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Original subtitles

Personen und ihre Farben:

Claudia Hoffmann, Krankenschwester Manfred Schubert, ihr Lebensgefährte

Florian Timm, Vorsitzender der Kleingartensparte

Frau Kunze, Nachbarin Tante Kalkreuth, Wirtin

Der Mensch braucht nicht nur zum Gärtnern geschickte Hände.

Im Leben ist es wie im Garten:

Ein guter Kleingärtner muß nur ein Samenkorn in die Erde stecken.

Es wird wachsen. Auch wenn er sagt, daß sein Boden der schlechteste ist.

Jetzt ist Ende August. Die Erntezeit beginnt.

Klaräpfel, Birnen, Pflaumen, Pfirsiche und Aprikosen.

Wohin mit dem vielen Obst? In die Aufkaufstellen des Konsums.

Natürlich auch in die Einweckgläser zu Hause.

Tante Hoffmann! Sie sagen, ich darf keine Matschpampe machen.

Warum ärgert ihr ihn? (Birgit) Er ärgert uns!

Habt ihr schlechte Laune?

Es ist langweilig! - Können wir zum Boot zurück?

Spinnt ihr? Ich fuhr wegen euch früher nach Hause! Und jetzt ...

Jetzt regnet es nicht mehr. Es geht nicht. Ich arbeite ab morgen.

Ihr könnt nicht machen, was ihr wollt.

Ilona übernimmt das Kommando.

Wenn ich abends komme, dann muß hier alles in Ordnung sein.

Ist das klar? Alles klar.

Wir unternehmen morgen etwas Schönes. Prima!

Darf ich jetzt Matschpampe machen? Gut. Aber mach dich nicht schmutzig.

Die Oma schimpft sonst, wenn sie zurück ist.

Meine Oma schimpft nie.

(Birgit) Du alte Sau!

Ich wußte es! Warum hast du ihm das Matschen erlaubt?

Rache ist süß!

Ich muß ab morgen arbeiten. Wie wollt ihr hier zurechtkommen?

Bitte sehr, Frau Rödel.

So, das ist fertig.

Meine beiden Kleinen haben plötzlich Sehnsucht nach dem Boot.

Ich vermute, du hast auch Sehnsucht.

Den gemeinsamen Urlaub abbrechen: Das war richtig.

Das enge Boot, der Dauerregen ... Wir hätten uns für immer zerstritten.

Wie ist es jetzt? Er schreibt, daß er uns vermißt.

Ich glaube aber, er vermißt nur mich.

Hallo, Einsiedler! Was gibt es zum Mittagessen?

Gudrun! Toll, daß du mich erkennst.

Was machst du hier? Ich hörte, du bist allein hier.

Ich wollte wissen, wohin du fährst und wie es dir geht.

Was kochst du dir?

Gulasch aus der Büchse, Kartoffelbrei aus der Tüte.

Ich wußte sofort: Garten macht Ihnen mehr Spaß als Wassersport.

Wie merkten Sie das?

Sie brachten den Garten wunderbar in Ordnung. Ilona machte das.

Ilona weiß besser Bescheid. Aber Sie arbeiteten mehr.

Mir tut jetzt noch alles weh.

Soll im Garten etwas glücken, spürt man es im Rücken!

Aber diese Arbeit ist gesund. Auf Wiedersehen!

(Schmerzenslaut)

Dieser Herr Tiller ... Was machst du?

Hilf mir. Mein Knie ist kaputt.

Frau Doktor, kommen Sie bitte. Schwester Claudia hatte einen Unfall.

Das hat gut geschmeckt. Junggesellen haben viele ungenützte Talente.

Soll ich bei dir Schiffskoch werden?

Zeig mir erst dein Können als Steuermann.

Wir fahren hinaus auf den See ...

Ich sonne mich. Dann ankern wir in einer stillen Bucht und baden.

(Claudia stöhnt vor Schmerz.)

Ich glaube, die Sache ist ernst. O Gott, das fehlt mir noch!

Der Grund ist zuviel Gartenarbeit. Herr Timm sagte, das ist gesund.

Ich telefoniere mit Professor Sturm. Ich kenne ihn gut.

Bitte nicht gleich!

Die Adresse meiner Eltern steht im Büchlein.

Ich wohne in der Laube, bis deine Mutter kommt.

Soll ich Manfred Nachricht geben? Wie? Er soll in Ruhe Urlaub machen.

Mist! Ich wollte jetzt als Leitende Schwester anfangen.

Bleib ruhig! Die Stelle ist dir sicher.

Danke, Petra. Besuchst du mich? Natürlich. Gute Besserung!

Wenn ich nicht allein gewesen wäre ...

Ich wußte, daß du allein bist.

Wie schnell das alle wissen ...

Nachrichten über dich interessieren mich.

Warum? Du kannst viel bessere Freunde haben.

Du hast vermutlich auch welche.

Du weißt nicht, was ich habe und was mir fehlt. Irgend etwas fehlt immer.

Das macht uns Probleme ...

Weißt du, was mir fehlt? Ein rich- tiger Mann. Ein Mann wie du.

Hallo! Sportfreund Schubert! Ja!

Ich sah dein Boot und wollte es dir gleich mitteilen. Hallo, Gudrun!

Was ist los? Ich telefonierte mit meiner Frau.

Sie sagte, deine Frau mußte ins Krankenhaus. Wegen ihres Beines.

Verdammt! Wußte sie etwas Genaues? Keine Sorge. Sie hat das Bein noch.

Die Sache passierte im Dienst. Erzählte deine Frau weiter nichts?

Nein. Rufe selbst im Krankenhaus an. Ahoi!

Du kannst morgen früh mit mir mitfahren.

Nein, ich muß gleich fahren.

Der Doktor braucht deine Hilfe nicht. Aber die Kinder brauchen sie.

Was ist mit ihnen? Ich fahre sofort!

(Petra liest) Am Ende des Monats waren die Ähren reif ...

Hallo, Manfred! - Mutti wird operiert. Am Knie.

Wie kommen Sie hierher?

Ich hörte von dem Unfall. Ich dachte, die Kinder sind allein.

Claudia bat mich, hier zu wohnen. Ihre Nachricht ist sicher unterwegs.

Sie wollte Ihnen keine Nachricht schicken.

Aber ... Warum nicht?

Wie sollte sie eine Nachricht an Ihr Boot schicken?

Auf dem See kann man jeden erreichen.

Sie wollte Ihnen den Urlaub nicht verderben.

Unsinn! Hier geht es um die Kinder.

Lies weiter, Tante Petra! - Gleich, Dirk.

Ich helfe gern. Aber das ist vor allem meine Sache!

Ich hole Dirk nach Hause. In Ordnung, Elfriede.

Nimmst du das mit? Ja. Petra hat sonst zuviel Arbeit.

Es ist nett von ihr, daß sie sofort herkam.

Ich hatte schon Sorge, daß du alles machen mußt.

Ich muß auf jeden Fall helfen. Sie geht schließlich arbeiten.

Manfred müßte sich um alles kümmern.

O nein! Ich bin froh, daß Petra bei den Kindern ist.

Du dachtest vor kurzem noch anders über Petra.

Damals ging es um Dirk.

Richtig. Und wo ist Dirk jetzt? Sei froh, daß sie sich sehr mögen.

Froh ... Unser Sohn müßte sie heiraten. Dann wäre ich froh.

Wir müssen gehen, Dirk. - Noch nicht, Oma.

Petra hat viel Arbeit.

Ich spüle morgen das Geschirr. Ich kann das machen.

Haben Sie Zeit? Ich habe Urlaub.

Er hat seine Bootsfahrt abgebrochen. - Frau Hoffmann wird sich freuen.

(Gewitter)

Wir müssen wirklich gehen. - Erst "Tschüs" sagen!

Tschüs! Bis morgen. - Tschüs, ihr beiden.

Tschüs, mein Kleiner.

Ich komme morgen wieder. - Herr Schubert ist da.

Ich komme wahrscheinlich nicht her. - Du mußt kommen!

Sie kommt bestimmt irgendwann wieder.

Gute Nacht! - Gute Nacht.

Gute Nacht!

Ausziehen und waschen! Tempo!

Ein schlimmes Gewitter! - Mutti hat bestimmt Angst.

Hauptsache, ihr habt keine Angst. Ilona kommt! Klatschnaß!

Mutti wird morgen operiert. - Auweia!

Keine Angst! Sie kann bald wieder herumhumpeln!

Genau so! Sieh her! Denk an Robinson! Er hätte damit nicht überlebt.

Er hätte mit dir auf der Insel auch nicht überlebt.

Denkst du, mit dir könnte er ... - Schluß jetzt!

Ihr macht mehr Krach als der Donner. Geht ins Bett!

Prima, daß du gekommen bist. Das ist selbstverständlich.

Der Regen ist vorbei. Ich gehe jetzt. (Ilona) Bleib hier.

Und Manfred? Ich vertreibe Sie nicht.

Wo soll ich schlafen? - Natürlich im Bett.

Wir schlafen hier. Manfred schläft in meinem Bett bei den Kindern.

Einverstanden? Keine Einwände.

Ab morgen sind Sie wirklich allein. In Ordnung.

Der Regen heute nacht war gut ...

Ja. Ärgerlich, daß ich vorher den Rasen nicht mähte.

Ich hatte keine Zeit. Jetzt kommt noch die Inventur ...

Ich mähe Ihnen den Rasen.

Danke. Der nächste Kuchen ist für Sie. Zur Belohnung.

Nicht nötig, Frau Kunze. Ich verändere mich.

Wirklich? Tanzmusik?

Nein. Ich spiele künftig im Kreiskulturorchester.

Das ist gut! Nur auf Begräbnissen spielen, das ist nichts für Sie.

Das ist eine Aufgabe, die Können verlangt.

Aber dann kam dieses verlockende Angebot ...

Durch Vermittlung meiner Braut.

Braut?

Die junge Dame, die ich im Urlaub kennenlernte. Ich mag sie.

Ich werde zu ihr ziehen.

Das ist das erste, was ich höre. Sie sind auch die erste, die es hört.

Ausgerechnet Sie verlassen uns! Das freut mich ... nicht.

Nicht alles ist eine Freude, was wir hören.

Aber wir müssen es trotzdem sagen.

Ja ... Ich werde jetzt Ihren Rasen mähen. Ja.

Ja.

Oh, Manfred!

Wie geht es dir? Na ja ...

Warum versuchtest du nicht, mich zu erreichen?

Ich mußte schnell eine Lösung finden. Petra war die erste Möglichkeit.

Sicher. Aber später konntest du ... Ja, ich ...

Ich wollte dich in deinem Urlaub nicht stören.

Ich schrieb meiner Mutter, daß sie kommen soll.

Aber warum?

Ich kann ihr nicht wieder absagen.

Gut. Mach dir keine Sorgen, ich komme mit ihr zurecht.

Manfred! Du weißt, daß meine Mutter dich nicht schätzt.

Ich liege herum, und bei euch ist Krieg! Vielleicht vor den Kindern.

Das macht mich verrückt! Bitte, Manfred ... Tu das nicht.

Mit anderen Worten: Ich soll gehen.

Mach deine Fahrten! Genieße den Urlaub. Du brauchst ihn.

Ich bin sehr froh, daß du gekommen bist.

Ich bin dankbar für dein Kommen ... Du bist dankbarer für mein Gehen.

Manfred, mir geht es schon schlecht genug.

(laut) Ich mache mich ... (leise) Ich mache mich lächerlich.

Ich kam sofort. Ich dachte, das ist meine Pflicht.

Soll ich vor deiner Mutter flüchten? Bitte hör auf, Manfred.

Was soll sie denken, wenn ich nicht bei den Kindern bin?

Ich nehme mir dann selbst jede Chance.

Sie müssen gehen. Gleich ist Visite. Ja.

Laß Petra bei den Kindern, bis meine Mutter kommt.

Deine Ablehnung schmerzt mich sehr.

Alles Gute für die Operation.

Guten Tag, ihr beiden! Was ist das?

Das wird eine Schaukel.

Woher ist sie? Von Onkel Harry. Er baut sie heute abend.

Das ist toll!

Ich mache mich hier lächerlich.

Wer weiß, wen du in Werder kennenlernst...

Wer weiß, wen du kennenlernst!

Ich liebe nur dich. - Ich dich auch. Du weißt das.

Ilona ... Ich wünsche mir ein Kind von dir.

Ein Kind?

Ich denke manchmal, du liebst mich nicht.

Nicht so sehr, wie ich dich liebe.

Holger, versteh mich ...

Ich kann meinen Beruf nicht erlernen, wenn wir jetzt ein Kind bekommen.

Ich ...

Ich muß dann immer für das Kind da sein, mich um das Kind kümmern.

Ich wäre nicht frei. Du auch nicht.

Kannst du dir vorstellen, was wir alles versäumen?

Wir können das niemals nachholen.

Ich will nicht, daß es mir so geht wie meiner Mutter!

Verstehst du mich?

Ich wüßte dann, daß du mir gehörst.

Du mußt Vertrauen haben.

Liebe ohne Vertrauen ... Ein Kind kann da nichts retten.

Außerdem: Du kannst gern ein bißchen Angst um mich haben.

Ich schaukle zuerst. - Nein, ich!

Quatsch! Ich will sie ausprobieren. - Manfred sagt, ich darf zuerst.

Ich schaukle als erster.

Dann weiß ich, ob alles in Ordnung ist.

Danach ich!

Wieso? Ich bat Onkel Harry um die Schaukel.

Wir werfen eine Mark. Zahl gewinnt.

Der Gewinner darf schaukeln. Der Verlierer bekommt die Mark.

Du darfst schaukeln. - Sehr schlau!

Hände weg! Ich mache das allein. Das geht prima.

Jetzt darf ich! - Für eine Mark schaukle ich lange.

Du bist auch schlau.

Hallo! Was sehe ich da? - Wir haben eine Schaukel!

Manfred baute sie uns!

Claudia gab mir Nachricht, daß Sie abfahren wollen.

Ja, aber dann blieb ich aus bestimmten Gründen.

Ich mußte mich abhetzen, um herzukommen.

Ich konnte nicht Bescheid sagen. Es war ein plötzlicher Entschluß.

Heute kamen Sie vergeblich. Das ist der Ausgleich.

Komm schaukeln, Petra!

Petra ist wieder da. Ich sehe es.

Jens, du bist an der Reihe.

Schade, daß Heiko selten kommt. Er hat keine Zeit.

Du kannst ihn vielleicht anrufen ... Ich bin keine Kupplerin!

Ich konnte nicht verlangen, daß Sie die Schaukel auch noch aufbauen.

Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen!

Jetzt wissen Sie, warum ich bleiben muß.

Wie wollen Sie das Claudia erklären?

Ich hoffe, Sie machen das. Mit Gefühl und weiblichem Geschick.

Ich versuche es.

Komm runter, Jens! Du schaukelst zu lange!

Möchten die Herrschaften Bauern- frühstück mit Speck oder ohne?

Ohne Speck!

Möchtet ihr den Kakao mit viel Milch oder mit wenig? Viel Milch!

(Klopfen)

Herein!

Ich bin es. Frau Timm! Wir machen das Abendessen.

Ich bringe etwas zum Abendessen.

Frische Kartoffelpuffer.

Sie brachten gestern erst Pudding.

Kein Problem. Florian wollte Puffer, also machte ich ein paar mehr.

Sehr nett. Frau Kunze brachte einen Kuchen.

Meine Kochkünste sind unnütz.

Ist Fräulein Petra nicht hier? Ich sah sie ... Oh, die Kartoffeln!

Petra fuhr wieder weg. Für uns alle ist es zu eng.

Ja, sicher.

Schmeckt es? - Ja, prima!

Nach Bernau ziehen ... Hoffentlich bereust du das nicht.

Bestimmt nicht.

Kaum lernt man sich kennen, muß man sich schon trennen.

Nach so vielen Jahren! Zeit für eine Veränderung.

Hier ging es dir gut. Dort wird es mir auch gut gehen.

Roswitha ist ein lieber Mensch. Schade! Alle gehen weg!

Opa Treuholz ins Feierabendheim, Sigrid in die Stadt, du nach Bernau.

Du hast dich oft über mein Geigenspiel geärgert.

Ach, Unsinn. Stille ist auch nicht besser.

Immer wieder kommt etwas Neues. Nie wieder wird es so, wie es war.

Das ist vielleicht sogar gut.

Ich war bei vielen Begräbnissen.

Aber nie blieb eine Lücke. Immer wieder kam jemand, der sie schloß.

Das ist der Lauf der Welt. Die Zeit geht weiter ...

Aber wohin geht sie?

"Eins, zwei, drei, im Sauseschritt saust die Zeit. Wir sausen mit."

Was machen wir damit? Apfelmus kochen!

O nein, nicht schon wieder.

Besser ist, wir bringen sie zur Sammelstelle.

Ja, wir verkaufen sie!

Das Geld ist für euch. Hole bitte den Handwagen.

Ich muß aufs Klo! Schon wieder?

Ist es schlimm? Ja, sehr.

Ihr habt unreife Äpfel gegessen.

Aua, mein Bauch ... Das hat mir noch gefehlt.

Hallo, Petra! Hier ist Schubert.

Können Sie herkommen? Jens hat Bauchschmerzen und Durchfall.

Nein. Ich vermute, er aß zu viele unreife Äpfel.

Fieber? Ich weiß nicht.

Gut, ich suche das Thermometer. Tschüs, bis später!

Der arme Kleine ... Machen Sie einen feuchtwarmen Umschlag. Nichts essen!

Wollen Sie unser Thermometer? Nicht nötig. Ilona weiß, wo es ist.

Rufen Sie mich, wenn Sie Hilfe brauchen. Danke, Frau Timm.

Kann ich bitte Herrn Doktor Timm sprechen? Ich bin seine Mutter.

Nicht traurig sein, Jens. Du wirst wieder gesund.

Übermorgen kannst du wieder spielen. - Erst übermorgen?

Ist es wirklich nichts Schlimmes? Vielleicht der Blinddarm?

Nein. Ein verdorbener Magen. Morgen schicke ich Frau Doktor Müller her.

Waren die Umschläge richtig? Ja. Geben Sie ihm Pfefferminztee.

Ohne Zucker! Morgen bekommt er Reisschleim und Möhrenbrei.

Zwischendurch gibt es ... - Hallo, guten Tag!

Wird hier ein Doktor gebraucht? Vom wem wissen Sie das?

Meine Mutter sagte mir, daß Jens Bauchweh hat.

Ich will seit langem herkommen. Ich dachte also ...

Aber ich sehe, er wird gut versorgt. - Nein, untersuche ihn lieber.

Also, dann zeig mir deinen Bauch.

Jeder Verliebte hofft auf einen Zufall.

Zufall? Deine Mutter wußte, daß ich hier bin!

Sie hörte das Telefongespräch.

Das war prima von ihr! - Seltsam. Sie warnte dich vor mir.

Sie sagte, ich will einen Arzt zu Mann.

Hast du das gehört? Das Geschwätz war für mich ohne Bedeutung.

Ich wollte dieses Risiko nicht eingehen.

Deshalb hast du die Heirat abgesagt! - Ja, deshalb auch.

Verzeih mir! - Was soll ich verzeihen?

Ich war sauer! - Weil eine dich nicht wollte?

Nein. Weil du mich nicht wolltest!

Ich bin ein Esel. Ein Rindvieh.

Du bist auch eine Eselin. Hast Angst vor der Schwiegermutter!

Kommst du mit zu uns? Meine Eltern freuen sich.

Heute nicht. Ich muß mich um Jens kümmern.

Aber morgen bestimmt.

Morgen.

Ich muß morgen nach meinem Patienten sehen.

Ich hoffe, ich sehe dich morgen auch. - Tschüs.

Habt ihr gut geschlafen, Herrschaften?

Guten Morgen, Manfred. Guten Morgen.

Bitte, mein Herr: Ihr Tee.

Mir geht es wieder gut. Darf ich aufstehen? Nein, noch nicht.

Ich mußte die ganze Nacht nicht aufs Klo! Prima.

Mein Bauch tut nicht mehr weh.

Du darfst dich nachmittags in den Garten legen.

Bring mir auch etwas ans Bett. Was, meine Dame?

Ein Zuckerei. - Mir auch!

Du bekommst Tee mit Zwieback.

Ich will Mutti heute von einem gesunden Jens berichten.

Kann ich mitgehen? Sie wird erst heute operiert.

Nach der Operation dürfen nur nahe Angehörige hinein. Wer ist ihr Mann?

Ich! Seit wann? Das ist mir neu.

Sind Sie der Ehemann oder nicht?

Natürlich ohne Trauschein. Aber ist der Stempel hier wichtig?

Einigen Sie sich draußen, wer hier Rechte hat.

Ich will die Patientin damit nicht belästigen.

Ich wünsche gute Besserung. Wie geht es ihr?

Gut. Die Frage ist ein Pluspunkt für Sie. Sagen Sie es auch den Kindern.

Ich betreue die Kinder. Das ist ein Pluspunkt für Sie.

Hallo, Ilona! Wieder zurück? Guten Tag.

Schlechte Stimmung. Oma ist da und nörgelt nur. Auch das noch!

Sie schimpfte schon mit mir, weil ich lange mit Holger unterwegs war.

Sie will, daß ich nur auf Jens aufpasse.

Ich sagte, du erlaubtest mir das Weggehen.

Ich mußte Bücher und Hefte für die Schule einkaufen.

Bitte, gebt mir nur an allem die Schuld.

Wie geht es Mutti? Gut. Alles in Ordnung.

Guten Abend.

Guten Abend. Ich wußte, was hier los ist!

Die Kinder sind allein, der kranke Junge ist ohne Aufsicht ...

Ich war bei Claudia im Krankenhaus. Hoffentlich wurden Sie weggeschickt.

Nein. Ich betreue hier die Kinder, seit Claudia krank ist.

Jetzt bin ich da. Ich habe Ihre Sachen zusammengepackt.

Sie werden hier nicht mehr gebraucht.

Ich weiß, Sie besuchen meine Tochter. Das gibt Ihnen aber kein Hausrecht!

Ich erwarte den Doktor und Claudias Freundin.

Sie waren schon hier. Sie haben anscheinend auch eine Liebschaft.

Die beiden heiraten bald! Was Claudia und mich betrifft ...

Klären Sie das mit meiner Tochter.

Ich möchte mich von den Kindern verabschieden.

Jens schläft! Er wird nicht gestört. - Das ist wirklich gemein!

Sie hat heute schlechte Laune. Aber das werde ich ihr abgewöhnen.

(ruft) Oma! Hunger!

Geduld, Jens. Oma macht dir etwas Feines. Gleich, mein Schatz.

Hunger, Oma!

Sie hat recht: Was bin ich für sie? Der Liebhaber ihrer armen Tochter.

Das kann man so nicht sagen, Heiko. Man kann, wenn man will.

Meine Schwiegermutter sieht darin meine Funktion.

Schwiegermütter sind mir ein Rätsel. Du redest Quatsch.

Wer weiß, wie deine Mutter mich behandelt.

Freundlich. So, wie deine Mutter mich behandelt.

Entschuldige, daß ich Bedenken hatte.

Sie hatten recht, aus Ihrer Sicht. - Sie hatte nicht recht!

Wir liebten uns. Können andere das einschätzen?

Ich bin ohne Rechte. Claudias Mutter denkt so und auch die Oberschwester.

Zwei böse Weiber an einem Tag! Herr Schubert denkt anders darüber.

Nein, Ihr Mann hat recht.

Dumm ist: Ich bin in einer schlechten Lage, den beiden gegenüber.

Wir gehen jetzt. - Jetzt schon?

Tschüs euch allen!

Tschüs, mein Junge.

Wir melden uns morgen wieder beim Standesamt an.

Machen wir eine Doppelhochzeit? Dann müssen böse Weiber schweigen.

Aber Tempo, mein Lieber! Wir haben es eilig.

Wartet!

Wir können ein großes Fest brauchen. Doppelhochzeit ist ein guter Grund.

Guten Morgen, Frau Teichert!

Schönes Wetter heute.

Wir wollten in den Tierpark gehen! - Unmöglich! Jens ist krank.

Dann geht Manfred mit mir und Lars. Bitte, Omi!

Herr Schubert hat keine Zeit. - Du hast es versprochen.

Oh, ich habe viel Zeit. Du hörst es!

Du wolltest mir bei der Wäsche helfen und mit mir zusammen einkaufen gehen.

Aber danach darf ich mit Manfred zum Tierpark.

Was machen Sie noch hier? Ich bin Gast von Nachbar Timm.

Manfred! Wo sahst du gestern das "Buch des Gärtners"?

In der Grünstraße. Aber es gab nicht mehr viele. Du mußt dich beeilen.

Kommst du mit, ein Buch kaufen? Du wolltest auch einiges besorgen.

Ich ziehe mich nur an.

Ilona! Birgit!

Kommt in die Küche. Ich muß mit euch reden.

So geht das nicht! - Was geht nicht?

Was ist los? - Hier ist es zu eng! Zu unbequem!

Was ist unbequem? Uns gefällt es hier!

Hier ist es prima, Omi. Wollen wir baden gehen?

Besser ist: Wir fahren für den Rest der Ferien zu uns.

Dort ist es schöner. Opa freut sich, wenn alle da sind. - Wegfahren?

Ich fahre nicht mit. - Du fährst!

Wie denkst du dir das? Am ersten September beginnt die Schule.

Wir finden eine Lösung. - Außerdem: den Garten allein lassen?

Alles vertrocknet, was wir mühsam pflanzten!

Wir können die Nachbarn bitten. Sie helfen bestimmt.

Wer besucht Mutti? Soll sie einsam da liegen?

(Birgit) Wir können nicht fahren. (Oma) Das sind alles Ausreden.

Ich fahre nicht! Wer soll die Kaninchen füttern?

Kaninchen ... Wo ist deine Molly? Muß sie in der Küche herumlaufen?

Bring sie sofort in den Käfig! Los!

Ich helfe dir!

Ins Bett! Du bist noch nicht gesund. - Ich bin gesund!

Guten Tag.

Guten Tag. Gut, daß du kommst. Kannst du einige Tage unseren Garten gießen?

Ich sage meiner Mutter Bescheid. Sie macht das gern.

Auch die Kaninchen füttern ... - Aber ja, natürlich!

Ich kümmere mich gut um sie. - Wunderbar! Wir können fahren.

Nein! Ich bin noch krank.

Was soll dieser Mann bei den Kindern?

Ich mische mich nie in deine Angelegenheiten ...

Doch, Mutti! Immer! Du warst nie ein- verstanden mit meinen Entscheidungen.

Sie waren nicht klug. Hättest du auf mich gehört ...

Ja, ja! Ich weiß. Ich bin in euren Augen eine Niete. Ein Versager.

Ich habe keinen Doktortitel. Ich habe vier Kinder.

Ich kann nicht immer daran denken, was ich anders machen konnte!

Davon wird nichts besser in meinem Leben!

Das ist mir klar.

Ich will nur, daß du jetzt nicht wieder einen Fehler machst.

Ich passe selbst auf, daß niemand mir schadet.

Hoffentlich!

Ach, Claudia ... Glaub mir: Wir wollen nur dein Bestes.

Alle Eltern wollen das. Ich will auch das Beste für meine Kinder.

Sie wollen hierbleiben, bei Manfred. Also sollen sie hierbleiben!

Wie bitte?

Das heißt, ich bin völlig umsonst gekommen! Ich mache euch nur Ärger.

Es tut mir leid, Mutti.

Ich bat zu früh um deine Hilfe. Aber versteh mich ...

Ich danke dir sehr, daß du gekommen bist. Ich danke euch für vieles!

Ich rechnete nicht damit, daß Manfred sich so sehr einsetzt.

Siehst du! Du glaubst selbst nicht an diesen Mann.

Ich verlangte nichts von ihm. Ich unterschätzte ihn vielleicht.

Ich möchte ihn nicht enttäuschen. Ich will versuchen, mit ihm zu leben.

Ich fürchtete immer, er meint nur mich. Er will die Kinder nicht.

Ich irrte mich vielleicht.

Ich wünsche es dir.

Nimm dir Lars wieder mit. Sei mir nicht böse. Bitte.

Meine Enkel sind tüchtig! Sie beginnen noch dieses Jahr zu bauen.

Ich ziehe im Oktober ins Feierabendheim.

Aber mein Wagen bleibt mir!

Aber was bleibt dir, wenn du wegziehst?

Die Erinnerung, Opa Treuholz.

Das ist auch etwas Gutes. Ich denke oft an vergangene Zeiten ...

Niemand kann uns das wegnehmen. Wann geht es los?

Morgen.

Wirklich? Dann müssen wir Abschied feiern!

Ich dachte immer, du spielst bei meiner Beerdigung.

Das hätte mir den letzten Auftritt leicht gemacht.

Ich mache das trotzdem. Gib mir Bescheid, wenn es soweit ist.

Das tue ich, Fiedler. Bestimmt.

Niemand soll an meinem Grab sagen, daß ich ein Säufer war.

Ich war ein Zecher. Ich trank mit Genuß.

Spiel nichts Trauriges bei meinem Begräbnis!

Am besten einen Zirkusmarsch, wenn du das kannst.

Hallo, Sportfreund! Gut, daß ich dich treffe.

Guten Tag, Gudrun. Ich rieche, wo du bist.

Was gibt es? Ich will dein Boot kaufen.

Mein Boot? Ja. Mein Motor ist endgültig kaputt.

Ich habe noch einige Tage Urlaub. Ich will sie am See verbringen.

Der Herbst hat auch noch schöne Tage...

Was soll das Boot kosten? Langsam! Ich dachte nie an Verkauf.

Es bringt bestimmt genug Geld für einen Trabant Kombi.

Dort hat deine ganze Familie Platz. Sei nicht frech.

Morgen, sechs Uhr. Ich hole dich ab und bringe dich wieder zurück.

Du kannst sehr dumm gucken! Soll ich dich irgendwohin bringen?

Ja, zum Krankenhaus.

Wie geht es den Kindern? Oh ... Gut.

Kein Wunder, bei meiner Pflege. Gut, daß wir euch Männer haben!

Gehen Sie nur. Zimmer vier. Danke.

Ich habe eine Überraschung für dich.

Ich verkaufe mein Boot.

Das gibt es nicht ...

Doch, das gibt es. Ich bin sehr schnell in meinen Entschlüssen.

Du bist auch schwankend in deinen Meinungen.

Ich erinnere mich gut: das Boot als Symbol deiner Freiheit ...

Symbol? Das Boot war ein Hobby.

Na ja ...

Freust du dich oder freust du dich nicht?

Ich frage mich: Wie lange dauert es, bis du es bereust?

Wir kaufen uns lieber einen Trabi. Einen Kombi. Wir?

Ja, wir. Ich dachte ...

Wir heiraten.

Ach ... So wie jetzt geht es nicht weiter.

Wie deine Mutter mich abschiebt ... Das hat mir gereicht.

Sie fährt morgen zurück.

Und die Kinder?

Willst du wirklich die Kinder behalten?

Natürlich will ich sie behalten! Im Garten macht es Spaß.

Aber in einer Woche ist Schule ... Ich regle das.

Ich wechsle die Schicht. Dann bin ich nachmittags zu Hause.

Du kontrollierst die Schularbeiten. Ja.

Du kochst das Essen. Ja.

Du wäschst die Wäsche ... Ja.

Verkauftest du das Boot schon? Nein.

Morgen vormittag. Bitte, Manfred: Überlege sehr gut.

Es darf dir später nicht leid tun.

Ein Bekannter verkauft einen alten Trabi Kombi.

Ich kann ihn herrichten. Dann bleibt noch Geld für die Schulden.

Ein Auto ist für uns alle.

Plane nicht zu weit voraus. Ich muß erst wieder gehen lernen.

Nett, daß du uns zur letzten Fahrt mitnahmst.

Du warst nun wenigstens einmal auf dem Boot. Tut es dir leid?

Ja, ein bißchen. Auch wegen ihr?

Sei nicht frech.

Tolles Weib.

Beherrsche dich!

Ich wollte dich nicht ärgern!

Garten und Boot sind sehr verschie- dene Hobbys. Einer muß nachgeben.

Das tut meistens der Dümmere.

Entschuldige.

Wagen Sie es nicht, mich zu enttäuschen! Oder Claudia!

Ich nehme Ihre Drohung sehr ernst.

Also dann: auf Wiedersehen! Auf Wiedersehen.

Tschüs, Kinder! Bleibt gesund. - Tschüs, Omi.

Komm bald wieder mit Omi.

Ich weiß nicht ...

Ich denke: ja.

Tschüs, Oma! Grüße an Opa!

Mach schnell ins Bett! - Was soll er?

Mach schnell, daß du ins Bett kommst!

Passen Sie gut auf!

Die Ferien waren vorbei. Die Schule begann wieder.

Die Leute zogen zurück in die Stadt.

Die meisten Gärten warteten wieder bis zum Wochenende.

Erst dann wurden sie gegossen, geharkt, abgeerntet und gepflegt.

Wir hatten viel Arbeit mit der Organisation der Leistungsschau.

Womit kann eine Gartenanlage Eindruck machen?

Mit den Früchten ihrer Gärten und den Ergebnissen der Kleintierhaltung.

Garantieren Sie mir, daß das Licht brennt? Aber sicher.

Guten Tag! Endlich sind Sie wieder da!

Die Luft hier draußen fehlte mir am meisten.

Pfui! Jemand düngt hier. Trotzdem riecht es gut.

Vorsicht mit dem Knie! Sie legt sich gleich in den Garten.

Ich hole Ihnen unsere Polster-Gartenliege.

Wissen Sie ... Es macht keinen Spaß, wenn Sie mir nicht die Spritze geben.

Nein? Nein?

Ich gehe voraus.

Geht schon los.

Sie hörten, wie wir Sie vermißten.

Ich höre das gern.

Ich möchte, daß Sie es als erster erfahren: Ich heirate.

Ich gratuliere.

Ich bin Ihnen für vieles dankbar, Harry.

Ohne Sie hätte sich Manfred nicht so schnell für den Garten entschieden.

Alles Gute.

Guten Tag, Holger! Guten Tag. Kommt Ilona bald?

Dieses Wochenende leider nicht. Sie hat eine Exkursion nach Markkleeberg.

Ich dachte es mir fast ...

Noch drei Bier, Lisbeth.

Beginnt schon mit eurer Vorstands- sitzung! Ich bringe das Bier.

Hier entlang! Du wirst jetzt gewählt. Ich will nur etwas fragen.

Kann ich in 14 Tagen den Saal mieten für eine Feier? In 14 Tagen ...

Unmöglich! Dann ist Leistungsschau.

Oh! Das ist dumm.

Was wollt ihr feiern? Unsere Hochzeit.

Viel Freude macht, das ist bekannt, für Mann und Frau der Ehestand.

Wir haben doch die neue Terrasse ... Im Oktober? Im Freien?

Goldener Herbst ... Hoffentlich ist schönes Wetter.

Immer Optimist sein! Genau! Das ist mein Lebens-Leitsatz.

Das brachte mir Glück.

(Tanzmusik von drinnen)

(Tanzmusik)

Knipse nicht nur die Kaninchen!

Ich mache noch ein Foto, zur Sicherheit.

Liebe Brautpaare! Liebe Gartenfreunde!

Das Jahr des Gärtners geht zu Ende.

Aber was heißt das: "Ende"?

Betrachten wir die Ernte!

Unsere Leistungsschau gibt uns einen Überblick.

Ich glaube, ich kann beim Anblick dieser Ernte sagen:

Wir stehen vor einem Anfang, der neue Erfolge verspricht.

Untertitel: zeile 21 / Rosemarie Streibig

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