All language subtitles for Ruhelos.Teil1.2012.German.DL.1080p.BluRay.x264-ENCOUNTERS

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Original subtitles

Setz dich richtig hin, Schatz.

Jochen! Sonst wird dir wieder schlecht und du musst nach Hause laufen.

- Mami? - Ja? - Ist Sally eigentlich wirklich deine Mami?

- Ja, natürlich, warum fragst du? - Sie ist so komisch.

Wir sind doch alle irgendwie komisch, wenn du es genau nimmst, Schatz.

Ich bin es. Du bist es. Wir sind eben verschieden.

Aber nicht so komisch wie sie.

Hey, runter vom Gas!

Wohl verrückt geworden, blöde Gans!

Sei vorsichtig, Jochen.

- Sally? Wir sind da! - Sally!

Wir sind da!

Mum?

Mum?

Sally?

Ruth?

Oh Gott, was ist passiert? Wieso sitzt du im Rollstuhl?

Ich bin gestürzt und habe mich am Kreuz verletzt.

Der Arzt hat gesagt, ich soll mich schonen und nicht so viel herumlaufen.

Ist euch jemand gefolgt?

Nein, wie kommst du darauf, dass uns jemand gefolgt sein könnte?

Hallo, mein Liebling. Hallo, Schatz.

- Wie kommst du mit deiner Dissertation voran? - Langsam, aber es geht voran.

Wäre es nicht besser, du suchst dir einen Job?

Meinst du, mit einem Doktortitel bekomme ich einen besseren Job?

Du promovierst mit dem Thema: Anarchistische Politik

im demokratischen Nachkriegsdeutschland.

Ein Doktor ist nun mal ein Doktor, verstehst du?

Mit einem Doktortitel hast du auch bessere Karrierechancen.

Wer sagt dir, dass ich Karriere machen will?

- Wie entwickelt sich Jochen? - Ganz gut. Er geht gern zur Schule.

Was ich dich eigentlich fragen wollte, ist, wird dir das Ganze nicht zu viel?

Studium in Cambridge, die Dissertation, ausländische Studenten unterrichten.

- Und dazu die Verantwortung für dein Kind. - Ich komme schon klar, Sal.

Nur keine Sorge. Wir sind glücklich.

Vermisst er nicht seinen Vater?

Karl-Heinz hat das Recht Jochen zu sehen, wann immer er will.

Solange ich damit einverstanden bin.

- Sal, willst du mir nicht die Wahrheit sagen? - Worüber?

Was denn dieser Quatsch mit dem Rollstuhl soll!

- Dinge passieren einfach. - Welche Dinge passieren einfach?

- Da sind Leute im Wald. - Klar. Spaziergänger.

Leute, die ihre Hunde ausführen. Das ist doch ganz normal.

Aber das sind Leute, die mich beobachten.

Du leidest unter Verfolgungswahn.

Ja, ja, schon gut. Reg dich nicht auf.

Es tut mir leid, aber es gibt Gründe, die dafür sprechen.

Ich werde dir einen Grund geben.

- Was ist das? - Lies es, dann verstehst du.

Wer zum Teufel ist Eva Delectorskaya?

Ich!

Nein. Bist du nicht. Du bist meine Mutter. Dein Name ist Sally Gilmartin.

Ich bin Eva Delectorskaya.

Eva!

Eva!

- Kolia. - Tut mir leid, aber du kennst es ja.

Du kommst nur vierzig Minuten zu spät. Das ist ein echter Fortschritt.

Hier ist Vaters Medizin. Da war eine Warteschlange.

- Eine endlose. Kilometerlang. - Klar, war da eine.

- Ich bin in Eile. Wir sehen uns morgen. - Ich dachte, wir gehen zusammen essen?

- Eva. Eva, Eva. Hör auf zu nörgeln. - Was hast du denn so Wichtiges vor?

- Ein wichtiges Treffen. - Was für eine Art von Treffen?

Ein Treffen, das sich nicht verschieben lässt. Verzeih, Schwesterherz.

- Sei vorsichtig! - Wird schon schiefgehen.

Viel Glück.

Und wir sagen allen Fremden, die bei uns leben wollen,

ihr seid wie die Juden und Freimaurer! Wir mögen euch nicht!

Ihr seid gegen Frankreich! Und wer gegen Frankreich ist, ist gegen uns!

Es lebe Frankreich!

Hey, was soll das? Lassen Sie mich gehen.

Ich bin Journalist.

Glaub' mir, ich freue mich über deinen Besuch,

ich wollte dich nicht... - Hör auf, rede dich nicht raus!

Du, Eva - oder wer immer du bist - hast hier beschrieben, wie ein junger Mann

von faschistischen Schergen zu Tode getreten wurde!

Und dieser Kolia, schreibst du, war mein Onkel.

- Ja, war er. - Was glaubst du, was jetzt in mir vorgeht?

In mir, in Ruth Gilmartin, oder wer auch immer ich bin. Deine Tochter!

Ich lese diese Geschichte und weiß nicht, was ich glauben soll.

Glaub sie. Sie entspricht der Wahrheit.

Aber warum erfahre ich das jetzt erst, nach so langer Zeit.

Gedenkgottesdienst für Mister Jean Gilmartin. Ich verstehe das nicht.

Was hat mein Vater mit dieser ganzen Geschichte zu tun?

Jemand hat dieses Foto gesehen. Ich weiß, was das heißt.

Es ist nur in der Cambridge News er- schienen. In keinem überregionalen Blatt.

Diese Leute sehen alles.

Nach dem Artikel habe ich Männer im Wald gesehen und fremde Autos im Ort.

Die haben mich gefunden, aber sie kriegen mich nicht.

Darum muss ich so schnell wie möglich handeln, und dazu brauche ich deine Hilfe.

- Ich kann es immer noch nicht glauben. - Es ist aber passiert und die Wahrheit.

- Dann bin ich also zur Hälfte russischer Abstammung. - Ja, ja, das bist du.

Mademoiselle Delectorskaya?

Monsieur! Was wollen Sie von mir?

Warum verfolgen Sie mich, Monsieur?

Verzeihen Sie, wenn ich Sie störe, aber ich muss Sie sprechen, wenn Sie gestatten.

Es ist wirklich sehr dringend.

Woher kannten Sie meinen Bruder?

Mein Name ist Lucas Romer. Ich war ein Freund von Kolia.

Ich habe Sie an dem Tag gesehen, als er starb.

Ja, auf dem Markt, wir waren da verabredet.

Wissen Sie auch, was ihm passiert ist? Er wurde ausgeraubt und getötet.

Ich bin der Ansicht, er wurde ermordet.

Sie haben seine Brieftasche geklaut, damit es wie ein Raubmord aussieht.

Ich schätze, er wurde von Faschisten umgebracht.

Wovon reden Sie? Er war Künstler und Klavierlehrer.

- Kolia hat sich nie für... - Nein, natürlich nicht.

Ach, Ihr russischer Akzent ist kaum mehr zu hören.

Sie sprechen unsere Sprache sehr gut. Hier, bitte.

Wir hatten eine englische Gouver- nante in der guten alten Zeit.

In Russland, bevor wir nach Frankreich emigriert sind.

Lucas Romer, Generaldirektor, A.A.S. Was bedeutet das?

Wir sind Dienstleister für Versicherungs- wesen und Steuerberatung.

- Sie sind Steuerberater? - Hören Sie, Miss Delectorskaya.

Ich möchte Ihnen mein aufrichtiges Beileid aussprechen.

- Ich habe nur auf den richtigen Moment gewartet. - Danke.

Wenn Sie Hilfe brauchen, rufen Sie mich an.

Ja. Tja, ich... Vielen Dank.

Auf Wiedersehen.

- Hallo? - Ruth? - Hallo, Mum. - Wie bist du vorangekommen?

- An welcher Stelle bist du? - Ich habe aufgehört weiter zu lesen.

Mehr verkrafte ich im Augenblick nicht.

Lies weiter, Schatz, dann verstehst du, warum ich dich brauche.

In was bist du da verwickelt?

Mum? Mum?

Papa?

- Was machen Sie denn hier? - Hallo, meine Kleine.

- Trinkst du mit uns einen Aperitif? - Papa, was will Mister Romer hier?

Ich hatte eine hochinteressante Konversation mit Ihrem Vater.

Mister Romer hat gesagt, ich könnte britischer Staatsbürger werden.

Wir beide können die britische Staats- bürgerschaft bekommen, Eva.

- Papa, ich kann nicht. - Ich bereite uns was zum Essen vor.

- Ich finde es ungeheuerlich... - Darf ich es Ihnen erklären.

- Ich arbeite für die britische Regierung. - Bitte gehen Sie jetzt.

Mein Vater ist ein kranker Mann. Jegliche Aufregung...

Und bin beim Geheimdienst. Kolia war einer von uns.

Wir haben ihn in verschiedene faschistische Organisationen

in Frankreich eingeschleust, und er hat uns Bericht erstattet.

Was wollen Sie eigentlich von mir?

- Wollen wir einen kleinen Spaziergang machen? - Ja.

Warum ist Kolia in die Dienste des britischen Geheimdienstes getreten?

- Das passt nicht zu ihm. - Es steht uns ein Krieg bevor.

Ja, ein Krieg mit Deutschland. Noch in diesem Jahr oder im nächsten.

Es ist nur mehr eine Frage der Zeit. Aber für einige von uns

hat er bereits begonnen, und Kolia war ein Kämpfer an der Front.

Er starb als Soldat! Sein Tod war tragisch, aber nicht sinnlos.

Aber das alles hat nichts mit mir zu tun.

Wer garantiert mir, dass Sie die Wahrheit sagen? Sie können mir viel erzählen.

Ich habe nicht Kontakt zu Ihnen auf- genommen, nur um Sie zu belügen.

Mein Bruder ist tot, das ist alles, was ich weiß.

Alles andere interessiert mich nicht.

Vielleicht glauben Sie mir jetzt.

Was soll das? Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?

Ab jetzt sind Sie britische Staats- bürgerin. Ihr Name ist Eve Dalton.

Sie arbeiten für uns und erhalten 500 Pfund pro Jahr.

Ihren Vater bringen wir in ein Krankenhaus. Er erhält die beste Behandlung.

Ihr Bruder darf nicht umsonst gestorben sein.

Tragen Sie dazu bei, dass sein Tod gerächt wird.

- Denken Sie an ihn. - Das tue ich, ich kann an nichts anderes mehr denken.

Führen Sie Ihren geheimen Krieg fort, Mister Romer.

Wenn Kolia durch ihn umkam, will ich nichts damit zu tun haben.

Denken Sie noch mal nach und an das Leiden Ihres Vaters.

- Haben Sie noch meine Karte? - Was? Ja, ja, ich glaube schon. Ja.

Rufen Sie mich unter der Nummer an.

Ich glaube nicht, dass das nötig sein wird, Mister Romer.

- Ich habe mich entschieden. Guten Tag. - Kolia bat mich, Sie zu fragen.

Eva, er wollte, dass Sie für uns ar- beiten. Es war sein größter Wunsch!

Hast du dich jetzt etwas beruhigt?

Wie soll ich mich beruhigen? Was glaubst du, was in meinem Kopf vorgeht?

Meine Mutter ist britische Spionin und nennt sich Eva Delctorskaya.

- Ja, das ist mein richtiger Name. - Gut. Beweis es! Sag was in Russisch.

Oh mein Gott, übersetz mir das.

Ich hab gesagt, dass meine Tochter eine eigensinnige, junge Frau ist,

die auch ab und zu Fehler macht.

Hat mein Vater etwas von deiner Tätigkeit gewusst?

Nein, hat er nicht. Wir waren glücklich miteinander.

Das war alles, was zählte.

Guck nicht so bestürzt drein, mein Schatz.

Wir haben alle unsere Geheimnisse, jeder von uns.

Niemand kennt auch nur die halbe Wahrheit des anderen. Egal wie nahe man sich steht.

Du bist für zwei Jahre nach Deutschland gegangen, hast in einer Kommune gelebt

und ein Kind gekriegt und hast das monatelang vor mir geheim gehalten.

Irgendwann hast du erwähnt, "Oh, ich habe in Berlin einen tollen Mann kennengelernt

"und der heißt Karl-Heinz. Rein zufällig ist er auch mein Professor und...

"Oh, du hast jetzt auch einen Enkel. Mit dem Namen Jochen."

Das kannst du nicht vergleichen. Ich befand mich in einer schwierigen Situation.

Ich mich damals auch, so wie jetzt. Deshalb vertraue ich dir ja meine Geheimnisse an.

- Kann ich Sie etwas fragen? - Ja, Miss.

Wo genau befinden wir uns hier?

Irgendwo zwischen Edinburgh und Inverness, Miss.

Miss Dalton! Willkommen in Lyne Manor.

Ich bin Gerald Laird und Direktor dieser Institution.

Heute Morgen hatte ich ein ausführ- liches Telefongespräch mit Lukas Romer.

Er war sehr erfreut, dass Sie Ihre Meinung geändert haben.

Was findet hier eigentlich statt? So etwas wie ein Gartenfest?

Nein, nein. Was haben Sie denn erwartet?

- Baracken, ein Lager, einen Exerzier- platz. - Unsere Ausbildungsmethoden

unterscheiden sich wesentlich von denen des Militärs.

Sie sollen lernen, effizient zu handeln und Gefallen an Ihrer Arbeit finden.

- Was lernt man bei so einer Ausbildung? - Nicht das, was Sie erwarten.

Sie ist sehr individuell und äußerst präzise.

Wir konzentrieren uns auf spezifische Ange- legenheiten, weil wir uns im Krieg befinden.

Aber zunächst zeige ich Ihnen Ihre Unterkunft.

Morgen früh beginnen wir mit Ihrer Ausbildung.

Sie haben eine Minute!

Wir werden heute an Ihrer Aussprache feilen.

Schon der kleinste Akzent kann Sie ent- tarnen. Sie rollen noch zu sehr das "R".

- Der Verräter rannte über den Rasen! - Der Verräter rannte über den Rasen!

Schon besser. Aber Sie sprechen das "R" immer noch zu kehlig.

Sie müssen es mehr vorne sprechen.

Arizona, Phoenix, Arkansas. Little Rock. California, Sacramento,

Colorado, Denver. Connecticut, Hartford, Delaware, Dover, Florida.

Tallahassee, Georgia, Atlanta. Hawaii, Honolulu, Idaho, Boise, Illinois,

Springfield, Indiana, Indianapolis, Iowa, DesMoines. Alaska, Anchorage, Montana,

Helena, New Hampshire, Concord, Virginia, Richmond.

Bereit.

Vorher standen keine Mülleimer...

Verzeihung, Mülltonnen vor dem Haus mit der Nummer zehn.

Der Lieferwagen stand anders rum. Andrew Johnson, Ulysses Grant, Rutherford Hayes.

Halt.

Der Hitler-Stalin-Pakt sieht nach der Invasion Polens

die Aufteilung des Landes in ein deutsches und ein sowjetisches Gebiet vor.

Nach zehntägiger Belagerung mit fortgesetzten Luftangriffen

hat Warschau, die polnische Hauptstadt, vor den deutschen Truppen kapituliert.

Der britische Premierminister...

Bleiben Sie stehen... und zählen Sie bis 100.

Jetzt sind Sie auf sich allein gestellt. Viel Glück.

89, 90, 91, 92, 93, 94,

95, 96, 97, 98, 99, 100.

Sie sind als Erste zurück gekehrt, Miss Dalton.

Sie stecken voller Überraschungen.

- Bravo, Miss Dalton. - Danke.

Edward. Haben Sie schon Ihre Schießübungen absolviert?

Eve. Sie wissen doch, dass Sie mich das nicht fragen dürfen.

Natürlich nicht. Verzeihung.

- Sergeant. - Ja, Miss Dalton?

Sie können mir sicher sagen, wann ich mit meinen Schießübungen dran bin.

Lassen Sie mich nachsehen. Ah, Moment mal.

Für Sie sind keine Schießübungen vorgesehen, Miss Dalton.

- Komisch, nicht? - Sind Sie sicher?

Sollten nicht alle lernen, wie man mit einer Waffe umzugehen hat?

Ja, aber hier steht nun mal, dass Mister Romer es in Ihrem Fall nicht für nötig hält.

Oh.

Eine Zeitung, bitte.

Taxi!

Können Sie mir sagen, wie lange man von der Arthur zur Princess Street läuft?

Eva!

Herzlichen Glückwunsch. Die Idee mit dem roten Kopftuch war ja eine Meisterleistung.

Mögen Sie eigentlich Austern?

- Wie viele Leute sind Ihnen gefolgt? Vier? - Sechs waren es.

Nur wenige Agenten können sechs Verfolger abschütteln.

- Ich weiß nicht, ob es mir gelingen würde. - Soll das etwa ein Kompliment sein?

Es ist eins. Wenn man von Ihrem hautnahen Verfolger absieht.

- Hautnahen Verfolger? - Ich war nie mehr als drei oder vier Meter von Ihnen entfernt.

Sie haben wahrscheinlich erwartet, dass man Ihnen mit einem

gewissen Sicherheitsabstand folgt, aber Spitzenleute

kleben wie eine Briefmarke an Ihnen.

Prägen Sie sich das ein, klar? Auf Ihr Wohl.

Ich möchte Ihnen eine Frage stellen.

Warum haben Sie mich nicht an den Schießübungen teilnehmen lassen?

Weil Sie bei Ihren Aufgaben keine Waffe brauchen.

Aber was ist, wenn ich in Lebensgefahr gerate?

Das ist unwahrscheinlich, aber falls Sie in Lebensgefahr geraten sollten,

dann handeln Sie intuitiv. Benutzen Sie Ihre animalischen Instinkte.

Setzen Sie Ihre Fingernägel und Zähne ein.

- Hier zwei neue Identitäten. - Zu welchem Zweck?

Lily Fitzroy. Margery Allerdice.

Wozu brauche ich diese Pässe?

Ich habe mich gerade an den Namen Eve Dalton gewöhnt.

Tja, alle Leute, die für mich arbeiten, be- sitzen drei verschiedene Identitäten.

Und sind Angestellte beim Dienstleister für Versicherungswesen und Steuerberatung.

Richtig. Nehmen Sie das Geld als Bonus. Sie werden es brauchen, es macht Sie unabhängig.

Und da wäre noch etwas. Suchen Sie sich sobald wie möglich

eine sichere Bleibe, wo Sie abtauchen können.

In London oder in einer anderen großen Stadt.

Sagen Sie niemanden die Adresse, nicht mal mir.

- Ich werde es mir einprägen. - Diese Empfehlung gebe ich allen meinen Agenten.

- Es ist einer meiner Tipps! - Oh, ich verstehe. Romers Regeln. Gibt es da viele?

Eine Menge. Ich werde Ihnen die Wichtigste sagen.

Vertrauen Sie niemandem. Niemals!

Vielleicht brauchen Sie nur diese Regel. Vertrauen Sie nicht mal mir.

- Tja, ich habe Ihnen noch nie vertraut. - Sie begreifen schnell, Miss Dalton.

Vielen Dank, Mister Romer.

Eva Delctorskaya. Wer hätte das gedacht?

Alle Mitarbeiter sind von Ihnen sehr angetan, außerordentlich sogar.

Waren Sie schon mal in Belgien?

Ja, ich bin mal nach Brüssel gefahren, über das Wochenende.

- Warum? - Dort werden Sie ab sofort arbeiten.

Ihre Ausbildung ist vorbei.

Tja... Jetzt geht es los. Der Spaß ist vorbei.

Nun kommt die Praxis.

- Eine Zeitung, bitte. - Fünf Centimes, Madame.

- Vielen Dank. - Au revoir.

Funken Sie das erst mal den Spaniern und Portugiesen, Alfie.

Mal sehen, was unsere spanischen Nachrichtenagenturen

mit diesen Informationen anfangen können.

Ich wette, den Spaniern werden unsere Kriegsnachrichten gefallen.

Sylvia hat sich eine wilde Geschichte einfallen lassen.

Guten Morgen, Eve. Mach Platz, mach Platz. Ein Krüppel will vorbei.

Morgen, Angus. Ist Romer da?

Seine kaiserliche Majestät hat sich wohl nach London begeben,

soweit ich informiert bin.

Guten Morgen, meine Liebe. Die Svenska Posten

hat deine Geschichte von den er- trunkenen Seeleuten gebracht.

Isländisches Fischerboot bei Narvik auf eine Mine gelaufen. 40 Tote.

Die schwedische Nation ist schockiert. Drei Sterne für Eve.

Oh Gott, die waren aber fix. Ich habe nicht gedacht, dass sie es bringen würden.

Ich habe geglaubt, die Nachricht geht unter.

Es war nur eine unbedeutende Kurzmeldung in einem lokalen französischen Radiosender.

Das war vor etwa drei Tagen. Und jetzt ist es eine Schlagzeile.

Das ist genau das, was wir erreichen wollten.

Lügengeschichten verbreiten, auf die die Leute sich stürzen.

Ausdenken, ausschmücken, in die Welt hinaus schicken.

Bis es alle glauben.

Kannst du das Alfie in die Hand drücken? Die neueste Nachricht.

Es ist geplant, drei neue Brücken über den Fluss Yser zu bauen.

Oh, das ist sehr klug. Mit der Nachricht bist du mir einen Schritt voraus.

- Ist das wirklich geplant? - Vielleicht. Wer weiß?

Aber drei neue, große, schöne Brücken. Warum nicht?

Überleg mal. Die deutsche Wehrmacht wird das sofort

in ihren Generalstabskarten ver- zeichnen. - Du bist eine Teufelin, Sylvia.

Ja, das bin ich. Ich bin mit sehr viel Vorsicht zu genießen!

Morgen, Schätzchen. Du siehst bezaubernd aus.

- Hast du Sylvias Pressemitteilung? - Hier ist sie.

- Morgen, Eve. - Agnus hat gesagt, dass Romer in London ist.

So viel ich weiß wurde er einbestellt. Haben Sie Lust, mit mir essen zu gehen?

Sie haben Ihre Sache sehr gut gemacht.

- Romer wird darüber hocherfreut sein. - Was hat er in London zu tun?

Darüber zu spekulieren, steht uns nicht zu.

Wahrscheinlich führt er ein Gespräch mit Mister X.

- Wer ist Mister X? - Mister X ist der Chef unseres hochgeschätzten Chefs.

Eine Person wie Kardinal Richelieu es war und die es Lucas Romer erlaubt,

nach gut dünken eigenständig zu handeln.

Wie lange kennen Sie schon Romer?

Na ja, bereits seit einigen Jahren.

War er schon immer beim AAS?

Verstehe. Neugierde ist nicht erwünscht.

Wollen wir ungezogen sein und uns einen Brandy genehmigen?

- Ja, wollen wir. - Ach äh...

Ah, da bist du ja endlich, du ungezogenes Mädchen.

Wir haben uns schon Gedanken ge- macht, ob dir etwas passiert ist.

Mit Ihnen habe ich nicht gerechnet. Ich bin etwas schockiert.

- Sie kommen spät. - Du hast was zu trinken mitgebracht.

Ich bin schon am verdursten. Uh, ja, Wein, Wein, Wein, Wein. Toll!

- Ich öffne gleich eine Flasche. - Ich habe unterwegs noch etwas eingekauft.

- Ich dachte, ich bin nicht im Dienst. - Sie sind immer im Dienst!

Ja, Sir.

Nehmen Sie Sachen für eine Nacht mit. Wir machen eine kleine Reise.

- Oh, fahren wir nach London? - Nein. Unser Ziel ist eine kleine Stadt in Holland.

Holland. Eine kleine Stadt. Interessant.

- Verzeihung. Ich bin eingenickt. - Schön geträumt?

Nein, kann ich nicht behaupten.

Ich habe was Scheußliches von Kolia geträumt.

- Soll ich Sie ablösen? - Wir sind gleich da.

- Prenslo. - Das ist unser Ziel. - Und was ist an Prenslo so interessant?

Der Ort liegt an der deutschen Grenze.

Wir können uns hier sicher fühlen. Holland ist neutral. Bis jetzt jedenfalls.

Ja, das weiß ich. So wie die Vereinigten Staaten von Amerika.

- Woher wollen Sie das wissen? - Es entspricht doch den Tatsachen, oder?

Ich habe in Lyne Manor amerikanisches Material gesichtet

und verstehe die Neutralität nicht. - Waren Sie schon mal in Amerika?

Nein. Gehen wir über die Grenze nach Deutschland?

Nein. Ein Deutscher kommt zu uns.

Ein General von der deutschen Wehrmacht wird überlaufen.

Ich bin überzeugt, dass letztendlich unsere Falschmeldungen ihn dazu gebracht haben.

- Ein Punkt für den AAS. - Mag sein. Trotzdem kriegen wir keine Auszeichnung.

Unser Topagent hier in Holland, ein ziemlich aufgeblasener Kerl

namens Fowler, hat beschlossen, diesen General persönlich zu treffen.

Er kommt nach Prenslo, um den Überläufer zu empfangen!

Weil er die Lorbeeren für diese Operation ernten will.

Ich kenne Leute wie ihn, alles Holzköpfe.

Ich will wissen, was hinter dieser Geschichte steckt.

Wir werden es in Erfahrung bringen. Verlassen Sie sich drauf.

- Es ist alles sehr aufregend, nicht wahr? - Ganz und gar nicht.

Eine reine Routinesache. Wir beteiligen uns nicht, wir beobachten lediglich.

Herein!

Sehen Sie sich das an.

- Wie ist Ihr Zimmer? - Es geht schon.

Das Treffen findet in diesem Café statt.

Zwei britische SIS Offiziere werden erscheinen,

sowie Fowler und sein Stellvertreter und ein holländischer Agent.

Von der deutschen Seite wird ein Fahrzeug die Grenze passieren,

und zwar zwischen ein und drei Uhr heute Nachmittag.

Und was habe ich zu tun?

Sie werden im Café ein ausgedehntes Mittagessen zu sich nehmen.

Beobachten, einprägen! Sie sind meine Augen und Ohren.

Ich will, dass Sie mit dem holländischen Agenten Kontakt aufnehmen,

bevor der Deutsche über die Grenze kommt.

Aber Fowler darf nicht mitkriegen, dass Sie Agentin sind.

- Kennen Sie das Passwort? - Ja, kenn ich.

Haben Sie Feuer? Französische Zigaretten. Den Haag.

Seien Sie auf der Hut. Ich will alles wissen, was sich im Café abspielt.

Jedes kleinste Detail, auch wenn es Ihnen unwichtig erscheint. Verstanden?

- Dafür wurde ich ausgebildet. - Sehen wir mal, was Sie gelernt haben.

Ich werde von hier alles beobachten.

- Entschuldigen Sie, darf ich stören? - Ja.

- Haben Sie vielleicht Feuer? - Sicher.

Vielen Dank. Wissen Sie, wo man hier französische Zigaretten kaufen kann?

- Versuchen Sie es in Amsterdam. - Ja, natürlich. Herzlichen Dank. - Bitte.

Gestapo! Kommen Sie mit!

Stehen bleiben!

Halt! Stehen bleiben!

Fowler darf nicht mitkriegen, dass Sie Agentin sind.

Haben Sie vielleicht Feuer?

Ich will wissen, was hinter dieser Geschichte steckt.

Sie sind meine Augen und meine Ohren.

Wissen Sie, wo man französische Zigaretten kaufen kann?

Versuchen Sie es in Amsterdam. Versuchen Sie es in Amsterdam.

Lucas! Ich bin es! Lucas!

Romer!

Hallo? Ich suche Mister Romer. Er ist heute Morgen angekommen.

Er hat Zimmer 12.

Er ist abgereist? Wann? Ich verstehe, um welche Zeit denn?

Erst vor einer halben Stunde, sagen Sie. Vielen Dank.

Nein, nein, das ist nicht nötig.

Verbinden Sie mich mit einer Telefonnummer in Belgien.

Ostende, vier sieben, zwei eins.

Hallo? Agentur Nadal? Ich habe eine Geschichte über eine Windmühle.

- Die Windmühle ist schwarz. - Eve, ist alles in Ordnung?

- Ja, alles bestens. - Wir dachten schon, Sie wurden geschnappt.

- Oder dass Sie... - Nein, nein, bei mir ist alles klar.

- Aber Nummer 1 ist verschwunden. - Auch wir haben nichts Neues von Nummer 1.

Er hat über den Zwischenfall berichtet, dann haben wir nichts mehr von ihm gehört.

Er ist spurlos untergetaucht. Ich bin ganz allein hier in diesem Hotel.

Sein Verhalten ist völlig normal. Er musste wahrscheinlich schnellstens abtauchen.

Ja, ja, ich verstehe, natürlich!

Kommen Sie so schnell wie möglich hierher zurück. Nehmen Sie den Bus.

Gut, mache ich.

Ich bin ziemlich fertig.

- Flugattacke! - Ging daneben, Blöd- mann. - Hallo, Jungs. Tobt nicht so.

- Tag, Esther. - Hallo Ruth. - Wir sehen uns am Nachmittag. - Okay.

- Passt auf. Verletzt euch nicht. - Sollen wir irgendwas spielen, Jungs?

Ja. Es ist am Montag eingetroffen.

Die Franchi PA 7 mit einem Magazin für fünf Patronen.

Die Italiener stellen sehr hübsche Waffen her.

Ich will 4 BB. Bleikugeln, kein Stahl.

- Ja, gut. - Hier, mein Pass.

Danke. Der Waffenschein. Ausgezeichnet und der Ausweis...

- Ist Rose Cottage, Middle Ashton, Ihr Hauptwohnsitz, Mrs. Gilmartin? - Ja.

Diese Munition haut glatt einen Elefantenbullen um.

Ja. Der Garten von meinem Cottage grenzt an den Wald.

Die Füchse holen sich immer meine Hühner.

So, Füchse. Verstehe. Das macht 275 Pounds und 50 Pence.

- Ja, ich weiß. Vielen Dank. - Was zum Teufel geht hier vor, Mum?

Hallo, Schätzchen. Ich kaufe eine Schrotflinte.

- Gute Jagd, Mrs. Gilmartin. - Danke für Ihre Bemühungen.

- Nimm meine Tasche. Wiedersehen. - Wiedersehen.

Ich glaube, ich muss dir einiges erklären, Ruth.

Vorsichtig, weg mit dem Ding.

- Schnappst du jetzt total über? - Ich fühle mich sicherer damit.

Die Waffe beruhigt mich und ich kann besser schlafen.

Wenn du mich in Zukunft anrufst, dann lässt du es bitte dreimal klingeln,

legst wieder auf und rufst erneut an, dann weiß ich, dass du es bist.

Wir müssen auf der Hut sein, was wir zu einander sagen.

Glaubst du, dein Telefon wird abgehört?

Durchaus möglich. Wenn du vor hast, mich zu besuchen,

dann fahr jedes Mal einen kleinen Umweg, und achte drauf, ob dich ein Wagen verfolgt.

Was soll dieses ganze Theater?

Der Krieg ist zum Glück jetzt schon über 30 Jahre vorbei.

Was soll die ganze Geheimnistuerei und diese albernen Versteckspielchen?

Ich glaube, dass jemand versuchen wird, mich umzubringen.

Also wirklich? Mach dich doch nicht lächerlich.

Mir ist nicht nach Scherzen zumute.

- Ich brauche deine Hilfe, du musst etwas für mich tun. - Und was?

Hilf mir, die Person zu finden, die mir auf einige ungeklärte Fragen

die richtigen Antworten geben kann.

- Wen? - Lucas Romer! - Meinst du, er lebt noch?

Wenn ja, wie soll ich ihn den denn finden?

Frag deinen Geschichtsprofessor. Du sagst doch, er kennt jeden.

Bobby von Arnim. Das ist eine Möglichkeit.

Er hat gute Verbindungen und weiß viel über aktiv Beteiligte im zweiten Weltkrieg.

Was erwartest du dir von diesem Romer?

Er ist der Einzige aus der damaligen Zeit, dem ich vertrauen kann.

Und der mir wahrscheinlich auch helfen wird.

- Möchten Sie ein Glas Wasser? - Ja, gerne. Ein großes Glas, wenn es geht.

Tja, ehrlich gesagt hatte ich gehofft, dass Sie mir ein weiteres Kapitel

Ihrer interessanten Disser- tation mitbringen würden.

Aber trotzdem ist es mir ein Vergnügen Sie zu sehen, Ruth Gilmartin.

Aus welchem Grund auch immer. Ein Bettler darf nicht wählerisch sein.

Mein Tag ist gerettet, meine Woche ist gerettet. Prost.

Cheers!

Haben Sie schon etwas über den geheimnisvollen Lucas Romer rausgefunden?

Ich habe eine Person ausfindig gemacht, auf die Ihre Angaben zutreffen.

Dieser Zeitgenosse Romer umgibt sich mit einem Schleier der Unnahbarkeit.

Who's Who, Debrett's, nirgends steht etwas über ihn.

Abgesehen davon bin ich auf einen Baron Mansfield of Hampton Cleeve gestoßen.

Ein parteiloses Mitglied des House of Lords, der es sein könnte.

Welche Rolle er im Krieg gespielt hat, ist nicht bekannt.

Aber er hat das Croix de guerre, den belgischen Tapferkeitsorden bekommen.

- Das ist immerhin eine Spur. - Wie kann ich Kontakt zu ihm aufnehmen?

- Wollen Sie ihn etwa treffen? - Ja. - Warum?

Ich möchte ihm ein paar Fragen stellen.

- Ich rate Ihnen vorsichtig zu sein, meine Liebe. - Wirklich? Wieso?

Weil ich den Verdacht habe, dass Lord Romer ein Spion war.

- Ein Spion? Das ist Unsinn. - Nein, keineswegs.

Die offensichtlichen Lücken im Lebenslauf verraten es.

Wie kam er zu diesem obskuren ausländischen Orden?

Und wieso ist keine Adresse von ihm bekannt?

Wieso interessieren Sie sich ausgerechnet für Lucas Romer?

Weil ein alter Freund von mir auf der Suche nach ihm ist, und ich will ihm helfen.

Romer und er waren für eine Orga- nisation tätig, die sich AAS nannte.

AAS? Was wissen Sie über diese Organisation?

- Niemand weiß Bescheid über die AAS. - Dieser Freund von mir erwähnte, dass...

Könnte ich diesen "Freund" von Ihnen mal kennenlernen?

Ich würde ihm zu diesem Thema gerne ein paar Fragen stellen, wenn das möglich ist?

Das bezweifle ich. Ich glaube nicht, dass sie...

Sie? Das wird ja immer interessanter.

Ich komme Ihnen entgegen, wenn Sie mir sagen, wo ich Romer finde, Professor.

Am besten kommt man an solche Leute ran, indem man sie hofiert und ihnen schmeichelt.

Sagen Sie, Sie schreiben einen Artikel für die Times.

Oh nein, für den Telegraph! Dann sind Sie in Ihrem Redefluss nicht mehr zu stoppen!

Danke für den Tipp. Ich muss jetzt gehen.

Seien Sie vorsichtig, meine liebe Ruth. Diese Leute können sehr...

Sagen wir mal so, man weiß nie genau, was man entdeckt,

wenn man hinter die Fassade blickt.

Vielen Dank, Professor.

- Guten Morgen. - Morgen.

- Wie ist die Stimmung? - Na ja. Seine Laune lässt etwas zu wünschen übrig, Eve.

Irgendetwas ist vorgefallen, aber er äußert sich nicht.

Was genau haben Sie zu ihm gesagt?

Ich habe gesagt: "Wissen Sie, wo man französische Zigaretten kaufen kann?"

- Haben Sie exakt diese Worte gesagt? - Ich glaube, ja.

Glauben heißt nichts Wissen, Eva. Sie müssen absolut präzise sein.

Wir haben zwei britische Agenten in Prenslo verloren.

Tut mir leid. Ich habe den richtigen Code gesagt.

- Was hat er geantwortet? - Er sagte: Versuchen Sie es in Amsterdam.

Aber er hätte Den Haag sagen sollen!

Warum kauen wir das alles noch mal durch.

Ich habe diese Geschehnisse in meinem Bericht genauestens beschrieben.

- Wie oft soll ich denn noch diese... - "C" möchte mit Ihnen über Prenslo sprechen.

- "C"? Meine Güte, warum mit mir? - Weil Ihre Aussage entscheidend ist.

Es ist wichtig, dass Sie alles richtig darstellen, Eva.

Die Zukunft des AAS könnte davon abhängen.

Alles, was wir hier aufgebaut haben, unser Konzept...

...das wir klug und geschickt gestaltet haben. Wie zum Beispiel:

Unsere gefälschten Nachrichten.

- Wann will "C" mich sehen. - In genau einer Stunde.

Warum findet das Treffen in einem Hotel statt?

Neutrale Umgebung. 90 Prozent der Zusammenkünfte von Leuten

des Nachrichtendienstes finden in Hotels statt.

Erzählen Sie denen alles, was Sie mir gesagt haben. Seien Sie ganz ehrlich.

Die ganze Wahrheit und ohne Beschönigungen.

Es steht eine Menge auf dem Spiel. Für uns ist eine neue Operation geplant.

Als Sie heute Morgen zu mir ins Büro gekommen sind,

habe ich mich bereits mit der Sache beschäftigt.

Ich verstehe. Auf mir lastet also die ganze Verantwortung.

Nehmen Sie Platz. Die rufen Sie, wenn es soweit ist.

- Viel Glück. - Wohin gehen Sie?

Ich gehe in einen Pub und genehmige mir einen Drink,

anschließend hole ich sie wieder ab.

- Entspannen Sie sich. - Ich versuche es.

Miss Dalton. Die Herren lassen bitten.

Möglicherweise handelt es sich um eine Verwechslung.

Die Frage ist, wer hat die Gestapo von dem Treffen in Prenslo informiert.

In dem Dossier steht...

Vielen Dank für Ihre Geduld, Miss Dalton. Bitte.

Kommen Sie am besten gleich zur Sache. Stichwort: Doppeltes Passwort.

Das Doppelpasswort. Wer hat Ihnen die Details gegeben?

Mister Romer.

- Haben Sie es auch korrekt benutzt? - Ja.

Warum gab es ein Doppelpasswort?

- Wir gebrauchen routinemäßig Doppelpasswörter. - Was heißt "Wir"?

Unser Team. All die Leute, die für Mister Romer tätig sind.

Sagen Sie, wie würden Sie die Antwort von Lieutenant Joos's

auf Ihre zweite Frage beschreiben?

Wissen Sie, wo man französische Zigaretten kaufen kann?

- Ich verstehe die Frage nicht. - Klang seine Stimme glatt, nervös,

locker, wissend, professionell? - Ach so, jetzt verstehe ich.

Professionell trifft zu. Dieser Mann war sich sicher,

mir die korrekte Antwort auf das zweite Passwort zu geben.

Ich möchte noch eine entscheidende Frage an diese Dame stellen.

Welche Rolle sie bei dieser Operation gespielt hat.

Sagen Sie, Miss Dalton, welche Aufgabe hatten Sie

an dem besagten Tag in diesem Café Backus?

Mister Romer hat mich dorthin geschickt. Ich sollte die Leute im Café observieren

und Kontakt mit dem holländischen Agenten aufnehmen.

Das alles war also Mister Romers Idee?

Ja. Ich sollte observieren und Kontakt aufnehmen.

Wir bedanken uns, Miss Dalton. Sie können gehen.

Danke für das Gespräch.

Die Geschichte klingt für mich glaubhaft. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie lügt.

Wir werden das alles noch erörtern.

- Gut gemacht. Ausgezeichnet. - Was habe ich gut gemacht?

Nehmen Sie den Rest des Tages frei. Sie haben es verdient.

- Gerne. Vielen Dank. - Schon gut. Ich lade sie heute Abend zum Essen ein.

Nach Soho, Frith Street. In das italienische Restaurant Luigi.

- Wir treffen uns um acht. - Ich kann heute Abend nicht. - Unsinn!

Heute Abend wird gefeiert. Wir sehen uns um acht. Ich muss wieder rein.

Es kommt immer noch Post für Mieter, die schon vor Monaten ausgezogen sind.

Ich habe von denen keine neue Adresse, also was soll ich tun?

Schuld an allem ist der Krieg.

Hier ist die Miete für die nächsten sechs Monate im Voraus.

Sie werden mich nicht oft zu Gesicht bekommen,

weil ich beruflich sehr viel unterwegs sein werde.

Wenn alle Damen so unkompliziert wären, Miss Fitzroy, hätte ich keine Probleme.

Ich komme nur wegen des Chiantis hierher. Hier gibt es den Besten in ganz London.

Befinden wir uns nicht im Krieg mit Italien?

Ich lass mir meine Vergnügungen nicht durch den Krieg kaputt machen.

Luigi hat trotz allem einen gut gefüllten Weinkeller.

Trinken wir auf das Hauptquartier. Ich schicke denen die Rechnung.

Nein, trinken wir auf Sie, Eva. Sie haben sich heute gut bewährt.

Bravo. Brava, bene! Sie haben unseren Hintern gerettet.

Vielen Dank. Waren das alles hohe Tiere, die mich befragt haben?

- Weitgehend. Ja, ja. - War Mister X auch da?

- Ja, er war anwesend. - Wer war es?

Sie sehen heute sehr...

...intelligent aus.

Wodurch habe ich Ihren Hintern gerettet?

Unsere Chefs sind davon überzeugt, dass die Probleme, die wir in Prenslo hatten,

von unserer holländischen Abteilung verursacht wurden.

Es muss dort eine undichte Stelle geben. Vermutlich in Den Haag.

- Was sagen die Holländer dazu? - Die sind ziemlich verärgert und geben uns die Schuld.

Der Leiter der Abteilung wurde in den Ruhestand geschickt.

- Ja, ich verstehe. - Alles, was sie ausgesagt haben, erhärtet den Verdacht,

dass die Holländer versagt haben. - Schön, dass ich meinen Beitrag dazu liefern konnte.

Sie sehen heute reizend aus. Hat Ihnen das schon mal jemand gesagt, Eva?

Ja, gelegentlich schon.

Taxi! Taxi!

Bei diesem Mistwetter ist es schwer, eins zu kriegen.

Ich habe es nicht besonders eilig.

Wo wohnen Sie eigentlich? In Hampstead?

In Bayswater.

Vielleicht sollten wir die U-Bahn nehmen. Was meinen Sie?

Ich habe es, wie schon gesagt, nicht eilig. Wir werden schon ein Taxi kriegen.

Ja, schätze ich auch.

- Ich habe eine Dose Sardinen gefunden. - Und ich eine Flasche Whisky.

- Du lebst ausgesprochen bescheiden. - Ich bin so gut wie nie zu Hause.

Hier, für dich.

- Wir hätten das nicht tun sollen. - Es war doch sehr schön.

- Aber es verstößt gegen meine Regeln. - Ja, natürlich. Romers Regeln.

Davon geht die Welt nicht unter.

Eva Delectorskaya. Wer hätte das gedacht?

Du hast mir noch nicht gesagt, was wir eigentlich feiern?

So, habe ich das noch nicht? Schwöre mir, dass du es niemandem erzählst.

- Ich schwöre es. - Also unsere ganze Ab- teilung wird eine Auslandsreise unternehmen.

- In ein interessantes Land? - Ja. Dank dir, Eva Delectorskaya.

Wir alle fliegen in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Und? Hatte dein Professor ein paar Informationen, die uns weiterhelfen?

Ja, aber ich habe mich noch zusätzlich in- formiert und einiges herausgefunden.

Alles passt irgendwie zusammen.

Ich habe ihm einen Brief geschrieben, adressiert an das House of Lords.

In dem habe ich behauptet, ich sei Journalistin beim Telegraph

und hab um ein Interview gebeten. - Zu welchem Thema?

Zum Thema: "Welche Rolle spielte der britische Geheimdienst

"während des zweiten Weltkriegs." Alles nur sehr vage.

Gut. Das war sehr geschickt. Damit weckst du sein Interesse.

Was sind das für Leute, die versuchen dich umzubringen?

Romer wird es wissen. Er weiß auf alles Antworten.

Wenn es zum einem Treffen zwischen euch kommt,

dann musst du dich anders kleiden. - Wieso denn, Mum?

- Du musst klug aussehen, elegant, attraktiv. - Oh, vielen Dank.

Ich schreib dir eine Liste mit Fragen, die du ihm stellst.

Sie dürfen nicht zu konkret sein und sollen nur sein Interesse wecken.

- Soll ich dich erwähnen, Mum? - Nein, nein, nein. Auf keinen Fall.

Es wär noch zu früh.

Wenn es zu einem Treffen zwischen euch gekommen ist, dann schalte ich mich ein.

Ich habe das hier in einem Magazin entdeckt.

Der Artikel wurde vor fünf Jahren über die Hochzeit seines Sohnes geschrieben.

Das ist das einzige veröffentlichte Foto, das ich von ihm gefunden habe.

Wenn er sich nicht groß verändert hat, dann sieht er noch so aus.

Willst du es sehen?

- Ja. - Und wenn das nicht Romer ist? - Das werde ich ja sehen.

Ja. Er ist es.

- Glaubst du mir jetzt? - Na ja, am Anfang war ich misstrauisch.

Aber jetzt glaube ich dir die ganze Geschichte. Du hast mich überzeugt.

Hattest du jemals Angst?

Am Anfang war alles spannend. Mir blieb gar keine Zeit, um Angst zu haben.

Die Angst kam erst bei späteren Aufträgen.

Es begann damit in Amerika.

- Also dann, bis Montag! - Ja. Was machen Sie am Wochenende?

Ach, das verbringe ich in einer Funkstation, außerhalb der Stadt.

- Ist schrecklich langweilig. - Trotzdem viel Spaß. - Danke.

- Guten Morgen. - Einer von uns muss arbeiten. Findest du nicht?

Komm doch wieder ins Bett. Die glauben, ich bin in Kanada.

Langsam machen wir uns verdächtig, Lucas.

Wir fliegen nicht auf. Ich bin sehr vorsichtig, sehr sogar.

- Wann hast du dein Treffen? - Um acht Uhr dreißig.

- Wir sehen uns später in Manhattan. - Ja.

"Präsident Franklin Roosevelt und der britische Minister Winston Churchill...

Darf ich Ihnen noch etwas Kaffee nachschenken, Miss?

"ihre Kriegsziele und ihr beab- sichtigte Nachkriegspolitik erklärt.

- Danke. - "Die beiden Staatschefs sind sich über acht Grundsätze einig geworden."

- Noch etwas Kaffee, Sir? - Ja, gerne.

"Großbritannien! Die polnische Exilregierung in London hat mit der UdSSR

"ein Abkommen über die Aufstellung einer polnischen Armee in der UdSSR geschlossen.

"Mexiko! Leo Trotzki, der russische Revolutionär,

"der 1929 aus Kasachstan ausgewiesen wurde und nach Mexiko emigrierte

"und dort Hetzschriften gegen den Stalinismus verbreitete,

"wurde gestern von einem Fanatiker erschossen."

- Einen Kaffee! - "Wie erst heute bekannt wurde, starb der indische Philosoph

"und Dichter Tagore im Alter von 80 Jahren in Bengalen."

- Danke. - "Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen

"und auch mit dem Nobelpreis ausgezeichnet."

- Hallo, Eve. Wie war es? - Ganz angenehm. Der Fisch hat angebissen.

- Gute Neuigkeiten. - Morgen, meine Damen. Stürmen wir die Kaffeemaschine?

- Kaffee ist pures Gift. - Haben Sie von dem Luftangriff gehört?

- Nein. Ich konnte keine Nachrichten hören. - 800 Bomber haben Samstag und Sonntagnacht

ihre Bomben über London abgeworfen. - Hauptsächlich über den Docks und East End.

Romer hat Recht. Wenn Amerika nicht in den Krieg eintritt,

dann existiert London bald nicht mehr und wir können nicht zurück.

- Apropos Romer, hat ihn jemand gesehen? - Romer? Nein, schon eine ganze Weile nicht.

- Soweit ich weiß ist er in Kanada. - Ja, ich habe auch so ein Gerücht gehört.

Also in Kanada.

Hoffen wir, dass sie die Geschichte fressen.

- Drückt die Daumen, Leute. - "Eilmeldung! Angehörige der deutschen Kriegsmarine

"haben im französischen Hafen von La Rochelle

"begeistert die Rückkehr der Besatzung des U-Boots 549 gefeiert,

"das vergangenen Donnerstag südlich von Island

"den US-Zerstörer Kearny torpediert hatte.

"Bei dem Angriff kamen 11 US-Seeleute ums Leben.

"Symbolisch waren am Kommandoturm 11 amerikanische Flaggen befestigt,

"für unsere getöteten Jungs.

- "Das werden wir nicht vergessen, Herr Hitler!" - Ausgezeichnet!

Nach dieser Rundfunksendung können wir das von Küste zu Küste verbreiten.

Nachdem sie in den Nachrichten war, wird unsere Falschmeldung zur echten Nachricht.

Sylvia, verbreite sie überall hin. Speziell nach Südamerika.

Vorrangig Argentinien und Mexiko.

- Eve, Sie geben sie weiter an Ihre russischen Kontakte. - Mache ich.

- Hallo? Ja, sicher. Es ist Morris. - Morris.

Ja. Wo?

Alles klar. Ich komme gleich hin.

Es geht um irgendeinen Russen. Komisch, nicht wahr?

So? Du bist doch unsere Russland-Expertin.

Oh Gott, wie schrecklich! Wie ist das passiert?

Selbstmord... wird behauptet.

Wer ist das?

Er ist ein russischer Spion und vor einem Jahr vom NKWD übergelaufen.

Dieser Mann hat die besten Information über

russische Spionagetätigkeiten hier in den USA und in England.

- Sie meinen, er hatte die besten Informa- tionen. - Ja, natürlich. Es ist zu spät.

- Was hatten Sie mit ihm zu tun? - Ich wollte mich heute mit ihm treffen.

Er hat den Amerikanern Informationen geliefert.

Und jetzt wären wir an der Reihe gewesen.

Ich glaube, ich habe den Mann schon mal gesehen.

Wirklich?

Als ich bei "C" über den Prenslo Vorfall befragt wurde.

In London. Er saß mit im Raum.

Ist ja hochinteressant. In London? Und "C" war tatsächlich anwesend?

Ich glaube schon. Aber was beweist das?

Sein Name ist Alexander Nekitch.

Er sollte mir ein paar überlebens- wichtige Informationen geben.

Stattdessen zog er es vor, Selbstmord zu begehen. Welch eine Ironie.

Wie sind Sie in dieses Zimmer ge- kommen? Es ist doch ein Tatort.

Ich habe gute Kontakte zur New Yorker Polizeibehörde

und wollte mir zuerst einen persönlichen Eindruck verschaffen.

Die Fenster waren geschlossen. Die Ein- gangstür war von innen verschlossen,

der Schlüssel steckte im Schloss. Die sind verdammt gut, diese Russen.

- Tja. - Wie meinen Sie das?

Wenn alles nach einem hundertprozentigen Selbstmord aussieht

und keinerlei Zweifel bestehen, dann war es kein Selbstmord.

Was hat das mit mir zu tun?

Ich möchte, dass Sie Ihre russischen Kontakte ausschöpfen.

Zur Tass, Pravda. Fragen Sie, ob es neue Gesichter in der Stadt gibt,

wenn ja, was diese Leute zu Nekitchs Tod sagen.

Stellen Sie unverfängliche Fragen.

Verstehen Sie, Sie dürfen sich in keiner Weise verdächtig machen.

Ich habe verstanden. Keine Sorge.

Ich muss jetzt gehen.

- Ruth? - Hallo, Mum. - Gibt es was Neues? - Ja, Lucas Romer hat geantwortet.

Er will mich empfangen. In seinem Country Club.

Mum? Bist du noch dran?

Gut. Komm vorbei, und ich gebe dir alle Instruktionen, die du brauchst. Bye.

Alles einsteigen! Der Zug fährt pünktlich um 11 Uhr 30 ab.

- Na, ist alles in Ordnung? - Auf den Weg zum Bahnhof

wurde ich verfolgt. Ich musste meine Schatten abschütteln.

Die Leute waren sehr gut. Sehr sogar. Was war bei dir?

Nichts. Ich hatte alle Vorsichtsmaß- nahmen getroffen. Nach Romers Regeln.

- Ich habe unser Wochenende genossen. - Hat irgendjemand Verdacht geschöpft?

Möglicherweise ja. Deine Mitarbeiter sind ziemlich clever und stellen Fragen.

- Morris hat nichts mitgekriegt. - Wann hast du Morris zuletzt gesehen?

Vor ungefähr einer Stunde. Er hat mir ein schreckliches Szenario gezeigt.

Ein NKWD-Agent hat Selbstmord in einem Hotelzimmer begangen.

Was? Ein NKWD-Agent? Was hatte Morris mit dem zu tun?

Er war mit diesem Mann verabredet. Einen gewissen Nekitch, aber er starb vorher.

Nekitch? Sehr sonderbar. Wieso weiß ich nichts davon?

Ich habe angenommen, du weißt es.

Wie auch immer, am Mittwoch muss ich zu einer Radiostation nach Chicago fahren.

- Ich dachte, wir könnten vielleicht... - Nein! Es ist etwas dazwischen gekommen.

Du wirst nach Washington fahren, Eva. Jetzt gleich.

- Washington? - Kaffee? - Ja, bitte. - Was soll ich denn in Washington?

- Einen Kaffee mit Milch und einen Scotch mit Leitungswasser bitte. - Gerne, Sir.

Versuche dort einen Mann Namens Mason Harding zu treffen.

Ersuche ihn um ein Interview für unsere Agentur Transoceanic. Setz alle Mittel ein.

Bitte um ein offizielles Treffen und dann... Du weißt schon, was zu tun ist.

Was meinst du damit? Mich ver- abreden? Einen Drink mit ihm nehmen?

- Ja, versuch ihm näher zu kommen. - Warum?

Weil Mason Harding die Nummer zwei nach Harry Hopkins ist.

Und Harry Hopkins ist die rechte Hand des Präsidenten.

- Dieser Mann weiß ganz genau wie Roosevelt denkt. - So, bitte sehr. - Danke.

Wir müssen wissen, was im Weißen Haus vor sich geht,

und darum musst du an Harding so dicht ran wie möglich.

Im Moment sind wir noch so weit entfernt.

Also, ich versuche diesen Mason Harding kennenzulernen,

nehme ein paar Drinks mit ihm, und was dann?

Wie persönlich soll ich mit diesem Harding werden?

Sage ich dir noch, vielleicht komme ich auch nach Washington.

Ist eine interessante Stadt.

- Soll ich mit ihm etwa... - Du packst das schon.

Kein Mann kann deinem Charme wider- stehen, wenn du es drauf anlegst.

- Nicht mal ich. - Ich sehe das als Kompliment, Lucas.

Hier sind Informationen. Und genügend Geld. Kleide dich neu und schick ein.

Du solltest auch dein Aussehen ändern, Eva. Klar?

Wie fühlst du dich, wenn ich diesem Mann "näher" komme?

Mein Gefühle spielen bei dieser Sache keine Rolle,

und das Gleiche gilt auch für deine Gefühle.

Wir werden diesen Krieg verlieren, Eva,

wenn es uns nicht gelingt die Vereinigten Staaten auf unsere Seite zu ziehen.

Und über diesen Harding könnte es gelingen, dass Amerika eingreift?

Ja, davon sind wir überzeugt. Ja.

- Es ist wichtig für unser Land, klar? - Ja, natürlich.

Wieso kommt Morris eigentlich auf die Idee, dass du dich für den Tod

eines russischen Agenten interessieren könntest? - Keine Ahnung.

Aber ich sollte die russischen Agenturen kontaktieren. Fragen, was sie wissen.

- Verstehe, sehr ungewöhnlich. - Einsteigen bitte. - Wie auch immer.

Ruf mich an, wenn du in deinem Hotel bist, dann bekommst du neue Instruktionen.

Der Code ist: "Operation Eldorado". Harding ist "Gold". Verstanden? Viel Glück!

Sag nur, dass Morris Devereux dein Onkel war, nichts weiter.

Dann beobachte seine Reaktion. Sein Mienenspiel. Achte auf jedes Detail.

Das hast du mir doch alles schon gesagt. Warum bist du denn so nervös?

- Du machst mich irre damit. - Ich bin nicht nervös.

Wir haben alles zigmal durchgekaut. Ich weiß, was ich tun muss.

- Ich geh jetzt, sonst verpasse ich noch den Zug. Bleib locker. - Ja.

- Ich führe nur ein Gespräch mit einem Mann. - Stell dir das nicht so einfach vor.

Von dem Gespräch hängt für mich viel ab.

Lucas Romer ist der einzige Mensch, der mir helfen kann. Er ist meine Hoffnung.

Wir reden über alles, wenn ich zurück bin. Wird schon schiefgehen.

Ist ja gut!

Ich bringe Sie in den Warteraum für Damen, Miss.

- Wer sagt Ihnen, dass ich eine Dame bin? - Ich verstehe nicht ganz.

- Nichts, vergessen Sie es. - Wenn Sie die Toilette aufsuchen wollen,

dann läuten Sie, und jemand kommt und führt sie hin.

- Wie beruhigend. Danke. - Lord Romer wird Sie in Kürze empfangen.

Entschuldigen Sie, Miss Dalton, Mister Harding ist jetzt bereit, Sie zu empfangen.

- Ah ja. - Lord Romer wartet auf Sie in der Bibliothek!

Ah, Miss Dalton. Kommen Sie rein.

Lord Romer. Danke, dass Sie mich empfangen. Ich bin Ruth Gilmartin.

80 Prozent der Amerikaner sind dagegen,

dass wir uns an diesem Krieg an Europa beteiligen.

Werden Sie nicht kindisch.

Meine private Situation hat doch nichts mit uns beiden zu tun.

Man muss auf die kleinste Kleinigkeit Acht geben.

Manchmal hängt dein Leben davon ab.

- Hallo? - Was ist los? - Ich glaube, dass ich mich richtig in dich verliebe.

Von welchem Plan redest du? Ich hatte überhaupt keinen Plan.

Wenn Sie die Anweisung befolgt hätten,

den Umschlag Raoul zu übergeben, wäre das nicht passiert, was passiert ist.

Menschen verraten ihr Land aus drei Gründen.

Aus Rache, für Geld oder weil sie erpresst werden.

- Wo ist das Gewehr? - Er hat mich ausge- bildet, deshalb kannte er mich sehr gut.

Irgendjemand sieht in uns eine Gefahr.

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