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(Surren einer flackernden Leuchtstoffröhre)
(Windrauschen)
(Das Windrauschen dauert an.)
(Grillenzirpen)
(Er keucht.)
(Motorbrummen) - (Spanische Stimme aus dem Radio)
(Die Stimme aus dem Radio ebbt ab.)
(Mysteriöse Musik)
(Hohe, sirrende Streichermusik)
(Ausgelassenes Stimmengewirr)
(Idyllische, sanfte Jazzmusik)
(Motivierende Rufe auf Spanisch)
(Idyllische Orchestermusik)
(Mann) Sehr schön.
Gut.
Gleich noch mal drei, sehr gut.
Gut.
Und weiter.
Gut!
Blick zum Ball.
Nicht einschlafen.
Ganz genau.
Das war toll. Hat's Spaß gemacht? - Ja. - Danke. Gute Stunde.
Gut gespielt, gute Vorhand.
Nicht schlecht.
Der war gut.
Noch eins? - Nein, ich muss wieder an die Arbeit.
Wollt ihr jetzt gleich bezahlen oder an der Rezeption?
Äh... Ja. Geht's in bar?
(Die Musik verklingt.)
(Fernes Stimmengewirr)
(Kurzes Husten)
(Seufzen)
(Eine Frau telefoniert auf Spanisch.)
Du siehst fertig aus. - Oh, danke. - Im Ernst.
Jemand plant meine erste Stunde dann, wenn normale Leute schlafen.
Deine Schicht beginnt um neun. - Zehn wäre besser.
Geh einfach vor Mitternacht ins Bett. - (Telefonklingeln)
Die Woche ist voll ausgebucht. - Du weißt, die Leute lieben mich.
Neun Uhr, jeden Morgen?
Sei froh, manche würden noch früher starten.
Das Franzosenpärchen kommt eh nie. - Gebucht ist gebucht.
(Telefonklingeln)
(Sie spricht Spanisch.)
(Grillenzirpen)
(Fernes Hundebellen)
(Grillenzirpen) - (Fernes Flugzeugbrummen)
(Ausgelassenes Stimmengewirr)
(Spanisch) Hey, Ace.
Benimm dich.
Wie immer. - Wie immer.
Gehen wir rein! - Verschwindet.
Haut ab! Du kannst rein.
(Mitreißende Housemusik)
(Deutsch) Hey, Coach. - Hi. - Was machst du hier?
Ich war in der Gegend. - Klar.
Sind wir deine allerliebsten Schülerinnen?
Oh ja, aller Zeiten.
Drei Wodka-Shots bitte.
Und das andere Zeug? - Frag ihn.
Kannst du uns Drogen besorgen?
Drogen?
Ich bin Tennistrainer. Wie kommst du darauf? - Weiß nicht, nur so ein Gefühl.
Cheers. - Cheers.
Gehen wir tanzen.
Na los! - Ich tanze nicht.
Komm schon!
(Die Housemusik schwillt an.)
(Jubel) - (Packende, euphorische Housemusik)
(Gedämpfte Musik) - (Tiefer Atemzug)
(Er atmet laut aus.)
(Sie keuchen.)
(Poltern) - (Er lacht.)
(Sie lachen.) - (Er ächzt.)
(Die Tür wird geöffnet.)
Los, der Bus fährt. - Pst!
(lachend) Nicht dein Ernst. Hast du mit ihm geschlafen?
Komm, wir gehen.
(Kamera-Klicken)
(kichernd) Komm.
(Die Tür fällt laut zu.)
(Er ächzt.)
(Stimmengewirr) - (Leise, fröhliche Musik)
(leise) Hey. Buenos días.
(Stimmengewirr)
(Junge) Das ist meiner.
(Sanfte Streichermusik)
(Wundersame Musik)
(Klacken von Tennisbällen)
(Trainer) Gut.
Blick zum Ball.
Ganz genau. Zeig mir deine Ellbogen.
Genau, Leute. Achtet auf den Schwung. Weg mit dem Ball.
Schön.
Wenn ihr mich trefft, geht das Bier auf euch.
(Er seufzt.)
(Die Musik verklingt.)
Entschuldigung.
Hallo.
Hallo.
Tom, richtig?
Ja.
Ähm... Du bist der Tennislehrer?
Bin ich. - An der Rezeption hieß es, du bist hier.
Ich möchte Tennisstunden buchen. Für meinen Sohn.
Okay. Wie alt ist er? - Sieben.
Hat er schon mal gespielt?
Ein wenig. Nicht viel.
Juniorgruppen sind donnerstags und samstags um vier, er kann vorbeikommen.
Ich denke, seinem Vater wären Einzelstunden lieber.
Er ist ein richtiger Tennisnarr.
Ich bin die Woche leider ausgebucht.
Die Juniorgruppe ist aber gut. Ich gehe auf jeden individuell ein.
Wir können auch gerne mehr zahlen.
Das Doppelte?
Nicht nötig.
Morgen gibt's eine Lücke. Die sind bisher nie aufgekreuzt.
Du kannst ihn vorbeibringen.
Danke.
Neun Uhr?
Perfekt. - Okay.
Anne.
Tom.
Bis morgen.
Ja.
(Spanische Radiomusik)
(Die Musik endet.)
Rafik! - Tom! Gott sei Dank. Kannst du mir helfen?
Wie? - (Sanfte, traditionelle Musik)
Verstell ihr den Weg. Stell dich da drüben hin.
Nicht, dass sie mich über den Haufen rennt! - Nein, dir passiert nichts. Geh da rüber.
(Tom) Sie hat Hunger. - (lachend) Ah, jetzt frisst sie.
(Röhren) - Gut.
Gut.
Das dritte Mal diese Woche. - Von der Farm weggelaufen? Was hat sie?
Sie ist unruhig. Könnte der Vulkan auf Lanzarote sein.
Sie spürt die Beben. - Wirklich?
Oh ja, sehr sensible Tiere.
Besonders sie hier. Yallah, gehen wir nach Hause.
Hast du Hunger? - Ja, ich kann was vertragen. - Ja.
(Sanfte, traditionelle Musik)
(Tom macht beruhigende Laute.)
(Röhren)
Was macht dein Rücken? - Nicht schlecht.
Okay. - (Fernes Röhren)
Ich versteh nicht, wieso du dir keine Hilfe holst.
In Cotillo sind so viele Surfer, die sich was dazuverdienen wollen.
Hast du's ihm nicht gesagt?
(Sie sprechen Arabisch.)
Was ist denn?
Wir setzen uns zur Ruhe.
Wir haben genug von Kamelen und Touristen.
Wann? - Die Farm ist schon verkauft.
Wir gehen zurück nach Casablanca, Tom.
Wir haben hart gearbeitet, um unseren Söhnen Schule und Ausbildung zu ermöglichen.
Wir haben für sie gesorgt. Und jetzt müssen sie für uns sorgen.
Die Heimat wartet, Habibi.
Ich freue mich für euch. - (Rafik lacht leise.)
(Lautes Röhren)
(Jubel) - (Mitreißende Housemusik)
(Gedämpfte Musik) - (Tiefer Atemzug)
(Er seufzt.)
(Spanische Radiomusik)
(Lautes Hupen)
(Quietschende Reifen)
(Er keucht.)
(Motorbrummen und Musik enden.)
(Möwengeschrei)
(Er seufzt.)
Buenos días.
Buenos días, Jorge. - (Spanisch) Lang gefeiert?
Pausen sind vorbildlich, aber du kannst hier nicht parken und Siesta machen.
Das ist eine Bushaltestelle.
Das wird ein Strafzettel.
Klar.
Wie läuft's bei der Arbeit?
Gut. - Tennis ist beliebt, oder?
Ja. - Meine Tochter liegt mir damit in den Ohren.
Der Unterricht für Kinder ist donnerstags und samstags.
Bring sie vorbei.
(lachend) Also, das wäre echt toll.
Was kostet mich das?
Mach dir da mal keine Sorgen. - Nein, nein, Tom...
Nicht deswegen. - Wirklich.
Das ist sehr großzügig von dir.
Gut. - Danke.
Wie spät ist es? - Fast neun.
Fuck! Bring deine Tochter am Samstag um vier.
Super. Fahr vorsichtig. Vorsichtig. - Ja.
Danke.
Sorry.
Das Auto hat gesponnen. - Kein Problem.
Hey, Kumpel, ich bin Tom.
Hallo.
Sag ihm, wie du heißt. - Anton.
Freut mich sehr, Anton. Wollen wir ein bisschen spielen? Ja?
Na dann los. Rein mit euch.
Tut mir echt leid. - Schon gut.
Anton, ja?
Du stehst da.
Okay.
Ich lass ihn auftippen, versuch, ihn rüber zu schlagen.
Sehr gut!
Schön. Guter Schwung. Das ist gut.
Mein Mann hat mit ihm trainiert. - Sieht man.
Spielst du auch Rückhand? - Ja. - Sehen wir uns die mal an.
Das war gut!
Du scheinst alles zu wissen. Das Training ist vorbei.
War nur Spaß. Ab auf die T-Linie.
22.
23.
24.
25.
26.
27. 28!
29... Oh!
Das war knapp.
(seufzend) Ich wollte 30 schaffen. - Das war super.
Da kommen wir hin. In dir steckt ein Profi, Anton, das sehe ich.
Könnten wir morgen noch eine Stunde machen? - Ähm...
Ja.
Klar doch. Neun Uhr?
Perfekt.
Hast du Lust? - Ja.
Darf ich mir deinen Schläger ansehen?
Darf ich den bis morgen ausleihen?
Na klar. - Ja?
Danke.
Dann bis morgen. - Ja, bis morgen.
Komm.
Willst du an den Pool? - Ja.
(Spanische Stimme aus dem Radio)
(Rattern)
(Rattern)
(Spanisch) Hallo, wie geht's? - Hallo.
(Anton) Hallo, Tom! - (Mann) Buenos días!
Hallo,
Anton.
(Deutsch) Hi, tut uns leid, sind wir zu spät? - Nein, gar nicht.
Mann, einen schöneren Arbeitsplatz gibt es nicht.
Könnte schlimmer sein. Tom. - Dave. Meine Frau war gestern hier.
Ja. Freut mich. - Und das Kerlchen hier.
Hier, Anton. - Oh ja, Anne meinte, du hast ihn ausgeliehen. Stimmt was nicht?
Nein, alles in Ordnung. Die Bespannung war nicht ganz straff.
Ich habe sie nachgezogen. Für mehr Kontrolle. Um härter zu schlagen.
Cool.
Bereit fürs Training? - Ja. - Toll.
Ich würde gerne zugucken, ja? - Klar, natürlich. Bitte.
Okay, Kumpel, startklar?
Wie gestern, wir spielen uns den Ball zu. Versuch, hier ins Feld zu treffen.
Versuch, ihn zu mir zu spielen.
Super.
Gut. - (Kameraklicken)
(Tom) Dave, richtig? - Was? Ja.
Er hat eine sehr schöne Vorhand. - Nicht schlecht.
(Tom) Schön.
Gute Stunde, Kumpel. - Gute Stunde, Kumpel. Nice.
Hast du jetzt gleich die nächste Stunde?
Ja, aber die sind nie pünktlich.
Was dagegen, wenn ich ein paar Bälle schlage?
Ja? - Klar.
Ja? Hammer.
(Anton) Ich bin der Balljunge.
(Tom) Bereit?
Okay, bin ein bisschen eingerostet.
(ächzt) Scheiße. - Hast du mal gespielt?
Ja, früher im Klub, als Teenager. Oh!
(Dave stöhnt.)
(Dave) Uh!
(Dave) Der war aus.
Nein, der war drin.
(Dave lacht.)
Danke, Mann, hat Spaß gemacht.
Hast du was erreicht? - Sie können es nicht ändern.
Dein Vater ist gut. - Ja.
(Dave) Und ob. - (Anne) Was soll ich tun? - Ich schlaf nicht mehr in dem Zimmer.
Sammle schon mal die Bälle ein.
(Anne) Warum soll ich mich kümmern? Du fühlst dich unwohl. - Du wolltest her!
Ich würde in ein anderes Hotel gehen. - Nein! - Ich weiß.
Alles in Ordnung? - (beide) Ja.
Eigentlich nicht. Unser Zimmer ist eine Katastrophe.
Ist es nicht. - Ich meine...
Es riecht wie im Gully, die Klimaanlage dröhnt wie eine Flugzeugturbine
und der teure Meerblick geht auf Mülltonnen, die jeden Morgen um sieben geleert werden.
Verstehe. - Wir sind sonst nicht pingelig.
Wir haben die Tage bitter nötig, alles sollte perfekt sein.
Ja. Und von perfekt sind wir ziemlich weit entfernt.
Wie auch immer. - Vielleicht kann ich mit jemandem reden.
Ja? - Ja, hier im Hotel.
Aber ich kann nichts versprechen.
Toll. - Ja, danke, Mann.
Maria, hör zu.
(beide) Kannst du mir einen Gefallen tun?
Was willst du?
(Eine Tür wird geöffnet.)
Auf dieser Seite des Hotels ist es ruhiger und es gibt mehr Platz: zwei Schlafzimmer.
Ich habe mein eigenes Zimmer? - (Dave) Oh, wow.
(Dave) Okay!
Das nenne ich mal einen Ausblick! - (Anne) Das ist Wahnsinn.
(Wellenrauschen) - (Dave) Irre.
(Wundersame Musik) - (Dave) Wow.
(Dave und Anne lachen.)
Wie hoch ist der Aufpreis?
Nichts, kein Aufpreis.
Komm schon. - Wir bezahlen die Differenz.
Nein, ist alles geregelt.
(ächzt) Du liebe Zeit, gut. Dann will ich zumindest...
Nein, nicht nötig. - Komm. - Nein, wirklich.
Ich fühle mich besser, wenn... - Ist in Ordnung.
Sicher?
Dann laden wir dich zum Essen ein. - Ja.
Jaja, auf jeden Fall. Wo es nett ist, nicht den katastrophalen Hotelfraß.
Ja, okay. Wieso nicht?
Im Ort gibt es ein nettes Lokal. - (Dave) Perfekt.
(Dave seufzt erleichtert.)
Zufrieden? - Sehr.
Ich auch.
(Wundersame Musik)
Hey. - Hallo.
(Anton) Hey. - Hunger? - Ja.
(Tom) Super.
Alles gut? - (Dave) Ja.
Die Nacht in der Seilbahnkabine in den Alpen
hat mir einfach alles bedeutet, Arthur, auch wenn es für dich nicht so war.
Aber diesmal lass ich dich nicht mehr los.
Diesmal wirst du bei mir bleiben. Für immer!
Das ist richtig gut, wow. - (Dave lacht.)
Du kamst mir sofort bekannt vor, bestimmt daher.
Nein, ist Jahre her. - Doch, sicher.
Nein, glaub mir. - Sie wurde nach ein paar Folgen abgesetzt.
Ein britischer Rekord, beeindruckend schlecht.
Hast du weiter geschauspielert? - Nur ein paar Werbespots, sonst nichts.
Es hat mir keinen Spaß gemacht. Ich habe aufgehört und andere Ideen verfolgt.
Ja, und das war auch gut so.
Ja. Und es gab mir die Freiheit, mich um Anton zu kümmern,
während Dave die Firma meines Vaters an die Wand gefahren hat. - Oh!
Nicht an die Wand gefahren, wir wollten expandieren und...
Na ja, ich habe eine Gelegenheit gesehen... Schlechter Zeitpunkt.
So was passiert.
(Kellner) Es geht los. - Gracias. - Oh! Endlich. Seht euch das an.
Gracias! Oh Mann.
Wow, dass dich endlich was im Urlaub begeistert, Liebling.
(lacht) Oh. Sehr schön. Anne hat für uns...
No, gracias. Anne bucht unsere Urlaube.
Auch diesen. Eins muss man ihr lassen: Sie macht das unglaublich gut.
Es geht in die Toskana, nach Zypern, in die Schweizer Alpen.
Sehr schön. Immer.
Dann aus heiterem Himmel das hier. Keine Ahnung, wieso.
Dreimal am Tag mit der Herde ans Buffet und die Bäuche vollschlagen.
Ich dachte, sich um nichts kümmern wäre schön.
All inclusive, Kids Club für Anton, so was. - Ja...
Nur dass Anton nicht in den Kids Club will. - Doch, klar.
Willst du doch?
Nicht wirklich. - Siehst du? Check, Kumpel.
Ist dir klar, dass du gerade Toms Zuhause schlechtmachst?
Ich mag das Hotel. - Er wohnt ja nicht im Hotel.
Nein.
Ihr müsst nur mal raus und die Insel mehr erkunden.
Rumfahren. Es gibt schöne Flecken, sie sind nur versteckt.
Oh, klingt echt gut.
Ein Freund hat eine Kamelfarm. Mal auf einem geritten?
Nein. - Hättest du Lust?
Darf ich, Mama? - Ja.
Was ist mit schönen Stränden?
Ja, es gibt wahnsinnig tolle Strände.
Ihr müsst nur ein Auto mieten.
Kein Problem.
Ich hätte eine andere Idee: Du zeigst uns die Insel.
Der Mann hat eine Arbeit, Anne. Ich finde, er hat genug für uns getan.
Also, ich habe morgen frei.
Und ich habe noch nichts vor.
Wenn ihr wollt.
(Mysteriöse Musik)
(Idyllische Orchestermusik)
Anton, siehst du die Höhle in der Mitte? - Ja. - Eine alte Piratenhöhle.
Anton, stell dich mal neben Mama.
Schön.
Tom, komm.
Jepp. Sehr gut.
Na, wie findest du's? - Toll. - Ja.
Gefällt's dir, Kumpel? - Ja.
(Spannungsvolle Musik)
(Leise Orchestermusik)
(Dave) Wuhu. - Anton.
Ruf mal was.
(widerhallend) Hey!
(widerhallend) Wuh!
Die Höhle ist durch Vulkanlava entstanden, vor Millionen Jahren.
Das war der erste Fels auf der Insel. Das Fundament von allem.
Cool. - Wie tief geht es da rein?
Sehr tief.
Ja? Sollen wir reingehen?
Kommt. - Besser nicht, ist nicht gesichert.
Ich geh rein. - Dave. Dave, hör auf mit dem Quatsch.
(Dave) Alles cool.
Dave!
(Leiser werdende Schritte)
(Es wird still.)
(Dave schreit.) - Dad! - Nein, nicht.
(Dave juchzt und lacht.)
Entschuldigung, Entschuldigung.
Reingefallen! - (Anne) Was soll das?
Was? - Was soll das?
War ein Witz. - (sauer) Wir haben so gelacht.
Mein Gott, der ungezogene Dave ist böse.
Kumpel, das war nur Spaß. Tut mir leid.
Verzeihst du mir?
Ja?
Danke, Kumpel, danke.
Willst du ein Foto? - Schon wieder? - Würdest du...
Hier. - Klar. - Danke, Mann.
Komm her, tut mir leid.
(Dave) Jetzt komm schon.
(Tom) Lächeln.
Ja. Danke, Mann.
Komm.
Sind von den Vulkanen noch welche aktiv? - Auf Fuerte nicht, nein.
Auf einigen der anderen Inseln schon.
Der Vulkan auf Lanzarote raucht momentan.
Echt? Und wird er ausbrechen?
Das weiß man nie.
(Sanfte Streichermusik)
(Mysteriöse Musik)
(Dave) Hui.
Und? Wollen wir reingehen? - Ja!
Komm! - Ich bin schneller!
(Die Musik verklingt.)
Geht nicht zu weit raus!
Es ist wie eine Zeitreise.
Der Ort sieht wahrscheinlich noch genauso aus wie vor Millionen von Jahren.
Bist du oft hier?
Ich glaub, ich war drei oder vier Jahre nicht hier.
Wirklich? - Ja.
Warum?
Keine Ahnung.
Ich wäre jeden Tag hier.
Weit weg von allem.
Keine Menschen.
Nur die Wellen.
Cremst du mir den Rücken ein?
(Sie seufzt genüsslich.)
(Dave jauchzt.)
Der Wahnsinn.
Gott... Nein danke. Das war genial.
Annie, du musst da rein, die Wellen...
Die sind der Hammer.
(Gelächter)
Hallo. - (beide) Hallo! - (Röhren)
Wie geht's dir? - Gut. Und euch? - Gut.
Willkommen. - Hi.
Hallo. Dave. Das ist Anne. - Sehr erfreut. - Amina.
Und Anton. - Oh, hallo. - Anton würde gerne auf einem Kamel reiten.
Oh! Du bist zu groß. Deine Beine sind länger als die vom Kamel.
Nee, stimmt gar nicht. - Wollen wir's versuchen?
Geh nur. - Dann komm.
Wow.
Bitte. - Ist ja irre hier. Danke.
(Grillenzirpen)
(Anton) So cool. - (Amina) Freunde von dir?
(Tom) Sie wohnen im Hotel. Ich zeig ihnen nur die Insel.
Ah, dann bist du jetzt also Fremdenführer?
Nur heute.
Ist das das Kamel, das immer wieder abhaut? - Nein. Ich glaube, sie macht wieder Urlaub.
Ist sie wieder abgehauen?
Diesmal konnte Rafik sie leider nicht finden.
Jetzt muss sich jemand anderes um sie kümmern.
Das ist eine wahre Legende. - Eine alte dumme Geschichte, bitte. - Komm.
Vor ein paar Jahren kam ein Top-Tennisspieler auf die Insel.
Wie hieß er noch gleich? - Erzähl sie nicht.
Ich glaube, er hieß Ralph. - Nein.
Ralph. Nein, nicht Ralph. Rafa. - Nadal?
Ja! Rafael Nadal. - Nadal war hier?
Oh mein Gott. - Tom hat mit ihm gespielt. - Was? Du mit Nadal?
(Rafik) Ja! - Wir hatten einen gemeinsamen Freund.
Sein Trainingspartner ist ausgefallen, ich bin eingesprungen, keine große Sache.
(Rafik) Oh! Und ob es eine große Sache war.
Im Training hatte Nadal Probleme, Toms Aufschläge anzunehmen.
Da hat jemand gewettet,
dass Nadal fünf von zehn Aufschlägen von Tom nicht pariert.
Nicht wahr. - Es sprach sich rum. - Erzähl weiter.
Und die halbe Stadt kam und stand am Platz, um Tom zuzusehen.
Die halbe Stadt? - Ja!
(Dave) Was? - Es werden ja jedes Mal mehr.
Und was ist passiert?
Na ja, Nadal hat nur drei Returns geschafft.
Es hieß, er sah lächerlich aus, wie ein Anfänger.
Als hätte er noch nie einen Schläger in der Hand gehabt.
Das gibt's nicht. Nicht zu fassen. Reden wir über Nadal?
Der Kerl ist bescheiden.
Hätte er nicht Probleme mit seiner Schulter, könnte er zu den Besten gehören.
Deshalb nennen wir ihn "Ace".
Versteht ihr?
(Rafik) Wie auch immer. Auf Ace! - (Dave) Oh Gott, Ace.
(Amina) Auf Ace.
(leise) Komm her, Kumpel. So ist's gut.
(ächzt) Mein Großer. - Gute Nacht, Ace.
Gute Nacht. - Danke.
Komm mit auf einen Drink.
Nein, ich lass euch allein.
Komm, nur ein Drink. - Ja, komm. Komm mit.
Ich parke schnell den Wagen.
(Klopfen) - (Prasseln)
Genießt du die Aussicht? - Da ist er ja.
Ace.
(Ferne Bässe)
(Dave lacht leise.)
Das war ein toller Tag, Mann. Danke.
Ich fand's auch schön.
Woher kommt die Musik? Ein Club? - Ist wahrscheinlich das Waikiki.
Waikiki?
Was?
Wow.
Selbst an so einem Ort wären die Leute am liebsten woanders.
Ist nur ein Name.
Und was geht so ab im Waikiki?
Gehst du da nicht hin?
Selten.
Was?
Scheiße. An deiner Stelle wäre ich auf jeden Fall immer dort, jeden Abend.
An meiner Stelle? - Ja, du hast...
keine Partnerin, oder?
Keine Kinder,
keine Verpflichtungen.
Du hättest mich sehen sollen, bevor Anton kam. Ich wollte es wissen.
Anne war auch hart drauf. Stimmt doch, oder?
Was?
Ich habe Tom
gerade von deinen Jetset-Party-Jahren erzählt.
Wir waren ja nicht immer so langweilig.
Ich finde mich nicht langweilig. - Wo wart ihr immer? Ibiza?
Ja, zum Beispiel. - Wahrscheinlich warst du auch hier.
Erinnerst dich nur nicht. Sie ist von Insel zu Insel gejettet.
Manchmal wusste ich tagelang nicht, wo sie war. - Ich manchmal auch nicht.
Wie lange wart ihr vor der Geburt von Anton zusammen?
Ich bin mir gar nicht so sicher, ob wir das faktisch waren.
Ja, es ist ziemlich plötzlich passiert, aber wir waren zusammen.
Und jetzt... will Anne noch ein Kind.
Dave.
Wir versuchen es. Wir versuchen es, aber es klappt nicht.
Was ein... bisschen merkwürdig ist.
Super Unterhaltung zum Tagesende. Netter Urlaubsplausch. Toll, Dave.
Der Arzt sagt, es wäre gut, es entspannter anzugehen.
Wie es scheint, klappt dann alles von selbst. - Was ist los mit dir?
(Dave) Okay.
Ich sollte mal los. - Nein, nein.
Bleib da, ich geh ins Bett. Zu viel Sonne.
Zu viel Dave.
Vielen Dank für heute, es war echt toll.
Ich komme auch gleich. - Schon gut.
War das daneben?
Wir sind furchtbare Eltern. Manche Leute sollten keine Kinder kriegen.
Mann, du hast Glück.
Du hast echt Glück.
Keine Elternabende, keine Paartherapie.
Kein grauenhaftes, schreiendes Gefühl von Leere...
War ein Witz.
(Dave lacht.)
Ich werde mal aufbrechen, Dave. - Nein, nein, warte. Komm schon.
Lass uns gehen.
Wohin?
Waikiki.
(Tom lacht.)
(Angespannte Streichermusik)
Nein. - Oh, los, ganz kurz. - War ein langer Tag.
Nur rein und raus, ein Drink. Ein Drink.
Rein, raus.
Hier geht's lang. - Ja.
Was machst du? - Ein schnelles Foto.
Vorsicht, Dave. - Komm.
Komm. - Nein. - Oh.
(Kameraklicken)
(Dave) Oh.
Das war knapp.
(Dave lacht.)
(Die Musik verklingt.)
(Mann, Spanisch) Spiel dich nicht auf, verpiss dich!
Carlos! Er gehört zu mir.
Wer ist der Idiot? - Ich bin bloß der Babysitter.
(Carlos flucht leise.) - Gracias. - (Dave lacht.)
Los, komm.
(Jubel) - (Mitreißende Housemusik)
Gin Tonic. Zwei Gin Tonic.
Doppelte.
Könnte ich fünf Bier kriegen?
Ich mach das. Die gehen auf mich.
Die gehen auf dich? - Ja.
Entschuldigung, kann ich noch fünf Wodka bekommen?
Sechs. Sieben. Die Flasche. Ich kauf die Flasche.
Ich bin Dave.
Ich bin Janis. - Wie? - Janis!
Ist mir eine Freude. - Ganz meinerseits.
Danke, Dave. - Danke dir.
Dave.
War es eine gute Idee, die Flasche zu kaufen?
Du hast gesagt: "Ein Drink. Rein, raus."
Cheers.
(Jubel) - (Mitreißende Housemusik)
(Stimmengewirr)
(Er atmet schwermütig aus.)
Oh, Scheiße.
Fuck.
Anne, tut mir leid, dass ich zu spät bin. Ich bin jetzt am Platz.
Ja, na klar.
Bin gleich da.
(Klopfen)
(Anne) Wurde eine Nachricht hinterlegt? - Hi, Tom. - Hi, mein Freund.
Gehen wir Tennis spielen? - Weiß nicht genau.
Anton, Zeit fürs Frühstück. Geh Schuhe anziehen.
(Anne) Ja, okay. Danke.
Hey. - Hey.
Alles in Ordnung?
Dave ist verschwunden! - Wie meinst du das?
Er ist... weg. Ich bin um vier aufgewacht und er war nicht da. Ich erreich ihn nicht.
(Beunruhigende Streichermusik) - Seid ihr noch ausgegangen?
Ja.
Dave wollte noch was trinken gehen. - Scheiße. Er hat sich abgeschossen.
Schon möglich, ja. - Wo?
Wir waren im Waikiki, das ist ein Club.
Hast du die Rezeption angerufen? Er frühstückt oder...
Klar, überall. Ich habe alle angerufen. Ich kann ihn nicht finden.
Okay. - (Beklemmende Musik)
(Anton) Fertig!
Anton denkt, er joggt, er soll sich nicht sorgen.
Gut, dann... Frühstück. (Anne räuspert sich.)
Na komm.
(Die Musik verklingt.)
Wir waren eine Stunde dort oder so und dann...
Dann wollte ich los.
Ich konnte ihn nicht finden. Der Laden war voll, von daher...
Ich dachte, er sei schon weg.
Wie... Wo hast du ihn zuletzt gesehen?
Er wollte tanzen und...
Ich nicht.
Ich werde gleich rüber fahren zum Waikiki und sehe mich um.
Vielleicht hat er den Rückweg nicht gefunden, schläft am Strand oder so.
Ich find ihn schon.
Ich komme mit.
(Schritte)
Dein Ernst? - Ich mag das alles nicht.
Es gibt tausend Sachen am Büffet. - Aber keine Coco Pops.
Na und? Nimm was anderes. - Aber ich will Coco Pops!
Die haben sie nie, ich will nur die! - Okay, ja. Wir besorgen welche.
Entschuldigung. - Schon gut.
Nur ein paar Stunden, es wird dir gefallen. Versprochen, okay?
Hi, da sind wir wieder. - (Frau) Hallo, Anton.
Mama, ich will aber nicht.
Diese Woche ist Tanzwoche. Heute lernen wir die Schritte.
Siehst du? Klingt lustig. - Nein, gar nicht.
Gib dir einen Ruck, ja?
Komm, Kumpel. Nicht lange. Danach spielen wir Tennis.
Okay.
Wir gehen zu den anderen. Was magst du am Tanzen am liebsten? Weißt du nicht?
(Beunruhigende Streichermusik)
Buenos días. (Spanisch) Ist jemand vom Club hier?
(Sie spricht eine Fremdsprache.)
Ist dahinten jemand? - (Sie spricht eine Fremdsprache.)
Ich bin gleich wieder da.
(Spannungsvolle Musik)
Ace, Mann. Vor vier Stunden war Feierabend. - Sorry, Carlos. Ja.
Erinnerst du dich an den Typen, der mit mir da war?
Der Babysitter-Job? - Er ist verschwunden.
Schöner Babysitter bist du.
Er hat mit ein paar Surfern getrunken.
Ach ja. - Kennst du die? - Klar. Die Typen aus La Pared.
Die leben in diesem türkisen Wohnmobil.
Die Surferin und ihre drei Jungs. Die hat großen Bedarf.
Ist das seine Frau?
Ja. - Kommt mir bekannt vor.
Was? - Sie war schon mal hier, oder? - Nicht, dass ich wüsste.
Ich habe sie schon mal gesehen.
Sie war im Fernsehen. - Irgendwas, das ich kenne?
Glaub ich nicht. Gracias. - Nicht dafür.
Wusste er was? - Nein.
Ihr seid zu Fuß gekommen, meintest du. - Ja.
Zeig mir, wo.
Da zum Meer.
Wir kamen von dort.
Da wollte Dave ein Selfie machen und ist fast ausgerutscht.
Der Weg führt weiter die ganze Küste entlang.
Was ist das?
Das ist seins.
(Unheilvolle Musik)
(Die Musik verklingt.)
(Spanisch) Gut. Wir müssen wissen, was er anhatte. Seine Kleidung.
(Deutsch) Was hatte er an? - Ein Hawaiihemd.
Weiße Shorts und weiße Turnschuhe.
(Spanisch) Ein Hawaiihemd...
Weiße Turnschuhe und weiße Shorts.
Okay.
Er war noch im Club, als du gegangen bist? - Ja.
Um wie viel Uhr war das?
Gegen Mitternacht.
Er hat getanzt.
Mädchen?
(Tom bejaht.) - Okay.
War er betrunken?
Er hat eine Flasche Wodka gekauft.
Dave trinkt normalerweise nicht. Er hat seit Jahren nicht getrunken.
Sie sagt, er trinkt nie. Seit Jahren nicht mehr.
Ja.
Wurden besoffene Briten aufgegabelt?
Frag bei den Krankenhäusern nach jemandem mit dieser Beschreibung.
Kannst du es entsperren?
Kannst du es entsperren? - Ja.
Gracias.
Keine ausgehenden Anrufe...
Ich müsste die Fotos ansehen.
Er muss sich die Fotos ansehen.
(Tom) Ja.
Das ist das letzte Foto.
Ist er das?
Ja. - Okay.
Ist das von gestern?
Ja. - Interessant.
Wir haben niemanden gefunden.
Gracias.
Im Krankenhaus ist er wohl nicht. - Er ist nicht im Krankenhaus. Schon mal gut.
Sag ihr, wir geben die Beschreibung an andere Hotels weiter.
Vielleicht ist er irgendwo anders. Mehr können wir momentan nicht tun.
Gracias. Auf Wiedersehen. - Gracias.
Das war's?
Jorge! Man muss doch irgendwas machen. - Komm schon.
Du weißt, wie es läuft.
Er hat gefeiert und traut sich nicht nach Hause.
Soll ich die Küstenwache rufen?
Einen Hubschrauber schicken, der ihn im Bett einer Frau findet?
Tu mir einen Gefallen.
Einen Gefallen? Hör mal. Meine Tochter ist sauer auf mich.
Weißt du warum? Nein?
Sie hat sich so auf den Tennisunterricht gefreut.
Aber als wir zum Hotel kamen, hieß es, du bist krank.
Auf dem Foto siehst du nicht krank aus.
Entschuldige, Jorge.
Verzeih, im Ernst.
Ich kapier nicht, was du mit diesen Leuten zu tun hast.
Was geht dich das an?
Sie spricht kein Spanisch.
Kannst du ihr nicht helfen? - Ich tu, was ich kann.
Wartet im Hotel.
(Angespannte Streichermusik)
(Angespannte Musik)
Vermutlich ist er da, wenn ihr morgen aufwacht.
Mama... - Gleich, mein Schatz.
Ich habe mein Handy bei mir. Du kannst jederzeit anrufen.
Danke. Für alles.
Wir haben keine Coco Pops gekauft. - Nicht jetzt. - Du hast es versprochen.
Ich hätte bei ihm bleiben müssen. - Er ist erwachsen. Er weiß, was er tut.
Über wen redet ihr? - Niemanden.
(lauter) Über wen redet ihr? - Schluss jetzt!
Ich hasse dich!
Morgen suchen wir sonst die Leute, bei denen er war. Ich habe eine Idee.
Anton!
(Angespannte Streichermusik)
(Bedächtige, traditionelle Musik)
(Fernes Donnern)
(Schritte)
(Schnaufen)
(Sanftes Röhren)
(Sanftes Röhren)
(Bedächtige, traditionelle Musik)
(Leises Dröhnen)
(Die Gläser klirren leise.)
(Die Musik verklingt.)
Franzosen und Hotelleitung sind sauer. Zwei Tage schon und du willst wieder canceln?
Du wirst Ärger kriegen, Tom. - Es ist das letzte Mal. Versprochen.
Ist es wegen dem Vermissten? Was kümmert dich das?
Maria, kannst du dir was ausdenken? Bitte.
Ich habe viel zu tun und keine Zeit, für dich zu lügen.
Du sollst auch nicht für mich lügen, sag...
Sag, ich sei weggefahren, ja?
(Beunruhigende Streichermusik)
Entschuldigung? Hallo.
Kann ich dich was fragen? - Äh, ja.
Ihr wart vorgestern im Waikiki-Club. Habt dort Party gemacht. In Corralejo.
Vielleicht, keine Ahnung. Es waren ein paar echt wilde Tage.
Wir suchen diesen Typen.
Er war auch dort.
Die zwei hier suchen Dave. - (lachend) Dave.
Warst du lange mit ihm zusammen? - Eine Weile.
Du bist nicht seine Frau, oder? - Nein, nein, wir müssen ihn nur finden.
Gut. Er hat nämlich viel von ihr erzählt.
Zum Beispiel? - Behalte ich besser für mich, ist privat.
Aber er wirkte sehr verzweifelt, also habe ich ihm zugehört.
Er hatte dieses irre Lächeln, aber sah zugleich so traurig aus.
Er hat ständig Drinks für alle bestellt. Irgendwann muss er gegangen sein.
Und weißt du, wo er hin ist?
Keine Ahnung. Aber er war in keinem guten Zustand.
Armer Kerl.
Fragt mal seine Frau.
Jungs, ziehen wir uns was rein?
(Angespannte Streichermusik)
(Knirschen)
(Sie atmet schwermütig aus.)
(Die Musik verklingt.)
Er ist tot.
Warum sagst du das?
Der Blick, den sie beschrieben hat.
Ich weiß genau, was sie mit dem irren Lächeln meint.
(zitternd) Wenn er allein war, dann...
(Leises Schluchzen)
(Handyklingeln)
Hallo? Hola. Ja.
Verzeihung.
Moment, können Sie das wiederholen?
(Mann auf Spanisch) Ich habe es gefunden. Ich habe noch nie was geklaut!
Hallo. - Hallo.
Dieser Typ lebt in einem verlassenen Hotel am Stadtrand.
Er kam rein, bestellte Hummer und Champagner,
und als man ihn rauswerfen wollte,
winkte er mit Geld und einer Kreditkarte.
Die gehört Dave.
Er will uns nicht sagen, woher er das hat.
Ich habe nichts gestohlen!
Kann ich es mal probieren?
Ja.
Ich versuch, mit ihm zu reden. - Er trägt Daves Schuhe.
Okay.
Hallo. - Hallo.
Buenos días.
(Spanisch) Wo haben Sie die Brieftasche gefunden?
Ich habe sie nicht gestohlen. - Habe ich nicht gesagt.
Ich habe nie gestohlen. Ich nehme, was andere wegwerfen.
Sagen Sie uns nur, wo Sie sie gefunden haben.
Ich habe ihr Portemonnaie nicht genommen. - Es gehört ihrem Ehemann.
Bin ich schuld an seinem Verhalten?
Ich habe bezahlt und will meinen Hummer essen.
(Deutsch) Mein Mann wird vermisst. - (Spanisch) Ihr Mann ist verschwunden.
Ich habe auch Menschen verloren. Tut mir leid. Die Faschisten...
Wo war die Geldbörse? Behalten sie das Geld. Ich muss nur wissen, wo sie war.
(Beunruhigende Streichermusik)
Ist von ihm. - Das ändert alles.
Ruf die Nationalpolizei und die Küstenwache.
Die Strömung treibt die Leiche nach Norden, zum Surfbrett-Friedhof.
Du glaubst, er ist ertrunken?
Selbst in einer Stadt wie dieser würde ein Nackter auffallen.
(Beunruhigende Streichermusik)
(Beklemmende Streichermusik)
(Die Musik verklingt.)
(Stimmengewirr) - (Telefonklingeln)
Ich bin so müde.
Was soll ich bloß Anton sagen?
Jorge.
Jorge! Wir warten schon über eine Stunde. - Sag das nicht mir.
Der Inspektor hat alles übernommen, behandelt uns wie Idioten.
Warum müssen wir bleiben? - Was weiß ich? Frag ihn.
Der Typ ist ein Arschloch.
(Windrauschen)
(Deutsch) Okay. Damit ich mich erinnere.
Also...
Erzählen Sie mir von dem Abend aus Ihrer Perspektive.
Wie hat er angefangen?
(zögerlich) Na ja, wir haben den ganzen Tag die Insel erkundet
und waren am Ende im Hotel auf unserer Terrasse und haben was getrunken.
Wir haben eine Weile geredet, aber ich war müde und bin früh ins Bett.
So um halb elf.
"Halb elf" ist 22:30 Uhr?
(Tom) Ja. - Tut mir leid, mit Fremdsprachen ist es...
Fahren Sie fort.
Ja, und dann seid ihr gegangen.
Ja, ähm, Dave und ich sind ungefähr...
Entschuldigung, nur Señora Maguire. Erst einmal. Okay?
Na ja, viel mehr gibt es nicht.
Wie gesagt, ich war ziemlich müde, daher bin ich recht schnell eingeschlafen.
Ich bin gegen halb sechs aufgewacht, muss gespürt haben, dass Dave nicht da war.
Ich habe den ganzen Morgen versucht, ihn anzurufen.
(zögerlich) Okay.
Verbindungsnachweise.
Die Liste zeigt, äh, gelöschte Anrufe von gestern.
Ein Anruf von Ihrem Mann um halb drei Uhr morgens...
Elf Minuten lang.
Bei Ihnen.
Können Sie das erklären?
Den Anruf habe ich gelöscht.
Wieso?
Können Sie mir erzählen, worum es in diesem Anruf ging?
Das ist privat. - Hm.
Ja, natürlich.
Dass in einer Ehe manche Dinge privat bleiben müssen, verstehe ich gut.
Aber ich frage mich, warum eine Frau, die so verzweifelt nach ihrem Mann sucht,
so wichtige Details verschweigt.
Hm?
Wenn Sie das verschweigen,
was verschweigen Sie noch?
Wäre es Ihnen angenehmer, wenn wir allein sprechen?
Anne,
soll ich gehen?
Dave rief an.
Er würde von einer Klippe springen, wenn ich nicht die Wahrheit sage.
Welche Wahrheit?
Wir versuchen, ein zweites Kind zu kriegen, leider klappt es nicht.
Er war bei Ärzten und...
Da kam raus, dass er unfruchtbar sei und es vielleicht immer war.
Deshalb hatte er diese...
verrückten Zweifel.
Er war sich auf einmal nicht mehr sicher, ob er Antons Vater ist.
(Inspektor) Hm. Verstehe. - (Aufwühlende Musik)
(Ihre Stimmen werden gedämpft.) - Warum kein Vaterschaftstest?
(Man hört Tom gepresst atmen.)
(Anne) Weil er Angst hat. - Angst wovor?
(Anne) Vor der Wahrheit. - Was geschah dann?
(Anne) Er war betrunken und aufgebracht.
(Anne) Ähm...
Ich habe ihn beschimpft.
Und... - Und was?
(Man hört Tom schlucken.)
(Inspektor) Gibt es noch etwas, das Sie nicht sagen?
(Er lässt den Stift fallen.) Miss Maguire. Na?
(Die Musik verklingt.) - (Die Stimmen werden wieder klar.)
Sehen Sie sich das an.
(Rätselhafte Musik)
15 Minuten nach dem Telefonat mit Ihrem Mann.
Er hat gedroht, sich umzubringen, ich bin los, um ihn zu suchen.
Aber das haben Sie auch ausgelassen. Warum soll ich Ihnen glauben?
Warum sagen Sie nicht die Wahrheit?
Ähm...
(Die Musik endet abrupt.)
(Stimmengewirr) - (Telefonklingeln)
Haben Sie noch weitere Fragen?
Sonst würde ich gerne gehen.
(Rätselhafte Musik)
Anne.
Anne!
Anne, warte!
(Inspektor) Verzeihung, Sir. Das haben Sie vergessen.
Es wäre klug, Sie ruft einen Anwalt an.
Bitte verlassen Sie nicht die Insel. Beide.
Wir beginnen morgen mit der Suche.
Noch eine letzte Frage.
In welcher Beziehung stehen Sie zu dem Vermissten?
Ich bin Tennislehrer seines Sohnes.
(Die Musik verklingt.)
Sorry, ich wusste nicht, wen ich sonst anrufen soll. - Schon gut.
Sie ist nicht gekommen, um ihn abzuholen? - Ich habe es versucht, aber nichts.
Ähm...
Er hatte vorhin einen kleinen Wutanfall.
Wirklich? Weswegen?
Er wollte zu seinem Vater.
Danke.
Hi, Kumpel. - Hey.
Alles okay?
Ja. Warum?
Wollen wir ein paar Bälle schlagen?
Wo ist meine Mama?
Sie hat Sachen zu regeln, aber wird bald zurück sein.
Vielleicht können wir einen neuen Rekord versuchen.
Vielleicht schaffen wir es, über 30 zu kommen.
Wie wäre das?
Wollen wir's versuchen? - Okay. - Na komm.
(Ruhige Musik)
(Rascheln)
Ist das dein Büro?
So was in der Art, ja.
Ist ganz schön unaufgeräumt.
Ja, es muss ein bisschen...
umgestaltet werden. Hier, für dich.
Das ist gut, das wird ein Rekord. - Ja. - Zählst du mit?
Nein, eigentlich nicht.
(Leises Brummen)
Ace. Komm schon.
Wir stellen einen neuen Rekord auf. - Okay.
(Tom) Ein neuer Rekord.
Hi, Anne, noch mal Tom hier. Ähm...
Anton hatte Hunger, also sind wir im Hotel an die Pool-Bar.
Und ich habe ihm Pommes bestellt.
Wir wollen danach zum Strand, du könntest uns da treffen oder mich anrufen.
Bitte ruf mich an.
Sind die gut?
Ganz okay.
Was machen wir als Nächstes?
(Verspielte Streichermusik)
Ich krieg dich! - Komm schon.
Du bist zu schnell.
Du kriegst mich nicht!
(Anton) Oh.
(Die Musik verklingt.)
Was machst du, wenn du Ferien hast, Ace?
Was meinst du? - Wo fährst du hin?
Gute Frage. Ich mache eigentlich nie Ferien.
Oh. Wieso nicht?
Weiß ich gar nicht so richtig.
Sollte ich vielleicht mal. - Ja, du kannst uns besuchen.
Ja, das wäre schön, oder?
Wie alt bist du, Anton? - Sieben. Und zwei Monate.
(Nachdenkliche Musik)
(Ferne Schlagermusik)
(Stille) - (Wellenrauschen)
(Grillenzirpen)
Willst du wissen, wieso ich gelogen habe?
Wegen des Anrufs?
Nein.
War Anton brav?
Ja, war er.
(leise) Erzähl, was ihr gemacht habt.
Wir haben Tennis gespielt.
Ähm...
Wir haben super ungesund gegessen.
(Sie lacht leise.) - Erst Pommes und danach Eis.
Wir waren schwimmen.
Und dann waren wir am Strand.
(schläfrig) Und habt Fangen gespielt?
Ja.
(Wellenrauschen)
(Tom schluckt laut.)
(Die Tür fällt ins Schloss.)
(Er atmet zitternd.)
Maria! Gott sei Dank bist du noch hier. - Hey.
Ich brauche ein Zimmer. - Für wen diesmal?
Für mich.
Wieder wegen der seltsamen Familie? Was läuft da?
Maria! - Die Polizei hat die Security befragt.
Maria! Kannst du mir einfach ein Zimmer geben? Bitte.
Ich bezahle es.
(Klicken)
Entschuldige.
Ich bin so müde.
Das Zimmer, das für deine neuen Freunde nicht gut genug war, ist frei.
(patzig) Schönen Aufenthalt.
(Sich entfernende Schritte)
(Schlüsselklimpern)
(Er seufzt.)
(Lautes Scheppern und Poltern)
(Leises Motorbrummen) - (Poltern)
(Lautes Motorbrummen)
(Piepen)
(Der Lärm dauert an.)
(Stimmengewirr) - (Telefonklingeln)
Gehen wir.
(Beunruhigende Streichermusik) - (Stimmengewirr)
(Jorge) Hola. - Hola.
Habt ihr was gefunden?
Die Strömung ist stark, und wir müssen ein großes Gebiet abdecken.
Sie müssen das gesamte Gebiet absuchen. Das wird eine Weile dauern.
Ähm...
Ich warte da oben.
Okay.
Ähm... Tom?
Der Inspektor glaubt nicht an einen Unfall.
Was soll das heißen? - Er verrät noch nichts.
Aber wenn wir die Leiche finden... Sie verließ das Hotel, hat gelogen...
Es braucht wenig Fantasie. - Das ist lächerlich.
Kann sein, kann aber auch nicht sein. Außerdem sagt er, er habe Beweise.
Wofür? - Hat er mir nicht gesagt.
Aber sei von jetzt an vorsichtig mit dem, was du sagst. Bitte.
Okay?
(Funkspruch auf Spanisch) - Ja, ja.
(Stimmengewirr)
(Die Musik verklingt.)
(Frau) Hola. - Hola.
Ich hätte gerne einen Martini. - Natürlich.
(Stimmengewirr) - Cortado.
Gracias.
(Möwengeschrei)
Was machen wir, wenn sie ihn finden?
Wir?
Anton und ich.
Weiß nicht.
Ich habe mir gestern...
überlegt, wie das wäre, wenn wir hier bleiben würden.
Wenn wir alles aufgeben und...
einfach hier bleiben.
Für immer.
Wirklich? - (lachend) Ja.
Erst hat mir der Gedanke gefallen, aber dann fand ich es sehr deprimierend.
Immer nur Sonne, ist das auf Dauer nicht langweilig?
Sag mal, was macht so jemand wie du hier?
Wovor läufst du davon? Hm?
Ich laufe vor nichts davon.
Mir gefällt's hier. - (Sie lacht.)
Ich bin sicher, du meintest, das ist nur vorübergehend.
Ich wüsste nicht, dass ich das je gesagt hätte.
Doch, das hast du.
(Kellnerin) Sie erlauben?
Gracias. Könnte ich noch einen haben? - Natürlich.
Anne. Hältst du das für eine gute Idee?
Wieso nicht?
Weil die Polizei da unten ist. Die beobachten dich.
Es sind Taucher im Wasser, die suchen nach Dave. - Ach.
Scheiß auf Dave.
Scheiß auf Dave? - Ja.
Er hat sich betrunken, gemacht, was er wollte. Wie immer.
Jetzt das? Für Dave?
So war es schon immer.
Der Witz ist:
Es ist, als hätte ich zwei Kinder, nicht eins.
Bitte sehr.
(seufzend) Es ist so ein schöner Tag.
(Aufreibende Streichermusik)
Komm rein.
(Anne) Es ist herrlich!
(Beklemmende Streichermusik)
Sieht so aus, als würden sie weiterziehen, weiter die Küste rauf.
Sollten wir ihnen nachfahren?
Nein.
Lass uns noch etwas hier bleiben.
(Düstere Musik)
(Die Musik verklingt.)
Wie findest du den?
Schön.
Einen für Anton...
Willst du auch einen?
Nein.
Souvenirs müssen schon sein.
Sie wirkt ziemlich entspannt.
Wohin ging sie, als sie das Hotel verlassen hat?
Sie hat ihn als vermisst gemeldet. Sie hat das Handy gefunden. - Mh.
Und das haben Sie gesehen?
(lacht) Was?
Das Handy.
Das ist lächerlich. - Ach ja?
Was, wenn ich einen Zeugen habe?
Was ist, wenn wir Blut gefunden haben?
Sie war bei mir.
Wie bitte?
Sie war bei mir.
In der Nacht, als Dave verschwand. Sie ist zu mir gekommen.
Die ganze Nacht, nehme ich an? - Mhm.
Hat Sie jemand zusammen gesehen? - (Angespannte Musik)
Wir wollten es nicht gerade an die große Glocke hängen.
Sie wissen, welche Folgen es hat, jemandem ein falsches Alibi zu geben?
Inspektor, wir haben was, schnell.
Schnell.
(Bedrohliche Musik)
Sie haben wohl was gefunden.
(Aufwühlende Streichermusik)
(Bedrohliche Musik)
(Die Musik steigert sich.)
(Die Musik ebbt ab.)
(Verstörende Musik)
(Die Musik klingt aus.)
(Sirene)
(Angespannte Streichermusik)
(Kindergeschrei)
(Angespannte Streichermusik)
(Ferne Bässe)
Welcher ist Ihrer?
Der in der Mitte.
(Leise, angespannte Streichermusik)
Ace?
Ja? - Ich will morgen nicht wieder in den Kids Club.
Ich will mit dir Tennis spielen.
(sanft) Okay. Dann spielen wir Tennis.
Schlaf gut.
Ich komme sofort.
(Wellenrauschen)
(Die Musik verklingt.)
(Leises Wellenrauschen)
(Schritte)
Was ist, wenn sie ihn nicht finden?
Was passiert dann?
(Das Wellenrauschen schwillt an und ebbt ab.)
(Grillenzirpen)
(Anton) Eigentlich waren die nett. - (Anne) Schön. Was habt ihr gemacht?
(Anton) Erst haben wir die Lieder gehört. - Kanntest du welche davon?
(Anton) Manche. Dann sollten wir uns in Gruppen aufteilen.
Eine Gruppe musste in der ersten Reihe die Schritte gut können. - Wichtig.
Erst mussten wir rennen und Hampelmänner machen.
Na ja, dann hat uns Isabella die Schritte gezeigt.
(Stimmengewirr)
Wisst ihr, warum Tennisspieler in ihren Pausen Bananen essen?
Die stecken voller Kalium. Das ist gut für die Ausdauer.
Wer die nicht hat, kann ein langes Spiel nicht gewinnen.
Papayas stecken voller Proteine. Gut für die Muskeln. Sie machen dich stark.
So kann man den Ball härter schlagen.
Und Ananas? - Ananas!
Die enthält viel Magnesium. Ist gut für die Konzentration.
(Spannungsvolle Streichermusik)
(Angespannte Streichermusik)
(Die Musik verklingt.)
(Durchsage)
(Frau) Er war nackt und desorientiert,
als er von Touristen auf dem Timanfaya-Vulkan gefunden wurde.
Es war ein Kraftakt, ihn zu bändigen.
Wie es aussieht, wollte er in den Krater springen.
(ächzt) Ich versteh das nicht. Wie ist er nach Lanzarote gelangt?
Er muss sich ausgezogen haben und hat wohl gedacht, er könne rüber schwimmen.
Eins dieser Partyboote hat ihn rausgefischt. Ein Wunder, dass er nicht ertrunken ist.
Er ist schwach, dehydriert, ganz zu schweigen vom Schlafmangel.
Vermutlich war er drei Tage wach.
Wir denken, dass sein Bluttest eine hohe Alkohol- und Drogenkonzentration aufweist.
Aber er wird wieder gesund?
Ja, das wird er.
Kann ich zu ihm?
(Stimmengewirr) - (Piepen)
Anne.
Anne, warte.
(Anne) Komm, Anton.
(Regelmäßiges Piepen)
(Schwermütige Streichermusik)
(Spanisch) Gehören Sie zur Familie?
Nein.
(Die Musik endet abrupt.)
(Fernes Piepen)
(Schwermütige Musik)
(Die Musik endet.) - (Grillenzirpen)
(Vogelgezwitscher)
(Stimmengewirr)
(Angespannte Streichermusik)
(Düstere Streichermusik)
Sehr gut.
Blick zum Ball.
Ach, tagsüber trinken... Ich liebe Urlaub.
Wie lange seid ihr hier? - Nur bis Sonntag. Pause von der Arbeit.
Und den Ehefrauen.
Ich wünschte, wir müssten nie mehr zurück. Du hast es richtig gemacht.
(Italienisch) Er macht's richtig, lebt hier. - (Deutsch) Oh ja, immer Sonne.
Immer frei, ohne den Scheißalltag.
Ja, ist nicht schlecht.
(Sie unterhalten sich auf Italienisch.)
(Angespannte Streichermusik)
Christopher, kannst du kurz übernehmen? - (Tom) Maria.
Maria. - Guten Morgen, Ace.
Was kann ich für dich tun?
Kannst du nachsehen, ob Familie Maguire ausgecheckt hat? Zimmer 555.
Nein, wie's aussieht, nicht.
(Er seufzt.)
(Die Musik verklingt.)
Ja, los jetzt, komm schon. Gut!
(Stimmengewirr)
Ich habe sie seither nicht mehr gesehen.
Ich ruf dich sonst an. Aber der Fall ist abgeschlossen.
Und Inspektor Mazo?
Hat sich verpisst, als er aus Lanzarote kam.
Kapier ich nicht. Mir hat er gesagt, er habe einen Zeugen.
Hat er gesagt?
Nein, sicher nur Bluff.
Aber warum?
Darum. Er ist ein gelangweilter Polizist aus der Stadt,
der den ganzen Tag "Columbo" guckt und so was.
Wer hatte von Anfang an recht?
Von Anfang an?
Ich.
Wieder ein Tourist, der Scheiße baut und reumütig zurück kriecht.
Ich bin es, den sie befördern sollten.
Los, Alba.
(Jorge schreit freudig auf.) - Na? Echt cool, oder?
(Jubel) - (Mitreißende Housemusik)
Kann ich was trinken?
Krieg ich was zu trinken? - Ace, oder? - Was?
Du bist Ace. - (Kumpel) Das ist er.
Ein Typ im Hotel sagt, du hast Rafael Nadal geschlagen.
Er hat die ganze Story erzählt. - (Kumpel) Ich spiele auch gut.
Wenn ich fünf Aufschläge retourniere, bin ich dann besser als Nadal?
Guck dir seinen Zustand an. Du schaffst acht. - He, gib ihm einen Drink. Geht auf mich.
Komm, wir schließen eine Wette ab. Das wird lustig. 100 Euro, okay?
(Tom lacht.) - Was sagst du?
Leck mich. - He! Du sagst nicht mal danke oder was?
Ich wusste, dass die Story Bullshit ist. - Ja, voll.
(lacht) Oh, er ist dabei, Mann.
(Lautes Johlen)
Alles klar, Kumpel. Zehn Aufschläge, fünf Returns.
Das ist die Wette. Bist du bereit? Dann los.
(Die Meute johlt ausgelassen.)
Leg los!
(Sie feuern sie lautstark an.)
(Jubel)
(Buh-Rufe)
(Tourist) Na los!
(Sanfte Streichermusik)
(Freudvolle Streichermusik)
(Jubel)
Eins. Den hast du!
(Sie feuern Tom an.)
Fuck! - (Tourist) Zwei!
Drei. - (im Chor) Ace! Ace! Ace!
(Tourist) Vier!
(im Chor) Ace! Ace! Ace!
(Tourist) Fünf!
(Jubel) - Scheiße. Kann ich vergessen.
Er ist Ace, da kann ich nichts machen. - He! - Alter, was machst du noch?
(Die Musik schwillt an.)
(Triumphale Orchestermusik)
(Tom ächzt bei jedem Schlag.)
(Jubel) - (Tourist) Krasser Typ!
(Tourist) Du kannst aufhören! - Richtig gut.
(Jubel)
Ace! Ace! Ace!
Ace! Ace! Ace!
Ist alles für dich, trink aus. - Ace! Ace! Ace!
(Sie rufen es immer schneller.) - (Die Musik steigert sich.)
(Jubel) - (Die Musik endet.) - (Poltern)
(Johlen)
(Grillenzirpen)
(Kinderstimmengewirr)
(Dave) Ace.
(Lachen)
(lauter) Ace.
(Pfiff) Morgen.
(Dave lacht.)
Hier, ein kleines Extra für die Unannehmlichkeiten.
Danke, dass du für meine Familie da warst.
Ist mein Ernst.
Wir hatten eine gute Zeit.
(Dave lacht.)
Lass es ruhig angehen, Mann.
(Bedrückte Musik)
(Anne) Anton, dein Rucksack.
(Dave) Hast du alles? Hat Spaß gemacht.
(Anton) Komm, Papa, einsteigen. Ich will vorne sitzen.
(Dave) Schatz? Alles okay?
(Anne) Gracias.
(Aufreibende Musik)
(Die Musik verklingt.)
(Windrauschen)
VERKAUFT
(Er atmet schwermütig.)
(Leises Rattern)
(Er atmet schwermütig.)
(Spanische Stimme aus dem Radio)
Hallo. - Hallo, Sir.
Kann ich hier ein Ticket kaufen? - Ja. Wohin möchten Sie?
(Gefühlvolle spanische Gitarrenmusik)
Untertitel: SUBS Hamburg Anna Pristouschek
(Die Musik verklingt.)
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