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Untertitel: WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
* Tatort-Titelmelodie *
* Musik *
Frank Thiel Prof. Karl-Friedrich Boerne
Das ging aber schnell.
Nadeshda Krusenstern Silke Haller, "Alberich"
Ich war nicht wirklich willkommen.
Hab ich doch gesagt.
Ja, hast du doch gesagt.
Das gibt es ja nicht.
Was machst du da?
So viele im Verein, die so heißen, wird es nicht geben, oder?
Von wegen Hamburg.
Vielleicht ist er versetzt worden.
* Musik *
Komm, lass uns gehen.
Es war nicht deine Schuld, es war ein Unfall.
Das Mädchen ist trotzdem tot.
Und wohin jetzt?
Das werd ich schon rausfinden.
Was soll das, Sebastian?
Wir waren verabredet, wir haben ausgemacht, dass ich vorbeikomme.
Wo bist du?
Es ist immer dasselbe. Es ist typisch.
Ich weiß, dass du hier bist. Dein Fahrrad steht hier.
Dann wirf den Mantel eben runter, wenn du mich nicht sehen willst.
Idiot.
Basti!
* Musik *
Chef?
Wo befindet sich beim Reh- und Muffelwild der Muffelfleck?
Was sind das für Fragen?
Ähm... Könnten Sie mir hier vielleicht bitte grad mal helfen?
Wie viele Zwerge braucht man, um eine Leuchtstoffröhre zu wechseln?
Am besten keinen.
Dann müssen Sie sich auf die Zehenspitzen stellen.
Nicht nur Ballenstand, Zehenstand.
Wie unterscheidet sich bei Greifvogelarten
das Alterskleid vom Jugendgefieder?
In der Dichte?
Ihr Gefieder wird übrigens auch ganz schön schütter.
Bitte? Wo?
Hier oben am Kopf, im Spiegel sehen Sie das nicht so.
Aber wenn ich hier oben auf der Leiter stehe, dann... - Quatsch.
Am besten lass ich die Lampe kaputt, dann fällt es nicht so auf.
* Musik *
* Telefonklingeln *
Ja, was ist denn schon wieder?
Ich bereite mich gerade auf eine wichtige Prüfung vor.
* Telefonklingeln *
Nadeshda, ist gerade ungünstig. Ich bin auf dem Weg ins Fitnessstudio.
Was gibt es denn da zu lachen?
Nein, es kommt mir nicht gerade gelegen.
* Türklingeln * Ich bin nicht da!
Hören Sie... * Türklingeln *
Warten Sie mal, bleiben Sie kurz dran.
Ja, was gibt es?
Sind Sie Herr Thiel? Frank Thiel? - Was steht denn da an der Tür?
Mögen Sie Überraschungen? - Nein.
So Nadeshda, da bin ich wieder, sorry.
Ja, wo ist das gewesen?
Aha.
Wenn Sie mir was verkaufen wollen,
ist grade ein ganz schlechter Moment. - Nee.
Ich bin dran.
Klingeln Sie mal einfach bei Prof. Boerne, sagen Sie,
Ihr Zeug ist schweineteuer und hochexklusiv,
dann kauft er es, egal was es ist.
Entschuldigung, ich konnte gerade nicht zuhören...
Charmant.
Er hat nicht aufgemacht.
Dann hab ich versucht, ihn über die Mailbox zu erreichen, und...
Zugegeben, auf den 1. Blick sieht es nach Selbstmord aus, aber...
Aber, aber... Immerhin sind wir mal einer Meinung.
Das wüsste ich aber, das wir einer Meinung sind.
Das ganze Computerzeugs hier.
Linux Server Administration.
Heilige Scheiße.
Kein Wunder, dass der vom Balkon gehüpft ist.
Sie wären schon mit dem Ein- und Ausschalten
eines solchen Gerätes überfordert. - Sehr komisch.
Schauen Sie sich mal diese Fotos hier an.
Ist doch viel zu sportlich für so einen Computer-Nerd.
Nur wieder eins von Ihren Klischees.
Wenn ich jetzt ein Foto von Ihnen mache,
sehen Sie auf dem Foto auch aus wie ein Hochleistungssportler.
In Wahrheit sind Sie
nur ein chipsvertilgender, polsterpupender Fußballgucker.
Müssen Sie gerade sagen. Stubenhocker.
Stubenhocker? Wissen Sie, wie viele Liegestütze ich kann?
Na, jetzt kommt es.
Alle.
Außerdem bin ich ein Naturbursche, wie von Gott dafür geschaffen.
(singt) ♪ Wir Jäger sind Kinder der freien Natur.
Wir trotzen dem Sturm und dem Regen. ♪
Hilfe!
Gott sei Dank sind Sie noch kein Jäger.
Aber so gut wie. Die mündliche Prüfung ist ein Klacks.
Und die Schießprüfung? - Mach ich mit links.
Notgedrungen, mit 2 linken Händen.
Und wissen Sie, was ich mich frage?
Wieso ist er vom Balkon gesprungen?
Gibt doch hier einen Fahrstuhl.
Konnte er es nicht abwarten, zu seiner Freundin zu kommen?
Exfreundin.
Die wollte nur noch ihren Wintermantel abholen. - Ach so.
Vor einer Woche hat sie mit Sandberg Schluss gemacht,
was ihn ziemlich aus der Bahn geworfen hat.
Kann man wohl sagen.
Jetzt ist sie natürlich völlig fertig und fühlt sich schuldig.
Was vermutlich auch so beabsichtigt war.
Nicht nett. - Nee, gar nicht nett.
Apropos, wo ist denn Boerne?
Der hat gesagt, er hätte einen ganz wichtigen Termin.
Ja, wirklich?
Und, schlimm? - Schlimm nicht.
Aber früher oder später
werden Sie mich fürs Haarefinden bezahlen müssen.
Ich nehme zur Kenntnis, Sie legen keinen Wert mehr auf Trinkgeld.
Ein Haarteil ist auch immer eine Option.
Oder so ein Bruce-Willis-Look.
Androgenetische Alopezie.
Danke, Papa.
Danke.
Glücklicherweise ist die Forschung ein gutes Stück weiter gekommen.
Versuchen Sie bloß nicht,
mir ein Haarwuchsmittel aufzuschwatzen.
Ich bin Wissenschaftler.
Aber mir hat ein kleines Vögelchen gesungen,
dass es bald ein revolutionär wirksames Präparat geben wird.
Was ist das für ein Vögelchen?
Ein süßer Kunde namens Florian.
Der süße Florian, ja, der kennt sich richtig aus.
Wenn er in der Entwicklung von Dr. Freytag arbeitet, schon.
Die Dr. Freytag?
Ja, die mit Sitz in Münster.
Schade, wehret den Anfängen.
Aber vor der Markteinführung rücken die eh nichts raus, sagt Flori.
Wenn ich mit ihr spreche, dann schon.
Nichts für ungut, Herr Professor, aber...
Sie Freitag, ich Robinson.
Aha.
Das ist ja vielleicht dreist.
Unglaublich.
Meinst du mich?
Nein, das Material, was mir zugespielt wurde.
Sorry. Ich habe immer ein schlechtes Gewissen. Meistens zu Recht.
Dieser Typ von heute Nachmittag kommt wirklich nicht infrage? - Nee.
Keine Ahnung. Wahrscheinlich war es doch irgendein Spanier.
Vom Temperament her käme es hin, Senorita.
Olé!
Also, von mir aus können wir.
Hast du nichts vergessen? - Nee.
Drogen, Waffen, Sexspielzeug, alles da.
Vielleicht ganz gut, dass du nicht meine Tochter bist.
So einen berühmten Journalisten hätte ich schon cool gefunden.
Eher berüchtigt.
Ich hoffe, dass das hier endlich ein Knaller wird.
Ja, dann hau rein.
Fertig.
Hör mal, Leila.
Egal was dir passiert und egal wo du bist,
du kannst dich immer bei mir melden, okay?
Du bist was Besonderes, und ich werde alles tun, um dir zu helfen.
Also, wenn du einen Freund brauchst, dann ruf an, ich werde da sein.
Warum hast du dir dann die Samenleiter durchschnippeln lassen?
Es gibt schon viel zu viele Menschen auf diesem Planeten.
Ja, zu viele von den Falschen.
* Klopfen *
Wer ist das denn?
Ja? Wer ist denn da?
(Mann) Herr Offergeld? Ich möchte mit Ihnen sprechen.
Wenn es nicht passt, ich komme auch so zum Bahnhof.
Nein, ich fahr dich schon, aber...
Aber?
Hier.
Du gehst jetzt durch die Küchentür, schnell. Los.
Worum geht es denn?
(Mann) Ich habe eine wichtige Nachricht für Sie.
(Offergeld) Was soll das? Jetzt beruhigen Sie sich.
Wovon reden Sie? Ich bin Lehrer, ich wohne hier in Frieden.
Leila, hau ab!
* Musik *
Verpiss dich!
(schreit)
Du Miststück! Halt an!
Halt an!
Bisher haben wir keine Hinweise gefunden,
die einen Selbstmord infrage stellen würden. - Bisher?
Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.
Der Herr Professor leidet ja unter akutem Jagdfieber.
Ah, ja, ich vergaß.
Und was ist mit den Schürfwunden hier?
Die muss er sich schon vor ein paar Tagen zugezogen haben.
Ich tippe auf ein Sportunfall.
Ist aber ein merkwürdiges Verletzungsmuster.
Vielleicht ist er in einen Zaun mit Metallspitzen reingerauscht.
Als Freeclimber?
Obwohl, das ist auch ein seltsames Hobby.
Aber wenigstens gefährdet man dabei nur sich selbst.
Sie meinen, nicht so wie unser Herr Professor.
* Musik *
Oh, jetzt chill mal, Leila, chill.
* Handyklingeln *
Jens? Mann, ist alles okay bei dir? Was war das...
(Mann) Wo haben sie ihn? Wo ist er?
Was denn? - Das wissen Sie ganz genau.
Mann, wer sind Sie denn? Ich will sofort mit Jens sprechen!
Wir sollten uns einigen. - Sagen Sie mir sofort, was mit Jens ist.
Der ist beschäftigt. Ich melde mich.
Ja, und was jetzt, Leila?
* Handyklingeln *
Moin Vaddern. Na, wie läuft es in Goa?
Oh, das ist aber eine schlechte Verbindung.
Schlechte Verbindung!
Deine Lieblingskräuter?
Ja, natürlich gieß ich die immer fleißig.
Wirst staunen, wenn du in 3 Wochen wiederkommst,
sind die mindestens genauso schön braun wie du.
Vaddern? Vaddern?
Na, Sie sind ja wirklich hartnäckig.
Habe ich vielleicht von Ihnen, Herr Thiel. - Wie bitte?
Oder sollte ich besser sagen, von dir, Daddy?
Haben Sie sie noch alle?
Von mir aus können wir auch Papi oder Vati sagen.
Was soll das hier werden? Der Enkelkindertrick?
Passen Sie auf, junge Frau:
Ich bin kein dementer Opa, ich bin Kriminalhauptkommissar.
Ja, ich weiß.
Und angeblich sind Sie auch ein ganz passabler Lover.
Jetzt langt es aber. Ihre Papiere, bitte.
Sagt zumindest meine Mutter. Falls Sie sich an die erinnern können.
Biggi? - Nicht schlecht.
Keine Selbstverständlichkeit nach einmal Poppen. - Bist du Lilli?
Leila.
Ha.
Ich sehe nichts.
Aber so eine jagderfahrene Diana wie Sie,
oder soll ich besser sagen, Artemis?
Pst. Sonst werde ich noch zur Nemesis.
Verdammt.
Fast hätte ich ihn erwischt. - Ein kapitaler Hirsch?
Nee. Mal wieder so ein streunender Köter.
Diese Dreckstölen schrecken das Wild auf.
Das bricht sich den Lauf oder verletzt sich sonst wie.
Dann muss man dem Tier waidgerecht den Fangschuss verpassen.
Damit können Sie sich ja dann in Zukunft rumärgern.
Diese verantwortungslosen Hundebesitzer sollte man einsperren.
Ganz Ihrer Meinung, Frau Dr. Freytag, unverantwortlich.
Jetzt wollen wir es mit dem Einschleimen
nicht allzu sehr übertreiben. - Ich hab gerade erst angefangen.
August '94. Da war ich gerade mal Kriminalkommissar-Anwärter.
Und ich bin Mai '95 geboren.
Jetzt rechnen wir mal nach.
Und zu welchem Ergebnis kommen wir da?
Nämlich?
Dass ich in dem Urlaub gezeugt wurde
und jetzt wahrscheinlich mein Vater vor mir steht.
Also jetzt mal halblang, ja?
Als dieses Foto gemacht wurde,
hab ich euch doch besucht in Mannheim.
Ja. - Ich hatte diese Dienstreise, hatte nen Abstecher...
Auf jeden Fall, damals gabs doch diesen Burkhard. Nee, Hubert.
Harald. - Harald, genau.
Und ich dachte immer, der wäre dein Vater.
Nee, das war der damalige Freund meiner Mutter.
Aber wieso hat Biggi nie irgendwas...
Ich meine,
bei ihr kommen mit Sicherheit auch noch andere in Betracht.
Ich erinnere mich noch gut,
wie sie damals mit dem spanischen Kellner hier...
So ne Schlampe war meine Mutter auch nicht.
Nein, das wollte ich damit auch nicht gesagt haben.
Mir hat sie jedenfalls gesagt, dass ich in dem Urlaub gezeugt wurde.
Und dass dafür nur 2 Kerle infrage kommen.
Und der eine hat sich schon bevor er sie kennengelernt hat,
sterilisieren lassen.
Das hab ich schon gecheckt. - Na ja, aber...
Also, da war damals schon auch viel Alkohol im Spiel.
Warum sollte sie mich denn anlügen? - Was weiß ich?
Biggi hat nicht mehr lang zu leben. - Was?
Speicheldrüse.
Endstadium.
Oh mein Gott.
Das tut mir leid. - Ja.
Deshalb hat sie auch erst jetzt damit rausgerückt.
Davor wurde die Frage nach meinem Erzeuger ausgeklammert.
"Du hast eine Mutter, mehr braucht man nicht." * Handy-Ton *
Sorry. - Mhm.
Wieder einer, der nicht checkt, dass bei mir nichts läuft.
Ich bin wählerischer als meine Mutter.
Die sogar so jemanden wie mich rangelassen hat, meinst du?
Das hast du jetzt gesagt.
Jetzt erzähl doch mal. Hast du noch andere Kinder?
Ich hab noch nen Sohn. Der ist ein bisschen junger als du.
Aber... - Aber was?
Zu dem hab ich schon seit Längerem keinen Kontakt mehr.
Ja, ist so ne Sache mit Vätern und Söhnen, ne?
Da bist du mit ner Tochter besser bedient, das verspreche ich dir.
Daddy.
Sie wollen wirklich dem Lockruf der Wildnis folgen
und unserem schönen Münsterland für immer den Rücken kehren?
Ich möchte nicht enden wie mein Vater
und mit nem Herzinfarkt am Schreibtisch sterben.
Lieber lasse ich mich von einem Grizzly zerfleischen.
Wann könnte ich denn dann das Revier hier übernehmen?
Interessieren Sie sich wirklich für die Pacht?
Oder hoffen Sie, dass ich Sie einfach durchs Mündliche winke?
Da kennen Sie mich aber schlecht. - Sie mich aber auch.
Ich habe bisher noch jede Prüfung mit Bravour bestanden.
Dann kann nichts mehr schiefgehen,
wo Sie sich schon so zünftig ausstaffiert haben.
Darauf einen Schluck Wildererblut? - Joa.
Meine Eigenmarke. Wozu hat man ein Labor zu Hause?
Keine Sorge, alles bio.
Santé.
Das ist aber wirklich was für richtige Männer.
Dann geben Sie die mir besser schnell wieder.
Apropos, ich habe läuten hören, dass man in Ihrer Firma
einem der drängendsten Probleme unseres Geschlechts,
meines Geschlechts, sehr viel näher gerückt sei.
Da gibt es ja mehr als genug.
Oder meinen Sie das, Sie schütterer Samson?
In der Tat, ich wäre sehr interessiert an Ihrem Wundermittel.
Nicht dass ich es so unnötig hätte. - Woher haben Sie die Information?
Sagen Sie nichts. Diese Figaros sind geschwätzige Waschweiber.
Aber machen Sie sich keine Hoffnung, liebster Professor.
Wir haben uns mit unseren Vertragspartnern
auf eine strikte Politik verständigt.
Betrachten Sie mich doch einfach als ein weiteres Versuchstier.
Wenn ich Sie so anschaue, Sie haben tatsächlich
gewisse Ähnlichkeiten mit einem Stummelschwanzmakaken.
Mit einem was? - Stummelschwanzmakaken.
Weißt du schon, wie lange du in Münster bleiben wirst?
Willst du dein Töchterchen schon loswerden? - Quatsch.
Ich dachte nur, wenn du länger... - Ich weiß noch nicht, mal schauen.
Ich bin sozusagen noch in der Findungsphase.
Was immer das bedeuten mag. - Wahrscheinlich nichts Gutes.
Mal schauen, wie es mit uns 2 Hübschen weitergeht.
Wohnt ihr eigentlich noch in Mannheim? - Ja.
Sollen wir deine Mutter anrufen? Die macht sich bestimmt Sorgen.
Die weiß doch, dass ich hier bin. Außerdem bin ich alt genug.
Und Mannheim existiert auch ohne mich weiter.
Na ja, aber das ist doch dein Zuhause, oder?
Das Einzige, was mich da noch hält, ist meine Mama.
Wohnt ihr denn noch in der gleichen Wohnung? - Ja.
Ich bin heilfroh, wenn ich aus der Scheißplatte raus bin. - Verstehe.
Ja, Kopfkissen, Decke, ist ja alles da.
Oder fehlt noch irgendetwas?
Vielleicht ein Bierchen als Absacker?
Ja, super Idee.
Dann müssten wir mal ganz kurz zum Kiosk.
Kommst du mit? - Wenns okay ist, warte ich hier. Ich bin echt müde.
Das ist gleich um die Ecke,
und wir haben eine Menge zu bereden, oder?
Das können wir machen, wenn du wieder da bist. - Du kommst mit.
Entschuldige, aber wir kennen uns gerade mal 10 min. Und...
Okay. Wo ist denn dein Badezimmer?
(Polizistin) Polizeinotruf Münster. - Hier ist... Wer auch immer.
Vielleicht wärs gut,
wenn Sie in Schonebeck, Rauxelweg vorbeischauen würden.
Worum geht es? Ruhestörung? - Nein, wahrscheinlich schlimmer.
Könnten Sie konkreter werden? - Alles in Ordnung?
Äh ja, ich komm gleich.
Was? Wo?
Das ist nicht Ihr Ernst? Da komme ich gerade her.
Hätten Sie mir das nicht früher sagen können?
Ja, ich weiß es, ich habs verstanden.
Danke schön, ich weiß es.
Auf diese Art und Weise kommt man nie zum Lernen.
Ah, ne Party.
Oder ein Schulausflug. - Der Jäger aus Kurpfalz.
Was immer Sie mit dem Inhalt dieses Körbchens vorhatten,
vergessen Sies, die Pflicht ruft. - Was?
Eine Leiche kann einem den Feierabend schon vermiesen.
Hallo. - Hallo.
Haben Sie gerade Ihre blaue Periode?
Und Sie haben offensichtlich... - So, hereinspaziert.
Und jetzt?
Du hast ja gehört, es gibt eine Leiche, ich muss los. - Echt?
Ich bin doch bei der Mordkommission.
Wo denn? - Na, hier in Münster.
Nein, wo die Leiche ist. - Schonebeck.
Schonebeck. - Sehr schön dort, sollten Sie mal hinfahren.
Wer ist denn umgebracht worden? - Keine Ahnung.
Ein Mann. Möchten Sie mich vielleicht mal vorstellen?
Ja, äh, das ist Boerne. - Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne.
Ich bin Rechtsmediziner und Professor für forensische Pathologie
an der Westfälischen Wilhelmsuniversität zu Münster.
Wahnsinnig spannend. - Und Sie?
Leila. - Ah. Und Sie sind was genau?
Sie ist eigentlich mein Gast. Aber, äh...
Ich hoffe, du wirst verstehen, dass ich dich hier nicht...
Gibts nicht irgendwas,
wo du in der Zwischenzeit auf mich warten könntest?
Ja, ich gehe an den Bahnhof. - Cool, das ist lieb.
Ruf mich an, wenn du wieder da bist. - Na klar.
Schämen Sie sich, Herr Thiel.
Eine junge Dame um diese Zeit zum Bahnhof zu schicken!
Das geht Sie einen feuchten Kehricht an.
Ich hoffe, Sie sind noch fahrtauglich.
Ich dachte, wir fahren mit Ihrem schicken neuen Boerne-Mobil?
Nein, ich habe kurzfristig umdisponiert.
Ich habe mich doch für den Lobster
mit Hinterachs-Differentialsperre entschieden.
Ja, interessant.
Leila, warte mal.
Vielleicht ist es doch besser, wenn du hierbleibst, ja?
Aber nix anfassen, klar?
Kannst mich ja mit Handschellen an die Heizung ketten.
Klingt nach einer vielversprechenden Nacht. - So, raus hier. Tschüs.
Wie hoch muss bei Abgabe eines Fangschusses auf Schalenwild
die Mündungsenergie mindestens sein?
200 Kilojoule?
Ja.
Du bist gut, du bist richtig gut Ka-Eff.
Nächste Frage.
Klassische Hinrichtung.
Ich staune immer wieder, wozu der Mensch in der Lage ist.
Es gibt keine Schäden an Fenstern und Türen.
Vielleicht hat er den Täter gekannt. - Tja, möglich.
Der war doch Journalist, oder? - Mhm.
Haben Sie hier irgendwo einen Computer gesehen? - Stimmt.
Das würde dann eher für nen Einbruch sprechen.
Aber Drucker und Scanner sind doch noch da.
Die Antiquitäten sind aber auch nix wert.
Vielleicht hatten sie es auf die Daten der Festplatte abgesehen?
Oder der Rechner ist in der Reparatur.
Das kann natürlich auch sein.
Auf jeden Fall wurde hier ziemlich rumgewühlt.
Zur Sicherheit sollten wir alles zusammenpacken und mitnehmen.
Ja, dann wird uns in den nächsten Tagen nicht langweilig.
Was ist denn jetzt mit dem Handy?
Bisher haben wir nur das Ladegerät gefunden. - Kacke.
...Gründen mit Flintenlaufgeschossen
höchstens auf Schwarzwild schießen?
25 m, 30 m oder...
Ich wünschte, Sie würden sich mit unserem Fall
genauso beschäftigen wie mit Ihrer Jägerprüfung.
50 m? 25. Ja.
Wieso? Ich habe doch alle Fragen hinlänglich beantwortet.
Vermuteter Todeszeitpunkt: Hab ich Ihnen gesagt.
Die Todesursache ist offensichtlich.
Das dürfte auch einem Laien kein Rätsel sein.
Tod durch aufgesetzten Schuss. Das ist alles, was Ihnen dazu einfällt?
Mit einer Kurzlaufwaffe und größerem Kaliber.
Den Rest müssen Sie mit Ihren Kriminaltechnikern
schon selber rauskriegen.
Den Motor können Sie jetzt mal langsam anlassen.
Ich fürchte,
Ihre Durchlaucht verwechseln mich mit meinem Herrn Vater.
Unmöglich, der wäre losgefahren, bevor er sitzt.
Außerdem haben Sie den Schlüssel.
Nein, ich hab den Schlüssel nicht. - Natürlich.
Nein, warum sollte ich ihn haben? - Jetzt langts aber.
Ich habe Ihnen den Schlüssel gegeben,
weil Sie für die Jägerprüfung üben wollten.
Wer braucht denn einen Schlüssel zum Lernen?
Vielleicht, um die Tür aufzuschließen.
Wollen Sie mich zum Besten halten? - Von innen?
Jetzt gucken Sie wenigstens mal.
Hier ist kein Schlüssel.
Lächerlich. - Natürlich haben Sie den Schlüssel.
* Tür wird geöffnet *
Was starrst du mich so an?
Entschuldigung, hab ich dich geweckt?
Ist schon okay.
Und?
Was und?
Ja, Details.
Unschön. Sehr, sehr unschön.
Hast du schon ne Idee, wer es gewesen ist?
Nein.
Oder wer das Opfer war? Einer aus dem Dorf?
Du bist ganz schön neugierig, hm? - Sind wahrscheinlich die Gene.
Haben sich aber beim Aussehen nicht so durchgesetzt, was?
Ja, Glück gehabt.
Frechheit. So du, ich bin todmüde.
Zähne putzen, pullern, und ab uns Bett.
Gute Nacht. - Gute Nacht.
Verdammt, bist du misstrauisch.
Das bleibt aber unter uns, Frau Haller, ja?
Keine Sorge, den Spaß gönn ich ihm nicht.
Danke. Was meinen Sie, wie lange dauert es?
Kommen Sie, bitte? Ich stehe hier und warte.
Ich mach so schnell wie möglich. - Haben Sie Geheimnisse?
Ja, als Enthüllungsjournalist macht man sich schon mal unbeliebt.
Bei der Kirche z.B., da gabs doch vor Kurzem
diese Missbrauchsgeschichte im Paulus-Kolleg.
Ich trau den Brüdern ne Menge zu, aber die Exekution eines Ketzers
ist seit den Zeiten der Inquisition aus der Mode gekommen.
Jedenfalls war er für seine hartnäckigen Recherchen bekannt.
Manchmal auch mit nicht ganz sauberen Mitteln.
Und Offergeld soll ein ziemlicher Dickschädel gewesen sein.
So dick offenbar nicht,
denn dieses Projektil hier hat selbigen mühelos durchschlagen.
Ist ein ordentliches Kaliber. - Ah, 38.
Wahrscheinlich Revolver.
Damit kann man übrigens einer ausgewachsenen Wildsau
den Fangschuss geben.
Was Sie nicht alles wissen. - Prüfungsfrage.
Gibts sonst noch irgendwelche Befunde?
Offenbar war der Mann ein strenggläubiger Bacchusjünger.
Soll heißen, Alkoholiker.
Ich kann Ihnen seine Leber gerne mal zeigen.
Wo hab ich sie denn? Ach ja, in der Nierenschale.
Ah, danke. Ich glaubs auch so.
Ach, Herr Thiel? - Ja?
Was hatten Sie da vorhin mit meiner Assistentin zu bekakeln?
Wir haben uns lediglich gefragt,
warum Sie sich plötzlich so für den Jagdsport interessieren.
Ist der Golf nicht mehr exklusiv genug? - Ach ja, exklusiv.
Nein, heute kreucht Krethi und Plethi über den Platz.
Und so ein durch einen verzogenen Abschlag erlegter Caddy
kann man sich auch nicht dekorativ an die Wand hängen.
Sie haben es gerade nötig. Sie mit Ihrem Trophäenweibchen.
Kommen Sie, bitte, so ein Schmalreh, das ist doch peinlich.
Ich meine, ein Mann in Ihrem Alter
sollte schon auf reifere Ricken ansitzen.
(pfeift)
Offergeld hatte in den letzten 2 Jahren nen ziemlichen Karriereknick.
Der hat kaum noch Artikel unterbringen können.
Bei dem Alkoholkonsum wundert mich das überhaupt nicht.
Ja, wahrscheinlich.
Obwohl, die meisten Journalisten
kommen nach einer Flasche Rotwein erst richtig in Fahrt.
Die saufen aber auch zur Inspiration.
In dem Fall hat jemand wohl eher versucht,
sein schlechtes Gewissen zu ertränken.
Schlechtes Gewissen?
Offergeld ist vor 2 Jahren
für einen bösen Verkehrsunfall zur Verantwortung gezogen worden.
Hier, schauen Sie mal.
Ein 20-jähriges Mädchen konnte im letzten Augenblick
aus ihrem brennenden Fahrzeug gerettet werden.
Und saß seitdem schwerbehindert im Rollstuhl.
Offergeld kam vor Gericht,
wurde aber aus Mangel an Beweisen freigesprochen.
Von dem Urteil
werden die Angehörigen nicht begeistert gewesen sein.
Ganz bestimmt nicht.
Jetzt raten Sie mal,
wer am Tag des Mordes an Offergeld beerdigt wurde?
Anna war eine ganz Vernünftige.
Nee, hat sie immer gesagt,
ich spar lieber länger auf ein Auto, das dann aber sicherer ist.
Von wegen, wenn dir einer mit 100 Sachen in die Seite kracht,
hast du keine Chance.
In der Gerichtsakte stand aber, dass er einem Reh ausweichen musste und
deswegen auf die entgegengesetzte Fahrbahn geraten ist.
Als ob da ein Wildwechsel wäre.
Da läuft vielleicht mal ein Fuchs vorbei.
Ja ja, ist aber auch ein schönes Tier.
Ein Großer Münsterländer. Gehorcht aufs Wort. Nicht, Vasco?
Ich meinte eigentlich den Fuchs.
Herr Gebhard, Sie haben sicherlich schon gehört,
dass Ihr Nachbar Offergeld erschossen wurde.
Ich kann nicht behaupten, dass es mir leidtut.
Mit einem Revolver. Aus nächster Nähe.
Jetzt wollen Sie wissen, wo ich gestern Abend gewesen bin?
Wenn es keine Umstände macht.
Ich hab mich nach der Beerdigung volllaufen lassen.
Allein? - In dem Zustand hätte mich keiner sehen dürfen.
Aber Sie haben einen Revolver?
Natürlich. Jeder Jäger hat eine Kurzwaffe.
Zufällig Kaliber .38?
Nicht zufällig. Die 38er ist eine gute Fangschusswaffe.
Und wo ist die?
Die hab ich im Revier
bei der Nachsuche auf eine waidwunde Sau verloren.
Ist mir aus dem Holster gerutscht. - Wann war das?
Ist ein paar Tage her.
Ihre Kollegin will mir nicht sagen,
warum sie hier die ganze Nachbarschaft ausfragt?
Die Herrschaften glauben, dass ich ihn umgelegt habe.
Unsinn, mein Mann würde so etwas nie tun.
Herr Gebhard, Sie haben Herrn Offergeld offen angefeindet.
Sie werden hier nicht viele finden, die auf seiner Seite waren.
Sonst noch was?
Nö, das wars eigentlich. Schönen Tag noch.
Wiedersehen.
Trauen Sie es ihm zu?
Ich hatte das Gefühl, dass seine Frau ihm das zutrauen würde.
Allein die Geschichte mit dem verlorenen Revolver?
* Handyklingeln * Wer soll das denn glauben?
Ja, Thiel.
Ach, du bist das.
Du bist ganz schön neugierig, Leila.
Ja, es war eine interessante Spur, aber... Heute Abend?
Ja, können wir machen.
Ja, gut, bis später. Tschüs.
Leila. Klingt ja aufregend.
Rufen Sie mal die KTU an, die sollen das Profil hier
mit den Reifenspuren bei Offergeld vergleichen.
Interessante Spur, hat er gesagt.
Scheiße.
Scheiße.
* Handy-Ton *
* Schuss *
Die Losung vom Fuchs sieht dem Kot von Felis catus,
der gemeinen Hauskatze, sehr ähnlich.
Sehr schön, Herr Boerne.
Und das wichtigste Kennzeichen der Losung ist?
Ein Ende der Wurst ist zu einer feinen Spitze ausgezogen,
etwa 7 cm lang.
Die Losung kann Haare oder kleinere Knochen von Beutetieren enthalten.
Meister Reinecke markiert sein Territorium
mit Vorliebe an erhöhten Stellen.
In dem Bereich ist er eine echte Koryphäe.
Mal sehen, wie es mit dem Praktischen steht.
Nehmen Sie eine 98er.
Und nun beschreiben Sie uns mal das schöne Ding.
Dies ist ein Repetierer M98 mit Drehkammerverschluss.
Halbgeschäftet, mit Fischhaut und Riemenbügel.
Optik mit Einhakmontage, 98er-System.
Und was Sie hier sehen, das ist ein deutscher Stecher.
Hallo.
Hey. - Mh. Was riecht denn hier so lecker?
Ich hab doch gesagt, ich koche. - Ja.
Was solls denn geben? Warte mal, lass mich mal raten.
Äh, Pizza?
Ah, ein Feinschmecker.
Sag mal, warst du hier an meinem Schreibtisch?
Ich hab vorhin ein bisschen sauber gemacht.
Wo hast denn du hier sauber gemacht? Hast du hier rumgeschnüffelt?
Ich hab doch nicht rumgeschnüffelt. Jetzt komm, setz dich.
Was ist denn da so Wichtiges in der Schublade drin?
Du bist ja ganz paranoid.
Ich mag es nicht, wenn man in meinen Sachen rumwühlt.
Ich hab Staub gewischt, gabs reichlich von.
Deine Geheimnisse interessieren mich nicht. - Hoffentlich.
Meine Sachen hier gehen dich nichts an, ist das klar?
Wer neugierigen Nachwuchs hat,
sollte seine Sachen besser verstecken.
Das war kein Scherz. Mach das nie wieder, verstanden?
Sonst gibts ne Tracht Prügel?
Sonst fliegst du hier raus, und zwar im hohen Bogen.
Kein Wunder, dass dein Sohn nicht mehr mit dir spricht.
Entschuldigung. Das war gerade scheiße. Tut mir leid.
Ich verspreche, ich fasse nichts mehr an. Sei mir bitte nicht böse.
Ich bin nicht böse.
Aber wir haben uns verstanden. - Ja.
Schmeckt wie im San Marco.
Nee, meine ist viel besser. Du musst noch Ketchup draufmachen.
Dass bei der Ernährungsweise überhaupt was aus dir geworden ist,
grenzt schon an ein Wunder.
Ja, Frage ist nur, was. - Wieso?
Du hast doch bestimmt Abitur gemacht.
Nee. Schule abgebrochen, Lehre abgebrochen.
Das Einzige, was ich einigermaßen kann, ist meine kranke Mama pflegen.
Verstehe.
Keine Zeit gehabt für die Schule.
Nee, ist keine Entschuldigung.
Das Leben ist kein Ponyhof, ne?
Als ob ich je auf einem gewesen wär.
Na ja, kann man ja noch nachholen.
Dafür bin ich ein bisschen alt, oder?
Aber mit so nem Mustang quer durch Amerika,
das stelle ich mir schon geil vor.
Mit nem Pferd über nen 8-spurigen Highway?
Ich meine das Auto, nicht das Pferd. - Ach so.
Ja, aber das Leben ist kein Wunschkonzert.
Sorry, ich quatsch die ganzen Sprüche von Biggi nach.
Vielleicht zu oft gehört.
Wahrscheinlich das Einzige, was mir von ihr bleiben wird.
Aber so ist das Leben. Tod gehört zum Leben dazu.
Selbstmitleid ist nicht so dein Ding, wa?
Nee, das spar ich mir fürs nächste Leben auf.
Viel hilft viel.
Moment. Ich hab was gehört.
Nein, es tut mir leid.
Ich befürchte, dass Sie sich noch ein bisschen gedulden müssen.
Hier sind alle Kapazitäten
mit der Auswertung der Spuren im Fall Offergeld belegt.
Ich bin noch nicht dazu gekommen,
den DNA-Vergleich durchzuführen, Herr Thiel.
Nicht so schlimm, es eilt nicht.
Inzwischen weiß ich gar nicht, ob ich das so genau wissen will.
Welche Ränke werden denn hier geschmiedet, Sie hintertrie...
Scheiße.
Noch ein Mord?
Schlimmer.
Ih.
Wissen Sie, was mir das ist?
Ja, eine Haarprobe. - Nein, das ist ein japanisches Kirschblütenfest.
Das hier ist ein politischer Aschermittwoch.
Eine Bastardin, eine natürliche Tochter.
Die sündige Frucht seiner welkenden Lenden. Herrlich.
Noch nichts bestätigt. - Da haben Sie recht.
So ein farbenfrohes Haarkleid hat sie nicht von dem Spießer.
Also ist er der Gehörnte und sie das Kuckucksei,
das ihm untergejubelt wurde.
Häme und Spott werden sich über sein Haupt ergießen wie aus Eimern.
Wie schön. Und was gießen Sie hiermit?
Cap. Rest. 4 mg pro Milliliter?
Was ist das denn für ein geheimnisvolles Elixier?
Das geht Sie gar nichts an, geben Sie es her.
Soll das etwa Capillo Restitutor sein?
So viel Latein kann ich noch.
Wehe. Wenn Sie auch nur ein Sterbenswörtchen sagen, dann...
Ihr Job hängt an einem seidenen... - ...Haar. Ich weiß.
Dann wird aber auch nichts aus dem Kirschblütenfest.
Wir verstehen uns, ja?
Nadesha, jetzt spannen Sie mich nicht auf die Folter. Worum gehts?
Was? Ja, das ist doch fantastisch.
Ein Riesenskandal.
Ach, dann geht es um zig Millionen Euro.
Fuck Millionen.
Hören Sie, wir müssen das ja nicht alles am Telefon besprechen.
Ja, gut, Nadesha. Tschüs, bis morgen.
Alles klar, das wird teuer.
Der Firmenname Holu kommt von Horst und Ludger Martens.
Die stammen aus einer Kleinbauernfamilie
und haben nach dem Tod des Vaters das Unternehmen gegründet und
zum größten Futtermittelhersteller der ganzen Region aufgebaut.
Ludger, ja?
Entschuldigung, wo ist das Büro vom Chef, von Herrn Martens?
Vorne durch die Tür. - Ah, danke.
Mit so ner Försterkarre kurvt Boerne bestimmt auch bald rum.
Offergeld hatte Beweise, dass Ihre Firma 7.000 t kontaminierten Mais
aus der Ukraine importiert hatte.
Beweise. Behauptungen.
Ach Ingrid, haben wir noch was von dem äh...
Klar.
Aber nachweisbar gab es in der Gegend, aus der der Mais stammt,
einen Chemieunfall, bei dem Dioxin freigesetzt worden ist.
Ja, nur ist dieser Mais, ebenso nachweisbar,
längst davor geerntet worden.
Werner, links.
Links. Das andere Links, Werner. * Poltern *
Aber wenn der Mais in Ordnung war,
warum konnten Sie ihn dann zu so einem Spottpreis einkaufen?
Weil der Markt zu der Zeit für die Ukraine nicht mehr hergab.
Billig einkaufen, teuer verkaufen. Sollte jeder gute Händler machen.
Wenn man clever ist und weltweite Verbindungen hat. - Nach Afrika z.B.
Nach Afrika, ja. - Dahin wurde das Zeug doch umgehend verschifft.
Ja, da hat er dann die große Story gewittert.
Arme schwarze Kinderchen, die vergiftete Kuhmilch trinken.
Herr Offergeld war für seine Recherchen in Kiew.
Und hat unsere Geschäftspartner dort ziemlich verärgert.
Ach so? - Hier.
Das ist der Ordner mit dem Rechtsverkehr.
Da sehen Sie auch die Unterlassungsverfügung des Gerichts.
Danke schön.
* Handyklingeln * Tschuldigung.
Ludger? Wo bist du?
Das ist kein guter Moment jetzt.
Ich habe höchstoffiziellen Besuch von der Polizei.
Ja, deswegen. Warum sonst? Ja, tschüs.
Ah, der Rosinenstuten, von Ingrid selbst gemacht.
Den müssen Sie probieren. - Danke, ich esse gerade keine Kohlenhydrate.
Bitte, selbst gemacht.
(Arbeiter) Das kann doch nicht sein.
* Musik *
* Musik *
* Handyklingeln *
Ja, wo sind Sie denn? Ich bin hier.
(Mann) Das weiß ich. Gehen Sie zu den Fischen.
* Handyklingeln *
Wo sind Sie denn?
Legen Sie das Ding bei den gelben Fischen auf den Boden.
Was für ein Ding? - Der Stick, den er Ihnen gegeben hat.
Was für ein Stick?
Sie glauben doch nicht wirklich, dass ich den Stick bei mir hab.
Der ist an einem sicheren Ort.
Sie legen die Hälfte der 100.000 Euro hin,
damit ich weiß, dass ich Ihnen vertrauen kann.
Sie sind wirklich naiv. - Hören Sie auf, Spielchen zu spielen.
Sonst bekommen Sie nicht, was Sie wollen.
* Stöhnen *
Hey Alter, wenn es das ist, was du willst,
wirst du ne fette Überraschung erleben.
(Leila schreit)
Wo ist der Stick?
Fuck.
Verdammt, Leila. Du hast echt zu viele Filme gesehen.
* Handyklingeln *
Nee, Arschloch, so nicht, nicht mit mir.
Vor 3 Wochen ist hier jemand eingebrochen?
Eins muss man dem Offergeld lassen, der Junge hatte irgendwie Biss.
Versucht einzubrechen, ja.
Ein Wachmann hat den Kerl entdeckt und ihn übers Gelände verfolgt.
Hier konnte er übers geschlossene Tor entkommen.
Die Anzeige gegen Unbekannt
ist natürlich erwartungsgemäß im Sande verlaufen.
Unbekannt? Sie haben gesagt, Sie sind sicher, dass es Offergeld war.
Ja, wer sonst? * Handyklingeln *
Das ist wahrscheinlich mein Bruder. Ja.
Ich verabschiede mich mal. Sie finden allein zu Ihrem Wagen?
Ja. Wiedersehen. - Ludger.
Ich denke, Offergeld hatte recht mit seinen Recherchen.
Das war kein versuchter Einbruch, der hat hier seine Beweise gefunden.
Wäre natürlich ein Grund, ihn mundtot zu machen.
Aber ich glaube nicht, dass Offergeld hier eingebrochen ist.
Wieso nicht? - Der war Vollalkoholiker.
Der hätte das nicht geschafft zu fliehen.
Geschweige denn über das Tor zu klettern. - Stimmt.
Sie haben doch ein Smartphone, ne? - Mhm.
Machen Sie mal ein Foto. - Warum?
Jetzt nicht quatschen, knipsen.
Machen Sie schon. - Ja.
Haben Sies? - Ja. - Gut.
Was machen Sie da? Das ist Sachbeschädigung.
Das ist Spurensicherung.
Haben Sie mal ne Tüte?
Da ist ja eine nette Idee, ein Foto von den Zaunspitzen
mit den Schürfwunden am Bein unseres Balkonseglers zu vergleichen.
Aber glauben Sie mir, damit als einzigen Beweis
würden Sie vor Gericht ein dünnes Brett bohren.
Haben Sie eine bessere Idee?
Ideen braucht man, wenn die Fakten fehlen. Das tun sie aber nicht.
Schauen Sie mal. Na, was ist das wohl? - Keine Ahnung.
Das ist für jemanden mit fortschreitender Altershyperopie
wohl schwer zu erkennen ohne Lesebrille. - Schuppen?
Lacksplitter, die ich aus der Schürfkruste präpariert habe.
Das kriegen Sie nicht von jedem.
Die sind identisch mit den Lackspuren von Ihnen.
Das ist doch fantastisch.
Bestes Schiebetor- mit-scharfen–Zacken-Silber.
Und das bedeutet?
Dass es definitiv Sandberg war, der über den Zaun geflohen ist.
Mit tödlicher Sicherheit. Das meine ich wörtlich.
Jetzt die Ohren gespitzt. Ihr Gehör funktioniert noch gut, oder?
Das habe ich bei der Untersuchung seiner Lungen gefunden.
Was ist das?
Das sind feinste Baumwollfasern,
die in seine Atemwege gelangt sein müssen.
Von einem Lappen?
Ich glaube,
dass man ihm einen Wattebausch vors Gesicht gedrückt hat.
Mit Chloroform getränkt? - Ja, oder Äther. Oder ein anderes Sedativum.
Das lässt sich toxikologisch nicht mehr feststellen.
Sie glauben, man hat ihn erst sediert
und dann vom Balkon geschmissen?
Ich war nicht dabei. Das ist Ihre Theorie.
Dann hätten wir es unter Umständen mit einem Doppelmord zu tun.
Wie viele entscheidende Fragen soll ich Ihnen noch beantworten?
Ja, vielen Dank, auf Wiedersehen.
Treffer.
Was?
Der Name Offergeld sagt ihr nichts, aber sie weiß, dass ihr Freund
Sebastian kleine Jobs für nen Journalisten übernommen hat.
Sie nimmt an, irgendwelches Computerzeugs.
Nicht nur das.
Ich hab in Sandbergs Kontoauszügen auch noch was gefunden.
Am 27.09. gabs eine Überweisung von Offergeld in Höhe von 1.000 Euro.
Vermerk: Recherchehilfe.
Das war kurz nach dem Einbruch bei der Holu.
Und so prompt überweist man nur,
wenn man mehr als zufrieden ist mit dem ausgeführten Auftrag.
* Handyklingeln * - Kann man wohl sagen.
Krusenstern.
Wer? Was macht der?
Ja, das ist wirklich seltsam.
Nein, versprochen, von Ihnen hab ichs nicht. Danke. Tschüs.
Was war das?
Nachbar von Offergeld, wir sollten da schnell hinfahren.
Was, wieso das? - Jetzt kommen Sie, ich erzähls Ihnen im Auto.
Mensch, Nadesha, jetzt machen Sies doch nicht so spannend.
Das ist ja... Das ist unglaublich. Das Zeug funktioniert wirklich.
Ich hab auch den Eindruck, als wäre es da oben dichter geworden.
Das Zeug wird wie eine Bombe einschlagen.
Wie viele Männer leiden weltweit unter Alopezie?
Millionen. Hunderte von Millionen.
Die alle sehnsüchtig auf die Lösung ihrer Probleme warten.
Jetzt gibt es sie wirklich.
Und Sie sagen, dass die Freytag mit dieser Schweizer AG verhandelt?
Stützer Swiss, ja. Hat mir der Florian in der Sauna erzählt.
Unter dem Siegel der Verschwiegenheit.
Der hat es von der Chefsekretärin, und die weiß alles.
Aber warum will sie jetzt verkaufen? Das macht doch keinen Sinn?
Weil so ein Ding für Freytag einfach 10 Nummern zu groß ist.
Andererseits bedeutet das, dass die Stützer-Aktien
durch die Decke gehen, sobald die Tropfen auf dem Markt sind.
Deswegen sollten wir jetzt sofort, Sie und ich, sofort zuschlagen.
So 10.000 können Sie mir doch locker vorschießen.
Die zahle ich Ihnen dann vom Kursgewinn zurück.
Ja, ja. - Ach, kommen Sie, Herr Professor.
Der Insider-Tipp war das allemal wert.
Ich gebe zu, das Ganze ist nicht uninteressant.
Ich werde trotzdem noch einmal an geeigneter Stelle verifizieren.
Kleines Fläschchen Hochprozentiges, wird die Zunge schon lockern.
Was immer Sie damit meinen, Herr Professor.
Und jetzt hier, noch mal nachlegen.
Kräftig.
Noch mal, noch mal.
Noch mal.
* Musik *
* Detektorpiepen *
Was suchen Sie denn da, Herr Gebhard?
Haben Sie eine waidwunde Sau
bis hierher vor Offergelds Haustür verfolgt?
Ein Suchtrupp ist unterwegs. Die werden auf jeden Fall was finden.
Dann werden Sie feststellen,
dass alle Patronen in der Trommel stecken.
Sie sind mit einem geladenen Revolver zu Offergeld gefahren.
Verlieren Sie mal Ihr einziges Kind.
Schauen Sie hilflos zu, wie es langsam stirbt.
Und der Typ, der sie auf dem Gewissen hat,
lacht, weil er straflos davongekommen ist.
Haben Sie ne Tochter?
Dann würden Ihnen auch Mordgedanken kommen.
Wir reden nicht über Herrn Thiel, wir reden über Sie.
Was gibts da zu reden? Ich wollte es tun, und dann...
Dann haben Sie es sich Gott sei Dank anders überlegt, ja?
Ich hab ungefähr 10 min im Wagen gesessen
und darüber nachgedacht, ob...
...ob es das wirklich wert ist.
Ja, hab ich gedacht, das ist es.
Ich wollte gerade aus dem Wagen aussteigen,
da kam dieser Typ mit dem Mountainbike an.
Keine Ahnung, wo der plötzlich herkam.
Moment, Moment. Was für ein Typ mit nem Mountainbike?
Keine Ahnung, ein Kumpel oder so. - Entschuldigung.
War das der Typ auf dem Mountainbike? - Ja.
Er hat Offergeld was in die Hand gedrückt, irgendwas Kleines.
Es ging ziemlich schnell, dann ist er wieder weggefahren.
Irgendwas Kleines?
Was soll denn das Kleine gewesen sein?
Wahrscheinlich ein USB-Stick?
Würde zumindest zu den übrigen Erkenntnissen passen.
Dass Sandberg für Offergeld den Einbrecher gespielt hat?
Bei seinen journalistischen Recherchen
hat er es mit der Legalität nie so genau genommen.
Da war Sandberg der perfekte Helfer.
Der war sportlich, abenteuerlustig, computerbewandert.
Leider konnte er nicht fliegen. - Sonst hätte ich jetzt Feierabend.
Und Sie glauben, dass auf diesem USB-Dingens Daten sind,
die er bei der Holu erbeutet hat?
Ja, irgendein belastendes Beweismaterial.
Wahrscheinlich im Zusammenhang
mit dem diesem kontaminierten Gemüse aus der Ukraine.
Bringt man dafür 2 Menschen um?
Wenn Schadenersatzklagen in Millionenhöhe drohen?
* Klopfen * Ja, was gibts denn?
Ich bräuchte einmal die Akte Gauditz.
Ja, kommen Sie rein, liegt da unten irgendwo im Schrank.
Mein guter Herr Thiel,
Ihre Beweislage ist mir leider ein bisschen zu dünn. * Handyklingeln *
Um Ihnen auf dieser Grundlage einer Durchsuchung zuzustimmen.
Frau Klemm. - Ja, Babe, Pizza ist klasse.
Herr Kollege, können Sie bitte draußen telefonieren?
Danke schön. - Tschuldigung.
Sie haben Ihre...
Sie bringen mir Beweise,
dann kriegen Sie den Durchsuchungsbeschluss.
Seit Sie nicht mehr rauchen, da benehmen Sie sich...
Nur weil Sie von mir nicht bekommen, was Sie wollen,
müssen Sie sich nicht so aufregen.
Bitte glauben Sie mir,
die Holu-Brüder haben Dreck am Stecken.
Das sagt mir mein Bauchgefühl
und mein Bauchgefühl hat mich noch nie getäuscht.
Mein Gott, Herr Thiel, sind Sie stur.
Ich werd darüber nachdenken. Sie haben da was fallen lassen.
Danke.
Ich brauche den Durchsuchungsbeschl...
Die Frau Staatsanwältin.
Wie sieht denn so ein Durchsuchungsbeschluss aus?
Zeig doch mal?
Ich finde, du bist ein bisschen zu sehr interessiert an meiner Arbeit.
Wenn ich mich bei der Polizei bewerben will,
ist doch nicht schlecht, wenn ich viel vorher weiß.
Was? Du willst Polizistin werden?
Da wäre ich vorher nicht auf die Idee gekommen.
Aber jetzt, wo ich dich als Vorbild hab?
Das find ich ja großartig. * Türklingeln *
Das kann nur einer sein.
Ja doch.
Guten Abend Herr Thiel. - Was gibt es so Wichtiges?
Ich soll Ihnen etwas geben. - Dann geben Sie es mir.
Zu Ihren Händen. - Hier sind meine Hände.
Vertraulich. Von Alberich.
Ich habe keine Ahnung, was dadrin ist.
Ich würde nie auf die Idee kommen,
anderer Leute Dokumente auszuspionieren.
Diskretion ist und war immer höchstes Gut.
Sie haben mich überredet, einen Teller ess ich mit.
Auf Wiedersehen.
Krass.
Er hat ihn tatsächlich nicht geöffnet.
Ist es was Wichtiges?
Weiß ich noch nicht so genau.
Schau doch nach.
Ach, das hat auch noch Zeit.
So, wo waren wir stehen geblieben?
Ach Mensch, du willst Polizistin werden?
Ja, warum nicht? - Wahrscheinlich besser als Köchin.
Kannst du mal übernehmen, ich würd Bier holen gehen.
Ist das schon alle? - Ja.
Da bin ich aber nicht das Vorbild. - Das glaubst nur du.
So, meine Freunde, das war die ganz falsche Nummer vorhin im Aquarium.
Für den Scheiß zahlt ihr jetzt das Doppelte.
Und da wir ja jetzt Geschäftspartner sind,
kriegt Ihr noch einen kostenlosen Tipp von mir.
Ihr bekommt morgen Besuch von der Polizei.
Ich an eurer Stelle würde den Laden vorher aufräumen.
* Musik *
Hallo. - Hi.
Ist alles okay bei dir?
Ja, ja.
Hast du gedacht, ich komm nicht wieder?
Ja, so ähnlich.
Keine Sorge, so schnell wirst du mich nicht los, Vaddern.
Mh, riecht lecker.
Ich hoffe, Sie haben jemand in Ihrem Laden,
der gut Ukrainisch spricht.
Falls Sie noch Hilfe brauchen, ich stehe gerne zur Verfügung.
Der tut äußerst gelassen, der Herr Martens. - Vielleicht ist er das.
Meinen Sie, der hat nen Tipp bekommen? - Vielleicht.
Ist nur die Frage, von wem? - Von mir bestimmt nicht.
Nadeshda, wo laufen Sie denn hin?
* Reifenquietschen *
MS-JO-157.
Was ist damit?
Das ist Offergelds Wagen. Den haben wir gesucht.
Ernsthaft? - Nee, hab ich mir gerade ausgedacht.
Haben Sie den Fahrer erkannt? - Nein.
Thiel hier, Fahrzeuggroßfahndung.
Wenn das Wirtschaftsdezernat sich durch diese ganzen Akten
und Daten durchwühlen muss und nichts findet,
werden Sie sich beim LKA nicht mehr blicken lassen können.
Und ich mich auch nicht.
Aber durch diese Hausdurchsuchungen sind die Martens-Brüder
auf jeden Fall aufgeschreckt, das ist doch schon mal was.
Reden Sie sich nur alles schön.
Ich hätte diesem Unsinn niemals zustimmen dürfen.
Das Ukrainegeschäft liegt schon ein Weilchen zurück.
Wenn es Belege gäbe, die den Brüdern gefährlich werden könnten,
hatten die genügend Zeit, sie verschwinden zu lassen, oder?
Ja vielleicht, aber...
Und selbst wenn die Kollegen was finden,
ist das noch lange kein Beweis, dass die Brüder
auch für den Tod von Sandberg und Offergeld verantwortlich sind.
Wenn diese Scheiße an die Öffentlichkeit kommt,
können die den Laden dichtmachen.
Und warum sind die beiden Morde dann erst jetzt geschehen?
Haben Sie darauf eine schlüssige Antwort?
Nein, darauf habe ich keine schlüssige Antwort.
Ich habe auch keine schlüssige Antwort darauf,
dass Offergelds Wagen vor dem Holu-Gelände aufgetaucht ist.
Ich geb zu, das gab selbst mir zu denken.
Wir lassen nach diesem Wagen mit Hochdruck fahnden.
Vielleicht saß da sogar der Mörder drin. - Vielleicht.
Und was haben Sie für n Problem? - Wonach riecht denn das hier?
Verbrannt oder Zigarettenrauch. Wurde hier geraucht?
Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
* Türknallen *
Heijeijeijei.
Von welchem Schopfe mag diese Haarsträhne wohl stammen?
Aber nicht, dass Sie Ihre grauen Zellen überanstrengen, Herr Thiel.
Soll das ein Scherz sein?
Ich kann nichts dafür, dass Ihre Techniker
die Wohnstätte der Edelfeder so gründlich gefilzt haben?
Der falsche Bläuling, eine rare Spezies,
jedenfalls hier, im biederen Münsterland.
Und Sie meinen, nur weil man dieses Ding hier... - Ich meine gar nichts.
Ich weiß, und zwar mit Bestimmtheit,
schließlich wurde in diesem Haus schon einmal klandestin eine
Gen-Analyse von ebendieser Strähne angefertigt, nicht wahr, Alberich?
Es tut mir leid, Herr Thiel.
Vor ihm ist nichts sicher. Er kriegt alles raus.
Und wodurch? Durch?
Messerscharfes Kombinieren.
Schön, Leila war also bei Offergeld, ja?
Ich möchte das mal schief formulieren:
Die genetischen Fingerabdrücke
gleichen sich wie ein Haar dem anderen.
Ja, aber was in aller Welt hätte sie da zu suchen gehabt?
Angesichts der Umstände ist es vielleicht ganz gut,
dass dieses Mädel nicht Ihre Tochter ist.
Ach?
Doch nicht?
Das überrascht Sie?
Öffnen Sie denn keine Umschläge?
Das ist doch wirklich das Hinterletzte.
Das hätte ich nicht von dir gedacht.
Jetzt chill mal. Was regst du dich so auf?
Was ich mich aufrege, das ist ja wohl mehr als normal.
Woher sollte ich wissen, dass Jens der Tote ist?
Du hast nicht einmal den Namen Offergeld erwähnt.
Na also. Und in deinen Sachen habe ich auch nicht rumgeschnüffelt.
Ich hab doch, dass es da noch einen Daddy-Kandidaten gibt.
Offergeld, ja? - Ja, Jens.
Deshalb war ich doch bei dem.
Das war der, der sich hat so früh sterilisieren lassen.
Deswegen bin ich zu dir gekommen.
Aber mit dir ist jetzt auch wieder nix. Scheiße.
Du hättest mir ganz gut gefallen.
Ehrlich.
So ein Mist.
Weißt du überhaupt, was das für Konsequenzen hat?
Du bist jetzt eine wichtige Zeugin.
Ich glaube nicht, dass ich ein große Hilfe bin.
Hast du dich mit Offergeld über irgendwas anderes unterhalten?
Außer deine Vater-Tochter-Geschichte? - Nee.
Außer dass ihn das mit der toten Nachbarstochter fertig gemacht hat.
Anna Gebhard? - Keine Ahnung.
Auf jeden Fall war er auf ihrer Beerdigung.
Ich habe im Auto gewartet. - Schön. Und dann?
Dann hat er mich hier zu dir gefahren.
Erinnerst du dich? Als du so krass unfreundlich warst.
Schön, dann warst du hier, bist weggegangen
und abends noch mal wiedergekommen.
Wo hast du dich in der Zwischenzeit rumgetrieben?
Was man so macht in Münster. Ich bin um diesen Aasee rumgelaufen. - Mhm.
Ist das ein Verhör? Wo warst du zwischen 14 und 21 Uhr?
Ich will lediglich von dir wissen, ob du noch mal bei Offergeld warst.
Am Abend z.B.
Warum hätte ich das machen sollen? - Z.B. um deinen Rucksack zu holen.
Als du das 1. Mal vor der Tür standst, hattest du keinen dabei.
Den hab ich abgestellt. Unten im Haus.
Komisch, da habe ich aber nichts gesehen.
Was soll die blöde Fragerei? Ich hab nix gesehen, nix gehört.
Ist ja gut. Du wiederholst dich.
Da kann ich ja froh sein, dass ihr mich nicht verdächtigt.
Es tut mir leid, aber ich muss in alle Richtungen ermitteln.
Da kann ich keine Ausnahme machen.
Gott sei Dank bist du nicht mein Vater.
Wo willst du hin? - Weg.
Jetzt lass uns doch mal...
Was ist das für ein Schlüssel?
Du hast doch gar kein Auto.
Nimm dein Bein da weg.
Das ist das Einzige, was von Jens noch übrig ist. Das gehört mir.
Was ist das hier für ein Schlüssel?
Hey, jetzt warte doch mal.
Leila!
Wegzurennen hat doch keinen Sinn! Leila!
Leila!
Leila!
Uiuiui.
So, vielen Dank, Herr Stützer.
(mit Schweizer Akzent) Guten Abend Herr Stützer.
Grüßen Sie Ihre Frau Gemahlin.
* Musik *
Fuck.
* Reifenquietschen *
Fuck.
Scheiße.
* Surren *
Hallo. Warum stehen Sie denn im Dunkeln? - Nein, kein Licht.
Ich mag die Dunkelheit.
Uh. Warum klingeln Sie nicht bei Ihrem Vater?
Ah. (rülpst) Ist ja gar nicht Ihr Vater.
Da können Sie sich froh und glücklich schätzen.
Der macht nicht auf. Ich weiß nicht, wo ich hin soll.
Bloß, weil Sie nicht die Frucht seiner Lenden sind,
lässt er Sie hier in der Kälte stehen?
Das ist aber nicht sehr chevaleresk.
Ich wäre bereit, Ihnen Asyl für die Nacht zu gewähren. - Danke.
Wo ist sie denn jetzt hin?
* Klopfen *
Ja?
Die Fahndung nach dem Mädchen läuft auf vollen Touren,
aber bis jetzt keine Spur von Ihrer Toch... ter.
Weiß hier eigentlich jeder Bescheid?
Herr Dr. Boerne hat es mir erzählt.
Aber unter dem Siegel der Verschwiegenheit.
Ja, natürlich Boerne. Wer sonst?
Außerdem ist es nicht meine Tochter.
Ja, das weiß ich auch schon.
Das wird ja immer schöner.
Obwohl, kann ich eigentlich nur sagen: Gott sei Dank. - Herr Thiel.
Ist das Gebhards?
Er ist ausm Schneider.
Keine Schmauchspuren, die Kammer war voll.
Das kann nicht die Waffe sein, mit der Offergeld erschossen wurde.
Na toll.
Ein bisschen mehr Begeisterung hätte ich erwartet.
Oh, das haben Sie toll gemacht,
dafür bekommen Sie ein Fleißbienchen in Ihr Heft.
Inhaltlich, meinte ich.
7.000 Stück Stützer. Rede ich so undeutlich?
Stützer, Suisse. Aktien.
Ich weiß sehr wohl, was ich da ordere. Ich bitte darum.
(Leila stöhnt) - Hallo?
Was machen Sie da? Und wer sind Sie überhaupt?
Erinnern Sie sich nicht mehr?
Doch. Also, vage.
Hab wohl meine Trinkfestigkeit gestern etwas überschätzt.
Offensichtlich. Sie waren fett wie 3 Biber.
Ist doch egal. Hauptsache, es hat sich gelohnt. Und das hat es.
Sie haben Kaffee?
Kaffee? Das ist nicht einfach Kaffee.
Das ist "Mi Esperanza" aus Honduras,
das ist der Grand Cru unter den Kaffees, Frau Schlumpf.
Sie können einen haben, aber ohne Milch und Zucker.
So läuft das bei uns nicht.
Das ist unglaublich.
Mirakulös ist das.
* Handy-Ton *
Ja, Alberich, ich weiß, wie spät es ist.
Ich bin nicht Leiter dieses Instituts,
um Sklave der Stechuhr eines stieseligen Stilzes zu sein.
Was ist Ihnen aufgefallen?
Moment, was haben Sie verglichen?
Wessen Vater?
Da gibts gar keinen Zweifel?
Tut mir leid. Das...
...ist eindeutig.
Aber er hat sich doch mit Anfang 20 sterilisieren lassen.
Es kann sein, dass nach so einer Operation
die Samenleiter wieder zusammenwachsen.
Da gibt es keine 100%ige Garantie.
Immerhin ist Ihre Frage nach Ihrem Erzeuger
jetzt hinreichend erklärt.
(Alberich räuspert sich) Chef.
Darf ich ihn noch mal sehen? Bitte.
Ja.
Kommen Sie.
Augen zu und durch.
* Musik *
Na komm, wir schaffen das schon.
(Leila schluchzt)
Ich fass es nicht. Wie kannst du dich auf so was einlassen?
Verstehst du mich nicht?
Ich hab nie ne Chance bekommen. Dann so was.
Das kann ich mir nicht entgehen lassen.
Nein, das versteh ich nicht.
Okay, es war ne Scheißidee, ne Wahnsinnsscheißidee.
Ich könnte mich durchgehend dafür schlagen.
Jetzt hör doch auf mit deinem Theater.
Weißt du eigentlich, dass ich dich festnehmen müsste?
Wegen Behinderung der Polizeiarbeit und Vertuschung einer Straftat?
Eigentlich müsste ich das jetzt auch tun.
Ja.
Ja, das bringt uns aber auch nicht weiter.
Was wollten die denn von dir haben? - Keine Ahnung, so nen Stick.
Ich denke, Offergeld...
Ich dachte, dein Vater hat dir gar nichts gegeben?
Hat er auch nicht. - Was soll das dann für ein USB-Stick sein?
Das weiß ich doch nicht. Jetzt glaub mir halt.
Aber ich denke, heute ist die Übergabe.
Wie hast du dir das vorgestellt?
Das hab ich noch nicht so durchdacht.
Das Gefühl hab ich auch.
Wieso eigentlich im Foyer des Museums?
Nach dem Angriff im Aquarium, dachte ich, es wäre besser,
wenn viele Leute da sind. - Mann, ey.
Ich weiß, wie ich es wiedergutmachen kann.
Da bin ich mal sehr gespannt.
Ich werd den Lockvogel spielen. Und... - Moment mal.
Du spielst überhaupt nichts mehr. Ist das klar?
Die Schießprüfung ist bestanden,
wenn 1. beim Büchsenschießen auf die Rehbockscheibe mindestens 40 Ringe,
2. beim Büchsenschießen auf die flüchtige Überläuferscheibe
mindestens 2 Treffer in den Ringen erzielt werden.
3. beim Flintenschießen mindestens 3 Wurftauben
oder 5 Kipphasen getroffen worden sind.
Das dürfte kein Problem sein. - Sollte es auch nicht.
Ho.
Jetzt bin ich gespannt, wer von euch beiden auftaucht.
Leila, fang nicht schon wieder an.
Und ruf jetzt bitte nicht mehr auf diesem Handy an.
Unter keinen Umständen. Hast du verstanden?
Ja. - Gut. Tschüs, bis später.
Heilige Scheiße.
Ist nur eine Mutter mit Kind.
...morphologischen oder funktionellen Rückgängen
des Follikels.
Mit Tierfutter hat das nichts zu tun.
Achtung.
Alles bleibt auf Position. Nadeshda, keine Kommunikation mehr.
* Musik *
(Mann) Hey, ich bin endlich da.
Mist. Entwarnung.
Frank, ich hab jetzt... - Jetzt nicht.
Fuck.
So was kapiert ein Bulle wahrscheinlich eh nicht.
Der weiß alles.
* Schuss *
Das Gewehr ist schlecht eingeschossen.
Es schießt, wohin es will.
Nicht zittern, zielen. 2 Versuche haben Sie ja noch.
So, Schwarzkittel, jetzt bist du fällig.
* Handyklingeln *
Typisch, der ruft immer an, wenns am wenigsten passt.
Soll ich rangehen? - Das wär nett. Sagen Sie ihm, ich ruf zurück.
Ich bins, Leila.
Ich hab doch einen Stick von Offergeld bekommen,
wo was drauf ist, irgendwas Medizinisches.
Das hat nichts mit Tierfutter zu tun.
Ich hab Frank nicht erreicht, er ist im Museum.
Rühren Sie sich nicht vom Fleck. Ich geb ihm Bescheid.
(Leila) Wo ist Herr Boerne? - Scheiße.
Achtung.
Das ist er.
* Handyklingeln *
Er wurde gewarnt.
Hey, stehen bleiben!
Ausgänge absperren!
Hey, bleib stehen!
Vorsicht, der Mann ist bewaffnet. * Schreie *
Runter, runter, runter!
Shit.
Stehen bleiben. Polizei.
Deckung!
Ich nehm die Seite.
Stehen bleiben, oder ich schieße.
Ach du Scheiße.
* Türklingeln *
Endlich.
Boerne, ich... Wer sind Sie denn?
Keine Papiere, gar nichts.
Nur ein Autoschlüssel und der Revolver.
Vielleicht unsere Tatwaffe. - Vom Kaliber her könnts hinkommen.
Er wird nicht vernehmungsfähig sein in nächster Zeit,
wenn er überhaupt überlebt. - Was ist mit dem Handy?
Vielleicht gelingt unseren Hackern ja ein Wunder.
Wir müssen rauskriegen, von wem dieser Anruf kam.
Vielleicht ist er aus den eigenen Reihen...
* Handyklingeln * Was will die schon wieder?
Ihr Töchterchen? - Nee, Boerne. Was gibts?
Sie haben mich angerufen. Wie immer im völlig falschen Moment.
Sind Sie völlig durchgedreht? Sie haben mich angerufen.
Sie haben mich angerufen. Und dabei bleibts.
Dann wars vielleicht Leila.
Moment mal, Boerne, könnten Sie rübergehen und mal klingeln?
Ich stehe grad vor Ihrer Tür und ich klingle, natürlich.
Hallo? Sind Sie da?
Nicht Sie, Thiel. Ich mein das Mädchen.
Ihre Tür steht offen.
Sie sollten mal ein Wörtchen mit ihr reden,
hier siehts aus wie bei Hempels unterm Sofa.
Oder wie nach äußerst ungebetenem Besuch.
Sieht nach nem Kampf aus.
Mein Laptop ist weg.
Echt? - Ja, echt.
Man nimmt einen Computer nur mit, wenn was Wichtiges drauf ist.
Hat die kleine Kröte doch irgendwas von Offergeld bekommen.
Glauben Sie, die hat Sie wieder verarscht?
Diese Rotzgöre. Ich habe sie doch gewarnt.
Herr Thiel, haben Sie noch Druckerpapier?
Wieso? - Da steht "kein Papier".
Vielleicht gibts einen Druckauftrag,
der noch nicht zu Ende durchgeführt wurde.
So, Okay drücken.
Der machts aber auch spannend.
Die aufgetretenen Effloreszenzen bei der Makaken-Testgruppe...
Und die einhergehende signifikante Mortalität
haben uns somit veranlasst, vor dem Eintritt der Studie...
Brechen Sie sich mal nicht Ihre kleine Zunge.
Wieso auf einmal Affen?
* Handyklingeln *
Krusenstern. - Was ist denn das?
Okay, danke.
Der Wagen von dem Unbekannten wurde gefunden, in der Nähe vom Museum.
Das ist doch schon mal was.
Dann brauchen wir alle verfügbaren Kräfte, um Leila zu suchen.
Und Nadeshda, rufen Sie die KTU an,
die soll sich das hier genauer angucken.
Herr Professor, halten Sie hier die Stellung?
Und bitte nicht überall rumlatschen. Das ist hier ein Tatort, ja?
Makaken?
Das Fahrzeug des Unbekannten ist auf die Firma Freytag zugelassen.
Hier. - Na dann.
Jetzt bin ich aber baff.
Schönen guten Tag Frau Kühn.
Einen Moment, bitte. - Seit wann arbeiten Sie hier?
Seit fast 3 Jahren. Ich bin Assistentin der Geschäftsführung.
Das ist ja interessant. - Was wollen Sie eigentlich?
Ihr Exfreund, Herr Sandberg, hat der den Laden hier auch betreut?
So haben wir uns kennengelernt. Er war 2-, 3-mal die Woche hier.
Hatte er Zugang zu den Computern hier?
Als Hauptadministrator? Klar. Wieso fragen Sie?
Wir nehmen an, dass Ihr Exfreund hier etwas Brisantes entdeckt
und an den Journalisten Offergeld weitergegeben hat.
Wissen Sie was davon?
Nein, Sebastian hatte seit Wochen nicht mehr mit mir gesprochen.
* Telefonklingeln * Entschuldigen Sie mich, bitte.
Entschuldigen Sie mich, bitte, aber es ist ziemlich wichtig.
Wo solls denn hingehen?
Aufs Blaue hinein ins Grüne. - Ich hab ja ein Navi.
MS-DF-2335. Der Wagen gehört zur Geschäftsführung.
Ich kann Ihnen aber leider keinen Namen nennen,
der Wagen steht zur allgemeinen Verfügung.
Arbeitet dieser Mann hier in Ihrer Firma?
Ich weiß, ist kein schönes Foto.
Nein, noch nie gesehen. Tut mir leid.
Schön, dann möchte ich jetzt Ihren Chef sprechen. - Chefin.
Frau Dr. Freytag ist leider mit Herrn Stützer zur Jagd verabredet.
Mit Herrn Stützer? - Zur Jagd? Und wo ist das?
Ich hab eigentlich schon mehr gesagt, als ich befugt bin.
Ich möchte jetzt bitte Ihre Chefin sprechen.
Da kommt sie ja.
Wir können sofort los, Dr. Stützer. Noch eine Kontrolle.
Ich hab gehört, dass ein tollwütiger Köter im Revier wildert.
Wir wollen Ihren Zehnender doch nicht vor die Hunde gehen lassen.
Das wäre nicht lustig. Besser Sie suchen noch a bitzili. - Bis gleich.
* Piepen *
So.
Keine Chance, meine Kleine, das sind gute Knoten.
(Leila schreit)
Lass mich los, du Schlampe.
Hilfe! Lass mich los!
Jetzt wollen wir nicht so weit den Mund aufreißen. - Lass mich los!
So.
Ja, das ist doch schon mal was. Wunderbar, danke. Tschüs.
Der Typ ausm Museum ist von Interpol identifiziert worden.
Ein Belgier. Hendryk Bladibla.
Ein Killer, den man im Internet buchen kann. - Im Darknet.
Ja, oder Darknet.
Aber die Computernerds haben es geschafft,
aus seinem zerstörten Handy die Anrufliste auszulesen.
Und? - Ja, wir liegen komplett richtig.
Frau Dr. Freytag ist Kundin bei Call-a-Killer?
Ja, nur leider kennt sie sich selber auch gut mit Waffen aus.
Halten Sie mal an. Warum? - Halten Sie an!
Da steht ein Taxi.
* Schnarchen *
Sollten wir nicht auf das Feld schauen?
Das, was wir suchen, ist im Wald. - Ach so.
Fuck, was ist denn das hier für ne Scheiße?
(Dr. Freytag) Aha.
Der Hirsch? - Ja.
(spricht schweizerisch) - Was? - Was Weißes.
Das ist der Drecksköter. Los, schießen Sie.
Abdrücken, drücken Sie ab.
* Schuss * (Leila) Heilige Scheiße.
Das war nix.
Warte, du Miststück. Dich krieg ich.
Ich krieg dich doch.
* Schuss *
(Stützer) Au.
Was war das?
Das war ein Stein. - Polizei.
Nehmen Sie die Hände hoch.
Leila? (Leila) Frank?
Bist du okay? (Leila) Ja.
Rien ne vas plus, Frau Dr. Freytag.
Kannst rauskommen, bist in Sicherheit.
Zur rechten Zeit am rechten Ort, selten genug.
Boerne, legen Sie die Waffe weg.
Frau Dr. Freytag, kommen Sie sofort runter.
Guter Schuss, das muss ich neidlos anerkennen.
Aber Sie, werter Professor,
verfügen leider über ausgesprochen wenig Treffsicherheit.
Weder mit Büchse noch mit Stein.
So, abführen.
Frank.
Ich bin ja froh, dass du wieder da bist.
Es hat sich offenbar während der Tierversuche herausgestellt,
dass das Zeug zwar tatsächlich hochwirksam ist,
aber bei einem beträchtlichen Teil der Affentestgruppe
zu einer tödlichen Hirnerkrankung führte.
Warum sagen Sie uns das nicht? Das ist nicht korrekt.
Sie sind eine Betrügerin.
V.a. hat sie 2 Menschenleben auf dem Gewissen.
Von den Stummelschwanzmakaken ganz zu schweigen.
Oh Gott, ich habe das Teufelselixier selbst benutzt.
Kein Grund zur Hysterie. Sie haben ein Placebo bekommen.
Und machen Sie sich nichts draus,
die Schießprüfung können Sie beliebig oft wiederholen.
Es haben gerade mal 2 Treffer auf den flüchtigen Überläufer gefehlt.
2. Das ist gar nichts, das kann jedem passieren.
Oder?
Ich hätte echt gern mehr Zeit mit dir gehabt.
Machs gut, Papa.
Ich werde ihn öfters besuchen, glaube ich.
Der liebste Platz, den ich auf Erden hab,
das ist die Rasenbank am Elterngrab.
Vielleicht freut sich ja mein Vater,
dass er wenigstens mit den Halu-Brothern recht hatte.
Halu-Brüder?
Sie meint Holu-Brüder, die mit dem verseuchten Futtermittel.
Dein Vadder hat ganz hervorragende Arbeit geleistet.
Die beiden Ganoven sind schon vom LKA verhaftet worden.
Hm, gehts?
Ja, Abfahrt.
Wo solls denn hingehen?
Ich bringe sie zurück nach Mannheim.
Aufm Rückweg werde ich
ihrer Mutter im Krankenhaus einen Besuch abstatten.
Was ich total lieb find von Frank.
Ja, Frank ist wirklich ganz, ganz lieb.
Ist das Ihr Neuer? Fettes Teil.
Gehen Sie jetzt auf Großwildjagd? - Geräumig genug wäre er.
Vorausgesetzt, dass Sie es irgendwann mal schaffen,
ihren Jagdschein zu absolvieren, nicht wahr?
Das lag nur am laufenden Keiler.
Die 5 Kipphasen habe ich problemlos abgeräumt.
Dass euch 2 langweilig wird, muss ich mir keine Sorgen machen, oder?
Das gucke ich mir an, wie Sie mit dem Teil einparken.
Kannst noch was lernen.
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