All language subtitles for Vincent Lannoo - In the Name of the Son - French with German Subs

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Original subtitles

Nur ein kleines Lächeln, nicht zu erzwungen, und schauen Sie in die Kamera,

wir filmen. Sie können anfangen.

Liebe Gemeinde. Ich bin heute hier, um über die materiellen Bedürfnisse

der Katholische Kirche zu reden, die auch uns, die St. Croix Diözese betrifft.

Ich gebe jetzt weiter an unseren Vikar, Achille.

Vielen Dank. Also, konkret gesagt, brauchen wir Hilfe von jedem von Ihnen,

damit wir 700 Tonnen Steine und Beton bekommen,

um dann die gesamte Kirche zu renovieren.

400 Kubikmeter Ackerboden, Schubkarren und Harken für die Gemeindegärten.

Wir brauchen auch 200 Liter Heizöl, um in unseren Kirchen zu heizen.

Anders formuliert: zwei oder drei Trommeln pro Gemeindemitglied.

Die Diözese bietet diverse unbezahlte Praktikumsplätze an.

Ehrenamtliche Arbeitsplätze... - Freiwillige.

Wir brauchen Leute für den Katechismus, den Gottesdienst und die Ausbildung.

Freiwillige.

Und wir brauchen junge Leute für die Gemeindearbeit,

Gartenarbeiten und Putzdienste.

Freiwillige.

Außerdem suchen wir 143 Familien, die Unterkünfte und Waschmöglichkeiten

zur Verfügung stellen für die 143 Priester und Vikare der Diözese.

Und, wenn möglich, sollten sie ein Mindestmaß an menschlicher Geborgenheit

bieten, wir wollen, dass diese Vikare und Priester mindestens

für drei Jahre aufgenommen werden.

Ich bin mir deutlich bewusst, dass wir hier einen enormen Einsatz verlangen.

Aber unsere Kirche verlangt eine solche Mission.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Hilfe.

Bonjour. - Bonjour, Vater.

Wie geht es Ihnen? - Danke, und Ihnen?

Das ist Albert. - Sehr erfreut.

Und das ist unser ältester Sohn, Jean-Charles.

Freut mich auch.

Nehmen Sie meinen Koffer? Vielen Dank. Hier geht es lang?

Es freut mich wirklich sehr, bei Ihnen zu sein.

Uns freut es auch.

Ist uns eine Ehre.

"BUCH 1"

Vincent, dieses Programm ist vielleicht nicht der richtige Ort,

um so eine Diskussion zu entfachen.

Sie antworten nicht?

Ich will dem Problem nicht ausweichen, aber es wundert mich,

dass Sie in der Radioshow anrufen, weil Sie nicht den Glauben zu haben scheinen,

den jeder hier in diesem Sender teilt und den auch die Zuhörer haben.

Es ist doch ganz einfach. Es ist eine Naturkatastrophe,

so wie die, die gestern passiert ist.

Und es gibt irgendeine Verbindung zu einem Gott - jeglicher Form -

der es so haben wollte.

Vincent, wieso sehen Sie eine Verbindung zwischen dem schrecklichen Vorfall

und dem Willen Gottes?

Sie veralbern mich. - Nein, Vincent, niemand veralbert Sie.

Aber wir können das Unmögliche nicht erklären.

Aber das werden die Leute tun. Sie, sie werden sich an Gott wenden,

und sie werden fragen, wieso Gott es getan hat, wenn er existiert.

Aber es ist unmöglich, den Willen Gottes zu erklären, Vincent.

Und genauso wenig kann man erklären, ob der Vorfall seine Schuld war,

unsere oder die der Natur.

Und wer hat die Natur erschaffen? War das nicht Gott?

Doch, das war er, aber er hat sie frei erschaffen.

So wie er Sie und mich frei erschaffen hat, damit wir Fehler machen können.

Und schon geht es los, ich werde verurteilt!

Niemand verurteilt Sie. Wir sagen nur, dass Sie die Möglichkeit haben,

die Aufgaben des Lebens selbst zu meistern.

Ja, einige Leute erleben schreckliche Dinge, das stimmt.

Aber wenn Sie diese Aufgaben mit weniger Aufsässigkeit und,

und mehr Vorsicht angehen, vielleicht können, können Sie dann sehen,

wie die Menschen sich in so schweren Zeiten helfen, und wie sie dazulernen können.

Vincent, ja, zu leiden ist unmenschlich. Und ja, zu leiden ist schrecklich.

Aber in solchen Zeiten, in solch schwierigen Zeiten, wenn wir damit

konfrontiert werden, dann werden diese Zeiten zu einer Ewigkeit.

Weil wir uns auf ein Leben nach dem Leben vorbereiten.

Also dann sind wir hier, um den Weg für die Ewigkeit zu ebnen, richtig?

Ja. Ja, das kann man so sagen.

Ich bin anderer Meinung. Schieben Sie sich die Ewigkeit in den Arsch!

Es ist das Leben, was mich interessiert! - Vincent, bitte keine Ausdrücke hier.

Ausdrücke? Lebende Welt, mein Arsch, es ist die makabre Welt!

Vincent, danke für den Anruf, wir hören jetzt auf!

Na klar, fick dich, du Schlampe!

Liebe Zuhörer, das tut mir schrecklich leid.

Unsere Stammzuhörer wissen, dass so was sehr selten passiert.

Ähm, aber dass ein verlorenes Schaf doch hin und wieder vorkommt...

Also, ähm, Sie wissen ja, dass unsere Tür jederzeit geöffnet,

falls es jemanden gibt, der seine Probleme loswerden möchte.

Ich wusste gar nicht, dass Schafe so fluchen können.

Lassen Sie uns ein Gebet sprechen für die Opfer dieser schrecklichen Tragödie,

die ständig in unseren Herzen sein werden. Vater...

In Anbetracht deiner Barmherzigkeit,

suchen wir Zuflucht bei dir, Maria, Heilige Mutter Gottes.

Bitte verschmähe unsere Gebete nicht, denn wir geben unser Bestes,

und beschütze uns vor all den Gefahren der Welt.

Oh, heilige Mutter Gottes, behüte uns. - Amen.

Sehr schön. Danke, dass Sie bei "Lebende Welt" reingehört haben.

Sie können uns anrufen unter: 03773377.

Elisabeth de la Baie beantwortet Ihre Fragen, hier mit Vater Achille.

Ja. Elisabeth, ich möchte jeden dran erinnern, dass wir den Garten von St. Jacques

am Sonntag umgraben und dass wir noch Freiwillige benötigen, die Spaß dabei haben,

in der Sonne zu stehen und zu graben. Vielen Dank, Elisabeth.

Und jetzt ein Anruf von Caroline.

Bonjour, Caroline.

Bonjour Elisabeth. Bonjour Vater Achille.

Bonjour.

Gut, dann reden Sie, ich glaub, Sie haben ein kleines Familienproblem?

Ja, okay. Mein Mann und ich haben Angst,

dass unser Sohn auf die schiefe Bahn gerät.

Und wie heißt Ihr Sohn?

Jean. - Das ist ein schöner Name.

Was macht dir Sorgen, Caroline?

Seit er 15 geworden ist, bringen ihn seine Freunde auf dumme Gedanken.

Er geht nicht mehr in die Kirche, und sie sagen,

dass das ganze Gerede über Gott Schwachsinn ist.

Sie hören sich besorgt an, Caroline, das kann ich verstehen.

Die Pubertät ist keine leichte Zeit.

Die meiste Angst habe ich um die Erlösung seiner Seele, Vater.

Ich weiß nicht, was wir falsch gemacht haben.

Ähm, ich kann Sie verstehen, Caroline, aber auf dem langen Weg zu Gott werden

immer wieder Zweifel auftauchen, das ist normal. Also müssen Sie Stärke beweisen

und präsent sein, Sie müssen kontinuierlich Ihre Liebe zeigen.

Und ganz wichtig ist, dass Sie an Jean glauben.

Und noch viel wichtiger ist, dass Sie an Gott glauben.

Caroline, mein Sohn Jean-Charles ist 14 Jahre alt und ich bete jeden Tag für ihn.

Aber vielleicht sollten wir unseren Ehemännern mehr vertrauen.

Sie können unsere Kinder sehr gut den richtigen Weg zeigen.

Wo ich gerade davon rede, mein Mann ist gerade mit unserem Sohn

für eine Woche aufs Land gefahren.

Sie sind dort mit anderen, sie gehen jagen, reden miteinander, sind in der Natur

und wenn ich recht überlege, könnte sich Ihr Mann nicht zusammen mit ihrem Sohn

auf eine spirituelle Reise begeben? Was halten Sie davon?

Ja, vielleicht, ich weiß nicht.

Na los, Jean-Charles.

Zeig uns deinen Teamgeist!

Du musst mit dem Gewehr auf ihn zielen.

Weiter zielen.

Hey, greift an! Na los!

Wenn die Toten nicht auferstanden sind, dann ist Christus

auch nicht wiederauferstanden. Und wenn Christus nicht wiederauferstanden ist,

dann ist unser Glaube sinnlos und ihr befindet euch noch

in einem Zustand der Sünde.

Und deswegen sind diejenigen, die sich nur auf Christus verlassen, verloren.

“Und bei unserer nächsten Übung wird es richtig ernst.

Eure Waffe muss eine Verlängerung eures Armes sein, sowie die Verteidigung Christi

eine Verlängerung eurer Seele ist.

Papa?

Papa?

Du kannst sehr stolz sein, Junge. Dein Vater war ein echter Teufelskerl.

Ist er tot? - Ja.

Er ist tot. Er starb als Märtyrer.

Ist dir klar, was für ein großes Geheimnis er dir hinterlassen hat?

Was ist denn passiert?

Wir haben ein Reh gesehen. Es hat aus dem Teich getrunken.

Alles war ganz ruhig. Es waren nur die Strömung und einige Vögel zu hören.

Das Reh floh nicht, es fühlte sich sicher durch die Ruhe.

Es blieb stehen, es drehte sich zu uns, ohne sich zu bewegen.

Das Reh, es putzte sich und Papa half mir,

das Gewehr in die richtige Position zu bringen.

Er sagte mir, wenn ich direkt unter den Hals ziele, würde das Reh nicht leiden.

Aber als ich feuerte, passierte nichts.

Also nahm er mein Gewehr, das Reh rannte davon...

Ich hörte einen Schuss genau hinter mir.

Dann drehte ich mich um zu Papa und er lag auf der Erde. Er war überall rot.

Er sagte mir, ich soll stolz auf ihn sein. Er war tot.

Wer hat gesagt, du sollst stolz sein?

Jesus.

Lasst uns beten.

Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern...

Ist Papa jetzt bei den Sternen?

Willst du bei mir im Bett schlafen?

Nein, nein. Ich bin okay. Keine Angst, ich geh gleich wieder ins Bett.

Dann wirst du nicht mehr nach "La Source" gehen?

Ach, hör schon auf. Seine Mutter weiß nicht mal was davon.

Schau mal, wie sie uns anstarren.

Sie bauen eine Moschee dahin, wo jetzt unsere Kirche steht.

Deiner Mutter winkt uns zu.

Hör auf, sie anzustarren, Jean-Charles.

Ich hör auf, wenn sie aufhören.

Warten die Idioten, dass eine Bombe hochgeht? Dumme Kuskus-Fresser.

Hör auf! Was haben die dir getan?

Halt die Schnauze! Ist doch egal, was sie getan haben! Das sind Araber, okay?

Die sprengen sich in die Luft und töten Priester!

Die verabscheuen Gottes Liebe! Die leben in Hass!

Nicht so laut, sonst hört uns noch jemand. - Drauf geschissen!

Mein Vater ist ihretwegen gestorben. Ihr werdet alle sterben!

Lass das sein! - Die hassen uns, und wir tun nichts?

Das ist nicht, was wir lehren! Schon mal was von Toleranz und Vergebung gehört?

Unsere Aufgabe ist es, Menschen den Weg zu weisen, nicht sie zu töten!

Was soll das?

Was ist los mit dir, Jean-Charles?

Jean-Charles, ich weiß, dass du Schmerz empfindest.

Aber anderen wehzutun, ist nicht die Lösung für das Problem.

Ich werde mit Albert nach Hause gehen, du kommst dann mit Vater Achille nach Hause.

Alles klar?

Alles klar.

Dann geh mal zurück an die Arbeit.

Vielen Dank, Vater.

Sieht gut aus, nicht wahr?

Andere Kulturen können auch attraktiv sein

und zwar nicht nur das Essen, auch die Musik.

Können gewalttätige Leute so eine Musik schreiben?

Jean-Charles, diese Leute sind wie wir.

Sie haben nur nicht so viel Glück im Leben wie du.

Und die Art, wie sie Frauen behandeln? - Glaub nicht alles, was du hörst!

Weißt du, es hat lange gedauert, bis wir den Frauen

ihre Unabhängigkeit geschenkt haben.

Einige Konservative denken immer noch, dass wir zu weit gegangen sind.

Ein Asteroid ist ein Objekt, das die Sonne umkreist.

Wenn er die Erdatmosphäre durchquert und den Erdboden erreicht,

dann nennt er sich Meteorit.

Der Einschlag eines sehr großen Meteoriten auf der Erde könnte all das Leben

auf unserem Planeten auslöschen.

Aber Gott - der große Organisator des Universums und der Schöpfer des Urknalls -

wird das nicht zulassen, bis er sich entscheidet, die Welt zu beenden.

Ab ins Bett.

War Vater Achille hier oben?

Vergiss nicht dein Gebet. - Heute Abend nicht.

Gute Nacht, mein Schatz.

Gewähre mir deinen Schutz und deinen Beistand.

Ermuntere mich, denn nur du weißt, wie.

Ich bitte dich heute um deine Barmherzigkeit, oh Maria.

Mein Vertrauen in dich basiert auf deiner duldsamen und erbarmungsvollen Güte.

Gewähre mir deinen Schutz und deinen Beistand.

Ermuntere mich, denn nur du weißt, wie.

Ich bitte dich heute um deine Barmherzigkeit, oh Maria.

Mein Vertrauen in dich basiert auf deiner duldsamen und erbarmungsvollen Güte.

Gewähre mir deinen Schutz und deinen Beistand.

Ermuntere mich, denn nur du weißt, wie...

"BUCH 2"

Auf Sendung in 5 Sekunden.

Bonjour alle zusammen! Herzlich willkommen bei unserer zweistündigen Konversation.

Bevor wir beginnen, möchte ich Ihnen die traurige Nachricht überbringen,

dass Vater Achille nicht länger bei uns ist.

Er hat entschieden, neue Sachen in Angriff zu nehmen.

Wünschen wir ihm Glück dabei!

Aber ich möchte noch betonen, wie viel mir dieser Mann der Kirche bedeutet hat.

Er war nicht nur ein exzellenter Ko-Moderator,

sondern auch ein fantastischer Mensch.

Und ich muss zugeben, dass er mir in den letzten sechs Monaten,

nach dem Tod meines Mannes, immer beigestanden hat.

Und dafür bin ich ihm sehr dankbar!

Nun gut, unsere erste Anruferin ist Marianne.

Marianne aus St. Croix. Bonjour Marianne.

Bonjour Elisabeth. Ich habe eine theologische Frage an dich,

obwohl sie eigentlich an Vater Achille gerichtet war.

Na ja, leider, leider, leider kann ich ihn nicht ersetzen.

Aber wir können zusammen nach einer Antwort suchen, also schieß los.

Ich würde gern wissen, was mit Nichtchristen passiert,

nachdem sie sterben, weil sie ja nicht getauft worden sind.

Ich denke, da kann ich dir helfen, Marianne.

Kommen die 1,2 Milliarden Menschen in China letztendlich in den Limbus, oder wie?

Nein, nein. Natürlich nicht. Ich hab mir vor einigen Jahren genau

dieselbe Frage gestellt, ähm, und der Priester, den ich angesprochen hatte,

versicherte mir, dass das Wichtigste ist, wie ein jeder Mensch sein Leben lebt.

Das bedeutet also, dass man sich nicht taufen lassen muss.

Nein. Du ziehst voreilige Schlüsse, Marianne.

Weil, für uns Christen ist die Taufe die zweite Geburt.

Eine zusätzliche Chance.

Aber jemand aus einer anderen Kultur wird vielleicht nicht getauft,

weil er unsere Lehren und Gesetze nicht kennt.

Was wichtig ist, ist, wie diese Person ihr Leben meistert.

Also, natürlich, wenn sie eine schlechte Person oder kriminell ist,

oder ein schlechtes Elternteil, dann wird das geistliche Urteil hart sein.

Habe ich damit deine Frage beantwortet, Marianne?

Ja, das hast du. Vielen Dank, Elisabeth.

Danke, vielen Dank. Mach's gut.

Carlo, das ist hoffnungslos. - Das war gut.

Nein, nein, ich kann die Fragen nicht beantworten, wir brauchen einen Priester.

Einen anderen Priester. Okay?

Elisabeth, das war perfekt! - Vielen Dank!

Elisabeth, kannst du weitermachen? - Na klar.

Der nächste Anrufer heißt Julien. - Gut.

"Lebende Welt" mit Elisabeth de la Baie ist hier für Sie.

Und jetzt habe ich Julien am Apparat. Bonjour Julien.

Bonjour.

Mein Gott. Julien, wie alt bist du denn? - Ich bin 14.

Solltest du nicht in der Schule sein?

Nein, ich schwänze die Schule. - Das ist mein Sohn...

Aber deswegen ruf ich nicht an.

Ich will meiner Mutter was erzählen, aber ich trau mich nicht.

Ist das Radio der beste Ort für so was?

Mein Vater ist tot.

Ich glaube, dass ich mich in einen anderen Mann verliebt habt.

Was?

Ich habe mich in einen Mann verliebt, und ich bin verzweifelt, weil er weg ist.

Und ich glaube nicht, dass er jemals zurückkommt.

Wie bitte?

Meine Mutter kann ihn gut leiden. Sie stehen sich sehr nahe.

Deswegen hab ich es ihr nicht erzählt.

Glaubst du, dass es eine ernsthafte Sünde ist? Wird sie mir irgendwann vergeben?

Ich, ich verstehe nicht...

Ich hab sie in letzter Zeit so oft angelogen.

Mein Vater und ich haben ihr immer erzählt, dass wir auf die Jagd gehen...

Jean-Charles, von wem redest du hier?

Von dem Priester.

Jetzt hör gut zu, junger Mann. Hör auf zu lügen!

Und ruf hier nie wieder an, um gemeine Lügen zu verbreiten! Das ist kein Spaß!

Maman! Hör zu...

Gott wird dir nicht vergeben, und deine Mutter auch nicht!

Maman!

Nein, tut mir leid, auf keinen Fall! Auf keinen Fall!

Maman!

Maman!

Elisabeth?

Elisabeth?

Das war echt lustig. - Wo ist er?

Hey, Maman, ich hab einen Witz. - Wo ist Jean-Charles?

Äh, er ist auf seinem Zimmer, er hat sich nicht gut gefühlt.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade. Der Herr ist mit dir.

Du bist gebenedeit unter den Frauen

und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,

jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade. Der Herr ist mit dir.

Du bist gebenedeit unter den Frauen

und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Das Reich Gottes ist in uns.

Diese Qual wird dich näher zu Gott bringen.

Du kannst dich glücklich schätzen.

Hör dir das Gedicht von Elisabeth von der Dreifaltigkeit an.

Ich höre.

Die Dreifaltigkeit, die ich anbete. Hilf mir, mich ganz zu vergessen.

Hilf mir, um mich in dir niederzulassen...

O mein geliebter Christus, aus Liebe gekreuzigt.

Ich möchte eine Braut für dein göttliches Herz sein.

Ich möchte dich mit Ehre überschütten, dich lieben!

O ewiges Wort, Wort meines Gottes, ich will mein Leben damit verbringen,

auf dich zu hören!

Ich will ganz offen und gelehrig sein, um alles von dir zu lernen.

Vater, neige doch zu deinen armen Geschöpfen herab. Oh mein Herr!

Dreifaltigkeit, die ich anbete! Mein Alles, meine Seligkeit, unendliche Einsamkeit,

Unermesslichkeit, in die ich mich verliere, ich liefere mich dir als Beute aus.

Senke dich ganz in mich hinein, damit ich mich in dich versenke, bis ich einst

in deinem Licht zur Anschauung deiner uner- messlichen Größe und Erhabenheit gelange!

O mein geliebter Stern! Banne mich fest!

Damit ich nie mehr aus deinem Strahlenkreis herausfallen kann!

Oh mein geliebter Christus, aus Liebe gekreuzigt!

Ich möchte eine Braut für dein göttliches Herz sein!

Ich möchte dich mit Ehre überschütten und dich lieben!

Oh verzehrendes Feuer! Geist der Liebe! Komm über mich!

Ich will mein Leben damit verbringen, auf dich zu hören!

Ich will dich in mir spüren!

"BUCH 3"

Wussten Sie, was der Vikar mit meinem Sohn treibt?

Nein.

Der Bischof rief mich an und sagte mir,

dass Achille uns verlässt und auf Mission geht.

Ich hab nicht widersprochen. ich wollte keine Erklärung hören.

Ich habe es erst rausgefunden, als Sie es rausgefunden haben.

Wissen Sie, wir können nicht wirklich sagen, was passiert ist.

Wir wissen nicht, wie weit es ging, dieser Scheiß!

Pater, hören Sie, ich habe Angst um seine Seele.

Elisabeth, wir beide kennen die Doktrin. Niemand kann sich selbst Leben schenken.

Das ist ein großartiges Geschenk von Gott.

Sich selbst das Leben zu nehmen bedeutet, dieses Geschenk abzulehnen,

die Liebe abzulehnen. Und es bedeutet, das Leben der Freude abzulehnen,

zu dem dieses Leben hier nach dem Tod führt.

Dann wiederum kann man Hoffnung haben.

Der Katechismus der Kirche ist alles andere als dumm.

Wenn tiefsitzende psychologische Probleme, Angst oder die Furcht vor Qualen,

Leid oder Folter hinzukommen, wird die Schuld für den Selbstmord vermindert.

Wenn Jean-Charles bereut, den Abzug gedrückt zu haben und gestorben zu sein,

dann ist alles möglich.

Und die Frage der Homosexualität?

Nun übertreiben Sie nicht. Wer sagt denn, dass es sich

um überzeugte Homosexualität handelt?

Aber wenn es so war, dann würde es meine Hoffnung verstärken.

Wenn Jean-Charles wirklich homosexuell war, dann war er psychisch gestört.

Dann hat er darunter gelitten und sich aus Scham das Leben genommen.

Sehr freundlich. - Nein, ich bin ehrlich.

Keine Bange, ich werde die Messe bei der Beerdigung lesen.

Der alte Kauz von Bischof wird es ablehnen, der weiß nicht, was Hoffnung ist.

Ist uns aber egal.

Ich werde beten, Vater, ich werde beten.

Ich werde alles tun, um die Seele meines Sohnes zu retten.

Geheiligt sei das Mahl und diejenigen, die es zubereitet haben.

Gebt denjenigen Brot, die keines besitzen.

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Amen.

Maman? Ich will in dieses Lager fahren

und Soldat spielen wie Jean-Charles und Papa.

Wovon redest du? Sie sind auf die Jagd gegangen und haben nicht Soldat gespielt!

Du lügst! Sie hatten Gewehre und so'n Kram, ich war damals aber zu jung!

Hör jetzt auf! Hör auf! Iss jetzt!

Ist es, weil ich zu klein bin? Ja? - Nein! Es ist, weil es nicht wahr ist, Albert!

Papa und Jean-Charles waren auf der Jagd!

Du lügst! Sie hatten Helme! Es gab Rauch! Sie schossen sogar auf Bastarde!

Ich hab ein Video gesehen! - Halt jetzt den Mund!

Du Lügnerin! - Du bist ein Lügner!

Und ich hasse Lügen! - Es war aber so!

Es reicht jetzt, Albert! Iss jetzt!

Lauf schneller!

Schneller, greift an! - Greift an!

Hey, mach schon! Na los, beeil dich! Los, los, los!

Und noch mal! Los!

Schneller, los, los, los! - Mein Gott!

Sie werden nicht gehen! Glauben Sir mir, die sind gefährlich!

Ich habe ein Recht, es zu wissen!

Sie werden dort mehre Neues erfahren: Sie werden nur Arger bekommen!

Diese Leute werden von allen gedeckt.

Die Hierarchie, der Bischof, sie fühlen sich geschützt durch solche Gruppen.

Ist Ihnen aufgefallen, Vater, dass ich überhaupt keine Antwort bekommen hab?

Was haben sie mit Vater Achille gemacht? Wo ist er jetzt?

Wen ich mich nicht an das Gesetz oder die Kirche wenden kann, was soll ich tun?

Sagen Sie mir, was soll ich tun?

Ich frage rum, aber gehen Sie nicht zum Bischof.

Er ist ein Idiot, ein dummer Idiot.

Wussten Sie, dass Tee das weltweit beliebteste Getränk nach Wasser ist?

In manchen Ländern trinken sie zwei Liter am Tag.

Es wird gesagt, er hätte heilende Kräfte.

Bitte sehr! - Danke.

Denken Sie, dass seine Reputation gerechtfertigt ist?

Verzeihen Sie, Hochwürden, aber deshalb bin ich nicht hier.

Nun gut, bleiben wir bei der Sache. Muss ich Sie daran erinnern,

dass es gefährlich sein kann, wenn man einem Mitmenschen übel nachredet?

Ein Mitmensch, der - falls Sie sich erinnern - brillant und religiös ist.

Ein Mitmensch, der weise und erfahren ist.

Wenige hier können das von sich selbst behaupten.

Muss ich Sie daran erinnern, dass unbegründete Beschuldigungen gegen

Vater Achille ein Vergehen und somit eine Sünde sind?

Ich würde sogar sagen, dass es sich hierbei um die Sünde der Verleumdung handelt.

Können Sie wirklich beweisen, dass Vater Achille derartige

Handlungen ausgeführt hat? Das frage ich Sie!

Sie haben zweimal gesündigt, Madame de la Baie.

Gegen die Wahrheit und die Barmherzigkeit.

Was Ihre Rechte angeht...

Hochwürden, ich rede hier von meinem Sohn! - Und ich rede von Ihnen, Elisabeth!

Das sind ernsthafte Beschuldigungen. - Mein Sohn ist tot! Hochwürden, er ist tot!

Er war 13 Jahre alt. Und obwohl ich gemerkt habe,

wie schwer es für die Kirche ist...

Ich weiß und habe verstanden, wie schwer es für die Kirche ist,

über Pädophilie zu sprechen, aber ich denke, wir müssen darüber reden!

Als Christen müssen wir die Schwachen beschützen!

Vater Achille ist gefährlich. Er ist krank im Kopf.

Elisabeth, ich liebe Ihre Sendung.

Aber sie beweist, dass Schweigen nicht im Sinne der Kirche ist.

Sie wissen genauso wie ich, dass Geheimnisse von den Familien gehütet werden.

Die schlimmsten Geheimnisse, die schmutzigsten.

Wussten Sie wirklich nichts von den kleinen dreckigen Kriegsspielen

Ihres Manns und Sohns?

Die Wahrheit wird euch befreien. Johannes 8,32.

Wenn dein Bruder Schuld auf sich geladen hat, dann geh zu ihm und sag ihm,

was er falsch gemacht hat. Wenn er auf dich hört,

hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Matthäus 18, 15-17.

Ich denke, dass eine brüderliche Züchtigung bei Vater Achille eher angebracht ist.

Wenn wir beweisen können, was Sie sagen.

Vater Achille ist schuldig, und Sie wissen es!

Vater Achille ist fortgegangen, und das Einzige, weswegen wir ihn

beschuldigen können, ist, dass er den Bauernhof seiner Familie

in Italien vernachlässigt hat.

Vergessen Sie nicht, Elisabeth, Männer des Ordens haben Familien.

Wissen Sie, wie viele Menschen wegen Ihres Stolzes leiden werden?

Wir reden hier von der Wahrheit. - Die Wahrheit...

Gibt Ihnen Ihr Leid das besondere Recht, hier und jetzt

über die Wahrheit zu sprechen? Ihr Leid ist dem von Christus gleichgestellt?

Wollen Sie mir das sagen?

Ich habe hier eine Liste, die gefüllt ist mit gemeinen Beschuldigungen

gegen meine Priester und Vikare.

Ein ekelhaftes Konzentrat, boshafte Gerüchte.

Da befindet sich sogar eine Nonne auf der Liste.

Eine Schwester, die nur Gutes in ihrem Leben getan hat.

Ich kann mit Stolz behaupten, dass ich die Barmherzigkeit immer

den Gerüchten vorgezogen hab, um einer Seele bei der Veränderung zu helfen.

Betrachten Sie die Welt um uns herum durch Ihre katholische Brille.

Das verlorene Schaf ist nicht der Wolf.

Ich hab an dem Tag zugehört, als Ihr Sohn im Sender angerufen hat.

Was ist Ihnen an diesem Nachmittag durch den Kopf gegangen?

Sie dachten nur an die Ausmaße seiner Perversion, an seine Sünde.

Sie ignorierten seinen Hilfeschrei. Schlimmer noch, Sie haben ihn beschuldigt!

Nein! Ich hab ihn nie beschuldigt! Niemals!

Die Wahrheit. Sie wollen die Wahrheit wissen, aber Sie wollen sie nicht hören.

Die Wahrheit ist: manche Kinder sind krank, manipulierbar und pervers.

Und ihre Perversion kann den vielversprechendsten Priestern schaden.

Die Wahrheit ist: dass Ihr Sohn keinen Platz im Himmel bekommen wird.

Weil er sich das Leben genommen hat, das von Gott geschenkte Leben.

Und weil er homosexuell war!

Hören Sie auf! Seien Sie ruhig! Das Opfer ist mein Sohn!

Sehen Sie, wie viel andere auch verschließen Sie die Augen vor der Wahrheit.

Das ist nicht die Wahrheit.

Wissen Sie, Jean-Charles war nur eine kleine Schwuchtel.

Er war erregt, als er dem nächstbesten Priester seinen süßen Hintern gezeigt hat.

Ich habe mit Ihrem Priester darüber gesprochen. Kinder sind keine Engel.

Also die Wahrheit...

Seit ich verheiratet bin, hab ich mich von den anderen abgesondert.

Ich treffe mich nicht mehr mit meinen Freunden, ich fühl mich so allein.

Aber Laurence, eine Ehe bedeutet doch nicht Einsamkeit, ganz im Gegenteil.

Freunde, Arbeit, Leidenschaft...

Das ist Teil eines ausgeglichenen Ehelebens. Ich würde sogar sagen,

das ist das Fundament einer Beziehung, das durch gemeinsame Entdeckungen

jeden Tag aufs Neue erblüht.

Wie auch immer, vermeide Freundschaften mit anderen Männern, um jeden Preis.

Weil, das ist dann Ehebruch.

Denken Sie, ich sollte mir Arbeit suchen?

Ja, ja, wieso nicht? Aber es gibt auch andere Möglichkeiten.

Was ist denn mit ehrenamtlicher Arbeit?

Wenn ich ganz ehrlich bin, ich hab Angst, neue Leute kennenzulernen.

Ich fühl mich einsam. Aber ich weiß nicht, ob ich fähig bin...

Sorry, aber ich bin etwas durcheinander.

Ja, ja, aber Laurence, ich denke, wir müssen die Bescheidenheit aufbringen,

zu akzeptieren, etwas nicht zu wissen und mit der Situation zufrieden zu sein.

Nichts zu wissen ist der Grundsatz des Vertrauens.

Akzeptiere, nichts zu wissen! Was für eine Herausforderung!

"BUCH 4"

Maman!

Maman! Nein! Maman! Maman!

Lasst euch von der Angst nicht überwältigen.

Wenn ihr euch ins Feuer gestoßen fühlt, dann bitte Gott um Hilfe!

Er hilft euch dabei, die Qualen zu überstehen!

Ihr braucht keinen Pfad, da ihr denjenigen kennt, der dieser Pfad ist!

Vater? - Ja, ja, ja, ja.

Gott ist Allwissenheit. Und Gott ist die Frage, die ihre Antwort verloren hat.

Und gleichzeitig ist er die Antwort, die nicht länger eine Frage braucht.

Die unergründliche Natur von Gott, unserem mächtigen Vater...

Ah, Jesus. Ist ein toller Kerl.

Denkst du, er existiert? -Jesus.

Ja, natürlich...

Komm.

"GEFAHR - ZUTRITT VERBOTEN"

Bonjour, Monsieur. Ich such den Priester Charles de Boit.

Monsieur?

Komischer Vogel. - Komm.

Aus dem Weg!

Hier lang.

Los, schneller!

Bleib bei mir.

Das Ding hab ich im Video gesehen!

Darf ich? - Nein, du bleibst hier! Du bleibst bei mir!

Man kann sich nicht mehr einschreiben!

Ich bin Elisabeth de la Baie, Marcs Frau.

Gott hab ihn selig. Verschwinden Sie jetzt!

Ich möchte etwas haben, das meinem Mann gehört hat!

Vielleicht gehst du besser aufs Trainingsgelände, Kleiner!

Warte, Albert! Geh nicht zu weit weg! Und sei vorsichtig!

Pass auf die Minen auf!

Bleib da stehen!

Na mach schon, los, los! Schneller, schneller!

Los, los, du schaffst das! Sehr schön, los, los!

Los, los, los!

Vater, wie können Sie das Evangelium mit so einer Gewaltbereitschaft ausleben?

Was ist mit der Doktrin?

Das hier ist meine Doktrin.

Die Kirche ist tot! Sie verrottet langsam und wird verschlungen durch Korruption,

Homosexualität und Heimlichkeiten. Es gibt überall mehr und mehr Ungläubige.

Sie sind wie Krebsgeschwüre! Wollen Sie die Zahlen sehen?

Europa ist überflutet von Ungläubigen, es wird immer schlimmer!

Sehen Sie, was sie mit dem Bischof gemacht haben! Ketzer-Abschaum!

Politiker und Bischöfe werden Sie und Ihren Sohn nicht beschützen!

Wer wird Sie verteidigen? Wer wird das Kreuz verteidigen? Ich!

"Die Soldaten von Pius XII."

Ihr Mann starb als Held! Im Training, als er die Religion und das

Evangelium verteidigte, während Sie dumm Ratschläge im Radio gegeben haben!

Aber Ihr Sohn,

ich will ehrlich mit Ihnen sein, er war nutzlos.

Unmännlich. Er konnte nicht mal Munition tragen.

Wieso wollen Sie die Pistole haben?

Um mich zu beschützen.

Jetzt funktioniert sie einwandfrei.

Liegt gut in der Hand.

Vielen Dank.

Ich dachte, Sie wären einfach nur eine kleine Radiomoderatorin.

Ich lag wohl falsch.

Wenn Sie Ihren Sohn hier lassen wollen, je jünger sie sind, desto besser für uns.

Nein, danke.

"Die Soldaten von Pius XII."

Albert?

Albert, komm jetzt, wir fahren nach Hause!

Albert? Albert, komm jetzt! - Bin doch schon da!

112? - Ich hab 112! Bravo, Monsieur!

Elisabeth, möchtest du noch mit uns einen Tee trinken gehen?

Nein, danke, ich hab schon andere Pläne.

Wieso?

Die christliche Hoffnung. Wir sind hier für Sie, und Sie sind hier für uns.

Vom ersten bis zum siebten Tag, rund um die Uhr!

Madame de la Baie! Ich hab Sie wiedererkannt.

Madame de la Baie!

Können wir nicht reden? Madame de la Baie! Was hab ich denn getan?

Hallo?

Grüß dich, Opa!

Ja, mir geht es gut.

Ja, ja, ich hol sie.

Hey, Opa, weißt du, wieso Jesus nicht übers Wasser laufen kann?

Weil er Löcher in seinen Füßen hat.

Ja, klar.

Ich hab doch gesagt, du sollst im Auto bleiben!

Aber Maman, Opa will mit dir reden. - Ich bin beschäftigt, ich ruf ihn zurück.

Sie sagt, sie ruft zurück.

Ja, na klar. Okay, gut.

Was wollte er denn? - Er hat uns Ostern zum Essen eingeladen.

Ja. Setz dich wieder ins Auto. Na los, Albert!

Und warte hier!

Julien, Jerome, sein Bruder Romain und Antoine. Das waren alles Sie, Vater.

Himmlischer Vater, ich danke dir für deine Barmherzigkeit,

Großzügigkeit und Geduld. Deine Barmherzigkeit hat mich Buße tun lassen.

Das Problem mit euch Gläubigen ist, dass ihr auf eine Art von Immanenz vertraut,

die euch immer Recht gibt.

Wenn der Himmel existiert, dann kommen Sie zu mir, wenn ich tot bin

und sagen zu mir: "Hab ich Ihnen doch gesagt!"

Aber wenn es kein Leben nach dem Tod gibt, kann ich nicht zu Ihnen kommen

und sagen, dass ich Recht hatte.

Sie triumphieren schon, weil es nicht bewiesen werden kann.

Elisabeth? Bist du da?

Ja, Amaud, ich habe es gehört.

Dann ist Ihre Antwort: Religion und der ganze Quatsch?

Nein, nein, nein. Ich werde heute gar nicht antworten.

Dann stimmen Sie mir zu?

Alles, was ich sagen kann, ist: ich weiß es nicht.

Ich weiß nicht, wie ich antworten soll.

Elisabeth, alles okay? - Ja, alles gut.

Ich würde Ihre Sendung für nichts auf der Welt verpassen.

Das ist mein eigener "heiliger" Moment.

Vielen Dank, Florence, wirklich nett. - Sie haben so eine schöne Stimme.

Ich habe in letzter Zeit so ein bisschen den Eindruck,

dass der Inhalt Ihrer Sendung nicht so ganz deutlich rüberkommt...

Marc konnte sich glücklich schätzen, Sie gehabt zu haben.

Und Jean-Charles auch. - Ich hab hier "Furz", 10 Punkte.

Albert, bitte!

Vergeben Sie uns, also wirklich!

Es ist immer besser zu lachen als traurig zu sein.

Wer ist denn dran? Maman...

Mit diesem "S" hier, sehen Sie...

"Hallos".

Mehrere "Hallos".

Vier, fünf, sechs, sieben und da das Wort doppelt zählt, sind es 18.

Nein, 16. - Oh...

Jetzt ich. - Ja.

Hast du das gemerkt? - Ja, na klar.

Und gleich du.

Ich habe vorhin gehört, dass sie Knochen gefunden haben,

die mehrere Millionen Jahre alt sind. Ist so was möglich?

In der Bibel steht, Gott hat die Welt vor 12.000 Jahren erschaffen.

Was würden Sie zu der Vorstellung sagen, dass Gott die Erde

eher erschaffen hat, als das Datum eigentlich besagt?

Ganz einfach, Florence, um unser Vertrauen in die Heiligen Schriften zu testen.

Wer ist denn als Nächstes dran?

Ich setze 100.

Scheiße, Vater, Sie bluffen doch. Okay, 150 und ich will sehen.

Können wir Ihnen helfen, Madame?

Oh ja.

Ich bin auf der Suche nach Vater d'Arzac.

Das bin ich.

Keine Bewegung! Wie ist Ihr Name?

Mollenthiel, Vater Mollenthiel! Wir sind Männer des Ordens, Madame.

Nehmen Sie, was Sie wollen!

Und Sie? - Wieso fragen Sie?

Castel! Sein Name ist Castel!

Euer Bischof hätte sich vorher überlegen sollen, was mit den Jungen passiert!

Beten Sie, Vater!

Ich hab sie nur berührt. Nein!

Mathilde, ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Mathilde, ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Mathilde, ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Mathilde, willkommen in Gottes Reich!

Ja, es ist wahr. Ja. Ich gebe zu, es gab Vorfälle, als ich im Kongo war.

Und im Tschad und Burundi auch. Aber das betrifft Sie doch nicht!

Sie sind nicht mein Beichtvater!

Und außerdem, Madame, was soll's? In Afrika haben die Mädchen schon ab 14 Sex,

manchmal auch ab 12. Die Verbindung von Mann und Frau ist ganz natürlich

aus körperlichen sentimentalen Gründen.

Es gibt kein gesetzliches Alter in der Natur.

Das Mündigkeitsalter ist ein westlicher Gedanke, die Idee des weißen Mannes.

Was werden Sie jetzt tun? Ihr Schuldgefühl als weiße Frau lässt nicht zu,

dass Sie einen Afrikaner erschießen? Sie erschießen keinen Schwarzen, richtig?

Sie denken, ich muss anders behandelt werden,

weil ich eine andere Hautfarbe besitze. Natürlich!

Es ist hart, mit seinem eigenen Rassismus konfrontiert zu werden!

"Lebende Welt" mit Elisabeth de la Baie ist hier für Sie.

Elisabeth de la Baie wird morgen zurück sein mit einem Best of von "Lebende Welt".

Und jetzt hören Sie die Nachrichten mit Pierre-Marie Bruno.

Wir haben gerade erfahren, dass eine Moschee in Touroin angegriffen wurde.

Die "Soldaten von Pius XII" erklären sich verantwortlich.

Das sollte ihre Antwort sein auf die ermordeten 11 Priester in den letzten Wochen.

Mehre Islamistengruppen haben ihre Rache schon angekündigt.

Entschuldigen Sie, das ist alles nicht leicht zu begreifen

und wir sind alle etwas durcheinander...

Haben Sie gefunden, was Sie gesucht haben?

Nein. Wo ist Albert?

Er ist im Wohnzimmer. Raten Sie mit wem! Mit dem Bischof.

Mit wem?

Albert?

Vater?

Maman!

Er hatte seinen Tee, und ich muss jetzt los, denn meine Kinder warten auf mich.

Und Albert, vergiss nicht, deine Hausaufgaben zu machen!

Nein.

Sie sehen nicht sehr erfreut aus.

Meinen Glückwunsch.

Nach dem Angriff wollten sie die Sachen etwas beschleunigen.

Ich muss etwas beichten.

Reden Sie.

Ich zweifle.

Sie zweifeln?

Seit einiger Zeit schon zweifle ich an der Existenz Gottes.

Fahren Sie fort.

Das war's.

Und heute zweifeln Sie auch? - Wie stark ist Ihr Vertrauen in Gott?

Reden wir nicht über mich. Die derzeitigen Vorfälle...

Ich muss es wissen!

Ich werde Ihnen jetzt nicht sagen, was die Religion für ein Vertrauen fordert.

Und wegen Ihres grenzenlosen Vertrauens hat Gott Sie zum Bischof gemacht?

Bitten Sie jetzt um Gottes Vergebung! - Antworten Sie mir jetzt!

Ja, vielleicht. Gott hat sich das mit meinem Leben gewünscht.

Dann wollte Gott, dass ich den alten Bischof ermorde?

Ich hab den Bischof getötet.

Ich hab gefragt, wo der Mann sich befindet, der verantwortlich

für den Tod meines Sohnes ist.

Er hat ihn beleidigt, ist auf seinem Grab rumgetrampelt.

Sicher kann ich an einem Gott zweifeln, der uns so behandelt.

Ich hab die Liste mit den Pädophilen gestohlen, die er beschützt hat.

Das sind nur Beschuldigungen.

Ich hab einige gefunden - und glauben Sie mir - sie waren schuldig.

Ich hab es in Gottes Namen getan, aber ich lag falsch.

Trotz meiner Gebete lag ich falsch, aber ich hatte keine Antwort.

Beruhigen Sie sich. Ganz ruhig!

Und sie haben daran gezweifelt, vor dem Tod, ich hab es gesehen!

Ruhe! - Vater, sie haben gezweifelt!

Ruhe jetzt!

Sie sind nicht länger meine Patentochter, ich will sie nicht mehr sehen!

Sie sind auch kein Freund von mir! Sie sind gar nichts!

Auf die Knie! Auf die Knie! Es gibt keine Barmherzigkeit, keine Zukunft

und keinen Gott für Sie und Ihre Familie! Von jetzt an bis zum Tag Jüngsten Tag!

Lassen Sie Maman in Ruhe!

Albert, nimm die Pistole runter. - Lassen Sie meine Mutter in Ruhe!

Nimm die Pistole runter, das ist gefährlich.

Verschwinden Sie hier!

Nun gut... Gut...

Gib sie her!

Komm.

Sehr gut.

Lebewohl.

"BUCH 5"

Anne-Sophie hat uns eine E-Mail geschickt, voller Tipps und Adressen

auf Pilgerpfaden, wie z.B. die Pension auf der Rue Basses in Saugues,

für diejenigen, die auf der Puy-en-Velay Route sind.

Es gibt auch noch die Tours Route oder die Rocamadour Route,

das können Sie sich aussuchen. Wie Sie wissen, führen alle Wege nach Compostela.

Gut, unsere Sendung ist jetzt vorbei. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend

und schalten Sie doch am nächsten Montag zur selben Zeit wieder ein.

Hunger? - Ein bisschen.

Suchen wir uns was.

Nein, danke.

Albert, bleib stehen! Albert! - Vater! Jean-Charles ist tot!

Das wollten wir Ihnen sagen! - Albert!

Maman! Was tust du da? - Achille!

Das ist Vater Achille! - Achille!

Wir können doch niemanden töten!

Sie können das nicht vor Ihrem Sohn tun!

Oh Gott im Himmel!

"EPILOG"

Gott ist wütend. - Nein, das ist die Natur.

Das ist nur die Natur.

"IN THE NAME OF THE SON"

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