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Mach an.
...süße Hoffnung... Wir wiederholen:
an alle französischen Streitkräfte in Indochina.
-Süße Hoffnung. -Wieviel Zeit haben wir verloren?
Wir wiederholen: an alle französischen Streitkräfte...
Lisbon!
Süße Hoffnung. Gib Alarm.
Die Japaner schmeißen uns raus.
Alles raus! Sammelt euch!
Fünf Minuten! Dann will ich alle hier sehen!
Wird's bald? Los! Das hier ist keine Übung!
Na los! Schneller, Männer!
Los, raus zu den anderen. Wir rücken aus.
-Wie geht's, Alvarez? -Geht so la la.
-Wie war die Versorgung? -Die ging.
-Hast du ein Problem, Eisinger? -Nein.
Weiß einer, was los ist?
-Weißt du etwas? -Nein, woher? Keine Ahnung.
Wir haben kranke Menschen.
Geben Sie uns einen Treffpunkt durch, für Verletzte. Kommen.
Negativ. Kommen.
Noch einmal: unmöglich, den Befehl zur Zerstreuung
mit Verletzten auszuführen. Kommen.
Tut mir leid. Viel Glück. Ende.
Stillgestanden!
Sektion vollständig. Erwarten Ihre Befehle.
Sektion... rühren.
Die Japaner greifen unsere Territorien an.
Auch uns. Wir weichen nach Son La aus.
Dort treffen wir den Rest der Fünften. Rückzugsbasis ist China.
Die große Stampede.
Erwarten wir doch die Japsen im Bett. Sind doch unsre Freunde.
Ist doch ein Erholungscamp.
Jeder kriegt Waffen. Außer Lemiotte.
Ich warne dich: Willst du dich verdrücken, erschieße ich dich.
Gut. Ihr habt's gehört. Auf geht's, Männer. Los, Leute.
Was sollen wir in diesem Dschungel ausrichten?
Mein Adjutant.
Tut mir leid, mein Adjutant. Nicht mit uns.
Lassen Sie uns im Lager.
Wir schaffen das nicht.
Die Japaner töten Gefangene. Wir dürfen nicht an euch denken.
Sonst kommen wir nie in China an.
Los, weiter!
Mathu?
Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr.
Wir sind die Trinker-Kolonne.
-Verflucht. -Trinker-Kolonne.
So holen sie uns noch ein.
Gib mir deinen Sack, Mathusalem.
Gib her.
Na los.
Und weiter.
Kümmert euch um die Tiere.
Alles klar?
Marschtagebuch, 10. März 45.
Alles klar, Doktor?
Abmarsch von Khan Khai, gestern 17 Uhr. Gesamtstärke: 19.
Schon gut, Alvarez. Sie ist sauber.
Kossakowsi und Marly baten darum, im Lager bleiben zu dürfen.
Sie waren nicht in der Lage zu laufen.
Nur ihre Namen kann ich notieren.
Wir haben einen Vermissten zu beklagen: Krapfield.
Unser Ziel: der Posten in Son La.
Entfernung: 200 Kilometer.
Unsere Chancen, dort anzukommen, tendieren gegen Null.
Marly.
Kossak.
Die Legion lässt niemanden im Stich.
Leute, es geht los. Packt zusammen. Wir gehen.
Los, los. Doktor.
Vamos, vamos.
Na los, Poussin.
-Es stinkt nach Tod. -Hör auf, Lemiotte.
Mein Adjutant.
Mein Adjutant.
Darf ich Ihnen was sagen?
Nur zu, Lemiotte.
Meinen Sie nicht auch, wir werden alle krepieren,
wenn wir gezwungen sind, auf den Langsamsten warten?
Bilden wir besser Gruppen. So schaffen es wenigstens ein paar...
Man hält zusammen in der Legion. Das hast du unterschrieben, Lemiotte.
Ich unterschrieb für fünf Jahre.
Dieser Vertrag lief vor vier Jahren ab.
Seitdem sitzen wir hier.
Wir alle sitzen hier seit Jahren fest.
Einschließlich mir. Doch nur du beschwerst dich.
Du willst alleine gehen?
Geh voran, als Späher.
Ohne Waffen?
Zu Befehl mein Adjutant.
Ich bitte die vier Ecken des Waldes: beschützt uns.
Fünfter Tag des Marsches.
Wir mussten den Pfad verlassen, damit wir nicht eingeholt werden.
Wir konnten nur langsam laufen, um die Schwächsten nicht zu verlieren.
Mein Adjutant.
-Ja? -Ein Tiger.
Da ist ein Tiger.
Du hast geträumt, Alvarez.
Unsinn. Da war ein Tiger.
Die Männer sind im Delirium. Wahnsinn breitet sich aus.
Ich versuche, den Anschein von Ordnung zu wahren,
damit wir nicht zu wilden Tieren werden.
Aber hier hat die Natur das Sagen.
Vorwärts, Alvarez. Vamos...
Oh, nein! Nein, nein, nein!
Was ist los? Was hast du denn? Jetzt beruhige dich.
-Komm runter. -Was hat er?
Eine Schlange wohl.
Capitaine! Capitaine!
-Schlangenbiss. -Schnell!
-Hat jemand die Schlange gesehen? -Nein.
Nein, nein!
-Vorsicht. -Erstmal sehen.
-Halt ganz still. -Ganz ruhig.
-Was macht ihr? -Hier.
-Halt still, Stigmann. -Ich gebe ihm eine Spritze.
-Siehst du, Stigmann? -Du wirst sehen, das hilft.
Komm mal her.
Scheiße.
-Gibt's ein Problem? -Das Morphium aus meiner Tasche.
Es ist weg. Nicht mehr da.
Mein Adjutant.
Das Morphin wurde gestohlen.
Lemiotte zum Rapport.
Ja, mein Adjutant.
Das Morphium, Lemiotte.
Hast du das vielleicht?
Zeig mal her.
Und das.
Mach schon.
Leert die Taschen aus.
-Na los. Macht hin. -Was?
-Mein Caporal... -Leert eure Taschen. Und zwar alle!
Wird's bald? Macht hin!
Lass gut sein, Lisbon. Wir gehen weiter.
Die Japsen.
Mist.
Ich hätte nicht erwartet, sie so früh zu sehen.
Son La liegt genau in diese Richtung.
Wir gehen weiter durch den Dschungel.
Du musst ruhig sein.
Stellen Sie ihn ruhig. Die Japsen sind da unten.
Bist du still jetzt!
Es ist sinnlos. Wir werden sowieso sterben.
-Lasst mich los. Ich kann nicht mehr. -Komm, beruhige dich.
-Ich kann nicht! -Hör auf zu brüllen.
Sei still. Sei still.
Er atmet.
Fein. Wir verstecken uns.
-Und warten auf die Nacht. -Eins. Zwei. Drei.
Und los.
Weiter geht's.
Ich höre etwas.
Runter, runter, runter.
Lisbon.
Ja.
Margola, geh vor.
-Sorbonne. Jetzt bist du dran. -Ja.
Und jetzt wir.
-Wo ist Lemiotte? -Der war hinter uns.
Eisinger.
Du gehst zurück.
Mach hin. Sieh zu, wo er bleibt.
Lemiotte.
Lemiotte.
Lemiotte?
Lemiotte?
Was soll denn diese Scheiße?
Na los.
-Komm. Hauen wir ab. -Hör mit dem Zirkus auf.
Wir werden sterben, wenn wir bei Janizki bleiben.
-Komm mit mir mit. -Nein.
Dann gib mir dein Gewehr. Und lass mich gehen.
-Nein. -Eisinger, lass mich gehen.
Er wird mich umbringen.
Nein, weil ich ihm nichts sage. Na los.
-Los, lauft. -Hier lang. Folgt mir, Männer.
Schnell, schnell!
Achtung, die Maultiere. Passt auf die Tiere auf.
Die Spinnen.
Ja, jetzt weiß ich's wieder.
Margola...
Genau. Jetzt fällt's mir wieder ein.
Ja, genau so war es. Es waren die Spinnen.
Stigmann. Hier her!
Ich erinnere mich.
Die Maultiere sind weg.
Wir haben sie verloren.
Stigmann...
Wo ist Lemiotte?
Ich bin hier, mein Adjutant.
Wegen dir sind Eisinger und Margola gefallen.
-Auf die Knie. -Ich bin gestürzt, mein Adjutant.
Auf die Knie!
-Als ich über die Straße wollte... -Ich habe dich gewarnt.
Janizki?
Mein Adjutant...
Lass mich los!
Wir gehen weiter.
19. März 45.
Eisinger und Margola sind tot.
Begoni wird vermisst.
Lemiotte kommt vors Kriegsgericht.
Ich denke, er ist nicht mehr zu retten.
Es gibt keinen Nachschub mehr. Und jagen ist unmöglich.
Wir essen nur noch Wurzeln.
Der Tiger.
Du bist verrückt, Alvarez.
Mathu nennt unseren Zug die "Trinker-Kolonne".
Da ist doch nichts. Vamos.
Vamos. Vamos.
Marly. Bist du nicht tot?
Du betest, Lemiotte?
Du betest, Lemiotte?
Du glaubst an Gott?
Ganz erstaunlich.
Besonders bei einem Typen wie dir.
Wir sind allein.
Ich glaube, wir sind allein, Marly.
Ganz allein.
Wir müssen Nachschub finden.
Aber woher?
Mia Lang, mein Capitaine.
-Mia Lang? -Thin kennt das.
-Ist Camp für Meo Männer. -Wo?
Wir da.
Mia Lang. Hier China.
Das ist machbar. Circa 80 Kilometer mehr.
Eine Woche. Zehn Tage mehr.
Die laotischen Soldaten bleiben im Dorf.
Dort finden wir Munition und Nahrung.
-So könnten wir nach China kommen. -Und wenn wir hier bleiben?
Wir verstecken uns. Verwischen unsere Spuren.
-Und überleben im Dschungel. -Wir sind Soldaten, Aubrac.
Soldaten? Wirklich?
Es wird da sicher Nahrung sein.
Aber der Wald ist riskant. Die Waldgeister sind böse.
Scheiß auf die Geister.
Alvarez. Ich werde nichts sagen.
Ich habe auch Visionen.
Puta madre!
Alvarez? Er erstickt. Zieht.
Er erstickt. Zieht ihn raus.
Na los. Zieht fester.
Zieht doch. Zieht.
Verflucht noch mal.
-Na los. -Ja, so geht's.
Wir haben ihn. Vorsicht. Scheiße.
-Oh Mann... -Das war aber knapp.
-Bist du verletzt? -Nein. Nur Blut vom Tiger.
Glück gehabt. Que susto.
Wie ist dein Name?
-Dein Name. -Julio Alvarez.
Alvarez, Julio.
So, Leute. Lasst uns hier verschwinden.
Töten Tiger. Ist nicht gut.
Hör auf, Thin. Du nervst.
Wir nehmen uns Fleisch und verschwinden.
Ich habe einen. Sind da noch mehr?
Nein.
Keine Sorge. Er war allein.
-Ist er allein? -Ich will reden.
-Chapeau, Stigmann. -Ich will reden.
Hast du ihn erwischt? Ist er allein?
Stigmann. Jawoll. Jawoll.
-Sieh mal, Kleiner. -Wer will jetzt reden?
Wer will jetzt reden?!
-Ein dreckiger, mieser Japaner. -Dreckiger Japaner. Mieses Schwein.
-Sag mal, spinnst du? -Er ist verrückt.
Er hat auf uns geschossen.
Er hat auf uns geschossen.
Und der?
Stigmann hat ihn getötet.
Poussin. Was ist passiert?
Antworte.
Ja...
Er hat auf uns geschossen. Lemiotte hat uns beschützt.
Wieso wollte er schießen?
Ich weiß es wirklich nicht.
Keine Ahnung.
Er ist wohl verrückt geworden.
Lisbon.
Nimm seine Waffe.
Ich bin Schuld.
Ich bin Schuld.
Wir werden alle verrückt.
Die Japsen sind weg.
Abrücken.
Merci.
11. April 45.
Wir marschieren schon einen Monat.
Stigmann ist tot.
Er ist auf einen japanischen Späher gestoßen.
Vorsicht.
Der Feind ist in der Nähe.
Es ist nur eine Frage der Zeit,
dass er uns entdeckt.
Komm schon.
-Was denken Sie, mein Adjutant? -Dass wir sie hier erwarten sollten.
Sie sprechen von einem Hinterhalt?
Ehrlich, mein Chef. Eine üble Idee.
Wir haben keine Nahrung. Keine Kraft mehr.
Wenn ich krepiere, dann lieber mit der Waffe in der Hand.
-Wie die Alten in Mexiko. -So wie in Cameron?
Leute.
Die Japaner fallen jeden Moment über uns her.
Also bleiben wir hier. Und erwarten sie.
In Deckung.
Alvarez. Man sieht dein Käppi.
Poussin. Mach die Waffe scharf.
Niemand schießt vor mir.
Ich denke an Namen. Die Namen der Toten.
Sind unsere Namen irgendwo in einem Register verzeichnet?
Sind wir vielleicht schon tot?
Mein Adjutant.
Laden!
FM!
-Munition. Munition! -Sorbonne. Nachladen.
Es blockiert.
Feuer einstellen!
Feuer einstellen!
Feuer einstellen!
-Schon gut. -Schon gut, Poussin.
Hör auf, Poussin, hör auf.
Bravo, Poussin.
Oh Gott. Karamyan ist tot.
Tragiljew auch.
-Und Verletzte? -Keine.
Aber wir haben es geschafft. Wir leben.
Alles klar?
Gar nichts zu essen.
Die armen Schweine haben auch nichts mehr.
-Die hungern auch. -Nur gerecht.
Hört mir mal alle zu.
Was ihr heute getan habt, können nur Legionäre.
Wahrhaft kämpfen.
Jetzt wissen die Japaner, was wir wirklich sind.
Wahre Soldaten.
Lemiotte. Gib dein Gewehr ab.
Das habe ich mir verdient.
-Ich habe meinen Teil erfüllt. -Gib es her.
Ich vertraue dir nicht, Lemiotte.
Jetzt, wo ihr Geister seid, bitte ich euch, uns zu beschützen.
Achtung!
Präsentiert das Gewehr!
12. April 45.
Irgendwo nördlich der RC 7.
Zusammenstoß mit den Japanern.
Verluste: Tragiliew und Karamyan.
Feindliche Abteilung kampfunfähig gemacht.
Die Japaner hungern genauso wie wir.
Ich fühle mich schwach.
Aber zum ersten Mal glaube ich, dass wir China erreichen.
Trotz unseres Hungers und unserer vielen Krankheiten.
Geht's noch?
Caporal!
-Caporal. -Ja?
Der Weg ist zu Ende.
Thin? Wo lang?
Hier lang.
Zweifeln Sie?
Nein.
So geht's.
In Mia Lang mache ich das besser heil.
Mein Cousin hat Kräuter.
Wieso bist du bei uns, Thin?
Gehst du mit uns nach Europa oder wieder nach Hause?
-Lass ihn in Ruhe, Lisbon. -Keine Antwort?
Mögen sie in deinem Dorf Franzosen?
Wenn ich nicht auf eurer Seite wäre, würden sie euch töten.
Was?
Poussin?
Ist mein Cousin.
Wie lange liegen sie da?
Ungefähr fünf Tage.
Corporal!
Mein Caporal. Kommen Sie.
-Mia Lang? -Ja.
Karlsson, Sorbonne. Sucht da drinnen nach Nahrung.
-Mein Adjutant! -Was ist los?
Er glüht. Malaria.
-Alles gut. -Wir bringen ihn da rüber.
So geht's. Langsam.
-Thin. Wasser. -Langsam, langsam.
Ganz ruhig.
Ja, so ist gut.
Warte.
Da drin gibt's nichts zu essen.
-Da drin gibt es nichts? -Keinen Krümel.
Der Adjutant hat gesagt, hier gibt es zu essen.
-Mathu, es reicht! -Drei Tage ohne Fressen?!
-Geh nicht hin, Mathu. Ist schrecklich. -Leck mich.
Der Adjutant sagt, wir sollen nach Son La gehen.
Doch da war niemand.
Der Adjutant sagt, es gibt Essen in Mia Lang.
Aber es gibt nur Tote.
Es ist vorbei, Janizki. Das war's.
Wir gehen nach China.
Nach China.
Nach China?! Aber ohne uns.
-Er hat recht. -Ein blöder Zeitpunkt jetzt.
Im Gegenteil, Lisbon.
Der ist jetzt optimal. Der ist jetzt optimal.
Wenn die Autorität am Arsch ist, muss sie weg.
Was willst du?
-Was willst du? -Einige von uns meinen, dass es so
nicht weitergehen kann.
Genau.
Ein paar kranke Männer. Mitten im Dschungel.
Wer braucht denn da Regeln?
Braucht einen Chef?
Kommt das an?
Du lässt diesen Scheiß. Kommt das an?
Wie wär's damit, Caporal?
Das sagt doch wohl alles über eure Autorität!
Poussin. Deine Waffe.
Du gibst sie ihm nicht!
-Hör auf, bitte. -Zurück! Sofort!
Worauf wartest du?
Sowohl Stenweeg als auch du wären dran.
Adjutant Janizki befehligt nach wie vor diese Truppe.
Er hat das Kommando.
Ist das jetzt für alle klar?
Ist das klar?!
Sorbonne. Karlsson.
Fesselt diesen Idioten.
Und Stenweeg auch.
Musso. Deine Waffe.
Gib die Waffe her!
Sie stehen auf der falschen Seite, Capitan.
Sie sind ein Schwächling.
18. April 45.
41 Tage jetzt.
Ich übernehme das Tagebuch, solange Adjutant Janizki an Malaria leidet.
Wir haben die Hölle von Mia Lang hinter uns gelassen.
Die laotischen Partisanen wurden brutal ermordet.
Wir rücken blindlings nach Norden vor.
Die Gefangenen leiden klaglos, angesichts ihrer Bestrafung.
Lemiotte erinnert mich an einen Satz,
den ich in "Reise ans Ende der Nacht" gelesen habe.
"Die Menschen sind vielleicht nur deshalb böse,
weil sie leiden.
Aber es dauert eine lange Zeit zwischen dem Moment,
in dem sie aufgehört haben zu leiden,
und dem, an dem sie ein wenig besser werden."
Lemiotte muss viel gelitten haben, um so hart zu werden.
Du sagen, essen den Tiger.
Jetzt die Geister verärgert.
Jetzt du wirst Strafe haben.
Du wirst sowieso krepieren.
Die Deserteure sind mit Karte und Kompass verschwunden.
Uns bleiben nur Thin und die Sonne zur Orientierung.
Wir sind Janizki wie einem Gott gefolgt.
Befolgten Gesetze, die vielleicht nicht mehr gelten.
Und über die sich der Wald lustig macht.
Wir sind die Trinker-Kolonne.
Wir laufen einfach mit dem Strom.
Und hoffen, dass einer überlebt.
Und wir nicht wie Tiere krepieren.
Sorbonne. Komm, steh auf.
Poussin. Steh auf.
Karlsson.
Thin.
Thin?
Hey. Alvarez.
Vamos, Amigo.
Franco, Franzisco Franco. Ich scheiße auf deine verdammte Mutter.
Es lebe der Tod.
Das Morphium.
Er war das.
Er war ein Anarchist.
Nicht Gott noch Meister.
Salut, Alvarez.
Adios, Amigo.
Mitte Mai. Die Malaria lässt endlich nach.
Die Geister von Thin weichen von mir.
Ich kann wieder selbst schreiben.
Das war Nummer sieben.
Lemiotte, Stenweeg und Pepelucci - Desertation.
Mathusalem ist verstorben.
Und jetzt Alvarez. Vor Erschöpfung.
Wir sind total verloren.
Aubrac hat recht.
Wenn einer von uns es schafft, schaffen wir es alle.
Wir, die letzten Männer.
Hört ihr das?
Na, hört ihr das?
Flygplan. Flygplan!
Sie sind da. Sie sind da, hört doch mal!
Oh ja. Der Generalstab holt uns ab!
Da sind Flugzeuge!
Hei-ho!
Hierher. Kommt.
Hierher. Kommt hier her!
Kommt. Wir sind hier!
Wir sind doch hier. Kommt hierher.
Hier her.
Hier her.
Karlsson...
Wo haben Sie die her, Chef?
Aufgehoben, nur für einen Moment wie diesen.
Hat jemand Feuer oder...
Irgendwo in der Nähe der Grenze.
Irgendwann Ende Juni.
Haben Stenweeg und Peppeluci gefunden.
Erstochen. Die Japsen.
Hoffe ich.
Lemiotte war nicht dabei.
Aubrac ist gestorben. Sein Herz hat versagt.
Somit bleiben nur: Caporal Lisbon, Sorbonne, Karlsson, Poussin, Thin und ich.
Ich klammere mich an unsere Namen.
Ich klammere mich an diese Notizen.
Ich denke an meinen Sohn.
Ich bin bei dir, mein Sohn.
Ich bin bei dir.
Fluss Mekong.
Was machen Sie nach dem Krieg?
Gehen Sie wieder nach Europa?
Ich weiß nicht, ob ich wieder nach Europa will.
Haben Sie Kinder?
Einen Sohn.
Und Sie?
Nein.
Wann hat Ihre Frau Sie verlassen?
Vor langer Zeit.
Und Sie? Wartet da eine?
Vielleicht.
Hier werden wir für lange Zeit sichtbar sein.
Wir sichern das Gelände auf 500 Meter flussauf- und abwärts.
Wenn es sauber ist, machen wir so schnell wie möglich rüber.
Ich bin allein.
Habe weder Frau noch Familie.
Single.
Können wir?
Der Ast ist ganz frisch heute gebrochen.
Ich weiß es nicht!
Ich bin Guiseppe Sottile.
Und bin desertiert vom Tod!
Ich weiß nichts!
Sie sind bestimmt alle schon tot.
Ich weiß es nicht. Ich weiß es...
Ich weiß es nicht.
Weiß nicht.
Weiß nicht.
Weiß nicht.
Weiß nicht!
Ich weiß nicht!
Er hat es verdient.
Also lassen wir ihn einfach sterben.
Wir sind sechs. Und die sind zu zehnt.
Wir überraschen sie. Ich denke, morgen.
Nein, nein. Wir gehen.
Da rüber. Wir sind doch fast da. Meine Güte!
-Er ist desertiert. -Erstmal holen wir uns Lemiotte.
-Dann gehen wir. -Wir riskieren doch nicht
-unseren Hals für ihn. -Es ist nicht für ihn, sondern für uns.
Sonst sind wir genau wie er.
Er wird dafür bezahlen, aber er krepiert nicht hier.
Unsere Kranken haben wir im Stich gelassen.
Niemand soll mehr krepieren.
Keiner von uns ist wie er! Nicht ich, nicht Sie, nicht die!
Ich weiß es nicht.
Aber es wird Zeit, das zu wissen.
Ich will dich nicht zwingen, Lisbon.
Behalt die Waffe.
So 'ne Scheiße. Puta vida.
Lemiotte. Lemiotte. Ich bin's.
Die Geister haben dich beschützt.
Du musst früher etwas Gutes getan haben. Oder in andere Leben.
Komm hoch. Lauf! Lauf!
Lisbon.
Das ist ein Durchschuss.
-Möchten Sie verbunden werden? -Nein. Merci. Später.
Die Franzosen.
-Wissen Sie, wo die Franzosen sind? -Mein Adjutant. Sehen Sie.
-Wer sind denn die? -Sehen aus wie Franzosen.
Ich werde sie mal fragen.
Major Bellington. Verbindungsoffizier zu den chinesischen Truppen der Kuomintang.
Adjutant Janizki, fünftes Regiment der Fremdenlegion.
-Woher kommen Sie? -Khan Khai. Süd Laos.
Süd Laos? Sie liefen den ganzen Weg?
Sind auch Franzosen hier?
Das französische Kommando ist 40 km den Mekong hinunter.
Würden Sie uns da hinbringen?
Ich fürchte nicht. Wir evakuieren das Lager.
Die Chinesen werden Ihnen nicht helfen.
Der Adjutant ist verletzt. Und Sie auch.
Wir sind am Ende.
Haben wir zufällig noch ein paar Plätze in unserem Flugzeug frei?
Fünf sind zu viel. Wählen Sie zwei Männer.
-Wo geht es hin? -Kalkutta.
Kalkutta?
Wisst ihr Jungs nicht, dass der Krieg vorbei ist?
Poussin, Sorbonne, Karlsson.
Ihr geht.
-Zwei. Mehr nicht. -Das können Sie nicht machen.
Wenn Sie wüssten... Ja, geh, Karlsson, du fliegst mit.
-Warum nicht Sie, mein Adjutant? -Ich muss noch was zu Ende bringen.
Ihr blöden Arschlöcher. Geht nach Hause.
Dreckskerle.
Habt ihr Musso und Stenweeg gefunden?
Die du zurückgelassen hast.
Sind sie tot?
Du hast sie getötet.
Warum sollte ich das tun?
Dieser Krieg hat sie getötet. Nicht ich.
Siehst du, Janizki.
Nur mich bringst du lebend aus China.
Und mich willst du erschießen lassen.
Dann hast du nur dich gerettet.
Du hättest uns uns selbst überlassen sollen.
Und wofür das alles?
Man lässt uns krepieren.
Und was machst du? Braver Soldat?
Folgst den Regeln derer, die uns im Stich lassen.
Und weißt du, warum, Janizki?
Für diese Streifen. Denn du bist nichts ohne deine Streifen.
Mehr als diese Streifen hast du nicht.
Ich war hier, um für was zu bezahlen.
Der Legion schulde ich nichts mehr.
Ich habe bezahlt.
-Lass mich frei, Janizki. -Nein.
Lass mich frei.
Ich muss...
Du musst für das bezahlen, was du getan hast.
Für den Tod, den du verursacht hast.
Was geht dich das noch an?
Das musst du nicht.
Ich habe zu viel But verloren.
Warum hast du mich gerettet? Wieso?
-Verstehst du das nicht? -Nein.
Ich weiß...
Bring das bitte zum Generalstab.
Ich möchte nicht...
dass all das hier umsonst war.
Aber es war umsonst.
Mach es für sie.
Du verlangst, dass ich das tue?
Du weißt, dass sie mich an die Wand stellen, wenn sie das lesen?
Was glaubst du denn? Ich werde es verbrennen, Janizki.
Keine Chance, dass du das für mich tust?
Du sagst es.
Schade.
So erfährt wohl keiner, wie wir gestorben sind.
Und wie oft ich an meinen Sohn dachte.
Ich verstehe dich, Lemiotte.
Ich war wie du.
Wirst du mich beerdigen?
Verluste bei der Überquerung des Mekong:
Lissabon und Thin.
Karlsson, Sorbonne und Poussin starben beim Absturz des englischen Flugzeugs,
das sie nach Kalkutta evakuieren sollte.
Lemiotte, schwer verwundet, starb am Nordufer.
Ich selbst, am Arm verletzt,
nehme das Schreiben wieder auf, so gut ich kann.
Ihr habt uns im Stich gelassen.
Und das Schicksal hat sich auf uns gestürzt.
Was konnten wir tun, wir Alkoholiker. Wir, die wir nichts hatten.
Jedenfalls lässt die Trinker-Kolonne Sie herzlich grüßen.
Adjutant, wir werden eine Zeremonie zum Gedenken an die Toten
Ihrer Kolonne abhalten.
Mit Verleihung des Kriegskreuzes für jeden Gefallenen.
Heute Nachmittag.
Die Kolonne Alessandri kam vor drei Monaten in China an.
Ihre Bemühungen, die Bemühungen all derer,
-die es bis nach China schafften... -Ich bin vom Tod desertiert.
Ich bin ein Deserteur des Todes.
Eine Frage zu Lemiotte.
Soll er an der Auszeichnung beteiligt werden?
Nein.
Sicher?
Das kostet nichts und es würde das Bild der Einheit wahren.
Ich denke...
-...er war für uns verloren? -Ja.
Der Schmerz wird nie vergehen.
-Adjutant Janizki? -Ich heiße Guiseppe Sottile.
Adjutant Janizki?
Lemiotte. Das war mein Name bei der Legion.
Ich heiße Guiseppe Sottile.
Präsentiert das Gewehr!
Capitaine Aubrac. Gestorben für Frankreich.
Caporal Lisbon. Gestorben für Frankreich.
Soldat Alvarez. Gestorben für Frankreich.
-Soldat Thin... -Wir sind allein.
Gestorben für Frankreich.
Soldat Pepelucci. Gestorben für Frankreich.
Soldat Stenweeg. Gestorben für Frankreich.
Soldat Stigmann...
Grazie.
Grazie.
Wohin fließt dieser Fluss?
Wohin führt dieser Weg?
Oder die Wolken der Morgendämmerung?
Oder der Himmel am Abend?
Wohin schauen die Augen der Männer?
Wohin gehen die Schritte der Männer?
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