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Zulu
So, und fertig.
Wie möchten Sie die Haare? Zurückgekämmt?
Nein, die können so bleiben, wie sie sind.
Grüß dich, Püppi.
Ich weiß, ich bin zu spät. Zu viel Verkehr.
Nun komm, wollen wir nicht darüber reden.
Weißt du, was ich für die Blumen bezahlt habe?
Ich weiß, ist nichts außergewöhnliches, aber 10.000 Lire!
100 Gramm gekochter Schinken 27.000 Lire.
Ja, die Inflation galoppiert.
Weißt du, seit du nicht mehr da bist, ja, ich weiß, ich red immer dasselbe,
aber seit du nicht mehr da bist, habe ich zu nichts mehr Lust.
Wenn dir doch wenigstens einen Sohn gehabt hätten.
Da hätte doch alles noch einen Sinn.
Ach ja, deine Mutter! Eines Tages schmeiße ich die raus!
Nach der Sache damals, du weißt, als sie plötzlich bei mir im Bett lag,
na ja, du willst auch nicht mit einem Besen im Bett liegen.
Sie benimmt sich, als wenn ihr das Haus gehört, als wäre sie die Hausherrin.
Und wie mir das auf die Nüsse geht. Ich kann sie in ein Heim stecken.
Gut, wir werden sehen.
Wo ich hingehe? Ins Büro, wohin sonst?
Ja, sicher, ich fahre langsam, mach dir keine Sorgen.
Also, lass mal wieder von dir hören. Ciao.
Nein, keinesfalls, absolut nicht.
In so einem großen Betrieb wie meinem kann das mal passieren.
Der Wein ist von bester Qualität, der ist immer derselbe,
natürlich reagiert jeder anders. Nur was früher einfach Natur war,
vom Bauern geerntet wurde und nach dem Saften zum Gären in die Fässer kam,
das machen heute Computer.
Nein, computergesteuerte Anlagen, die automatisch gleich die Etikette aufdruckt.
Für die Flaschen und Jahrgänge. Und nach dem Drucken übernimmt eine
Maschine vollautomatisch das Bekleben der Flaschen.
Und das ist alles computergesteuert, da kann sowas mal passieren,
dass ein Wein umschlägt. Aber was soll's, machen Sie einen guten Essig daraus.
Den Wein, den ihr Francetti geschicht habt, ist Essig geworden.
Wenn der Wein umschlägt, hat nur er damit zu tun.
Spül erstmal aus, du hast das Maul voller Kleister.
Ich sagte, hier waren früher mal 60 Leute und heute sind wir noch 2.
Der Wein steht draußen zu lange auf dem Hof und natürlich wird er schlecht
in der Sonne, aber das ist ihr Bier! Das ist ihre Firma,
also müssen sie sich um die Weine kümmern,
anstatt sich die Nächte mit ihrer Schwiegermutter um die Ohren zu schlagen.
Ich verbiete mir diesen Ton, ein für allemal.
Dann schmeiße ich dich in den Container zu den zerbrochenen Flaschen.
Was hat das mit meiner Schwiegermutter zu tun?
Seit sie es mit ihr treiben, verkommt der Betrieb immer mehr,
das weiß jeder. Fragen sie ihren Freund den Taxifahrer,
der wird ihnen ein Lied singen. - Welchen Taxifahrer denn?
Na, dieser Stinker, den sie alle "Das Quatschmaul" nennen.
Das ist doch alles Quatsch, was der erzählt.
Mir ist die Lust zum Arbeiten hier schon wieder vergangen.
Ich verschwinde.
Entschuldigen sie, wohin gehen sie, falls jemand anruft.
Nun, mit meinem Angelzeug, dem Freizeithut, den Stiefel,
wo kann ich da wohl hingehen? Zum Staatsempfang oder zum Flugplatz,
um nach Rom zu reisen? Mensch, seid ihr dämlich.
Ich werde über unser Firmenproblem nachdenken
und gebe euch per Telex Bescheid. Empfehle mich.
Per Telex. Seitdem ihm seine Frau weggestorben ist,
dreht der Bursche doch völlig durch.
Ich schwöre es euch, er treibt es mit dem alten Besen, Ehrenwort!
Das ist doch Quatsch. Der und seine Schwiegermutter,
der ist doch nur in seine Frau verliebt. Ich kenne ihn doch wirklich gut.
Wenn der was mit seiner Schwiegermutter hat, hab ich was mit dem Nachtwächter.
Ich habe ihn jedenfalls noch nie mit einer anderen Frau gesehen.
Da kommt er.
Lässig Jungs, sonst fragt er, worüber wir uns unterhalten haben.
Nun lacht, das war ein Witz. Er muss ja nicht alles wissen.
Hey, Guerrino, wer soll denn all die Fische essen, die du fangen willst?
Na, seine Schwiegermutter. Die weiß, wie man kleine Fische behandeln muss,
der Fisch wird gebraten.
Komm, Großmaul, kotz dich mal aus, worüber redet ihr, wenn ich nicht da bin?
Ich weiß nicht, wovon du redest. - Ach, er versteht es nicht.
Was ist mit dem Scheiß, den du über mich und meine Schwiegermutter erzählst?
Du ekelst mich an, du altes Waschweib.
Habt ihr das gehört? - Nun ist er beleidigt.
Guerrino Castiglioni, der edie Fürst mit dem noblen Herz, der sich übernimmt.
Lass die alte Schreckschraube. Schick sie einfach weg.
Die Jungs sind wie kleine Kinder, nimm es leicht, das kannst du doch.
Ja.
Sie tut dir nicht gut.
Ja, aber die Schachtel ist doch immerhin meine Schwiegermutter.
Du musst dein Leben ändern. Such dir eine Frau, einen Freund, eine Freundin,
was auch immer. Nur tu endlich was.
Ich fahre heute Abend nach Mailand zu meiner Frau.
Komm doch einfach mit, das ist doch nicht am Ende der Welt.
Doch, eine Freundin dort würde mir nichts bringen. Ciao, Enzo.
Nanu, wo wollt ihr denn hin?
Wir sind von der gnädigen Frau rausgeschmissen worden.
Und warum? - Das fragen sie sie selbst.
Hallo, mein kleiner Liebling.
Was heißt hier Liebling? Was soll dieser Blödsinn?
Ich bin Weinkaufmann, also sag Weinkaufmann, nicht Liebling.
Na, iss erstmal was.
Warum hast du die Dienstboten rausgeschmissen? Haben sie geklaut?
Nein, aber sie quatschen zu viel. - Über was denn?
Über uns zwei. Über dich und mich.
Dafür, dass es in der Stadt rum ist, hat das Quatschmaul schon gesorgt.
Der Taxifahrer. Hast du fein hingekriegt.
Ist es vielleicht meine Schuld, wenn die Leute so dreckige Fantasien haben?
Dass Schwiegermutter und Schwiegersohn in Liebe miteinander leben,
das macht sie eben neidisch.
Es ist schon recht herbe, den Leute weis zu machen, wir lieben uns.
Ich sagte nur, wir verstehen uns. Und ab und zu lieben wir uns.
Hör auf, mir im Gesicht rumzufummeln! Was gibt es zu essen?
Da du beim Angeln noch nie einen Fisch gefangen hast, habe ich eingekauft.
Kannst du dir vorstellen, dass mich deine Alte heute Abend Liebling genannt hat?
Die Frau fängt an zu glühen, die ist ehrlich nicht mehr zu bremsen.
Da hast du mir ein feines Ei ins Nest gelegt.
Warum hat die nicht den Löffel geschmissen?
So, da bin ich.
Findest du es nicht an der Zeit schlafen zu gehen? In deinem Alter tut man sowas.
Es geht mir auf die Nerven, immer allein ins Bett zu tanzen.
Du machst es dir wunderbar einfach. Du bist der Pascha.
Pünktlich abends um 9 ziehst du deine Pantoffeln an, schlüpfst in deinen Pyjama,
setzt dich vor den Fernseher und glotzt. Aber ich...
Du kommst nie auf die Idee, mit mir auszugehen.
Wir gehen weder ins Theater, ins Kino noch in ein Restaurant.
Du hältst mich hier versteckt wie eine aussätzige Sklavin.
Du kannst hingehen, wohin du willst. Du hast ja einen Schlüssel.
Nun spielt er wieder den Dickkopf.
Aber gestern Nacht war mein Dicker mächtig zärtlich.
Gestern abend war ich besoffen mit 2 Liter Grappa. Darum ist es passiert.
Es ist auch andere Male passiert.
Wenn ich 2-3 mal im Jahr eine Dummheit mache, ist das keine Gewohnheit.
Und heute Nacht?
Heute Abend gibt es im Fernsehen "Aidia", da würde ich sogar Raquel Welch
aus der Tapete treten, wenn sie bei mir aufkreuzen würde.
Was diese kleinen Ausrutscher angeht, ich will kein Wort mehr hören.
Aus, Schluss, vorbei.
Es stimmt wirklich, wer genug Brot hat, hat keine Zähne mehr zum beissen.
Wetten, dass ich mein Pummelchen doch noch auf Trab bringe.
Ja?
Ach, grüß dich Enzo.
Ja. Ach, du bist schon da? Ja, okay, ich komm sofort.
Ja, ich bin in einer halben Stunde in Mailand. Bis gleich.
Ich werde wirklich wütend. - Ich muss noch mal zu Enzo.
He, wo wollen Sie denn hin?
Wir arbeiten hier.
Ja, so ist gut.
Und jetzt hierher!
Lächeln! Hierher schauen!
Beweg dich ein bisschen.
Ja, komm, dreh dich.
Können sie mir sagen, ob Mr. Carroli schon angekommen ist?
Hier bitte, sehen sie selbst nach, ich habe zu tun.
Und wo bitte? - Hier irgendwo auf der linken Seite.
Es ist nutzlos. - Was machen sie mit ihm?
Ich weiß es auch nicht.
Gib mir wenigstens Geld, aufziehen kann ich ihn auch alleine.
Okay, ich habe schon verstanden. Komm, Philippe.
Geben sie mir bitte noch einen, aber einen Doppelten.
Bitte bringen sie mir noch so einen, aber kalt.
Danke sehr.
Geben sie mir bitte noch einen Doppelten.
Ich könnte noch einen Doppelten vertragen.
Warum weint die Kleine da unten am Tisch?
Keine Ahnung, nicht meinetwegen. Fragen sie sie doch.
Entschuldigen sie bitte, sie werden am Telefon verlangt.
Entschuldigen sie, Sir. - Was ist denn?
Auf welche Zimmernummer darf ich das schreiben?
Ich wohne gar nicht hier. Was macht denn das?
34, bitte.
Wo ist sie denn hingegangen? - Wer?
Ach, weck dich ein. - Recht gute Nacht, Sir.
Haben sie noch ein Zimmer?
Nur noch Doppelzimmer, wir sind ausgebucht.
Eine Braut habe ich nicht dabei. - Tja, und?
Ich will schlafen. - Geben sie mir bitte ihren Ausweis.
Der muss da drin sein, suchen sie ihn raus.
152, bitte.
Man, halten sie das Hotel mal ein bisschen fest.
Wer sind sie denn?
Ihr Verdauungsschnaps, den sie bestellt haben.
Ach ja, bitte, nehmen sie doch Platz, bitte.
Ich habe die ganze Flasche im Zimmer gelassen, gnädige Frau.
Mensch, jetzt hast du dich so besoffen, nur um in der Nähe eines Mädchens zu sein.
Jetzt bist du breit wie eine Wanze. Ein Glück, dass sie nicht da ist.
Wo ist denn mein Schuh?
Verflucht noch eins, da muss doch noch ein anderer Schuh sein.
Ah, da ist er ja. Ich glaube, da ist er.
Ich krieg dich schon. Irgendwann schnapp ich zu und hab dich.
Das Fenster, gut, ein bisschen frische Luft dürfte gut tun.
Keine Angst, meine Süßen, morgen hole ich euch wieder ab.
Frisch geputzt dürft ihr dann wieder an Papas Füßen ruhen.
Nein, ich stelle euch da rüber. Wenn sie euch nicht sauber machen,
dann werde ich euch morgen an den Gardinen selber putzen. Ich stelle sie hierher.
Haben sie irgendeinen Wunsch, mein Herr?
Dieser Treter müssen geputzt werden. - Stellen sie sie einfach hier hin.
Da müssen sie aber schön aufpassen, dass sie mir da nicht rauflatschen.
Ah, mein Alka-Seltzer.
Sonst platzt mir die Rübe morgen früh.
Ah, da ist es ja.
Man, ist das bitter.
Ich habe noch nie ein so bitteres Alka-Seltzer getrunken.
Nein nein, das kann nicht sein. Du hast genug getrunken.
Das ist doch wohl ein Traum. Oder hat sich einer von uns im Zimmer geirrt?
Wenn sie wollen, haue ich ab. Ich ziehe...
Nein. Gehen sie jetzt nicht weg. Bleiben sie hier.
Ich habe ja solche Angst.
Wovor denn Angst?
Vor dem Sterben. Halt meine Hand fest.
Haben sie Angst vor der Dunkelheit? - Sprich jetzt nicht.
Bleib nur bei mir.
Das wäre mir auch recht, aber ich möchte nicht,
dass sie vielleicht irgendeine Dummheit begehen.
Sie haben so eine schmeichelnde Hand. Sie ist heiß.
Sie scheint mir etwas zu sagen. Sag mir etwas.
Tja, ich wurde nach dem Krieg geboren, stamme aus einer bürgerlichen Familie,
ich habe mit Erfolg die Grundschule besucht und
ich habe ganz gute Zensuren nach Hause gebracht,
aber es gab auch Lehrer, die mich gar nicht gekannt haben.
Charakterlich bin ich in Ordnung, aber ich bin ziemlich jähzornig.
Tja, und ich bin ein Stier, also was das Tierkreiszeichen anbelangt.
Ich liebe klassische Musik und... - Sing mir bitte was vor.
Puli, puli, puli puh, macht die kleine Pute.
Quak, quak, quak, macht die kleine Gans!
Kikeriki macht das kleine Küken. Und was, frage ich, was machen wir?
Klingt fast wie ein Kinderlied.
Puli, puli, puli puh, macht die kleine Pute.
Quak, quak, quak, macht die kleine Gans!
Kikeriki! Mann, oh, ich kann nicht mehr weitersingen! Irgendwas zerreißt mich!
Ich fühle mich dagegen ganz wunderbar.
Du bist so zärtlich. Durch dich habe ich wieder Mut zum Leben.
Ich will nicht sterben. - Du willst nicht sterben?
Hast du etwa was genommen? Schlaftabletten?
Mein Gott, ist das möglich, dass ich aus einem falschen Glas getrunken habe?
Dann war es vielleicht mein Alka Seltzer und ich hab mir deinen Todestrunk
eingeschüttet! Dieses Zeug spaltet mich in zwei Teile.
Aber bitte warte hier! Bleib hier liegen und warte auf mich, ja?
Warte auf mich!
Hallo, Hilfe! Hilfe! - Was ist denn? Was ist los?
Fühlen Sie sich nicht wohl? - Ach was, ich fühle mich sauwohl!
Was haben Sie denn? Sagen Sie es doch!
Ich sehe doch, dass es Ihnen schlecht geht.
Mit mir ist nichts! Aber da drin ist eine Frau, der geht es verflucht schlecht!
Da drin?
Es ist nichts! Tut das weh!
Hallo!
Du bist hier? Wieso?
Ich wollte sehen, wie es dir geht. Fühlst du dich schon besser?
Ich fühl mich sauwohl.
Ich glaub, ich würd gern aufstehen.
Verzeih mir, bitte, das war alles meine Schuld.
Nein, das ist dein Verdienst.
Wenn ich auf diese Weise weiterhin in deiner Nähe sein dürfte,
würde ich jeden Tag so ein Fläschchen Gift saufen.
Das werde ich dir niemals vergessen!
Wärst du nicht gewesen,... - Wärst du jetzt wahrscheinlich tot.
So was wie du darf nicht sterben. So ein schönes Urweib, wie du bist!
Du hast mir die Lust zum Leben wiedergegeben. Weißt du das?
Ich war so verzweifelt.
Nun ja, was treibst du hier eigentlich? Du haust mir von zuhause ab,
ohne was zu sagen, und plötzlich erfahre ich, dass sie dich halb tot,
mit der wahrscheinlich, in irgendeinem Hotel gefunden haben!
Sag mal, bist du verrückt geworden?
Deine Mutter? - Nein! Meine Schwiegermutter.
Ach so, du bist verheiratet. Die Mutter deiner Frau also?
Ja, so kann man es bezeichnen.
Nein, warte doch, ich will dir das erklären! Warte bitte!
Du musst mir gar nichts erklären! Trotzdem danke ich dir.
Nein, warte! - Mach es gut!
Wer ist denn die? Du willst mir doch nicht sagen, das ist deine Freundin?
Der Typ mimt hier den großen Casanova und gleich haut die so was von der Kutsche!
Aber das ändert sich! Schluss mit dem Unsinn, für alle Zeiten!
Du wirst nach Hause kommen, und da werde ich dich pflegen,
bis du wieder bei Sinnen bist. Für so ein Mädel bist du viel zu alt!
Und außerdem bist du Witwer!
Bitte, was heißt, sie ist abgereist? Wohin denn? Und wann?
Die Dame hat das Hotel vor einer Stunde verlassen. Sie wollte zum Flughafen,
weil sie heute Abend irgendetwas im "Hilton" in Amsterdam zu tun hat.
Moment doch mal, sind Sie verrückt? Was machen Sie?
He, he, he, Moment! Wo wollen Sie denn hin?
Entschuldigung! Nach Amsterdam, sonst schaffe ich es nicht mehr!
Sie dürfen so aber nicht durch! - Ich suche eine Dame, die verschwunden ist!
Entschuldigen Sie, aber ich...
Hallo, Fräulein! Signore! Signorita, hallo!
Nicht doch so ein Milchpaket!
Signorina, hallo, Signorina!
Na Gott sei Dank!
Meine Frau, die ist ja gar nicht mehr da! - Ich versteh nicht!
Verstorben! Meine Frau ist tot! - Wer?
"Ne Fliege gemacht!
Du fliegst auch weg? - Nein! Ich bin wieder Junggeselle!
Ich bin frei!
Wann kommst du wieder zurück? - Was sagst du?
Wann bist du wieder hier? - Montag!
Ich versteh nicht! - Ich sagte Montag!
Und was soll ich bis Montag allein machen?
Keine Ahnung!
Ich liebe dich!
Ich liebe dich!
Ich möchte bitte einen Flug nach Amsterdam. - Hin und zurück?
Nein, nur hin. Auf der Rückreise nehmen wir vielleicht einen Zug.
Sie wollte nämlich allein fliegen, weil sie der Meinung war,
dass meine Frau noch am Leben sein würde.
Hallo?
Was denn, du bist hier?
Ich wollte dir eine sehr wichtige Frage stellen,
und das konnte leider nicht bis Montag warten.
Was kann denn so wichtig sein, dass du mir nach Amsterdam nachfliegst?
Nun,
willst du meine Frau werden? Nein, nein, keine Angst, nicht sofort!
Ein bisschen Zeit können wir uns schon noch lassen.
Ich meine, heute ist es so einfach, die machen das schon per Telefon.
Wie alt bist du?
Sieh mal, du weißt überhaupt nichts von mir. Und trotzdem fragst du mich,
ob ich dich heiraten will.
Die bürokratischen Feinheiten kannst du mir später erklären. Also, ja oder nein?
Ich habe aber eine dunkle Vergangenheit.
Sieh mal, neulich Abend wollte ich mich umbringen.
Willst du gar nicht wissen, weshalb? - Ja oder nein?
Komm, Darling, beeil dich!
Also weder ja noch nein. Wir müssen uns das überlegen.
Ich möchte, dass du über mich Bescheid weißt,
und meine Vergangenheit, verstehst du? Außerdem bin ich heute hier und morgen da.
Gut, aber muss ich alles wissen? Ja oder nein?
Ich glaube schon.
Wir haben doch aber keine Eile.
Mache ich etwa diesen Eindruck?
Bitte mach keine Witze. Bitte denke darüber gut nach.
Lass dir bitte mehr Zeit und dann können wir wir darüber reden
und dann kannst du dich entscheiden.
Und hier Caprice, Italien!
Ich habe es mir noch mal genau überlegt. Ich will dich heiraten. Und du?
Das ist ja ein süßer Einfall!
Also, was ist nun? Ja oder ja? Ich überlass dir die Entscheidung ganz allein.
Aber ich gehe nicht von deiner Seite, bevor ich nicht eine Antwort habe.
Ich erkläre es besser.
Es ist wie beim Benzin. Beim Kauf von Benzin.
Mit einem Liter kommt man praktisch 6 Kilometer weit.
Der Weg von Bergamo nach Mailand beträgt 15 Kilometer,
doch durch die vielen Steigungen und dem Gewicht und dem Wind...
Diese hübsche Ding schnappe ich mir.
Guten Tag, Taxi gefällig? - Ja.
Ihr Gepäck. Ich nehme es Ihnen ab.
Ich nehme es gerne für Sie.
Starrt meine Kundin nicht so an!
Wo willst du hin? Siehst du nicht, dass ich bereits besetzt bin?
Darf ich mit?
Bitte lass mich in Ruhe meine Arbeit verrichten. Bitte lass mich arbeiten.
Immer willst du nur deinen Spaß haben.
Alle denke immer, die Arbeit hier ist Spaß.
Zu meinem Haus.
Du bist ein wundervoller Mensch, Guerrino.
Wie bitte?
Ich sagte, dass du ein wundervoller Mensch bist.
Danke, das sagte ich doch gleich.
Ich liebe dich über alles. - Ich liebe dich auch über alles.
Entschuldige die Störung.
Lebst du hier ganz allein? - Ja, fast. Aber lassen wir das.
Ich mag alles, was mit dir zu tun hat.
Wo willst du hin? Wo willst du hin?
Ich will die Koffer...
Nein nein, du kannst gehen, ich mache das allein. Verschwinde.
Das ist doch die Adresse deiner Schwiegermutter.
Aber mir soll das ja egal sein, das geht mich nichts an. Stimmts?
Genau. Es reicht, dass du uns gefahren hast.
Hier, komm, kauf dir ein Eis.
Ja, danke. Auf Wiedersehen, Signorina.
Das sieht jetzt zwar alles ein bisschen ungepflegt aus, aber...
Na und? Hast du nicht irgendwas vergessen?
Ach ja, natürlich!
Nein, das Gepäck solltest du nicht reintragen!
Ach, bin ich dämlich!
Weit schaffe ich das nicht. Weit schaffe ich das nicht!
Ich schaffe es nicht weit!
Jetzt schleppst du mir das Weib auch noch ins Haus! Was soll das?
Nicht so einen Ton, ja? Darf ich dir meine neue Frau vorstellen?
Das arme Kind soll deine Frau sein?
Was glaubst du, wie lange das mit euch beiden hält?
Das ganze Leben wird es halten!
So komisch ist das nicht, hör auf zu lachen!
Du packst deinen Kram zusammen und verschwindest im Dienstbotenhäuschen!
Und wenn du in 20 Minuten nicht verschwunden bist,
mache ich ein Eilpäckchen aus dir und schick dich in die Sahara!
Na ja, gut, den Garten haben die ganz schön wieder in Ordnung gebracht.
Die werden auch das Haus wieder auf Vordermann bringen.
Auch damit haben sie schon angefangen.
Aber es fehlt ihnen die Seele darin, die ich für die Räume gewesen bin.
Und was hat er mit mir gemacht? Als Dank?
Bringt mich hier im Pferdestall unter, im Gesindehaus! Aber ich kann warten!
Das ist bald vorbei!
Man sagt, dass sie sehr schön sein soll? - Na ja, hässlich ist sie nicht!
Sie ist so ein Typ... na ja, sie hat etwas von einer Raubkatze.
Wenn du verstehst, was ich meine.
Man sieht die beiden nun doch so gut wie nie. Woran liegt das?
Wohl daran, dass sie 23 Stunden am Tag im Schlafzimmer verbringen
und viel Bettwäsche brauchen. Aber das geht bald vorbei.
Ah, mein Schatz! - Guten Morgen!
Wie spät ist es? - Es ist fast zehn.
Frühstücken wir auf der Terrasse? - Ja, na sicher!
Aha! Der Herr Graf und die Comtesse sind wach geworden.
Also wenn ich meine Figur so betrachte, dürfte ich nichts frühstücken.
Wenn ich noch dicker werde, gefalle ich dir nachher nicht mehr. Nicht?
Warum siehst du mich denn so an? - Weil es mir gerade passt, dich anzusehen!
Wenn du so gucktst, werden wir nicht mehr lange sitzen bleiben.
Entschuldige die dämliche Frage, Liebling! Kannst du mir einen Knopf annähen?
Sicher!
Oh, pass mit der Nadel auf! Das ist eine gefährdete Stelle!
Wenn meine Schwiegermutter endlich tot ist, schaffen wir uns ein paar Pferde an,
und die stehen dann im Stall. - Komm, so was Böses sagt man nicht.
Also gut, stellen wir Kühe rein!
Sehen Sie her, meine Damen und Herren! Der mächtige Herkules ist am Werk!
Herkules wird Ihnen seine sagenumwobenen Muskelkräfte zur Schau stellen!
Eins, zwei, drei!
Komm, ich zeig dir mal, wie man so was macht.
Lass das lieber, du tust dir nachher weh, Liebling!
Heilige Madonna, das kann doch nicht sein!
Ich kann dir Nachhilfeunterricht geben, wenn du willst?
Guten Tag, mein Liebling! - Hallo!
Was hast du denn vorbereitet? - Koste mal!
Einfach fantastisch, wie du! Ist dir die Kocherei nicht zu viel?
Nein, das macht mir Spaß! Und außerdem mache ich es für dich.
Du bist eine unübertreffliche Frau. - Und du mein großer, dicker Bär!
Nein, ich bin klein. So klein wie das Geschenk für dich.
Willst du nicht mal nachsehen? - Erst will ich mal einen Kuss!
Ah, die Mayonnaise!
Koste mal!
Ich werde verrückt nach dir.
Du sollst verrückt nach dem Essen werden. Jetzt decke ich den Tisch.
Der wird aber anders gedeckt, als du willst!
Du weißt ja gar nicht, wie ich das will!
Sieht ja ganz gut aus! - Bin ja auch ein Spitzenmaler!
Doch nicht so flach. Nun schieß doch mal ein bisschen höher!
Ja, so! Gut!
Das sagst du so einfach! - Und noch mal! Ja!
So, und flach zurück. Siehst du?
Ganz schön warm. Ich glaube, ich tauche jetzt auch mal ein.
Lieber als im Wasser würde ich bei Chantal eintauchen.
Nur nicht so eigensinnig! Ja! - So!
Der hält ja jeden Ball, der Bengel!
Sag mal, würdest du dich tatsächlich an Chantal ranmachen?
Sie ist die Frau von einem Kumpel, da geht doch so was nicht!
Ach, nur mal sehen, ob er passt!
Die sieht mich immer mit so einem Schlafzimmerblick an.
Lass mir einen Monat Zeit. Und bei der ersten Gelegenheit leg ich sie flach.
Um 100.000, einverstanden? - Nein, um eine Million!
Komm, schieß schon! Ich halte jeden Ball!
Im Tor bin ich wie ein Zaun, da geht nichts durch!
Kommt, das Essen ist fertig! - Ja, Schatz! Wir kommen!
Schieß du mal! - Ja, gern!
Richtig reintreten, Liebling! Ich halte alles!
Eine schöne, volle Pike!
Die schießt ja wie ein Kerl!
Du bist bei diesen platzierten Schüssen unschlagbar.
Aber du schießt ja hart, ich sollte dich dem FC Mailand vorstellen.
Ich will nur dich!
Liebling, wenn du mir so was sagst!
Mein Gott, wie kann eine Frau nur so schön sein?
Wollen wir ein bisschen rauf gehen? - Nein, wir bleiben hier! Gleich hier!
Ja wie denn? Hier? - Na klar, hier!
Ja, ja.
Wenn der Rest auch so aussieht, können wir ihn nicht nach Frankreich verschiffen.
Ich habe mit meinen Kunden hier schon genug zu tun.
Ich hoffe, Sie verstehen das. Tut mir leid.
Sie beziehen sich auf Herrn Chandon.
Ich werde alles tun, um sie zufrieden zu stellen.
Ja.
Wenn Sie mal wieder nach Italien kommen, machen Sie eine Tour nach Astigiano,
dort gibt es wunderbare Weinberge.
Ja. Auf wiedersehen.
Direktor, wir müssen andere Maschinen bestellen. Die schaffen es nicht.
Wir müssen mindestens 40 Flaschen pro Minute schaffen.
Na, wie würde dir das gefallen, Chantal?
Ja, ist ganz hübsch. Aber ich würde gerne das da mal probieren.
Das mit den bunten Streifen. - Ah, mit den Streifen?
Aber probier inzwischen das mal an!
Hey, Gina, du verschwindest jetzt! Lass die Jalousie runter und geh rüber
und hol das Quatschmaul her! Er sitzt drüben im Cafe. Er soll sofort herkommen!
Und wann soll ich wiederkommen? So gegen vier, wär das recht?
Ach was, mach heute blau. Du kannst ja seine Überstunden abbummeln.
Also, schwirr los und hol das Quatschmaul!
So, und jetzt probieren wir mal das Gestreifte.
Wer weiß, vielleicht spielt er mit ihr nur Skat?
Wie ich den kenne, kannst du den Scheck schon ausschreiben!
Ja, ich werde schon zahlen. Aber ein bisschen was muss ich sehen.
Die treiben es doch nicht im Schaufenster? - Sei mal ruhig!
Nicht doch, Chantal! Bitte, hör auf, hör auf! Du hast mich missverstanden!
Warte doch mal! Chantal!
Wir sind doch intelligente Menschen!
Sekunde, bitte! Ich wollte dir nicht zu nahe treten!
Liebling, ich mag dich! Und du magst mich doch auch? Stimmt das?
Sicher! Und wie!
Ganz ruhig, Jungs, kein Wort! Sonst kriegen wir auch noch was vor das Maul!
Oh, guten Tag, Chantal! - Guten Tag, gnädige Frau!
Der Trottel hört gar nicht zu, was? - Rätselhaftes Weib!
Was für ein Schlag. - Ja, habe ich gesehen.
Was für ein Mädchen. So gewalttätig.
Die war ganz schön in Fahrt.
In Fahrt? Der hat bestimmt Zähne verloren.
Ciao, meine Liebe. - Ciao.
Entschuldige, dass ich dich warten ließ.
Das macht nichts, ich warte noch nicht lange.
Was hast du mit deiner Hand gemacht?
Nichts. Dein Freund Nanni hat versucht mich anzufassen.
Den schnappe ich mir. - Nein!
Ich habe ihm bereits eine Abreibung verpasst.
Du hast ihm eine Abreibung verpasst?
Allerdings. - Allerdings?
Allerdings. Gehen wir nach Hause?
Lebst du überhaupt noch?
Ja, ich schon. Und du?
Manchmal glaube ich, ich träume.
Und ich habe Angst, wieder aufzuwachen. Aber es ist doch kein Traum?
Doch. Ein wunderbarer Traum, der hoffentlich niemals endet.
Also, geklappt hat es jetzt sicher schon.
Geklappt? Was denn, Schatz?
Darüber reden wir in neun Monaten noch mal.
So drei oder vier Kinder, das wäre schon was.
Bist du denn so scharf darauf, unbedingt ein Kind zu haben?
Nicht nur eins!
Vielleicht ein ganzes Dutzend, für eine Fußballmannschaft. Und du?
Ich meine, wie viele, darüber können wir uns ja noch einigen.
Du musst sie ja kriegen, nicht ich.
Ich will dich, sonst nichts!
Ich hoffe, du nimmst nicht die Pille, oder?
Halt mich fest! Halt mich ganz fest, mein Liebling!
Oder liebst du keine Kinder? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Sei ruhig!
Sei ganz ruhig!
Das bedeutet, du erpresst mich. Oder sehe ich das falsch?
Das kannst du sehen, wie du willst. Aber das Leben kostet viel.
Und ich bin doch jetzt eigentlich eine Witwe.
Und ich hab einen Sohn, der ohne Vater groß wird.
Also, entweder, du zahlst,
oder ich werde die ganze Geschichte deinem Mann erzählen!
Was spionierst du hier rum?
Wer hat dir überhaupt erlaubt, hier ins Haus zu kommen?
Sie hat merkwürdigen Besuch, mit dem sie streitet.
Da steckt irgendwas dahinter! - Das ist doch wohl nicht zu fassen!
Ich sage es dir jetzt noch ein Mal im Guten! Verschwinde, oder es qualmt!
Ja, nun komm, quatsch nicht so viel! Mach, das du raus kommst!
Qualmen wird es ganz woanders, warte es ab! - Verschwinde jetzt!
Ich habe dich damals gleich gewarnt! Komm, fass mich nicht an!
Guten Tag, mein Schatz! - Grüß dich!
Kleines!
Liebling, du hast Sylvie bisher nicht kennen gelernt.
Nein. Freut mich.
Doch, ich glaube, ich hab sie schon... - Sehr angenehm!
Doch, ich entsinne mich. Damals im Hotel. Das war sie doch, oder?
Sie ist meine Schwägerin. Die Frau meines Bruders.
Du hast mir nie gesagt, dass du einen Bruder hast?
Und das da ist Felipe. Mein kleiner Neffe.
Du bist ja ziemlich treffsicher! Wo hast du denn so was gelernt?
Felipe, wie benimmst du dich denn? - Oh, nicht doch, lassen Sie ihn nur!
Ich habe Kinder sehr gerne, wenn sie über die Stränge schlagen.
Sag mal, Schatz, willst du deiner Schwägerin nicht irgendwas anbieten?
Möchten Sie vielleicht einen Whiskey oder einen Cognac?
Nein, sie muss gleich wieder weg.
Felipe, wie benimmst du dich denn?
Ja, das frage ich auch! Also, mir eine Stricknadel in den Hintern zu jagen,
das finde ich ein bisschen herb, oder?
Kommst du mal mit raus? Ich muss mit dir sprechen.
Was ist, wenn ich eine Infektion kriege?
Der hätte ja auch mein Auge treffen können!
Bleibt die etwa mit dem Gör ein paar Tage bei uns?
Nein. Ich sagte doch schon, sie reist gleich wieder ab.
Na gut. Du kannst entscheiden, wie du willst, Liebling. Das ist dein Haus.
Nein, sie will ja weiterfahren, irgendwohin.
Sie wollte hier nur mal reingucken, weil sie in der Nähe war.
Verstehe schon! Ihr mögt euch nicht sehr, was?
Sie hat dich schon damal zum Weinen gebracht. Was will sie jetzt?
Ich brauche leider etwas Geld. Um konkret zu sein: 50.000!
Na gut. 50.000 Lire ist doch kein Beinbruch.
Schweizer Franken!
Das sind zehn Millionen? Sollen die für sie sein?
Sie braucht es unbedingt.
Es ist vor allem für das Kind, deswegen frage ich dich auch.
Aber so viel? Will sie dem Kind ein Maschinengewehr kaufen?
Mir ist jetzt nicht zum Scherzen.
Entschuldige! Was ist mit deinem Bruder? Arbeitet der nicht?
Er ist tot, mein Bruder.
So, pass mal auf, du kleiner schweizer Bengel!
Jetzt spielst du mal den Sohn von Wilhelm Tell, mit dem Ball auf dem Kopf.
Und ich bin Wilhelm Tell und schieße ihn dir runter!
Nimm das wieder mit! - Was soll ich mit dem Kram anfangen?
Felipe! Felipe, komm!
Na, mach es gut, mein Kleiner! - Los, steig ein!
Wiedersehen! - Wiedersehen!
Ja, lach nur! Das Lachen wird dir vergehen, wenn du weißt, das dahinter steckt!
Also, gute Fahrt! Ihnen auch! - Danke!
Vielen Dank für Ihren Besuch!
Die hat es aber verdammt eilig!
Die müssen ja eine Riesenleiche vergraben haben!
Hilfst du mir, das Ding rein zu tragen? - Sicher!
Wem gehört denn das? - Es gehörte meinem Bruder.
Was machte dein Bruder? - Er war Fallschirmspringer.
Ziemlich schwer, das Ding!
Sag mal, was suchst du da eigentlich?
Was schnüffelst du in den Sachen meiner Frau rum?
Ich habe dir verboten, die Räume in diesem Haus zu betreten!
Ist ja gut! Schlag mich, vergewaltige mich!
Aber mach die Augen auf, damit du später nicht abstürzt!
Hier liegt das Geheimnis deiner Frau, und es ist sicher ein Riesenhammer!
Meinetwegen sieh du nach! - Du lässt das zu!
Und wenn du jetzt nicht abhaust, schlage ich dir den Bügel ins Kreuz!
Du wirst es nicht wagen, deine Schwiegermutter zu schlagen!
Da irrst du aber gewaltig, du Giftdrachen! Raus jetzt!
Das wird dir noch leid tun! - Raus!
Wenn du mich brauchen solltest, du weißt, wo du mich findest.
Das ist ihr Bruder? Die sehen sich wahnsinnig ähnlich!
Das gleiche Geburtsdatum. Ach, das sind Zwillinge!
Hat sie mir gar nicht erzählt.
Die außergewöhnliche Geschlechtsumwandlung eines deutschen Fallschirmspringers.
Na, das ist ja ein Ding! Moment mal, das heißt,
meine Chantal wäre Fallschirmspringer? Das gibt es doch nicht!
Also. Heute...
Das heißt "heute".
Dann "Geschlecht".
"Änderung". Ändern. Mutation.
Gestern. Heute.
Schauen wir mal. Als sie noch ein Mann war,
war sie ein Fallschirmspringer. Sie war sehr eitel und praktisch zugleich.
Dann setzte sie es in die Zeitung.
Und es war problemlos, das Geschlecht zu ändern...
Enzo? - Ja.
Hier ist Guerrino.
Ich glaube, du kannst doch etwas Deutsch? - Nein, nicht ein Wort.
Aber hattest du nicht mal eine deutsche Freundin?
Ja, und? - Habt Ihr nie gesprochen?
Aber ist deine Freudin nicht Deutsche?
Ja, aber sie schläft grad. - He, ich habe auch geschlafen.
Entschuldigung, aber jetzt bist du ja wach.
Was ist denn so wichtig?
Nun, weil meine Frau hatte einen Bruder,
der Ihr sehr ähnelte. Und nun haben sie...
Also, sie sehen quasi gleich aus.
Sie haben in einer deutschen Zeitschrift darüber geschrieben,
aber ich verstehe nicht alles,
ich brauche jemanden, der es mir übersetzt.
Geh doch zu Professor Rossi.
Aber er ist nicht hier, er ist in Mailand.
Die Sache ist etwas delikat, es geht um eine sehr große Ähnlichkeit.
Und das muss jetzt sein?
Aber ja. Ich würde es auch für dich tun. Hast du sonst noch eine Adresse?
Schwester Carlotta, hier im Krankenhaus.
Hier steht: "Die außergewöhnliche Geschlechtsumwandlung
eines Fallschirmspringers der deutschen Wehrmacht." Heilige Maria!
Ernsthaft?
Die außergewöhnliche Geschlechtsumwandlung
eines Fallschirmspringers der deutschen Wehrmacht.
Mario Hans Antonelli. - Ja.
Italiener, Leutnant, verabschiedet durch die Spezialeinheit der Fallschirmspringer.
Ja.
Er wurde zu Chantal, dem wunderschönen Fotomodell.
Die Penisamputation gelang, und dank einer operativ eingefügten Vagina
ist sie nun kein Mann mehr.
Klar, dass die Zeitschriften das als Unfug bezeichnen.
Alles nur, um ein Modell berühmt zu machen. Das ist lächerlich.
Also, das will ich jetzt wissen.
Schließlich hab ich ja wohl das Recht dazu, zu erfahren,
ob ich eine Frau geheiratet habe oder einen Mann.
Ein deutscher Fallschirmspringer?
Aber die geht das anscheinend nichts an.
Sie schläft.
Es ist alles perfekt!
Von vorne ist sie genau so perfekt. Es fehlt nichts.
Es ist auch nichts zu viel dran. Ich müsste es ja wissen.
Ich meine, wenn irgendwas nicht stimmen würde, das wüsste ich doch?
Ach, das ist doch alles Quatsch! Entschuldige, Liebling!
Ich fall auch auf so was noch rein.
Mario Hans! Achtung, stillgestanden!
Fertig zum Absprung!
Wer ist da? Was ist denn?
Kannst du nicht schlafen, mein Schatz? Brauchst du mich?
Neib, ich habe ja geschlafen. Ich habe ein bisschen Kopfschmerzen.
Vielleicht habe ich den Fisch gestern Abend nicht vertragen.
Du kommst mir vor wie ein Weib, das seine Tage hat.
Ich bin aber ein Mann! Und zwar ein richtiger Mann,
im Gegensatz zu gewissen anderen! - Ja, das weiß ich.
Und ich bin eine Frau.
Deine Frau.
Was hast du denn? Was grübelst du denn?
Ach nichts. Ich sag doch, es ist nichts. Ich versuche es noch mal,
vielleicht schlafe ich jetzt ein. Ich bin müde.
Gute Nacht.
Gute Nacht, sage ich!
Chantal, was machst du da? Du pinkelst auf die Straße?
Was ist? Was willst du?
Entschuldigen Sie bitte! Ich dachte, Sie wären meine Frau!
Mach mich nicht an, du schwuler Hund, du!
Sehen Sie, nun, ich hatte verschiedene Beziehungen...
Mit einem Mann oder einer Frau?
Das ist nicht so einfach zu sagen.
Entschuldigen Sie! Hallo?
Die Sache ist ziemlich delikat. Könnten Sie woanders beten?
Aber ich bin an so was gewöhnt. - Gut, aber für mich ist es neu.
Also, bitte, gehen Sie! - Na gut!
Also, Pater, es ist so: ich habe eine Beziehung zu...
Zu einem Mann oder zu einer Frau? - Tja,
das weiß ich ja eben nicht.
Dann, mein Sohn, würde ich sagen, du kommst wieder, wenn deine Gedanken klar sind.
Aber wenn ich es Ihnen sage! Er ist unterwegs, im Büro ist er nicht.
Was heißt "unterwegs"? Wo denn?
Heute ist er schon ganz früh verschwunden. Er muss doch irgendwo sein? Aber wo?
Ich weiß nicht.
Sobald Sie ihn sehen, oder etwas von ihm hören,
sagen Sie ihm, dass er mich anrufen soll. Ich warte darauf.
Hallo, ich bin es. - Ja, Liebling, endlich!
Ich suche dich schon den ganzen Tag! Wo hast du denn gesteckt?
Geht es dir gut?
Ja, schon. Aber es ist heute ein höllischer Tag. Ein furchtbares Durcheinander.
Wo bist du jetzt? - Ich bin in Montalcino!
Weißt du, wo sie den Brunello machen. - Und wann kommst du wieder nach Haus?
Ach, das kann eine Weile dauern. Hallo, bist du noch da?
Ja, ja, sicher doch. Du klingst so eigenartig, Schatz.
Das kannst du mir sicher erklären. Ich bin jedenfalls hier.
Und ich warte auf dich! Komm bald nach Haus!
Ja, ciao!
Ja, hallo? Hallo? Wer ist denn da?
Du bist also Fallschirmspringer! Und du bist mir so auf die Nüsse gesprungen,
dass du sie völlig zerschmettert hast! Alles zuende, das sage ich dir!
Ja, jetzt muss ich erst mal wieder versuchen, in Form zu kommen.
Dann werde ich die Scheidung einreichen und eine andere heiraten!
So die Idee! Dann werde ich nämlich das Besonderes heiraten, einen Admiral!
Dir werde ich es schon zeigen, du!
Und ich werde dir mit dem gesamten Stab Hörner aufsetzen!
Fallschirmspringer? Alle deine Vorgesetzten werden auf dich scheißen!
Das ist Abkehr von der Truppe! Fahnenflucht! Du wirst desertieren!
Ich werde dir sämtliche Fallschirmleinen durchschneiden, damit du abstürzt,
wenn du springen willst!
Und dann werfe ich dich aus dem Flugzeug!
Und dann lasse ich dich auf die Erde fallen.
Ist das Meisterwerk hier von dir?
Ah, da ist ja mein großer Fallschirmspringer!
Mit welcher Maschine bist du denn angekommen?
Von wem hast du das erfahren?
Das sind logische Schlussfolgerungen!
Und warum bist du nicht zu mir gekommen und hast mit mir darüber gesprochen?
Anstatt wegzulaufen und dich zu verstecken?
Ich soll zu dir kommen? Du hättest zu mir kommen müssen! Du nämlich zu mir!
Ich habe nie gedacht, dass eine Frau, die ich heirate, ein Kerl ist!
Ja, vielleicht ist das heutzutage so. Soll ich dir mal was gestehen?
Ich war noch nie in einen Fallschirmspringer verliebt!
Aber mittlerweile sehe ich sie überall! Panzerkolonnen, Regimenter!
Ich komme mir vor, wie an der Front!
Hey, was ist denn eben passiert?
Ich glaube, ich bin Opfer eines Hinterhalts geworden!
Liebling, hör mir zu! Es ist bestimmt nicht so, wie du denkst!
Ich bin wirklich eine Frau!
Verflucht, das hättest du mir ja alles damals sagen können! Damals!
Ich finde das alles so unmöglich, finde ich das!
Ich bin nicht nur für dich, ich bin tatsächlich eine Frau!
Und das weißt du genau!
Ich weiß nur, dass du Fallschirmspringer warst. Von wegen, toter Bruder!
Der Fallschirmspringer ist für alle Zeiten tot!
Und aus seiner Asche wurde Chantal geboren!
Diese Vergangenheit gibt es nicht mehr, ich habe sie abgeschnitten!
Ja, ich weiß, nämlich so: zack!
Weshalb lande ich bloß immer in der gleichen Ecke hinter dem Fass?
Komm, mein Schatz, komm hoch!
Dir geht es doch nicht gut, gehen wir nach Hause!
Wovon haben wir denn vorher gesprochen? Habe ich ganz vergessen!
Hast du geschlafen? - Nein.
Willst du dich nicht in unser Schlafzimmer legen?
Ich weiß nicht.
Möchtest du etwas essen? - Nein, ich hab keinen Hunger.
Willst du sterben?
Ja.
Kriegst du auch noch was anderes hin, als "ja" und "nein"?
Was willst du machen? Willst du dass ich weggehe, von hier verschwinde?
Soll ich aus deinem Leben verschwinden?
Ich schaffe es einfach nicht mehr, mit dir ins Bett zu gehen.
Ich kann nicht mehr mit dir schlafen. Entschuldige, aber ich bin so verwirrt!
Komm, sei lieb, iss was! Du musst was essen! Und hör auf, drüber nachzudenken!
Weißt du, so etwas braucht seine Zeit. Aber ich werde dir helfen, es zu verstehen.
Es ist ungewöhnlich, aber du wirst dich dran gewöhnen. Ich bin deine Frau!
Eine richtige Frau!
Ja, aber du bist mal ein Mann gewesen!
Hier, die Zeitung schreibt groß und breit darüber!
Gestern und heute, bitte! Heute ist in Ordnung, okay, aber was ist mit gestern?
Ach so ist das. Du hast in meinem Koffer geschnüffelt.
Was heißt geschnüffelt?
Ich hab mal in die Kiste reingeguckt.
Stell dir vor, einer von den Pennern da draußen erfährt das?
Stell dir vor, dass jemand diese verdammte Scheiß-Zeitung
von damals in die Hand kriegt!
Außer dir und mir weiß es niemand. Und warum sollten sich alle Bürger von Bergamo
eine alte Nummer des "Stern" ansehen wollen?
Nein, da muss ich irgendwas unternehmen. Das ist mir zu heiß!
Das sind Beweise, und die muss man auslöschen!
Im Stadtarchiv muss auch so was sein. Das muss auch weg!
Entschuldigung! Da ist mir eben eine Seite kaputt gegangen!
Ich hab leider noch eine kaputt gemacht.
Ich werde jetzt besser gehen, sonst zerschlage ich noch den ganzen Stein!
So wie jetzt hast du mich schon lange nicht mehr angesehen.
Bist du etwas erleichtert? - Ja, es geht mir besser.
Heißt das, du beginnst langsam, mich zu verstehen?
Nun, es ist nach wie vor für mich schwierig, aber du bist so unsagbar schön!
Schlafen wir heute Nacht wieder zusammen?
Ja.
Schlafen! Ich meine nur Schlafen! Oder vielleicht auch noch was anderes?
Wenn wir vor Erschöpfung müde sind, werden wir schlafen.
Dann werden wir kaum zum Schlafen kommen.
Wenn ich daran denke, dass dieser Typ es jeden Abend mit ihr treibt,
wird mir schlecht.
Zahl ruhig, die Wette hast du sowieso verloren.
Freu sich nicht zu früh! Ich habe noch neun Tage Zeit!
So leicht gebe ich nicht auf. Ich krieg sie schon in die Horizontale!
Was gibt es? - Dreh dich nicht um.
Collonello, guten Tag. - Ah, guten Tag.
Guten Tag, meine Dame. - Guten Tag.
Kennst du ihn?
Ja, das ist der Oberst Franzetti, ein Trottel.
Gehen wir weg.
Warum? Wir haben noch nicht mal gegessen.
Ich kenne die da.
Pass auf, dass er mich nicht sieht. Er wird mich sonst wiedererkennen.
Ihr kennt euch bereits?
Es passierte auf Sardinien, als ich noch ein Mann war.
Bei den Natomanövern. Er war der Kapitän meiner Truppe
und ich war sein Feldadjutant.
Du hast mir gar nicht gesagt, dass du Teil des Atlantikpakts warst.
Also siehst du, die Geschichte taucht immer wieder auf.
Ich kenne sie, da bin ich sicher!
Mach dir keine Sorgen, er wird dich nicht wiedererkennen, er ist ein Trottel.
Es tut mir leid, mein Mann nervt mich den ganzen Tag,
solange, bis er sich erinnert, wo er Ihre Frau schon einmal gesehen hat.
Also, er wird sie hier gesehen haben, in Bergamo.
Nein, das war vorher. Ich schwöre, dass ich sie schon vorher getroffen habe.
Helfen Sie mir, meine Dame. - Jawohl. Zu Befehl.
Jetzt fehlt nur noch, dass du aufstehst, die Absätze zusammenschlägst
und dich entschuldigst. - Sagt Ihnen Sardinien nichts?
Schauen sie, meine Frau hat vor allem im Ausland gearbeitet,
seid sie modelt, ein Beruf für Frauen.
Sie hingegen haben sich immer für das große Geld interessiert.
Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Angelegenheiten. Guten Tag auch!
Gehen wir.
Da hatte ich doch das richtige Gefühl! Sie haben bereits getrennte Betten!
Dieser Typ da, woher kannte der dich? - Wer?
Na dieser Offizier! War das mal einer deiner Vorgesetzten?
Ihr gehörtet doch zum Atlantikpakt? - Er war mein vorgesetzter Offizier!
Aber, bitte, sprechen wir nicht mehr darüber.
Entschuldige. Ich werde das nicht mehr erwähnen.
Atlantikpakt? Was mag das zu bedeuten haben?
Hast du schon deine Milch getrunken, mein Schatz?
Ich mag heut keine Milch. - Du trinkst doch sonst so gerne Milch?
Das ist sehr gesund für dich! - Komm, hör auf mit dem Unsinn!
Es ist nicht nötig, dass du mir Schlaftabletten in die Milch tust!
Wenn du mich nicht willst, dann sag es!
Ich werde hier ganz artig liegen bleiben. Ich kann warten.
Wenn du so redest, und so süß, wie du aussiehst, also ich glaube, ich...
Soll ich zu dir kommen? - Nein, nein, nein! Ich... gute Nacht!
Jetzt ist es so weit! Es ist endlich vorbei! Phantastisch!
Du, Chantal? - Ja, mein Schatz?
Weißt du, ich...
darf ich dich mal... darf ich dich mal was fragen?
Na ja, also irgendwas intimes? - Ja bitte, frag!
Ganz egal, was, ja?
Ja! Bitte, frag!
Warst du früher, ich meine,
hattest du ihn noch? Dein Ding, den Kleinen? - Wovon redest du?
Bevor du eine Frau wurdest, warst du ein Mann.
Da hattest du ihn noch! - Wen? Was meinst du?
Bevor du.... Du machst es mir aber auch schwer!
Bevor du eine Frau wurdest, hattest du einen Penis?
Sicher! Was soll das? - Also, du hattest ihn, ja?
So einen richtigen Pimmel? - Ja, hab ich gehabt!
Und wie war der?
Was soll das heißen, wie war der? - Na, ich weiß nicht.
War er so wie meiner? - Mehr oder weniger.
Ja, war es mehr? Oder weniger?
Hier! Das war ich mit sechs Monaten.
Na, Donnerwetter, ja! Das ähnelt dir!
Also, ich meine natürlich im Gesicht!
Bist du auch mit Frauen gegangen?
Mit sechs Monaten? - Ach Quatsch! Ich meine später!
Tust du mir einen Gefallen? Lass uns bitte nicht mehr drüber reden.
Na gibt es denn das? Ein Kerl! Er hat einen Mann geheiratet!
Oh, heilige Rita von Kastilien!
Sie haben gerade die Zeitung gebracht! - Dankeschön!
Darf ich? - Ja bitte!
Und? - Nichts! Ich schau dich nur an!
Wo ist denn Chantal?
Sie fühlt sich nicht besonders, sie bleibt im Bett!
Vielleicht hat es geklappt? Vielleicht ist sie in glücklicher Erwartung?
Was soll sie erwarten? - Ein Baby vielleicht?
Ja, warum nicht?
Wie denkst du über Transsexuelle?
Bitte? - Na Leute, die ihr Geschlecht ändern!
Ich meine, die Frauen werden, also sozusagen Frauen. Wie denkst du darüber?
Keine Ahnung! Ich habe mir darüber nie den Kopf zerbrochen!
Das ist heutzutage das Thema Nummer Eins! - Ach, tatsächlich?
Das ist sicher für euch Männer eine ganze Menge Risiko, nicht?
In welchem Sinn?
Nun, zum Beispiel, dass einer wie du eine Frau wie Chantal heiratet,
und plötzlich erfährt, dass sie...
Also, dass er, meine ich, oder wie soll ich sagen, so was ist?
Das sind Sachen, die mich nichts angehen.
Ich kann ohne Brille zwar nicht gut sehen, aber hier hab ich ein Bild,
ein kleiner Bengel. Und dieses Baby hier sieht deiner Chantal verdammt ähnlich!
Guck dir das mal an! Das ist doch ein Abbild deiner Frau!
Ich habe euer Gespräch heute Nacht gehört.
Alles? Ja, alles!
Und ich habe nicht vor, mit so einem polyformen Wesen weiterhin zusammenzuleben!
Also, entweder geht sie, er oder es, oder wie du willst, oder ich gehe!
Diese Laus! Die hat wirklich das Quatschmaul bestellt, um sich auszusülzen!
Ach, Sie sind es!
Ja, schönen, guten Morgen! - Guten Morgen!
Lassen Sie nur, ich trage das! Soll ich Sie wieder zum Bahnhof bringen?
Nein! zur Pension "Mimosa"! Via Paganini 9. Ich ziehe nämlich um!
Warum ziehen Sie um? Gab es Streit, oder hängt der Haussegen schief?
Ich möchte mich mit keinem Wort darüber äußern!
Na ja. Obwohl Sie ruhig reden könnten. Was man mir anvertraut,
liegt wie in einem Grab! Sie wissen, ich bin verschwiegen wie ein Toter!
Das brauchen Sie mir nicht zu sagen. Aber es ist ein Skandal!
Was soll denn so skandalös sein?
Ich will nichts sagen, aber ich mache Ihnen nur mal eine kleine Andeutung.
Das muss man sich mal vorstellen. Da liegt der jeden Abend mit einem Kerl im Bett!
Was werden sie da schon machen? Sie werden Skat spielen oder so was!
Ja, das wär schön! Um Gottes willen, passen Sie doch auf!
Das habe ich gar nicht gesehen! Halten Sie sich fest! Halten Sie!
Um uns in dieser miesen Situation zu behaupten, müssen wir zusammenhalten
und sehr stark sein, Schatz! Das wird jetzt eine Weile so gehen.
Aber irgendwann wird Gras über die Albernheiten wachsen.
Das nennst du Albernheiten?
Ja, sicher! Die Menschen haben was zum lästern, weil ihnen das Problem fremd ist.
Mir macht das wirklich nichts aus. Ich würde auch ausgehen.
Ich finde, du siehst das alles viel zu eng. - Ich sehe das zu eng?
Na dann pass mal auf.
Ja? - Bin ich mit dem Haus Castiglione verbunden?
Ja, hier ist das Haus Castiglioni!
Hören Sie, hier ist das städtische Fundbüro. Wie würden gerne wissen,
ob Ihre Frau nicht etwas verloren hat, was eigentlich nur ihr gehören kann.
Nein. Was sollte meine Frau denn verloren haben?
Hier ist nämlich etwas gefunden worden! - Ein Schniedelwutz!
Der stammt nicht von meiner Frau! - Also, sie hat nichts verloren, ja?
Dann hat sie ihn ja noch, ja?
Ihr heutiges Postpaket, meine Dame. Mein Herr, mein Fräulein.
Du blamierst dich.
Widerliche Schweine.
Schwuchteln.
Du bist eine verdammte Tunte.
Scheißkerl. Aber was geht den Scheißkerl das an?
Lasterhafte Menschen. Ignoranten.
Gott schütze sie, Chantal, wir halten zu dir.
Es gibt ja auch noch anständige Leute.
Unterschrieben mit: Bataillon der Fallschirmspringer Livorno.
Schön. - Was?
Ich habe dich kennen gelernt, als du dich umbringen wolltest.
Jetzt, wo halb Italien dich beschimpft, lachst du? Warum?
Weil es jetzt dich gibt, das heißt, ich hatte dich.
Du hast recht. Zieh dich an, wir gehen raus.
Ich werde den vier Schurken schon zeigen, wer ich bin.
Das nennst du rausgehen?
Also, wir sind an der frischen Luft, das fühlt sich gut an.
Weit weg vom Telefon, die Post kommt erst morgen, ein bisschen Stille im Schatten.
Was ist das?
Uns greifen sie auch vom Himmel aus an.
Böses Lästermaul! Du bist ein Hurensohn.
Guerrino, behersche dich.
Zeig mir, dass du die ganze Sache locker angehst, mit ein wenig Sinn für Humor.
Ja, ja, du hast recht.
Im Grunde bin ich Ihnen ähnlich, nicht wahr?
Ich bin nicht böse geworden, aber jetzt gibt es etwas, was dich betrifft...
Warum all diese Boshaftigkeit?
Guerrino, bleib ruhig, sei nicht so!
Ich habe keine Lust mehr, im Garten zu bleiben.
Du hast mir doch versprochen, so was nicht mehr zu lesen? Ignoriere das doch?
Nur diesen hier lese ich immer wieder, schon seit sechs Tagen.
Hier, wo sie sagen "du Gehörnter", du erinnerst dich?
Das schreiben sie nur, um dich zu beleidigen. Ich habe dich nie betrogen!
Ja, davon bin ich auch überzeugt. Aber es hätte ja sein können.
Was willst du damit sagen? Wär dir das etwa lieber gewesen?
Nein, nein.
Aber nehmen wir mal an, es wär doch was passiert.
Ich meine, die Welt würde davon nicht untergehen.
Ich glaube, ich geh besser ein bisschen raus.
Wo willst du denn hin?
In die Stadt! - Aber in der Stadt, da sind sie alle!
Bist du verrückt geworden?
Was heißt das? Habe ich irgenwein Verbrechen begangen, oder was?
Ich habe es satt, hier weiterhin lebendig begraben zu sein.
Wenn du dich weiter quälen willst, dann bleib hier. Ich gehe in die Stadt!
Schätzchen, hör zu! Entschuldige, aber es ist ja nicht zufällig,
wenn du hin und wieder bei Nannis Boutique vorbeigehst.
Was soll das mit Nanni? Soll ich etwa zu ihm reingehen,
nach allem, was passiert ist?
Nein, aber mir ist da gerade so ein Einfall gekommen,
der eventuell nicht schlecht wäre. - Was willst du damit sagen?
Sie nennen mich alle den Gehörnten, weil sie der Meinung sind,
du hättest was mit Nanni gehabt. Ich weiß, dass es nicht so war,
aber nimm mal an, also ich rede jetzt mal ganz abstrakt,
nehmen wir mal an, du wärst wirklich mit Nanni zusammen gewesen.
Stell dir mal vor, du hättest an diesem Tag damals, anstatt ihn zu schlagen...
Mit ihm geschlafen! - Na ja, was sagst du das so abfällig?
Hier weiß doch jeder alles vom anderen. Das ist nun mal so.
Nehmen wir nur mal ganz prophylaktisch an, du hättest mit ihm gebumst.
Dann wüssten heute alle, dass du eine Frau bist, eine ganz normale Frau,
wie alle anderen auch. Sogar noch um Längen besser als die anderen.
Verstehst du, was ich sagen will?
Das war ja nicht misszuverstehen.
Oh Gott, du machst ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter.
Stell dich doch nicht so an! Ich meine, wenn du mit ihm geschlafen hättest,
dann hätte man mir als Ehemann Hörner aufgesetzt, okay,
aber besser, ein Ehemann zu sein, als einer von einer...
Quatsch dich ruhig aus! - Liebling, missversteh mich bitte nicht!
Ich will dich nicht zu irgendwas überreden, was dir nicht liegt.
Nur Nanni ist ein faszinierender Mann, der den Frauen gefällt.
Wenn du mir sagen würdest, dass du mit Nanni geschlafen hättest, dann...
schön, das würde ich verstehen. Also selbst ich, wenn ich eine Frau wäre
würde ich es auch mit Nanni treiben! Du nicht?
Das haut mich um! Aber ich hab verstanden!
Wenn es das ist, was du willst!
Nein, nicht doch, hör mal! Entschuldige, Schatz!
Das sollte keine Aufforderung sein! Ich vertraue dir doch!
Da, sieh dir das an! Die Verkäuferin hat er wieder rausgejagt!
Und die hat die Jalousie runtergelassen. Das ist für mich todsicher,
dass du jetzt deine Wette verloren hast, glaub mir!
Und woher kommt der plötzliche Sinneswandel?
Das ist doch meine Sache. Jedenfalls bin ich hier, reicht dir das nicht?
Weißt du, nicht, dass ich mich sehr darum kümmere,
aber über dich werden so Geschichten erzählt.
Und? Glaubst du sie?
Ich habe von Anfang an kein Wort geglaubt.
Die Leute lassen aus Neid so viel Boshaftes raus. Das hat mich nie gekümmert.
Entschuldige, aber ich kann einfach nicht.
Ich kriege es nicht fertig.
Ach Quatsch, Kleines!
Was wird denn das für eine Nummer?
Jetzt ist er durchgedreht!
Was ist hier passiert? Was ist hier passiert?
Entschuldige, aber ich kann es einfach nicht!
Na das freut mich doch! Trotzdem...
Es ist wirklich nichts passiert! Mein Ehrenwort, gar nichts!
Außerdem wollte ich ihr gerade klar machen,
dass ich noch nie ein schlechtes Wort über sie verbreitet hab.
Hätte ich auch nie gedacht. Von euch Scheiß-Typen bist du der netteste.
Weißt du, so im Großen und Ganzen...
Weißt du, wir waren gerade am... wir haben uns unterhalten!
Du widerliche, alte Nutte!
Du Flegel hältst die Schnauze! Du hast es mit ihr getrieben!
Nein, ich schwöre es dir, hab ich nicht!
Das machst du nicht mit mir, du! Ich lasse mir das nicht gefallen!
Jetzt gibt es Ärger!
Ich trete dir die Fresse ein! - Nicht doch!
Ich zerschalge dir die Schnauze und den ganzen Laden!
Was bedeutet das? Bist du verrückt?
Komm, mach den Rock weg! Das sieht ein bisschen echter aus!
Hure! Alte Nutte! Wir rechnen noch ab!
Komm jetzt nach Hause! Alte Hafendirne!
Meine Ehre und meine Gutmütigkeit mit Füßen zu treten! So was!
Wollt ihr auch was vor die Schnauze haben? Ihr miesen Ratten!
Was war ich doch für ein großes Rindvieh!
Sag mir, dass ich ein Riesenvollidiot war!
Ich weiß nur, dass ich sehr glücklich bin.
Ich liebe dich unsagbar!
Du bist mein ganzes Leben, mein ganzes Glück!
Es fehlt nur eine Sache, eine Kleinigkeit, ein kleinstes Detail.
Dann wäre mein Meisterwerk absolut perfekt. Genial!
Was nun? Was hast du denn jetzt vor?
Augenblick nur! Bin gleich wieder da!
Die Mutter ist im zwölften Monat. Wie gefällt dir das?
So werden die Leute sehen, dass du ein Baby erwartest.
Und ein Kerl kann ja nun mal kein Baby kriegen, wie du weißt.
Und ein Baby werden wir adoptieren.
Klein, ganz klein. So klitzeklein, wie es nur geht.
Und dann haben wir ein Kind.
Na, was hältst du von deiner Kunstpauke?
Übrigens: morgen musst du bei der Reinigung vorbeifahren,
um deine Hemden abzuholen. Dann musst du zum Friseur, die Haare schneiden.
Und in die Berge musst du auch fahren.
Die Rebstöcke sollen angeblich Ungeziefer haben.
Was ist? Guckst du gar nicht Fernsehen? - Nein, ich hab keine Lust.
Du denkst doch wohl nicht immer noch an die?
Ist doch schon ein Monat vergangen!
Jetzt werden wir eine Runde schlafen, ja?
Es hat geklingelt! - Wer soll denn das um diese Zeit sein?
Ich bin ja froh, dass du überhaupt noch lebst.
Hab dich ja ewig nicht gesehen. Du lebst ja wie ein Mönch!
Seitdem deine Frau verschwunden ist, hast du dich hier eingemauert und vergraben.
Na ja, meine Frau ist weggelaufen, weil... - Mir brauchst du nichts zu erzählen.
Ich weiß, warum sie weg ist, ich kenne dich.
Aber was habe ich mit eurer Misere zu tun? Und vor allem unsere Freundschaft?
Nach dieser Geschichte habe ich keine Lust mehr, noch irgendjemanden zu sehen.
Bin ich irgendjemand?
Steckst du mich mit den anderen Furzflaschen in die gleiche Tüte?
Ich hielt dich immer für meinen Fraund, aber du machst mich nur an!
Soll ich dir mal was sagen, mein Junge?
Du bist das dümmste Schwein, das ich kenne! Und deine Frau hat Recht gehabt,
wenn sie von dir abgehauen ist! - Bärchen, wer ist denn da?
Ich höre Stimmen! Und ich wollte mich nur vergewissern, wer es ist.
Sie sind es, Enzo! Schönen, guten Abend!
Geht doch in den Salon! Ich gehe wieder ins Bett.
Lass es nicht so spät werden, ich warte auf dich.
Und trink nicht mehr so viel! - Aber...
Enstschuldige mal! - Sei ganz ruhig!
Werd jetzt bloß nicht laut! Komm, wir hauen ab.
Nein, nein, jetzt sag mir nicht, dass ich nicht laut werden soll!
Ich rede so laut, wie ich will, hast du mich verstanden?
Ich sage, was ich will!
Ich kenne dich lange genug! Sag mal, das kann doch nicht dein Ernst sein?
Bitte sag mir, dass das nicht stimmt, dass du nicht mit dem Besen da pennst!
Na ja, nur so, manchmal. - Kannst du mir das etwas näher erklären?
Na, nur so, wie es sich ergibt! - Ach, nur, wie es sich ergibt!
Das hält man ja im Kopf nicht aus, Mensch! Bist du denn noch normal?
Du bist nicht nur ein Rindvieh, du musst auch blind sein!
Hast du dir denn die Hirnzellen weich gesoffen?
Mit so einem alten, abgewrackten Tier zu schlafen?
Hat den Traum einer Frau und lässt sie gehen
und tauscht sie gegen eine Giftschachtel ein!
Glaubst du, mir passt das? Seit sie mich verlassen hat,
weiß ich überhaupt nichts mehr. Versuch dich mal an meine Stelle zu denken!
Ich hab mich in eine schöne Frau verliebt und stattdessen...
Nein, stattdessen, stattdessen, ich kann das nicht hören!
Am Liebsten würde ich dir ja die Fresse polieren!
Es ist doch unmöglich, man kann doch nicht so verbohrt sein!
Was willst du denn noch mehr? Was interessiert es dich,
ob sie vorher Maurer oder ein Polizist war? Liebe ist Liebe.
Wenn man jemanden liebt, dann steht man zu ihm,
und lässt sich nicht einfach von den anderen den Strom abziehen.
Um Gottes willen, hast du mich erschreckt!
Was machst du für ein Gesicht? Ist was passiert?
Nein, jetzt passiert was! Du wirst dich aus dem Staub machen!
Was soll das? Hat dich ein wilder Hirsch gebissen?
Nein, ich bin plötzlich wach geworden, und deshalb verschwindest du!
In einer Stunde bist du weg!
Hallo? Wer ist da? - Ich bin es! Dein Mann!
Wo bist du? - Hier unten, in der Halle!
Und warum bist du hergekommen? - Weil ich dich brauche!
Weil ich ohne dich nicht leben kann.
Weil ich will, dass du zu mir zurückkommst!
Bist du angetrunken? Oder weißt du genau, was du sagst?
Kann ich nicht hochkommen? - Nein! Warte an der Bar auf mich!
Ich werde runterkommen.
Bringen Sie mir bitte noch einen Doppelten, ja?
Gerne, Herr! - Danke.
Es scheint dich nicht so zu freuen, wie ich jetzt aussehe, was?
Guten Abend!
Wenn du in diesem Aufzug gekommen bist, um meine Meinung zu ändern,
hast du dich geirrt.
Es ist nicht lange her, da bin ich immer so rumgelaufen. Das hat keinen gestört.
Nun, alles hat mal ein Ende. Ist nun vorbei!
Und die Leute? - Was interessieren mich die Leute?
Ich will dich! Ich liebe dich über alles!
Du, man guckt ja schon!
Lass sie doch gucken! Schließlich bist du meine Frau!
Bitte, komm zu mir zurück. Für immer! Ich brauche dich!
Bist du dir dessen so sicher? Ich würde mit meinem Sohn kommen.
Deinem Sohn? - Ja, ich habe einen kleinen Sohn.
Aber ich bin nicht die Mutter.
Ich bin der Vater!
Und bald schwimmst du von allein! - Das kann ich jetzt schon!
Soll ich dich mal loslassen? - Nein! Wehe, du!
Willst du raus? - Nein, noch nicht. Ja, doch! Ja, ja!
So!
He, wo starrst du denn hin, Mensch? Spiel!
Entschuldige! Ich dachte nur, wenn sie wirklich mal ein Mann gewesen wäre...
Ja, na und? Wenn sie ein Mann gewesen wäre?
Mit so einem Mann würde ich auch zusammen leben. Und die Hütte nie wieder verlassen!
Und ich geh auch nie wieder weg von hier! Und von ihr! Nie!
Untertitel: Herden Media
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