All language subtitles for Der Bergdoktor-Zwei Gesichter - Bergkino (S18_E02).deu

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Original subtitles

* Lied: "Patience" von Take That *

* ruhige Gitarrenmusik *

Dr. Martin Gruber

Hans Gruber

Lisbeth Gruber

Lilli Gruber

Alles Gute zum ersten Schultag.

Mei! Daran hast du gedacht? Ja, klar.

Ich werde dich vermissen. - Ich dich auch.

Du rufst mich jeden Tag an, ja? - Mindestens fünfmal. Versprochen.

Ich wäre gerne bei solchen Besprechungen wie mit Hans dabei.

Der Chef bin immer noch ich.

Darf man denn den Bergretter auf einen Drink einladen?

Julia. Hans.

Du willst hier einziehen?

Hm... Ich würde gerne mit dir zusammen wohnen.

Das würde bedingen, dass ich vorher einziehe.

Was? Ich hab dir irgendwelche Signale gesendet,

dass ich das möchte?

Nein, hast du nicht. Das...

* sanfte Musik *

* Wecker klingelt. *

* traurige Musik *

* Schritte auf der Treppe *

So. Morgen. (alle) Morgen.

Ah, ich mu...

Ah. Okay. Ich muss los, in die Praxis.

Ciao.

Braucht er kein Frühstück?

Soll ich dir ein Pausenbrot machen, Sophia?

Nee, danke, Oma. Ich hole mir was beim Kiosk.

Ich hole meinen Rucksack, und dann können wir los.

Okay. Die Zeiten ändern sich, hm?

Auf einmal sind sie groß.

Mama, mir kannst du immer gern ein Pausenbrot machen, hm?

Guten Morgen. Hi, Josie. Was machst'n du hier?

Ich glaub, ich hab mir irgendwas eingefangen.

Okay. Hast du kurz Zeit?

Ja, für dich immer. Komm.

Die sind ein bisschen geschwollen.

Du sagst, du hast Fieber und Ohrenschmerzen? Seit wann?

Seit ein paar Tagen. Aber Fieber eigentlich nie über 38.

Okay.

38,2. Ja.

Dann ... schauen wir mal kurz in die Ohren rein, hm?

Darf ich? Mhm.

Mhm. Ein bisschen gerötet.

Und hier. Okay.

Ebenso. Gut, das sieht mir nach einer Mittelohrentzündung aus.

Ich verschreib dir was Fiebersenkendes.

Du kriegst Ohrentropfen.

Ich nehm dir Blut ab, dann haben wir das Blutbild.

Und wegen dem Hof,

da suchst du dir vielleicht Hilfe wegen der Schafe und so. Mhm.

Danke schön. Gern. Okay.

38,2. Wegen der Mama...

Äh, Josie, bevor du anfängst... Entschuldigung.

Ich möchte gar nicht, dass du da irgendwie vermittelst.

Ich weiß. Ich möchte nur sagen, hab Geduld mit ihr.

Der Opa hat echt viel Scheiße gemacht.

Da ist das Hörgerät nur eine Kleinigkeit. Ich weiß.

Keine Sorgen, wir kriegen das hin. Deine Ohren und das andere auch.

* gefühlvolle Klaviermusik *

Danke. Oskar, etwas mehr Gefühl, bitte.

Das ist Schumann. Schumann.

Noch mal.

Bitte schön.

Erwischt.

Du bist schon zum Arbeiten hier und nicht zum Gspusi-Anhimmeln.

Danke. Sehr viel besser, Oskar.

Zehn Minuten Pause, und dann machen wir mit Kim weiter.

Geh schon.

Aufgeregt?

Ich werde auch bei unserer Silberhochzeit noch aufgeregt sein.

Ich meinte das Konzert.

Ich hab gehört, dass der Intendant der Staatsoper kommt.

(Oskar) Ja. Na, no pressure.

Ich bin da und feuere dich an.

Also, verkack's nicht. - Emily?

Hi, Sarah. Was machst du denn hier?

Meine Firma macht das Catering fürs Abschlusskonzert.

Kaiser-Catering. Ich mach da eine Ausbildung, Veranstaltungskauffrau.

Hi. Sarah. - Oskar.

Ähm, Sarah und ich, wir kennen uns aus Wien.

Wir sind zusammen zur Schule gegangen.

(Oskar) Okay. - Dir geht's besser, oder?

Ich mein, weil du bist jetzt hier Pianistin?

Das ist ja wild. Das war ja immer dein Traum.

Was?

Nee, Quatsch. Ich mach ein Volontariat als Bühnenmalerin.

Was? Aber wolltest du nicht eigentlich...

Nee, nee, nee, ich...

Ich hab als Kind hobbymäßig Klavierstunden genommen.

Wusste ich gar nicht. - Genau. Ähm...

Oskar ist bei uns der Pianist.

Er ist in der Meisterklasse. - Nicht schlecht.

Danke.

Äh, ist alles okay?

Emily?

Ich weiß nicht, irgendwie... - (Oskar) Hey, hey! Hey! Emily!

* angespannte Musik *

Okay, Frau Scheffler.

Und? Wie schaut's aus? Das wird schon.

Frau Scheffler, Ihr Blutdruck, 140 zu 95.

In Ihrem Alter ist das ein bisschen hoch.

Sauerstoffsättigung ist in Ordnung.

Puls auch leicht erhöht. Wollen Sie ein Schluck trinken?

Gut. Bitte.

Sie hatten ein kleines Blackout, Frau Scheffler.

Wissen Sie, was passiert ist? Können Sie sich erinnern?

Mir ist ... plötzlich heiß geworden und schwindelig.

Mhm. Haben Sie Vorerkrankungen?

Nein. Gut. Ich würde Sie gern mit in die Praxis nehmen

und dort noch mal untersuchen.

Ich muss aber arbeiten. - Fahr.

Mit dem Arbeiten wird's nichts mehr.

Ich werde Sie krankschreiben. Ich will nach Hause.

Sie fühlen sich gut?

Sie haben keine Schmerzen und keine Beschwerden?

Okay. Nehmen Sie Medikamente?

Nein. Gut. Schauen Sie mich mal kurz an.

Okay. Dann machen wir jetzt Folgendes, Frau Scheffler.

Ich werde Ihnen jetzt Blut abnehmen.

Das schicken wir ins Labor.

Sobald ich die Ergebnisse habe, werde ich mich bei Ihnen melden.

* sanfte Klaviermusik *

Hi.

Das ist mal eine schöne Überraschung.

Wie war der Schulstart? Gut.

Und hat das kleine Präsent geholfen?

Ja. Sehr. Und deswegen bin ich da.

Ich will mich revanchieren. Ah. Und wie?

Ich lad dich ein zum Essen. Heute Abend, wir zwei.

Heute? Mhm.

Sicher, dass du schon in der ersten Woche schwänzen willst?

Ich schwänze nicht. Mein Dozent ist krank.

Und deswegen treffen wir zwei uns um acht beim Anger-Wirt.

Ich steh auf den Kaiserschmarrn da. Abgemacht.

Gut.

Dann ... muss ich jetzt zum Landhandel.

Bis später. Ja.

Kaiserschmarrn?

Na, Töchterchen?

Papa!

* Er schüttelt sich vor Kälte. *

Was gibt's?

Ich mach's kurz: Ich will in die Firma.

Du bist doch schon da. Sitzt ja da.

Ich will keine Rückzahlungen mehr.

Ich will Firmenanteile in der Höhe der Summe, die ich eingebracht hab.

Anteile? - Ja.

Ich hab mit meiner Scheidungsabfindung

immerhin die Firma gerettet.

Da liegt es auf der Hand,

dass ich ein gewisses Mitspracherecht möchte.

Gerade waren's noch Anteile, jetzt Mitspracherecht.

Und was kommt als Nächstes? Geschäftsführerin?

Co-Geschäftsführerin.

Na ja...

Das... Das braucht's also wirklich nicht.

Offensichtlich schon.

Oder wer hat die Firma in die Insolvenz getrieben?

(räuspert sich) Ich hab jetzt einen Termin.

Und wegen dem Geld reden wir später.

Hey. Alles klar?

Äh, ich muss mal kurz raus.

Kannst du dich um die Getreidefutterlieferung kümmern?

Ja, klar.

Warte, warte, warte.

Jetzt lass dir doch mal helfen.

Ich kann schon alleine laufen. - Ja, ja, berühmte letzte Worte.

Geht's? - Mhm.

Danke. - Bitte schön.

Alles okay? - Mhm.

Alright.

Dann bis später. - Bleibst du nicht hier?

Gib mir noch zwei Stunden, okay?

Dann komm ich einfach mit. - Nein, du hast den Doktor gehört.

Und außerdem, so kann ich Sarah besser

über deine dunkle Vergangenheit ausfragen.

Wieso hast du mir nicht erzählt, dass du mal Klavierstunden hattest?

* bedrückte Musik *

War nur ein Hobby. Ist nicht wichtig.

Okay.

Bis später. - Tschüss.

Ruf an, wenn was ist, ja? - Mhm.

Es werden so 500 Gäste.

Ablauf ist: vier Auftritte, 20 Minuten Pause,

noch mal vier Auftritte.

Danach Abschlussessen mit Party.

Emily?

"Oskar weiß nicht, was mit mir los ist."

"Erzähl's nicht rum, okay?" - Okay.

Ich nehm Medikamente, hab ein neues Leben.

Mach mir das nicht auch noch kaputt.

"Auch"? Heißt das, du hast wegen mir mit Klavier aufgehört?

Emmi, falls ja, es tut mir so, so...

Red einfach mit niemandem über mich, okay?

* bedrückte Musik *

* Klopfen * Ja?

Emily Scheffler hat angerufen.

Sie bittet darum, dass Sie vorbeikommen. Dringend.

Frau Scheffler. Es ist dringend.

Dann schicken Sie mir bitte ihre Adresse aufs Handy.

Und sagen Sie Dr. Kahnweiler,

er soll mir das Blutbild von ihr schicken. Danke.

Alles klar.

* sanfte angespannte Musik *

* Handy klingelt. *

Alexander, was hast du für mich?

Thrombozyten bei 25.000. (seufzt) Das ist zu niedrig.

Und Rückstände von Dromefaxin. Dromefaxin? Bist du dir sicher?

So wahr ich dein einziger Freund bin, mein einziger Freund.

Ja, zum Glück hab ich dich. Danke dir.

Ich hab Ihnen Lorazepam gegeben, das entspannt die Muskeln.

Sie müssten jetzt die Hand bald wieder bewegen können, ja?

Was ist denn los mit mir?

Das wüsste ich auch gerne.

Das heißt ...

wenn Sie eine kleine Tasche packen.

Ich würde mit Ihnen gerne in die Klinik fahren.

Ich muss ins Krankenhaus? Ja.

Okay.

Frau Scheffler ... warum haben Sie mir nicht gesagt,

dass Sie Psychopharmaka nehmen?

Wegen meines Freundes. Der weiß nichts davon.

Warum nehmen Sie die?

Ich hab das Tourette-Syndrom.

Mhm. Dann sind Sie super eingestellt.

Mir ist noch kein Tic ausgefallen.

Ja, das hat meine Neurologin in Wien

auch nur acht Versuche gekostet.

Mhm. Immer wieder testen, ausschleichen.

Testen, ausschleichen.

Bei dem einen konnte ich kaum schlafen,

bei dem anderen bin ich auf meine Mutter losgegangen.

Ja, das ist manchmal ein langer Prozess. Verstehe.

Das Dromefaxin, das Sie nehmen, hat das Nebenwirkungen?

Ich kann nicht mehr so Klavier spielen.

Früher hab ich Wettbewerbe gespielt.

Heute sind die Finger dafür zu langsam.

Das ist ein hoher Preis, den Sie dafür zahlen.

Ja. Hauptsache keine Tics.

Mhm, gut, gell?

(Sophia) Und heute Abend gibt's Pizza.

Kannst du jetzt schon wieder ans Essen denken?

Und danach noch ein Spieleabend. Abgemacht. Du, der Papa und ich.

Yes!

Ich hoffe, Mama und Paul geht's genauso gut wie uns.

Ach klar. Die brauchen einfach a bissl Zeit füreinander, hm?

Und ich brauch einen Kaffee, sonst komme ich nimmer runter.

Magst du auch noch was? Nee, danke.

* Handy klingelt. *

Mama. Bis später.

"Huhu! Hey, meine Süße!"

(Paul) "Hey, Sophia, wie geht's?" - Alles gut. Und bei euch?

"Ach du, alles schön." - "Könnte gar nicht besser sein."

"Wir lassen es uns so richtig gut gehen und entspannen uns."

"Und das Wetter ist auch toll." - "Alles perfekt."

"Ja, genau!"

Okay. Cool.

"Und du? Erzähl mal. Wie ist es mit der Oma?"

Alles gut. Wir haben gerade ein Eis gegessen.

"Super."

* ruhige Musik *

(Rolf) Ja, gut. Ich würde vorschlagen,

du kümmerst dich um den Termin bei der Andermatt?

Bei der... Ja. Mach ich.

Ich meld mich dann. Okay. Pfiat di.

Pfiat di.

Warum war Hans hier? - Wegen dem Businessplan.

Ich hab dir gesagt, dass ich bei dem Termin gerne dabei wäre.

Und ich hab dir gesagt,

dass ich hier immer noch der Chef bin, und dabei bleibt's.

So. Einmal mit Milch.

Einmal schwarz. Danke.

Und ich hätte jetzt gern einen Lagebericht.

Heute in der Früh war auch Streit. Und das muss nicht sein.

Ja. Deine Tante möchte den Laden übernehmen,

weil sie mich für inkompetent hält.

Ach Gott, Papa, bitte! - Hm.

Rolf, das glaub ich nicht. Oder?

Ich möchte mich gern ein bisschen mehr in den Landhandel einbringen.

Ja, als Co-Geschäftsführerin. Cool.

Das ist doch schön. Wo ist das Problem?

Willst du mich auch in Pension schicken?

(lacht) Also jetzt.

Schau mal. Die Firma, die hast du aufgebaut.

Mit deinen eigenen Händen. Ja.

Sagst du doch so gern. Das ist dein Lebenswerk.

Das heißt, wenn die Caro sich mehr einbringen will,

dann ist das eigentlich ein Kompliment.

Und zwar an dich.

Mhm. Stimmt.

Sozusagen ... ein Bekenntnis zu meiner Heimat.

Zu meiner Familie.

Ich weine gleich.

* rührselige Musik *

Rolf, kommst du mal, bitte? - Ja, ich komme gleich.

Wir reden später weiter, ja? - Ja.

Lilli?

Wo du recht hast, hast du recht.

(seufzt) Du bist so toll.

Danke. Gern.

Ist aber voll eigennützig. Ich will ja, dass du bleibst.

Mhm.

* schwungvolle Klaviermusik *

Alles in Ordnung?

Wie geht's Emmi?

Ganz okay.

Magst du Schumann?

Das Lied erinnert mich an was.

Kannst du ihr vielleicht sagen, dass es mir leid tut?

Dass ich sie gern sehen würde. Und, keine Ahnung, liebe Grüße?

Äh, warte mal ganz kurz bitte.

Äh...

Ich...

Irgendwie habt Ihr einen komischen Vibe, du und Emily.

Wieso warst du dir so sicher, dass sie Pianistin ist?

War sie mal so gut? - Keine Ahnung.

Wieso fragst du sie nicht selber? - Ja, hab ich.

Und? - Sie meinte, es war nur ein Hobby.

Gut. - Was?

Ja, ich schau jetzt selber nach.

Nein, stopp. - Gib's her.

Nein. - Was soll die Scheiße?

Was ist denn los? - Bitte nicht.

Lass mich! Was ist denn los?

Das ist doch scheiße!

Fuck!

So, Frau Scheffler, noch einmal Blut abnehmen.

Dann werden wir gezielt nach Antikörpern suchen.

Dann machen wir noch ein EKG und ein EEG.

Das heißt, wir werden Ihre Gehirnströme untersuchen.

Das wird nicht wehtun,

aber das wird ein bisschen komisch aussehen. Okay.

Ich gebe kurz meinem Freund Bescheid. Ja. Alles klar.

Ich hole den Kollegen. Sie bleiben hier. Danke.

* sanfte Klaviermusik *

Oh, krass.

* Nachrichtenton *

Äh, ich... Ich muss los.

* bedrückte Musik *

Ach, fuck. So eine Scheiße.

* Handy vibriert. *

Bitte stillhalten, Frau Scheffler.

Also, das CRP ist erhöht. Wir haben aber keinen Erregernachweis.

Thrombozyten bei 15.000.

Also noch mal gesunken im Vergleich zu heute Vormittag.

Das EKG zeigt eine Arrhythmie, die wir abklären müssen.

Ja. Eine Bradyarrhythmie mit Wechsel zu schnellen Schlägen.

Wir können uns keinen Reim drauf machen.

Tatsache ist, dass ihr Zustand sich rapide verschlechtert.

Also, was machen wir?

Eine Transfusion mit Thrombozyten.

Das verkleinert das Risiko der inneren Blutungen. Genau.

So erkaufen wir uns Zeit für die Diagnose. Gut.

* Nachrichtenton *

* Handy klingelt. *

Warum bist du nicht rangegangen?

Ich bin im Krankenhaus. Was ist? - "Wieso?"

Egal. Was ist?

Oskar weiß Bescheid wegen des Klavierspielens.

Hey.

Emmi?

Was ist passiert?

Ähm... Ich hatte einen Muskelkrampf in der Hand.

Die wissen noch nicht, wieso. - Okay.

Hör zu, ich hab dein Video gesehen. Vom Junge-Musikpreis.

Ich hab vielleicht ein bisschen untertrieben.

Willst du mich verarschen?

Du hast den wichtigsten Musikwettbewerb

des Landes gewonnen. Warum hast du aufgehört?

Keine Lust mehr?

Das macht keinen Sinn. Ich weiß nicht, was ich denken soll.

Frau Scheffler. Herr Linz, ich grüße Sie.

Was Sie nicht haben, wird geliefert.

Heute gibt es eine Transfusion mit Thrombozyten.

Das sind Blutplättchen, Herr Linz. Da haben Sie zu wenig.

Andere Pianisten würden sich ein Bein abhacken für deinen Anschlag.

Das schmeißt du nicht einfach weg. Herr Linz?

Die Frau Scheffler braucht ein bisschen Ruhe.

Ja. sofort. Kannst du irgendwas dazu sagen, bitte?

Herr Linz, vielleicht ziehen Sie sich ein Kaffee.

Danke.

Ich versteh's nicht.

So, Frau Scheffler, das läuft jetzt erst mal in Ruhe durch,

und dann wird's besser.

Warum sagen Sie Ihrem Freund nicht einfach, dass Sie Tourette haben?

Weil er dann wahrscheinlich nicht mehr mein Freund ist.

Vielleicht sollten Sie Herrn Linz auch ein bisschen was zutrauen.

Wie gesagt, das läuft jetzt durch, und die Schwester ist dann da, ja?

Danke. Gerne.

Hallo, Schatz. - Hallo, Mami.

Hey. Was machst du hier?

Ich dachte, ich lad mich zum Abendessen ein.

Ja, super! Komm.

Hier. Bitte schön. - Danke.

Ah, genau das hab ich gebraucht.

Hast du Liebeskummer?

Oder wird's dir zu viel am Hof?

Kann ich nicht einfach was mit dir essen wollen?

Ja, klar. Sicher.

Apropos Liebeskummer.

Ich hab heute Dr. Gruber getroffen, zufällig.

Ich glaub, der wartet darauf, dass du dich bei ihm meldest.

Martin, ich schmeiß eine Runde. Ah, danke.

Fett ist nicht unser Gegner, was?

Und bei dir so? Gut. Bisschen durchwachsen, wird aber alles.

Selber? Martin, ich brauch eine neue Aufgabe.

Einen neuen Sinn im Leben.

Noch mehr Sinn als Menschenleben retten? Ja.

Demnächst wird der neue Betriebsrat gewählt.

Zu viel Büro. Ich hab schon genug Stress als Leiter der Chirurgie.

Also für mich persönlich wär's ja

wie die Erweiterung deines Schaffenskreises.

Martin, sie spricht in Rätseln. Hilf mir.

Sie meint, als Betriebsrat könntest du in der Klinik

für alle Menschen da sein, nicht nur für die Patienten.

Dr. Alexander Kahnweiler,

Retter und Kämpfer für die Gerechtigkeit im Krankenhaus.

Martin... Ja, bleib da dran.

Ich schau mal nach meiner Patientin. Mach's gut.

Hey.

Wie geht's dir?

Ich hab uns Schokotee mitgebracht. Den haben wir immer so gesuchtet.

Dein Ernst? - Was?

Du solltest die Klappe halten.

Warum hast du Oskar das Video gezeigt?

Hab ich nicht. Er hat selbst gecheckt, dass da was nicht stimmt.

Ja, klar. Willst du mir eigentlich alles kaputt machen?

Erst das Klavierspielen, dann meine Beziehung?

Jetzt beruhig dich mal.

Ich hab Scheiße gebaut damals, und es tut mir wirklich leid.

Aber ich hab Oskar nichts erzählt.

Weißt du was? Geh. - Was?

Raus!

Emmi?

Hilfe! Wir brauchen Hilfe!

Alles gut. Ist alles gut. Frau Scheffler? Nicht anfassen.

Frau Scheffler? Schwester, Thoraxil, vier Milligramm.

Ist das wieder das Tourette?

Nein, das ist ein epileptischer. Anfall.

So dann, legen wir mal unsere Puzzleteile auf den Tisch.

Es begann mit einer Bewusstseinstrübung.

Ja, begleitet von Bluthochdruck,

Kreislaufdysregulation und Muskelrigor.

Tachyarrhythmie, Störung der Blutplättchenfunktion.

Unspezifische Zeichen von Temperatur, Schweißbildung.

Und ein epileptischer Anfall. Genau.

Und das alles, Kollegen,

bei der regelmäßigen Einnahme von Dromefaxin.

Denken wir alle dasselbe?

Ich hoffe. Ich mach mich mal aufn Weg.

Gut. Ich kümmere mich ums Labor. - Sehr gut.

Serotoninsyndrom? Was ist das?

Frau Scheffler, das ist einfach zu erklären.

Sie haben zu viel Serotonin im Körper, im Gehirn.

Zu viel davon macht einen krank, deswegen der epileptische Anfall.

Deswegen auch der Muskelrigor.

Das kommt häufig zustande,

wenn man verschiedene Psychopharmaka kombiniert

oder wenn die Dosis erhöht ist.

Aber ich nehm seit einem Jahr genau dasselbe.

Wieso krieg ich das jetzt? Das ist die Preisfrage.

Ähm ... wir müssen das Dromefaxin akut absetzen.

Das geht nicht. Dann kommt ja das Tourette zurück.

Wir haben keine andere Wahl.

Aber keiner hier weiß, dass ich Tourette hab.

Ihre Freundin? Welche Freundin?

Frau Meister? Die sitzt draußen und ist in Sorge.

Ja. Die kann gleich wieder gehen.

Die ist doch der Grund, warum ich Psychopharmaka nehme.

Wie darf ich das verstehen?

Sie war meine beste Freundin seit dem Kindergarten.

Der eine Mensch, der kein Problem mit dem Tourette hatte.

Dachte ich.

* schnelle Klaviermusik *

Sie war total verknallt in ein Typen aus unserer Klasse.

Ein totaler Vollidiot.

Aber sie wollte unbedingt bei ihm landen.

Das war unser Klavier-Wunderkind Emily ...

Scheffler. Danke für diese wunderliche Performance.

* bedrückte Musik *

Tut mir leid.

Aber wenn Ihre Freundin Sie im Stich gelassen hat,

muss es nicht heißen, dass Herr Linz Sie auch im Stich lässt.

Oskar ist mein erster Freund.

Ich hatte meinen ersten Kuss mit 20.

Wenn Sie mir das Dromefaxin wegnehmen,

machen Sie mir mein Leben kaputt.

Da bin ich anderer Meinung.

Wenn ich Ihnen das Dromefaxin nicht wegnehme,

mach ich Ihnen Ihr Leben kaputt.

Das kann zu schweren neurologischen Schäden führen.

Es kann sogar lebensgefährlich sein.

Wir haben die Zeit nicht mehr,

um das Dromefaxin langsam auszuschleichen.

Sie bleiben heute Nacht hier zur Beobachtung.

Morgen hat sich dann das Dromefaxin schon reduziert.

Welcome back, Tourette. Erst mal, ja.

Aber glauben Sie mir,

ich werde alles tun, damit Sie's wieder nehmen können.

Ja. Gut.

Und?

Äh, ja, sie ist stabil. Mehr darf ich Ihnen nicht sagen.

Obwohl, sie will Sie nicht sehen, und sie will sie nicht sprechen.

Okay. Ja.

Na gut. Dann kümmern Sie sich gut um Emmi?

Ja. Wir tun unser Bestes.

Danke. Gerne.

Dann auf Wiedersehen.

Auf Wiedersehen.

* ruhige Musik *

* Handy klingelt. *

Hi, David. Ich bin schon auf dem Weg.

Hey. Ich wollt dir nur sagen,

dass ich's heute Abend leider nicht schaffe.

"Tut mir mega leid."

Aber mein Mitbewohner hat mir gerade gesagt,

dass ich zu Montag ausziehen darf.

Warum kann er des?

Er steht allein im Mietvertrag. Das ist blöd.

Das mit dem Abendessen holen wir nach.

Ich muss erst mal gucken, wo ich bleib.

Ja klar, du. Kein Problem. Viel Glück.

Alles klar. Ciao.

Bis dann.

* niedergeschlagene Musik *

Ja.

* ruhige Musik *

Hey.

Hi.

Verstehe. Hast ein Date mit dem Mathebuch?

War nicht meine erste Wahl.

Hat er dich versetzt, der Schultütenverschenker?

Sagen wir einfach, dass der...

Dass der Abend anders gelaufen ist, als ich gehofft hab.

Sind wir schon zu zweit.

Ist immer noch schwierig mit der Karin?

Verstehe.

Dein Mitarbeiter fliegt übrigens bald aus seiner Wohnung.

Sehr bedauerlich. Mhm.

Du meinst, ich sollte mir Gedanken machen?

Na gut. Weil zumindest da kann ich dir nicht helfen.

Ich mir auch nicht.

* sanfte Musik *

* schnelle Klaviermusik *

* nachdenkliche Musik *

* Nachrichtenton *

* sanfte Gitarrenmusik *

Wenn du nichts frühstückst,

hast du in der zweiten Stunde wieder Hunger

und fällst in einen Unterzucker.

Das ist nicht gut. Das sage ich dir als Arzt und als dein Onkel.

Schönen Tag. Hier. Geh mal zum Auto.

Oh Gott. Ja.

Ich weiß nicht, was sie hat. Irgendwas stimmt nicht mit ihr.

Ich weiß, was es sein kann. Nämlich?

Leichte Form von Pubertät. Ach!

Ja, in dem Alter. Hör mal.

Mir ist ganz komisch zumute. Ich hab erhöhten Puls.

Weil? Weil mir die Karin eine Nachricht geschrieben hat.

Tschüss. Tschüss.

Steig ein. Komm, wir sind schon spät.

Hans. Was für eine Überraschung. Guten Morgen, Julia.

Frau Andermatt. Ah, es ist beruflich.

Ja, natürlich, was denn sonst?

Also, womit kann ich Ihnen dienen, Herr Gruber?

Also, du bekommst ein Viertel der Anteile,

und unser alter Vertrag ist somit hinfällig.

Passt für mich.

Und was unsere künftige Zusammenarbeit betrifft...

Du machst deins, ich mach meins.

Na, eben genau nicht, Papa.

Wir sind ab jetzt ein Team. Okay?

Das bedeutet, gemeinsame Absprachen,

gemeinsame Termine, Kommunikation.

Hi. Sorry, ich mach mich gleich an die Inventur.

Passt. Lilli, ist alles in Ordnung?

Ja, alles gut. Ist nur stressig mit der Schule.

Wenn dir das zu viel wird mit der Matura und dem Job,

wir können ein paar Stunden streichen.

Das ist nett, aber ist nicht nötig. Der Job ist cool.

Es ist nur die Schule. Das ist eher mein Problem.

Ich mache immer alles auf den letzten Drücker.

Dann geht nichts mehr in meinen Kopf rein.

Anscheinend bin ich nicht fürs Auswendiglernen gemacht.

Aber ich schaff das. Inventur.

Sind ja die besten Voraussetzungen für ein sechsjähriges Studium.

Ich soll dir vom Papa ausrichten,

dass ihr einen Termin habt um zwölf.

Mit der Andermatt. Ja, Gut.

Wir haben den Termin. Wir.

Ich hab's gehört.

Danke. Haben Sie noch das Röntgenbild dazu?

Natürlich. - Gut. Danke schön.

Entschuldigung. Ich suche Emily Scheffler.

Ihr Zimmer ist leer. - Ja, sie wird gerade entlassen.

Sie können in der Lichthalle warten. Zum Aufzug und dann rechts.

Aufzug, rechts, okay. Danke schön.

So, Frau Scheffler. Jetzt haben wir hier das Blutbild.

Blutplättchen, Leber.

Ja, die Werte sehen gut aus.

Nichts ist gut. Ich wollte nie wieder so rausgehen müssen.

Frau Scheffler, ich weiß.

Ich tue alles dafür, damit Sie Ihr Medikament wieder nehmen können.

Da haben Sie mir einen Ernährungsplan gemacht.

Vielen Dank. Das sieht doch gut aus.

Sie leben vegan? Das ist gut bei Tourette.

Mhm. Ich trink auch keinen Kaffee und rauche nicht.

Sehr gut.

Frau Scheffler, ich hab jetzt Ihre Krankenakte in Wien angefordert.

Die werde ich mir durchschauen.

Solange schließ ich mich in meiner Wohnung ein, oder was?

Das dauert einfach alles ein bisschen.

Haben Sie mal eine Therapie gemacht?

Sie meinen, Habit Reversal Training?

Tics umleiten? Ja.

Ich hab den Mist, seit ich sechs bin.

Glauben Sie nicht, meine Eltern hätten alles versucht?

Fünf Jahre Verhaltenstherapie, Entspannungstechniken,

Expositionsbehandlungen.

Es hat was gebracht,

aber nichts hat das Tourette unsichtbar gemacht.

Das kann nur das Dromefaxin.

Wenn Sie die Ursache für das Serotoninsyndrom rausfinden,

dann muss ich nicht lernen, damit umzugehen.

Ich tu mein Bestes, Frau Scheffler.

Danke.

Gut, dann haben wir alles.

Der Krankenstand dauert bis Montag.

Sollten Sie länger brauchen, kommen Sie zu mir in die Praxis.

Ja, und denken Sie dran, Sie entscheiden selbst,

wem Sie wann und vor allem was erzählen.

Setzen Sie sich nicht unter Druck, okay?

Kriegen Sie das hin? Mhm.

Alles klar. Bis dann. Danke.

(Oskar) Hi. - Hi.

Sorry. - Alles okay?

Mhm. - Was ist mit dir?

Was ist mit ihr? Die können dich doch so nicht entlassen.

Ähm ... doch. Doch, doch.

Es ist alles okay, Oskar.

Ist nicht okay. Hast du ein Anfall oder so?

Frau Scheffler, ganz ruhig. Lassen Sie sich Zeit. Ganz ruhig.

Das ist das Tourette-Syndrom.

Ich hab Psychopharmaka genommen, und die haben mich krank gemacht.

Deswegen hab ich die abgesetzt. - Tourette? Okay.

Ähm ... aber du fluchst doch gar nicht oder so. Oder...

Herr Linz, das ist die Koprolalie. Das ist der Zwang zu fluchen.

Das tun 80 Prozent der Tourette-Patienten nicht.

Tourette ist eine neuropsychiatrische Erkrankung.

Die löst motorische oder vokale Tics aus.

Und das variiert von Patient zu Patient.

Seit wann weißt du das?

Seit ich sechs bin.

Du hast mir das nie erzählt. Emily?

Herr Linz, ganz kurz.

Frau Scheffler hat die Psychopharmaka abgesetzt,

die diese Tics unterdrücken.

Die Situation stresst sie sehr. Deswegen werden die Tics stärker.

Wenn Sie mit ihr sprechen, seien Sie bitte nicht offensiv.

Seien Sie ganz ruhig und geben Sie ihr dem Raum. Bitte.

Sie kriegen das hin. Alles klar. Danke.

Danke.

Komm, wir gehen.

* bedrückte Musik *

Das mit dem Betriebsrat ist beschlossene Sache.

Was ist denn das?

Das kann nicht dein Ernst sein, Alexander. Betriebsrat?

Vera, überleg mal, was ich damit alles bewirken kann.

Ja, unsere Scheidung zum Beisp...

Wieso das denn? - Hallo?

Klinikleitung.

Siehst du nicht einen klitzekleinen Interessenskonflikt?

Vera, das ist unfair.

Jetzt muss ich auf meinen Posten verzichten?

Aber es ist noch gar nicht dein Posten.

Ja, noch nicht!

Hallo. Vera...

Versteh mich nicht falsch. Es geht nicht gegen dich.

Ich brauch einfach eine Aufgabe.

Und ich würd mir wünschen, dass du genauso hinter mir stehst,

wie ich hinter dir stehe.

Hm? - Na ja. Ich denk drüber nach.

* bedrückte Musik *

Kannst du das irgendwie unterdrücken?

Ja, so ein bisschen, aber irgendwann ...

muss es raus.

Wie beim Niesen.

Und beim Klavierspiel?

Bin ich irgendwie in meiner eigenen Welt.

Da hab ich kaum Tics.

Das Schwierige war eigentlich, überhaupt auf die Bühne zu gehen.

Mir war das immer mega peinlich, vor Publikum rumzuzucken.

Aber meine Eltern haben mich immer gepusht.

Sie meinten, Klavierspielen ist meine ausgleichende Gerechtigkeit.

Was?

Na, Talent ... Krankheit.

Warum hast du dein Talent dann aufgegeben? Ich versteh's nicht.

Ich meine, so wie du auf dem Video gespielt hast,

da hast du über zehn Jahre, was, fünf Stunden am Tag geübt?

Ja. Genauso wie du, schätz ich.

Ja, genau wie ich. Und ich würde mein Talent niemals aufgeben.

Warum du?

Weil die Ärzte eben ein Medikament gefunden haben,

was die Tics abschaltet.

Medikament. Ja, und?

Keine Ahnung. Die Finger machen dann nicht mehr das,

was man will, und man ist irgendwie lustlos.

(Oskar) Lustlos.

Oskar, ich ... wollte dich nicht anlügen. Es tut mir leid.

Ich wollte nur einmal nicht auffallen.

Und jetzt?

Keine Ahnung.

Ich glaub, ich brauch mal eine Pause.

Weißt du, ich müsste eigentlich über alles nachdenken.

Ich kann aber nicht wegen des Konzerts.

Ich hab gerade einfach keinen Kopf für das hier.

Ähm ... ich muss zur Probe. Soll ich...

Soll ich dich nach Hause fahren?

Ich komme allein klar.

Okay.

* traurige Musik *

So. Hier noch die Unterlagen von Frau Schefflers Kinderärztin.

Zwischen Neurologe und Neuropsychiatrie.

Das Chaos hat System. Danke. Alles klar.

Und, schon was gefunden?

Ich kann nur Ursachen ausschließen:

Ernährung, Wechselwirkung, Dosierung.

Ganz schöne Ärzte-Odyssee. Und so viele Medikamente. Wahnsinn.

Ist irre. Unglaublich viel. Selbst für eine Tourette-Patientin.

Ja, aber nicht nur die Tourette-Medikamente.

Schauen Sie mal.

Bronchitis 2019. Drei verschiedene Antibiotika.

Muskelfaserriss 2020. Vier verschiedene Schmerzmittel.

Und so weiter und so fort.

Dazu kommt, dass egal, welches Medikament sie nimmt,

sie kriegt jede Nebenwirkung, auch die seltenen.

Okay.

So. Dann schauen wir mal.

"Dr. Gruber." Dr. Fendrich.

Patientin Scheffler. Sollten wir noch genug Blut dahaben,

freue ich mich über einen Metabolisierungstest.

"Mhm. Ich nehme an, schnell." Wenn das ginge?

"Bekommen Sie." Danke schön.

"Da nicht für."

Hm. Jetzt zu Ihnen. Ich hab gehört, Sie suchen eine Wohnung?

Ja.

Ist das dringend?

Bis Montag. Oh. Das ist dringend.

Unter Umständen hätte ich da was für Sie.

So, Herr Kästner, jetzt haben Sie's gesehen.

Fußbodenheizung ist keine drin. Von der Größe überschaubar.

Ihre Vorgängerin hat's auch hingekriegt.

Die Wände in der Farbe, ein Knaller.

Der Arbeitsweg ist unschlagbar. Passt?

Passt. Sehr gut.

Hallo. Frau Scheffler?

Ich hab Sie gerade erst aus der Klinik entlassen.

Sie müssen mir Zeit geben. Es ist wie in der Musik.

Wir müssen hier eine ganze Pause halten.

Ich brauche meine Medikamente. Jetzt.

Oskar will eine Beziehungspause.

Ich hab einen zusätzlichen Bluttest angefordert

und warte auf den Rückruf.

Das dauert einfach ein bisschen.

Sie haben gesagt, dass Sie sich beim Klavierspielen entspannen.

Spielen Sie ein bisschen Klavier. Dann vergeht die Zeit, hm?

Klavier aufgeben war sauschwer.

Ich glaub nicht, dass es mir guttut,

wenn ich für ein paar Tage spiele und dann wieder aufhören muss,

weil Sie die Ursache haben.

Ja, okay. Aber Klavierspielen ist doch Ihr Leben.

Oder glauben Sie, dass es Zufall ist,

dass Ihr Freund auch Pianist ist?

Nein. Hm.

Ich hab immer bei seinen Klavierstunden zugehört.

Ich bin Riesenfan von Clara Reute. Wer ist das?

Sie leitet die Meisterklasse im Festspielhaus.

Sie hatte schon mit zwölf

ihr erstes Solo-Konzert an der Staatsoper.

Dann hat Oskar mich irgendwann angesprochen.

Dachte, ich bin wegen ihm da.

Aber selbst wenn ich wieder spielen wollte, ich hab kein Klavier hier.

Hm.

Das heißt, wir brauchen ein Klavier.

* ruhige Musik *

So.

Ich weiß nicht so recht.

Na, kommen Sie. Einen Versuch ist es doch wert.

So. Ah.

Okay, den Schlüssel können Sie mir einfach in die Praxis bringen.

Danke. Gerne.

* ruhige Klaviermusik *

Wow, Co-Geschäftsführerin? Glückwunsch. Freut mich.

Danke. Gute Entscheidung, Rolf.

Schauen wir mal.

Sie bitten mich um einen Kredit für einen neuen Stall?

Ja, wir wollen in den überregionalen Vertrieb,

und dafür müssen wir wachsen.

Wir müssen die Milchproduktion um 40 Prozent steigern,

damit die Grubermilch überregional konkurrenzfähig ist.

Das klingt alles schön und gut, aber wie Sie wissen,

ist Ihr Kreditrahmen bereits ... ausgeschöpft.

Ach so, äh, darf ich mal?

Wenn Sie vielleicht mal noch ein Blick hier

auf die Gewinnprognosen werfen würden, Frau Andermatt.

Ah.

Ich bin mir sicher, wir finden eine Lösung.

Ja, Frau Andermatt, noch mal recht herzlichen Dank.

Ich meld mich bei Ihnen. - Wiedersehen.

Wiedersehen. - Wir telefonieren später, ja?

Ich meld mich.

Das haben wir doch ganz gut hingekriegt.

Das mit dem geschäftlichen Verhältnis, mein ich.

Extrem professionell. Auf jeden Fall.

Ich find's toll, dass du das so locker siehst.

Ich schlage mich gerade mit einer Scheidung

und einem pubertierenden Sohn rum.

In meinem Leben gibt's gerade nicht so viel, was locker ist.

Danke, Hans. Kein Problem.

* schnelles Klavierspiel *

Du spielst wieder.

Was machst du hier?

Ich hab Dr. Gruber getroffen. Er sagte, dass du hier bist.

Bist du wieder gesund? - Geht so.

Ich musste die Psychopharmaka absetzen.

Ich bin jetzt also wieder ganz die Alte.

Shit. Und wie hat Oskar reagiert?

So wie du. Hat mich hängenlassen.

Es ist echt super, im Recht zu sein.

Ich check das.

Aber es ist doch echt einsam, oder?

Mann, Emmi, ich vermiss dich, okay?

Du mich nicht?

Was denkst du denn?

Du warst meine einzige Freundin.

Weißt du, wie gern ich mich wegen Oskar bei dir ausheulen würde?

Aber das geht nicht.

Was du getan hast, kann man nicht so einfach wiedergutmachen.

Ich würd jetzt gerne einfach wieder weiterüben.

Bin total eingerostet.

Mach das. Und ich such solange ein Weg, um es wiedergutzumachen.

Und ich werde einen finden. Das schwör ich dir.

Schau mal, du nimmst es, und dann legst es hierhin. So.

Jetzt kommst du dran. Jawoll, noch mal.

Sophia.

Ist irgendwas los mit dir? Alles okay.

Komm. Komm mal mit.

Setz dich mal dahin.

Was ist los?

Es ist nur ... ich glaube, Mama und Paul trennen sich.

Wieso glaubst du das?

Weil alle Beziehungen kaputt gehen.

Mama und Papa, Papa und Linn.

(seufzt) Stimmt.

Irgendwie sind die Grubers kompliziert.

Wie war das denn bei dir und Opa? Wart ihr glücklich?

Willst du wirklich die Wahrheit wissen?

Lieber nicht.

Weißt du was? Bei mir wird das anders.

Ich werde mal eine glückliche Beziehung haben.

Ja. Das hoff ich für dich.

Komm, probieren wir's noch mal.

So.

Das Labor von Frau Scheffler ist da. Volltreffer.

Wir haben die Ursache fürs Serotoninsyndrom gefunden.

Das ist doch gut. Oder nicht? Ja. Eigentlich ja.

Ich bin da nicht mehr so sicher.

Okay.

* sanfte Musik *

Du machst einen Fehler.

Emmi spielt wieder.

Was soll das werden? Ein Verkupplungsversuch?

Komm schon, ist nur...

Hallo. - Hallo.

Hallo.

Bereit für den letzten Schliff, Oskar?

Ja.

Sorry, aber sind Sie nicht Clara Reute?

Ja.

Du hast was?

"Ich hab sie gefragt, ob sie dir Klavierunterricht gibt."

"Du bist doch so ein Fan." - Krass.

Das hätte ich mich nie getraut.

Wie gesagt, ich mach's wieder gut. - "Was hat sie gesagt?"

Ich hab ihr das Video gezeigt, aber das war ihr zu lang her.

"Du sollst vorspielen."

Das glaub ich nicht. - "Doch!"

Ja, das ist so krass!

Stell dir vor, sie wird deine Lehrerin, und du fängst wieder an.

Oh mein Gott, Sarah.

* Klopfen * Ja?

Hallo.

Frau Scheffler. Ich wollt nur den Schlüssel zurückgeben.

Bitte setzen Sie sich.

Ich wollt ohnehin mit Ihnen sprechen.

Danke schön.

Wie war's denn? Gut.

Was haben Sie denn gespielt? Prokofjew.

Oh. Schwer.

Es gibt Neuigkeiten.

Haben Sie die Ursache gefunden? Mehr oder weniger.

Jeder Mensch hat einen anderen Stoffwechsel,

und Sie sind eine sogenannte Slow-Metaboliserin.

Die Medikamente werden in Ihrer Leber extrem langsam abgebaut.

Das ist keine Krankheit. Wenn man aber viele Psychopharmaka nimmt,

und Sie nehmen derer viele...

Ist das schlecht. Ja, ist aber nicht unlösbar.

Die Lösung ist, dass wir die Dosis der Psychopharmaka reduzieren.

Wir nehmen Enzyminduktoren dazu und kurbeln den Stoffwechsel an,

damit es besser funktioniert.

Und dann kann ich wieder Dromefaxin nehmen? Ähm, ja.

Ja, das ist doch super.

Was machen Sie für ein Gesicht?

Haben Sie noch rausgefunden, dass ich Krebs hab, oder was?

Nein.

In meinen Augen haben Sie unfassbares Talent.

Und das sollten Sie nicht wegschmeißen.

Danke.

Aber es ist meine Entscheidung.

Ja, Ihre Entscheidung, aber meine Frage dazu ist,

ist diese Entscheidung zukunftsfähig?

Schauen Sie. Sie nehmen Dromefaxin.

Und das nehmen Sie immer weiter.

Was könnte unter Umständen passieren?

Zum Beispiel, dass die Firma, die das herstellt,

einen Lieferengpass hat,

oder es gibt's vielleicht nicht mehr.

Was ist dann?

Oder Sie lernen jemanden kennen, mit dem Sie eine Familie wollen.

Tic-Störungen neigen dazu, in Familien häufig aufzutreten.

Was ist denn dann? Wollen Sie dann erst Ihrem Partner alles sagen?

Okay, vielleicht haben Sie recht,

und mit Dromefaxin fliegt mir irgendwann alles um die Ohren.

Aber ohne fliegt mir jetzt alles um die Ohren.

Oskar will eine Beziehungspause. Das versteh ich, Frau Scheffler.

Wie soll er Sie mit Ihrem Tourette-Syndrom akzeptieren,

wenn Sie's selber nicht tun?

Mit Dromefaxin muss ich das nicht.

Also, geben Sie mir das Rezept,

oder muss ich zu einem anderen Arzt?

Nein, ich kann Ihnen das Rezept ausstellen.

Ich hab nur eine Bitte.

Schlafen Sie eine Nacht drüber.

Ja.

Okay, doch...

* Handy klingelt. *

Ja?

Hi. Können wir uns treffen?

Ähm...

Ich bin den ganzen Abend im Festspielhaus.

Hier drehen alle durch wegen morgen. Wieso?

Es ist wichtig.

Okay. Dann komm her. - "Ins Festspielhaus?"

Da sehen mich mein Chef und alle anderen.

Gut, dann machen wir's so.

Dann sag Bescheid, wenn du da bist. Dann komm ich runter.

"Zum Seiteneingang. Okay?" - Okay.

So, Herr Kästner, dann haben wir alle Klarheiten beseitigt.

Ich bin raus hier. Schönen Feierabend.

Alles klar. Gut.

Hey. Hola. Ich bin aufm Sprung.

Ich will gar nicht zu dir.

Das ist eine Überraschung.

Ciao. Ciao, ihr zwei.

Hi! Lilli. Danke.

Ist alles geklärt? Am Wochenende mach ich den Umzug.

Nice! Nice.

Das freut mich.

* Klopfen * Grüß Gott.

Äh, stör ich?

Frau Kruse. Ähm, die Blutprobe, richtig?

Muss leider los.

Äh, wir sehen uns.

* träumerische Musik *

* angespannte Musik *

Komm rein.

Es tut mir leid. Ich weiß nicht, warum ich so reagiert hab.

Hat mich selber überrascht. Ich... Mir tut's leid.

Ich bin mit der Tür ins Haus gefallen. Das wollt ich nicht.

Ich bin gern mit dir zusammen und würd gern mit dir zusammenwohnen.

Ich bring auch keine Möbel mit.

Es ist nicht einfach. Ich kenn deine Geschichte mit deinem Vater.

Was hat denn das jetzt mit meinem Vater zu tun?

Ich will nicht mit dir zusammenziehen,

also bin ich traumatisiert?

Spinnst du? Karin, nein.

Ja, was? Ich sag dir eins.

Wenn's mir zu eng wird ...

bin ich weg.

Die Frage ist, ob wir beide grundsätzlich

in die gleiche Richtung schauen.

Ja.

Dann ist ja gut.

Hi, ich bin da.

Okay.

Ey! - Sag mal, spinnst du?

Was ist denn mit dir? - Sorry, ich hab Tourette.

Ach was? Sag doch mal Arschloch zu mir.

Oder ficken. - Oder Arschloch ficken.

Ja, warum so still? Doch kein Tourette?

Ey! - Wer bist du?

Lasst sie in Ruhe! - Sie hat begonnen.

Wie alt bist du? Sechs? Sie kann nichts dafür.

Haut ab. - Was, wenn nicht?

Was ist mit dir? - Lass ihn in Ruhe!

Oskar!

Sorry, das war voll scheiße von uns.

Wir wussten ja nicht, dass du wirklich Tourette hast.

Darf ich kurz? Ja.

So, Herr Linz, ist Ihnen übel?

Nein. Weiß ich nicht. Nein.

Kann ich kurz?

Haben Sie hier Schmerzen? (stöhnt) Ja. Ähm ein bisschen.

Okay. Einmal zu mir schauen, direkt.

Zu mir. Noch mal.

Noch mal.

Wahrscheinlich ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma.

Sie müssen in den CT.

Ich kann meinen Finger nicht bewegen.

Das kriegen Sie doch wieder hin, oder?

* schmerzhaftes Stöhnen * Alles klar.

Okay, da müssen wir röntgen.

Können Sie jetzt was machen?

Ich muss morgen Klavier spielen. Bitte.

Ist das Thema Betriebsrat jetzt vom Tisch?

Keineswegs, ich werde für meinen Traum kämpfen,

für eine bessere und gerechtere Klinik.

Mhm? Also auch gegen dich selbst?

Wieso gegen mich selbst? Du bist doch die Klinikleitung.

Na ja, aber du, mein Schatz. bist Chef der Chirurgie,

also in gewisser Weise auch Klinikleitung.

Aha. Dr. Fendrich, Dr. Rüdiger.

(beide) Dr. Gruber.

Alexander, ich brauch deine Hilfe. Und zwar ein Röntgen und ein CT.

Abklärung eines Schädel-Hirn-Traumas

und einer Fraktur eines Zeigefingers.

Alles, was du willst. Jetzt?

Sofort.

Let's go. Why not?

Aber als Abteilungsleiter gehört er nicht zur Klinikleitung.

Pst. Sie wollen meine Ehe doch nicht gefährden, oder?

Wie geht's ihm?

Gut so weit. Er ist sehr klar und ansprechbar.

Wir machen gerade ein Schädel-CT.

Dann müssen wir aufs Ergebnis warten.

Wir sind zuversichtlich. Und der Finger?

Ist es ein komplizierter Bruch?

Ich geh nicht davon aus, dass es ein komplizierter Bruch ist,

aber auch da warten wir aufs Röntgenbild.

Sie brauchen ein bisschen Geduld.

Und wenn er wegen mir nie wieder Klavier spielen kann?

Wieso wegen Ihnen? Hallo. Sie haben doch nichts gemacht.

Das waren die zwei Rabauken. Ja, aber...

ohne mich wäre das nie passiert.

Oskar übt schon sein ganzes Leben.

Frau Scheffler, jetzt beruhigen Sie sich mal, bitte.

Sie warten ein bisschen.

Ich schau noch mal drauf und dann sprechen wir, okay?

Ja.

Es geht so? Okay.

Danke. Danke.

Mhm, Herr Linz. Das CT haben wir besprochen.

Sie haben eine leichte Gehirnerschütterung.

Das heißt für Sie, den Ball flach halten und sich hinlegen.

Hier am Röntgen sehen wir deutlich,

dass es ein ganz klarer, gerader,

eigentlich wunderschöner Bruch ist.

Was bedeutet das für Sie?

Dass das Konzert morgen leider ins Wasser fällt.

Ebenso das Klavierspielen in den nächsten vier Wochen wegfällt.

Solange werden Sie die Schiene dran haben.

Aber das werden Sie überleben,

weil die Frau Scheffler Ihnen ja zur Seite stehen wird.

Nicht? Ja.

Ich war so sauer auf Emily.

Warum? Weil sie mich so angelogen hat.

Es ging nicht in meinen Schädel rein,

wie jemand lieber Pillen schluckt als Pianistin zu werden.

Nach der Aktion jetzt hier, ich...

Ich glaube, wir beide können nicht nachvollziehen, wie das ist.

Wenn man A, so eine Krankheit hat

und B, Angst hat, mit Leuten darüber zu sprechen

und Angst hat vor deren Reaktionen.

Ja. Da würd ich auch lieber Pillen schlucken.

Ja. Apropos, ich hab da noch was für Sie.

Ähm, und zwar ein paar Schmerztabletten,

bei Bedarf.

Alles klar. Danke.

Also, vier Wochen Generalpause, und dann geht's wieder los.

(Oskar) Hey.

Und?

Ja ... vier Wochen aussetzen. Konzert kann ich vergessen.

Shit. Aber... - Der Finger wird wieder.

(beide) Es tut mir leid.

Sorry.

* sanfte Musik *

* bedrückte Musik *

* Poltern *

Hallo?

* Schritte nähern sich. *

Martin?

Sorry. Ich bin's nur.

Hallo. - Hallo.

Schön hast du's hier.

Magst einen Tee? - Gerne.

Danke schön. - Bitte schön.

Hast du schon mit Martin gesprochen?

Ja. Hab ich.

Und?

Ich glaub, ich bin gerade dabei, ihn zu vergraulen.

Liebst du ihn denn?

Ich glaub schon.

Wovor hast du dann Angst?

Weiß nicht.

* melancholische Gitarrenmusik *

Morgen. Frau Scheffler, guten Morgen.

Das ist ja eine Überraschung.

Das wollte ich Ihnen geben.

Ja, aber der Herr Linz spielt ja gar nicht.

Aber ich. Ah was.

Nicht beim Konzert, aber ich hab davor ein Vorspiel.

Ich hätte Sie gern dabei.

Immerhin haben Sie mich zum Klavierspielen gebracht.

Und danach können Sie gerne zum Konzert bleiben.

Das ist sehr rührend. Vielen Dank.

Das heißt, Sie haben sich gegen das Dromefaxin entschieden?

Ich will keine Angst mehr haben.

Und ich will die Menschen,

die mir wichtig sind, nicht mehr anlügen.

Ich will Klavier spielen.

Und deswegen hab ich ein Vorspielen bei Clara Reute.

Ist nicht Ihr Ernst?

Haben Sie's ihr gesagt? Ja.

Sie meinte, es ist kein Problem.

Angeblich hatte Mozart auch Tourette.

Also nicht, dass ich mich mit Mozart vergleichen will.

Zum Glück. Der ist früh gestorben. Ja. Also, kommen Sie?

Ähm...

Ja. Sehr gerne.

Danke.

Darf ich?

Wir sehen uns. Ich wünsch Ihnen alles Gute.

Ich freu mich.

(stotternd) Hi, Martin, kommst du später noch vorbei?

Am Abend oder auch am Nachmittag, wie's dir lieber ist. Ich...

Shit, okay.

Hey, Martin, ähm...

Wo stehen wir denn jetzt eigentlich?

Also, konkret, mein ich,

weil gestern war das ja alles noch etwas vage.

Also, ich fühl mich schon schuldig... Ah, Shit.

Du kannst es, du willst es, du machst es. Okay. Ja.

Hi, Martin.

Ich möchte mit dir zusammen sein.

Ach, wie bescheuert!

* sanfte Musik *

Und jetzt?

Na?

Sind wir am Träumen? Nein.

Hast du wieder ein Schulstress?

Nein, also doch,

aber ist wahrscheinlich erst mal Dauerzustand.

Ja. Hör mal zu, ich wollte dir was sagen.

Falls dir das je zu viel werden sollte

mit der Matura und dem Studium,

im Landhandel ist jederzeit ein Platz für dich frei.

Ja, ich weiß das. Du hast da ein Gespür dafür.

Ich will Ärztin werden.

Aber halt am liebsten sofort und nicht erst in zig Jahren.

Ja, weil du eine Macherin bist, so wie ich.

Da sind wir uns ähnlich.

Und deswegen hätte ich dich gerne im Familienbetrieb.

Ich hab mein Ziel. Aber danke.

Falls sich das ändern sollte, ich bleib dabei.

Du passt da gut her.

* Türklingel *

Lust auf ein kleines Vorspiel?

Musik.

Klavier. Eine ist für dich.

Gern.

Frau Scheffler.

Hallo.

So, Frau Scheffler.

Bitte schön.

* angespannte Musik *

Frau Scheffler, Sie nehmen sich die Zeit, die Sie brauchen, ja?

* sanfte Klaviertöne *

* gefühlvolle Klaviermusik *

* Man versteht sie nicht. *

Schön war's.

Ja? Ja.

Danke für die Einladung. Gerne.

So schnell wirst du mich nicht los.

Du mich auch nicht.

Gut.

Gut.

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2024

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