All language subtitles for 1997_Duell der Degen (Le Bossu).deux

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Original subtitles

*Beschwingte sinfonische Musik*

als Ritter Lagardère

als Philippe von Gonzaga

als Herzog von Nevers

als Aurore

DUELL DER DEGEN

*Zweimaliges hartes Aufschlagen*

(Mann): 1, 2, 3, 4, 5, 6,

7, 8, 9, 10.

(gedehnt): Rondo!

4, 2, 2, 4, 4, 6, 7,

8, 9, 10.

1, 2, 3, 4,

5, 6, 7, 8, 9, 10... - Ist mein Verlobter nicht toll?

(gedehnt): Rondo!

En garde!

Merci, Messieurs.

Freier Kampf.

*Degen klirren*

Und fügt einander keinen Schaden zu, Messieurs.

Die Fechtkunst ist eine Konversation zwischen den Waffen.

Hier lernt man zu überleben, Graf. Getötet wird draußen.

Hey, Onkel! Onkel!

Du wolltest mich dem Herzog von Nevers vorstellen.

Halt! Verzeiht, Herzog. Meister Cocardasse?

Das ist mein Neffe Lagardère.

Hat er sich nicht als Soldat verpflichtet?

Ich bin entlassen.

Sollten es nicht 7 Jahre sein? Ich tötete einen Oberst.

Kompliment. Meinen Oberst.

Ei! Tja, wegen einer Frau.

Dir sei verziehen. Seiner Frau.

Eieiei!

Kann ich etwas für dich tun?

Ich will euer Geheimnis ergründen.

Mein Geheimnis? Den Nevers-Stoß.

Bitte gewährt mir die Ehre eines Kampfes!

Deine Anmaßung irritiert mich. Also ja?

Nun gut, en garde! Ja!

(Cocardasse): Macht Platz, Messieurs! Macht Platz!

En garde!

Allez, messieurs!

*Er schneuzt sich*

Unfassbar, der schneuzt sich. Er ist ein Herzog, mein Junge.

*Beschwingte dramatische Musik*

*Kampflaute*

Ja, so gefällt mir das. Errege dich.

Gut.

Weiter.

*Beschwingte dramatische Musik*

*Kampflaute*

Bon! Bereiten wir das Ende vor. Seht alle gut her.

Ich zähle bis fünf.

Dann ist er tot.

1, 2,

3, 4,

5! Das wär dein Tod.

Eure Exzellenz, welch Ehre! - Ganz ungezwungen.

Euer Exzellenz, der Herzog von Orléans bei uns!

Irgendwo muss ich ja sein.

Ah, Cousin! Cousin!

Eine Revanche müsst Ihr... Genug!

Meine Freunde, zu unserem... gemeinsamen Namenstag

offerieren ich, Nevers, und mein Cousin Philippe von Gonzaga...

Wo ist er, dieser Gonzaga?

Er steht, und das wie immer, im Hintergrund.

Also offerieren wir unserem tollen Cousin

Philippe von Orléans diesen Degen,

zu Toledo geschmiedet von Ramón Sánchez de Heredia.

*Frauen stöhnen auf*

Gut ausgewogen. Ja.

Ein wenig schwer vielleicht, aber prachtvoll. Merci, Cousin.

Probiert ihn gleich aus. Ich empfehle den da.

Einen Linkshänder, komm her. Warum nicht!

Wer, ich?

Und dass er ja keinen Kratzer abkriegt! Er muss gewinnen.

Wieso? Der König ist sein Onkel.

Die küssen sich immer, wenn die sich sehen.

Ganz ungezwungen.

So, lass mich deine Kunstfertigkeit sehen.

Aha.

*Aufstöhnen, Raunen*

*Raunen*

*Frauen stöhnen auf*

*Kichern, Frau lacht*

Ich bin ausgerutscht auf einer Makrone.

Wen amüsiert es hier, dass ich ausgerutscht bin?

*Tuscheln*

Nein, zu schwer. Ich schenke dir dein Geschenk, Nevers.

Wie heißt denn unser junger Hitzkopf hier?

Lagardère, Exzellenz.

Ein Name, den ich mir merken werde.

Helft mir mal!

Ihr tut mir weh! Deinen Buckel zu berühren, soll Glück bringen.

Berühren, nicht schlagen.

Der da liegt in meinem Interesse.

Ich will nicht mein ganzes Leben lang stehend im Hintergrund...

verbringen.

*Stimmengewirr*

Eure Exzellenz, ich bitte Euch! Bitte seid gnädig! Bitte!

Eine milde Gabe! (Frau): Eine milde Gabe!

Nein.

Der Mississippi ist zu haben, Cousin.

Für wenig Geld könnt Ihr ein riesiges Gebiet erwerben.

Zwischen den englischen Besitzungen da oben

und dem Meer von Louisiana hier unten.

Ein Viertel Eures Vermögens würde reichen.

Ich garantiere einen Ertrag von 10 zu 1.

Diese Gegenden sind sagenhaft fruchtbar,

doch besiedelt von wilden Stämmen.

Die kriegen wir klein mit Rum und mit Orden.

Geld! Immer sprecht ihr nur von Geld. Sind wir etwa Krämer?

Ich will kein Rosshaar auf den Ohren,

wenn ich mit den Prinzessinnen Karten spiele. M-hm.

Wir müssen im Dienst des Königs fallen, im Kampf für seinen Ruhm.

Sterben wir in der Blüte unseres Lebens!

In Übersee Handel zu treiben, ist unserem Rang nicht abträglich.

Allein Ihr erbt mein Vermögen. Beklagenswert, doch habt Geduld!

Eine verirrte Kugel, ein glückloses Duell...

und Ihr seid reich.

Fertig.

Wusstet Ihr, dass Mauronvert verkauft wird?

Der alte Mauronvert hatte Zahnweh,

da half nur eine Pistole. Jetzt steht sein Schloss leer.

Ich will es haben. Ich liebe Schlösser.

Cousin! Der Mississippi!

Vergesst nicht:

Mauronvert!

Für mich!

Hey, du da! - Guten Abend, Reitersmann! Was will man von uns?

Ich habe einen Brief für Nevers. - Gib ihn nur her.

Nein. Nur dem Herzog.

Gonzaga kümmert sich um alles. Warte hier.

"Wartet" hier!

Sei gegrüßt, Reitersmann.

Ich bin ein guter Freund des Herzogs.

Gib her, ich bringe ihm den Brief. Nur dem Herzog.

Oje, du stinkst wie dein Pferd.

Ich reite seit 5 Tagen ohne Pause. Und ich stinke nicht, ich rieche.

Wer schickt dich?

Blanche von Caylus. Das ist ein Geheimnis.

Gegenüber kannst du was trinken. Ich bringe ihn dem Herzog.

Nichts zu machen, den übergebe ich ihm persönlich.

Dort spiele ich Karten mit den Prinzessinnen.

Sehr wohl, Herzog.

Herzog! Wo willst du hin?

Ich bin's! Schon wieder der.

Den Brief gegen meine Revanche. Zieht ihm eins über!

Vorsicht, Herzog!

Ich bin schnell verärgert, und dann töte ich auch Lakaien!

Gebt ihm den Stock, genug! Bringt den Brief Gonzaga.

Nein! Nur eigenhändig, sagte der Bote.

Nur für euch persönlich, Herzog! Von Blanche von Caylus.

Blanche von Caylus?

Lass ihn los!

Du liest bestimmt besser als ich.

(räuspert sich): Ich... Ich werde es versuchen.

"Mein in... innig Geliebter,

habt ihr meine bis... bisherigen Briefe erhalten?"

Welche Briefe? Lies schneller!

Ihr beliebt zu scherzen... Schon gut.

(liest schwerfällig): "Das ist der zwölfte Brief in 12 Monaten.

Dabei hattet ihr mir doch ewige Liebe geschworen.

Dieses Versprechen habt ihr unfreiwillig gehalten.

Euer Liebesschwur wiegt acht Pfund.

Er hat smaragdgrüne Augen."

Was?

Vollkommen klar. Gemeint ist ein Kind.

Und weiter?

"Mein Vater rast vor Wut.

Er hält mich gefangen und verspricht mir das Kloster.

Ich flehe euch an, rettet wenigstens unser Kind.

Eure verzweifelte Blanche von Caylus."

Ich habe... einen Sohn?

Ja, oder eine Tochter. Wer weiß!

Bei den Nevers zeugte schon immer ein Sohn einen weiteren Sohn.

Also, wo steht, dass ich einen Sohn habe? Da.

"Euer Liebesschwur wiegt acht Pfund.

'Er' hat smaragdgrüne Augen."

Und ich wusste nichts.

Was wurde aus den anderen Briefen?

Ich dachte, sie hätte mich vergessen.

Ich war so verzweifelt wie sie.

Das sah man euch aber nicht an.

Ich wurde nicht erzogen, Gefühle zu zeigen.

Abgemacht. Morgen reise ich nach Caylus und heirate Blanche.

Vielen Dank.

Danke für diesen Sohn, den du mir geschenkt hast.

Ah, Cousin, wisst ihr schon das Neueste? Ich heirate.

Blanche von Caylus. Na, Kummer? Liebt ihr sie immer noch?

Vergesst sie! Ach, übrigens, sie hat mir einen Sohn geboren.

Ihr seid nicht mehr mein Erbe. Aber ich verdopple eure Bezüge.

Ihr werdet dieses Kind lieben. Ihr müsst es lieben.

Und räumt mir diesen Brief auf.

Erkundigt euch, was aus den anderen geworden ist.

*Leise schicksalhafte Musik*

Er hat mir die Liebe von Blanche gestohlen.

Er enterbt mich.

Er will mich mit einem Almosen abspeisen.

Finde mir Peyrolles.

Peyrolles. Oh.

*Gelächter, Stimmengewirr, Getöse*

Der! Seht, Peyrolles. Der führt eine scharfe Klinge.

Der Jüngste da? - Auf den ist nicht zu verzichten.

(hustet): Großer Gott, mir brennen meine Eingeweide.

*Gelächter, Stimmengewirr, Getöse*

Was kostet ein Arm, welcher den Degen führt?

Im Monat, in der Stunde? Heute Abend. Uns nervt jemand.

Heute Abend habe ich keine Zeit. Für 100 Louis.

Für 100 massakriere ich jeden.

Wie, was muss ich da hören? Das ist ein Zuhälterlohn.

Du verdirbst unser Gewerbe. - 200 sind wenig.

200 scheinen vernünftig. - 400, du bist zu mild.

100 Louis sofort. Weitere 100 bei Lieferung des Kadavers.

Ich bezahle, du gehorchst mir.

Für so viel Eleganz muss ich mich beugen.

*Gelächter*

Ah, kommt, gehen wir wieder rein!

Kommt!

Er kommt.

*Mann hustet*

*Pferd schnaubt und wiehert*

Wer ist der Glückliche, den wir zu fünft abschlachten?

Ich bezahle dich nicht für deine Neugier. Es geht los!

*Pferd schnaubt* Prrr!

Prrr!

Das ist eine Stadt! Jeder macht, was er will.

Lass, Martin! Wir sind gleich da. Ich geh zu Fuß.

Fuhrmann, mach die Straße frei! - Ja, ganz brav!

*Er summt vergnügt vor sich hin*

Das ist ja der Herzog von Nevers! Was schert dich das?

*Kampflaute*

Aah!

Huch!

Aah!

Merci, ihr Feiglinge!

Herzog!

Ich bin's! Schon wieder.

Diesmal verschon ich dich nicht!

Das war eine andere Taktik.

Bist du jetzt ein gedungener Mörder? Wer bezahlt dich?

Ein hässliches Gesicht.

Das ist zu vage. Ich lass dich leben, wenn du es sagst.

Ich weiß nicht.

Und selbst wenn, bin ich nicht gewohnt zu verraten.

Bist du gewohnt zu sterben?

Jetzt gleich?

*Glockenschläge*

Nichts kann dich mehr retten.

Wie fühlt man sich so kurz vor dem Tod?

*Er atmet schwer*

*Er stöhnt*

Was hast du denn?

Zu mir!

Ein guter Jagdhund, dieser Lagardère.

Sei doch still, Kretin! Das Gegenteil ist der Fall!

Legt ihn da hin!

Riechsalz, Essig, schnell!

Macht das noch mal!

Ihr habt mich beleidigt und schuldet mir was.

Du wirst mit mir kämpfen, aber an meiner Seite.

Du warst kein Verräter. Du stehst in meinem Dienst.

Reite mit mir nach Caylus. Du bist meine Eskorte.

Mein Lohn? Dein Leben, ein Strohsack und Brot.

Perfekt, mein Herzog.

Ich reise ab. Der rechte Flügel wird rosa.

Nein, blau. Es ist ein Junge. Und kauf zwei Ammen vom Land.

Das Lachen eines Kindes hat uns hier gefehlt!

*Leise angespannte Klänge*

Nevers darf Caylus nicht erreichen.

Innerhalb von zwei Tagen will ich seinen Tod.

Aber Graf, ihn zu töten genügt nicht mehr.

So erbt doch sein Kind alles.

Solange Nevers nicht verheiratet ist,

ist sein Sprössling nur ein Bastard.

Und einem Bastard steht nichts zu.

Nichts.

Ganz ruhig.

Vorwärts!

*Beschwingte sinfonische Musik*

Heute übernachten wir in meinem Schloss in Lambray.

*Beschwingte sinfonische Musik*

Der Alte... Der König wollte mich

mit einer flämischen Prinzessin verheiraten,

einem Fass. Gertrud van den Bleueken.

Die werden gucken, wenn sie von der Heirat erfahren.

Ich tat so, als liebe ich nur Knaben.

Habt ihr mal 'nen Knaben verführt?

Oh, nein. Das nicht, nein.

Schon recht, lieber Freund. Gute Nacht.

*Knarzen, Stöhnen*

*Bimmeln*

*Beschwingte sinfonische Musik*

Vor einem Jahr traf ich Blanche beim Thronfolgerball.

Zum Anbeißen hübsch.

Noch nie sah ich Gonzaga so fasziniert von einer Frau.

Ich kam ihm zuvor. Ich ärgere ihn gern.

Na ja, wir tanzen, trinken, ich bringe sie zum Lachen.

Die Nacht war wundervoll.

Das Wäldchen war ein einziges Konzert von Liebesseufzern,

auch wir haben mitgeseufzt. *Lachen*

Stillt meine Neugier. Wo seid ihr geboren?

Man fand mich in der Ruine des Schlosses Lagardère in Paris.

Danach wohnte ich unter den Brücken.

Unter den Brücken? Oh, das hätte ich geliebt!

Eure Eltern erlaubten Euch, im Freien zu übernachten.

(singt): "Messieurs-dames, seht gut zu.

Seht meinen großen Heldenmut.

Wenn ihr Münzen werft herein,

spring ich in den Fluss hinein."

Bravo!

"Messieurs-dames, seht gut zu.

Seht meinen großen Heldenmut."

Mit acht holte ich aus der Seine

die Münzen, welche mir die Gaffer zuwarfen.

Manchmal musste ich mich verrenken

und schlüpfte in Körbe oder Hutschachteln.

Dann wart Ihr eine Art...

Ein Gaukler, wolltet Ihr sagen. Ja, ein Gaukler.

Ihr seid ein verlorenes Kind?

Nein, ich würde eher sagen, ein Gefundenes.

Gefunden von Cocardasse und Passepoil,

die mir die Fechtkunst lehrten. Und noch ein paar Kleinigkeiten.

Beim Kauen hält man den Mund geschlossen.

Ihr stellt Fragen, ich antworte.

Man spricht nicht mit vollem Mund.

So ist das nun mal. Seht zu, dass ihr das hinkriegt.

Verzeihung, Herzog. Hm?

Habt Ihr bemerkt, dass Ihr... mich seit drei Tagen mit...

"Ihr" anredet?

Mag sein.

*Beschwingte sinfonische Musik*

*Dramatische Klänge setzen ein*

*Beschwingte sinfonische Musik*

Da!

Im nächsten Dorf nehmen wir uns frische Pferde,

und morgen sind wir dann in Caylus.

Vor uns liegt Escalette. Mein Sohn wird Marquis von Escalette.

Hübsch, Marquis von Escalette, hm? Allerdings.

Euer Sohn hat wirklich Glück. Oh ja.

Ihr gefallt mir, mein Freund. Sagt, wollt ihr geadelt werden?

Kraft meines Ranges als Herzog kann ich das.

Einfach nur Lagardère, das klingt... ordinär.

Kniet nieder.

Auf die Knie.

Eure Vornamen?

So etwas habe ich nie gehabt.

Euch fehlt es an allem.

Der Ritterschlag.

Ich schlage Euch...

zum Ritter Lagardère.

*Dramatische sinfonische Musik*

*Musik endet*

Los, weiter! Nein, das ist Wahnsinn.

Die Bauern treiben ihr Vieh da rüber.

Gut, aber nicht beide gleichzeitig.

*Er keucht*

*Schnauben und Wiehern*

*Wiehern*

*Schnauben*

*Dramatische Klänge*

Da ist Peyrolles mit seinen Häschern.

Eilt nach Caylus, ich halte sie auf.

Das schafft Ihr nie. Schnell, Herzog, reitet davon!

Dann hört mir aufmerksam zu.

Die erste Taktik ist Euch bekannt,

die zweite macht Euch unbesiegbar.

Los, greift an.

Septimparade,

Riposte,

Quart, Bindung,

Battuta auf den Arm. Ah! Aha.

Den Gegner herumreißen, Waffenantausch,

Entwaffnung, Stoß in die Stirn.

Ja.

Aber in die Stirn kann er doch gar nicht eindringen.

Doch. Genau hier, an dieser Stelle.

Jetzt Ihr.

Autsch.

*Kampflaute*

*Beide lachen*

Wir sind Blutsbrüder. Ihr habt mich unsterblich gemacht.

Unsterblich.

Jetzt kann ich einer Armee standhalten. Unsterblich!

*Spannungsvolle Musik*

(stöhnt): Ah.

*Er schreit*

*Zischen*

Aah!

*Er stöhnt*

Aah!

Aah...

*Krähengeschrei, Babygeschrei*

*Babygeschrei*

(Baron von Orléans): Blanche! Wagt es der Bastard etwa,

die Stimme zu erheben?

Ja, Vater.

Er soll schweigen. Ich verbiete ihm das Wort.

Es ist ein Neugeborenes.

Ein Grund mehr, dass er schweigt!

Schande hat kein Alter und keine Entschuldigung.

Baron, ein edler Herr verlangt, Euch zu sehen.

Morgens empfange ich niemals, mittags und abends auch nicht.

Jetzt verschwinde! - Ich habe es ihm gesagt, aber...

Huch! Baron?

Blanche.

Monsieur, selbst wenn Ihr ein Prinz wärt!

Er ist ein Prinz.

Mein Prinz.

*Sie stöhnt* Oh.

(Priester): Philippe Louis Charles von Villepin,

Herzog von Nevers, Marquis von Lognes,

Vicomte von Donzy,

Herr über Soindres, Dammartin und Buzenval,

wollt ihr die anwesende Blanche Aurore Marie von Caylus

zur Gemahlin nehmen?

Ja.

Ich will. Im Namen Christi,

ich erkläre euch vereint durch das heilige Band der Ehe.

*Lautes Stimmengewirr*

*Beschwingte mittelalterliche Tanzmusik*

Möchtet Ihr einen Tanz mit mir wagen?

*Beide lachen*

*Gedämpfte Tanzmusik*

*Entfernte Tanzmusik*

*Pferd schnaubt*

*Er hustet*

*Stimmengewirr, Lachen*

*Baby quäkt und brabbelt*

(lacht): Oh, mein Kleines!

Seht nur, es ist Euer Ebenbild.

Eher deines, möchte ich meinen.

Entzückend.

*Baby schreit*

Ach ja.

*Beide stöhnen und lachen*

So, und jetzt ins Bettchen.

Ich verlor meinen Kranz aus Orangenblüten.

Das Einzige, das ich anbehalten muss, wenn ich mich Euch hingebe.

Später.

Nein. Nein, das bringt Unglück.

Findet ihn mir, ich bitte Euch.

Sucht ihn.

Madame, ich bin bereits Euer Sklave.

*Er lacht*

*Er summt vergnügt und hält inne*

*Windgeräusch*

*Düstere Musik*

*Lautes Vogelzwitschern*

*Düstere getragene Musik*

*Er atmet zittrig*

*Er keucht*

Schnell!

Was ist? Den Umhang!

Den Umhang des Kindes! Was ist denn?

*Baby schreit*

Sag es mir! Später! Später!

*Sie keuchen*

*Baby quäkt*

*Beide schreien auf*

*Spannungsvolle Musik*

Aah! Hilfe!

Los!

*Baby schreit*

Nein! Lasst mich los!

Durch den Burggraben, da komm ich gerade her.

Nehmt das Kind! Bringt es fort!

Lasst mich los!

Rettet das Kind! Philippe! Rettet das Pferd!

Rettet das Kind!

*Kampflaute*

*Spannungsvolle Musik*

*Schreie von draußen, er keucht*

*Kampflaute*

*Baby schreit*

*Er schreit auf*

Da lang!

Also...

Aah... Aah...

Du?

Für dich wäre ich 10-mal gestorben.

Dir nehme ich das Leben nur ein einziges Mal, Cousin.

Ich habe dich markiert.

Kommst du nicht zu Lagardère, kommt Lagardère zu dir!

(stöhnt): Aah...

Oh...

Ich hole die Pferde.

Nicht nötig.

Ich bin unterwegs.

In das andere Land.

Sie haben meine Frau.

Mein Kind hat nur noch dich.

(stöhnt): Rette es.

Und räche mich.

In ein, zehn oder 20 Jahren.

Räche mich.

Ich kenne den Mörder. Es ist... Wer?

Es ist... Wer? Wer ist der Mörder?

*Nevers atmet schwer*

Philippe, ich schwöre,

in ein, zehn oder 20 Jahren habe ich Euch gerächt.

*Traurige getragene Blasmusik*

*Baby schreit*

*Traurige Musik*

*Entferntes Babygeschrei*

*Windgeräusch, traurige Musik*

*Baby quäkt*

*Baby quengelt*

*Sanfte melancholische Musik*

*Baby quengelt*

Ist da jemand?

*Tierisches Knurren, Gackern*

So, mein Freund.

Voilà!

Du hast Hunger?

Warte.

Ja, ja, gleich.

*Blöken*

Warte, kleiner Mann, sofort! Geduld!

*Leise getragene Musik*

*Baby quäkt*

Das wird schon. Das kriegen wir zwei Männer schon hin, was?

Ich übe ja noch.

Irgendwann kann ich es, mein Junge.

*Baby schreit*

Ach du Schreck!

Ein Mädchen. Der ganze Aufstand für ein Weibsbild.

*Baby schreit*

Aurore. Gut! Ich warte, bis sich alles beruhigt hat,

dann bringe ich dich zurück.

Zurückbringen? Zu wem eigentlich?

Es lebt ja keiner mehr.

(singt): "Schlaf schön ein, mein kleines Kind.

Träum was Hübsches, und das beschwingt.

Träum von Hellem und der Natur.

Da, da, di... Da, li, di..."

Tja, mein Herz, das sind die ersten.

Das nennt man Blumen.

Bald ist es Frühling.

Aber ja, und der Frühling ist voller... voller Hoffnung.

Spätestens übermorgen gehen wir von hier weg

hinunter zu den Menschen. Ja?

Dann suchen wir dir eine Familie, eine ganz liebe.

*Leises Rattern*

(Mann): Prrr!

Prrr!

Könnt ihr mich verstehen? Versteht ihr mich?

Ja! Was gibt's?

Bitte seid so nett und lasst uns ein wenig bei euch ausruhen.

Mein Sohn Marcello...

ist in den Fluss gefallen.

Er ist tutto gelato.

Kommt her! Grazie.

(lacht): Willst du Suppe?

Nun, dir scheint's besser zu gehen, was?

Und los!

Wie ist der Name des Retters meines Sohnes?

Unwichtig. Ritter genügt.

Bene. Grazie, Ritter.

Grazie.

Seid ihr Künstler?

Ambulanti.

Auf Märkten und Schlössern, bei Hochzeiten und Taufen.

Mit simplen Tricks bringen wir Leute zum Lachen.

Mit Worten und Grimassen.

*Paolo räuspert sich*

In einem Dorf hat mir der Wirt von einem Drama erzählt.

Unfassbar.

Schrecklich. Wie im Theater.

Eine ganze Hochzeitsgesellschaft niedergemetzelt.

Drei Täler von hier.

Man sucht einen Schurken.

Er hat ein Kind gestohlen.

Ein Kind gerettet.

Ich werde keine Fragen stellen. Danke, Signore Paolo.

*Schnarchen, Mann und Frau stöhnen*

*Beide stöhnen*

Du bist so ungeduldig. Bleib hier.

*Sie stöhnen*

*Aurore schreit* Pscht, sei still, sei still.

Sie weint. Ich höre nichts.

Aurore weint nachts nie. Der erste Zahn vielleicht.

*Aurore schreit*

Ja, ja, ich komme. Na, wer wird denn so schreien?

Was ist? Nichts.

Ist ja gut, mein kleiner Engel.

Ja. Ja, ja, ja, ja.

Pscht. *Aurore schreit*

Schlaf, mein Kleines.

Schön schlafen, schön schlafen.

Sie hat nur schlecht geträumt.

Ja... Ja. *Aurore quengelt*

(mit hoher Stimme): Na schön, ruhen wir uns aus.

Oh nein, machen wir einen kleinen Spaziergang.

(mit tiefer Stimme): Bravo, Capitano. Mwah!

Geh zu deiner Oma, geh.

Na komm, gib her.

Vorwärts! Hey!

Arrivederci!

*Romantische Klänge*

*Aurore quäkt*

Ist dir kalt?

Dir ist kalt.

So...

*Dramatische unheilvolle Musik*

*Spannungsvolle Musik*

*Hufgetrappel*

*Spannungsvolle Musik*

Paolo! Ornella! Helft mir!

Versteck dich da! La bambina! Schnell, schnell!

Gib her!

*Leise angespannte Musik*

Ein Unglück! Ein großes Unglück!

Ein Mann und sein Kind sind ins Wasser gefallen!

Die Göre ist hängengeblieben. Bringt sie her!

Glaubt der, ich mach mir die Stiefel nass?

Hey, ihr da! Fischt sie raus!

*Aurore schreit* Pscht.

*Glockenläuten*

Lasst mich das arme Kind ein letztes Mal küssen.

Oh, spart euch den Anblick.

Sie ist zugerichtet von den Felsen, und ihr Hirn...

Untersteht euch!

Hier ist das Häubchen der Kleinen.

Für die Familie.

(seufzt): Die so gut wie ausgeloschen ist.

*Leise melancholische Musik*

*Aurore quäkt*

*Frau schluchzt*

Liebe Kusine,

das Kind hätte ich genauso geliebt wie den Vater.

Der Herr hat es uns genommen, aber das Leben ist stark.

Es wird sich Eurer erneut bemächtigen und... - Niemals!

Ich bin nicht nur eine Witwe, eine schmerzgepeinigte Mutter.

Ich bin gestorben.

Beruhigt Euch.

Ich verstehe Euch.

Verzeiht mir, was ich nun sage, aber...

Ihr erbt ein Vermögen, dass Ihr, dem Angedenken von Nevers zuliebe,

vor der Gier anderer und bösen Zufällen zu schützen,

verpflichtet seid.

Durch den Tod meines Vaters habe ich bereits ein Vermögen,

mit dem ich nicht weiß, was tun. Gutes...

Gutes, Madame, ist Balsam für den Schmerz der leidgeprüften Seele.

Unser Cousin hat recht. Wer Gutes tut, handelt nicht böse.

Unsere lieben Nonnen können das bezeugen.

Das ist zu mühevoll. Ich bin es müde zu leben.

Man wird Euch beistehen.

Madame, Ihr seid nicht so allein, wie Ihr glaubt.

War da nicht auch ein kleines Medaillon

mit dem Namen des Kindes, Aurore?

Wie gesagt, nein. Unter Lebensgefahr,

in einem Gebirgsfluss, da war kein Medaillon.

(Baron): Dies ist ein schwacher Trost in Eurem Unglück,

aber ich kann Euch sagen,

dass der Mörder, der Kinderdieb Lagardère,

ertrunken ist.

Ihm ist somit Gerechtigkeit widerfahren.

(Blanche): Oh mein Gott!

Mein Kind!

Warum musste so was geschehen?

Böses zu tun ist für manche die einzige Freude.

Im Namen des Familienrates, dem vorzusitzen ich die Ehre habe,

bestelle ich Gonzaga zum Kurator des Erbes.

Mit der Aufgabe,

Euer Vermögen im Sinne der Wohltätigkeit zu verwalten.

Endlich werden wir zeigen, wer wir sind.

Und Ihr werdet mich lieben, Madame,

da ich Euch liebe.

*Leise melancholische Musik*

(singt zu Streicherklängen): "Messieurs-dames, seht gut zu,

seht meinen großen Heldenmut."

...die berühmte Kompanie

Eures zutiefst ergebenen Paolo Campagnoli ist heute...

Alles in Ordnung, Liebes?

Hopp, hopp, hopp!

Sag mal, Papa.

Hinfort, du Schurke!

Dir bleibt nur der Tod!

Aurore! Beeil dich, Liebes!

*Getragene melancholische Musik*

Hopp! Hopp!

Na los! Beeilung, vorwärts!

Ihr faulen Klepper!

Hey! Ho!

Ho!

(lacht): Mein Schatz.

Hüah!

(Frau): Auch so viel zu tun?

Aurore, kannst du weiterlesen?

"Die Handhabung des Floretts von Sire La Perche du Coudray".

Seite 12.

"Der Fechtlehrer geht in die Septik-Einladung."

Nein, Septim.

Septim. Buchstabiere.

S-E-P-T-I-M.

Ach ja, Septim.

*Entferntes Stimmengewirr, Stöhnen*

Wir kaufen zu viel ein.

Wovon? Von allem. Selbst Künstler müssen begreifen:

Die Ausgaben müssen unter den Einkünften bleiben, sonst...

Wir müssen sparen, für die Zukunft.

Für mich ist die Zukunft jetzt oder nie.

Das Wasser ist eiskalt!

Herrlich!

(Mann): Halt!

Das ist ja ein netter kleiner Fisch da vorne.

*Männer lachen*

Ich komme raus!

Nein! Nein! Bleib da! Warte!

Wie wär's mit etwas Schamgefühl? Du bist nicht mehr 10.

Ach, auf einmal?

Das gehört sich nicht. Ich kenne diese Männer nicht.

Und ich? Bin ich etwa niemand, hm?

Bin ich niemand? Du bist mein Vater.

Ein Vater ist kein Mann. Oh, vielen Dank!

Ich bin schamhaft. Frag Giuseppe, wie oft ich ihm eine verpasse.

Und Marcello?

Marcello? Mhm.

Mit Marcello ist es wie mit dir.

Er ist mein Bruder. Er ist mir schnurz.

Das sagt man nicht. Da verbringt man seine ganze Zeit damit,

dir als Vater etwas beizubringen.

Von morgens bis abends bemühe ich mich.

Oh ja, du bemühst dich.

Wo sind die anderen?

In der Stadt, glaube ich.

Ja, na komm. Hü! Hü!

Vorwärts!

Wo sind eure Männer? Ich sehe gar keine.

All die hübschen kleinen Ärsche sind also bedürftig. - Und er?

Ist er etwa eine Ziege oder was?

Eher eine Art Esel.

*Gelächter*

Lasst uns! Verschwindet!

Nicht! Verschwindet!

Oh Gott.

Komm zu mir! Hey, bleib hier!

Na, komm schon!

*Schreie, Gelächter* Hilfe!

Hilfe! Aah!

Aah!

Komm her! *Er lacht*

Au!

(Ornella): Du hässliche Kröte!

(Mann): Aah!

Aah!

Wer hat dich das gelehrt, Papa?

Was meinst du?

Zu kämpfen.

Das ist angeboren. Ich muss nur einen Stock in den Händen haben.

Aber nein. Du hast alles gemacht wie mit dem Degen. Genau so...

Ja! Ja! Hu! Ah! He! Ja! Hu!

Hör auf, das ist kein Spiel für ein Mädchen.

Das ist kein Spiel. Warum gehorchst du nie?

Warum widersetzt du dich mir wie ein Junge?

Keine Mutter lehrte mich. Ich bin deine Mutter.

(lacht): Ja, meine Mutter, mein Vater, alles.

Ich vertraue dir ein Geheimnis an.

Ein Familiengeheimnis.

Was du eben gesehen hast, war der Nevers-Stoß.

Wer ist Nevers?

Nevers ist ein... sehr vornehmer Herr.

Ich erzähle es dir eines Tages.

Eines Tages! Also meinst du nie?

Komm, ich bringe dir den Nevers-Stoß bei.

Na komm.

Zuerst musst du deinen Gegner verwirren,

bevor du den letzten Hieb ansetzt.

In die Knie,

Septimparade, Riposte,

Ausfall, Quart,

Bindung, Battuta auf den Arm, Gegner herumreißen, Entwaffnung

und gerader Stoß in die Stirn.

Aber da kann die Klinge nicht eindringen.

Es gibt... eine Schwachstelle.

Hier zwischen den Augen.

Eine Schwachstelle.

Bon! Noch mal von vorn.

En garde!

*Sie räuspert sich*

*Melancholische Geigenmusik, Stimmengewirr*

(Paolo): Und es gilt,

seine Gegner mit einem einzigen Hieb entzweizuschlagen,

meine Damen und Herren!

Leute, eilt herbei!

Eilt herbei!

Die berühmte Kompanie des Paolo...

Er hat Kolombinen geküsst. Habt ihr das gesehen?

Jawohl! Achtung, ich durchbohre dich!

Mit meinem langen Degen!

Mit meinem langen Degen

durchbohre ich dich!

Huha! Du Elender!

Hu! So ist sie zwar bestraft, aber ich habe mich verdammt!

Ich versetzte Kolombinen den tödlichen Stoß!

(kreischt): Oho! Halt! Oh nein, halt!

*Entferntes Jauchzen, Stimmengewirr*

Papa, lachen die Pariser niemals?

Die Pariser lachen überall, nur nicht bei einer Komödie.

*Jauchzen*

Na los! Si.

Schnell, schnell, gleich sind wir dran.

Beeil dich!

Ich bin soweit.

Hast du die beiden gesehen?

Liebliche Küsse, so süß wie Honig.

Sie wollen vom Geheimnis des Lebens kosten.

Du bist ja eifersüchtig.

Marcello ist ein Gaukler.

Aurore soll keinen Gaukler heiraten.

Verzeih mir, Paolo, aber... Schon gut.

(Marcello): Hm! Aah!

Hm! Aah!

Hm! Aah!

*Jubel, Gelächter*

Bei mir findet heute Abend ein Essen statt.

Ihr dürft euch dazugesellen. Alles Weitere wird veranlasst.

Papa, ein Bewunderer lädt uns zum Essen ein.

Ich hab noch zu tun. Nur Marcello und ich sind eingeladen.

Wo gehst du hin?

Nach Paris!

Allez! Place Royale!

*Festliche sinfonische Musik*

Allez, allez! Hopp, hopp!

*Sie lachen*

Weiter, weiter, weiter, mein Kind.

*Sie lachen*

*Dramatisches Crescendo*

*Sie lachen*

"Auf Kirche, Gott und auf den König!

Das ist mit Verlaub nicht gerade wenig."

Los, komm mit, meine Schöne. Ich führe dich durchs Haus.

Wir wollen uns amüsieren.

Guten Abend, meine Freunde.

Auf die Schönen der Nacht!

Ah! D'Argenson, für dich. Futter für deinen kleinen Lümmel.

Bist du von hinten so hübsch wie von vorn,

solltest du die Frauenzimmer vergessen, mein Süßer.

Magst du Theater?

Ja.

*Gelächter*

*Entfernte Schreie*

Aah! Aah!

Was ist los, Louis-Joseph?

Ich wusste es, die Schlampe ist ein Kerl!

Der Abend fängt erst an. Lass noch was von ihm übrig.

Aah! *Menge schreit auf*

Ich biete zehn Pistolen für ihn.

*Sie stöhnt*

*Kreischen, Menge schreit auf*

Aah!

*Er rülpst*

Oh! Grundgütiger.

Aah!

Du lebst noch eine Minute.

Deine ist bereits abgelaufen.

Den Gegner verwirren...

*Sie stöhnt*

Ha! Septim, ein Viertel, Quart, Bindung,

Battuta, Herumreißen... Aah!

...Entwaffnung...

...Tod. *Raunen, Kreischen*

Aah! Los, komm!

Welch Grauen!

Oh nein!

Mein Gott! Oh!

Tot?

Wer?

Louis-Joseph?

Unser bester Klingenkämpfer?

Der Stoß war, nehme ich an...

Gewaltig! Dabei war dieser Knabe unscheinbar... Schöne Beine...

Gut. Zeig mir, wie er es gemacht hat.

Zuerst hat er eröffnet,

dann eine Septimparade, dann eine blitzartige Battuta auf den Arm,

soweit ich das sah,

und hopp, schon hatte der arme Louis-Joseph ein Loch mehr. Da.

Da?

Und wo hatte er das Wild aufgespürt?

Auf einem Jahrmarkt, wo denn sonst!

Ein Theater. Comédien.

In Paris? Nein, etwas weiter weg.

Im Dorf Chaillot. Ein Theater in Chaillot.

Urbain, bring den Baron hinaus.

Danke, meinen aufrichtigen Dank.

Ihr habt mich amüsiert. Wie immer. Vielen Dank.

Hast du gehört, Aesop?

Unmöglich! Nevers nahm das Geheimnis des Stoßes mit ins Grab.

Auch Lagardère kannte das Geheimnis.

Aber Lagardère ist doch kein Knabe mehr.

Für D'Argenson sind alle Männer knusprig.

Lagardère ist doch vor 16 Jahren gestorben, oder?

Und wenn er nicht gestorben ist?

Dann könnte doch Aurore...

Ach! Wie sollte sie...

aus dem Familiengrab der Nevers herausgekommen sein?

*Schritte*

Öffnen!

Man hat uns hinters Licht geführt.

Sie lebt.

Das ist gewiss.

Nevers' Tochter lebt.

16 Jahre Mühe...

Ränke...

Verbrechen... und dann das!

Wenn sie wieder auftaucht, bin ich verloren.

Dann verlangt man ihr Erbe von mir.

Er kam zurück. Lagardère ist unter uns. Der mordende Tote!

Er kam zurück. Heute in Chaillot, morgen beim König.

Bald ist mein Nacken unterm Henkersbeil,

und was wird aus euch Idioten?

Euch wird die Haut abgezogen auf dem Place de Grève.

Findet ihn.

Tötet ihn.

Vorwärts!

(Paolo): Kommt zu uns, den Komödianten,

und schenkt uns euren Applaus!

Hier könnt ihr lachen. Hier könnt ihr weinen.

Heiliger Bimbam, hörst du das? Oh, dieser Mistkerl!

Keine Frage, er ist es. Er ist gar nicht tot.

(singt): "Wenn ihr Münzen werft hinein, spring ich gleich..."

Huhu!

*Sie lachen*

Dass ich das noch erlebe!

Ah, mein Onkel!

Komm her! Lass dich drücken, Onkel!

*Spannungsvolle Musik*

*Hühner kreischen*

*Getöse, Stimmengewirr*

Ich will diesen Lagardère, der sich bei euch versteckt!

Ich komme morgen wieder und zünde eure Läden an,

eure Kinder und Weiber! Und eure Knochen! Hüah!

Ihr habt eine Frist von zwölf Stunden,

aber morgen brennt hier alles! Alles!

*Spannungsvolle Musik*

Die ganze Truppe muss weg.

Wohin? Cour des Miracles.

Ins Viertel der Diebe?

Bittet in meinem Namen, euch Unterschlupf zu gewähren.

*Dissonante aufwühlende Musik*

*Menge schreit auf, Getöse*

Wir schließen! Es ist geschlossen! Hey!

Falls ihr Mississippi-Aktien kaufen wollt, die sind weg.

Aber morgen, wieder zu Ihren Diensten.

Ist das hier nicht die Rue Quincampoix?

Es wird alles zugemacht. Das war einmal.

Jetzt steht hier eine Bank und noch eine Bank.

Hier wird alles zu horrenden Preisen vermietet.

1.000 Pfund! - Gut.

Aesop! - Hier! Ich komm ja schon!

Einen Fenstervertrag, schnell!

Aesop, ich brauche eine Audienz bei Graf Gonzaga.

Es geht um ein großes Geschäft, das ich ihm vorschlagen will.

*Er stöhnt und keucht*

*Kampflaute*

Was wollt ihr? Etwas wissen.

Was? Alles über den Mann mit dem roten Tuch.

Peyrolles? So gefragt verweigert man die Auskunft nicht.

Ich höre. Grausam. Gefährlich. Er tötet leichter, als er atmet.

Für wen arbeitet er? Für meinen Herrn, Msr. Gonzaga.

Dieser Gonzaga soll ja ganz schön reich sein.

Ein Krösus. Wie kommt das?

Er hat Nevers beerbt.

Hatte Nevers keine Gemahlin?

Die Trauer brachte sie fast um ihren Verstand.

Blanche von Nevers lebt also? Wenn man so will.

Seit sie von Aurores Tod weiß,

kniet sie nur noch, isst nichts mehr.

Traurig, wenn eine schöne Frau traurig ist.

Als Märtyrerin lebt sie oben hinter den Fensterläden,

eingeschlossen in ihrem Zimmer.

Sie wohnt bei Gonzaga?

Nur unter seinem Schutz.

Seit 16 Jahren fleht mein Herr an ihrer Tür, ohne Erfolg.

Ich will Blanche sehen. Sie empfängt niemanden mehr.

Ich brech die Tür auf. Man würde euch fassen.

In den Korridoren schleichen zehn Degen herum.

Sorgt dafür, dass sie mich empfängt.

Lasst Ihr mich dann am Leben? Gönnt mir mein Glück.

Berühr deinen Buckel.

Morgen früh? Hier? Um 8 Uhr?

Abgemacht.

Mit wem hast du gesprochen? Und über was?

Ein Nachbar. Unwichtiges Zeug. - Du lügst! Du Giftsack!

Dreckskerl! Furunkel!

Diese Silhouette vergisst man nie, hä?

Es war Lagardère. - Ja.

Gestehe!

Gestehe! - Ihr habt ja recht!

Aah!

*Er stöhnt, Windgeräusch*

*Knacken*

Ungeziefer.

Der Tod einer Kellerassel.

Auf der Straße hat man ihn gefunden.

So tot, wie Ihr ihn da seht, Graf.

Sie haben ihn mir umgebracht.

Meinen Spaßmacher.

Mein Äffchen.

Diese gemeinen Schufte!

Das Verbrechen eines Einzelnen. Zu mehreren amüsiert man sich.

Man sticht hier und dort hinein. Man schlägt überall hin.

Wir haben einen einzigen Stich. Eine Unterschrift.

Ich weiß.

Er befindet sich ganz nah.

Ich spüre es.

*Donner*

*Bedrohliche Klänge*

*Donner*

*Bedrohliche Klänge*

Ja, das Viertel der Wunder!

So schön wie in den Evangelien. Lahme stehen auf,

Blinde sehen.

Hab ich nicht recht, hm?

Langsam wird es Zeit, dass du mir alles erzählst.

Ja, aber die Zeit habe ich nicht.

Ich werde mich kurz fassen, wenn Ihr es wünscht,

aber ich werde Euch wehtun, Aurore.

Du sagst andauernd "Ihr" zu mir. Warum?

Ich... Ich bin nicht Euer Vater.

Es ist wahr, ich bin der Geächtete, den sie suchen,

Ritter Lagardère. Ich soll einen vornehmen Herrn umgebracht haben,

aber das ist nicht wahr. Und warum...

*Glockenläuten*

Dreh dich um, dreh dich um. Nein, viel zu gerade.

Und du, dreh dich um. Nein, du stinkst.

Ah, ein Dromedar!

Ist dein Buckel auch echt, ja? Hm?

Verschwinde!

Schreib deinen Namen und signiere.

Schreib deinen Namen und signiere, du wartest.

Nein, bringt ihn hinaus, weg mit ihm.

Kannst du Buchhaltung?

Um Euer vermeintlich enormes Vermögen zu schätzen,

bräuchte ich dennnoch drei Tage, edler Herr.

Schmeichler.

Oh, mir ist das Buckeln angeboren, nicht wahr, hm?

Wortgewandt, interessant.

Wir Verbeulten nennen zwei flinke Dinge unser Eigen:

die Zunge und... Mhm, und was noch?

Na ja, so ein gewisses Ding,

das den Damen besonders gut gefällt.

Er amüsiert mich, den nehme ich.

Du hörst dich auf der Straße um, du informierst mich,

du befolgst meine Anweisungen

und kehrst auf die Straße zurück, um den Markt zu steuern.

Abkassieren tue ich.

Und mein...

mein Honorar?

Honorar? Du kannst behalten,

was du ihnen aus der Tasche ziehst. Schlag ein.

Haben der edle Herr den anderen verloren? Den anderen Handschuh.

Kümmer dich... Um deine Angelegenheiten.

Ihr nanntet mir Eure Bedingungen, hier sind meine:

Ich wohne in der Stadt, ich esse in Eurer Küche,

ich habe mein Büro hier, und er erteilt mir keine Befehle.

Schlagt ein, mein Herr, so gilt der Handel.

Er gefällt mir, aber behalte ihn im Auge.

Jeder Buckel ist ein Fluch.

Einen Buckel hat man nicht ohne Grund.

*Er hustet*

*Getöse, Stimmengewirr*

(lacht): Berührt meinen Buckel und ihr habt Glück!

Denn kein Vertrag auf einem Buckel unterschrieben

ist jemals ohne Glück geblieben.

Guten Tag, ich habe die Ehre. So, bitte schön!

*Entferntes Stimmengewirr*

*Schritte auf einer Treppe*

*Glockenläuten*

*Entferntes Hundegebell*

*Glockenläuten*

*Glockenläuten, Tauben gurren*

*Tauben flattern, melancholische Musik*

Ich liebe dieses Haus.

Es gehört niemandem, also gehört es uns.

Den verfallenen Schuppen nennst du Haus?

Die Löcher kann man verschließen.

Um das Dach und um die Böden kümmere ich mich.

Auch um den Putz.

Ich will drei Kinder. Lauter Jungen.

*Sie lacht*

Und wir wohnen alle zusammen.

Das sind Kinderträume.

Marcello hat nicht mal einen richtigen Beruf.

Wer spricht denn von Marcello?

Ich meine uns zwei.

Ich...

Ich... Ich mag so etwas nicht.

Ich muss über sehr ernste Dinge mit Euch sprechen,

und ich finde, dass es Euch vollkommen an Ernst mangelt.

Aurore von Nevers.

Tochter des Herzogs, Erbin von 20 Titeln,

von Schlössern, Grafschaften, riesigen Ländereien. Ich?

Und wie heiße ich noch? Aurore von Degenstoß?

Seid doch mal zwei Minuten ernsthaft!

Du benimmst dich dermaßen als Vater,

als ob du nicht mehr mein Papa bist.

Bon!

Wir müssen reden.

Wenn ich Euch all die Jahre belogen habe, dann nur zu...

Meinem Besten, ich weiß. Nein.

Nein, du weißt nichts.

Ich hatte gedacht, Eure Mutter sei tot.

All diese Jahre auf der Landstraße, das war...

Da wollte ich sie ersetzen. Ich...

Ich habe also eine Mutter?

Und... Und du hast sie getroffen?

Noch nicht.

(lacht): Meine Mutter.

Da spricht man eine Sprache...

und schreibt sie sogar.

Und doch gibt's ein Wort, das ich noch nie im Mund hatte.

Dass mir noch nicht mal in den Sinn gekommen ist: "Mama".

Sie liebt Euch. Sie hofft auf Euch.

Ihr werdet Euren Rang zurückbekommen.

Meinen Rang? Herrje, sind wir dann etwa reich?

Nein, Ihr kriegt das Vermögen.

Wir teilen alles, aber wenn du magst,

bleib ich mit dir im Speicher.

Ich habe nichts gegen Armut. Hauptsache, du bist bei mir.

Bevor uns eine Aurore von Nevers trennt,

bin ich lieber eine Aurore von nichts. Dich will ich. Dich.

Das Leben mit dir.

Ihr seid ein Kind.

Ich gebe Euch der Welt zurück, welche die Eure ist.

Das habe ich beschlossen, trotz eurer albernen Träumereien.

Küss mich.

Glaubt Ihr, mein Herz sei frei?

Glaubt Ihr, ein Mann von meiner Kraft kommt ohne Geliebte aus?

Ornella liebt dich nicht.

Nicht so wie ich. Ach!

Die meine ich gewiss nicht.

Ich kenne jemanden in der Stadt.

Eine schöne und geistreiche Dame.

Erstunken und erlogen! Eine Baronin.

Eine Baronin? Eine echte Baronin?

Allerdings.

Und was bin ich? Eine Herzogin! Was kann mir eine alte Baronin?

Sie ist im besten Alter.

Angewelkt wird sie sein.

Schmaler Mund, gefärbte Haare und von oben bis unten affektiert.

Eine echte Schlampe! Eine Hure!

Nein, sie ist gebildet und unterhaltend.

Das ist ja grauenvoll!

Du betrügst mich!

Mein Gott!

Ich hasse dich!

Verschwinde aus meinem Leben!

(zu sich): Gut so, mein Herz. Hasse mich.

*Stimmengewirr*

Hey, Buckliger! Komm doch her! Bleib doch stehen!

Keine Zeit! Keine Zeit! Pardon! Pardon!

Verkauft! Verkauft! Amüsiert euch! Macht, was ihr wollt!

*Entferntes Stimmengewirr*

*Leise getragene Musik*

Madame! Huch!

Was macht Ihr hier?

Wie könnt Ihr es wagen? Wer seid Ihr?

Wartet!

Eure Tochter, Madame.

Was wisst Ihr über meine Tochter?

Sie lebt. Ich bin der Bote von Ritter Lagardère.

Ihrem Henker.

Ihrem Retter.

Genug.

Warum nur kommt Ihr mich quälen?

Der gemeine Gonzaga will mich in den Wahnsinn treiben.

Geht, lasst mich. Lasst mich. Aurore lebt, ich schwöre,

aber sie herzubringen, wäre zu gefährlich.

Ihr spielt mir einen üblen Streich.

Ich rufe... Nein, nein!

Gewährt diesem Wunder wenigstens eine Chance.

Lagardère bittet Euch darum, im Angedenken an einen Brief.

"Euer Liebesschwur wiegt acht Pfund,

und er hat smaragdgrüne Augen."

Aber...

Wie...

Ich bringe Euch einen Beweis,

und Ihr müsst mir zuhören, wenn Ihr Aurore wiedersehen wollt.

Aurore.

*Entferntes Stimmengewirr*

*Stimmengewirr*

Oh, nein, nein. Natürlich, meine Dame, natürlich.

Ist das wirklich wahr?

Das alles wäre meins?

Die Bank, das Gebäude? Es heißt sogar, die ganze Straße.

Was macht Aurore hier?

Das nennt ihr beschützen, ihr Deppen?

(stöhnt): Ah!

Sieh mich an, du Schafskopf!

Erkennt ihr mich nicht?

Oh, das ist ja unser Kleiner. Unser lieber kleiner Junge.

Meine Güte, ist der hässlich!

Was soll diese Posse?

Nur so kam ich in Gonzagas Haus.

Was sagen wir Aurore? Nichts.

Aurore muss Lagardère für den Augenblick vergessen.

*Er kichert*

Meine Schöne, langsam solltet ihr wieder heimgehen.

Vertraut ihm, er ist ein guter Buckliger.

Es gibt viele Böse, aber ihn kennen wir gut. - Ja.

So, ich will was essen.

Oh. - Mhm.

B-b-b-b-b-b-b-b-b-b-b-b-b-b! Nein, jetzt ist es aber genug.

Eure Augen sind freundlich.

Kennen wir uns? Wir haben uns schon mal gesehen, hm?

Ihr trinkt einfach viel zu viel.

Immer, wenn ich unglücklich bin.

Unglücklich?

Ein so schönes Kind?

Liebeskummer. Ich muss diesen Wüstling vergessen.

Diesen Wüstling, der Euch sein Leben geopfert,

den Po abgeputzt und Schreiben... Woher wisst Ihr das alles?

Na, Eure Aufpasser da, die haben mir...

Hm.

Ich liebe ihn, versteht ihr das?

Er ist der Einzige, der...

Er sieht mich nicht mal.

Vielleicht... liebt er Euch auch?

Mehr als er dachte.

Irgendwer anders.

Vielleicht entdeckt er es gerade.

Aber sicher wird er es Euch niemals sagen.

Aber ja, er soll es sagen.

"Vielleicht liebe ich Euch auch, Aurore.

Vielleicht entdecke ich gerade, dass auch ich..."

Wozu denn schweigen?

Seine Armut.

Sein Alter.

In 20 Jahren habe ich auch sein Alter.

Wieso sind liebe Menschen oft so hässlich?

Um etwas Gerechtigkeit in die Welt zu bringen.

Schön und gut ist nicht für jeden.

Sicher kann man Euch lieben.

Uns Frauen ist ein kleiner Buckel hier oder da egal.

Es wäre schön, wenn ich zu Euch sagen könnte, ich liebe Euch,

und hopp, ist der Märchenprinz da!

Aber trotzdem würde ich "ihn" lieben.

Vielleicht gibt es ein Mittel.

Ich kenne eine Person, die hexen kann,

die eine verlorene Liebe zurückbringen kann.

Sie müsste die Liebe eines Vaters

in die Liebe eines Mannes verwandeln.

Sie bewirkt Wunder.

Aber zu ihrer Magie braucht sie persönliche Dinge,

wie Schmuckmedaillons oder... Mein Medaillon? Geht das?

Aber ja. Ja?

Vertraut Ihr es mir an? Ja.

Hier.

Hey, haltet Euch bitte gerade.

Das sagt er zu mir.

(stöhnt): Oh.

Hm.

(zu sich): Du bist nicht misstrauisch genug.

Morgen bist du eine Herzogin. Und ich?

Ich bin wieder eine graue Maus, ein Nichts, ein Niemand.

Hey, kommt her.

Ich gehe durch den Hinterausgang.

Finde ich diesen Vogel noch einmal außerhalb seines Nestes,

massakriere ich euch!

*Glockenläuten*

Louis, komm her.

Monsieur. Pscht.

Nein, bitte! Ich legte ein Gelübde ab!

Und ich habe gelobt, Euch das Licht zurückzugeben.

Hier ist es.

Es heißt Aurore.

Oh ja, ich erkenne das Medaillon.

Ich habe es ihr... Es ist wirklich wahr?

Ich habe es Euch gesagt, Madame. Sie lebt.

Ich bitte Euch, erzählt mir von meinem Kind.

Ist sie hübsch?

Nichts übertrifft sie, weder an Anmut noch an Schönheit.

Ich will sie sehen. Bringt mich zu ihr. Ihr seid eine Gefangene.

Euch droht Gefahr.

Von den Krallen eines Schurken. So ist es gut.

Ich hab es zu spät begriffen.

Sie ist nicht allein. Da wird geflüstert.

Ihr Beichtvater?

Wir haben nicht Freitag. Und wozu ein Beichtvater?

Sie isst und trinkt nicht.

Da fragt man sich, wie kann die sonst sündigen?

*Uhr tickt*

*Uhr schlägt zwölf*

Noch fleißig?

Habt Ihr mich erschreckt!

Ich leiste hier eine große Arbeit,

mit der ich Euch überraschen wollte.

Ist dir gelungen.

Ich bin überrascht.

Um welche Arbeit geht es?

Überprüfung des gesamten Inventars Eures Vermögens.

Ich habe alles im Kopf, Buckliger.

Wozu dann überprüfen?

Die Irrtümer. Allzu viele Irrtümer.

In den Büchern stehen Besitztümer, die anderen gehören.

Namen, die verschwinden, die wieder auftauchen.

Gesellschaften,

die es nur auf dem Papier gibt. Mhm.

Gut.

In der Buchhaltung hat man große Spielräume.

Das ist... das Geschäftsleben.

Aber da bezahlt Ihr ja drauf. Ihr bezahlt für alle.

Abgaben, Steuern, Rechte, Entschädigungen, Gebühren.

Ihr bezahlt für alles. Zu viel.

Ich bezahle zu viel, das ist wahr.

Wer bezahlt, bezahlt zu viel. Aber ich kenne Steuereintreiber.

Eine Null mehr oder Null weniger, und schon stimmt mein Profil.

(lacht): Verstehe. Ja, ich verstehe.

Pscht, Geheimnis.

Möge Gott dafür sorgen, dass alles unter uns bleibt.

Genau.

Gott, du und ich.

Völlig ausreichend für ein Geheimnis.

Vielleicht sogar einer zu viel.

Ein Wein aus meiner Heimat. Ah!

Der Lugana de Visconti.

Kennst du Mantova? Die Lombardei?

Nein. Ich bin dort geboren. Meine Familie wurde vertrieben.

Vergiftet. Ja, sobald man an Italien denkt,

denkt man sofort an das Geschlecht der Borgia.

Was ist? Trink! Worauf wartest du?

Das Leben ist ein einziger Irrtum.

Drei Cousins namens Philippe.

Nevers stahl mir die Liebe von Blanche.

Orléans kam dank meiner Bank auf den Thron,

und ich, der Begabteste,

durfte immer nur die Kastanien aus dem Feuer holen.

Aber schöne Kastanien, oder?

Ihr habt Geld, das ist doch etwas, hm?

Ach, das Geld. Dabei handelt es sich doch nur um eine Illusion.

Wie ein Besucher. Er kommt und geht.

Hallo, liebes Geld. Adieu, liebes Geld.

Dabei gäbe es ein prächtiges, ein großes Spiel zu spielen:

Der Mississippi. Wer bevölkert ihn?

Wer findet ihn?

Wer baut ihn auf?

Wer erzählt davon, ohne je dort gewesen zu sein? Ich.

Weißt du, was das ist, der Mississippi? Das ist Papier.

Der Regent wird mich zum Vizekönig

eines Reichs aus Papier machen, für dessen Besitzer er mich hält.

Dabei habe ich es schon x-mal an Aktionäre verkauft.

Das ist ja das Dumme. Ich habe viel zu viel verkauft.

Aber das üppige Leben, dieses Schloss.

Es würde genügen zurückzukaufen, hm?

Die Kasse ist leer.

Ich habe 10.000 Frauen.

Notwendig wären aber 300... 300... 350.000.

Wenn ich einen Freund hätte...

...würde ich sagen: "Hilf mir, meine Aktien zurückzubekommen."

Es gibt einen Weg.

Zum heutigen Kurs zurückzukaufen ist unmöglich, viel zu hoch.

Aber...

wenn die Kurse fallen...

Ich verstehe.

Wenn sie im Keller sind, kauft Ihr zurück. Hm?

Tu das für mich. Es soll dein Schaden nicht sein.

Ja, aber wenn Ihr kein Gold habt, wie wollt Ihr dann zurückkaufen?

So, genug getrunken!

Um Gold aufzutreiben, braucht man einen klaren Kopf.

Hast du verstanden?

Oh ja, mein Herr.

Die Aktien müssen schnell und tief fallen.

Gerüchte? Schlechte Nachrichten? Panik? Bankrott?

Jawohl, Herr.

Du hörst mir gar nicht zu. Doch, doch.

Ist dir dieser kleine Gegenstand so wichtig?

Wir alle haben unsere Geheimnisse, Herr.

Ist sie schön?

So schön, wie ich hässlich bin.

Erzähl es mir. Ich schwärme für monströse Liebesgeschichten.

Edler Herr! Hm?

*Uhr schlägt*

*Lagardère lacht leise*

*Lautes Stimmengewirr*

Habt Geduld, die steigen schon wieder.

Dann sind sie also gefallen?

Keine Sorge! Solange die Bank geöffnet ist,

könnt ihr euer Geld zurückverlangen.

Habt Vertrauen!

Vertrauen? - Wem kann man noch vertrauen?

Ich verkaufe sofort! Mit 4.000 bin ich zufrieden.

Hört nicht auf ihn! Alles in bester Ordnung!

Lasst euch da nicht reinziehen, sonst fallen sie auf 3.000!

Hört ihr? - Wir sind ruiniert.

Bei vier bin ich schon ruiniert!

Die Kurse fallen? Warum sagst du uns nichts?

Als ob das jetzt wichtig wäre! Wir stehen kurz vor dem Bankrott!

Mein Gott, wir sind bankrott?

Der Staat ist Bankrott!

*Lautes Stimmengewirr*

Frisches Brot! Frisches Brot!

Zehn Sous, das Brot! Dafür kriege ich fünf.

Das war mal. Steht der Krieg vor der Tür,

reagieren die Kleinhändler sofort. Es ist Krieg!

*Gedämpftes Getöse*

Macht die Kassen auf, wir wollen verkaufen!

Wenn draußen alles tot ist, dann kommt hier nichts mehr rein!

Ihr sollt verschwinden!

Wir haben keine Anweisungen!

Geht heim, die Bank ist geschlossen!

Wir schließen! *Getöse*

Seid ihr verrückt geworden? Verschwindet!

Wir müssen hier raus! Seid ihr verrückt?

Ich will nur das zurück, was ich bezahlt habe!

Los, rückt das Gold raus, das Papier könnt ihr behalten!

Die Undankbaren! Ich gebe ihnen Träume, ich mache sie reich,

und jetzt hör nur diesen Pöbel! Komm, mein Buckliger, komm.

Ein schöner Anfang. Wie war der Kurs zum Schluss?

2.000. Ich ging es langsam an.

Gut gemacht, gut gemacht. Und morgen?

Morgen? Morgen 1.000. 800.

Bei 800 kaufen wir alles auf, dann zahle ich die Hasenfüße aus.

Aber sag mal, woher bekommst du so viel Gold?

Für 300.000 Francs?

Das ist mein Spezialrezept, Herr.

Und seine Küchengeheimnisse verrät man nicht!

Also merkt Euch, Mutter Theophania,

die Oberin der Ursulinerinnen.

Sie allein darf Euch mein Gold geben.

Mutter Theophania. Morgen bringe ich Euch Eure Tochter zum Ball.

Ihr werdet sie öffentlich anerkennen, vor dem Hof.

Aber ich sehe aus zum Fürchten.

Ich kann mich doch nicht so vor der Gesellschaft zeigen.

Bis morgen. Bis morgen, Herzogin.

*Lautes Stimmengewirr*

Beeilt euch!

Beeilt euch! Beeilt euch! Es wird nicht für alle reichen!

Unsere Aktien sind weniger als nichts wert.

Das ist immer noch mehr als überhaupt nichts. Beeilt euch!

Meine Schwestern, meine Schwestern, alles gut? Ja.

Beeilt euch, meine Damen! Beeilt euch, meine Herren!

Vielen Dank, lasst mich durch! Fahndung! Fahndung!

So, hier haben wir 75 zusammen,

also 1.275 und 25 sind genau 1.300.

Nein, da hast du dich verzählt. 1.300, Papa! - Paolo!

Wie soll ich arbeiten, wenn du mich unterbrichst? - Ist ja gut!

Gut gemacht. In einer Woche, wenn der Sturm vorüber ist,

verkaufen wir für das Hundertfache.

Ihr hattet diese tolle Idee. Nein. Ja, vielleicht. Aber egal.

Was ist meine Idee gegen die Ausführung?

Räumt all das Gerümpel weg, heute ist der Ball.

Die Aktien liegen wo? In einem Kloster.

Zum Teufel!

Die Bank hätte auf Euch hingewiesen.

Ja, richtig.

Richtig, ich tauche nirgendwo auf. Du denkst wirklich an alles.

Mein Ränkeschmied.

Mein vierblättriges Kleeblatt. Wie kann ich dir danken?

Aber ja, natürlich! Ich vergaß, ein Schmuckstück.

Und Gewänder für die geheimnisvolle Kleine.

Erzähl mir von ihr. Ihren Namen, ihr Alter, ihren Buckel.

Oh, mein Herr.

Nein, jedermann pflanzt in einem geheimen Garten.

Er ist ja ganz rot geworden!

Sag's mir. Erzähl's mir.

Ist sie reich? Sie ist stumm?

Sie hat doch mit Sicherheit etwas...

Abnormes.

Was erwartest du von ihr?

Eine Familie, mein Herr. Eine Mutter für meine Kinder.

Und in Paris wimmelt es dann

von munteren, missgestalteten kleinen Käfern.

Was gibt's? Graf, ich muss mit Euch reden.

Vertraulich. Nein, vor ihm kannst du sprechen.

Kein kindisches Getue! Ihr müsst einander ertragen. Ich höre. Los!

Das bewusste Mädchen. Mädchen?

Nevers. Aufgespürt?

Eingefangen. Von dir? Wo?

In ihrem Unterschlupf im Diebesviertel.

Sicher, dass sie es ist? Sie schrie ihren Namen. Aurore.

Ich hätte sie gern vom Dach gestoßen,

doch ich fürchtete zu missfallen.

Ich habe was Besseres vor. Louisiana!

Dass die Tochter meiner Kusine Hure in Baton Rouge wurde,

wird meine alten Tage verschönern.

Sag Baptiste, er soll mein Festgewand herrichten.

Bring sie zum Schiff nach Le Havre,

die Sendungen nach Louisiana. Ich will sie sehen.

*Er atmet schwer und stöhnt*

*Düstere Klänge*

Vorwärts!

*Pferd schnaubt*

*Pferd wiehert*

(Mann): Vorwärts!

Ein bisschen schneller! *Stimmengewirr*

Beeil dich!

Rauf mit euch! *Stimmengewirr*

Los, wird's bald! Weiter! Los!

Schneller!

Hopp! Hüah!

Hüah!

Oh, mein Junge, wo willst du hin?

Weiß ich nicht.

*Stimmengewirr*

Wer bist du? Kämpf um dein Leben! Au!

*Lautes Stimmengewirr, spannungsvolle Musik*

Vorsicht, hinter dir! - Aah!

Aurore!

Ich sollte jetzt springen.

Nein!

Lasst ihn mir!

*Musik endet*

Genug gefackelt.

Kämpfen wir modern, schnell und effizient.

Der mordende Tote wird nicht mehr morden.

In zwei Stunden feiere ich meinen Triumph.

Kein Feind, keine Bedrohung mehr. Die Zukunft ist mein.

Aber das Mädchen haben wir nicht. Soll sie nur kommen!

Aus der Fata Morgana von Mississippi

werde ich sagenhafte Reichtümer ziehen.

Kann man den Buckligen finden? Ich kümmer mich drum.

Eure Hoheit! Zum Vizekönig sagt man "Eure Hoheit".

Gewöhn dich dran. Nicht, dass du dich versprichst.

Schnell, meinen Buckligen.

*Sie stöhnt*

Komm her.

Er ist da.

Wer? Oh!

Komm her.

Komm her!

Gib mir deine Hand.

Ja, so ist gut.

Aah!

Hier, sieh mal, was ich gefunden habe.

Oh! Das ist ja wunderschön.

Ein schöner Stoff.

*Tauben gurren*

Die Halterung für den Buckel fing die Kugel ab,

sonst wärst du jetzt tot. - Trink was und ruh dich aus.

Ausruhen bei dem Treffen... Aah! ...das für heute Abend ansteht?

Jungchen, in diesem Zustand?

Gut, ich mache mich wieder schön.

Du sollst gestern im Wirtshaus jemandem begegnet sein.

Gestern? Mhm.

Gestern ist weit weg.

Meine Onkel haben mir von einem Buckligen erzählt.

Ach ja. Der war sehr hässlich, aber nett.

Er sprach von der Liebe. Der Liebe eines anderen.

Bucklige erzählen selten von eigenen Liebschaften.

Was hat er so gesagt? Ach, nur Dummheiten.

Dass Armut die Liebe verhindern könne.

Alter ebenfalls.

Und du hast ihm geantwortet:

"Aber in 20 Jahren bin ich auch in seinem Alter."

So, genug geschwätzt, meine liebe Herzogin!

Es ist an der Zeit, den Schleier zu lüften.

*Er lacht*

Seit dem Wirtshaus hatte ich es geahnt, aber...

warum hast du mich getäuscht?

Um die anderen besser zu täuschen.

Dies ist das letzte Mal, dass ich dich duze,

Aurore von nichts.

Sei still.

Dreh dich um.

Heute Abend wirst du deinen Titel wiederfinden, und deine Stellung.

Und ich die meine.

Eure Mutter gab mir das mit wenigen Worten zu verstehen.

Ich spreche mit ihr. Ich werde es ihr sagen.

Niemand wird mich von Euch trennen.

Niemand.

Nichts.

Weder Mutter noch Vermögen.

Wir beschreiten wieder die Landstraßen. Allein.

Du und ich.

*Festliche Musik*

*Knallen*

Seine Hoheit, der Herzog von Orléans,

Regent des Königreichs Frankreich.

*Entfernte festliche Musik*

Ha! Endlich erfahre ich, wer du bist, Missgeburt!

Wenn du es weißt, stirbst du.

Erkennst du nicht meine Stimme?

Ist sie so verändert seit den Gräben von Caylus?

Du? Das ist unmöglich!

Wie viele Male muss man dich denn töten, damit du stirbst?

Nein!

Sie betreten den großen Salon. Meine Stunde naht.

Jetzt komm ich.

*Beklemmende Klänge*

Oh, nein. Nein, das akzeptiere ich nicht.

Oh, nein. Die Toten sind tot,

oder die Naturgesetze sind nur eine Farce.

Den, der diesen Mann getötet hat, habe ich selbst getötet.

Wer hat dir das Gehirn durchbohrt?

Sprich, Kadaver!

Wer hat dir das Gehirn durchbohrt, Kadaver? Er?

Schon wieder und immer noch er?

Hier ist das Protokoll, Eure Hoheit,

welches Graf Gonzaga zum Stellvertreter des Königs

in Eurem Gebiet Louisiana macht und ihm das Vorrecht gibt,

die Kupfer-, Gold- und Silberminen auszubeuten.

Ja, gut. Wo ist er denn, dieser Gonzaga?

Hier bin ich. Ich bin hier. Ein kleiner Zwischenfall.

Schon gut, aber fast hätte ich gewartet,

wie der Alte immer sagte. Ich meine, Ludwig XIV., den König.

Jetzt Ihr, mein Lieber. Pardon.

Einen Augenblick!

Ah!

Eure Hoheit scheinen heute Abend die Hochzeit zu zelebrieren

zwischen Philippe von Gonzaga, hier anwesend,

und der lieblichen, fernen Louisiana.

Wer ist das?

Mein Buckliger, mein Privatsekretär.

Jedoch ist eine Frage nicht gestellt worden.

Eine rituelle Frage, die ausgesprochen wichtig ist.

Kennt jemand ein Hindernis, das der Verbindung entgegensteht?

*Raunen im Saal*

Nun sprich.

Die Antwort lautet Ja.

Ja, es gibt ein Hindernis.

Du hast komödiantisches Talent.

Doch nicht übertreiben, Buckliger!

Mein Herr glaubt,

hier als Besitzer der Aktienmehrheit zu unterzeichnen.

Ja, wir haben die 120.000 Aktien zurückgekauft.

Oh, nein, alle Aktien gingen in Hände über,

die nicht mehr Eure sind. Salut!

Wärt Ihr so freundlich, mir mitzuteilen,

wer Eurer Meinung nach der Empfänger ist?

Ich habe die Ehre, Euch vorzustellen,

die Besitzerin der Aktienmehrheit der Mississippi-Gesellschaft.

Das ist grotesk. Das ist ein groteskes Märchen.

Und zum Beweis dessen, was ich behaupte,

sind hier die 120.000 Aktien.

*Gemurmel im Saal*

Und wärt Ihr so freundlich,

mir den Namen unserer geheimnisvollen,

aber charmanten Spekulantin zu nennen?

Aurore von Nevers.

Um Euch zu dienen, Eure Hoheit.

Von wegen! Wer außer Euch würde diesen Unsinn bezeugen?

(Blanche): Ich!

*Flüstern, sanfte Klänge*

Das Komplott ist ungeheuerlich!

Als Zeugin ruft man eine Irre auf.

Herzogin, ich freue mich,

das Ende Eurer schmerzvollen Zurückgezogenheit zu begrüßen.

*Sie stöhnen und lachen leise*

Ich wusste es, Madame.

Ja, Eure Tochter. Ich wusste, sie ist am Leben.

Ich wartete auf einen Beweis.

Genug! Auf Eure Lügen falle ich nicht mehr herein.

Der arme Unglücksselige hat mir meine Tochter zurückgebracht.

Es wäre uns angenehm, Euren Namen zu erfahren.

Eure Hoheit, ich bin Ritter Lagardère.

Ich hatte es dir gesagt:

Kommst du nicht zu Lagardère, kommt er zu dir.

Lagardère?

Das ist unmöglich.

Jetzt bezahlst du für deine Verbrechen,

für den Mord an Philippe von Nevers!

Wie kann jemand wie er es wagen, mich zu beschuldigen?

Ohne Zeugen und Beweise.

Ich habe den Beweis!

Die Hand des Mörders,

von mir gekennzeichnet damals in Caylus.

Verteidigt Euch. Eine ehrenhafte Verwundung.

Ich verteidigte Nevers.

Ich hab nichts zu befürchten.

Ich vertraue auf die Justiz in diesem Land.

Komm her, du Schuft! En garde!

Es gibt Gesetze. Duelle sind verboten.

Das Verbot ist aufgehoben. Ich appelliere ans Gottesgericht.

Gott ist immer auf der Seite des Stärkeren.

Der Kampf ist ein ungleicher.

Er... Er kennt den Geheimstoß.

Er wird mich ermorden.

Ich gehöre zu Eurer Verwandtschaft.

Bei schlechtem Blut gehe ich zum Aderlass.

*Aufschreie* (Frau): Verräter!

Verräter.

Oder Priester.

Das sind Berufungen.

Es ist amüsant, einer zu sein.

Hm? Es ist ein Spiel.

Man tut so, als ob man zu den Guten gehört.

Das bringt etwas Abwechslung ins Leben.

Ja, ich bin ein Verräter.

Ein Verräter aus Neigung.

Ich genieße Verrat.

Ein Vollblutverräter.

Und Judas ist im Grunde genommen ein Künstler.

*Aufschreie*

Gonzaga hat uns ruiniert! *Getöse*

*Sie stöhnt und ächzt*

Gonzaga!

*Sprechchöre, Stimmengewirr*

*Sie stöhnt*

Aah!

Vorsicht! Quart!

Rechts!

Und links!

Gegner verwirren!

Und Stoß!

*Menge schreit auf*

*Sie keuchen*

Sieh mich an.

Komm näher.

Noch viel, viel näher.

Noch näher.

Ich wollte dir sagen... Sei still!

*Romantische Musik*

*Jubel*

UNTERTITELUNG: Globe tv GmbH, Saarbrücken, 2024

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