All language subtitles for 2016_Anne auf Green Gables (Teil 2).deu

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Original subtitles

Untertitelung: BR 2017

* Es donnert heftig. *

Matthew Cuthbert, ... Ich reparier das morgen.

Denk nicht mal dran.

Marilla, behandle mich nicht wie einen alten Sack.

Ich fahre in die Stadt und frage Wallace, den Schreiner, ob er kommt.

Matt Wallace kann nicht mal Birke von Eiche unterscheiden,

der Möchtegern-Könner. Geh wieder ins Bett.

Gute Nacht. Das gilt auch für dich.

Ich bin ja schon weg. Gute Nacht.

Ah!

Grundgütiger ...

Matthew!

Oh nein.

Oje.

Matthew!

Matthew? Ich bin hier!

Matthew?

Ich bin hier oben!

Was machst du denn da? Die Leiter ist umgefallen.

Wenn du sie aufstellst, ist alles gut.

Halt durch. Ich geh und hole Hilfe. Aber beeil dich.

Sturer alter Bock.

Hallo, Marilla.

Ich und Anne sind seelenverwandt.

Danke.

Ach du meine Güte!

Alles gut. Nicht böse sein.

Ich versuche, eine Musterschülerin wie Minnie Andrews zu sein.

Aber sie ist unscheinbar und langweilig,

ohne einen Funken Fantasie, geschweige denn eine eigene Meinung.

Sie sagt nur: "Ja, das find ich auch."

Anne Shirley, wenn du nichts Nettes zu sagen hast,

sag lieber nichts. Okay, ich versuch's noch mal.

Ach ja, es scheint, dass Josie Pye wirklich gut singen kann.

Leider besser, als ich es je gedacht hatte.

Und Gilb...,

ich meine damit natürlich Mr. Phillips, bedrückt irgendwas.

Ach ja? Was könnte der Grund sein?

Wir benehmen uns wie Idioten. Du nicht. Da bin ich mir sicher.

Hattest du auch Geometrie in der Schule?

Äh, ich kann nicht ... Hatte er nicht.

Dann könntest du mich besser verstehen.

Man kann nicht Verständnis für etwas haben,

wenn man nicht selbst schon damit zu tun hatte.

Geometrie hängt über meinem Leben wie eine dunkle, schwarze Wolke.

Ich bin zu dumm dafür. Sogar Mr. Phillips sagt das.

Bitte was?

Es ist nicht so schlimm. Aber Unwissen macht ihn unglücklich.

Besonders wenn es um Mathe geht. Ich bin nicht gut in Geometrie.

Was für ein Unsinn!

Den knöpf ich mir mal vor. Du hältst dich besser zurück.

Angst und Scham hemmen Kinder beim Lernen, schlimmer als der Stock.

Kinder brauchen Inspiration und Ermutigung.

Was? Was?

Ich kenn dich nicht so redselig. Red...? Was?

Du redest zu viel. Iss deinen Eintopf.

Hi. Hi.

Das werden wir ja sehen.

Es war lustig anzusehen. Das glaub ich dir.

Ah, ah, ah, ah.

Es ist ganz leicht.

Wenn du möchtest, zeig ich's dir später.

Danke, Ruby.

Wenn ich 15 bin, werde ich viele Verehrer haben.

Woher weißt du das?

Ich meine, woher weißt du das jetzt schon?

Sechs ältere Schwestern.

Was sagen sie so? Was sagen sie so?

Äh, über was? Jetzt komm schon.

Das Geheimnis des Universums. So nennen sie's immer.

Erzähl weiter. Nun mach schon.

Also, nie den Eindruck erwecken, zu bemüht zu sein.

Oh, ... Anne ist darin Expertin. In was?

Was? - Nichts.

Ich muss los. Wir sehen uns morgen. Bis dann.

Diana, was?

Expertin in was? Ich will es wissen.

Eigentlich meinte ich damit nur, dass du Gilbert keine Chance gibst.

Ich weiß, dass er manchmal dumme Sachen macht,

aber er ist ein guter Mensch.

Wer zuerst da ist! Eins, zwei, drei! Anne!

Hey, das ist nicht fair!

Komm doch zu mir. Wir machen Karamell.

Wie könnte ich da Nein sagen!

Ja, Mieze, du bist ein braves Mädchen.

Mutter, wir haben einen Gast. Hallo, Mrs. Barry.

Anne, Liebes, wie schön, dass du uns besuchst.

Jetzt Arme hoch und umdrehen.

So, ...

Dann könnt ihr zwei ja direkt anfangen.

Ich habe bereits alle Zutaten hier auf diesen Tisch gestellt.

Aber passt auf. Und lasst nichts anbrennen.

Welche magst du besonders? Die ganz normalen.

Also die ohne Schokolade obendrauf? Ja, ohne Schokolade.

So, jetzt noch das rein. Das reicht.

Ein bisschen noch. Oh!

Du hast recht. Wirklich zu viel. Das wird gut.

Weißt du was?

Lass das!

Ich erzähl dir was über meinen letzten Versuch.

Wir mussten alles wegwerfen.

Es klebte am Topf und ging nicht raus.

Hammer und Meißel nutzten auch nichts.

Es roch nach Kaninchenstall und schmeckte fürchterlich.

Der Topf war hin. Marillas Laune auch.

Ich wollte einen neuen kaufen. Mein Geld reichte nicht.

Matthew hat einen besorgt.

Ich musste ihr versprechen, nicht mehr ohne Aufsicht zu kochen.

Oh, ...

Wir mussten alles wegwerfen.

Nicht so schlimm. Das Machen war lustig.

Diana und ich warfen uns Küsse zu, bis ich über den Hügel ging

und ihr schönes Haus außer Sichtweite war.

Wie soll ich das gebührend in Erinnerung behalten?

Ich werde ein besonderes Gebet zu Ehren dieses Tages sprechen.

Ja, genau das werde ich tun.

Keiner von euch hofft wohl,

eines Tages in einem renommierten Unternehmen angestellt zu sein.

Als ich für die Royal Bank arbeitete,

hatten Unternehmer kein Verständnis für schwache Leistungen.

Ihr könnt wohl Schreibkräfte oder so werden.

Aber wenn ihr ein anständiges Leben führen möchtet,

müsst ihr euch am Riemen reißen.

Könnt ihr mir folgen, Schüler? - (alle) Ja, Mr. Phillips.

Marilla? Marilla! Ich bin hier.

Hi, Matthew. Hallo, Miss Anne.

Wie war's in der Schule? Danke, ganz gut. Marilla, ...

Um Gottes willen. Kind, hol erst mal Luft.

Marilla, es ist ein wahrhaftiges Wunder geschehen.

Dann erzähl es uns.

Morgen nach der Schule darf eure Anne sich geehrt fühlen,

denn sie wurde eingeladen,

zu übernachten, im Haus von Miss Diana Barry.

Die Einladung kam von Mrs. Barry persönlich.

Diese Ehre wird dir leider nicht zuteil werden.

Marilla, ...

Fang nicht wieder an. Du weißt, wie du sein kannst.

Kleine Mädchen gehören in ihr eigenes Bett.

Ich bin nicht klein. Ich bin fast 13.

Was? Warum schaust du so?

Ich denke, du solltest sie gehen lassen.

Wer zieht dieses Kind auf? Du oder ich?

Ich würde sagen, du.

Dann misch dich nicht ein. Ganz langsam.

Das kannst du mir nicht unterstellen.

Einmischen ist eine Sache, meine Meinung äußern eine andere.

Du solltest es erlauben.

Wenn Anne zum Mond wollte, würdest du sie auch lassen.

Sie will aber nicht zum Mond.

Die ganze Nacht blieben sie wach. Das gehört sich nicht für Kinder.

Ohne Schlaf ist sie überdreht und hat nur Unsinn im Kopf.

Du kannst mir glauben. Ich weiß, was am besten ist.

Ach ja? Anne, hast du uns etwa belauscht?

Ich wollte mich bei euch entschuldigen.

Ich bin schuld an eurem Streit.

Wir streiten uns nicht ernsthaft. Wir grummeln uns nur etwas an.

So sind wir eben miteinander, nicht? Ja, wie alte Bären.

Du hast recht, Marilla.

Ich benehme mich oft nicht passend und weiß ...

Und dabei belassen wir es.

Ich geh mir die Hände waschen.

Sturer Bock.

Oh, ich darf? Marilla, vielen Dank! Danke! Danke!

Anne, ...

Hier. Nimm die.

Die gehörte meiner Mutter.

Es riecht wie ...

... eine große Stadt.

Ja, meine Mutter liebte die Boston States.

Danke, Marilla. Oh, ...

Du bist immer nett, obwohl ich oft schwierig bin.

Jetzt reicht es aber. Hier.

Fang an. Pack deine Sachen hinein.

Und vergiss auf keinen Fall dein Gebet.

Eines Tages bereise ich die ganze Welt oder wenigstens Italien.

Ich muss auch nach Paris und London.

Mehr als alles andere möchte ich auf Elefanten reiten

und Abenteuer erleben im Orient. Anne, ...

Kannst du dir vorstellen, wie ...? Mir fällt was ein.

Dianas Tante, Josephine Barry, besucht zurzeit die Barrys.

Sie ist sehr alt und außerdem sehr reich.

Mrs. Barry möchte sie gern bei Laune halten.

Verstehst du, was ich sagen möchte?

Aber ja, Marilla.

Ich werde mich sehr gut zu benehmen wissen.

Ja.

Vergesst nicht, zu lernen! - (alle) Ja, Mr. Phillips.

Wir werden eine Menge Spaß haben.

Wollen wir woanders langgehen? Wohin?

Zu mir nach Hause. Welchen anderen Weg?

Die Abkürzung durch Taylors Wald. Au ja.

Josie Pye sagt, hier spukt es.

Aber ich glaub ihr nicht.

Du etwa? Natürlich nicht. Lass uns gehen.

Der Weg ist, äh, dunkler, als ich ihn in Erinnerung hab.

Lass uns einfach schneller gehen. Gute Idee.

Weißt du, wo lang? Ähm, ...

Der Weg sieht anders aus als früher. Was?

So hab ich das Gefühl.

Der führt nach Green Gables.

Und der zu unserem Haus. Ganz sicher?

So ziemlich.

* Anne pfeift vor sich hin. *

Pscht!

Was?

Was ist denn? Äh, gar nichts.

Aber was, wenn es ...?

Was, wenn was?

... die Weiße Lady ist?

Siehst du, wie sie die Hände hält?

Hörst du ihr Wehklagen, weil ihr Kind ermordet wurde?

Anne, hör auf.

Es ist nur der Wind in den ...

* Heulen *

Ich glaub, wir sollten ... Ich auch.

Was ist denn hier los? Habt ihr schon gebetet?

Nun schlaf ich ein. Schicke mir mein Engelein.

Dass es treulich bei mir wacht in der langen, dunklen Nacht.

Amen. Ins Bett mit euch.

Ist alles in Ordnung?

Oh ja, Mutter.

Ihr habt beide kaum etwas gegessen. Mrs. Barry, wir sind nur müde.

Ich hatte mein Lebtag nicht so viel Spaß wie heute.

Also dann ... Gute Nacht.

Und kein Geplapper mehr, wenn das Licht aus ist.

* Draußen pfeift der Wind. *

Diana? - Pscht!

Glaubst du, dass es uns gefolgt ist?

Ich friere.

Wenn dir kalt ist, ist bestimmt ein Geist in der Nähe.

Da ist ein Fenster am Ende des Flurs. Von dort aus kann man den Wald sehen.

Du gehst. Ich hab zu viel Angst.

* Lachen *

Ah! Ah!

Ach du liebe Güte!

Wie viel ist ein Schuss? So ein bis zwei Tropfen.

Ich bin Mrs. Barry begegnet.

Sie sagt, die alte Miss Barry sei gestern zu Tode erschrocken.

Wirklich?

Was war da los?

Ich hab sie überrascht.

Aus Versehen. Anne, ich hab dich gewarnt.

Sie wachte mit schlechter Laune auf. Ihre Launen kennen wir.

Sie war gemein zu Diana.

Sie will den Musikunterricht nicht zahlen.

Es war nicht Dianas Schuld. Ich war bei ihr, aus Versehen.

Sie wollte erst einen Monat bleiben,

besteht aber jetzt darauf, gleich morgen früh wieder abzureisen.

Ich bin ein Unglücksrabe.

Ich verursache schlimme Situationen und zieh meine Freundin mit rein.

Dabei gäbe ich mein Leben für sie. Warum passiert immer mir so was?

Weil du kopflos bist. Und impulsiv.

Du überlegst vorher nicht. Niemals.

Aber das ist doch das Gute.

Etwas geht dir durch den Kopf, und du setzt es gleich um.

Wenn man erst drüber nachdenkt, ist der Moment im Nu verschwunden.

Kennen Sie das, Mrs. Lynde?

Marilla?

In einer Notlage gibt es nur eine Lösung.

Ich weiß nicht, wie es ist, aus dem Schlaf gerissen zu werden.

Ich kann mir vorstellen, es ist verstörend.

Ja, war es.

Dann versetzen Sie sich doch mal in meine Lage.

Ein Waisenkind, das die Ehre hatte,

ihre erste Außer-Haus-Übernachtung bei der besten Freundin zu haben,

zu Tode geängstigt,

allein und verlassen auf einem dunklen, fremden Flur,

auf der Suche nach ihrem warmen Bett.

Glauben Sie mir, mein Herz schmerzte nach diesem unverzeihlichen Fehler.

Vorkommnisse wie diese mit Anne Shirley kennen wir bereits, oder?

Ja, Mrs. Barry.

Zum Beispiel?

Servieren von Alkohol auf einer Kinder-Teeparty.

Wahrhaftig?

Unentschuldbar.

Auch aus Versehen?

Mein Leben ist eine perfekte Tragödie voll leidvoller Unfälle.

Anne Shirley,

dein Wunsch nach Sympathie ist ebenso stark ausgeprägt wie der meine.

Könnten Sie dann in Erwägung ziehen, Diana zu verzeihen

und länger hierzubleiben?

Diana wird ihren Musikunterricht bekommen,

und ich bleibe gern noch eine Weile.

Aber nur wenn du versprichst, mir ab und zu einen Besuch abzustatten.

Junge Dame, ich bin überzeugt,

du bist die erste interessante Person,

die ich hier in Avonlea getroffen habe.

(Gilbert) Flinte:

F, L, ...

... I, N, T, E.

Flinte. - Das ist korrekt.

Verwackelt:

V, E, R, W, A, K, E, L, T.

Das ist nicht korrekt.

Gewinner diese Woche ist Gilbert Blythe.

Es ist: C, K.

Es ist: C, K. Das weiß ich.

Ich hab's nur nicht gesagt. Nächstes Mal gewinne ich.

Mr. Phillips, ...

Ich möchte Ihnen sagen, wie beeindruckt wir alle sind

und wie wir uns über Anne Shirleys schulische Fortschritte freuen.

Sehr großzügig von dir.

Das find ich auch. - Sehr schön, Minnie.

Anne Shirley, was sagst du?

Anne?

Ich weiß, dass du es nicht leicht hattest in deiner Kindheit.

Aber bringst du es übers Herz, dich bei Gilbert zu bedanken?

Danke sehr, Gilbert.

Ich habe so viel gelernt und hab nur eine Zwei.

Aber für dich ist eine Zwei gut. - Das ist nicht lustig.

Macht's gut. Bis morgen. - Bis morgen.

Ich versteh nicht, warum du so gemein zu Gilbert bist.

Er ist doch sehr nett. Nicht wirklich mein Typ, aber nett.

Er ist unmenschlich grausam.

Weißt du, was ich wirklich denke? Er ist verliebt in dich.

Diana Barry, sag das nie wieder.

Du bist meine beste Freundin, aber ich verbiete dir ausdrücklich,

über diese grässliche Person zu sprechen.

Ich hab doch nur versucht, ... Ich hör gar nicht zu.

Als beste Freundin muss ich dir sagen dürfen, was ich denke.

Du hast recht. Entschuldige.

Weißt du, was ich noch denke?

Oje, ich muss sofort zurück nach Green Gables.

Ich muss einen Kuchen backen, diesmal ohne Hilfe.

Insgeheim liebst du ihn auch!

Matthew? Matthew!

Schon gut. Nichts passiert.

Ich mache nur Spaß, wie du.

Bitte mach das nie wieder. Es tut mir leid. Oh Gott!

Ich wollte losgehen und Bovisten sammeln.

Warum kommst du nicht mit? Nur ich weiß, wo die besten wachsen.

Aber ich teile mein Geheimnis gern mit dir.

Ja, sehr gern. Also dann, lass uns gehen.

Komm.

Du bist gern im Wald, nicht?

Oh, da hast du recht.

Was genau ist ein Bovist?

Es ist eine Art Riesenpilz.

Man schneidet ihn in kleine Stücke und brät ihn in viel Butter an.

Das ist wirklich das Leckerste, was ich kenne.

Ja.

Da ist er. Ja.

Merk dir schon mal diesen alten Baum.

Nur noch ein kleines Stückchen weiter.

Was ist, Matthew?

Früher war es ...

Ach nein, nein. Es müsste aber ...

Ich weiß nicht. Oh!

Jetzt weiß ich es wieder! Ich weiß es.

Komm nur. Da lang.

Vielleicht sollten wir umkehren.

Pscht! Lass mich ... Lass mich nur kurz überlegen.

Matthew, ...

Was? Was?

Matthew? Was? Was ist denn?

Ich weiß den Weg. Was?

Den Weg zurück.

Matthew, ...

Wir gehen zurück. Ich kenn den Weg.

Ich zeig's dir. Was?

Soll ich vorgehen? Ja.

Ja, bitte. Oh Gott!

Schon besser.

Komm.

Hier sind wir. Siehst du? Ja.

Ja.

Geht es dir gut? Aber natürlich.

Und wir versuchen es morgen gleich wieder.

Eine Bitte hätte ich.

Bist du einverstanden,

wenn wir über diesen Vorfall mit niemandem reden?

Du weißt, es ist besser, Marilla nicht unnötig aufzuregen.

Was sagst du?

Ich würde dir die Kopfschmerzen zu gern abnehmen, Marilla.

Was gäbe ich darum, sie dir zu ersparen!

Das glaube ich, aber weißt du, was mir lieber gewesen wäre?

Ein schönes Stück frischer Kuchen.

Unglücklicherweise fand ich nur noch einen Kohlehaufen vor.

Ich wusste, da war noch was. Ich spürte es.

"Da war noch was"?

Wenn du Verpflichtungen übernimmst, musst du lernen, ihnen nachzukommen.

Ich bin manchmal tadelnswert und kann's nicht ändern.

Als wäre eine zweite Anne in mir. Ich bin oft lästig.

Wenn es nur eine Anne geben würde, wäre es angenehmer,

aber auch nur halb so interessant.

Interessant ist nicht das Wichtigste.

Vernünftig sein ist viel wichtiger.

Es tut mir leid wegen des Kuchens.

Und von ganzem Herzen schwöre ich, dass ich vernünftiger sein werde.

Das wäre zu schön. Hoffentlich.

Wem gehört dieser prachtvolle McIntosh?

Es ist meiner, Sir.

Aber ich hab ihn fallen lassen.

Klasse, wie lautet die Regel?

(alle) Kein Essen im Klassenzimmer bis zum Mittag.

Anne und Gilbert, geht an die Tafel.

50 Mal: "Ich packe mein Essen nicht vor dem Mittag aus."

Öffnet die Fibel.

Das nächste Kapitel lautet: figurative Sprache.

Metaphern, Gleichnisse.

Wenn etwas etwas anderes ist.

Mr. Blythe, belustigt dich etwas?

Nein, Sir.

Es gibt nichts Lustiges an der Missachtung aufgestellter Regeln.

Ohne Regeln keine Zivilisation. Kann dein Hirn das begreifen?

Ja, Sir. Na dann, ...

Es wäre nur fair. Bitte?

Nein, ich ...

Nehmt wieder eure Plätze ein.

(Diana) Er ist schrecklich.

* Sie seufzt. *

Marilla?

Komm rein.

Darf ich dich was fragen?

Um was geht's denn?

Ich wäre sehr gern vernünftiger, wäre ich wirklich.

Ich bin bald 13, und ich hoffe, dass ich dann bald vernünftiger bin.

Das wäre schön.

Aber ... Da gibt es kein Aber.

Was ist denn mit dir, Kind?

Ist es vernünftig, ein Geheimnis zu bewahren?

Das kommt darauf an.

Warum deutest du Dinge immer nur an?

Warum redest du immer um den heißen Brei?

Sag, was los ist.

Es geht um Matthew.

Komm her.

Hier, fang!

Sehr gut! Und jetzt zurück.

Schüler, ...

Es tut mir leid, mitzuteilen,

dass ich heute eure geliebte Schule verlasse.

(Mädchen) Wusstest du das?

(Mr. Phillips) Heute ist mein letzter Tag.

Ja, es ist Zeit, uns zu verabschieden.

Da ein Abschied immer schwerfällt, sage ich es euch lieber frei heraus.

Aber wenn ich noch ein Leben leben dürfte,

würde ich es freudig hier in Avonlea verbringen,

dem schönsten Dorf in der "Prince Edward"-Provinz.

"Zeit zum Verabschieden." "Da Abschied schwerfällt, ..."

"Wenn ich noch ein Leben hätte, ..."

"... würde ich es freudig hier in Avonlea verbringen."

Wartet.

Sind wir nicht unfair und viel zu boshaft?

Nein.

Los, Querfeldein-Rennen.

Vergiss nicht den Kuchen.

Bitte Muriel, mit dir was Hübsches auszusuchen.

Was meinst du mit "was Hübsches"? Entscheide du.

Machst du es nicht besser? Ich bin nicht gut darin.

Wenn du das nicht weißt, verbringst du zu viel Zeit im Stall.

Und jetzt fahr.

Guten Morgen. Danke sehr.

Guten Morgen, Matthew. Das wünsch ich dir auch, Muriel.

Kann ich helfen? Suchst du etwas Bestimmtes?

Nein danke. Ich sehe mich nur um.

Das kennst du doch schon.

Ach, Mr. Phillips. Kann ich Ihnen helfen?

Meine Post, wenn ich welche habe. - Ja, Sie haben Post.

Von der "Royal Bank of Canada".

Ich frage mich, was die zu Ihrer Bewerbung im Stammhaus sagen.

Junger Mann, auf ein Wort bitte.

Oh, Mr. Cuthbert. Der Mann, den ich treffen wollte.

Es war mir eine Ehre, Anne kennenzulernen.

Ich wünschte, meine Fähigkeit zu unterrichten

hätte ihr Lernfähigkeits-Niveau erreicht.

Sie ist außergewöhnlich.

Sie wird Sie in den kommenden Jahren noch sehr stolz machen.

Sie wollten mich noch etwas fragen?

Äh, nein. Ja, Mr. Phillips, ...

Eigentlich wollte ich Ihnen nur noch alles Gute wünschen.

Vielen Dank auch, Mr. Cuthbert. Danke Ihnen.

So, Muriel, ...

Matthew, ...

Aus Charlottetown. (seufzt) Von Tante Florence.

Ich hoffe, es sind keine schlechten Nachrichten.

Oh, möglicherweise ein wenig.

Aber auch eine gute Gelegenheit ...

Warum hast du mir den Brief nicht früher gegeben?

Manche vergessen was, besonders Alte.

Gib ihn her. Hier.

Oh, der ist von Tante Florence.

Ach, ... Onkel Abner ist gestorben.

Ich hab ihn nie sehr gemocht. Matthew!

Möge er in Frieden ruhen.

Sie möchte, dass wir ... Auf gar keinen Fall.

Auf keinen Fall was?

Na, mach schon. Lies weiter. Lies weiter.

Wir sollen umziehen ... Nach Charlottetown.

Lieber pflücke ich Baumwolle und schlafe im Sumpf,

als mich überreden zu lassen, in die feine Stadt zu ziehen.

Du hast ihn gelesen. Nicht eine Zeile. Ehrenwort.

Warum weißt du dann, was drinsteht? Na, was glaubst du denn?

Oh, Muriel!

Florence schreibt auch,

dass es ihr leidtut, dass ich immer desorientierter werde.

Was meint sie damit?

Marilla?

Wie kommt sie auf so etwas? Ich war's, Matthew.

Ich brach mein Versprechen.

Bitte verzeih mir.

Komm her, Kind.

Komm. Bitte.

Es tut mir so, so, so leid, Matthew. Nicht doch, Miss Anne.

Hör mir zu.

Hör mal.

Es war richtig von dir.

Es war meine Sturköpfigkeit und auch mein Stolz.

Es war unfair, dich damit zu belasten.

Ich hab dich verraten. Was?

Verrat an mir? Du hast mich zwei Mal gerettet.

Einmal draußen im Wald und als du es Marilla erzählt hast.

Kind, ...

Es gibt keine besseren Freunde als jene, die die Wahrheit sagen.

Und du bist der beste Freund, den man haben kann.

Hallo.

Danke schön.

Der Junge von John Blythe, oder? Ja.

Ich kann mich erinnern,

dass ihr mal zusammen ein Stück aufgeführt habt, du und John.

Oh, ...

Du weißt, dass ich nie heiraten wollte.

Ach ja?

Er kommt ganz nach seinem Vater. Man sieht es an seinen Augen.

Geh jetzt. Geh und mach dich nützlich.

Möchte noch jemand Kuchen? Ja, bitte!

Du? Eins für dich.

Seid ihr bereit? Ja, Sir.

Dann geht's los.

Ich mag Schweine und Pferde, sogar Kühe melken,

aber Hühner ... irgendwie nicht so sehr.

Am liebsten mag ich sie knusprig aus der Backröhre.

Aber Vater besteht drauf, dass ich selbst versuche, eins zu braten.

Ein Mann, der Brathähnchen macht? Ich weiß nicht.

Das ist ...

Was sagst du dazu?

Es ist nie verkehrt, etwas auszuprobieren.

Ich würde fast alles mal versuchen.

Das kann ich mir gut vorstellen.

Ich bin dran.

Bist du bereit, Josie Pye? Ja.

Und los geht's.

Sie wird nicht wiederkommen. Und wenn, wird sie anders sein.

Sag so was nicht.

Ich bin so gespannt. Setz dich hin.

Oh, allem Anschein nach seid ihr Kinder mit sehr gutem Benehmen.

So ganz glaube ich noch nicht daran. Dazu später.

Wir versuchen natürliches Benehmen. Ich bin Miss Stacey.

Ich bin fair, aber toleriere keinen Blödsinn.

Wir beginnen jeden Tag in der Natur. Alle aufstehen!

Raus aus den Bänken! Mir nach!

Genießt diese frische Luft.

Atmet sie tief ein, Kinder.

Füllt eure Lungen

mit dem Nordwestwind aus der entfernten Arktis.

Könnt ihr das Eis riechen?

Millionen Jahre alt

friert es Schicht um Schicht die Geheimnisse des Planeten ein.

Alle verteilen!

Sehr schön, sehr schön.

Streckt die Arme aus. Fasst euch an den Händen.

Und bildet einen Kreis.

Weiter mit einer Übung für unsere Anatomie.

Sie bringt unser Blut zum Kreisen und das Gehirn zum Denken.

Und eins, und zwei, und drei.

Und ... Halt! Et cetera.

"Doch hört! Der Schritt bewaffneter Männer.

Der Schlachtruf der Douglas. Sie kommen! Sie kommen! Und seht!

Der finstre Blick aus Ruthvens leerem Auge!

Schwerter werden gezogen und Dolche blitzen

und Tränen und Worte sind verschwendet!

Des Rohlings Stahl steckt tief im Herz, und Rizzio ist erschlagen.

Und Maria Stuart wischt sich eine Träne fort,

die sich aus ihrem Auge stahl.

'Nun zum Arme meines Vaters', sprach sie.

'Mein Frauenherz, leb wohl!'"

Bravo, Anne Shirley. Bravo.

Sehr gut, Anne. Wirklich gut.

Das find ich auch. - Bravo, Anne Shirley. Sehr gut.

Ich hoffe, dass dieser Mr. Allan verheiratet ist.

Es wäre nicht gut, einen unverheirateten Pastor zu haben.

Er könnte in die Gemeinde einheiraten: eine schöne Bescherung.

Die ideale Kombination bei einem Pastor:

Solide Glaubenslehre beim Mann, gutes Wirtschaften bei der Frau.

Du bist eine weitsichtige Frau, Rachel Lynde.

Ich versuch's, Marilla. Der Herr weiß, dass ich's versuche.

♪ ... all creatures great and small,

♪ all things wise and wonderful,

♪ the Lord God made them all.

♪ The tall trees in the greenwood,

♪ the meadows where we play,

♪ the rushes by the water

♪ we gather every day.

♪ All things bright and beautiful,

♪ all creatures great and small,

♪ all things wise and wonderful,

♪ the Lord God made them all.

Sie ist mir viel zu modisch, unangemessen.

Still.

Meine lieben neuen Freunde,

vor Kurzem in Halifax sprachen Mrs. Allan und ich darüber,

wo wir unsere Flitterwochen verbringen sollen.

Am Ende wurde uns aber klar, wenn es einen Ort gibt,

wo alles hell und wunderschön ist, dann hier in Avonlea.

Darum wussten wir, der perfekte Ort für unsere Flitterwochen ist hier,

bei Ihnen allen.

Am Morgen war der König erfreut, dass Daniel noch lebte.

Er befahl, ihn aus der Löwengrube zu befreien.

Der König besah sich Daniel genau,

und er fand keinen Biss und keinen Kratzer an seinem Körper.

Und wisst ihr, warum?

(alle) Er hatte Vertrauen in Gott.

Sehr gut. Weil er Vertrauen in Gott hatte.

Wisst ihr, was dann geschah?

Alle Feinde Daniels,

die ihn fälschlich beschuldigt hatten,

wurden in die Löwengrube geworfen, mit ihren Frauen und Kindern.

Und die Löwen fraßen sie alle.

Übrig blieben nur die Knochen.

Eine fantastische Geschichte.

Oh, ich glaube, ich weiß es noch. Ruby Gillis, richtig?

Ja, Ruby?

Machen wir ein Sonntagsschulen- Picknick diesen Sommer?

Das hoffe ich doch sehr, Ruby.

Ich liebe Picknicks. Du auch?

Er ist nicht perfekt, aber seine Ansichten sind vernünftig.

Wir können bei 750 Dollar im Jahr keinen einwandfreien Pastor erwarten.

Besorgt bin ich über seine Frau. Sie ist sehr zierlich.

Und sehr jung für die einzunehmende Position.

Ich finde sie wundervoll. Ihre Haut ist wunderschön.

Ich wünschte, ich hätte das.

Ich könnte Menschen zum Guten bewegen.

Sie sagt, wir sollen versuchen, Menschen zum Guten zu bewegen.

Sie spricht auf so eine nette Weise.

Ich wusste nie, dass Religion fröhlich sein kann,

nicht nur lahm und melancholisch. Mrs. Allan ist das Gegenteil.

Wenn ich wie sie wäre, wäre ich eine bessere Christin.

Ich freue mich, sie näher kennenzulernen.

Ich nehme an, du lädst den Pastor und Mrs. Allan zum Tee ein.

Können wir, Marilla? Bitte! Ich schätze, das müssen wir wohl.

Vielleicht Mittwoch. Sagt Matthew nichts.

Er sucht sonst eine Ausrede.

Darf ich etwas backen? Das kann ich schon gut.

Natürlich freue ich mich über Hilfe. Aber einen einfachen Kuchen.

Du machst deine leckeren Natron-Küchlein.

Und dein Pflaumenmus. Oh, und Schlagsahne.

Pastoren mögen Schlagsahne. Ja, sie lieben Schlagsahne.

Noch eine Woche, dann werde ich 13, wie du.

Ich bin schon furchtbar aufgeregt. Warst du das auch, Anne?

Anne?

Oh, ja.

Entschuldige, ich dachte nur ... ... gerade an Gilbert?

Warum sagst du so was?

Du verbringst sehr viel Zeit mit ihm. Gar nicht.

Außerdem hab ich eben über meinen Kuchen nachgedacht.

Was ist, wenn er nicht hochgeht oder eklig schmeckt?

Ich würde mich schämen, könnte nie wieder in die Kirche

und müsste Druidin werden und einsam im Wald ...

Anne, ... Du backst wunderbare Kuchen.

Woher weißt du das?

Eine Fee sagte es mir.

Was, wenn er nicht aufgeht?

Möglicherweise ist das Backpulver schlecht.

Mrs. Lynde sagt, es gibt kein anständiges.

Die Regierung mische sich ein. Wir werden mehr als genug haben.

Das weiß ich.

Kann ich den Tisch decken, mit Farnen und Wildrosen?

Das ist unnötig. Das Wichtigste sind die Speisen.

Mrs. Barry schmückt immer den Tisch.

Mr. Barry sagte, es wäre eine Augenweide.

Das ist mir egal.

Tu, was du willst. Mach nur.

Danke. Vielen Dank.

Aber lass genug Platz für das Geschirr.

Oh, was für ein bezauberndes Arrangement!

Das hat alles Anne gemacht.

Sie kennen meinen Bruder noch nicht, Matthew Cuthbert.

Wie geht es Ihnen, Mr. Cuthbert? - Hallo.

Matthew reicht völlig. Wie geht es Ihnen, Matthew?

Ich bin 76.

Sehr gern, danke.

Dann wollen wir mal.

Danke, Marilla.

Ein Kleines nehme ich auch. Für dich, Liebes.

Das sieht köstlich aus. - Vielen Dank. Und diese Auswahl!

Den probiere ich auch. Nur zu.

Es ist genug da.

Gut. Köstlich, nicht wahr?

Sehen wir uns Sonntag? Wenn Sie vorbeikommen.

Okay. - Danach vielleicht.

Oh, ... - Oh, ...

Sie hat ihn ganz allein gemacht. Meine Güte! Was für eine Leistung!

Na dann.

Okay.

Soll ich zuerst probieren?

Ja, bitte.

Oh, er sieht köstlich aus.

Danke sehr.

Bitte schön. (Mr. Allan) Oh, seht doch nur!

Wie schmeckt er Ihnen?

Oh ja, ...

Sehr lecker. Irgendwie nach ...

Ähm, ... Anne Shirley, ...

Was hast du in den Kuchen getan? Essen Sie nichts.

Das Fürchterlichste, das ich je gegessen habe.

Er ist sicher köstlich. Misch dich nicht ein.

Was hast du hineingetan? Nur ein wenig Vanille.

Es ist bestimmt das Backpulver.

Weißt du noch, was Mrs. Lynde gesagt hat?

Backpulver! Pustekuchen! Geh und hol mir die Flasche dazu.

Entschuldigen Sie.

Das würde nicht mal das Vieh fressen.

Aber Marilla, ...

Du hast den Franzbranntwein zum Einreiben genommen.

Hättest du vorher nicht daran riechen können?

* Anne weint. *

* Es klopft. *

Anne, ...

Bitte komm wieder runter und setz dich zu uns.

Unmöglich.

Ich bin ruiniert. Jetzt komm aber.

Es ist nicht gut für ein Kind, so schrecklich zu weinen.

Ich bin mitschuldig.

Die Franzbranntwein-Flasche war kaputt.

Da füllte ich den Rest in die Vanille-Flasche.

Das hilft doch nichts. Ich bin entehrt.

Wie soll ich damit weiterleben?

Ich weiß genau, dass Gil...,

die Jungs in der Schule für immer über mich lachen werden.

Wie soll ich Mrs. Allan gegenübertreten?

Sie denkt bestimmt, ich wollte sie vergiften.

Sagst du ihr, dass ich sie nicht ...?

Wie wäre es, wenn du aufstehst und es mir selbst sagst?

Liebes, es war ein dummer Fehler, der jedem passieren kann.

Nein, Mrs. Allan.

Nur mir passiert so ein großer Patzer.

Es vergeht kein Tag, an dem ich keinen Fehler mache.

Es ist doch so, Marilla? Du hast einen großen Hang dazu.

Aber jetzt komm. Komm schon.

Es gibt eine ermutigende Sache an mir.

Mehr als eine vermutlich.

Ich mache nie den gleichen Fehler zweimal.

Das ist nicht gerade ein Vorteil, wenn du immer wieder neue begehst.

Verstehst du nicht?

Es muss ein Limit an Fehlern geben, die man machen kann.

Wenn ich alle durchhabe, passiert keiner mehr.

Das wird ein Festtag.

♪ Happy birthday to you.

♪ Happy birthday, liebe Diana.

♪ Happy birthday to you.

(alle) Eins, zwei, drei!

Ist sie nicht reizend? Meine Tochter ist schon so alt.

Sehr schön gemacht! Perfekt.

Okay, ...

Und das Nächste. - Und das Nächste. Perfekt, Liebes.

Ist sie nicht wundervoll? - Das ist sie.

Und hier ist es. Anne, für dich.

Können wir jetzt rausgehen? - Und warum?

Mutprobe spielen.

Es sieht schwer aus.

Wow.

Nicht fallen!

(Gilbert) So aufregend ist das nicht. - Mach du's doch.

Es war nicht wirklich mutig. Stimmt.

Ich kenne ein Mädchen, das läuft auf dem Dachfirst.

Ach ja?

Ja, so ist es.

Eine gute Idee. Zeig es uns doch.

Das würde ich, aber ich bin nicht dran.

Ich fordere dich heraus, es zu tun.

Nein! Du musst das nicht tun! - Doch.

Zu so einer gefährlichen Mutprobe herauszufordern, ist unfair.

Angsthase?

Das bin ich nicht. Bitte, Anne, tu das nicht!

Das ist es nicht wert!

Ich mache es oder scheitere am Versuch.

Hat sie wirklich vor, das zu machen?

Ein tragischer Tod.

(Junge) Lass es lieber. - Anne, sei vorsichtig.

Anne Shirley!

Miss Barry, ...

Wie konntest du diese Herausforderung überhaupt annehmen?

Meine Ehre stand auf dem Spiel. Ehre?

Glaubst du denn, Ehre sei die höchste Tugend?

Aber ja.

Sie nicht?

Aus meiner Sicht ist Treue weitaus wichtiger.

Warum?

Meine Liebe, wenn wir nicht absolut treu sind,

können wir keine schwierigen Entscheidungen treffen.

Und am schwierigsten sind die Sünden, die uns im Alltag begegnen.

Das sind die sog. Gewohnheitssünden.

Sehr hartnäckig und schwer zu unterlassen.

Kann jemand ein Beispiel einer solchen Sünde nennen?

Ich weiß jetzt keine, bin aber sicher, ich begehe sie.

Ja, Anne, mit ziemlicher Sicherheit. Die meisten von uns tun das.

Das liegt daran, dass wir zu oft an uns selbst denken.

Schlimm daran ist,

dass wir die, die wir lieben, damit am meisten verletzen.

Um dies zu überwinden,

müssen wir weniger an uns selbst denken

und eigene Bedürfnisse hinten anstellen.

Teuerster, barmherziger Gott im Himmel, bitte hilf mir.

Ach ja, ich bin es, Anne Shirley.

Hilf mir, meine Gewohnheitssünden zu überwinden.

Hilf mir, ein vernünftiges Kind zu sein.

Ich muss meine Fantasie bremsen

und meine Aufgaben und Verpflichtungen ernster nehmen.

Oh Mächtiger Herr, ich möchte so, so, so gern vernünftiger sein.

Und wie Marilla sagt, früher oder später.

Bitte segne Matthew und Marilla.

Und Harry und die Schweine.

Aber, verzeih mir, die Hühner lieber nicht.

Herzlichst Anne Shirley. Oh, und Amen.

Hallo.

Miss Stacey bat uns,

einen Aufsatz zu schreiben über eine bemerkenswerte Person.

Kannst du dir vorstellen,

so zu sein, dass Kinder über dich schreiben?

Nein, kann ich nicht.

Und denk daran, dass Matthew und ich

morgen den ganzen Tag in der Stadt sind.

Sobald ich alles erledigt habe, schreibe ich an meinem Aufsatz.

Es wird spät.

Könntest du das Abendessen vorbereiten,

ohne das Haus niederzubrennen?

* Es klopft. *

Meine Güte, war das voll in der Stadt.

Aus dem Grund wohnen wir hier draußen

und bleiben auch hier draußen.

Ho, Junge.

Ho, Harry. Guter Junge.

Nicht so ungeduldig, Harry. Immer mit der Ruhe.

Anne?

Zeit fürs Bett, Harry.

Es war ein langer Tag. Matthew!

Ich komme!

Was ist denn? Warum schreist du?

Während wir weg waren,

war offensichtlich ein Hausierer auf Green Gables.

Sieh nur, was das Kind angestellt hat.

Es sieht nicht so aus,

als hätte das Kind versucht, vernünftiger zu werden.

Nein, Marilla, eher nicht.

Ich kann nie wieder in die Öffentlichkeit.

Keine Partys, kein Spielen mit Freunden,

keine Schule oder geheime Insel. Nicht mal mehr Kirche.

Das Ende meines kurzen, tragischen Lebens.

Du wirst es überleben, oder? Aus gutem Grund.

Wie wahr! Da sagst du was.

Miss Anne, eines verstehe ich aber nicht.

Bevor man hier Geld findet, singen Hühner und tanzen Kühe Polka.

Wie hast du bezahlt? Getauscht.

Und was? Was eingetauscht?

Ein Huhn.

Keine der guten Legehennen, nur die Alte, die immer beißt

und seit 3 Monaten nicht legt. Herr, steh uns bei.

Das Huhn war schrecklich.

Es ist hoffnungslos, Marilla.

Was war denn los? - Erzähl.

Du warst 5 Tage nicht in der Schule.

Ich wollte dich besuchen. Es war furchtbar.

Bist du krank? Nichts verraten.

Was?

Marilla hat was geschrieben für Miss Stacey.

Grüne Haare? Wie aufregend!

Nicht wirklich. Was ist geschehen?

Ihr müsst schwören, es niemandem zu sagen.

Wir verraten nichts. - Versprochen.

Entschuldige. Darf ich deine Bücher tragen?

Warum? Oh, aber gern, Gilbert. Danke.

Tut mir leid, was passiert ist, was immer es war.

Danke. Darf ich fragen, was genau ...?

Das wird schon wieder. Oh, ...

Oh, ich finde, Euklid ist doch sehr interessant.

Ja, das finde ich auch.

"'Ich bete, er möge einen Engel schicken,

der mich beim Schopfe packt und mich weit fort trägt,

bis in die Tiefen des vergessenen Spiegels

inmitten der gefallenen Fragmente der Hügel', seufzte Sir Lancelot

in reuevollem Schmerz, nicht wissend, dass er als Heiliger stirbt."

Ende.

Du bist nun besser in Mathe, Ruby. - Ja.

Ich wäre gerne Ritter in Camelot.

Auf Turnieren kämpfen und gewinnen, das war bestimmt aufregend.

Was meinst du?

Ja, aber nur wenn du in einer Scheinwelt lebst.

Ich schätze nur, das Leben war damals viel komplizierter.

Ich hab's gesagt. - (Gilbert) Das stimmt wohl.

Ich hab nichts dagegen, sich Dinge vorzustellen.

Fantasie ist eine besondere Eigenschaft.

Glaubst du wirklich, das Leben war viel komplizierter als heute?

(Mädchen) So ist das eben, wenn man Verehrer hat.

Na ja, nein. Doch.

Zumindest dachte ich es immer. Jetzt bin ich mir unsicher.

Danke. Gutes Geschäft, Andrew.

Handgefüttert und geliebt seit dem Tag der Geburt.

Bis nächsten Monat. Noch mal danke, Andrew.

Hallo, Matthew.

Hallo, Miss Anne. Stimmt was nicht?

Ich möchte nicht 13 sein.

Oh, ...

Es ist viel komplizierter, als ich dachte.

Und das will was heißen.

Ja, verstehe.

Erinnerst du dich, wie es war? Nun, tja, ...

Ich denke, eher nicht.

Aber Marilla sagt immer, Jungs werden nie richtig groß.

Bei Mädchen ist das wohl anders.

Ich glaube, da hast du wohl recht.

Ein Teil von mir will wieder zwölf sein.

Aber ein anderer ...

Tja, ich weiß nicht mal, was dieser andere Teil will.

Verstehe.

Woher weiß ich, was ich bin oder tun soll?

Komm her, Liebes.

Ich hab das noch nie jemandem erzählt, aber manchmal,

wenn ich die Küste entlangwandere und dem Ozean lausche

oder wenn ich im Wald ganz still und leise bin, ...

... höre ich oft eine Stimme tief in meinem Inneren,

nur ein leises Flüstern.

Die sagt, was du tun sollst?

Nicht ganz.

Aber manchmal gibt sie mir hin und wieder so etwas wie Ratschläge.

Wir machen ein Stück daraus, spielen Theater für Freunde und Familien,

für Miss Stacey, den Pastor und Mrs. Allan.

Wir alle spielen. Das ganze Gedicht?

Nur den letzten Akt, mit Elaine und Lancelot.

Mrs. Lynde sagt, Schauspielerei ist Unfug.

Sie hat keine Ahnung von Leidenschaft und Kunst.

Wer spielt Elaine?

Ruby. Ihr Haar ist perfekt. Oh, ich wäre lieber Lancelot.

Okay, dann machst du es, Diana.

Oh, dann sterbe ich vorher aus Furcht.

Ich wäre lieber der bedauernswerte trauernde Vater.

Oder noch besser Königin Guinevere. Und du spielst Elaine.

Ja, du musst.

Das ist lächerlich, eine rothaarige Elaine.

Es macht mir nichts aus, tot zu sein und nach Camelot zu treiben,

aber Elaine war blond, hatte langes, goldenes Haar wie Ruby.

Außerdem: Elaine war die "Lilien-Maid".

Unmöglich, dass eine Rothaarige das ist.

Du bist genauso schön wie Ruby.

Dein Haar wächst dunkler nach, seit es geschnitten wurde.

Findest du das auch? Ja.

Meinst du, ...?

Ich frag mich nur:

Ist es dunkel genug, dass es durchgeht als Rot-Braun?

Oh ja.

Wenn ich das dazurechne und das hier wegnehme, ...

Das sind vier. Sieben minus drei sind vier.

Das ist doch klar.

Hier.

Diese modernen Nadeln sind unmöglich.

Oh, ...

Danke dir.

"Wie freudig würde ich der Liebe folgen, wenn es sein könnte.

Doch muss dem Tod ich folgen, der nach mir ruft.

Dem Tod ich folgen, der nach mir ...

Lasst mich sterben."

Wie freudig würde ich der Liebe folgen, wenn es sein könnte.

Doch muss dem Tod ich folgen, der nach mir ruft.

Dem Tod ich folgen, der nach mir ...

Lasst mich sterben.

Minnie, was machst du da bitte?! - Auf meinem Pferd reiten.

Ich reite nicht mal meins, und ich bin Lancelot.

Wir haben noch nicht entschieden, wer König ist.

Ich kann es sein.

Ich bin viel besser, wenn ich auf einem Pferd sitze.

Du kannst nicht König spielen. - Das wirst du sehen.

Dort!

Seht ihr?

Das ist perfekt als Bühne.

Und wir haben ein Proszenium. Vorhänge auf beiden Seiten.

Alle können im Gras sitzen.

Und seht! Da ist unser altes Floß!

Es muss jetzt ganz vollgesogen sein.

Ich könnte bis zum Ende des Sees treiben.

Das wär herrlich dramatisch.

Aber was ist mit Millers Creek?

Das Wasser ist zu niedrig im Sommer.

Es ist aber gefährlich, und es fängt an zu regnen.

Ruby, du bist so ... - Was?

Nichts. Schon gut.

Finden wir es raus.

Mädchen können ganz schön verrückt sein.

Und launisch wie das Aprilwetter.

Seht ihr. Sag ich doch. - Es ist perfekt.

Elaine die Schöne, Elaine die Liebliche.

Elaine, die Lilien-Maid von Astolat, hoch in ihrer Kammer,

im Ost-Turm.

Matthew?

Matthew, ...

Es ist repariert. Erinner dich.

Natürlich erinnere ich mich.

Die Macht der Gewohnheit.

Komm. Geh wieder ins Bett.

Hör auf, mir hinterherzulaufen.

Lieber Vater, ich weiß nicht, ob man zweimal in der Nacht beten darf,

aber um was ich dich bitte, ist keine große Sache.

Lass es morgen sonnig und schön sein.

Hochachtungsvoll Anne Shirley. Amen.

Ich bin sehr gespannt.

Sieh mal. John Blythe.

Guten Abend, John. Schön, dich zu sehen.

Guten Abend, Marilla.

Eine verpasste Gelegenheit und lange her.

Fang nicht mehr davon an.

Oh, Marilla. Hallo, Mrs. Allan.

Hallo. Reverend Allan.

Hallo.

Marilla und Matthew Cuthbert. Das ist Miss Stacey.

Anne hat mir viel über Sie erzählt. Ich freue mich, Sie kennenzulernen.

(Diana) Hervorragend. Ich weiß nicht.

Vergesst nicht die Schwerter. Ich bin so aufgeregt.

(Ruby) Ich auch.

Unterdessen in Camelot, wo Lancelot ...

Oh. Auftritt. - Okay. Los.

Und recht hatte ich.

Elaine, die Maid von Astolat, die träumte von ihrem Ritter,

dem edelsten Ritter von allen.

Ich weiß nicht, was wahre Liebe ist. Doch ich weiß eines:

Darf ich ihn nicht lieben, kann ich keinen lieben.

Große Worte. - Pscht!

Unterdessen in Camelot,

wohin Lancelot gebracht ward und nun verwundet daniederlag.

Begierige, neugierige Ohren lauschten den losen, geschwätzigen Zungen:

Die Maid von Astolat liebt Sir Lancelot,

und Sir Lancelot liebt die Maid von Astolat.

Im Geheimen liebt Guinevere Lancelot,

und sie spürte, wie sich ihre Kehle zusammenzog.

Und niemand sah,

wie sie vor Wut und Leidenschaft mit den Füßen aufstampfte.

Der bloße Gedanke lässt meinen Atem stocken.

Obwohl ich keinen Anspruch habe.

Nicht einmal mein König.

Oh, mein König.

Oh Lancelot, mein Lancelot,

an dem ich die größte Freude hatte und dem ich mich verwandt fühlte.

Du hättest die schöne Maid lieben können, die ihr Herz dir schenkte.

Nun ein einsamer Mann, leblos und atemlos,

kein nobler Sohn, der deinen ruhmreichen Namen weiterleben lässt.

Doch nein, es soll nicht sein.

Auf immer sollst du mein Ritter sein, der große Sir Lancelot.

Euch auf ewig verpflichtet.

Dies ist mein Eid, und mein Eid ist mein Leben.

Unterdessen in Astolat:

Freudig würde ich der Liebe folgen, wenn es möglich wäre.

Sogar bis in den Tod, riefe er nach mir.

Ruf mich, so folge ich. Ich folge.

Lasst mich sterben.

Geliebte Freunde, lebt wohl.

Lebt wohl für immer.

Unterdessen in Camelot steht Sir Lancelot an einem hohen Fenster.

Weit unterhalb seiner Sicht

unerkannt und unbeobachtet zieht langsam eine Barke vorbei,

auf der die Lilien-Maid von Astolat liegt,

lächelnd, wie ein Stern in der finstersten Nacht.

Nein! Stopp!

Seht doch! Da stimmt was nicht!

Eine Strömung im See: Der Regen hat den Wasserstand erhöht.

Sie treibt Richtung Millers Creek. Komm, Charlie.

Anne!

Du bleibst hier. Anne!

Wo ist sie? Anne!

Jemand muss ihr helfen!

Anne! Anne!

Na los!

Anne! - Anne!

Hilfe!

Anne! Anne! - Sie biegt um die Ecke!

Schieb! Schieb! - Ich schieb doch!

Hilfe!

Anne! Anne, ich komme!

Wir kürzen ab! Hier lang!

Anne!

Ich komme, Anne!

Hilf mir! Beeil dich!

Gilbert!

Hilfe!

Oh nein!

Gilbert! Ich komme. Halt dich fest!

Keine Angst!

Kalt! Es ist so kalt!

Ich weiß! Sei vorsichtig! Nicht loslassen!

Hilf mir! Gleich bin ich da!

Ich rutsche ab!

Ich bin gleich da! Ich rutsch ab! Ich rutsche!

Ich hab's gleich geschafft! Ich rutsche!

Zu Ihren Diensten, Miss Shirley. Danke, Gilbert.

Das ist das Netteste, ... Ich weiß auch nicht, was.

Du hast mich gerettet.

Es war eine Ehre zu helfen, Miss Shirley.

"Anne" genügt.

Anne Shirley! Bist du da?!

Hier unten, Vater! Anne ist in Sicherheit!

Gilbert. - Wir sind zu weit.

Gilbert Blythe, ich steh für immer in deiner Schuld.

Dem Herrn sei Dank dafür.

Ein guter Junge, dein Gilbert.

Genau wie Anne.

Ende gut, alles gut.

Ja.

Trotzdem, ich ... kann nicht mehr so eng mit dir befreundet sein.

Entschuldigung, wie bitte? Tut mir leid, Gilbert.

Es ist schwierig, 13 zu sein.

Für mich, für ein Mädchen, ist es extrem kompliziert,

aber Loyalität geht über alles. Loyalität zu was? Du redest Unsinn.

Zum ersten Mal bin ich vollkommen vernünftig.

Das ist nicht fair! Anne!

Wenn du das machst, rede ich kein Wort mehr mit dir!

Hast du gehört?! Ich meine es ernst!

Anne!

Bitte sehr.

Danke. Gern geschehen.

Gute Nacht, sturer alter Bock.

Gute Nacht, brummiger Bär.

Nein, nein, lass es an. Lass es an. Ist gut.

Miss Anne?

Komm rein, Matthew.

Ist alles in Ordnung?

Ja, ich hab Marilla gesagt, dass ich zum letzten Mal so töricht war.

Auf meinen Eid:

Von dieser Minute an bin ich vollkommen und total vernünftig.

Ist das nicht großartig?

Äh, ... Ja.

Ja, das ist es.

Aber?

Nun, ich denke, es ist schön und gut, vernünftig zu sein, aber ...

Vergiss nie die Romantik, Miss Anne.

Vergiss sie niemals.

Gute Nacht.

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