All language subtitles for A Better Place-Ganz oder gar nicht_ (S01_E06).deu

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Original subtitles

*

* starre, sphärische Musik *

* Klatschen *

Komm, gib Gummi. Wir wollen nicht zu spät zur Schule kommen.

Was machst du denn? - Enten zählen.

Wie viele sind's? - Acht.

Acht Stück? - Ja.

Okay. Wollen wir jetzt los? - Ja.

Drei, zwei, eins ... * Er ahmt ein Motorengeräusch nach. *

Sehr gut, sehr gut, sehr gut.

Und schön auf der Fahrbahn bleiben. - Ja.

Okay, gut.

"Seit Kurzem wissen wir,

dass der pädophile Straftäter Jens F. verschwunden ist."

"Er ist geflüchtet."

"Und Herr Bürgermeister Amir Kaan wusste schon seit Längerem davon."

"Ich frage mich ernsthaft, können eigentlich die Eltern

in Rheinstadt ihre Kinder noch auf dem Spielplatz spielen lassen?"

"Ich bin ein Megafan von TRUST gewesen."

"Wie können Sie Ihre Stadt so voller ..."

"Ich möchte wissen, wer setzt sich für Kinderrechte ein?"

Gib Gas!

"Die Ermittlungsteams arbeiten rund um die Uhr,

um den Flüchtigen aufzuspüren und wieder in Gewahrsam zu nehmen."

"Ich hätte mir mehr Transparenz gewünscht."

"Er hat all das verschwiegen."

"Er hat gelogen." - "Ja, natürlich hat er gelogen."

"Er wusste längst, dass der Kinderficker weggelaufen ist."

"Warum ist der überhaupt unser Bürgermeister?"

"Laut Umfragen fühlen sich knapp 40 Prozent der Rheinstädter

nicht mehr sicher in der eigenen Stadt."

"Empfinden Sie das auch so?"

"Ich bin mir sicher, dass sich jeder Zweite hier nicht mehr sicher fühlt."

Was wird denn getan? Diese verdammten Scheiß-Handfesseln?

Das soll uns Sicherheit geben?

Was gibt unseren Kindern Sicherheit?

Können Sie Ihr Kind auf dem Spielplatz spielen lassen?

Fuck me! Ach du Scheiße! Fuck!

* Applaus *

"Es ist keine Stadt für Bürger, es ist eine Stadt für Kriminelle."

* Motorensurren *

* Keuchen *

Mali?

Mali?

* aufgewühlte Musik *

Malika?

Malika?

Malika!

Haben Sie ein kleines Mädchen gesehen?

Malika!

Malika!

Mali ...

Mali.

Ich habe dich gerufen. Hast du mich nicht gehört?

Nein. Guck mal da. Was ist das?

Eine Taube.

Wir lassen das jetzt. Wir müssen zur Schule.

Aber Papa ...

Was machst du für Sachen?

Aber ... - Hör mir zu.

Du kannst nicht einfach weglaufen.

Okay?

* andächtiger Frauengesang *

*

* Jubel *

* Musik verklingt. *

* aufgebrachtes Stimmengewirr *

Herr Kaan, kommen Sie raus!

Herr Kaan, wieso wurde die Flucht des Sexualstraftäters vertuscht?

* Stimmengewirr *

Um die polizeiliche Fahndung nicht zu gefährden.

* Stimmengewirr *

* Stille *

Guten Morgen, Herr Kaan.

* Seufzen *

Guten Morgen. - Morgen.

Ich verstehe, dass sie Angst haben.

Das ist ein Scheißgefühl, wenn man Kinder hat.

Du weißt genau, dass es Quatsch ist, und es macht dich trotzdem irre.

Mir geht das genauso.

Seitdem die Presse jeden Morgen

eine neue Horror-Schlagzeile über Föhl raushaut,

bin ich auch schon ganz paranoid.

Ich habe meine Tochter für 20 Sekunden nicht gefunden.

Ich bin völlig ausgeflippt.

Aber es ist albern, völlig irrational.

Vielleicht hattest du recht, wir hätten weniger Lärm machen sollen.

Amir. - Hm?

Du bist zu weit gegangen. - Was?

Wir wollten Strafe überwinden.

Du hast eine Strafe gegen eine andere ausgetauscht.

Hilf mir. Wegen der Handfesseln oder was?

Ist das ... Ist das dein Ernst?

Ja, die Polizeipräsenz, die Drohnen,

diese ganzen willkürlichen Maßnahmen.

Ich kann dafür nicht stehen. - Was?

Nimm das zurück oder ich steige aus.

Petra, du kannst jetzt nicht einfach kündigen.

Demokratie hin oder her.

Manche Dinge gehen nur ganz oder gar nicht.

Was dachtest du denn, was wir hier machen?

Nein, warte mal kurz, wir haben hier wirklich andere Probleme.

Petra, du kannst jetzt nicht einfach gehen.

Das ist Erpressung!

Sie können schon reingehen. - Nein!

* angespannte Musik *

* Zorneslaut *

*

Was machst du da?

Ist deine Wohnung wieder?

Sachen packen, und nein, hab ich nicht.

Wo willst du denn hin?

Wallah, guck mal, mein Gesicht.

Guck mal richtig hin.

Du weißt doch, was passiert ist.

Nein, nein, guck richtig, bitte. Wende deinen Blick nicht ab.

Guck, was sie mit mir gemacht haben.

Bitte hab wenigstens diesen Respekt, in mein Gesicht zu gucken.

Weggucken, können du und Mama doch am besten.

Was ist das für eine Familie? - Lass Mama da raus.

Vielleicht hörst du auch mal auf, für uns zu sprechen.

Ich kümmere mich um die Familie. - Red du nicht über Familie, bitte.

Nadi, ich hab dich gewarnt.

Du wusstest, was passiert, wenn du dich einmischst.

Danke, dass du mich gewarnt hast.

Dass Leute kommen, mir in meine Fresse hauen.

Danke, dass du mich davor gewarnt hast,

dass jemand deinen Bruder weghaut. Danke.

Du bist wirklich die Schwester des Jahres.

Bei Allah, danke schön.

Für uns beide ist das Wort Familie schon lange nicht mehr das gleiche,

weißt du?

Aber ist okay.

* Möwenrufe *

*

* Es wird leise am Boot gearbeitet. *

*

Papa.

Jens?

Junge.

Papa.

Was machst du hier?

Ich wollte dich sehen.

Jens, das ist keine gute Idee.

Alle suchen dich. Du kannst nicht hier sein.

Dass du immer noch mit dem alten Kahn rausfährst.

Bitte, Papa, nur ganz kurz.

Wir können doch spazieren gehen.

Wir gehen nur die kleine Runde bis zur Brücke.

Das kriegt keiner mit.

Ist doch keiner da.

Geh.

Papa, bitte, ich bin so allein.

Ich bin so alleine.

Du hast genug Schaden angerichtet. Geh!

Bitte, Papa. - Geh!

Bitte.

* sanfte Musik *

* andächtige Musik *

Was? Es geht um etwas ganz Grundsätzliches.

Die Teilnehmer sagen nicht von heute auf morgen, scheiß drauf, wir gehen.

Ich will auch nicht gehen. Ich will, dass wir uns wehren.

Stell dir mal vor, wir würden das alle machen.

Ja. Wenn du mich fragst, es wäre konsequenter.

Ich lasse mich nicht mehr von der Politik vor den Karren spannen.

Ich würde es auch besser finden, wenn ihr das nicht mittragen würdet.

Sollen wir alle mit Kündigung drohen?

Geht es dir um die Leute oder um irgendwelche Prinzipien?

Ich habe für deine politischen Spielchen keine Zeit.

Ich muss arbeiten.

* leises Stimmengewirr *

* lautes Staubsaugergeräusch *

Guten Morgen.

Ich hatte dir geschrieben.

Ignorierst du mich jetzt, oder ...

* Staubsauger verstummt. *

Was ist passiert?

Komm, bitte sag mal die Wahrheit.

Ich will einfach nur die Dreckskarre sauber kriegen.

* Staubsaugergeräusch *

Alles okay bei euch?

Nader? - Morgen, Herr Bektaş.

Was ist mit dir passiert? Raus, raus, erzähl.

Was ist mit dir passiert? Erzähl.

Ich hatte einen Unfall.

Ich bin mit dem Roller gefahren und ...

Eine Straßenbahn hat mich mitgenommen,

ich bin auf den Bordstein gefallen.

Autos ... sind sicherer auf jeden Fall.

Junge, wenn du denkst, dass du mich verarschen kannst,

dann hast du dich geirrt.

Ich habe dir eine Chance gegeben. - Wofür ich dankbar bin.

Du gehst heute bitte in die Werkstatt.

Ich dachte, ich soll die Autos heute alle sauberkriegen.

Das ist egal, jetzt komm, ab in die Werkstatt.

Und ich muss das leider deiner Betreuerin melden.

Wie meinen Sie das, Sie müssen das meiner Betreuerin melden?

Das ist in meiner Freizeit passiert.

Nader, bitte!

Bitte. - Ab in die Werkstatt jetzt.

Sofort.

Viel Spaß.

Hussein, halt den Mund.

Milane, mein Kaffee im Büro, bitte.

Das Angebot vom Gericht ist klar.

Sie können mit Ihrem Anwalt auf die Anzeige von Bäumer

wegen Körperverletzung mit den üblichen Rechtsmitteln reagieren

oder an einer Mediation teilnehmen.

Sie bestimmen, wie es weitergeht.

Was soll das denn bringen mit irgendeinem Fremden?

Wie soll mir das helfen?

Vertrauen Sie mir mal.

Ja, das hab ich schon mal.

Ich Ihnen auch.

So sieht man nicht aus, wenn man vom Roller fällt.

Frau Blum, was soll ich Ihnen sonst erzählen?

Möchten Sie, dass ich Sie anlüge, wäre Ihnen das lieber?

Warum waren Sie dann nicht bei Ihrem wöchentlichen Termin?

Weil ich krank war, Frau Blum.

Das sieht man doch, oder nicht?

Okay, dann kriegen Sie jetzt Ihre erste Verwarnung von mir.

Und Sie wissen, dass Sie bei der nächsten aus dem Programm fliegen.

Verwarnung?

Für was denn, Frau Blum?

Wenn Sie mir nicht die Wahrheit sagen, kann ich Ihnen nicht helfen.

Helfen? Fangen Sie doch mal bei Yara an!

Die ist draußen und macht immer noch Scheiße.

Die lacht über Sie und über dieses ganze Programm.

Nimmt doch keiner mehr ernst die ganze Scheiße hier.

Ich bin trotzdem für Sie da, okay?

Merke ich, danke für gar nichts.

Hallo. - Hallo.

Kommen Sie rein. - Soll ich Tür zu machen?

Gerne.

* Räuspern *

Hi.

Hallo, Sie können sich einen Platz aussuchen.

* Räuspern *

Sie wissen ja beide, dass das hier eine Stellvertreter-Mediation ist.

Ein Täter und ein Opfer spielen stellvertretend durch,

was ihnen helfen könnte.

Fangen wir doch am besten damit an,

dass Sie, Nesrin, sich einmal vorstellen.

Klar.

Ich bin Nesrin Gül und ...

.. ich wurde gezwungen, hier mitzumachen.

Nesrin, haben Sie sich umentschieden?

Schon gut, nein.

Die Alternative, wieder mit dem Mann vor Gericht zu sitzen,

der meinen Sohn getötet hat, lässt mir natürlich die freie Wahl.

Da sitze ich doch lieber meine Zeit hier ab.

Bei diesem Mörder.

Gut, dann ...

.. fangen wir doch am besten mit Ihnen an, Mark.

Haben Sie mich gerade einen Mörder genannt?

Ich habe im Gefängnis gelernt, dass ich gar ein Mörder bin,

sondern ein Totschläger.

Und dass das ein Unterschied ist.

Aber dieser Unterschied ...

.. der kommt hier oben nicht an.

Das ist alles wie am ersten Tag.

Ist schon richtig.

Ich bin ein Mörder.

Ich bin einfach weitergefahren.

Ich hab ... Ich hab ihr nicht geholfen.

* Seufzer *

Ihr Mann ...

Also, die ... die Familie des Opfers, die ...

.. will ...

.. keinen Austausch mit mir.

Ich hab denen ganz viele Briefe geschrieben und ...

.. keine Antwort bekommen.

Klar.

In den Briefen ...

Was wollten Sie der Familie da sagen?

Ich müsste tot sein.

Nicht sie.

Dieses Gefühl, ich ...

.. ich stehe damit auf, ich gehe damit ins Bett.

Das ist so.

Es bleibt so.

Das ist meine Geschichte.

(Lydia:) Danke.

Nesrin, Sie haben Mark eben zugehört.

Was möchten Sie ihm sagen?

Er hat anscheinend aus Versehen irgendjemanden ...

Umgebracht?

Ja.

Ja, aus Versehen.

Aber mein Sohn wurde ermordet.

Von einem Nazi.

Einfach so, weil er das wollte.

Uns verbindet nichts.

Außer vielleicht, dass wir beide nie wieder glücklich sein werden.

* starre, andächtige Musik *

Darf ich bitte gehen?

Ja, natürlich.

Ich begleite Sie.

*

Ja, ist oben.

* Stimmengewirr *

Kann man dir helfen?

Ey, die ist oben, hab ich gesagt.

* Stimmengewirr wird leiser. *

Was ist mit Ihrem Bruder passiert?

Keine Ahnung, fragen Sie doch ihn.

Oder tracken Sie ihn, ist doch Ihr Ding.

Jemand hat ihn grün und blau geschlagen.

Warum?

Der ist vom Roller gefallen. * ungläubiges Ausatmen *

Ich will Ihnen helfen.

Helfen?

Sie kriegen es ja nicht mal hin, mir einen neuen Handfessel zu besorgen.

Ich weiß, es dauert mir auch zu lange, die sind bestellt.

Frau Blum, gehen Sie jemand anderes retten.

Ich brauche keine Hilfe.

Ja, Sie vielleicht nicht.

Aber Ihr Bruder schon.

Tschüss.

Tschüss.

Ey, nächstes Mal nur mit Termin, ne?

Was ist los?

Bist du jetzt die neue TRUST-Vorzeige-Pussy,

oder was will die so oft hier?

Hm?

Ihr fasst meinen Bruder nie wieder an, verstanden?

Sonst was?

Fickst du uns sonst so richtig?

Ach ... es ging nicht anders.

Ich schwör's dir, du hättest doch genau das Gleiche gemacht,

wenn es um jemand anderes gegangen wäre.

Es ging aber um meinen Bruder.

Hey, dann kümmere dich um deinen Bruder.

Kümmer dich darum, dass unsere Sachen wiederkommen.

Sonst gibt's noch einen Roller-Unfall,

aber diesmal einen richtigen.

Okay?

Will doch keiner von uns, oder?

Hm?

* andächtiger Frauengesang *

*

Crazy, Alter.

Ein Kollege von mir meint, dieser Jens F.,

der ist richtig crazy.

Ey, ich hoffe, die finden den

und stecken den ganz tief in den allerletzten Keller, Alter.

* starre Musik *

Komm.

*

Ich habe den Wagen ausgesucht,

weil Sie erzählt hatten von dem Autounfall.

Du bist Yara, oder?

Nadi ist gegangen, er ist nicht mehr hier.

Weißt du, was mit ihm ist?

Nein, aber ich wollte sowieso zu dir.

Ach so?

Hat Nadi dir was gegeben, was du verstecken sollst?

Das gehört mir. Ich brauch das.

Sorry, ich weiß echt nicht, wovon du redest.

Klär das mit deinem Bruder, ja?

Entschuldigung, Entschuldigung, ich brauche noch mal Hilfe.

(flüstert:) Nicht so laut.

Weißt du, warum der vom Roller gefallen ist?

Hm?

Weil der Probleme hat. Richtige Probleme.

Und wenn du bei der Scheiße mitmachst,

dann machst du diese Probleme noch viel größer.

Checkst du das?

Mahlzeit!

Hi, hi. Wollen Sie noch eine Probefahrt mit mir machen?

M-m. Keine Probefahrt.

Ich weiß, dass du mein Zeug hast.

Und weißt du, woher ich das weiß?

Weil wir das immer so machen.

Weil wir uns immer die Unschuldigen aussuchen.

Kann ich helfen?

Alles gut. Es ist nur eine Freundin.

* starre Musik *

*

Das ist meins.

Süß.

Wo ist der Rest?

Hm? - Welcher Rest?

Willst du mich verarschen?

Versteckst hier Sachen für 'nen Typen

und guckst nicht mal rein?

Ich kenn meinen Bruder.

Lass dich nicht von solchen Typen verarschen.

Das sagst du doch nur, weil du niemanden hast, dem du vertraust.

* Freizeichen *

(Nader:) "Hallo?" - Wo bist du?

"Wie, wo bin ich?"

"Wo du bist."

Autohaus.

Ach so? Ja, da war ich auch gerade.

Haben wir uns wohl verpasst.

Aber deine Kleine war da und konnte mir weiterhelfen.

"Wo ist das Scheißding?" - Was hast du Milane gesagt?

Ich scheiß auf deine verfickte Milane.

Wo ist das Ding?

Ich glaub, du hast nicht gecheckt.

Das Ding ist weg, ich hab es weggeschmissen.

"Geh dich nicht da an, wo das ist." - Nadi, halt die Fresse.

Du weißt, was Brian mit uns macht!

"Brian bringt uns um."

Wallah, ich bring Brian um.

Ich mach das, was ich machen will.

Verstehst du? - "Fick dich."

Ist vorbei mit dem Spaß.

Du kriegst es nicht wieder. Yalla.

* Maschinenrattern *

* rockige Musik *

* schweres Atmen *

* Musik ist aus. *

* schweres Atmen *

(* Autotür schließt. *)

*

* starre Musik *

(Mama!)

(Mama!)

(Mama, was ist?)

(Wach auf!)

(Mama! Mama!)

* starre Musik *

* starre Musik *

* Baustellenlärm *

* fernes Piepen *

* gedämpftes Gespräch *

*

Das sind Rosinen mit Zwiebeln.

Das hast du doch schon mal gegessen.

Ich erinnere mich, das haben wir früher gegessen, mit dem Zimt.

Richtig. Da warst du noch sehr jung.

Kannst du mir noch Oliven geben, bitte?

Natürlich. - Danke.

Danke, reicht.

Du weißt, bei deinem Couscous kann ich einfach nicht Nein sagen.

Ein paar Kilo mehr haben noch niemandem geschadet.

Das ist Quatsch.

* Verkehrslärm *

* ruhige Musik *

Es tut mir leid.

* Keuchen *

Mit deinem Sohn, es tut mir leid.

Es tut mir leid.

Es tut mir leid, mit deinem Sohn.

* Schluchzen *

* sanfte Musik *

Alles gut.

Alles gut. Alles gut.

Alles gut.

Ich bin Mark.

Nesrin.

Schön, dich kennenzulernen.

* ruhige Musik *

Ich ficke deine verfickte Fick-Mailbox!

Ich ficke deine Mailbox!

Geh ran, Junge!

Nadi, was denkst du dir denn?

Was denkst du denn, wie wir das früher gemacht haben?

Ruf mich einfach zurück!

Bastard.

* fernes Martinshorn *

* ferne Kinderstimmen *

* lautes Staubsaugergeräusch *

Bis morgen.

Mach nicht zu lange.

* Handy vibriert. *

Hallo?

* schweres Atmen am Telefon *

Hallo?

Wie gut, dass Sie sich melden.

Ich habe mir schon Sorgen um Sie gemacht.

Wo sind Sie denn gerade?

(Föhl:) "Ich kann Ihnen nicht sagen, wo ich bin."

"Und das wissen Sie auch ganz genau."

Wie geht's Ihnen?

"Ich weiß es nicht."

Sind Sie gerade in Sicherheit?

"Na klar bin ich in Sicherheit!"

Jeder Vollidiot in dieser Stadt kennt meinen Namen!

Und mein Gesicht!

"Das haben Sie nicht verhindert!"

"Das war Ihnen scheißegal!"

Okay, okay, wir machen das anders. Herr Föhl, wir machen das anders.

Ich bin jetzt hier im Büro.

Und ich warte hier auf Sie.

Ich werde die ganze Nacht hier sein, wenn es sein muss.

"Und Sie kommen einfach hierher."

"Okay?"

Ist da noch jemand bei Ihnen?

"Ich bin alleine hier, ohne Polizei."

Und ich will nicht wieder ins Gefängnis.

Ich will nicht.

"Nein, das müssen Sie nicht. Das verspreche ich Ihnen."

"Das garantiere ich Ihnen."

Wirklich?

Das verspreche ich Ihnen.

"Und Sie sind da? Sie warten da auf mich?"

Ich bin hier und ich warte auf Sie.

"Ehrenwort?"

Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort.

Okay. Ja?

"Danke."

Herr Föhl?

Wie kannst du ihm das versprechen?

Das Wichtigste ist jetzt, dass er keine Angst hat.

Wir müssen es aus seiner Sicht sehen.

Ohne Kinder geht das vielleicht.

Wenn du deine Kinder schützen willst,

dann lässt du mich jetzt meine Arbeit machen.

Sie haben der Öffentlichkeit verschwiegen,

dass der Sexualstraftäter Jens Föhl schon vor Tagen entflohen ist.

Glauben Sie nicht, es wäre an der Zeit,

dass Sie auch persönliche Konsequenzen ziehen?

Ja, wir haben Fehler gemacht.

"Ja, ich stehle mich hier also nicht aus der Verantwortung."

"Aber wir haben uns dennoch entschlossen,

neben den Justierungen an der Struktur

und den Bedingungen unseres Programms,

auch personelle Veränderungen durchzuführen."

"Ja."

"Im Einvernehmen mit Frau Schach

übernimmt mit sofortiger Wirkung

Sabine Broich die Programmleitung."

"Frau Broich blickt zurück auf 20 Jahre Erfahrung

als Vorsitzende des Rheinstädter Opferschutzbundes,

und ich freue mich wirklich sehr,

dass sie nun mehr Verantwortung hier bei uns im Team übernehmen wird."

"Guten Tag ..."

* aufgewühlte Musik *

"Ja, ich freue mich sehr

über das Vertrauen des Oberbürgermeisters."

"Und als neue Leitung von TRUST ist mein vorrangiges Ziel,

die Sicherheit unserer Gemeinschaft zu stärken."

"Während wir die Integrität und Ziele unseres Programms ..."

* Musik verklingt. *

* schweres Atmen *

Hey. - Hey.

Wo sind denn die Kinder?

Verkauft.

Meine Mutter hat 17 Stunden geboten.

Wow.

Wo warst du? Ich hab mir Sorgen gemacht.

Ich hab mich mit einer Frau getroffen.

Die hat ihren Sohn verloren.

Und? Hat's geholfen?

Ja.

Mein Chef hat mir 'ne Wohnung angeboten.

Vielleicht ...

Ich will, dass du bleibst.

Ich auch.

* sanfte Musik *

Hey.

*

* Stöhnen *

* sanfte Musik *

* Stöhnen *

* leiser Verkehrslärm *

* gespannte Musik *

* Lachen, leises Gespräch *

*

Na?

Lieber zu spät als gar nicht, hä?

Hat dich deine Schwester von mir gegrüßt, hm?

Habibi, was ist mit deinem Gesicht passiert?

Deine Mutter macht sich echt Sorgen um dich.

Du musst besser auf dich aufpassen.

Gib mir jetzt die Knarre.

Hey, hey, hey, hey.

Ich schieße dir in deinen beschissenen Kopf, Brian.

Ich schieße dir in deinen verfickten Kopf!

Mach keinen Scheiß, Mann. Nimm die Waffe runter.

Halt deine Fresse! Halt deine Fresse!

Kein Kontakt mehr zu meiner Mutter.

Und kein Kontakt mehr zu meiner Schwester!

Ist doch fair?

Mann, die suchen doch Kontakt zu mir.

* dramatische Musik *

Halt deine Fresse!

Bei Allah, ich knall dich ab! Ich knall dich ab!

Ich knall dich ab!

Du drückst nicht ab.

Du drückst nicht ab.

Du Bastard, du drückst nicht ab.

* dramatische Musik *

Fuck!

* starre, andächtige Musik *

* gellender Schrei *

* Hund bellt. *

* starre, andächtige Musik *

* Musik verklingt. *

* einzelner Klopflaut *

Hast du das gehört?

M-m.

* Klopflaut *

Warte mal ganz kurz.

Warst du das mit dem Stein?

Ey, ist deine Frau zu Hause? - Wer bist du denn?

Was machen Sie hier? Ist was passiert?

Ich brauche Ihre Hilfe.

Frau Massad, kommen Sie morgen in mein Büro, okay?

Bitte, Frau Blum.

Sie können nicht einfach zu mir nach Hause kommen, das geht nicht.

Ich muss mit Ihnen reden. - Nicht jetzt.

Frau Massad, das geht nicht, bleiben Sie draußen. Stopp!

Das ist Hausfriedensbruch. Sie gehen jetzt nach Hause.

Frau Blum, bitte.

* angespannte Musik *

Was auch immer es ist, es kann bis morgen warten.

Nein, Frau Blum.

* andächtige Musik *

(Mark:) Ach du Scheiße ...

Ruhig.

* Bellen *

* Bellen *

Nicht so schnell.

* Bellen *

* Hund bellt nach wie vor. *

* dramatische Musik *

* andächtiger Frauengesang *

*

* Musik wird dynamischer. *

*

* Musik wird etwas ruhiger. *

* Musik klingt langsam aus. *

* unruhige, starre Musik *

*

* Musik verklingt. *

Untertitel: audiofilm

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