gewehr.
Denken Sie dran, auf mein Kommando.
Fertigmachen! - Sind alle drin?
Zügig aufsitzen!
Czerwinski, Henning, Abreise!
Los, Abfahrt.
*spannungsgeladene Musik*
*unverständliche Zurufe*
Halt! Ausweisen!
In Ordnung.
Henning! Czerwinski!
*Er atmet angetsrengt.*
*Bremsen quietschen.*
Halt!
Polizei, aussteigen!
Raus hier! - Hey!
Tut mir leid. - Sie können nicht ... Das geht nicht!
Jemand wird mir sagen können,
wo meine Mandanten verblieben sind!
Sie rufen mich umgehend zurück, wenn Sie etwas erfahren, verstanden?
Danke!
Wo bleibt denn der Katelbach?
*nervös pochende Musik*
Was ist hier los?
Heilige ...
*Musik wird dramatischer.*
*Motor dröhnt.*
*Motor dreht hoch.*
Henning!
*Er hupt.*
Henning! Halt an!
Was will der Spinner denn?
Bleib stehen!
*Hupe, Reifenquietschen*
*Er schnauft zittrig.*
So ein Idiot.
*Musik wird unruhiger.*
Jetzt.
Matern!
Maul halten!
*Musik schwillt dramatisch an.*
*Reifen quietschen.*
Matern!
Grenadier, reiß dich zusammen!
*Schuss* - *Heymann schreit.*
Was war das?
*Kampflaute*
*Reifen quietschen.*
*chaotische Schreie*
*Musik verklingt.*
Nicht bewegen! Ich schieße jetzt!
Schieß! Schieß, Junge!
*lauter Schuss*
*Sie seufzt.*
Ihre Waffe, schnell.
*hektisches Atmen*
Wer sind Sie?
*müdes Atmen*
*Er lacht.*
*Er ächzt.*
*Er ringt nach Luft.*
*Er spricht unverständlich.*
Die Erdäpfel. Kartoffeln, mein ich.
Nimmt sie immer die mehligen.
*Katelbach röchelt leicht.*
*Heymann stockt.*
*Er atmet zittrig.*
*klagende Geigenmusik*
*Musik wird angespannter.*
So wird kein Verdacht auf Sie fallen.
Sicher?
Haben Sie eine bessere Idee?
Na ja, Ihr Wort in Gottes Ohr.
Viel Glück, Männer.
*Motor startet.*
*Klagende Geigenmusik setzt sich fort.*
*Verkehrsrauschen*
*Türklingel*
*traurige Klaviertöne*
Frau Behnke,
Katelbach und Heymann sollten in ein Lager gebracht werden.
*Klavier übertönt Dialog.*
Er ist in meinen Armen gestorben.
Sie sind verletzt.
Lassen Sie mich Ihnen helfen.
*Litten schluchzt.*
Und es gibt noch mehr Lager außerhalb der Stadt?
Ja. Wir vermuten im Norden, kurz hinter der Stadt.
Wie viele Insassen waren dort? Je mehr Informationen ich habe,
umso eher kann ich was vor Gericht ausrichten.
In unserer Zelle waren zwölf Mann.
Im gesamten Bau vielleicht 40 Zellen.
Einige davon werden doppelt belegt gewesen sein.
*Gemurmel*
Frau Völcker, Frau Helfers ...
es war Herrn Katelbach eine Herzensangelegenheit,
dass Ihre beiden Parteien in dieser Sache zusammenfinden.
Daher möchte ich Sie bitten, rasch zu einer Lösung zu kommen.
Wäre das möglich?
*triste Klaviermusik*
Frauen für Hitler.
Frauen für Hitler.
Lotte? Tagchen!
Ach, Doris.
Schon Feierabend?
Und, wie geht's?
Ich habe einen neuen Job. Frauen für Hitler.
Auf uns kommt's jetzt an.
Das da? - Nein, das ist ehrenamtlich.
Nee, etwas Richtiges. Beim Radio.
Gratuliere.
Ja, es geht aufwärts mit Deutschland.
Ich seh schon, du bist noch nicht überzeugt.
Nee, bin ich nicht. Gar nicht.
Dir fehlt der Blick fürs Wesentliche.
Es ging mir auch so am Anfang.
Aber glaub mir, bald wirst du es anders sehen.
Der Führer führt uns alle wieder nach Hause.
Da finde ich auch alleine hin, und zwar jetzt gerade.
Deine Ablehnung, die kommt aus dem Verstand.
Aber es geht ums Gefühl, um Geborgenheit und um Liebe.
Die Liebe ist das Wichtigste.
Ja, da magst du Recht haben. - Ja, das stimmt, Lottchen.
Die Liebe, die Liebe für Deutschland.
Doris, selbst wenn du Unfug redest, hab ich dich lieb.
Mach's gut. - Du auch, Lottchen.
Früher oder später wirst auch du
den Glauben an eine nationale Erhebung finden.
*Abfahrtssignal*
*wehmütige Streichmusik*
*Sie schnaubt.*
*Motor startet.*
Charlotte?
*Er schnauft müde.*
*Streichholz zischt.*
*leises Poltern*
*Er ächzt und röchelt.*
*Er röchelt.*
*Kampflaute*
*Döbrich ächzt.*
*schmerzerfüllte Schreie*
*SA-Mann ächzt schmerzerfüllt.*
*Er atmet hektisch.*
*Er atmet zittrig.*
*Er ringt nah Luft.*
*fernes Hundebellen*
*Schuss*
*Döbrich ächzt.*
*SA-Mann fällt zu Boden.*
*Schuss*
*Er atmet panisch.*
Charlotte.
Gereon.
Döbrich.
Wer ist das?
Wo warst du?
Wer sind diese Männer? - Wo warst du?
Charlotte. - Gereon, wo warst du?
Keine Nachricht! Gar nichts!
Hör auf! - Ich hab mir Sorgen gemacht!
Jetzt hör mir doch zu!
Nein!
Du willst was in die Luft jagen und machst mich zur Komplizin,
ohne mir ein Wort zu sagen!
Ich hab's satt! - Charlotte.
Ich hab's so satt, dass ich dir nicht vertrauen kann.
Woher kennst du diesen Mann?
Arbeitet in der Burg.
Wir müssen hier weg.
Charlotte, bitte. Wir können hier nicht bleiben.
Wo sollen wir denn hin?
*lautes Klopfen*
Polizei, aufmachen!
*Türklingel*
Ja. Ist was passiert?
Die Herrschaften sagen, es gab Lärm.
Hier? - Nun ja ...
Geknallt hat's doch. Und gescheppert, wie verrückt.
Ich hab mir 'ne Wanne eingelassen. Das Wasser plätschert immer so laut.
Wollen Sie kurz reinkommen? Ich mache uns einen Kaffee.
*Wachmeister räuspert sich.*
Nein, nein, junge Frau. Nehmen Sie mal in Ruhe Ihr Bad.
Eine Schießerei sieht anders aus, meine Herrschaften, bitte.
Na los! - Wiedersehen.
*sanfte Klaviermusik*
*Musik wird düsterer.*
Wo ist Dr. Forster?
In Paris.
Verhaftet? - Nein.
Sie haben nur mich erwischt.
Warum hast du dich nie gemeldet?
Hab ich. Mehrmals.
*Sie schnalzt ungläubig.*
Charlotte, ich ...
*Er atmet stockend.*
*getragene Klaviermusik*
*wehmütige Geigenmusik*
Can't find what you're looking for?
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