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Am Tag nach den Geständnissen zum Ugumori-Vorfall,
stand eine einzelne Blume auf ihrem Tisch.
Ich überlege, ob ich Ugumori Blumen auf den Tisch stelle.
Damit wir es nie vergessen.
Bis zum Tag der Abschlussfeier
standen diese Blumen des Mitgefühls durchgehend auf ihrem Platz
und wurden nie entfernt.
18. OKTOBER 2023
Mitte Oktober
durften Nobe und Kanazawa nach dem Verhör zurück in die Schule.
Willkommen zurück.
Da sie am Vorfall nicht direkt beteiligt waren,
hatten sie keine rechtlichen Folgen zu befürchten.
Doch aus eigenem Antrieb…
Es tut mir leid.
setzten sie sich weiterhin mit dem Geschehen auseinander.
20. NOVEMBER 2023
Ende November
urteilte das Familiengericht, es sei spontan und nicht böswillig gewesen.
Nishino, die unter Auflagen stand, kehrte ebenfalls zurück.
Ich werde auch…
Sie brachte wunderschöne Kamillen mit ins Klassenzimmer.
Ich werde es nie vergessen.
Auch in den Winterferien
26. DEZEMBER 2023
brachten Lernende abwechselnd neue Blumen mit.
21. FEBRUAR 2024
Im Februar
standen die Wege aller Schüler schließlich fest.
Jeder sprach über seine Zukunft
an Ugumoris Tisch.
Ich will die Welt verändern, damit niemand mehr leidet.
BESTANDENE AUFNAHMEPRÜFUNG
Ich gebe mein Bestes.
Kochiya, herzlichen Glückwunsch!
Mit dem Leben der Schüler vergeht die Zeit im Flug…
SITZPLAN
Heute sind es nur noch zwei Tage bis zum Abschluss.
8. MÄRZ 2024
REN KUJO EINE NEUE NACHRICHT
Mein Mann war liebevoll und wollte mich von den Gedanken
an diesen Tag ablenken.
REN: ICH KOMME HEIM, ESSEN WIR WAS. RINA: DANKE, WIE IMMER
Und doch trug ich ein Geheimnis in mir.
ABER ICH KOMME KLAR.
Was Ugumori damals gesagt hat, kam mir zunehmend real vor,
als würde es wirklich passieren.
Ich habe das Gefühl, als käme für mich kein Morgen.
Die Angst, "kein Morgen zu haben",
begann auch in mir, Wurzeln zu schlagen.
Morgen ist es so weit: Die Abschlussfeier steht an.
9. MÄRZ 2024
Für unsere Horai-Oberschule
habe ich das Abschluss-Kanji gewählt.
Wollen wir Saft darauf wetten, was der Konrektor gewählt hat?
Klar, bin dabei.
Ja? Ich setze ein Jahr Erdbeermilch.
Erdbeer…
Das Abschluss-Kanji lautet…
"kizamu" es bedeutet: eingravieren oder schnitzen.
Dieses Jahr war voller Ereignisse.
Normalerweise beginnt ein neues Schuljahr mit einem Neuanfang…
Aber diesmal…
…möchte ich mir einprägen, was ich gelernt habe.
Bitte verabschieden Sie die Absolventen morgen mit einem Lächeln.
-Danke im Voraus. -Wir geben unser Bestes.
GESCHLOSSENE VERANSTALTUNG
Sorry, dass ihr warten musstet.
-Hey. -Yo.
-Ja? -Du bist spät dran!
Sorry, sorry, sorry.
5. JUBILÄUM HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH
-Glückwunsch! -Danke!
Ich denke jedes Jahr darüber nach.
Sollten wir nicht mal eine größere Party feiern?
-Bin dabei. -Die Location passt aber nicht.
Ich will nur mit euch feiern. Als Belohnung für mich auch.
-Tun wir doch ständig. -Stimmt.
Ich will nur euch zwei sehen! Dann trinken wir und stopfen uns voll.
Rina, als ich deinen Mann eingeladen hab, meinte er:
"Ich will ihre Zeit mit Freundinnen nicht stören."
Er war wieder total geheimnisvoll.
Ist etwas passiert?
Nein, wirklich nicht.
Die beiden sind so verliebt, es ist sicher alles gut.
Du machst dir immer Sorgen um Rina.
-Echt? -Immer.
Na ja, das liegt daran…
Du bist mit schuld.
Wieso?
Als du damals die Schule geschmissen hast,
hab ich wirklich geweint.
Ich finde, jeder sollte zwei Menschen retten, die ihm nahestehen.
Wenn das jeder täte,
gäbe es weniger Hilferufe und mehr, die helfen.
Aber von den zwei, die ich retten wollte, habe ich eine verloren.
Ich konnte sie nicht retten.
Das habe ich tief bereut.
Wenn ihr mal in Schwierigkeiten seid, will ich für euch da sein.
Ich meine das ernst.
Kazumasa Oda kann das bezeugen…
Was zum Henker?
Ich hatte fast Tränen in den Augen.
Das war knapp!
Das war knapp. Mein Kitsch-Alarm ging schon los.
War er nicht, war er nicht.
Es tut mir wirklich leid, was ich euch damals angetan hab.
Schon okay.
Ehrlich gesagt, ihr wart für mich immer meine besten Freundinnen.
Aber damals in der Schulzeit
habe ich das vielleicht nicht so empfunden.
In der Schule gab's so viele Beziehungen.
Ich hab euch einfach für gegeben genommen.
Doch als ich allein war, wurde mir etwas klar.
Von all den Menschen aus der Schule
möchte ich nur euch zwei wiedersehen.
So ist das einfach.
Aber weil ihr für mich da wart,
konnte ich mir meinen Traum erfüllen, ein eigenes Restaurant.
Die Vorstellung, euch hier zu treffen, hat mich motiviert.
-Piep! Piep! Piep! -Was denn?
Mein Kitsch-Scanner schlägt voll aus.
Ich war nur ehrlich!
Es ist kitschig.
Aber trotzdem, bleiben wir so!
Ja.
Ich hoffe, wir trinken auch hier, wenn wir mal 80 sind.
Piep! Piep! Piep!
-Schon wieder kitschig. -Jetzt hör aber auf.
Du hast es den beiden also nicht erzählt?
Nein.
Es war genau so, wie Ugumori gesagt hat.
Hm…
"Ich möchte euch nie in gefährliche Dinge verwickeln."
Das dachte ich auch.
Darum bitte ich dich ebenfalls.
Das ist mein Kampf.
Bitte halt dich raus.
Morgen ist der Abschluss. Wir sollten früh schlafen, okay?
Ja.
Wie wär's, wenn wir morgen gemütlich frühstücken?
10. MÄRZ 2024
-Guten Morgen. -Guten Morgen.
Konntest du etwas schlafen?
Hab ich mir gedacht…
Ich hab was gemacht. Wollen wir essen?
Gerne.
Danke.
Und das hier.
Was für Erinnerungen!
-Weißt du noch? -Ja.
Das war das erste Gericht, das mir wirklich im Kopf blieb.
Damals hatte ich Fieber, kurz nach unserer Hochzeit.
Stimmt.
Ich hatte vorher noch nie allein gekocht.
In der Hektik hab ich lauter "männliche" Onigiri gemacht.
Aber ab da fing es an, ich wurde süchtig nach Kochen,
und jetzt kann ich sogar selbst gemachte Soba zubereiten.
Der erste Schritt ist entscheidend.
Stimmt genau.
Na dann, guten Appetit!
Lass es dir schmecken.
Das ist ganz schön schwer.
Ganz schön groß.
Gestern im Supermarkt
hab ich das Ehepaar von nebenan streiten sehen.
Ach wirklich?
Sie stritten über Süßigkeiten und welche Anko-Sorte besser ist.
Als würden sie sich gegenseitig den Geschmack absprechen.
-Welche magst du lieber? -Die grobe.
-Im Ernst? -Was?
-Wirklich jetzt? -Nicht dein Ernst?
-Verarschst du mich? -Wie bitte?
Man braucht diese Bohnen doch gar nicht.
Gerade die sorgen dafür, dass jeder Bissen anders schmeckt.
-Team fein, was? -Ganz klar.
Verstehe.
Dann reden wir bei Bohnen wohl nicht dieselbe Sprache.
Gehen wir nächste Woche Hanami machen und essen einfach beide.
Ein Verkostungs-Event!
Was ist los?
Hast du etwa wieder dieses Gefühl,
"als gäbe es kein Morgen für mich"?
Oh, nein!
Ich hab das WLAN-Gerät noch nicht zurückgegeben!
Das vom letzten Business-Trip.
Ach herrje…
Fällig ist es nächste Woche.
Könntest du's bitte nächste Woche irgendwann zurückschicken?
Und übrigens:
Wir haben dieses Jahr unseren fünften Hochzeitstag.
Lass uns endlich mal zusammen ins Ausland reisen.
Ich will nach Italien oder so.
Aber meine Freundin in Venedig
wurde mit Riesen-Garnelen ganz fies abgezockt.
Sei nicht so negativ, ich rede doch von der Zukunft!
Du wirst leben.
Du lebst. Hier und jetzt.
Und du wirst weiterleben.
Immer wenn dich diese Angst befällt,
rede ich weiter mit dir über die Zukunft.
Man hört oft solche Sprüche wie:
"Lebe, als gäbe es kein Morgen."
Aber wenn ich das höre, denke ich:
"Wirklich?"
Nicht alles geben, weil man sterben könnte,
sondern alles geben, weil man leben will,
das ist für mich greifbarer.
Darum
werde ich dich weiterhin in deinen Kämpfen begleiten.
Hey.
Kannst du nicht einfach mal zu Hause bleiben?
Ich geh doch nicht hin, um zu sterben, okay?
Als ich Ugumoris Geschichte hörte,
merkte ich: Sie ging nicht, weil sie aufgab.
Sie wollte ihr Schicksal wenden. Sie glaubte an ein Morgen.
Ich konnte das lange nicht sagen.
In meinem ersten Leben, um diese Zeit,
waren wir geschieden.
Deshalb
dachte ich, ich würde diese Onigiri nie mehr essen.
Ich bin froh, dass ich es geschafft habe.
Wir werden weiter über Blödsinn reden.
Ich muss dir auch noch erklären, warum feines Anko besser ist.
Vielleicht kann ich das bald nicht mehr sagen…
Darum will ich es jetzt sagen:
Ich liebe dich.
Selbst wenn mir dieses Schicksal bevorsteht,
muss ich die Gegenwart ändern, egal was kommt.
Ich will nicht sterben und ich habe es auch nicht vor.
Deshalb gehe ich jetzt.
Um mein Schicksal zu verändern.
KLASSE 3-D
Heute ist euer Abschluss. Herzlichen Glückwunsch!
KLASSE D ALLES GUTE ZUM ABSCHLUSS
ABSCHLUSSFEIER
Seit wann
weine ich an einem Tag wie diesem…
ABSCHLUSS KLASSE 3-D 10. MÄRZ 2024
nicht mehr?
ABSCHLUSSFEIER 2024
Eine Lehrerin, die sich aufopfert für ihre Schüler,
der dieses zweite Leben auf irgendeine Weise geschenkt wurde,
hat sich geschworen, als Lehrerin ihr Schicksal zu verändern.
Ich beschloss, eine Lehrerin zu sein,
die alles für ihre Schüler gibt.
Eine Schülerin sagte mir:
"Diese Welt wird sich verändern."
Deshalb bin ich heute hierhergekommen.
Was bedeutet es, Lehrerin zu sein,
und wer bin ich eigentlich?
Was ist meine Aufgabe?
KLASSE D ALLES GUTE ZUM ABSCHLUSS
Du warst es also doch.
Wo ist Rina?
Also warst du es wirklich.
Hoshizaki.
Wie sind Sie dahintergekommen?
Dass ich versucht habe, Sie hinunterzustoßen?
Oh.
Ich wusste es.
Zweites Leben, ja?
Du warst also nicht enttäuscht?
Als du mich im ersten Leben von dieser Brücke gestoßen hast,
wurde ich zurück zur Eröffnungsfeier katapultiert.
Ein zweites Mal lasse ich das nicht zu.
Ja…
Aber ich bin stärker als Sie.
Ich könnte Sie auch jetzt noch einfach runterstoßen.
Was?
Seit dem Vorfall damals
wurden dort Blumenbeete angelegt, für den Fall eines Sturzes.
Wegen Ugumori will ich leben.
Verstehe.
Ugumori ist echt stark.
Also,
seit wann wissen Sie es?
Sie wissen, dass ich Sie im ersten Leben gestoßen habe, also…
Haben Sie mich die ganze Zeit für gefährlich gehalten?
Damals
wusste ich nicht, dass du es warst.
Wie meinen Sie das?
Ich konnte dein Gesicht nicht erkennen.
Deshalb wirkten alle 30 Schüler wie potenzielle Täter.
Darum wollte ich die Klasse verändern.
Was? Warten Sie mal kurz.
Heißt das etwa…
…Sie waren im ersten Leben gar nicht meine Heldin?
Du bist wirklich ein seltsamer Mensch.
Das dachte ich auch, als du mich gefragt hast, was Jugend ist.
Als ich mit dir gesprochen habe,
fühlte es sich nicht an, als wären wir Lehrerin und Schülerin.
Sondern einfach wie zwei Menschen.
Ich fand dich
unglaublich rätselhaft und besonders.
In dem Moment wusste ich,
dass du der Täter bist.
Weil ich dein Gesicht nicht sehen konnte.
KLASSE D ALLES GUTE ZUM ABSCHLUSS
Als ich Nishino zuhörte, kam mir ein Gedanke.
Wenn man jemanden hinunterstößt, auch aus Versehen,
schauen die Leute automatisch hin.
Wer das absichtlich tut,
will den Moment selbst sehen.
Aber ich sah dein Gesicht nicht mal, als ich auf dem Boden aufschlug.
Als mir das klar wurde, kam mir ein Gedanke.
Was, wenn es passiert ist ohne besonderen Mordwillen?
Vielleicht in einem Zustand, fast völlig gefühllos.
Wenn ich mit diesem Gedanken zurückblicke, kam mir dein Gesicht in den Sinn.
Die anderen wurden bewegt von Worten
und von Gefühlen.
Nur du
hast alles wie von außen betrachtet.
Als wäre diese Welt nicht echt.
Schon im ersten Leben warst du so.
Nachdem du mich umgebracht hattest,
wolltest du dir das Leben nehmen, oder?
Deshalb bin ich heute hier.
Ich wollte dich sehen.
Wenn ich dich heute nicht treffe,
wird sich mein Schicksal nicht ändern. Das dachte ich.
Hoshizaki,
bitte nimm mir nicht das Leben.
Und auch
nicht dir selbst.
Sie sind ja 'ne Nummer!
Wie haben Sie gewusst, dass ich sterben wollte?
Es stimmt, ich lebe ohne Ziel,
aber das heißt nicht, dass ich sterben will.
Durch Ugumoris Lebensweise
kam mir ein Gedanke.
Du hast dich entschieden,
als du dachtest, du könntest dein Leid nicht ändern.
Selbst wenn du lachst oder scherzt,
fühlte ich bei dir immer eine stille Nähe zur Verzweiflung.
Du warst kurz davor, dich abzukapseln,
weil dir alles bedeutungslos erschien.
Es gab ein Spiel,
als ich in der Grundschule war.
Man fuhr mit dem Rad ohne Bremse den Berg hinab.
Ziel war, möglichst weit zu kommen.
Ich dachte: "Okay!"
Ich fuhr, ohne zu bremsen,
und krachte in eine Wand.
Ich dachte, alle würden lachen.
Doch dann,
als ich mit meinem ramponierten Körper zu ihnen aufsah,
sahen sie mich an, als wäre ich komplett durchgedreht.
Ich glaube, ungefähr zu der Zeit war das.
Da wurde mir klar, dass ich der Seltsame bin.
Wenn Sie im ersten Leben nicht meine Heldin waren,
versteh ich, warum ich Sie gestoßen habe.
Denn ich hab oft darüber nachgedacht:
Warum ist es für Menschen so schwer, sich zu ändern?
Ich hab das alles die ganze Zeit ertragen.
Ich hab mein Bestes gegeben, um mich anzupassen.
Ich hab mich selbst unterdrückt, um nicht aufzufallen.
Wenn ich nicht wie die anderen war,
fanden sie mich anstrengend.
Aber wenn man sich dran gewöhnt,
wirkt alles um einen herum wie eine Szene.
Wie ein Schwarz-Weiß-Film.
Eine leere Welt, in der du dich wie ausradiert fühlst.
Eine leere Welt, die dein Selbst zerstört.
Genau.
Aber dieses Jahr war ganz anders.
In dieser grauen Welt tauchte jemand Buntes auf.
Und ab da veränderte sich alles um mich herum.
Sie waren es wohl, die das verändert hat.
Es hat wirklich Spaß gemacht.
Da wollte ich Ihnen irgendwie helfen.
Ich hab mit Hamaoka über Nishino gesprochen.
Was?
Wusstest du das nicht?
Er meinte: "Bei euch ist doch Chaos, oder?"
Ich hab ihm von Nishino erzählt, die keinen Platz mehr hatte.
Ich dachte, Sie können wieder alles aufbrechen.
Aber dann…
…ist Ugumori das passiert.
Das war richtig traurig.
Da dachte ich, vielleicht kann ich ja auch etwas tun.
Ich hab das Video von Hamaoka gefunden.
Als ich es sah, kamen all die Gefühle hoch.
Ich dachte, damit könnte ich vielleicht alle verändern.
Also hab ich mit Kochiya gesprochen.
Auch ich…
Ich wollte auch für jemanden leben.
Aber dann…
…haben Sie gesagt,
jeder müsse selbst sein Leben in die Hand nehmen.
Da fragte ich mich: Was soll ich denken?
Ich…
…hab mich wirklich…
…kein bisschen verändert.
Ich hab mir immer gewünscht, dass jemand mich verändert.
Und selbst als Sie die Welt verändert haben,
habe ich gemerkt, dass ich mich allein null verändert habe.
Dieses Gefühl…
…nirgends reinzupassen, war wieder da.
Ich dachte, es wäre besser, wenn ich nicht hier wäre.
Damals sagte ich oft zu meiner Mutter…
"Ich hätte gar nicht geboren werden sollen, oder?"
"Ich bin doch nur eine Last, oder?"
Mein Vater und meine Mutter sind wirklich großartige Eltern.
Wir hatten auch keine Geldprobleme.
Na ja…
…wenn Verbrechen geschehen, schauen alle auf die Vergangenheit?
Sie sagen, der Täter hatte eine tragische Kindheit.
Oder er lebte in schlechten Verhältnissen.
Aber ich sehe das anders.
Menschen wollen, dass es immer einen Grund gibt.
Doch manchmal haben Leute, die Schlechtes tun, keinen Grund.
Darum…
…kann ich mich nicht ändern.
In letzter Zeit
laufe ich wieder durch diese graue, leblose Welt.
Wenn ich denke, dass das ewig so bleibt…
…macht mir das Angst.
Hey, Rina.
Sie haben gesagt, Sie täten alles, oder?
Rina.
Wollen Sie mit mir sterben?
Bitte.
Hoshizaki.
Ja?
Ich…
…kann das nicht.
Ich würde alles tun, um einen Schüler zu verändern.
Aber nicht, ihn umbringen.
Außerdem
will ich nicht sterben.
Das stimmt.
Warum habe ich das gedacht? Ich bin wohl verrückt.
Du bist nicht verrückt.
Es geht nicht nur dir so, Hoshizaki.
Solche Gedanken haben wir alle irgendwann.
Man fühlt sich leer, als lebe man farblos dahin.
So habe ich mich auch im ersten Leben gefühlt.
Aber weißt du,
nachdem ich dieses Jahr noch einmal erlebt habe,
erkannte ich: Nicht die Welt wurde farblos und stumpf,
sondern ich selbst.
Du hast aufgehört, dich zu verändern.
Aber eines…
…möchte ich, bevor du abstumpfst.
Kannst du wenigstens versuchen, an dich selbst zu glauben?
Bevor du aufgibst,
glaube, dass du etwas tun kannst und dass deine Stimme zählt.
Probier etwas Neues, egal wie verrückt es ist.
Entzieh dich dem Leben nicht, ertrag es nicht von außen…
Lass dein Herz atmen, lass deine Gefühle fließen.
Es ist okay, wenn jemand dich auslacht.
Es ist okay, wenn man dich verspottet.
Du musst nicht immer logisch oder im Recht sein.
Glaube zuerst an deine eigenen Gefühle.
Wenn du das tust, kannst du dich sicher verändern.
Hoshizaki.
Werd nicht gleichgültig, als könne sich nichts ändern.
Warum nicht
diese Welt mit uns genießen?
Einfach noch ein Weilchen?
Es tut mir leid.
Rina.
Ich versteh wirklich, was du mir sagen willst.
Aber mein Herz reagiert einfach nicht.
Traurig, oder?
Rina…
…lassen Sie mich los.
Schauen Sie,
vielleicht schützt mich Ugumoris Blumenbeet.
Aber andererseits jemanden wie mich sicher nicht.
Vorsicht.
Sie sterben sonst noch mit mir.
Ich werde nicht sterben.
Es warten Menschen auf mich.
Ich bin neidisch.
Auf dich wartet auch jemand.
Du hast auch jemanden.
Du kannst ihn nur gerade nicht sehen.
Auch wenn du denkst, du bist allein, ich will an deiner Seite sein.
Ich will dich besser kennenlernen.
Ich…
…nein, wir alle fühlen so.
Also…
Was machst du da?!
Ich komme, also halt durch!
Alle tragen jetzt Farbe in sich.
Es hat sich verändert.
Ich hab's dir gesagt:
Ich helf dir, wenn du in Not bist.
Ich hab dich gesucht, seit der Zeremonie.
Schon ein bisschen gruselig, oder?
Hoshizaki!
Leg dich nicht mit uns an!
Warum machst du das?!
Hamaoka hat mir erzählt, dass du über Nishino gesprochen hast.
Was?
Ich dachte, du drehst durch, also hab ich den ganzen Tag gesucht.
Ich hab alle zusammengerufen, um dich und Rina zu finden.
Hey.
Hey.
Dann…
Tu uns den Gefallen, stirb nicht.
Hoshizaki.
Selbst mit diesen Mitschülern um dich
denkst du immer noch…
…deine Welt ist leer?
Siehst du sie noch als farblose Welt?
Ich weiß es nicht.
Aber…
…diese grellrote Sonne hinter allen…
…die werd ich wohl nie vergessen.
Ich denke, das reicht.
Leb weiter, zumindest für jetzt.
Es ist deine Schuld…
Mein Leben hat sich verändert und Sie sind schuld.
-Rina! -Rina!
Was zum Teufel!
Wegen dir!
-Hey! Lass los! -Rina!
-Ruft einen Krankenwagen! -Rina!
-Rina, geht's Ihnen gut? -Rina!
-Machen Sie die Augen auf! -Rina!
-Rina! -Rina!
-Wachen Sie auf, Rina! -Rina!
-Rina! -Rina!
Mitten in der verblassenden Szenerie
und den Schreien aller hatte ich einen völlig unpassenden Gedanken.
Traurige Dinge
geschehen immer unter blauem Himmel.
Ich frage mich, wann das begann.
In dem Moment, als ich von meinen Schülern lernte,
vom Glauben an sich selbst und dem Aufstehen,
versprach ich, die Klasse in meinem zweiten Leben zu verändern.
Doch die, die wirklich Veränderung brachten,
waren die Schüler selbst.
Ich beschloss, meinen Schülern von Herzen zu begegnen.
Doch zugleich waren es die Schüler,
die sich entschieden, mir zu antworten.
Ich habe von meinen Schülern gelernt.
Wenn du nicht zögerst und weiter ehrlich dem Problem begegnest,
dann wird dir jemand antworten.
Mein größter Lehrer…
…waren meine Schüler.
Ich gebe den Staffelstab weiter.
Damit Schüler wie mein früheres Ich nicht in Klassen sitzen,
wo man einander verletzt, ohne es zu merken.
Ich glaube…
…du kannst sie verändern.
Rina?
Du bist zurück.
Du lebst.
Du hast Hoshizaki bei der Abschlussfeier gerettet.
-Rina! -Rina!
Als ich die Augen öffnete,
standen da die Menschen, die ich dieses Jahr verzweifelt verändern wollte.
Sie haben auf mich gewartet.
Alle…
…sind da.
Ich bin froh.
Ich bin wirklich froh!
Ren.
Danke, dass du mich gerettet hast.
Euch allen
noch einmal:
Herzlichen Glückwunsch zum Abschluss.
Ein Jahr nach meiner zweiten Chance
gaben mir meine Schüler eine neue Chance…
…weiterzuleben…
…in dieser Welt…
…und sie weiter zu verändern.
DIESES DRAMA IST FIKTION.
Untertitel: Anemone Bauer
Can't find what you're looking for?
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