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Kapitän Adrian Wohnrau, einer meiner Männer wurde ermordet.
Ich bin keine Kriminalbeamtin mehr.
Komm bitte mit der Leiche und dem Jungen zurück.
Leutnant Aurélie Mercier.
Ich habe Thorsten nicht getötet, Sie müssen mir glauben.
Eine Schlägerei hat er zugegeben, aber nicht den Mord.
Als er da auf dem Boden lag ...
Meine Freundin Julia ist auf diesem Frachter verschwunden.
Irgendwas stimmt hier nicht.
Sie reist unter falschem Namen und mit einem gefälschten Pass.
Emilie Becker.
Die junge Frau stieg in Istanbul zu und verliess uns in Dakar.
Wenn wir von Bord gehen, erfahren wir es nie.
Wir bleiben bis zum nächsten Hafen an Bord.
Das gibt uns Zeit zu überlegen, wie wir vorgehen.
Die interessiert den Mord und durchsuchen nicht das Schiff.
Die Leute auf der Besatzungsliste sind keine Unschuldslämmer.
Was tun Sie an Bord dieses Frachters?
Diese Fracht ist für uns von hohem Wert.
Ist Ihnen klar, dass das aus dem Ruder laufen kann?
Sie wissen nicht, wer ich bin und was ich weiss.
Julia, sind Sie da?
Hat die Dusche gutgetan?
Du hast noch gar nicht gepackt.
Du weisst schon, dass wir morgen fliegen.
Ich fliege nicht mit dir zurück.
Was?
Ich wusste nicht, wie ich es dir sagen soll.
Ich muss hier in Istanbul bleiben.
Ich nehme in zwei Tagen für Sirens an einem Kongress teil.
Wieso hast du denn nichts gesagt?
Ich weiss nicht, ich wollte dir deinen Urlaub nicht vermiesen.
Es war dumm, tut mir leid.
"Meinen Urlaub"?
Es ist nicht mein Urlaub, es ist unser Urlaub.
Du willst Abstand von mir haben, richtig?
Nein, warum sagst du das?
Weil ich das manchmal glaube.
Willst du mich verlassen? - Nein, ganz und gar nicht.
Im Gegenteil. - Im Gegenteil?
Ich muss in meinem Leben vorankommen.
Ich will ein Kind.
Mit mir?
Aber ja, mit dir.
Sind wir dafür schon bereit?
Was meinst du?
Ich habe niemanden mehr.
Und du kennst nicht mal deinen richtigen Vater.
Ja, ja, natürlich, ich verstehe.
Vielleicht ist es das Beste, du fliegst zurück nach Genf.
Und wir reden, wenn ich zurück bin.
* Möwenkreischen *
Mit Untertiteln von SWISS TXT
Sie werden Ihnen nicht antworten.
Was machen Sie hier?
Diese Frauen sind Opfer von Menschenhandel.
Wir bringen sie auf die Philippinen, zurück zu ihren Familien.
Sie machen ihnen Angst.
Diese Mädchen sind in Gefahr. Verstehen Sie das?
Ich werde ab jetzt für ihre Sicherheit verantwortlich sein.
Ach, wirklich?
* Düstere Klänge *
Was ist denn das hier für 'ne Scheisse?
Holen Sie ihnen Decken und etwas zu essen.
Ausserdem müssen sie duschen.
Sie haben auf dem Schiff gar nichts zu sagen.
Wer sind diese Frauen? Was haben sie an Bord zu suchen?
Kapitän, die beiden stehen unter Arrest.
Sie dürfen ihre Kabinen bis auf Weiteres nicht verlassen.
Ich habe Truong in diese Geschichte mit hineingezogen.
Ich übernehme die volle Verantwortung.
Wieso haben Sie es nicht mit einer Organisationen versucht?
Niemand schert sich um Frauen wie sie.
Die grossen NGO in Europa reden viel, aber ...
Die Netzwerke sind zu mächtig.
Die einzige Lösung sind kleine, gezielte Massnahmen wie meine.
Eine kleine autonome Gruppe.
Sie setzen sie Risiken und unmenschlichen Bedingungen aus.
So war es nicht geplant.
Bis zu Thorstens Tod lief alles bestens.
Als ich hörte, dass Sie seine Leiche in den Notkühlraum bringen wollten,
musste ich schnell eine andere Lösung finden.
* Düstere Klänge *
Diese gezielten Massnahmen, wie Sie sie nennen,
hätte auf anderen Schiffen zu einem Albtraum werden können.
Was meinen Sie damit?
Kein Land will Illegale aufnehmen.
Das Schiff muss auf See bleiben, bis die Lage geklärt ist.
Das kann Wochen dauern.
Auf manchen Schiffen wirft man sie über Bord,
vor der Einfahrt in Hoheitsgewässer, versteht sich.
Denn die Wahrheit des Ganzen ist,
dass der Kapitän in internationalen Gewässern allmächtig ist.
Richtig?
Ist Ihnen klar, dass die Reederei Sie nicht an Bord haben wollte?
Ich habe mich persönlich für Sie eingesetzt.
Es tut mir leid, Kapitän.
Es war nichts Persönliches.
Leutnant, ich lasse Sie die Befragung ohne mich fortsetzen.
Ich werde die Reederei benachrichtigen.
Glauben Sie, dass er es war?
Nein.
Nicht er.
Was ist das mit den blinden Passagieren auf der Interlaken?
Ich kümmere mich darum.
So wird das Schiff beim nächsten Stopp durchsucht und versiegelt.
Das kostet Hunderttausende.
Dimitri, beruhige dich und vertrau mir!
Ja, dir vertrauen, ja? Und was ist deine Wunderlösung?
Ich erwarte Wohnraus Anruf, dann sehen wir weiter.
Moment, du redest direkt mit ihm?
Ja, und?
Das verstösst gegen das Protokoll, alles läuft über die Zentrale.
Dimitri, das sind meine Schiffe.
Ich rede mit meinen Kapitänen, wann immer ich will.
Die Hälfte gehört mir, das vergisst du gern.
Auf dem Papier.
Aber ansonsten verstehst du von der Handelsschifffahrt nichts.
Deine Geschichte mit der Segel- traktion interessiert niemanden.
Meinem Vater hätte nicht gefallen, wie du mit mir redest.
Deinem Vater hätte gefallen, dass du, wie er,
bei deiner Besatzung bist.
Wann warst du das letzte Mal auf einem unserer Frachtschiffe?
Du hast eine Reederei geerbt, die dank mir auch noch existiert.
Und wegen eines toten Matrosen und drei blinden Passagieren
lasse ich sie nicht untergehen.
* Sanfte Geigenklänge *
Entschuldigung, ich habe erst erfahren, dass Sie hier sind.
Wir entschuldigen uns für den Überraschungsbesuch.
Sie sind immer willkommen, v.a., wenn Sie gute Nachrichten bringen.
Die blinden Passagiere.
Wie ...
Wer erzählte Ihnen das?
Spielt keine Rolle. Was gedenken Sie zu tun?
Wegen Ihrer Ware haben Sie nichts zu befürchten,
höchstens ein paar Tage Verspätung.
Wir wollen unsere Kiste umgehend zurückhaben.
Vor La Réunion ist es leider nicht möglich.
Wir organisieren eine Übergabe auf hoher See.
Auf hoher See?
Nichts für ungut, aber ich wüsste nicht, wie.
Unsererseits ist alles organisiert.
Ihr Kapitän muss sich lediglich an unsere Anweisungen halten.
Das ist Wahnsinn, das wird nie klappen.
Wegen der blinden Passagiere gibt es auf La Réunion eine Durchsuchung.
Was ist in dieser Kiste?
Ich weiss es nicht und will es auch nicht wissen.
Patricia, vielleicht ist es an der Zeit, aufzuhören.
Denkst du dabei an deinen Sohn Adrien?
Ich denke jeden Tag an ihn, glaub mir.
Nach seinem Fiasko an der Marineschule findet er keinen Job.
Seine einzige Chance, Kapitän zu werden, ist unsere Reederei.
Das weisst du.
Schick mir die Koordinaten für die Übergabe.
Ach, und noch was.
Irgendwer auf dem Schiff redet mit den Auftraggebern.
Unmöglich.
Nein, ganz sicher.
* Klicken, schwebende Klänge *
Und? Könnte das funktionieren?
Ich habe unten im Frachtraum nachgemessen.
Es ist machbar.
Gut.
Und noch was.
Es gibt einen Maulwurf in der Mannschaft.
Was?
Wer könnte das sein?
Keine Ahnung.
Aber wenn ich es rausfinde, werfe ich ihn über Bord.- Nein, Tonio.
Du tust nichts, ohne mich zu informieren.
Er macht es des Geldes wegen.
Wir finden schon eine Abmachung.
Wir machen das auch des Geldes wegen.
Aber ich nicht.
Genau deshalb bist du unser Kapitän.
Weil du über allem stehst.
* Stampfen, Rauschen *
Was glaubst du, wo du hingehst, Kleiner?
* Düstere Klänge *
* Ängstliches Atmen, Alarmsirene *
Was ist los? - Mayday.
Wir erhielten das Notrufsignal eines Schiffes 40 Meilen von hier.
Maschinenprobleme, sie sind manövrierunfähig.
Und jetzt? - Jetzt ändern wir den Kurs.
Müssen wir das übernehmen?
Ich weiss nicht, wie es an Land ist,
aber auf See hilft man Menschen in Not: Kurs nach Westen.
Mikael, zwei, neun, null. - Zwei, neun, null, Kapitän.
(Funkspruch in Englisch)
* Spannende Klänge *
Wie lange treiben Sie schon? - Seit gestern Abend.
Wir kriegen den Motor nicht wieder an.
Okay, ich schicke Ihnen meinen Chefingenieur.
Wir können Ihnen bestimmt helfen.
Konstantin, geh runter, und sieh dir das an!
Und Tonio, du gehst mit ihm! - Ja, Kapitän.
(Englisch)
Du brauchst dein Werkzeug nicht.
Frag nicht, tu einfach, was man dir sagt!
Komm schon, Konstantin.
Hast du zu Hause nicht ein Dach zu reparieren?
Kapitän, die Stromversorgung ist tot.
Sie kann nicht repariert werden.
Sie brauchen einen Generator.
Wir geben wir ihnen einen unserer Notstromgeneratoren.
* Surren *
Kapitän, was ist das für eine Kiste neben dem Generator?
Im Moment nicht, Leutnant.
Was ist da drin, Kapitän?
Das sind Ersatzteile.
* Spannende Klänge, Windheulen *
Andrzej, halten Sie an!
* Klicken, Surren verstummt. *
Was machen Sie? Haben Sie den Verstand verloren?
Was macht ein Schiff ohne Fracht mitten auf dem Ozean?
Was weiss ich, aber der Kran kann nicht so bleiben.
Wir müssen das Beladen beenden!
Die Kiste verlässt den Frachter erst, wenn ich sie inspiziert habe.
* Dramatische Klänge *
Andrzej, holen Sie die Kiste zurück an Bord!
Sofort!
* Klicken, Surren *
* Surren verstummt. *
* Spannende Klänge *
* Spannende Klänge verstummen. *
Das sind Ersatzteile? - Sie müssen sie vertauscht haben.
Ich erwarte Sie in meiner Kabine, Leutnant.
Wir haben etwas zu besprechen.
Andrzej, bringen Sie die hier runter und die richtige hoch!
Nein.
Nur der Generator verlässt das Schiff.
* Surren *
* Surren verstummt. *
Gentlemen.
Ich hatte Anweisungen, meine Bosse werden sehr verärgert sein.
Gib ihm das Geld zurück.
Hey, ich hatte nichts damit zu tun.
Gib ihm das Geld zurück! - Das Geld können Sie behalten.
Das ist das letzte Mal, dass ihr für uns arbeitet.
Sagen Sie das Ihrem Kapitän.
* Klingeln *
Markovic, kannst du mich hören? - Ich höre, Mercier. Alles okay?
Hör zu! Ich habe eine Zeugin, die Florian entlasten kann.
Er hat den Norweger nicht umgebracht.
Ja, leider hattest du auch recht mit Julia Morand.
Sie ist nie in Dakar von Bord gegangen.
Ihre Leiche wurde vor fünf Tagen an einem Strand der Kanaren angespült.
Die spanische Polizei hat sie gerade identifiziert.
Den Kanaren? Ich verstehe nicht. - Ja, ich auch nicht.
Ich gebe dir Adama, er ist gerade zurückgekommen, er übernimmt.
Bonjour, Leutnant. Wie geht es Ihnen?
Ich hätte Sie nie abreisen lassen dürfen.
Julia Morands Leiche wurde auf Fuerteventura gefunden,
die östlichste Insel der Kanaren.
(Spanisch)
* Sanfte Klavierklänge, Möwenkreischen *
Rechnet man die Strömungen in den Kurs des Frachters ein,
kommt das hin. - Und was sagt der Autopsiebericht?
Ist sie ertrunken? Hat sie Verletzungen?
Das wissen wir noch nicht, die Leiche ist stark beschädigt.
Aber sie war in einem Leichensack verpackt.
Das war die Arbeit eines Profis,
die Arbeit eines Matrosen.
Geben Sie her! Ja, Aurélie, ich bin es nochmal.
Adama sagte mir, dass du eine Waffe hast.- Ja.
Trag sie immer bei dir, du bist ganz allein, mitten auf dem Ozean.
Zögere nicht, sie zu benutzen!
Ich weiss, was du denkst, aber mit einem aufgeschlitzten Norweger
und einem über Bord geworfenen Mädchen ...
Du musst bis La Réunion durchhalten!
Was denke ich denn, Markovic?
Weiss ich nicht.
Dass ich meinen Teams nur Unglück bringe, oder?
Ansonsten hat die Autopsie bei Julia noch etwas anderes ergeben.
Florian, es tut mir leid.
Man hat die Leiche von Julia gefunden.
* Schwebende Klänge, Schluchzen *
Es tut mir leid.
Nein.
Nein.
Nein, nein!
Nein!
Nein!
Nein!
Ich wusste es, und das habe ich ihnen auch gesagt.
Das sagte ich doch. - Ich verstehe, wie du dich fühlst.
Nein, das können Sie nicht verstehen.
Werden Sie diese Bastarde verhaften? - So einfach ist das nicht.
Sie haben sie getötet und über Bord geworfen, das ist doch klar, oder?
Wozu sind Sie gut, wenn Sie sie nicht verhaften können?
Im Moment kann ich dich nur für den Mord an Thorsten entlasten.
Es gibt eine Zeugin, die alles gesehen hat.
Und wer ist es?
Leider hat sie sein Gesicht nicht gesehen.
Ich will hier raus.
Nein, sie versuchten schon, dich zu vergiften.
Es ist zu gefährlich für dich.
Ich bin unschuldig, Sie haben kein Recht mich hier festzuhalten.
Ich will rausfinden, wer Julia das angetan hat.- Da ist noch was.
Julia war schwanger.
Wusstest du das?
* Melancholische Geigenklänge *
* Weinen *
Das können Sie doch gar nicht wissen.
Das kann nicht sein.
* Schwermütige Streicherklänge *
Ich muss es wissen.
Wurde sie getötet?
Hat sie gelitten?
Die Umstände sind noch nicht ganz klar, Madame.
Die Polizei vor Ort ermittelt.
Sie wissen nicht mal, ob es ein Unfall oder ein Mord war?
Im Moment gehen wir von Mord aus, Monsieur.
Und wo sind Ihre Kollegen?
Ich gab ihnen zwei Tage frei, sie sind am Boden zerstört.
Hatte Julia ein eigenes Büro?
Hier hat niemand einen festen Arbeitsplatz.
Ich hasse dieses Open-Space-Konzept, wir werden auch dazu gezwungen.
Ein eigener Bereich, das ist doch menschlich, oder?
Unbehagen ist wichtig, wenn man nicht einschlafen will.
Hören Sie.
Wir finden heraus, was mit ihr passiert ist.
Wissen Sie mehr über ihre Nachforschungen über die Reederei?
Nein, wir suchten die Dateien auf dem Server,
aber Julia hat alles gelöscht: Der Ordner ist völlig leer.
Versuchten Sie, die gelöschten Dateien wiederherzustellen?
Wenn wir was wissen, dann keine Spuren zu hinterlassen.
Aber natürlich.
Wir wissen, dass sie alles am Tag vor ihrem Urlaub gelöscht hat.
Hat sie etwas Wichtiges heraus- gefunden?- Nein, ganz im Gegenteil.
Ihren Kollegen sagte sie ständig, die Reederei sei sauber.
Es war, als hätte sie versucht, das Unternehmen zu schützen.
* Tür öffnet und schliesst sich. *
Leutnant.
Heute haben sie mich und meine Männer bedroht.
Ich weise Sie darauf hin, dass ich das im Logbuch vermerkt habe.
Sie widersetzten sich einem Befehl während meiner Ermittlung.
Und in welchem Fall genau ermitteln Sie? Den Mord an Thorsten?
Das Verschwinden der Freundin seines Mörders? Oder meiner Ladung?
Kapitän, Sie befehligen ein Schiff,
auf dem ein Mann und eine Frau ums Leben gekommen sind.
Eine Frau? Welche Frau?
Julia Morand ist nie in Dakar von Bord gegangen,
ihre Leiche wurde auf den Kanaren gefunden.- Oh Gott.
Und es war kein Unfall: Sie war in einen Leichensack gewickelt.
Wann begegneten Sie ihr zum letzten Mal?
Am Tag vor ihrer Abreise, sie kam zu mir, um sich ihren Pass zu holen.
Sie wollte weiter nach Rio, um Florian dort zu treffen.
Dann änderte sie wohl ihre Meinung. - Wieso?
Ihre Anwesenheit an Bord schürte Begehrlichkeiten.- Ihre etwa auch?
Ich bitte Sie. Ich könnte ihr Vater sein.
Julia wollte sich nicht mit den Matrosen vergnügen.
Sie arbeitete für eine NGO, die die Handelsschifffahrt untersuchte,
vor allem Ihre Reederei. - In Bezug auf was?
Das wird die laufende Ermittlung ergeben.
Wenn wir auf La Réunion sind, wird dieser Frachter durchsucht
und die gesamte Besatzung einem gründlichen Verhör unterzogen,
das gilt auch für die Firmenzentrale.
Also, Kapitän, ich zähle auf Ihre Kooperation.
Wenn Sie Ihre grosse Familie retten wollen,
könnte jetzt der letzte Moment sein.
* Düstere Klänge *
Hauptsache, niemand findet diese Kiste.
Diese Typen sind keine Amateure, das sage ich dir.
Reg dich nicht auf, Tonio!
Ich warne dich, für den Mist nicht wieder in den Knast.
Was machen wir mit der Polizistin?
* Düstere Klänge *
Setzen Sie sich, Monsieur Jacquier. - Es ist spät, Monsieur Maurer.
Sie haben mich unter dem Vorwand eines Notfalls herbestellt.
Kommen Sie zur Sache!
Sagen wir, ich suche Klarheit über bestimmte buchhalterische Vorgänge.
Seit der Krankheit meines Vaters
stelle ich unerklärlich überhöhte Rechnungen fest.
Madame Chambercy kann Ihnen besser Auskunft geben.
Heute Abend reden Sie aber mit mir, und mir werden Sie alles erzählen.
Ihr Vater war ein grossartiger Mann.
Er hatte tolle Ideen, erkannte aber nicht die Marktveränderungen.
Er lebte in der Euphorie der Anfangsjahre.
Trotz roter Zahlen tat er so, als wäre alles in Ordnung.
Als er krank wurde, wollte ihn Madame Chambercy nicht beunruhigen.
Also begann sie, ohne sein Wissen, nach Geld zu suchen, überall.
Überall, wenn Sie mir folgen.
Ehrlich gesagt, Monsieur Jacquier,
Sie haben schlampig gearbeitet.
Wenn sogar ich die Unregelmässigkeiten bemerke,
was passiert wohl, wenn ein Untersuchungsrichter das sieht?
Und angesichts der Probleme mit der Interlaken
ist das jetzt unvermeidlich, wir werden dem nicht entkommen.
Und wenn ich "wir" sage, meine ich v.a. Sie, Monsieur Jacquier.
Wir tun also Folgendes: Um die überschüssigen Zahlungseingänge
zu verrechnen, erstellen wir neue Buchungsbelege,
einen nach dem anderen, das muss methodisch,
einfallsreich und v.a. sauber gemacht werden.
Und Madame Chambercy?
Wir werden sie damit überraschen.
Was ist in dieser Kiste? Wir könnten sie ins Meer werfen.
Das mag für Sie eine gute Lösung sein, aber leider nicht für uns.
Sie werden einen neuen Kurs fahren. - Was?
Weisen Sie Ihren Kapitän an, den Kurs zu fahren, den wir Ihnen sagen.
Mit der Polizistin an Bord ist das Wahnsinn.
Um die Polizistin werden wir uns schon kümmern.
Rufen Sie Ihren Kapitän an!
* Düstere Klänge *
Er ist nicht in seiner Kabine.
Er wird schon irgendwann antworten. * Klacken der Zentralverriegelung *
Was haben Sie vor?
* Rauschen, geheimnisvolle Klänge *
* Sanfte Gitarrenklänge *
* Lebhafte Gitarrenklänge, Scheppern *
SWISS TXT / Accessibility Services Roger Schmid - 2025
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