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Untertitel: WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
* Tatort-Titelmusik *
Martina Bönisch
Nora Dalay
Daniel Kossik
Peter Faber
* Radio * "Es ist heiß, es sind Hundstage in Dortmund.
Die Stadt glüht.
Gleich mehr dazu.
Immer gut informiert."
Svenny, wo bleibst du denn?
Deinen Führerschein feiern vielleicht?
Aber da muss doch jemand mit dir...
Ach so, Papa fährt mit.
Nee, kein Problem.
Können wir ja immer noch feiern.
Na dann, viel Spaß am See.
Fahr vorsichtig.
Bis dann, mein Schatz.
Kann ich zahlen, bitte?
* Musik *
Ich bins. Wart nicht auf mich, wird spät.
* Musik *
Das ist mir zu blöde.
Was hat Sie das zu interessieren, warum ich Polizist bin?
Ist halt so.
Warum sind Sie Seelenklempner?
Sie möchten tauschen?
Sie möchten die Fragen stellen?
Ich muss das hier nicht.
Ich kann meinen Job, ich kann ihn gut.
Wenn es sein muss, kann ich ihn hervorragend alleine.
Ich brauche niemanden, wenn so ein Scheiß dazu nötig ist.
Ich glaube, ich muss mal mit Ihrem Therapeuten reden.
Bitte.
Das soll ich gewesen sein, schon klar.
Für so was werden Sie bezahlt?
Manchmal habe ich so eine Wut in mir.
Von der ich nicht weiß, dass sie da ist.
Die ich erst wahrnehme, wenn ich so tue, als wäre ich wütend.
Zu provozieren, einzuschüchtern.
Dann spüre ich, wie diese echte Wut in mir aufsteigt.
Wächst und übernimmt.
Und alle, die mich kennen, denken, ich hätte mal wieder nur gespielt.
Nehmen Sie Ihre Pillen eigentlich noch regelmäßig?
Eins steht fest, ich bin nur hier, weil das die Auflage war.
Nach der Dienstaufsichtsbeschwerde meines Kollegen Kossik.
Klar, ich wollt auch meine Waffe und meinen Ausweis wieder.
Ich find mich super. Spitze.
Ich werde Sie zu nichts zwingen.
Nee.
Können Sie auch gar nicht, Sie kennen mich ja nicht mal.
Und wenn ich Sie kennenlerne? - Ha.
Ihr habt ja alle einen an der Waffel.
Und nicht mal eine Klimaanlage.
Den Termin nächste Woche können Sie knicken.
* Funk * Im Krankenhaus wird Alma Brauer vermisst, 79 Jahre alt.
Ich werde Sie zu nichts zwingen.
Warum sind Sie Polizist geworden? Also echt, ey.
Komm, fahr doch mal schneller.
"Papa, warum bist du Polizist?"
Einer muss ja die Bösen fangen, Schatz.
"Und wenn du sie alle gefangen hast?"
* Musik *
Warum sind Sie Pommesbuden-Besitzer geworden?
Wat weiß denn ich?
Ja eben. - Ja eben.
(Mann) Der bellt nicht, der beißt nur.
Machst du die Kacke da mal weg? - Wer bist denn du?
Wegmachen, die Scheiße, los.
Von der Hundescheiße-Polizei, oder was?
Schon gut.
Komm, Gaga.
* Funk * Richardstraße 17, 3. Stock, häusliche Gewalt und Ruhestörung.
Im Dortmunder Hafen wurden Schüsse gemeldet.
0-91-12, ich steh günstig.
(Frau im Wasser) Hilfe, Hilfe!
Scheiße.
* Musik *
* Sirenen *
Scheiße.
Hey, hier ist einer abgesoffen.
Rolf, der Wagen!
Macht mehr Licht, schnell!
Kommen Sie her.
* Musik *
Komm, hilf mit suchen. Der muss irgendwo hier sein.
Das war n Irrer. Was ist? Lebt sie?
Scheiße. Da ist er runter.
Scheiße, verdammte Scheiße.
Hey, es ist gut jetzt. - Nix ist gut, verdammte Scheiße.
Sie können hier keinen mehr retten. Am Ende krepieren Sie selbst.
Sie ist noch nicht wieder bei Bewusstsein, aber es wird wieder.
Und Sie? Alles okay?
Hier, hab gehört, dass Sie ins Wasser sind.
Von meinem Ältesten, hat er im Wagen liegen lassen.
Ertrunken.
Mit ziemlicher Sicherheit deshalb,
weil ihn ein Schuss in die Lunge getroffen hat.
Sonst alles in Ordnung mit Ihnen?
Alles super. Alles spitze. - Faber ist der Einzige, der es schwer hat.
Sie wollen, dass ich frage, wies Ihnen geht?
Es war nur ne Dienstaufsichtsbeschwerde.
Sie sind nicht suspendiert worden.
Das Opfer ist ca. 50. Stark übergewichtig.
Fährt Luxusklasse. Hat aber nichts, um sich auszuweisen. - Tatwaffe?
Haben wir nicht. - Wer hat die Schüsse gemeldet?
Da wollte sich Nora drum kümmern.
Haben wir nicht. Klasse. Soll ich auch ne Beschwerde schreiben?
Danke schön. Ist notiert.
Der Zeuge, der die Schüsse gemeldet hat,
hat einen falschen Namen angegeben.
Die Zentrale hat seine Handynummer gespeichert, da rufe ich jetzt an.
* Handyklingeln *
Hallo? - Dahinten.
Wer ist da bitte?
Ah, okay. Parlez-vous francais?
Kannst du den rüberholen, den Schwatten? - Ja.
D'accord.
Guten Morgen, Dalay.
Wie ist Ihr Name? - Francois.
Francois Agbedra. - Okay.
Haben Sie Papiere dabei? Passeport? - Non, non. Je travaille juste là.
Il n'y a pas de problèmes. Nous avons des questions maintenant.
Das ist Francois Ag, Ag, ähm - Agbedra. - Agbedra.
Keine Papiere, wetten?
Sonst hätte er nicht den falschen Namen genannt.
Er arbeitet in dem Stahlunternehmen.
Ich will kein Problem.
Super, ich auch nicht. Sie verstehen mich?
Wat haben Sie denn beobachtet?
Beobachtet?
What did you see?
Haben Sie den Mord gesehen?
Wer geschossen hat?
Shooting?
Qu'est-ce que vous avez vu exactement?
Il y a eu une bagarre entre l'homme et la femme.
Après il y a eu plein de coups de feu.
L'homme est tombé à l'eau.
Was? - Vor den Schüssen haben sie gestritten.
Wer hat geschossen?
Wer hat geschossen?
Who shot? - Die Frau.
Keiner da, nur Mann, Frau.
Frau geschossen.
Und ist dann ins Wasser? Wieso war sie im Wasser?
Sprung.
Einfach Sprung.
Einfach Sprung.
Worum ging der Streit?
Streit?
Avez-vous compris la raison pour laquelle ils se sont disputés?
Non, je sais pas.
So weit ist das nicht weg, dein Arbeitsplatz.
Den weisen wir ruckzuck aus. - Non, non.
Ach, rien entendu?
Wat ist, ich dachte, Sie wollen nix Probleme.
Nora macht weiter, die spricht seine Sprache. - Ich auch.
Ich brauche die Autoschlüssel vom Toten.
Die Frau, die Sie gerettet haben: Judith Stiehler, 41.
Ja, die Schlüssel.
Wollten Sie den Zeugen so zum Reden bringen?
Die Identität vom Toten ist nicht klar.
Das wird nicht funktionieren, das ist nass.
Ja, ist gut, ja.
Wahrscheinlich hätte ich den Mann zuerst rausziehen sollen.
Sie hätten gerne, dass der Zeuge lügt,
weil Sie möglicherweise die Mörderin rausgefischt haben.
Sie sind kein Hellseher.
Mitleid ist die Vorstufe zum Gnadenschuss.
Das ist Logik. Aber wenn Sie einen Gnadenschuss wollen: peng.
Frau Bönisch, wollen Sie noch mal gucken?
* Funk * Wir haben einen Fundort mit Kinderkleidung.
Verstanden.
Warum ist die Frau ins Wasser? - Er weiß es nicht.
Max Dehlens.
So heißt der Tote.
Vor 14 Jahren.
War einer der ersten Fälle, für die ich verantwortlich war.
Ein Kind war verschwunden, sein Sohn, Tommi.
Knapp 3 Jahre alt.
Ich habe ihn nicht finden können, nicht tot, nicht lebendig.
War wie vom Erdboden verschluckt.
* Musik *
Ich geh erst mal alleine.
Sind Sie sicher?
Ja.
Bitte schön? - Bönisch, Kripo Dortmund.
Müsste mit Frau Dehlens sprechen. - Kommen Sie rein.
Wenn Sie hier einen Moment warten würden.
Was wollen Sie hier?
Warum kommen ausgerechnet Sie, um mir das zu sagen?
Ich bin Leiterin der Ermittlungen. - Raus, raus.
Verschwinden Sie. - Scheiße.
Sie sind der Tod, der Tod.
Gehen Sie!
...bringen Sie Leid in meine Familie.
Gehen Sie! Gehen Sie raus!
Frau Dehlens, ist gut, ist gut. Es ist gut, ja?
Alles gut. Pst.
Alles in Ordnung?
Alles gut.
Warum war Ihr Mann am Hafen?
Ich rede nicht mit der. - Sie reden mit mir.
Nicht solange sie da ist.
Schon gut. - Sie bleiben.
Jetzt besser?
Ich wusste nicht, dass er am Hafen ist.
Er rief nur an und sagte, dass es wieder später werde.
Kennen Sie diese Frau, Judith Stiehler?
Mit ihr hat sich Ihr Mann da getroffen.
Die Kinder.
Der Kollege von der Intervention soll in die Pötte kommen.
Hallo, Tag zusammen.
Mein Name ist Faber, ich bin von der Polizei.
Kommt mal her.
Der Papa ist tot.
Ich bleib draußen.
Fass mich nicht an.
Und fang nicht an zu heulen, nicht wegen Papa. - Mel.
Müssen erst alle tot sein, damit du sie lieben kannst?
Mel!
Guten Tag.
Mein Name ist Peter Lech, ich bin Psychologe.
Ich bin jetzt für Sie da und für Ihre Kinder.
Es ist besser, Sie gehen jetzt.
Warum Sie? - Ich habe Dienst.
Ich auch.
Es gibt noch Fragen.
Zuerst muss die Familie stabilisiert werden.
Das hat Priorität.
Können wir in Ruhe miteinander reden?
Natürlich. Kommen Sie.
Es gab Hunderte Spuren damals.
Keine einzige war brauchbar.
Warum nimmt Sie der Fall noch so mit?
Weil wir irgendwann einfach aufgeben mussten. - Und, weiter?
Tommi, der verschwundene Junge, der war damals so alt wie Sven.
Mein Ältester.
Sven war krank zu der Zeit.
Stand Spitz auf Knopf.
Hatte beim Spielen Tollkirschen in die Finger gekriegt und probiert.
Wäre fast gestorben.
Sie hätten sich freistellen lassen können.
Müssen, ich weiß.
Ich will zu meinem Mann.
Ja, bitte.
Entschuldigung, hab ich vergessen, ich hab nen Termin.
Ich nehm die Bahn.
Können wir?
Das sind die vorläufigen Ergebnisse. - Und?
Schuhabdruck des Opfers.
Da, nah an der Kaimauer.
Stand mit dem Rücken zum Becken. War wahrscheinlich
ahnungslos?
Sehr gut kombiniert, Frau Faber.
Was? - Ich bin total ahnungslos.
Okay, ich...
Ich habe getrunken den ganzen Abend, die Blase ist gefüllt.
Ich komme am Hafen vorbei. Was denke ich?
Du denkst... Das trifft sich gut, denkst du. Wasser zu Wasser.
Genau. Ich stell mich also ans Hafenbecken.
Und mach meine Hose auf.
Da tauch ich auf, Judith.
Kassiererin aus dem Supermarkt.
Aber warum bin ich hier? - Du kannst nicht schlafen.
Genau. Seit 3 Wochen nicht. Ich bin frustriert.
Überstunden, unterbezahlt.
Aber hier,
hier am Hafen - hast du immer geträumt.
Als Kind schon.
Von fernen Ländern. - Genau.
Vom Glück irgendwo auf der Erde.
Dann kommt da so n Typ und pinkelt in deinen Hafen.
Pa-peng.
Platsch.
Das war nicht nett, Kossik. - Nein, gar nicht korrekt.
* Handyklingeln *
Hey.
Ähm, ich weiß noch nicht, wann ich heut Abend hier fertig bin.
Was soll ich tun?
Gibt es irgendeine Vorschrift, an die ich mich halten kann?
Was macht man, wenn da der Ehemann liegt?
Sie haben Beruhigungspillen genommen, Downer, oder?
Ein paar.
Vielleicht ein paar zu viel.
Ich bring Sie nach Hause. - Haben Sie keine Fragen?
Er war immer ein aufmerksamer Mann.
Zuvorkommend, fleißig, ehrgeizig in seinem Beruf.
Voller Liebe zu seinen Kindern.
Zu Ihnen auch?
Zu mir? Ja. Natürlich.
Und Sie?
Sie tragen einen Jogginganzug.
Haben Sie Ihren Mann geliebt?
Er ist der Vater meiner Kinder, ich werde ihn immer lieben.
Warum sieht das Ihre Tochter anders? - Mel ist in der Pubertät.
Sie wissen, dass wir schwere Jahre hinter uns haben.
Diese Frau von dem Foto, sie hat meinen Mann getötet.
Das wissen Sie?
Sie ist die Frau, die mir meinen Sohn Tommi gestohlen hat.
Vor 13 Jahren, 11 Monaten und 7 Tagen.
Woher - Woher ich das weiß?
Ich hab ihn auf der Straße wiedererkannt. Vor 3 Wochen.
Nach fast 14 Jahren?
Sie haben keine Kinder? - Falsche Frage.
Hätten Sie Kinder, wüssten Sie - Über das Opfer.
Alles, was wir haben.
Glauben Sie, Sie könnten Ihrem Kind in die Augen sehen
und nicht wissen, dass es Ihr Kind ist?
Wenn Sie das glauben, haben Sie keine Ahnung,
was es heißt, Vater zu sein, Mutter.
Was würden Sie von Ihrer Mutter denken?
* Klopfen *
Jonas hat sie meinen Tommi genannt.
Jonas, als hätte ihn ein Walfisch verschluckt.
Wie genau war das mit dem Wiedersehen?
All die Jahre war ich wie einer dieser Forscher, die in der Wüste
sitzen, da, wo es ganz still ist, und die Signale ins All senden
und auf Antwort hoffen von anderen Planeten.
Und ich habe Antwort erhalten.
Zuerst konnte ich es nicht glauben, aber es war Tommi. Seine Augen.
Er kam gerade vom Fußball mit ein paar Freunden.
Ich bin ihm gefolgt bis zu dem Haus dieser Frau.
Judith Stiehler.
Ja.
Ich hab sie gestellt, aber sie hat alles geleugnet.
Eine DNA-Probe habe ich gefordert, aber sie hat es verweigert.
Das beweist - Gar nichts beweist das.
Wer würde eine DNA-Probe machen, weil jemand anders das fordert?
Ich bin Tommis Mutter.
Es wär ne Idee gewesen, zur Polizei zu gehen.
So wie damals?
Ich würde jetzt gerne gehen.
* Musik *
Faber?
Ich hab verstanden. Danke.
Was haben wir? Ziemlich unterschiedliche Milieus.
Ja. Max Dehlens, Geschäftsführer bei Geo-Global Logistics.
Und Judith Stiehler, Kassiererin im Supermarkt.
Die einzige Verbindung ist das, was Eva Dehlens behauptet.
Nämlich, dass Judith Stiehlers Sohn Jonas
in Wirklichkeit ihr verlorener Sohn Tommi ist.
Judith Stiehler ist uns bei unseren Ermittlungen nie untergekommen.
Was ist mit der Tatwaffe?
Sie tauchen noch. Laut Bericht suchen wir eine 9 mm.
Tathergang, wissen wir was?
Max Dehlens stand an der Kaimauer.
In die Lunge getroffen, ist er ins Hafenbecken.
Der 2. Schuss? - Ging ins Wasser, nimmt die KTU an.
Entspricht den Aussagen des Afrikaners.
Judith Stiehler hat geschossen.
Nur, ob man der Aussage ganz trauen kann - Warum?
Weil ich ihn vernommen hab?
Wenn ich illegal im Land bin, versuch ich abzuhauen
und sprech nicht mit den Bullen.
Warum sollte er lügen? Er hat es doch gemeldet. - Gute Frage.
Die von oben wollen, dass ich den Fall von hier aus koordiniere.
Weil es früher mein Fall war. Und Faber
Das Diszi wird ihm jetzt ja erst mal die Grenzen aufzeigen.
* Telefonklingeln *
Also seid ihr jetzt gefragt.
Dann kümmern wir uns um Max Dehlens.
Ich will ausschließen,
dass es in seinem Umfeld ein Motiv für die Tat gibt. Kommst du? - Ja.
Judith Stiehler.
Warum sind beide ins Wasser?
Falls es die Stiehler nicht war, die geschossen hat,
ist sie vielleicht rein, um Schutz zu suchen.
Schicke Klamotten. - Ohne meinen Parka kann ich nicht denken.
Hat der wirklich Diszi gesagt?
Kommen Sie.
Ich soll intern ermitteln.
Intern? Und ich steh unter besonderer Beobachtung.
Passt doch super.
Diszi.
Diszi.
Frau Stiehler liegt da vorne. - Danke.
Warum waren Sie im Wasser? Sie können nicht schwimmen. - Ich weiß.
Es war ein Reflex, ich wollte ihn retten.
Warum haben Sie Max Dehlens am Hafen getroffen?
Er hatte das vorgeschlagen mit dem Hafen, dass wir uns da treffen.
Ja, in der Nacht. - Worum gings?
Ach, seine Frau, die
ist verrückt.
Ich wollte, dass endlich Schluss ist damit.
Dass der dafür sorgt, weil sonst wäre ich zur Polizei.
Die wollt mir meinen Sohn wegnehmen.
Auf einmal schießt da einer, der kippt einfach weg, ins Wasser.
Ich hab da ja... Ich weiß auch nicht.
Nur ein Schuss? - Nee, noch einer.
Ich weiß auch nicht, nee, noch einer.
Von wo aus wurde geschossen?
Irgendwo hinter mir, schrecklich laut.
Von wo aus genau?
Links, rechts, wie weit entfernt?
Zeichnen Sie mal ein, wie Sie standen.
Also, ja.
Ich so.
Er so.
Ungefähr 2 m voneinander entfernt.
Von wo kamen Sie? - Von der Straßenbahn.
Sie standen sich so frontal gegenüber, direkt am Wasser? - Mhm.
Haben Sie gesehen, wer geschossen hat?
Nee, das ging so schnell, das war so laut, so schlimm war das.
Schlimm.
Wissen Sie, was schlimm ist? Dass ein Zeuge Sie belastet.
Er hat gesehen, wie Sie auf Dehlens geschossen haben.
Nee, ich...
Ich...
Ich war das nicht, das müssen Sie mir glauben,
Sie haben mich doch gerettet.
Ich war das nicht.
Das müssen Sie mir glauben.
Ich war das nicht.
Wer hat dann geschossen?
Keine Ahnung, das war so schnell. Ich weiß es nicht.
Eva Dehlens behauptet auch, dass Sie Ihren Mann erschossen haben.
Die lügt doch die ganze Zeit.
Die kommt in mein Leben und will meine Familie zerstören.
Ich weiß auch nicht, warum.
Kann die nicht einfach ruhig sein?
Danke, Frau Stiehler. - Gerne.
Die muss mehr wissen.
Ne fremde Frau will ihr das Kind wegnehmen.
Anstatt zur Polizei zu gehen, fährt sie zum Hafen, um dem Mann der Frau
zu sagen, er soll seine Frau in den Griff kriegen.
Andererseits war sie im Wasser.
Wenn sie ihn retten wollte, würde sie das entlasten.
Faber?
Warten wir ab, ob es Schmauchspuren gibt.
Bis dahin sammeln wir weiter Fakten.
Fakten?
Herr Dehlens ist in Rotterdam zu einem Termin.
Erschossen?
Max Dehlens, Anrufbeantworter.
Nachrichten bitte nach dem Signal. Danke.
Könnten wir sein Büro sehen, bitte?
Sie werden niemanden finden, der etwas Schlechtes über ihn sagt.
Hatte er gestern Termine? - Nein, er war um 16 Uhr gegangen.
Gestern war der Geburtstag von seinem Sohn, Tommi.
Er wäre 17 geworden.
D.h. er glaubte nicht daran, dass seine Frau Tommi gefunden hatte.
Sie ist krank.
Es war nicht das 1. Mal, dass sie geglaubt hat, Tommi zu erkennen.
Herr Dehlens hat darunter sehr gelitten.
Aber nie ein Wort darüber.
Ihr Chef war dafür zuständig, den Konzern zu erweitern.
National und international.
Kleinere Logistikunternehmen werden von Geo-Global aufgekauft,
Speditionen, da gehen doch Arbeitsplätze verloren.
Gab es da nie Probleme? - Nein.
Herr Dehlens hat das Soziale immer sehr verträglich gehandhabt.
Ja. Ein rundum guter Mensch.
Warum reden Sie denn so?
Wie denn? - Sie klingen böse, dabei haben Sie ihn nicht gekannt.
Haben Sie eine Ahnung, was Herr Dehlens durchgemacht hat?
Er hat ein Kind verloren. - Ich weiß.
Aber das ist ja jetzt auch schon fast 14 Jahre her, richtig?
Glauben Sie, das tut nicht mehr weh?
Danke.
Ja.
War das nicht ne Show? So gut ist doch kein Mensch.
Die redet über ihren Chef, als wäre der ein Heiliger.
Bitte?
Sie hatten eine Affäre mit Ihrem Chef.
Nein, das hatte ich nicht.
Herr Dehlens hat eine Familie.
Das ist kein Grund.
Wir brauchen den Terminplan von Ihrem Chef.
Wann er wo war die letzten 3 Monate. Und Ihren auch.
Schönen Tag.
Mach et.
Oh, oh, oh.
Affenhitze.
Da will man unbedingt aufm Ascheplatz kicken.
Na, dann auf ex.
Sportlich, nicht schlecht.
Welcher ist Ihrer? - 12.
Eigentlich Rechtsaußen. Jonas.
Herr Stiehler?
Bönisch, Kripo Dortmund, das ist mein Kollege Faber.
Wir hatten telefoniert.
Ja, aber Judith war dat nicht.
Die kann doch niemandem wat zuleide tun.
Wussten Sie von dem Treffen?
Sie hatte mir erzählt, dass sie dem Spuk ein Ende setzen wollte,
aber von dem Treffen habe ich nichts gewusst.
Der Sohnemann ist am Kicken, während die Mutter im Krankenhaus liegt
und des Mordes verdächtig ist.
Judith war dat nicht.
Außerdem war Jonas schon da.
Sonntag ist ein wichtiges Spiel.
Lassen Sie ihn in Frieden trainieren.
Das ist Judiths Junge.
Da gibt es doch sicher ne Geburtsurkunde.
Ja. - Können wir die mal sehen?
Na jut.
Jut!
Guter Mann im Tor.
So, dann haben wir jetzt hoffentlich Ruhe.
Haben Sie das Eva Dehlens nicht gezeigt?
Doch, aber die hat immer gesagt, das ist gelogen.
Die ist eben ein bisschen irre.
Tach. - Tach. - Tachchen.
Was wollen die hier?
Das ist Polizei. - Mhm.
Die hätten mal früher kommen sollen, als uns die Bekloppte genervt hat.
Haben Sie ne Anzeige gemacht? - Dat wollten wir.
Weil die wie blöde auf so ner Probe bestanden hat.
Da hat Judith gesagt, kriegen wir auch so in den Griff.
Ja, peng. Hahaha.
Meine Mutter hat den Typen nicht erschossen.
So sicher? Warst du dabei? - Klar.
Wer war es denn dann?
Ich werde keine DNA-Probe abgeben. Können Sie vergessen.
Das würde die Behauptung aus der Welt schaffen.
Ich muss das nicht. Ich weiß, wer meine Mutter ist. Meine Familie.
Hier.
Jonas Stiehler, geboren in Herten vor 17 Jahren.
Und hier: Vater unbekannt.
Ich kenne meinen Vater.
Da steht er.
Ich würd mal sagen, Sie gehen jetzt.
Danke fürs Wasser.
Sie waren bis vor 1/2 Jahr bei der Bundeswehr?
Hauptfeldwebel.
Dienstunfähig. - Ja, ich hatte einen Unfall.
Scheiße.
Die Ordonnanzpistole beim Bund ist doch ne USP, oder nicht?
P8, ja.
9 mm.
So war es schon, als ich klein war.
Nicht anders war es bei meinen Jungs.
Bescheuert mit dem Glück.
Hätten wir den Kaugummi mitnehmen sollen? - Hätte, hätte, Mopedkette.
Ist der mit ner P8 erschossen worden?
Haben Sie Ihre Waffe noch?
Denken Sie, ich war das?
Nee, haben wir gecheckt, Auswärtsspiel vom BVB.
Also die P8. - Ich hatte keine Waffe beantragt.
Haben wir auch gecheckt. Ich meine, heimlich mitgenommen?
Kleines Andenken? - Könnt von mir aus alles durchsuchen.
Sie sind ja nicht so blöd, die Waffe vor meinen Augen zu entsorgen.
Oder vielleicht doch?
Kandidaten wie Sie hatten wir auch in Kabul.
Waren die Ersten, die durchgeknallt sind.
Immerhin für unsere Freiheit.
Schicker Roller. Woher hat denn der so viel Geld?
Trägt Zeitungen aus, Nachhilfe.
Faber, wir müssen zum Hafen. Komm.
Die Zeitung will ich auch austragen.
Ich muss los.
Du warst nicht am Schrank oder an der Schatulle?
100.000 Euro waren in der Tablet-Tasche da.
Von Max Dehlens? - MD als Initialen.
Das Tablet liegt in seinem Wagen.
Tatwaffe? - Nix.
Handy? - Wahrscheinlich versenkt wie die Waffe.
Sein Konto überprüfen. - Läuft.
Was ist mit Dehlens' Job?
Ich nehme an, der hat was mit seiner Sekretärin.
Beweise?
Die hat sich so verhalten. - Beweise?
Wir sind da dran. Okay?
Das Geld macht nur Sinn, wenn er es Judith Stiehler geben wollte.
Warum erschießt sie ihn dafür?
Vielleicht handeln Mütter anders, als Sie sich vorstellen können.
Was soll das denn?
Hä, was?
Vielleicht handeln Mütter anders, als Nora sich vorstellen kann.
Ist okay.
Wollen Sie mir die nächste Beschwerde an den Hals hängen?
Jungs. - Ist doch wahr.
Wollen Sie bei der Verflossenen punkten? Keine Chance.
Der würd mir auf den Senkel gehen.
Hey. - Jetzt ist gut.
Wars das schon?
Brauchst noch ein paar Schläge für die nächste Beschwerde.
Sie müssen Sie Ihren Frust nicht an anderen ablassen.
Das würd mir wahnsinnig auf den Senkel gehen.
Hat was, oder?
Ja.
Frühes Neandertal.
* Musik *
Die suchen morgen weiter nach der Waffe.
Wenn Judith Stiehler dem Spuk wirklich ein Ende machen wollte:
Wie?
Hatte Max Dehlens deshalb so viel Geld bei sich? Wurde er erpresst?
Da ist diese Frau, die dir dein Kind wegnehmen will.
Du zeigst ihr die Geburtsurkunde, Kinderfotos.
Die lässt nicht locker.
Du bist überzeugt, sie ist krank. Kontaktierst den Ehemann.
Du kriegst raus, das ist ein Kerl mit viel Kohle.
Guter Ruf, hat was zu verlieren. Du witterst ne Chance.
Du drohst, das mit seiner Frau an die große Glocke zu hängen.
Karriere hin, Ruf kaputt.
Verlangst 100.000 Euro für dein Schweigen.
Dann bestellst du ihn hierher.
Komm schon, Faber, machen Sie mit.
Okay, ich bin Judith, Sie sind Max.
Wir treffen uns hier.
Du versuchst mich zu überreden, vernünftig zu sein.
Ich will das nicht hören.
Jetzt habe ich die einmalige Chance, raus aus der Scheiße.
Du willst nicht hören. Also ziehe ich die Waffe.
Hören Sie auf, bitte.
Gib mir das Geld. - Aufhören.
Ich erzähl überall, wie durchgeknallt deine Frau ist.
* Musik *
Warum ich Polizist bin, hat der Seelenklempner gefragt.
Plötzlich komm ich nicht mehr klar.
Ich fisch die Unverletzte zuerst aus dem Wasser,
ich kann mich nicht mehr einfühlen.
Nix, leer.
Wegen dieser einen Frage?
Tja.
Wie ist das, wenn man ner Hummel klarmacht,
dass sie gar nicht fliegen kann?
Wie haben Sie denn das gemeint, bescheuertes Glück?
Kennen Sie das nicht?
Ne Erinnerung plötzlich oder ein Foto von früher.
Musik, ein Geruch.
Plötzlich weiß man, da, in dem Moment, war ich glücklich.
Aber damals hat man es nicht gemerkt.
Hätte man, dann wär vielleicht einiges anders gelaufen. Besser.
Vielleicht.
Warum sind Sie Polizistin geworden?
Mein Vater ist Polizist.
Mein Großvater auch.
Ich hab Hunger.
Komm.
War ein Tag wie heute damals.
Der ganze Pott war draußen an den Seen.
Eva Dehlens war mit ihren beiden Kleinen im Westfalenpark.
War gestresst, genervt und abgelenkt.
Weil Mel die ganze Zeit gequengelt hat.
Hat mit ihr geschimpft.
Dabei hat sie Tommi aus den Augen gelassen.
Nur kurz.
Als sie sich ihm wieder zuwandte, war er weg.
Trotz der vielen Leute keine brauchbaren Zeugen.
Hat sie sich verändert, Eva Dehlens?
Sie schüchtert sie ein, wa?
Ja.
Feierabend.
Und jetzt, wohin?
Ins Hotel?
Nee, weil...
Nee, jetzt, ich mein, weil...
Ich nehm noch ein... - Ja.
Hast du noch 2 lecker Pils?
Bitte schön. - Danke.
Links oder rechts?
Gib her.
Es war nicht so, wie Faber meinte. - Ich weiß.
Lass den Typ nicht bestimmen, was wir wie meinen.
Das am Hafen heute.
Diese kleine Spinnerei da.
Ich weiß nicht, da habe ich gedacht, wir kriegen das hin.
Ja.
Garantiert.
Und nicht alles, was ich sage, soll dich provozieren. Okay?
Nicht alles?
Ich war glücklich mit dir.
Daniel.
Ich war glücklich mit dir, mehr wollte ich nicht sagen.
Und dass das vorbei ist, ich habs ja kapiert.
Enttäuschen Sie mich nicht und werden noch romantisch.
(rülpst) Ich kann die Nationalhymne rülpsen.
Ich sag doch, keine Romantik.
Gewusst, dass ich kein Magazin in der Waffe hatte?
Beim Kollegen Kossik wäre ich mir da nicht so sicher gewesen.
Muss man nicht nähen.
30 Stiche, Vollnarkose.
Ich bin mir nicht sicher,
ob ich damals wirklich alles für das Auffinden von Tommi getan habe.
Wirklich alles.
Ich wollte diesen Fall so unbedingt.
Wollte ihn lösen.
Aber meine Gedanken waren ständig bei meinem Sohn.
Vielleicht habe ich deswegen was übersehen.
Vielleicht hätte ich
auf den Einsatz der gesamten Hundestaffel bestehen sollen.
Ich habe mich mit einem Hund zufriedengegeben.
Die anderen Tiere sollten zu ner Vorführung
beim Empfang vom Ministerpräsidenten.
Vielleicht hatten Sie aber auch keine Chance.
Die hätte ich dann aber nutzen müssen.
Woher wussten Sie, dass mir die Klamotten passen
von Ihrem Sohnemann?
Guter Blick.
Wie gut kennen Sie mich eigentlich?
Lieber nicht.
Hey, willst du noch ein Bier?
Du lachst über mich.
Du.
Du lachst über mich.
* Musik *
Was soll denn das?
War ein Missverständnis. Tut mir leid.
Ist das dein Ernst?
Lass gut sein. Was willst du überhaupt von so nem Wrack wie mir?
Lass gut sein.
Ich hatte einfach Lust.
Die anderen Typen sind Stammgäste.
* Musik *
* Anrufbeantworter * Hier ist die Männer-WG Bönisch.
Gute Nachrichten nach dem Piep.
Hi, ich bins, Mama. Martina und Mama.
Wie gehts? Heil zurück vom See, oder...
Du wolltest dich doch bei mir melden, Sven, wann...
Quatsch, weißt du sicher noch nicht.
Ich weiß nicht.
Hör ich ständig.
Wo waren Sie zur Tatzeit?
Weiß nicht.
Warum haben Sie ihn geschlagen?
Geschossen, gemordet, gelogen?
Ich weiß nicht, ich weiß nicht.
Ich weiß nicht.
Sven, ich habe es bisher nicht geschafft vorbeizukommen,
weil ich...
Na ja, wie immer halt.
Aber ich wollte, deinen Benzingutschein,
den werf ich dir die nächsten Tage ein, wenn ich in der Nähe bin.
(Mann) Ich bins.
Ah.
Okay, hi.
Sagst du es Sven?
(Mann) Mach ich.
Alles gut?
Ja, ja. Alles gut.
Weißt du, wann wir uns am allernächsten waren?
Als Svenny beinahe gestorben wäre.
Da hast du ihn auf dem Arm getragen.
Gebetet.
(Mann) Martina, bitte.
Nicht jetzt.
Tschuldigung, dass ich dich geweckt hab.
Ich fahre nachts an den Hafen
und...
Und was?
Oh Gott, was ist denn los mit mir?
Mann, Mann.
Ich
will mein Kind beschützen.
Ich will...
Ich will...
Ich will mein Kind beschützen.
Ich will mein...
Mein Kind, mein Kind, mein,
mein verlorenes Kind ist wieder da.
Mein verlorenes Kind ist wieder da.
Ich hab mein Kind verloren.
Faber, reiß dich mal zusammen. Das kann doch nicht so schwer sein.
Ich hab mein Kind verloren.
Ich hab mein Kind verloren.
Ich habe mein Kind verloren.
Ich hab mein Kind verloren.
Ich hab mein Kind verloren.
Ich hab mein Kind...
* Musik *
"Dienstaufsichtsbeschwerde in Sachen Kossik gegen Faber...
...gezwungen, ein Disziplinar- verfahren einzuleiten.
Werden bis zum Abschluss der Ermittlungen
von einer Suspendierung absehen."
Doppelkorn.
Was ist los, Faber, was ist los mit dir?
Das kann doch alles nicht wahr sein.
Ich muss doch irgendwas spüren.
Irgendwas musst du doch spüren.
Oh, fuck!
Irgendwas musst du doch spüren!
Was ist denn los? Hä?
Irgendwas.
(Mann) Halt die Schnauze!
Was ist los?
Hey du Penner, Schnauze!
Ja. Halt die Klappe!
(Eva Dehlens) Ich rufe und rufe seinen Namen.
Tommi.
Tommi. Tommi!
Aber er antwortet nicht.
Haben Sie ihn gerufen?
Sind Sie jede Stunde, jede Minute in diesem verdammten Park?
Warum nicht?
Warum?
Das ist doch Ihre Pflicht, Sie sind doch Polizistin.
Ich weiß, dass er da draußen ist.
Ich weiß es.
Ich bin sicher.
Er braucht mich.
Ich wollte einfach keinen kleinen Jungen im Müll finden.
Und ich wollte auch kein Kind finden,
das tagelang missbraucht wurde.
Ich weiß, ich hätte den Fall damals abgeben müssen.
Man hätte Tommi also finden können.
Das weiß ich nicht.
Ich weiß nur nicht,
ob ich nicht vielleicht doch mehr hätte tun können.
Es tut mir einfach sehr leid.
Dann helfen Sie mir jetzt. Bitte.
Ja.
Pit, du kennst doch die Genies aus dem LKA,
die Programme haben, wie jemand nach 15, 20 Jahren aussieht.
Dieser Junge mit 17 Jahren, wie würde der aussehen?
Kannst du was arrangieren? - Kein Thema.
2 von den Kollegen haben gerade Urlaub.
Möglich, dass es länger dauert. 3 Tage? - Danke.
Morgen. - Morgen.
Wo sind die Jungs?
Messen, wer den Längeren hat?
Alles in Ordnung? - Klar.
Wat? Wat is?
Bilden Sie sich bloß nichts ein wegen gestern Abend.
Ich bin und bleibe eingebildet.
Das lass ich mir nicht nehmen.
Rapunzel, wa?
Lange her.
Ist doch irgendwie unser Fall.
Eine Frau nimmt der anderen das Kind. - Ne Hexe.
Ist eher was für Mädchen. Meine Jungs fanden das immer doof.
Ja.
Hier, du hattest angefragt wegen Waffenbesitz. - Danke.
Morgen.
Ach nee.
Ich brauch Sie da.
Natürlich wollte ich eine Waffe.
Ich hatte noch ein Kind.
Ich wollte Mel beschützen können.
Aber die haben das abgelehnt.
Psychisch labil.
Bis vor 2 Jahren noch haben Sie Anträge gestellt.
Glauben Sie, man verliert die Angst?
Warum haben Sie dann aufgehört?
War wohl eine der Therapien erfolgreich.
Bügelzimmer? - Auch das Ergebnis einer Therapie.
Das haben Sie ertragen, dass Ihr Mann Ihnen nicht beistand?
Da ist doch so viel Schmerz.
Ich habe eine Reihe von Therapien gemacht.
Ja, aber die Gedanken bleiben doch.
Warum darf ich noch essen, trinken, warum darf ich das noch?
Warum darf ich noch atmen?
Weil ich noch Hoffnung habe.
Aber ich bin der einzige Mensch, der noch diese Hoffnung hat.
Alle sagen, ich soll vernünftig sein, das Leben geht weiter.
Ich kanns nicht mehr hören.
* laute Musik *
Die Wut braucht ein Ziel.
Der Schmerz.
Jemand muss Schuld haben.
Wie soll ich es sonst ertragen?
Bin ganz allein damit.
Kann mir auch keiner helfen, keiner.
Lassen Sie das bitte.
Ich hab mein Kind verloren.
Mach die Musik leiser!
(Lech) Faber!
Als der Junge verschwand,
hätten Sie auf den Schuldigen geschossen, nicht?
Ja.
Wenn du vor mir keinen Respekt hast,
dann wenigstens vor der Trauer deines Bruders.
Wär der überhaupt hier, wenn Tommi nicht verschwunden wäre?
Der ist nur froh, auf der Welt zu sein. Scheiße.
Warum gibt es keine Bilder von Tommi in Ihrem Haus?
Ich habe Ihnen gesagt, ich habe Therapien gemacht.
Die Leere erinnert viel mehr. Tut viel mehr weh.
Was war das da eben?
Ich kann sie nicht ausschließen als Täter.
Und dafür spielen Sie erschießen? Vollidiot.
Haben Sie eine Ahnung, was Sie zerstören können?
Vielleicht sollten Sie mich therapieren. - Da haben Sie recht.
Ich will mit der Tochter und dem Jungen reden.
Ich werde sehen, wie es den beiden geht.
Bringen Sie sie ins Präsidium.
Frau Bönisch, jetzt ist... Oh.
Die Kollegen haben angerufen, wo das Geld bleibt, die 100.000.
"Wenns unbedingt sein muss, nachm Pieps."
Faber, ich bins.
Ich hoffe, Sie sind auf dem Weg und haben die 100.000 dabei.
Sonst haben wir bald ein Problem.
Bis jetzt keine Waffe gefunden? - Nee.
Was wird denn das hier? Wieso sollte ich herkommen?
Sie haben Zeit. Und wir könnten einen Neustart gebrauchen.
Wie gehts Ihnen denn? - Hervorragend.
Das ist doch super.
Also, Max Dehlens stand ungefähr so.
Macht schon Sinn.
Das Blut da unten.
Judith Stiehler stand angeblich so, so wie Sie jetzt.
Aber nicht, wenn sie geschossen hat.
Keine Schmauchspuren bei Dehlens.
Das Projektil trat ungefähr hier ein.
Hier wieder raus.
Ja?
Dann haben wir einen Schusskanal, Entschuldigung,
ungefähr in diese Richtung.
Wenn er so dastand.
Und wie weit ungefähr weg?
Mindestens 5 m.
Mehr als 25 m wäre bei einer P8 ein Glückstreffer, oder?
Der Stromkasten wäre ein guter Hinterhalt.
Jungs, könnt ihr hinter dem Stromkasten ordentlich gucken?
Haben wir schon. - Ich hab auch schon einiges.
Aber hätte das Opfer anders gestanden - Nicht zu eifrig.
Keine Schmauchspuren bei Stiehler?
Vielleicht hatte sie Handschuhe an. - So clever ist die nicht.
Also, Judith Stiehler hier, der Täter da.
Wenn das stimmt.
Wenns stimmt.
* Musik *
* Telefonklingeln *
Ja, hallo?
Hallo?
* Freizeichen *
* Musik *
Alles klar. Deswegen sind Sie ins Wasser.
Sie wollten die Kohle.
Nein, da war kein Geld.
Ich dachte nur, das hat jemand vergessen.
Was war das für ein Deal, der im Hafen laufen sollte?
Nee, das war kein Deal.
Sie lügen so schlecht.
Wollen wirs uns teilen? Das wären 50.000 für jeden.
Oder alles für Sie.
Dafür brauch ich was von Ihnen.
Ich muss denen im Präsidium was bieten. - Wie?
Was denn?
Ein Geständnis: Ich hab den Mann erschossen. Mehr nicht.
Nein, ich war das nicht.
Läuft sowieso drauf raus, dass Sies waren.
So hätten Sie noch eine schöne Summe für Ihren Mann und Sohn.
Das dürfen Sie gar nicht. Ja?
Der Mann wollte verhindern, dass ich zur Polizei gehe.
Und dann hat irgendeiner geschossen.
Wer? Sie konnten ihn sehen. - Nein! - Doch!
Wenn Sie die Wahrheit erzählen,
hätten Sie sehen können, wer geschossen hat.
Wen schützen Sie? Wer ist es wert, dass Sie die Klappe halten?
Jonas, oder? Alles klar.
Ja, Faber hier.
Ich brauch das Bewegungsprofil von Jonas Stiehler.
Alles in Ordnung bei Ihnen? - Alles gut, falscher Alarm.
Oh Gott.
Jonas.
Was wollen Sie hier? Ich bin spät dran. - Ich weiß.
Sie waren bei Ihrer Frauenärztin?
Und? - Schwanger?
Ich wüsste nicht, was Sie das angeht.
Wir haben Ihre Terminplaner ausgewertet.
Und das Navi von Max Dehlens führte uns zum Mulino.
Dort hat er zu Abend gegessen.
N paar Stunden vor seinem Tod.
Und er war nicht allein.
Der Wirt hat Sie erkannt.
Genauso wie der Portier von dem Hotel nebenan.
Zimmer 23, Herr und Frau Schneider.
Kurz vor Mitternacht wurde ausgecheckt.
Ich weiß, wie es Ihnen geht.
Ich und Max, wir wollten weg.
Die Niederlassung in Schanghai.
Neu anfangen.
Sie wollten zu Ihrer Frauenärztin, weil Sie das Kind - Nein.
Nicht um das Kind wegmachen zu lassen. Niemals.
Wir hatten uns so drauf gefreut.
Dass er diese Frau treffen wollte am Hafen - Davon hat er nichts gesagt.
Nur dass bald alles so geregelt ist, dass wir verschwinden können.
Was hat er damit gemeint?
Die Scheidung, dachte ich.
Hier. Ich musste es nicht mal trocken föhnen.
Ich sammle, was wir über Judith Stiehler wissen.
Vielleicht hat sie nicht geschossen.
Das kann doch sein, dass sie den Täter gesehen hat und ihn schützt.
Ihr Mann hat ein Alibi von 30 Mann ausm BVB-Fanbus.
Bleibt also nur Jonas.
Ich denke auch.
Wie siehts aus mit dem Bewegungsprofil?
Haben wir noch nicht. Er behauptet, er war den ganzen Abend zu Hause.
Wenn Judith Stiehler da stand, wo sie behauptet,
und nicht geschossen hat
Dann hat unser Freund aus Afrika gelogen, oder?
Wenn sie geschossen hat, stand sie mit höchster Wahrscheinlichkeit
hinter dem Stromkasten.
Hätte er sie da sehen können?
Hätte, hätte, Mopedkette.
Nora, wir müssen noch mal mit dem Afrikaner reden. - Okay.
Die Sekretärin, ist das Kind von Dehlens?
Ja. Er hat versprochen, dass bald alles geregelt ist.
Sie dachte, die Scheidung. - Und du?
Sieht aus, als hätte er ein neues Leben beginnen wollen.
Er hatte sich für Schanghai beworben.
Besuch für Sie.
Mhm?
Ach, mögliches Motiv von Jonas?
Und wie hätte er an eine Waffe kommen können?
Daniel, ich will wissen,
obs irgendwas gibt, was zweifellos belegt, dass er zu Hause war.
Bewegungsprofil? - Das ist nur sein Handy. Ich will mehr.
Hallo Melanie. - Nur Mel.
Ist es in Ordnung, wenn wir 2 alleine reden?
Herr Faber, einen Augenblick bitte.
Der Junge, das geht noch nicht.
Auch Mel wirkt sehr viel robuster, als sie ist.
Gehen Sie also bitte nicht leichtfertig mit ihr um.
Steht zu viel auf dem Spiel, was wichtiger ist.
Als die Wahrheit?
Als der persönliche Erfolg.
Was hat er gesagt?
Dass du robuster wirkst, als du bist.
Komm, wir gehen hier rein.
Wollen Sie nen Kaffee? - Nee, danke.
Sie haben doch auch beruflich zu tun mit Faber.
Sie sind das, oder?
Ja.
Geht um Eva.
Ihr habt nicht das allerbeste Verhältnis? - Gar keins.
Sie hat schon ein paarmal geglaubt, Tommi wiederzuerkennen.
Einmal wurde ihr verboten, sich einem Jungen auf 1 km zu nähern.
Dass Eva Dehlens ihren Sohn erkannt hat, wie wahrscheinlich ist das?
Gäbe einige psychologische Gründe dagegen,
aber auch einen ganz menschlichen dafür.
Der Instinkt einer Mutter.
Steht das nicht in ihren Unterlagen? - Doch, sie musste zur Therapie.
Immer wieder.
Trotzdem hat sie es geschafft, unsere Familie kaputt zu kriegen.
V.a. meinen Dad.
Ich müsste mich länger mit ihr beschäftigen.
Und im Schnelldurchlauf?
Was nutzt mir mein Problem?
Die Antwort darauf ist immer ein guter Anfang.
Wiedersehen.
Es ging immer nur um Tommi. Wir anderen waren unsichtbar.
Ich erinnere mich gar nicht mehr an ihn. Keine Ahnung.
Mhm. Haben deine Eltern deswegen gestritten?
Mein Dad nie. Er ist nur stummer geworden und dicker.
Er hätte sich trennen sollen.
Und dann?
Dann wäre ich zu ihm gezogen.
Sag mal, in euerm Haus, gibts da irgendwelche Waffen?
Eva wollte immer eine. Ich glaub nicht. Ich weiß nicht.
Hat sie...
Hat sie Dad erschossen? * Klopfen *
Einen Moment, bitte.
Sie hätten sich nicht bei meiner Mutter entschuldigen sollen.
Bin gleich wieder da.
Willst du ne Cola haben?
Sie haben sich entschuldigt? - Meine Sache.
2 Dinge. 1. haben sie ne 9 mm ausm Hafen rausgefischt.
Die Tatwaffe? - Wird sich zeigen.
Auf jeden Fall wurde die Seriennummer weggeflext.
2. Judith Stiehler.
Kossik.
Also, Judith Stiehler.
1999 zieht sie mit Jonas nach Holland
zu nem Besitzer von ner Pizzeria.
Ein Jahr später geht die Beziehung in die Brüche,
sie bleibt in Holland.
Im Sommer 2001 stirbt ihre Mutter,
und sie zieht mit Jonas zurück nach Herten.
Sommer 2001?
Judith geht zurück, und Tommi...
Und Tommi verschwindet. Ich fahr nach Holland.
Sie fahren nach Holland.
Alles wäre perfekt gewesen, Max, Schanghai, unser Baby.
Und jetzt?
Ich möchte jetzt nach Hause, bitte.
Du kannst vorne sitzen.
* Handyklingeln *
Ja, bei der Arbeit.
Ich hab Ergebnisse, was die Konten angeht. - Und?
Die 100.000 hat Dehlens am Todestag abgeholt.
Interessant ist aber auch das Konto seiner Frau.
10.000 Euro hat sie am Tag nach dem Mord abgehoben.
Und sie zahlt Miete. Seit Herbst 2001.
Erst in der Maistraße und seit 2 Wochen in der Gartenstraße 15.
1. Stock, Wohnung 1.
Das ist doch bei Judith Stiehler um die Ecke? - Korrekt.
Ich fahr da vorbei.
Kühler Kopf in kühlem Hemd.
Mit der Sekretärin, wie du das gemacht hast, das war richtig gut.
Wir kriegen das hin, okay, als Freunde. - Klar.
Hast du getrunken?
Was? Blödsinn.
Und wenn, dann ist das meine Sache und nicht so wild wie Fabers Pillen.
Ich habs im Griff.
Schön sitzen bleiben, ich bin gleich wieder da.
* Musik *
Polizei, aufmachen.
Versteck dich. Los.
Ich weiß, dass Sie da sind.
Mahlzeit.
Erfolgreiche Therapie, alles klar.
So Freundchen, runter vom Roller.
Was denn, hä?
Nachhilfe und Zeitung austragen, klar. Abzocken, hm?
Wenn die mir das zahlt? Wär ich doch blöd.
Sie glaubt, sie ist deine Mutter. - Durchgeknallt, wie die ist.
Guck mal, wer da ist.
Das war nicht so gemeint, Mama.
Ihr Mann hatte keine Ahnung, oder nicht?
Und Mel weiß auch nichts davon?
Und seine Mutter, sein Vater?
Er ist mein Sohn.
Haben Sie einen Test gemacht?
Oder ist die Angst zu groß,
dass alles ne Lüge ist, dass er Sie ausnutzt?
Oder sie dich.
Hat Ihr Mann rausgekriegt, was ihr treibt?
* Musik *
Scheiße.
Mel?
Mel?
Scheiße. Die Schlüssel, schnell. Ihre Tochter ist da oben.
Deine Schwester.
* Freizeichen *
Svenny?
Nix. Ich hab nur gerade an dich gedacht.
Ich fahr Richtung Enschede.
Wo sie uns das Auto geklaut haben.
Mit Geld und Papieren, genau.
Nee, das war deine Idee, auf dem Marktplatz für Geld zu singen.
Das ist ne schöne Idee.
Sehr schön, das machen wir.
Aber diesmal ohne Singen, und du fährst.
* Glockenläuten *
Entschuldigung? Diese Frau hier hat vor 15 Jahren ungefähr...
* Musik *
Tag. - Tach.
Tach.
Ihrer Tochter geht es gut, sie können zu ihr.
Frau Dehlens, gestern Morgen, kurz nach dem Tod Ihres Mannes,
haben Sie 10.000 Euro von Ihrem Konto abgehoben, ist das richtig?
Ja. Ich wusste ja noch nicht, dass er tot ist.
Jaja. Wozu ist denn das Geld?
Ich wollte meinem Sohn einen kleine Freude machen. Zu seinem Geburtstag.
Das ist also das Ergebnis,
wenn Sie mit jemandem nicht leichtfertig umgehen.
Wie war das mit Ihrer Wut?
Sie spüren Sie gar nicht, sie spielen nur?
Und da, da pocht nix, gar nix?
Jeder Fall ist für Sie nur ein Versuch,
sich zu beweisen, dass es Sie gibt.
Wenn Sie es sagen.
Warum vertrauen Sie nicht denen, die Sie lieben?
* Musik *
"Mein Papa ist Polizist.
Er darf mit Blaulicht fahren und hat eine Pistole.
Damit darf er schießen, aber nur auf die Bösen.
Und wenn er einen Bösen verhaftet hat, dann fängt er den nächsten.
Bis keiner mehr da ist.
Und wenn keiner mehr da ist..." (stöhnt)
Danke. Wir melden uns wahrscheinlich noch mal.
Daniel, unser Zeuge ist verschwunden. Ja.
Wir müssen ihn zur Fahndung ausschreiben, ja?
Tach Chef.
So könnte der Junge jetzt aussehen. - Ah, okay.
Die Jungs vom LKA waren richtig schnell.
Chef. - Hau rein, Pit.
* Musik *
Kommen Sie bitte?
* Musik *
* Türklingel *
Frau Dehlens, Sie hatten recht.
Die DNA-Probe ist eindeutig. Jonas oder Tommi ist Ihr Sohn.
Wiedersehen.
* Musik *
* Motorengeräusch *
* Musik *
So viele Leute, so fröhlich alle.
Keiner hat sich um den Jungen gekümmert.
Er stand da, rief seine Mutter, und die hörte nicht.
Die hat einfach nicht gehört.
Was ist das für ne Mutter?
Musste ich mich ja kümmern.
Ich hatte auch keinen mehr, meine Mutter war tot, und mein Kind...
Mein Kind war...
Mein Kind war tot.
Sie haben Tommi einfach genommen?
Ja, ich hatte keinen mehr.
Dann haben Sie die Wohnung Ihrer Mutter übernommen
und Tommi als Jonas ausgegeben.
Ich hab an seinem Bett gesessen, als er krank war.
Als sie den kranken Blinddarm nicht gefunden haben...
Ich hab ihn im Arm gehalten.
Ich hab gesungen, Geschichten erzählt.
Er hat das geliebt.
Wer hat Max Dehlens erschossen?
Ich hab nix gesehen. Nur, wie er ins Wasser - Ja, mit dem Geld.
Ich wollte ihn retten. - Was war der Deal?
Sie schützen Jonas.
* Musik *
Daniel hat angerufen. Jonas kann es nicht gewesen sein.
Der war den ganzen Abend zu Hause
und hat mit seinen Freunden gechattet.
Okay, versuchen wirs.
Also, ich komm hierher mit 100.000 Euro in der Tasche.
Bin kurz davor, meine Familie zu verlassen,
neu anzufangen mit ner neuen Frau.
Warum das viele Geld?
Ich will frei sein, endlich frei.
Ich will dir deinen Jungen abkaufen für meine Frau.
Gib Eva ihren verlorenen Sohn zurück.
Dann fang ich neu an. In Schanghai.
Ich geb mein Kind nicht her.
Für kein Geld der Welt.
Ich meine, 14 Jahre hab ich dafür gelogen.
Vielleicht verkaufe ich was.
Ich verkaufe die Hoffnung meiner Frau,
dass sie Tommi wiedergefunden hat.
Weil ich nicht dran glaube.
100.000 Euro, und du verschwindest mit Tommi für immer.
Aber warum hab ich ne Waffe dabei?
Zur Sicherheit, falls das ne Falle ist.
Du verkaufst die Hoffnung deiner Frau.
Vielleicht bin ich nicht Judith Stiehler,
vielleicht bin ich Eva Dehlens.
Okay, Eva.
Judith Stiehler wollte dem Spuk ein Ende setzen.
Das weiß ihr Mann, und das weiß Jonas.
Ja, und der redet mit mir darüber,
weil er will ja nicht, dass dem Spuk ein Ende gesetzt wird.
Der will Geschenke, vielleicht auch die Möglichkeit, doch Tommi zu sein.
Ich fahre hierher, sehe, was vor sich geht, und peng.
Und die Waffe, woher? Man hat ihr keine Waffe erlaubt.
Vor 2 Jahren habe ich aufgehört, eine zu beantragen.
Warum? - Weil ich mir illegal eine besorgt habe.
Das Geld dazu hätte ich.
2 mögliche Täter, oder? Die Mütter?
Rapunzel. - Kaukasischer Kreidekreis.
* Musik *
* Türklingel *
Danke.
Ich bin nicht im Dienst.
Jetzt schon, ich brauch deine Hilfe.
Ich hab das hier im Griff, okay?
Wir müssen den Hafenarbeiter finden.
Der hat sich gestern im Hafen nen Wagen gekauft.
Bar bezahlt, 9.900.
Das passt zu den 10.000 Euro, die Eva Dehlens abgehoben hat.
Kommst du?
Ist das abgesegnet von der obersten Heeresleitung?
Nein.
Dann umso lieber.
Kommst du?
* Musik *
Wo ist sie? Ja, wo ist sie? Wo ist sie?
Sie stand hinter dem Stromkasten.
Das ist ein Beweis? Ein Hund?
Und was für einer.
Wir müssen uns beeilen, bevor der Regen kommt.
Jetzt hat er ihn erschnuppert, den Mörder.
Dann wollen wir mal, bitte.
(Hund bellt)
* Musik *
(Hund bellt)
* Musik *
* Türklingel *
(Hund bellt)
Was soll der Scheiß?
Jonas, nein. Das ist, das ist falsch.
Das ist falsch, das stimmt nicht, das ist alles falsch. Ich war das.
Ich hab den erschossen.
Ich wollt das Geld einfach haben.
Sie lügen, Sie wollen nur Jonas schützen.
Mann, ich war hier. Scheiße. - Ich war das.
Hören Sie nicht? Sie gesteht.
Ich hatte Pauls Pistole dabei.
Aus dem Wohnzimmerschrank. Die hab ich genommen.
Wo ist die jetzt? - Im Hafen.
Da haben wir sie ja auch gefunden.
(Eva Dehlens) Dann ist doch alles klar.
Warum sind Sie nicht bereit, seine Schuld auf sich zu nehmen?
Aber sie gesteht doch.
(Judith Stiehler) Ich war da.
Die Waffe.
Aber aus der Waffe ist nie geschossen worden,
und Jonas kann es nicht gewesen sein.
Ja, aber der Hund - Wir haben ihm die Fährte gelegt.
Und weil ich die Schuld nicht auf mich nehme,
soll ich es gewesen sein.
Ich hab keine Waffe. - Nicht offiziell.
Ich nehme an,
die Waffe werden wir in Tommis Gedenkzimmer finden, richtig?
Aber bis dahin haben Sie nichts gegen mich in der Hand. Richtig?
Kann ich gehen?
Er hat Sie gesehen und für Sie gelogen.
Für 10.000 Euro.
Was ist das gegen einen Vater, der seinen eigenen Sohn verkauft?
Ich habe immer nur auf mein Herz gehört.
* Donnergrollen *
* Musik *
"Mein Papa ist Polizist.
Er darf mit Blaulicht fahren und hat eine Pistole.
Damit darf er schießen, aber nur auf die Bösen.
Und wenn er einen Bösen verhaftet hat, dann fängt er den nächsten.
Bis keiner mehr da ist.
Und wenn keiner mehr da ist, hat mein Papa seine Arbeit erledigt
und bleibt für immer bei mir.
Darauf freu ich mich."
* Musik *
Wollen Sie immer noch wissen, warum ich Polizist bin?
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