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Musik Musik
Musik
Wer ist da?
Hat einer von euch die Straße gesehen?
Ich habe die Straße gesehen. Wo ist die Straße?
Straße!
Straße!
Du komplexiert.
In ihrer Straße ist Gott.
Sehr schön, Herr Rex. Das werden wir ausnahmsweise wohl die Ersten.
Da isst du dich gewaltig, mein Lieber.
Servus.
Ich bin nämlich meistens früher da, damit ich in aller Ruhe frühstücken
Guten Morgen, Rex.
Ich habe schon fertig gefrühstückt.
Sehr schön.
Guten Morgen.
Weihnachtszeit fast.
Jemand hat einen Brief an meine alte Dienststelle geschickt. Die haben ihn an
meine Privatadresse weitergeleitet.
Und als der Briefträger ihn zustellen wollte, war ich nicht zu Hause.
Aha.
Und von wem ist der Brief?
Von einer Frau.
Die habe ich vor längerer Zeit mal festgenommen. Ihr Freund hatte sie zu
mehreren Diebstählen gezwungen.
Ich konnte ihr damals helfen, dass sie nur wegen Mitwisserschaft verurteilt
wird. Sie hat mir geschrieben, dass sie dringend mit mir reden will und dass ich
ihr Kinderbücher schicken soll.
Kinderbücher?
Wieso Kinderbücher?
Ich weiß auch nicht, was das bedeuten soll, aber ich werde es herausfinden.
Machst du mir auch einen Kaffee?
Und wie heißt sie?
Elvira Strasser saß in der Haft am Stadtkreis Hofen.
Saß? Wieso saß?
Schon entlassen?
Nein, tot.
Die Elvira kann heute nicht kommen mit dir spielen.
Jetzt wird jemand anderer auf dich aufpassen.
Warum denn?
Weil die Elvira weggegangen ist.
Wohin denn?
Sie ist frühzeitig entlassen worden.
Warum sitzt du denn hier und heilst?
Sie wollte eben nicht mehr, Elvira.
Ich verstehe nicht, warum sie das gemacht hat.
Wird sich eine andere finden, die auf die Kinder Acht gibt.
Sie hat immer gesagt, wie wichtig die Kinder für sie sind.
Mach dir doch nichts vor.
Sie leben doch genauso, wie wir hier herinnern.
Was denkst du denn?
Was aus deiner Saskia einmal wird.
Habe ich was angestellt?
Nein, Saskia.
Nein.
Und aus dir wird einmal etwas ganz Besonderes.
Kollegen meiner früheren Dienststelle haben mit der Gefängnisleitung
und die behauptet, dass sich die Elvira -Straße umgebracht hat. Sie hätte nur
noch ein halbes Jahr abzusitzen gehabt. Wieso soll sie sich da umbringen? Aber
du weißt doch, wie es da drin zugeht. Sowas passiert da immer wieder.
Kriminologie -Vorlesung geschwänzt. Die meisten Selbstmorde passieren in der U
-Haft und im ersten Jahr der Strafhaft.
Keiner bringt sich um, der kurz vor der Entlassung steht.
Vielleicht hat sie private Probleme gehabt.
Und der Brief an mich? Der Umstand, dass sie dringend mit mir reden wollte. Das
klingt doch eher, als ob sie zum Schweigen gebracht werden sollte. Vicky,
verstehe dich ja, aber offiziell können wir in dem Fall nichts machen.
Ich gehe da trotzdem rein.
Es kommt überhaupt nicht in Frage.
Was machen wir hier eigentlich?
Wir sollten Schuldige bestrafen und Unschuldige entlasten.
Was ist, wenn die Straße ermordet wurde? Da sagen wir, na ja, da kann man halt
nichts tun.
Dafür kriegen wir nie und nie meine Genehmigung.
Heißt das, ihr zwei lasst mich hängen?
Wenigstens einer, der mich versteht.
Gehen wir.
Stehen bleiben.
Weiter.
Also, Böhm.
Mach keinen Scheiß. Dann kommen wir gut miteinander raus.
Falls nicht, gibt's im Keller eine praktische Betonte.
Stehenbleiben. Wo du in Ruhe herumtoben kannst.
Alles klar?
Danke für den Tipp.
Deines Witz.
Ach, was haben wir denn da?
Einen neuen Zugang.
Hi, ich bin die Erika.
Unterschlagen, vier Jahre.
Silvia Manz.
Handel mit Waren aller Art.
Deshalb haben sie dich eingezogen? Nein.
Das mache ich nur hier.
Falls du irgendetwas brauchen solltest.
Wie sieht es denn mit den Ausseherinnen aus?
Die sind im Moment etwas nervös, weil sich eine umgebracht hat.
Hat sich im Duschraum den Hals aufgeschnitten.
Einfach so?
Sie hat eine Lampe zerbrochen.
Das war's dann.
Machst du hier Turnübungen?
Ja, sowas ähnliches.
Dafür gibt's hier einen eigenen Raum.
Du brauchst nur mich fragen, wenn du was wissen willst.
Sag mal, wie komme ich denn am besten in die Krankenstation?
Deine Ärztin kommt nur einmal die Woche.
Bei so kleinen Sachen müssen wir uns selbst helfen.
Wie hat sich denn die Tote angesehen?
Die Elvira?
Das weiß ich nicht.
Die haben uns alle sofort in die Tränen gesperrt und sie weggebracht.
Sie war meine beste Freundin hier.
Es tut mir leid für dich.
Ich sag dir, die hat einen Schlag wie ein Pferd.
Die ist nicht ganz dicht, die Soko.
Sie wird von der Mansa als Dienstbote gehalten.
Willst du Schmerztabletten?
Nein, danke, ich nehme keine Tabletten.
Solltest du übernehmen.
Du kannst sie gegen Kaffee oder Briefmarken tauschen.
Ich glaube, ich bleibe noch ein bisschen liegen.
Mein Schädel brummt wie verrückt.
Dann schaue ich noch raus zu meiner Kleinen.
Musst du keine Krankenakte für mich anlegen?
Nein. Außerdem kriege ich gar keinen Schlüssel für den Aktenschrank. Du
aber auf mich.
Eigentlich dürfte ich dich gar nicht allein lassen.
Ja.
Eröffnung der linken Halsschlagader.
Tod durch Verblutung nach außen.
Selbstmord.
Selbstmord bei den vielen Verletzungen.
Du scheinst dich aber rasch eingelebt zu haben.
Oh, ich... Ich schaue, ob die eine Krankenakte von mir haben. Ich habe im
Gefängnis schon mal ein paar Tage auf der Krankenstation rausgeholt.
Bei unserer Ärztin hast du keine Chance.
Schau dich ruhig um.
Ich paute so lange auf.
Nicht so wichtig.
Du bist da.
Na dann ist alles in Ordnung.
Ist ja nicht gerade die beste Gesellschaft, in der sich die Nikita
ha?
Silvia Manns, Menschenhandel.
Hat sich Nachschub für ein Bordell geholt, einer Wiederholungstäterin.
Karin Sokol, Mord.
Und das da, das ist die Elvira Strasser.
Das war so eine Art Kindergärtnerin im Gefängnis.
Was? Kindergärtnerin? Ja, wenn Kinder im Gefängnis zur Welt kommen, dann dürfen
sie bis zum dritten Lebensjahr bei ihrer Mutter bleiben. Und anschließend kommen
sie in öffentliche Obhut, wie das so unschön heißt.
Also in ein Heim? Ja, oder zu Pflegeeltern.
Das ist eine mit Kind, Claudia Schraum.
Hat sechs Jahre wegen Totschlag ausgefasst.
Das ist meine Tochter, die Saskia.
Sie steht immer am Fenster.
Sie versteht nicht, warum sie nicht hinaus darf.
Hallo, Mensch.
Sagst du der Tante guten Tag?
Guten Tag.
Guten Tag, Saskia. Ich bin die Erika.
Hast du jemanden umgebracht?
Nein, nur Geld abgenommen.
Die Elvira hat auf die Kinder aufgepasst, während wir gearbeitet
Am Abend holen wir sie dann ab.
Wenigstens in der Nacht sind wir zusammen.
Du bist ein wunderbares kleines Mädchen.
Ja, aber sie ist... Aber sie ist ja aufgewachsen.
Sie hat noch nie einen Mann ohne Uniform oder ein Tier aus der Nähe gesehen.
Außer die paar Tauben im Hof.
Sie hat Angst vor lauten Geräuschen von Fahrzeugen.
Sie kennt so viele Dinge von da draußen nicht.
Über sowas habe ich noch nie nachgedacht. Die Kinder hier sind
was verbrochen zu haben.
Deshalb fragt sie mich auch bei jeder Gelegenheit, ob sie etwas falsch gemacht
hat.
Warum bist du hier?
Ich habe ihn umgebracht.
Er hat mich in der Firma mal blöd angeredet. Und dann wollte sie mich noch
einen Job bringen.
Da bin ich ausgerastet.
Es war aber kein Mord, nur ein Totschlag.
Ich wollte nicht, dass sie stirbt.
Böhm!
Dein Anwalt!
Na, was ist?
Gehen wir, gehen wir.
Ach so.
Herr Anwalt, was gibt es Neues?
Was ist passiert?
Was geht Sie das an?
Jetzt hast du recht gehabt.
Wie bitte?
Du hast recht gehabt.
Eben.
So wie hier darüber gesprochen wird, kann es nicht gewesen sein.
Ich hätte dich doch in dem Brief um Kinderbücher gebeten. Vielleicht.
Sie war hier im Block. Vielleicht erfährst du von der wann.
Rex, ich habe jetzt keine Zeit.
Na schön, dann werfe ich da halt...
Ja, okay, dann such halt ich das Balli.
Also, wo ist das Balli? Wo haben wir denn das Balli?
Wo ist das Balli?
Die Redner machen die Bandscheiben verbinden. Wo ist das Balli?
Muss man nicht alles machen, um den Hund bei Laune zu halten?
Wo ist das Balli?
Also,
dass du mich das Balli suchen lässt, das ist eine Sache.
Aber dass du meine Schreibtisch trainierst, darüber reden wir noch.
Frau Hoffmann am Apparat Kunst.
Ah, servus, Marc.
Wie geht's denn der Niki?
Was, wie, wie heißt sie?
Eva Klein.
Okay, such ich.
Hallo, Rex.
Vermisst du mich? Ja, kommt ja eh gleich.
Das nächste Mal erwische ich sie.
Ganz ruhig, Erika.
Darin kann dir ganz schnell was passieren.
Wie der Strasser, ja?
Warum interessierst du dich eigentlich so für sie?
Ich war mit ihr in U -Haft. Die war ganz in Ordnung, die Strasser.
Wie du meinst.
Übrigens, falls du mal einen angenehmeren Job haben willst, brauchst
nur zu sagen.
Und was kostet mich das?
Die braucht nicht.
Die hat alles, was sie will.
Vielleicht kannst du mir auch einmal einen Gefallen tun.
Ich will bei den Kindern arbeiten.
Was ist mit dem Rex?
Ja, nachdem die Eva Klein bei einem Tierarzthelferin arbeitet und wir dort
offiziell nicht ermitteln dürfen, habe ich mir gedacht, ich übe ein bisschen
dem Rex.
Bitte, Rex.
Freunde zu werden und gemeinsam fortzubringen.
Hast du schon einmal einen Löwen gesehen?
Ja, im Zoo.
Was ist das?
Das ist ein Tiergarten. Da kann man Elefanten, Löwen und ganz viele andere
aus der Nähe sehen.
Da werde ich aber nicht von laufen.
Brauchst du aber nicht. Die Tiere können dir nichts tun. Sie sind eingesperrt.
Wie viel?
Eines Tages kommt der andere.
Und dann könnt ihr euch einen Tiergarten ansehen.
Kinderabholung. Ach, du bist jetzt hier.
Die Mannschaft mir das vermittelt.
Du nimmst die Nachfolge.
tut es mir mehr da vorne weh. Das könnte Halswirbelsäule sein. Kann er die
Vorderpfoten bewegen? Nein.
Bitte, Rex.
Grüß Gott.
Grüß Gott.
Also damit hat er keine Probleme.
Es ist ja auch mehr hinten.
Geh, zeig's dem Onkel Doktor Rex.
Ist auch alles in Ordnung.
Sind's vielleicht die Bandscheiben? Er hat so Schmerzen beim Bücken.
Und die Bandscheiben sind's auch nicht.
Am besten wir machen ein Röntgen.
Wie kommt man darauf?
Na ja, das kriegt man doch, wenn man 25 wird im Knast, oder?
Meine Freundin hat das nämlich auch.
Die ist halt jetzt leider ein paar Monate auf Urlaub.
Aha. Und wo?
In Grashofen. Viererblock.
Das kommt mir bekannt vor.
Ach so.
Kennst dich aus?
Na ja.
Ich erinnere mich nicht dran.
Wollen wir ein bisschen fragen um Sie.
Wie schaut es denn aus da drin?
Eine gewisse Silvia Manz ist Chefin dort.
Kriegt irgendwie Geld von draußen.
Und die Karin Sokol ist ihr Leibwächter und ihr Dienstbrote.
Es soll ja auch ein paar nette geben, die Schrom oder Straße oder so.
Hm.
Die Straße passt auf die Schrom auf.
Und die hat hier ihr Kind drinnen.
Ich hab gehört, die Straße ist ermordet worden.
Was?
Es tut mir leid.
Die Chance war echt in Ordnung.
Da muss die Claudia schon jetzt sehr aufpassen.
B -R -A -D.
Die Claudia soll
umgebracht werden, weil...
Die Claudia soll umgebracht werden, weil...
Soll ich mit dir spielen, wenn ich hier fertig bin?
Nein, ich will mich in den Himmel anziehen.
Ich hoffe, du magst Schokolade.
Ja.
Wo hast du die denn her?
Eingetauscht. Danke.
Bitte.
Ich habe ein bisschen was von draußen mitgebracht.
Hast du draußen jemand?
Und du?
Nein. Und jetzt habe ich in Erinnerung auch niemanden mehr.
Hast du größere Probleme mit jemandem hier?
Das Übliche.
Fast alle haben Schulden bei der Manz. Sie verleiht Geld für Zusatznahrung und
Kaffee. Sie verlangt Zinsen.
Und wenn du nicht zahlen kannst, dann schickt sie dir die Sockholz.
Hat die Manz ein Handy?
Klar.
Wenn du zahlen kannst, kannst du jederzeit telefonieren.
Ich glaube, du hast doch ein bisschen zu viel mit ihm trainiert.
Ja, wie man es macht, ist falsch. Du hättest beim Röntgen dabei sein sollen.
Mich hat es mit dem Bleimantel zweimal umgehaut.
Ja, Hoffmann.
Niki? Hey, hast du den Telefon her?
Ja?
Ja, ist klar, fahr mit. Warte.
Danke. Ja?
Ja.
Alles klar, ciao.
Die Niki hat herausgefunden, dass die Claudia Schrom umgebracht werden soll.
Straße ist tot, weil sie sie beschützen wollte. Die Niki glaubt, dass das
irgendwas mit der Vergangenheit von dieser Schrom zu tun hat.
Wir sollen einen alten, bereits gelösten Fall wieder aufholen?
Ohne neue Beweise kriegen wir da nie eine Genehmigung für ein
Wiederaufnahmeverfahren. Eben.
Deshalb müssen wir welche finden.
Franz, kannst du uns ruhig allein lassen?
Wir stellen schon nichts an.
Tut mir leid, dass das schiefgelaufen ist.
Man kann hier drinnen eben nicht alles so durchziehen, wie es geplant war.
Du wirst nicht dafür bezahlt, dass etwas schief geht.
Lass dir was anderes einfallen.
In Ordnung.
Wenigstens gibt es keine Nachforschungen wegen der Straße.
Du bringst die Sache zu einem Ende.
Je schneller, umso besser.
Alles klar.
Und ruf an, wenn es was Neues gibt.
Der Morde, der hat Gerda Kieners geheißen und in derselben Firma
die Claudia Schrom.
Ja, die Schrom hat ihr von der Firma Unterlagen nach Hause gebracht und sie
erschlagen.
Also gut, fangen wir nochmal von vorne an.
Hören wir uns das Band von der Polizei an.
Gut.
Du musst herkommen.
Ich habe gerade einen Neon -Schlag.
Ich wollte, dass ich sie umbringe.
Aber es ist voll Blut.
Jetzt sagen sie mir mal ihren Namen.
Das ist merkwürdig.
Normalerweise sagen die doch sowas wie, es ist was passiert oder es ist was
Schreckliches passiert.
Die legt aber gleich am Telefon ein Geständnis ab.
Es ist alles voller Blut. Das sagt eher ein Zeuge als ein Täter. Ich meine, der
will das nicht wahrhaben.
Na gut, hören wir es uns nochmal an.
Polizei, bitte.
Sie müssen herkommen.
Ich habe gerade einen Gehunterschlag.
Ich wollte, dass Sie umbringen.
Es ist voll Blut.
Sie kommen nicht weg.
Nach dem Tod meiner Mutter bin ich zu einer Pflegefamilie gekommen.
Danach ins Heim.
Die ersten Diebstähle und die ersten Vorstrafen.
Die übliche Karriere.
Und als der Totschlag passiert ist, warst du gerade schwanger.
Mhm. Im dritten Monat.
Das Kind war das Einzige, was mich am Leben erhalten hat.
Wenn die mir die Kleine jetzt wegnehmen... Was dann?
Dann ist alles aus.
Dann...
Ich habe mir den Obduktionsbefund der Gerda Hinast genau angesehen. Das hier
die Tatwaffe.
Das Opfer war ein 76 groß und der Täter... Ja, Täterin.
Das war eine Frau.
Ach so.
Dann kann der Fall aber nicht genau untersucht worden sein.
Kein Wunder. Sie hat ja auch gleich nach der Tat ein Geständnis abgelegt. Wieso?
Was stört Sie denn?
Der Sockel dieser Statue hat eine geformte Verletzung hinterlassen. Und
eine flache.
Das heißt, die Täterin musste ein ganzes Stück größer als das Opfer gewesen
sein, also etwa 1 ,85.
Denn sonst hätte sie ja das Opfer mehr mit der Kante des Sockels und mehr am
Hinterkopf als am Schädel doch treffen müssen, nicht wahr?
Die Täterin ist aber kleiner.
Hey, servus. Servus.
Du, zwei Geschichten stören mich an der alten Schraumakte.
Erstens, wirst du eine Stunde neben jemandem sitzen bleiben, den du gerade
umgebracht hast?
Nein.
Ich würde entweder sofort abhauen oder sofort die Polizei rufen. Eben.
Und zweitens, die Kinast hat sich zwar über die Vorbestraft in ihrer Firma
aufgeregt, aber das ist doch kein Motiv.
Ehe nicht.
Wenn mich jeder umgebracht hätte, der sich über mich aufgeregt hat, ich hätte
mein zehntes Leben ja nicht erreicht.
Jetzt kann ich mich für die Schokolade revanchieren.
Was ist das?
Vitamintabletten.
Hat meine geschenkt.
Einfach so?
Geschenkt? Ja.
Ich habe mir meine Küchendienste übernommen.
Willst du welche?
Ich will alle.
Ich dachte, du nimmst keine Tabletten. Keine Schmerztabletten, aber die will
ich.
Die Blutflecken auf der Kleidung von der Claudia Schrumpf hatten auch nicht zum
Tathergang. Das heißt, dass es höchstwahrscheinlich jemand anderer war.
Aber wer?
Und warum hat die Schrom ein Geständnis abgelegt?
Die Kollegen von der Wirtschaftspolizei sagen, dass die Firma, wo die Kinast und
die Schrom gearbeitet haben, sauber ist. Die machen viel Geld mit
Anlageberatung. Ihr Chef, ein gewisser Erich Albrecht, beruhigt sein soziales
Gewissen damit, indem er Vorbestrafte einstellt.
Natürlich.
Nur für niedliche Arbeiten. Dann reden wir mal mit dem Albrecht.
Ja, Hoffmann.
Ist klar, ich komme vorbei.
Wenn Sie da unten bitte unterschreiben würden.
Danke.
Frau Böhm.
Habe Sie bitte untersuchen. Kann sein, dass es jemand damit probiert hat.
Alles klar.
Schau ganz wahr, als ob die Schwamm den Totschlag gar nicht begangen hätte.
Jemand will eine Aussage von ihr verhindern. Und warum erst jetzt?
In zwei Monaten wird ihre Kleine drei Jahre alt. Dann nehmen sie ihn mir die
Kinder weg.
Die Schrom hat gesagt, wenn das passiert, ist alles aus.
Könnte sein, dass sie dann ihr Geständnis widerruft.
Ja, das war eine tragische Sache damals mit meiner Sekretärin und diesem jungen
Mädchen.
Claudia Schrom. Ja genau, so hat sie geheilt.
Ist aber auch schon einige Zeit her.
Sagen Sie, wie viele Vorbestrafte beschäftigen Sie zurzeit?
Ein Dutzend vielleicht.
Man muss ihnen eine Chance geben, nicht jeder hat das Glück, in geordneten
Verhältnissen aufzuwachsen. Und außerdem, bei den heutigen
man ja auch als Geschäftsmann mit einem Fuß praktisch im Gefängnis, nicht?
Und die Frau Kienerst?
War meine rechte Hand.
Bitte.
Danke. Bitte.
Großer Verlust für die Firma.
Aber sagen Sie, warum interessieren Sie sich denn eigentlich für den alten Fall?
Damit die Akte endgültig geschlossen werden kann.
Ja, und das ist sie ja jetzt auch.
Herzlichen Dank, Herr Albrecht.
Hex, komm.
Wiedersehen. Wiedersehen.
Wiedersehen.
Mein Chauffeur soll kommen?
Die Polizei war da, wegen dieser alten Sache.
Es muss sofort etwas passieren.
Eine vorbestrafte Anstetter kann auch die Kontakte von denen nutzen. Zum
Beispiel ins Gefängnis. Aber aus welchem Motiv?
Wenn man es der Tod von der Gerakinas genützt.
Der Claudia Schrom sicher nicht.
Sie hat vielleicht ihre Wut abreagiert, aber ist damit nur noch mehr in
Schwierigkeiten geraten.
Aus dem, was sie schwanger haben.
Ein Fakt vom Labor. Die Vitaminkappeln weisen einen hohen Anteil von Digitalis
-Glykosiden auf.
Eine Digitalis -Einnahme kann bei einem Herzgesunden...
über anfänglich unspezifische Symptome zu Herzrhythmusstörungen und zum Tod
führen.
Plötzlich ein Herztod.
Der perfekte Mord.
Das ist gar nicht schlecht.
Okay, Rex.
Jetzt haben wir das schon so oft gehört.
Hey, Kunz.
Ich glaube, er besteht drauf.
Na ja, bitte sehr, Rex. Wenn es dich glücklich macht, dann spielen wir halt
Braten noch einmal.
Ja, das Feuerzeug von dem Albrecht. Das heißt, er war am Tatort, wie die Schrom
das Geständnis abgelegt hat.
Wenn sie von mir weg ist, wenn sie mich Tag und Nacht rufen, aber ich
werde nicht da sein.
Vielleicht würde deshalb einmal genau das Gleiche passieren wie mir.
Interfekte, was ich für sie wollte.
Hast du nicht gewusst, dass Kinder nach einer gewissen Zeit hier raus müssen?
Nein.
Das haben sie mir erst nach der Geburt gesagt.
Dann habe ich geglaubt, ich komme nach der Hälfte der Strafhaftbewehrung raus
und sie bleibt bei mir.
Aber du hast da draußen niemanden.
Die zwei würden uns schon durchschlagen.
Ich würde alles für sie tun.
Na, da scheint sich eine dicke Freundschaft entwickelt zu haben.
Vielleicht sollten wir ein paar Blumen vorbeibringen.
Wir sagen euch, wenn es soweit ist.
Und damit das klar ist, jetzt wo die Straße tot ist, passe ich auf Claudia
die Kleine auf.
Verstanden?
Leider nichts.
Die Wohnung von der Kina ist jetzt längst weitervermittelt und renoviert
Auch wenn es nicht so wäre.
Wenn der Albrecht am Tatort war, dann hat er mit Sicherheit alle Beweise
vernichtet. Das könnte sich die Chinast aber auch überlegt haben.
Vielleicht hat er es woanders versteckt.
Schon gecheckt.
Sie hat zwar keinen Zweitwohnsitz, aber sie hat ihre Urlaube immer in derselben
Frühstückspension in der Nähe von Wien verbracht.
Na dann, machen wir einen Ausflug.
Rex, komm!
Also laut der Pensionswirtin da drüben hat sich hier die Chinast am liebsten
aufgehalten. Das ist 20 Jahre lang.
Naja, das mag.
Ja, wieso nicht?
Ja,
dem Rex gefällt es auch.
Ich glaube, der Rex hat eine Spur.
Weißt du was?
Ich ruf die Taucher an.
Was?
Taucher?
Also ich bin dafür, dass wir das die Profis machen lassen.
Da hat der Albrecht seine Anleger befissen heute.
Ja, und das hört ja an.
Sowas Spesen, falsche Zinserbrechungen und so weiter und so weiter.
Sie haben leider nur Kopien.
Ich bin der Albrecht, aus der Wohnung von der Kinast mitgenommen haben. Aber
jetzt haben wir ein Motiv. Gehen wir.
Warte ein bisschen.
Ja, das ist nicht so einfach, wie ich das vorgestellt habe. Es gibt eine neue,
die sich um die Schramm kümmert.
Er hat gesagt, dass sofort was passieren muss.
Und vergiss nicht, du hängst genauso mit drin.
Was wollt ihr mir trauen?
Ich bin schon im Gefängnis, falls du das vergessen hast.
Wenn irgendetwas aufkommt, sind das zehn Jahre extra für dich.
Die Sekretärin wurde wahrscheinlich vom Firmenchef selbst umgebracht, weil sie
belastende Unterlagen über ihn gehabt hat.
Claudia Schrom hat das Ganze auf sich genommen. Warum, wissen wir nicht.
Auf jeden Fall sitzt die Unschuldige im Gefängnis.
Und warum soll gerade ich der Polizei helfen?
Sie können der Claudia Schrom und ihrem Kind helfen.
Milch? Schwarz. Bitte.
Wir haben Indizien, aber wir haben keine Beweise, außer ein paar Kopien. Das
heißt, der Albrecht kann sich immer noch darauf berufen, dass die Schrom den
Totschlag begangen hat.
Sie waren doch mit der Schrom im Gefängnis. Sie können ja so tun, als ob
Ihnen was erzählt hat.
Also gut.
Ich rufe ihn an.
Aber nur der Claudia zuliebe.
Herr Albrecht?
Guten Abend.
Ja, guten Abend.
Das sind nur die frisch operierten Tiere.
Die sind noch nicht aus der Narkose erwacht.
Was ist das?
Von einem Tier oder was?
Ja.
Ein wildes Kätzchen.
Kommt jeden Tag vor.
Also, was wollen Sie von mir?
Sie sind von Ihrer Sekretärin erpresst worden, weil Sie Ihre Kunden gelinkt
haben, und zwar um sehr viel Geld.
Ja, im Gefängnis wird viel geredet, nicht?
Man hat ja auch genug Zeit dafür.
Könnte aber doch sein, dass Ihre Sekretärin Beweise hatte, die es immer
gibt?
Und die haben Sie?
Langsam verstehen wir uns.
Wenn es wirklich Beweise gibt, dann will ich die sehen.
Kein Problem.
Kommen Sie hierher.
Sagen wir mal, ich habe sie gefunden.
Sie wollte nicht einmal Geld dafür, die Kinas.
Sie wollte mich anzeigen.
Also, wie viel ist es Ihnen wert?
Lassen Sie mich nachdenken.
Da ist ja das Mittel, mit dem man Tiere einschläfert.
Hochgiftig. Ein kleiner Tropfen davon ins Blut.
Wie ein Unfall.
Gut,
Rex, lass ihn los.
Wo kommt der Albrecht?
Ich verhafte Sie zunächst einmal wegen Mordversuch an Eva Klein.
Danke. Wenn Sie das Wort weiterleiten würden.
Ja, danke.
Wer war denn das? Der Staatsanwalt. Wir haben es geschafft.
Die Claudia Schrom wird vorläufig freigelassen. Es gibt ein neues
Das wird nicht einfach.
Der Albrecht bleibt dabei, dass die Schrom die Chinas dumm gebracht hat. Die
Claudia Schrom muss ihr Geständnis erst wieder rufen.
Du darfst dir was aussuchen.
Darf man das?
Du kannst herumgehen, dir alles ansehen und das nehmen, was du haben willst.
Danke. Für alles.
Schon in Ordnung.
Ich sehe auch gern wieder eine Kleine die ersten Schritte ins neue Leben.
Ich kann es doch gar nicht fassen.
Claudia, du kannst jetzt Schluss machen mit der Vergangenheit.
Aber ich muss wissen, was damals passiert ist.
Der Albrecht hat mich angerufen.
Er hat gesagt, ich muss in die Wohnung von der Kinas kommen.
Er hat mich gepackt und auf die Tote geworfen, damit Blutspuren auf meine
Kleidung kommen.
Er hat gesagt, wenn ich die Sache nicht auf mich nehme, dann bringt er mich auch
um.
Als Vorbestrafte würde mir sowieso keiner glauben.
Ich habe gedacht, dass wir im Gefängnis vor ihm sicher sind.
Und die Kleine?
Hallo, Liebe.
Albrecht ist der Vater von ihr.
Alle vorbestraften Mädchen, die gut ausgesehen haben, mussten ihm schon ihre
Dankbarkeit beweisen, damit sie ihren Job behalten konnten.
Wir wollen dringend eine Aussage von der Claudia fragen.
Ohne die geht gar nichts mehr.
Da ist sie ja endlich.
Niki, alles okay?
Ja, es ist nur ein Kratzer.
Schön, dass du wieder da bist. Was ist mit dem Albrecht?
Der ist in Urhaft. Wir befürchten, dass er die Frauen bedrohen lässt, damit sie
keine Aussage machen.
Ich weiß nicht.
Na dann gehen wir.
Es ist noch ein bisschen kalt hier.
Du musst jetzt die Heizung aufdrehen.
Mache Wasser.
Und wer wird noch hier wohnen?
Nur wir zwei.
So viel Platz nur wir und zwei.
Schau, ein Fenster ohne Gitter.
Schau, wie schön es draußen ist.
Ganz ohne Mauern.
Findest du mich, Löwe?
manche jetzt ausziehen.
Saskia?
Ja?
Na?
Wieder draußen?
Wir machen jetzt einen kleinen Besuch bei unseren Anwälten.
Und du wirst was unterschreiben.
Die will nix anderes überbleiben als zu unterschreiben. Sonst gibt's mehr davon.
Nein. Na?
Willst du alles um die Kita sehen?
Siehst du was?
Komm schon, aufwachen, aufwachen.
Wo ist der Fahrer von dem Albrecht?
Ja, er ist gerade da raus.
Beruhig dich erstmal, komm, komm.
Oh.
Oh.
Oh.
ist hinuntergefallen.
Hm.
Hm.
Hm. Hm.
Hm.
Hm. Hm.
Hm. Hm. Hm. Hm. Hm. Hm.
Sie hat Angst vor Hunden.
Gleich fliegen.
Danke.
So,
jetzt haben wir von uns schon viel.
Ja, schon früher.
Wo warst du denn?
Da oben, da sieht man alles.
Was hat er gesagt?
Ich brauche keine Angst vor Hunden.
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