All language subtitles for L.Esprit.De.Famille.2019.FRENCH.HDRip.XviD-PREUMS

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Original subtitles

Leises Klirren von Kristall war das Erste,

was er gehört hatte.

Dann das Klappern von Besteck,

Stimmengewirr...

und schließlich das Klavier.

Es war jedes Mal wieder ein eigenartiges Gefühl.

Beim Erwachen

blieben ihm nur wenige Sekunden,

um zu erfassen, WO er war.

Und vor allem: wer er war.

Schnell hatte er die Schwingungen von New York aufgenommen.

Den Gästen im Restaurant nach zu urteilen,

müsste er in der Upper West Side sein.

Und der Mann an seinem Tisch, der ihn anlächelte

und dabei Champagner der Marke Bollinger trank,

war offenkundig fest entschlossen, ihn ins Bett zu kriegen.

Denn er war eine Frau.

Das hatte er sofort gespürt.

Und das Gesicht, das sich im Tafelsilber spiegelte,

gefiel ihm sehr gut.

Er war attraktiv und selbstsicher genug,

um das eigentliche Raubtier an diesem Tisch zu sein.

In jedem Fall hörte er sich sagen:

"Ich bin eine Abenteurerin, eine Kämpferin, eine Amazone."

Ich bin eine Abenteurerin, Kämpferin, Amazone...

Ich bin eine Abenteurerin.

Eine Abenteurerin.

Eine Kämpferin.

Eine Amazone.

Eine Amazone...

Was hält die Amazone von einem Stück Far Breton?

Willst du jetzt Kuchen oder nicht?

Wenn er's nicht mag, nehm ich es.

Was soll das hier werden? -Pausen müssen auch mal sein.

Aber ihr seht doch, dass ich...

Warum kommst du her, wenn wir dich bloß stören?

Wir wollten dir gern beim Schreiben zusehen.

Es ist schön, wenn ein Mann etwas erschafft.

Papa!

Spielst du mit mir?

Wenn ich fertig bin. Spiel doch mit den Cousinen.

Nach dem Dortmund-Angebot lenken die hundertpro ein.

England wär mir lieber, aber "Bundesliga", das macht Druck.

Lust auf Krocket?

Sag mal, geht's noch? Ich arbeite.

Ich auch. Aber Krocket ist trotzdem drin.

Wer spielt mit? -Ich.

Wir auch!

Vielen Dank.

Nein, Kevin, das geht erst, wenn man Partner ist.

Ich spiele mit Papa.

Spiel doch mal mit deinem Bruder.

Er spielt ja nicht mal mit seinem Sohn.

Er ist eben einfach kein Familienmensch.

Gut, ich hab's verstanden.

Ich gehe in dein Büro.

Das habe ich gerade gemacht. Wie findest du's?

Wenn du meine Meinung hören willst: Du tanzt zu wenig.

Wo ist denn Roxane?

Habt ihr Streit? -Papa, bitte.

"Papa, bitte, darf ich mit dir in der Hütte schreiben?"

Weißt du noch?

Wie oft hab ich das gehört?

Aber kaum warst du hier,

hast du alles angefasst.

Und weil mich das gestört hat, habe ich dich ins Bett geschickt.

Aber das hätte ich nicht tun sollen.

Eines Tages wachst du auf und...

deine Kinder brauchen dich nicht mehr.

Kein Kuscheln mehr,

kein Fußball mehr.

Sie ertragen dich gerade noch so.

Schon als Kind hast du Selbstgespräche geführt.

Erinnerst du dich an Pudi und Tüttüt?

Kaum war ich von einer Reise zurück,

hast du mir von deinen imaginären Freunden erzählt.

Und ich, zack, habe ein Foto von dir gemacht.

Man denkt, man hätte noch Zeit...

und könnte sie nutzen. Aber das stimmt nicht.

Es geht alles zu schnell.

Es geht so schnell vorbei.

Man glaubt, man tut das Richtige. Man baut etwas auf...

Und dann...

Lässt du mich jetzt arbeiten?

Wie oft muss ich's dir noch sagen? Geh weg. Lass mich in Ruhe.

Verschwinde.

Papa!

Papa?

Papa!

Sie wollen seine Asche wirklich nicht

in unserem "Garten der Erinnerung" verstreuen?

Dann müssten Sie die Freigabe unterzeichnen.

Hier.

Ich brauche eine Stunde.

Kommst du nicht mal eine Stunde allein klar?

Wo ist Papa?

Es gab ein kleines Problem mit dem Ofen.

Aber Ihr Vater müsste...

in etwa 20 Minuten bei uns sein.

Was für ein Problem?

Was sage ich den anderen?

Fahrt schon los. Ich komme mit der Asche nach.

Ja.

Nein. Was habe ich gesagt, Kevin?

Es ist die Beisetzung meines Vaters.

Die Beisetzung meines Vaters!

Wir haben auch ein schönes Kolumbarium. Möchten Sie es sehen?

So schnell vergisst du mich?

Zuerst sagst du, ich solle verschwinden, und nun vergisst du mich auf einem Parkplatz

Das gibt mir schon zu denken.

Und wenigstens ein kleines Tränchen hättest du verdrücken können.

Ist doch wahr. Ich sterbe, und du weinst nicht mal.

Kein Wunder, wenn dich alle für gefühllos halten.

Ich möchte dir ja noch so viel sagen.

DREI MONATE SPÄTER...

Zuerst dachte ich an Halluzinationen oder Ohrgeräusche.

Aber es dauert schon Monate und wird immer schlimmer.

Es ist fast, als...

bräuchte ich es, ihn zu hören.

Damit es Ihn noch gibt,

muss ich mit ihm reden.

Sprechen Sie auch mit Ihren Figuren?

Ja, aber das ist was anderes.

Ich will, dass er kommt.

Ich halte Ausschau.

Ich warte auf ihn.

Sie warten auf ihn?

Fehlt Ihnen Ihr Vater?

Es ist nur Einbildung, aber ich kann nichts dagegen tun. Werde ich verrückt?

Sie müssen ihn gehen lassen.

Er ist nicht mehr da. -Das muss ihm jemand sagen.

Ich kann dich hören.

Erzählen Sie von ihm. Was für ein Mann war er?

Das ist schwer zu sagen.

Er war sehr speziell. Kein so typischer Vater.

Kein typischer Vater?

Vielleicht hat es etwas mit dem Ofen zu tun.

Und ich bin nicht ganz verbrannt.

Dann hast du mich bis ans Ende deiner Tage am Hals.

Ich höre nicht zu.

Wie ist ein Vater?

Du hörst nie zu. -Das stimmt nicht.

Was habe ich kurz vor meinem Abgang gesagt?

Was stimmt nicht?

Ich hab Frauenbeinen nie genug Beachtung geschenkt.

Was stimmt nicht?

Die Familie trifft sich am Wochenende zum ersten Mal seit seinem Verschwinden.

Seinem Verschwinden?

Dann eben seinem Tod.

Was, wenn die sehen, wie ich mit der Schubkarre rede?

Ich kann nicht mehr schreiben. Mein Verleger ruft täglich an.

Ich ziehe mich total zurück.

Selbst mit meinem Sohn spreche ich kaum.

Sie sprechen kaum mit Ihrem Sohn, seit Sie mit Ihrem Vater sprechen?

Erzählen Sie weiter. Ihr Sohn...

Lass mich in Ruhe.

Ich muss arbeiten.

"Ich bin eine Amazone.”"

Da warst du: "Ich bin eine Abenteurerin, eine Kämpferin,

eine Amazone..."

Eine gute Gelegenheit, mal zu hinterfragen, was du da schreibst.

Ganz ehrlich: Dein Held erwacht jedes Mal in einem anderen Körper.

Zwar ganz amüsant, aber nicht gerade Victor Hugo.

Du solltest etwas Persönlicheres schreiben.

Mit einer Rolle für deine Frau. Schließlich ist sie Schauspielerin.

Was machst du da, Schatz? Wolltet ihr nicht zu Oma?

Papa muss arbeiten. -Versteck dich.

Was machst du hier? -Ich warte auf dich.

Ich komme doch nicht mit.

Siehst du ihn?

Wen? -Ihn.

Den?

Roxane, ich...

Alex!

He!

Ich teile mein Leben mit all deinen Figuren.

SS-Spione beim Frühstück, Anarchisten am Strand,

Ritter beim Duschen, Wikinger im Bett.

Ganz schön viel verlangt, aber jetzt reicht's.

Du sperrst dich hier ein, redest mit deinem Pyjama...

Das ist unerträglich.

Im Grunde lebst du allein.

Wäre dein Vater nicht gestorben, wäre ich längst fort.

Du siehst mich nicht mal mehr an. -Das stimmt nicht.

Sieh mich an und mach die Augen zu.

Mach die Augen zu.

Welche Farbe hat mein Kleid?

Los, Schatz, hol deine Sachen.

Ich hätte es dir einsagen können, aber das gilt ja nicht.

Und sie hat nicht ganz unrecht.

Du gehst mir auf 'n Geist.

Meinst du mich? -Nein, ich...

Ich verliere sie.

Kopf hoch! Du hast ja mich.

Lief es gut diese Woche in der Schule?

Ja.

Und beim Fußball?

Ja?

So wird das nichts. Bring ihn zum Lachen.

Mach dich mal 'n bisschen locker.

Wie lange sag ich dir schon...

Entspann dich mal.

Zieh das Steuer rum, fahr mitten durchs Feld. Das wär ein Spaß.

Endlich frei.

Schau lieber auf die Straße.

Er hat recht. Es ist sicherer, auf die Straße zu schauen.

Ich freue mich auf deine Mutter.

Hallo, Mama.

Hallo.

Das Steinmäuerchen muss repariert werden.

Darf ich erst ausladen?

Hallo, Oma!

Wie geht's, mein Spatz?

Gut, aber...

Was hast du am Auge?

Nichts. Ich spiele Piraten. Fährst du auf meinem Schiff mit?

Ob sie in dem Zustand Trecker fahren sollte?

Ob du in deinem Zustand Trecker fahren solltest?

In dem Zustand?

Ich hab mir's Auge lasern lassen. Mach kein Drama draus.

Mich beruhigt das.

Nur so halte ich deinen Bruder aus. Er nervt fast so wie dein Vater.

Ach, und übrigens: Ich kauf mir einen Hund.

Sag mal...

Will sie mich etwa durch einen Spaniel ersetzen?

Mach nicht so ein Gesicht.

Gefällt's dir hier nicht?

Dienstag ist er im Training.

Ganz sicher. Ich übernehme die volle Verantwortung.

Danke.

Der Fidschianer ist getürmt.

Ein Fidschianer?

Jemand von den Fidschis.

Ein Rugbyspieler. Er hielt Clermont-Ferrand nicht mehr aus.

Wer kann's ihm verdenken?

Mein Prakti hat ihn am Flughafen abgefangen. Kurz vor knapp.

Vertragsbruch, Prozess, miese Presse... Das alles würde an mir hängen.

Dann noch der Schadensersatz.

Er hatte Heimweh.

Bei dem Gehalt kann er die Spielpause abwarten.

Ich bin auch gern am Palmenstrand.

Aber ich renne nicht zu Mami, weil ich 'nen Ball nicht kriege.

Palmen klingen gut.

Du solltest mal Urlaub machen.

Langweile ich dich? -Nein.

Ich bin nur müde.

Was ist mit Mama los?

Sieh dir doch den Wagen an.

Vincent, bitte... Jetzt sag schon.

Ja, Kevin?

Sag, er sitzt neben dir.

Ja!

Ihr zwei seid schon sehr verschieden.

Wie, er will nicht zurück?

Gib ihn mir.

Gib ihm einfach dein Handy!

Sie ist gegen einen Baum gekracht.

Mama. Sie hat eine Platane gerammt mit Papas Cabrio.

Was hat er gesagt?

Alles klar, mein Großer?

Sag mir, wo das Problem liegt.

Nein, nicht weinen.

In 25 Jahren keinen einzigen Kratzer, keine Schramme, keine Delle. Und ihr...

Ich schlage vor, du kommst hierher...

Nein, zu meiner Mutter.

Papa...

Papa.

Papa!

Hallo.

Wie geht's dir?

Hallo, Sandrine.

Mir fehlt er auch.

Bin gleich wieder da.

Das halt ich nicht das ganze Wochenende aus.

Warum machst du das?

Warum machst du das?

Das ist eins von meinen Hemden.

Sie trägt meine Hemden.

Lass mich bitte in Ruhe. -Willst du mich an einen Baum binden?

Hast du gesehen?

Jetzt sei so gut und verschwinde.

Das wird ja zur fixen Idee.

Wenn ich gehe, vergisst du mich.

Keine Sorge. -Das sagst du so, aber es geht schnell.

Erinnerungen verblassen.

An die Stimme, Mimik, das Gesicht...

Du kämpfst dagegen an, das sehe ich.

Du trägst meine Uhr,

denkst an mich, sprichst mit mir...

Stimmt schon, du bemühst dich wirklich. Aber...

du wirst mich vergessen.

Willst du das etwa?

Bist du jetzt fertig?

Und zieh was an. Du bist noch im Morgenrock.

Ich bin doch zu Hause.

Darf ich daran erinnern, dass nur du mich so siehst?

Tja... Sag ihnen einfach die Wahrheit.

Dass ich permanent mit dir rede, weil ich nicht loslassen kann?

Papa, bitte. Wie wär's mit einem Mittagsschläfchen?

Ich bin tot. So was brauche nicht.

Wieso rede ich mit dir? Du hast es nie gut mit mir gemeint.

Du warst nie ganz ehrlich, weil du...

Du...

Was ist? Ich arbeite. -Oma will dir das Mäuerchen zeigen.

Sie zoffen sich lautstark, und alle halten sie für verrückt.

Das macht das Ganze leicht absurd.

Du findest es gut? Super.

Ich melde mich.

Mein Verleger. Er findet es gut.

Du weißt schon, dass es dort, wo er ist, kein Telefon gibt?

Du siehst fertig aus. Pass auf und übertreib es nicht.

Man denkt, alles läuft, und auf einmal...

Zack!

"Zack"? -Zack.

Es trifft dich aus heiterem Himmel. Ich weiß, wovon Ich rede.

Morgens war noch alles gut.

Und abends tanzte Sandrine nackt auf der Straße.

Glaubst du, das war wegen Papa?

Warum sprichst du so?

Wie denn?

Na, du flüsterst.

Hast du Angst, jemand belauscht uns?

Und was soll es mit Papa zu tun haben?

Sie mochten sich, aber das wirft sie nicht aus der Bahn.

Nein. Sie packt's nicht, dass die Zwillinge jetzt im Internat sind.

Aber es wird besser. Sie weint nicht mehr so viel.

Ich vermeide jede Spannung.

Schlechte Nachrichten, Rechnungen, Konflikte... Alles, was stresst.

Und du?

Na ja, wie geht's dir?

Was hab ich denn gesagt?

Seit wann interessierst du dich für andere?

Wie meinst du das?

Papa hatte recht.

Es ist dir gar nicht bewusst. -Was denn?

Vergiss es.

Manchmal will ich ihn anrufen.

Dann fällt mir ein, er ist nicht mehr da.

Passiert dir das auch?

Ich rede mit ihm.

Aber da kommt nichts zurück.

Ich sehe ihn sogar.

Du musst immer besser sein. Das nervt.

Nein, ich mein's ernst, Vincent.

Ich sehe ihn. Er ist überall.

Da.

Er trägt immer etwas anderes, redet pausenlos und setzt mir zu.

Du verstehst das nicht... -Oh doch, absolut.

Der Schriftsteller, der Mann von Welt, der leidet.

Du schwebst da oben, wir sind da unten.

Wir müssen unser Geld sauer verdienen.

Es mangelt uns an Fantasie. Unser Horizont ist begrenzt.

Unser Schmerz zählt nicht, weil wir unbedeutend sind.

Es war schon immer so. Was rege ich mich also auf?

Weißt du, was? Du tust mir leid.

Wo seid ihr jetzt?

Gut, dann die Nächste rechts...

Genau. Und nach der Kirche links. Hinter der Kirche!

Ein spitzes Dach mit einem Kreuz, verdammt.

Willst du ewig Prakti bleiben? Du weißt doch wohl, was 'ne Kirche ist?

Napoleon Rapatuni.

1,91 Meter, 138 Kilo. Und er läuft die 100 Meter unter 11 Sekunden.

Einer der besten Flügelstürmer weltweit.

Was? Du interessierst dich für Rugby?

Wir zwei kennen uns ja kaum.

Tschuldige, aber fürs Fußballschauen hab ich hart verhandeln müssen.

Nein, es ist nur...

Die Glühbirne in der Küche ist kaputt.

Schon die dritte diese Woche.

Seit euer Vater nicht mehr ist, brennen die alle durch.

Als wollte er sich zeigen.

Hier, greift zu. -Nein, danke.

Vielleicht ärgert er mich auch nur. Nehmen Sie.

Ihr Haus ist sehr schön.

Er heißt echt Napoleon? -Ja.

Nicht grade der Typ für 'nen Gehrock.

Essen Sie schon.

Sind Sie nicht zu alt für'n Praktikanten?

Ich hab spät angefangen.

Es hat sich ausgefuttert. Du musst nach La Baule.

Ich habe Cazorlo erwischt.

Er ist da mit zwei russischen Nutten. Mitten im Transfer-Poker.

Wo ist dein Bruder? Ich muss mit euch reden. -Wenn seine Frau das erfährt...

Sag ihm deutlich, dass das nicht geht.

Wenn er Probleme macht, rufst du mich an.

Schmeckt doch gut.

Der Schriftsteller, der Mann von Welt, der leidet.

Wie oft muss ich's dir noch sagen? Geh weg. Lass mich in Ruhe.

Verschwinde!

Erinnerst du dich, was ich gesagt habe, warum ich immer fotografiere?

Weil man die Welt so viel aufmerksamer betrachtet...

andere besser wahrnimmt und...

um nicht zu vergessen.

Beruhige ihn. Schmeichle ihm.

Der Transfer steht bevor, seine Frau riecht Lunte. Er soll keinen Scheiß bauen.

Ich muss Tschüss sagen. -Wenn du zurückkommst.

Du kennst seine Frau nicht. Sie ist 'ne Furie.

Isst er nicht mit uns? -Nein, er ist ein Arbeitstier.

Ich glaube, Mama sucht dich.

Wusstest du, dass sie einen Hund will?

Ich halte es für totalen Schwachsinn.

Ein Spaniel ersetzt doch keinen Ehemann.

Siehst du? Das Geheimnis großer Sportler:

Gesunder Schlaf.

Dann muss der hier brutal gut sein.

Was ist so lustig?

Nichts.

Alles gut, mein Schatz. Es ist nichts passiert.

Entschuldige meine Frau. Sie ist ein bisschen nervös.

Ich muss euch was sagen!

Ich verkaufe das Haus.

Das geht nicht. Man verkauft kein Familienhaus.

Nicht du wohnst hier, sondern ich.

Und warum?

Weil ich allein bin. In einem Haus, das zerfällt.

Allein mit Geistern.

Geister? Wie meinst du das?

Erinnerungen, schöne Erinnerungen.

Fröhliche Momente. Gelächter.

An so vieles, das vorbei ist.

Wenn du nicht hier wohnen willst, finden wir eine Lösung.

Dann zieh nach Paris, aber behalt das Haus. -Das ist zu teuer.

Täglich kommen Rechnungen. Ich bin im Minus.

Und warum sagst du nichts? -Das mach ich doch gerade.

Hier.

Morgen werden die Möbel geschätzt.

Sucht euch 'ne Farbe aus. Und pappt Zettel auf alles, was ihr behalten wollt.

Ist das dein Ernst?

Ich muss realistisch sein. Das Haus fällt zusammen, ist nicht viel wert.

Nach Abzug der Schulden reicht's für 'ne Wohnung. Die Möbel sind zu viel.

Was für Schulden?

Euer Vater war vieles, aber kein Buchhalter.

Wieso hast du ihm vertraut? Er war ein Zocker und ein Verschwender.

Sein Geld ging an ukrainische Speerwerferinnen.

Das kannst du nicht auf mir sitzen lassen.

Vincent, ich bitte dich. -Wieso?

Ihr wisst, dass es stimmt.

Ich bin in der Branche und kenne die Storys. Er hat's krachen lassen.

Hält er jetzt mal den Rand?

Hör gar nicht hin, Schatz.

Gut. Mama, lassen wir die Geldsorgen mal außen vor.

Willst du wirklich hier weg?

Ich will vor allem die Autoschlüssel von deinem Bruder.

Vergiss es. Und lenke nicht vom Thema ab.

Mein Auto rührt sie nicht mehr an. -Bin ich jetzt zu alt zum Fahren?

Darum geht es nicht. -Darum geht es nicht.

Aber du siehst nur auf einem Auge. -So besser?

Ich sag dir, wie's läuft.

Ich rufe deinen Arzt an, und frage ihn, was er dazu meint.

Was war das für ein Unfall? -Ich hatte keinen Unfall.

So ein Quatsch!

Und der Schaden? -Es war kein Unfall.

Du bist nicht gegen einen Baum gerauscht? -Doch.

Vielleicht hilft das Seepferdchen.

Aber es war kein Unfall.

Es war Absicht.

Ich hatte 'nen kleinen Durchhänger.

Wie, das war Absicht?

Keine Sorge, es geht mir wieder besser.

Du bist absichtlich gegen einen Baum?

Ich fand den Gedanken kurz verlockend.

Dann hab ich's mir anders überlegt, aber für den linken Kotflügel war es zu spät.

Dann lieber tot, als so was zu hören.

Sei endlich still!

Sandrine, alles okay? Ich helfe dir.

Was für 'ne Rasse soll's sein? -Rede nicht so mit ihr!

Labrador? Bulldogge? Pitbull? -Krieg ich jetzt meine Schlüssel?

Spinnst du?

Du spielst Boxauto und verlangst dann die Autoschlüssel?

Es geht mir wieder besser.

Das wirst du noch bereuen, mein Lieber.

Sandrine!

Sandrine, es tut mir leid!

Mein Schatz!

Schatz, es tut mir leid!

Herein.

Ich hab Mist gebaut, ich weiß.

Wenn ich es wiederholen wollte, hätte ich nichts gesagt.

Ich will dir nur Gute Nacht sagen.

Sind alle Fensterläden zu?

Kann ich dir noch etwas bringen? Kaffee oder Tee?

Nein, danke.

Schläfst du mit dem Hut?

Warum erzählst du mir so was nicht?

Was genau? -Na, alles.

Das mit dem Haus,

den Schulden

und deiner Verfassung.

Alexandre, du bist mein Sohn.

Und ich liebe dich über alles.

Aber du bist keiner, den man bei Problemen anruft.

Man hat immer das Gefühl, dich zu stören.

Was machst du da?

Hörst du schlecht? Sie wollte sich umbringen! Ich räum das weg.

Sie hatte nur 'nen schwachen Moment.

Papa fehlt ihr.

Mir auch. Aber deswegen spring ich nicht aus dem Fenster.

Hör mal, was du vorhin draußen gesagt hast...

Ich hatte nie das Gefühl...

Ich halte mich nicht für...

Ich habe nie so getan...

Du sollst nicht denken...

Du bist, wie du bist. Du änderst dich nicht.

Ich komme, Schatz.

Oh Scheiße, die Küche...

Die Messer.

Guten Morgen.

Hast du das alles gemacht?

Ja.

Hast recht.

Das Frühstück ist wichtig.

Gut geschlafen?

Ich würde dich gern mal was fragen.

Und bitte um "ne ehrliche Antwort.

Wenn du ein Wort auswählen müsstest,

um mich zu beschreiben, nur ein Wort...

Welches wäre das?

Egoistisch.

Ah ja, interessant.

Trifft's nicht?

Na ja, ich...

hab geschwankt. Vielleicht auch "abwesend".

Nein, nein...

Egoistisch reicht völlig.

Oder kalt...

gleichgültig, herablassend.

Und traurig. Und außerdem grau.

Gräulich,

Beige. Taupe.

Fahl. Farblos.

Danke, das genügt.

Ich habe es verstanden. Es ist klar geworden.

Eindeutig klar geworden.

Ich bin nicht verrückt.

Das hab ich auch nicht gedacht.

Ich kann nicht so tun, als wäre nichts.

Menschen sterben und gehen weg.

Und man bleibt allein zurück, ganz allein.

Du bist nicht allein.

Du auch nicht.

Hier. Es tut gut.

Willst du einen Toast?

Ich hab Croissants bestellt.

Wo warst du?

Spazieren mit deinem Vater.

Wie jeden Morgen seit 30 Jahren. Solltest du eigentlich wissen.

Und sag deinem Bruder, ich bleibe im Bett, bis er meine Autoschlüssel rausrückt.

Weißt du, worauf ich Lust hätte?

Eine Apfeltasche.

Mach nicht so ein Gesicht. Das war ein Scherz.

Ich nehm dir zu viel Raum ein, stimmt's?

Sag's ruhig, wenn du das findest.

Ich glaube, weil ich bei dir zu präsent war.

Zu präsent? -Ja.

Raum hast du eingenommen, aber präsent? Du warst nie da.

Mein Auto...

Und warum? Weil der große Fotograf ständig auf Reisen war.

Zu großen Wettkämpfen, den Olympischen Spielen, immer unterwegs.

Auf Jagd nach dem besonderen, flüchtigen Moment.

Aber dadurch warst du zu Hause. Du warst nie da! Nie!

Bei meinen Freunden...

standen die Väter sonntags am Spielfeldrand.

Wo du warst, erfuhr ich aus dem Sportteil.

Und du wunderst dich, dass ich mir Freunde ausgedacht hab?

Weil ich allein war. Ganz allein.

Weißt du, warum ich nicht weine?

Weil ich mir schon mit neun alle Tränen rausgeheult hab, beim Judo.

Das ganze Turnier über wartete ich.

Du hattest versprochen zu kommen, wie immer.

Aber du bist nicht gekommen. Du warst nicht da.

Vielleicht lebe ich in einer Blase und bin egoistisch.

Vielleicht tanze ich nicht.

Aber irgendwie musste ich klarkommen,

mich schützen, mir eine eigene Welt erfinden...

Denn du warst nie da!

Wenn du mal die Güte hattest, vorbeizuschauen, dann nur, um deine Dreckskarre zu putzen!

Du hast dich nicht um mich gekümmert! Hast mich nie mitgenommen.

Und wann hast du mir jemals etwas beigebracht? Wann?

Für dich war ich gar nicht da.

Du hast mir nie was zu essen gemacht oder mit mir gelernt.

Wir waren nicht mal zusammen im Urlaub.

Doch, in Le Croisic.

Le Croisic? Willst du mich verarschen? Da war 'ne Segelregatta!

"Dein Papa ist ein großer Mann."

"Euer Vater hat's wirklich drauf."

"Euer Papa ist ja so lustig."

Du hast alle zum Lachen gebracht.

Aber zu mir kaum ein Wort.

Ich wusste nichts über dich.

Gar nichts.

Ich kenne nicht mal den Namen deines Vaters.

Roger.

Roger.

Wie mache ich jetzt weiter?

Wie soll ich mein Leben führen?

Wie ein guter Vater sein? Von dir kam ja nichts.

Wie auch? Hatte ja selbst keine Ahnung.

Nicht mal, wie man Schuhe bindet. -Hab ich wohl!

Mit Hasenohren... Das zählt nicht. Außerdem hält die Schleife nicht.

Als Kind hätte ich dich gebraucht.

Nicht jetzt.

Tu mir einen Gefallen, behalte deine Ratschläge für dich.

Es ist ein bisschen spät, mir bei den Hausaufgaben zu helfen.

Was hat er gesagt?

Nichts.

Bring mir nachher mein Croissant. Der zieht mir glatt auch noch eins über.

Wohin gehst du? -Mich hinlegen.

Was machst du?

Mir ist Sport immer auf den Geist gegangen.

Was hat dein Vater?

Der Trödler kommt bald.

Du kannst die Möbel nicht verkaufen. Hörst du? Ich bin dagegen.

Ist mir doch egal.

Vincent? Nehmen die uns die Möbel weg?

Nein...

Gut, dass ich deine Gewohnheiten kenne.

Was machst du hier?

Komm ich ungelegen? -Nein, aber...

Ich bin nur überrascht.

Ich weiß jetzt, dass mich alle für einen Egoisten halten,

der sich völlig abkapselt.

Ich hatte einen Streit mit meinem toten Vater.

Weil er zu viel Raum einnimmt.

Ich bin müde.

Ist ein guter Stoff.

Für ein Buch, ein Stück oder einen Film.

Eine Art Hommage. Du verarbeitest den Abschied und blickst wieder nach vorn.

Und ich spiele Marguerite.

Die Mutter meines Sohns als Frau meines Vaters.

Das ist was für meine Psychiaterin.

Bist du deshalb hergekommen? -Ja. Und weil mich dein Sohn angerufen hat.

Deine Mutter wollte sich umbringen?

Und du versteckst dich hinter Bettlaken und hörst Stimmen wie Jeanne d'Arc?

Wär's nicht besser, mit jemandem zu reden, der lebt?

Die Landluft tut dir gut.

Ich weiß, Madame Cazorlo.

Das weiß ich alles.

Aber er liebt Sie.

Doch, das hat er mir gesagt.

Das ist ja wohl ein Witz.

Versetzen Sie sich in seine Lage. Er ist angespannt.

Er wartet schon so lange auf den Transfer.

Wie bitte?

Nein, das rechtfertigt nicht die Prostituierten.

Auch nicht den Alkohol, das Kokain oder...

Sind Sie da sicher?

Also damit muss er aufhören.

Das geht nicht.

Aber wir kriegen das hin.

Der Vertrag wird richtig gut.

Nein, ich habe die Zahlen noch nicht.

Ja. An Ihrer Stelle würde ich noch mit der Scheidung warten.

Genau. Überlegen Sie sich das gut.

Wie schön!

Alles klar?

Wer war das?

Der Antiquitätenhändler. Der kommt nicht noch mal.

Ich hab gesagt, er kann alles mitnehmen, worauf kein Zettel klebt.

Hat wohl nichts gefunden.

Und darauf bist du stolz?

Hätte ich den Krocket-Schläger einsetzen sollen?

Hallo, Roxane.

Hallo, Sandrine.

Das ist ja Napoleon Rapatuni.

Du kennst ihn?

Nicht persönlich, aber seine Statistik.

17 Versuche letztes Jahr für Clermont.

Roxane, freut mich. -Hallo.

Du bist bei euch wohl der Einzige, der keine Ahnung von Rugby hat.

Vor jeder wichtigen Entscheidung

ging er nach hinten in den Garten, sah aufs Meer und fing an, nackt zu tanzen.

Warum?

Er sagte, so würde er sich lebendig fühlen.

Dein Opa war sehr speziell.

Machte Seepferdchen nach, konnte aber nicht schwimmen.

Obwohl er gern baden ging, wollt er's einfach nie lernen.

Weißt du, wie ich ihn kennengelernt hab? -Nein.

Ich habe ihn gerettet.

Herein.

Da will jemand Hallo sagen.

Mama!

Eine schöne Überraschung. -Wusstest du, das Oma Opa gerettet hat?

So ist es oft. Ihr Männer braucht jemand, der euch rettet.

Setz dich.

Was tust du da? -Wenn du nicht rauskommst...

Mein Zimmer ist kein Konferenzraum.

Geh, und nimm deinen Sohn mit.

Wir haben uns Monate nicht gesehen und viel zu bereden.

Na los!

Raus jetzt! Husch. Nimm dir noch ein paar Scheinwerfer vor.

Du verlässt meinen Sohn?

Du willst dich vom Acker machen?

Es freut mich, dich zu sehen.

Ich mich auch.

Ich sollte Vincent umhauen und die Schlüssel holen.

Aber ich wollte auf dich warten. -Wie nett, danke.

Schön, dass Mama da ist. -Ja.

Ich frage mich, wer sie darauf gebracht hat?

Ich weiß, dass ich...

in den letzten Monaten etwas seltsam war.

Und davor auch schon.

Aber ich arbeite dran.

Also...

Falls du irgendwelche Fragen an mich hast,

dann einfach raus damit.

Ja, aber Fragen zu was?

Na, zu allem. Egal, zu was.

Frag, was immer du willst.

Ich bin da.

Was hat dir Opas Auto getan?

Denkst du, ich bin verrückt?

Ich schenk dir 50 Euro für einen Tag ohne Selbstgespräche.

Deine Schnürsenkel sind offen.

Ja, mit Hasenohren hält es nie.

So hab ich's dir aber nicht beigebracht. -Nein, das war Opa.

Seit wann hast du ein Handy?

Mama hat es mir gegeben.

Entschuldige, es ist Fanny. -Fanny? Wer ist das?

Ein Mädchen. -Aha.

Hallo, Fanny?

Ja, warte ganz kurz.

Hallo, Fanny?

Nein, es war nichts, nur mein Vater.

Papa?

Papa, zeig dich.

Ich verstehe dich.

Wirklich.

Aber du wirst sehen,

es wird besser werden.

So übel ist Clermont gar nicht.

Und nächstes Jahr kannst du wechseln.

Vielleicht Toulon?

Oh, Toulon!

Okay, sind nicht die Fidschis.

Ich will nach Hause.

Ja, aber das geht nicht. Es gibt einen Vertrag.

Einen Vertrag...

Du musst dich wieder einkriegen.

Kämpf dagegen an.

Papa...

Ich habe es auch oft satt.

Man kann sich's nicht immer aussuchen.

Ich wär gern Fotograf geworden,

wollte aber nicht in seinem Schatten stehen und hab gekniffen.

Ich hab's ihm nie gesagt. Wie so vieles andere auch nicht.

Ich mag dich. Aber du kneifst nicht.

Lass niemals den Kopf hängen.

Auch wenn deine Töchter ins Internat wollen, weil ihre Eltern nur streiten.

Auch wenn du in eine leere Wohnung kommst,

weil deine Frau alles auf die Straße geworfen hat.

Oder sie nackt vor der Feuerwehr wegläuft, weil sie nicht allein mit dir leben will.

Auch dann hältst du durch. Du bist doch stark, du darfst sie nicht enttäuschen.

Und ich hatte niemanden zum Reden.

Ich hab keinen Manager wie du. Ich bin ganz allein.

Verstehst du?

Ich bin ganz allein.

Ich bin ganz allein.

So verdammt allein.

Ich hätte gern mit meinem Vater geredet, aber er ist nicht mehr da.

Ja, ich mag dich auch, Napoleon.

Alexandre! -Ich mag dich.

Ich mag dich.

Alexandre!

Du sollst zu deiner Mutter.

Sie hat vorgeschlagen, dass ich bleibe. Hast du was dagegen?

Geht's dir gut? -Ich habe mich wie ein Vollidiot benommen.

Als hätte nur ich ihn verloren.

Als würde nur ich leiden.

Es tut mir leid.

Gut, dass ich gekommen bin.

Wie hast du es all die Jahre mit mir ausgehalten?

Wer kümmert sich ums Mittagessen?

Worüber habt ihr geredet?

Ich soll ihre Rolle übernehmen.

Nur, dass ihr's wisst: Ich bleib im Bett!

Ein bisschen mehr schieben. -Achtung.

Das geht schon.

Es ist zu eng. -Es geht schon.

Nicht loslassen, Sandrine!

Napoleon! Komm, wir brauchen dich hier.

Schnell! Meine Hände tun weh.

Schon besser.

Mit dir red ich nicht mehr.

Passt auf die Rosen auf! -Passt auf die Rosen auf.

Es war Sommeranfang, Ende Juni. Ich weiß es noch ganz genau.

Ich dachte, es war April. -Juni.

Dich gab's da noch nicht, also weiß ich's ja wohl besser.

Ich ging am Strand entlang und sah ihn in den Wellen.

Zuerst dachte ich, der Mann winkt mir zu.

Dann wurde mir klar, er ist am Ertrinken.

Ich stürzte mich ins Wasser. Und kassiere dafür 40 Jahre.

Papa sagte, du seist ihm aufgefallen, und es war ein Trick.

Quatsch! Er konnte nicht schwimmen.

Das Seepferdchen konnte er nachmachen.

Aber ein Sportler war er nicht.

Er hatte 'ne Hühnerbrust und Storchenbeine.

Aber Charme hatte er.

Vielleicht etwas zu viel. Er kam gut an und das wusste er.

Durchaus möglich, dass er nicht immer treu war.

Erst im Alter hab ich verstanden,

dass man sich als Paar vielleicht nicht alles erzählen sollte.

Wir haben doch alle Geheimnisse. -Wie bitte?

Ich kam auch gut an.

Hat sie mich etwa betrogen?

An dem Tag fiel euch das Haus auf?

Fischer zogen uns aus dem Wasser

und nahmen uns mit zum Hafen.

Ich hab's vom Meer aus gesehen.

Und fatalerweise sagte ich, ich fände es schön.

Dann sagte er, er würd's mir schenken.

Und sie betrügt mich mit dem Erstbesten. -Zehn Jahre später haben wir's gekauft.

"...und kassiere dafür 40 Jahre."

Ich geh dann mal 'ne Sandburg bauen.

Es ist nichts. Sie hat manchmal so Phasen.

Und wie geht es den Mädchen?

Sie rufen nicht oft an. Aber das ist wohl ein gutes Zeichen.

Warum kennst du dich So gut mit Rugby aus?

Ich komme doch aus Toulouse.

Viele Freunde von mir spielten. Manche wurden sogar Profis.

Gestern war ich mit Pacho Liozu essen. Wir waren zusammen in der Schule.

Mit der Anakonda? -Ja.

"Anakonda"? -Seine Teamkollegen nennen ihn so.

Hat wohl was zu tun...

mit seiner...

seiner Anatomie.

Vor eurem Vater kannte ich einen Polen, der ebenfalls sehr gut bestückt war.

Ein Riemen wie ein Esel.

Spielt jemand mit?

Rugby.

Wie machen wir es mit den Teams? -Wir sind zu fünft.

Gehörnte mit kleinem Schwanz wollt ihr ja nicht.

Ich spiel mit.

Ich spiel auch mit. -Ich glaub, das ist keine gute Idee.

Sie kann in mein Team kommen.

Zusammen. -Ja! Die machen wir fertig!

Sollen wir uns aufwärmen?

Raubt zu viel Kraft.

Jeder hat seine Methoden.

Auf mein Kommando! -Bereit?

Seid ihr so weit?

Drei, zwei, eins!

Ja! -Nicht...

Das gibt's doch nicht!

Nein! -Jawohl!

Roxane, hier!

Nein, nein, nein.

Ja, ja! -Warte, ich hab ihn.

Ja, ja! Ja! -Oh nein!

Das ist unfair!

Das hast du nicht kommen sehen!

Tut weh, was?

Roxane, gib ab! Sehr gut gespielt!

Mach ihn platt!

Scheiß-Rugby.

Warte!

Das war kein Foulspiel. Wieso pfeifst du? -Straftritt!

Rugby ist ein Kontaktsport.

Auf, ihr Blauen!

Niemand hat ein blaues Trikot.

Auf, ihr Blauen! Auf, ihr Blauen!

Genau. So macht man das.

Jetzt steh nicht rum! Zurück ins Spiel. Worauf wartest du? Los!

Ja! Ja!

Nein, ich will nur den Ball. Napoleon!

Wir haben euch auseinandergenommen, massakriert, zerquetscht!

Ihr habt kein Land mehr gesehen, ihr Zwerge.

Sport scheint dir gutzutun. -Ermutigt sie nicht auch noch.

Komm Schatz, nimm deine Tabletten.

Bitte, Schatz. -Wenn du auch welche nimmst.

Jetzt sei nicht albern. Hier.

Lass das. Das ist nicht lustig.

Max, Zeit fürs Bett. -Ja, los.

Ich hab Hunger!

Der Kuchen ist gut.

Ich hab dich lieb.

Nein, Sandrine. So kannst du nicht essen. Lass das.

Gib her. -Das ist meiner.

Gib her. Sandrine, hör auf.

Das Spiel war gut, oder? -Ja, total. War 'ne klasse Idee.

Max.

Danke.

Du weißt ja... -Ja.

Ich kann dich alles fragen, egal was.

Ganz genau. -Gute Nacht, Papa.

Nacht. -Nacht, Opa.

Ich bin's. Alles gut hier. Du fehlst mir. Ich liebe dich.

Fräulein! Einmal Würstchen mit Pommes und ein Bier.

Etwas mehr Mühe wär schön gewesen.

Ich habe keine Gedichte erwartet, aber ein bisschen mehr Stil.

Denn jetzt bleibt mir nur noch:

"Ich bin's. Alles gut hier. Du fehlst mir. Hab dich lieb.”

Ein bisschen dürftig.

Und dann flirtest du auch noch die Kellnerin an.

Mama?

Lass den Lichtschalter in Ruhe. Sandrine!

Jetzt ist es kaputt...

Du hast echt was verpasst.

Vincent hat zwei Tabletten genommen, sonst hätte sie ihn gebissen.

Wohin gehst du?

Komm zurück, bitte...

Wie geht es ihr?

Sie tut so, als würde sie schlafen.

Sie hat das Lenkrad losgelassen, um zu sehen, ob er ihr hilft.

Weil nichts geschah, wollte sie umlenken, aber es war zu spät.

Sie hat den Baum gerammt.

Gute Nacht. -Gute Nacht.

Roxane.

Ich...

Ich weiß, es war schwer mit mir.

Anstrengend.

Anstrengend... Danke für die hilfreiche Präzisierung.

Gern geschehen.

Der Anstrengende wüsste gern, ob du so tun könntest,

als hättest du dein Leben nicht mit dem Herzog von Chamfort,

Olaf dem Roten, Wilhelm von Vexin und der Gabel-Mörderin teilen müssen?

Der Gabel-Mörderin? -Die Heldin meines nächsten Buchs.

Ich werde mich ändern.

Und mich wahrnehmen?

Gelb.

Deine Kartons sind noch nicht gepackt, du könntest dir die Kosten also sparen.

Zu Hause weißt du, wo alles ist. Du sparst Zeit.

Du hättest außerdem die Gelegenheit,

dem Vater deines Sohns eine zweite Chance zu geben

und müsstest nicht mit Anakonda leben.

Oh nein, dabei ginge es nur um Sex.

Ich bitte dich "Anakonda"!

Es tut mir leid.

Mein Weg war weiter, geh du die letzten Meter.

Ich bin eine Abenteurerin,

eine Kämpferin,

eine Amazone...

Die Gabel-Mörderin? -Papa?

Entscheide dich: das Meer oder die Rosen?

Das Meer? Ja oder nein?

Du weißt einfach nie, was du willst.

Dann entscheide eben ich für dich.

So war es ja schon immer.

"Jacques! Jacques!"

Was waren sie alle begeistert von dir.

"Ein Mann mit Stil.” "Ein Gentleman.”"

"Die Eleganz in Person."

Aber wer hat dir deine Socken ausgesucht?

Wer kümmerte sich um alles,

während der große Reporter den Planeten bereisen durfte?

Ich wäre auch gern gereist.

Nach Patagonien, zu den Nordlichtern, Sonnenuntergänge in der Steppe.

Aber von wegen.

Nicht mal nach Venedig hast du mich mitgenommen.

Siehst du ihn?

Wen?

Papa.

Nur weil ich mit einer Urne rede, seh ich noch lang keine Geister.

Kleines Hüngerchen?

Was dagegen?

Hier.

Der hier ist für dich.

Und der für meinen Hintern.

So!

Worüber habt ihr gesprochen?

Du und die Urne. Worüber?

Ich verstreue die Asche.

Wann?

Wasch macht ihr?

Isch dacht', isch hör' Einbrescher.

Was?

Einbrescher.

Isch schpresch komisch, oder?

Dasch schied die blöden Pillen.

Dasch isch nisch witzig. -Doch.

Schnauz deinen Vater ruhig mal an. Danach geht's dir besser.

Und jetzt gib mir meinen Schlüssel.

Gut, aber dann räumt ihr hier auf.

Euer Vater bleibt auf dem Tisch.

Eine Nacht in der Küche wird ihm eine Lehre sein.

Lass, ich mach das. Geh ins Bett. -Siecher?

Siecher.

Isch hab disch lieb.

Aschloch.

Na los, tu dir keinen Zwang an.

Ich hab schon mehr als genug gesagt.

Das mit dem Auto tut mir leid.

Ich werd es wohl nicht mehr groß nutzen.

Tut mir leid, dass ich zu selten da war.

Hätte ich die Wahl, würde ich's heute anders machen. Aber...

ich hab getan, was Ich konnte.

Mach du nicht dieselben Fehler.

Deine Reisen finden da oben statt.

Aber die Zeit ist zu kurz, um ständig weg zu sein.

Also genieß dein Leben.

Du sollst lachen,

gut essen, Liebe machen.

Sei albern, lüg, schrei, brich die Regeln.

Und überrasch sie!

Ist ein ganz wichtiger Punkt.

Und du musst tanzen, sehr viel tanzen.

Verbiete dir nichts. Tu alles, wodurch du dich lebendig fühlst.

Aber nicht allein.

Auf keinen Fall allein.

Sie brauchen dich.

Alexandre!

Der Trecker.

Sie ist abgehauen.

Wovon redest du? Wen meinst du?

Na, Mama!

Die Urne ist weg. -Sie tut es.

Sie will die Asche verstreuen. -Nein, sie bringt sich um.

Wir teilen uns auf und suchen sie, -Ich komme mit dir.

Mama!

Oma!

Marguerite!

Ich glaube, hier ist sie nicht.

Vincent.

Deine Mutter ist hier nicht.

Bleibt ihr zusammen, du und Alexandre?

Schon möglich.

Sehr gut.

Ihr drückt auf einmal alle eure Zuneigung aus.

Hältst du mich für ein Arschloch?

Nein. Warum denn?

Wegen Sandrine.

Was soll ich denn machen?

Wir lieben uns nicht mehr, aber...

Ich kann sie doch so nicht verlassen.

Wo ist Mama bloß?

Marguerite!

Marguerite!

Jetzt kannst du es mir doch sagen.

Warst du wirklich am Ertrinken oder hast du nur so getan?

Als ich gestern am Strand gesagt habe, ich hätte auch Geheimnisse,

wollte ich dich nur eifersüchtig machen.

So ein bisschen Eifersucht hätte ich gut gefunden.

Aber mein einziges Geheimnis bist du.

Und du bist nicht mehr da.

Störe ich?

Mach zu.

Jetzt sind sie sauer. -Ja.

Aber wie gesagt, es war ein Unfall.

Ich war untergetaucht.

All die Asche schwebte um mich herum und fing an zu glitzern.

Da spür ich, wie mich etwas nach oben zieht.

Napoleon? -Nein, der kam erst danach.

Der Junge ist wirklich ein hervorragender Schwimmer.

Aber ich meine, davor.

Bevor er gekommen ist.

Glaubst du an Geister?

Ich wollte wissen, ob er da ist.

Es war ein Trick.

Er ist da, das spüre ich.

Und passt auf mich auf.

Sag es nicht Alexandre. Er hält mich noch für verrückt.

Ich versprech's.

Ich muss zurück nach Paris, wollte mich nur verabschieden.

Kommst du wieder?

Ich bin hier.

Ich hab zwar gesagt, ich verkaufe das Haus, aber...

Ich bin mir nicht sicher, ob er mitkommt, wenn ich umziehe.

Es ist die Rolle einer wahren Liebenden.

Tschüss, Mama!

Bis heute Abend.

Gute Fahrt!

Er bringt die Saison zu Ende.

Aber er geht nicht mehr ins Hotel. Er will ein Haus.

Und er bleibt nicht ewig in Clermont.

Eine Verlängerung, dann gehen wir auf die Fidschis.

Machst einen guten Eindruck.

Ist doch besser so, oder?

Stimmt.

Scheiß-Rugby.

Ich habe Cazorlo an Chelsea verkauft.

Auch bei nur 10% ist das fette Kohle. Genug, um Mamas Schulden zu begleichen.

Ich übernehme die Hälfte. -Nein, bitte.

Lass mich den großen Retter spielen.

Er wäre stolz auf dich.

Ich fange wieder mit dem Fotografieren an.

Mach dir keine Sorgen um ihn.

Es wird Zeit, dass er sein Talent entdeckt.

Komm mal mit.

Na los.

Gib zu, dass es schön ist.

Versuch's auch mal. Es tut wahnsinnig gut.

Komm schon, die Hose muss auch runter. -Nein. Nein, danke.

Das ist ein Fehler.

Aber da kommst du schon noch drauf.

Da hast du Radfahren gelernt.

Ich hab losgelassen, und du bist allein weiter.

Erinnerst du dich?

Erinnern tun sich nur die Eltern.

Die Kinder werden nur größer.

Ich hab großes Glück gehabt.

Danke.

Und wohin gehst du jetzt?

Dahin, wo ich hingehöre.

Papa...

Deutsche Untertitel: Vanessa Mayer

Samson & Fritaud Text, Berlin

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