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LISA UND DER TEUFEL
Vorsicht beim Aussteigen. Bitte Vorsicht beim Aussteigen.
- Fotos aller Sehenswürdigkeiten der Stadt. - Nein, nein, danke.
Souvenirs. Souvenirs, meine Herrschaften.
Fotos von der ganzen Stadt.
Hier entlang. Hier entlang, bitte!
Entfernen Sie sich nicht zu weit von der Gruppe.
Hier entlang. Kommen Sie näher.
Was ich Ihnen nun zeigen werde, ist ein sehr interessantes Fresko...
aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts.
Leider ist es nur ein Teil des Originals, welches viel größer war...
und zerstört wurde. Dies ist jedoch der bedeutendste Teil.
Hier sehen Sie eine beinahe menschliche Kreatur...
mit Fledermausflügeln,
die zweifelsohne den Teufel in seiner klassischen Form darstellen soll.
Beachten Sie seinen unerbittlichen Blick,
seine spitzen Ohren und klauenhaften Fingernägel.
Dieses Fresko wird von den Einheimischen...
„Der Teufel, der die Toten fortbringt” genannt...
und war schon immer Gegenstand von Legenden,
die mittlerweile in den Volksmund eingegangen sind.
- Warte hier auf mich. - Lisa, wo willst du denn hin?
Warte auf mich, ich bin gleich wieder da.
Die Furcht vor dem Teufel ist noch immer im Volksgeist präsent.
Ein bisschen mehr Grau... So ist es gut.
Eine kleine Ausbesserung an den Augen, um die Falten zu betonen...
Die Zeit hat auch für ihn nicht still gestanden.
Ein schwarzer Anzug wäre natürlich besser gewesen.
Schwarz ist eine Farbe für jeden Anlass: Beerdigungen, Hochzeiten...
Ein Kleidungsstück, das sich immer verändern kann.
- Ist es nicht so, Signore Leandro? - Alles kann sich ändern.
Entschuldigung, die Herrschaften, was kostet die Spieldose?
Die ist nicht zu verkaufen. Sie gehört diesem Herrn.
Ich habe sie nur repariert.
Perfekt.
Entschuldigen Sie bitte!
Nur einen Moment!
Verzeihung, wie komme ich zum Hauptplatz? Ich habe die Orientierung verloren.
Aber... Hören Sie...
- Kann ich Ihnen behilflich sein, Signorina? - Verzeihung, aber könnten Sie mir sagen,
wo der Platz ist?
Tut mir leid, er ist mir entglitten.
- Der Platz... Welcher Platz? - Nun ja, der...
Der mit dem Wandgemälde von dem Teufel, der die Toten fortbringt.
Dort entlang.
Elena!
Endlich. Ich habe so lange auf dich gewartet.
Aber...
Elena...
Warum siehst du mich so an?
- Erkennst du mich nicht? - Nein...
- Ich bin's, Liebling. - Nein!
Warum bist du nicht gekommen?
- Nein! - Elena!
Lassen Sie mich! Nein!
Entschuldigen Sie bitte!
Warten Sie!
Verzeihung, könnten Sie mich mitnehmen?
Ich weiß nicht, was passiert ist. Bitte.
- Was ist denn nun los, George? - Die Dichtung des Kühlers verliert Wasser.
Es wird schwierig sein, weiterzufahren, wenn wir nicht schnell einen Mechaniker finden.
- Versuchen wir's. - Ist gut, Signore.
Herrschaften, wenn wir weiterfahren, riskieren wir einen Motorschaden.
Du und deine ausländischen Autos!
Was machen wir jetzt?
Auf Ersatzteile aus der Fabrik warten?
Ich will aussteigen.
Verzeihung, unser Wagen ist stehengeblieben. Gibt es in der Nähe einen Mechaniker?
Leandro! Schick sie weg!
Schick sie weg!
- Könnten wir wenigstens telefonieren? - Tut mir leid, hier gibt es kein Telefon.
Lass sie nicht rein, Leandro! Ich sagte, du sollst sie wegschicken!
- Ja, Signora, sofort. - Wie nett...
Ihre Chefin ist nicht gerade gastfreundlich.
Ich würde sagen, wir telefonieren woanders. Gibt es in der Nähe ein Hotel?
Nein, Signore.
Elena...
Bitte bleib.
Geh nicht weg.
Ich muss mich entschuldigen, meine Herrschaften.
Meine Mutter ist nicht an Besucher gewöhnt. Wir leben hier allein.
Bitte kommen Sie rein.
Maximilian!
Einen Moment, bitte.
Ich komme, Mutter.
Mutter.
Mutter.
Sag ihnen, sie sollen gehen, Maximilian. Das ist für alle das Beste.
Wir sind doch immer so allein.
Lass sie nur heute Nacht bleiben. Bitte, Mutter.
Sie...
Sie können doch nirgendwo hin.
- Nun gut, wenn es dich glücklich macht. - Oh, danke, Mutter.
Max, sie werden nicht hier schlafen. Bring sie zum Nebenhaus.
Möchten Sie einen Lutscher, Signorina?
Die Villa ist etwas runtergekommen, aber das Nebenhaus ist schön.
Die Gräfin möchte keinen Lärm. Verzeihen Sie, aber...
- sind wir uns heute nicht schon begegnet? - Ich...
Aber ja, Sie hatten sich verlaufen und fragten nach dem Weg.
- Erinnern Sie sich sicher nicht? - Nein, nein...
Ich gehe oft in der Stadt einkaufen und kenne viele Leute.
Ich weiß gewöhnlich alles über jeden.
Also?
Entschuldigen Sie.
Bitte schön.
Hier entlang, bitte.
- Wo ist dein Ehemann? - Rate mal.
Er nimmt sein Bad.
Das Erste, was er gemacht hat, war, nach einer Wanne zu schauen.
Machst du dir immer noch Sorgen?
Er weiß alles über uns. Er ist nicht dumm.
Es stört ihn einfach nur nicht.
Was hast du denn? Was ist passiert?
Hat Leandro dich erschreckt?
Er ist unser Butler. Hab keine Angst vor ihm.
Nein, nein, er war es nicht.
- Es war... Es war... - Die Puppe, die er herumträgt?
- Ja! - Die Villa ist voll davon.
Was beunruhigt dich daran? Hab keine Angst.
Ich habe mich hier immer so allein gefühlt, mein Schatz.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie glücklich ich bin, dass du zurück bist.
Zurück?
Dies ist die letzte Rose des Sommers.
Ich habe sie nicht gepflückt, für dich.
Jetzt bist du endlich hier. Mein Schatz, bitte bleib hier.
Wenn du da bist, bin ich anders. Dann erwache ich aus meiner Benommenheit.
Geh nicht fort. Mit dir fühle ich mich lebendig und glücklich.
Maximilian! Maximilian, wo bist du?
Ich bin hier, Mutter!
Entschuldige mich, ich muss weg. Wir sehen uns beim Abendessen.
Wir wollten fort und dort leben.
Die Villa ist zu groß, wissen Sie?
Ich hoffe dennoch, dass Sie sie behaglich finden.
Ja, wir finden sie sehr behaglich.
Ich freue mich, Sie als Gäste zu haben.
- Vielen Dank. - Wir sollten Ihnen danken...
und uns für die Unannehmlichkeiten entschuldigen.
Keine Sorge wegen der Reaktion meiner Mutter.
Sie ist Gäste nicht gewöhnt. Das ist so unerwartet und aufregend.
Sie müssen müde sein. War es eine lange Reise?
Ja, eine lange Reise.
Auf gewisse Weise ist mein ganzes Leben eine Reise.
- Ich bin nie lange an einem Ort geblieben. - Ich beneide Sie.
Sie sind immer in Bewegung, sehen neue Orte,
treffen andere Leute.
Oh, Mutter. Verzeih mir, aber ich...
Ich dachte nicht, dass du...
Guten Abend, die Herrschaften.
Leandro, würdest du mich bitte unseren Gästen vorstellen.
Ich bin Francis Lehar.
Meine Frau und ich möchten uns für Ihre Gastfreundschaft bedanken.
Frau Gräfin, darf ich Ihnen Signore und Signora Francis Lehar vorstellen?
Und dürfte ich Ihnen ebenso Signorina... Signorina...
- Lisa. Lisa Reiner. - Signorina Lisa Reiner.
Bitte, setzen Sie sich.
Wo ist die andere Person?
Die andere Person? Vielleicht meinst du den Chauffeur.
- Er repariert das Auto. - Nein, den Chauffeur meinte ich nicht.
Ich meinte die fünfte Person, die heute angekommen ist.
- Mutter, glaube mir... - Maximilian, mein Lieber,
ich hoffe, du hast ihn nicht vergessen.
Man kann sich hier leicht einen mysteriösen Besucher einbilden.
Ja, bitte.
Blutig, natürlich.
Kennt jemand eine gute Gruselgeschichte?
Nein? Wie schade.
Ich finde, das wäre sehr spaßig und passend für einen Abend wie diesen.
Eine mondlose Nacht, dieses Haus und eine gewisse Atmosphäre...
Ich muss sagen, dass ich Geister Vampiren vorziehe.
Ich finde Sie – wie soll ich sagen? – sympathischer.
Ich habe dir gesagt, dass er zurückkommen wird.
Ich wusste es.
Der fünfte Gast, der mir nicht vorgestellt wurde.
Bitte entschuldigen Sie mich. Ich muss...
Ich bin gleich zurück. Entschuldigen Sie mich.
Ich muss erst noch...
Ah, ja.
Danke, Leandro.
Ich habe dir den Nachtisch gebracht. So wie du ihn magst.
Du hast nichts zu sagen?
Er ist zurück, wusstest du das?
Aber du darfst ihn nicht sehen!
Ich will ihn nicht mehr in unserem Leben haben.
Er hat schon genug Unheil angerichtet.
Er wird diesen Raum niemals betreten!
Du hast nichts zu sagen?
Du schläfst nicht.
Spiel es nur weiter vor, wenn du willst.
Aber du wirst diesen Raum niemals verlassen!
Hab ich mich klar ausgedrückt? Niemals! Niemals.
Das wäre erledigt.
Danke für...
Danke für das Klebeband.
Keine Ursache.
Sie können ihnen sagen, dass der Wagen praktisch fertig ist.
Es war nicht weiter schwer.
Nur ein wenig Klebeband, und das war's.
Wenn nur alles so einfach zu reparieren wäre.
Wie konntest du zurückkehren? Nach allem, was du uns angetan hast!
Mutter... Mutter war sich sicher, du würdest zurückkehren.
Das hat sie immer gesagt. Aber ich dachte nicht, du würdest es wagen!
Warum musstest du jetzt zurückkehren?
Jetzt, wo ich wieder glücklich bin!
Ich lasse nicht zu, dass du alles zerstörst.
Du wirst sie mir nicht wieder wegnehmen! Wo bist du?
Wie kann ich dich aufhalten, wenn ich dich nicht mal sehe?
Wo bist du, du Feigling?
Komm heraus aus der Dunkelheit!
Zeige dich!
Der Wagen ist fast fertig.
Endlich. Ich halte es hier nicht länger aus.
Wir reisen sofort ab. Und Sie, Signorina? Kommen Sie mit uns?
Nein. Ich glaube nicht, dass die Signorina mit Ihnen gehen wird.
Signore Maximilian hat sie gebeten zu bleiben.
Komm. Komm näher, Mädchen.
Die Augen, Leandro. Welche Farbe haben sie?
Wechselhaft, Madame.
Aber im Kerzenlicht...
...blau.
Mein Gott, sie ist blind.
Und die Haare, Leandro?
Welche Haarfarbe hat sie?
Sie sind golden und leicht gewellt.
- Golden wie ein Weizenfeld? - Nein, Madam, noch heller.
Und sie umrahmen ein noch schöneres Gesicht.
Ich habe dir gesagt, du sollst gehen, aber du wolltest nicht hören.
Jetzt ist es zu spät.
Ich werde noch wahnsinnig.
Diese Leute sind verrückt. Was treibt George eigentlich?
Du weißt doch, was er treibt. Er repariert das Auto.
Beruhige dich, Liebling. Bitte beruhige dich.
Nun gut. Ich geh raus und seh mal nach.
Aber werde nicht hysterisch.
Endlich! Es wurde auch Zeit!
Im Leben gibt es fast immer...
eine einfache Erklärung für alles, was passiert.
Glauben Sie mir.
Elena!
Hab keine Angst.
Als ich dich sah, so traurig und einsam in dem Haus,
dachte ich, dass meine Liebe dir helfen könnte.
Oh, Carlo, mein Liebster.
Verlass mich nicht, meine Liebste.
Es erfüllt mich mit Traurigkeit, zu denken,
dass das passieren könnte.
Ich habe jahrelang auf dich gewartet.
Sag mir, dass du nur wegen mir zurückgekommen bist.
Elena, Lisa... Für mich bist du immer dieselbe.
Ich habe dich immer an meiner Seite gehabt.
Ich habe jahrelang auf dich gewartet.
Endlich hast du keine Angst mehr vor mir.
Nein!
George?
George!
Wo bist du?
George?
George!
Mein Gott, wo bist du?
George?
Wo warst du? Hast du George gefunden?
Reiß dich zusammen und zeig etwas Würde.
Willst du mir deine Männlichkeit beweisen?
Ich bin sehr unbeeindruckt, glaub mir.
Lass meine Hand los!
Warum?
Wir müssen die Polizei benachrichtigen.
Nein, dann wären nur noch mehr Leute im Haus.
Das wäre schrecklich.
Mutter hat es vorausgesagt...
Wir dürfen sie nicht rufen. Sie werden sich in unser Leben einmischen.
Und wir werden alle schuldig sein.
Es gibt nichts Schlimmeres, als die Vergangenheit aufzuwühlen.
Wir alle haben etwas zu verbergen.
Etwas, das früher oder später ans Licht kommen wird.
Vorsichtig.
Ihre Mutter dachte, es sei noch jemand im Haus.
Es muss einen Grund geben, warum wir ihn noch nicht gesehen haben, oder nicht?
Wenn Sie sich meinen bescheidenen Rat anhören würden, Mr. Lehar:
Es wäre das Beste, wenn Sie sofort gehen würden.
Verstehe.
Glauben Sie, mein Chauffeur hat etwas entdeckt, was er nicht hätte entdecken sollen?
Wer weiß...
Vielleicht hat er jemanden belästigt, Signore Lehar.
Und dies scheint mir ein geeigneter Ort zu sein, um jemand Unerwünschtes loszuwerden.
Unerwünscht?
Aber wieso?
Wir kennen niemanden in diesem Haus.
Das ist nicht wichtig.
Wichtig ist, dass Sie gehen und uns den Toten überlassen.
- Verzeihung, aber hätten Sie eine Zigarette? - Oh, sicher.
Leandro!
Verzeihung, Signore, würden Sie bitte Ihre Zigarette ausmachen?
Der Rauch stört die Gräfin.
- Haben Sie mich gerufen, Madame? - Wo ist mein Sohn?
Ist er bei dem Mädchen?
- Ich weiß es nicht. - Du musst sie fortschicken.
Es ist so schön, wieder auf eine Zukunft hoffen zu können.
Ich fürchtete schon, für immer zur Einsamkeit verdammt zu sein.
Das verdanke ich dir, und dir allein.
Ich fühle mich wieder lebendig.
Ich könnte es nicht aushalten, wieder von dir getrennt zu sein.
Du darfst mich nicht mehr verlassen. Nie mehr.
Wenn du das tust, werde ich...
Nein, nein, nein, nein. Das lasse ich nicht zu.
Oh, Maximilian.
Wie ist das möglich?
Wie kannst du nur solche Worte sagen?
Ja.
Ja, Mutter.
Ich kann diese Worte sagen, weil ich nicht bereue, was ich gesagt habe.
Ich bereue nur das, was ich nicht getan habe.
Mutter, bitte.
Versuche, mich zu verstehen. Wenn du nur wüsstest, wie verzweifelt ich bin...
Wir wissen beide, wie es enden wird, Maximilian.
Nein, nicht dieses Mal, Mutter. Es wird anders sein, hörst du?
Du wirst mich nicht davon abhalten, ich selbst zu sein.
Ich bin erwachsen. Ich bin nicht mehr dein kleiner Junge.
Ich bin kein Kind mehr. Lass mich mein Leben leben.
Komm, Maximilian, komm her.
Sei still! Nicht schreien!
Bitte! Er könnte uns hören.
Es ist Leandro. Aber keine Sorge, ich bin ja jetzt da.
Du darfst keine Angst vor mir haben. Ich möchte dir helfen.
Du bist in Gefahr. Wir müssen weg von hier, vertrau mir.
Ich bin hier, um dir zu helfen.
Ich muss nachsehen, was er macht. Geh nicht weg. Warte hier auf mich.
Elena!
Was ist passiert? Warum hast du geschrien?
Elena! Elena! Renn nicht weg! Elena!
Warum, Elena?
Ich kann dir helfen. Bitte vertrau mir.
Wenn du damit fertig bist, um deinen Liebhaber zu trauern,
können wir von hier weg.
- Gehen wir! - Nein...!
Komm schon.
Steig ein.
Frank, ich kann so nicht weg.
Ich will bei George bleiben, bis er begraben ist.
Ich sagte, steig ein.
Die Romanze ist jetzt vorbei.
Hab keine Angst, meine Liebste.
Elena...
Wir haben so viel gelitten. Aber das ist nun vorbei, meine Liebste.
Ich bin nun bei dir. Es wird alles bald vorbei sein.
Elena.
Hilfe!
Hilfe!
Hilfe!
Nein! Nein!
Es ist spät, die Uhr läuft. Alles ist bereit.
Die Zeremonie wird bald beginnen.
Das ist dir egal, was?
Tut mir leid.
Sieh doch mal, wie du aussiehst.
Wenn die Gräfin dich so sieht, bekomme ich Ärger.
Was für ein mieses Material.
Wo ist der Klebstoff?
Zersplitterter Kopf oder nicht, die Beerdigung muss stattfinden.
Es gibt keinen Aufschub.
Wir dürfen die Gräfin nicht warten lassen.
Sie hat es eilig, den toten Mann zu begraben.
Und ich kann ihr keinen Vorwurf machen.
Sie will ihn loswerden.
Natürlich... Er ist keine schöne Erinnerung.
Ein Mann, der seinen Kopf verloren hat.
Das ist ziemlich gut! Ein Mann, der seinen Kopf verloren hat.
Ein Ehemann.
Ein Ehemann, der seinen Kopf verloren hat...
wegen eines jungen Mädchens.
Die Gräfin legt Wert auf Traditionen.
Jeder Tote bekommt eine Puppe, auf dass er ewig weiterlebt.
Traditionen, sagt sie. Überstunden sage ich!
Traditionen sind ihr wichtig.
Ich verstehe nichts von diesen Dingen.
Aber was versteht ein armer Teufel wie ich schon von Traditionen?
Arbeit und Erschöpfung, die sind mein Vermächtnis.
Diese Puppen zerbrechen, zerspringen, platzen auf und werden rissig,
und ich muss sie wieder zusammenflicken.
Und jetzt muss ich noch eine Puppe bauen.
Zum Glück siehst du aus wie die andere.
Denn morgen wirst du nicht mehr unter uns sein, so viel ist sicher.
Ich wusste, dass du zurückkehrst.
Alles ist bereit. Wir warten nur auf dich.
Aber du bist nicht wegen mir zurückgekehrt, deiner Ehefrau.
Du bist wegen ihr zurückgekommen, die den Körper gefunden hat,
der ihr so ähnlich sieht.
Vorsichtig. Trotz allem ist sie immer noch eine Frau.
Was für eine Katastrophe...
Welch beklagenswerte Handlungsweisen.
Das wäre hiermit verdunstet.
Wo Rauch ist, da ist auch Feuer.
Wegen diesem engelsgleichen Gesicht mussten so viele Menschen sterben.
Wer bist du? Elena?
Oder Cleopatra?
Oder Dornröschen?
Ich bin der Märchenprinz.
Nein, das funktioniert nicht.
Wach auf, Dornröschen.
Wie fühlst du dich? Hast du gut geschlafen?
Nein... Aber... das ist nicht möglich.
- Das ist nicht möglich! - Vorsicht, der Klebstoff ist noch frisch.
Handgröße... 6,5.
Das kann er nicht sein! Er hat mit mir geredet!
Es gibt keinen Grund, Angst zu haben.
Ist gut möglich, dass er mit dir geredet hat. Das ist Signore Carlo.
Der zweite Ehemann der Gräfin, also Maximilians Stiefvater.
Du kannst schon mit ihm geredet haben, er war ja hier.
Das hab ich nicht gemeint.
Ich habe ihn schon mal gesehen, und da war er tot und lag in einem Sarg in der Kapelle!
- In der Kapelle? - Ja.
Nein, nein, nein, nein. Du hast diese Puppe im Sarg gesehen.
Ich hab sie zur Probe für das Begräbnis da reingelegt.
Dann hab ich sie beschädigt, als ich sie hierher zurückbrachte...
Aber sag das bitte nicht der Gräfin. Ich hab sie ja repariert.
Und sehr gut, wenn ich mal so sagen darf.
Dann lebt Carlo also noch.
Oh, nein.
Signore Carlo ist tot.
Max! Max!
Leandro. Leandro!
- Ja, Signora? - Ich habe sie wegrennen hören.
Sucht sie nach meinem Sohn?
Sag mir, Leandro, sieht sie aus wie sie?
- Sag es mir, sieht sie ihr wirklich ähnlich? - Ja, sehr.
Sie ist Signora Elena in Person.
- Wir müssen Sie finden. - Jawohl, Signora.
Maximilian!
Deine Mutter sucht nach mir!
Wir werden fortgehen, nur wir beide.
Ich helfe dir zu fliehen. Und du hilfst mir zu leben.
Meine Mutter ist wahnsinnig vor Eifersucht.
Mit dir zusammen kann ich endlich diesem schrecklichen Albtraum entfliehen.
Hilf mir. Bitte verlass mich nicht.
Sieh in dem Zimmer nach, Leandro.
Wir müssen sie finden.
Sieh überall genau nach. Finde sie, Leandro!
Bitte tu, was ich dir sage.
Wir müssen sie finden, hast du verstanden?
Wir müssen sie finden, bevor Maximilian es tut.
Oder es wird zu spät sein.
Sieh nur, wie schön du bist.
Ich dachte, ich würde nie wieder ein so schönes Mädchen wie dich treffen.
Du bist sogar noch schöner als Elena.
Elena?
Komm.
Komm.
Ich will nicht mehr an Elena denken.
Ich möchte keine traurigen Gedanken mehr haben.
Ich habe sie sehr geliebt.
Ich habe sie geheiratet und liebte sie von ganzem Herzen.
Aber sie hat mich hintergangen. Komm und sieh sie dir an.
Komm.
Was hast du denn?
Das ist Elena. Jetzt sei doch nicht so.
Ich sagte doch, dass sie mir nichts mehr bedeutet.
Ich versichere es dir, meine Liebe. Sie bedeutet mir gar nichts.
Ich liebe dich, nur dich.
Glaube mir.
Ich liebe dich, Lisa.
Sie wollte mir nicht helfen.
Ich habe sie angefleht, aber sie wollte nicht.
Sie war gemein. Sie wollte nicht.
Verstehst du?
Vergib mir, meine Liebste.
Jetzt werden wir für immer zusammen sein.
Du und ich.
Für immer.
Mit dir wird es anders sein.
Ich weiß es.
Es muss anders sein.
Verschwinde.
Verschwinde!
Ich kann nicht, wenn du da bist!
Warum quälst du mich?
Warum?
Verschwinde, Gestank des Todes!
Dies ist keine Beerdigung, sondern eine Hochzeit!
Eine Hochzeit!
Glaubst du, dass das möglich sein wird?
Es ist alles meine Schuld.
Ich hätte dich aufhalten sollen.
Du hättest dieses Mädchen nie kennenlernen sollen.
Nach allem, was du Elena angetan hast.
Nach allem, was ich Elena angetan habe?
Und was sie mir angetan hat, ist egal?
Sie wollte mit deinem Ehemann durchbrennen.
Mit deinem Ehemann!
Er hat nie herausgefunden, warum Elena nicht zu ihm stoßen konnte.
Ich habe mich für dich und mich gleichzeitig gerächt.
Und ich bin dir dankbar.
Aber es ist nicht so einfach wie du glaubst, Maximilian.
Ich verstehe nicht. Was meinst du, Mutter?
Jemand wird nach diesen Leuten suchen.
Früher oder später finden sie heraus, wie die Dinge gelaufen sind.
Sie wollten mir Lisa wegnehmen.
Dieser dämliche Chauffeur.
- Ich hätte ihn um jeden Preis aufhalten sollen! - Du musst das Mädchen loswerden.
Das ist unsere einzige Hoffnung.
Wir müssen sämtliche Spuren verwischen.
So können wir uns vielleicht retten.
Sonst nehmen sie dich mit und bestrafen dich.
Ich kann so nicht weitermachen!
Ich kann nicht so in deinem Schrein des Todes leben, der mich umgibt!
Ich will leben.
Ich will frei sein. Unter Menschen sein! Verstehst du?
- Ja, ich verstehe, mein Junge. - Nenn mich nicht so!
Ich bin deine Mutter.
Niemand kann dich besser verstehen und beschützen als ich.
Hör mir zu, Max.
Wenn du uns retten willst, muss das Mädchen verschwinden.
Du musst sie um jeden Preis loswerden.
Lisa...
Lisa...
- Oh, nein. - Du musst deiner Mutter gehorchen.
Du warst heute sehr böse zu mir.
Aber ich habe dir bereits vergeben. Ich weiß, dass du es nicht wolltest? Stimmt's?
Sag, dass du mich liebst.
Leandro!
Leandro! Wo bist du?
Leandro! Leandro!
Leandro!
Nein, Mutter. Nein!
Nein, bitte nicht!
Nein. Nein!
Nein!
Ein Schatten wie der Tod.
Deine Beute wurde befreit,
als die andere Tür geöffnet wurde...
und er nochmal gerettet wurde. Der Ball ist an allem schuld.
- Hey, komm sofort zurück! - Warum?
Sie ist ein Geist. Sie kann nicht real sein.
Jeder weiß, dass in dem Haus keiner mehr wohnt.
Das ist ein verlassenes Haus!
- Lasst uns gehen! - Ich hab Angst!
Hier sind Sie ja, Signore Leandro.
Glauben Sie mir, ich habe mich so sehr beeilt, wie es nur ging.
Ich hoffe, sie gefällt Ihnen.
Diese Puppe brauche ich nicht mehr. Nun ist es zu spät.
Zum Flughafen, bitte.
Bitte schnallen Sie sich an...
und lassen Sie Ihre Sitze in einer aufrechten Position.
Danke.
Hier spricht Ihr Kapitän.
Wir fliegen in einer Höhe von zirka 10.000 Metern...
mit einer Geschwindigkeit von 800 bis 1.000 km/h.
Es sieht so aus, als würden wir unser Ziel planmäßig erreichen.
Wir hoffen, Sie haben eine angenehme Reise.
Nein!
Nein!
Hilfe!
Nein!
Hilfe! Aufmachen!
Bitte machen Sie auf!
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