All language subtitles for Spuren ep3

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Original subtitles

Josefine Schora, 21, Studentin, war wohl auf dem Nachhauseweg.

Wir weiten die Suche aus auf die Schweiz, Österreich und Frankreich.

Das heißt, wir prüfen also nicht nur, ob es derselbe Täter ist, sondern ob der Täter

in der Vergangenheit Schumann getötet hat.

Wir wollen dich bitten, ob du nicht freiwillig eine DNA-Probe abgeben möchtest.

Glaubst du, ich könnte Stephanie... Glaubst du das?

Ich habe das Spurenbild der zweiten Tod mit der Spur SPC.4 abgeglichen.

Er stammt von einem Mann, der DNA am Damenrad hinterlassen hat.

Und am Körper von Josefine Schora.

Ja.

Das ist unser Täter.

Sie denken es, aber sie wissen es nicht.

Es besteht starker Tatverdacht.

Und wenn es nicht ist...

[Musik]

[Musik]

Also, Hamid Rahimi, Iraner.

Letztes Jahr als minderjähriger, unbegleiteter Geflüchteter eingereist.

Und ist gemeldet bei einer Pflegefamilie in Lauburg.

Ist der Dolmetscher da?

Mh.

Dolmetscherin.

Ja.

Wenn er morgen wird, wird er vielleicht gleich ans Regen.

Ja.

Gibt halt nicht so viele, aber es soll gleich da sein.

Könnt ihr euch doch unterhalten?

Nee, nee.

Er spricht Farsi.

Ich spreche Dari.

Also, der Nachtwächter Ihrer Unterkunft sagt aus,

dass Sie in der Nacht zwischen 3 Uhr und 3.30 Uhr zurück waren.

[Sie spricht Farsi]

[Sie spricht Farsi]

Ich muss nachts nicht in der Unterkunft sein?

Ja, ja. Darum geht es jetzt ja gar nicht.

Hier.

Hier ist Ihre Unterkunft.

Wie sind Sie denn dahin zurückgekehrt?

[Sie spricht Farsi]

[Sie spricht Farsi]

[Sie spricht Farsi]

[Sie spricht Farsi]

Sind Sie denn in dieser Nacht am Fluss entlanggegangen?

Hier.

[Sie spricht Farsi]

[Sie spricht Farsi]

Ich weiß es nicht. Ich war betrunken.

Gehen Sie manchmal in Lokale?

[Sie spricht Farsi]

[Sie spricht Farsi]

Kennst du?

Normale Läden.

Aber am Wochenende mit Türsteher halt.

Ich weiss nicht, ob Sie so einen wie den da reinlassen.

Na ja, ist so.

Mal schauen, ob da schon jemand da ist, außer die Putzfrau.

In dieser Nacht ist hier eine junge Frau zu Tode gekommen.

[Sie spricht Farsi]

[Sie spricht Farsi]

[Sie spricht Farsi]

Na, warum?

[Sie spricht Farsi]

[Sie spricht Farsi]

Er glaubt, dass ich falsch übersetze.

Wir überprüfen das hinterher sowieso nochmal, also keine Sorge.

[Sie spricht Farsi]

Also sind Sie in der Nacht am Fluss entlanggegangen?

Ja oder nein?

[Sie spricht Farsi]

[Sie spricht Farsi]

[Sie spricht Farsi]

Ich glaube, wir machen eine Pause.

[Sie spricht Farsi]

[Sie spricht Farsi]

[Sie spricht Farsi]

Wir haben das Recht, den 48 Stunden in Gewahrsam zu nehmen.

[Sie spricht Farsi]

Also das Ergebnis vom DNA-Abgleich haben wir ein paar Stunden.

Livukovic meldet sich direkt.

Ja.

Je früher, desto besser.

Ja.

Die Festnahme kursiert schon auf Social Media.

Auf Twitter gibt es schon Vorwürfe wegen racial profiling.

Oh shit.

Das sehe ich jetzt zwar nicht, aber wir sollten so schnell wie möglich Fakten vorlegen können.

Ja, wir müssen los, ne?

Ja.

Also näheres zu den Umständen und Tatvorwürfen werden wir aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgeben.

Okay, ich rede mit dem kreisenden Sprecher.

Was gibt's?

Also Rahimi ist hier nur geduldet.

Sein Asylantrag ist noch nicht bearbeitet.

Er ist seit 15 Monaten in dieser Unterkunft und weitgehend unauffällig.

Er ist ohne Papiere eingereist und die Bundespolizei hatte damals seine Fingerabdrücke genommen und Fotos gemacht.

Aber der Datenabgleich mit Eurodok damals war negativ.

Und?

Der kann uns von vorne bis hinten vollüben.

Ja, aber das ist jetzt nicht relevant.

Wichtig ist der DNA-Abgleich, ob das wahr ist.

Entschuldigung, ich muss los.

Danke.

Äh, bis später.

- Später. - Ja.

Oh Gott.

Ah, sagen wir mal, haben wir noch irgendwas zu essen hier?

[Stimmengewirr]

Ah, ah, das ist ein Traum.

Herrlich.

Ich war immer dagegen, so viele Leute reinzulassen.

Wie bitte?

Die Grenzen aufzumachen.

Wir können uns doch nicht abschotten.

Wenn der das heute mache, ist wieder alle.

Wir?

Alle Afghanen, alle Iraner, alle Syrer.

Wenn es ein Schwarzer gewesen wäre, dann...

Dann wären es trotzdem alle Ausländer.

Die, die so denken, die ihn machen, da glaube ich keinen Unterschied.

Egal, geht ja auch gerade nicht um mich.

Wir müssen sowieso erst mal schauen, ob das wahr ist.

Frau Bukowit?

Der Abgleich von Spur 310 ist positiv.

Im Ernst?

Mit höchster Wahrscheinlichkeit.

Ach, das ist ja großartig.

Hört ihr mir kurz zu?

Ganz kurz?

Also, es gibt Nachrichten aus dem KTI.

Hamid Rahimi ist nach Abgleich seiner DNA

mit den Spuren an der Leiche von Josefine Schora

und den Spuren vom Tatort an der Egenz

mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit

unser Täter im Fall Josefine Schora.

[Applaus]

Danke euch. Was ist denn mit der Stefanie Berghoff?

Für den Fall in Buringen kommt Rahimi leider nicht in Frage.

Keine Spuren von ihm am Tatort.

Außerdem hat er für den Tattag ein sicheres Alibi.

Was soll das bei dem sein?

Ein Vorfall in der Gemeinschaftsküche in seiner Unterkunft.

Eine Schnittwunde.

Gibt mehrere Zeugen unter anderem Notarzt.

Was jetzt, Unfall oder Vorfall?

Ist doch wurscht jetzt.

Fakt ist, wir haben es mit zwei Tätern zu tun.

Uns gibt keinen Grund, die Soko aufzulösen.

Also, weiter geht's.

Leute, wir machen weiter wie bisher, ja?

Da draußen läuft immer noch ein brutaler Frauenmörder rum.

[Musik]

[Musik]

Rahimi war anscheinend in einem dieser üblen Kerbs in Griechenland.

Zeitlich kommt das auch hin.

Hat er da Taten begangen?

Ein Suizidversuch.

Gut, ich gebe das der Staatsanwältin weiter.

Navid?

Ja?

Mit Vorschlagen, wir konzentrieren uns mal wieder auf den Fall Stefanie, ja?

Ich habe alle Tankstellen-Videos durchgeschaut.

Nichts.

Kein schwarzer Opel Safira mit Lauburger Kennzeichen.

Ich habe alle Handy-Logins aus der Funkzelle rund um den Tatort überprüft.

Navid, durchbrechen.

Ich bin konzentriert.

Sorry, es tut mir leid.

Wirklich, ja?

Okay.

Das war unnötig von mir.

Ja?

Ja.

Was war unnötig?

Nichts, alles gut.

Schön Feierabend euch, ja?

Ne, ne, nix Feierabend.

Ich war jetzt zu einem Anrufer, der mir erzählt hat, dass ihm jemand erzählt hat,

wer Stefanie Berghoff umgebracht hat.

Und zwar eine Stimme aus dem Abfluss seiner Spüle.

Und das hat er mit einem 8-Spur-Tunbandgerät aufgenommen.

Ich freue mich drauf.

Du pickst ja auch immer die Rosinen raus.

Ganz dünnes Eis.

Bis später, Silje.

Habt ihr noch was gefunden?

Ja.

Oh, das duftet aber.

Ja?

Und ich hab nicht viel Zeit.

Du musst jetzt bitte schnell entscheiden, neuer Brenner oder reparieren.

Muss ich drüber nachdenken?

Okay, aber bitte nicht ewig.

Natürlich nicht.

Herr Borgeschenk?

Ja?

Also ich hab mit meinem Vater telefoniert und er braucht noch einen Moment, um das zu entscheiden,

aber er meldet sich bei Ihnen.

Okay, ja.

Gucken Sie mal.

Das hier ist alles voller Risse, ja?

Das könnte man zwar schon noch reparieren, aber ich würde einfach mal bestellen.

Naja, ich verstehe schon, aber ich kann das nicht entscheiden.

Ich danke Ihnen, dass Sie so spät nochmal vorbeigekommen sind.

Okay.

Ist ja kein Problem.

Ja.

Entschuldigung, dass Sie vor verschlossener Tür standen.

Ja.

Man hilft, wo man kann.

Sagen Sie, Sie waren auch bei dem Suchtrupp dabei, gell?

Ja.

Wir haben ja alle nach der Stefanie gesucht, aber ich bin im Nachhinein ehrlich gesagt

heil froh, dass ich die Profis gefunden habe.

Kriegen Sie denn den noch?

Das ist mein Kollege.

Sie können mir auch einen Schlüssel da lassen, wenn Sie wollen.

Da im Supermarkt steht er und der Kassenwärter hat eine Tüte für seine Sachen.

Also sagt er zur Kassiererin, ich hätte gerne eine Guck.

Naja.

Was wollen Sie?

Ich sag, ich hätte gerne eine Guck.

Ich sag, die was?

Ich überlegte, ja, stimmt.

Sie heißen das doch mal auf Hochdeutsch und sagt zu der Kassiererin halt, ich hätte

gerne eine Guck.

Macht Spaß euer Job, oder?

Ja, mal mehr, mal weniger.

Aber den Mörder von der Stefanie habt ihr immer noch nicht?

Nee, aber da arbeiten wir jeden Tag hart dran, ja.

Guckt doch mal in die Flüchtlingsheime.

Wir suchen einen Mörder und keinen Flüchtling.

Steht sich das gegenseitig aus, oder was?

Ja.

Ich weiß gar nicht, was das ist, aber ich weiß, dass es so ist, dass es so ist.

Und wenn ich Ihnen sage, dass wir eine Kriminalitätsbelastung haben wie vor 40 Jahren?

Das ist Statistik, das ist super.

Aber was, wenn ich Ihnen jetzt mal sage, dass die Menschen sich jetzt seit viele Jahren

ganz anders fühlen?

Ja, Gefühle haben wir alle.

Ja, weil es doch eigentlich wurscht ist, oder?

Ist doch scheißegal.

Ist ja alles scheiße.

Scheiß Globalisierung, scheiß Immigration.

Warum soll die Polizei denn auch scheiße sein, oder?

Michi.

Langsam.

Doch, jetzt ist es schon mal gut.

Auf die Gefühle der Polizei.

Ich gehe entspannt.

Ja?

Ich habe Sie hoffentlich nicht quäkt.

Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein,

nein, nein.

Sie sind ja frühen Labor.

Gibt es was Neues?

Wir sind jetzt durch mit der Kleidung von Stephanie Berghoff.

Es gibt weiteres übereinstimmendes Spurenmaterial am Laufschild des Opfers.

In unmittelbarer Nähe an der Stelle, an der seine Riss hat, am bunten Trugginghose

und neben einem weiteren Riss am Slap.

Aha.

Das Spurenbild ist unseres Verachtens sehr schwer mit einer alltäglichen oder zufälligen

Übertragung erklärbar.

Okay.

Die Spuren stammen allesamt vom Ehemann des Opfers.

Barbara, das ist der Ehemann.

Ist doch klar, dass wir Spuren von dem an ihr finden und Klamotten am Körper überall.

Das haben wir doch schon kaputt.

Morgen.

Wir gehen jeder Spur nach und wir gehen jeden Weg zu Ende.

Ich diskutiere das nicht da unten drüben.

Sandra?

Oh, danke dir.

Bitte.

Sekunde bitte.

Kommt einmal kurz bitte.

Die Splitter, die gestern vor einer Woche sind, gehören nach Materialmischung und Wölbungen

mit ziemlicher Sicherheit zu einem Handy, was zumindest baugleich ist zu dem von der Stephanie.

Ich denke, es ist ihres, wenn es genau da kaputt gemacht worden ist.

Schon mal in den Grenzstellen, oder?

Ja.

Die Stephanie ist schon dort gekommen, da ist unser Tatort und da ist das Handy kaputt

gemacht worden.

Vermutlich erst nach der Tat.

Und?

Na, der Weg führt nach Buchingen.

Also wenn unser Täter nicht noch mal umkehrt und am Tatort vorbei gelaufen ist, kann es

gut sein, dass er zurück nach Buchingen gegangen ist.

Okay, das ist die Laufstrecke, Fundort, Handysplitter, Wohnhaus Berghof.

Wirst du jetzt deswegen verhaften, oder was?

Es geht dann nicht darum, was ich will, es geht darum, was richtig ist.

Wollt ihr überhaupt gar keinen Keks?

Ja gut, ruck ruck, Robin, was ist los, komm!

Frank, grüß dich.

Servus.

Ist der Tobias da?

Ja.

Könntest du mal auswechseln, bitte?

Schnur d'Renning.

Tobias!

Komm mal, bitte!

Habe ich was von Pause gesagt?

Bausche, brauchst du Hilfe beim Schuhbinden?

Servus Thomas, was mach ich hier?

Herr Berghoff, Sie sind tatverdächtig, ich muss Sie deswegen vorläufig festnehmen.

Können Sie bitte mit.

Was ist denn da mal los?

Tobias, komm.

Seid Ihr Ernst?

Hör mal, was ist in der Kabine?

Ich werde jetzt plötzlich verdächtigt, Woche später, was wollte ich denn gefunden haben?

Ihr könnt nichts gefunden haben, weil es nichts gibt.

Tobias, wir nehmen keinen einfach so fest.

Ah ja.

Ja.

Ihr wolltet mich jetzt hier kaputt machen, weil ihr Erfolgstruck habt oder was?

Ich sag da was, ich bin schon kaputt.

Hast du sonst noch eine Frage?

An dem Sonntag.

Was war denn da ein genauer Laufweg?

Zeig mir das mal bitte.

Zeig mir bitte deinen Suchweg, Tobias.

Ja hier, da lang und da zurück.

Das Unterschalt von der Stefanie, das hat ja im Samstag einen kleinen Riss.

Ja, ich weiß.

Ich meine, es ist schon mal aufgefallen beim Wegräumen.

Ich meine zu ihr, dass ihr immer wieder Neues kaufen könntet, aber es hat da nichts ausgemacht.

Gut, dann machen wir mal eine kleine Pause, ja.

Zehn Minuten.

Ich bin schon fertig.

So, dann machen wir mal eine kleine Pause.

Nee, ich bin gerade dabei, das zu koppeln.

Bitte hören Sie mir mal zu.

Bin ich mir sicher, ja.

Sie müssen die Kollegen, ja, die kommen noch mal zu Ihnen, die mit...

Schnetzelot?

Ja.

Ja, alles klar.

Ich schreib's mir gerade mal auf, ja?

Um 16 Uhr.

Okay.

So, wo mach ich?

Aha, und das Phänomen, ist das noch mal aufgetreten irgendwo?

Nach links, hier rein, an die Haube.

Schuhe ausziehen.

Wenn Sie etwas brauchen, klingeln Sie.

So, Achtung.

Danke schön, gell.

Der Kollege kommt gleich.

Ja, danke.

Also, weder der Ratschlüssel noch der Kuhfuß aus der Garage von Tobias Berghoff kommen als

Tatwaffe in Frage.

Ich hab da was recherchiert wegen dem Tobias.

Habt ihr 'ne Minute?

Hm.

Einmal, willst du nicht alles mit dem Pistel essen?

Nee, grad nicht.

Ich warte drüber, ja?

Alles klar.

So, ich hab mir die Handysplitter noch mal angeschaut.

Das ist die Aufwändesituation, ja?

Seht ihr das rote Zeug hier?

Das ist, Achtung, Saharasand.

Ja, das klebt wie Sau, ich musste extra deswegen in die Waschanlei, deswegen komm ich erst

drauf.

Ich hab beim Wetterdienst angerufen und die haben gesagt, an dem Tatssonntag, an dem

Stefanie Berghoff umgebracht war ich, war ganz viel Saharastaub in der Luft, in der ich

durch den Regen weggespült war.

Blutregen nennen die das auch.

Hier sieht man das deutlich.

An dem Tatssonntag hat es bei uns in der Region ungefähr gegen 16 Uhr geregnet.

Das rote Zeug klebt oben auf den Splittern, das heißt, das Handy muss vor 16 Uhr gecrasht

worden sein.

Und da war Tobias Berghoff noch beim Fußball.

Und später hat's da nicht nimmer geregnet?

Nee, an dem Tatssonntag nimmer und bis heute trat das Phänomen nimmer auf.

Das heißt, das rote Zeug stammt vom Tatssonntag.

Wir lassen Tobias Berghoff gehen.

Danke.

Das ist ne reine Sachentscheidung.

Samuel Klinger, was ist mit dir passiert?

Das war ja richtige Polizeiarbeit.

Ja.

Ich hab's mir gesagt.

Ich hab's mir gesagt.

So wie es aussieht, konnte sich der Verdacht gegen den Ehemann nicht erhärten.

Die Polizei bittet weiter um sachdienliche Hinweise.

Soko Sonntag, zapp dem Dunkeln.

Ja, Recht haben Sie, oder?

Was gibt's, Nawed?

Also, ich hab ein paar Kriterien zugrunde gelegt, um auf ne händelbare Fallzahl zu kommen.

Der Zeitraum zuerst mal ein Jahr.

Stumpfe Gewalt, brutale Vorgehensweise, Tatbegehung am Sonntag und Tatort in Autobahn-Nähe.

Wieso Autobahn-Nähe?

Wir haben ja kein Verdächtigen aus Ihrem Umfeld identifizieren können.

Da erdachte ich einer von weiter weg, begeht die Tat und verschwindet.

Wieso Sonntag?

Falls es ein Sonntag war, Soko Sonntag deshalb.

Ja.

Und?

Nichts.

Dann hab ich mit den Kriterien drei Jahre zurück geschaut.

Auch nichts.

Nawed, es fällt mir ein bisschen schwer, dir zuzuhören.

Moment, dann hab ich auf fünf Jahre erweitert.

Du hast es jetzt aber nicht spannend gemacht, um gleich zu sagen, auch nichts.

Doch.

Scherz.

Ich hab einen Treffer.

Letzte Seite.

Ein Mord in Österreich, vor vier Jahren in Steinach.

Die haben den Fall nie gelöst, obwohl sie sogar das Tatwerkzeug gefunden haben.

Eine Eisenstange.

Eine Eisenstange?

Das könnte bei uns ja auch eine gewesen sein.

Und das ist noch nicht alles.

Die warten auf deine Anrufchefin.

Abgelegt, aber nicht versteckt, an einem Sonntag.

Stumpe Gewalteinwirkung und die Verletzungen im Intimbereich weisen ebenfalls ein ähnliches

Bild auf.

Ist der gleiche Mutter so parand?

Schaut so aus.

(Telefonklingeln)

Anzits.

Ah, Frau Poulin, grüße Sie, ja, ja, ja.

Ja.

Weißt Bescheid.

Bitte, schießen Sie los.

Aha.

Und wie ist er da genau vorgegangen?

Ach, mit den Händen vermutlich, sagt unsere Rechtsmedizinerin, ja.

Wir haben leider nur sehr wenig DNA sichern können, nur so eine winzige Teilspur.

Wir konnten damals schon eine DNA-Spur sicherstellen.

Ah, könnten wir die haben?

Natürlich können wir die haben.

Sie würden uns sogar einen Gefallen tun, wir sind personell nicht so besonders gut

aufgestellt im Moment.

Ja.

Die Kollegin Kohl, er wird sich schon kümmern, okay?

Morgen, Tanja.

Noch da oder schon wieder?

Kommst du mal bitte, Hattaime?

Hab ich was angestellt?

Erkennst du hier dasselbe wie ich, oder interpretiere ich irgendwas falsch?

Wow.

Morgen.

Ja?

Vukovic hier.

Die beiden Fälle stimmen überein und diesmal gibt es keine Interpretationsschwere.

Okay.

Ah, danke dir.

Okay?

Mhm.

Also, Kollegen, sind wir alle da?

Morgen.

Morgen.

Guten Morgen.

Mal kurz ein bisschen Ruhe, bitte.

Wir haben nämlich endlich einen Treffer.

Die Spur SB 10.4, die wir bisher nicht zuordnen konnten, die stimmt überein mit der DNA von

einem Tatort im österreichischen Steinach.

Das Opfer dort ist eine junge französische Austauschstudentin gewesen, Sylvie Perrault,

und die wurde auch erschlagen.

In Österreich?

Ja.

Der Stefanie Berghoff ist offensichtlich nicht sein erstes Opfer, er hat schon zuvor

getötet.

Wann?

Vor vier Jahren.

Vier Jahre?

Hat sich aber lang zurückgehalten.

Ja, oder hat keine Spuren hinterlassen.

Hallo?

Ja, ja, es ist Marc.

Wenn ich über das Pond komme, komme ich auch zu deinem Apartment, oder?

Ah, ah ja, ich erinnere mich, exakt.

Perfekt.

Okay.

Warte, ich leg noch an, dass du zuzuhören.

Dann müssen wir runter.

Ja.

Sie ist ziemlich schnell entdeckt worden.

Der Täter hat sich nicht mal die Mühe gemacht, sie ordentlich zu verstecken.

Das habe ich in der Form noch nie erlebt.

Mein Gott, so jung, stumpf, ich habe sie ein Tatwerkzeug gefunden.

Wir haben die Fließgeschwindigkeit der Brinnen für die Tatnacht berechnet und das ungefähre

Gewicht und die Formen des möglichen Tatwerkzeuges, aber wir haben wirklich nicht gewusst, ob überhaupt

und wenn, dann wo das Tatwerkzeug im Fluss gelandet ist.

Das war ein unglaublicher Erfolg, das hieß es.

Na ja, wir haben tatsächlich Blutspuren der Toten an der Eisenstange gefunden, was natürlich

ein großer Fortschritt für uns war, für die Elternatsgeissen, dass ihre Tochter mit

einer räudigen Eisenstange einfach erschlagen worden ist.

Und wissen Sie, was das für eine Stange ist?

Ja, sowas wird für hydraulische Arbeitsgänge gebraucht, Wagenheber, Schwerlast, Lkw-Kabinenkippen

zum Beispiel, lauter so Sachen.

Und es war auch in dem Fall keine vollendete Vergewaltigung, oder?

Richtig, aber bei der Auffindungssituation, dass Sylvie Perot schon auf eine sexuell motivierte

Tat schließen lässt.

Also wir haben mit den Franzosen zusammen gearbeitet, vielleicht war es ja Beziehungstat.

Sie wisse erst drei Tage vorher aus den Ferien zurückkommen, aber auch da keine Spur, nichts.

Zwei Länder, Tatorte liegen hunderte Kilometer voneinander entfernt.

Na ja, ist schon hinfalls sehr mobil, aber das lässt er vielleicht auch auf sein Beruf

zurück schließen.

Ja, und es ist komplett einsichtig, es ist eigentlich unmöglich, dass den Typen keiner

gesehen hat.

Hier ist sie, ist sie gelegen.

Komplett unbedeckt.

Aber Sie haben da mal schon in Erwägung gezogen, dass ein Lkw-Fahrer dort hätte gewesen sein

Leben.

Ja, sehr schnell sogar.

Wir haben sämtliche Mautdaten von dem Wochenende sichern lassen, das waren so fast

50.000 Datensätze.

Und die Stange stammt ja ziemlich sicher von einem Lkw, aber wir konnten nicht herausfinden,

welche Marke.

Und was haben Sie dann mit den Mautdaten gemacht?

Versucht sie einzugrenzen natürlich, aber mit wenig Erfolg.

Und die Stange taugt ja auch nicht mehr für ihre ursprüngliche Bestimmung, die ist vielleicht

seit Jahren auf keinem Lkw mehr mitgefahren.

Sagst du mal Kollegen, so eine Mautdaten-Auswertung braucht Mannpower, wie viel seid ihr, wie groß

ist euer Socken?

40 Kollegen.

Wow.

Also noch.

50.000 Datensätze, ich meine, das schafft die Frau Kohle ja bis zur Rente nicht.

Wir können in Österreichern ja helfen, der Hangschütz hat deutlich signalisiert, dass

er mit uns zusammenarbeiten will.

Das würde ich an seiner Stelle auch mal.

Weißt du, was das für ein irrsinniger Aufwand ist?

Ja, aber wir brauchen diese scheiß Mautdaten.

Die dürfen wir in Deutschland aber nicht verwenden, Datenschutz, Barbara.

Aber die dürfen das verwenden zur Strafverfolgung, die sind ja in Österreich.

Vielleicht ist der Täter genau diese Strecke hier lang gefahren.

Du redest mit der Irlinge, oder?

Ja, mach ich gerne.

Aber wie soll ich das verargumentieren, dass wir den Österreicher*innen einem Cold-Case

zuarbeiten, mit Daten, die wir am Ende womöglich gar nicht verwenden dürfen?

Die Rechtssprechen uns da ganz heikel, ich weiß gar nicht, ob es dazu überhaupt Präzedenzfälle

gibt.

Ja, ich denke halt, dass wir jede Möglichkeit nutzen sollten.

Ja, aber wenn es prinzipiell geht, warum haben das die Österreicher*innen dann nicht selber

gemacht?

Keine Ahnung.

Fakt ist, die Österreicher haben die SOGO längst aufgelöst.

Ja, aber jetzt gibt es einen neuen Ansatz, die könnten ihre Socke ja wieder einsetzen.

Ja gut, aber der Fall da liegt halt einfach vier Jahre zurück.

Irgendwo in diesen 50.000 Datensätzen steckt vermutlich der Mann, der Sylvie Perrault und

Stephanie Berghoff umgebracht hat.

Wir haben jetzt wirklich eine Chance.

Okay, gut.

, ja.

Oh, sorry.

So, und das hier ist eine Kopie der Festplatte, mit den besten Grüßen von der Frau Kohler.

Es ist nicht leicht, das aus der Hand zu geben, es ist echt nicht leicht.

Verstehe ich.

Na ja, wenn ihr noch was braucht von uns, dann bitte meldet es euch einfach und ansonsten

halt, dass es im Laufehund uns geht, ja?

Ja klar.

Wenn das hinhaut, dann wäre ich naurisch.

Baba.

Ja, ich bringe dir noch was.

Okay.

Ist das dein Privater?

Hast du ihn von Heim mitgebracht?

Ja.

Schepskuss.

Was?

Du hockst auch daheim immer am PC so, piu, piu, piu, Hedgehog.

Nee, höchstens brutales Räuber-Schach.

Aha.

Willst du eine Runde mitfahren?

David!

Oh nee!

Oh Gott.

Ei, ei, ei, ei, ei, ei, Unfall oder Vorsatz?

Blödheit.

Ei.

Sag mal, wie macht ihr denn das, ein spezielles Programm dafür, oder?

Nee, gibt's nicht.

Brauchen wir nicht.

Wir machen das wie Abortmittel.

Krass, ey, das sind so Zahlenkolonnen.

Das sind die Mautdaten.

Größe vom LKW, Nationen, Spedition, Erfassungszeitpunkt, Erfassungsort, Erfassungszeitpunkt, Ort, etc.

pp.

Ihr seid komplett irre, gell?

Wo sie Recht hat, hat sie Recht.

Raus aus meiner Mupfel!

Das Phantombild haben die Österreicher damals rausgegeben.

Ein Zeuge hat beobachtet, wie dieser Mann in der Tatnacht die Uferböschung hochgekommen

ist.

Hat gedacht, dass der nur seine Notdurft verrichtet oder so.

Der sieht aus wie meinen Cousin, mein Bankberater und der Physiotherapeut meiner Mutter in einer

Person.

Wozu brauchst du einen Bankberater?

Du, das haben die Kollegen in Österreich damals auch schon gemerkt.

Und das stimmt, ja.

Das hat tatsächlich überhaupt nichts geführt.

Ja, deswegen geben wir das Phantombild auch nicht raus.

Wir konzentrieren uns voll auf die Mautdaten und begleiten werden wir herausfinden, welche

Speditionen regelmäßig die Strecken bedienen, die an Steiner und Buchingen vorbeiführen.

Gibt's Speditionen, die kooperieren, die hier wie dort Dependancen haben oder hatten?

Wir fahren hauptsächlich Italien, Deutschland, Häfen, Güterverkehr.

Wir kooperieren im Europanetz und wir fahren uns gerne mit Muttersprachlern.

Zum Beispiel Genua, Mailand.

Wir müssen in unseren Recherchen vier Jahre zurückgehen.

Also gibt's Subunternehmer, die inzwischen pleitegegangen sind, Autobahnraststätten, wir müssen die Mitarbeiter

befragen, wer bewirtschaftet die Sanitäranlagen, gibt's irgendwas, was irgendjemand mal aufgefallen

ist und so weiter und so weiter.

Das ist viel.

Ja, das ist viel, aber unsere größte Chance sind die Schnittmengen.

Gibt's irgendwie einen Namen, der nochmal auftaucht, gibt's Doppelungen, Auffälligkeiten,

Beobachtungen.

Wir tauschen uns jetzt jeden Morgen detailliert aus.

Nix ist zu klein, um nicht gedacht zu werden, okay?

Und das wird aber nicht passieren, wenn du dann immer die Zahlen links kopierst und dann

erst rüberfängst.

Okay, erst gehe ich hin.

Okay.

Und wenn was ist, melde dich.

Sie.

Danke dir.

Gerne.

Vielleicht sollten wir doch eine Datenbankanwendung benutzen.

Das kostet zu viel Zeit.

Wir kriegen das hin.

Wir müssen uns nur konzentrieren.

Konzentrieren.

Haben Sie diese Person schon mal gesehen?

Scheiße.

Was denn?

Ich bin in der verdammten Zeile verrutscht.

Kollege, komm mal runter.

Ich drehe am Rad.

Ich glaub's nicht.

Okay, Bernd, hör zu.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Ja, ich weiß.

Es war meine Schuld.

Ich weiß.

Ja, ich weiß.

Das war meine Schuld.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

Wir haben es mit Bordmitteln versucht.

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Wie bist du jetzt mütterlich oder was?

Ich würde gern wieder weniger Zeit mit dir verbringen, ganz ehrlich.

Wir führen eine toxische Beziehung, Bernd.

Sag mal, bist du derjenige, der immer die Marmeladenkeks auffrisst?

Die schmecken am besten, das weißt du?

Das weiß ich nicht.

Wie weit seid ihr?

Könnt ihr morgen als Erster berichten?

Wir dachten am Montag.

Was wisst ihr dann am Montag mehr?

Wir wollten eine Präsentation machen, damit doch alle mitkommen.

Dann morgen.

Wer was nicht versteht, kann ja nachfragen.

Okay?

Bis morgen.

Danke euch.

Danke dir.

Ein paar Eider als Ermittlungsgrube.

Ich habe gehofft, dass mir das nicht noch mal passiert.

Was?

Dass ich den Fall nicht löse.

Ich habe es mir schon mal gemacht.

Ich habe es mir schon mal gemacht.

Ich habe es mir schon mal gemacht.

Ich habe es mir schon mal gemacht.

Ich habe es mir schon mal gemacht.

SWR 2020

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