All language subtitles for Der Bergdoktor-Wechselwirkungen - Bergkino (S18_E01).deu

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Original subtitles

Dr. Martin Gruber

Hans Gruber

Lisbeth Gruber

Lilli Gruber

Krank? Dann wär ich nicht hier.

Ich kann auch Hausbesuche. Oma.

Hallo, meine Kleine.

Familie kann schön sein und so schrecklich.

Der Handel, dann wir. Alles fällt zusammen.

Susanne Dreiseitl, willst du meine Frau werden?

Karin Bachmeier hat sich als neue Direktorin beworben.

Die drängt sich echt überall rein.

Sie hat Nein gesagt.

Wie gehts weiter? Paul geht mir ausm Weg.

Anna und ich wollen zusammen sein.

Brunnen bauen. - In Botswana.

Doktor Gruber. Herr Kästner. Grüße Sie.

Sie machen das schon.

Du und ich. Das hatten wir lange nicht mehr.

Hats was mit Martin zu tun? Merkt man mir das an?

Heut feiern wir.

Auf den Landhandel. Und auf die Grubermilch.

Danke.

Was vergessen? Ja.

Dir zu sagen, dass es schön ist mit dir.

Hier.

Danke.

Kalt.

Und wie versprochen. Hier, schau dir das an.

Ein Traum. Absolut.

Ah, der Wahnsinn.

Ich wollt dich eigentlich fragen, ob du was dagegen hast, wenn ich...

Komm, wir müssen los. Es ist spät. Also früh, aber spät.

Ja.

Mama. Morgen.

Alles frisch aufn Tisch.

Und? Wie wars?

Es war herrlich. Eine Aussicht. Es war...

Fantastisch.

Bissel kalt, oder? Ja.

Aber wir habens hingekriegt.

Und du? Oh. Heut ist ja der große Tag.

Ja. Grubers. Pflügers. Ja.

Du solltest Rolf sehen, wie der rumspringt.

Wie springt der rum? Immer obenauf.

Ja, es wird schon werden.

* Sanfte Musik *

* Piepen *

Hey, Ines.

Guten Morgen.

Hier ist grade eine Anfrage übers Portal reingekommen

von einem Richard Hofmeister.

Er hat Interesse, das Dachgeschoss zu mieten,

was wir gestern online gestellt haben.

Ja, perfekt. Bis später.

Guten Morgen, mein Schatz. - Morgen.

Kaffee? - Ja, gerne.

Hier. - Danke.

Und? Was steht heute an?

Ein wichtiges Treffen mit einem Bauherren.

Ein Mehrfamilienhaus, was ich exklusiv vermarkten will.

Das Bauprojekt am Fichtenweg.

Ach so, ja. - Drück mir die Daumen.

Deine Erfolge sprechen für sich, würd ich mal sagen.

Ja. Danke.

Nächste Woche ist es ein Jahr her.

* Melancholische Musik *

Aber es ist vorbei. Okay?

Die Albträume sind auch weg, oder? - Fast.

Aber ich will da nie wieder hin. - Schatz, du bist hier. Okay?

Wir sind hier.

Ja. - Ja.

Tschüs. - Bis später.

Sie haben die Mailbox von Doktor Diane Klinger erreicht.

Nachrichten bitte nach dem Pfeifton.

Herr Kästner, guten Morgen. Guten Morgen, Doktor Gruber.

Tschuldigung, es kommt nicht wieder vor.

Hm. Zu Fuß? Was ist mitm Auto? Lange Geschichte.

Gut. Dann erst mal einen Kaffee.

Guten Tag. Grüß Gott.

Doktor Gruber? So ist es.

Hendrik Barlan.

Ich hab keinen Termin, aber... Das macht nix. Kommen Sie rein.

Danke schön.

Einfach grade durch und rechts.

Bitte. Nehmen Sie Platz. Danke.

Ich nehme an, es, äh, es geht um den Fuß?

Was? Ach so. Nein, nein. Das...

Halb so wild. Wie kann ich Ihnen helfen?

Es geht um ein Medikament, das ich benötige.

Ich erreiche meine Ärztin nicht.

Können Sie mir ein Rezept ausstellen?

Welches Medikament ist es? Rapamycin.

Okay. Sie haben eine Organtransplantation hinter sich?

Welches Organ? Nein.

Ich nehme es als Prophylaxe. Um Zellalterung vorzubeugen.

Das ist eher ungewöhnlich.

Na ja, gut.

Es sprengt die Sichtweise der herkömmlichen Medizin.

Aber die Einnahme erfolgt auf Empfehlung und unter Aufsicht.

Frau Professor Doktor Klinger, hat eine Praxis am Starnberger See.

Spezialisiert auf Longevity, Verlängerung des Lebens.

Ja, ja. Ähm...

Rapamycin ist ein sehr komplexes Medikament.

Das entzündliche Vorgänge verhindern kann

und bei einer Organtransplantation

die Abstoßung des Spenderorgans verhindern kann.

Und außerhalb dieses Kontexts

werde ich Ihnen dieses Medikament definitiv nicht verschreiben.

Und wenn Sie für mich über den Tellerrand gucken würden?

Dann wäre das in diesem Fall, ein so großer Suppenteller.

Man muss auf die Nebenwirkungen schauen.

Die einzige Nebenwirkung ist gelegentliches Zahnfleischbluten.

Ja, aber wir sind nicht beim Zahnarzt.

Es tut mir leid.

Aber ich biet Ihnen gerne an, dass ich mir Ihren Fuß anschaue.

Hm?

Meinetwegen. Bitte. Nehmen Sie Platz.

So.

Gut.

Ja. Und damit ist der Übergang

der Geschäftsanteile der Grubermilch GesmbH

von Frau Anne Meierling an Herrn Rolf Pflüger

abschließend rechtskräftig.

Der Hauptgesellschafter mit 51 Prozent, Herr Hans Gruber,

verbleibt als alleiniger Geschäftsführer

der Grubermilch GesmbH.

Alles weitere regelt der neue Gesellschaftervertrag.

Gratuliere. - Danke schön.

Vielen Dank. Von mir auch alles Gute.

Auf eine gute Zusammenarbeit. Ja. Freu ich mich drauf.

So.

Jo. Danke.

Meine Lieben, wir haben ja noch Einiges vor heute.

Aber zum Anstoßen muss immer noch Zeit sein, ja?

Unbedingt. Auf die Grubermilch.

Auf unsere Familien, auf die Grubers und die Pflügers.

Und natürlich auf meine Tochter.

Ohne dich würden wir hier nicht stehen.

Danke, Caro. - Sehr gern.

Also, auf uns. Hoch die Tassen.

Halt, halt, halt. Und auf unsere Lilli.

Die heute mit der Abendschule beginnt.

Ah! Auf die Lilli.

Auf die Lilli. Danke.

Prost. Zum Wohl.

Prost.

Danke, Oma. Wir sind so stolz auf dich.

Ihr Lieben, ich fahr schon mal runter.

Ja. Bis gleich.

Denkst du an die Lieferung mit dem Futtergetreide?

Ich bräucht die bis morgen. Ja.

Zum Einkaufspreis direkt aufn Gruber-Hof.

Wir setzen uns noch mal zusammen, ja?

Ich komm vorbei. Okay. Gut.

Mach des. Bis dann.

Lisbeth, pfiati. Pfiati.

Tschüs, ihr zwei. Ciao. Servus.

Passt aber schon auf ihn auf. Mama.

Ich treff weiterhin alle Entscheidungen. Nicht der Rolf.

Ich sags ja bloß. Ich muss los.

Wird alles gut.

Ja.

Aha, okay.

Das ist schon verhärtet.

Drücken Sie mal gegen meine Hand. Mhm, danke.

Schmerzt auch. Ja.

Gut. Sie machen viel Sport. Das passt zusammen.

Ich würde ungern pausieren. Das kann ich mir vorstellen.

Das werden Sie aber vermutlich müssen.

Wir haben es mit einer akuten Weichteilentzündung zu tun.

Vom Sport?

Wahrscheinlicher ist es, dass wir es

mit einem bakteriellen Geschehen zu haben.

Deswegen würd ich Ihnen gerne Blut abnehmen.

Dann können wir die Schwere abklären.

Ja. Okay?

Bitte sehr. Und dann das Jackett ausziehen.

Einmal Blut abnehmen, bitte.

Er vermutet eine bakteriell verursachte Weichteilentzündung.

Das würd ich gerne mit Ihnen besprechen.

Ja. Das Blut. Mit Eilvermerk?

Ich möchte sicherstellen,

dass bei ihm keine größeren entzündlichen Prozesse ablaufen.

Organtransplantiert? - Negativ.

Das Rapamycin?

Vorbeugung gegen die Zellalterung. Was?

Ja. Da müssen Sie nicht komisch gucken.

Da geht ein großes Feld auf.

Longevity. Langlebigkeit.

Das ist in den USA ein Riesending, ein großer Markt.

Ich hab schon mal was drüber gelesen.

Die Sehnsucht nach dem ewigen Leben als Markt der Zukunft.

Ja, keiner will mehr alt werden.

So.

Mailbox von Professor Doktor Diane Klinger.

Nachrichten bitte nach dem Pfeifton.

Mein Name ist Doktor Gruber.

Papa? Hast du einen Moment? - Immer, Töchterchen, immer.

Diese Besprechung mit Hans wegen des Businessplans.

Ja. - Die ist nicht im Kalender.

Ja, du weißt ja, ich und die Computer.

Ja, das hättest du mir auch einfach sagen können.

Tja, der kommt einfach vorbei, wir reden ein bissel über die Zahlen.

Gut.

Da wär ich gern dabei. - Warum?

Ja, weils mehr als nur gut ist,

dass auch ich einen Blick auf unsere Zahlen hab.

Ich weiß, ich hab einen Fehler gemacht, ja. Also ja.

Das ist passiert. Ich war halt ein bissl großzügig.

Bei den Krediten.

Aber das ist jetzt vorbei und wir fangen frisch an.

Das wird...

Ich hab aber sehr viel Geld hier reingesteckt.

Das kriegst du alles zurück über die Jahre.

Das haben wir geregelt.

Ich wäre einfach gerne bei solchen Besprechungen dabei.

Eigentlich sollte das was sein, was geklärt sein sollte.

Caro, jetzt mach es mir nicht kompliziert.

Du kümmerst dich ums Personal, um die Buchhaltung und die ganze IT.

Das machst du großartig, das muss ich schon sagen.

Aber? - Ja, aber...

Aber der Chef bin immer noch ich. Ne?

Weißt du, auf welche Sätze ich einmal im Leben gehofft hatte?

Caro, du hast recht.

Selbstverständlich wirst du in alles miteinbezogen.

Kann ich lang drauf warten, ne?

* Klingel *

Frau Lofer.

Raten Sie, wer die Räumungsklage zurückgezogen hat.

Das freut mich.

Aber wer hat ihm mit all diesen Paragraphen den Kopf gewaschen?

Danke. Von Herzen. Wirklich. - Sehr gerne.

Unbedingt gleich probieren. Ist noch ofenwarm.

Das werd ich machen.

Aber Ihrer Gattin was übrig lassen. - Ich werds versuchen.

Wiedersehn. - Wiedersehn.

* Handy klingelt. *

* Angespannte Musik *

Guten Tag. Kann ich Ihnen helfen?

Ja. Mein Name ist Doktor Gruber. Sind Sie Frau Barlan?

Ja.

Ihr Mann war bei mir. Er konnte seine Ärztin nicht erreichen.

Vielbeschäftigte Frau, was man hört. Mhm.

Ich dachte, er müsste zu Hause sein.

Ja. Hendrik?

Kommen Sie bitte. Danke.

Hendrik?

Hendrik? Wo ist er?

Oh Gott!

Schatz? Darf ich?

Ja, ja, ja, klar. Herr Barlan?

Herr Barlan? Herr Barlan?

Was...

Was ist passiert?

Gut. Nicht berauschend, aber soweit, so gut.

Wieder gut? - Absolut.

Danke, mein Schatz.

So, Herr Barlan, was ist denn passiert?

Ich hatte meine Medikamente genommen.

Frau Lofer hat übrigens noch einen Kuchen vorbeigebracht.

Nett von ihr. Und von dir auch.

Hat dir bös zugesetzt. Dieses Machwerk aus Eiern, Mehl und Zucker?

Der Anblick hat ihn direkt umgehauen.

Wir haben das geklärt. Danke. Sie können gerne gehen.

* Handy klingelt. * - Oh.

Sorry. Ich...

Bis später.

Hat einen guten Humor, Ihre Frau. Ja, den hat sie.

Haben Sie heute genug gegessen und getrunken?

Der Blutzuckerspiegel ist perfekt. Sie machen Monitoring?

Ist das ein Blutzuckersensor? Ja.

Haben Sie Diabetes? Nein.

Ich trage ihn zur Stoffwechseloptimierung.

Die Idee ist, den Krankheiten einen Schritt voraus zu sein.

Das sag ich auch immer. Prima.

Dürfte ich erfahren, warum Sie hier sind?

Das Labor hat bei Ihnen erhöhte Entzündungswerte festgestellt.

Um präzise zu sein, leicht erhöhte Entzündungswerte.

Deswegen möchte ich gern über Rapamycin sprechen,

denn der Wirkstoff könnte die CRP-Werte verfälschen.

Ist eine These.

Wie ich finde, eine begründete These.

Ich möchte, dass Sie das Medikament absetzen,

damit wir uns ein Bild machen können.

Ich habe einen Einnahmeplan und daran werde ich nichts ändern.

Medikamente? Sie nehmen mehrere? Ja.

Ich zeig sie Ihnen.

Da. Hier im Schrank.

Mhm.

Ja, das sind mehrere.

Das Ehepaar Wöllner hat sich entschieden

Für das Anwesen am Panoramaweg.

Ich muss gucken. Hendrik ist grad ein bisschen angeschlagen.

Aber wenn es sich ausgeht, stoßen wir natürlich drauf an.

Heute Abend? Ja. Bis dann. Ciao.

Äh, ja. Herr Barlan, das ist eine ganze Menge.

Ich... Entschuldigt.

Zum Beispiel Neurofinil.

Ein Medikament gegen Schlafkrankheit.

Was die Hirnfunktion optimiert. Was ich bestätigen kann.

Ich fühle mich wacher und konzentrierter.

Ist ja auch kein Wunder, Herr Barlan. Bei dem Wirkstoff.

Ich sag auch, das ist Wahnsinn, was er reinschmeißt.

Ich halte mich lediglich an einen Einnahmeplan einer Spezialistin.

Hm. Würde es Sie stören, wenn ich ein Foto mache?

Nur zu.

Das Problem ist, wenn ein Patient mehrere Medikamente nimmt.

Es ist nicht mehr nachvollziehbar,

warum es wann wie zu Neben- oder Wechselwirkungen kommt.

Frau Professor Klinger verfügt über einen großen Patientenstamm.

Ja, das mag ja alles sein.

Aber das ist für Sie nicht lebensnotwendig.

Aber lebensverlängernd.

Ich glaube kaum, dass Sie sich mit der Materie

auseinandergesetzt haben.

Ich muss mich für ihn entschuldigen. Ach.

Vor Kurzem war er noch ein völlig normaler Mensch. Ja.

Na ja.

Ich sag mal so.

Bei solch gravierenden Veränderungen

gibt es ja meistens einen Auslöser.

Mhm. Einen bakteriellen Infekt.

Der sich auf die Lunge durchgeschlagen hat.

Vor einem Jahr. Okay.

Er landete auf der Intensivstation. Die Ärzte haben alles versucht.

Aber irgendwann sagten sie mir, dass Hendrik sterben wird.

Er ist dann ins Koma gefallen.

Äh, lag er in Schwaz?

Ja. Er hat sich dann schnell entschieden, sein Leben zu ändern.

Er hat die Kanzlei verkauft

und ist auf diese Frau Professor Klinger gestoßen.

Ja.

Ich liebe meinen Mann und will ihn natürlich unterstützen.

Aber... Sie stoßen an Ihre Grenzen.

Es ist nicht nur das Zeug, was er schluckt.

Ich liebe die Abendstunden, er geht um Neun ins Bett.

Er trinkt keinen Tropfen Alkohol mehr.

Und drei Minuten in der Sonne

senken schon erheblich die Lebenserwartung.

Das ist doch...

Mit Freunden feiern oder verreisen, essen gehen.

Ich vermiss ihn einfach.

Ja, ich glaub, ich weiß, was Sie meinen.

Ja.

Vielen Dank für das Vertrauen. Wir sprechen.

Danke Ihnen. Bis dann. Tschüs.

Vielen Dank fürs Ausdrucken, Herr Kästner.

Das ist das Health-Institute-Programm

von Hendrik Barlan.

Das sind die Nahrungsergänzungsmittel.

Und das sind die Medikamente.

Ziemlich ordentlich. Ne?

Er verwendet die Medikamente im Off-Label-Use.

Also nicht für den Bestimmungszweck.

So ist es. Zum Beispiel hier. Metformin.

Ist eigentlich ein Diabetes-Medikament.

Eine Frage hätte ich dann doch noch. Hm.

Ist das Vorgehen legal?

Verboten ist es nicht.

Aber es gibt auch keine verifizierten Langzeitstudien dazu.

Was halten Sie davon?

Na, Herr Kästner, was soll ich sagen?

Der Mensch und sein Forschungsdrang.

Nach Waschmaschinen und Internet

präsentieren wir Ihnen nun das ewige Leben.

Doktor Gruber. Welch seltener Gast. Genau zu Ihnen wollte ich.

Ich bin die nächste auf der Liste?

Nicht die nächste auf der Liste, Sie sind die Chefetage.

Ich bräuchte Einblick in eine Patientenakte.

Den ich Ihnen am Telefon nicht gewährt hätte.

Das Risiko hätte durchaus bestanden.

Und warum sollte ich Ihnen den Einblick gewähren?

Weil ich extra hergefahren bin? Wow.

Um wen gehts? Hendrik Barlan.

17.3.1975. Sternzeichen Fisch, Aszendent Waage.

War ein Scherz.

Hendrik Barlan. Ich erinner mich.

Herr Barlan hatte Symptome eines Infekts ignoriert

und mit Verdacht auf Lungenbeteiligung

eingeliefert worden.

Bestätigung einer schweren Pneumonie.

Die Breitbandantibiose schlägt nicht an, der Patient fällt ins Koma.

Zum Glück hat er positiv auf ein Antibiotikum reagiert,

sonst wärs das gewesen mit ihm.

Verstehe. Gabs Vorerkrankungen? Nichts.

War irgendein Bakterium, das ihn umgehauen hat.

Äh, vielen Dank.

Haben wir Nachrichten von der Chefetage?

Nichts. Sie? Negativ.

Sehnsucht? Ich zähl die Stunden.

Mir gehts auch so.

Es ist so romantisch hier.

Und die frische Luft.

Ich liebe diese Ruhe hier. Das ist es.

Mein Alexander-Schatz.

Hat uns der Alltag also morgen wieder.

Hat er. Ja.

Freust du dich?

Ich freu mich, das Buch weiterzulesen.

Mhm. Verstehe. Ich soll den Mund halten.

Weißt du, was ich schade finde?

Dass Jens-Torben nicht da ist. - Er hat Camping gehasst.

Wie wir hier unseren ersten Fisch gefangen haben.

Seinen ersten bildhübschen Saibling.

Als ihr diesen bildhübschen Saibling ausgenommen habt,

ist er in Ohnmacht gefallen.

Spätestens da hätten wir merken müssen, dass er nicht Arzt wird.

Na ja, vielleicht wollten wir es ja einfach zu sehr. Viel zu sehr.

Wir haben ihn vertrieben. - Nein. Das haben wir nicht.

Wir haben doch immer noch uns.

Ich hab jeden Tag unseres Urlaubs so genossen.

Ich genauso.

Darf ich mir was wünschen?

Als guter Jurist warte ich besser erst mal das Angebot ab.

Ich möchte, dass es mal wieder um uns geht, Hendrik.

Urlaub. Wie früher. Nur du und ich.

Zwei Liegestühle am Strand und ein Stapel Bücher.

Unser Lieblingszimmer in San Giorgio.

Vom Balkon aufs Meer schauen und vielleicht ein paar Gläser Wein?

Das geht nicht.

Komm, wir setzen uns ins Auto. Sobald es dir besser geht.

Das funktioniert für mich nicht mehr.

Ich will aber in den Urlaub mit dir.

Auf uns wartet eine Reise, die so viel wertvoller ist.

Ich verstehe nicht, warum du da immer so zumachst.

Mein Leben so zu führen wie du?

Du würdest merken, wie viel es einem gibt. Mut, Hoffnung, Zuversicht.

* Handy klingelt. *

Besser, du gehst dran.

Frau Professor Klinger, ich grüße Sie. Ja.

Schau mal. Ui.

Ich hab extra noch Chicorée dazu gepackt.

Sie macht ein köstliches Omelett damit.

Ist Sophia schon von der Schule zurück?

Ja. Sie sagt übrigens, niemand erklärt Mathe so gut wie du.

Hätt ich besser nicht damit angefangen.

Zu spät. Ich schau gleich mal nach ihr.

Sechzig Personen am 15. Ja. Genau. Hab ich notiert.

Danke, Inge.

Ich freu mich, dass ihr hier bei uns feiern wollt.

Ciao, ciao. Hallo.

Chicorée. - Perfekt für mein Omelett.

So.

Scheint ja wieder tiefenentspannt zu sein, dein Paul.

Hat die Hochzeitsnummer hinter sich gelassen.

Wir sprechens nicht mehr an.

Wir reden über den Alltag, kümmern uns um Sophia, aber...

Aber er hat ein ganz anderes Bild im Kopf gehabt.

Es wird höchste Zeit, dass wir diese Bilder deckungsgleich kriegen.

Das schaffen die beiden schon, hm? Ja. Und wenn nicht?

Also wenn sie sich doch trennen? Das wär für die Sophia furchtbar.

Trennen? Davon hat die Susanne gesprochen?

Nicht so direkt.

Dass bei den Beiden was nicht stimmt, das wissen auch sie.

Die ignorieren es. Das geht an die Substanz.

Ja. Da gibts nur keinen Kompromiss.

Bloß ein bissel heiraten? Das wär mir neu.

Tatenlos zuschauen tu ich da nicht. Hm.

Wie viel sind des jetzt? Drei? Warte mal.

Ja, Toni?

Mhm. Fünf Minuten. Dann bin ich bei euch.

Einsatz.

Pass auf dich auf. Ja, ja.

Mama, das lässt du in Ruh. Des mach ich später.

Ist schon gut.

Karin, hi.

Ich komm nachher aufn Sprung bei dir vorbei.

Alles klar. Bis nachher. Ciao.

Doktor Gruber, nehm ich an? So ist es.

Diane Klinger. Ich weiß.

Sie müssen den Überfall entschuldigen.

Ich bin auf dem Weg zu einem Kongress.

Da hat es sich angeboten, dass ich vorbeikomme.

Ah ja.

Ich war mit meinem Mann hier früher öfters wandern.

Was kann ich für Sie tun?

Haben Sie einen Moment? Auch zwei. Kommen Sie.

Bitte. Grade rein.

Frau Kollegin. Kaffee? Wenn er gut ist.

Schön, dass wir uns kennenlernen. Ja.

Ich hab einen Blick auf Ihre Homepage geworfen.

Neurochirurgie in New York. Respekt.

Eine schöne Zeit, aber lange her.

Ich hab auch einen Blick auf Ihre Homepage geworfen.

Ah ja. Interessant.

Ich nehme an, Herr Barlan hat Sie vollumfänglich informiert?

Ja. Und es gibt absolut keinen Grund zur Sorge.

Ah ja?

Leicht erhöhtes CRP

bei Verdachtsdiagnose Bindegewebeentzündung.

Und eine Synkope heute mit rascher Erholung.

Ich tippe auf ein ernsteres Entzündungsgeschehen,

das allerdings im Labor nicht abgebildet werden konnte.

Aufgrund des Medikaments Rapamycin.

Das er so gerne nimmt. Off-Label. Das ist meine Methode.

Hier sind seine Werte. Es zeigen sich erhöhte Leberwerte.

GOT bei 72 und Gamma-GT bei 89.

Außerdem nimmt Herr Barlan Metformin zu sich.

Das kann Leberschäden verursachen.

Metformin dient der Stabilisierung des Stoffwechsels.

Es gibt überhaupt keinen Grund zur Sorge.

Kann man so sehen.

Tatsache ist, dass ohne Rapamycin das CRP höher wär.

Wir sollten schnellstmöglich einen entzündlichen Vorgang abklären.

Wir?

Der unter Umständen sehr schwerwiegend sein kann.

Sie argumentieren im Konjunktiv. Sie doch auch.

Eine Bindegewebeentzündung sehe ich nicht als Anlass

zu größerer Sorge.

Und seine Ohnmacht

führe ich auf eine Überanstrengung zurück.

Entsprechend habe ich empfohlen, zu pausieren.

Woran sich Herr Barlan nicht halten wird.

Falls sich eine Verschlechterung einstellen sollte,

wird Herr Barlan mich informieren.

Da wär ich mir nicht so sicher. Er vertraut mir.

Das ist gut.

Bei der Vielzahl von Medikamenten die Sie verschrieben haben.

Wie können Sie sicher sein, dass es zu keinen Nebenwirkungen kommt?

Das kann ich Ihnen genau sagen.

Weil bei keinem bisher welche aufgetreten sind.

Dann haben Sie jetzt Patient eins. Ah ja?

Eva, halt dich bitte gut fest. Verstanden?

Um mich mach ich mir keine Sorgen. - Aber ich.

Bitte, bitte, sei vorsichtig, ja?

Die Bergrettung ist bestimmt gleich da.

Hallo. Herr Gruber?

Frau Andermatt. Hallo?

Sind Sie verletzt? Nein. Zum Glück nicht.

Ich hab ihn ohne Leine laufen lassen.

Er sitzt da fest. Sie ist hinterher gestiegen?

Er hört nicht auf, zu bellen. Okay.

Wie heißt die Dame? Eva.

Eva. Okay.

Eva?

Du machst das richtig so. Bleib, wo du bist.

Ich komm runter.

Okay. Fertigmachen zum Abseilen.

Seil aus. Alles okay bei dir Eva?

Am besten bringst du ihn als erstes rauf.

Okay. Schaffst du das noch paar Minuten?

Ja, klar. Gut.

Jungs. Wir bringen den Hund zuerst hoch.

So, und du hältst jetzt mal die Luft an. Klar?

Na also, geht doch.

So. Jetzt gehts los.

So, komm. Okay. Ziehts an.

Da ist er wieder. Oh, Mensch.

Rufus. Was bist du denn für einer? Was machst du denn für Sachen?

Alles klar? Vielen Dank.

Achtung.

Okay.

Danke. Rufus ist wie ein Kind für sie.

Wenn den Beiden was passiert wäre... Danke. Wirklich.

Ist kein Problem. Gerne. Mein Job.

Darf man denn den Bergretter auf einen Drink einladen?

Als Dankeschön?

Ja, da sag ich jetzt nicht Nein.

Unten? Auf der Terrasse? Klingt gut.

Gut. Nehmen Sie mich mit?

Ja. Klar. Steigen Sie ein.

Hey.

Hi, Lilli. Sport oder Wut?

Beides vermutlich.

Liegts am Rolf?

Ja, er hat mir grade gezeigt, wo ich steh in der Nahrungskette.

Aha?

Erst kommt er.

Dann kommt ganz lange nichts, dann kommt seine liebe Tochter.

Ohne die es diesen Laden nicht mehr geben würde.

Es braucht Zeit, um irgendwas in seinen Dickschädel zu bekommen.

Lilli, ich bin hier fast zwei Jahre.

Und mein Leben hier fühlt sich an wie eine Sackgasse.

Ist das zwischen Martin und dir

vielleicht auch Grund für dieses Gefühl?

Ja. Vielleicht.

Vielleicht musst du mal raus. Vielleicht muss ich auch...

Ganz raus. Aus allem. Geh, komm.

Du meinst... Keine Ahnung, was ich hier soll.

Caro, du bleibst da. Verstanden?

Bis dann.

Rolf?

Rolf? Ich muss jetzt weg.

Die Angebote hab ich dir aufn Schreibtisch gelegt.

Danke, Lilli.

Du hast die Preise erhöht.

Es wird alles teurer.

Für den Kalbmeier-Hof kein Problem, aber die Familie Labner?

Die müssen ihr Getreide halt beim Holler kaufen.

Ich find, dass wir die kleinen Betriebe gut behandeln sollten.

Der Ruf als Halsabschneider ist nicht gut.

Lilli, ich schau drauf. Hm? Danke.

Und die Caro ist ziemlich frustriert wegen dir.

Die soll sich nicht so anstellen. Väter und Töchter, das kennst du.

Du brauchst sie. Das weißt du, oder?

Mhm.

Lilli. David.

Sorry, ich muss fahren. Deshalb bin ich da.

Alles Gute zum ersten Schultag.

Daran hast du gedacht?. Ja, klar.

Ach.

Weils so gut geklappt hat

mit dem Landhandel und Gruber-Milch und, äh, ja.

Danke.

Immer gut mit der Tochter des Chefs stellen.

Ja. Genau. Also. Ähm, wir hören uns.

Ja. Ich ruf dich an.

Oder ich dich. Wie du magst.

Wie du magst. Wir machens aus, sonst...

Sonst ruft keiner an. - Genau.

Ich meld mich. Wunderbar.

Soll ich dich mitnehmen? Passt schon.

Bewegung tut mir grad ganz gut. Okay.

Viel Erfolg. Danke und danke.

Ja.

Karin, hi. Hey, Martin.

Die Sprachnachricht. Ich wollt dich grad zurückrufen.

Tja.

Du siehst toll aus. Was hast du vor?

Danke. Abendessen mitm Vorstand. Ah, okay. Dauerts länger?

Äh, gut möglich.

Wolltest du was Bestimmtes? Ähm, nein, äh, ja. Alles gut.

Nein, nein. Okay. Wir sehen uns morgen?

Wenns Essen nicht so lang dauert. Hoffentlich nicht.

Bis dann. Viel Spaß.

Gehst du noch aus? - Mit Ines auf den Deal anstoßen.

Kommst du nach? - Das wird mir zu spät.

Maja, warte mal bitte. - Ja?

Was ist?

Ich hab uns einen Urlaub gebucht. - Was hast du?

Ja. Zwei Wochen Südtirol.

Fünf-Sterne-Hotel mit allen Schikanen. Nächste Woche.

Also nur, wenns bei dir geht. - Wow.

Das hört sich gut an. - Ja.

Und wo?

Kurz hinterm Reschenpass. Der Malser-Hof.

Hat grad erst eröffnet. Soll aber eine Überraschung sein.

Also nicht nachgucken. - Mhm.

Mein Taxi wartet. - Viel Spaß.

Danke.

Doktor Gruber. Frau Barlan.

Ihr Mann ist zu Hause? Ja.

Wieso? Ich würd ihn gern sprechen.

Ja, er ist im Gym. Oben.

Danke. Bitte.

Wir fahren übrigens in den Urlaub. Ah?

Zwei Wochen Südtirol. Ah.

Ich freu mich. Sehr schön.

Schönen Abend. Ihnen auch.

Herr Barlan?

Herr Doktor Gruber.

Ist alles in Ordnung? Ja. Alles in Ordnung.

Hatten wir nicht eine Verabredung, dass wir mit dem Sport pausieren?

Ich hab nur die Muskeln etwas gelockert.

Die Herzfrequenz ist leicht erhöht. Okay. Schauen Sie mich mal an.

Ist Ihnen schwindlig? Ja. Aber nicht so wild.

Was wollen Sie? Mit Ihnen sprechen.

Ich bin Ihr behandelnder Arzt. Ich hab eine Ärztin.

Ja. Doktor Klinger. Professor Doktor Klinger.

Und wies der Zufall will, war sie grade bei mir.

Wir haben länger gesprochen und da sind noch Fragen offen.

Bitte. Danke.

Nicht, dass Sie mich falsch verstehen.

Ich möchte auf keinen Fall den Eindruck erwecken,

dass ich die Methodik der Kollegin diskreditieren möchte.

Das ist nicht so. Den Ansatz verstehe ich.

Ich hab nur einen anderen.

Sie nehmen ja sehr viel zu sich.

Ich würd das mal komplett absetzen.

Um dann herauszufinden, was Ihnen fehlt.

Wissen Sie, ich hatte immer ganz schön viel Glück in meinem Leben.

Fast schon unanständig viel Glück.

Dann hab ich auch noch Maja kennengelernt.

Sie hat sich als Maklerin etabliert und hatte dieses Haus im Portfolio.

Ja.

Wir sind direkt zusammen eingezogen.

Und dann kam die Krankheit.

Ja.

Plötzlich, da liegst du auf der Intensivstation.

Die Ärzte erklären dir, was los ist.

Deine Frau spricht dir Mut zu.

Aber dann...

Dann siehst dus. Du siehst es in ihren Augen.

Was? Du siehst, dass du sterben wirst.

Fakt ist, Herr Barlan, Sie sind nicht gestorben.

Aber dieses Gefühl, dass es passieren kann.

Das ist seitdem mein größter Feind.

Ja. Fakt ist aber auch, dass keiner ewig leben wird. Niemand.

Ich kann versuchen, mein Leben zu verlängern.

Vielleicht sogar um 20 Jahre. Ja.

Der Ansatz gefällt mir am besten.

Da müssten Sie morgen in die Praxis kommen.

Ich möchte eine Herzbeteiligung ausschließen.

Ja?

Danke für Ihre Bemühungen, aber das ist nicht nötig.

Ja. Wir sehen uns.

So.

Und? Wie fühlt man sich so als Hundeflüsterer von Ellmau?

Was?

Heute hats ja zum Glück nur wenig Worte gebraucht.

Aber ich hab mal einen Terrier aus einer Felsspalte geholt.

Dem hab ich Weihnachtslieder vorgesungen.

Weihnachtslieder? Das ist mir als einziges eingefallen.

Und? Hats funktioniert?

Hm. Er spielt jetzt den Hirtenhund. Beim Krippenspiel.

Sehr zum Wohle.

Ich, ähm, war so frei.

Ah, gleich hoch einsteigen, hm?

Da gibts doch bestimmt irgend so eine Tradition.

Ein Schnaps auf jede erfolgreiche Rettung.

Nur nach Dienstschluss natürlich. Natürlich.

Also auf einen Dauerkläffer namens Rufus.

Ohne den wir jetzt nicht hier sitzen würden.

Gefällt mir.

Julia. Hans.

Aber weißt, was ich dir sag, Expansion hin oder her.

Das ist wirklich wurscht.

Wenn der Rolf wieder krumme Dinger macht,

hängen wir mit der Grubermilch drin.

Ja, Mama. Wenn, wenn, wenn. Ja.

Wir werden ein Auge drauf haben.

Komm. Also, wirklich, der ist... Mama, bitte, beruhig dich.

Was machst du eigentlich hier? Warum bist du nicht bei der Karin?

Weil die Karin ein Essen mit dem Vorstand hat.

Also mit dem gesamten Vorstand.

Aber es ist alles in Ordnung bei euch?

Ja, ja, absolut.

Ich überleg mir jetzt, ähm,

ob ich sie frag, ob ich bei ihr einziehen soll. Kann.

Ah. Ja, gut.

Bist doch sowieso immer da.

Ja. Das ist schön.

Hey. Hi.

Hi. Und?

Hach. War gut. War sehr gut.

So? Erzähl. Wie wars?

Heut war mehr Organisatorisches, aber die Klasse ist nett.

Die Leute sind cool. Die Lehrer, mag ich gern und es macht Spaß.

Super. Äh, was ist das?

Das ist eine Schulkanne.

Und wer hat dir diese Schulkanne geschenkt?

Sicher nicht meine herzlosen Väter. Jahaha, genau.

Na ja. Aus dem Alter bist du raus.

Hm? Aha.

Die Caro hat mir heut gesagt, dass es schwer grad ist für sie.

Mitm Rolf.

Und mit Karin und dir.

Ja. Ist so.

Du hast gewusst, dass sie dich mag.

Sie überlegt, ob sie weggehen soll.

Solang sie nur überlegt. Ich fänds schade.

Ja.

* Handy klingelt. *

Guten Morgen, Herr Gruber.

Wir waren doch bei Julia und Hans, glaub ich.

Ah, jetzt, wo dus sagst.

Tut mir leid. Ich wollt dich nicht wecken.

In Anbetracht

unserer beruflichen Zusammenarbeit finde ich...

Wir sollten kein großes Ding draus machen?

Ja. Passiert ist passiert.

War schön, kommt aber nicht wieder vor.

Auf gar keinen Fall. Mhm.

Ja. Ich muss los.

* Sanfte Musik *

Hans. Hallo. Hi.

Und wie wars?

Mit deinen Kollegen um die Häuser zu ziehn?

Ah, äh, superschön wars, super.

Ich hab übrigens zufällig die Frau Andermatt getroffen.

Sie richtet dir schöne Grüße aus. Aha. Ja, danke.

Mei. Schöner Tag wird das heut, hm? Richtig schöner Tag.

Sag mal.

Seit wann haben deine Kollegen denn so lange Haare?

Der Peter, glaub ich. Peter?

Ich muss, gell.

Schatz?

Ist alles okay?

Ich glaub, du hast Fieber.

Muss mir irgendwas eingefangen haben.

Ja. - Ist halb so wild.

Shit. Shit.

Was hast du?

Du, ich krieg irgendwie so schlecht Luft.

Ja.

Danke, Herr Doktor Gruber. Wir sind in zehn Minuten bei Ihnen.

Nicht wirklich, oder?

Lass doch gut sein. - Wir müssen los.

Geht es? - Ja.

Noch mal, Herr Barlan.

Das EKG zeigt ganz deutlich, dass wir es bei Ihnen

mit einer leichten Herzrhythmusstörung zu tun haben.

Mit den Geräuschen in Ihrer Lunge ist das kein Spaß.

Was brauch ich?

Lungen-Röntgen, Spezialultraschall von Leber und Herz.

Auf gar keinen Fall.

Ich hol mal Ihre Frau rein.

Frau Barlan? Ja?

Wir haben folgende Situation.

Ich bräuchte Ihren Mann stationär in der Klinik.

Aber er will nicht. Bitte.

Ja, was soll das, hm?

Ist nur zu deinem Besten.

Das hast du damals auch gesagt. - Und?

Wenn ich dich nicht in die Klinik gebracht hätte,

du wärst nicht mehr am Leben.

Na, bitte, komm.

* Handy klingelt. *

Martin, mein einziger Freund. Einen wunderschönen guten Morgen.

Na, wie ist es? Schlank und rank? Wie war der Urlaub?

Martin, ich bin voller Fragezeichen. Es ist echt merkwürdig.

Ärger im Urlaub?

Im Gegenteil. Es war wunderbar. Aber?

Ich hab so eine Leere im Kopf. So eine Stille.

Es ist nicht gut, wenn mein Kopf leer ist.

Wir werden drüber reden. Wir machen einen Stuhlkreis.

Also hör zu.

Hendrik Barlan ist auf dem Weg zu dir.

Den sollte man stationär aufnehmen. Okay. Und Stuhlkreis ist auch gut.

Gut. Ich dank dir sehr. Bis später. Ja.

Ah, Doktor Gruber hat gerade angerufen.

Er schickt einen Patienten vorbei. Muss kompliziert sein.

Wann ist es denn nicht kompliziert?

Er hält uns auf Trab, hm?

Wir sollen ihn stationär aufnehmen.

Dann kümmer ich mich drum. - Gut.

Und du? Denkst du daran, was wir uns gestern versprochen haben?

Natürlich. - Ja.

Dass wir nach vorne schauen. Auf uns.

Ich war immer selbständig.

Ich konnt mir mein Berufsleben gestalten.

Ich hatte nicht meinen Vater als Vorgesetzten.

Ich verstehe dich. Aber wer weiß.

Vielleicht ist es ihm recht. Ach, was fürn Blödsinn, Caro.

Der Rolf, so kennt man ihn. Dankbarkeit kann er nicht.

Ja.

Und du bist die einzige Tochter. Du wirst alles erben.

Da fragst ihn mal besser. Ich bitte dich.

Das ist dein Leben. Aus der Nummer kommst du nicht mehr raus.

Es geht nicht nur um Rolf, oder?

Nicht nur.

Caro, ich schätz dich sehr. Ja.

Ich möchte nicht, dass ich mit der Entscheidung...

Nein. Nein, es ist alles gut.

Abstand macht es besser, sagt man. Zeit machts besser.

Schmeiß das nicht hin. Nicht wegen Rolf und nicht wegen...

Bild dir nichts darauf ein. Das wird sich alles einrenken.

Ich... Ich denk drüber nach. Mach das.

Und nicht vergessen. Immer schön die Deckung oben lassen.

Ja. Mhm.

Du warst bei dem Gespräch dabei. Ich muss nicht hierbleiben.

Aber nur, weil sie sich durchgesetzt hat.

Seien Sie unbesorgt.

Was ist, wenn sie sich irrt?

Ach, bitte, Hendrik, ein, zwei Nächte.

Bis wir ganz sicher sein können.

Professor Klinger ist eine erstklassige Ärztin.

Warum sollte sie denn sagen, dass es an ihren Medikamenten liegt?

Die verdient damit ihr Geld. - Ich vertrau ihr.

Du spinnst.

Wir können später drüber sprechen. Ja. Ich melde mich.

Auf Wiederhören.

Frau Barlan.

So. Hallo.

Frau Kollegin, wo stehen wir? Die Bildgebung war unauffällig.

Ich geh davon aus, dass der unbekannte Erreger,

der Herrn Barlan krank gemacht hat, wieder aufgeflammt ist.

Das erklärt das Fieber, Atemprobleme

und die Herzrhythmusstörung.

Aber diese Symptome

können schwere Nebenwirkungen Ihrer Medikamente sein.

Doktor Kahnweiler und Doktor Rüdiger

haben sich meiner Theorie angeschlossen.

Ist das so?

Herr Barlan bekommt jetzt einen Entzündungshemmer

und als Prophylaxe ein F-Quinolon-Antibiotikum,

auf das Sie sehr gut angesprochen haben.

Das war letztes Jahr. Ja.

Sie sind anderer Meinung? Das bin ich.

Und ob Sies wollen oder nicht.

Ich würde vorschlagen, dass wir uns in Ruhe hinsetzen

und diskutieren, was für Sie am besten ist.

Das wird nicht passieren. Danke schön.

Ähm. Tja.

Was ist mit dem Thorax-Röntgen? Moment.

So.

Unauffällig.

Falls es ein akutes bakterielles Geschehen ist,

ist die Gabe des Antibiotikums nicht verkehrt.

Bin ich bin der Einzige, der hier Gefahr sieht?

Martin, du kannst deine Theorie nicht beweisen.

Was wir haben, ist, dass Professor Doktor Klinger behauptet,

dass es nie zu Problemen gekommen ist.

Mehr haben wir nicht. Ihre Aussage.

Ja, aber Herr Barlan ist kein Patient dieser Klinik

und er sieht auch Sie nicht als seinen Arzt an.

Frau Barlan.

Ja, äh, tut mir leid, dass ich...

Ich wusste nicht, wohin mit mir.

Ist nicht schlimm. Jetzt sind Sie hier. Bitte.

Ja, das war vorhin fast, äh... Unwirklich, oder?

Ähm, ja.

Bitte, sprechen Sie noch mal mit ihm.

Ich weiß nicht, ob das was nutzen würde.

Schlagen wir uns mal auf die Seite der Optimisten

und Kollegin Klinger hätte recht.

Dann wird es Ihrem Mann bald besser gehen. Dann werden wir sehen.

Ja.

Er hat einen Urlaub für Sie beide gebucht.

Ja.

Vielleicht hilft uns ein Tapetenwechsel. Hm.

Wo solls denn hingehen? Äh. Malser-Hof.

Muss ganz neu sein.

Der Malser-Hof in Südtirol? Mhm.

Ja, ist neu gemacht, ist ganz toll gemacht.

Ist Teil einer Kette von Gesundheitshotels

und hat eine große Abteilung für Präventivmedizin.

Das heißt, der Malser-Hof ist eigentlich kein Hotel.

Wirklich?

Ja.

Sollte ein Kompromiss sein. - Ein Kompromiss?

Maja!

* Angespannte Musik *

Danke. Sehr gerne.

Entschuldigung.

Also. Worum gehts?

Um einen Vorschlag, den ich euch machen möchte.

Wir lauschen gebannt.

Urlaub. Ihr zwei.

Den ganzen Alltagsstress hinter euch lassen.

Ja, aber Schulferien sind erst in vier Wochen.

Ja, das weiß ich.

Die Sophia bleibt 14 Tage bei uns aufm Hof.

Ich kümmer mich um alles und nebenbei

bin ich auch noch die glücklichste Oma der Welt.

Ich kann nicht von einem Tag auf den andern abhauen.

Ja, wie heißt es so schön: Es käme auf einen Versuch an.

Paul, das...

Ich meine, was soll denn großartig passieren?

Hast du Angst, das Bier geht dir aus?

Da kümmer ich mich drum.

Ja, aber wo könnten wir hin? So ganz spontan?

Da, wo wir uns kennengelernt haben.

Hm?

Zum Beispiel.

Zum Beispiel. - Ja.

Du weißt, dass ich ziemlich eingespannt bin, ne?

Wir wollen in den überregionalen Vertrieb.

Wir werden die Betriebe digital vernetzen.

Versteh mich nicht falsch, Mama.

Ich freu mich, wenn die Sophia bei uns aufm Hof ist.

Aber das meiste wirst du übernehmen müssen.

Ich freu mich drauf. Gut.

Wird der Susanne guttun. Ja.

Den Beiden hoffentlich. Ja.

Sag mal, das mit der Frau Andermatt.

Was Besonderes, was ihr zum Besprechen gehabt habt?

Äh, nein. Das war eher so ein Smalltalk.

Aha.

Hey. Hi.

Ich hab eine super Idee: Lass uns zusammenziehen.

Boah, sind die schön. Komm rein.

So, Salat ist schon mal da.

Also, hör zu.

Das mit dem Zusammenziehen wollt ich dir gestern sagen.

Ich mein das ernst.

Du willst hier einziehen? Mhm.

Ich würde gerne mit dir zusammen wohnen.

Das würde bedingen, dass ich einziehe.

Okay. Und ich hab dir irgendwelche Signale gesendet?

Dass ich das möchte?

Nein. Hast du nicht.

Das tut mir leid.

Ich hab dich damit einfach überrollt. Ja. Hast du.

Tut mir leid. Okay.

Es tut mir leid. Ja. Mhm.

Blöd.

Salat? Mhm.

Wenn du den ersten Schock überwunden hast, findest dus gut.

Ich steh nicht unter Schock.

Ich kapier nur nicht, warum du das glauben könntest.

Das ist so, dass ich das ganz gern wollen würde.

Und da dacht ich mir, du auch. Martin!

Ich mag dich. Und ich mag das mit uns.

Aber wieso sollen wir jetzt Möbel durch die Gegend tragen?

Ich hab gar keine Möbel.

Du willst hier einziehen.

Es tut mir leid. Ich hab dich überrumpelt.

Ich möcht die Diskussion nicht. Ich auch nicht.

Dann muss ich jetzt. Ja, bitte.

Da ist die Tür.

Gute Lösung. Toll.

* Rockmusik *

Mailbox von Professor Doktor Diane Klinger.

Nachrichten bitte nach dem Pfeifton.

* Schweres Atmen *

* Handy klingelt. *

Ja, was denn?

Herr Barlan. Herr Doktor Gruber.

Mein Herz, ich...

Herr Barlan?

Ich... Ich krieg keine Luft.

Atmen Sie ruhig weiter.

Herr Barlan?

Herr Barlan?

Martin Gruber hier. Ich brauch einen Notarzt.

Genau.

Herr Barlan?

Herr Barlan?

Herr Barlan?

Herr Barlan?

Können Sie mich hören?

Herr Barlan?

So, das Antibiotikum müsste bald wirken

und Sie läuten, wenn Sie was brauchen.

Danke. - Gerne.

Mei, meine Frau. Meine Frau.

Wir haben Ihrer Frau Nachrichten hinterlassen.

Ich...ich... Bitte. Ich...

Ich kann nicht alleine sein. Bitte. Bleiben Sie hier.

Herr Barlan.

Sie sind hier in guten Händen. - Es sieht nicht gut aus, oder?

Sie müssen ehrlich mit mir sein. Werd ich...

Sie sollten sich ausruhen. Wir sind alle für Sie da.

Wenn die Sauerstoffsättigung weiter fällt, haben wir ein Problem.

Das F-Quinolon hat schon mal sehr gut gewirkt.

In 36 Stunden eine Pneumonie mit Multi-Organbeteiligung.

Das geht mir ein bisschen schnell.

Ein Wiederaufflammen des Erregers ist die beste Erklärung.

Doktor Gruber?

Ahm. Ja. Ich höre zu. Ich geb Ihnen recht.

Aber das Ganze ist mir zu einfach.

Herr Barlan wird bei mir vorstellig

mit einer Störung des Bindegewebes.

Gleichzeitig greift etwas seinen Körper systemisch an.

Der Erreger. Ja.

Genau, was ist aber,

wenn sein Körper vorher angegriffen worden ist?

Also lange vorher?

Jetzt denken Sie wieder an die ganzen Medikamente?

Nein. Eigentlich nur an eines.

Das er genommen hat. F-Quinolon.

Dieses Antibiotikum hat es in sich.

Manche Patienten reagieren mit starker Unverträglichkeit.

Schwere Verläufe bis zum Tod.

Aber damals hatte er noch keine Symptome gehabt.

Ja. Diese Unverträglichkeit zerstört Collagen.

Welches die Grundsubstanz des menschlichen Körpers ist.

Es kommt zu einer systemischen Krise des Bindegewebes.

Bei ihm im Bein.

Es wird zerstört.

Es kann aber auch zu einer weiteren Zerstörung kommen.

Lunge, bei ihm auch sichtbar, oder dem Herzmuskel.

Aber warum sollten die Nebenwirkungen

zeitverzögert einsetzen?

Es müsste dafür ja irgendwie nen Grund geben.

Das ist richtig. Ja.

Vielleicht wurden die Nebenwirkungen in Schach gehalten.

Irgendwas hat sie getriggert. Oder ist das zu weit hergeholt?

Überhaupt nicht. Wir brauchen einen Trigger, F-Quinolon.

Wir brauchen eine Fluor- oder Chlorid-Verbindung.

Mhm.

Ich war bei denen zu Hause. Die haben so einen Pool.

Martin, also wenn das stimmt.

Bringt die Antibiose ihn grade um.

Herr Barlan?

Herr Barlan. Doktor Gruber.

Sie müssen mir zuhören. Es ist wichtig.

Wir vermuten, dass es in Ihrem Körper

zu einer Kreuzreaktion gekommen ist.

Ich werd sterben, oder? Nein.

Das werden wir verhindern. Mir sagt ja keiner was.

Bitte hören Sie mir zu. Sie haben einen Pool.

Haben Sie chlorhaltige Substanzen verwendet?

Ich versteh nicht. Ihr Pool.

Verwenden Sie da chlorhaltige Substanzen?

Nein. Ein, ein Sauerstoffgranulat.

Sauerstoffgranulat, okay. Das ist, ähm...

Ahm, kann es sein, dass Sie vor Wochen oder Monaten

eine solche Substanz verwendet haben?

Nein, nein. Noch nie.

* Piepen *

Ganz ruhig. Einfach flach weiteratmen.

Hier in die Brust rein.

Sagen Sie Maja bitte, dass ich... Herr Barlan.

Herr Barlan? Intubieren, Kollegen!

Okay. Überstreckt.

* Piepen *

Danke für Ihren Anruf. Danke, dass Sie gekommen sind.

Frau Doktor Fendrich hat mich informiert.

Ja.

Eine F-Quinolon-Unverträglichkeit ist absolut schlüssig für mich.

Ich hab keinen Trigger, der das bestätigt.

Ich bin die Medikamente noch mal durchgegangen.

Es sind keine Fluor-Chlorid-Verbindungen dabei.

Was denken Sie? Wird ers schaffen?

Ich bin grundsätzlich optimistisch.

Gab es nie irgendwelche Nebenwirkungen?

Das Rapamycin hat Zahnfleischbluten ausgelöst.

Das hat er mir erzählt. Genau.

Warten Sie mal.

Die Fluorkonzentration in einer Zahnpasta,

die wär zu gering, oder?

Ja. Er hat erzählt, dass er Mundspülung verwendet.

Chlor-Hexidin. Ja.

Das Chlor-Hexidin gelangt direkt in die Blutbahn

und schon haben wir unseren Trigger.

* Handy klingelt. *

Frau Barlan. Gruber hier. Ich hab das Handy angemacht.

Ich wollte mit Hendrik reden, aber...

Was ist mit ihm? Ihr Mann ist im Krankenhaus.

Sie müssen seine Mundspülung checken.

Wir brauchen die Inhaltsstoffe.

Mundspülung. Okay.

Ja. Moment.

Ja, ich hab sie.

Chlor-Hexidin suchen wir.

Propandiol, Ethanol. Wasser.

Sanguinarin. Ätherische Öle. Chlor-Hexidin.

Sicher? Ja. Ganz sicher.

Alles klar. Danke. Schwester, kommen Sie.

Doktor Fendrich?

Wir wissen, was seine Unverträglichkeit ausgelöst hat.

Abhängen. Sofort.

Er bekommt umgehend hochdosierte Chelate,

um die chemischen Produkte in seinem Körper zu binden.

Tja, Frau Barlan.

Seine Werte sind stabil.

Alles, was wir tun können, ist abwarten.

Kann ich hierbleiben? Klar.

Ich lass mein Handy an, falls irgendwas ist, ja?

Sonst sehen wir uns morgen früh. Danke.

Jederzeit.

Alles Gute.

Mama? Ich bins. - Josie?

Wo der Opa in der Reha ist, können wir ja öfters frühstücken.

Hi, Schatz.

Was ist los? - Nichts.

Der Martin hat gefragt, ob er hier einziehen kann.

Klar. Da musst du mit Gläsern nach ihm werfen.

Scherben bringen Glück.

Nein. Es... Es geht mir einfach zu schnell.

Kann ja nicht jeder einfach daherkommen und einziehen wollen.

Martin ist nicht jeder? Oder?

Oma!

Hallo.

Ich hab gedacht, ihr kommt erst nach der Schule.

Die ersten Stunden fallen aus. Ach so.

Hey, Lisbeth. Hallo.

Schaffst dus, sie gleich zur Schule zu fahren?

Ja, klar.

Her damit.

Tschüs, meine Süße. Ich werd dich vermissen.

Ich dich auch.

Du rufst mich jeden Tag an, ja? - Mindestens fünf Mal.

Versprochen. Sei lieb zur Oma, ja? - Ja.

Tschüs, Lisbeth. Tschüs.

Und vielen Dank nochmal, Lisbeth, von ganzem Herzen.

Gern. Passt auf euch auf, ja? Das machen wir.

Ach und mach ihr bloß nicht wieder einen Antrag. Hörst du?

Servus. Tschüs.

Und? Wie schauts aus? Kakao? Mit Grubermilch?

Mit Grubermilch. Komm.

Martin, mein einziger Freund. Hi.

Es gibt gute Nachrichten. Deine Hartnäckigkeit hat ihn gerettet.

Wie du halt immer so bist. Das ist erfreulich.

Hm? Könnte besser gehen.

Gut, Herr Barlan, soweit, so gut. Dann ist ja alles prima.

Das Schönste ist das Leben im Hier und Jetzt.

Ich wünsch Ihnen alles Gute. Ich dank Ihnen sehr, Doktor Gruber.

Gerne. Danke sehr.

Frau Barlan. Ich komm noch mal zum Kuchen essen.

Gerne.

Besser, ja? - Ja. Viel besser.

Schön.

Wir entscheiden wieder gemeinsam über unser Leben.

Warum soll ich dir das glauben?

Ich habe kapiert, dass ich vor lauter Angst vor dem Tod

vergessen habe, was wirklich wichtig ist.

Das Leben zum Beispiel.

Das Leben mit dir, Maja. Es tut mir so leid.

Kaffee? Wenn er gut ist.

Ich hab gehört, dass Sie hier sind.

Ich wollte mich verabschieden.

Ja. Das haben wir doch ganz gut hingekriegt.

Ja.

Und? Jagen Sie weiterhin dem Traum vom ewigen Leben hinterher?

Einer muss es ja machen. Das stimmt.

Es hat mich gefreut, Doktor Gruber.

Mich auch, Professor Doktor Klinger.

Man sieht sich immer zwei Mal. Tschüs.

Alles Gute.

Mama hat erwähnt, dass du die Karin was fragen wolltest?

Hat sies schon wieder erzählt? Ja.

Ja.

Ja.

Mhm.

Die Antwort war aber?

Weißt du was? Ich mach uns was zu essen.

Ich komm gleich.

Caro. Hallo, Martin.

Na?

Wegen gestern.

Ich hab noch ganz lange drüber nachgedacht.

Ah, wegen der Deckung?

Ja, das auch. Ah.

Nein. Du hast recht, der Landhandel ist bereits mein Leben.

Deswegen werd ich Rolf sagen, dass ich Anteile möchte.

Für das, was ich reingesteckt hab.

Und er muss sich mit mir auseinandersetzen.

So ist es. Hört sich gut an. Mhm.

Bedeutet auch, ähm...

Ich bleibe. Gibt Schlimmeres.

Nein, wir kriegen das hin.

Ja, das kriegen wir hin.

Ähm...

Noch eine freundschaftliche Umarmung zum Abschied?

Ja.

Die Karin und du.

Ihr seid wirklich ein schönes Paar.

Ich sags ihr.

Ja.

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2024

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