All language subtitles for A Better Place-T+nter in Gefahr (S01_E04).deu

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Original subtitles

*

* andächtiger Gesang *

* Husten *

Papa?

Bist du sauer auf irgendwas?

Oder auf mich?

Ich bin nicht wegen dir sauer, mach dir keinen Kopf.

Ist alles gut.

* Er murmelt etwas. *

Scheißkinderficker!

Er gehört aufgehängt.

"Ich kann Ihnen nur sagen,

dass sich die Polizei uneingeschränkt

für die Sicherheit und Privatsphäre

aller beteiligten Personen einsetzt."

"Es läuft eine Untersuchung,

um die Quelle des Leaks zu ermitteln."

"Das ist die Mailbox von Amir Kaan."

"Bitte sprechen Sie nach dem Ton. Vielen Dank."

Amir, bitte ruf mich sofort zurück. Sofort!

Gute Besserung, Papa. - Pass auf dich auf.

"Wir haben von Anfang an gefordert,

dass die Adressen der Teilnehmer des TRUST-Programms

transparent sein müssen."

"Wir müssen wissen, wo die Teilnehmer wohnen."

"Wir müssen wissen, wo sie sich aufhalten."

"Sind die dann am Ende der zwei Jahre nur Statistik oder Rückfallquote?"

"Was, wenn die Rheinstädter Selbstjustiz ausüben?"

* Stimmengewirr *

Sie dürfen sich hier nicht mehr sicher fühlen.

So wie wir, sie dürfen sich nicht sicher fühlen.

"Aufklärung. Aufklärung,

dass man weiß, wie sehen die aus."

"Es geht nicht, dass die unter uns normalen Menschen so rumlaufen."

* unruhige Musik *

* andächtige Musik *

* wütende Rufe *

* aufgeregtes Stimmengewirr *

Herr Kaan, sind Sie bereit für eine Stellungnahme?

Verdammt ...

Herr Kaan?

Herr Kaan, kommen Sie raus.

Soll ich außenrum fahren?

Nee, ist schon gut.

Was sagen Sie zur geleakten Liste?

Guten Morgen, Frau Schmitt.

Das ist eine Cyberattacke und ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz.

Dem geht die Polizei natürlich nach.

Und dann Haftstrafen? - Nein, Bußgeld bis zu 300.000 Euro.

Wollen Sie die zahlen? - Und dann Anarchie oder was?

Eine große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt

steht nach wie vor hinter dem Programm.

Demokratie nennt sich das.

Und die gefährdet Ihr Schlagzeilen-Journalismus.

Bekommt jemand Schutzhaft?

* aufgeregtes Stimmengewirr *

* andächtiger Gesang *

*

* Hammerklopfen *

* aufgebrachtes Stimmengewirr *

* Musik verklingt. *

"Insbesondere ein Kinderschänder dabei, namens Jens Föhl,

der läuft nämlich jetzt frei rum."

* aufgewühltes Atmen *

* bedrückte Musik *

* Andächtiger Gesang setzt ein. *

* aufgebrachtes Stimmengewirr *

* Telefonklingeln *

Wissen Sie was? Sie bleiben zu Hause.

Wir kümmern uns darum. Ich rufe Sie wieder an.

Und? Ist es raus aus dem Netz?

Sieht nicht gut aus.

Ist geht über eine russische Seite. Da komm ich nicht weit.

Kann man die Seite nicht irgendwie sperren oder so?

Leider nicht.

Ich hab von Anfang an gesagt,

wir müssen ja für Föhls Sicherheit machen.

Jens Föhl? Um den machst du dir jetzt Sorgen?

Wir sind doch alle ein Team, Sabine. Hör doch mal auf.

Sag mal, Luca ...

Wie viele Teilnehmer betrifft der Datenklau?

Wer braucht jetzt besonderen Schutz?

Das kann ich noch nicht sagen.

* aufgewühlte Musik *

* Musik verklingt. *

"Ich sag Ihnen, das fliegt uns alles um die Ohren,

wenn Sie nicht reagieren."

Frau Hammerschmidt, mal langsam.

Die Leute sind etwas verunsichert, das ist alles.

"Ja, wir müssen aber jetzt reagieren,

beziehungsweise schon was korrigieren."

Wir kommunizieren, dass wir alles im Griff haben.

Dass die Anonymität unserer Teilnehmer verletzt wurde

ist in erster Linie eine Gefahr für die Teilnehmer,

nicht für die Rheinstädter.

Und dass hier alles nach Plan läuft, kann ich den Leuten vermitteln.

Die vertrauen mir. - "Ja, noch."

Außerdem belegen alle Daten, dass das Programm gut anläuft.

"Jetzt kommen Sie doch bitte mal von dem Ding da runter."

"Sie sind doch schon krank." - Bin nicht krank.

"Sie haben doch mitgekriegt,

dass Sie spätestens seit dem Artikel im Washington Mirror

in Berlin der ganz heiße Scheiß sind, ne?"

Nee, wusste ich nicht. - "Doch."

"Sie sind doch grün hinter den Ohren, aber Sie haben Ambitionen."

"Und Sie setzen jetzt da draußen ein Zeichen gegen die Angst."

"Und wenn Sie dann in zwei bis drei Jahren

keine Lust mehr auf Kommunalpolitik haben,

dann stehe ich Ihnen nicht groß im Weg rum."

"Capisce?"

* Er keucht. *

"Herr Kaan, ich kenne da in Wien eine Firma,

die hat sich spezialisiert auf digitale Sicherheitstechnik."

"Und Sie vernetze ich mal."

"Die sollen Ihnen mal ihr aktuelles Modell schicken."

"Wir hören uns wieder, ja? Zeitnah, bitte."

* unruhige Musik *

* Donnergrollen *

Entschuldige, kennst du Nesrin Gül?

Weißt du, wo sie ist?

Sie müsste da vorne im Zelt sein, musst du mal schauen.

Okay, gut, danke.

Frau Gül?

Kannst du doch mal mit der ganzen Gruppe,

stellst du dich da vor, ne, wenn ihr fertig seid.

Frau Gül!

Kommen Sie mal kurz raus? Danke.

Können wir kurz ...

Ich hab Ihnen vertraut.

Oh, vielen, vielen Dank, Sie haben uns so geholfen.

Sie haben 300 Menschen in Gefahr gebracht.

Nein, wir haben uns gewehrt.

Auf der Liste sind auch schutzbedürftige Menschen,

auch Frauen.

Ja, aber das ist doch ... die Täter kennen doch unsere Adresse auch.

Was Sie getan haben, ist eine schwere Straftat.

Woran Sie beteiligt waren.

Sabine. Du weißt ganz genau, dass es richtig ist, sich zu wehren.

Du kannst nur nichts machen, weil du mittendrin steckst.

* leises Gespräch *

Guten Morgen, Stefan. Hallo Susanne, grüß dich.

Hallo. - Morgen.

Jeder Neukunde bekommt 100 Lose

und erhöht dadurch seine Gewinnchancen

für die Kreuzfahrt und den Neuwagengutschein.

Guten Morgen, Herr Massad. Schön, dass Sie da sind.

Morgen zusammen.

Vielleicht bekommt ihr die Chance auf die Poleposition von Frau Krüger.

Ja, also doch ein Gangster, oder was?

Nein, bin ich nicht.

Wallah, bin ich nicht.

Nur weil ich früher so war, heißt das nicht, dass ich heute so bin.

Ich habe aus meinen Fehlern gelernt.

Und wie lange warst du drin?

Also, hast du jetzt noch irgendwas damit zu tun? Läuft da noch was?

Komm.

Ich meine es ernst.

Nimm mir das mal ab.

Bitte nimm es ab. Bitte.

Das hat meinen Vater gehört. - Mhm.

Ich schenke sie dir, weil du mir was bedeutest.

Schmeiß sie weg, wenn ich was falsch mache, okay?

Digga, das ist mein Move. - Meiner auch.

Also heute Abend bei mir steht? Ich koche was?

Was denn?

Auflauf.

Gemüseauflauf.

Also ich bin für den Bürgermeister immer zu sprechen, ja?

Hallo?

"Tut mir leid, er kann Sie jetzt nicht sprechen."

Sind Sie noch dran? - "Ja."

Ja, dann ... bitte.

Dann richten Sie ihm aus, dass ich auf seinen Rückruf warte.

Wir sollten hier nicht getrennt vorgehen.

"Ja, mache ich." - Danke.

Scheiße.

* nachdenkliche Musik *

* wütender Sprechchor *

Kinderschänder raus! Kinderschänder raus!

Kinderschänder raus! Kinderschänder raus!

Kinderschänder raus! Kinderschänder raus!

Kinderschänder raus! Kinderschänder raus!

Kinderschänder raus! Kinderschänder raus!

Kinderschänder raus! Kinderschänder raus!

Kinderschänder raus! Kinderschänder raus!

Kinderschänder raus! Kinderschänder raus!

* gedämpfter Sprechchor *

Kinderschänder raus! Kinderschänder raus!

Kinderschänder raus! Kinderschänder raus!

Kinderschänder raus! Kinderschänder raus!

* Martinshorn *

* Martinshorn verklingt. *

* gedämpftes, aufgebrachtes Stimmengewirr *

* hoffnungsvolle Musik *

* wütendes Stimmengewirr *

* Türklingel * Herr Föhl?

Die sind nur zu Ihrem Schutz hier, Herr Föhl.

Ich will nicht.

Wo bringen Sie mich denn jetzt wieder hin?

Nehmen Sie doch die da draußen fest.

Wir wollen Sie nicht einsperren.

Wir können nur leider

für Ihre Sicherheit hier nicht mehr garantieren.

* wütendes Stimmengewirr *

Ich ...

Ich ...

Achten Sie einfach nicht darauf.

Wir sind bei Ihnen.

Schafft den weg! Schafft den hier raus!

Der hat hier nichts zu suchen!

* unverständliche Rufe *

(aufgebracht:) Gehen Sie weg!

* Jubel, Applaus *

* Handy vibriert. *

Hallo?

Beruhige dich, dein Vater kommt gleich.

Lass mich! Lass mich in Ruhe!

Fuck.

Beruhige dich. - Lass mich!

Herr Blum, ich weiß nicht mehr, was ich machen soll.

Hey, hör auf. - Lass mich!

Lass mich in Ruhe!

Er hat einem anderen Jungen den Arm ausgekugelt.

Fass mich nicht an!

Was? - Ja.

Lass mich!

Was ist das für ein Scheiß? Hey!

(schreit:) Hey!

Er hat gesagt, dass du ein Mörder bist!

Komm her.

Hey, hey, hey, hey, hey ... Guck mich an!

Ich erzähl dir alles, was du wissen willst.

Alles?

Ja.

Versprochen?

Versprochen.

Und, was ist jetzt dein konkreter Vorschlag?

Bringt überhaupt nichts, diese konfrontative Art, Petra.

Er braucht eine neue Wohnung. Anonym.

Das ist ja nicht so einfach.

Wo soll ich die hernehmen? Ich kann nicht zaubern.

Ein paar Tage Polizeischutz wäre sinnvoller gewesen.

Und dann? Willst du eine Pilgerstätte draus machen?

Willst du ihn wieder einsperren? - Nee.

Muss ich wieder ins Gefängnis?

Nein. - Ähm ...

Nein, nein.

Vorschlag: Sie bleiben heute Nacht bei uns.

Okay? - Hier?

Ja. Und jemand von der Security auch zu Ihrem Schutz.

Morgen sprechen wir dann weiter. Okay?

Machen Sie sich keine Sorgen.

Wird alles gut.

Hm?

Ja.

* ruhige Musik *

Krass, bist du hässlich.

Mhm.

Was macht dein Superhost eigentlich?

Macht der so Homestories?

Ich glaube, der macht gar nichts. Ich glaube, der chillt nur eiskalt.

Ah ja, okay.

Verdammt, damals im Knast in der Küche ging das doch immer.

Bei Allah, die Scheiße geht nicht.

Die Dinger drehen sich, aber geht nix an.

Willst du was trinken?

Ja, gerne. - Siehst durstig aus.

Hm ...

Also, ich hab auf jeden Fall ... Matcha-Spinat-Mango-Banane-Smoothie.

Mhm, interessante Auswahl.

Wallah, scheiß drauf.

Lass uns einfach bestellen, Lieferservice.

Wallah, das ist eine gute Idee.

Oder meinst du, ich soll es vielleicht

doch in den Backofen tun oder anbacken?

Anbacken? Weiß ich jetzt nicht.

Ich mag auch Rohkost.

Nimm dir 'ne Gurke, lass uns auf die Terrasse gehen.

Aber guck mal, ich hab doch den Tisch.

Terrasse.

Madame Krüger. - Vielen Dank.

Sehr gerne. - Krass!

What? - Voilà.

* Sie lacht. *

Wer wohnt hier?

Ja, aber egal, wie du's drehst und wendest,

am Ende lässt die Straße dich nicht los.

Es ist ein bisschen wie Familie. Kannst du dir auch nicht aussuchen.

Und ...

.. wirst du auch nicht los.

Ich hab nichts mehr mit denen zu tun von früher.

Hab mich von allen distanziert und ...

.. und aus den Fehlern gelernt.

* Vogelzwitschern *

Und was ist mit deiner Schwester?

Arbeitest du jetzt beim BKA?

Kriminaloberkommissarin Milane Krüger?

Aber das ist die falsche Frage, hm? Lass uns mal lieber was trinken.

* sanfte Musik *

Danke.

* Pfiff *

* lässiger Laut *

Oh, fuck!

Ah, jetzt seh ich so aus, als hätte ich mir eingepisst, Alter.

Wo, an deiner Hüfte oder was?

Das tut mir ...

Gib ... Gib einfach.

* Husten *

Feierabend.

* Husten *

Ich wusste das nicht.

* Seufzen *

Hallo.

Es tut mir leid, ich konnte nichts machen.

Sie ist einfach eingestiegen.

Schon gut.

Wir bringen Frau Schach nach Hause.

Warum warst du nicht zu sprechen?

Ich weiß nicht, ob's dir bewusst ist,

aber ich bin hauptberuflich Bürgermeister.

Okay.

Ich wollte nur sichergehen,

dass du keine unüberlegten Alleingänge machst.

Ich? - Ja.

Alleingänge? - Ja.

Wow, Petra ...

* Er lacht. *

Ähm ...

Können wir das morgen besprechen? Ich bin nicht ganz fit.

Diese ganze Aufregung, die legt sich wieder.

Wir müssen jetzt gemeinsam durch, ja?

Nee, aussitzen ist genau das, was ich nie machen wollte.

Das heißt, du hast was genau vor?

Ich werde mich als Nächstes mit dem Koalitionspartner besprechen.

Dann gucke ich mal, wie es weitergeht.

Ja, es gibt ein paar Einzelfälle. Müssen wir schützen. Gut.

Aber diese verdammte Liste,

die ist doch übermorgen schon wieder vergessen.

Ja, ich weiß. - Na, also.

Problem ist nur, dass ich dann vielleicht nicht mehr hier sitze.

Verstehe.

Was verstehst du? - Das ist deine Sorge.

Ja, das ist meine Sorge, richtig. Genau das ist meine Sorge.

Aber nicht, weil ich egozentrisch bin,

sondern weil ich nicht will,

dass alles, was wir aufgebaut haben, einfach wieder weg ist.

Oder glaubst du, dass TRUST ohne mich überleben würde?

Ja.

Geht's? - Ja.

Wohin wär's Ihnen denn am liebsten?

Da in die Ecke.

Okay.

Wir werden eine Lösung für Sie finden, Herr Föhl.

Machen Sie sich keine Sorgen.

Wenn Sie meinen.

Also dann.

* fernes Hundebellen *

Wenn Menschen was falsch machen, dann müssen sie manchmal ins Gefängnis.

Auch Mamas und Papas machen mal was falsch.

Was kann man denn eigentlich so mit Steuern falsch machen?

Also, Steuer muss ja jeder zahlen, der arbeiten geht.

Warte, warte, warte ... Was machst du da?

Warum sagen alle in der Schule, dass Papa ein Killer ist?

Papa ist doch kein Killer.

Das hat nichts mit Steuern zu tun.

Ich bin Auto gefahren.

Nachts.

Es hat ganz doll geregnet.

Die Straßen waren ganz nass und ich bin ganz schnell gefahren.

Kann ich mal die Schlange? - Mhm. Klar.

Ich bin dann ein bisschen von der Straße ...

Ich hab das Lenkrad rumgerissen und dann ...

Dann hat das Auto eine Frau gestreift.

Sie stand da auf der Straße.

Da darf man ja auch nicht stehen.

Die Frau hatte eine Autopanne.

Trotzdem, man darf ja nicht auf der Straße stehen.

Ja, deswegen stand sie da. Sie konnte nichts dafür.

Okay. - Du hast recht.

Sie hätte in ihrem Auto sitzen bleiben müssen

und dann auch mehr an die Seite gehen.

Warte, warte, sie konnte nichts dafür.

Sie konnte nichts dafür, Niki. Absolut nichts dafür. Okay?

Was ist denn mit der Frau passiert?

Die ist tot.

Gibt's nicht mehr.

Mark. - Nein.

Papa hat das nicht mit Absicht gemacht.

Weißt du, es ...

Wieso kommt man dafür dann ins Gefängnis?

Nein, dafür kommt man nicht ins Gefängnis,

aber für das, was ich ...

Manchmal ist es besser, nicht alles zu wissen.

Ist das dein Ernst?

Das wollten wir machen, wenn ihr groß genug seid

und das dann alles versteht.

Groß genug?

Groß genug? Niki, bist du groß genug?

Hast du verstanden, was ich gerade gesagt habe?

Hast du verstanden, was ich gemacht habe?

Ich habe ihm versprochen, die Wahrheit zu sagen, Eva.

* angespannte Musik *

* Tür wird zugeschlagen. *

(Niki:) Habe ich was Falsches gesagt?

Nein.

* angespannte Musik *

* Anspannung nimmt zu. *

* Reifenquietschen, Musik verklingt. *

* Signalton *

Hallo?

Was ist das denn?

Nader?

Attila?

Ey.

Na, kleine Party gehabt?

Ich wusste doch nicht, dass du so früh zurück bist, mein Bester.

Kein Problem. Guck mal hier.

Für dich.

Für mich?

Jetzt musst du nicht mehr Tram fahren.

Danke schön, Attila. Ja, Wallah.

Geiles Ding, oder?

Ich hab noch nie ein Fahrrad geschenkt bekommen.

Ich war auch nicht so der Typ, der Fahrrad fährt, aber ...

Weißt du, das Ding ist ...

Fange ich jetzt an mit.

Hör mal, ähm ...

Meine Nachbarn, ne?

Die kenne ich ja jetzt echt schon lange.

Auch alle richtig nett.

Da hab ich auch eine Verantwortung.

Bruder, Nachbarn, Verantwortung, das ist Einklang miteinander.

Ich mach mir halt echt Sorgen.

Also, nicht jetzt wegen mir, aber die Leute sind echt verrückt.

Nicht meine Nachbarn jetzt, aber ...

Mann, diese Liste.

Meine Adresse steht jetzt komplett im Netz.

Alles gut, Attila.

Ich bin nicht schwer vom Begriff, Wallah.

Spar dir dein Gelaber. Ich packe meine Sachen, ist okay.

Mach dir keinen Kopf.

Bruder, was glaubst du, wie ich mich fühle?

Nenn mich nicht Bruder.

Du kannst doch ein paar Tage hier schlafen.

Verstehst du das nicht? Ich dachte, du verstehst das.

Bruder, bitte, jetzt, also ...

Ich fasse es nicht, also ...

Das Fahrrad gehört mir, ja? - Ja.

Ja? Geschenk? - Ja.

Salam aleikum, danke schön. - Ey, bitte.

Wenn du irgendwas brauchst, kannst du mich anrufen, echt.

24/seven. - Hundertprozentig.

Ey, Attila, danke schön für dieses Fahrrad, ne?

Wallah, korrekt.

Fick dich und dein Drecksfahrrad! Scheißhipster, Alter!

* unruhige Musik *

Schönen Abend.

Danke, Ihnen auch.

"Sabine, was ist?"

Ähm, Petra, hältst du es für eine gute Idee,

ausgerechnet Jens Föhl auf einer Couch bei uns schlafen zu lassen?

Ich weiß nicht, findest du nicht,

wir sollten vielleicht noch mal genau überlegen,

wer da am Programm teilnimmt und was das bei den Opfern auslösen könnte.

Okay.

Aber ... du bist schon weiterhin auf unserer Seite, oder, Sabine?

Seiten? Gibt's jetzt Seiten?

"Ja, ich habe einfach das Gefühl,

dass du irgendwie die Perspektive verlierst."

"Und nur, weil jemand ohne Verantwortungsgefühl

die Teilnehmer öffentlich an den Pranger gestellt hat."

Bist du sicher, dass dein Fokus hier richtig liegt?

Worauf soll der deiner Meinung nach liegen?

"Dir geht es immer nur um die Teilnehmer."

Um was soll's denn bei mir sonst gehen?

Sorg dafür, dass Opfer nicht bald zu Tätern werden.

* Tuten *

Scheiße.

* Klopfen *

Nesrin.

* Klopfen *

Nesrin, wenn du die Tür nicht aufmachst, rufe ich die Polizei.

* Er spricht Türkisch. *

* sanfte Musik *

Darf ich reinkommen?

Ich habe dich im Fernsehen gesehen.

Komm wieder nach Hause, bitte.

Was willst du denn noch hier?

Ich verstehe nicht, was du hier suchst.

Nesrin ...

Ich will endlich, dass das aufhört.

Ich auch.

Dann hör auf, dir was vorzumachen.

Das, was du suchst, wirst du hier nicht finden, Nesrin.

Nuri.

Der fragt jeden Tag nach dir, was soll ich dem Jungen sagen?

Dass deine Mutter lieber auf Rachefeldzug ist als bei ihm?

Was redest du?

Es geht nicht um Rache, es geht um Gerechtigkeit.

Willst du keine Gerechtigkeit für deinen Sohn?

Hä? Was ist mit dir?

Fühlst du nichts mehr?

Nesrin.

Wenn das hier vorbei ist, dann komme ich wieder.

Was vorbei? Wann ist es denn vorbei?

Wenn es aufhört.

Wenn dieses Scheißprogramm beendet wird.

* sanfte Musik *

* Kusslaut *

* Tür wird geschlossen. *

* Lachen in einem Video. *

"Nein, nein, nein."

"Da bist du wieder."

"Hallo, Niki."

"Aber hast du ihn richtig?"

"Pass auf, dass er nicht runterfällt."

"Ich hab ihn, ich hab ihn."

"Oh, da sind zwei Füße."

"Niki!"

"♪ Da sind zwei kleine Füße."

* unruhige Musik *

(* Reifenquietschen *)

* Handy vibriert. *

Mark, wo bist du?

"Fuck! Bei Allah, er ist ein Hurensohn, Frau Blum."

Er ist ein Hurensohn! Hat mich auf die Straße gesetzt.

Herr Massad?

"Zu was von einem Wichser haben Sie mich da gebracht?"

Ich dachte, Sie sind meine Sozialarbeiterin.

Wissen Sie, wie spät es ist?

Er hat mich rausgeschmissen, auf die Straße geschmissen.

Ihr Vermieter? - "Der Hurensohn, wer auch sonst?"

Angeblich wegen seinen Nachbarn, aber das ist nur Gelaber.

Sie wissen das besser als ich.

Das ist bestimmt nur ein Missverständnis.

Das ist alles aber kein Missverständnis.

Verkaufen Sie mich doch nicht für dumm, bitte.

Wohin soll ich denn jetzt?

Wohin soll ich denn jetzt, hm?

"Gehen Sie jetzt erst mal nach Hause zu Ihrer Mutter."

"Sie können morgen bei mir vorbeikommen."

* Stimmengewirr, Hip-Hop aus dem Handy *

Leute, guckt mal.

Wer ist das? - Habt ihr was zum Ziehen?

Nein, haben wir nicht. Wir haben nichts dabei.

Habt ihr irgendeine Nummer? - Was für eine Nummer?

Willst du Chips? - Ich esse keine Chips.

Habt ihr was zum Ziehen? - Wir haben gesagt, wir haben nichts.

Du stellst immer die gleiche Frage, was willst du damit bezwecken?

Du bist ein Opfer. - Dreh dich um und geh.

Geh! - Ist gut, ist gut.

Was ist das für ein Typ? - So ein komischer Typ.

Als ob wir hier im Ghetto wären oder so.

* Stimmengewirr *

* Seufzen *

* Ruhige Musik wird in einem anderen Raum gespielt. *

* Musik wird lauter. *

Salam aleikum.

* Sie sprechen Arabisch. *

Alles gut bei dir?

Ich wollte fragen, ob ich ein paar Tage hierbleiben kann.

Natürlich. Warte mal, ich mach dir das Bett fertig.

Aber ich dachte, du darfst das nicht.

Hast du was angestellt?

Hab ich nicht. - Nader, bitte lüg mich nicht an.

Ich lüg dich doch nicht mehr an.

Ist doch vorbei.

Okay, setz dich, ich mach dir was zum Essen.

Du hast bestimmt Hunger.

* Sie sprechen Arabisch. *

Wenn der reicht. - Lecker.

Schönster Geruch.

* Sie kichert. *

So.

Woher hast du die Uhr?

Ist ein Geschenk. Hab ich geschenkt bekommen.

Hat Yara sie dir geschenkt?

Nein. Brian hat sie mir geschenkt.

Ich will nicht, dass er dir was schenkt.

Ich schenke dir Uhren, ich schenke dir Armbänder.

Du kriegst das, was du dir wünschst, aber von mir, nicht von ihm.

Wenn du Chef vom Autohaus bist, kaufst du mir auch ein Armband.

Was denkst du, wie Brian sein Geld verdient?

Du weißt doch, wer deinen Anwalt bezahlt hat, ne?

Also hab ein bisschen Respekt.

* nachdenkliche Musik *

* andächtige Musik *

* dumpfe Klänge *

* Schnüffeln *

* Schluchzen *

* düstere Klänge *

* Musik verklingt. *

* Straßenlärm *

* ruhige Musik *

* gedämpftes Stimmengewirr *

* Stimmengewirr kommt näher. *

* Vogelzwitschern *

* Tür wird geöffnet. *

Hast du wenigstens Brötchen mitgebracht?

(nachäffend:) Wo warst du denn?

Hast du gesoffen, Mark?

Es reicht, Mark. - Niki?

Es ist gut.

Niki? - Mark, hör auf.

Hat er noch was gesagt?

Nee.

Nur gefragt, wo du bist.

Und?

Was?

Wo warst du?

* Brummen *

* Seufzen *

* Seufzen *

* Ächzen *

Ah, lass das bitte.

* Ächzen *

Ich hab viel später kapiert, dass mein Vater ein Hurensohn ist.

Hör auf, Mark.

Das denkt Niki nicht.

Ja, weil du so schön lügst.

Er ist noch ein Kind, Mark.

Er muss es nicht alles jetzt wissen.

Und das entscheidest du, oder was?

Hm?

Niki!

Aufwachen!

Mark, hör auf.

Lass mich in Ruhe! Hast du mich verstanden?

Papa will mit dir reden.

Ich will nur mit ihm reden. - Nein!

Mark! Ich verhandle nicht!

Rühr mich nicht an, ich schwöre es dir.

Ich will nur mit ihm reden. Hast du mich verstanden?

Ich will nur mit ihm reden. * Sie widerspricht. *

Ich geh jetzt hoch. Ich geh jetzt hoch. Geh aus dem Weg.

Fuck you!

Weißt du, was das Ding ist?

Die meisten hätten das nicht gemacht.

Das hab ich in der Therapie gelernt.

Die meisten Menschen ...

Die meisten Menschen hätten das Richtige gemacht.

Es war ein Unfall.

Hör auf mit dieser Scheiße!

Halt die Fresse!

Du hast gar keine Ahnung.

Du hättest das Richtige gemacht!

Du hättest sogar so eine ...

Wie heißt das?

So eine verfickte stabile Seitenlage hingekriegt!

Scheiße, du hast keine Ahnung.

Guck mal, wie es hier aussieht. Das ist doch super.

Das ist doch perfekt. Alles stabil. Die stabile Eva Blum.

Richtig stabil bist du, Eva. Du hast alles im Griff.

Du hast alles im Griff.

Mark ... Mark, es ist gut.

Immer einsatzbereit. Eva Blum. Immer am Start. Eva Blum!

Mark, Mark, es ist gut.

Ist doch so, Eva. Es ist doch so. Es ist doch so.

Du kümmerst dich um die Armen und Schwachen.

* künstliches Weinen *

Mark, ich bin schuld.

Ja, aber es ist doch gut, dass du das weißt.

Ja, absolut. Und jetzt? - Was jetzt?

Was ist jetzt? Was willst du machen? Willst du zurück?

Willst du die zwei Jahre absitzen?

Ja, dem Eltges würde es bestimmt besser gehen.

(leise:) Kannst du nicht mal eine halbe Stunde so wie früher sein?

Ich weiß nicht, wie.

* Schluchzen *

Lass mich bitte los.

Lass mich bitte los.

* Schluchzen *

"Kann ich nicht einfach zu Hause bleiben?"

Nein, Mali, mach dir keinen Stress wegen so einem Mathetest.

Niemand braucht Mathe.

Ich konnte auch nie rechnen, bin trotzdem Bürgermeister geworden.

Hat gereicht.

Morgen. - Morgen.

Schon wieder hier geschlafen? - Ich bin schon wieder da.

Du meine Güte. Päckchen von der Justizministerin.

Ist 'ne Bombe drin? - Hoffentlich.

Aha. Hoffentlich.

Mali, bist du noch dran? - "Ja."

Entschuldige. Morgen bring ich dich zur Schule, versprochen.

"Okay." - Alles klar, hab dich lieb.

* Seufzen *

* beklemmende Musik *

Guten Morgen, Petra. - Guten Morgen.

Hab was mitgebracht. - Alles klar, danke dir.

War die Nacht ruhig? - Alles ruhig, alles gut.

* Klacken *

* Klopfen *

Herr Föhl?

* beklemmende Musik *

* Seufzen *

Wo ist denn Föhl?

Keine Ahnung.

Wie? Der ist doch hier.

Ist er nicht.

* Musik verklingt. *

* andächtiger Gesang *

*

* Musik wird lebhafter. *

*

*

* Gesang klingt langsam aus. *

* ruhige, sphärische Musik *

*

Untertitel: audiofilm

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