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Yoruba
Zulu
*
* abwartende Musik *
* verzerrte Stimmen *
* deutscher Hip-Hop, Schreie *
* Schrei *
* Wortfetzen *
* Johlen *
* Freudenschrei *
* deutscher Hip-Hop aus dem Handyvideo *
* Schrei *
"Gibt kein' Knast mehr!"
(flüstert:) Rheinstadt, Freistadt.
(Video:) "Rheinstadt, Freistadt!"
* sphärischer Frauengesang *
* Video nicht hörbar. *
* abwartende Musik *
* andächtiger Gesang *
*
* aufgebrachtes Stimmengewirr *
* Musik verklingt düster. *
Frau Massad. Eva Blum hier.
Sie waren gestern schon wieder nicht bei Ihrem Check-up.
Zieh dir den Pulli an, Alina.
Es ist dringend notwendig, dass Sie sich bei mir melden.
Nerv nicht. - Zieh den Pulli bitte an.
Haben Sie das verstanden, ja?
Wir hatten im letzten Jahr über 100 Überfälle in Rheinstadt,
da waren unsere Trusties noch im Knast.
Petra, wir können das nicht wegdiskutieren.
Die lachen über uns, guck dir das mal an.
Siehst du das nicht?
"Promi-Hochzeit des Jahres". Sehr interessant.
Komm, ich les doch so 'n Quatsch nicht.
Lass uns ruhig bleiben und rational damit umgehen.
Wir geben heute noch ein Pressestatement ab.
Jetzt sofort. - Wir?
Ja, wir, du bist hier die Programmleitung.
Genau, drum möcht ich hier in Ruhe arbeiten.
Und nicht schon wieder mit der Journaille quatschen.
Von mir aus gern, ich gönn's dir wirklich.
Aber die lassen uns nicht in Ruhe.
Ich will nicht, dass uns der Scheiß um die Ohren fliegt.
Wenn wir dazu Stellung beziehen, dann machen wir "ein Ding" draus.
Dann ist es wirklich ein Ding,
das weißt du als Politiker besser als ich.
Das können wir uns sparen, oder?
Oder nicht?
Wir müssen die Emotionen der Menschen ernst nehmen.
Ach komm, scheiß dich nicht an.
* Stimmengewirr *
* angespannte Musik *
(Frau:) Gerechtigkeit für Opfer, nicht für Täter!
(Sprechchor:) Gerechtigkeit für Opfer, nicht für Täter!
Keine Heilung ohne Gerechtigkeit. - Keine Heilung ohne Gerechtigkeit!
Stoppt die Täterlobby. - Stoppt die Täterlobby!
No TRUST, lieber Knast. - No TRUST, lieber Knast!
No TRUST, lieber Knast, no TRUST, lieber Knast!
No TRUST, lieber Knast!
* Stimmengewirr *
Ich bewundere Ihre Arbeit. - Vielen Dank.
Viel Glück. - Schönen Tag.
Darf ich Sie um eine Unterschrift bitten?
Kennen Sie unser Programm?
Wir wollen ...
Danke, Ihr Name wär auch ... Entschuldigung!
Die Adresse. Und Ihr Name.
Sie haben schon unterschrieben, das wäre wirklich schade,
sonst gilt Ihre Unterschrift nicht.
Darf ich Sie ...
Ist ...
.. alles okay bei Ihnen?
Ist alles okay?
Ja?
* Verkehrslärm *
Ab!
Wenn der Täter bei TRUST ist, wird mir geholfen,
wenn nicht, dann nicht.
Was ich Ihnen anbieten kann ...
Die Polizei war erst 20 Minuten nach meinem Anruf da.
(Mann:) Hast du? - Ja, ich hab.
Das geht natürlich nicht. - Nee, das geht nicht.
Okay, ich lass Ihnen das hier.
Hier ist meine Telefonnummer drauf, falls sich doch noch Fragen ergeben.
Können Sie mitnehmen, ich brauch Ihre Flyer nicht.
Hatte die hier ausliegen, aber da.
Und da. Brauch ich nicht.
Ich hab genug von TRUST.
Warum schickst du mich da hin? Ich kann dem doch gar nix bieten.
"Sabine." - Im Ernst.
"Ich bin nicht deine PR-Frau."
"Der Mann fühlte sich total alleingelassen."
Der musste 20 Minuten auf die Polizei warten.
Sabine, du hast recht, ich seh das genauso wie du.
Ich wollte dich nicht in 'ne unangenehme Situation bringen.
Folgendes:
Ich spreche mit Schott,
du richtest den Ladenbesitzern aus,
dass ihre Fälle ab sofort Chefsache sind, okay?
Okay.
Gut, danke dir. - "Super, super."
Was ist passiert?
Da ist die Täterlobby! Mafia!
* Stimmengewirr, angespannte Musik *
Rita, machst du einen Termin mit der Polizeipräsidentin?
Klar, mach ich. - Danke.
* angespannte Musik *
(nervös:) Niemand hat mir gesagt, ob er raus ist
oder ob er an diesem Programm teilnimmt.
Er könnte einfach überall sein.
Gestern hat meine Schwester ihn im Supermarkt getroffen.
Und er hat nach mir gefragt.
* angespannte Klänge *
Er kann einfach so bei mir aufkreuzen.
Wo bleiben Sie denn jetzt?
* Stammeln *
Erst mal bei meiner Schwester.
Nehmen Sie mal 'n Schluck Wasser.
Danke schön.
* Schniefen *
Und wie heißen Sie?
Veronika.
Ich bin Nesrin.
Hallo. - Hi.
* Poltern *
* Ächzen, Keuchen *
Scheiße.
"Scheiße" sagt man nicht.
Da ist die ganze Bildung im Arsch. - Es tut mir total leid.
So, jetzt geht's. - Mach dir nicht in die Hosen.
Siehst ganz blass aus. Wo willst du denn damit hin?
Gleich hier vorne, ich wohn im Zweiten.
Was ist denn da drin?
Das ... das ist 'ne Rudermaschine.
Die dient zur aktiven Erholung.
Ruderer, und dann kriegst du das Ding nicht mal alleine hoch!
Ich bin nicht mehr in Form. Das geht schon.
Wo kommst du denn her? Neu hier, was?
Vielen Dank, ich komm ab jetzt alleine klar.
Ich bin der Werner.
Jens.
Na dann.
Übrigens, wir organisieren am Freitag ein kleines Grillfest auf dem Hof.
Für die Nachbarn.
Da kommste hin und stellst dich vor, klar?
Ja, okay.
Äh, ich schau mal, ob ich's schaff.
Na denn. Tschüss. - Tschüss.
* Stimmengewirr *
* Tuten *
"Hallo?"
"Spaß, Yaras Mailbox, quatsch mich nicht voll."
* abwartende Musik *
♪ Am Stoppschild vorne links steigen Schatten in mein' Wagen.
♪ Auf der Suche nach dem Glück ...
* Lied spielt im Hintergrund weiter. *
Hallo?
Hallo!
Wenn der dich weiter so verarscht, fahr ich zu dem nach Hause
und schlag dem die Fresse ein, verstanden?
Warte mal, ich ruf gleich wieder an, da ist eine.
Kann ich helfen?
Ähm ...
Einmal Maniküre.
Okay. Ich hätte morgen 13 Uhr 'n Termin.
Heute nicht mehr? - Nee.
Hier arbeite doch auch eine mit dunklen Haaren,
Jana oder Yara oder so.
Die hat auch keine Zeit? - Die ist nicht da.
Die ist krank.
Gute Besserung.
Was wollen Sie denn von Yara?
Hat sie bei mir vergessen.
Und du bist wer?
Ja, halbe Stunde im Laden.
Okay.
Was ist denn das?
Irgendwas von Yara.
Bring mal Desinfektionsmittel.
Hallo, Herr Massad.
"Wissen Sie, wo Ihre Schwester steckt?"
"Ich erreich sie nicht."
"Es ist dringend notwendig, dass sie sich bei mir meldet."
* angespannte Musik *
Also ...
Ich weiß nicht, ist das wirklich so 'ne gute Idee?
Was können die schon groß machen? - Komm.
Der weiß, wo du wohnst. Dann hast du auch das Recht dazu.
Wir holen seine Adresse, komm.
Was willst du? Dich verstecken die ganze Zeit?
Es ist okay.
Nesrin?
Ist er das?
* beklemmende Musik *
Nesrin ...
Ist er weg?
Nein.
Sollen wir ... Sollen wir gehen?
* Japsen *
Komm. - Ja.
Alles gut.
Alles gut.
* eindringliche Klänge *
*
Guten Tag, ich hab einen Termin bei Frau Sane.
Ich sag Bescheid, dass Sie da sind.
Verdammte Scheiße, was machst du hier?
Ich darf hier sein. - Du darfst hier sein?
Ich hab ein Recht, hier zu sein. Was wollen Sie machen?
Wollen Sie mich schlagen vor allen hier?
Wollen Sie mir wehtun? - (gepresst:) Du kommst jetzt mit.
Lassen Sie mich!
Herr Bäumer, ich wusste nicht, dass Sie Herrn Föhl
zu seiner Therapie begleiten wollten.
Nein, will ich nicht. - Das ist aber nett.
Herr Föhl, Frau Sane wartet schon auf Sie. Danke.
Wissen Sie, was das für einer ist? - Herr Bäumer?
Was ist er denn für einer?
Apropos, wie geht's Ihnen denn in der neuen Wohnung?
Alles in Ordnung?
Vermissen Sie mich?
* Stimmengewirr *
Und die Freizeitangebote, haben Sie die schon genutzt?
Es gibt sogar 'n Kegelklub, soviel ich weiß.
Das wär doch was für Sie, oder?
Nee.
Nee.
* Stimmengewirr *
Ich möchte nicht in der Nähe von erst mal Jugendlichen.
Mhm, verständlich.
Also, ist die Anspannung, wenn ich aufstehe, sehr sehr hoch.
Das haben Sie in Ihrem Eintrag sehr gut ausgeführt.
Danke, dass Sie den hier geteilt haben.
Herr Föhl, wann haben Sie den letzten Eintrag geschrieben?
Ähm ...
* tiefes Atmen *
Heute Morgen, ich dachte, die Polizei steht wieder vor der Tür.
Möchten Sie den mit uns teilen? - M-m.
Sie erinnern sich an unseren Notfallplan? - Ja.
Situation verlassen, Gefühle deckeln, Gedanken umlenken,
Impuls sofort beseitigen.
Mhm. Und?
(mehrere:) Sie anrufen. - Sehr gut.
Was haben Sie denn in die heutige Sitzung mitgebracht?
Ich hab 'n Brief geschrieben.
An meinen Vater.
Herr Föhl ... - Ich weiß, ich weiß.
Es geht nicht um mein Bedürfnis.
Sie müssen das akzeptieren. - Ich werd den nicht abschicken.
Ihr Vater hat das Recht, den Kontakt abzubrechen.
Es geht nicht um mein Bedürfnis. Ich hab das verstanden.
Gut.
Ich hab den für mich geschrieben.
Das ist okay.
Oi. * Ächzen *
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob wir den kaufen sollen.
Es ist zu teuer, es ist zu groß, wir haben nur zwei Kinder.
Versteh ich, aber das hier ist der Compass.
Der Vollhybrid hat 126 PS ...
.. einen 1,5-Liter-Benzinmotor
und einen 20 PS unterstützenden E-Motor.
Mhm. Und wie sieht's mit der Batterieleistung aus?
Mhm.
Herr Massad, der Verkauf läuft Ihnen nicht weg.
Wir haben alle mal Autos geputzt.
Kleinen Moment.
Sie haben doch eben gesagt, Sie haben Kinder. - Ja.
Ich möchte Ihnen eine kleine Geschichte erzählen.
Ich hab eine ältere Schwester, Yara.
Als wir Kinder waren,
sind wir immer nach Südfrankreich zu unserem Onkel gefahren.
In einem, Entschuldigung, beschissenen Panda.
Das war die Hölle.
Aber als ich 13 war, hat mich mein Freund Jonathan
zu seinem Haus ans Meer eingeladen.
Und das war 'ne Fahrt ...
Klima. Sitzheizung.
Getränkehalte. Kannte ich alles vorher nicht.
Und der absolute Jackpot, der maximale Luxus ...
.. mein persönliches Highlight ...
.. war diese Beinfreiheit.
Platz ohne Ende für meine langen Beine.
Vertrauen Sie mir.
Wenn Sie in den Urlaub fahren, haben Sie einen sorgenfreien Urlaub,
weil Ihre Kinder sich nicht hassen, weil jeder seinen Platz hat.
Kaufvertrag soll ich fertig machen? * Lachen *
Herr Massad, willkommen auf der Mitarbeiterwand.
Hahaaaaa!
Neue Konkurrenz, Konkurrenz belebt das Geschäft.
Let's go.
Jetzt hast du auch einen Konkurrenten hier.
Ist noch nicht der internationale Import/Export,
aber jeder hat klein angefangen. - Herr Massad!
(Video:) "Straftäter werden aus den Gefängnissen entlassen
und in die Gesellschaft integriert."
"Ist 'ne ziemlich nice Sache. Eigentlich."
"Denn es gab 'n Überfall auf 'nen Juwelier in Rheinstadt,
es wird vermutet, dass da TRUST-Häftlinge dahinterstecken,
was die Anwohner ziemlich beunruhigt."
"Die Täter haben die Straftat dreist gefilmt und ins Netz gestellt."
"Jetzt fragen sich besorgte Bürger natürlich:
(Frau:) 'Und die Täter nicht mal ...'"
Klopf, klopf. - Was ist?
Was gibt's?
Du ... * Video stoppt. *
Ich war grad bei einem der Juweliere, die überfallen worden sind.
Und ...
Sabine, wir sind nicht für alles verantwortlich,
was in der Stadt passiert.
Aber du kannst nicht 'n Käfig voller Löwen aufmachen und sagen,
es betrifft nicht die Antilopen.
Vergleichst du gerade unsere Teilnehmer mit Tieren?
Entschuldige bitte, aber kannst du auf mein Anliegen eingehen?
Ich versteh nicht, was dein Anliegen ist.
TRUST ist gut ...
.. und wir brauchen mehr Sicherheit in Rheinstadt,
sonst verlieren wir die Leute.
TRUST sorgt für mehr Sicherheit. - Es ist ein Pilotprojekt.
Deswegen passiert nicht gleich weniger. - Ja.
Amir sieht das übrigens genauso.
Was sieht der Bürgermeister genauso?
Dass es ein Fehler war, die Polizeipräsenz nicht zu erhöhen.
Aha.
* Ploppen, Lachen *
Herr Massad, willkommen im Team! - Volltreffer!
Zum Wohl!
* Stimmengewirr *
Dann wünsch ich viel Glück.
* freudiges Stimmengewirr *
* Sie reden durcheinander. *
* kraftvoller deutscher Hip-Hop *
Was wird das? Geheimbunker, oder was? - Warte.
Hast du Bock?
Ich hab nichts dagegen. - Ist mein Pausenraum.
Wallah, guter Spot auf jeden Fall. - Oder?
Du warst also mit 'nem Jonathan im Urlaub.
Seh ich für dich so aus,
als wenn Jonathans Eltern mich in den Urlaub lassen
oder in den SUV?
Ich würd dich auch nicht in meinen SUV lassen.
Wieso?
Ich weiß nicht.
Ich hätte das Gefühl, du fährst ihn zu Schrott oder so.
War nur 'n Witz.
Wallah, ich versteh das nicht, denkst du, ich bin ein Gangster?
Denkst du, ich würd dein Auto klauen? - Du bist zu süß für 'n Gangster.
Mit Gangstern geb ich mich nicht ab. - Gibt auch süße Gangster.
Du bist nur süß, ohne Gangster.
* ruhige Musik *
* Handy klingelt. *
* Telefonat auf Arabisch *
Alles okay?
Musst du los?
Geh ruhig, alles gut.
Geh.
* nachdenkliche Musik *
* Stimmengewirr *
Was geht?
(Sprachnachricht:) "Wo bist du, Yara?"
"Geh an dein Scheiß-Handy, ich mach mir Sorgen."
"Wo bist du?"
"Wallah, hör auf mit dem Scheiß, geh an dein Handy, bitte."
"Geh dran."
* Begrüßung *
Schön, dich zu sehen. - Habt ihr Yara gesehen?
Nein, leider nicht.
Passt auf euch auf.
* Stimmengewirr, abwartende Musik *
Nadi, wie geht's? Ich hab gehört, dass du raus bist.
Wo ist Yara? - Ist nicht da.
Die ist nicht da, hab ich gesagt.
* Stimmengewirr, Hip-Hop *
* Sie reden durcheinander. *
Salam aleikum, Jungs.
Oh, der verlorene Sohn! Bruder, wie geht's?
Ey, schön, dass du hier bist.
Komm rein, chill mit uns. - Keine Zeit.
Ich wollte nur wissen, wo Yara steckt.
Du warst so lange nicht hier, komm erst mal rein, sag hallo,
setz dich, iss was, trink was, was ist los?
Mir geht's gut, danke schön.
Noch mal, ich wollt nur wissen, wo meine Schwester ist.
Wallah, ich hatte doch recht ...
Du kommst hier rein, sagst nicht richtig hallo,
hast du keinen Respekt?
Beruhig dich. - Hast du vergessen, wo du hier bist?
Red nicht wie so 'n Asi, okay?
Meine Mutter macht sich Sorgen.
Ist nicht hier, okay? Siehst du sie irgendwo?
Ist nicht hier.
Danke trotzdem.
Hey, Nadi.
Hier, ist Yaras.
Damit sie nicht friert.
* Lachen *
Mann.
Guck dir das weiße Hemd an.
Lass mal ziehen.
* angespannte Musik *
*
* TV läuft im Hintergrund. *
* arabische Begrüßung *
(Yara:) Junge!
Nadi! Ey, Chef!
Salam aleikum, Schwester. - Aleikum salam.
Ich hab ganz Rheinstadt nach dir abgesucht.
(Mutter:) Nicht übertreiben, ja?
* TV läuft im Hintergrund. *
Ooooh!
* freudige Laute *
* Besteckklappern *
Ladies first.
* Gemurmel *
Wo warst du eigentlich? - Hm?
Wo du warst.
Ich war dings, bei Jessica.
Ich war krank, ich wollt Mama nicht anstecken.
War dein Handy auch krank? Du gehst nie ran.
Man ruft wieder an, Mailbox.
Komisch, ein Anruf geht durch, der nächste nicht.
Ist komisch?
Das Telefon manchmal ist kaputt. Was soll ich sagen?
War einfach plötzlich aus, Bruderherz.
Hört auf, euch zu zicken hier. - Autohauschef.
Kannst uns ein Angebot machen.
Wir wollen Mamas Panda eintauschen.
Kosmetiksalon läuft so krass, dass du neues Auto kaufen kannst?
Es läuft gut. - Viele Leute gehen rein, raus, ja?
Mhm. - Krass.
Die Leute reden viel darüber. - Das ist wichtig, Mundpropaganda.
Weißt du ... - Werbung.
Das ist die beste Werbung.
Gibt keine schlechte Werbung, ne? - Sie macht das auch gut.
Sie hat meine Nägel gemacht. - Hoffentlich maximaler Umsatz.
Okay, lasst uns jetzt mal essen.
* düstere Musik *
Das ist wohl warm.
♪ Schüsse fallen aus dem Droptop.
♪ Ja, ich hab mehr Drip als Pollock.
♪ Hast du nicht gesehen, ich düs im One Off?
♪ Modell, das Cash bestellt.
Alter!
* Musik aus den Kopfhörern *
Was ist mit dir los, Alter?
* Musik aus Handyvideo *
Aber ein neues Handy brauchst du schon, ne?
Das bist du, oder nicht, Yara?
Nah. * Zischen *
Bruder, das ist nicht so mein Ding. Weißt du doch.
Das sind doch Brian und Ibra.
* Schrei im Video *
Bruder, das sind irgendwelche Canack Boys.
Willst du mich für dumm verkaufen?
Du verstehst nicht, dass man sich Sorgen um dich macht.
Ich weiß, dass das damals für dich 'ne Kleinigkeit war.
Aber jetzt gehst du aufs Ganze.
Magst du fünf, sechs Jahre Knast riskieren?
Das kann dir egal sein. - Ich mach mir Sorgen.
Du machst dir Sorgen? Weißt du, was mich so stresst?
Dass du so einen auf heilig tust.
Dass du hier ankommst und mir erzählen kannst,
was ich machen soll.
Wer bist du denn? Was hast du gemacht vorm Knast?
Das Gleiche. Wo warst du die letzten zwei Jahre?
Wo warst du die letzten zwei Jahre, hä?
ICH war da.
ICH hab mich gekümmert.
Also erzähl mir nichts.
Hast du nicht gesehen, wie Mama geleuchtet hat,
als ich gesagt hab, neues Auto?
Gibt's noch ein Leuchten, wenn du drin bist?
Es gibt so was wie Knast nicht mehr. - Du verstehst es nicht!
Sie packen dich ... - Und dann?
Wenn's nicht die Bullen sind, macht das einer von der Straße.
So läuft das.
Wenn du das nicht verstehst, bist du nicht schlau.
Auf der Straße zählt kein TRUST. Es reicht bei dir.
Wallah, es reicht, hör auf mit deinen Filmen.
* Tür knallt zu. *
Nadi, warte mal! Nadi, warte.
Nadi!
* nachdenkliche Klänge *
Ich find's gut, was du machst, Wallah.
Ich bin stolz auf dich.
Ehrlich, mein Bruder.
Aber misch dich nicht ein, okay?
Pass auf dich auf, okay?
* nachdenkliche Klänge *
* Tür fällt ins Schloss. *
*
* elektronisches Klingeln *
(Spielzeug:) "Ja, hallo?"
* elektronisches Klingeln *
Hey.
Kann ich dich heut zur Schule bringen?
Mama nimmt mich mit.
Ich mach Flugzeugrakete.
Komm schon. Hm?
(leise:) Und wenn ich das in deinem Brot verstecke?
Magst du auch nicht, ne? Magste?
Okay. - Seid ihr bereit?
Äh, ja.
Äh, ich bring Lini heut zur Schule.
Flugzeugrakete! * Pfiff *
Turbinen starten. * Brummen *
Na los, kommt, nehmt eure Brotdosen.
Einmal aufspringen, los geht's.
Alina?
Doch nicht?
Morgen, Lini? Morgen dann?
Musst du nicht schon längst weg sein?
Mhm.
* Gesprächsfetzen, Tür fällt zu. *
* tiefes Atmen *
Sie haben's gleich geschafft. - Hm.
Dann haben Sie wieder drei Monate Ruhe.
So.
Wie sieht's mit den Nebenwirkungen aus?
Gefallen Ihnen meine Titten?
Ich hasse das. Ich bin nicht mehr ich.
Wenn ich mir vorstelle, dass ich das mein ganzes Leben machen muss ...
Die Medikamente nehmen wollen Sie aber noch?
Es ist einfach ... Es ist einfach alles scheiße.
Alles?
Sie haben doch bestimmt in den letzten Tagen was Schönes erlebt.
Pfff.
Ich hab 'n Nachbarn kennengelernt. - Das ist wirklich schön.
Ist halt ein Nachbar.
Kann ja ein Freund werden. - Nee, der ist viel zu alt.
Gut, Hauptsache volljährig.
Er hat mich zum Hoffest eingeladen. - Und? Gehen Sie hin?
Nein.
Sie sagen mir ständig, Sie wollen Kontakt zu Ihrem Vater,
der nicht will,
jetzt haben Sie 'n Nachbarn, der möchte Sie kennenlernen,
das ist doch schön.
Ich will einfach nur meine Ruhe.
* Hupen *
Mehr Polizeipräsenz drückt die Kriminalstatistik.
Die Öffentlichkeit wird beruhigt, wir können in Ruhe arbeiten.
Aber das ist ein Kostenfaktor.
Ja, die Polizei braucht mehr Geld.
Natürlich fließt mehr Geld,
wenn ihr mehr Einsatzkräfte auf die Straße bringt, ja?
Was ich noch sagen wollte:
Frau Schachs Vorschlag hat mir auch gefallen.
Welcher Vorschlag?
Sie hat mich gebrieft, die Idee ist gut.
Was hat Frau Schach damit zu tun?
Ach, ihr habt ohne mich angefangen, wunderbar.
Die Idee rennt bei mir offene Türen ein.
Ist 'ne besondere Zeit und die Arbeitsstunden bleiben dort ...
Was genau ist der Vorstoß?
Ich wurde leider nicht gebrieft. - Dein Wahlversprechen.
Sorry, was?
Entkriminalisierung von Drogendelikten in geringen Mengen.
Wenn wir den ganzen Hokuspokus im Park einstellen
und die Polizei fährt nicht hin und kontrolliert nicht,
gibt's kein Delikt.
Amir, ich hab mir die Zahlen angeschaut.
Es sind zig Anklagen und Festnahmen im Monat.
Treibt wirklich nur die Kriminalitätsstatistik nach oben.
Mein Koalitionspartner hat dem nicht zugestimmt.
Die Polizei kann ihre Zeit und Ressourcen
nach eigenem Ermessen einsetzen.
Wir haben gesagt, wir gehen in Rheinstadt neue Wege.
Wann genau habt ihr das besprochen?
Ist doch nicht so wichtig.
* Räuspern *
* tiefes Ausatmen *
* Blubbern *
* lockere Hintergrundmusik *
Au, au, au!
* nachdenklich-abgespannte Musik *
* Handy vibriert. *
Ja? - "Was war das denn für 'ne Nummer?"
"Sie haben schon ohne mich angefangen?"
An dein Wahlversprechen hat sie dich erinnert?
Ich glaub, es hackt!
"Du kannst dich von der nicht so vorführen lassen."
Sabine? Es führt mich niemand vor.
Sicher hat sie das, und zwar volle Lotte.
"Ich schlag vor, du machst deinen Job und ich mach meinen, okay."
(gedämpft:) Okay. Tschüss.
Hier. Nasenbeinbruch vor vier Jahren.
Da. Schlüsselbein.
Blaue Flecken, Schwellungen.
Das war nicht das erste Mal. - Ich versteh das nicht.
Wir haben im Vorfeld alle Opfer von Gewaltdelikten kontaktiert.
Sie wusste nicht, dass der rausgekommen ist.
Obwohl er sie mehrfach ins Krankenhaus geprügelt hat.
Jetzt kann sie nicht schlafen.
Sie hat die ganze Zeit Angst.
Sie will einfach nur wissen, wo er wohnt.
Ich kann Ihnen seine Adresse nicht geben,
wir müssen mit den Daten vertraulich umgehen.
Bitte geben Sie mir einfach diese Adresse.
Ich wurde doch auch informiert.
Sie hat Angst, ihm auf der Straße zu begegnen.
Okay, ich will wissen, warum wir Ihre Bekannte nicht kontaktiert haben.
Wie heißt der Mann denn? - Christian Holk.
* Tippen *
* Gemurmel *
Hat sie ihn jemals angezeigt?
Ich ...
Nur, wenn er wegen Körperverletzung eingesessen hätte,
wären wir jetzt für ihren Schutz zuständig.
Das ist nicht Ihr Ernst.
Bitte geben Sie mir diese Adresse.
Es tut mir leid, ich kann Ihnen keine Daten rausgeben.
Wir sind ... - Schützen Sie nur Ihre Täter.
Ich hab ihn gesehen.
Bäumer.
Sie wissen doch, was das für uns bedeutet.
Was es mit uns macht.
* angespannte Musik *
Frau Gül ...
Ich hol mir einen Kaffee.
Wollen Sie auch einen?
* angespannt-sphärische Musik *
Dauert 'nen Moment.
* Musik endet. *
* Schlüsselklirren, TV im Hintergrund *
* zischende Geräusche *
Mein Zug kann auch fliegen. - Mann!
Wo ist Papa?
Weiß ich nicht.
* Schraubersurren *
Hey. - Hey.
* Sie lacht. *
Ist doch cool, oder?
Oben Niki, unten Lini. - Wunder geschehen.
Ist erst mal ein Hochbett.
Guck mal, was ich gefunden hab.
Ach krass, hier ist der, den hab ich ewig gesucht.
Warum war der hier?
Weißt du's nicht mehr?
Als deine crazy Cousine hier war.
Mit den ganzen Kindern, keine Betten ...
Da ist Miri am nächsten Tag noch zu mir gekommen
und hat sich beschwert, dass wir so laut waren.
Zerrissen hast du den auch.
* gefühlvolle Musik *
* Stöhnen *
Lass mal bitte.
Lass mal bitte. Lass bitte, lass bitte.
Ich muss hier noch fertig machen.
Okay.
Ich gehe jetzt die Leiter holen.
* Tür wird geöffnet und geschlossen. *
* angespannte Musik *
* Musik stoppt. *
Was ...
Niki, warte.
Niki. Niki!
Niki, warte.
Hey.
Komm her. - Lass mich in Ruhe!
Alles okay. - Nein, lass mich!
Okay, okay, okay.
(leise:) Okay.
Du hast gesagt, du wirst nicht mehr so wütend.
Ich weiß, war nur noch einmal.
Wieso hast du's dann grade gemacht? - Weiß ich nicht, es tut mir leid.
Hey.
Hey.
Ich hab das Hochbett aufgebaut.
Ich wollt grad die Leiter holen. - Wirklich?
Ja, komm, wir machen's zusammen.
Pennst du oben, Lini unten, so wie abgesprochen.
Darf ich die Leiter ranmachen? - Natürlich.
Okay.
Komm.
Kannst du überhaupt schrauben? - Ja.
Quatsch, kannst du nicht.
* bewegte Musik *
* Musik wird angespannter. *
* Ächzen, Stöhnen *
* Poltern *
* Keuchen *
* Türglocke *
* lockere, entfernte Musik *
Unten steppt schon der Bär.
Schon vergessen? Die Grillparty von ihren Nachbarn.
I- ...
Ich ...
Wir gehen da jetzt hin. - Auf keinen Fall.
Doch. - Was soll ich denn da, also ...
Worüber soll ich mit den Leuten reden?
Sport. - Außerdem regnet's grade.
Sie mögen doch Wasser.
* Stimmengewirr von draußen *
Jetzt kommen Sie.
Einen Moment bitte.
* Lachen von draußen *
* tiefes Ausatmen *
(leise:) Okay.
* Stimmengewirr, lockere Musik *
Ach, da seid ihr ja!
Hallo, ich bin der Werner. - Sane, freut mich.
Na kommt mal mit.
Ruhe mal!
Das ist der Jens und seine Freundin. Er wohnt jetzt bei uns!
Seid nett zu ihm.
* Sie begrüßen ihn. *
Danke schön. - Übernimm mal.
Ich muss mal für große Jungs.
Ich kann gar nicht grillen. * Kichern *
Hallo, Jens. Ich bin der Achim. Freut mich, dich kennenzulernen.
Hört mal zu, das ist der Jens.
* Stimmengewirr *
* nachdenkliche Musik *
* Handysignal *
* sphärische Musik *
"... wurde eine Liste veröffentlicht, die genau zeigt,
welche Kriminellen durch dieses Programm
auf freien Fuß gesetzt wurden."
"Es ist wirklich schlimm,
denn einer von ihnen ist der Pädophile Jens Föhl."
"Diese Mann ist ein verurteilter Sexualstraftäter,
der sich schon mehrfach an kleinen Kindern vergriffen hat."
"Und das geht gar nicht!"
"Wir können nicht sagen, die Freiheit eines Pädophilen ..."
* Video stoppt, angespannte Musik. *
* Musik endet. *
* andächtige Musik *
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* kraftvolle Musik *
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* sphärischer Gesang *
* nachdenkliche Musik *
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Untertitel: audiofilm
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