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POSTFACH

Was ist der wahre Sinn des Lebens?

Schmerz.

Im Schmerz finden wir Wahrheit.

Und in der Wahrheit...

...Erlösung.

Liebe Mutter, wenn dich dieser Brief erreicht, haben wir allen Besitz verkauft...

und eine Überfahrt zu den Galapagos-Inseln gekauft.

Harry! -Harrys Gesundheit ist weiter angegriffen

doch den empfohlenen Sanatoriumsaufenthalt können wir uns nicht leisten.

Und Heinz ist beseelt von Friederich Ritters Suche nach einem besseren Leben.

Das ist Floreana?

Was haben Sie denn erwartet?

Das Paradies?

Ich ging ohne Abschied. Leider.

Doch noch eine Standpauke über meine Heirat mit

einem vom Krieg gebrochenen Mann ertrug ich nicht.

Endlich!

Ich tue nur, was du mich gelehrt hast. Meinen Mann unterstützen.

Es ist wahr. So habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt.

Aber ich hatte mir auch nie vorgestellt, zwischen Miete und Essen entscheiden zu müssen.

Nicht mehr.

Und denke daran, Harry:

Dr. Ritter hat keine Zähne, also starre ihn nicht an! -Nein.

Ziehen wir uns um.

Laut Bericht ist es ein 45-minütiger Marsch bergauf.

Du musst mich für verrückt halten, und vielleicht bin ich das.

Oder die Welt ist verrückt geworden und Flucht das einzig Gesunde.

Die Zeit wird es zeigen.

Immer die Deine, Margret.

Sie beten. Wir sollten gehen. -Unsinn, sie sind Atheisten.

Verzeihen Sie...

Lächelt jetzt! Harry, du auch.

Entschuldigung. Mein Name ist Heinz Wittmer.

Das hier sind meine Frau Margret und mein Sohn Harry.

Sie müssen Dr. Ritter sein.

Und sind Sie seine Frau Dore Strauch? -Nein.

Sind Sie nicht Dore? -Das bin ich, aber nicht seine Frau.

Ehe macht krank.

Was führt Sie nach Floreana? -Sie natürlich!

Sie haben uns zu einem Neubeginn inspiriert.

Auch zu diesen Safari-Kostümen und dem Schmetterlingsnetz?

Verzeihung, aber so stand es in den Zeitungen.

Was für Zeitungen? -Sie veröffentlichen Ihre Briefe.

Sie sind eine Sensation in Deutschland. Seit einem Jahr.

Stand in den Briefen, dass ich hier allein sein will?

Ich bin wie ein Bucklige gezeichnet.

Gibt es mehr davon? -Oh ja, viele.

Hier...

Kommen Sie!

Ich zeig Ihnen meinen Garten.

Danke.

Als strikte Vegetarier ist das unsere Nahrungsquelle.

Hasendraht hält die Schweine draußen.

Hier sind Schweine? -Wilde Schweine, Kühe, Hunde.

Es gibt viele Plagen.

Viele Plagen.

Eine Kindsbraut, oder? -Wie bitte?

Oh, ich sehe Sie, sehe Ihren Sohn und rechne.

Harry ist nicht mein Sohn. Seine Mutter ist tot. Ich bin Heinz' zweite Frau.

Wollen Sie ihn begrüßen?

Himmel, sind die alle flach!

Reißerisch, aber sie erfassen den Zauber Ihres Lebens hier.

Nichts an unserem Leben hier ist zauberhaft. Wissen Sie wie lange ich hierfür brauchte?

Um einen Garten zu machen? Zwölf Monate.

Und dann das Wasserproblem. -Problem?

Es gibt keins.

Keine Seen, keine Flüsse, nichts.

Nur zwei winzige Quellen, die das Regenwasser sammeln.

Lassen Sie sich von unserem Erfolg nicht täuschen!

Kein anderer kann hier überleben, denn das Leben hier ist grausam, frustrierend.

Scheitern ist unvermeidlich.

Haben Sie Essen mitgebracht?

Nein, nicht aufscheuchen, das ist ein Goliath.

Sein Stachel kann Sie töten. Alles hier kann Sie töten.

Wir sind nicht zur Erholung hier.

Und wozu sind Sie hier, genau gesagt?

Mein Sohn hatte Tuberkulose.

Er sollte ins Sanatorium, doch selbst ich als Regierungsangestellter konnte es nicht bezahlen.

Friederich hasst, dass ich mich ihm so sehr widme. -Warum?

Er sagt, ein Tier zu lieben ist ein belangloses Verlangen nach permanenter Zuneigung.

Burro.

Wie schlimm steht es um Deutschland? -Furchtbar.

Nein, unausweichlich. -Nun, ich weiß es nicht.

Jeder kämpft gerne für die Freiheit. Und dann werden wir faul.

Demokratie führt zu Faschismus führt zu Krieg. Demokratie... Faschismus... Krieg.

Wiederholen Sie.

Und unsere Hühner.

Und Frau Strauch ist von Multipler Sklerose geheilt? -Das wird sie.

Wie wunderbar! Darf ich fragen, wie?

Sie und der Rest der Welt werden es herausfinden,

sobald ich mein Manuskript vollendet habe.

Dore!

Leihe den Wittmers deinen Esel!

Da wären wir.

In den Höhlen können Sie schlafen. Sind von Piraten.

Da sind Sie einigermaßen im Trockenen. Und Wasser...

Die Quelle ist dort.

Der Esel muss heute Abend zurück oder Dore macht Sie einen Kopf kürzer.

Das ist unsere Wasserquelle?

Ich mag sie nicht.

Eine einfache Hausfrau, ein naiver Bürokrat und ihr Sohn... mein Gott.

Die werden enorm viel Hilfe benötigen.

Wir sind der Einsamkeit wegen hier, und jetzt diese Familie!

Nicht fair gegenüber der Menschheit, die auf dein Werk wartet.

Was sagt Nietzsche dazu?

Das ist Chaos in... -"Rate ich dir, deinen Nachbarn zu lieben?"

Nein, gar nicht. -Nein. "Fliehe deinen Nachbarn."

Ich habe sie in den Höhlen untergebracht. -Oh mein Gott...

Unmöglich, dort oben zu gärtnern. -Ja. Du bist genial.

Die sind noch vor Ende der Regenzeit wieder weg.

Ich hasse diesen Ort!

Atme!

Atme.

Komm schon!

Derselbe Traum?

Heinz, ich bin über der Zeit.

Schon weit über drei Zyklen.

Bist du dir sicher?

Glückwunsch, mein Schatz.

Raus hier! Weg!

Hinaus!

Wird alles gut.

Die längste Zeit haben wir uns vorgemacht,

eine bessere Welt existiere nur jenseits unseres Begreifens.

Christen nennen es Himmel, Hindus nennen es Nirwana, Moslems nennen es Paradies.

Ich nenne es eine Lüge.

Gott ist tot.

Nur der Mensch existiert. -Hallo!

Hallo, Dr. Ritter!

Wollen wir eine bessere Welt, müssen wir...

Verzeihen Sie, aber könnte ich Ihren Burro ausleihen?

Wir müssen die restlichen Vorräte holen, die Hunde haben alles gefressen.

Tut mir leid, Burro ist beschäftigt.

...müssen wir die Welt in diesem Leben verbessern, nicht im nächsten.

Wie läuft es mit dem Schreiben? -Es fließt aus mir heraus in Strömen.

Freut mich zu hören.

Zweifelsohne leiden sie.

Wollen wir ficken?

Dein schlimmes Bein? -Ja, schon gut. -Okay, gut.

Kontrolliere den Atem. Konzentriere dich.

Nein, Dore, die Augen geschlossen. -Ich weiß.

An das Denken, das schweigt. -An das Denken, das schweigt.

Das ganze Universum... -Das ganze Universum.

...gibt auf! -Ich ergebe mich dir.

Entschuldige.

Halt.

Dore. -Vorsicht!

Was ist? -Mein Zahn ist...

Was? -Entzündet.

Dore. -Schon gut.

Sieh mich an! -Tu ich doch.

Atme.

Atme.

Idioten.

Señorita...

Das Landungsboot ist bereit und der Strand vorbereitet.

Ich komme.

Ich bin die Verkörperung der Perfektion.

Meine Herren...

Ich präsentiere die Hacienda Paradiso.

Hier werden wir bauen.

Das ist perfekt, meine Geliebte.

Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich es geschafft habe.

Wir haben es geschafft! Wir sind da!

Wir sind Piraten.

Wir sind Piraten!

Kommt schon!

Hacienda Paradiso!

Wir sind da, wir haben es geschafft!

Ausgezeichnet...!

Tja, sie sind da.

Was machen wir jetzt?

Baroness Eloise Wehrborn de Wagner-Bousquet.

Dore Strauch.

Baroness...

Danke, mein Geliebter.

Und wo ist der berüchtigte Doktor?

Ich bin Ritter.

Die Zeitungen wurden Ihnen nicht gerecht.

Ich habe lange gewartet, um bei dem Mann zu sein, der die Natur zähmte...

und ein Königreich errichtete.

Ein schlichtes Zuhause. -Oh, nein.

Dieser Ort bedeutet Ihren getreuen Anhängern so viel.

Wohin ich auch komme, Wien, London, Paris...

Präsidenten, Minister, Philosophen in Salons...

Jeder spricht über den brillanten Mann,

der sich die Zähne ziehen ließ, um Entzündungen vorzubeugen.

Und von der Frau mit dem stählernen Willen.

Friederich plus Dore.

Die Sonne und ihr Mond.

Gemeinsam begründen sie die Zukunft der Zivilisation.

Ein Zeugnis für die Liebe, und jeder braucht eine große Liebesgeschichte.

Sie erörtern mich in Salons?

Aber ja!

Erörtern sie, wie modern die Zivilisation in ihrer Selbstzerstörung ist?

Das glauben Sie? -Natürlich.

Aus der Asche der Zerstörung wird wahre Demokratie aufsteigen,

die nicht mehr vom Geld bestimmt wird, sondern vom Verstand.

Vom Verstand.

Aber Schätzchen, man kann keine gute Dinnerparty mit dem Verstand geben.

Wo schlagen Sie Ihr Lager auf?

Natürlich am Strand. -Nein, da gibt es kein Trinkwasser.

Ich zeige Ihnen die nächste Quelle.

Verzeihung!

Verzeihung...

Verschwinde! -Ich wohne hier mit meiner Familie...

und Sie schwimmen in unserer einzigen Trinkwasserquelle!

Was zum Teufel ist hier los? -Rudy, lass gut sein.

Schon gut.

Tausendmal Entschuldigung. Ich musste dringend meinen Körper vom Salz befreien.

Baroness Eloise Wehrborn de Wagner-Bousquet.

Wir sind die Wittmers. Heinz, Margret.

Was verschafft uns...

...die Ehre? -Ich bin Ihre neue Nachbarin. Danke, Schatz.

Natürlich nicht bis hierher.

So ein langer Weg!

Nein, ich baue meine Hacienda am Strand.

Aber Rudy, mein Ingenieur... sag Guten Tag, Rudy!

Rudy sagt, es koste etwas Zeit, einen eigenen Brunnen zu graben.

Und Robert, mein Leibwächter, bestätigt das.

Wir dürfen also so lange den Ihren benutzen, oder?

Ich habe Post dabei.

Einiges für Sie, der Rest für Dr. Ritter.

Können Sie es ihm geben?

Vortrefflich.

Tschüssi!

Heinz... -Was soll denn das?

Die sind geöffnet. Dore, die Post ist geöffnet.

Nicht von mir.

Gab diese Frau sie Ihnen? -Sie kennen sie?

Sie kam gestern, direkt nach ihrer Ankunft. -Warum übergab sie die Ihnen nicht?

Weil wir Sie für den Eindringling halten sollen.

Ich habe sie unterschätzt. -Wir waren doch alle großzügig...!

Haben Sie im Krieg gekämpft?

Verdun.

Die Schützengräben.

Infanterie.

Dann haben Sie viel gesehen. -Menschsein vom Schlimmsten.

Menschsein vom Wahrhaftigsten.

Nein, Rudy.

Wollen wir Investoren, dann benötigen wir 14 Zimmer, nicht zwölf.

Alle zum Meer hin, keine Kompromisse.

Ich will Privatdeck, Hängematte und Eisbox für Champagner.

Eis erfordert Kühlung,

aber...

Aber alles ist möglich, meine Liebste.

Baroness?

Herr Wittmer, wie erfreulich. -Kann ich Sie sprechen?

Unter vier Augen?

Selbstverständlich.

Marquis, sitz!

Sitz!

Braver Junge. -Ist der Hund wild?

Das war er, aber jetzt ist er ein Schatz.

Hier, mein Mittagessen.

Ich habe ihn Marquis de Sade getauft. Marquis...

...Heinz.

Wie kann ich Ihnen helfen, Herr Wittmer?

Spielen Sie meinen Nachbarn nicht gegen mich aus.

Sie vergreifen sich an Dr. Ritters Briefen, damit er glaubt, ich sei es gewesen. Wieso?

Warum wohl, glauben Sie, zeigte mir Dr. Ritter Ihre Quelle, anstatt mir seine anzubieten?

Ja, er möchte auch Sie gegen mich ausspielen, um uns von dieser Insel zu vertreiben.

Glauben Sie mir, in einem Jahr wird einer von uns weg sein.

Ich hoffe, es sind nicht Sie.

Heinz.

Ich zeig Ihnen mal was.

Meine grandiosen Pläne sind in Ecuador Schlagzeilen wert.

BARONESS BAUT HOTEL AUF GALAPAGOS -Sie wollen hier ein Hotel erbauen?

Nicht irgendein Hotel. Den exklusivsten Erholungsort auf der Welt!

Einzig Millionäre.

Hier? -Ich werde es Hacienda Paradiso nennen.

Wir befinden uns gerade in der Honeymoon Suite.

Hier? -Ja, hier!

Wieso stellen Sie immer und immer wieder dieselbe Frage?

Meine Geduld mit Männern, die meine Ziele infrage stellen, ist zu Ende.

Guten Morgen, Doktor!

Schwein. -Wie war das gerade?

Ich sagte, "Guten Morgen, Doktor" und "Schwein".

Was fällt Ihnen ein! Wiederholen Sie das! Mir ins Gesicht.

Sagen Sie's mir ins Gesicht! Na los! Sagen Sie's!

Hier bin ich. Sagen Sie es jetzt! -Schwein, Schwein, Schwein...

Schwein. Himmel nochmal, Dore, ein Schwein!

Nicht! Raus...! -Tu ihm nicht weh!

Das Gemüse.

Raus...!

Margret!

Das Rohr beiseite!

Das Rohr!

Aus dem Weg!

Raus, du verdammtes Schwein! Verzieh dich!

Wir haben Milch.

Verdammt noch mal.

Stellt euch nur vor, Dr. Ritter hat kein Gewehr.

Lauf!

Heinz!

Was?

Sieh nur...

Unser erstes Gemüse.

Überraschung!

Jetzt sind wir echte Nachbarn!

Lass mich das machen.

Viel kühler hier oben. -Hier, beim Wasser, Rudy.

Ihr Mann muss sich keine Sorgen machen, es ist nur, bis meine Hacienda erbaut ist.

Mein Ingenieur Rudy setzt alles daran, eine Quelle zu finden.

Und ich verliere die Geduld. Stimmt's, Rudy? -Ja.

Warum haben Sie ihn geheiratet?

Sie sind so jung und...

...unschuldig.

Er ist...

...wie eine gekochte Rübe.

Es gibt nur zwei Gründe, einen älteren Mann zu heiraten.

Entweder ist er reich oder... Sie wissen schon,

gut bestückt.

Also gut bestückt. Gut gemacht!

Habe ich nicht gesagt. -Sie müssen nicht...

Das ist absolut unangemessen!

Unter uns Frauen, wissen Sie was Robert...?

Er hat um meine Hand angehalten!

Oh, Sie Ärmste.

Kein Mitleid, ich brauche Frieden. Ich bin schwanger.

Sie bekommen ein Kind? Hier?

Ja.

Das bedeutet, ich benötige Ruhe.

Und Stille.

Und Gemeinschaft.

Ihr Glück, dass Gastfreundschaft unsere Spezialität ist. Versprochen!

Wir kriegen ein Baby!

Glückwunsch!

Wir kriegen ein Baby! -Ich liebe Babys!

Mach das nicht noch einmal! -Oh nein! -Komm her!

Die Hacienda, das tollste Hotel der Welt! -Auf die Königin von Floreana!

Wo habt ihr es versteckt? -Sie krabbelt wieder!

Dore!

Der Keiler war wieder da!

Beim Aufbau einer Gesellschaft im Kielwasser ihrer Zerstörung gibt es Rückschläge.

Gib nicht auf!

Denn ein verzweifelter Mann ist ein jämmerlicher Mann.

Ein verzweifelter Mann ist unfähig zu schlussfolgern. Unfähig zu denken.

Unfähig zu...

Mist.

Himmel noch mal, sie haben es geschafft.

Guten Tag, Wittmers.

Gut gemacht!

So eine nette Überraschung!

Entschuldigung, das verstört Sie gewiss.

Krieg ich den Kuhkopf?

Ich tausche mit Ihnen gegen diese Küken.

Nun?

Doktor?

Ich möchte Sie nicht belästigen, aber geben Sie mir die Ehre, mich zu entbinden?

Ich fürchte, nein. -Bitte.

Nein. Was ist nun? -Überlegen Sie es sich...

Was ist die Bestimmung des Lebens? -Wie bitte?

Sie kriegen ein Kind. Dafür gibt es einen Grund. -Ja.

Weil wir es wollen. -Warum?

Weil uns Familie alles bedeutet.

Warum?

Weil es so ist. -Sagen Sie.

Nein, weil die Welt es sagt. -Ach so, die Welt.

Immer noch Teil der Herde.

Ein Schaf, das nicht realisiert, dass die Welt...

und ihre universellen Werte ein Scheißhaufen sind.

Ich bin nicht länger Teil dieser Welt und auch nicht länger ein Arzt.

Nehmen Sie ihn.

Babys werden jeden Tag geboren.

Ihre Chancen stehe 3:5, dass es gut geht.

Sind wir keine Vegetarier mehr?

Ein Vegetarier, Dore, braucht Gemüse zum Essen, das man anbauen muss.

Du machst zu sehr auf Kunstgewerblich. -Wir haben Eier und Früchte von den Bäumen.

Und du machst zu sehr auf "Lebenswille". -Hör mir auf mit Schopenhauer.

Lebenswille!

Ja, ich will leben! -Nein, es ist...

Ich will essen! -Nein, es ist...

Du hättest ihren Garten sehen sollen.

Unglaublich, was sie zustande gebracht haben. Aber kein Wunder...

Margret ist körperlich gesund.

Ich arbeite mich ab für uns.

Nein, für einen Stock. Einen Krückstock. -Ja.

Du solltest meditieren. Multiple Sklerose heilt nicht von selbst.

Konzentriere du dich auf dein Manuskript. Die Welt heilt nicht von selbst.

Oder hast du vergessen, wozu wir hier sind?

Oh Robert...

Harry, holst du uns Feuerholz? -Haben wir schon.

Debattiere nicht.

Tu bitte, was deine Mutter sagt.

Na gut.

Ja!

Rudy, sei ein braver Junge und wärme eine Dose Rindfleisch für mich auf.

Sei jetzt ein braver Junge, ja?

Wau-wau!

Nichts mehr da.

Rindfleisch? -Keinerlei Dosen mehr.

Auch kein Rum mehr.

Wie konntest du das zulassen?

Du weißt, ich esse nur Sachen vom Festland! -Wir haben nichts.

Wir haben kein Essen, keinen Garten, kein Hotel, kein Zuhause.

Du hast mit uns gefickt und uns dann verarscht!

Auf unser mutiges Oberhaupt!

Ist alles in Ordnung?

Ja, mir geht es gut hier.

Sie sind traurig.

Sind wir das nicht alle?

Aber, Eure Baroness, ich dachte...

Macht ist nichts...

...ohne Respekt.

Darum bin ich hier angelangt.

Die Menschen respektieren dich nur, wenn du dich selbst respektierst.

Und tust du das?

Dich respektieren?

Das würde ich gerne.

Folge mir! -Wohin gehen Sie?

Ich kann nicht rennen.

Doch, du kannst.

Der einzige Unterschied zwischen Angst und Mut ist Überzeugung.

Sprich mir nach: Ich bin die Verkörperung der Perfektion.

Ich bin die Verkörperung der Perfektion. -Sag es noch einmal! Und renne!

Renne!

Ich bin die Verkörperung der Perfektion.

Ich werde gesund!

Du wirst nicht, du bist es! Sag es!

Ich bin gesund!

Weiter so!

Du bist fast da!

Weiter so!

Ich kann atmen!

Ich kann atmen! -Hab ich dir doch gesagt!

Darf ich in Eurem Hotel arbeiten?

Liebling, du kannst mein Maître d' sein.

Keine Ahnung, was das heißt, aber ich akzeptiere.

Ich könnte Vogel-Wanderungen machen.

Magst du Vögel?

Ich liebe sie!

Isst du Vögel von dieser Insel?

Meine Güte, nein!

Wir haben Hühner.

Natürlich.

Und Konserven?

Wohin gehst du?

Jagen mit Papa.

Weiß dein Vater, dass du mitgehst? -Es geht mir gut, wirklich.

Nimm den Hund mit.

Lump!

Hey, komm schon!

Bisschen Bewegung!

Komm!

Geduld, mein Kleines.

Noch ein paar Wochen.

Was da? -Nein, nichts.

Harry!

Heinz!

Baroness!

Sind Sie da?

Irgendjemand?

Baroness?

Ja, was ist da drin?

Irgendjemand?

Manuel?

Rudy?

Langsam, langsam...

Sie kommt, sie kommt! -Lass mich!

Heinz?

Heinz!

Heinz, das Baby kommt!

Harry!

Helft mir!

Heinz!

Nein!

Ist das alles?

Das reicht nur für ein paar Wochen.

Señora Wittmer kriegt ihr Baby.

Allein!

Sie hat Hilfe nötig!

Du helfen! Helfen! -Ach, Manuel!

Gehen wir! -Halt!

Aber sie könnte sterben! -Halt!

Du bist für mich da!

Nicht für sie!

Du hilfst mir!

Verstanden?

Haut ab!

Nein!

Komm schon!

Fass, Lump, fass!

Haut ab!

Oh Gott!

Margret!

Oh Gott... -Heinz?

Komm!

Komm schon!

Heinz...

Wach auf!

Wach auf!

Es tut mir leid.

Wach auf!

Geh, hole Schere, Binden und Zwirn!

Margret...

Er wird helfen.

Dr. Ritter!

Dr. Ritter!

Meine Frau hat ihr Kind bekommen, aber sie ist krank.

Tut mir leid zu hören.

Aber ich sagte Ihnen ja, Floreana ist kein Ort für Babys.

Dem Baby geht es gut, es ist Margret.

Bitte.

Bitte!

Friederich.

Wann war die Geburt?

Keine Ahnung, sechs Stunden.

Haben Sie keine Instrumente? -Nein, ich kam nicht hierher um Arzt zu sein.

Margret.

Ich bin's, Friederich.

Schmerzhaft, ja?

Sie spüren noch Wehen?

In Ordnung.

In Ordnung.

Die Plazenta steckt im Uterus fest. Ich benötige heißes Wasser und einen Löffel.

Ja... hier.

Gut.

Was? -Etwas mit der Mutter. Dr. Ritter kam.

Wieso hast du ihn nicht aufgehalten, überfallen?

Wie bitte? Ich sollte hier ein Hotel bauen.

Du Idiot!

Jetzt werden sie Freunde! Deinetwegen!

Erbärmlich. Du bist der Teufel!

Du bist gefeuert.

Geh weg!

Also gut, Margret. Entspannen.

Genau so.

Sie halten sie. Margret, lassen Sie locker.

Ich versuche, sie zu lösen. Jetzt...

...werde ich hineingehen... in die Gebärmutter...

...und die Plazenta herausziehen. Halten Sie sie, Heinz!

Gut.

Geschafft, Liebling.

Jetzt muss ich... säubern.

Mit dem Löffel ausschaben.

Liebe Mutter, ich weiß nicht, wann du dies erhalten wirst,

denn seit Monaten kam kein Schiff mehr.

Doch habe ich aufregende Neuigkeiten für dich.

Harrys Gesundheit stabilisiert sich.

Die frische Luft auf Floreana wirkt, zur großen Erleichterung von Heinz und mir.

Und ich freue mich sehr, dir die Ankunft deines Enkels Rolf zu verkünden.

Anscheinend machen wir Galapagos zu einem Erfolg.

Lass bitte die Familie an diesen guten Nachrichten teilhaben.

Deine dich liebende Tochter Margret.

Wir wollten Ihnen zu Ihrem Sohn gratulieren und ein kleines Geschenk.

Das...

...ist ja nett.

Das gehört sich so für Nachbarn.

Ich entschuldige mich auch für die Missverständnisse

zwischen Hotelmanagement und den Einheimischen.

Es stellte sich heraus, dass mein Angestellter ein Dieb ist.

Jedenfalls ist er von der Insel verbannt. Wiedersehen!

Er wartet am Strand auf ein Fischerboot.

Und wer sollte noch verbannt werden?

Du.

Weil du so süß aussiehst.

Darf ich?

Du bist der glücklichste Junge auf der Welt, weißt du das?

Floreanas erster Einheimischer!

Gedenkt seiner!

Ich will Ihr kleines Wunder mit einem Mittagessen feiern.

Bringen Sie Ihre Familie, ich lade die Ritters ein.

Sie kommen doch, ja?

Nein.

Sie ist doch unsere Nachbarin. -Und wenn sie Kaiser Wilhelm IV. wäre!

Sie stahl unser Essen, während du niederkamst! Alleine!

Und als wäre das nicht genug, schenkt sie uns unsere Haferflocken?

Bedenke die Folgen, wenn wir nein sagen...!

Sie sind gefährlich, Heinz.

Es ist ein Mittagessen. Nur eins.

Bravo.

Willkommen, Freunde.

Danke, dass ihr zu dieser monumentalen Feier gekommen seid...

...auf der zukünftigen Hacienda Paradiso.

Trinken wir...

...auf Rolf...

...auf meine Hacienda...

...und...

...auf einen Neubeginn!

Prost! -Prost!

Und bon appétit.

Das ist...

...eine enorme Menge Essen.

Auf meine Vorräte bin ich sehr stolz.

Oh Ritter, das sind ja wunderschöne Zähne.

Isst du was? -Nein.

Margret, erzählen Sie uns doch von der Geburt! War's ein Vergnügen?

Vergnügen? -Ja.

Das nicht gerade.

Wie geht es mit Ihrem Buch voran, Dr. Ritter? -Sie schreiben ein Buch?

Wie ich Bücher liebe!

Robert, Schatz, hol doch mal mein Lieblingsbuch.

Ich dachte, Lorenz sei Ihr Schatz.

"Das Bildnis des Dorian Gray" von Oscar Wilde.

Ich nehme es überall mit hin. Ich liebe, liebe, liebe es.

Stellt euch vor, die Fähigkeit, für immer jung zu bleiben.

Das ist wohl kaum die Botschaft.

Ihr Buch, Doktor? -Es ist kein Buch,

ein völlig neues Paradigma. -Nein.

Es vermählt östliche und westliche Philosophie, es wird die Menschheit vor sich selbst retten.

Also ist es ein Buch. -Ist die Heilige Schrift ein Buch?

Ja.

Nein.

Reichen Sie mir bitte das gestohlene Fleisch?

Wieso haben Sie so einen Langweiler geheiratet?

Ach so. Er hat um Ihre Hand angehalten.

Ich freue mich darauf, Ihr Buch zu lesen. -Ich freue mich darauf, es zu beenden.

Ohne diese permanente Unterbrechung durch Touristen.

Noch nicht, Schätzchen, aber sie kommen.

Und dann brauche ich Arbeiter.

Womöglich könnte ich Sie als ansässigen Philosophen anstellen.

Habe ich Sie etwa beleidigt?

Sie glauben über mir zu stehen.

Dass Ihre Absichten nobler sind als die meinen.

Aber Sie und ich, nun ja...

Wir sind gleich.

Wir sind Huren.

Als ich ankam, Herr Doktor, gaben Sie meinem Kapitän Post mit.

Ging die an Ihre Familie?

Freunde? Nein, sie ging an die Herausgeber der Times,

des Herald...

und der Berliner Morgenpost.

Na, warum wohl tun Sie das?

Er trachtet nach Anerkennung und ebenso ich.

Mit dem Bau des exklusivsten Hotels der Welt.

Damit scheint es ja sehr gut voranzugehen.

Wie geht es Ihnen, Dore?

Persönlich?

Besser denn je, danke.

Was macht Ihr geschätzter Burro?

Er ist wie ein Kind für Sie, ja?

Ist begreiflich, Sie haben ja keine richtigen.

Ich für meinen Teil wollte nie Kinder.

Nein, die sind schmuddelig.

Natürlich außer unseren lieben Harry und Rolf.

Dore, wollen Sie Kinder? -Kein Interesse.

Sie haben kein Interesse. Dore jedoch...

Nächstes Thema. -Was ist denn?

Nicht probiert?

Ach, Sie haben's probiert. Er ist unfruchtbar!

Ist doch lächerlich.

Es würde vieles erklären. -Sie hatte eine Hysterektomie.

Bei einem Stümper. -Warum sagst du das? -Was?

Das macht doch nichts. -Sag das nicht.

Macht doch nichts. -Das ist...

Das ist wirklich Unsinn. Völliger Unsinn. Alles hier.

Dieses Essen, dieses Hotel, alles. Ich gehe.

-Oh Dore! Setzen Sie sich...! -Heuchlerin.

Marquis! Fass!

Was machen Sie da? Was soll das?!

Hör auf! Sei still! -Ich habe ihn dressiert.

Komm!

Brav.

Hunde sind wie Männer. Zuerst musst man ihnen wehtun,

dann sie gesund pflegen.

Und das wär's!

Sie lieben dich auf ewig.

Verschwinden Sie von meiner Insel!

Gehen Sie nicht freiwillig,

werde ich Sie persönlich in Fesseln legen und fortschaffen!

Halten Sie den Mund! -Baroness!

So verführerisch Fesseln sein mögen,

muss ich Sie doch informieren, dass diese Insel nicht Ihnen gehört,

Sie gehört mir.

Sagt wer? -Der Gouverneur von Galapagos.

Ein charmanter Mann.

Gefälscht. -Lesen Sie's vor!

Nein.

"Hiermit gewähre ich Baroness Eloise Wehrborn de Wagner-Bousquet...

1000 Hektar... -Gefälscht.

...zum Bau der Hacienda Paradiso auf Gelände ihrer Wahl auf Floreana."

Unmöglich.

Mir hat er nur 16 Hektar genehmigt. -Weil Sie keine Vision haben.

Alles, was man sieht, vom Strand bis hier hoch zu Ihrem winzigen Besitz, gehört mir.

Gehen wir.

Möchten Sie was sagen?

Danke für das schöne Essen.

Ich brauche ein Gewehr.

Ich gebe Ihnen 4,5 kg Reis.

Sie jagen nicht.

Neun Kilo.

Stimmt es, dass du mich nur deswegen geheiratet hast?

Du lässt sie dir zu Kopfe steigen. -Antworte mir.

Warum tust du das? -Weil es Bedeutung hat.

Ich war 23, Heinz.

Ich lebte noch zu Hause.

Mit...

einer jüngeren Schwester, die schon verlobt war.

Einer Mutter, die mich andauernd daran erinnerte, ich...

...ich sei zu kauzig,

zu scheu, zu ängstlich, um je eine Ehefrau zu sein.

Ich bin vorher noch nie geküsst worden.

Darum ja, ich habe dich geheiratet, weil du um mich angehalten hast.

Dieser Teufel.

Friederich...

Benutze nicht das Gewehr.

Das ist nicht...

Lauf nicht vor dem Schmerz weg.

Umarme ihn.

Schmerz gibt uns Bestimmung.

Schmerz gibt uns Bedeutung.

Schmerz sagt uns, wir leben.

Lass dich nicht locken von sogenannten Frommen unter uns.

Sie sind falsche Idole, die uns mit ihrer Moral kontrollieren wollen.

Sie dürfen damit nicht durchkommen.

Lass dich auch nicht verführen von bacchantischen Horden.

Deren einziges Lebensziel ist, uns abzulenken.

Uns zurückzuverwandeln in geistlose Tiere.

Nein!

Uns zu zerstören mit Verkommenheit und darum müssen wir sie zuerst zerstören.

Denn unser Ziel ist nobler.

Nein.

Denn unser Ziel ist die Selbstüberwindung. Nein, das ist Nietzsche.

Unser Ziel ist der Umsturz des Systems.

Leiden ist unser Zweck.

Verdammt, zu banal, zu pedantisch.

Unser Ziel ist...

Unser Ziel ist...

Unser Ziel ist...

Hab nur das gefunden.

Entschuldigung.

Ich will Sie nicht belästigen...

Können Sie einen Bissen erübrigen? Hab seit Tagen nichts. Bitte!

Sie hat alles aus Filmen.

Den Titel Baroness, ihren kontinentalen Akzent, den Manierismus, ihre Geschichten, alles falsch.

Sie sagte mir, ihre Mutter war eine Hure, die sie verließ, als sie sieben war.

War gelogen.

Ihre Eltern warfen sie hinaus, weil sie wie ein schwarzes Loch ist.

Sie preschte durch Europa, biederte sich mit ihrer Schönheit an,

nur, um verbrannte Erde zu hinterlassen.

Zuletzt blieb ihr nur Paris.

Gezwungen, als billige Fächertänzerin in Varietés zu arbeiten.

Und da tauchte sie in meinem Leben auf.

Wie passt Philipson da hinein? -Er war in meinem Laden angestellt.

Nachdem sie mein Geld ausgegeben hatte,

las sie über Dr. Ritter. Dies sei unsere Bestimmung.

Und Sie haben ihr geglaubt? -Ja.

Ich weiß.

Ich weiß, das klingt schwachsinnig.

Aber wenn...

...Eloise dich liebt,

dann ist es berauschend.

Dein Leben hat plötzlich...

...göttliche Bestimmung.

Wo zum Teufel sind meine Zigaretten? -Seit Wochen aus.

Hab deine Stummel immer gesammelt. -Was hast du da oben gemacht?

Was hast du erzählt? Welche Lügen aufgetischt? -Das sagt die Richtige.

Du hast gebettelt, hast Futter gekriegt!

Die wollen uns entzweien. -Mir egal, ich hab Hunger.

Ich kann nicht den Regen kontrollieren, ich bin kein Gott!

Das ist das Problem, du bist gar nichts.

Deus ex machina.

Meine Herren,

willkommen in Eden!

Oh Gott.

Räum alles auf! -Ja.

Darauf haben wir gewartet. -Ja, klar.

Rudy!

Hilf uns aufräumen!

Warum? -Weil ein Besucher kommen wird.

Womöglich dein einziges Ticket weg von hier.

Schön, Sie wieder zu sehen, Dr. Ritter! Zwei Jahre seit meiner letzten Expedition!

Alles im Kasten?

Ja, Sir. -Prima.

Dann nehmen wir jetzt eines der Postfässer und hoch zu Friedo.

Hab von der heftigen Dürre gelesen und Wasser, Getreide, Öle,

Saat und Fleischkonserven...

Allan Hancock.

Freut mich.

So ein kurzer Name für den Besitzer einer so großen Jacht.

Na ja, ich denke, so machen wir's in Amerika.

Verstehe.

Und was genau machen Sie in Amerika, Allan Hancock?

Nun, ich bin wohl ein Tausendsassa. Meine eigentliche Passion ist das Erforschen.

Ich bin aber auch ein Ölmann, Landentwickler und Filmregisseur.

Sie leben in Hollywood?

Mir gehört Hollywood, Ma'am.

Ein Haus in Hollywood?

Na ja, ich besitze alles von La Brea Tarpits bis zum Laurel Canyon.

Etwas über 2.500 Hektar, mehr oder weniger.

Oh, sind das die Wittmers?

Wundervoll. -Bravo!

Bravo! -Danke.

Großartig! -Meine Damen und Herren!

Was für ein Privileg, solch hervorragende Gesellschaft zu teilen.

Mit den weltbesten Biologen, Botanikern, Meeresforschern,

wie auch den tapfersten Menschen, die ich kenne.

Dr. Ritter, Sie sind ein Pionier.

Wir freuen uns alle auf Ihr Werk.

Mr. und Mrs. Wittmer,

Sie haben das Undenkbare zustande gebracht. Floreanas erstes Kind.

In Ihnen verwirklicht sich der Begriff "Überleben des Stärkeren".

Und schließlich...

...Baroness.

Dr. Ritter mag der Grund dafür sein, dass Menschen auf diese Insel aufmerksam wurden.

Aber Sie... Sie sind der Grund, dass ihre Blicke hier haften bleiben.

Auf alle, die zu träumen wagen! -Auf alle, die zu träumen wagen!

Bravo. -Bon appétit, alle zusammen!

Seht nur!

Du meine Güte!

Sie wird ihn korrumpieren.

Wir müssen so viele Lebensmittel wie möglich nach Friedo hochbringen. Komm!

Schnapp dir, was geht, ich hole den Rest bei Tagesanbruch.

Friederich, hör auf damit!

Hör jetzt auf!

Was? -Hör auf.

Ich weiß, wir hungern, aber wir sind nicht so. -Sollen lieber die das kriegen?

Nein. Ich lebe lieber nach den Prinzipien, die du mich gelehrt hast.

Was ist nur mit dir geschehen?

Ich will essen.

Nie zuvor habe ich dich panisch erlebt.

Allan, Darling, ich wollte Ihnen Pläne zeigen. Können Sie nicht länger bleiben?

Leider haben wir für morgen eine Meeres-Expedition geplant.

Allan!

Darf ich?

Ich muss gestehen, ich hatte so meine Zweifel Ihretwegen.

Ach ja? -Die Nouveau Riches...

...sind meiner Erfahrung nach dermaßen primitiv.

Aber Sie, mein Lieber, Sie sind ein wahrer Gentleman.

Baroness, ich halte das für keine gute Idee.

Tut mir leid.

Oh nein.

Oh Gott.

Ist alles in Ordnung? -Meine Brust.

Geht es? -Es tut weh, beengt.

Spüren Sie's?

Nein. Ich...

Ich rufe den Doktor. -Er kann nicht helfen.

Es ist Kummer, mein Lieber. Das Leben hier ist so einsam.

Da hilft nur ein Mittel.

Es tut mir leid...

Funktioniert diese Masche?

Masche? -Wir kommen doch aus völlig anderen Welten...

Nein!

Wir sind beide Universalgebildete, beide absurd reich.

Eloise...

Ich liebe die Baroness. Wir alle tun das. Aber es ist nur Schau.

Fast hättest du mich drangekriegt, Allan Hancock.

Du ungezogener Mann, du!

So.

Komm, küss mich!

Auf Wiedersehen, Eloise. Ein Schiff wartet auf mich.

Du wirst es sehr bedauern!

Bestimmt nicht, da bin ich sicher.

Hast du ihn gefragt? Nimmt er mich mit?

Er investiert in mein Hotel, ist sehr beeindruckt. Jetzt trag die Kisten mit hoch!

Nein, ich muss ihn sprechen!

Wer hat mein Eigentum gestohlen? -Ich muss weg...

Jetzt halt die Klappe!

Keiner schläft, bevor nicht alles in meinem Lager ist.

Ja.

Ich bin die Verkörperung der Perfektion.

Ich bin die Verkörperung der Perfektion.

Ich bin die Verkörperung der Perfektion.

Ich bin die Verkörperung der Perfektion.

POSTFACH

Komm... komm!

Zeit, sich für eine Seite zu entscheiden.

Womit kann ich dienen, Dr. Ritter?

Sagen Sie Ihrem Knaben, er soll verschwinden.

Er schützt seinen Besitz. -Meinen Besitz! -Unseren Besitz.

Heinz, dachten Sie wirklich, er würde teilen?

Wie süß! Nein, er wollte ihn stehlen.

Hören Sie nicht auf ihren Stuss. -Damit wir hier verhungern.

Ich kümmere mich als einzige um unser Wohl.

Wir wollen, was uns gehört, und dann gehen wir.

Nehmen Sie's runter! -Waffe runter!

Zielen Sie nicht auf sie! -Ich will mein Eigentum!

Papa! -Harry! -Hört jetzt auf!

Was tut ihr hier?! -Hört auf damit, alle!

Bitte!

Wo bist du gewesen?

Ich werde nicht zulassen, dass du uns vernichtest.

Ich geh jagen.

Du lässt nichts für meine Hühner da?

Gib ihnen das hier.

Nein, das ist schlecht. -Gesäuert.

Das füttere ich nicht. -Ist gut für sie. Ich vergeude kein Fleisch an Hühner.

Fresst!

Rudy?

Rudy.

Komm bitte raus, nur kurz.

Das ist Missbrauch. -Ich will nur reden.

Sei kein Narr.

Zu spät.

Ich werde nie das Gefühl vergessen, als wir uns kennenlernten.

Du gabst mir den Glauben, ich hätte...

...der Welt etwas Großes zu bieten.

Nimm es.

Was ist das?

Kleidung und Essen.

Du kannst gehen, wenn du willst.

Ich hatte nie vor, dich zurückzuhalten.

Benötigst du noch etwas, bevor ich gehe?

Was ist das?

Hey, beruhige dich.

Da ist was im Garten. -Ein Keiler?

Mist, unser Wasser.

Oh nein...

Friederich!

Komm und sieh's dir an!

Ich sagte doch, nichts Verdorbenes füttern!

Komm jetzt her!

Burro...

Burro?

Burro?

Wo ist Burro?

Burro!

Margret!

Haben Sie ihn gesehen? Haben Sie Burro gesehen?

Haben Sie ihn?

Nein... was?

Jemand hat ihn mitgenommen.

Wer das war, den bringe ich mit eigenen Händen um!

Harry, hilf ihr!

Jemand hat ihn umgebracht. Er ist tot. -Ritter!

Ich weiß, er ist tot. -Sie ist gestürzt.

Himmel nochmal.

Dore!

So.

Ich war's.

Idiot! -Es war dunkel.

Ich habe nicht... -Stopp!

Sie hatten recht.

Es wird Zeit, sich zu entscheiden.

Eloise.

Dore ist gebrochen, Heinz hat sie heimgebracht.

Ritter verdächtigt Heinz? -Sie gehen sich an die Gurgel.

Du hast es geschafft!

Ich weiß nicht wie, aber du hast es geschafft.

Du hast es geschafft!

Oh, du hast es geschafft.

Bitte, bitte, tut mir nichts, tut mir nichts!

Sie hat mich dazu gebracht.

Sie hat mir gesagt, ich könnte nach Hause.

Es tut mir ja so leid.

Bitte, ich will doch nur nach Hause!

Wir müssen das Dach für die Regenzeit verstärken.

Geht ins Tal Gras sammeln.

Jetzt?

Ja, alle beide.

Das wird Rolfs erstes großes Abenteuer. Komm, Lump!

Komm!

Wir reden wie geplant, ja? -Wir werden reden.

Baroness!

Auf ein Wort!

Kommen Sie später wieder!

Es duldet keinen Aufschub.

Sofort!

Baroness?

Oh Gott!

Was für eine Befreiung!

Seit Monaten versuche ich, von ihm wegzukommen.

Er war gewalttätig.

Manipulativ, besitzergreifend.

Er war alles, wovor ich in Paris davonlief.

Meine Herren, ich würde Ihnen gerne ein Angebot machen.

Ich möchte Ihnen...

...einen gleichwertigen Anteil an der Hacienda Paradiso anbieten.

Jeder ein Viertel.

Sie alle haben Ihren Wert und Ihr Talent mehr als unter Beweis gestellt,

wie auch Ihre Fähigkeit zu überleben.

Machen wir es amtlich. Ich hole einen Stift.

Ich werde Dore nichts davon sagen.

Und Sie auch nicht Margret.

Irgendwas werden wir sagen müssen.

Sie sind weg!

Sie sind weg!

Sie sind weg. -Wer ist weg?

Eloise sagte gestern, sie und Philippson nähmen ein Schiff.

Hab ich natürlich nicht geglaubt, aber als ich aufwachte, waren sie weg.

Wer schrieb diesen Brief an mich?

Sie?

Das ist Roberts Schrift.

Die Baroness hat die Insel verlassen?

Ja, per Schiff.

Ich habe kein Schiff gesehen. -Ich auch nicht.

Ich auch nicht.

Nun, sie ist fort.

Ich verkaufe ihre Sachen.

Sie ging ohne ihre Kleider. -Ihre Juwelen nahm sie mit.

Wo sie ihre Habseligkeiten so schätzte, nahm sie sehr wenig mit.

Meine Lebensmittel nehme ich mit und kaufe das Besteck,

zwei Läufer und den Esstisch.

100 Sucre.

500.

125.

400.

150.

300.

200.

Ihr wollt, dass ich gehe. Das kostet.

250, letztes Angebot. -Ich gebe Ihnen 225.

Was verzapfen Sie hier? Halten Sie mich nicht zum Narren!

Er wird dich reinlegen.

Wer?

Dr. Ritter.

Womit?

Mord.

Wir wissen doch gar nicht, ob sie tot sind.

Noch mal von vorn?

Ich habe einen Schuss gehört.

Gestern.

Hab vor dem Zubettgehen dein Gewehr geprüft.

Es war noch geladen.

Hab die Munition geprüft, alles da.

Du hast also nicht geschossen.

Wer sonst hat noch ein Gewehr? Rudy Lorenz? Nein.

Dr. Ritter?

Ich wollte keine Konfrontation mit ihr. Es war Philippson.

Dr. Ritter... -Halt.

Er wird dem Gouverneur schreiben. Und der wird kommen. Was dann?

Du musst mich verlassen.

Und wohin?

Wir haben hier auf dieser Insel alles aufgebaut.

Obwohl die alles versucht haben, uns zu ruinieren.

Es ist ihnen nicht gelungen.

Und das wird es auch nicht.

Weil wir eine Familie sind.

Mein Brief ist im Kasten.

Bald kommt ein Schiff und dann wird alles vorbei sein.

Ich verlasse dich.

Ich scherze nicht.

Ich weiß, du hast keinen Humor.

Darum ist es so lustig.

Wir kamen hierher, um das Größte zu vollbringen.

Aber du vergeudest deine Tage damit, deine Nachbarn zu überlisten.

Sie haben mein Leben ruiniert.

Nein, Friederich.

Du hast dein Leben ruiniert.

Du begingst Verrat an der Sache.

Tut's weh?

Aua, nicht anfassen! -Zahnweh, ja?

Nicht anfassen! -Wir wollten uns hier dem Schmerz stellen.

Ab jetzt lösen wir die Probleme.

Stellen uns ihnen. -Es ist mein Schmerz! Ihn überwinden, ihn ertragen.

"Von allem Geschriebenen..." wie heißt es...

"liebe nicht nur das, was einer mit seinem Blute schreibt."

Wer hat das gesagt? -Zitiere ihn nicht!

Du bist einfach nur peinlich für ihn. -Wer sagte das?

Du Verräter.

Verdammter Verräter!

Du kannst mich mal.

Du willst es tun?

Du Arsch.

Dore!

Da sind Sie.

Heinz erzählte von kranken Hühnern. Wie wär's mit denen?

Nein. Friederich sagt, gekocht kann man sie essen.

Dann für Eier?

Nein, nein.

Was hat Dr. Ritter Ihnen über die Baroness erzählt?

Dass er sie getötet hat?

Vorsicht.

Er belügt Sie.

Er ist ein gefährlicher Mann, Dore.

Friederich Ritter widmete sein ganzes Leben...

...der Gewaltlosigkeit.

Wieso kaufte er dann ein Gewehr von uns?

Weil wir unter mildernden Umständen lebten.

Und was ist mit Ihren Zähnen passiert?

Sie waren entzündet. -Ich habe ein Antiseptikum. Bitte...!

Machen Sie auf Freundin?

Das sind Sie nicht. -Aber auch nicht Ihre Feindin.

Dr. Ritter ist sehr klug. Und hat sicher schon einen Plan, uns von der Insel zu vertreiben.

Aber was dann?

Dann sind es nur noch Sie.

Und er.

Und der geistige Frieden, den wir hatten, bevor Sie ihn nahmen.

Es ist ein weitverbreiteter Irrtum zu denken, man könne verdorbenes Fleisch kochen.

Ja, die Bakterien sterben ab.

Aber nicht die Gifte, die sie im Fleisch hinterlassen haben.

Hey!

Hey!

Hey!

Hilfe!

Hilfe!

Hey!

Ich zahle Ihnen 50 Sucre, um mich nach Isabela zu bringen.

Das geht gegen die Strömung. -Nein, bitte...

100 Sucre!

Mir wird das Benzin nicht reichen. -200!

Gekauft.

Ja.

Ich kann es spüren...

Ich hatte einen wahnsinnigen Durchbruch.

Der Mensch wird immer über das Tier gestellt. Von Nietzsche, den Christen...

Aber unsere animalischen Instinkte sind unsere innere Wahrheit!

Wir jagen, wir kämpfen, wir ficken.

Wir töten. Das ist der Zweck des Lebens. -Ja.

Seit zehntausend Jahren...

...laufen wir vor uns selbst weg. -Ja.

Nicht mehr.

Sollen wir das mit Hühnchen feiern? -Hervorragende Idee.

Ich bin ausgehungert.

Ich habe das Gefühl, ein immenser Raum hat sich in meinem Gehirn geöffnet,

überschwemmt von frischen Ideen.

Ich fühle mich gewachsen, wiedergeboren.

Willst du nicht probieren? -Nein.

Mein Zahnfleisch blutet noch.

Umso mehr für mich.

Unsere entbehrungsreichen Jahre haben zu diesem Augenblick geführt.

Dore? -Es geht um Friederich.

Er ist sehr krank.

Sie müssen kommen.

Können Sie kommen?

Harry? Hol deinen Vater.

Was ist passiert?

Lebensmittelvergiftung.

Ein schuldloses Versehen.

Komm, Harry, wir gehen.

Dore?

Ich denke, Sie sollten kommen.

Friederich.

Jetzt.

Jetzt bist du unsterblich.

Siehst du?

Ich...

...verfluche dich...

...mit meinem sterbenden...

...Atem.

Unsterblich.

Achtung! Aufstellen für den Gouverneur!

Ins Haus!

Allein!

Vergeuden Sie nicht meine Zeit! Lesen Sie das!

Ich unterschreibe das nie und nimmer. -Señor Wittmer, ich weiß, was Sie getan haben.

Die Ehefrau!

Ihre Frau!

Ihr Mann hat die Baroness getötet.

Hat er das?

Und wer hat Ihnen das erzählt? -Dr. Ritter.

MORD AUF FLOREANA von Dr. Friedrich Ritter

Er schrieb einen Brief. Ein Fischer gab ihn letzte Woche ab.

Und Sie glauben diesen Unsinn? -Dore Strauch hat es bestätigt.

Überlegen Sie einmal, warum Dr. Ritter jetzt tot ist?

Lebensmittelvergiftung.

Ein Mann, der hier 4 Jahre überlebte, isst plötzlich wie ein Amateur verdorbenes Huhn?

Hat Dore Ihnen gesagt, dass ich ihr am Vortag gesunde Hühner gab?

Betrachten Sie die Fakten: Dr. Ritter ist tot.

Rudy Lorenz hat Sachen der Baroness verkauft und ist geflohen und Dore ist erledigt.

Aber wir Wittmers, die wir mit allen gut auskommen,

nicht weggelaufen sind,

nichts Verdächtiges getan haben, wir sind die Hauptverdächtigen?!

Die Herren entschuldigen sicher.

Sie sind die Letzten hier.

Sind Sie sicher, dass Sie nicht wegwollen?

Das ist unser Zuhause.

Los geht's!

Untertitel: Kain Gold KGF-Meerbusch

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