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Original subtitles

[Mann:] Ich glaube an Amerika.

Ich wurde hier reich. Meine Tochter erzog ich wie eine Amerikanerin.

Ich ließ ihr viele Freiheiten.

Ich lehrte sie, ihrer Familie keine Schande zu machen.

Sie fand einen Freund. Es war aber kein Italiener.

Sie ging oft mit ihm ins Kino.

Und sie kam spät nach Hause. Ich nahm es hin.

Vor zwei Monaten nahm er sie mit einem anderen Freund

auf eine Autotour mit.

Sie gaben ihr Whiskey zu trinken.

Dann versuchten sie, sie zu missbrauchen.

Sie wehrte sich und behielt so ihre Ehre.

Da schlugen sie sie. Wie ein Vieh.

Ich habe sie im Krankenhaus besucht.

Ihr Nasenbein ist gebrochen. Ihr Kinn ist zerschmettert.

Es wurde mit Draht wieder geflickt.

Sie konnte vor Schmerzen nicht einmal weinen.

Nur ich weinte.

Warum weinte ich?

Sie war das Licht meines Lebens.

Sie war ein schönes Mädchen.

Sie wird nie wieder so schön sein.

Entschuldigung!

Ich ging zur Polizei wie ein guter Amerikaner.

Die beiden Burschen kamen vor Gericht.

Der Richter verurteilte sie zu drei Jahren,

setzte die Strafe aber zur Bewährung aus.

Er setzte sie zur Bewährung aus.

Die beiden wurden noch am selben Tag freigelassen.

Ich stand im Gerichtssaal wie ein Idiot.

Die Schweine grinsten mich an, als sie an mir vorbeigingen.

Ich sagte zu meiner Frau:

"Für Gerechtigkeit müssen wir zu Don Corleone."

Warum gehst du zur Polizei? Warum kommst du nicht gleich zu mir?

Was verlangen Sie von mir? Sagen Sie, was es ist.

Aber tun Sie, worum ich Sie bitte!

Was soll ich tun?

(Sehr leises Flüstern)

Das kann ich nicht tun.

Ich gebe Ihnen dafür, was Sie verlangen.

Wir kennen uns schon viele Jahre,

aber heute kommst du zum ersten Mal zu mir wegen Rat oder Hilfe.

Ich kann mich nicht daran erinnern,

wann du mich zu letzten Mal in dein Haus eingeladen hast.

Dabei ist meine Frau Patentante deines einzigen Kindes.

Aber lass uns offen sein:

Du hast nie Wert auf meine Freundschaft gelegt.

Du hast dich gefürchtet, in meiner Schuld zu sein.

Ich wollte nur keine Unannehmlichkeiten haben.

Ja, ich weiß.

Für dich war Amerika das Paradies.

Dein Geschäft geht gut, die Polizei beschützt dich,

außerdem gibt es Gerichte. Wozu noch einen Freund wie mich?

Aber jetzt kommst du zu mir und sagst:

"Don Corleone, verschaff mir Gerechtigkeit!"

Aber du zeigst mir keinen Respekt.

Bietest nicht etwa Freundschaft. Du sagst nicht einmal Pate zu mir.

Stattdessen kommst du am Hochzeits- tag meiner Tochter in mein Haus,

und bittest mich, einen Mord zu begehen - für Geld.

Ich bitte Sie um Gerechtigkeit.

Das ist keine Gerechtigkeit. Deine Tochter lebt.

Dann lassen Sie diese Schweine fühlen, was sie verbrochen habe!

Wie viel soll ich bezahlen?

(Leises Miauen)

Bonasera. Bonasera.

Was hab ich dir bloß getan, dass du mich so respektlos behandelst?

Wärst du in Freundschaft zu mir gekommen,

dann würde der Abschaum, der deine Tochter ruiniert hat,

noch am selben Tag dafür leiden.

Und wenn du als anständiger Mensch

dir heute einen zum Feind machen würdest,

würde ich ihn als meinen Feind betrachten.

Er würde dich fürchten.

Wollen Sie mein Freund sein?

Mein Pate?

Gut.

Irgendwann, möglicherweise aber auch nie,

werde ich dich bitten, mir eine kleine Gefälligkeit zu erweisen.

Aber solange ich das nicht tue,

soll die Gerechtigkeit mein Geschenk an dich sein,

zum Hochzeitstag meiner Tochter. Grazie.

Grazie, Pate. Prego.

Übergib das Clemenza!

Er soll zuverlässige Männer aus- suchen, die sich beherrschen können.

Wir sind keine Mörder,

auch wenn dieser Leichenbestatter es sich so vorstellt.

(Fröhliche Tanzmusik, Stimmengewirr)

Es ist gleich so weit.

Wo ist Michael? Keine Ahnung.

Aber es ist noch nicht zu spät. - Er wird schon kommen.

Wir machen kein Foto ohne Michael. Natürlich.

Torno più tardi? Più tardi.

Kinder, na los, kommt!

Was ist denn? Nicht ohne Michael.

(Fröhliche Tanzmusik, Stimmengewirr)

Felice die vederla. Don Barzini, buongiorno.

Grazie. Buongiorno.

Bienvenuti a casa nostra.

(Fröhliche Tanzmusik: "La Tarantella")

(Stimmengewirr)

Hey, Paulie! Ich brauche einen Schluck Wein. Paulie, gib mir Wein!

Ich hab nicht aufgepasst. Du siehst wunderbar aus, wenn du tanzt.

Bist du Preisrichter? Fatti i cazzi tuoi!

Mach deine Runde und halt die Augen offen!

Sandra, pass auf die Kinder auf,

damit sie nicht wie die Verrückten rumturnen!

Und du passt auf dich selber auf?

(Langsame Tanzmusik)

E adesso cosa fai?

20.000 oder 30.000. Alles in Briefumschlägen.

Und alles zusammen in einer Handtasche.

Wenn das die Hochzeit einer anderen wäre, wäre ich heut Nacht reich.

Hey, Paulie! Prosciutto, Coppa e Culatello.

Du hast es nötig. Blöder Hund!

Hören Sie auf zu fotografieren! - Was ist passiert?

Her damit!

Teresa, ich muss an die Arbeit. Ach, Tom.

Ein Sizilianer darf am Hochzeitstag seiner Tochter

keinem eine Bitte abschlagen.

[Monoton:] Don Corleone, ich fühle mich sehr geehrt,

dass Sie mich zur Hochzeit Ihrer Tochter eingeladen haben.

Hey, was soll das? Schert euch weg hier!

Das ist eine private Feier. Alles Gäste.

Was ist los? Hier wird Hochzeit gefeiert.

Das Scheiß-FBI hat vor nichts Respekt.

Verdammte Mistkerle. - Was die sich rausnehmen.

Hey, Arschloch, komm her! Komm her!

Gib mir das Ding! Gib her!

Penner!

Er erhielt begrenzten Straferlass und wurde in Amerika zur Armee geschickt.

Er hat die letzten Monate in meiner Bäckerei gearbeitet.

Nazorine, mein Freund, was kann ich für dich tun?

Nun, jetzt, wo der Krieg vorbei ist,

soll der arme Enzo repatriiert werden - nach Italien zurück.

Sehen Sie, Pate, ich habe eine Tochter,

und sie und Enzo, die...

Du möchtest also, dass Enzo bleibt und deine Tochter seine Frau wird?

Ah!

Sie verstehen alles. Grazie. Prego.

Mister Hagen, ich danke Ihnen auch.

Vieni!

Ich habe einen prächtigen Hochzeits- kuchen für Ihre Tochter gebacken.

So groß und mit Braut und Bräutigam, Engelchen, Marzipan...

Wem soll ich die Sache übertragen? Nicht einem Landsmann.

Lieber einem jüdischen Kongress- mitglied aus einem anderen Bezirk.

Wer steht noch auf der Liste?

(Romantische Musik)

Oh, hallo, Michael. Tag.

Hallo, Michael, lange nicht gesehen. - Hallo.

Er steht nicht auf der Liste, aber Luca Brasi möchte Sie sprechen.

Ist das unbedingt nötig?

Er rechnete nicht mit der Einladung und will Ihnen danken.

Na schön.

Don Corleone, ich fühle mich geehrt und dankbar,

dass Sie mich in Ihr Haus eingeladen haben

zur Hochzeit Ihrer lieben Tochter.

Möge ihr erstes Kind ein männliches Kind sein.

Michael?

Der Mann da drüben führt Selbstgespräche.

...eingeladen haben.

Er sieht zum Fürchten aus, nicht? Er ist auch zum Fürchten.

Wie heißt er? Wer ist dieser Mann? Sein Name ist Luca Brasi.

Er hilft meinem Vater, wenn wir ihn brauchen.

Um Himmels willen, er kommt rüber zu uns.

Michael. Oh.

Endlich.

Du siehst fabelhaft aus.

Mein Bruder, Tom Hagen, Kay Adams.

Schönen guten Tag. Freut mich.

Dein Vater hat schon nach dir gefragt.

Freut mich, Sie kennenzulernen. Ganz meinerseits.

Kommen Sie! Er erwartet Sie.

Warum Hagen, wenn er dein Bruder ist?

Als Sonny klein war,

brachte er eines Tages Tom Hagen von der Straße nach Hause.

Er hatte niemanden. Mein Vater nahm ihn auf.

Seither gehört er zur Familie.

Er ist ein guter Anwalt.

Kein Sizilianer, aber trotzdem ist er unser Consigliere.

Was ist das? Eine Art Ratgeber, Rechtsbeistand.

Sehr wichtig für die Familie.

Magst du die Lasagne?

[Stockend:] Don Corleone, ich fühle mich geehrt und dankbar,

dass Sie mich eingeladen haben zur Hochzeit Ihrer lieben Tochter.

Äh, zur Hochzeit Ihrer lieben Tochter.

Und ich hoffe, ihr erstes Kind möge ein männliches Kind sein.

Äh, ich schwöre Ihnen meine ewige...

Können wir hier spielen? - ...und unendliche Treue.

Für die Brautbörse Ihrer lieben Tochter.

Ich danke dir, Luca, mein braver, lieber Freund.

Don Corleone, ich möchte mich jetzt von Ihnen verabschieden,

denn Sie sind sehr beschäftigt.

Ich danke dir.

(Schwungvolle Tanzmusik)

(Stimmengewirr)

So groß!

(Wortloser Gesang)

Signora Corleone!

No. No. No!

No! O sempre la stessa storia!

La stessa storia un'altra volta.

♪ C'e la luna mezz'u mare, mamma mia m'ha maritare

♪ Figlia mia a cu te dare? Mamma mia pensace tu.

Figlia bedda, vieni!

(Rhythmisches Klatschen)

♪ C'e la luna mezz'o mare, figlia mia me maritari.

Dai, papà!

♪ Mamma mia, a cu ta ddari, figlia mia pensaci tu'!

♪ Se te piglia non scappare. (Kreischendes Lachen)

(Das Kreischen übertönt den Gesang.)

♪ Si ci pigghia la fantasia mi rasulia la figghia mia.

[Alle:] La-la-la-la-la-la-la-la.

Senator Corley entschuldigt sich, dass er nicht kommen kann.

Er meint, sie verstehen es.

Einige der Richter sagten auch ab, aber sie schickten alle Geschenke.

(Helles Kreischen) Salute.

Was ist das da draussen?

(Kreischen der Mädchen, Stimmengewirr)

Johnny! Johnny!

Johnny! - Hallo.

Ich liebe dich. - Ach, es ist gut, euch zu sehen.

Ah, ciao. Ciao. - [Mann:] È arrivato Johnny.

Er hat den weiten Weg von Kalifornien gemacht.

Ich sagte doch, er kommt.

Er wird in Schwierigkeiten sein. Ein guter Junge, unser Johnny.

Johnny, canta una canzone! Sing uns ein Lied!

(Jubel)

(Kreischen)

Du hast nie gesagt, dass du Johnny Fontane kennst.

Soll ich euch bekannt machen? Was? Ja, natürlich.

Vater half ihm bei der Karriere. Tatsächlich?

Und wie?

[Johnny:] ♪ I have but one heart. Komm, lass uns zuhören!

♪ This heart I bring you.

♪ I have but one heart to share with you.

(Kreischen)

♪ I have but one dream that I can cling to.

♪ You are the one dream I pray comes true.

Was war mit Johnny? Erzähl es mir!

Als er anfing bekannt zu werden,

hatte er leider einen Fünf- jahresvertrag bei einem Bandleader.

Als er immer größere Angebote bekam,

wollte er aus dem Vertrag raus.

Johnny ist der Patensohn meines Vaters.

Also ging mein Vater zu diesem Bandleader, bot ihm 10.000 Dollar,

wenn er Johnny gehen ließe.

Der Bandleader sagte Nein.

Am nächsten Tag besuchte mein Vater den Bandleader erneut,

zusammen mit Luca Brasi.

Innerhalb einer Stunde war Johnnys Vertrag gelöst.

Und zwar für einen Scheck über 1.000 Dollar.

Ach, und wie hat er das erreicht?

Mein Vater machte ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte.

Welches?

Luca Brasi hielt ihm einen Revolver an den Schädel,

und mein Vater versicherte ihm,

entweder käme die Unterschrift oder sein Gehirn auf den Vertrag.

Die Geschichte ist wahr.

♪ Ma, pallerezza stóngo a murí.

So ist meine Familie, Kay. Ich bin nicht so.

[Mann:] Bravo! Bravo, Johnny!

(Jubelrufe)

[Frau:] Bello, bello. Wunderbar.

Einfach wunderbar.

[Mann:] Tu sai cantare veramente. Johnny.

[Mann:] Bravo! - [Johnny:] Schön, dich zu sehen.

War das nicht großartig?

Erhebt euer Glas auf ihn! Erhebt das Glas!

[Alle:] Salute!

Auf die Familie.

(Tanzmusik)

Komm, Johnny!

Ich freu mich so, dass du da bist.

Du warst großartig. Lui è uno dei migliori.

(Unverständliches Flüstern) Ja, ich denke daran.

Tom, wo treibt sich Santino herum? Er soll in mein Büro kommen.

Ja, ich sage es ihm.

Wie geht's dir, Fredo?

Das ist mein Bruder Fredo. Kay Adams.

Oh. Hi.

[Lallend:] Geht's dir gut, hä? - Ja.

Das ist mein Bruder Michael. Bist wohl guter Laune.

Was? Ja. Sie ist also deine Freundin? Ja.

Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Meine Stimme ist schwach. Zu schwach.

Wenn ich die Rolle in diesem Film bekäme,

wäre ich ganz schnell wieder oben.

Aber dieser Mann gibt mir die Rolle nicht, und ihm gehört das Studio.

Wie heißt er? Woltz. Woltz.

Er sagte mir, er gibt mir die Rolle nicht. Es ist hoffnungslos.

Sonny?

Sonny!

(Klopfen)

Sonny?

Sonny, bist du da drin? Was ist?

Dein Vater will mit dir reden.

Ich komme sofort.

(Lautes Stöhnen der Frau)

[Frau:] Sonny!

[Sopran:] ♪ Non so piú cosa son, cosa faccio.

♪ Or di foco, ora sono di ghiaccio.

Vor einem Monat kaufte er die Filmrechte an einem Roman.

Es ist DER Bestseller.

Und die Hauptrolle ist wie ich. Ich brauchte sie nicht mal zu spielen.

Ich müsste nur ich selbst sein.

Ich weiss nicht, was ich machen soll, Pate.

Hör auf zu heulen und sei ein Mann! Was ist denn mit dir los?

Ist das aus dir geworden?

Ein Hollywood-Weichling, der herumflennt wie ein Weib?

"Was soll ich denn nur machen? Was soll ich denn nur machen?"

Was für ein Unsinn! Lächerlich!

Gehst du manchmal zu deiner Familie? Natürlich.

Gut.

Wer nicht wenigstens seine Freizeit bei seiner Familie verbringt,

ist kein richtiger Mann. Komm her!

Du siehst grauenhaft aus. Du musst gut essen.

Und du musst schlafen,

dann gibt er dir in spätestens einem Monat, was du willst.

Zu spät. In einer Woche fangen sie an zu drehen.

Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.

So.

Nun geh zu den Gästen, entspann dich und denk nicht mehr darüber nach!

Ich möchte, dass du mir die Angelegenheit überlässt.

Okay.

Danke. Schon gut.

(Fröhliche Musik: "La Tarantella")

Wann bricht das Brautpaar auf? In ein paar Minuten.

Sobald der Kuchen angeschnitten ist.

Darf Ihr Schwiegersohn wissen, was vorgeht?

Gib ihm genügend Geld zu verdienen,

aber halt ihn raus aus den Familiengeschäften!

Sonst noch etwas? Virgil Sollozzo rief an.

Wir müssen ihm einen Termin geben.

Darüber red ich mit dir, wenn du aus Kalifornien zurück bist.

Wann muss ich nach Kalifornien? Du reist heute noch.

Ich möchte, dass du mit diesem Filmboss sprichst

und die Dinge für Johnny regelst.

Wenn weiter nichts ist, gehe ich zu den Gästen.

(Stimmengewirr)

Hoffentlich werden wir heute noch fertig.

Augenblick noch!

Nein, Michael! Ich bitte dich. Komm!

Ihr habt eine Engelsgeduld. Das dauert ja Stunden.

Adesso si fa una fotografia.

Grazie per la pazienza.

(Langsamer italienischer Walzer)

(Jubel)

(Langsame 40er-Jahre-Musik)

(Schrille Glocke)

(Stimmengewirr)

Achtung, ein Standbild! Einmal zur Kamera schauen!

Können Sie das bitte unterzeichnen? - Bitte legen Sie los!

Mich schickt ein Freund von Johnny Fontane.

Dieser Freund ist mein Mandant

und würde Mr. Woltz seine Freundschaft versichern,

falls Mr. Woltz ihm eine Gefälligkeit erwiese.

Woltz ist ganz Ohr.

Geben Sie Johnny die Hauptrolle in Ihrem neuen Film!

(Er lacht.)

Und was hat Ihr guter Freund Mr. Woltz dafür zu bieten?

Sie werden Probleme mit der Gewerkschaft haben,

die mein Freund beseitigt.

Außerdem geht einer Ihrer Stars gerade zu Heroin über.

Versuchen Sie, mich zu erpressen? Im Gegenteil.

Damit Sie und Ihr Boss, wer immer das ist, klar sehen:

Johnny kriegt die Rolle in diesem Film niemals,

egal, wie viele schmalzhaarige Makkaroni-Itaker

mir auf die Bude rücken! Ich bin deutscher Abstammung.

Abstammen können Sie, von wem Sie wollen,

das ist mir wurscht. Sie bekommen eine Menge Ärger.

Ich bin Anwalt.

Ich kenne jeden bedeutenden Anwalt in New York. Wer sind Sie?

Ich habe eine Spezialpraxis und nur einen Mandanten.

Sie kennen meine Nummer und können anrufen.

Ich bin übrigens ein großer Bewunderer Ihrer Filme.

Stell fest, wer das ist!

(Langsame 40er-Jahre-Musik)

Wirklich sehr, sehr schön. Sehen Sie sich das da an!

Das stand mal in einem Königspalast. Aha. Sehr hübsch.

Warum sagen Sie nicht gleich, dass Sie für Corleone arbeiten?

Ich dachte, Sie wären nur ein kleiner Wichtigtuer.

Ich erwähne seinen Namen nur, wenn es unbedingt nötig ist.

Wie ist der Aperitif? Sehr gut.

Ich möchte Ihnen etwas Unbeschreibliches zeigen.

Sie wissen doch Schönheit zu schätzen.

Bitte sehr: 600.000 Dollar auf vier Hufen.

Nicht einmal die russischen Zaren bezahlten so viel Geld für ein Pferd.

Khartoum. Khartoum.

Ich lasse ihn keine Rennen laufen. Ich verwende ihn nur zur Zucht.

Danke, Tony. - Keine Ursache.

Es gibt was zu essen.

Corleone ist Johnnys Patenonkel.

Für einen Italiener hat das eine sehr tiefe, fast heilige Bedeutung.

Das respektiere ich. Aber diesen Wunsch kann ich ihm nicht erfüllen.

Er bittet kein zweites Mal um einen Gefallen.

Sie wollen mich nicht verstehen.

Johnny Fontane kriegt die Rolle in diesem Film niemals.

Dabei ist sie ihm auf den Leib geschrieben.

Er wäre über Nacht ein großer Star.

Ich sorge dafür, dass er es nicht wird.

Ich sage Ihnen, warum.

Er hat eines meiner begabtesten Starlets vollständig versaut.

Fünf Jahre lang ließ ich das Mädchen ausbilden:

Gesangsstunden, Tanzstunden, Schauspielunterricht.

Hunderttausende gab ich für sie aus.

Sie hatte das Zeug zu einem großen Star.

Und wenn Sie noch was über das Mädchen wissen wollen,

damit Sie sehen, dass ich nicht nur an Geld und Sex denke:

Sie war schön und aufregend. Sie war jung und unschuldig.

Außerdem war sie das Beste, was ich jemals im Bett hatte.

Und ich hatte fast alle.

Und dann kommt Johnny Fontane

mit seiner Olivenölstimme und seinem Makkaronicharme.

Und sie gibt alles auf.

Seinetwegen schmeißt sie alles hin und mich macht sie lächerlich.

Ein Mann in meiner Position kann es sich nicht leisten,

dass ein Mädchen ihn lächerlich macht.

Und jetzt scheren Sie sich raus!

Wenn Ihr Gangsterboss was im Schilde führt, sagen Sie ihm,

ich sei kein Bandleader!

Ja, ich kenne diese Geschichte.

Danke für das Essen und den amüsanten Abend.

Vielleicht kann mich Ihr Chauffeur zum Flughafen bringen.

Mr. Corleone will schlechte Nachrichten unverzüglich erfahren.

(Zirpende Grillen)

(Leise italienische Musik)

(Spannende Musik)

(Woltz schreit.)

Bist du nicht zu müde, Tom? Nein, ich schlief im Flugzeug.

Ich habe die Notizen über Sollozzo hier.

Also... Ja?

Sollozzo ist bekannt als der Türke.

Angeblich ist er sehr geschickt mit dem Messer,

aber nur, wenn es ums Geschäft geht, und nie ohne Berechtigung.

Rauschgift ist sein Geschäft.

Er hat Felder in der Türkei, wo Mohn angebaut wird.

In Sizilien hat er Anlagen, wo das Zeug zu Heroin verarbeitet wird.

Er braucht Kapital und Schutz vor der Polizei.

Er ist bereit, dafür einen Anteil am Gewinn abzugeben.

Hier in New York steht die Tattaglia-Familie hinter ihm,

und die machen das auch nicht umsonst.

Ich bin Santino Corleone.

Wie oft ist er vorbestraft? Zweimal.

Einmal in Italien, einmal hier.

Er ist der ausgekochteste Rauschgifthändler hier.

Santino, was denkst du?

Es steckt eine Menge Geld in dem Zeug.

Tom? Ich sage Ja.

Im Rauschgift liegen größere Gewinnmöglichkeiten

als in anderen Geschäften.

Wenn wir nicht einsteigen, dann jemand anders.

Vielleicht eine der fünf Familien, vielleicht alle.

Mit dem Geld könnten sie die Polizei und politische Macht kaufen

und dann über uns herfallen.

Wir haben die Gewerkschaften und das Glücksspiel,

aber Rauschgift ist das Geschäft der Zukunft.

Wer sich daran nicht beteiligt,

riskiert seine Position auf allen anderen Gebieten.

Nicht jetzt, aber in zehn Jahren.

Was wirst du ihm sagen, Pa?

Also bitte, Don Corleone.

Ich suche einen Partner mit mächtigen, einflussreichen Freunden

und einer Million Dollar in bar.

Und, Don Corleone, all die Politiker, die Sie sich eingekauft haben,

die Sie wie Kleingeld mit sich herumtragen.

Wie hoch ist der Gewinn für meine Familie? - 30 %.

Im ersten Jahr kommen Sie damit auf drei bis vier Millionen Dollar.

Später steigt der Gewinn.

Wie hoch ist der Gewinn der Tattaglias?

Mein Kompliment.

Den Anteil der Tattaglias bringe ich aus meinem Anteil auf.

Ich bekomme also 30 Prozent dafür, dass ich finanziere,

die politischen Freunde stelle und Ihnen die Polizei vom Leib halte?

Ja, ganz recht. Hm.

Wieso kommen Sie zu mir? Womit habe ich diese Großzügigkeit verdient?

Wenn Sie den lächerlichen Betrag von einer Million in bar

nur als Finanzierung ansehen - ti saluto, Don Corleone.

Ich sagte, dass ich Sie empfangen würde,

weil ich hörte, dass Sie ein seriöser Mann sind,

der meine Wertschätzung verdient.

Aber ich muss leider Nein sagen.

Und ich werde Ihnen meine Gründe nennen.

Es ist richtig, ich habe viele Freunde in der Politik.

Aber sie wären nicht mehr lange meine Freunde,

wenn sie erfahren würden,

dass ich Glücksspiel gegen Rauschgift tausche -

ein harmloses Laster, gegen ein schmutziges Geschäft.

Verzeihen Sie!

Es geht mich nichts an,

womit ein Mann seinen Lebensunterhalt verdient,

aber Ihr Geschäft ist...

...nicht ungefährlich.

Falls Sie sich Sorgen um Ihre Million machen: Die Tattaglias würden bürgen.

Die Tattaglias übernehmen die Garantie? - Augenblick!

Ich habe eine sentimentale Schwäche für meine Kinder.

Ich verwöhnte sie, wie Sie sehen. Sie reden, wenn sie zuhören sollten.

Wie dem auch sei, Signor Sollozzo, mein Nein ist endgültig.

Aber ich möchte Ihnen zu Ihrem neuen Geschäft gratulieren.

Sie werden viel Erfolg haben, und das ist auch für mich gut.

Zumal wir mit unseren verschiedenen Interessen nicht in Konflikt kommen.

Ich danke Ihnen. Ich danke Ihnen.

Santino? Ja?

Komm her!

Bist du verrückt geworden?

Kriegst du Gehirnerweichungen von dem Unfug,

den du mit dem jungen Ding da treibst?

Du darfst nie einen Menschen, der nicht zur Familie gehört,

merken lassen, was du denkst. Geh jetzt!

Tom, was willst du mit dem Gemüse?

Das ist von Johnny. Er hat die Rolle in dem neuen Film.

Ah.

Raus damit! Stellen Sie es draußen hin!

Und...

...schick Luca Brasi rein zu mir!

(Spannende Musik)

Ich komme nicht ganz dahinter, was Sollozzo im Sinn hat.

Vielleicht bekommst du raus, was er in Wirklichkeit denkt.

Geh zu den Tattaglias und lass durchblicken,

dass du dich bei unserer Familie nicht mehr so wohlfühlst.

Finde heraus, was du kannst!

(Sanftes Weihnachtslied:)

("Have Yourself a Merry Little Christmas" von Al Martino)

♪ Have yourself a merry little Christmas. Let your heart be light. ♫

Jetzt haben wir alles.

Geschenke für deine Mutter, für Sonny, einen Schlips für Fredy

und Tom Hagen bekommt einen Füllfederhalter.

Und was wünschst du dir? Nur dich.

♪ ...merry little Christmas. Make the Yuletide gay.

♪ From now on our troubles will be miles away.

♪ Here we are as in olden days, happy golden days of yore. ♫

Andiamo, Fredo! Sag Paulie, er soll den Wagen holen!

Wir fahren. Okay, Pa.

Aber ich muss den Wagen selbst holen.

Paulie meldete sich heute Morgen krank. - Was?

Paulie ist ein netter Kerl. Ich hol den Wagen gern.

Buon Natale, Carlo. Grazie.

Luca, ich bin Bruno Tattaglia. - Ja, ich weiß.

Un bicchiere di Scotch, zwölf Jahre alt.

Io non bevo.

Weißt du, wer ich bin?

(Italienisch)

Ich kenne Sie.

Du hast mit der Tattaglia-Familie gesprochen, oder?

Ich denke, wir können ins Geschäft kommen.

Ich brauche jemanden wie dich.

Du bist...

...mit der Corleone-Familie nicht zufrieden.

Willst du bei mir mitmachen?

Was springt für mich dabei raus?

50.000 Dollar für den... Anfang.

Nicht schlecht!

Einverstanden?

Va bene?

Grazie.

Tom! Tom Hagen. Frohe Weihnachten. Gleichfalls.

Es freut mich, dass wir uns treffen. Ich möchte Sie sprechen.

Leider habe ich keine Zeit.

Nehmen Sie sich die Zeit, Consigliere. Steigen Sie ein!

Wovor haben Sie Angst?

Sie wären längst tot, wenn ich Sie umbringen wollte.

Steigen Sie ein!

[Fröhliches Lied:] ♪ He sees you when you're sleeping. ♫

Aspetta, Fredo, ich nehme noch etwas Obst mit.

Okay, Pa.

(Einsame Trompetenmusik)

Guten Abend. Frohe Weihnachten. Frohe Weihnachten, Don Corleone.

Geben Sie mir von den Orangen!

Die sehen gut aus. Zwei, bitte!

Die hier!

Und eine Paprika.

Fredo! Fredo!

(Bellen eines Hundes)

(Traurige Musik)

Papa!

Papa!

Wenn ich Nonne wäre, würdest du mich auch lieben, so wie im Film eben?

Was würdest du sagen? Nein.

Würdest du mich mehr lieben, wenn ich Ingrid Bergman wäre?

Darüber müsste ich nachdenken.

Michael!

Nein, ich würde dich als Ingrid nicht mehr lieben. - Michael!

Was denn?

VITO CORLEONE OPFER EINES ANSCHLAGS

Attentäter schossen auf Unterweltboss

Da steht nicht, ob er tot ist oder verwundet.

Das darf nicht wahr sein.

(Hupen)

(Dramatische Musik)

Hallo, Sonny, hier ist Michael. Michael, wo warst du?

Was ist mit ihm? Wir wissen es noch nicht.

Es wird alles mögliche geredet.

Er ist jedenfalls schwer verletzt.

Bist du noch da? Ja, ich bin noch dran.

Wo warst du? Ich hab mir Sorgen gemacht.

Ich hab angerufen. Hat dir Tom das nicht gesagt?

Nein. Aber komm jetzt nach Hause, Junge!

Du musst jetzt bei Mama sein! Ja, ist gut.

Oh mein Gott!

(Klopfen)

Sonny!

(Weinen eines Babys)

(Klopfen)

Geh ins Zimmer zu den Kindern! - Ja.

Wer ist da? - Ich bin's, Clemenza.

Komm rein!

Ich hab Nachrichten über deinen Vater.

Einige behaupten, er wäre gestorben.

Bist du wahnsinnig?

Was ist los? Lass mich in Ruhe!

Wo war Paulie? - Er war krank.

Es geht ihm schon den ganzen Winter schlecht.

Wie oft war er krank? - Drei- oder viermal.

Aber dein Vater wollte keinen anderen Leibwächter.

Du holst ihn sofort her, egal, wie krank er ist!

Wenn er noch atmet, hält er sich hier auf, klar?

Willst du noch andere Jungs? - Nein, nur dich und Paulie.

(Das Baby weint.)

Ich schicke dir ein paar Jungs rüber. Ein paar von unseren Leuten.

(Telefon)

Hallo. - [Mann:] Santino Corleone?

Ja? - Wir haben Tom Hagen.

In drei Stunden wird er freigelassen und überbringt unseren Vorschlag.

Hören Sie sich gut an, was er zu sagen hat, bevor Sie was unternehmen!

Was geschehen ist, ist geschehen. Geduld und Ruhe.

Nur nicht jähzornig werden! - Ja, ja. Ich warte.

Ihr Boss ist tot.

Ich weiß, Sie gehören nicht zu den Killern der Familie,

also brauchen Sie keine Angst zu haben, Tom.

Ich möchte, dass Sie den Corleones helfen.

Und ich möchte, dass Sie mir helfen.

Wir erwischten ihn vor seinem Büro, eine Stunde nachdem wir Sie abholten.

Trinken Sie doch!

Es liegt bei Ihnen, zwischen mir und Sonny Frieden zu machen.

Sonny war scharf auf mein Angebot, hab ich recht?

Auch Sie waren der Meinung, man sollte es annehmen.

Sonny wird alles tun, um seinen Vater zu rächen.

Zuerst wird er so reagieren.

Deswegen müssen Sie ihm Vernunft beibringen.

Die Tattaglias und ihr ganzer Anhang sind auf meiner Seite.

Die anderen New Yorker Familien werden sich anschliessen,

wenn sie so einen totalen Krieg verhindern können.

Wir wollen uns nichts vormachen, bei allem Respekt:

Der Don, er ruhe in Frieden, fing an, Fehler zu machen.

Hätte ich ihn vor zehn Jahren so wie jetzt erwischen können?

Nein, aber jetzt ist er tot.

Er ist tot, Tom, und nichts macht ihn wieder lebendig.

Also müssen Sie mit Sonny reden,

und Sie müssen mit den Capos reden, mit Tessio und dem fetten Clemenza.

Das kann ein gutes Geschäft sein, Tom.

Gut, ich versuch's.

Aber niemand pfeift Luca Brasi zurück, nicht einmal Sonny.

Ja, aber...

...überlassen Sie Luca ruhig mir!

Reden Sie Sonny gut zu, und den beiden anderen Söhnen!

Ich will's jedenfalls versuchen.

Gut.

Dann können Sie jetzt gehen.

Ich mag Gewalttätigkeiten nicht, Tom. Ich bin Geschäftsmann.

Blut ist mir zu kostspielig.

(Hupen)

Der Alte lebt.

Die Jungs haben ihm fünf Kugeln reingejagt, und er lebt.

Ja, das ist Pech für mich.

Und Pech für Sie, wenn ihr meinen Vorschlag ablehnt.

(Düstere Musik)

(Leises Stimmengewirr)

Michael.

Guten Abend, Michael.

Deine Mutter ist im Krankenhaus bei deinem Vater.

Sieht aus, als ob er durchkommt, Gott sei Dank!

Tom, was meinst du dazu? Das geht viel zu weit.

Du nimmst das zu persönlich.

Der Don würde es geschäftlich betrachten.

Willst du alle umbringen? Halte dich da raus, Michael!

Wenn du Sollozzo beseitigst, herrscht Frieden.

Aber was ist mit Luca? Sollozzo sagte, er kümmert sich um ihn.

Wenn Luca uns verkauft hat, sitzen wir in der Klemme,

darauf kannst du dich verlassen.

Bisher sprach niemand mit ihm. [Clemenza:] Ich erreichte ihn nicht.

Mike, versuch, ihn zu erreichen! Vielleicht ist er schon zu Hause.

Also, Tom, du bist Consigliere.

Was machen wir, wenn, was Gott verhüten möge, der Don stirbt?

Wenn wir den Don verlieren,

verlieren wir die politischen Kon- takte und die Hälfte unserer Macht.

Die anderen Familien schlagen sich vermutlich auf Sollozzos Seite,

um einen Krieg zu vermeiden.

Bald ist 1946. Kein Mensch will noch mehr Blutvergießen.

Wenn dein Vater stirbt...

...dann mach das Geschäft, Sonny!

Leicht gesagt. Er ist nicht dein Vater.

Ich war nicht weniger sein Sohn als du.

(Klopfen) Was ist denn?

Paulie, ich sagte doch, du sollst draussen bleiben.

Der Junge am Tor sagt, wir haben ein Paket gekommen.

Tessio, geh und sieh nach, was es ist!

Soll ich hierbleiben? - Ja, bleib! Geht's dir besser?

Ein bisschen. - Im Kühlschrank ist was zu essen.

Willst du was? - Nein, danke. Hab keinen Hunger.

Dann trink was! Schnaps ist gut zum Ausschwitzen.

Gute Idee. - Nun geh wieder raus!

Nimm dir dieses dreckige Schwein als Ersten vor!

Paulie hat uns verkauft, garantiert.

Schreib ihn ganz oben auf deine Liste, klar?

Klar.

Mike, nimm dir ein paar Leute, geh in Lucas Wohnung und warte auf ihn!

Wir sollten Michael nicht zu offen mit einbeziehen.

Ja. Dann hältst du dich eben hier im Haus auf und bleibst am Telefon.

Probier's noch mal bei Luca - jetzt gleich!

Was soll das, zum Teufel?

[Tessio:] Das ist eine sizilianische Nachricht.

Luca Brasi liegt bei den Fischen.

(Düstere Musik)

(Kreischende Kinder)

Ich mach mich auf den Weg. - Wann kommst du wieder?

Wahrscheinlich spät.

Vergiss die Cannoli nicht! - Ja, ja, ja, ja.

Rocco, setz dich nach rechts!

Du versperrst mir die Sicht im Rückspiegel.

Sonny spielt verrückt. Wir sollen näher ans Geschehen.

Wir brauchen eine Wohnung an der West Side.

Fahr mal zur 43. Strasse, 309 West.

Kennst du ein paar gute Läden an der West Side?

Ich denke darüber nach. - Aber beim Fahren.

Ich möchte noch diesen Monat ankommen.

Und pass auf die Kinder auf!

[Clemenza:] Paulie, fahr in die 39. zu Carlos Santos

und hol 18 Matratzen für die Jungs!

Bring mir die Rechnung! - Und wenn er mich fragt?

Sieh dir die Matratzen an, ob sie auch sauber sind!

[Paulie:] Die sind sauber und alles Ungeziefer ist ausgemerzt.

[Clemenza:] "Ausgemerzt", wie das klingt!

Pass auf, dass wir dich nicht ausmerzen!

[Paulie:] Sehr komisch! - Paulie, hai scorreggiato.

Sì, ha raggione, hai scorreggiato. - No, non sono stato io.

[Clemenza:] Paulie, halt an! Ich muss pinkeln.

(Drei Schüsse)

(Nachdenkliche Musik)

Die Kanone bleibt drin. Die Cannoli nehm ich mit.

[Clemenza:] Hey, Mike! Mikey!

Ja? Du wirst am Telefon verlangt.

(Stimmengewirr)

Wer ist dran? Irgendein Mädchen.

Hallo, Kay. Wie geht es deinem Vater?

Er kommt durch.

Ich liebe dich. Ja?

Ich liebe dich!

Michael? Ja, ich weiß.

Sag mir, dass du mich liebst! Ich kann jetzt nicht reden.

Kannst du nicht wenigstens das sagen?

Wir sehen uns heute Abend. Gut, ich warte.

Warum sagst du dem Mädchen nicht, dass du sie liebst?

♪ Ich liebe dich von ganzem Herzen.

♪ Wenn ich dich nicht wiedersehen kann, sterbe ich. ♫

Komm her, Kleiner! Du kannst etwas lernen.

Man kann nie wissen, vielleicht musst du auch mal für 20 Männer kochen.

Du nimmst Öl, lässt es ordentlich heiß werden

und gibst Knoblauch rein, dazu kommen frische Tomaten und Tomatenmark.

Du musst nur aufpassen, dass es nicht ansetzt.

Das lässt du schmoren und gibst die Wurst und die Fleischklößchen dazu.

Siehst du? Und dann einen Schuss Wein.

Und einen Löffel Zucker. Das ist der Trick.

Warum hältst du dich damit auf? Ich hab Wichtigeres zu tun für dich.

Wie geht es Paulie? - Den siehst du nie wieder.

Wo willst du hin? In die Stadt.

Nein. Nur mit Leibwächter. Ich will ins Krankenhaus.

Schick ihm jemanden mit!

Sollozzo weiss, dass er nicht zu den Killern gehört.

Na gut, aber sei vorsichtig! - Ich geb mir Mühe.

Schick trotzdem jemanden mit! - Mhm.

(Romantische Musik: "All of My Life" von Irving Berlin)

Ich muss gehen. Kann ich mitgehen?

Nein, Kay, leider nicht.

Detektive und Leute von der Presse sind da.

Auch nicht, wenn ich mir ein Taxi nehme?

Ich möchte nicht, dass du da mit reingezogen wirst. Tja.

Und wann sehe ich dich wieder?

Fahr am besten zu deinen Eltern!

Ich rufe dich an, wenn ich mehr weiß.

Wann werde ich dich wiedersehen, Michael?

Ich weiß es nicht.

(Spannende Musik)

(Eine Schallplatte mit Sprung wiederholt unaufhörlich "tonight".)

(Unheilvolle Musik)

Was machen Sie hier? Sie dürfen um diese Zeit nicht hier sein.

Ich bin Michael Corleone. Das ist mein Vater.

Wo sind die Leibwächter? Es ist niemand hier.

Ihr Vater hatte zu viele Besucher. Das verstößt gegen die Hausordnung.

Die Polizei schickte vor zehn Minuten alle weg.

Geben Sie mir Long Beach, 4-5-6-2-0, bitte!

Halt, Schwester! Warten Sie, bitte! Bleiben Sie hier!

Sonny, ich bin im Krankenhaus. Niemand ist hier.

Keiner? - Keiner von Tessios Männer, kein Detektiv, niemand.

Werd nicht hysterisch! Ich schicke jemanden rüber.

Ich bin nicht hysterisch.

Es tut mir sehr leid, aber hier dürfen Sie nicht bleiben.

Sie helfen mir jetzt, meinen Vater in ein anderes Zimmer zu verlegen.

Sie müssen die Schläuche abnehmen. Das kommt nicht infrage.

Kennen Sie meinen Vater? Es gibt Leute, die wollen ihn umbringen.

Haben Sie verstanden? Also helfen Sie mir!

(Schlagen einer Tür)

(Schritte)

(Langsame, hallende Schritte)

Wer sind Sie? Ich bin Enzo, der Bäcker.

Erkennst du mich nicht? Enzo?

Ja, Enzo. Geh! Hier wird's gefährlich.

Dann bleibe ich und helfe dir. Das bin ich deinem Vater schuldig.

Gut. Hör zu: Du wartest draußen vor dem Krankenhaus auf mich!

Klar? Ich komme sofort nach. Okay, va bene.

Bleib ganz ruhig liegen, Pa! Ich passe auf dich auf.

Ich bin jetzt bei dir.

Ich bin bei dir.

(Melancholische, zärtliche Musik)

(Spannende Musik)

Weg damit! Komm her!

Hände in die Taschen, als ob du einen Revolver hättest!

Es passiert dir nichts.

Hab keine Angst!

(Sich näherndes Motorengeräusch)

Gut gemacht, Enzo.

(Polizeisirenen)

Hier.

(Donnergrollen)

Was machst du hier?

Festhalten!

Ich dachte, ihr wärt alle hinter Schloss und Riegel.

Was hast du hier zu suchen? Wo sind die Wächter meines Vaters?

Es geht dich einen Dreck an, wie ich hier für Ordnung sorge.

Ich ließ die Brüder abholen, und du lässt dich auch nicht mehr blicken.

Ich bleibe, bis die Wachen bei meinem Vater sind.

Phil, aufs Revier mit ihm! - Er ist nicht bewaffnet, Captain.

Er war an der Front und... - Scheiß drauf! Aufs Revier!

Was bezahlt Ihnen der Türke dafür,

dass Sie meinen Vater umbringen lassen?

Haltet ihn fest! Höher mit ihm! Richtig hinstellen!

(Donnergrollen)

[Mann:] Zwei Männer nach oben! Ich bin der Anwalt der Corleones.

Das sind Privatdetektive, die ich zu Vito Corleones Schutz engagierte.

Sie haben Waffenscheine.

Behindern Sie sie, müssen Sie das vor dem Richter begründen.

Also gut, lasst ihn laufen!

Vorwärts!

(Dramatische Musik)

Lauter neue Gesichter. Was soll das? - Wir brauchen so viele.

Der Anschlag aufs Krankenhaus hat Sonny in Fahrt gebracht.

Übrigens erwischten wir Bruno Tattaglia heute Morgen um 4 Uhr.

Ach du Scheiße.

Buongiorno.

Das Haus gleicht einer Festung.

Na, Tom, mein Junge, schon gehört?

Rund um die Uhr 100 Mann auf der Straße, schwer bewaffnet.

Wenn der Türke nur ein Haar von seinem Arsch blicken lässt,

ist er tot.

Na, Mike? Komm her! Lass dich anschauen!

Fabelhaft siehst du aus. Fabelhaft. Fantastisch.

Tom, ich hab eine Überraschung: Der Türke will verhandeln.

Kaum geht etwas schief, will er sich an den Tisch setzen.

Was hat er gesagt? Was hat er gesagt?

Bapapi, bapapa, - wir sollen ihm Michael schicken.

Sein Angebot sei so gut, dass wir nicht Nein sagen können.

Was sagt er zu Bruno Tattaglia? Bruno gehört zum Geschäft.

Sie schossen auf Pa, wir auf Bruno. Wir sollten ihn anhören.

Nein, nein, nein. Nicht mehr. Jetzt nicht mehr, Consigliere.

Es gibt keine Treffen und keine Tricks mehr.

Ich will Sollozzo haben, sonst gibt es totalen Krieg.

Die anderen Familien nehmen das nicht hin.

Dann sollen sie Sollozzo ausliefern. Es geht ums Geschäft.

Sie schossen auf meinen Vater. Das gehört zum Geschäft.

Es ist keine Privatangelegenheit.

Dann leidet das Geschäft eben darunter.

Tu mir einen Gefallen: Keinen guten Rat mehr,

wie man die Sache friedlich löst. Ich will gewinnen.

Ich weiß jetzt Bescheid über Captain McCluskey,

der Mike den Kiefer brach.

Er wird von Sollozzo geschmiert, und zwar deftig.

Er ist so etwas wie der Leibwächter des Türken.

Du musst begreifen, Sonny:

Solange Sollozzo so geschützt wird, ist er unverwundbar.

Noch niemals hat jemand einen New Yorker Officer abgeknallt.

Das wäre eine Katastrophe. Alle Familien würden über uns herfallen.

Die Corleone-Familie würde ausgestoßen.

Selbst unsere politischen Ver- bündeten könnten uns nicht helfen.

Also tu mir einen Gefallen: Überleg dir genau, was du machst!

Gut, dann halten wir die Füße still.

Wir können nicht warten. Was?

Wir können nicht warten.

Egal, was Sollozzo vorschlägt, er bringt den Alten um, wie auch immer.

Das kann er nicht aufgeben. Also muss er dran glauben.

[Clemenza:] Mike hat recht.

[Sonny:] Gut, aber was wird dann mit diesem McCluskey?

Was machen wir mit dem Kerl?

Er schlägt eine Besprechung mit mir vor.

Also treffen sich mit mir McCluskey und Sollozzo.

Wir sind einverstanden.

Wir müssen herausbekommen, wo das Treffen stattfindet.

Wir bestehen darauf, dass es in einer Bar ist

oder in einem Restaurant, wo auch andere Menschen sind,

damit ich mich sicher fühle.

Die durchsuchen mich, sobald wir uns treffen,

also darf ich nicht bewaffnet sein,

Aber wenn Clemenza eine Möglichkeit wüsste,

eine Waffe für mich reinzuschmuggeln...

...bringe ich sie beide um.

Was sagt ihr dazu? Mein netter kleiner Bruder!

Zum ersten Mal interessierst du dich fürs Geschäft

und willst gleich einen abknallen, weil er dich verprügelt hat.

Meinst du, du bist im Krieg und schießt auf 1 km Entfernung?

Du musst dicht ran. Das Gehirn spritzt dir auf den Anzug.

Du nimmst das zu persönlich.

Tom, es geht ums Geschäft. Er nimmt das zu persönlich.

Wo steht, dass man Polizisten nicht umbringen darf?

Ach, hör auf, Michael!

Ich meine einen Polizisten, der verbotene Geschäfte macht.

Er handelt mit Drogen, er lässt sich von Verbrechern schmieren,

und bekommt nur, was er verdient.

Das ist eine einmalige Story.

Und wir bezahlen doch auch ein paar Reporter. - Sicher.

Denen gefällt so eine Story. Das mag schon sein. Möglicherweise.

Gar nichts Persönliches, Sonny. Es geht mir nur ums Geschäft.

[Clemenza:] So jungfräulich, als hättest du sie eben gekauft.

Sie hat keine Vergangenheit.

Mach dir keine Sorgen, wegen der Fingerabrücke!

Ich habe sie am Abzug und am Griff entsprechend behandelt.

Probier's mal!

Was ist los? Ist der Abzug zu hart?

Das knallt ja ganz schön.

Es ist günstiger, wenn sie Krach macht.

So wirst du aufdringliche Zuschauer schnell los.

Was machst du, wenn du beide erwischt hast?

Ich setze mich hin und esse weiter.

Komm, Kleiner, keine Dummheiten!

Du nimmst die Hand unauffällig runter und lässt den Revolver fallen.

Dann glauben alle, dass du ihn noch hast.

Sie werden dir alle ins Gesicht starren.

Du musst so schnell wie möglich raus, aber renn nicht!

Du darfst niemanden direkt ansehen, aber auch nicht wegsehen.

Die werden vor Schreck wie gelähmt sein. Dir kann nichts passieren.

Für dich ist damit alles gelaufen.

Du nimmst einen längeren Urlaub, keiner weiß, wo,

und bei uns ist die Hölle los.

Meinst du, es wird schlimm für euch?

Schlimmer. Die anderen Familien werden sich gegen uns verbünden.

Aber das ist in Ordnung. So was muss alle fünf oder zehn Jahre passieren.

So wird man böses Blut los. Vor zehn Jahren war das letzte Mal.

Schlecht ist, wenn es zu spät geschieht.

Denk an Hitler, damals in München.

Sie hätten ihm das nie durchgehen lassen dürfen.

Das hat ihn herausgefordert.

Wir alle waren stolz auf dich wegen deiner Auszeichnungen.

Dein Vater auch.

Nichts, kein Hinweis. Nicht mal eine Andeutung.

Nicht mal Sollozzos Leute wissen, wo das Treffen stattfinden soll.

Wie viel Zeit haben wir noch?

Sie holen dich in 90 Minuten vor Jack Dempsey's Kneipe ab.

Wir könnten versuchen, uns anzuhängen.

Blödsinn. Sollozzo lässt dich nicht mal um den Block fahren.

Was macht der Bürge, den sie gestellt haben?

Der spielt Billard mit meinen Leuten.

Sie lassen ihn gewinnen. Er ist glücklich.

Das Risiko für Mike ist zu groß. Wollen wir's nicht abblasen?

Wieso? Der Kerl spielt so lange weiter, bis Mike zurück ist.

Warum knallt ihr nicht einfach jeden im Auto ab?

Darauf sind sie gefasst.

Sollozzo sitzt vielleicht nicht mal im Auto.

(Telefon) Ich geh ran.

Ja?

Ja.

Hab verstanden.

Louis' Restaurant in der Bronx. Kann man sich darauf verlassen?

Das war mein Mann in McCluskeys Revier.

Ein Captain muss immer erreichbar sein.

Er ist zwischen 8 und 10 Uhr dort. Kennt einer den Laden?

Ich. Ganz gut sogar. Er ist wie geschaffen für uns.

Ein kleiner Familienbetrieb, gutes Essen

und sie kümmern sich nur um ihren eigenen Kram.

Die haben so ein altmodisches Klosett - du kennst die Dinger.

Ein Wasserkasten, an dem eine Kette zum Ziehen hängt.

Vielleicht kann man den Revolver hinter dem Kasten befestigen.

Okay.

Mike, ihr geht ins Restaurant.

Ihr esst und redet ganz entspannt. Die sollen sich sicher fühlen.

Du stehst auf und gehst pinkeln. Besser: Du fragst, ob du darfst.

Wenn du zurückkommst, kriegen sie eine vor den Latz.

Geh kein Risiko ein: jedem zwei Kugeln.

Wer den Revolver versteckt, muss gut sein.

Wenn Mike vom Pinkeln kommt,

darf er nicht nur seinen Schwanz in der Hand haben.

Der Revolver wird da sein. - Gut, dann geh!

Du fährst ihn zum Treff und holst ihn ab!

Ja, es wird Zeit.

Danke, Tom.

Hat er dir gesagt, dass du die Waffe gleich fallen lassen sollst?

Ja, eine Million Mal.

Also, vergiss nicht: Jedem zwei Schüsse in den Kopf,

sobald du wieder im Lokal bist. Ja.

Gehen wir!

Dauert es lange, bis ich zurückkommen kann?

Schwer zu sagen. Ein Jahr mindestens.

Ich erkläre Mama, dass du dich nicht verabschieden konntest.

Deiner Freundin sage ich auch Bescheid,

wenn genügend Zeit vergangen ist.

Sei vorsichtig, ja?

Sieh dich vor, Mike! Wiedersehen, Tom.

(Spannende Musik)

Ich bin froh, dass du gekommen bist, Mike.

Ich hoffe, wir können alles bereinigen.

Ich wollte nicht, dass es sich so entwickelt.

Das hätte nie passieren dürfen.

Ich möchte auch, dass wir heute klarkommen.

Ich will, dass mein Vater in Frieden gelassen wird.

Das wird er. Ich schwöre es beim Leben meiner Kinder.

Du brauchst nur aufgeschlossen zu sein für mein Angebot.

Ich hoffe, du bist kein Hitzkopf wie Sonny.

Mit ihm kann man geschäftlich nicht reden.

Du bist viel vernünftiger. - Ja, der Junge ist in Ordnung.

Es tut mir leid, wegen neulich Abend.

Ich muss dich filzen, also dreh dich mal um, ja?

Auf die Knie, Gesicht zu mir!

Ich glaube, ich werde zu alt für meinen Beruf.

Zu mürrisch.

Ich ärgere mich zu viel.

Das vertrage ich nicht.

Ist sauber.

NACH NEW JERSEY

Nach New Jersey?

Abwarten!

(Wildes Hupen)

Gut gemacht, Lou.

Fahr zu!

(Spannende Musik)

Kannst du das Essen hier empfehlen?

Sehr. Nimm das Kalbfleisch! Ist das beste in der ganzen Stadt.

Gut, Kalbfleisch.

Hai capito?

Ich werde jetzt Italienisch mit ihm sprechen.

Von mir aus.

Mi dispiace.

Tu aviri a sapere: Chiddu che è successo tra me e tuo padre

fù 'na cosa di business.

E io ho un grosso rispetto per tuo padre.

Ma tuo padre pensava alla antica.

Uno deve capire che io sono un uomo d'onore.

È così. U sacciu.

Lo sai?

E tu devi sapere che io ho aiutato alla famiglia Tartaglia.

Io credo che ci possiamo mettere in accordo.

Io voglio pace.

Lasciamo perdere tutte 'ste cazzate.

Ma vu gioca...

Che?

Come si dice?

Was ich brauche...

...was das Wichtigste ist für mich...

...ist so etwas wie eine Garantie. Kein Anschlag mehr auf meinen Vater.

Welche Garantie kann ich dir bieten? Ich bin doch der Gejagte.

Ich hab meine Chance vermasselt. Du überschätzt mich, mein Junge.

Ich habe nicht diese Macht.

Alles, was ich möchte, ist Waffenruhe.

Ich muss mal austreten.

Darf ich das?

Wenn man muss, dann muss man.

Ich hab ihn gefilzt. Er ist sauber. - Bleib nicht zu lange!

Ich hab Tausende solche Bürschchen gefilzt.

(Lautes Rauschen der Hochbahn)

Na also.

Ti senti meglio? Sì.

Tu mi capisci, no?

Sei italiano come tuo padre.

Tuo padre sta male.

Cuando sta meglio...

...mettiamo tutto a posto.

Questa faida si deve finire.

(Rauschen, Klacken und Quietschen eines einfahrenden Zugs)

(Dramatische Musik)

(Verträumte Klaviermusik)

JAGD AUF POLIZISTENMÖRDER

STADT KÜNDIGT KAMPF AN

POLIZIST IN DROGENHANDEL VERWICKELT

BARZINI VERHÖRT WEGEN GANGSTERFEHDE

BANDENMORDE

(Polizeisirene)

DRITTER MONAT: GANGSTERGEWALTTATEN

Syndikatsboss Vito Corleone kehrt heim

(Stimmengewirr)

(Sirene des Krankenwagens)

(Ein Baby weint.)

(Stimmengewirr)

[Sonny:] Hier, Clemenza darfst du schlagen.

Der wird mal ein richtiger Boxer.

[Clemenza, lachend:] Oh.

Ich habe dich lieb, Opa.

(Das Baby weint.)

Er hört nicht auf. Er kennt dich noch nicht.

Macht ja nichts.

So, jetzt bist du dran. Gib ihm dein Geschenk!

"Ich hoffe, du wirst bald gesund, Großvater,

damit du mit mir spielen kannst."

"In Liebe, dein Enkelsohn Frankie." - [Frau:] Das hat er schön gesagt.

[Sonny:] So, und jetzt raus hier!

Kommt, Kinder! - Er braucht seine Ruhe.

Los, kommt! Seid schön ruhig im Haus!

Komm Carlo, geh auch nach unten!

Geh runter!

Brauchst du noch was für die Lasagne? - Nein, sie ist fertig.

Ist es nicht zu viel? - Was meinst du, was die so essen?

Was hast du heute, Carlo? - Halt's Maul und deck den Tisch!

Seitdem McCluskey tot ist, hat uns die Polizei

bei all unseren Geschäften ziemliche Schwierigkeiten bereitet.

Die anderen Familien übrigens auch. Es hat viel böses Blut gegeben.

Sie schlagen uns und wir wehren uns.

Durch unsere Kontakte zur Presse kam viel Material in die Zeitung.

Z.B., dass McCluskey im Rauschgift- handel von Sollozzo drinsteckte.

Das hat uns etwas Luft gegeben.

Übrigens geht Fredo bald nach Las Vegas.

Er steht unter dem Schutz von Don Francesco in Los Angeles.

Er soll sich etwas erholen.

Ich will dort das Kasinogeschäft lernen.

[Sonny:] Ja.

[Schwach:] Wo ist Michael? Wie bitte?

Wo ist Michael?

Es war Michael, der Sollozzo erschoss.

Aber er ist in Sicherheit.

Wir überlegen uns, ob er nicht bald zurückkommen kann.

Hast du rausbekommen wo Philip Tattaglia ist?

Den miesen Zuhälter will ich am Arsch kriegen.

Die Dinge beruhigen sich gerade.

Wenn du Tattaglia aufs Korn nimmst, ist die Hölle los.

Ach, hör auf! - Dein Vater kann später verhandeln.

Pa kann vorläufig nichts machen. Ich muss entscheiden!

Dein Krieg kostet uns viel Geld. Den anderen geht es gleich.

Mach dir keine Sorgen!

Wir können uns keinen Stillstand leisten.

Es gibt keinen, denn ich verpasse dem Arsch eine Kugel.

Und du wirst stolz auf dich sein. Tu nur, was ich dir sage!

Hätte ich einen Sizilianer zum Consigliere,

säße ich nicht so in der Scheiße. Einen wie Genco, den Pa früher hatte.

Tut mir leid, war nicht so gemeint.

Mama hat das Sonntagsessen aufgetischt. Komm!

Ich muss sagen, die Nigger haben ein gutes Leben

mit unseren Wettbüros in Harlem.

Fahren neue, dicke Cadillacs und zahlen 50 Prozent auf die Wette.

Ich wusste, dass es so kommt, wenn's losgeht.

Papa hat bei Tisch vor den Kindern nie über Geschäfte gesprochen.

Halt's Maul, Conny! - Rede nicht so mit meiner Schwester!

Santino, misch dich bitte nicht ein!

Sonny und Tom, ich möchte gern mit euch reden.

Ich könnte für die Familie mehr tun.

Wir sprechen bei Tisch nicht über Geschäfte.

(Nachdenkliche Titelmelodie)

(Hupen)

(Italienisch)

Küss die Hand, Don Tommasino.

Michael, warum bist du so weit weg von zu Hause?

Ich bin für dich verantwortlich.

Ich habe Calo und Fabrizio.

Es ist immer noch gefährlich.

Hast du von Santino in New York gehört?

Deine Feinde wissen, dass du hier bist.

Sagte Santino, wann ich zurück kann?

Nein,

daran ist gar nicht zu denken.

Grazie.

Wo gehst du hin?

Corleone.

Nimm meinen Wagen.

Nein, ich möchte zu Fuß gehen.

Sei vorsichtig!

(Nachdenkliche Titelmelodie)

(Kirchenglocken)

Michele, Corleone.

(Meckern der Ziege)

(Italienisch)

Wo sind die Männer?

Alle tot in der Blutrache.

Das sind die Namen der Toten.

Hey, hey, nehmt mich mit nach Amerika! Ja, hey!

Hey, ich will mit nach Amerika, la bella America.

Americano, Americano! Portatemi a casa vostra!

(Englisch klingende Rufe)

Mannaggia la miseria, mannaggia!

(Langsamer Gesang)

(Italienisch)

Mamma mia, was für eine Schönheit!

Vado su per la montagna.

Dich hat wohl der Blitz getroffen.

In Sizilien sind Frauen gefährlicher als Schießeisen.

(Wehmütige Titelmelodie)

Principale!

Porta il vino!

Pino, porta una bottiglia di vino e qualche bicchiere.

Salutiamo, signori.

(Italienisch)

War die Jagd gut?

Kenne Sie alle Mädchen hier?

Wir haben ein paar richtige Schönheiten gesehen.

Eine hat es unserem Freund besonders angetan.

Sie würde sogar den Teufel in Versuchung führen.

Pure il diavolo.

Ah, comprendo approssimativamente cosa volete dire.

Sieht echt gut aus.

Beddissima.

Tutta para, eh?

Ihr Haar, ihr Mund!

La bocca.

Die Mädchen sind hier hübsch, aber ehrbar.

Sie trug ein rotes Kleid

und ein rotes Haarband.

Sie sah eher griechisch als italienisch aus.

Più greca che italiana.

Kennen Sie sie?

No.

So ein Mädchen gibt es hier nicht.

Mein Gott, ich verstehe!

Che volete? Andate via!

Was ist denn?

(Unverständliches Brüllen von drinnen)

Lasst uns gehen.

Es ist seine Tochter.

Er soll herkommen.

No, questa...

Ruf ihn!

(Stimmengewirr von drinnen)

Sentite! - Che volete ancora da me?

Venite!

Fabrizio, du übersetzt.

Sì, sì.

Ich entschuldige mich, wenn ich Sie beleidigt habe.

Ich bin fremd in diesem Land.

Ich wollte weder Sie noch Ihre Tochter kränken.

Non voleva mancare di rispetto a nessuno.

Chi è questo? E cosa vuole di mia figlia?

Ich bin ein Amerikaner, der sich in Sizilien versteckt.

Mein Name ist Michael Corleone.

E si chiama Michele Corleone.

Es gibt Leute, die würden für diese Information viel Geld bezahlen.

C'è gente che pagarebbe molto per questa informazzione.

Aber dann würde Ihre Tochter den Vater verlieren.

Statt einen Ehemann zu bekommen.

Invece die guadagnare uno sposo. - Si è innamorato davvero.

Könnten Sie mich Ihrer Tochter vorstellen?

Mit Ihrer Erlaubnis und dem Einverständnis der ganzen Familie.

Mit allem Respekt.

(Italienisch)

Komm Sonntagmorgen zu mir. Ich heiße Vitelli.

Abito in campagna, vicino al fiume.

Grazie.

Wie heißt sie?

Apollonia.

Bene.

(Nachdenkliche Titelmelodie)

Questo è mio cuggino Antonio.

Questo è il mio compare, Seretto Stradano.

E la sua fidanzata.

Questa è mia cuggina Peppina.

E questi sono i miei nipoti.

Questi sono tutti i miei nipotetti.

Peppina e Giuseppe Viola.

Questi sono tutti i parenti.

E questa è mia figlia Apollonia.

E questo è Michele di Corleone.

(Nachdenkliche Titelmelodie)

Grazie.

Prego.

(Kirchenglocke)

Ma che avete? Il raffreddore? - No, no.

(Die Gespräche werden von der Musik übertönt.)

(Wehmütige Titelmelodie)

(Stimmengewirr)

Mach's gut, bis zum nächsten Mal.

Hey! Ich schlag dich windelweich.

Lesen kannst du in der Bibliothek.

Los! Wir müssen meine Schwester noch abholen. Vorwärts!

(Sie schnieft.)

Was ist mit dir?

Na? Was ist mit dir?

Es war meine Schuld. - Wo ist er?

Sonny, bitte, es war meine Schuld.

Ich fing an. Ich schlug ihn zuerst.

Ich schwöre, ich schlug ihn zuerst. - Ist gut. Sch, sch!

Er wehrte sich nur.

Ich will nur einen Doktor rufen, damit er dich untersucht.

Aber, Sonny, bitte tu ihm nichts! Bitte tu ihm nichts!

Nein, nein. Was hast du? Was sollte ich ihm tun?

Soll dein Baby Halbwaise werden, noch bevor es geboren ist?

Hm.

Nein. - Alles in Ordnung?

Na, ist die Kasse voll?

Sie sollen nichts mehr annehmen!

Wir haben letzte Woche genug Geld verloren.

Carlo! Komm her! Komm her! Komm her!

(Carlo schreit auf.)

Wenn du meine Schwester noch einmal anrührst, schlage ich dich tot.

(Er spricht Latein.)

(Feierliche Blasmusik)

(Applaus)

(Romantische Musik)

(Zärtliche Musik)

(Das Tor quietscht.)

Hallo. Wir haben Sie nicht erwartet, Kay. Sie hätten anrufen sollen.

Ich hab's versucht. Ich hab auch einen Brief geschickt.

Können Sie mir sagen, wo Michael ist? Niemand weiß es.

Wir wissen nur, dass es ihm gut geht.

Was ist das da?

Ein Unfall. Es wurde aber niemand verletzt.

Tom, würden Sie diesen Brief bitte an Michael schicken? Bitte.

Nein, wenn ich ihn annehmen würde, könnte daraus gefolgert werden,

dass ich weiß, wo Michael sich aufhält.

Er lässt sicher bald von sich hören.

Ich ließ mein Taxi wegfahren. Kann ich mir ein neues bestellen?

Aber natürlich, Verzeihung!

(Telefon)

Hallo.

Hallo?

[Frau:] Ist Carlo da? - Wer sind Sie?

Eine Freundin von Carlo.

Sagen Sie ihm, ich komme heute Abend später!

Blöde Kuh.

Das Essen steht auf dem Tisch. - Ich habe keinen Hunger.

Aber es ist fertig. Es wird sonst kalt.

Ich esse später auswärts. - Du sagtest, ich solle was kochen.

Leck mich doch am Arsch! - Ach, leck du mich doch am Arsch!

(Sie schluchzt.)

(Klirren) Blöde Makkaroni-Ziege. Alte Schlampe.

So ist richtig. Schmeiss nur alles kaputt, du verhätschelte Ziege!

Wir haben ja genug von dem Zeug. - Du Schwein! Du dreckiges Schwein!

Schmeiss nur alles kaputt! - Eine Gemeinheit.

Warum bringst du deine Nutte nicht zum Essen zu uns nach Hause?

Ich möchte wissen, wer hier das Schwein ist.

Bestell die Müllabfuhr und lass alles abholen! Das erspart dir die Arbeit.

So, und jetzt mach sauber! - Einen Dreck mach ich.

Mach sauber, du Schlampe! - Ich denke nicht daran.

Mach sofort sauber! - Nein.

Machst du sauber? Mach sauber! Mach hier sauber!

Du gemeines Schwein! - Mach sauber, sag ich!

Nein! - Mach die Wohnung sauber!

Nein! - Mach sauber! Mach jetzt sauber!

Mach sauber! - Ich bring dich um.

Ja, bring mich um! Werde zum Mörder wie dein Vater!

Ich hasse dich!

Ihr Corleones seid sowieso alles Mörder. Stich zu!

Oder raus hier! Los, raus! - Ich bring dich um!

Ich hasse dich!

Jetzt reicht's mir. Ich bring dich um!

Mach die Tür auf!

Jetzt reicht's mir.

(Schläge, Connie schreit.* Das machst du nie mehr mit mir.

Connie, was ist denn passiert? Ich kann dich nicht verstehen.

Connie, sprich lauter! Das Baby schreit.

Santino, ich kann sie nicht verstehen. Nicht ein Wort.

Ja, Connie? Hm? - Vielleicht hat er Hunger.

Hä?

Du bleibst da und wartest.

Nein, du bleibst da und wartest!

Dieses dreckige, feige Schwein.

Dieses gemeine Schwein! - Was ist, Sonny?

Diese Sau!

Macht das verdammte Tor auf! Sitzt nicht auf euren Ärschen!

Komm mit!

(Knarren des Getriebes)

Sonny!

Sonny, was ist? Wo willst du hin? Hab was zu erledigen.

Fahrt ihm nach! Passt auf ihn auf! Einsteigen!

(Hupen)

Na los, du blöder Sack, fahr endlich!

(Er schreit.)

(Klirren)

(Traurige Musik)

Gib mir einen Schluck!

Ich hab gehört, wie meine Frau geweint hat.

Und dass Autos aufs Gelände gefahren sind.

Consigliere, glaubst du nicht ...

... du solltest deinem Don sagen, was jeder schon weiß?

Gar nichts hab ich Mama gesagt.

Ich wollte gerade raufkommen, Sie wecken und es Ihnen erzählen.

Aber zuerst musstest du etwas trinken.

Ja.

Du hast inzwischen was getrunken.

Sonny ist auf der Straße erschossen worden.

Er ist tot.

Ich möchte nicht, dass man die Täter aufspürt.

Niemand soll versuchen, meinen Sohn zu rächen.

Ich wünsche, dass du ein Treffen arrangierst,

mit den Dons der fünf Familien.

Ich will diesen Krieg beenden.

Ein für alle Mal.

Ruf Bonasera an!

Jetzt brauche ich ihn.

Hallo, hier spricht Tom Hagen. Ich rufe im Auftrag Vito Corleones an.

Sie sind Ihrem Don eine Gefälligkeit schuldig.

Er zweifelt nicht daran, dass Sie ihm diese erweisen.

In einer Stunde wird er in Ihrer Leichenhalle sein.

Er erwartet, dass Sie ihn dort begrüßen.

Mein Freund, bist du bereit, mir eine Gefälligkeit zu erweisen?

Ja. Was wünschen Sie? Was soll ich tun?

Ich bitte dich, deine ganze Kunstfertigkeit anzuwenden,

und all dein Können.

Ich will nicht, dass seine Mutter ihn in diesem Zustand sieht.

Da siehst du, was sie aus meinem Jungen gemacht haben.

Io so guidare.

(Sie lacht vergnügt.)

Io sono pazzo.

(Italienisch)

Leichter, dir Englisch beizubringen.

Ich kann Englisch.

Montag, Dienstag, Donnerstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag.

Dai, andiamo, Michele. Brava!

Seien Sie gegrüßt, Don Tommasino.

Wie geht's in Palermo?

Addio, zio Tommasino.

Michael bringt mir das Fahren bei. Schau, ich zeig's dir.

Wie geht's in Palermo?

Die Jungen haben keinen Respekt mehr.

Die Zeiten werden schlechter.

Dieser Ort ist zu gefährlich für dich.

Ich will dich zu einer Villa in der Nähe von Siracusa mitnehmen.

Subito.

Was ist denn los?

Schlechte Nachrichten aus Amerika.

Dein Bruder Santino Sie haben ihn umgebracht.

(Apollonia hupt.) - Michele, andiamo!

Lass uns fahren. Du hast es versprochen.

Fabrizio! Sì?

(Italienisch)

Hol den Wagen.

Wollen Sie selber fahren, Boss? Ja.

Kommt Ihre Frau mit?

Bring sie zu ihrem Vater, bis ich weiß, dass sie sicher ist!

Okay, come vuole, Boss.

(Italienisch)

Calo, wo ist Apollonia?

Sie überrascht dich. Sie will fahren.

Ah.

Sie wird dir eine gute amerikanische Frau sein.

Ich hol das Gepäck.

Fabrizio.

Wohin gehst du?

(Hupen)

Warte! Ich fahr dich.

No! No, Apollonia!

Ich möchte Don Barzini dafür danken, dass er mir geholfen hat,

diese Konferenz zu organisieren.

Danken möchte ich auch den Häuptern der anderen Familien

aus New York und New Jersey. (Husten)

Carmine Cuneo aus der Bronx ...

... und ...

... aus Brooklyn... (Husten)

... Philip Tattaglia.

Und von Staten Island... ist Victor Stracci anwesend.

Und all die anderen aus Kalifornien, Kansas City

und den übrigen Teilen unseres Landes.

Ich danke Ihnen allen, dass Sie gekommen sind.

Wie konnte sich alles so weit entwickeln?

Ich weiß es nicht.

So unvernünftig, unglückselig und unnötig.

Tattaglia hat einen Sohn verloren und ich habe einen Sohn verloren.

Wir sind quitt.

Wenn Tattaglia einverstanden ist, bin ich bereit,

die Dinge wieder so laufen zu lassen wie früher.

Wir sind Don Corleone dankbar, dass er uns zusammengerufen hat.

Wir kennen ihn als einen, der zu seinem Wort steht.

Als bescheidenen Mann, der vernünftigen Gründen zugänglich ist.

Richtig, Don Barzini. Er ist nur zu bescheiden.

Er hat alle Richter und alle Politiker im Sack.

Er weigert sich, sie mit uns zu teilen.

Wann hätte ich je einem von euch einen Dienst verweigert?

Nicht einem einzigen von euch.

Niemals habe ich abgelehnt, außer dem einen Mal.

Da hatte ich meine Gründe.

Ihr werdet es nämlich erleben,

dass uns der Rauschgifthandel eines Tages zugrunde richtet.

Es ist etwas anderes als Glücksspiel, Alkohol oder Frauen -

was die Leute haben wollen und ihnen in den meisten Fällen

durch die Würdenträger der Kirche verboten ist.

Auch die Polizeibehörden,

die uns bis jetzt bei all unseren Geschäften geholfen haben,

werden nicht mehr mitmachen, wenn es um Rauschgift geht.

Davon bin ich überzeugt - heute noch genauso wie damals.

Vieles hat sich verändert.

Es ist nicht mehr wie früher, als wir machen konnten, was wir wollten.

Heute wiegt eine Ablehnung nicht so leicht wie früher.

Wenn Don Corleone alle Richter und Politiker in der Tasche hat,

sollte er seine Freunde daran teilhaben lassen.

Er muss auch andere Wasser aus seinem Brunnen schöpfen lassen.

Natürlich kann er uns dafür eine entsprechende Rechnung präsentieren.

Schließlich sind wir ja keine Kommunisten.

(Lachen)

Ich halte auch nichts von Rauschgift.

Jahrelang habe ich meinen Leuten extra was dafür bezahlt,

dass sie sich aus dem Geschäft raushalten.

Heute tritt jemand an sie ran und sagt: "Ich hab was von dem Pulver."

"Wenn du 3.000 oder 4.000 investierst,

bedeutet das ungefähr 50.000 Profit."

Da kann keiner widerstehen.

Ich möchte das Geschäft unter Kon- trolle haben, damit es nicht wuchert.

Ich will nicht, dass es in die Schulen kommt

und das Zeug an Kinder verkauft wird.

Das wäre ein Verbrechen.

In meiner Stadt würden wir den Handel streng begrenzen,

und zwar auf die Neger.

Die sind sowieso Tiere. Sollen sie ihre Seelen zerstören.

(Räuspern)

Ich hatte gehofft, wir würden uns treffen

und vernünftig miteinander reden.

Als vernünftiger Mann bin ich bereit, alles zu tun,

was in meiner Macht steht, um eine friedliche Lösung zu finden.

Wir sind uns einig: Der Drogenhandel findet statt - unter Kontrolle.

Don Corleone sorgt für den nötigen Schutz, und der Friede ist gesichert.

Aber ich brauche zusätzlich eine Sicherheit von Don Corleone.

Wenn seine Position im Lauf der Zeit wieder gefestigt ist,

könnte er an mir Blutrache nehmen wollen.

Wir sind alle vernünftige Männer. Wir brauchen keine Sicherheiten.

Wir sind doch keine Anwälte. Das ist, was ich meine.

Kann Blutrache dir deinen Sohn wiedergeben?

Oder mir meinen vielleicht?

Ich verzichte auf Rache für meinen Sohn.

Aber ich habe Gründe dafür.

Mein jüngster Sohn war gezwungen, Amerika zu verlassen.

Wegen der Sollozzo-Affäre.

Ich muss jetzt die Vorbereitungen dafür treffen,

dass er so sicher wie möglich zurückkommen kann -

frei von jedem falschen Verdacht.

Aber ich bin ein abergläubiger Mensch.

Falls ihm ein Unfall zustösst,

falls er eine Kugel von einem Polizisten in den Kopf bekommt

oder sie ihn einsperren und er sich in seiner Zelle aufhängt

oder falls ihn zufällig ein Blitzschlag treffen sollte,

würde ich die Schuld dafür einigen der hier Anwesenden geben.

Und ich würde ihnen niemals verzeihen.

Doch davon abgesehen:

Lassen Sie mich hier schwören, bei den Seelen meiner Enkelkinder,

dass ich niemals den Frieden brechen werde,

den wir heute miteinander schließen.

Wenn ich mit den Tattaglia-Leuten zusammenkomme,

soll ich darauf bestehen, dass kein Mittelsmann eine Vorstrafe hat?

Besteh nicht darauf, erwähn es nur!

Barzini ist ein Mann, dem man nicht zu offen Bedingungen stellt.

Sie meinen Tattaglia.

Tattaglia ist eine Puppe. Er hätte nie mit Santino fertigwerden können.

Bis heute hatte ich keine Ahnung,

dass hinter diesem Zuhälter Barzini gesteckt hat.

(Geheimnisvolle Musik)

Komm schön mit, Nancy!

Kommt, Kinder, bleibt zusammen! Blanche, nicht zurückbleiben!

Ja, so ist gut.

Schön zusammenbleiben!

Seit wann bist du wieder da? Seit einem Jahr.

Oder sogar länger.

Es ist schön, dich wiederzusehen.

Tag, Miss Adams. (Fahrradklingel)

Ich arbeite inzwischen für meinen Vater.

Es ging ihm schlecht. Sehr schlecht.

Aber du bist anders als er.

Du wolltest nie so werden wie dein Vater.

Das hast du mir jedenfalls erzählt.

Mein Vater ist genauso wie jeder andere mächtige Mann. - Ah.

Wie jeder Mann, der Verantwortung für andere Menschen trägt.

Wie ein Senator oder Präsident. Weißt du, wie naiv du bist?

Wieso? - Senatoren und Präsidenten lassen keine Menschen erschießen.

Ah. Wer von uns ist naiv?

Meines Vaters Methode, Geschäfte zu handhaben, ist aus der Mode.

Das weiß er auch.

In fünf Jahren lebt die Corleone-Familie völlig legal.

Hab Vertrauen zu mir! Leider kann ich dir nicht mehr darüber sagen.

Kay ...

Michael, warum machst du's mir so schwer? Das verstehe ich nicht.

Was willst du nach der ganzen Zeit von mir?

Ich war hier. Ich rief an. Ich schrieb. Ich suchte dich.

Ich kam zu dir, weil ich dich brauche.

Und weil ich dich sehr gern hab. Bitte hör auf!

Und weil ich möchte, dass wir heiraten.

Es ist zu spät. Es ist zu spät. Bitte, Kay.

Ich tue alles, was du verlangst, um wieder gutzumachen, was geschah.

Weil nämlich nur das wichtig ist, Kay.

Weil das einzig Wichtige ist, dass wir zusammen sind.

Dass wir ein gemeinsames Leben haben.

Und dass wir Kinder haben. Unsere Kinder.

Kay, lass uns heiraten!

Ich liebe dich.

[Tessio:] Barzinis Leute gaunern mir mein Gebiet ab, und wir tun nichts.

Bald kann ich in Brooklyn nirgends mehr meinen Hut hinhängen.

Hab Geduld! Du musst mir nicht helfen, Mike.

Gib mir nur freie Hand. Hab Geduld!

Wir müssen uns wenigstens wehren können.

Erlaub mir, neue Männer zu suchen! Nein.

Ich will Barzini keinen Vorwand liefern, den Kampf zu beginnen.

Mike, du machst einen Fehler.

Don Corleone, Sie sagten einmal, der Tag würde kommen,

an dem Tessio und ich eigene Familien gründen würden.

Ich dachte nie an so etwas, aber jetzt bitte ich um Ihre Erlaubnis.

Frag Michael!

Er ist jetzt das Oberhaupt der Familie.

Wenn er euch die Erlaubnis gibt, habt ihr meinen Segen.

Sobald wir nach Nevada gezogen sind,

könnt ihr euch von uns lösen und auf eigene Faust weiterarbeiten.

Sobald wir dort sind. Wann wird das sein?

Hm. In sechs Monaten.

Verzeihung, Pate, aber wenn Sie fort sind,

werden Pete und ich unter Barzinis Fuchtel kommen.

Und ich hasse diesen gottverdammten Barzini.

In sechs Monaten gibt es nichts mehr aufzubauen.

Habt ihr Vertrauen in mein Urteil? Ja.

Kann ich mich auf euch verlassen? Ja, zu jeder Zeit, Pate.

Dann müsst ihr Michaels Freunde sein. Tut, was er sagt!

Es sind Dinge im Gange, durch die alle Probleme gelöst

und alle Fragen beantwortet werden.

Ich kann im Moment nicht mehr sagen.

Carlo, du bist in Nevada aufgewachsen.

Wenn wir dort hinziehen, bist du meine rechte Hand.

Tom Hagen ist nicht länger Consigliere.

Er wird in Las Vegas unser Anwalt sein. Ich habe nichts gegen Tom.

Meine Entscheidung ist davon unabhängig.

Wenn ich einen brauche: Wer wäre ein besserer Consigliere als mein Vater?

Das ist alles.

Pate.

Also dann.

Ich danke dir, Papa. Ich freue mich für dich, Carlo.

Michael, w... warum bin ich draußen?

Du bist kein Kriegs-Consigliere, Tom.

Bei der Sache, die wir vorhaben, könnte es hart hergehen.

Tom.

Ich habe Michael beraten.

Ich hab nie gesagt, du wärst ein schlechter Consigliere.

Ich dachte, Santino als Don wäre schlecht. Er ruhe in Frieden!

Michael hat all mein Vertrauen, so wie du.

Aber es gibt Gründe, weshalb du an dem, was stattfinden wird,

nicht teilhaben sollst.

Vielleicht könnte ich Michael helfen.

Du bist draußen, Tom.

(Beschwingte Musik)

Habt ihr alles vorbereitet für meinen Bruder?

Tja, Fredo.

Ich kann gar nicht fassen, wie dein Gesicht wieder aussieht.

Als wäre nichts gewesen. Der Arzt ist ein Genie.

Hat Kay dich überredet? Hey, hey, hey! Halt!

Lasst das Gepäck draussen! Das hat Zeit.

Er ist müde und will sich frisch machen,

deshalb mache ich ihm die Tür selbst auf.

(Fröhliche Musik: "For He's a Jolly Good Fellow")

Was ist das?

Michael! Willkommen in Las Vegas. - Alles für dich!

Es war Johnnys Idee. - Na ja.

Gib's schon zu! Gib's zu! Fredo.

Na, was sagst du? Die Überraschung ist gelungen.

Ich komme gleich wieder. - Natürlich, Freddy.

Kümmer dich um die Mädchen!

Du kriegst alles, was du haben willst.

Wer sind diese Mädchen?

Das musst du schon selbst rausfinden.

Schick sie weg, Fredo!

Oh. Ach, Michael. Ich bin geschäftlich hier.

Morgen reise ich wieder ab, also schick sie weg!

Ich bin müde. Schick auch die Kapelle weg!

Komm! Kommt, Kinder! Macht, dass ihr rauskommt!

Na los, verschwindet! Los, die Party ist vorbei! Macht schon!

Na los! Wird's bald? Macht, dass ihr rauskommt!

Geht schon! Wir sehen uns. - Tut mir leid, Johnny.

Keine Ahnung, was er hat. Mach's gut, Schätzchen.

Gute Nacht, Jenny. - Hey, ihr auch, Jungs.

Was soll das? - Er ist wohl zu müde.

Komischer Abend.

(Tür schließt)

Was ist mit Moe Greene?

Er sagte, er habe noch zu tun.

Wir sollten anrufen, wenn die Party beginnt.

Gut, dann ruf ihn an!

Johnny, wie geht's? Guten Abend, Mike.

Wir sind alle stolz auf dich. Vielen Dank, Mike.

Ich möchte mit dir reden. Der Don ist auch stolz auf dich.

Das alles hab ich nur ihm zu verdanken.

Er weiß, wie dankbar du bist.

Deshalb könntest du ihm auch einen Gefallen tun.

Mike, was kann ich tun?

Die Corleone-Familie erwägt,

das Olivenölgeschäft aufzugeben und sich hier niederzulassen.

In Zusammenhang damit wird uns Moe Greene

seine Anteile am Kasino und am Hotel verkaufen,

sodass wir Alleinbesitzer werden. Tom!

Glaubst du, er verkauft? Moe liebt dieses Geschäft.

Er hat nie was von Verkauf gesagt.

Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.

Du weißt doch, Johnny,

je besser die Unterhaltung ist, die wir bieten,

umso mehr Gäste kommen ins Kasino, um zu spielen.

Wir hoffen, du unterzeichnest diesen Vertrag

und trittst fünfmal im Jahr auf.

Möglicherweise kannst du auch ein paar deiner Filmfreunde überzeugen,

das Gleiche zu tun. Wir rechnen mit dir.

Natürlich, Mike.

Ich tue meinem Paten jeden Gefallen, das weißt du.

Gut.

Hey, Mike! Na, alles versammelt? Guten Abend, Freddy. Grüß dich, Tom.

Schön, dich zu sehen, Mike. Wie geht's, Moe?

Hast du alles, was du brauchst? Der Koch kocht Spezialitäten.

Du hast unbegrenzt Kredit!

Ted, besorg Chips für alle auf Kosten des Hauses!

Habe ich genug Kredit, um dich rauszukaufen?

Was? Um mich rauszukaufen? Ja, aus dem Kasino und dem Hotel.

Wir wollen deine Anteile.

Tatsächlich? Ihr wollt mir meine Anteile abkaufen?

Nein, ich kaufe eure, ehe ihr meine kauft.

Das Kasino macht Verluste. Vielleicht sind wir erfolgreicher.

Willst du damit sagen, dass ich euch bescheiße?

Du hast kein Glück.

Also eins steht fest: Ihr Makkaronis seid ziemlich frech.

Ich tu euch einen Gefallen und nehm Freddy rein,

und jetzt wollt ihr mich rausdrängen?

Du hast Freddy reingenommen, weil wir dein Kasino finanzierten

und die Molinaris seine Sicherheit garantierten.

Wir wollen Geschäfte machen, also reden wir geschäftlich!

Ja, reden wir geschäftlich!

Gib zu, dass ihr so gut wie fertig seid!

Die Corleones verlieren an Boden.

Barzini und die anderen vertreiben euch aus New York.

Denkst du, ich räum das Feld für einen, der am Ende ist?

Ich hab mit Barzini geredet.

Er macht das Geschäft mit mir und ich behalte das Hotel.

Hast du deswegen meinen Bruder öffentlich geohrfeigt?

Das hatte doch nichts zu sagen, Mike.

Das hat Moe nicht so gemeint.

Manchmal platzt ihm der Kragen, aber wir sind trotzdem Freunde.

Stimmt doch, Moe. - Ich führe dieses Geschäft.

Da trete ich ab und zu mal jemand in den Arsch.

Wenn Freddy nicht richtig funktioniert, rücke ich ihn zurecht.

Du rückst meinen Bruder zurecht?

Er vögelte zwei Cocktailkellnerinnen, während Hochbetrieb war.

Die Spieler am Tisch kriegten nichts zu trinken. Was willst du eigentlich?

Ich werde morgen abreisen. Denk über den Preis nach!

Weißt du, wer ich bin? Mein Name ist Moe Greene.

Ich tötete schon Leute, da warst du noch in den Windeln.

Moe, ich habe eine Idee. Augenblick, warte!

Tom, du bist Consigliere. Du kannst mit dem Don reden.

Einen Moment, Fredo!

Der Don hat sich so gut wie zur Ruhe gesetzt

und das Geschäft Mike übertragen.

Wenn du was zu sagen hast, sag es Michael!

Mike, du kannst nicht nach Las Vegas kommen

und so mit einem Mann wie Moe Greene reden!

Fredo, du bist mein älterer Bruder.

Und ich liebe dich.

Aber ergreife nie wieder für irgendjemanden

gegen deine Familie Partei!

Nie wieder.

Ich muss noch mit meinem Vater sprechen.

Iss du mit den Kindern! Ich komm später. - Ach, Michael.

Am Samstag gehen wir aus.

Wir gehen ins Theater und danach essen, versprochen.

Komm, Kleiner!

Deine Schwester will dich etwas fragen.

Dann soll sie fragen. Sie traut sich nicht.

Sie will dich als Paten für ihr Kind.

Ich werd's mir überlegen. Überleg es dir!

Ich muss darüber nachdenken. Vergiss es nicht!

Also, Barzini wird den ersten Schritt machen

und durch jemanden, dem du absolut vertraust, ein Treffen arrangieren.

Für deine Sicherheit stellt er einen Bürgen.

Wenn ihr zusammensitzt, wirst du umgebracht.

Der Wein schmeckt mir in letzter Zeit besser als früher.

Ich trinke auch mehr als früher. Es tut dir gut, Pa.

Weiß ich nicht.

Bist du mit deiner Familie glücklich?

Ja, das bin ich. Das ist gut.

Ich hoffe, es macht dir nichts aus,

dass ich ständig über Barzini spreche.

Nein, nein. Ganz und gar nicht.

Eine alte Angewohnheit. Ich war mein Leben lang niemals unvorsichtig.

Frauen und Kinder können un- vorsichtig sein, aber nicht Männer.

Dein Junge, wie ist er? Er ist gut.

Weisst du, dass er dir von Tag zu Tag ähnlicher wird?

Er ist begabter als ich.

Drei Jahre alt, und er fängt schon an, Comics zu lesen.

Mit drei liest er schon Comics.

Ach ...

Ich möchte, dass du die Telefongespräche überwachen lässt.

Alle, die von außen ankommen und von uns geführt werden.

Das hab ich schon, Pa. Jedes Gespräch wird überwacht.

Ach so, richtig. Hab ich vergessen.

Was ist mit dir?

Bedrückt dich irgendwas?

Mach dir keine Sorgen!

Ich werde damit fertig, verlass dich drauf!

(Traurige Musik)

Ich wusste, dass Santino das alles würde durchmachen müssen.

Und Fredo ...

Ach, Fredo war ...

Aber ich wollte nie, dass du das alles machen musst.

Ich hab mein ganzes Leben, und das ist keine Entschuldigung,

für die Familie gearbeitet.

Und ich war nie eine Marionette,

die nach dem tanzen musste, was die sagen, die oben sind.

Ich will kein Mitleid. Das ist mein Leben. Aber ich ...

... dachte, wenn deine Zeit da ist ...

... bist du oben, wo die anderen waren.

Senator Corleone.

Gouverneur Corleone. So etwas.

Einer, der Macht ausübt.

Tja ...

Ich hätte mehr Zeit haben müssen, Michael. Ich hatte nicht genug Zeit.

Wir werden es erreichen, Pa.

Wir werden es erreichen.

Wer auch zu dir kommt und dir sagt, dass Barzini dich treffen will,

der ist der Verräter. Egal, wer es ist.

Gib mir die Spritze! Ich will damit die Tomaten gießen.

Vorsicht! Halt sie hoch! Und jetzt musst du spritzen.

So funktioniert das.

Ist das gut so? (Der Junge kichert.)

Soll ich die hier gießen? Ja, ja. Gieß nur!

Die da drüben musst du auch gießen!

Du musst nur die Spritze immer schön hochhalten,

sonst läuft alles raus.

(Der Junge kichert.)

Anthony, komm her! Die sind alle ganz nass.

Na los, komm schon! Komm her zu mir! Komm her, komm!

Jetzt legen wir die Spritze eine Weile weg.

Ja, ja.

Komm her! Ich zeige dir etwas. Komm! Na, komm!

Komm, stell dich da hin!

Ich will auch eine Orange.

Hu! Buh!

Du brauchst keine Angst zu haben.

Und was machen wir jetzt?

Lauf mal! Lauf mal!

Wir spielen Fangen. Los, los!

Und jetzt mir nach! - Ich krieg dich, Opa.

(Sie lachen beide.)

Gleich hab ich dich.

Wo bist du? Hier.

Jetzt schieße ich.

(Starkes Husten)

(Anthony lacht.)

Die Spritze ist leer.

Oh. Oh.

Ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah.

Patsch.

Opa, hör nicht auf zu spielen! Steh auf!

(Langsames Schlagen von Kirchenglocken)

(Leises Gespräch)

(Leise Gespräche)

Kann ich dich einen Augenblick sprechen, Mike?

Barzini möchte dich treffen.

Er sagt, nur so könnten wir alle Probleme beseitigen.

Hast du ihn gesprochen? Ja.

Ich kann Sicherheit für dich garantieren.

Es findet in meinem Gebiet statt.

Einverstanden?

Ja. Gut.

Hat er dir gesagt, was sie vorhaben?

Ein Treffen mit Barzini in Brooklyn. In Tessios Gebiet.

Da bin ich auf alle Fälle sicher.

(Leise Gespräche)

Ich hätte gewettet, es wäre Clemenza, nicht Tessio.

Zu durchtrieben ausgetüftelt. Tessio war immer durchtrieben.

Aber ich werde sie hinhalten.

Nach der Taufe treffen wir uns.

Ich hab mich entschlossen, Pate zu stehen bei Connies Baby.

Und dann werde ich mich mit Don Barzini treffen.

Und mit Tattaglia und den Oberhäuptern der anderen Familien.

(Feierliche Orgelmusik)

(Ein Baby weint.)

(Der Pfarrer spricht Latein.)

(Der Pfarrer spricht weiter Latein.)

(Der Pfarrer spricht weiter Latein.)

Michael, glaubst du an Gott, den allmächtigen Vater,

Schöpfer des Himmels und der Erde? Ja.

Glaubst du an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn?

Ja.

Glaubst du an den heiligen Geist? An die heilige katholische Kirche?

Ja.

(Der Pfarrer spricht wieder Latein.)

(Düstere Orgelmusik)

(Das Baby weint.)

Michael Francis Rizzi, sagst du dich los von Satan?

(Dramatische Orgelmusik)

Ich sage mich los von ihm.

Und allen seinen Werken?

(Gedämpfte Rufe)

Ich sage mich los.

Und all seiner Pracht? Ja, ich sage mich los.

Michael Rizzi, ich frage dich: Willst du getauft werden?

Ja, das will ich.

(Der Pfarrer spricht Latein.)

Michael Rizzi, gehe hin in Frieden, und der Herr sei mit dir! Amen.

(Kirchenglocken)

[Mann:] Ich verabschiede mich. Alles Gute.

[Connie:] Ich danke dir. Ich danke euch.

Kommt, Kinder, lasst uns gehen!

Hey. (Stimmengewirr)

(Das Baby weint.)

[Sehr leise:] Es hat einen Mord gegeben.

[Sehr leise:] Gut. Ich komme mit dem Wagen nach.

Carlo? Was ist?

Die anderen fahren vor nach Las Vegas, wir müssen noch hierbleiben.

Mike, es ist unser erster gemeinsamer Urlaub.

Connie! Was habe ich zu tun? Warte zu Hause auf meinen Anruf!

Gut. - Keine Sorge, ich komme in ein paar Tagen nach.

(Stimmengewirr)

Leb wohl, Mama. Arrivederci, Michele.

Komm bald nach! Ja.

Wir sind jetzt auf dem Weg nach Brooklyn.

Ich hoffe, Mike kann heute was für uns rausholen.

Das wird er bestimmt.

Sal, Tom, der Boss lässt euch sagen, er kommt in einem anderen Wagen nach.

Ihr sollt schon vorausfahren.

Er vermasselt mir das ganze Arrangement.

Das hat er aber gesagt. Ich fahre auch nicht mit, Sal.

Sag Mike, es war rein geschäftlich. Ich hab ihn gern gehabt.

Er versteht das. Entschuldige bitte, Sal!

Tom, drück ein Auge für mich zu!

Um der alten Zeiten willen.

Das geht leider nicht, Sal.

(Traurige Musik)

(Rattern einer Wählscheibe)

Du musst dich verantworten, wegen Santino.

Mike, du siehst das falsch.

Du locktest Sonny für Barzini in die Falle.

Nein. - Denk an die Farce, die du mit Connie gespielt hast!

So leicht täuscht man keinen Corleone.

Mike, ich bin unschuldig. Ich schwör's dir bei den Kindern.

Tu mir das nicht an! Setz dich hin!

Mike, Tu mir das nicht an, bitte!

Barzini ist tot.

Und Philip Tattaglia auch.

Moe Greene.

Stracci.

Cuneo.

Heute bringe ich alle Familienangelegenheiten ins Reine,

Also erzähl mir nicht, dass du unschuldig bist!

Er soll was trinken.

Komm, Carlo!

Du brauchst vor mir keine Angst zu haben.

Glaubst du, ich könnte meine Schwester zur Witwe machen?

Ich stand bei deinem Sohn Pate.

Na los, trink schon! Trink!

Du bist aus dem Familiengeschäft raus, das ist deine Strafe.

Du bist fertig. Ich setze dich in ein Flugzeug nach Las Vegas. Tom.

Und ich wünsche, dass du dort bleibst. Verstanden?

Erzähl mir nur nicht, du wärst unschuldig!

Das beleidigt meine Intelligenz und macht mich sehr zornig.

Also, wer hat dich geworben?

Tattaglia oder Barzini?

Es war Barzini.

Gut.

Draußen wartet ein Wagen, der dich zum Flughafen bringt.

Ich sage deiner Frau Bescheid, wann du ankommen wirst.

Mike, ich... Lass das! Geh mir aus den Augen!

Grüß dich, Carlo.

(Schwere Musik)

Mama, ich will davon nichts mehr hören!

Aber Kind, du musst umziehen! - Lass mich!

Ich will dir nur klarmachen... (Sie schluchzt.)

Michael! Michael! - Was ist passiert?

Wo ist er? Michael! - Connie!

Michael, du gemeiner Mörder! Du hast meinen Mann umgebracht!

Du hast gewartet, bis Papa tot war, damit dich niemand hindern konnte.

Du hast ihm die Schuld an Sonnys Tod gegeben - das habt ihr alle getan,

aber an mich habt ihr dabei nicht gedacht.

Ich hab dich einen Dreck interessiert.

[Kay:] Connie. - Was soll ich denn jetzt machen?

Was meinst du, warum er wollte, dass wir neben euch wohnen?

Weil er die ganze Zeit vorhatte, ihn umzubringen.

Und du standest auch noch Pate bei unserem Baby!

Du gemeiner, hinterlistiger Mörder.

Wenn du wissen willst, wie viele Männer er noch umgebracht hat,

lies die Zeitung! Dann weißt du, was dein Mann ist.

Komm her zu mir, Connie!

Komm! Nein!

Nein! Nein!

Los, bring sie nach oben! Rühr mich nicht an!

Und ruf einen Arzt!

Sie ist hysterisch.

Hysterisch.

Michael, ist es wahr?

Frag mich nicht nach meinen Geschäften!

Ist es wahr? Frag mich nicht danach!

Doch. Hör auf!

Also gut.

Dieses eine Mal...

Dieses eine Mal darfst du mich nach meinen Geschäften fragen.

Ist es wahr?

Ist...

Nein.

Oh, Michael.

Ich glaube, wir brauchen beide etwas zu trinken.

Ich hol uns was.

(Nachdenkliche Musik)

Don Corleone.

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