All language subtitles for Der Tatortreiniger - S01E03 - Nicht +-ber mein Sofa.deu

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Original subtitles

Untertitel: Norddeutscher Rundfunk 2012

* (Sprechanlage) Ja, bitte? *

Moin – ich komm von der Reinigungsfirma Lausen GmbH.

Sie hatten angerufen.

* Wer sind Sie? *

Reinigungsfirma Lausen.

* Hallo? *

Ja?

* Also, wenn der grüne blinkt, muss ich hier drücken. *

* Nee, den anderen. So ist's richtig. Ja bitte? *

Ja, mein Name ist Schotte, Reinigungsfirma Lausen.

* Können Sie bitte etwas lauter sprechen? *

Lausen! Reinigungsfirma Lausen! * Rauschen *

* Hallo. *

Ja? Ich bin noch da.

* Hallo ... *

* Bellen *

* Ach, jetzt hab ich auf den Hund gedrückt. *

* Das ist ja ein Murks ... Ach, der hier ist es. *

Oh Mann, los jetzt! Omma, mach!

* Haben Sie grad "Omma" zu mir gesagt? *

Bitte? Nee, ähm, ich sagte nur: "Omma ma die Hecke schneiden soll."

* Sind Sie vom Ordnungsamt? *

Nee, von der Reinigungsfirma Lausen. Sie hatten angerufen.

* Sie waren aber nicht am Telefon. Das war ein netter, älterer Herr. *

Ja, das war mein Chef. Das war der Herr Lausen.

* Und Ihr Name ist? *

Schotte. Heiko Schotte.

* Wie? *

SCHOTTE!!!

* Sind Sie Ausländer? *

Nee, das ist mein Name. Sind Sie Frau Hellenkamp?

* Warum wollen Sie denn das wissen? *

Weil Sie angerufen hatten.

* Haben Sie Ihren Ausweis bei sich? *

* Hallo ...?! *

Ja.

* Ich seh gar nichts. *

Ah, hier! * Ach jetzt. Sind Sie das? *

Das sehen Sie doch!

* Nee. Irgendwie ist die Kamera zu hoch eingestellt. *

* So sehe ich ja nur den Ausweis. Würden Sie bitte mal hüpfen? *

Wa ...?!

* Hochspringen, dass ich Ihr Gesicht sehen kann. *

Soll ich in der Luft kurz stehen bleiben?

* Können Sie das denn? *

* Hallo? * Ja, ich bin noch da.

* Sie müssen etwas höher hüpfen. *

Ist der Baum da im Bild? * Der Baum? *

Wenn Sie auf den Bildschirm gucken, was sehen Sie denn da?

* Da ist die Straße, ... und 'n Baum. *

Hach, hab ich mich erschreckt!

Geht den meisten so. Damit muss ich leben.

* Soweit ich das sehe, haben Sie ein ganz anständiges Gesicht. *

Ja, danke.

* Aber nach Abitur sehen Sie nicht gerade aus. Wie war noch der Name? *

(laut:) Mein Name ist Heiko Schotte, und ich hab kein Abitur!

So stolz wär ich da mal nicht drauf.

* Wenigstens sind Sie ehrlich, junger Mann. *

* Summen *

Tag. Guten Tag, Hellenkamp.

Darf ich?

Danke.

Vorsicht!

* Krachen * Oh, das wäre teuer geworden.

Das weiß ich, weil ... äh, bei mir um die Ecke ist 'n Trödler,

der hat die auch.

Nicht die jetzt, aber, ...

Die haben Sie wohl nicht vom ...

Die habe ich ersteigert.

Bei eBay? Bei Sotheby's.

Ah!

Bitte, hier entlang.

Eieieiei!

Das treibt einem Tränen in die Augen. Sehen Sie sich das Sofa an!

Ich kann da gar nicht hingucken. Das tut so weh im Herzen.

Trotzdem haben Sie Glück gehabt, ne?

Das können Sie laut sagen. So 'n Messer hatte der.

Ich hab ja schon geschlafen, da hör ich plötzlich ein Geräusch.

Ich denk, die Katze vielleicht?

Aber das wurden immer mehr Geräusche - regelrecht ein Gepolter.

Und dann bin ich runtergegangen – und dann ... stand er da.

Und machte sich an den Schubladen zu schaffen.

Ich frage: "Was machen Sie denn da?"

Er hat sich fürchterlich erschrocken.

Er dachte vielleicht, ich wär verreist.

Dann zog er das Messer und kam auf mich zu.

Und da hab ich gedacht: "Tja, das war's. Feierabend."

Kann ich mir vorstellen.

Dann hat er mich in den Sessel geschubst, aber mit so einer Wucht.

Mir tut jetzt noch alles weh. Und dann fragte er mich nach dem Tresor.

Das wollte ich ihm aber nicht sagen. Das war aber sehr gefährlich.

Deshalb hab ich eine Ohnmacht vorgetäuscht.

Na, das war aber ... schlau.

Nicht wahr? Und dann?

Dann hat er den Tresor gesucht. Ich hab immer heimlich zugeguckt.

Und da seh ich, wie der mit seinen Straßenschuhen auf das Sofa steigt.

Und da konnt ich nicht mehr.

Ich sagte: "In der Handtasche sind 2000 Euro, die können Sie haben.

Aber Sie gehen bitte mit Ihren Straßenschuhen vom Sofa runter."

Da dreht der sich um, springt runter und schlitzt vor meinen Augen ...

... das Sofa auf! Oah!

Seit 185 Jahren ist dieses Sofa im Besitz von Hellenkamp.

Da hat Karajan drauf gesessen. Und da kommt so jemand und ...

Als ich das gesehen habe, konnte ich nicht mehr.

Da bin ich – wie sagt mein Enkel immer? – ausgerastet.

Da sind Sie ... und wie?

Ich hab ein Kissen nach ihm geworfen, so wütend war ich.

Da sind Sie ja richtig ... ... ausgerastet.

Da kommt er mit dem Messer an.

Ich die Treppe hoch, er hinterher – und auf der Treppe packte er mich.

Ich konnte mich losreißen und mache so nach hinten, so ...

Er verliert das Gleichgewicht, fällt die Treppe runter.

Bleibt liegen und röchelt.

Ach, der war noch gar nicht tot?

Nein. Ich musste ihn ja erst in die stabile Seitenlage bringen.

Aber bis Polizei und Notarzt kamen, da war er ... ja.

Sie sind sehr tapfer. Ich wär panisch aus dem Haus gerannt.

Dass Sie sich noch um den gekümmert haben, also – Respekt!

Wissen Sie, ich hab so viel erlebt, ich laufe vor niemandem mehr weg.

Im nächsten Monat werde ich 87. Hm.

87? Oah – sieht man Ihnen überhaupt nicht an.

Ach, hören Sie doch auf. Wie lange brauchen Sie?

Mit 2 Stunden komm ich wohl nicht längs, ne?

Soll das Sofa raus?

Wie raus?

Ich frag nur, dann müsste ich noch 'nen Kollegen rufen.

Prinz Heinrich hat auf dem Sofa gesessen.

Während seiner mittäglichen Kollationen.

So? Heinrich, der ... Schlawiner.

Wie meinen Sie denn das?

Ich mein damit, dass ...

Die waren doch damals alle so 'n bisschen ... oder?

Karajan hat auch schon da gesessen?

Johannes Brahms. Respekt!

Ich kann gar nicht alle aufzählen.

Kellinghusen - Pfefferdorn, Admiral August von Stibbelsen.

Der hatte auf diesem Sofa einen Herzinfarkt.

Und trotzdem hat er seine Tasse Schokolade ordentlich abgestellt.

Nur damit er auf dem Sofa keine Schokoladenflecken hinterlässt.

Und dann kommt so einer und trampelt mit Straßenschuhen drauf rum.

Gründgens hat da gesessen, Grostehagen, Else Kaufmann ...

Obwohl ich finde, da hat man zu viel Aufhebens drum gemacht.

Sie war ja nun mal mit ihm verheiratet.

Äh ... mit wem jetzt noch mal?

Sie war die Frau von dem Gauleiter Kaufmann.

Vom Gauleiter?

Ja, aber sie war nicht so. Eigentlich eine ganz Nette.

Ich muss dann auch mal anfangen.

Das machen Sie aber sehr ordentlich, junger Mann.

Man sieht, Sie machen das mit Hingabe.

Hauptsächlich mach ich das mit Amidosulfin.

Aber insgesamt macht es Ihnen Freude.

Na ja, Freude ...

Meine Arbeit fängt da an, wo sich andere vor Entsetzen übergeben.

Das ist einfach mein Job, ne?

Verstehe.

Was machen Sie beruflich?

DAS mach ich beruflich. Ich bin Tatortreiniger.

Diesen Fleck können Sie lassen. Der geht nicht raus.

Da hab ich mich vor 15 Jahren schon wundgeputzt.

Das ist ja weggegangen! Und tschüss! Ist schon passiert.

Wie weggezaubert. Da haben Sie mich überrascht, junger Mann.

Ich bin auch wirklich gut.

Manchmal überlege ich, ob ich die Seiten wechsel.

Putzer für die Bösen, ne?

Könnt ich der Polizei das Leben richtig schwer machen.

Ständig auf der Flucht wär doch auch kein Leben.

Aber da hätt ich 'n ganz tolles Fluchtauto, ne? Vorsicht.

Also, hier ist der hingefallen? Ja.

Ich wunder mich, weil ... – hier ist auch so viel Blut.

Ja, fürchterlich – überall Blut.

Das heißt, der ist hier hingefallen, und dann von hier nach da?

Das weiß ich nicht mehr, ich stand unter Schock. Ja, klar.

Oder er ist hier gegen das Geländer, dann da, und von hier nach hier.

Hören Sie auf, ich versuche es doch gerade zu vergessen.

Tut mir leid.

* Genervtes Seufzen *

Na, du ... lauter Kater ... oh ... oah, oaaaah!

Um Gottes willen – ist was passiert?

Hä? Nee. Ist alles in Ordnung.

Boah – der Quattroporte da draußen ist dann wohl Ihrer, wa? Der was?

Der schwarze Maserati. Ach, das Auto.

Genau, das ... Auto. Ja, das gehört mir. Gefällt's Ihnen?

Wa?! Das ist 'n Maserati!

'n Maserati!

Ich finde den Quattroporte noch besser als den Cambiocorsa.

Wobei der Cambiocorsa Formel-1- Schaltwippen am Lenkrad hat.

Aber die kann man auch in den Quattroporte einbauen.

Und der hat sogar noch mehr PS: 431! Hubraum 4,7 glaub ich, ne?

Die hatten Probleme mit den Nockenwellen,

haben das aber durch Hydrostößel in den Griff gekriegt.

Hatten Sie Probleme mit den Hydrostößeln?

Ich glaube nicht, ich trinke 2 Liter Wasser täglich.

Ist jedenfalls 'n geiles Auto. Also, supergeil.

Für mich ist es ein bisschen groß.

Ich fahr damit nur zum Friedhof um die Ecke.

* Türglocke *

Oh, das könnte ... Jost sein.

Zum Friedhof um die Ecke ...

Können Sie bitte etwas lauter sprechen?

Ja, warte – ich helf Ihnen.

So ein Messer! So!

Vivi, im Namen der gesamten Alster- Sozietät möchte ich dir sagen,

wir sind geschockt über diesen Akt des Vandalismus.

Wir werden ein weiteres Bürgerbegehren einreichen.

Wir fordern Strafverschärfungen, Straßenposten, nächtliche Kontrollen

und natürlich das Recht, unser Eigentum zu schützen.

Es kann nicht sein, dass man auf seinem Grund und Boden

keine Elektrozäune aufstellen darf! Wo sind wir denn?!

Weißt du, was Torbensen gesagt hat?

Wenn das so weitergehe, kaufe er sich ein Krokodil.

Dann zieht er einen Wassergraben um sein Haus und setzt Krokodile rein.

So geht das doch nicht weiter! Muss doch mal durchgegriffen werden!

Karajan hat schon drauf gesessen.

Und Johannes Brahms.

Ja, und äh, wie heißt der noch?

Walther Pfefferdorn. Nein, den mein ich nicht.

Admiral von Stibbelsen.

Den auch nicht. Der alte Büttenhoge natürlich ...

Gustaf Gründgens saß da schon.

Und Professor Reimers.

Und die nette Frau Gauleiterin.

Wenn du etwas brauchst: Wir sind immer für dich da.

Den Schläger können Sie mir geben.

Die Flecken ... Möchten Sie Kaffee?

Das ist Blut. Mit Milch und Zucker?

Schauen Sie – das ist Blut. Kann ich mir nicht vorstellen.

Da bin ich mir ziemlich sicher.

Ach, jetzt fällt mir das wieder ein.

Bei dem Gerangel auf der Treppe ist der hinterhergefallen.

Und dann ist er wieder nach oben gefallen?

Ich bin zum Telefon, um die Polizei zu benachrichtigen,

hatte es schon in der Hand und sehe wieder dieses zerstörte Sofa.

Das Sinnlose hat mich so geärgert. Diese barbarische Zerstörungswut.

Da hab ich entschieden: Wer so was tut, hat keine 2. Chance verdient.

Und da haben Sie ihn hiermit ...?

Erst wollte ich ihn mit dem Messer ... das lag ja noch da.

Aber ich wusste nicht, wie ... wohin stechen?

In den Hals, Bauch? Am sichersten ins Herz, aber da hatte ich Angst.

Ich dachte, ich rutsche ab, und da gibt es Gemurkse.

Ich wollte, dass es schnell geht, dass er nicht unnötig leidet.

Wie feinfühlig.

Dann hab ich den Schläger geholt, habe noch überlegt,

ob ich den Einser Holz nehme. Dann doch das Siebener Eisen.

Das Problem war, dass der Mann nicht ruhig liegen wollte.

Immer mit dem Kopf so ...

Ich musste ihn erst in die stabile Seitenlage kriegen.

Da hab ich tief Luft geholt, hab an den perfekten Swing gedacht.

Hüfte, Schulter, Handgelenk.

Pfffft, durchgezogen.

Das war's. Hole-in-one.

Sie haben dem eiskalt den Schädel eingeschlagen?

Nein, nein, ich war schon sehr aufgeregt.

Aber das muss man unter Kontrolle haben, sonst verreißt man.

Sie haben den ermordet! So kann man das nicht sagen.

Außerdem war der schon so hinüber, der hat gar nichts mehr mitbekommen.

Ich kann das nicht glauben! Sie haben einen Menschen umgebracht!

Weil der Ihr Sofa aufgeschlitzt hat!

Aber das bedeutet mir sehr viel.

Das ist 'n Ding! Äh, 'n Möbelstück!

Ja, gut, 'n sehr schönes, aber dafür haben Sie einen Menschen umgebracht!

Einen sehr bösen.

Sie wissen doch gar nichts über den.

Gut, der ist eingebrochen, das war nicht in Ordnung.

Aber vielleicht war das 'n armes Schwein.

Ich hab dem 2000 Euro geboten. Das ist sehr viel Geld.

Da kann der sich viel Schnaps für kaufen.

Oder die Medikamente für seine kranke Mutter.

Na, so ein Kitsch. Den glauben Sie doch selber nicht.

Gut, das mit der kranken Mutter glaub ich auch nicht.

Aber trotzdem gab es keinen Grund. Ich mein', der war doch wehrlos.

Aber trotzdem hat er eine alte Frau mit dem Messer bedroht.

Das war nicht in Ordnung.

Aber deshalb kann man doch nicht ... Sie haben den ja quasi hingerichtet.

Bestraft hab ich ihn. Ja, das hab ich.

Damit er das nie wieder tut. Da gibt es aber ein Problem:

Anders als zu Zeiten von Heinrich dem Dingens

regeln so was heute Gerichte.

Letztendlich hat's Gott entschieden. Mir hat er die Kraft gegeben.

Die Staatsanwaltschaft wird das anders sehen.

Jemand ist eingebrochen, Gerangel auf der Treppe ...

Ich glaube nicht, dass da wer groß Verdacht schöpft.

Zum Beispiel ich. Ich muss das melden – was denken Sie denn?

Wieso müssen Sie? Ja, muss ich.

Das glaubt Ihnen ja kein Mensch.

Klarer geht's doch gar nicht.

Das kann man ganz anders interpretieren.

Hä?! Tatwaffe, Blut des Opfers und Ihre Fingerabdrücke.

Da gibt's nichts zu interpretieren.

Das Blut können Sie hinterher drauf gemacht haben. Ich?!

Ihre Fingerabdrücke sind ja auch drauf.

Warum soll ich das gemacht haben? Um mich zu erpressen!

Eine Freundin in der Pathologie kostet das 2 Minuten, um zu sehen,

dass der Schläger zu dem Loch im Kopp passt.

Wenn alles so glatt geht. Aber da geht's nicht immer koordiniert zu.

Ich weiß das von Hauptkommissar Hendricks, ein guter Freund von mir.

Soll das denn heißen?

Wir gehen zusammen in die Oper. Deswegen bin ich sicher,

dass er die Ermittlungen gegen Sie mit Nachdruck führen wird.

Gegen mich? Immerhin wollten Sie mich erpressen.

Also, das ist ja Quatsch! Das ist so offensichtlich, und außerdem ...

... wollten Sie mich vergewaltigen. Verge... wa?!

So ein Prozess kann sich enorm in die Länge ziehen.

Und teuer werden. Man beschäftigt ja meistens mehrere Anwälte.

Schon sind 50.000 Euro weg. Die könnte man sinnvoller verwenden.

Sie wollen mich bestechen.

Ich möchte Sie unterstützen. Sie sind ein anständiger Mann.

Mit etwas Unterstützung könnten Sie eine Menge aus sich machen:

Abitur nachmachen, eine richtige Ausbildung.

Ich hab 'ne richtige Ausbildung. Sogar 'ne Spezialausbildung.

Ich kann mein Geld gut alleine verdienen.

Es reicht nicht für 'ne vergoldete Kloschüssel.

Und ich bestell meine Vasen nicht bei Sotheby's.

Aber ich brauche keine Almosen. Von Ihnen schon gar nicht.

Ich brauch kein Sofa, wo von Hinz und von Kunz schon drauf saßen.

Meine Arbeit ist nicht toll.

Manchmal mach ich echt den letzten Dreck weg.

Aber ich weiß, von welchem Geld ich mein Feierabend-Bier kaufe.

Danke fürs Angebot. Ich brauch Ihr Geld nicht!

Sie haben Recht. Ja, ich weiß.

Man braucht wirklich weniger im Leben, als man denkt.

Ich denke immer, das schwarze Auto brauch ich auch nicht wirklich.

Ich überlege, wem ich es schenken könnte.

Sie wollen den Maserati verschenken?

Wissen Sie vielleicht jemanden?

Äh ... ich!

Bei Ihnen wär das in guten Händen. Ach, was soll der Konjunktiv!

Ich schenke es Ihnen – man muss auch mal spontan sein.

Sie schenken mir den Maserati?

Schon passiert. Sie sind im Besitz von dem Modell ... äh ...

Quattroporte.

Wollen Sie das Auto von innen sehen?

Der Autoschlüssel hängt am Schlüsselbord an der Haustür.

Ist was nicht in Ordnung?

Allerdings! Das ist so was von nicht in Ordnung. Und das wissen Sie!

Trotzdem guter Versuch.

Und selbst wenn:

Ich wüsste nicht mal, wie ich die Versicherung bezahlen soll.

Da machen Sie sich keine Sorgen. Die Versicherung übernehme ich.

Echt? Ja, natürlich – sonst wär's ja kein Geschenk.

Trotzdem: nein.

Ich habe Ihnen das Auto geschenkt.

Und wenn Sie es nicht mehr möchten, können Sie es mir zurückbringen.

Sie können es sich noch überlegen.

Auch noch in schwarz.

Guck dir das doch mal an da. Das ist 'n Maserati!

Interessierst dich nicht für Autos?

Sie hat ihn mir ja schon geschenkt. Die hat das ja schon gemacht.

Tot ist der ja sowieso schon.

* Schnurren *

Der Quattroporte, der schnurrt auch wie so 'n Kätzchen.

Der ist wie du, nur ... noch geiler.

Moin! Schotty hier. Pass auf ...

* (Stimme im Handy) Hey, tut mir leid wegen der CD, aber ich ... *

Deswegen ruf ich nicht an – Folgendes:

Ich bin bei 'ner alten Frau, die will mir 'nen Maserati schenken.

Kann ich das annehmen?

* Die will dir 'nen Maserati schenken? *

Ja, 'n Quattroporte.

* Quattroporte? *

* Quattroporte?! *

* Ich werd verrückt! *

* Probleme mit Nockenwellen, aber das haben sie im Griff. *

* Der hat 431 PS! *

Das weiß ich selber. Ich frag dich, ob ich das annehmen kann!

* Was musst du denn dafür machen - sie flachlegen? Höhö. *

Die hat jemanden umgebracht, und ich soll die Klappe halten.

* Bist du wahnsinnig?! *

Ja, ich weiß ... aber ist halt echt 'n geiles Auto!

* Die schenkt dir 'nen Maserati, und du musst nichts dafür machen? *

Wa? Ich hab doch gesagt, ich soll ...

* Was ist denn das Problem? Du hast doch niemanden umgebracht. *

* Das wird dir nie wieder passieren! *

* Wenn du nicht willst, soll sie ihn mir geben. *

* Ich halt auch die Klappe. *

* Ist die Leiche schon weg? Ich fahr die weg, kein Problem. *

* Ich kenn 'nen Platz im Wald und kann 'ne Schaufel mitbringen. *

* Sie räuspert sich. *

Sie sind aber schreckhaft, junger Mann!

Bei Ihnen weiß man nie,

ob Sie nicht mit 'nem Golfschläger dastehen.

Apropos: Wenn Sie die Polizei benachrichtigen möchten, dann jetzt.

Ansonsten würde ich ihn gerne saubermachen.

Nee, das kann man trotzdem feststellen.

Ich würde ihn der Ordnung halber gerne nach oben bringen.

Mit Ihrem Schläger können Sie machen, was Sie wollen.

Würden Sie mir was von Ihrem Reinigungs... Auf gar keinen Fall!

Ist ja gut. Ich hab ja nur gefragt.

Mann!

* Handyklingeln (Tatort-Melodie) *

Ja, Chef – was gibt's?

Goethestraße? Ja, ja – wo genau?

Ach nee, ich muss hier noch einnebeln, und ...

Bestimmt noch 'ne halbe Stunde. Dann wollte ich ess...

* Schrei und Poltern *

Bleiben Sie mal kurz dran, bitte.

Chef? Das dauert hier doch noch länger.

Ich muss hier noch mal ganz von vorne anfangen.

Hä? Ja, 2. Auftrag, selbe Adresse.

Wa? Ja, erklär ich später. Tschüss.

Haha ... Oah ...!

Copyright Untertitel: NDR 2012

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